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Mittwoch, 27. März 2024

Das Denken der Dummen

Es dauert mindstens zwei, oft weit mehr Jahrhunderte, bis sich sogenannte "wissenschaftliche Erkenntnisse" - also als allgemein gültige Aussagen über die Welt und Wirklichkeit geltende, autoritativen Status genießende Aussagen - als Volksmeinung durchgesetzt haben. Weit mnehr als Wahrheiten betrifft dies aber Irrtümer. Ja ich vermute sogar, daß letztere in erster Linie so lange brauchen, weil sie mehr natürliche Widerstände in der Erkenntnisfähigkeit des Menschen überhaupt zu überwinden haben. Oder: Indoktrinierung braucht weit mehr Zeit als eine natürliche Wahrheit udn Erkenntnis.

Für das, was wir als Aufklärung bezeichnen, gilt das allemal. Und hat dabei durchaus amüsante Seit3en. Was mir besonders bei der "Wahrheit" auffällt, die bis heute als "Durchbruch des wissenschaftlichen Erkennens gegen die dumme Glaubensindoktrinierung" gehandelt wird. Kaum ein Pantoffelheld, der nicht für sich in Anspruc nimmt, dem Glaubenden himmelhoch überlegen zu sein, indem er als Wahrzeichen dieser Überlegenheit den "Fall Galileo Gelilei" heranzieht. Der habe ja bewiesen, wie dumm die Kirche - Ausgangspunkt des Glaubens, denn jeder Glaube geht vopn einer Autoerität aus, DER geglaubt wird - .in den absurden Irrsinn getaumelt ist, an eine flache Erde einerseits, an den Geozentrismus andersetis zu glauben. Galileo habe bewiesen, was wir heute mit Sicherheit wissen, so die Mär: Die Erde drehe sich um sie Sonne, und sei mitsamt dem Sonnensystem (aus etlichen Sternen, die sich um die Sonne bewegen) nur ein winziges Teilchen eines gigantischen Weltalls.

Samstag, 3. Dezember 2022

Der Mensch im Zentrum des Universums

Das immer wieder neu Faszinierende an dem Film "The Principle" liefern die derzeit weltweit führenden Astrophysiker. Sie kommentieren die Entdeckung, die 2013 gemacht wurde, udn die das gesamte herkömmliche Modell des Kosmos, das die Physik seit Kopernikus müham zusammengeschustert hat, in sich zusammenfallen läßt. Denn man kann die Entdeckung nicht igrnorieren, daß eine exkate Analyse der kosmischen Hintergrundstrahlung - die bislang als älteste Strahlung im Universum vom angeblichen Big Bang, den Urknall also, zeugen soll - eine Struktur darin entdeckte, die jeder Annahme über eine Zufälligkeit des Kosmos widerspricht. 

Sie ist nämlich nicht gleichmäßig über das All verteilt, sondern zeigt klare Muster. Und diese Muster sind in Achsen angeordnet. Wenn man diese Achsen aber verfolgt kommt man zu der verrückten Tatsache, daß sie sich alle ... in der Erde schneiden. Das heißt, daß das Weltall, betrahtet man es nach Evidenz, einen handfesten Hinweis darauf liefert, daß die Erde tatsächlich das Zentrum des Universums ist. Und daß das Universum sich rund um die Erde dreht.

Mittwoch, 27. Januar 2021

Wie das Weltall sich dreht (2)

Teil 2) Die Erfahrung der Macht der Allgemeinheit 

- Der Erkenntnisprozeß als sittliche Leistung


Dieses geozentrische Bild des Kosmos ist vielleicht nicht auf Anhieb und nicht für jeden leicht verstehbar. Weil es eine tiefgehende Umgestaltung der Art zu denken, eine für den modernen Menschen als neu empfundene Herangehensweise an die Welt erfordert. Vor allem erfährt man sehr handfest das Wesen der Erkenntnis, die von Autorität und deren Offenbarung ausgeht weil ausgehen muß, um überhaupt Erkenntnis zu sein. Erst also muß das Gesetz und Wesen der Wahrheit im Erkennenden leben, der es übernehmen muß, damit er dann in der Lage ist, die Welt zu begreifen. 

Bei so grundlegenden Fragen wie denen zum Weltbild sehen wir uns einer ungeheuren Übermacht der Allgemeinheit und ihrer Postulate (als nicht hinterfragbare Wahrheit bzw. Wahrheiten) gegenüber. Auf denen immerhin diese uns umgebende Welt scheinbar, zumindest aber in ihrer (und damit unserer, unsere Existenz grundlegende) Rationalität aufgerichtet ist. Diese Gewißheiten aber aufzugeben erfordert einen schwierigen Sprung ins "Nichts", in die existentielle Insecuritas. Was mit oft überwältigender Angst verbunden ist. Eine neue Grundlage anzunehmen ist somit eine hohe sittliche Leistung, die gegen die Allgemeinheit durchgefochten und vor allem dann durchzustehen ist.

Das ist auch dann der Fall, wenn - und damit haben wir es heute als Massenerscheinung zu tun! - das rationale Konstrukt, das "Denken", in dem wir uns bewegen, den ontologischen Tatsachen, in denen wir stehen, ja die uns sogar so weit begründen, daß wir aus und in ihnen als unsere eigentliche Wirklichkeit leben, widersprechen. 

Diese Quelle der Gespanntheit, in der wir uns somit finden und die uns viel und vor allem dauerhaft Kraft abverlangt - keine kulturelle Institutionalisiertheit, keine Persönlichkeitskonstruktion vermag diese Kraft so weitgehend "in der Welt zu halten", daß sie uns wirkliche Entspanntheit liefern könnte - kommt erst in dem Moment zur Ruhe, in dem sie die Wahrheit als Quelle der eigenen Gestalt annimmt. 

Hat man diese Hürde aber einmal genommen - und das kann der VdZ dem Leser versprechen! - ist es, als würde ein weites Tor zu einer ganzheitlichen Welt und höchst komplexen, aber nie irrationalen Schöpfung aufgestoßen, das überwältigt.

Wir bringen dieses Video, das Helmut Posch angefertigt hat, und das den Sternenlauf im Verlauf eines Jahres zeigt, weil einige Leser bei den zuletzt hier angebotenen Ausführungen moniert haben, daß sie sich unter den geozentrischen Annahmen das Weltall nicht vorstellen können. Voilá! 


*230121*

Dienstag, 26. Januar 2021

Wie das Weltall sich dreht (1)

Im unten angefügten Video zeigt sich das Bild der Welt, wie es die Heilige Hildegard von Bingen in ihren Schriften darlegt. Dieses "Modell" des Weltalls entspricht haargenau dem physikalischen Modell, wie es der Astrophysiker und Theologe Robert Sungenis zeichnet: Mit der Erde im Zentrum, und einem Weltall, das sich um diese (mit jeweils wiederum eigenen Systembewegungen) dreht. Diese Sicht ist mit der Bibel nicht nur vereinbar, sondern tut, was zu tun der Sinn ihrer Existenz ist: Durch die biblische Erzählung (als über viele Jahrhunderte konzentrierte Wahrheit, die wie jede Wahrheit geoffenbart werden muß) wird durch diese bis in physikalische Details hinein beleuchtet.

Keiner der derzeitigen Standardsätze der Physik muß dazu umgedacht oder über Bord geworfen werden. Die grundlegende Physik, wie sie heute gelehrt wird, behält also weitgehend ihre Gültigkeit. Wenn nun geklagt wird, daß dieses Weltbild nur unter bestimmten (konstanten) Annahmen funktioniert so darf darauf hingewiesen werden, daß das mechanistisch-materialistische, von einem Bigbang (Urknall) ausgehende Bild des Kosmos ebenfalls gut 75 Konstanten (willkürliche Annahmen; siehe die Schriften von Alexander Unzicker) braucht.

Selbst Einstein gab zu, daß sich aus seiner Kenntnis des Alls nicht sagen oder gar "beweisen" ließe, wer sich um was dreht. Denn gerade aus der von ihm propagierten Relativität der Bewegung stimmen sämtliche Beobachtungen auch dann, wenn man die Erde als ruhend annimmt. 

Und wenn sogar Einstein das zugibt zu erkennen, und der ist ja wirklich nicht der Hellste, dann werden doch auch wir das schaffen?

Es ist ungewohnt, vielleicht. Aber, werter Leser, es ist NUR das. Denn wir sind nun seit vielen Generationen gewöhnt, ein mechanistisches Modell der Astrophysik als wahr und bewiesen anzunehmen, das alles andere als das ist. Und so viele offene und "optimistisch aufgeschobene" (black boxes, das heißt Widersprüche und Ungelöstheiten, deren Auflösung auf einen zukünftigen Zeitpunkt aufgeschoben wird von dem man annimmt, daß auch diese Fragen, die oft ganz grundsätzlicher Natur sind, dann geklärt sein wird) Fragen aufweist, deren sich der überwiegende Teil der Leser gewiß nicht bewußt ist. 

So viele Ungeklärtheiten sind damit sogar verbunden, so viele Annahmen als Erklärungen über rational nicht erklärbare Phänomene und Tatsachen, daß man ohne Zweifel beim heutigen Standardmodell des Kosmos von einem Mythos sprechen muß. Das heißt von einem willkürlichen Postulat, das vor allem eines ist weil "sein muß": Materialistisch und mechanistisch. Sodaß die Physik lediglich "beweist, was sie ohnehin als wahr voraussetzt." Die Astrophysik ist deshalb (nicht nur) in den Augen vieler Wissenschaftstheoretiker genau so wie die gesamte Naturwissenschaft zu einer Schule des Geschichtenerzählens und -erfindens geworden. 

Der Leser möge sich deshalb klar machen, daß der Umstieg vom Geo- zum Heliozentrismus (mit der Sonne im Mittelpunkt unseres systemischen Teiles des Weltalls) keineswegs aus Gründen physikalischer Evidenz geschah. Vielmehr begann man mit der Renaissance (bzw. ist die Renaissance dieser Umstieg selbst) die Annahme über die Welt zu verändern. Sie wurde nun zu einem aus sich selbst bewegenden und ursächlichen, also zu einem (technisch-)mechanistischen Natursystem. 

Das auch dann materialistisch zu nennen ist, wenn - wie damals noch - der letzte Ursprung "in Gott" belassen wurde. Dieser Gott war aber nur noch ein "Anstoßer". Die Welt sonst war sich selbst überlassen, was insofern kein Problem zu sein schien, als die der Natur eingeschriebenen "Gesetze" unumstößlich und von Gott "gegeben", der Natur also eingegossen sein sollten. Evident ist dabei aber nur eines: Die rationalen Widersprüche aus dieser Annahme.

Die Folgen aus solcher Annahme über den Kosmos (also die Schöpfung) sind gravierend. Und werden auf schreckliche Weise unterschätzt. Keine Beteuerung, "dennoch" an Gott festzuhalten, hat Substanz. Sie führt immer zu unlösbaren Widersprüchen. 

Morgen Teil 2) Die Erfahrung der Macht der Allgemeinheit - Der Erkenntnisprozeß als sittliche Leistung


*230121*

Dienstag, 8. Dezember 2020

Die realen Folgen der Erbsünde

In dem Video unten spricht Dr. Peter Borger, seines Zeichens Wissenschaftler, Molekularbiologe, seit fünfundzwanzig Jahren im Bereich der Genforschung tätig, und Mitarbeiter beim Menschliches Genom Project HUGEN, das bis zum Jahr 2000 mit dem ungeheuren Aufwand von dreihundert Millionen Dollar das menschliche Genom entziffert hatte. Und seither im Programm ENCODE an der Zuordnung der Gene zu Funktionen forscht. Man hofft, diese nächste Stufe bis in fünfundzwanzig, dreißig Jahren abschließen zu können. 

Ganz besonders interessant wird es - wir schreiben das für die Ungeduldigen unter uns; denen dann freilich die wirkliche "Erweiskraft" des Vortrags, in dem die Wirk- und Funktionsweise des menschlichen Genoms recht anschaulich erklärt wird, fehlt, das muß man schon dazusagen, die sich beim Vorschalten also des wirklichen "Aha!!"-Erlebnisses bringen, das sie nur noch Dr. Borger (oder dem VdZ) "glauben" können - nach rund einer Stunde am Video. Wo es um die echten Konsequenzen aus den Tatsachen der Genforschung geht. 

Denn soviel läßt sich bereits jetzt sagen: Auch der Mensch unterliegt der Entropie. Im Durchschnitt hat jeder Mensch fünfzehn kaputte Gene. Das heißt, Gene, die bereits "tot" sind, keinerlei Funktion mehr haben. 
Wobei sich bei jedem Menschen noch weitere hundert kaputte Gene finden, das heißt, Gene, die nicht mehr funktionieren, von Vater oder Mutter übertragen werden, und erst in dem Moment eine der berühmt-berüchtigten Erbkrankheiten (schwerer oder leichter) hervorrufen, die wir kennen.

Insgesamt fällt auf, daß das menschliche Genom in sehr schnellem Tempo verfällt. Das wird nur durch Selektion (sic!) etwas verzögert: Genetisch offensichtlich beschädigte Menschen pflanzen sich aus ganz natürlichen Gründen weniger fort als Menschen ohne solche offensichtlichen Schäden.*

Deshalb schießen wir sofort weiter über das von Borger definierte Ziel. Deshalb nämlich gibt es in der Bibel die Berichte über die ursprünglich so hohen Lebensalter! Von Adam bis Noah wurden die in der Bibel angeführten Patriarchen noch durchwegs neunhundert und mehr Jahre alt. Noah schaffte es ebenfalls noch auf neunhundert Jahre. 

Doch dann kam die Sintflut. Und mit ihr ein solcher Einschnitt in die Erde und ihre Lebensbedingungen, daß das Lebensalter durch Erbschädigungen rasant verfiel. Abraham, ein paar Generationen später wurde schon nur noch hundertsechsundsiebzig Jahre, und weiter und rascher und immer weiter zurück ging es, mit dem Lebensalter. (Auch heute, übrigens, ist die Zunahme der Lebensalter eher statistischen und technischen Feinheiten als einer wirklichen Verlängerung der Lebensdauer beizumessen.)

Legt man aber die mathematische Kurve über die Lebensalter, wie sie durch die Bibel überliefert sind, muß man verblüfft zur Kenntnis nehmen, daß sie fast exakt mit einer aus der Mathematik entstandenen Kurve übereinstimmt, die aus der errechneten exponentiellen Abnahme der Lebensalter aus den erwähnten Erbschäden aus dem Prinzip stammt, wie es das Erste Thermodynamische Grundgesetz - Sie wissen schon, das Gesetz der Entropie, demgemäß "alles zerfällt, wenn ihm nicht Energie zugeführt wird" - nahelegt.

Seit Joshua hat sich dieser Rückgang etwas verlangsamt, und pendelte sich allmählich um die hundert Jahre Lebensalter für den Menschen ein. Älter als einhundertzwanzig Jahre, das ist heute sicher, kann man aber nicht werden, denn das würden die Lungen nicht mitmachen.

Die Häufung von schwach-schädlichen Mutationen aber hat vor etwa fünf- bis sechstausend Jahren angefangen. (Tennessen et al. in einer Studie, veröffentlicht in Science.) 
Das heißt - mit oder nach der Sintflut. Mit den Ereignissen, wie sie uns durch die biblischen Berichte über Noah übermittelt werden. Seitdem der Mensch immer kürzer lebt. Weil er in seinem Erbgut verfällt.

Die Schlange im Paradies (hier wieder OT Berger) hat ja nachgefragt, als Eva meinte, Gott habe ihr gesagt, daß sie nach dem Genuß der Früchte von DIESEM Baum STERBEN würden. 

Wirklich, fragte da die Schlange? Hat er wirklich gesagt, ihr werdet sterben? Ja, aber nicht SOFORT. Sondern an den Folgen der Erbsünde, an der erblichen Degeneration. An der Selbstauslöschung durch die allmähliche Summierung der Folgen Eurer Sünde, die ihr von Generation zu Generation weitergebt.

Das humane Genom zerfällt langsam und allmählich. Deshalb wird über kurz oder lang die gesamte Menschheit sterben. Das ist überhaupt keine Frage. Und das wissen wir auch. Aber wir sollten es endlich in aller Deutlichkeit und in allen Bereichen sehen. 

Geht man in der Zeitreihe weiter zurück, findet man - ganz im Gegensatz zur Evolutionslehre - kaum Mutationen (Allele). Das beginnt erst vor rund sechstausend Jahren. 80 bis 90 Prozent der Mutationen sind überhaupt erst seit rund fünftausend Jahren generiert worden. Das kann man mit großer Sicherheit aus dem Genbefund aussagen. 

Ein Schmankerl der Erhellung findet der Leser übrigens noch bei 1:08' Stunde, wo Borger die Genome Bereichen zuordnet. Er lasse sich überraschen. Ein Gutteil der Erbinformationen (darunter das, was man bislang noch als "Junk-DNA" bezeichnete, die es natürlich gar nicht gibt, wie man heute weiß) dient übrigens dem jungen Menschen. Dem, der erst erwachsen werden muß. 

Dem liefert er hinlängliche Informationen, um sich im Rahmen des "humanen Erbes" zu entwickeln. Mit einem Schwerpunkt für jene Zeit, in der sich der Embryo im Mutterbauch entwickelt. Wo er noch nicht durch Anstoß von außen, sondern aus innerem Impuls heranwachsen muß. 

Die Transzendierung ist das Element, das ja erst allmählich im Leben eine Rolle zur Entwicklung des Ich spielt. Und sollte im Erwachsenen überhaupt "Lebensprogramm" sein bzw. das heißt dann erst Erwachsenheit. In der Haltung des Hinausstreckens zum Sachlichen, sozusagen. 

Alles, was wir heute als "Beweis" für Evolution heranziehen - die Finken auf Galapagos, oder die Barsche im Tanganjikasee - haben sich zwar (richtig) innerhalb der letzten paar tausend Jahre entwickelt. Aber sie alle haben keine neuen Informationen benötigt! Sondern sich im Rahmen des vorhandenen Erbgutes VARIIERT oder besonderen Bedingungen gemäß SELEKTIERT. 

Aber es bleibt wenig Raum. Denn für mehr als achtzig Prozent des menschlichen Genoms weiß man bereits, was sie für Funktionen hat. Auf keine kann verzichtet werden. Und das war der Stand, so Peter Borger, im Jahr 2012.

Die Aufgabe der Wissenschaften ist es aber, die Funktion der Natur zu erforschen. Und nicht, absolute Wahrheiten zu konstruieren. Deshalb hat ENCODE recht, und Darwin liegt falsch.

 

Video von den (empfehlenswerten) Youtube-Seiten von Wort + Wissen


*Hoffentlich ruft das nicht die anglo-amerikanischen Elite-Geheimgruppen auf den Plan. Die nun umso energischer an ihrem Eugenik-Programm der NEUEN WELTORDNUNG arbeiten, und zwar jetzt mit offiziellem Auftrag der Weltregierung, um durch gezielte Selektion (Abtreibung, vor allem bei unerwünschten Rassen und Menschengruppen) den Verfall der Menschheit zu bremsen. Als Katechon, sozusagen, nur - in der anderen Richtung. In die des bösen Satans.


*041220*

Montag, 9. September 2019

Was uns keiner über das Weltall gesagt hat (1)

Die gesamte Serie ist so sehenswert, daß der VdZ sie einstellt, auch wenn der Leser - leider - die Inhalte aus dem Englischen diesmal selbst übertragen muß. Es wäre sehr zeitaufwendig, das wie so oft gemacht hier zu tun. Sie ist großartig, und das gar nicht so sehr, weil eine "Schöpfungstheorie" dargestellt wird, die das Universum aus dem Blickwinkel einer Schöpfung zeigt.

Aber es macht die gängige Kosmologie nahezu lächerlich. So wie in der Evolutionstheorie handelt es sich beim gängigen kosmologischen Modell, ausgehend von einem "Big Bang", einem Urknall, um eine völlig inkonsistente Theorie, die auf so viele Widersprüche stößt, daß jede zweite Theorie so endet: Wie das genau geschehen kann, wissen wir nicht, weil es der gängigen Physik widerspricht. Blackbox reiht sich an Blackbox, und die Lächerlichkeit das als "Theorie" anzusehen wird nur deshalb auf sich genommen, weil eines nicht sein darf: Evidenz zu liefern, daß das Weltall, die Erde DOCH geschaffen sein könnte. Und zwar binnen Tagen.

Es gibt sogar genug Evidenz, daß auch das Weltall sehr jung ist. Und zwar unter Anwendung der landläufigen physikalischen Grundsätze, nicht aus verschwurbeltem Bibelfideismus, die Kreationisten so verleumderisch (5. Gebot!) unterstellt wird.

Speziell wir Europäer, dieser Koloniakübel, in den Dreck um Dreck hineingetreten wird, auf daß endlich die solide Basis der Kultur in tausendundein Stücke zerfalle, haben da einen enormen Aufholbedarf. Hier hat der Schöpfungsglaube seit Jahrzehnten den Anstrich, sich auf nichts als die Bibel und "alles glauben, nichts wissen"-Doofschlüpfen stützen zu können. 

Im protestantischen Raum ist (wie in der Evolutionstheorie vs. Schöpfungsglaube) die auf rein physikalischer Grundlage stehende Auseinandersetzung mit den Tatsachen des Weltalls, soweit sie beobachtbar sind, weit fortgeschrittener. Und eine Reihe sehr angesehener Physiker hat sich auf sehr profunde Weise mit den gängigen materialistischen Theorien über die Entstehung des Weltalls bereits eingehend auseinandergesetzt. Es fehlt ihnen das, was allein Gewißheit liefern könnte - Metaphysik, aber ihre naturwissenschaftliche Redlichkeit fordert jeden Respekt.

Redlichkeit, darum geht es auch bei dem Thema. Und die derzeitige Astrophysik ist nicht redlich! Sie ist eine Ideologie. Es wird höchste Zeit, den Schleier zu zerreißen, den sie über unsere Augen und Herzen gelegt hat.

Im ersten Teil geht es um die Planeten unseres Sonnensystems. Viele Widersprüche, Unmöglichkeiten und Ungeklärtheiten und reihenweise Annahmen und noch mehr Blackboxes ("wissen wir nicht, muß aber irgendwie ...") - das ist der Stoff, aus dem das Anschauungsgerüst gestrickt ist, auf dem unsere Sichtweise auch bei den nächsten Sternen aufbaut. Dabei geht der Film sogar vom Heliozentrismus aus. Allerdings wäre dieses Paradigma jederzeit und ohne Informationsveränderung veränderbar und der Geozentrismus anwendbar.

Der Macher der Filme, Spike Psarris, war im Raumfahrtprogramm der NASA tätig. Er sagt von sich, daß er als atheistischer Evolutionsgläubiger eintrat - und das Programm als tiefgläubiger Kreationist verließ. Die Evidenz war einfach zu groß. Nimmt man eine geschaffene, junge (mehrere tausend Jahre) alte Erde an, beginnt alles Beobachtete erst einen Sinn zu ergeben, und vieles läßt sich erklären, was die evolutionistische Theorie (so nennt er die Thesen zur materialistischen Entstehung des Weltalls) in unzähligen Fällen nicht kann. Sie ist keine schlüssige, abgerundete Theorie, sie ist ein lächerlicher Versuch, auf jeden Fall Gott aus dem Weltall draußen zu halten. Und das ist ihr einziger Treibsatz. Nach den derzeitigen astrophysikalischen Ansätzen kann es das Sonnensystem gar nicht geben.

Keine wissenschaftliche Evidenz stützt also die heutigen Theorien, wie das Weltall und wie das Sonnensystem entstanden sein könnte. Dennoch hält man an diesen Theorien fest, weil es keine besseren gibt, ein Weltall ohne Gott zu erklären. Und wenn sich ein Erklärungsmodell nicht mehr ausgeht, wird jederzeit gerne mal mit einer Katastrophe "aus dem All" aufgewartet. Denn dann muß ein Asteroideneinschlag Unerklärliches "erklären". Dabei kann es Asteroiden gar nicht geben, rechnet man in Jahrmilliarden, dann müßten sie längst verdampft oder in Planeten gestützt sein, und woher sie überhaupt kommen sollen ist sowieso unerklärlich. Während die einzige wirkliche Katastrophe der Erdgeschichte, die Sintflut, gegen alle menschlichen Berichte sogar als geologischer und historischer Faktor abgelehnt wird, weil es das nicht geben kann. Was man beim Mars schon wieder nicht tut, denn dort ist genau das die Erklärung für das Eis, das man dort findet.





Wird fortgesetzt



*080719*

Sonntag, 4. August 2019

Es tut sich was im All

Es tut sich was im Weltall, und das schon seit über hundert Jahren. Und das sind keine Spinnertheorien, das sind handfeste Beobachtungen. Die Veränderungen zeigen, die eine Zunahme der magnetischen Felder und der Energiedichte im All anzeigen, die niemand erklären kann. Beziehungsweise die nach dem heliozentrischen Interpretationsmodell so interpretiert werden, daß sich das Sonnensystem in einen kosmischen Bereich bewegt, der diese höhere Energiedichte zeigt. Die sich auf die Erde spürbar auswirkt.

Im Video wird unter Berufung auf Astronomen behauptet, daß sich nicht nur die Atmosphäre so gut wie aller uns nächsten Planeten ändert - sie werden heller, offenbar wärmer, Polkappen schmelzen überall ab, die magnetische Intensität nimmt teils deutlich zu, manche bauen sogar erstmals Gase-Atmosphären auf, sogar auf dem Mond wird ein solches Stadium beobachtet - sondern daß sich vor allem die tektonische Aktivität auf der Erde selbst massiv erhöht hat. Angeblich haben in den letzten hundert Jahren alleine die Erdbeben um vierhundert Prozent zugenommen. Freilich werden wir hier wieder mit seltsamen Zahlen konfrontiert. Selbst ein IPCC schreibt, daß KEINE signifikante Zunahme von Extremwettern zu beobachten ist, wie in diesem Film behauptet.

Das macht natürlich skeptisch, ob dann die anderen Behauptungen, was sich im All verändert habe, stimmen.

Noch dazu, weil das Video etwas durchaus Alarmistisches hat. Das macht geheimnisvoll, aber nicht unbedingt glaubwürdiger. Denn es verrät eine Tendenz zu esoterischen Weltbildern, was sich am Schluß der elf Minuten bestätigt, wo sich die vordem physikalischen, astronomischen Phänomenbeschreibungen plötzlich zu Aussagen versteigen, es sei eine "geistige und spirituelle" Veränderung zugange.

Da ist die bekannte Vorsicht angezeigt, denn es kommt dem heutigen Narzißmus einfach zu sehr entgegen, alles Beobachtete als "noch nie dagewesen" und "so intensiv wie noch nie in der Menschheitsgeschichte" einzustufen. Unter der Behauptung, daß er in noch nie dagewesenen Zeiten lebe, tut es Narziß halt einfach nicht. Ein apokalyptischer Unterton wie im Film, ähnlich den Geschichterln vom "Wassermannzeitalter", in die er sich letztlich einordnet, paßt da zu Narzißmus wie die Faust aufs Auge.

Dabei gibt es keine simplere Wahrheit als die, daß JEDE historische Zeit, jede Minute, jede Sekunde außergewöhnlich und noch nie dagewesen ist. Insofern kann jede, wirklich jede Zeit (und damit auch das, was man im All beobachtet) von sich behaupten, daß sie etwas hat, das es SO NOCH NIE GAB. Was ein Moment aber bedeutet, wissen wir immer nur vor dem Hintergrund des großen Ganzen, als Teil in einer Ordnung, also in einem logos, einem "auf - zu", dem alles unterliegt.

Noch dazu, wo wir damit konfrontiert sind, durch technische Entwicklungen vieles näher und sinnlich quantitativ (nicht unbedingt qualitativ!) intensiver als früher zu sehen. So daß Details noch wuchtiger werden, die inmitten einer fast schon ekstatisch zuckenden, uns pausenlos affizierenden Medienlandschaft Gesamtsichten noch einfacher überwältigen, uns also sehr rasch entwurzeln können. Aber es sind immer erst Gesamthorizonte, die aus Daten Fakten und Informationen machen. Wer sich von Details im Erleben überwältigen läßt, hat deshalb ein massives Problem des Irrationalen, und das kann jeder für jeden Lebensbereich erfahren.

Das war auch der Grund, warum vor Erfindungen wie dem Mikroskop oft und oft gewarnt wurde. Nicht aus Fortschrittsfeindlichkeit, sondern weil der Eindruck des nun Gesehenen die Einordnung in ein Insgesamt schwer stören kann, und das auch tut. Daß sich materialistisch-mechanistische Weltsichten wie die, daß sich alles aus kleinsten Vorgängen nach oben hin aufbaut, also nicht teleologisch, auf einen Sinn ausgerichtet ist, der allem vorausgeht wie auf den alles zugeht, sondern das zufällige Ergebnis einer von unten aus sich aufbauenden Welt ist, daß sich solche Weltsichten also so massiv aufgebaut haben, hat zu einem ganz großen Teil nur mit solchen technischen Möglichkeiten zu tun. Die auf eine Weise tatsächlich nicht menschengerecht sind und nicht die Ebene sind, auf der wir rezipieren, denken, wahrnehmen.



Übrigens: Auch zu allen diesen Beobachtungen paßt ein geozentrisches Weltbild ohne quietschen und knarzen. 

Wir wollen außerdem noch auf teils schon lange bestehende Studien von Astronomen und Physikern hinweisen, die Die Kalte Sonne jüngst präsentierte. Und die nahelegen, daß sich die Gezeitenverhältnisse der Heliumlava auf der Sonne (und damit beziehungsweise in ihnen das Magnetfeld der Sonne) an einem weit größeren Einfluß aus Planeten im Weltall ausrichten könnten. Der bekannte elfjährige Zyklus der Sonne fällt auffällig und schon seit mehr als fünfhundert Jahren beobachtet mit bestimmten Konstellationen zusammen.








Sonntag, 14. Juli 2019

Der Äther, der Kosmos, die Erde (2)

Teil 2)



Einen klaren Gegenbeweis in der Form, daß sich beweisen ließe, daß sich die Erde bewegt - und das ist ein nicht unbedeutendes Argument - gibt es nicht. Sodaß sich schon die Frage stellt, warum man dann annehmen muß oder was daran überhaupt plausibel wäre anzunehmen, daß sich die Erde dreht, und um die Sonne bewegt. So daß es eine Tatsache bleibt, daß der Heliozentrismus einfach ANGENOMMEN, postuliert wurde. Aber aus ganz anderen Gründen denn aus zwingenden Schlüssen der Physik. Und das allein ist für unsere Ohren nicht einfach ungewohnt. Der Normalbürger hat davon wohl noch nie etwas gehört: Daß wir ein Bild vom Kosmos haben, das sich gegen alle Behauptungen nicht beweisen läßt. Denn die Beweise, die man anführt, sind genauso als Beweise für den Geozentrismus zu verwenden. Sodaß sich angesichts so vieler Widersprüche zwischen Beobachtungen und Heliozentrismus (Urknall-Theorie) die Frage erhebt, ob nicht Geozentrismus das brauchbarere Postulat wäre.

In der letzten halben Stunde wird es noch weiter interessant. Denn da geht es um die Frage, daß man - wenn sich also nicht beweisen läßt (weil Wissenschaft überhaupt nichts "beweisen" kann, sondern lediglich die Richtigkeit einer Hypothese belegen bzw. nahelegen kann) ob sich die Erde um die Sonne oder das Weltall um die Erde bewegt - doch auch das Recht habe auf die eigene Wahrnehmung als Plausibilitätsgrund zurückzugreifen. Ja, hat man nicht sogar die Pflicht dazu? Und wenn dann jemand in den Sternenhimmel guckt und sieht, daß sich alles um ihn herum zu bewegen scheint, daß die Sterne eine Rotverschiebung zeigen, warum soll es dann verkehrt sein anzunehmen, daß wir das Zentrum des Universums zu sein?

Die Erde ist das Massezentrum des Universums

Denn sonst dürften wir ja (der Urknalltheorie nach, die sagt, daß alles auseinanderfliegt) nur Blauverschiebung sehen (die Lichtbahn kontrahiert), keine Rotverschiebung (die Lichtbahn wird gedehnt.) Warum soll also das "normale" Denken keine Rolle mehr spielen dürfen? Diese Frage stellt sogar Stephen Hawking in "Eine kurze Geschichte der Zeit" (das, nebenbei bemerkt, der VdZ auch gelesen hat und dazu sagt, daß es lediglich ein sehr spekulatives Modell des Weltalls vorstellt, das alles erklären soll, wenn man Materialist ist).

Viele Beobachtungen laufen auf den Schluß hinaus, daß die Erde das Zentrum des Universums ist. Selbst Hubble (auch er ein Atheist) hat sich den Kopf darüber zerbrochen, wie man diese Interpretation angesichts der beobachteten Phänomene, die auf die Erde als Zentrum hinauslaufen, dennoch vermeiden kann. Also dachte er sich ein Modell aus, in der das Weltall ein "Ballon" wäre, weshalb man auch Rotverschiebung sehe, weil an dessen Rand. Andere haben nächste Konstanten erfunden, die materialistisch-mechanistisch "begründen" sollten, damit man Geozentrismus und Gott umschifft und die Beobachtungen "erklären kann". Mit Notwendigkeit und Zufall jedenfalls ist da nichts mehr zu machen. (Es gibt ja den Spruch, daß während die Allgemeinheit immer mehr statt an Gott an die Physik glaubt, glaubt die Physik immer mehr an Gott.)

Eine nächste Frage erhebt sich, daß wenn es also nicht feststellbar ist, wer sich um wen dreht, man doch auch davon ausgehen könnte, daß Jupiter oder Mars oder irgendein anderer Planet das Zentrum des Universums sei? Theoretisch ja, meint Sungenis darauf. Aber warum sollten wir das, wo doch alles darauf hinweist, daß wir erstens nach Weltanschauungen denken müssen, die allem Forschen vorausgehen, und wir zweitens doch ein "Modell" in unserem Glauben, in der Sicht der Bibel haben!? Mehr objektive Wirklichkeit kann es doch gar nicht geben - als im Glauben! (Das Geglaubte ist nämlich, wie wir durch Nachdenken und Erfahrung wissen, geneigter Leser, sichereres Wissen als das "Gewußte".)

Aber es gibt noch ein sehr klares physikalisches Argument: Denn wenn wir von einem anderen Planeten als Zentrum ausgehen, dann sehen wir die Unterschiede sehr wohl! Die Rotverschiebung des Lichts etwa ist vom Jupiter anders als von der Erde aus zu sehen, wir werden also vom Jupiter nicht dasselbe sehen, wie von der Erde aus. Und sehen, daß es nicht vernünftig ist, ihn als Zentrum anzunehmen, weil sich alles Licht in einem Verhältnis zur Erde bewegt, nicht umgekehrt, auch nicht 3 Lichtminuten daneben zielend.

Die Raumfahrt denkt ohnehin immer schon geozentrisch ;-)

Detail am Rande: Wenn Satelliten oder Raketen in das Weltall geschossen werden, gehen Wissenschaftler und Ingenieure, die das Gerät konstruieren und programmieren, von ... der Erde als Zentrum des Universums aus. Naheliegend, aber doch irgendwie amüsant. Denn den sonnenzentrierten Gesichtspunkt beizubehalten wäre hier viel zu kompliziert. Es ist einfacher, die Erde als Zentrum anzunehmen. Immerhin beweist das, daß tatsächlich die Physik überhaupt kein Problem hätte, auf Geozentrismus umzusteigen, es bliebe fast alles gleich. Denn die Technik geht von Phänomenen und deren beobachteten Eigenschaften aus. Wozu sie die prinipiell in Verbindung setzt ist größtenteils gleichgültig. Aber es würde sich vieles vereinfchen, die Erde zum Zentrum zu nehmen. Und heißt es nicht seit Ockham als Prinzip der Wissenschaft, daß die einfachste Lösung auch mit der höchsten Wahrscheinlichkeit die richtigere ist?
Insofern ist es also kein Argument zu sagen, daß wir "keinen Bedarf" nach einem Paradigmenwechsel haben, weil ja auch so alles erklärt werden kann. Selbstverständlich bestünde Bedarf, weil schon rein technisch alles viel einfacher würde! Aber abgesehen davon ist es nicht wissenschaftlich gedacht zu sagen: Wozu eine neue Erklärung, die alte funktioniert ja auch?! Und was ist mit all den Dingen, die wir heute nicht erklären können? Woher kommt die ausschließliche Rotverschiebung beim Licht im All, die wir beobachten, die es aber gar nicht geben dürfte, weil sich angeblich alles auseinander bewegt? Auch Hubble meinte, daß das seltsam sei, denn normalerweise müßte man erwarten, daß wir auch Blauverschiebungen sehen.
Plötzlich würden wir das erklären und verstehen können! Auch wenn das heißen wird, daß wir das Urknallmodell fallen lassen müssen, weil NICHT alles auseinanderstrebt. Und DAS ist das, was Wissenschaft ausmacht und antreibt: Ein immer besseres Verstehen.

Fakten. Der Äther dreht sich um die Erde, und damit das Weltall

Manche wirklich interessanten Fakten kommen zur Rede. Sungenis erklärt sie faszinierend mit dem rotierenden Äther. So die Tatsache, daß sich Sendestrahlen von Ost nach West rascher bewegen als umgekehrt. Etwas, das fürs GPS von Bedeutung ist.
Oder er widerlegt, daß mit unterschiedlich positionierten Meßstellen die Bewegung der Erde meßbar wäre - es sind immer unterschiedliche Messungen mit anderen Bedingungen, entgegnet Sungenis. Es ist außerdem eine Tatsache, daß selbst Atomuhren (zur Synchronisierung, wie Palm vorschlägt) umso langsamer gehen, je weiter sie von der Erdoberfläche entfernt sind (weil sich die Frequenz der Bewegungen der Atomteilchen ändert). Eine Synchronisierung ist also gar nicht möglich, wenn der Ort der Meßstellen anders ist.

Ein wichtiges Argument bleibt: Warum ist die Erde abgeflacht? Wir beobachten bei allen Planeten, daß sie im Verhältnis zu ihrer Umdrehungsgeschwindigkeit auch diese typische Abplattung an den Polen an den Spitzen der Drehachse bzw. den "Bauch" in der Mitte zeigen. Das ist doch ein deutliches Indiz, daß auch die Erde sich dreht? Nein, sagt Sungenis, ist es nicht. Weil ein sich mehr oder weniger entlang des Äquators als Bahn (und die Erde als Massezentrum des Universums) drehendes Universum auch auf die Erde Anziehungskraft ausübt. Damit "zieht" sie die Erde zu jenem "bauchigen" Ball, der sie ist. Zumindest ist das also kein Argument. Zur Relativitätstheorie meint Sungenis, daß er zwar anerkennt, daß ihre Prinzipien richtig sind - alles ist in einem Zueinander, also relativ - aber er stimmt nicht darin mit ihr überein, daß man sie als Theorie für alles anwenden kann. (Mit diesem Argument ist er beileibe nicht allein! Der sachlich begründete Widerspruch gegen die Relativitätstheorie ist heute nahezu unbekannt, aber er ist profund und war damals massiv.)

Das Argument, daß sich die "Umdrehung" der Erde (oder des Alls um die Erde) in den letzten Jahrtausenden verlangsamt habe, was aus überlieferten Eklipse-Daten hervorgeht, wendet Sungenis genau ins Gegenteil: Wenn man berücksichtigt, daß es jährlich über eine Million Erdbeben gibt, Vulkane, etc. etc., so ist unerklärlich, warum das die "Erdrotation" nicht weit mehr verlangsamt habe, geht man davon aus. Das MUSZ einen Effekt haben, wenn sich die Erde dreht!

Zusammenfassend kann man zu dieser Diskussion sagen, daß sie NICHT belegt, daß die Erde als Zentrum des Universums anzunehmen UNVERNÜNFTIG sei. Darin irrt David Palm, der Rationalismus von Vernunft zu wenig unterscheiden kann. Daß die Sichtweise des Geozentrismus, der seit 400 Jahren quasi nicht mehr berücksichtigt wurde, viel Nachholbedarf hat, steht natürlich außer Frage.

Hören Sie also, geneigter Leser, dieser Diskussion zu. Sie läßt den "neuen Geozentrismus" (der mit "Flache Erde"-Geschichten u. ä. nichts zu tun hat) schon recht gut begreifen, und zeigt auch, warum er sich gegen die moderne, heliozentrische Physik ohne jeden Obskurantismus sehr wohl verteidigen läßt. Mit einem "Nebeneffekt". Er würde Glaube und Wissenschaft wieder in eine Wahrheit zusammenführen. Und das, das ist das wohl stärkste Argument FÜR ihn.








Samstag, 13. Juli 2019

Der Äther, der Kosmos, die Erde (1)

Die hier eingefügte Diskussion soll die Frage "Geozentrismus vs. Heliozentrismus" weiter vorantreiben, in der der VdZ immer deutlicher zum Geozentrismus neigt. Ein Argument wollen wir hier vorab herausgreifen, es spielt auch in dieser Diskussion eine Rolle. Wo David Palm gegen Robert Sungenis behauptet, die Kirche habe sich nie auf den Geozentrismus als Bestandteil ihrer Lehren festgelegt. Sungenis widerspricht, beide bleiben aber auf der Ebene von Dokumenten. So wichtig das sein mag, läßt sich dazu sagen, daß die Kirche IMPLIZIT selbstverständlich auf einem geozentrischen Weltmodell beharrt, ja aufbaut. Deshalb bräuchte es nie eine Ausdrücklichkeit! 

Wo diese implizite Wahrheit freilich einer angeblichen physikalischen "Tatsache" widersprach, schrumpfte sie auf die Ebene einer Metapher. Was ihr sehr schlecht bekam, denn in diesem Rückzugsgefecht, das angesichts der Ausbreitung des kopernikanischen Weltmodells der Heliozentrik wurde immer mehr ihrer Lehre zur Metapher. Bis zu dem Punkt, wo wir heute die zentralen Geheimnisse - die Sakramente, die Eucharistie - in der Liturgie zur Metapher abgewertet weil entkernt wurden. Ihnen wurde genau ihr zentralstes Geschehen abgesprochen - die historische, also gegenwärtige Realität. Insofern kann man mit Sungenis tatsächlich sagen, daß die Geozentrik bis zum heutigen Tag zentraler und impliziter Bestandteil des Katholischen ist. Nur wurde das regelrecht vergessen! Während die Kirche in einem Widerspruch verharrte, der ihr alles andere als gut bekam.

Die Physik des Geozentrismus

Zurück zu den physikalischen Gegebenheiten, die dem Modell der Geozentrik zugrunde liegen, das keineswegs eine blauäugige, aus der Luft gegriffene Behauptung ist, sondern sich als auf festen theoretischen Grundlagen ruhend präsentiert. Und hier behauptet Sungenis, daß sämtliche physikalischen "Tatsachen" und Phänomene sich völlig unabhängig von der Vorstellung präsentieren, ob sich nun die Erde um die Sonne - oder umgekehrt - dreht. Hier kann man sich tatsächlich auf Namen wie Einstein, Mach oder Hawking berufen, die dasselbe sagen: Die Astrophysik ist nicht in der Lage aus sich heraus zu entscheiden, ob sich die Erde überhaupt bewegt, und wer sich um wen dreht. 

Die Geozentrik geht somit davon aus, daß nicht nur diese Frage von der Physik nicht zu entscheiden ist, sondern daß die Entscheidung darüber in den Bereich der Annahmen gehört, der Postulate sohin, und somit eine Frage der Metaphysik und vor allem der Theologie ist. Hier ist die Erde das Zentrum der Schöpfung, und das steht dann auch in Einklang mit dem Schöpfungsbericht der Genesis des Alten Testaments. Alles dreht sich um sie, sie war das spezielle Ziel der Schöpfung durch Gott, und alles dreht sich um sie, alles ist auf sie und damit auf den Menschen als die Krone, also das ganz spezielle Ziel Gottes (immerhin hat sich sein Sohn, der das Abbild des Vaters ist, als Mensch gezeigt), bezogen.

Wie kann man sich aber nun vorstellen, daß das Weltall sich um die Erde dreht? Dazu muß man auf die Frage zurückgreifen, ob es das gibt, was die Astrophysik lange Zeit als "Äther" annahm - und selbst Einstein (nachdem er ihn für seine spezielle Relativitätstheorie 1905 erst ablehnte) hat 1920 eben diesen Äther mit seiner allgemeinen Relativitätstheorie wieder eingeführt. Und es gibt eine Reihe von grundlegenden Versuchen, die die Existenz eines Äthers anzunehmen nahelegen.

Gehen wir also von einem Äther aus, das heißt einer Erfülltheit des realen "Raumes" mit einer elektromagnetischen, subatomaren Struktur, einer materiellen Substanz somit, die den materiellen Erscheinungen (auf eine Weise) zugrunde liegen, also die Erde "umgeben". Der angebliche Beweis, daß es einen solchen Äther nicht gebe, ging bereits von einer Rotation der Erde um die Sonne aus - und dafür war er zu schwach. Umgekehrt läßt sich zeigen, daß das Licht (um ca. 5 nm/sec.) gebremst wird, was darauf schließen läßt, daß es vom Äther behindert wird, weil diesen durchdringen muß. Natürlich ist das sehr wenig, und spielt deshalb für viele Phänomene keine Rolle. Aber prinzipiell ist es meßbar, und wurde schon gemessen. 

Wenn manche meinen, er wäre "wegbeweisend", so weist Robert Sungenis darauf hin, daß diese Experimente allesamt in Vakuum durchgeführt wurden. Aber Vakuum enthält eben keine materielle Substanz, also auch den Äther nicht. Und genau so wenig kann man ihn zehn Meter unter der Erde messen, wo nichts mehr hinkommt und der Äther somit gar nicht mehr meßbar weil nicht da ist. Man muß solche Experimente auf der Oberfläche der Erde machen, und siehe da: Da läßt er sich tatsächlich auch messen! Ohne daß man derzeit noch sagen könnte, was den Äther wiederum beherrscht.

Es geht hier um die Aussage Einsteins, daß sich die Lichtgeschwindigkeit nie ändert, was einen Äther wegbeweisen würde. Dem VdZ liegen aber auch Berichte vor (siehe zum Beispiel die Seiten des Astrophysikers Alexander Unzicker, der überhaupt einen "Neuanfang" der Astrophysik fordert, weil sie bereits zu viel auf willkürlichen Postulaten beruht, mit denen man unerklärbares Beobachtetes geradebiegt), die das aus Beobachtungen heraus bestreiten. Das Postulat von der gleichbleibenden Lichtgeschwindigkeit (das auch Unzicker unhaltbar sieht) gilt nur insofern, als die Geschwindigkeitsveränderungen normalerweise zu vernachlässigen weil so gering sind. Auch Einstein hat später wieder einen Äther angenommen.

Also doch: Ein Äther!

Dieser Äther aber, in dem auch das gesamte übrige Universum eingebettet ist beziehungsweise das es auf eine Weise sogar "gebiert" (und wer hier die "Superstringtheorie" durchhört, hört richtig; auch sie geht von etwas aus, das im subatomaren Bereich das gesamte Weltall durchdrungen hat) dreht sich mit rund 5 km/sec. (s. unter anderem das Michelson Morley-Experiment, wiederholt 1925 durch Michelson Gale; beide Experimente bewiesen, daß sich Erde und Äther/All im Verhältnis einer Rotation befinden; aus ihrem berühmten Experiment geht aber vor allem hervor, daß sich die Erde nicht bewegen KANN, denn das Licht, in zwei Richtungen ausgestrahlt, müßte eine je andere, zeitversetzte Bahn nehmen - tut es aber nicht) um die Erde. Dieses Experiment wurde über 50 Jahre lang dutzende Male wiederholt, und brachte immer dasselbe Ergebnis: Licht stößt auf Widerstand, wird gebremst, es muß einen unsichtbaren Grundstoff geben - den Äther.

Und mit dem bzw. im Äther dreht bzw. bewegt sich das gesamte Universum. Und zwar somit während der Dauer von nicht ganz 24 Stunden. Daraus allein lassen sich viele Erscheinungen auf der Erde erklären, die bislang mit "Rotation" erklärt wurden. Daß der Äther sich nicht schneller bewegt, ist eines der gewichtigen Argumente gegen eine Bewegung der Erde um die Sonne, zu der er sich rascher bewegen müßte, nämlich 30 km/sec. (Warum sich aber ohne einen Äther die Erde um sich drehen, sowie um die Sonne rotieren sollte, ist nach gängiger Physik auch nicht begründbar.)

Interessant ist auch ein Punkt in der Diskussion im Video: Denn Palm führt an, daß Thomas Roberts bewies, daß was Michaelson Morley und Michaelson Gale als Signal fanden, ein Fehler war. Es gibt also keine Ätherdrift. Worauf Sungenis antwortet, daß Roberts das nicht experimentell bewies, sondern Argumente fand, warum die Daten nicht stimmen konnten. Weil nicht stimmen konnte, was nicht stimmen sollte. Diese Form der Argumentation ist sehr häufig. Wo als Beweis angeführt wird, was nur ein Weg ist, wie man begründen kann, warum die eigene Sichtweise denn doch stimmt. In diesem Fall führt Sungenis die "Lorentz-Transformation" sogar nur darauf zurück: Man hat den Effekt des Äthers (als Kontraktion des Meßinstruments durch den Widerstand des Äthers, die bewirkt, daß sich Materie, die sich bewegt, zusammenziehen soll) gesehen, und weil man das nicht wollte, hat man die Lorentz-Transformation erfunden, die die Differenzen bei der Lichtgeschwindigkeit "wegerklärt". Sonst hat sie sich als unbrauchbar herausgestellt, und wird heute auch nicht angewandt. Es sei denn, es geht um den "Beweis", daß es keinen Äther geben soll. Was im Sinne einer Menschenkenntnis also alles andere als unmöglich scheint, bezeichnet Palm nun als "Verschwörungstheorie".

Morgen Teil 2)




Donnerstag, 11. Juli 2019

Heliozentrismus wurde einfach zum Postulat erklärt (4)

Teil 4) Gespräch im Video



Aber man muß sich doch zum Gegenteil einmal vorstellen, wie einfach viele Berechnungen würden, was sich dann für Möglichkeiten unter Umständen ergeben, wenn wir davon ausgehen können, daß sich das Weltall in einer Koinzidenz mit dem Lauf der Sonne verhält!  

Dafür machen wir gerne einen anderen Fehler, meint Delano, wenn wir die Sonne und ihre Planeten betrachten. Wir vergessen, das alles in Bezug zum gesamten übrigen Weltall zu setzen. Es ist auch für Einstein eine große Frage gewesen, wieweit die beobachtete Rotation sowohl der Sonne wie der übrigen Planeten, auch im weiteren Weltall, nicht überhaupt die Ursache dessen ist, was wir als Anziehungskraft dieser Himmelskörper feststellen. Mit der Frage, ob sich die Erde dreht oder nicht, hat das rein gar nichts zu tun. Aber natürlich müssen wir die Anziehungskraft der Planeten berücksichtigen, wenn wir Berechnungen anstellen. 

Was sich an Kontroversen rund um den Film zeigte, wir haben darüber berichtet, muß man eigentlich als Hinweis darauf sehen, welche Sprengkraft er hat. Wenn sich bewahrheitet beziehungsweise nicht widerlegt, was er hier vorstellt - die Erde ist das Zentrum des gesamten Universums - stehen wir vor dem größten Paradigmenwechsel der Wissenschaft seit Galileo Galilei bzw. Kopernikus. Die Auswirkungen wären kaum zu überschätzen. Dann befände sich die Wissenschaft ironischerweise in exakt derselben Situation, wie es die Kirche war, als sie mit diesem dramatischen Wechsel im Weltbild konfrontiert war. Und sofort begriff, daß es um die logische Kohärenz der Wahrheit im Ganzen ging.  Es geht um nichts anderes als um die Frage, wer wir sind.

Wenn sich die These erhärtet, stehen wir vor der Tatsache, daß wir aus Vernunftgründen zur uralten Sicht der Menschheit zurückkehren müssen. Die auch die Kirche seit je in ihrer Theologie und Metaphysik vertreten hat, und ohne die ihre Heilslehre im Grunde gar nicht haltbar wäre. Natürlich ist "The Principle" die Ausarbeitung einer metaphysischen Idee. Und diese Idee wird durch die heutige Astrophysik, durch die Wissenschaft immer eindeutiger gestützt. Aber es ist in keinem Fall die Wissenschaft, die uns sagen kann und ihr Forschen davon beeindrucken lassen darf, welche Folgen auf unser Leben das haben wird. Und es dürfte auch keine Rolle spielen, daß die Reputation zahlloser Nobelpreisträger und Forschungsinstitute auf dem Spiel steht. Das wird die Diskussion vermutlich noch schärfer machen, als man unter rein wissenschaftlichen Gesichtspunkten erwarten sollte. Hier geht es um enorm viel Persönliches ...

Freilich, dem Geozentrismus steht noch eine Mammutaufgabe bevor. Er muß belegen, daß sämtliche physikalischen "Wahrheiten", die von einem heliozentrischen Weltbild ausgehen, und die doch auch beachtliche Proben ihrer Zutreffendheit geliefert haben (wobei viele dieser Zutreffendheiten auch, das stimmt gewiß, in den Bereich reiner Spekulation und Fabuliererei gehören, viel "Gewußtes" ist nur ein "Geglaubtes" oder "Spekuliertes") auch dann stimmen, wenn man die Erde als Zentrum des Universums annimmt. Viele physikalische Phänomene müssen neu erklärt und durchgedacht werden. Mit der großen Schwierigkeit, daß eine Diskussion mit bestehenden Theorien, die auf Heliozentrik aufbauen, auf sachlicher Ebene sehr schwierig sein wird, weil hinter der heute als solche verstandenen Sachlichkeit in der Regel sehr gut verborgene Metaphysik steht, die genau das zu sein verleugnet.

Aber leistbar sollte das sehr wohl sein, zumal viele unserer bisherigen vermeintlichen Gewißheiten sachlich betrachtet auf äußerst schwachen Füßen stehen. Den meisten Leuten ist überhaupt nicht klar, auf wie vielen puren Annahmen und Postulaten, auf denen weiter und weiter aufgebaut wurde und wird, ihr angeblich so sicher gewußtes Weltbild basiert. Ja, egal wer - alle glauben ihr Weltbild ebenfalls nur. Die oft anzutreffende Überzeugung, daß die Bewegung der Erde um die Sonne sogar beobachtbar wäre, stimmt einfach nicht.

Und bislang haben die Heliozentriker auch sehr wenig bis gar nichts Überzeugendes geliefert, das die Geozentrik widerlegen würde. Auch wenn sie versuchen (wie beim Darwinismus) zu beweisen, daß sich Glaube und diese Theorien nicht widersprechen. (Eine Diskussion dazu findet sich hier.) Umso vehementer ergehen sich viele Gegner fast unisono in persönlichen Angriffen, das ist auch hier der Fall, Delano berichtet darüber.

Ebenso hat die Berufung auf die Mathematik eine fundamentale Schwäche. Weil nicht alles was sich berechnen läßt auch real sein muß. Somit ist auch die Mathematik keine Grundlage für ein Weltbild. Sie kann es nur belegen, sofern sie sich auf Reales bezieht, das ihr vorausgeht.

Schaut man aber genauer zeigt sich, daß das heliozentrische Weltbild sich als unheimlich zusammengeschustert präsentiert, und nur einen großen Vorteil hat: Niemand kann noch Propaganda von fundierter Aussage unterscheiden, weil das Weltbild der Menschen zu größten Teilen von Propaganda, die man sich sogar selbst auferlegt, nicht mehr zu unterscheiden ist. Denn es gibt sehr wohl - und das ist ein Indiz, daß da etwas nicht stimmt - massive Interessen, so ein Weltbild um jeden Preis aufrechtzuhalten. Weil sich enorm viel damit verknüpft, das mit Physik und Wissenschaft nicht das Geringste zu tun hat, sondern nur ein Ziel hat: Gott aus dem Universum (und aus dem individuellen Leben) hinaus zu beweisen, und den Menschen (und damit sein Sündenbewußtsein) zu marginalisieren weil zu entraumen.

Dazu kommt, daß unsere Kultur mittlerweile 400 Jahre an den Theorien bastelt, die die Heliozentrik zum Ausgangspunkt haben. Und das heißt 400 Jahre Adaptionsgeschichte, die in enorm komplizierte Lösungen und Modelle mündete, auf denen ein weiteres Gebirge von Anschauungen aufgetürmt wurde, die uns heute bestimmen und im autoritativen Status von "Wissen" sind.

Welt ist aber nur, weil die Dinge in Beziehungen zueinander stehen, und darauf, diese Beziehung zu realisieren, ausgerichtet sind. Das ist dann Raum: Realisierung von Beziehung, nicht absoluter "Raum". Nicht nur gilt also, daß Welt Raum bedeutet, sondern auch, daß allem Physischen ein geistiges, ideenhaftes Netz zugrunde liegt, das die Weltwerdung treibt und trägt. Die Ordnung geht allem voraus, sie kommt nicht nachträglich, und schon gar nicht zufällig. Allem Forschen geht somit das Denken über die Grundkonzeption voraus, nicht umgekehrt. Erst dann werden Daten zu Fakten, erst dann werden Ereignisse zu Informationen. Das gilt für die Heliozentrik nicht weniger. Aber nur die Geozentrik scheint es auch zu wissen.




Hier in einem Zusammenschnitt Stellungnahmen einiger der im Film "The Principle" sprechenden Wissenschaftler. Bewußt wurden die anerkanntesten Astrophysiker befragt. Keiner von ihnen vertritt den Geozentrismus. Aber ihre Beobachtungen, ihre Aussagen über das, was im Weltall zu sehen ist, sprechen für sich.

Max Tegmark



Lawrence Kraus



Es gibt kein Experiment, mit dem die Bewegung der Erde bewiesen werden kann.







Mittwoch, 10. Juli 2019

Heliozentrismus wurde einfach zum Postulat erklärt (3)

Teil 3) Das physikalische Argument



Seit vierzig Jahren ist die "kosmische Hintergrundstrahlung" bekannt. In ihr zeigt sich uns (als Beobachtern) das älteste Licht des Universums, das als Rest des Urknalls interpretiert wird. Dieses Licht muß absolut gleichmäßig und überall am Rand eines sich vom Kleinsten ausgehenden, ständig wachsenden, weil seit dem Urknall auseinanderfliegenden Universums vorhanden sein. Jüngste Beobachtungen haben aber ein völlig anderes Bild ergeben! Diese Hintergrundstrahlung, dieses "Licht vom Urknall", das es sein soll, ist keineswegs zufällig und gleichmäßig, sondern zeigt ein Verhalten, das ... auf die Erde zurückweist. Es hat eine Richtung (in zwei Polen) in ihrer (quasi "flachen") Ausdehnung, in deren Mitte ... die Erde liegt. 

Und dieses gesamte Weltall bewegt sich genau im Rhythmus beziehungsweise in der Bahn, in dem sich die Sonne in Bezug auf den Äquator, beziehungsweise im Pendeln zwischen den Polen 20. März und 23. September, also den beiden Wendekreisen, bewegt.*** Mit anderen Worten: Das gesamte Universum scheint sich entlang des Äquators in einer Drehbewegung der Sonnenbahn entlang und dieser folgend aufzureihen! Was hier entdeckt wurde, kann damit auf keinen Fall in einem Urknall entstanden sein. Das Universum zeigt eine Systematik, die einer Urknalltheorie und deren Implikationen absolut widerspricht.

Mittlerweile bestätigen zahlreiche weitere wissenschaftliche Arbeiten weltweit, daß auch sämtliche beobachtbaren Phänomene - Galaxien, Quasare etc. - sich entlang dieser Richtung der kosmischen Hintergrundstrahlung aufreihen. Und das heißt: Entlang der Ekliptik (also der Bahn der Sonne am Himmel) bzw. in deren Pendeln zwischen den beiden Tag- und Nachtgleichen (Äquinox). Das wäre unter Urknall-Annahmen auf keinen Fall möglich.

So daß nur zwei Möglichkeiten bleiben: Entweder ist die Urknalltheorie, die notwendig den Zufall braucht, widerlegt, und darauf weist alles hin. Oder alles, was man bisher darüber zu wissen meinte, ist obsolet, weil es ganz offensichtlich eine systemhafte Grundgesetzlichkeit gibt, die man aber nicht kennt. Die im Weltall beobachteten Tatsachen lassen jedenfalls keinen anderen Schluß zu - es sei denn, man verändert das Grundpostulat. Und gibt die Heliozentrik auf und wechselt zum Geozentrismus. Auf den noch dazu praktisch sämtliche bisherigen, wesentlichen physikalischen Gesetzlichkeiten genauso anwendbar bleiben. Auch das ist ja eine Tatsache, denn wir KÖNNEN ja zum Mond fliegen, wir KÖNNEN ja eine Sonde zum Mars schicken, etc. etc. Also muß da schon "einiges richtig" sein. Und es ist völlig gleichgültig, auf eine Weise, was sich worum dreht! Denn für die Berechnungen, die solchen Projekten zugrunde liegen, ist es gleichgültig, was sie als Gesamtbild annehmen. Wichtig ist für sie nur, auf welche Basis sie sich beziehen.

Wer von New York nach Caracas segelt, orientiert sich an den Sternen. WARUM die dort sind, warum manche fix sind, andere wandern etc., ist dabei völlig gleichgültig. Sie verhalten sich in einem gewissen Verhältnis zu Positionen auf der Erde, das ist alles, was dabei wichtig ist, und jeder Seefahrer kann sich an ihnen orientieren, es ist ein altes, uraltes Erfahrungswissen, wie sich der sichtbare Sternenhimmel verhält. Das alles bleibt also gleich. Es geht nur um das WARUM. Es wechselt also "lediglich" die Gesamtbetrachtungsweise und was DAMIT zusammenhängt, weil damit natürlich die Interpretation der Beobachtungen und alle daraus hervorgehenden oder darauf aufbauenden Folgerungen. Bei unter der bisherigen Annahme der Zufälligkeit des Weltalls ist nichts von alledem Richtigen noch länger begründbar. Und das ist für die Astrophysik wörtlich "schockierend".

Delano meint deshalb vorhersagen zu können, daß man in den nächsten fünf Jahren verzweifelt versuchen wird, diese beobachtete Systematik doch noch irgendwie mit dem bisherigen Bild des Kosmos zu vereinen. Es wird nicht gelingen. Dafür wird etwas anderes eintreten: Viele Berechnungen werden ganz wesentlich EINFACHER, wenn wir annehmen, daß nicht die Sonne, sondern die Erde das Zentrum ist. Viele oder gar alle der über siebzig "kosmischen Konstanten", die man einführen mußte, weil einfach etwas so und so WAR beziehungsweise ist, das aber nicht den Rechenmodellen entspricht - ein Umstand, den viele Astrophysiker wie Unzicker ohnehin schon lange schwer kritisieren, und sogar einen "Neuanfang" der Astrophysik fordern - können wegfallen. 

Man muß nicht mehr annehmen, daß dunkle Materie (die über 99 Prozent der Materie des Weltalls ausmachen muß, weil sonst sowieso nichts aufgeht, eine solche aber noch nie beobachtet wurde, also eine reine Annahme ist) oder dunkle Energie (die ebenfalls noch nie jemand beobachtet hat) vorhanden sind, weil man sich sonst nichts erklären könnte. Einstein selbst hat bestätigt und betont, daß man sämtliche Berechnungen und Formeln aufrecht halten kann, wenn man annimmt, daß die Erde ruht und das Weltall sich um die Erde dreht. Nichts würde sich dann ändern!


Morgen Teil 4) Das Gespräch im Video



***Wobei der VdZ hofft, die physikalischen Ausführungen Delanos halbwegs verstanden zu haben, der VdZ ist kein Astrophysiker. Im Film "The Principle" wird dies sehr eingehend und fachlich-sachlich dargestellt, wobei auch die Tatsache ihre Rolle spielt, daß diese Entdeckung ein sehr renommierter ... atheistischer Astrophysiker gemacht hat, der ganz sicher keinen Geozentrismus nachweisen wollte.


Dienstag, 9. Juli 2019

Heliozentrismus wurde einfach zum Postulat erklärt (2)

Teil 2) Kirchen als kosmologische Wahrheit



Und das tun Kirchen als Ort der Anwesenheit Gottes prinzipiell bis heute. Trotz aller Veränderungen ist das ihr tiefster Sinn. Bis heute, und überall. Verändert hat sich nämlich nicht "die Kirche" in ihrer ontologischen Bedeutung, sondern verändert hat sich die Kosmologie, und damit zwangsläufig die Liturgie, denn verändert hat sich alles, was mit Heilsvermittlung zu tun hat. Wenn als Argument der liturgischen Veränderungen ("Volksaltar" etc. etc.) angeführt wird, daß der Mensch "aufgewertet" werden müsse, er sich verloren fühle, dann liegt der wahre Grund dafür in der Kosmologie, im Bild das wir vom Universum haben, in dem wir nämlich nach heutigen "physikalischen" Prämissen tatsächlich weil angeblich völlig vernachlässigbar und peripher sind.

Während der Gläubige in alten Kirchen, in früheren Zeiten, noch von allem angesprochen war, er sich als Zentrum des Universums empfinden konnte, ja sollte und mußte. Was immer an Argument heute angeführt wird, das den Umbau der Kirchenräume (wie er heute wie eine Seuche um sich greift) begründen soll, ist in Wahrheit die Rationalisierung einer aus diesem veränderten Bild des Universums erwachsenen Befindlichkeit. Wo nur noch Funktionen bleiben, aber die eigene Existenz "ent-ortet", ortlos wurde. Denn in diesem heutigen physikalischen Weltbild ist ein (absoluter) Ort des Menschen gar nicht mehr bestimmbar. Selbst dort, wo nun UFOs ins Spiel kommen, geht es nur um diese Befindlichkeit, und einen Versuch, einen absoluten Ort zu finden (weshalb "Außerirdischen" dann meist gottgleiche Eigenschaften zugeschrieben werden.)

Interessanterweise widerspricht dieses neue (heutige) Bild des Universums einem weiteren Befund, Delano weist sehr gut darauf hin: Daß nämlich die Tatsache bemerkenswert ist, daß sich der Mensch praktisch immer als Zentrum des Universums EMFINDET, dafür aber keine Indizien mehr findet. Also pathologisiert sich diese Grundbefindlichkeit (die sich in kleinen Kindern noch am deutlichsten erkennen läßt) - die in sich im Wesentlichen aber sogar WAHR wäre! Das setzt sich dann fort, weil Erwachsenheit nicht heißt, diesen Zentrismus abzulegen, sondern ihn in der Vernunft darauf zu lenken, sich als Teil eines Ganzen einerseits, und als an einen bestimmten Ort (innerhalb des Gesamtortes Erde) verwiesen, anderseits zu realisieren. Was im Zueinander von Altarraum und Volksraum (in gotischen Kirchen im Querschiff am deutlichsten manifest) seine größte Wirklichkeit und Wahrheit erfährt, aber das nur nebenbei. 

Es geht in der Heilsvermittlung also zuerst einmal um den Ort, an dem man steht! Und hier ZUERST im Ganzen. In dieser realen Ortswahrnehmung, in diesem "an seinem Platz sein", liegt dann auch die eigene Erfüllung, auch somit das Heil. Wir reden hier über Realitäten, nicht über gedankliche Spekulationen. Das Wesen der Dinge, über das somit auch die Erfüllung geht, ist deshalb als "Ort" am besten beschrieben.

Mit einer falschen Kosmologie wird deshalb die menschliche Existenz in seinen tiefsten Grundfesten düpiert. Das innere, zutiefst ontologisch fundierte Bewegtsein (logos ist ein "auf - zu"), das auf einen Ort ausgeht (als Wesensmanifestation), das auf "seinen" Ort ausgeht, findet keine Entsprechung mehr.* 

Aber auch die Glaubwürdigkeit der eigenen Wahrnehmung nahm und nimmt durch ein solcherart verändertes schweren Schaden, ja wird mit der Zeit ausgehöhlt. Denn über ein geozentrisches Weltbild würde mit einem Schlag auch die subjektive Erfahrung - wo läßt sich, bitte, erfahren, daß sich die Erde bewegt? Wo, daß sie sich dreht? Wie erfahren wir die Planeten, die Sonne? ... - mit dem "Wissen" wieder übereinstimmen. Wenn das nicht der Fall ist, kommt es mit der Zeit automatisch zu etwas ganz anderem: Der Mensch hört auf, "seinen Augen zu trauen".  Er hört auf, sinnliche Daten mit Selbstbewußtsein zu interpretieren, also zur Wahrnehmung zu machen. Er gibt seinen Selbststand in der Vernunft AUF, und läßt sich somit von autoritativen Stimmen ("Wissenschaft") bestimmen, wird somit hörig, und damit unfrei und beliebig steuerbar!**

Delano führt in seinem Gespräch noch ein anderes Argument an. Wir Menschen haben es in 110 Jahren geschafft, durch das heliozentrische Weltbild getragen unser Sonnensystem mit Raumsonden zu verlassen. Nun muß man feststellen, daß in der derzeitigen Kosmologie es allein in unserer Galaxie Milliarden von Planeten gibt, die Bedingungen haben sollten, die denen der Erde gleichen, so daß unter materialistischer Prämisse auch dort Leben entstehen hätte können und damit sollen (sic!). Diese Planeten aber sind meist Milliarden von Jahren ÄLTER als die Erde. Nun stelle man sich einmal vor, wo wir mit diesen "neuen" Gedankenwelten in einer oder in zehn Millionen Jahren sein würden - und wo die Lebensformen auf anderen Planeten sein müßten! Wer immer aber ins Weltall sieht muß feststellen: Wenn es da so viel Leben geben soll - wo ist es denn dann?


Morgen Teil 3) Das physikalische Argument



*Allein daraus lassen sich so viele Psychopathologien (aber auch der meisten, wenn nicht aller Sünden) begreifen, mit denen wir es speziell heute zu tun haben, daß der Platz die Zusammenhänge aufzuhellen hier niemals reichen würde.

**Das bei solcher Argumentation gern gehörte Wort, daß ja doch auch das Geglaubte von einer Autorität käme - nämlich der Kirche, als Geoffenbartes, als Offenbarung - ist insofern nicht zutreffend, weil dieses von der Kirche vorgelegte Interpretat (nennen wir es so) ERST und NUR INSOWEIT tatsächlich geglaubt wird, als es der eigenen Vernunft NICHT WIDERSPRICHT. Denn der Mensch weiß, daß es keine zwei Wahrheiten geben kann, sein Glaube ist deshalb immer dem Urteil seiner natürlichen Vernunft und damit der Zustimmung unterworfen. Ja, das MUSZ sogar so sein, und die Katholische Kirche hat "blinden Glauben" immer abgelehnt. Glaube MUSZ mit der Vernunft übereinstimmen, und Gnade hat nur dann Sinn, wenn sie auch die natürliche Vernunft durchdringt und erweitert und den Menschen zur Freiheit bringt. (Das unterscheidet den Katholizismus grundlegend vom Protestantismus, das nur als Hinweis. Das SOLA SCRIPTURA Luthers soll also vor allem eines tun: Die Unfreiheit, die mangelnde Rolle der Vernunft durch den Bezug auf ein Absolutes festigen. Was sich im übrigen auffällig mit dem Judentum und deren buchstäblicher Deutung der Torah deckt. Deshalb ist der Protestantismus immer der erste Schritt zum Atheismus hier, zu Irrationalismus bzw. Rationalismus - zwei Seiten derselben Medaille - und Heidentum dort.)




Montag, 8. Juli 2019

Heliozentrismus wurde einfach zum Postulat erklärt (1)

Das hier eingestellte Video ist ein Gespräch (es beginnt bei Minute 3', die seltsame Einleitung kann man überspringen) mit einem der Filmemacher von "The Principle", auf welchen Film wir bereits hingewiesen haben. Rick Delano geht darin darauf ein, daß Einstein darauf hinwies, daß es keine Möglichkeit gibt, zu bestimmen, ob und wie rasch sich ein Objekt bewegt, das sich mit einem anderen parallel im Raum bewegt. Denn es fehlt der Bezugspunkt. Daß wir uns bzw. die Erde als "stehend" wahrnehmen liegt hingegen daran, daß sich unser Zustand bei einem Objekt im All durch die Bewegung komprimiert. Also ist auch daraus keine Bewegung erkennbar. 

Aber es gibt Experimente (von den Physikern Michelson Morley konzipiert), und deren Ergebnisse sind bis heute unwiderlegt, die Ende des 19. Jahrhunderts den Schluß zulassen, wenn nicht nahelegen, daß sich die Erde NICHT bewegt.  Man könnte Einsteins spezielle Relativitätstheorie sogar als den Versuch sehen, diese Tatsache zur rein subjektiven Erscheinung zu machen und wieder zu entobjektivieren. Die spezielle Relativitätstheorie funktioniert aber nur unter der Annahme, daß die Effekte der Massenanziehung (Gravitation) ignoriert werden können. Das Problem ist aber, daß es keinen einzigen Punkt im Universum gibt, wo man das real tun könnte, sagt Delano. Deshalb funktioniert die spezielle Relativitätstheorie auch nur dort, wo man die Einflüsse der Gravitation als zu gering und deshalb vernachlässigbar einstufen kann. 

Einsteins These sagt, daß es aber gar nicht möglich ist, eine absolute Geschwindigkeit (oder Ruhe) eines Objekts auszusagen, weil Geschwindigkeit immer nur in Relation zu einem anderen Objekt besteht, weil dann meßbar ist. Und apostrophiert eine absolute Geschwindigkeit, die des Lichts. Sonst würde ja das Licht der Sonne auf dem Weg zur Erde wegen der Gravitation der Sonne wie der Erde in seiner Geschwindigkeit sich verändern. Immerhin mußte er konzedieren, daß es aus der Physik heraus nicht möglich ist zu sagen, ob sich die Erde bewegt - oder die Sonne. Dennoch hat er den revolutionären Übergriff von Physik auf Metaphysik definitiv gemacht, und die Erde zum sich um die Sonne drehenden Planeten erklärt.

Die Gegenwehr gegen die Annahme einer ruhenden Erde läßt sich natürlich schon allein aus der Tatsache erklären, daß sämtliche Erkenntnisse der Physik seither unter dieser neuen Prämisse vollständig neu durchgedacht und uminterpretiert werden müßten. Die Kopernikanische Annahme, daß sich die Erde um die Sonne bewege, und das ganze Sonnensystem sich wiederum innerhalb des Weltalls bewege, hat sich so im allgemeinen Bewußtsein gefestigt, daß man mittelfristig auch nicht davon ausgehen kann, daß ein Umdenken stattfinden wird. Wir sind von der Wiege an mit diesem heliozentrischen Weltbild aufgewachsen, und das auf eine Weise, als wäre das selbstverständlich und völlig sicherer Bestandteil unseres "Wissens". Daß selbst die größten Physiker dies als Annahme gesetzt haben, die aber selbst nicht bewiesen werden kann, ist dem heutigen Menschen damit völlig neu.

Eine neue Autorität wurde etabliert. Die Wahrheit teilt sich nun in zwei Wahrheiten, wo die des Menschen über der des Glaubens steht.

Die Frage ist also, ob die uralte Sichtweise der Antike (und der Kirche), daß die Erde ein "spezieller Ort" ist, auf den sich das Universum bezieht, re-etabliert werden muß. Immerhin kann die Physik das Gegenteil nicht beweisen. Aber mehr noch: Mit der Etablierung dieses neuen Paradigmas - die Erde dreht sich um die Sonne - wurde die Autorität der Bibel erstmals zerstört und durch die menschliche Rationalität ersetzt. Aus Prinzip, nicht aus "beweisbaren Tatsachen" heraus. Und darum geht es auch. Die Auswirkungen waren katastrophal. Nach und nach mußte damit die Kirche die Heilige Schrift umdeuten, zur Allegorie machen, und die Un-Historizität, die geschichtliche Irrelevanz der Bibel erklären. Damit wurde sogar die Philosophie bzw. die Metaphysik aus dem Spiel genommen! Und das war auch das Ziel von Galileo Galilei: Die Etablierung einer neuen Autorität, die der Physik bzw. der Naturwissenschaft ÜBER den Glauben und über die Metaphysik. Die Folgen ließen nicht lange auf sich warten.

Nur stimmt das schon aus rationalen Gründen nicht, und erneut ist der Verweis auf Poincaré und vor allem Gödel angebracht. Es gibt kein rationales System, es gibt keine Mathematik, die nicht auf Geglaubtem beruht! Das Geglaubte geht also der rationalen Erkenntnis voraus, eine rationale Erkenntnis ohne zuvor Geglaubtes, ohne aus sich Evidentem, ist gar nicht möglich. Und bis Galilei war zu allen Zeiten und bei allen Völkern dieses Primäre in der Selbstoffenbarung Gottes begründet. Es gibt also überhaupt keine Naturwissenschaft OHNE Theologie und deren Magd, der Philosophie.

Die heutige allgemeine Sichtweise ist also nicht nur ein Irrtum, sondern eine Verschleierung der Wirklichkeit. Der Glaube, daß die Wissenschaft "wahr" sei, wahrer auch als die Wahrheit des Glaubens, ist schlicht falsch. Er ist wie ein Köder, über den ganz andere - religiöse, metaphysische - Sichtweisen mitgeschluckt werden, die aber viel fundamentaler wirken als die vorgebliche "wissenschaftliche Tatsche". 

Es gibt ein Experiment, das jedem anzuraten ist: Sich nachts ins Freie zu stellen, den Sternenhimmel zu betrachten, und einmal zu versuchen, die Wahrheit die sich aus dem Glauben ergibt zu probieren. Und einmal zu probieren, was in einem passiert, wenn man die Erde zum Zentralpunkt des gesamten Dramas des Universums macht, auf der Gott selbst Fleisch angenommen hat, wie es also unser Glaube sagt. Sodaß mit einem Mal Glaube und Empirie in aller Breite und Tiefe übereinstimmen. So, wie also der Mensch vor 500 Jahren gefühlt, gedacht und gelebt hat. Mit einem Mal erzählt das "Selbe", das vorher wie jetzt beobachtet wird, etwas völlig anderes. Mit der Änderung der Kosmologie, mit der Veränderung des Ortes, an dem der Mensch steht, hat sich also alles, wirklich alles verändert.

Mit diesem Erleben stelle man sich dann in eine alte oder ältere Kirche, denn die war zumindest bis zum Barock nicht nur ein Modell des Kosmos (das nach dem Barock, bereits unter dem zunehmenden Einfluß der Aufklärung, immer epigonenhafter, weil in seinen Grundzügen immer weniger verstanden wurde). Sondern die Kirchen zeigen den tiefsten Sinn des Lebens überhaupt, der darin besteht, einen Ort zu erfahren, an dem man steht, und von diesem aus zur Welt, zu den übrigen Dingen und Menschen, und zum Übernatürlichen, zum Himmel, zu Gott die Art der Beziehung zu erfahren. Innerhalb sich derer dann jede einzelne geschichtliche Tat, auch die Erlösung, abspielt. 


 Morgen Teil 2) Kirchen als kosmologische Wahrheit