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Donnerstag, 6. Oktober 2022

Engel als verbindendes Glied (2)

Das Wirken der Dämonen als gefallene Engel - Ach bei den Dämonen gibt es für jeden einen betimmten Ansatzpunkt, der aber einer Perversion, Umkehrung der ursprünglichen, dem Guten, Gott dienenden Aufgabe entspricht. Der die Aufgabe vielleicht also sogar "bewältigt", aber ohne Ausnahme dem höchsten bzw. tiefsten Bösen zuführt. Ein Dämon kann deshalb NIE direkt heilswirksam sein. Selbst wenn er scheibar "positive Wirkungen" evozieren kann, wie "Heilungen von Krankheit", wird das eigentliche Ziel dieses "guten Phänomens" immer ein darüberstehendes Gut sein. Das er dafür in den Abgrund mitreißt, dem er selber nie mehr entkommen wird.

Wie viele sind deshalb Opfer der Dämonen geworden, die ein scheinbares Gut - Gesundheit - erlangt haben, dafür aber ein weit höheres Gut, das Seelenheit. die Freiheit die dazu nötig ist, meist aber die Anhangung an Gott, die beschädigt oder abgelegt wird. Weil ein Dämon wie JEDER Geist, auch die guten Engel, nur über Anhangung wirken kann, diese letztlich also über die Hierarchie in Gott gründen muß, nicht im Widergott, dem Satan.

Mittwoch, 5. Oktober 2022

Engel als verbindendes Glied (1)

Wem nun das eine noch fehlt, das die Ideen aus dem Geist Gottes in die Realität der Schöpfung ALS Erde, Welt, Fleisch, Dinghaftigkeit überführt, der sei auf Wesen und Bedeutung der Engel hingewiesen. Was immer Idee Gottes ist, hat seinen ersten Schritt zur Schöpfung auf den Flügeln der Engel getan (die ebenfalls eine Schöpfung sind.)

Im Grunde kann man sich ihr Reich, ihre Hierarchien, die durch verschiedentliche Offenbarungen und Einsichten bekannt sind (am bedeutendsten ist wohl die Schrift über die "Hierarchieen der Enge" des Dionysius Areopagita, die schon früh entstanden ist, und bis heute eine, ja die tragende Rolle im Wissen über die Engel spielt) als geistige Realitäten vorstellen, die auf jeder Stufe, auf jeder Allgemeinheitsebene, bis hin dann zur spezifischen So-seins-Stufe der Dinge (sofern sie Individuen sind) reicht und existiert. 
Engel sind also jeweils die "Aktivierungs-Komponente" im "Modell" der Schöpfung. Sie sind es so sehr, daß man durchaus sagen kann, daß HINTER ALLEM Engel steht. Engel - oder deren Widerpart, die Dämonen. Gott also - oder dessen Widersache, der Teufel. 
Es liegt also in der Hand des Menschen (über den dann die gesamte übrige Schöpfung am von ihm festgelegten Schicksl teilnimmt), welche Welt er anruft, die der Engel oder die der Dämonen. Weil es in seiner Hand liegt, wem er letztendlich anhangt: Gott, oder dem Satan. Dem ewigen Gut, oder dem ewigen Übel. Dem Himmel - oder der Hölle. 
Und wir tun auch sehr gut daran, in unsere Urteile über irdisches Geschehen diese Kräfte, die der Realisierung des Welthaften dienen sollen und wollen, weil alles nach seiner Art will, diese Wesen mit zu berücksichtigen. Nicht manisch, aber als reale Wirkkräfte, denen wir Zugang zur Welt verschaffen oder solchen verhindern können. 

Freitag, 5. August 2022

Mythen vom Kopf auf die Füße gestellt (2)

Gleich aber noch eine Mär - In einem Internetgespräch hörte ich die Äußerung, daß das US-Geheimdienstkonzept Lifelog ein Konzept gewesen wäre, das die Vollüberwachung und -kontrolle der Bevölkerung der Welt als Ziel hätte. (Und soweit stimmt das ja auch.) 

Als nun Facebook erfunden wurde, hätten diese Geheimdienste überlegt, wie man es nutzbrmachen könnte. In (Wortlaut der Äußerung) "genialer Voraussicht" hätten die dann auch erkannt, daß es in Richtung social media gehen würde, mit kleinen Apparaten, die jeder am und sogar im Leib trage. So notwendig, daß sich nieman mehr freiwillig davon trennt, weil sonst sein Leben zusammenfällt.

Die Wahrheit? Es verhält sich umgekehrt. 

Donnerstag, 4. August 2022

Mythen vom Kopf auf die Füße gestellt (1)

Die Frage ist nie OB jemand von einer Person ab- weil ihr anhängt, sondern immer nur, WEM er anhängt. Deshalb ist die so populäre Forderung nach "Freier Meinung" und noch mehr nach "freiem Informationsfluß" ein seltsames udn vielfach ergänzungsbedürftiges Wort. 

Hinter der der aufklärerische (aber völlig falsche) Ansatz steht, daß die Vernunft eine Angelegenheit der Mathematik wäre. WEIL (so die Mär seit Galileo, der diese These erstmals populär machte) es die Mathematik WÄRE, die die Welt bewegte. Damit wäre auch das Denken eine reine Rechenoperation, und die Logik eine Folgerung aus der Mathematik bzw. deren Nachbildung. 

Aber das stellt die Wahrheit auf den Kopf. Was logisch ist ist nicht das Ergebnis einer Rechenoperation, sondern geht der Rechenoperation voraus, die sich dann nur noch dieer Logik entsprechend verhält, weil auch die Operation bereits dieser nicht in der Mathematik, sondern in der Welt liegenden Grammatik entspricht. 

Sonntag, 31. Juli 2022

Generationen, die ihre Fragen nicht kennen wollen

Der Zusammenhang ist so evident, daß man sich nur wundern sollte, warum er nicht allgemein bekannt und verbreitet ist, Teil dessen ist, was man als "Narrativ" bezeichnet, und das Essenz wie Summe der menschlichen Anschauungswelt meint, die in der allgemeinen Erzählung, der Art wie von allem gesprochen wird, präsent ist. Ein Boden, auf dem sich ein Volk befindet, und auch davon kann man hier fest wie selten woanders sprechen, weil es sich illustriert: Volk als Gemeinschaft in einem Narrativ. 

Die Frage nach der Wahrheit zeigt sich dann als Verhältnis zur Wahrheit, wi esie sich in einem Narrativ ausdrückt, udn kann auch in einer kollektive Ablehnng oder im Widerspruch gegen Gottes Gebote (und das sind auch die Gesetze der Natur, nicht aber das Faktische, das in der Natur vorhanden ist, ein wichtiger Unterschied) bestehen.

Mittwoch, 13. Juli 2022

Regierung ist immer personal

Nicht zum ersten mal, wurde im Corona-Ausschuß 111 beklagt, daß staatliche Institutionen (Justiz, Polizei) durch private Interessensgruppen instrumentalisiert würden. Nun ist das zwar richtig, aber in einem größeren Zusammenhang gesehen ga rnicht anders sein kann. Denn wen nauch diese Corona-Aufklärer ständig von Demokratie reden, so bekritteln sie Zustände, die nicht die Demoikratie deformieren, sondern zu ihrem Wesen gehören. 

Das da wäre, daß sich auch in der Demokratie die wesensgemäß EINZIGE Organisationsform des Menschen - chthonisch, aber unvermeidlich weil ontologisch motiviert - ihre Bahn sucht. Und die ist nicht dmeokratisch, sondern monarchisch und hierarchisch, also ein System der persönlichen Gefolgschaft, die einer PERSON geleistet wird. 

Montag, 13. Juni 2022

Triviale Fakten

Man kann Hans Werner Sinn sicher nicht vorwerfen, daß er ein alternativer Denker oder gar ein rechter Recke der Kritikasterheere wäre. Eher müßte man ihm vorwerfen, daß er vor allem bis zu seiner Pensionierung vor ein par Jahren viel zu wenig robust aufgetreten ist, und er sieht ja auch eher aus wie Heini Hasenfuß, und nicht wie Klaus Störtebeker.  Vielleicht hat er auch zu gerne glauben wollen, daß es noch Fachwissenschaft und Kollegen gibt, die wissenschaftlich seriös arbeiten, deren Aussagen er also glauben "darf", ohne den theoretischen Bodensatz aufzuarbeiten, in dem klar würde, daß Naturwissenschaft niemals URSACHEN, sondern immer nur TATSACHEN und PHÄNOMENE finden kann.

Es nimmt ihm nichts von der Schuld. Immerhin aber sagt er jetzt Dinge in einer Nücchternheit und Klarheit, die immer wiedre vor Augen geführt werdfen müßten, um endlich diese Hekatomben von Saftschleudern zurechtweisen zu können, die uns Tag für Tag die Luft zum Atmen nehmen und den letzen Penny aus der Tasche ziehen wollen. 

Mit absurden, geistesgestörten "Visionen", denen sie auch noch die Autorität umhängen, die vergangenen Ämterstrukturen entsprach, und die sie gestohlen, besetze, geraubt und mißbraucht haben, um nun ihre verantwortungslose Scheinwelt aufzubauen, die nur einem Zweck dient: Die alterantive Zeugungsmacht des Kastraten zu beweisen.

Diese Verwirrtheit kann in der Regel schon die Besinnung auf die trivialen Fakten aufhellen, vor allem wenn wir wie heute erleben, daß der ständig noch wachsende Schalldruck aus unserer Umgebung den Mündern Wirrer zu verdanken ist. 

Mittwoch, 4. Mai 2022

Ab dannen/da die Welt/in Widerspruch zerfällt

Wollen wir uns an dieser Stelle aber noch einmal genauer mit einen Themenbereich befassen, der das Kernstück der Thesen Walter von Lucadou's ist. Es iost mechanistisch wie dessen gesamtes Weltbild. Denn was immer er auch einschränkend dazu sagen wollte, er ist materialistisch und letztlich also a-theistisch. Das ist gewiß der Grund, warum er sich doch so großer Beliebtheit offizieller deutscher Stellen erfreut. 

Aber das schicken wir nur voraus, um eine gewisse Vorsicht einhzumahnen, weil eine gewisse Ideenstruktur bei ihm sehr brauchbar scheint, um etwas zu verstehen, was auch wir sehr ähnlich sehen, aber noch nicht so weit ausformuliert haben, sodaß uns Lucadour nun inspiriert hat, es in einem Teilschritt zu versuchen.

Lucadour unterscheidet demnach die physikalische Welt in zwei Bereiche, deren einer dem anderen übergeordnet ist, ohne aber auf ihn verzichten zu können. Den einen nennt er Verschränktheit, das heißt, hier werden Einzeldinge und -bereiche so synchron (jawohl, wir können hier C. G. Jung bereits anklingen lassen) beherrscht, daß sie ablaufen ohne daß man sagen könnte, was zuerst war. Sie verhalten sich, als gäbe es keine Ursache und Wirkung, als würden sie wie ein Teil eines übergreifenden Ganzen agieren.

Freitag, 26. März 2021

Wissenschaft als Zumpferlspiel

Im Jahr 1990, der VdZ hat wohl schon hier berichtet, hatte der VdZ als Bauunternehmer Aufträge im Wert von hundert Millionen abzuwickeln. Fehlte es an österreichischen Fachkräften, um diese Produktion zu stemmen, engagierte er, auf Vermittlung eines slowakischen Architekten, unter anderem ein Dutzend tschechischer Fachkräfte. Darunter einen Diplomingenieur J. Der mit nachweisbarem Hochschulzertifikat auch damit beauftragt war, die Produktionsunterlagen für eine Buswartehäuschen-Serie auszuarbeiten, denn der VdZ sah richtig voraus, daß dies einen nicht unbeträchtlichen Markt in Niederösterreich ergeben würde. Und dieser Diplomingenieur war ja Fachkraft für Holzbau. 

Nach einer Woche zäher Zeichentischarbeit, mit der endlich einmal Kalkulationsgrundlagen auf dem Tisch lagen, staunte der VdZ, daß die Dimensionen der Hölzer für die Konstruktionen ums drei- und mehrfache überdimensioniert waren. Unsichtbar und deshalb nur statisch von Belang, betraf nur diese Position gute fünf Prozent der Verkaufskosten. Völlig perplex guckte Dipl. Ing. J den VdZ an. SO hätten sie nie gedacht. 

Es fehlten Kriterien, ganz einfach. Es fehlten dem Sozialismus Kriterien des vernünftigen, also freien Wirtschaftens und Arbeitens. Und deshalb haben dem Diplomingenieur J jene Kriterien gefehlt, die sein Denken überhaupt relevant gemacht haben. Er hat studiert, aber sein Studium war sinnlos gewesen.

Auf so einer Basis läßt sich natürlich leicht von "Gleichheit" reden. Und - wie in den 68ern samt Nachläufern - vom Muff der Talare skandieren, mit denen man die Relevanz von Wissen, Denken und Logik entsorgte. Die dem eigenen Aufstieg im Wege standen. Jeder ausgebildete, erfahrene Zimmermann in den Reihen der Arbeiterschaft des Betriebs des VdZ war kompetenter. Interessanterweise schien das J zu ahnen, und er ordnete sich auch von Anfang an in diese Arbeiterschaft ein, suchte und fand seinen Platz in der Hierarchie der im Betrieb tätigen Menschen. Und war von Anfang an, getragen von dieser demütigen Haltung der Einordnung als Suche nach dem rechten Platz in der Welt, ein braver, verläßlicher Zimmermann, der in einem begrenzten Rahmen Verantwortung tragen konnte. Der VdZ erinnert sich gerne. Man mußte ihm nur die Aufgaben klar definieren, umreißen, begrenzen.

***

Masha Gesten schreibt in dem spannenden exzellent geschriebenen (und übersetzten) Buch "Die Zukunft ist Geschichte - Wie Rußland die Freiheit gewann und verlor" über die Entwicklung der Naturwissenschaft in der UdSSR. Die in einer immer größer werdenden Frustration der Sowjetforscher endete. Ausgehend vom Primat und den damit ausgehenden Direktiven des Zentralkomitees der KPdSU wurde, schreibt Gesten, die Naturwissenschaft des gesamten Einflußbereichs der kommunistischen Parteien mehr und mehr irrelevant. Die Partei gab vor, was die Forschung zu ergeben hatte, die Ideologie (wie sie die Partei ausdefinierte, und das war nie berechenbar) bestimmte, was zu denken und zu "finden" überhaupt erwünscht und den Gesamtzielen der sozialistischen Gesellschaft zuträglich war. 

Das führte bis in die 1970er-Jahre zu einem immer deutlicheren Rückstand der "sozialistischen Wissenschaft" hinter der Forschung des Westens, schreibt Gesten. Ganze Forschungsgebiete waren eliminiert worden, die sich nun aber als elementar herausstellten. Aufbauend auf Geheimdienstberichten, war das der damaligen Führung der UdSSR endgültig klar. Sie beschloß  (gar nicht so sehr unter Chruschtschow, vielmehr unter seinem Nachfolger Breschnew) deshalb eine Wende. Es war die Wende zu Realen, zum Realismus. 

Natürlich aber getragen von jenem Pragmatismus, der seine Relevanz aus der Nützlichkeit für die politisch definierten gesellschaftlichen Ziele bezogen hat.

Vor diesem Hintergrund betrachtet, ist der hier angefügte Film des Radio Berlin-Brandenburg (rbb) erst interessant. Denn die vorgeschobene "Erklärung" für das "Aufkommen der Rechten", auf die die Geschichte des Mauerfalls" reduziert wird, folgt nur dem üblichen Stumpfsinn. 

Der einer Gesellschaft entspricht, die eine Sendeanstalt aus politischem Willen und von Steuergeldern bezahlt, die nicht in der Lage ist, die Realität des Lebens adäquat zu beschreiben. 

Selbst wenn man anerkennen muß, daß eine Reihe von Tatsachen vorgestellt wird, die manche sehr richtige, unideologische Interpretation der Geschehnisse seit 1989/90 im Rahmen der "Wiedervereinigung" immerhin zuläßt. 

Wie doch das Grundkonzept scheitert. Der hauptsächliche Grund zur Kritik ist der Enttäuschung geschuldet, daß zur Erreichung von "sozialen Zielen" nicht und nicht das "Prinzip Leistung" den Platz in der Hierarchie zu bestimmen vermag. Wie interessant, daß dieses vorgebliche Siegprinzip des Westens gar nicht greift, wie die Ostdeutschen wieder und wieder erkennen mußten.

***

Norman Dennis, Fernando Henriques und Clifford Slaughter zeigen in ihrer (zumindest in der englischen Sozialforschung) legendären Buch "Coal is our Life" einen interessanten Zusammenhang auf. Sind die englischen Kohlearbeiter mit ihren Sozialforderungen erfolgreich, steigen also die Löhne der (damals) hunderttausenden Kohlearbeiter, so fließen diese Gelder in jene Bereiche des Konsums, die diese soziale Gruppe bereits zuvor gekennzeichnet haben. 

Bei höherem Lohne, steigen etwa die Einkaufssummen in Supermärkten, die den Grundbedarf decken, aber es steigen auch die Ausgaben in den Pubs, wo die Männer sich darin überbieten, Runden für ihre Kumpels zu schmeißen. Denn dieses Ritual hat für diese soziale Gruppe enorme, hierarchiebegründende wie -erhaltende Bedeutung. Wer immer mit seinem Einkommen "gruppenidentitätsfremdes" Verhalten finanzieren wollte, fällt aus seinem Identitätskreis, wird nach einem Prozeß der Ächtung zum letztendlich Ausgeschlossenen. Und DAS versucht jeder unbedingt zu vermeiden.


Praktisch keine dieser Mehreinnahmen aber fließen in Bereiche, die den Sozial- und Identitätskreis dieser Gruppen übersteigen. 

Es werden keine neuen Gewohnheiten finanziert, es werden keine "höheren" sozialen Ziele angestrebt. Einkommen und Geld bleiben im Rahmen der sozialen Gruppe, der man über den Vater und damit über die wesentliche, gegenwarts- weil identitätsbegründende Tradition zugehört.



*200321*

Samstag, 12. Dezember 2020

Wie sich Politik und Geld vermählten (2)

 Teil 2) Die ungeschminkten Anmerkungen


*Als einem bereits wahrhaftigen Renaissancekönig war der Anspruch Heinrichs VIII. auf Allmacht in seinem Staate, mit dem er sich ursprünglich aus der Schuldenfalle ziehen wollte, zum Bumerang geworden. Denn nun waren Geldgeber, Banken mit der Situation konfrontiert, daß der König als Schuldner jederzeit per Federstrich Gesetze erlassen konnte, die ihn von seinen Schulden befreiten und die Kreditgeber enteigneten. Oder vielleicht gar einen Kopf kürzer machten. Also bekam Heinrich nirgendwo in Europa noch Kredit. 

Das löste William III. einige Jahrzehnte später, und er konnte es nur lösen, indem er die Hand des Geldadels ergriff. Die fortan mit einer von der Monarchie abgesicherten Zentralbank umgekehrt den König finanzierten (und den gesamten Geldschöpfungsprozeß des britischen Bankenwesens kontrollierten) - wenn der König die Macht über die Finanzierung der Monarchie ans Parlament formell abgab.

Der VdZ schreibt dies freilich mit einer gewissen hintergründigen Absicht. Denn er möchte dem Leser vielleicht klarer als bislang machen, daß Geld kein "Ding an sich" ist, sondern Symbol für ein reales Verhältnis. Das seinem Wesen nach ... Schuld (also: Schulden, als zu tilgende Verpflichtung) ist. Wenn es somit verschiedenenorts wie ein böses Schattengespenst an die Wand gemalt wird, daß Banken Geld "aus nichts" schaffen, so muß man dazu sagen, daß das überhaupt zum Wesen des Geldes im eigentlichen Sinne gehört! 

Davor muß sich also niemand fürchten, solange diese Verpflichtung auch erfüllt werden kann und das auch beabsichtigt ist. Denn dieses "nichts" ist kein "nichts", sondern ein Versprechen, durch zukünftige Arbeit (sic!) das heute ausgegebene Geld zu bedecken. 

Unser Geldwesen selbst aber hat durch diese flexible Geldschöpfung "vor Ort" (also durch Banken) jene Dynamik, die einer menschlichen Gesellschaft angemessen ist. Das hat bei aller substantieller Kritik die Entwicklung des Wohlstands in den letzten drei Jahrhunderten denn nun doch gezeigt. Das sollten wir zumindest vor Augen haben, wenn wir darüber reden.

Eine Geldschöpfung, die durch eine Zentralgewalt (hier und bis heute überall dual, durch König UND - privater! - ZentralBANK) gesteuert wird. Wiederum mit einem Parlament verschränkt, das dieses Gleichgewicht steuern kann und will. Und in der einen Beschluß aufbereitenden Debatte der Öffentlichkeit zugängig, durch die Wahl der Abgeordneten sogar mitbestimmbar macht. Mit dem uralten Leitbild, daß Besteuerung nur möglich ist, wenn die Bevölkerung (also der Besteuerte) dieser Besteuerung (die eine Form der Enteignung ist) auch zustimmt.

Was eine etwas anders gelagerte Frage aufwirft. Ob nämlich die gegenwärtige Praxis der Demokratie diese Kontrolle überhaupt auszuüben vermag. Ob also nicht eine Diskussion über die Institutionalisierung unseres Staatswillens angebrachter wäre als die letztlich substanzlose und utopistische Forderung nach "Transparenz" einiger Personen oder Gruppen. 

Tabuwort Demokratie

Die in einem seltsam verschwommenen, irrationalen Wunsch- und Traumbild einem Demokratismus anhängt, der wie ein messianischer Wundermechanismus alles "irgendwie" lösen soll. Und übersieht, daß die Rechtfertigungsmythen der Demokratie (als Telos, als Ziel, auf die sie angelegt ist) nie erfüllt und gar nicht erfüllbar weil irrational sind. Was sich nicht zuletzt an der Sakrosankt-Stellung des Wortes "Demokratie", aus der seine wirre, wahllose Verwendung als "Argument" (dabei aber nur Totschlaginstrument dem anderen gegenüber) ablesen läßt.

Wer bitte schön (und der Leser möge das anhand seines Umfeldes einmal überprüfen) wäre bereit auch nur spielhaft anzunehmen, daß das, woran wir immer mehr zu leiden meinen, wirklich leiden und noch mehr leiden könnten, all die Korruption, Instransparenz, die sich bildende Oligarchie (die jede "Mitsprache des Volkes" zur Farce macht), und überhaupt so viele der Zukunftsängste, auch unser Geld betreffend, mit dem Instrument "Demokratie" überhaupt nicht lösbar, sondern sogar deren unausbleibliche Folge sind? 

Wäre James Corbett etwa, dessen Kritik und Analyse sehr oft sehr zutreffend, klug, ja luzid ist, wäre der etwa bereit anzunehmen, daß sein Glaube, die Mißstände, auf die er hinweist, wären keineswegs "durch mehr Demokratie" behebbar weil nur Abweichungen von deren innerstem Gefüge und Sinn? Daß es also schlicht naiv und sachlich falsch ist, auf eine Bewegung "von der Straße" zu bauen, ja die "Aufgeklärtheit jedes Einzelnen" als eigentliches Wesen der Demokratie zu sehen?

Warum das falsch ist? Weil Denken, also "Aufklärung" nur in Zusammenhang mit eines Ort, also Stand, Berufung usw und damit Traditionstreue gesehen werden kann. Diese Bestimmung nie überschreitet, und eben nicht, wie die Aufklärung postuliert (ohne je daran zu glauben, bitte sehr! die Aufklärer waren sogar immer die schlimmsten Diktatoren, weil und wenn sie erkannten, daß ihre Vorstellung sich "nicht realisiert") eine Frage simpler mechanistischer "Logik" ist. 

Warum das? Kurz noch einmal gesagt: Weil Logik selbst Postulate HAT und braucht. Und das ist eine der mathematischen Logik vorausgehende Annahme über die Wirklichkeit, die selbst NICHT mit dieser "Logik" zu erfassen, sondern eine Frage des Transzendenten, des Glaubens ist.

Übrigens: Die Griechen, auf die wir uns in dieser Frage gerne berufen, wußten das noch. Ihr Verständnis von Demokratie als Herrschaft des Volkes war keineswegs irrational, sondern ziemlich anders, realistischer, als wir es pflegen.

²Dieser Eigentumsvorrang ging so weit, daß 1850ff. das Eigentum der (meist englischen) Landlords vor dem Notrecht der Iren selbst gereiht blieb. Während sechs Millionen Iren verhungerten, exportierten die englischen Herren des Landes unter Schutz eines Drittels des englischen Militärs die im Land produzierten Lebensmittel. Während sich, übrigens, die irischen Bischöfe in England eine Auszeit nahmen und von den Kelchen der Honneurs schlürften, die die englische Krone ihnen angesichts ihrer Dienstbarkeit servierte.

**Was hier heißt: Polygamie. Denn das bedeutet jede "Scheidung und Wiederverheiratung". Das hätte aber für einen christlichen, katholischen König bedeutet, daß er aufgrund seines moralischen Zustands der Repräsentation Gottes verlustig gegangen wäre. Ab diesem Moment war ihm kein Untertan, kein Bürger, kein Adeliger mehr zu Gehorsam und Eidtreue verpflichtet.

³Es gab in jeder Kultur auf ihrem Weg nach oben Einrichtungen der "Jubeljahre", also des Streichens von Schulden. Und damit der Möglichkeit zu einem Neubeginn nach einer Zeit von Mißgeschick, von Mißernten oder schlicht von Versagen. Damit hat der Kapitalismus aufgeräumt. Der den Schuldner gnadenlos nicht nur unter Zinsdruck stellt, sondern ihm bei Zahlungsunfähigkeit bis zur Versklavung nachstellen kann. Die englische Marine (Matrosen) mit den bekannt brutalen "Disziplinierungsmaßnahmen" oder Australiens Geschichte der Besiedelung, die eine Geschichte unfaßbarer Gewalt und grausamen Unrechts ist, sind auch und vor allem eine Geschichte der Verschuldeten.

***Wir berühren hier sogar eine der Hauptwurzeln der Sklaverei. Sogar der Sklaverei in Afrika (und damit der "Neuen Welt"), die nur durch die Verschuldung vieler Afrikaner möglich wurde. Sodaß diese zuerst Verwandte, Kinder und schließlich, wenn auch Überfälle von Dörfern und Stämmen, die von der eigenen Heimat entfernt waren, nicht fruchteten, sich selbst "verkauften." Um unter vereinbartem "sozialen Tod", unter Verzicht auf Leben und Würde ihre Schulden abzuzahlen!

****Es war genau diese Entwurzelung, die die Geburt der universalistischen "Nation" bewirkte. Die "als Idee" zu einer ideologischen, voluntaristischen, positivistischen "Nation" das wurde, was wir als "Nationalismus" bezeichnen. Eine völlig andere Qualität als die Vaterlands- oder gar Heimatliebe. 


*091220*

Sonntag, 9. August 2020

Was Abendländer von Morgenländern scheidet (3)

Teil 3) Weil es ohne das Abendland nicht geht



Im Hinduismus (was, wie dem VdZ einmal ein indischer Gelehrter so erklärte, daß das nichts anderes heiße als "die Religion der Inder als jener Menschen, die dort, in Indien, eben leben", der in sich also gar keine definierbare "Religion" ist) zerfällt diese Grundlage des Seins ohnehin in buchstäblich zahllose Vorstellungen. In Bilder, von denen die meisten bis zu einem Punkt gehen, an dem sie dann einfach abbrechen, weil sie die gedankliche Konsequenz nicht lösen können. 

Wie jener sehr häufigen Vorstellung, daß die Welt auf dem Rücken eines Elefanten ruht, der wiederum auf einer Schildkröte steht. Diese steht selbst auf einer Schildkröte, die kleiner ist, diese wiederum auf der nächsten, die noch kleiner ist, und so weiter und so weiter. Was am Anfang steht? Diese Frage stellt der Hindu nicht. Diese Ungelöstheit des Anfangs, also der Widersprüchlichkeit und Ungelöstheit des Denkens "nimmt er hin."

Von den zahlreichen irrationalen, nicht näher bestimmten oder bestimmbaren "Naturhaltungen" wollen wir gar nicht sprechen, weil sie kaum zusammenfaßbar sind. Auch der tiefst überzeugte Kommunist hat in seinem realen Leben Glaubenshaltungen und Religiositäten, deren er sich aber nicht bewußt sein will oder darf. (Nur ist "Religion" noch lange nicht "Erlösung" oder "Heil"; es sind nur irdische mehr oder weniger gutgemeinte "Versuche", denen aber eine Bedingung fehlt: Wahrheit in Gestalt einer Person.) 

Natürlich können wir hier nur einen kurzen Abriß der Problematik vorstellen. Aber der reicht vielleicht dem einen oder anderen. So, wie oft ein einziges Wort genügt, um einen ganzen Gedankenboden sichtbar zu machen, den man über viele Jahre in ein Unbekanntes gespannt hat, der nur von der Widerspruchsfreiheit lebte, ehe mit einem Schlag der Schlußstein begegnete, der alles zu einem Gewölbe bzw. fertigen Gebäude verband. Das mit einem Schlag "einfach da war". So wie durch diese paar Worte, die dem VdZ in dem Büchlein "Die Seele des Orients" von Willy Haas zuflogen.

Und die ihm ein ziemlich großes Verstehensgebäude zeigten, in dem der Mensch des Orients, vom Mittelmeer bis zur Japanischen See, plötzlich begreifbar wurde. Sodaß sich in diesem Begreifen aber auch der Abendländer zeigte. Der mit einem Mal in einer Größe vor Augen steht, die nur wundern macht, warum wir uns vor der Zukunft fürchten sollten! Denn der Abendländer hat etwas, das so gut wie jedem Menschen auf der Erde fehlt. Er hat den ... Gott der Wahrheit.

Deshalb steht die abendländische (Europa, Nordamerika) Wissenschaft vor der Tatsache, daß sie regelrecht irrelevant wurde. In dem Maß, in dem sie ihre Grundlagen "vergißt", nicht mehr ernst nimmt, ist sie nicht mehr in der Lage, die Welt zu begreifen und zu erklären. Sondern verliert sich immer mehr nur noch in "Teillogiken", Teillogizismen, die so nützlich und notwendig sind "wie ein Krope", wie der Wiener sagt. 

Und an denen zu orientieren einer der fatalsten Kulturfehler ist, zu dem verführt zu werden nur als Teil einer globalen Machtstrategie verstanden werden kann. Nichts war cleverer als die Abendländer an die Relevanz ihrer Grundlage - dem (katholischen) Christentum - zu glauben und daran festzuhalten. 

Idee eines notorischen Optimisten ...
So wurde es geschwächt, und damit zur reifen Frucht, die anderen Mächten in den Schoß fällt. Die freilich eine Frucht ernten, die kastriert, trocken und tot ist. Das ist ihr Fehler. Und das ist (noch) der Fehler auch der Chinesen. 

Wenn aber, dann werden die Chinesen draufkommen ... und möglicherweise dann sogar das Abendland neu zu beleben versuchen. Denn um auf seine Vorteile verzichten zu wollen - dazu sind sie zu pragmatisch. Das wäre dumm. Und so dumm wie die heutigen Abendländer sind sie nicht.

Denn die sind Orientalen. Die können mit unlösbaren Widersprüchen in nebeneinanderstehenden, eigentlich unlösbaren Parallelwelten leben. Zwischen denen sie hin- und herspringen. Wenn, dann können nur die Orientalen somit auch das Abendland bestehen lassen. Denn der Abendländer ist aus dem Wissen um die Unverträglichkeit von Widersprüchen in seinen Irrtümern gefangen, hat sich selbst totgeschlossen. 

Diese Widerspruchsfähigkeit macht den Orientalen zwar "undurchschaubar" und sogar "unberechenbar". Aber das gibt in der derzeitigen Situation des Abendlandes, das sich selbst nicht mehr helfen kann, sogar etwas wie Hoffnung. 

Als Hoffnung auf das Wissen um das geheimnisvolle, dem Menschen nie durchdringbare (doch immer widerspruchslose) Sein, in dem Gott letztlich alles zum Guten führen wird. Nicht, weil die Orientalen weiser, klüger oder mehr der Wahrheit zugeneigt sind. 

Sondern weil sie - hoffentlich, weil wenn, dann ohne zu wissen warum, also schlicht aus Pragmatismus - früher als wir Abendländer begreifen, daß das Abendland das Herz der Welt ist. Nach wie vor, und seit je. Hört dieses zu schlagen auf, versinkt die gesamte Welt ins Dunkel von Chaos und Widerspruch, in dem auch die Gewalt, das einzige Mittel um Chaos zu "ordnen", keine wirkliche Lösung ist. Denn in Systemen der Widersprüchlichkeit ist Gewalt die einzige Methode des Zusammenhalts. Auch ohne Einheit.



*Warum "gibt" es dennoch in China ernstzunehmende Wissenschaft? Vorsicht, werter Leser, überschätzen wir das nicht. Warum? Weil die Chinesen auf der Grundlage des atheistisch-nihilistischen, lediglich pragmatischen (und HÖCHST pragmatischen, also sehr klugen) Konfuzianismus als Lebenshaltung der meisten Chinesen einfach die offensichtlich überlegene Haltung des Westens, also des Abendlandes, übernimmt. Eine eigentliche Religiosität findet in allen möglichen, jeweils individuellen Religositäten statt. In Dingen, Aberglauben, alltäglichen Haltungen, Gewohnheiten, Methoden, Praktiken ... die nur nicht eines sind: Rational-geistig widerspruchsfrei in ein Ganzes eingefügt und somit geklärt. 

Damit wird der Welt- und Wissenschaftsgrund lediglich und allerhöchstens "erklärt", also "rationalisiert". Und ansonsten erklärungslos zur Kenntnis genommen. Punkt.  Denn der Kommunismus-Marxismus KANN das Problem nicht wirklich einordnen, seine Erklärungsansätze für Religion sind schlicht falsch.

Dieser "Treibsatz" der Wissenschaft leidet aber notorisch unter "Treibstoffproblemen". Er ermattet immer wieder, und braucht deshalb den Impetus des Abendlandes. Auch das wird China bald erkennen, keine Sorge. Die Welt und die uns bevorstehende Geschichte ist also viel spannender, als wir oft glauben wollen, wenn wir uns die Welt allzu einfach erklären. Nicht nur die Person, auch die Geschichte ist hoch komplex ...


*260720*

Samstag, 8. August 2020

Was Abendländer von Morgenländern scheidet (2)

Teil 2) Warum der Abendländer 
überlegen bleiben wird 



Dieses Sein aber ist dem Abendländer (letztlich) Christus, als inkarnierter Gott. Es ist ein Gott, der in sich gut ist, der in sich widerspruchsfrei ist. Somit ist alles Seiende, das an diesem göttlichen Sein teilhat, weil es sonst nicht wäre (wobei diese Teilhabe aus einer Haltung heraus geschieht - verliert das Ding, der Mensch diese Haltung des Empfangenden, verliert er auch die Teilhabe am Sein, er stirbt somit, das Ding vergeht).

Dieses Sein ist nicht nur widerspruchsfrei, es ist auch Taktgeber jener Logik, jener Intelligibilität der Welt, die anzunehmen den Abendländer unter anderem zu jenen Wissenschaftshöhen geführt hat, die den Okzident - nach wie vor! nur haben wir das vergessen! - als einzigen wirklich fähig macht, Wissenschaft zu betreiben. 

Warum muß man ihn so herausgehoben betrachten? Denn zweifellos ist die Wissenschaft (in ihrer Systematik eine abendländische Erfindung, wenn man so will) jene Bedingung gewesen, die die abendländische Kultur in eine Überlegenheit brachte, die von der gesamten Welt als Bedingung und Grundlage des realen Lebens betrachtet wird. 

Diese Überlegenheit wird so lange anhalten, wie der Mensch des Abendlandes (der Christus, den Gott der Christenheit also, zur Grundlage weil jenem Sein sieht, aus dem heraus die Welt "isset") diesen Gottesbegriff, dieses Verständnis von Gott (dem Sein, das aber Person ist, zu dem alles Dingliche, zu dem jeder Mensch im besonderen - "nach Seinem Bild schuf er ihn" - in einer Beziehung steht, die NICHT technisch-automatistisch ist, sondern den besonderen Bedingungen einer Beziehung unterliegt) nicht vergißt oder verdrängt. 

Solange er dieses Verständnis der Welt und seiner selbst (und des Denkens, des Geistes, der Vernunft als den rationalen Faktor, der bereits von den Bedingungen des Persönlichen durchtränkt ist) aufrecht hält, wird er der übrigen Welt überlegen sein, soweit diese dem christlichen Gott nicht beitritt. Was ein so reales Geschehen ist, daß es sogar an die konkrete Taufe gebunden ist, die ein ontologischer Tatbestand ist, der sich in der Welt ganz real auswirkt. Das ist beobachtbar! Das ist beobachtbar, wenn man wie Haas beobachtet, wie der Abendländer und wie der Morgenländer IST. 

Warum wird es dem Morgenländer nicht und nie gelingen, zu diesen Möglichkeiten vorzustoßen? Warum wird der Asiate gewissermaßen "immer" diesen Rückstand haben, und auch nie aufholen? Er wird ihn nicht aufholen, solange er nicht Christ ist. JEDE der Religionen, jede der Seinsdefinitionen, die sich in Asien - von der arabischen Halbinsel bis zu den Ausläufern Vietnams oder Nordchinas und Koreas - hat ein in sich bestehendes NEBENEINANDER. 

Das haben alle diese natürlich bemerkt. Aber mangels des Verstehens, mangels des Glaubens letztlich (somit wird, werter Leser, der Glaube als seinshafte Teilnahme an der geistigen Wirklichkeit des Seins selbst, also Gottes, auch als Bedingung menschlichen Wohlergehens begreifbar) kann er diese Widersprüche, diese Uneinheitlichkeit nur "auf die eine oder andere Art" lösen.*

Im Buddhismus etwa durch Auslöschung des Ich (und aller Dinge) im "Nirvana". Jenem Ort, wo es kein "Leid" mehr gibt (was klar ist, denn wo es "nichts" gibt, kann es auch kein Leid mehr geben).

Im Islam, der einen Gott der Willkür anerkennt, WEIL er diese Widersprüche nicht lösen kann. Der sogar diese Willkür und diese Widersprüchlichkeit so weit treibt, daß er lediglich feste Lebensregeln einerseits, eine rational nicht faßbare "Mystik" (wie im Suffitum) anderseits als "Gotteserfahrung" kennt, weil sie die reale psychische Verfaßtheit des Menschen durch Methodik (z. B. Tanz) an die Grenze der Selbstbewußtheit treibt, also einem (wenn man so will) medizinischen Grenzzustand Göttlichkeit zuschreibt. 

Was immer "weise" im Islam ist (und das gibt es dort), ist, schreibt einmal Nikolaus von Cues, der vor fünfhundert Jahren eine Schrift über den Islam verfaßt hat, aus dem Christentum übernommen. Ist der Islam doch immerhin historisch ohne große Probleme auf eine christliche Häresie zurückzuführen. Sodaß sich seine Hauptschrift, der Koran, in seinem Kern als fragmentarisch überlieferte christliche Verkündigungsschrift bestimmen ließe. (Sage der Leser das aber keinem Muslim, bitte!) Weshalb es auch im arabisch-muslimischen Raum keine Wissenschaft GIBT, so sehr sich manche auch gegen diese Tatsache wehren bzw. so sehr sie bestreiten, was aber doch so augenfällig ist. 

Nur wenn die Seinslogik auch in der Welt zu finden ist, kann man jene Bedingung der Wissenschaft erfüllen, in der das Denken sich vom Sein der Dinge prägen läßt, weil diese Dinge auch derselben Logik entsprechen, die Gott zugeschrieben wird: Widerspruchslosigkeit allem voran.


Morgen Teil 3) Weil es ohne das Abendland nicht geht



*260720*

Freitag, 7. August 2020

Was Abendländer von Morgenländern scheidet (1)

Die Seele jedes Menschen ist in ihrer Grundausrichtung und damit Ordnung gewissermaßen bei jedem Menschen gleich. Eine Struktur, die freilich nur geistig zu erfassen ist, sich also schon von der Kategorie her für keine Behandlung durch Naturwissenschaft eignet - falsche Methode zum falschen Objekt, sozusagen. Man untersucht ja auch die Struktur eines Eisenmoleküls nicht mit Seziermesser und Bluttabellen. 

Das Wunder der Seele beginnt bei der metaphysischen Tatsache, daß an einem Ort jeweils nur ein Ding sein kann. Damit hat jede Seele andere Bedingungen, unter denen sie mit der Welt korrespondiert, und denen gemäß sie sich mit jenen Inhalten füllt, die ihre (bei allen gleiche, aber nur im Geist zu erfassende) Grundausrichtung vorfindet und aufnimmt. Somit hat jede Seele ihre eigene Komplexität, und diese ist, weil die Seele ein Ganzes ist, das wie jedes Ganze an einer "Spitze" (als Hauptbestimmungsfaktor) aufgehängt ist, somit "anders" als jede andere Seele. 

Aus den Daseinsbedingungen, die an jedem Ort anders sind (und alles was ist, ist an einem Ort), befindet sich jede Seele in einem wiederum völlig anderen Umfeld vulgo "Umgebung". Mit anderen Einflußfaktoren, die wiederum aber - vergessen wir das nicht! - auf für alle Seelen (wie alle Dinge) gleichen Sinnbedingungen stößt. Sinn? Ja, Sinn. Weil der Sinn es ist, der alle Dinge, wie ein Magnet, AUSRICHTET. 

Was ein Ding, was eine Seele von der anderen unterscheidet, ist "lediglich" der Weg aus den jeweils anderen Bedingungen, in denen es (sie) sich befindet, zu ihrem (geistigen) Sinn zu finden. Das ist ihr Hauptstreben, und nur daraus ist die Seele deshalb zu verstehen. Worin eine Seele in ihren unterschiedlichen Ebenen natürlich auch - beginnend mit der Landschaft als jener Tektonik, die den Grundrhythmus des Menschen vorgibt, in dem er "schwingt" - natürlich jeweils anders finden muß. 

Deshalb läßt sich nicht nur davon sprechen, daß Seelen eines bestimmten Umkreises gewisse Gleichheiten aufweisen (die wiederum geistiger Natur sind), sondern auch in ihren Wegen zum Sinn gleiche Züge demonstrieren. Deshalb kann man sehr wohl von einer Seele des Orients (Morgenland) in ihrer Unterscheidung von der Seele des Okzidents (Abendland) sprechen. Deshalb kann man in diesen jeweiligen geographisch (wenigstens so irgendwie) bestimmbaren Orten auch bestimmte seelische Grundzüge lokalisieren.

Diesen Versuch unternahm auch Willy Haas in seinem schmalen Büchlein "Die Seele des Orients" vor mittlerweile fast einhundert Jahren. Haas mag damals, als sein Büchlein erschien, nicht von großen Leserkreisen beglückt worden sein. Aber eines dieser Büchlein schwamm über diese hundert Jahre bis zum Verfasser dieser Zeilen, der es in einem Antiquariat fand. Und dem er nun einen wichtigen Impuls verdankte, warum auch immer, in dem er viele Gedankenwege zu einer Idee verbinden konnte, die den Themenkomplex mit einem Schlage erhellt. 

Haas beschreibt 1916 ja nur, was er sah, er nahm also nur Fakten zur Kenntnis. Und meinte aus seinen Beobachtungen sohin den Grund definieren zu können, warum der Abendländer den Menschen des Orients nicht versteht und auf eine Weise auch nie verstehen kann. 

Denn der Abendländer zieht alle Bereiche seines Umfelds, seiner Umgebung, also der Welt zu einem Punkt zusammen. Den er so auffaßt, daß er von einem Sinn her beleuchtet ist. Immer, und in jedem Fall führt also die Fülle der Einzelerscheinungen der Welt zu ein und demselben (geistigen) Begriffsbild. Das in sich keine Widersprüche enthalten kann. Der Abendländer sucht also so lange, bis er alles, was er vorfindet, in einen logos, in einem Sinn einzuordnen vermag.

Das ist beim Orientalen (wobei Haas diesen Begriff für die Menschen vom Vorderen Orient bis nach China einsetzt) anders. Dieser "kann" mit der Spannung leben, die ein bloßes Nebeneinander der Einzelerscheinungen der Welt mit sich bringt. Diese Bereiche werden nicht zusammengefaßt, sondern nur auf die eine oder andere Weise pragmatisch "stehen gelassen". 

Deshalb wird der Orientale dem Okzidentalen immer "undurchschaubar" erscheinen. Denn er ist das, tatsächlich! Durchschaubar ist nur der Abendländer, wenn man so will, weil der auch diesen Anspruch an die Interpretation der Welt, an das Lesen des logos als der inneren Grammatik der Welt, hat. 

Der Orientale kann deshalb von einem Bereich zum anderen springen, und dort jeweils diesem Teilbereich "genügen", entsprechen. Somit kann er von einem Moment zum anderen scheinbar "komplett anders" sein. Ohne daß er das als seltsam sehen würde, was dem Europäer aber als "Falschheit" erscheint. 

Wir wollen das einmal nur zur Kenntnis nehmen, einfach nur anschauen. Und uns erst jetzt mit den Gründen dafür auseinandersetzen. Denn die gibt es! Es sind Gründe, die in dem ansetzen, was wir oben als "Haken" bezeichnet haben, an dem alle Dinge (also die Welt) aufgehangen sind. Als Punkt, von dem her jedes Ding (also auch der Mensch) bestimmt sind. 

Hier stoßen wir somit sofort auf das Sein selbst, auf diesen abstrakten Begriff, den wir letztlich als "Gott" bezeichnen. Aus dem alles stammt, insofern es am Sein teilhat, also "Seiendes" ist, das "Sein hat". Das es auch verlieren kann, ohne daß das Sein selbst davon berührt ist. Dinge können vergehen. Lebewesen können sterben (ja, sie tun es mit Gewißheit), eine Tatsache die sich aus der Beobachtung, also Erfahrung ergibt. 

Morgen Teil 2) Warum der Abendländer 
überlegen bleiben wird 


*260720*

Montag, 10. Februar 2020

Ganz erstaunlich

Über Gunnar Kaiser ist der VdZ etwas gespaltener Meinung. Für den großen philosophischen Kopf hält er ihn anders als so manche keineswegs! Dafür ist er ein hervorragender Blender, der das mitbringt, was Modephilosophen heute gerne haben: Sie schauen gut aus. Und Philosophie ist immer noch die beste Anmachmasche der ... Feigen. Kaisers "Denken" ist voller Widersprüche, und der Mann weiß davon nichts. Sodaß seine "Logik" nicht mehr als "Richtigkeit von Teilstrecken" ist. Das macht seine Videos oft unerträglich, der VdZ hat aufgehört, ihnen Beachtung zu schenken. 

Aber als Mann der Widersprüche hat er dafür wohl auch seinen "sechsten Sinn" darin bewiesen, sich einmal mit den Aussagen des an dieser Stelle zuletzt tüchtig gerupften Harald Lesch zu befassen. Und hat über Lesch'sche Aussagen in den letzten 15 Jahre ganz Erstaunliches entdeckt: Nicht nur Widersprüche, sondern Belege dafür, wie sich der Mann gewandelt hat. Eine Wandlung, die sich mehr mit "Haltung" als mit Ratio beschreiben ließe, die dann zu beträchtlich veränderten Aussagen führt. Der Mann führt heute einen Kampf gegen sein früheres Ich, das noch recht brav versuchte, sich nach der Vernunft zu orientieren. Vielleicht gibt die allerletzte Minute ausreichend Antwort darauf, wir haben an dieser Stelle bereits Ähnliches geäußert.

Was ist da passiert? Diese Frage kann man hier mit Fug und Recht stellen.



 Hier Gunnar Kaiser in seinem Original-Beitrag.



P. S. So nebenbei - der VdZ hält die Fragestellungen, auch die (gutgemeinten) von Gunnar Kaiser, für grundsätzlich falsch weil bereits enorm vielen Grundsatzentscheidungen und -annahmen angegliedert. Deshalb sind wir auch nicht in einem "Interglacial", sondern bestenfalls in einem Zeitalter, das einer Periode folgt, die irrtümlicherweise als "Glacial" identifiziert wird. Die Zeitbestimmungen und deren Methoden unterliegen bereits falschen Annahmen, in denen sich Ereignisse, die binnen kürzester Zeit (und katastrophisch) abliefen, als "lange, ja Millionen Jahre lange Perioden" gesehen werden. 

Was u. a. mit dem Trugschluß zu tun hat, daß aus heute beobachtbaren auf historische, zurückliegende Ereignisse geschlossen wird. Im Klartext: Unter bestimmten katastrophischen Bedingungen geschehen Veränderungen, die ansonsten (und auch da nur annähernd vergleichbar) in extrem langen Zeiträumen ablaufen. Die Einordnung solcher beobachtbarer Dinge in lange Zeiträume ist Ergebnis eines Zirkelschlusses, wo eine Annahme die andere bedingt und wiederum eine nächste "Tatsache" folgen läßt, sodaß eine Annahme durch eine andere, als Postulat gesetzte "bewiesen" wird.

Sodaß als handfestes Ergebnis auch der Bemühungen von Kaiser (und so vieler anderer) nur die Aussage bleibt, daß es für eine Klimapanik nicht den geringsten Hinweis gibt, der wissenschaftlicher Fragestellung standhält. Und gute Wissenschaftler (siehe unter vielen anderen J. Curry) wissen das.

Das Grundproblem ist freilich noch einmal anders gelagert. Die gesamte Diskussion, ja der gesamte gesellschaftliche Diskurs leidet unter der Prämisse eines dogmatisierten "Liberalismus". Sodaß sich alles, wirklich (fast) alles am heutigen Diskurs in der Situation eines schweren Irrtums befindet. Aus dessen Korpus eine Hydra nach der anderen erwächst und zum Scheingefecht unter Brüdern wird, die aber demselben Ziel der Zersetzung folgen.

Dennoch ist interessant, wie leicht handfeste, sehr zentral gesteuerte Interessen hinter der Klimapanik auszumachen sind.




Mittwoch, 8. November 2017

Ohne logischen Anfang wird alles irrational (3)

Teil 3)  Atheismus als Vaterproblem
- Die Audio-Aufzeichnung des Interviews
- Die wie üblich ausufernden Anmerkungen




Mit dem Irrationalismus geht unausweichlich die Entwicklung der Psychologie einher, denn diese heidnischen Kosmologien SIND ein Problem der Psychologie. Irrationalität hat nämlich immer (und nur) psychologische Gründe, keine rationalen, weil sie ja die Grundlogik, auf der alles aufbaut, die also auch alles durchziehen muß, ablehnt. Und damit sind wir bei den wahren Wurzeln des Atheismus - und das ist ... das Vaterproblem. Gerade an den bekanntesten Atheisten wird es deutlich, und da muß man nicht nur an Nietzsche denken.

Denn am Vater bildet sich das Gottesbild. (Während es die Mutter beantwortet, von ihr übernimmt das Kind also zuerst die Haltung, die Art des Aufnehmens.) Kommt es zum Konflikt mit dem Vater (und sei es aus übergroßer Identifikation mit der Mutter, von der man sich nicht lösen möchte) entsteht Zorn, weil man nicht genügen "kann", wird (wenn auch nicht unüberwindlich, das darf man da nie vergessen, sondern als Aufgabe) hier das Verhältnis zu Gott entsprechend aussehen. (Das im Erwachsenwerden zum Vaterbild hinauswachsen muß, ja das ist ja Erwachsenheit: Das geistige Prinzip Vater hat das mütterliche Prinzip abgelöst.)

Ist der Vater schwach - und das war die entscheidende Begleitbedingung der sexuellen Revolution, die ab den späten 1950er Jahren ausgriff; manche sprechen von einer "schweigenden Vatergeneration" - fehlt dem Kind der Glaube an einen Gott. Denn an einen Gott glauben heißt immer, sonst ist der Begriff sinnlos, an einen starken, allmächtigen Gott glauben. Der Mensch bleibt muttergeprägt, bleibt bei sich, macht sich seinen Gott letztlich selber, und wird damit Spielball von augenblicklichen, zufälligen Bedürfnissen, die ja erst im Geist (Vater) zeit- und momentübergreifend werden.

Damit fällt er der sexuellen Getriebenheit anheim, weil er dem momentanen Anreiz nicht widerstehen kann. Dieser Dekadenz, die der sexuellen Befreiung innewohnt, folgt der Polytheismus (samt der Magie als Technik) und darin ist der Atheismus immanent. Der die Psychologie als eines ihrer Hilfsmittel (weil Mittel zur Kontrolle des anderen) auf dem Fuß folgt, vertreten durch die neue Priesterkaste, die Psychologen, die darin ihre Macht aufbauen.







Anmerkungen

*Die Behauptung der Evolution als zufällige Mutation von Genen - unabhängig von zahllosen weiteren, schier unlösbaren Problemen wie der "irreduziblen Komplexität" (wie es beim Auge der Fall ist) - scheitert immer wieder daran, daß aus mathematischen Gesichtspunkten und hochgerechnet Zeiträume notwendig wären,  die auch die derzeit bestehenden geologischen, physikalischen Befunde über den Zeitpunkt der Weltentstehung (derzeit liegt man bei rd. 7,3 Milliarden Jahren) bei weitem nicht ausreicht. Aber wen stört das? Denn wie M. Behe so schön schreibt sind die Evolutionisten jederzeit bereit, neue "black boxes" zu öffnen, in denen die zahllosen Lücken und Widersprüche ihrer Theorien durch "das muß hier geschehen sein, wir wissen nur noch nicht wie", aufgefüllt werden.

**Leider bieten die Kirchen hier auch keinen schützenden Hafen mehr. Stattdessen finden sich alle möglichen Scheinerklärungen und Theorien zur "unbestreitbaren Tatsache der Evolution", die noch irgendwie die Existenz Gottes retten sollen. Aber alle diese Theorien haben einen gravierenden Mangel: Sie sind alle irrtumsbehaftet, haben immer gravierende Denkfehler. Gott UND Evolution (als Entstehung der Arten) sind zwei unvereinbare Prinzipien! Wer glaubt, daß die Evolutionstheorien stimmen, wird ohne jeden Zweifel auch den Glauben an Gott verlieren, weil Gott damit immer existentiell sinnlos, bestenfalls zu einem "positivistischen Moralfinger" wird, der aber keine Realitäts-Relevanz mehr hat. 

Denn die "Logik" der Welt (die im Evolutionismus letztlich irrational ist, also nur Irrationales "rationalisiert") hat damit keinerlei logische Aussage mehr über den Hervorbringer. Übrigens ein nächster Widerspruch, denn es gibt nichts Geschaffenes, das nicht die Gesetze des Schöpfers in sich trägt. Ist die Welt aber irrational, ist auch Gott irrational, reiner Wille. Wie es im Islam, aber bei weitem nicht nur dort der Fall ist. Nicht zufällig muß auch in der Kirche mittlerweile eine breite Welle der Ent-Vernünftigung des Glaubens konstatiert werden, auch hier wird (wie im Protestantismus, auch der mußte Gott und Schöpfung auseinanderreißen) Moral und Wille für immer mehr entscheidend erklärt.

****Die political correctness ist nur der Sage nach "rational". Sie ist aber nicht nur zutiefst irratonal, sondern ein beliebig zusammengestelltes, auch veränderbares, vor allem natürlich widersprüchliches Sollensbild. Sie arbeitet mit völlig willkürlichen Emotionskonstrukten, wie das muttergebundene Kleinkind. Sie erzeugt deshalb auch weit mehr Opfer, als sie Opfer verhindert, richtet also immer mehr Schaden an als sie "nützt". Nur DEUTET sie dank der Deutungshoheit die Opfer UM (denn den Anruf des logos als Weltgrundlage spürt jeder, immer). Abtreibung zum Beispiel wird zur Befreiung der Frau. (Befreiung wovon? Von Gott, dem Schöpfer.) Die Tatsache eines Mordes wird völlig verschwiegen, ja - dem Menschen wird sein Menschsein abgesprochen. Wie bei den "Wilden" der Entdeckungsabenteurer. Oder sie gestattet, Dissidenten zu ermorden (wörtlich oder durch Existenzzerstörung), weil es ihrer Situationsmoral nach  notwendig ist. Moral (als praktisches ethisches Handeln) läßt sich aber nur in "Absolutheit" verankern, Absolutheit ohne logos gibt es jedoch nicht. 





*201017*

Dienstag, 7. November 2017

Ohne logischen Anfang wird alles irrational (2)


Teil 2) Das Kartenhaus des Westens stürzt nun zusammen





Atheismus kann nicht mit Logik begründet werden. Entsprechend haben wir es heute mit "philosophischen Ignoramismen" (Jones nennt es "ignoramusses") zu tun. Es ist unmöglich, Metaphysik mit Biologie zu begründen, vielmehr baut jede Biologie auf Metaphysik, auf Philosophie auf. (Auch das eine Tatsache, die heute völlig ignoriert wird. Die aber im geforderten Primat der Moral erstaunlich vital zur Hintertür zurückkommt; Anm.) Es gibt keine biologische Erklärung für eine metaphysische Frage. Es gibt deshalb auch keine (sagen wir) Entwicklung des Auges, wenn es kein Sehen gibt. Weshalb hätte sich sonst ein Auge entwickeln sollen?

Heute erleben wir somit, daß dieser Atheismus, der im Westen zur "Vorschrift" wurde, die Fundamente des Westens selbst zerstört. Denn damit fehlen den (anglo-amerikanischen) westlichen Imperien ihre metaphysischen Begründungen, fehlt ihr die Legitimation, die dauerhaft und mächtig nur "in Gott" möglich ist. Also muß man sich dieses Gottes bemächtigen. Es kommt zu neuen Schichten von  Menschen: Den Besitzern des neuen Gottes. Den Erklärern. Den ... Wissenschaftlern, den Psychologen, den "moralisch Überlegenen", also den Gutmenschen mit ihrer (sic!) weil nur in ihnen verankerten Lehre der "political correctness".****

Gerade der englische Raum ist in diesem Vorgehen ein notorischer Wiederholungstäter. Das hat mit Newton begonnen, der mit seiner "Gravitationstheorie" (wobei niemand weiß, was Gravitation sein soll und wo sie herkäme, man "stellt sie nur fest") eben diese Schildkrötentaktik anwandte. Und eine Erklärung bot, die aber gar nichts erklärt, sondern nur den Erklärungspunkt zurückschiebt. Kein Wunder, denn Sir Isaac Newton war - ein Alchemist, er verstand sich selbst als Magier. Auch wenn er aus Physik Metaphysik ziehen wollte, der Fehler ist um nichts geringer. Er selber aber setzte bereits auf einer Zeitsituation an, in eine durch beginnenden Raubtierkapitalismus verwüstete Gesellschaft dringend Rechtfertigungen brauchte.

Buchstäblich aus Raub hatte sich eine neue Eliteklasse gebildet, die kraft des (immer mehr in die Hände weniger konzentrierten) geraubten Kapitals auch den König bald in der Hand hatte, der notorisch viel Geld für seine Kriege, für seine Politik und für die privaten Vergnügungen brauchte - Raub der Kirchengüter, die man dann Reformation nannte, obwohl nicht einmal ein "theologisches Gebäude" bestand (wenigstens das bestand bei Luther, obwohl sich der Sachverhalt letztlich kaum unterscheidet.) Raub von (spanischem) Gold, und nicht zuletzt: Raub des Wertes der Arbeit der Menschen als der wesentlichste Faktor, der Wert schafft. Menschen, die plötzlich einer Situation gegenüberstanden, in der der Stärkere, der Skrupellosere, Unmoralische siegen konnte und sich dann auf das Gesetz berufen konnte, das Eigentum plötzlich verabsolutierte, zum höchsten Wert erklärte. Und das ist im (liberalistischen) Kapitalismus der, der etwas hat, das man braucht, überlebensnotwendig braucht: Überleben. Überleben in einer Situation, in der landlos gemachte Massen in den Städten ein Überangebot an Arbeitskraft bedeutete.

Seither baut England Theorie um Theorie, um seine faktische Situation zu rechtfertigen. Und so ist es kein Wunder, daß sich die menschenverachtendsten Theorien - etwa der Malthusianismus, auch er findet sich ja in den Empfängnisverhütungs- und Abtreibungsprogrammen, in den Einwanderungsphantasien, Phantasien der Bevölkerungsreduktion, weil der Mensch Klimaschädling ist etc. pp., ganz offen sogar heute wieder - in England entwickelten.

Deren Höhepunkt, so etwas wie der Schlußstein, schließlich der Darwinismus war, der mit seinem Primat des "survival of the strongest" (was man heute angesichts der Unhaltbarkeit auf "survival of the fittest" erweitert hat, auch hier: das kann alles heißen) den brutalen Kampf des Starken sogar als Naturgesetz rechtfertigte. Mit dem Darwinismus ersetzte eine heidnische Kosmologie die Metaphysik.

Aber noch etwas wird heute übersehen, und das wird die heutigen "Gutmenschen" schwer treffen: Der Darwinismus ist die Grundlage für die Entwicklung des Rassismus. Es gab einen solchen zuvor gar nicht. (Die z. B. mit der Weltentdeckung einhergehende Frage, ob die vorgefundenen "Wilden" Menschen seien, wurde nur von der Metaphysik mit "natürlich!" beantwortet - die Gewinnsucht hingegen, eben jene, aus der die geistige Linie des späteren Darwinismus sich speiste, sie war es, die das absprechen wollte, um freie Bahn zu haben). Im Deutschen (sic!) gab es für "Rasse" nicht einmal ein Wort. Im Rassismus lebt somit zugleich das Kastenwesen auf (wie es in Indien entstand), weil nicht nur in der Vererbung auch die Festlegung auf eine Kaste fortbesteht, sondern auch namens des "Stärkeren" (Überlegenheit um jeden Preis als DAS Evolutionsprinzip, damit als DIE Qualität) die Ordnung feststeht.

Zugleich bietet er die Möglichkeit, die Herkunft zu überwinden, weil sie nicht mehr in Gott, sondern "im Zufall", in der Natur gründet. Das Herkunftsprinzip "Gott" wird zum Zielobjekt des Aufbegehrens, des Zorns gegen die Last des Lebens und vor allem - der Moral.




Morgen Teil 3) Atheismus als Vaterproblem
- Die Audio-Aufzeichnung des Interviews
- Die wie üblich ausufernden Anmerkungen





*201017*

Montag, 6. November 2017

Ohne logischen Anfang wird alles irrational (1)

Dieses Radio-Interview mit E. Michael Jones ist so spritzig, Jones darin so schlüssig-schwungvoll, daß es nicht fehlen soll. Es ist ein rhetorisches Feuerwerk, und so nebenbei auch höchst amüsant. Der Leser sei besonders auf Minute 17:00 hingewiesen, der Amerikaner irisch-deutscher Abstammung einen Höhenflug des Kabaretts offenbart.

Als er mit großartigem Talent von einem Anruf eines (katholischen) Schotten in einer britischen Talkshow berichtet, in der soeben Dawkins seine "wissenschaftlichen Thesen" über die "genesis ex nihilo" ausgebreitet hatte. Und darin natürlich heftigstes Kopfnicken der im Studio anwesenden Gäste erntete. Da rief ein Schotte an, der von Jesus berichtete und wie er sein ganzes Leben durch ihn verändert habe. Sofort reagierte die Runde mit heftigem Augenrollen. Was für eine Dumpfbacke, so ungefähr. 

Da richtete dieser tumbe Tor eine Frage an Dawkins. Herr Professor, wenn es einmal wirklich nichts gegeben hat, woher kam dann aber etwas? Wie kann etwas aus nichts entstehen? Aus nichts wird nichts. Wenn es etwas gibt, muß es etwas gegeben haben, das ein Etwas aus dem Nichts brachte!? Dawkins war völlig konsterniert, begann zu stottern, wußte keine Antwort. Er rettete sich, indem er dem Schotten riet, dieser solle doch ein Buch lesen. Um dann, nach weiterem Herumstottern, zu sagen: Ich habe 8 Bücher geschrieben!

Eine Antwort auf diese metaphysisch-logische Tatsache wußte Dawkins offensichtlich nicht, bzw. wollte er sie (sich) nicht beantworten. Auch er kommt nämlich auf immer kleinere Schildkröten (zur Erklärung siehe unten), bis sie "extrem winzig klein" sind. Aber dann? Das Problem ist nur nach hinten verschoben. Wenn man aber das Fundament des Denkens nicht lösen kann, wie will man dann weiterdenken, auf welcher Logik baut das darüber dann auf? Auf keiner! Es ist als, würde man eine Brücke bauen, schön und weit, aber nicht auf die Fundamente achten, sondern die Pfeiler einfach in den Fluß stellen. Man kann aber keine Brücke auf Schlamm bauen, egal wie tief man die Brückenpfeiler auch in die Tiefe rammt. Man muß auf Felsuntergrund kommen, sonst kann die Brücke noch so schön sein - sie wird zusammenstürzen.

Und darum geht es im Interview mit Jones. Es geht vor allem um eine Zeitenwende, in der wir derzeit stehen. Denn der Westen ist bereits zutiefst atheistisch geworden. Und zwar WEIL er seine rationalen Wurzeln aufgegeben bzw. verloren hat.

Jones schildert dazu als bildhaften Vergleich die Entwicklung in Indien, in der seit dem 5. Jhd. v. Chr. ein Weltmythos die Metaphysik ersetzte. Seither hat der Hinduismus auf die Frage, was und wie die Welt ist, das Bild von vier Elephanten, die die Welt tragen. Diese Elephanten stehen auf einer Schildkröte, diese wiederum auf einer kleineren Schildkröte, und diese wieder auf einer kleineren, und so weiter, und so fort, "ad infinitum". Daß sich dabei aber das Problem der Welt nicht löst, sondern nur "ad infinitum" verschoben wird, ist Zeichen des Verzichts auf den logos, die Vernunftbasiertheit der Welt. Und tatsächlich steht das, was wir mittlerweile als Wissenschaft sehen, zu weiten Bereichen bereits am Boden des Irrationalen. Damit ist es nur noch dem Willen unterworfen, und damit - der Tyrannei, weil der Durchsetzungskraft des Stärkeren, Cleveren, Skrupelloseren, nicht des Wahrhaftigeren.

Übrigens war das 5. Jhd. v. Chr. eine Zeitenwende in praktisch allen Kulturen der Welt, in der die alten, patriarchalen, gewissermaßen traumhaften Lebensgefüge - in dem die Völker noch in einer gewissen unbewußten Einheit mit der göttlichen Ordnung lebten - zusammenbrachen, und der Intellektualismus als Revolution einsetzte, sich sämtliche Völker neu zu organisieren begannen.

Nur hat sich im Abendland nicht der indische Mythos verbreitet, sondern hier erfüllt diese Rolle der Darwinismus. Er ist diese Reihe von Schildkröten. Deshalb hat er auch die Zeitenfolge, die die Welt angeblich schon besteht, auf unvorstellbare Zeitenräume ausgedehnt, und jede Wette - das letzte Wort ist dazu noch nicht gesprochen.* Ihm fehlt vor allem aber eines: Er kann nicht erklären, wie überhaupt "etwas" entstanden sein soll, und woraus. Jede Bewegung hat nämlich mit physikalischer Gewißheit einen Anfang. Dieser Anfang aber kann nicht aus ihr selbst stammen. Es braucht, führt man das an die Denkspitze, einen unbewegten Beweger, wie schon Aristoteles feststellte. Es braucht also etwas oder jemanden, der "ex nihilo", also aus dem Nichts "etwas" schuf. Diesen unbewegten Beweger nannte die Menschheit seit je GOTT. 

Doch seit 200 Jahren wird an seine Stelle "Evolution" gesetzt. Diese "Erklärung" ist in sich irrational, nicht begründbar. Aber auf ihr baut mittlerweile alles auf, was wir als "Wissen" ausgeben. Und unseren jungen Menschen in den Schulen eintrichtern. Doch in dem Maß, in dem diese Scheinerklärung (die wie bei den Schildkröten den Anfang nur immer weiter nach hinten schiebt, in der Hoffnung, diese Frage würde vergessen, rücke so aus den Augen) in ihrer Irrationalität erfahren wird,  was schon nur eine Frage der Zeit ist, wird ihr ungeklärter Abgrund, ihre Unlogik auch erfahren. Somit steigt die Angst! 

Und das ist der Grund, warum Evolutionismus (Darwinismus) zu einem so heftig reklamierten Dogma wird, daß jedem, der sich damit nicht zufrieden gibt, der sagt, daß es "so" schon einmal gar nicht gewesen sein kann, jedem Gegner des Darwinismus, ein wahrer Höllenkrieg angedroht und vor die Haustüre getragen wird. Wer heute sagt, daß er nicht an den Darwinismus glaubt, sondern an eine Schöpfung, dem wird jeder Verstand abgesprochen, und er wird menschlich desavouiert, in der Wissenschaft, in der Lehre, in der Pädagogik wird seine Karriere zerstört.**



 Morgen Teil 2) Das Kartenhaus des Westens stürzt nun zusammen




*201017*

Freitag, 20. Oktober 2017

Es ist in Wahrheit eine Atombombe (2)

Teil 2)





Damit entzieht sich die Religion (so wie jede Religion) der humanen Vernunftfähigkeit. Sie baut eine letztlich unüberbrückbare Kluft zwischen dem Wesen des Menschen und dem Wesen Gottes. Gnade und Erlösung, Heil wird zur rein willkürlichen Handlung Gottes, der sich der Mensch aber aus eigener Vernunft - und damit aus Sachgerechtheit des Handelns und Denkens - niemals nähern kann. Aus der Vernunftbegründetheit des Katholischen Glaubens (der die Philosophie immer als "ancilla", als Magd bezeichnete, WEIL sie jenes Instrument ist, aus dem der Mensch die Vernunft Gottes zumindest annähernd erkennen kann) fällt, und durch ein fideistisches, also nur im Willen zu glaubendes Gebäude ersetzt wird. Das letztlich nur durch Priester, vor allem aber durch eine die wörtlich zu nehmende (damit niemals im Ganzen zu lesende wie zu verstehende) Heilige Schrift (dort der Koran, hier die Bibel) verstanden und erkannt werden kann.

Wer bisher den Willen Gottes kennenlernen wollte, der mußte sich primär um die Sachverhalte kümmern. Daraufhin mußte er sich transzendieren, denn in ihnen lag der Wille Gottes verborgen und darin war er erkennbar. Wer fortan aber den Willen Gottes kennenlernen möchte, der kann sich nur noch an Gebote und vor allem an Moralgebote halten, die aber keine logische Fundierung in der Sache mehr haben. Die Folge ist natürlich ein immer vielfältigeres Interpretieren, wie wir es ja im Islam genauso haben, wie es im Protestantismus (mit seinen unzähligen Kirchen, ja letztlich: so vielen Kirchen, wie es Protestanten gibt) bereits der Fall ist. Es ist ein völlig anderer Glaube, als ihn die Kirche über zweitausend Jahre pflegte, weil hatte. 

Dagegen wird kaum zu argumentieren sein, und auch das zeigt sich ja längst und allerorten: Denn wer einmal den logos, die Vernunfthaftigkeit außer Kraft setzt, ist durch Logik nicht mehr zu überwinden. Sondern nur noch durch Konzepte der moralischen Gutheit. 

Wenn also in Amoris Laetitia die Ehe aus ihrem anthropologisch-metaphysischen Konzept der Widerspruchsfreiheit herausgerissen wird, weil sie Ehebruch "unter bestimmten Voraussetzungen" sogar für ein Gut heißt, dann bedeutet das nicht einfach einen Einzelfall, sondern die offizielle Beseitigung eines Prinzips, das das tragende Prinzip des Katholischen war. Das nunmehr nicht weiter erläutert, verständlicher, zugänglicher wird, sondern überhaupt nicht mehr anders verstehbar als sich eben diese neuen Religionsdefinitionen verstehen: Als Willkürakt Gottes, und damit als Willkürakt des Menschen.

Wer das möchte, wer das tut, beweist aber vor allem eines: Daß er das Wesen des Katholischen überhaupt nicht verstanden hat. Damit aber liegt die Erkenntnis nahe, daß er auch nicht glaubt. Weil aber Glaube eine Gnade ist, vom Menschen also nicht "gemacht" (oder vorgestellt), höchstens gewünscht werden kann, weil aber Glaube ein Licht ist, das erst ein Erkennen des logos möglich macht (weil nur im logos auch die Logik atmet), kann eine Diskussion mit Nicht-Glaubenden nur bis zu einer gewissen Grenze geführt werden. 

Dort kann sie nur - im guten Willen - eine Türschwelle bedeuten, deren Tür sich nur dem Getauften und nur in der Gnade (also ohne schwere Sünde, die ja ein Naturverstoß, die immer eine Irrationalität ist) öffnet. Denn dann kann logischer Disput nur vorbereiten, er kann aber nicht endgültig "klären". Das zu glauben bliebe ja dem Rationalismus vorbehalten. Denn der Glaube, die Gnade des Glaubens ist zuallererst ein Licht, und es ist ein Licht des logos, der Vernunft also, die Widersprüchlichkeit ausschließt, die letztlich also immer auch logisch bleibt.

Aber damit wird noch eine Wahrheit deutlich, und sie ist eine unangenehme Wahrheit, zumindest für manche: Daß nämlich die Sünde es ist, die dieses "Katholische", diesen logos nicht begreifen läßt. Und daß nur die Sünde es ist, die sein Aufbrechen, das Zulassen des Widerspruchs - die Erlösung trotz des objektiven Widerspruchs zur Heiligkeit - verlangt. Und deshalb eine Täuschung inszenieren möchte.

Wenn sich aber vielerorts auch in der Katholischen Kirche (eine Tautologie) das zeigt, was man Ökumenismus nennt, wenn sich ein Verstehen des Islam zeigt, ja der Wille, ihn quasi gleichzusetzen, so zeigt sich darin aber auch, daß bereits von einem Verstehen ausgegangen wird, dem die Gleichförmigkeit mit dem logos fehlt. Denn nur wenn man aus denselben anti-logos-Haltungen des Islam (und aller übrigen Religionen) heraus denkt, fühlt, "glaubt", kann einem dieser prinzipielle Unterschied nicht mehr in seiner enormen Bedeutung aufscheinen. Weil er dem katholischen Glauben fundamental widerspricht.  

Eine angebliche Unbedeutendheit auf ein paar mengenmäßig geringe Zeilen zu berufen wiederum wäre eine wirkliche Katastrophe, die die Kirche in eine Verwirrung stürzen muß, die sich durch fallweise schon widersprüchliche Moralurteile von Bischöfen nur leise andeutet. Auch im Koran (und wer weiß noch wo) steht vieles, das "nicht falsch" ist, nimmt man es nur für sich. Aber so kann man dem Katholischen Glauben niemals gerecht werden. So wird man nicht einmal dem Islam gerecht.