Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Sonntag, 7. März 2021
Viele Völker unter vielerlei Dächern
Was Peter Frankenfeld in einer TV-Aufzeichnung von 1973 so bewundernswert gewandt vorexerziert überrascht in mehrerlei Hinsicht. Deren bemerkenswerteste die noch vor 50 Jahren selbstverständliche und problemlos mögliche Bezugnahme auf die kleindeutsche* Gesamtheit aller im (angeblichen) Kaiserreich von 1871 samt deren Nachfolgestaaten versammelten Völker.
Es ist nicht nur amüsant, diesem Sprachenpotpourri zuzuhören, sondern was man hier zu hören kriegt, macht die Seelen dieser Völker greifbar. Sich mit dieser Tatsache, daß Sprache und Seele untrennbare Korrespondenz haben, auseinanderzusetzen ist gerade heute von immenser Bedeutung. Weil wir längst lebenskräftige und -fähige Parallelgesellschaften in unseren Ländern haben, die zwar keineswegs "staatsfähig" sind, die aber aus ihren Seelenlandschaften heraus andere Kulturen bedeuten. Die mitten unter uns leben werden, ob uns das nun paßt oder nicht. Nicht weniger lebendig bleiben, als es die Seelen der deutschen Völker sind, die nach 1945 aus dem großdeutschen Raum (sozusagen) fast zur Hälfte entwurzelt und in das Deutschland der Gegenwart geworfen wurden.
Zwar könnte man nun sagen, daß die Veränderung des Klimas im öffentlichen Sprachraum* dem Umstand geschuldet ist, daß diese zugewanderten Menschen mittlerweile ausgestorben sind. Aber man täusche sich nur nicht.
Denn in den Nachkommen, also auch in den nächsten Generationen (ja dort mit neuem Aufschwung, wie die Erhebungen der zugewanderten Gastarbeiter dritter Generation belegen) dieser Vertriebenen, Ausgesiedelten, Verachteten und (versucht) Vernichteten bleiben Volksseelen präsent, das auch heute noch geschichtsmächtig bleibt. Sie bleiben das in Bezug auf das politische Geschehen, auf die Stimmung in unseren Ländern. Die von Gruppen bestimmt werden, die im heutigen Deutschland und Österreich eine erhebliche Bevölkerungsgruppe bilden.
In ihnen wirken Kräfte, die sich zum einen in ihrer Charakteristik des jeweiligen Zugangs auf die Welt äußern. Und man übersieht genau das, woraus wir Heutigen lernen könnten. In ihnen wissen wir einen erheblichen Anteil unserer Bevölkerungen als Ausgegrenzte, als Außenseiter, als Nicht-Dazugehörende.
Nun ist eine Tatsache, daß gesellschaftliche (und damit kulturelle) Veränderungen immer von Randgruppen und Minderheiten ausgehen. Denn während die "Masse" der Menschen, also die Verwurzelten, von Beharrungsvermögen geprägt sind, streben Randgruppen, Außenseiter und aufgrund der fehlenden Ansprache ihrer Seelencharakteristik durch die Kultur der angestammten Bevölkerung, zu der sie dazugeworfen wurden, daß sie zeitlebens Unverstandene bleiben.** Und die "Gastkultur" nicht verstehen und gar nie verstehen werden. Und nie ernstgenommen werden, nie in ihrem innersten Anspruch relevant sein dürfen.
Mit dem wesentlichen Beisatz: Daß Volk und Land in einer unauflöslichen Korrespondenz stehen.
Das ändert sich auch nicht über Jahrhunderte, weil es eine Schöpfungstatsache ist: Jeder Mensch ist auf einen bestimmten Boden bezogen: Es gibt keinen Menschen ohne Ort.
Das wird noch verständlicher, wenn man weiß, daß Sprachen nicht, wie heute dahergeplappert (was als "Bildung" zu bezeichnen man noch die Chuzpe hat!), keineswegs "posthoc entstandene" Informationsträger des Menschen sind, sondern dessen Konstituenten. Weil der Mensch aus dem Wort, dem Namen geboren wie auf diesen hin entsandt wird. Das ist sein Lebenssinn, und je weiter er sich davon durch faktische Umstände entfernt, desto gefährdeter ist er, vernichtet, ausgelöscht zu werden. Was den einfachen Querbezug ergibt, daß Menschen ohne Volk und Sprache über mittlere Frist vom Antlitz der Erde verschwinden.
Somit haben wir die Tatsache vor uns, daß diese Wurzellosen, diese Massen von Zugewanderten, nie verwurzelt werden können. Weil sie von Kräften geprägt sind, die nicht mehr sichtbar werden, alles Dasein aber Darstellen, also Inkarnation, also Sichtbarwerdung IST.
Diese ontologischen Strebungen müssen (weil sollen) aus bestimmten historischen (in Wahrheit: gegenwärtig politischen) Gründen unbewußt bleiben, in der seltsam irrationalen Hoffnung, daß sie damit überhaupt verschwinden. So sehr ist das gewollt, daß die darstellenden Elemente dieser Volkschaften und Völker - wie ihre Sprachen, die man oft als "Dialekte" verkennt - sogar aus den Wegen der offiziellen Wissensübermittlung und damit -weitergabe ausgeschlossen bleiben.
All diese Menschen werden also zukünftig nur noch einen archäologischen, detektivischen Zugang zu sich selbst finden können. Man stelle sich also die Zukunft vor, die Konsequenzen daraus. Und die Distanz, die so breite Bevölkerungsschichten unserer Staaten zum gegenwärtigen politischen, kulturellen, gesellschaftlichen Leben haben.
Man durfte und darf über diese simplen Geschichtstatsachen bis heute nicht wirklich sprechen. Was nicht weniger bedeutet, als daß weite Bereiche der seelischen Kräfte in unseren Ländern chthonisch bleiben. Was sie zu einem guten Teil sogar gefährlich macht, weil sie das irrationale Potential der heutigen Handlungsneigungen deutlich erhöhen. Aber in einer Gefahr, die fernab von den stupiden Erklärungsgeschichterln der (angeblichen) Psychologie liegt. Die ja sogar aus ihren Prämissen, aus den Grundannahmen über Welt und Wirklichkeit heraus völlig ungeeignet ist, das Seelenleben zu begreifen.
Höre der Leser nun mit erweitertem Blick dieser nun noch genußreicheren Sprachkaskade zu, die eine der bis heute wahren Größen der Moderationskunst und der daraus so selbstverständlich erfließenden gepflegten Unterhaltung hier bietet. Jetzt wird der Leser vielleicht noch mehr bestätigen können, daß sie in ihrer Aussage über uns, über Sie, über den VdZ, über den Nachbarn und über die Vorgänge auf den Straßen für sich spricht.
*Auch wenn der Begriff manche verwundern mag - ohne die deutschen Völker, die sich bis 1918 unter österreichisch-ungarischem Kaiserstab versammelt hatten, war jede Lösung eines "Deutschland" immer nur als "kleindeutsche Lösung" verstanden worden. Gut ein Viertel aller Deutschen, also aller Menschen in ihren jeweiligen Völkern und Sprachen, lebte NICHT im Bismarck-Deutschland von 1871.
**Man müßte einmal die Geschichten der Menschheit näher untersuchen, um festzustellen, ob nicht der Satz gültig sein könnte, daß es überhaupt nie und nirgendwo "ethnische" oder "kulturelle" Konflikte gab. Sondern, daß es sich immer um Konflikte aus einem irgendwie gearteten, nirgendwo verstandenen "Staats-"Begriff handelte.
Mittwoch, 24. Februar 2021
Menschenunwürdigkeit als Alltagshaltung
Fast muß man sagen: Im Gegensatz zu Deutschland. Fast muß man das sagen, wenn man die Lage der öffentlichen Diskussion zur Corona-Frage betrachtet. Denn immerhin gibt es in Österreich (und auch in der Schweiz), einige Außenseiter mit Gewicht, die in einer Offenheit das Leben der Vernunft befeuern, die bemerkenswert ist. Einmal mehr muß also Servus.tv vor den Vorhang geholt werden.
Das in diesen Tagen mit der Reportage "Geächtet und ausgegrenzt - Die Corona-Kritiker!" den bisherigen Höhepunkt im Fernsehgeschehen 2021 gesetzt hat. Konzentriert und ausgewogen werden die Positionen vorgestellt. Daß sich dennoch ein klares Bild ergibt, ist dieser Objektivität geschuldet. Und die legt ein Urteil nahe, das verheerend für die gegenwärtige Politik in unseren Ländern ausfällt.
Wir bringen auch diesen Film hier. Er soll zumindest als Archivordner die hier von Anfang an vertretene Linie ergänzen. Nicht zuletzt soll auf einige wunderbar herausgearbeitete Argumente hingewiesen werden, die im Alltag auftauchende Fragen in eine lichte Antwort heben. So die Frage, warum so viele Menschen in dieser kollektiven Hatz auf Corona-Kritiker mitmachen.
Der Psychologe und Verhaltensforscher Roman Braun gibt dazu eine einleuchtende Antwort, die weitere Facetten zu hier bereits angestellten Analysen liefern: Die Menschen erleben eine Bedrückung, der sie sich aus Angst vor der Obrigkeit (und vor der von dieser veranstalteten irrationalen, gigantisch aufgeblasenen und in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Krankheitsgefahr weit überdimensionierten Angst vor diesem Virus) unterwirft. Und damit Leid erfährt. Nun erlebt sie aber in den Corona-Kritikern eine Menschengruppe, die sich diesem Leid widersetzt. Und das macht aggressiv. Denn nun wird - mit dem Rückenwind der offiziell verhängten Bedrückungen - die Teilnahme an diesem ihrem Leiden verlangt. Gegen das aufzustehen sie selbst den Mut nicht haben.
Sieht man die Gesamtheit der Angelegenheit fällt die Antwort beängstigend eindeutig aus: Wir sind auf dem Weg zu einer autoritären Staatsführung schon sehr weit fortgeschritten. Die Umerziehung der Bevölkerung ist schon weit vorangeschritten.
Die Menschen sind an die Irrationalität, Unberechenbarkeit und Widersprüchlichkeit der Regierenden wie in einem pädagogischen Programm bereits gewöhnt worden. Sie sind somit von den willkürlichen Äußerungen abhängig gemacht worden und erwarten Erleichterungen nur von weiteren Einschränkungsmaßnahmen, die mit einer Süßkirsche verziert sind, die es zu genießen gibt, wenn man sich noch weiter für blinden Gehorsam entscheidet und der Vernunft den Laufpaß gibt. Nur - das ist eben genau nicht Gehorsam. Es ist bösartige Dressur.
Der VdZ hat das jüngst erschienene Buch "Inside Türkis" gelesen. Das heißt ... nach der Hälfte erbost ins Eck geschmissen. Buchstäblich. Denn hier liegt ein Machwerk vor, das einen Gipfelpunkt der Frechheit darstellt. Und ein beredtes Bild von der Perfidie der derzeitigen Regierung in Österreich entstehen läßt. Die den Leser verarschen. Die in diesem Buch dieselbe Taktik anwendet, die ihr Regieren auszeichnet: Die Verachtung der Menschen, die zu bloßen Objekten der Manipulation werden. In "Inside Türkis" wird der Leser, der sich diese reine PR-Geschichte durchliest, die rund um die Kurz-Clique einen Mythos aufbauen soll, für seinen Gehorsam mit (lächerlichen) Enthüllungen belohnt, die ihn an der Stange halten sollen, den ganzen übrigen Quatsch als ernsthafte Aussage zu lesen.
Was in diesem Buch auffällt ist, daß es sich hier (also in der gesamten Regierungsmannschaft und den Menschen in deren engerem und weiterem Kreis) um eine Riege junger Menschen handelt, die in ihrem Leben nichts anderes gemacht haben als im Dunstkreis der Politik - in dem sie bereits aufgewachsen sind, sodaß sie schon als junge Menschen in ein ganzes Netzwerk der Macht eingebettet waren - ihre Karriere aufzubauen. Sich also Geltung zu verschaffen. Man ist es längst leid, als Berufsbezeichnung "Unternehmensberater" oder "Coaching" zu lesen, man ist es leid, als Legitimation für Führungsanspruch irgendwelche internationalen Hochschulen akzeptieren zu sollen, man ist es leid, sich von niederträchtigen Rotzbuben auf der Nase herumtanzen lassen zu sollen, die vom Ernst des Lebens nicht den Funken einer Ahnung haben.
Und ... man ist es leid, ständig bei den Biographien dieser ÖVP-Leute zu lesen, sie seien "katholisch", oder gar "sehr katholisch". Das Schweigen der Kirche zu der Angelegenheit Corona, die eine Angelegenheit eines schweren Verbrechens gegen Mensch und Gott ist, ist dabei umso schmerzhafter, und ihre völlige Absenz aus dem öffentlichen Diskurs macht umso wütender.
Wie diese Leute nach oben gekommen sind? Das ist einfach, und steht freilich nicht in "Inside Türkis". In den 1990er Jahren war allen etablierten Parteien und Institutionen (auch der Kirche) klar, daß sie die Jugend verloren haben. Also kam man mit schweren Erklärungen daher, daß es ein Zug der Zeit sei, "politikmüde" oder "institutionenmüde" zu sein, daß der heutige Mensch keine Bindung mehr wolle, sich seine Lebenspartner je frisch und spontan aussuche, die ihn dann ein Stück weit begleiten, aber alsdann wieder entlassen würden. So wurden alle diese Institutionen zunehmend von alten Männern beherrscht.
Die sich aber wie Schneekönige freuten, wenn es doch junge Menschen gab, die Interesse an ihrem Lebenswerk bekundeten! So war es in den letzten drei Jahrzehnten extrem leicht geworden, mit Berechnung und Cleverness in bestehenden Instanzenzügen und Einrichtungen nach oben zu kommen, Karriere zu machen, und bedeutende Positionen zu erlangen. Und so kamen wir in die Situation, daß wir nahezu überall von Menschen beherrscht und bestimmt werden, die nicht nur fragwürdigen Charakters sind, sondern denen auch jede Empathie und Eignung für die Position fehlt, die sie innehaben.
Weil wir aber in einer "Demokratie" leben, weil wir in einer Gesellschaft leben, die so tut, als wäre es nicht nur möglich sondern erforderlich, nicht DURCH STRUKTUREN, durch ORTE, sondern DURCH MENSCHEN Leben und Welt zu bewältigen, sodaß es ohne Menschen auch keine Strukturen mehr gibt. Weil also angeblich ein Staat, eine Gesellschaft ein rein funktionales Gebilde ist, das wie eine Maschine betrieben werden muß. Somit werden Junge zu Wettläufern um Zertifikate. Das nennt man dann Bildung.
Aber in einem Staat, der nicht aus sich heraus besteht, sondern mit den Menschen steht und fällt, fehlen auch sämtliche objektiven Kriterien der Existenz. Diese werden nun durch Zertifikate ersetzt, die Qualifikationen ausweisen sollen. Diese wären es dann, die zu sämtlichen Positionen reichten und notwendig wären. Es ist also nicht mehr die Selbsttranszendierung HIN auf einen objektiven Ort, die Welt ist nicht mehr ein Spiel der Orte (damit: der Rollen), sondern eines der zufälligen Personen. Eines, dessen Gestalt beliebig veränderbar ist. (Deshalb mußte auch Sebastian Kurz eine "Bewegung" gründen, das nur als Hinweis.) Und das ist falsch! Nicht die Person macht das Amt, sondern umgekehrt.
Die faktische Realität ist aber mittlerweile anders. Und zwar nicht, weil sie (wieder) an sich anders wäre, sondern weil sie mit viel Kraft anders gehalten wird. Dieser Mythos der Fähigkeit, die die Institution ersetzt (weil die, wie gesagt, an sich keine Kraft habe), wird permanent aufrecht erhalten. In den Medien, an den Universitäten, einfach überall. Er hält somit alle, und zwar wirklich alle blind.
Aber damit haben wir, was wir haben: Eine Gesellschaft, die von Menschen bestimmt wird. Und damit von der Willkür und Fehleranfälligkeit dieser Menschen. Die nun alles tun, um diese Fehlerhaftigkeit zu verbergen, denn das ist die Frage des Überlebens: Die Untergebenen müssen glauben, daß man fehlerfrei ist.
Sie brauchen damit das, was in gesunden Gesellschaften, die sogar ohne Personen, die die Rollen einnehmen, bestehen und (zumindest eine Zeit lang, manchmal aber "ewig") funktionieren würden, ein unsichtbares, "heiliges" Gerüst, das aber alles trägt, erfüllt: Sie brauchen diese Saga der Heiligkeit. Sie brauchen den Mythos. Sie brauchen das Geheimnis (diesen Schlüssel zur Unsichtbarkeit, und das Wirkliche ist eben unsichtbar - nur nicht umgekehrt, aber das ist nicht immer gleich erkennbar) rund um sich. Sie brauchen den Glauben der Menschen, daß es rund um sie eine ganze Korona (sic!) von Verbindungen, Macht, Freundschaften und Know-How gibt.
Somit brauchen sie auch eine Politik, die zunehmend alles bestimmen will. Egal ob sie das bewußt anstreben (was sie meist negieren würden), oder nur unbewußt (und somit davon getrieben sind): Jeder Mensch ist von seiner inneren Grammatik bestimmt. Aus dieser stammt sein Wille. Damit wird die Herkunft, die Geprägtheit des Geburtsmilieus doppelt bestimmend. Und damit die Willkür zum wesentlichsten Element der Politik.
In gesunden Gesellschaften hat der normale Mensch kaum je etwas von Politik überhaupt mitbekommen. Er hat sein Leben gelebt, seinen Alltag durchgestanden, war geborgen, hat gearbeitet, geschaffen, gewerkt, hat gezeugt und sich fortgepflanzt, und ist im Wissen gestorben, daß seiner weiterhin gedacht wird.
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Man mache doch die Augen auf. Mehr Zeichen können kaum noch an der Wand stehen, und noch deutlicher kann der Spruch doch kaum noch ausfallen: Mene - mene - tekel - upharsin!
Montag, 23. März 2020
Erfahrung von Macht und Staat
Man erlebt einen Staat, der funktioniert! Man erlebt eine Bevölkerung, die sich klaglos und sofort fügt. Die sogar im Eindruck eines von diesen Generationen noch nie erfahrenen Gemeinschaftserlebens steht. Wo sogar jedes Hinterfragen von Sinnhaftigkeit politischen Handelns zum Generaldelikt wird, nur Nuancen kritisiert werden können. Angesichts einer zum gigantischen Schwarzen Mann aufgeblasenen Coronaangst WOLLEN die Menschen starke Führung. Das überrascht die Politik, der Spielräume geöffnet werden, die sie nicht geahnt hätte.
Ist das nicht eine erstaunliche Koinzidenz? Wie reagiert man auf eine allzu offensichtlich unnotwendige, hysterisch-überzogene, medial hochgezogene Totalkrise, wenn alles, was diese Krise bewirkt, in einer Linie mit den Entwicklungen der letzten Jahrzehnte (genau genommen: Jahrhunderte) steht, die auf Totalitarismus, Gemeinwohlverdunstung und Freiheitsverlust hinauslaufen? Wer glaubt an ein historisches Ereignis außergewöhnlicher Dimensionen, wenn alles ... gewöhnlich bleibt? Wer glaubt an das Überraschende, Unvorhergesehene eines Einschnitts, der besser nicht hätte inszeniert werden können? Wer glaubt da an göttlichen und nicht an dämonischen Rückenwind der Coronakrise?
Donnerstag, 5. März 2020
Es war einmal
Und nur das hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten so dramatisch geändert, die Haltung, das Wollen. Nicht der Stand der Wissenschaft nämlich, das ist das Verblüffendste, wenn man dieses Video ansieht. Man weiß heute nichts besser.
Donnerstag, 12. Oktober 2017
Glauben wir noch was wir sehen?
Samstag, 10. Juni 2017
Der Samstag-Nachmittag-Film
Freitag, 22. Januar 2016
Lehrvideos der Realität (2)
Donnerstag, 21. Januar 2016
Lehrvideos der Realität (1)
Wenn aber nun angekündigt wird, die Videoüberwachung in Deutschland zu verstärken, die Polizeipräsenz zu erhöhen (die man erst vor kurzem aus Budgetgründen abgespeckt hat - braucht es mehr Ausweis der Realitätsferne?), und die Sexualstrafgesetze zu verschärfen, muß man sich vor allem aber die Frage stellen, wen diese angebliche Sicherheitserhöhung am meisten betreffen soll.
Denn auf diese Ebene hat es der Staat hierzulande mmittlerweile gebracht. Nur will er vertuschen, daß Rechtssicherheit direkt und untrennbar mit dem Rechtsempfinden seiner untersten Bürgerschichten zu tun hat. Es sei denn, er baut sich auf Parallelgesellschaften um. Ist das Rechtsempfinden eines Staates nämlich nicht homogen, hat es die unwiderstehliche Tendenz, das zu werden - und zwar auf der untersten Ebene. Unser Gesetzessystem ist im Dialog mit der Entwicklung und Verfeinerung des Rechtsempfindens und Verhaltens der Bürger gewachsen. Es korrespondiert also mit dem eigentlichen Recht, ohne das es gar nicht möglich ist: Nur so kann es RECHT SPRECHEN. Das kann es nicht willkürlich erfinden, denn die Bürger werden aufbegehren, wenn ihnen nicht RECHT gesprochen wird - durch die Gesetze. Einem gröberen, elementareren Rechtsempfinden, das die Feinheiten kultureller Entwicklung gar nicht mittragen kann die uns so vertraut sind, daß sie uns gar nicht bewußt sind - das erst werden, wenn sie gefährdet sind -, ist es gar nicht gewachsen. Sondern spielt diesen Ebenen sogar noch den nützlichen Idioten.
Man sollte deshalb die zahllosen amerikanischen Kriminalfilme, die auch über unsere Bildschirme laufen und sich als seltsame Fernsichten weil Vorausschauen entpuppen (die Dinge lügen nie, wenn man die Begriffe genau studiert!), als das nehmen, was sie sind: Einblicke in die Probleme, die sich aus genau dieser Konstellation ergeben. Sie zeigen uns ganz unverblümt (und die Amerikaner haben einen masochistisch auflösenden Zug zur Selbstkritik), was auf uns zukommen wird, ja wo wir schon sind, würden wir es endlich wahrnehmen. Man achte speziell darauf, welche Rolle bei amerikanischen Dramaturgen das kathartische Element der Selbstjustiz spielt! Das Rassismusgewäsch, das diese Realität begleitet wie die Jagdhörner in einer Wagner-Oper, ist wesenlos. Viele Hollywood-Thriller zeigen das ganz präzise, und werden damit zu Lehrstunden der Realitätsräume, die wir dabei sind zu betreten.
Samstag, 15. März 2014
Sich in den Sack gelogen
Montag, 19. August 2013
Ursachen
Samstag, 15. Juni 2013
Wertehierarchie
Freitag, 29. März 2013
Blindheit der Zeit
Denn nur die schöpferischen Taten des Heute, das Nichtsichtbare der Gegenwart, macht die Dingwelt des Morgen aus.

