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Donnerstag, 22. Dezember 2022

Physik als nachgeordnete Hülle einer Matrjoschka (2)

Das Matrjoschka-Prinzip. Hierachie der Wissenschaften heißt, daß die Theologie der Physik die Grammatik des Sach-Erkennens liefert - Was bei Zeilinger noch stärker als bei Dürr auffällt, zumindst mir. Denn niemals kann sich Metaphysik (als Philosophie und Theologie verstanden) "von unten her" bzw. !aus der Biologie" heraus zu einer Aussage kommen. ZUERST muß die Theologie da sein, und DANN kann die Welt der Dinge begriffen werden. Däürr sagft das an einer Stelle sogar, ohne daß es aber die Verbindung zu SEINER nicht-katholischen (hath-holon heißot ja nichts anders als "ganz umfassend") Theologie erkennt.

Diese scheinbar ziemlich verwegen Aussage (wer bin ich, wer ist Zeilinger?) wird mit in einem weiteren Voirtrag von 2016 bestätigt, wo der Physiker vor Bischöfen referiert hat. Schon in einem der ersten Sätze bestätigt Zeilinger, daß er das nicht verstanden hat. Wo er sagt, daß die Theologie (udn die Physik) jeweils nur dann in Konflickte geraten sind, wo sie "ihre jeweiligen Grenzen überschreiten." 

Mittwoch, 21. Dezember 2022

Physik als nachgeordnete Hülle einer Matrjoschka (1)

Diesen Vortrag hielt Hans-Peter Dürr im Jahre 2007, und ich empfehle ihn zum aufmerksamen Studium. Selber möchte ich nicht viel zu den Inhalten sagen. Die üblichen Hinweise, daß Dürr gegen eine wirklich gegen Esoterik und religiösen Relativismus "undicht" ist, kennt der regelmäßige Leser ohnehin. 

Aber in diesem Vortrag gelingt Dürr eine Art der metaphysisschen Sprache, die mich verblüfft hat. Und vielleicht fällt dem Leser dieser meiner Seiten etwas auf. Vielleicht fällt ihm ((wie mir) auf, wie nahe sich diese Sichtweisen, in denen die Grenzen zwischen Physik, Philosophie, Theologie und Dichtung kaum noch gezogen werden können, gekommen einander sind. In denen ich mich von einer völloig anderen Seite wiederum genähert habe, als Dürr.* 


Das zu entdecken fällt mir mit den Aussagen Anton Zeilingers allerdings deutlich schwieriger. In diesem TV-Gespräch, das aus 2006 stammt, wechseln Passagen, in denen er völlig "dunkel" wird, mit Passage, die wirklich bemerkenswert sind. Denn aus seiner (vor Wochen mit dem Nobelpreis dekorierten) Einsichten in die Welt der Quantenphysik kommt der österreichische Physiker zur Aussage, daß aus naturwissenschaftliher Sicht ein mechanistisches Weltbild nicht aufrecht zu halten ist. 

Sonntag, 18. Dezember 2022

Gedankensplitter (1343) - Anbetung, Kuß, Existenz, Inkarnation, Archetyp

Beziehen sihc die ersten drei der Zehn Gebote Gottes an die Menschen auf das Verhälntnis zu Gott, so zeigt sich in dieser Stufe zum vierten Gebot, ab wo das Vergehen den Mitmenschen betrifft, die Analogie des Menschen - der NACH SEINEM ABBILD geschaffen wurde. Sodaßuns im Nächsten Tott selbst schattenhaft, ähnlich vorgestellt ist. 

Sind es in den Eltern noch unsere irdischen Urbilder als Ursprung, von dem wir genommen sind (sodaß wir wir selbst umso mehr sind, als wir uns dem Urbild mit Ehrfurcht und Achtung nährern, um es zu sehen, um ihm staunend eine ähnliche Ehre wie Gott zu erweisen) und ist uns im fünften Gebot die Schwere des Vernichtens eines Menschen vorgestellt.

Denn in diesem Menschen begegnet uns das Bild Gottes, und deshalb Gottes Odem selbst, der diesen Menschen in sein innertrinitarisches Leben hineinzunehmen beschlossenhat. Denn er hat uns erwählt, als er uns schuf, nicht wir ihn.

Freitag, 11. November 2022

Lust am Leben des Lebens

Was aber, schreibt Leser G, unterscheidet die hier ausgerufene "Lust am Leben" vom Hedonismus dieser Zeit? Die Frage ist berechtigt, guter G, wir werden deshalb weiter präszisieren, was mit diesem Aufruf, das Leben zurückzuholen, näherhin gemeint ist. 

Natürlich keineswegs als Aufruf zum Hedonismus. Der Hedonismus unterscheidet sich von dem hier Gemeinten dadurch, daß er alles Glück des Lebens, ja das Leben selbst INNERHALB und NUR VON der Schöpfung und den Dingen verlangt. Aber darin bleibt er auch unerfüllt und führt deshalb aus sich heraus zu einem Drang nach Steigerung, nach einem "immer mehr". Das zeigt, daß es der rein irdisch gedachten Lebenslust an einem entscheidenden Punkt fehlt.
Wenn ich schreibe, daß wir uns das Leben zurückholen müssen, so meine ich das im Sinne des Künstlers, der sein Material holt, in Besitz nimmt, liebt und den Besitz vor dem Besitzer von allem - Gott - verantwortet.
Dadurch erkennt (und umso mehr also liebt), und es schließlich OHNE ES ZU ZERSTÖREN, sondern durch hereinholende Überhöhung in ein dem Materialen DADURCH mögliches, aber durch das Mächtigere (=Geistige) implementierte, über es verhängte Gestalthafte formt.  
Ja, richtig, Gestalt ist immer eine Form von Gewalt, von Staat, von Ordnungsgesetz, eins in allem also. Das Heilige ist so besehen das Gewaltsamste, das denkbar ist!
Das wie jede Gestalt nur aus EINER Gestalt stammt. Jener Gestalt, in der alle Gestalten enthalten sind, somit in der Linie Mensch - Gottmensch, Schlußstein wie Fundament der Schöpfung. IHS.

Dienstag, 11. Oktober 2022

Vom Irrtum gebaute Todeslager (2)

Das Unglück, das dem Irrtum entstammt. Der  Irrtum, der  über uns verhängt wird. Der Irrtum, der uns zum Verhängnis wird. - Wenn also z. B. von Inflation gesprochen wird, die die meisten klasischen Wirtschaftstheorien als Ergebnis der Erhöhung der Geldmeinge in einer Gesellschaft bezeichnet wird, der das Warenangebot samt Nachfrage hinterherhinkt, so ist das unter anderen, realen Bedingungen oft überhaupt nicht so aussagbar! Keineswegs muß deshalb die Erhöhung der Geldmenge durch (geldschöpfende) Kredite z. B. eine Inflation anheizen, wenn gleichzeitig die Menschen das Geld horten. 

Oder aus dem Land fließen lassen. Oder in Produkte fließen lassen, die so speziell sind, daß sie sich nicht auf das allgemeine Marktgeschehen auswirken (man denke an das Sammeln von Münzen, oder von Oldtimern, oder von Kunstwerken.) 

Montag, 3. Oktober 2022

Vermutungen, Theorien und Fakten (4)

Geheim ist nur das Sprechen davon. Die Tatsachen sind immer dieselben. Ein neues Lied auf populären Noten - Die totale Zentralisierung als die Herrschaft über die Gesundheit - Über den gigantischen Einfluß auf die Politik weltweit, ja selbst auf die WHO (die längst zu einem Instrument in der Hand einzelner Interessen geworden war) hat Bill Gates (über seine vorgeschickten Strohmänner und -organisationen) nun vom ersten Augenblick an nicht nur das "Auftreten eines neuen gefährlichen Virus" sofort zum Anlaß genommen, um ein bis ins Detail geplantes Ablaufschema umzusetzen. Sondern er hat es sofort zu einer globalen Bedrohung aufbauen können. 

So exakt durchgeplant war das Rettungsszenario in einer (solchen) Pandemie, daß auch die Abwehr störener Reaktionen bis in Details festgelegt wwar. Wie das, wie man mit Impfverweigerern umzugehen, wie man die (medial, öffentlich) zu ächten und unter Druck zu setzen habe.

Die wahre Macht, wir variieren hier diesen Ausspruch eines US-Politikers, zeigt sich nicht darin, ein Übel zu bekämpfen. Die wahre Macht zeigt sich darin, auch die Entstehung eines Übels zu bestimmen, und so auch die Reaktion zu beherrschen. Und die Entstehung eines Übels ist weitgehend (in den Augen vieler: Alleine) eine Angelegenheit des Narrativs, der Erzählung.

Sonntag, 2. Oktober 2022

Vermutungen, Theorien und Fakten (3)

Dieselbe Spielart, eine andere Puppe. Bill Gates. Alles ein Problem der Software - Wenn man heute Bill Gates betrachtet, so findet man exakt dieselben Vorgehensweisen und offiziellen Ziele. Bill Gates hatte dieselbe Entdeckung gemacht wie Rockefeller. Als er Microsoft durch alle möglichen höchst fraglichen Praktiken zum Weltmonopol ausgebaut hatte (bis er es schleißlich "zerschlagen" mußte), war sein Augenmerk darauf gerichtet zu tun, was ihm die PR sagte: Er mußte sein Image aufpolieren, weil er sonst Probleme mit der Politik haben könnte.

Also begann Ende der 1980er Jahre eine weltweite PR-Strategie zu wirken, in der Bill Gates (öffentlichkeitswirksam gemeinsam mit seiner liebenden und adretten Frau, denn eine Ehefrau vervielfacht die Oberfläche des männlichen Kerns; auch das übrigens eine ganz einfache anthropologische, keine "psychologische" Tatsache; es so dazustellen soll nur die wahre Schwere des Mißbrauchs vertuschen) immer ausscließlicher als Wohltäter er Menschheit an die Öffentlichkeit trat. Kein Bild mehr ohne liebendes Kind im Arm, ohne süßen Hund am Schoß, ohne Menschen die sich um ihn und seine Frau drängten,

Samstag, 1. Oktober 2022

Vermutungen, Theorien und Fakten (2)

Die öffentliche Meinung als Ankerpunkt des Einzelnen. Dieselbe Strategie weil ein Spiel: John D. Rockefeller - Verlassen wir nun die dichten Wälder der grundsätzlichen Betrachtungen, und wenden wir uns dem Anlaß zu, der uns dazu bewegt hat. Ausgangspunkt war ein Artikel in der deutschen Postille "Die Welt". Dort fand sich nämlich der Hinweis auf eine bemerkenswerte Entdeckung eines Rechercheergebnises, das man diesem Medium niemals zugetraut hätte. Zwei Jorunaisten waren dabei der Rolle von Bill Gates bei der vergangenen Corona-Pandemie nachgegangen. Was sie entdeckt hatten ist so beeindruckend, daß man - aus gleich folgenden Gründen - gar nicht an eine Aufdeckung sondern auf eine Vorwegnahme einer solchen schließen könnte.

Denn was sich zeigte war, daß Bill Gates über seine Foundation und weiteren drei Organisationen, die direkt auf ihn oder die von ihm mit gegründet udn finanziert worden waren, einen dermaßen grßen Einfluß auf die weltweiten Entscheidungsgremein UND auf die damit immer enger zusammenhängenden lokalen, nationalen Regierungen hatte, daß man fast davon sprechen muß, daß das keine Corona-Pandemie, sondern eine Bill-Gates-Pandemie war.

Freitag, 30. September 2022

Vermutungen, Theorien und Fakten (1)

Es war schon immer so, auch in den Tagen, als man noch seine Morgenzeitung aus der Post fischte und sie beim Frühstück las, und am Freitag seine Wochenpostille erhielt, in der mehr in die Tiefe und Breite gegangen wurde. Und es hat sich diesbezhüglich wenig geändert, auch wenn wir das scheinbar Zehn- und Hundertfache an Informationsdaten durchs Internet vorgegaukelt bekommen. Der wirkliche Sukkus des Geschehens ist auf einige wenige Sätze einzudampfen, die man auf der Grundlage einer soliden und mit der persönlichen Erfahrung abzustimmenden Weltsicht zu einem Faktum ordnet und ergänzt.

Dazu muß man lernen, Nachrichten zu "lesen". Wer sich so informieren will, daß er eine widerspruchsfreie, vor allem erhellende Sicht von Ereignissen möchte, wer deren Relevanz für das wirkliche Welt- und Lokalgeschehen abschätzen will, der darf sich nie an die großen Schlagzeilen halten. Dort findet er nur jene Sichtweise, die ihm aufgedrückt werden soll. Von dort aus soll das, was überhaupt Information ist (und das muß noch VOR dem Einlangen jedes Datums gewußt werden, weil es sonst gar nicht als Information gesehen wird), lediglich jenen Spin erhalten, von dem aus alles, was sonst noch erfahrbar ist und egal von welcher Seite mitgeteilt (ein Wort, das sehr schön auf den Sinn jeder Kommunikation hinweist: Einheit, denn der Sinn der Schöpfung liegt in der Einheit in der Wahrheit, nur so leuchtet alles im Licht des Sinns) geordnet, selektiert und bewertert werden soll. Irgend jemand hätte das gerne so.

Mittwoch, 28. September 2022

Transhumanismus - Gesundheit als Pflicht

Wem es noch nicht klar war - nun muß es ihm klar werden. Er findet hier nämlich einen Ausschnitt aus einem offiziellen Text der kanadischen Regierung. Darin geht es um nicht weniger als um die "wissenschaftlich NEUE Definition von Leben." Die Folgen für die Art, mit dem Menschen umzugehen, leiten sich aus der Art ab, wie man ihn sieht. 

Dieser Definition nach (die ich leider tatsächlich bei den jungen Menschen - vor allem bei jenen, die mehr "gebildet" sind  - bereits als allgemein finde) ist der Mensch auch an keine absolute Wertvorstellungen gebunden, sondern nach Belieben manipulierbar. Damit gibt es auch keine Moral mehr, so sehr das natürlich bestritten wird. Das verstehe man nur nicht. "It's science."

Montag, 29. August 2022

Sein, nicht Funktion

Eine der größten Katastrophen in der Unfähigkeit, die Welt zu denken, ist der aufgeklärte Funktionalismus, dre sich seit zwei-, dreihundert Jahren so weit ausgebreitet hat, daßwir es heute mit dem Phänomen zu tun haben, daß die Menschen den Schritt zurück nicht mehr vollziehen können - und das ist ds Denken vom Sein her. 

Also wird auch im Zischenmenschlichen alles Vorkommende auf eine funktionale Ursache-Wirkungs-Bezhiehung bestimmter vorgestellter Elemente des Menschlichen (PHysischen) reduziert. In der Rede ist dann nicht der der Überhzeugendste, weil sein Wort am meisten Gewicht hat - was wiederum aus seiner Seinsnähe kommt, also aus der aktualen Genährtheit in der Bezhiehung zu einer lebendigen, personalen Wahrheit - sondern weil es ihm aus irgendwelchen niedreen, anderen Motiven heraus geliingt, daß der andere ihn als überleben anerkennt. 

Sonntag, 22. Mai 2022

Da stürzen Welten/schwanken Berge/brüllen Riesen/gröhlen Zwerge (3)

Weiter in der Assoziationskette, ohne mit Milliarden Menschen herumzuwerfen - (Herrschaften, ich spreche hier von Texten auf Ebene der WHO in Genf! in deren Büros wöchentlich UNSERE Minister und Präsidenten mit unterwürfiger Geste - Hauptsache der Chauffeur und die Hotelkategorie stimmt - antanzen, um mit fließendem Speichel uns, die "Bevölkerungen der Welt", in jedem Einzelnen weil bis ins letzte Lebensgestaltungselement reichend an solche Leute, Ziele und Vorstellungen ZU BINDEN; jeden; jeden Einzelnen; auf nimmer enden sollend; ich sage ja: Ich habe vor diesen "Demokratien" und "Politikern" nicht nur bereits echte Angst, es gruselt mich sogar schon, und zwar wirklich, ohne jede Übertreibung! denn das ist alles bereits real gewordene Hölle, die uns hier bereitet WURDE; Vergangenheit)

Und Frau ist Mann, und Mann ist Frau, und Gelb ist weiß, und weiß ist gelb, 
wo immer sich der Blick auch hebt, er findet nichts, ist all dasselb.
Kein Ding mehr sich zu eigen nennt, kein Wort mehr Boden findet, 
Die Welt versinkt zum Staub der brennt, in Sümpfen zu verschwinden.  
(Gorolaukus Goroláyos Hegedüsböl, Ezek az Isten igeyel? Übers. vom VdZ) 

Weil das Denken aufgehört hat, weil es immer weniger Rolle gespielt hat, hat auch das Argumentieren, die Logik ihren Wert verloren. Das Ende ist Chaos. Das Ende ist verzweifeltes Vergehen, ohne noch ins Nichts gehen zu dürfen. Also Hölle.

Samstag, 21. Mai 2022

Da stürzen Welten/schwanken Berge/brüllen Riesen/gröhlen Zwerge (2)

Zu einem Sprachraum der Analphabeten geworden - Doch es ist eine Tatsache: Da meinen zwei Korrespondierende, sie "beherrschten" jeweils die Sprache des anderen so halbwegs und leidlich, um dann festzustellen, daß das, was einem da der andere sagt, im Grunde ... totaler, ja manchal sogar lächerlicher Müll ist. Für eine ernsthafte Auseinandersetzung um geistige Verhältnisse jedenfalls total ungeeignet Sodaß der Grund, warum man an diese Möglichkeit überhaupt dachte, in ganz anderen Umständen begründet liegen muß als ... in der Sprache, die man "kann". Daß also der Träger der Sympathie als "Zusammen-fühlen", somit die Mutung einer Einheit, etwas ganz anderes sein muß als das, was wir gemeiniglich als Sprache bezeichnen.

Ob es sich also hier um dasselbe handelt, was mich schon vor zwanzig Jahren zu der auf den ersten Blick absurd wirkenden Einschätzung gebracht hatte, daß in meinen Augen NEUNUNDNEUNZIG PROZENT DER DEUTSCHSPRACHIGEN MENSCHEN FUNKTIONALE ANALPHABETEN SIND, die des Gebrauchs ihrer angeblichen Muttersprache - noch dazu IN SCHRIFT UND TEXT - völlig unfähig sind. Sodaß man fast - fast! - auf verlorenem Posten steht, wenn man versucht, sich anderren Menschen durch Schrift und Text "verständlich" zu machen, was ijmmer heißt: Einheit zu suchen. Was Ansprüche an social media und Internet, die in Richtung "Verbesserung der Kommunikation" etc. etc. gehen, endgültig in die totale Lächerlichkeit abstellt.

Freitag, 20. Mai 2022

Da stürzen Welten/schwanken Berge/brüllen Riesen/gröhlen Zwerge (1)

Die erste Phase des Verschwimmens hat an die zweihundert Jahre gedauert. Aus der Evolutionslehre heraus, aus der Vorannahme einer materialistischen Welt - eine Vorstellung, die tausende Jahre alt ist, aber immer wieder vom Tisch gefegt worden ist, weil sie rational einfach nicht haltbar ist - ist allmählich und in parabolischer Linie (also nicht linear, sondern progressiv sich steigernd, sich also zu einer Potenz der Zeit in der Ausgestaltung der Höhe verhaltend) die Sicht ausgewachsen, daß es zwischen Mensch und Tier keinen Unterschied gäbe.

Auch wenn sich viele noch mit Händen und Füßen gegen dieses Fazit sträuben, das doch schon mit dem Beginn der Verkündigung dieser Theorien (die in Wahrheit Ideologien sind, also Weltbilder, keine "wissenschaftlich objektiv gewachsenen Erkenntnisse") festgelegt worden ist (weil es ja immer nur darum ging, weil das ja das Ziel gewesen ist: Die Erniedrigung, die Entwertung des Menschseins, indem man ihn von der Superposition in der Schöpfung entfernen wollte) mit pikierter Geste abzuwehren.

Aber neeiiin, aber gääähhh, das ist schon ein bissel übertrieben, weil natürlich ist der Mensch schon noch mehr als ein Viech, also ... ich zumindest, hühü ... aber man muß halt schon die Wissenschaft auch ein bissel, höhö ... - als vergäbe man höfliche Komplimente in ehrenwerter Salonrunde, bei Tee und Plunderkekschen nach dem Rezept der Uroma aus Czesko Vlahovice, damals noch Klein Färsendorf.

Donnerstag, 24. März 2022

Wenn alte Nebenwirkung neues Wissen schafft (2)

Russische Phantasie von Hölle. Das nennt man dann in seiner vollen Ausgestaltung "Welt". Eine Welt, in der sich alles in Rauch und Wärme auflöst, um nach oben zu steigen. Bis es im universalen Sein des All(e)s GANZ NAHE BEI DEM EINEN GEWORDEN ist - Erstmals seit Jahrtausenden, wie es aussieht. Denn erst 2018 fand man ein vollständig erhaltenes, schocktiefgefrorenes Fohlen einer längst ausgestorbenen Wildpferdeart.(Siehe Anmerkung**) Es muß also schon einmal ziemlich warm dort gewesen sein, bis es blitzartig durchgefroren ist.

Und das könnte nun wieder passieren. Denn der Permafrostboden beginnt von einem Punkt ausgehend immer weitere Kreise ziehend aufzutauen. Dabei sinken die oberen schwereren Schichten offenbar ab. Und das hat in einem Fall einen riesigen Krater mit mittlerweile einem Kilometer Länge und hundert Metern Tiefe entstehen lassen, den Batagaika-Krater. Der sich jedes Jahr um dreißig Meter weiter in die Tundra frißt. Denn an den Rändern wird es natürlich auch wärmer, der Auftauprozeß setzt sich also fort. Das mittlerweile entstandene Loch im Boden ist so imposant, daß man es "Tor zu Unterwelt" nennt.

Die Russen hatten in solchen Dingen schon immer viel Phantasie. Denn solche Tore hat die auf reiner Wissenschaftlichkeit aufbauende Sowjetunion jede Menge geschaffen, wie man so hört.(Siehe Anmerkung***)

Donnerstag, 27. Januar 2022

Wohin aber gehören wir?

Im Grunde ist es nicht verwunderlich, dennoch staune ich von Tag zu Tag mehr. Wenn ich beobachte, mit welcher Kraft und mit welchem Saft und mit welchem Hintergrund (nämlich dem eines verdrängten, auf andere Gebiete verlagerten Verzweiflungsgeschehen) Weltanschauungen und Neo- oder Pseudoreligionen* aufblühen.

Auch hier kann man die Völker in jene zwei Gruppen geteilt sehen, in die die Weltbevölkerung zu zerfallen scheint. 

Die Gruppe der matriarchalen Diebe - Deren eine, größere, nach außen homogenere ist die, die als Teil eines von der offiziellen Staatsmacht geforderten, protegierten und vertretenen Narrativs (salopp formuliert) alles tun und gutheißen². Denen eine Logik als Rechtfertigung dient, die als allem zugrunde liegend, aufgrund der mit Medienmacht behauptet zugrundliegenden und verbindlichen Moralsätze - "Menschenrettung", "Weltrettung", "Klimarettung", "Gesundheit", "Solidarität", "Schutz", "Sozialbudgetentlastung", im Grunde ist das unbegrenzt, es geht hier um Sprachdiebstahl, um Entwendung der Nomina, die auf einen neuen Hintergrund, auf eine neue "Sprache hinter der Sprache" (Heidegger) aufgesetzt werden, also um das, was man mit Schizoidität bezeichnet** - als Bezugspunkt hat. 

Sonntag, 18. April 2021

Nur die Ebenen, die man sucht (3)

 Teil 3) Und dieser Punkt ist der des Essens.


Den definitiven Hinweis verdankt der VdZ den Schriften der Heiligen Hildegard von Bingen, der ihm einige Gedankenfäden, die er seit langem verfolgt, erstmals zu verknüpfen half. Denn die Nähe des Verdauens zum Erkennen ist ihm schon lange klar. Hier geht es aber ums Essen. 

Hildegard weist darauf hin, daß das Essen der verbotenen Frucht notwendig war, weil nur so die Herrschaft über den Menschen möglich war. In der Transformierung der Galle, diesem Zentrum des Geistes im Menschen. Das vor der Sünde wie ein Diamant strahlte, sodaß sich der Mensch aus diesem Grunde nicht als "nackt" wahrnahm. Weil seine gesamte Wahrnehmungsebene das rein Materielle überstieg. Er sah nur den Glanz des Himmlischen, das durch seine Galle, die dafür stellvertretend steht, ausgestrahlt wurde. Nach der Sünde fehlte dieser Glanz. Deshalb nahm sich der Mensch mit einem Mal als "nackt" wahr. 

Das Wesen der Schöpfung ist nunmehr, daß eines vom Selbstopfer des anderen lebt. Leben also über eine Trägerschaft - stellvertretend, nicht "materiell", also nicht magisch! nicht als Funktion, sondern in Eingebettetheit in Haltungen des empfangenden Wesens (Mensch, Tier etc.) - weitergegeben wird. Damit wurde auch die Sterblichkeit über ein Irdisches, die Frucht vom verbotenen Baume, vermittelt. Dieser Akt des Essens war also entscheidend, und die Versuchung der Schlange bezog sich ausdrücklich darauf: Eßt! Dann werden Euch die Augen aufgehen.

Das heißt NICHT, daß jeder Apfel diese Wirkung hat. Das heißt nicht einmal, daß die Apfelsorte (sagen wir es der Illustration wegen so simpel) des verbotenen Baumes diese Wirkung hatte. Es war die Eingebettetheit in eine geistige Wirklichkeit, die im Verstoß gegen den Gehorsam über die Materialität des Apfels real vollzogen wurde.

Somit wird auch das himmlische Leben (noch einmal: im Materiellen stellvertretend, als Zeichen!) über die Hostie weitergegeben (und nicht ohne sie! Jesus sagt ganz klar: Wer mich ißt ... Wer nicht, der nicht! Aber auch diese irdisch-wirksame Wirklichkeit, die einer Verbindung von Himmelsgeist und Schöpfung entstammt wie gleichkommt, ist ebenfalls keine Technik. Sie ist von einem Ordnungsgefüge abhängig. 

Weshalb es lächerlich ist darüber zu diskutieren (wie es der VdZ mehrmals erfahren hat), ob auch ein Laie "gültig konsekrieren" kann. Weil es auf diese Ordnung ankommt. Und die ist durch keine Materie zu ersetzen, oder auf jene zu reduzieren. Und zwar auch nicht in umgekehrter Richtung, in "Geist ohne Trägermateria" (wie es die Gnosis behauptet, um sich von der haptischen, realen Hierarchie der Kirche, also der Realität der Ordnung zu emanzipieren).

Aber nun wird auch klar, warum im Schamanismus gegessene Früchte (meist Pilze) zur "Verbindung mit dem Jenseitigen der Geisterwelt" (oder wie immer man es nennt, wie gesagt, sämtliche Begriffe im Schamansimus bleiben nebelhaft und ungeklärt, also ohne Philosophie und Logik, aber mit viel "Narrativ") eine so große Rolle spielen. Meist wird erst über Gegessenes das "Spirituelle" in den Schamanen real, die sich über Gegessenes (Psychedelika) mit der Geisterwelt verbinden (wollen).

Hierin eine Ahnung der Bedeutung des Essens für die Himmelsmechanik in der Welt des Geschaffenen zu erkennen, ist nicht schwer. Und sie ist so alt wie die Menschheit, weil sie auf deren Erinnerung ans Paradiesische zurückgeht, also an die wahre, wirkliche Wirklichkeit, wie sie dort noch zu erkennen war (aber mehr und mehr ins Vergessen absank; je länger die Menschheit davon entfernt war, desto rascher und vollständiger wurde vergessen, desto mehr also auch verändert, verbogen und verfälscht.

Aber das Opfer, das als Akt erst ein selbstloses Schenken (bei manchen Völkern sogar im Akt des Vernichtens - man denke an manche Form des Potlatch - deutlich gemacht) an Gott war. Und schließlich, in der Hitze des Ewigen Feuers verwandelt, als Himmelsspeise zurückerhalten und im Opfermahl verzehrt wurde. Als dem wahrlich Gemeinschaft (in Gott) stiftenden Mahl, das zum Lebensquell des nun folgenden Alltags wurde (als Sonntag).

Aber es ist im Schamanismus eine Ahnung, die ins Selbstherrliche übergeleitet wird. Weil am Fuße des Schamanismus eben die Gnadenverhinderung selbst steht ... der Hochmut des Subjektivismus als Selbstvergötterung. Im Götzendienst des Mechanistischen, in dem der Welt ihre Würde genommen wird. Damit im Aberglauben.


Samstag, 17. April 2021

Nur die Ebenen, die man sucht (2)

*Teil 2) Anmerklicher Exkurs zum Schamanentum,
und zur Bedeutung des Essens


*Der Schamanismus ist übrigens auch in Sibirien, wo er sehr häufig war und ist und worauf sich auch im Film einige als legitimierende Referenz beziehen, keineswegs überall gut gelitten; vielfach werden Schamanen von den Ureinwohnern nicht nur abgelehnt, sondern sogar als Schadobjekte gesehen, die es auszutilgen gilt. Übrigens spricht noch das Theologische Lexikon von 1892, auf das der VdZ gerne zurückgreift, weil es so universal die Begriffe aufarbeitet, davon, daß der Schamanismus auch in Ungarn ein virulentes Problem ist. 

Der allen Aufklärungsversuchen widerstanden hat, und unter der Oberfläche vor allem in Mittel- und Ostungarn, also in den weiten, eher dünn besiedelten Hügel- und Pusztaregionen eine große Rolle spielt. Was sich mit der Beobachtung deckt, die sich sehr logisch entwickeln läßt, daß Völker der Steppen zum Pantheismus und Panentheismus neigen, und also zum Subjektivismus, aus dem sich das Schamanentum speist. Und tatsächlich ist der VdZ auch hier bereits Schamanen begegnet, die sich (wie immer) an ihn wie Kletten geheftet haben, um ihn zu versuchen und zu plagen. Gegen die Tatsache, daß sich heute Schamanen vor allem aus den Großstädten erheben (und dann erst aufs Land ziehen) - Großstadt und leere Ebene sind Synonyme. 

Nicht weniger als die damit einhergehende, fast unausbleibliche Selbstüberhebung: Arroganz, Hochmut (in ihrem bevorzugten Gewand, der selbst diagnostizierten Demut der Selbstauflösung) und der Schamane sich zum Priester erklärt. (Ganz im Gegensatz zum "Priester" als Mittler, der über die konkrete Welt gerufen werden muß. Selbst der Gottmensch Jesus brauchte eine irdisch faßbare Sendung, was die Bedeutung des Propheten Johannes der Täufer begreifbar macht.

Denn Subjektivismus und schöpferische Existenz liegen im Habitus direkt nebeneinander. Der Künstler ist jene Materia, jenes irdische Gefäß, das sich der Geist sucht. Geist und (letztlich materielles, dingliches, irdisches!) "Jenseitiges", auf das sich der Schamanismus bezieht (das nie, und das sagt ja alles, von der Empfindungsebene getrennt werden kann, während es - durch die Irrationalität - geistig nicht geordnet werden kann, das Einströmen als immer zufällig und damit, was denn sonst, dämonisch wird) sind aber ontologisch diametral entgegengesetzt.

Und deshalb durch eine Haut getrennt, die nicht durchlässig zu halten nicht immer leicht ist. Gerade heute, wo der öffentliche Diskurs völlig von der Stringenz der Wahrheit entfernt, ja letztere zum Todfeind erklärt hat, können viele Künstler sie nicht halten. Weil ihnen das Messer des Geistes fehlt, das in diesen Zeiten schon in den Fundamenten scharf wie eine Rasierklinge sein muß. Weshalb unter den wirklich Klugen die Meinung nicht selten ist, daß in solchen Auflösungsperioden nur noch der Schriftsteller als Prophet weil Dichter steigen kann, darf und sogar muß. Während der VdZ feststellt, daß unter den "Kollegen im Fach" das Esoterische, Magische, Irrationale zur wirklichen Pandemie wurde.

Man findet aber die Geister, die man sucht! Und sie finden sich auf jenen Ebenen, die man selber aktiviert hält. Und das ist eine Frage des Teilhabens an der personalen Wahrheit.

Wollen wir dennoch auf einen Punkt noch näher eingehen. Der sich im Schamanismus methodenhaft findet, also prinzipiell falsch ist, weil technisch aufgelöst, damit Magie wird, die das Transzendentale beherrschen will. Ein Widerspruch in sich, weil die Grundhaltung für das Einströmen des Geistes diesen prinzipiell verhindert. 

Morgen Teil 3) Und dieser Punkt ist der des Essens.


Freitag, 16. April 2021

Nur die Ebenen, die man sucht (1)

Neben der Arbeit an einem Text über den so selten zu findenden schmerbauchigen, grünen, doppelröhrigen Knollenblätterpilz - der grün nicht deshalb geheißen wird, weil er grüner Farbe ist (er ist vielmehr violett- bis blaugetönt, mit einem leichten Stich ins Rosenrote, vor allem am Stiel, wo er sich mit Signalrot die Oberfläche teilt), grün wird er geheißen, weil er scheinbar nie die Phase der Unreife verläßt, ein wahrlich seltenes Naturphänomen, auf das sich aber vermutlich die vielgerühmte Kicherwirkung in zu Schnaps gebranntem Zustand zurückführen läßt - läuft auf Servus TV ein Film über "Alpenschamanismus".

Es genügen wenige Minuten (der Leser mag es selbst überprüfen) um zu sehen, daß nur und zum tausendsten Mal ein uralter Käse neu aufgekocht wird. Wieviele Schamanen der VdZ kennt oder kannte? Viele. Viele. Für ein, für sein Leben zumindest sind es auffallend viele, die eines Tages verkündeten (und die Freundschaft damit meist auch aufkündigten), daß sie nunmehr "Schamanen" seien.

Das ungeheure Begriffswirrwarr, das auch in diesem Film "Alpenschamanismus" auftaucht, ist eigentlich schon genug Aussage über das Wesen des Schamanischen. Begriffe wie Geist, spirituell, Energie, göttliche Kräfte, Heilung, Selbstfindung usw. usf. fliegen einem nur so um die Ohren. Die alle genau das nicht sind und vollziehen, was behauptet wird, nämlich SPIRITUELL zu sein. Der Schamanismus* macht vielmehr aus Geist ein physisches Phänomen, und die eigene Geistigkeit (Spiritualität) zum technischen Prozeß, zur Mechanik.

Wie anders ist das katholische Ritual. Das zwar ebenfalls davon ausgeht, daß nur im physischen Vollzug eine heiligende und heilige Handlung vollzogen ist, das aber das Physische als Zeichen für einen dahinterliegenden, die Physis bestimmenden (also zuvor seienden) Akt sieht. Dieser geistige Akt muß auf der Grundlage des Logischen und eingebettet ins Vernünftige stehen. Das Ritual zeigt somit ein Durchdachtes, und keine (katholische, also allumfassende) Spiritualität, die nicht in sich ein metaphysisches wie physisches Gedankengebäude an. Das, weil es im letzten in Gott gründet alle Eigenschaften haben muß, die auch auf ihn zutreffen müssen, sonst kann man von einem Gott gar nicht sprechen. Worunter Widerspruchsfreiheit nicht die letzte ist. Gott entzieht sich somit nicht der Rationalität, sondern er durchgeistigt sie erst. Hebt sie somit vom rein physischen Akt des rein physischen Sprechens und Vollziehens hinein in seine lebendige Gegenwart, verbindet das Irdische somit ins Himmlische.

Das Schamanische bleibt irdisch, auch wenn es das genaue Gegenteil behauptet, das somit zur glatten Lüge wird. Schizoidität gehört deshalb zum Grundmerkmal des Schamanen, der mit seinen Gesten eine Gutheit behauptet, dem das wirklich Wirkliche seiner Handlung entweder nicht entspricht, oder dem es sogar widerspricht. (So in der Sage von den "weißen" magischen Kräften.)

Ja natürlich kann es sein, daß sich hier tatsächliche Wirkungen zeigen. Aber die sind immer Desintegrationen! Das heißt daß der "behandelte" Mensch zu einer Desintegration von Teilen und Ebenen von ihm versucht wird. Die natürlich nur zum Teil gelingen kann, aber immer Schäden fürs Insgesamt hervorruft. Die, weil geistig, eben NICHT gleich physisch zu erkennen sind, mit den Augen, den Ohren, allen Sinnen. Sondern die sich in der geistigen Tendenz eines Menschen, diesem Streben nach Endgültigkeit, oft viel später erweisen. Erst erweisen - wenn es ums Ganze geht.

QR Schamanentreffen

Ein Ganzes, das heute eben kaum noch Beobachtung findet. Weil die Menschen bei den lockenden Labestationen am Weg hängen bleiben. Deren Limonade zwar auch süß schmeckt, aber den Durst des Geistes, der nach reinstem Met verlangt, niemals löschen können. Sodaß diese Unzufriedenheit, die in Neid jenen gegenüber umschlägt, die den Met schlürfen weil den Weg nie verlassen haben, ein direkter Weg zum Bösen ist. Das den Quick-Ride der Todsünde Neid gerade heute am raschesten kapert, der wiederum eine Hauptfolge der Ortlosigkeit (und damit Identitätslosigkeit) ist.



*Morgen Teil 2) Anmerklicher Exkurs zum Schamanentum,
und zur Bedeutung des Essens


Mittwoch, 18. November 2020

Kernschmelze im Reich der Mitte (1)

Endlich ein Einblick ins Reich der Mitte, weil man dem Vermittler glaubt. Professor Dr. Siegfried Englert ist nicht nur studierter Sinologe, sondern war auch viele Jahre in verantwortlicher Position in China tätig. Er kennt nicht nur die aktuellen Vorgänge, er kennt auch die Werdegänge, er kennt die Geschichte dieses riesigen Landes. Und man merkt auf bei dem was er sagt, weil es großartig erhellt.

Wir wollen nur einige der Punkte herausgreifen, die Englert in diesem Vortrag an der Uni Koblenz erzählt. Und dabei prüfen, wie sie sich ins Gesamtbild fügen, das sich bei uns zu bilden beginnt. Nachdem wir von den ersten Hollywood-Erzählungen über Glanz und Glorie eines kommunistischen Landes, das angeblich den freien Markt des kapitalistischen Westens (welch ein Euphemismus - freier Markt oder gar Freiheit und Kapitalismus!) entdeckt hat, erholt sind. Die uns den Blick so schwer getrübt haben, daß wir Schwierigkeiten haben, ein konsistentes Bild von China zu formen.

Bei Englert dürfen wir endlich aufatmen. Denn in seinen Ausführungen finden wir jene Linie, die das Phänomen zusammenhält - China. Diesem Land, das von sieben Personen (sic!) gesteuert wird, die nicht nur auf einem Sockel von zweihundertfünfzig Abgeordneten und noch einmal neunzig Millionen Parteimitgliedern der KPCh stehen, sondern die selbst wiederum an einem Punkt zusammenlaufen, dem Kern.

Und dieser Kern ist eine Person. Xi Jinping. 

Der einen Zentralismus, einen Despotismus bedeutet, wie er seit je den Osten des eurasischen Riesenkontinents bestimmt hat. Sämtliche Völker und Länder des Ostens, ob nah oder fern - ob das was wir heute als muslimischen Raum bezeichnen, ob Südostasien, Ostasien, Mittelasien ... - haben seit je eine Tradition der gottgleichen Stellung eines Alleinherrschers. 

Die so attraktiv und "praktisch" ist, daß sie immer schon europäischen Herrschern eines ähnlich ehrgeizigen Zuschnitts wie den des Stauferkaisers Friedrich II. oder in der Erscheinung des Absolutismus (sämtlich von Friedrich II. übrigens vorbereitet, das eine hätte es ohne das andere nicht gegeben, Machiavelli war dazu nur die passende Kommentarfunktion), auch für diesen Kontinent des Abendlandes eine große Versuchung bedeutet hat.

Dieser Alleinherrscher ist heute Xi Jinping. Und was er im kommunistischen System, das in seiner Machtpraxis einem Zirkelschluß gleicht, aufgebaut hat, ist selbst wiederum das Destillat russischer Zustände. 

In beiden, in nucleo kommunistischen, aber kapitalistisch verbrämten Ländern hat sich der momentane Herrscher gewissermaßen "verewigt", also das System so angepaßt, daß nicht nur aktuell alle Fäden bei ihnen zusammenlaufen, sondern das auch so lange bleiben, bis sie tot sind. 

Denn selbst, wenn wir (und so ließe sich selbst ein Scholl-Latour mißverstehen) die geopolitische Lage Rußlands (und Chinas) aus dem Selbstbehauptungsinteresse der Länder "verstehen", dann vertreten wir nichts als jenen Total-Relativismus, der sich auch in China manifestiert. Und warum? Weil er keine absolute Ideenbasis kennt, sondern alles Sein aus der Geschichte gezeugt wird. Die als Emanation des absoluten Geistes gesehen wird. 

Und das, werte Leser, steht hinter den bei uns von manchen ("rechten") Kreisen propagierten Vordenkern wie Alexander Dugin oder Martin Heidegger (auf den sich Dugin selbst bezieht) ihr "Identitäts- als Selbstbestands-Recht" aller Völker ist nicht nur nichts als Relativismus, sondern es ist der Materialismus des Hegelschen Systems.

Es ist absurd, und zwar im wahrsten Wortsinn, wenn WIR mit den Augen DES ANDEREN denken. Und das hat sich bei uns längst eingeschlichen und etabliert. Bei den "Putin-Verstehern" oder den "China-Verstehern." Womit wir uns schwer tun ist dies als das zu begreifen, was solche Denkweise von Anfang an war: Strategisch etablierte Denkweise aus dem Kommunismus heraus.

Dabei spielt das Unverständnis, das der abendländische Mensch für die Mentalität dieser (östlichen) Völker und Menschen hat, eine bedeutende Rolle. Denn uns ist nicht nachvollziehbar, was diese Länder und Menschen im Innersten charakterisiert. 

Die nicht kommunistisch "wurden", sondern die aus sich heraus jene Strukturen und Gerichtetheiten aufweisen, die sich unter dem Deckmantel des Kommunismus am besten zur Gestalt bringen. Aus dem sie ihrer wesenhaft eigenen Ausrichtung auf die Beherrschung der Welt - was meint der Leser, woher der von den Chinesen selbst geprägte Begriff "Reich der Mitte" kommt?! - den "wissenschaftlichen Unterbau" hinzufügen konnten. 

Und dieser, in der Aufklärung längst auch unserer gewordene Wissenschaftsbegriff in seiner gesellschaftlichen, politischen Stellung und Anspruchskraft ist ein Zwangssystem. Das den Menschen mit der Behauptung aufoktroyiert wird, daß er das "alte, überholte" System der Wahrheit der Kirche weil tauglicher ersetzt und ersetzen muß. Daß der Rationalismus sich nicht nur nicht aus sich selbst begründen kann, sondern daß er genau deshalb auf einem Glauben aufruht, wurde gefließentlich übersehen (wenngleich tatsächlich "wissenschaftlich" bewiesen!). Er ist eben Zwang. Und Diktatur. 


*181020*