Gott ist wei der Tau, der seine großen Taten, in denen er so sehr der wahre Herr der Welt ist, daß man regelrecht davon sprechen muß, daß nur er überhaupt die Wirlichkeit ist, daß also nur ein Leben in ihm auch an der Wirklichkeit auf eine Weise teilhaben läßt, daß man in ihr Handelnder (weil Erkennender und also im Geist Lebender) ist. Er ist wie es im Buch Deuteronomium 32, 1-7 lautet wie Regentropfen auf dem Gras, Tauperlen auf den Pflanzen, aus dem Wahrheit und Weisheit strömt wie Regen, und seine Botschaft fällt wie Tau.
Es geht also nicht um das große Handeln, es geht nicht um die "Inhalte", es geht nicht um die Farbe der Kleidung - und doch ist in alle dem der wahre Ort, an dem wir ihm folgen, und NUR an diesen Orten können wir die Jüngerschaft vollziehen, oh wahres Paradox! - und um die Schärfe der Klinge. Es geht um etwas, das auf eine Weise der Welt immanent ist, die sich niedershclägt wie das kondensierende Wasser, wie das unhörbar Leise, wie der nicht spürbare Wind.
Das Christentum ist damit der Kult der Schwäche und des Todes, er ist die Selbsthingabe bis zum Äußersten (an diesen Ort, an das an diesen Ort UND NUR an diesem zugewiesenen Ort Begegnende!) Das hat ihm seit je in den Augen der Mächtigen; Klugen und Starken nur Verachtung eingetragen, weil er eine Übergabe an eine Hand fordert, die scheinbar so gar nicht den Kriterien des Sieges in der Welt entspricht.