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Sonntag, 31. Juli 2022

Gedankensplitter (1426b)

Zum Abschluß noch ein Punkt in der Reihe der vergangenen Hüftschüssse, und das ist der der Ungelöstheit des Problems der Kultur überhaupt. Gatto et al. setzen still voraus (und wir dürfen zurecht vermuten, wo die Gründe dafür liegen - sie sind in Richtung Neid, Unzufriedenheit, Verletztheit, Invertiertheit usw. zu suchen) daß diese Kulturformen in sich unsinnig, zufällig, also unbedeutend und lediglich illegitim interessengesteuerte Unterdrückungsmechanismen sind. 

Woher das Menschenbild kommen soll, das den Menschen SO sieht, kann gleichermaßen vermutet werden. Der Realität entspricht es nur dort, wo das Menschsein bereits in seinem Scheiterern ist. Sodaß es eine "Möglichheit zum Bösen" bleibt, ohnd deshalb das Prinzip der Welt ZU SEIN! Denn das Gute an der Welt ist, daßsie Schöpfung ist, und damit in ihrer eigentlichen Natur, die es aber erst in Gestalt zu bringen gilt, und das ist Erziehung, zur Wirklichung kommt.

Samstag, 30. Juli 2022

Gedankensplitter (1426a)

Der New Yorker "Pädagogik-Rebell" John Taylor Gatto (1937-2018) meinte einmal, daß er die Erfahrung gemacht habe, daß das amerikanische Schulsystem durch die Praxis, mit der Abschlüsse und Diplome zu erwerben sind, bewirkt hat, daß er laufend auf Absolventen treffe, die schon durch ihre gesmmelten Titel in hohe und höchste Positionen gelangen und unendliche Vorteile am Arbeitsmarkt haben, in Wirklichkeit aber selbst von ihrem studierten Fach absolut keine Ahnung haben. 

Das einzige was sie gelernt haben ist, solche multiple choice-Tests auszufüllen. Und diese sind als Leistungsmesser grotesk. Weil sie schon aus ihrer Natur heraus nahezu jeden "qualifizieren", der nur halbwegs weiß, wie man sie ausfüllt.

Eingeführt wurden sie, um quasi neutrales, rein auf Leistung zentriertes Abprüfen der Fähigkeiten eines Kandidaten zu ermöglichen. Darin zeigt sich also bereitrs ein technizistischer, funktionalistischer Begriff des Wesens der Welt als Summe von je vereinzelbaren, für sich stellbaren Funktionen. 

Die Realität schaut dann so aus, daß von vier Wahlmöglichkeiten (Standard bei solchen Tests) zwei ganz offensichtlicher Unsinn sind. Jeder, der nur halbwegs einen Bleistift bedienen kann, kann das erkennen. Bleiben also noch 50 Prozent der Möglichkeiten übrig. Wenn nun noch ein Funke von Hausverstand besteht, ist die Wahrscheinlichkeit, daß man sie mehrheitlich "richtig" ankreuzt so hoch, daß ein Durchkommen nahezu garantiert ist.