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Sonntag, 11. Dezember 2022

Respekt vor Algerien (2)

Der Dreck tarnt sich seit je als Freiheit. Und der Liberalismus deckt eben den Dreck. Der Vorwurf des Islamismus ist damit eine willkommene Gelegenheit zur Verleumdung einer gesunden Gesellschaftspolitik. Die Kirche hat diesen Mord an sich nur schon fünfig Jahre hinter sich. 

Es ist also die freizügige Art, die Sexualität zu leben, so unser Gesprächstenor. Die jungen Menschen von heute - vor allem im Westen - können sichicht einmal mehr vostellen, daß man in sexueller Enthaltsamkeit leben kann, OHNE dabei einen Verlust, vielmehr einen (geistigen) Gewinn zu erfahren! Als einen Zugewinn an Leben, an Heiterkeit, an Humor, an Fröhchkeit! Die Post-68er können sich nicht einmal mehr vostellen, daß es zu ihrer eigenen Getriebenheit, zu ihrer eigenen Muschi- und Schwanzgesteuerheit eine Alternaitve gibt.

Samstag, 10. Dezember 2022

Respekt vor Algerien (1)

Wir haben uns zufällig in privatimerem Rahmen getroffen, er war auf dem Weg vom Beichtdienst bei einem Einnkehrtag in der hiesigen Hochschule - eine kliene Hochschule, spezialisiert auf Forstwirtschaft und Ökonomie, mit vielleicht 1.500 Studenten, aber mit sehr schönen altehrwürdigen Gebäuden und einem richtig schönen Campus - bei dem ein kroatischer Pater Vorträge hielt. 

Besuchszahl? 110. 110 von 1.500 Studenten setzen sich auf einen Aushang in der Aula hin einen Tag in einen Saal, um ihre Religiosität zu vertiefen. 

Es gibt in Ungarn ein sehr reges Interesse am Glauben, und das ist echt. Daß es oft mit charismatischen Elementen durchsetzt ist, ist ein anderes Problem. Die Kirche hat ihre eigene sprituelle Tradution regelrecht abgelegt, es ist zum Verzweifeln, und geistige Führung ist kaum noch ander als aus Büchern zu erhalten. Aber das ist alles eine andere Geschichte.

Montag, 1. August 2022

Ist es heute, ist es gestern?

"Der algerische Nationalismus ist im Milieu der französischen Fabrikarbeiter entstanden, innerhalb der kommunistischen Zellen in den Betrieben." Man ist verblüfft, wenn man diese (gewiß recht anders gemeinte) Dokumenation (deren erster Teil unten angeschlossen ist, es gibt deren sechs) und noch alle die weiteren Aussagen vor Augen bekommt, die die Legitimität der französischen Freiheitsbewegungen belegen soll. 
Zumalen das Verblüffendste daran ist, daß sich alle diese Forderungen anhören, als würde man eines der vielen vielen "Erweckungsvideos" sehen, die sich aus den Corona-Befreiungsbewegungen (ich möchte sie nun so nennen) heraus erheben und zu Bewegungen formieren, die allesamt an "sachlichen Problemen" ausgerichtet sind, der Lügen um Corona. 
Die dermaßen dicht und widersprüchlich sind, daß sich auch in den Contra-Bewegungen ein ähnliches Bild der Zerspilitterung und Widersprüchlichkeit zeigt. Auch die Algerien-Befreiungsbeegung war keineswegs ein homogenes Ausatmen eines Volkes, sondern ein von vielenn, meist von außen kommenden Richtugen aus angestoßenes Chaos, das bis heute kaum zu einem ruhenen Gewässer geworden ist, in dem alles zusammenfließt. 

Donnerstag, 30. April 2015

Selbstbesudelung?

Aber die Art und (oft heftig strittige) Weise, wie Frankreich seine Schuld aufarbeitet, ist immerhin bemerkenswert. Wie in Algerien. Der Film thematisiert die Brutalität und die Verbrechen, die systematisierte Folter, die Frankreich im Rückzugskampf in Algerien auf sich geladen hat. Im Grunde muß man den Eindruck gewinnen, daß die Schilderungen des Grimmelshausen aus dem 30jährigen Krieg ein immer gleiches Gesicht des Schreckens offenlegen, das mit den Volkskriegen - die die Kabinettskriege abgelöst haben - sowieso zur Regel wurde. Ob bei den Amerkanern, oder den Franzosen in Algerien: Verbrechen im Rahmen eines Krieges sind keineswegs (mehr) Einzelerscheinungen.

Ist solche Art der Aufarbgeitung der Geschicht esinnlos? Ist es bloße Selbstbeschmutzung, ein Brechen des Stolzes eines Volkes? Nein, gewiß nicht. Denn wer nicht Schuld begreift, der weiß gar nicht, was ihn treibt. Der versteht nicht die Gegenwart. Das Problem ist nicht die Selbstbezichtigung, die Versuche der Aufarbeitung von Schuld. Das Problem ist, sie zu tragen, und ihre Folgen - Strafe - zu begreifen.

Lieben kann man nur das Gute. Geschichte aber ist das Ringen des Guten - und nur das hat Anteil am Sein - mit dem Bösen, dem, das ins Nichts stößt, in dem man das Nichts wählt.









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Donnerstag, 14. Oktober 2010