Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Mittwoch, 27. März 2024
Das Denken der Dummen
Samstag, 3. Dezember 2022
Der Mensch im Zentrum des Universums
Mittwoch, 27. Januar 2021
Wie das Weltall sich dreht (2)
Teil 2) Die Erfahrung der Macht der Allgemeinheit
- Der Erkenntnisprozeß als sittliche Leistung
Dieses geozentrische Bild des Kosmos ist vielleicht nicht auf Anhieb und nicht für jeden leicht verstehbar. Weil es eine tiefgehende Umgestaltung der Art zu denken, eine für den modernen Menschen als neu empfundene Herangehensweise an die Welt erfordert. Vor allem erfährt man sehr handfest das Wesen der Erkenntnis, die von Autorität und deren Offenbarung ausgeht weil ausgehen muß, um überhaupt Erkenntnis zu sein. Erst also muß das Gesetz und Wesen der Wahrheit im Erkennenden leben, der es übernehmen muß, damit er dann in der Lage ist, die Welt zu begreifen.
Bei so grundlegenden Fragen wie denen zum Weltbild sehen wir uns einer ungeheuren Übermacht der Allgemeinheit und ihrer Postulate (als nicht hinterfragbare Wahrheit bzw. Wahrheiten) gegenüber. Auf denen immerhin diese uns umgebende Welt scheinbar, zumindest aber in ihrer (und damit unserer, unsere Existenz grundlegende) Rationalität aufgerichtet ist. Diese Gewißheiten aber aufzugeben erfordert einen schwierigen Sprung ins "Nichts", in die existentielle Insecuritas. Was mit oft überwältigender Angst verbunden ist. Eine neue Grundlage anzunehmen ist somit eine hohe sittliche Leistung, die gegen die Allgemeinheit durchgefochten und vor allem dann durchzustehen ist.
Das ist auch dann der Fall, wenn - und damit haben wir es heute als Massenerscheinung zu tun! - das rationale Konstrukt, das "Denken", in dem wir uns bewegen, den ontologischen Tatsachen, in denen wir stehen, ja die uns sogar so weit begründen, daß wir aus und in ihnen als unsere eigentliche Wirklichkeit leben, widersprechen.
Diese Quelle der Gespanntheit, in der wir uns somit finden und die uns viel und vor allem dauerhaft Kraft abverlangt - keine kulturelle Institutionalisiertheit, keine Persönlichkeitskonstruktion vermag diese Kraft so weitgehend "in der Welt zu halten", daß sie uns wirkliche Entspanntheit liefern könnte - kommt erst in dem Moment zur Ruhe, in dem sie die Wahrheit als Quelle der eigenen Gestalt annimmt.
Hat man diese Hürde aber einmal genommen - und das kann der VdZ dem Leser versprechen! - ist es, als würde ein weites Tor zu einer ganzheitlichen Welt und höchst komplexen, aber nie irrationalen Schöpfung aufgestoßen, das überwältigt.
Wir bringen dieses Video, das Helmut Posch angefertigt hat, und das den Sternenlauf im Verlauf eines Jahres zeigt, weil einige Leser bei den zuletzt hier angebotenen Ausführungen moniert haben, daß sie sich unter den geozentrischen Annahmen das Weltall nicht vorstellen können. Voilá!
Dienstag, 26. Januar 2021
Wie das Weltall sich dreht (1)
Keiner der derzeitigen Standardsätze der Physik muß dazu umgedacht oder über Bord geworfen werden. Die grundlegende Physik, wie sie heute gelehrt wird, behält also weitgehend ihre Gültigkeit. Wenn nun geklagt wird, daß dieses Weltbild nur unter bestimmten (konstanten) Annahmen funktioniert so darf darauf hingewiesen werden, daß das mechanistisch-materialistische, von einem Bigbang (Urknall) ausgehende Bild des Kosmos ebenfalls gut 75 Konstanten (willkürliche Annahmen; siehe die Schriften von Alexander Unzicker) braucht.
Selbst Einstein gab zu, daß sich aus seiner Kenntnis des Alls nicht sagen oder gar "beweisen" ließe, wer sich um was dreht. Denn gerade aus der von ihm propagierten Relativität der Bewegung stimmen sämtliche Beobachtungen auch dann, wenn man die Erde als ruhend annimmt.
Und wenn sogar Einstein das zugibt zu erkennen, und der ist ja wirklich nicht der Hellste, dann werden doch auch wir das schaffen?
Es ist ungewohnt, vielleicht. Aber, werter Leser, es ist NUR das. Denn wir sind nun seit vielen Generationen gewöhnt, ein mechanistisches Modell der Astrophysik als wahr und bewiesen anzunehmen, das alles andere als das ist. Und so viele offene und "optimistisch aufgeschobene" (black boxes, das heißt Widersprüche und Ungelöstheiten, deren Auflösung auf einen zukünftigen Zeitpunkt aufgeschoben wird von dem man annimmt, daß auch diese Fragen, die oft ganz grundsätzlicher Natur sind, dann geklärt sein wird) Fragen aufweist, deren sich der überwiegende Teil der Leser gewiß nicht bewußt ist.
So viele Ungeklärtheiten sind damit sogar verbunden, so viele Annahmen als Erklärungen über rational nicht erklärbare Phänomene und Tatsachen, daß man ohne Zweifel beim heutigen Standardmodell des Kosmos von einem Mythos sprechen muß. Das heißt von einem willkürlichen Postulat, das vor allem eines ist weil "sein muß": Materialistisch und mechanistisch. Sodaß die Physik lediglich "beweist, was sie ohnehin als wahr voraussetzt." Die Astrophysik ist deshalb (nicht nur) in den Augen vieler Wissenschaftstheoretiker genau so wie die gesamte Naturwissenschaft zu einer Schule des Geschichtenerzählens und -erfindens geworden.
Der Leser möge sich deshalb klar machen, daß der Umstieg vom Geo- zum Heliozentrismus (mit der Sonne im Mittelpunkt unseres systemischen Teiles des Weltalls) keineswegs aus Gründen physikalischer Evidenz geschah. Vielmehr begann man mit der Renaissance (bzw. ist die Renaissance dieser Umstieg selbst) die Annahme über die Welt zu verändern. Sie wurde nun zu einem aus sich selbst bewegenden und ursächlichen, also zu einem (technisch-)mechanistischen Natursystem.
Das auch dann materialistisch zu nennen ist, wenn - wie damals noch - der letzte Ursprung "in Gott" belassen wurde. Dieser Gott war aber nur noch ein "Anstoßer". Die Welt sonst war sich selbst überlassen, was insofern kein Problem zu sein schien, als die der Natur eingeschriebenen "Gesetze" unumstößlich und von Gott "gegeben", der Natur also eingegossen sein sollten. Evident ist dabei aber nur eines: Die rationalen Widersprüche aus dieser Annahme.
Die Folgen aus solcher Annahme über den Kosmos (also die Schöpfung) sind gravierend. Und werden auf schreckliche Weise unterschätzt. Keine Beteuerung, "dennoch" an Gott festzuhalten, hat Substanz. Sie führt immer zu unlösbaren Widersprüchen.
Morgen Teil 2) Die Erfahrung der Macht der Allgemeinheit - Der Erkenntnisprozeß als sittliche Leistung
Dienstag, 8. Dezember 2020
Die realen Folgen der Erbsünde
In dem Video unten spricht Dr. Peter Borger, seines Zeichens Wissenschaftler, Molekularbiologe, seit fünfundzwanzig Jahren im Bereich der Genforschung tätig, und Mitarbeiter beim Menschliches Genom Project HUGEN, das bis zum Jahr 2000 mit dem ungeheuren Aufwand von dreihundert Millionen Dollar das menschliche Genom entziffert hatte. Und seither im Programm ENCODE an der Zuordnung der Gene zu Funktionen forscht. Man hofft, diese nächste Stufe bis in fünfundzwanzig, dreißig Jahren abschließen zu können.
Ganz besonders interessant wird es - wir schreiben das für die Ungeduldigen unter uns; denen dann freilich die wirkliche "Erweiskraft" des Vortrags, in dem die Wirk- und Funktionsweise des menschlichen Genoms recht anschaulich erklärt wird, fehlt, das muß man schon dazusagen, die sich beim Vorschalten also des wirklichen "Aha!!"-Erlebnisses bringen, das sie nur noch Dr. Borger (oder dem VdZ) "glauben" können - nach rund einer Stunde am Video. Wo es um die echten Konsequenzen aus den Tatsachen der Genforschung geht.
Denn soviel läßt sich bereits jetzt sagen: Auch der Mensch unterliegt der Entropie. Im Durchschnitt hat jeder Mensch fünfzehn kaputte Gene. Das heißt, Gene, die bereits "tot" sind, keinerlei Funktion mehr haben.
Wobei sich bei jedem Menschen noch weitere hundert kaputte Gene finden, das heißt, Gene, die nicht mehr funktionieren, von Vater oder Mutter übertragen werden, und erst in dem Moment eine der berühmt-berüchtigten Erbkrankheiten (schwerer oder leichter) hervorrufen, die wir kennen.
Insgesamt fällt auf, daß das menschliche Genom in sehr schnellem Tempo verfällt. Das wird nur durch Selektion (sic!) etwas verzögert: Genetisch offensichtlich beschädigte Menschen pflanzen sich aus ganz natürlichen Gründen weniger fort als Menschen ohne solche offensichtlichen Schäden.*
Deshalb schießen wir sofort weiter über das von Borger definierte Ziel. Deshalb nämlich gibt es in der Bibel die Berichte über die ursprünglich so hohen Lebensalter! Von Adam bis Noah wurden die in der Bibel angeführten Patriarchen noch durchwegs neunhundert und mehr Jahre alt. Noah schaffte es ebenfalls noch auf neunhundert Jahre.
Doch dann kam die Sintflut. Und mit ihr ein solcher Einschnitt in die Erde und ihre Lebensbedingungen, daß das Lebensalter durch Erbschädigungen rasant verfiel. Abraham, ein paar Generationen später wurde schon nur noch hundertsechsundsiebzig Jahre, und weiter und rascher und immer weiter zurück ging es, mit dem Lebensalter. (Auch heute, übrigens, ist die Zunahme der Lebensalter eher statistischen und technischen Feinheiten als einer wirklichen Verlängerung der Lebensdauer beizumessen.)
Legt man aber die mathematische Kurve über die Lebensalter, wie sie durch die Bibel überliefert sind, muß man verblüfft zur Kenntnis nehmen, daß sie fast exakt mit einer aus der Mathematik entstandenen Kurve übereinstimmt, die aus der errechneten exponentiellen Abnahme der Lebensalter aus den erwähnten Erbschäden aus dem Prinzip stammt, wie es das Erste Thermodynamische Grundgesetz - Sie wissen schon, das Gesetz der Entropie, demgemäß "alles zerfällt, wenn ihm nicht Energie zugeführt wird" - nahelegt.
Seit Joshua hat sich dieser Rückgang etwas verlangsamt, und pendelte sich allmählich um die hundert Jahre Lebensalter für den Menschen ein. Älter als einhundertzwanzig Jahre, das ist heute sicher, kann man aber nicht werden, denn das würden die Lungen nicht mitmachen.
Die Häufung von schwach-schädlichen Mutationen aber hat vor etwa fünf- bis sechstausend Jahren angefangen. (Tennessen et al. in einer Studie, veröffentlicht in Science.)
Das heißt - mit oder nach der Sintflut. Mit den Ereignissen, wie sie uns durch die biblischen Berichte über Noah übermittelt werden. Seitdem der Mensch immer kürzer lebt. Weil er in seinem Erbgut verfällt.
Die Schlange im Paradies (hier wieder OT Berger) hat ja nachgefragt, als Eva meinte, Gott habe ihr gesagt, daß sie nach dem Genuß der Früchte von DIESEM Baum STERBEN würden.
Wirklich, fragte da die Schlange? Hat er wirklich gesagt, ihr werdet sterben? Ja, aber nicht SOFORT. Sondern an den Folgen der Erbsünde, an der erblichen Degeneration. An der Selbstauslöschung durch die allmähliche Summierung der Folgen Eurer Sünde, die ihr von Generation zu Generation weitergebt.
Das humane Genom zerfällt langsam und allmählich. Deshalb wird über kurz oder lang die gesamte Menschheit sterben. Das ist überhaupt keine Frage. Und das wissen wir auch. Aber wir sollten es endlich in aller Deutlichkeit und in allen Bereichen sehen.
Geht man in der Zeitreihe weiter zurück, findet man - ganz im Gegensatz zur Evolutionslehre - kaum Mutationen (Allele). Das beginnt erst vor rund sechstausend Jahren. 80 bis 90 Prozent der Mutationen sind überhaupt erst seit rund fünftausend Jahren generiert worden. Das kann man mit großer Sicherheit aus dem Genbefund aussagen.
Ein Schmankerl der Erhellung findet der Leser übrigens noch bei 1:08' Stunde, wo Borger die Genome Bereichen zuordnet. Er lasse sich überraschen. Ein Gutteil der Erbinformationen (darunter das, was man bislang noch als "Junk-DNA" bezeichnete, die es natürlich gar nicht gibt, wie man heute weiß) dient übrigens dem jungen Menschen. Dem, der erst erwachsen werden muß.
Dem liefert er hinlängliche Informationen, um sich im Rahmen des "humanen Erbes" zu entwickeln. Mit einem Schwerpunkt für jene Zeit, in der sich der Embryo im Mutterbauch entwickelt. Wo er noch nicht durch Anstoß von außen, sondern aus innerem Impuls heranwachsen muß.
Die Transzendierung ist das Element, das ja erst allmählich im Leben eine Rolle zur Entwicklung des Ich spielt. Und sollte im Erwachsenen überhaupt "Lebensprogramm" sein bzw. das heißt dann erst Erwachsenheit. In der Haltung des Hinausstreckens zum Sachlichen, sozusagen.
Alles, was wir heute als "Beweis" für Evolution heranziehen - die Finken auf Galapagos, oder die Barsche im Tanganjikasee - haben sich zwar (richtig) innerhalb der letzten paar tausend Jahre entwickelt. Aber sie alle haben keine neuen Informationen benötigt! Sondern sich im Rahmen des vorhandenen Erbgutes VARIIERT oder besonderen Bedingungen gemäß SELEKTIERT.
Aber es bleibt wenig Raum. Denn für mehr als achtzig Prozent des menschlichen Genoms weiß man bereits, was sie für Funktionen hat. Auf keine kann verzichtet werden. Und das war der Stand, so Peter Borger, im Jahr 2012.
Die Aufgabe der Wissenschaften ist es aber, die Funktion der Natur zu erforschen. Und nicht, absolute Wahrheiten zu konstruieren. Deshalb hat ENCODE recht, und Darwin liegt falsch.
Video von den (empfehlenswerten) Youtube-Seiten von Wort + Wissen
*Hoffentlich ruft das nicht die anglo-amerikanischen Elite-Geheimgruppen auf den Plan. Die nun umso energischer an ihrem Eugenik-Programm der NEUEN WELTORDNUNG arbeiten, und zwar jetzt mit offiziellem Auftrag der Weltregierung, um durch gezielte Selektion (Abtreibung, vor allem bei unerwünschten Rassen und Menschengruppen) den Verfall der Menschheit zu bremsen. Als Katechon, sozusagen, nur - in der anderen Richtung. In die des bösen Satans.
Montag, 9. September 2019
Was uns keiner über das Weltall gesagt hat (1)
Es gibt sogar genug Evidenz, daß auch das Weltall sehr jung ist. Und zwar unter Anwendung der landläufigen physikalischen Grundsätze, nicht aus verschwurbeltem Bibelfideismus, die Kreationisten so verleumderisch (5. Gebot!) unterstellt wird.
Der Macher der Filme, Spike Psarris, war im Raumfahrtprogramm der NASA tätig. Er sagt von sich, daß er als atheistischer Evolutionsgläubiger eintrat - und das Programm als tiefgläubiger Kreationist verließ. Die Evidenz war einfach zu groß. Nimmt man eine geschaffene, junge (mehrere tausend Jahre) alte Erde an, beginnt alles Beobachtete erst einen Sinn zu ergeben, und vieles läßt sich erklären, was die evolutionistische Theorie (so nennt er die Thesen zur materialistischen Entstehung des Weltalls) in unzähligen Fällen nicht kann. Sie ist keine schlüssige, abgerundete Theorie, sie ist ein lächerlicher Versuch, auf jeden Fall Gott aus dem Weltall draußen zu halten. Und das ist ihr einziger Treibsatz. Nach den derzeitigen astrophysikalischen Ansätzen kann es das Sonnensystem gar nicht geben.
Keine wissenschaftliche Evidenz stützt also die heutigen Theorien, wie das Weltall und wie das Sonnensystem entstanden sein könnte. Dennoch hält man an diesen Theorien fest, weil es keine besseren gibt, ein Weltall ohne Gott zu erklären. Und wenn sich ein Erklärungsmodell nicht mehr ausgeht, wird jederzeit gerne mal mit einer Katastrophe "aus dem All" aufgewartet. Denn dann muß ein Asteroideneinschlag Unerklärliches "erklären". Dabei kann es Asteroiden gar nicht geben, rechnet man in Jahrmilliarden, dann müßten sie längst verdampft oder in Planeten gestützt sein, und woher sie überhaupt kommen sollen ist sowieso unerklärlich. Während die einzige wirkliche Katastrophe der Erdgeschichte, die Sintflut, gegen alle menschlichen Berichte sogar als geologischer und historischer Faktor abgelehnt wird, weil es das nicht geben kann. Was man beim Mars schon wieder nicht tut, denn dort ist genau das die Erklärung für das Eis, das man dort findet.
Sonntag, 4. August 2019
Es tut sich was im All
Das macht natürlich skeptisch, ob dann die anderen Behauptungen, was sich im All verändert habe, stimmen.
Da ist die bekannte Vorsicht angezeigt, denn es kommt dem heutigen Narzißmus einfach zu sehr entgegen, alles Beobachtete als "noch nie dagewesen" und "so intensiv wie noch nie in der Menschheitsgeschichte" einzustufen. Unter der Behauptung, daß er in noch nie dagewesenen Zeiten lebe, tut es Narziß halt einfach nicht. Ein apokalyptischer Unterton wie im Film, ähnlich den Geschichterln vom "Wassermannzeitalter", in die er sich letztlich einordnet, paßt da zu Narzißmus wie die Faust aufs Auge.
Dabei gibt es keine simplere Wahrheit als die, daß JEDE historische Zeit, jede Minute, jede Sekunde außergewöhnlich und noch nie dagewesen ist. Insofern kann jede, wirklich jede Zeit (und damit auch das, was man im All beobachtet) von sich behaupten, daß sie etwas hat, das es SO NOCH NIE GAB. Was ein Moment aber bedeutet, wissen wir immer nur vor dem Hintergrund des großen Ganzen, als Teil in einer Ordnung, also in einem logos, einem "auf - zu", dem alles unterliegt.
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Sonntag, 14. Juli 2019
Der Äther, der Kosmos, die Erde (2)
In der letzten halben Stunde wird es noch weiter interessant. Denn da geht es um die Frage, daß man - wenn sich also nicht beweisen läßt (weil Wissenschaft überhaupt nichts "beweisen" kann, sondern lediglich die Richtigkeit einer Hypothese belegen bzw. nahelegen kann) ob sich die Erde um die Sonne oder das Weltall um die Erde bewegt - doch auch das Recht habe auf die eigene Wahrnehmung als Plausibilitätsgrund zurückzugreifen. Ja, hat man nicht sogar die Pflicht dazu? Und wenn dann jemand in den Sternenhimmel guckt und sieht, daß sich alles um ihn herum zu bewegen scheint, daß die Sterne eine Rotverschiebung zeigen, warum soll es dann verkehrt sein anzunehmen, daß wir das Zentrum des Universums zu sein?
Die Erde ist das Massezentrum des Universums
Denn sonst dürften wir ja (der Urknalltheorie nach, die sagt, daß alles auseinanderfliegt) nur Blauverschiebung sehen (die Lichtbahn kontrahiert), keine Rotverschiebung (die Lichtbahn wird gedehnt.) Warum soll also das "normale" Denken keine Rolle mehr spielen dürfen? Diese Frage stellt sogar Stephen Hawking in "Eine kurze Geschichte der Zeit" (das, nebenbei bemerkt, der VdZ auch gelesen hat und dazu sagt, daß es lediglich ein sehr spekulatives Modell des Weltalls vorstellt, das alles erklären soll, wenn man Materialist ist).
Viele Beobachtungen laufen auf den Schluß hinaus, daß die Erde das Zentrum des Universums ist. Selbst Hubble (auch er ein Atheist) hat sich den Kopf darüber zerbrochen, wie man diese Interpretation angesichts der beobachteten Phänomene, die auf die Erde als Zentrum hinauslaufen, dennoch vermeiden kann. Also dachte er sich ein Modell aus, in der das Weltall ein "Ballon" wäre, weshalb man auch Rotverschiebung sehe, weil an dessen Rand. Andere haben nächste Konstanten erfunden, die materialistisch-mechanistisch "begründen" sollten, damit man Geozentrismus und Gott umschifft und die Beobachtungen "erklären kann". Mit Notwendigkeit und Zufall jedenfalls ist da nichts mehr zu machen. (Es gibt ja den Spruch, daß während die Allgemeinheit immer mehr statt an Gott an die Physik glaubt, glaubt die Physik immer mehr an Gott.)
Eine nächste Frage erhebt sich, daß wenn es also nicht feststellbar ist, wer sich um wen dreht, man doch auch davon ausgehen könnte, daß Jupiter oder Mars oder irgendein anderer Planet das Zentrum des Universums sei? Theoretisch ja, meint Sungenis darauf. Aber warum sollten wir das, wo doch alles darauf hinweist, daß wir erstens nach Weltanschauungen denken müssen, die allem Forschen vorausgehen, und wir zweitens doch ein "Modell" in unserem Glauben, in der Sicht der Bibel haben!? Mehr objektive Wirklichkeit kann es doch gar nicht geben - als im Glauben! (Das Geglaubte ist nämlich, wie wir durch Nachdenken und Erfahrung wissen, geneigter Leser, sichereres Wissen als das "Gewußte".)
Aber es gibt noch ein sehr klares physikalisches Argument: Denn wenn wir von einem anderen Planeten als Zentrum ausgehen, dann sehen wir die Unterschiede sehr wohl! Die Rotverschiebung des Lichts etwa ist vom Jupiter anders als von der Erde aus zu sehen, wir werden also vom Jupiter nicht dasselbe sehen, wie von der Erde aus. Und sehen, daß es nicht vernünftig ist, ihn als Zentrum anzunehmen, weil sich alles Licht in einem Verhältnis zur Erde bewegt, nicht umgekehrt, auch nicht 3 Lichtminuten daneben zielend.
Die Raumfahrt denkt ohnehin immer schon geozentrisch ;-)
Detail am Rande: Wenn Satelliten oder Raketen in das Weltall geschossen werden, gehen Wissenschaftler und Ingenieure, die das Gerät konstruieren und programmieren, von ... der Erde als Zentrum des Universums aus. Naheliegend, aber doch irgendwie amüsant. Denn den sonnenzentrierten Gesichtspunkt beizubehalten wäre hier viel zu kompliziert. Es ist einfacher, die Erde als Zentrum anzunehmen. Immerhin beweist das, daß tatsächlich die Physik überhaupt kein Problem hätte, auf Geozentrismus umzusteigen, es bliebe fast alles gleich. Denn die Technik geht von Phänomenen und deren beobachteten Eigenschaften aus. Wozu sie die prinipiell in Verbindung setzt ist größtenteils gleichgültig. Aber es würde sich vieles vereinfchen, die Erde zum Zentrum zu nehmen. Und heißt es nicht seit Ockham als Prinzip der Wissenschaft, daß die einfachste Lösung auch mit der höchsten Wahrscheinlichkeit die richtigere ist?
Manche wirklich interessanten Fakten kommen zur Rede. Sungenis erklärt sie faszinierend mit dem rotierenden Äther. So die Tatsache, daß sich Sendestrahlen von Ost nach West rascher bewegen als umgekehrt. Etwas, das fürs GPS von Bedeutung ist.
Das Argument, daß sich die "Umdrehung" der Erde (oder des Alls um die Erde) in den letzten Jahrtausenden verlangsamt habe, was aus überlieferten Eklipse-Daten hervorgeht, wendet Sungenis genau ins Gegenteil: Wenn man berücksichtigt, daß es jährlich über eine Million Erdbeben gibt, Vulkane, etc. etc., so ist unerklärlich, warum das die "Erdrotation" nicht weit mehr verlangsamt habe, geht man davon aus. Das MUSZ einen Effekt haben, wenn sich die Erde dreht!
Zusammenfassend kann man zu dieser Diskussion sagen, daß sie NICHT belegt, daß die Erde als Zentrum des Universums anzunehmen UNVERNÜNFTIG sei. Darin irrt David Palm, der Rationalismus von Vernunft zu wenig unterscheiden kann. Daß die Sichtweise des Geozentrismus, der seit 400 Jahren quasi nicht mehr berücksichtigt wurde, viel Nachholbedarf hat, steht natürlich außer Frage.
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Samstag, 13. Juli 2019
Der Äther, der Kosmos, die Erde (1)
Die Physik des Geozentrismus
Also doch: Ein Äther!
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Donnerstag, 11. Juli 2019
Heliozentrismus wurde einfach zum Postulat erklärt (4)
Wenn sich die These erhärtet, stehen wir vor der Tatsache, daß wir aus Vernunftgründen zur uralten Sicht der Menschheit zurückkehren müssen. Die auch die Kirche seit je in ihrer Theologie und Metaphysik vertreten hat, und ohne die ihre Heilslehre im Grunde gar nicht haltbar wäre. Natürlich ist "The Principle" die Ausarbeitung einer metaphysischen Idee. Und diese Idee wird durch die heutige Astrophysik, durch die Wissenschaft immer eindeutiger gestützt. Aber es ist in keinem Fall die Wissenschaft, die uns sagen kann und ihr Forschen davon beeindrucken lassen darf, welche Folgen auf unser Leben das haben wird. Und es dürfte auch keine Rolle spielen, daß die Reputation zahlloser Nobelpreisträger und Forschungsinstitute auf dem Spiel steht. Das wird die Diskussion vermutlich noch schärfer machen, als man unter rein wissenschaftlichen Gesichtspunkten erwarten sollte. Hier geht es um enorm viel Persönliches ...
Freilich, dem Geozentrismus steht noch eine Mammutaufgabe bevor. Er muß belegen, daß sämtliche physikalischen "Wahrheiten", die von einem heliozentrischen Weltbild ausgehen, und die doch auch beachtliche Proben ihrer Zutreffendheit geliefert haben (wobei viele dieser Zutreffendheiten auch, das stimmt gewiß, in den Bereich reiner Spekulation und Fabuliererei gehören, viel "Gewußtes" ist nur ein "Geglaubtes" oder "Spekuliertes") auch dann stimmen, wenn man die Erde als Zentrum des Universums annimmt. Viele physikalische Phänomene müssen neu erklärt und durchgedacht werden. Mit der großen Schwierigkeit, daß eine Diskussion mit bestehenden Theorien, die auf Heliozentrik aufbauen, auf sachlicher Ebene sehr schwierig sein wird, weil hinter der heute als solche verstandenen Sachlichkeit in der Regel sehr gut verborgene Metaphysik steht, die genau das zu sein verleugnet.
Aber leistbar sollte das sehr wohl sein, zumal viele unserer bisherigen vermeintlichen Gewißheiten sachlich betrachtet auf äußerst schwachen Füßen stehen. Den meisten Leuten ist überhaupt nicht klar, auf wie vielen puren Annahmen und Postulaten, auf denen weiter und weiter aufgebaut wurde und wird, ihr angeblich so sicher gewußtes Weltbild basiert. Ja, egal wer - alle glauben ihr Weltbild ebenfalls nur. Die oft anzutreffende Überzeugung, daß die Bewegung der Erde um die Sonne sogar beobachtbar wäre, stimmt einfach nicht.
Und bislang haben die Heliozentriker auch sehr wenig bis gar nichts Überzeugendes geliefert, das die Geozentrik widerlegen würde. Auch wenn sie versuchen (wie beim Darwinismus) zu beweisen, daß sich Glaube und diese Theorien nicht widersprechen. (Eine Diskussion dazu findet sich hier.) Umso vehementer ergehen sich viele Gegner fast unisono in persönlichen Angriffen, das ist auch hier der Fall, Delano berichtet darüber.
Ebenso hat die Berufung auf die Mathematik eine fundamentale Schwäche. Weil nicht alles was sich berechnen läßt auch real sein muß. Somit ist auch die Mathematik keine Grundlage für ein Weltbild. Sie kann es nur belegen, sofern sie sich auf Reales bezieht, das ihr vorausgeht.
Schaut man aber genauer zeigt sich, daß das heliozentrische Weltbild sich als unheimlich zusammengeschustert präsentiert, und nur einen großen Vorteil hat: Niemand kann noch Propaganda von fundierter Aussage unterscheiden, weil das Weltbild der Menschen zu größten Teilen von Propaganda, die man sich sogar selbst auferlegt, nicht mehr zu unterscheiden ist. Denn es gibt sehr wohl - und das ist ein Indiz, daß da etwas nicht stimmt - massive Interessen, so ein Weltbild um jeden Preis aufrechtzuhalten. Weil sich enorm viel damit verknüpft, das mit Physik und Wissenschaft nicht das Geringste zu tun hat, sondern nur ein Ziel hat: Gott aus dem Universum (und aus dem individuellen Leben) hinaus zu beweisen, und den Menschen (und damit sein Sündenbewußtsein) zu marginalisieren weil zu entraumen.
Dazu kommt, daß unsere Kultur mittlerweile 400 Jahre an den Theorien bastelt, die die Heliozentrik zum Ausgangspunkt haben. Und das heißt 400 Jahre Adaptionsgeschichte, die in enorm komplizierte Lösungen und Modelle mündete, auf denen ein weiteres Gebirge von Anschauungen aufgetürmt wurde, die uns heute bestimmen und im autoritativen Status von "Wissen" sind.
Welt ist aber nur, weil die Dinge in Beziehungen zueinander stehen, und darauf, diese Beziehung zu realisieren, ausgerichtet sind. Das ist dann Raum: Realisierung von Beziehung, nicht absoluter "Raum". Nicht nur gilt also, daß Welt Raum bedeutet, sondern auch, daß allem Physischen ein geistiges, ideenhaftes Netz zugrunde liegt, das die Weltwerdung treibt und trägt. Die Ordnung geht allem voraus, sie kommt nicht nachträglich, und schon gar nicht zufällig. Allem Forschen geht somit das Denken über die Grundkonzeption voraus, nicht umgekehrt. Erst dann werden Daten zu Fakten, erst dann werden Ereignisse zu Informationen. Das gilt für die Heliozentrik nicht weniger. Aber nur die Geozentrik scheint es auch zu wissen.
Max Tegmark
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Mittwoch, 10. Juli 2019
Heliozentrismus wurde einfach zum Postulat erklärt (3)
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Dienstag, 9. Juli 2019
Heliozentrismus wurde einfach zum Postulat erklärt (2)
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Montag, 8. Juli 2019
Heliozentrismus wurde einfach zum Postulat erklärt (1)
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