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Sonntag, 31. Oktober 2021

Gedankensplitter (1355b)

Flugsand und Perspektiven. Die Volksstimme. - Diese seinerzeitige Wochenzeitung der Kommunisten Österreichs (ich hatte sie jahrelang abonniert, ah, jetzt weiß ich es wieder, eine Bestellkarte, die mit besonders günstigen Studenten-Abos warb, war den Unterlagen beigelegen, die ich bei der Immatrikulation in Graz erhalten hatte) war ja billig gewesen. So wie alles billig war, was in deren Verlag entstanden ist nur das Parteiorgan der Kommunisten. (Siehe Anmerkung**)

Woher auch immer, ob aus Wien, Moskau, Berlin, Bucuresti oder Budapest, Druckwerke dieser Provenienz waren untereinander absolut ähnlich. Sie rochen sogar gleich. Wie meine Marx-Lenin-Übersichtswerke, die stehen noch heute in meiner Bibliothek (und riechen noch immer stark, wenn man sie aufschlägt). Sie sind aber wenig wert, wie ich oft genug gesehen habe, daß allen diesen Ausgaben oft die interessantesten Stellen und Schriften ... fehlen.

Jedenfalls leistete sich dieses Druckwerk einer Wochenzeitung mit dem Selbstverständnis eines Parteiorgans mit einer "verkauften" Auflage von 4.000 oder 5.000 Exemplaren (Mitgliedschaft in der KPÖ schloß ein Abonnement im Jahresbeitrag mit ein) den unfaßbaren Luxus, über dessen Sinn scheinbar niemand auf konservativer Seite nachdachte, dutzende Ausbildungsstätten für Journalisten zu bieten. Vor zwanzig, dreißig Jahren gab eine Untersuchung. 
 

Samstag, 30. Oktober 2021

Gedankensplitter (1355a)

[Man erzählt sich von] allen wahrhaft großen Menschen, daß sie mehr Typen als Individuen gewesen seien. 
(Richard von Schaukal, Erkenntnisse und Betrachtungen)

Persönlichkeit entfaltet sich in dem Maß, als der Mensch sich auf einen Ort hin überschreitet. Nicht im "Selbst sein wollen" liegt also die Größe, sondern in der Bereitschaft zu empfangen, dessen, was immer da kommt, indem man sich an eine Aufgabe, an eine Identität, an eine (immer erhaltene, einem übergebene) Position in der Welt hingibt.  

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Im Magna-Autozulieferteilebau-Werk in Graz, der Hauptstadt der Steiermark (eine Fabrik, die übrigens auch und im Auftrag von Mercedes, BMW etc. jährlich zehntausende Autos baut, das aber nicht an die große Glocke hängt, um die Automobilfirmen/-marken, ihre Kunden am Teilemarkt, nicht zu vergraulen), in diesem Werk also wurden ab Ende September die Werkskantinen für alle Ungeimpften gesperrt. Während die Firma nichts dagegen hat, daß am Fließband Geimpfte und Ungeimpfte nebeneinander stehen, miteinander arbeiten, wird beim Essen diskriminiert. Eine eigene Kantine für Ungeimpfte gibt es natürlich nicht. 

Wohlgemerkt: Wir reden hier von GESUNDEN. Die behandelt werden, als hätten sie eine Seuche. Während die Geimpften doch aus einem Grund geimpft worden sind, den man "Immunität" nennt. Wie sie bei Genesenen besteht.

Nachdem es also nicht um Gesundheitsaspekte gehen kann, denn dann dürfte man die Gesunden überhaupt nicht mehr beschäftigen, stellt sich die Frage, was damit bewirkt werden soll. Und wer soll nun wen noch anstecken? Oder handelt Magna einfach bewundernswert klug, weil die Gesunden vor der Infektion durch die Geimpften geschützt werden? 

Auch möglich. Aber einen merkwürdigen Umstand sollte man denn doch beseitigen. Den, daß so getan wird, als hätten Gesunde einen Mangel! Indem man sie zu UN-....(irgendwas) macht. Dabei sind SIE DIEJENIGEN DIE KEINEN MANGEL HABEN, und darin jedem Geimpften völlig überlegen. 
Wir leben aber überhaupt in einer Zeit, in der das Normale zum Mangel wird. Und sich alle möglichen Parteiungen und Bewegungen die größte Mühe geben, Rezepte zu verbreiten, mit denen das Normale, das Gesunde zu einem Ungesunden und Unnormalen wird. 
KEINES DIESER REZEPTE ABER, DAS NICHT SELBST ES IST, DAS KRANK UND ABNORMAL MACHT.

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Noch ein Wort zu Graz:

Sonntag, 12. April 2015

Siegespreis für den Mann

Ein Mann muß nicht nur nicht schön sein, schreibt Richard von Schaukal einmal, sondern er darf es gar nicht! Dies gilt nicht einmal für die übertragene Deutung des Wortes als geistige Schönheit, denn Geist ist keine sinnliche Qualität. 

Die Schönheit des Weibes ist völlig anderer Natur. Sie ist ihrer Natur nach sinnlicher Reiz, weckt Begierde, und will das auch, will es festhalten und womöglich steigern. Es ist der Frau Bedürfnis, schön zu sein. Sie vollendet sich dabei als Objekt. 

Aber die Schönheit des Mannes ist anderer Art. Sie ist nicht die Schönheit der Gefälligkeit. Sie ist nur indirekt als Männlichkeit erfahrbar. Er vollendet sich als Subjekt, in Schöpfung, Geist und Tat. So will es die Ordnugn der Natur: Das Weiblichste, das schöne Weib ist Preis udn Gewinn des Männlichsten, des siegenden Mannes.




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