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Sonntag, 26. Februar 2017

Freitag, 29. April 2016

Über den Ruin der Städte

Geschichte der USA - Kampf gegen die Kirche - Kampf gegen die Verortung - Dienstbarmachung für die Moderne - Verlust der Identität - ohne Identität keine Lebensentfaltung, sondern nur Technizismus (es bleiben nur technische Lebensaufgaben) - USA ist auf diesen lokalen Identitäten aufgebaut - Durchmischung zerstört Identitätsmerkmale - social engineering! - 68er Protest als Protest gegen social engineering! (interessante Perspektive!) - Auflösung der innerstädtischen Viertel und Gemeinschaften, Verdrängung in die Vorstädte - Infrastrukturprobleme!!! enorme Kosten!!! Straßen, etc. - Beispiel Detroit - nur Volk ist wichtig, und das beruht auf der Religion - Gefahr der Katholiken, die Befehle der Unterdrücker zu befolgen - in den Vorstädten verlieren alle ihre Identität, dort werden sie plötzlich nur noch zu Abstrakte: de-raced (ent-ethnisierte) Weiße - E. Michael Jones.






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Donnerstag, 21. März 2013

Zurück bleibt Wüste

Sie waren wie die Heuschrecken gekommen, um sich in Detroit niederzulassen. 200.000 Einwohner hatte Detroit zu Beginn des 20. Jhds., dann kam Ford und baute seine "Lizzy T". Noch heute  haben Ford, Chrysler und selbst VW ihre US-Zentralen in Detroit. Mit allen Begleiterscheinungen einer Boomtown, wie extreme Kriminalitätsrate, sichtbarstes Zeichen eines Geistes, der nur versucht so viel wie möglich herauszuholen. Detroit als Aushängeschild des american dream - zwei Autos, Haus am Stadtrand, lächelnde Erfolgsamerikaner - erzählt zugleich die Wahrheit darüber. 1,8 Mio Einwohner hatte die Stadt am Michigansee noch im Jahre 1970. Aber niemand, wie sich jetzt herausstellt, will dort in Wahrheit leben. So richtig leben. Niemand liebte den Ort, der ihn nährte. Sie kamen lediglich, um ein funktionales Leben aufrechtzuhalten, in Konsum und Einkommen, um abzukassieren. Ohne Bezug zum Boden, ohne Bezug zum Land. Die Stadt war ein künstliches Produkt aus Funktionalität, die aber noch lange keine Stadt macht. Sobald die Funktion versagte, die Autoindustrie in den USA einbrach und weniger Arbeiter beschäftigte, zogen die Einwohner weiter.

Heute hat Detroit noch 700.000 Einwohner. Weggezogen sind vor allem die Weißen, nur noch im Norden der Stadt befinden sich Viertel mit dafür fast 100 % weißer Bevölkerung. 82 % der heutigen Bewohner aber sind nicht weiß, und sie bewohnen vor allem das Zentrum.

Darunter sind auch größere Zuwanderergruppen aus Kleinasien, so die 113.000 Aramäer/Assyrer (Chaldäer), die vor religiöser Verfolgung in ihren Heimatländern flohen.

Die Stadt steht vor der Pleite. Die über 6 Mrd. Dollar Verpflichtungen für Pensionen und Sozialleistungen der Stadtbediensteten mitgerechnet, hat die Stadt 15 Mrd. Dollar Schulden. Und keine Wirtschaft, die das noch erarbeiten könnte. 35 % der Gebäude stehen leer, die Infrastruktur in weiten Teilen der Stadt ist nicht mehr bezahlbar, sämtliche Neuansiedlungsprojekte für junge Menschen waren nie mehr als großmäulig herausgestellte Vorzeigeprojekte angeblichen Kreativsinns, der aber kaum mehr war als Sinn fürs Morbide. Sie sind nicht einmal erwähnenswert in der Gesamtauswirkung im Sinne einer "belebten Stadt". Aus eigener Kraft bildet sich kein tragfähiges wirtschaftliches Leben mehr. Die Stadt wird, wenn nichts passiert, im Juni d. J. zahlungsunfähig sein, und hat Gläubigerschutz beantragt.

Es gab in der Antike ein unausgesprochenes Gesetz. Daß Mitbürger im eigentlichen Sinn nur werden konnte, der sich nicht nur mit Grund und Boden und damit dem Schicksal der Stadt selbst verschweißte, sondern auch daß sich ein Mitbürger mit allen Rechten daran bemaß, daß er in der Lage war, nach Einbrüchen und Katastrophen, nach Krisen, die Stadt neu zu gründen. Dieselbe Stadt. So waren auch die Kolonien zu verstehen, die das Mittelmeer kennzeichneten, die sich sämtlich auf eine Herkunftsstadt bezogen, und wirklich deren Söhne und Töchter waren. Wuchs nämlich eine Stadt über das Maß der Überschaubarkeit hinaus, drohte diese Verwurzelung im Ganzen zu entfliehen, wurde manchmal sogar per Los ein Teil der Bevölkerung bestimmt, auszuwandern, eine Tochterstadt zu gründen. Kein Einzelner durfte "systemrelevant" werden, es mußte eine bestimmte gewachsene Harmonie der Gewichte erhalten bleiben, die die Stadt zu einem lebendigen Organismus - Ungleicher - machte. So wurden Bürger herangezogen, die auch bei Zerstörung durch einen Feind, aus den Trümmern, wieder das aufbauten und erneuerten, was bereits zuvor dagewesen war. Diese Regenerationskraft war der Überlebensgarant menschlicher Ansiedlung, und der Arbeitsteiligkeit der Stadt.






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Donnerstag, 14. Oktober 2010

Der amerikanische Traum

Einst war Detroit, als damals viertgrößte Metropole der USA, das Flaggschiff des amerikanischen Traums vom Leben: Jeder verwirklichte ihn dort, und er bestand aus einem Job in der Autoindustrie, einem Haus in der Vorstadt, einem zweiten Haus am Michigansee mit einem Boot und zwei Autos, und einem Tod mit einem lächelnden Gesicht. Dann kam der Einbruch in der Autoindustrie.

Heute versuchen die jungen Detroiter, mit den Gegebenheiten zurande zukommen. Mit den Industrie- und Vorstadtwüsten. Ein völlig neues Detroit, ein völlig neues Lebensgefühl entstand aus dem Versuch, sich die Stadt lebenswert zu biegen.

 
*141010*