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Sonntag, 3. März 2024

Die wahre Strafe Gottes

Man kann es nicht anders sehen - ja, wir erleben eine Strafe gottes. Aber diese Strafe ist nicht ein Krieg, eine Krankheit, oder was auch immer an konkreten Unbill auch daherkommen mag. Die Strafe Gottes entspricth unserer Art, in der wir gegen Gott vorgegangen sind: Es ist eine Art "Rückzug", den wir durchgeführt haben, in dem wir nun tatsächlich auf uns zurückgeworfen bleiben. Damit fehlt dem Denken das, was es zum eigentlichen Denken macht - die Gnade. Die schöpferische Kraft, die alleien aus Gott stammt udn in Gott besteht.
So erleben wir nun, daß wir uns immer mehr in Irrgärten der Wirklichkeitsentfernung verstrickt haben. In denen wir weder sehen, was die wahren Problmene sind, noch, wie sie zu lösen wären. Und das ist die Strafe: Gott läßt das zu.
Er läßt es auch zu, weil die als letzthinnige Folge erleben werde, daß das Insgesamt der Welt gar nicht in unserer Hand, in unserer Reichweite sogar liegt, sondern immer noch in Goittes Hand. Die Lösung der Rätsel wird deshalb auf wunderbare Weise geschehen. Udn darauf können wir sogar vertrauen.

Donnerstag, 10. November 2022

Gedankensplitter (1431)

Wenn sich ein 'Regime wie das des Westens entschieden hat, gegen "Fake-News" vorzugehen, also Zensur einzufhren (und ich bin nicht einmal ein strikter Gegner von Zensur, solange diese klar zwischen subjektiver Meinungsfreiheit und der Technik der Veröffentilchung, der Agora einer Gemeinschaft als ihrem bestimmungsgemäßen Tätigkeitsort unterscheidet*), dann braucht es eine unbedingte, ja absolute Instanz, die entscheidet, was Wahrheit ist, und was Lüge, also Fake. 

Weil das aber kein Politiker kann, muß ein Staat, der sich dzau entschließt, auch eine STelle einrichten - nennen wir sie  (nach Orwell) Wahrheitsministerium. Wenn ein Staat sich entschließt, zu zensieren, ist so eine Instanz unerläßlich.

Was aber gewährleistet, so las ich unlängst Aussagen von Politikern, daß dieses Ministerium dann auch Wahrheit erkennt? Die Wissenschaft!

Donnerstag, 3. November 2022

Die verordnete Unlust am Leben

Fällt es nur mir auf? Denn es ist darüber noch nie gesrprochen worden. Oder ist es nur ein Sozialeffekt, und einer, der nur mir als so bedeutend erscheint? Es geht darum, daß wir uns in einer Situtation befinden, die landauf landab und von Meinungsforschungsinstituten zu persönnlichen Eindrücken feststellt, daß sich die Menschen in unseren Ländern in einer kaum schlechter vorstellbaren STIMMUNG befinden. Und diese Stimmung hat sich innerhalb der letzten zweieinhalb Jahren so dramatisch verschlechtert!

Oh ja, ich weiß, genau das wird mit dem ERNST DER LAGE gerechtfertigt. Mit der furchtbaren Seuche, die uns geplagt hat, auf die dann der nächste Schock, der Ukrainekrieg, gleich folgte, dann kam die Inflation, die Energiekrise, die unsere Rezeption der Welt so dramatisch einengte und verbittert machte, daß wir uns alles in allem jede Lebrenslust verloren zu haben scheinen. 

Der Einbruch der Geburtenraten - oh ja, auch der ist ganz objektiv begründet - den wir derzeit erleben, ist nur zu einem Teil mit Folgen der mRNA-Impfung zu begründen, denn es gibt keinen besseren Indiktor für ein gotterfülltes, freudvolles, sinnerfülltes Leben als die Offenheit für Nachwuchs, die der Tanz der sich einander entgegenreckenden Schniedelwutze und Gebärmuttern vollführen. Er ist deshalb das vielleicht stärkste Indiz, und kein weiterer Grund, vor Ernst die Mundwinkel im Keller einfrieren zu lassen.

Sonntag, 19. Juni 2022

Gedankensplitter (1553)

Eine Zeit, in der das Schöne des Wahren zum Traurigen wird. Weil man zugleich fühlt, daß es abgelehnt wird, und keine Chance hat, verstanden zu werden.

Abends, zurück, steigt dieses seltsames Fazit auf: Als hätte ich an diesem Tag wie zum Exempel nur Ausländer gesehen, die wie Zecken an den Österreichern hängen, und sie belügen, betrügen, bestehlen und verachten, wenn nicht hassen.

***

Wien Meidling. Die ausländische (arabische?) Empfangskraft beim Arzt spricht halbwegs gutes (Anführungszeichen!) Deutsch. Dennoch weiß ich, daß exakte Kommunikation nicht mehr möglich ist. Das Wesentliche des Sprechens ist also auch hier nicht mehr möglich. Aber das wird ohnehin nicht relevant, ehe man mich untersucht, muß ich einen nächsten Termin vereinbaren.

Aber die Frau ist offenbar dem Klientel angepaßt, das die Warteräume bevölkert. Sie genießt es sichtlich, mich, den einzigen Inländer im Wartesaal, gleich, nein, schlechter als die anderen zu behandeln, udn von mir Dinge zu verlangen, die unter Österreichern selbstverständlich sind. "Kommen sie pünktlich zum Termin." Sie schreibt mienen Namen wie einen islamischen Namen, kennt diesen so typisch deutschen Namen naatürlich nicht, hat ihn vermutlich noch nie gehört. Ich überlege was ich sagen würde, wenn sie etwas sagen würde, daß das ein seltsamer Name sei, oder ähnlniches. "Ein sehr deutsche Name"? Wäre ich dann als Rassist verleumdet, und noch schlechter dran? 

"Aber nur, weil ein andere Termin ausgefallen ist! Sonst erst in zwei Woche."

Dienstag, 22. März 2022

Der Schrecken der Äquivokation

Es hat mich zunehmend erschreckt festzustellen, daß so vieles, was aus Mündern kommt, die ich doch glatt als mir völlig entgegengesetzer Absichten und Hoffnungen stammender Geistesherkunft beurteile, mit eigenen Analysen übereinstimmt. Bis ich mir darüber klar wurde. Sie erlauben sich nämlich etwas, das durch die Gehirnwäsche und Des-Information, der unsere (ja, alle westlichen oder westizistischen, also "nach Westen" strebenden) Länder unterworfen waren und sind, Bereichen zufällt, die immanent als Tabu und Verbotszone eingerichtet sind. Und das ist eine weitgehende Zulassung (Zulassung!) von Realitäten. 

Ohne diese aber keine Venrunft, ohne die unbedingte Bereitschaft zuzulassen, was immer da "außen" als und in der Welt sein möge isset gibt es keinen Zugang zum Wirklichen, und nichts von dem, was man als Nachdenken bezeichnet. Das die Oberflächenwirren zur Ruhe kommen läßt, um die unsichtbaren, die hitner allen Dingen stehende Wirklichkeit erkennen könnte. Ohne diese Reinigung, ohne diese Selbstlosigkeit somit, ist keine Wahrheit und kein wirkliches "Denken" möglich.

Donnerstag, 3. März 2022

Weil wir alle brauchen (2)

Der Stolz. Der Haß, und der Tod. Wen Gott nicht will? Den läßt er nicht gebraucht sein. Wer seine Kinder haßt, macht sie unnütz und braucht sie nicht. Die Wahrheit der Gegenprobe - Die Gegenprobe liefert der Gedanke an die schwerste Verwundung, die man einem Menschen zufügen kann - und das ist, ihn zu ignorieren. Das ist ihn und seine Lebensäußerungen nicht zur Kenntnis zu nehmen. Ihn zu isolieren, also von allen Beziehungen abzuschneiden. Man kann einen Menschen kaum mehr schädigen, als ihm diese Beziehungen abzuschneiden. Wobei diese Schäden schon nach recht kurzer Zeit langfristige bis dauerhafte Veränderungen im Geschädigten nach sich ziehen. Er verliert Vertrauen, er reagiert wie ein Tramatisierter - durch besondere "Dienstbarkeit" und "Gefälligkeitswollen", um das nicht mehr erleben zumüssen 

Die dem Trauma eigentümliche Erfahrung der völligen Ausgeliefetheit und Wehrlosigkeit, des Verlust jeder Eigenmächtigkeit im Leben. Die die abgrundtiefe Erfahrung der Nicht-Gebrauchtheit ist, die wiederum die Erfahrung ist, VON GOTT NICHT GEWOLLT ZU SEIN

Mittwoch, 2. März 2022

Weil wir alle brauchen (1)

Wenn es eines Beweises bedürfte, der das Schlechte des Sozialismus und des Sozialstaates moderner Prägung belegte, dann hätten wir ihn hier. Wenn es einen Beleg bräuchte, der die Kälte der Gegenwart bezeugte, dann wäre es das. Wenn es eines Kriteriums fehlte, das direkter das Wesen der Liebe begreifen lassen würde, dann hätten wir es damit. Wenn es eine Beschreibung bräuchte, die das Soziale am klarste definierte, dann wäre es diese. Wer wissen wollte, was das Universum am Vortrefflichsten beschriebe, der müßte dieses da begreifen lernen. Und wer das Schlimmste kennen lernen wollte, das man dem Nächsten antun kann, dann müßte man dessen absichtliche Leugnung und Verweigerung nennen.

Die Rede ist vom Wesen des Brauchens, und von der Güte des Gebrauchtwerdens als jener Sonne, die jedes Lebendige, ja überhaupt alles was da isset, sein, wachsen und blühen weil selbst sein läßt. Denn alles, was da ist, ist weil es auf etwas HIN ist, also sich durch sein Tun AM ANDEREN erfüllt. Während alles, was da isset, nur ist, weil es etwas gibt, das von ihm gebraucht wird. So hält die Schöpfung Gottes zusammen, das ist ihr Leim der Ganzheit, wenn man es beschrieben haben will. Ersichtlich an Gott, dem Sein selbst, dem der da "isset" (Jahweh), und ohne den nichts (ihm ähnlich wie alles, was geschaffen ist, dem Schöpfer ähnelt) isset.

Kaum eine Sünde, die sich nicht in einer Verfehlung in diesem Verhältnis aller Dinge der Schöpfung zueinander beschreiben ließe. Und allem voran steht die Liebe als die Erfüllung dieser Wesensbestimmung alles Seienden. Die Liebe, die man da "zu haben" habe, die ein Gebot ist, das erst in dem und welches nur in diesem gelingen kann, was wir denn als "Soziales", als Beziehung ZWISCHEN zwei (und mehreren) Dingen und Lebendigen beschreiben.

WIR BRAUCHEN EINANDER.

Donnerstag, 6. Januar 2022

Epiphanie

 "Erschienen ist die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes."

Altar zur Epiphanie, Kirche am Kinzerplatz, Wien - Photo by M

Aber sie ist als Teil seines Wesens erschienen, nicht wie es bei uns Menschen ist, als Akzidens, also als hinzugekommene Eigenschaft.

Freitag, 24. Dezember 2021

Erwartung (2)

Ort des Gebens und Nehmens als Ort des Menschen überhaupt.

Der Anfang - Das Ereignen der Geburt des Gottessohnes ist in seinem Wesen die Herabkunft eines Geschenks. Und deshalb schenkt man - wie beim Potlatch. Denn es ist das auf die Hoffnung (die in der Erfahrung zur Erwartung wird) antwortende Geben, das eine ontologisch bilaterale Verbindung - einen Ort, von dem wir hier schon so oft gesprochen haben - real zur Welt bringt und Welt sein läßt. In der Erwartung, daß die Gabe nicht einseitig ist, sondern Element eines Ortes, der ein Spiel des Seins in Gegenseitigkeit ist. 

                                           Der Pfarrhund - Photo by M                         
Die Bitte
 - Selbst das Hündchen weiß darum, und "benimmt" sich entsprechend: Die Haltung der Erwartung ist also ebenfalls ein Ritus, um dessen existentielle Bedeutung jedes Geschöpf weiß. Wenn es also aber ein Hund vermag, unser Herz zu rühren, indem er die Haltung der Bitte einnimmt, ja (als kleines Wesen trifft das ja zu) die Bitte selber IST, wieviel mehr kann man das auch von Gott erwarten? So wenig, wie wir dann geben müssen, so wenig muß auch Gott geben. Aber wir tun es aus Liebe, und sind selbst darin Gott ähnlich.

Erwartung (1)

Pfarrhofhund Sam - Bild by M
Völlig angewiesen, völlig ausgeliefert, erhofft das Lebewesen seine Gabe. Aber es ist mehr als Hoffnung, seine Haltung ist bereits die der Erwartung, die eine bestimmte Gewißheit der Gabe voraussetzt.

Ganz selbstverständlich geht aber das Hündchen davon aus, daß es ein lebenserhaltendes und -förderndes Gut ist, das er zu erwarten hat. Das über alle Ebenen seiner möglichen Existenz reicht. Vom Häppchen bis zum Wort, das seinem Leben die Ordnung gibt, die sein Herr für es vorgesehen hat, und in der er seinen Lebensraum findet und schafft. Und in dem sich seine Geschichte ereignen wird.

Dienstag, 8. September 2020

Und steht die Hoffnung nicht, erhebt sich Grauen (2)

Teil 2)



So erhebt sich aus der Hoffnungslosigkeit eine Welt des Grauens. Die mit zwanghaftem, auferlegtem, gesolltem Optimismus (und sei es den der "Hoffnung" auf eine "baldige Impfung gegen Corona") dieses Fehlen der Göttlichen Tugend im Menschen ersetzen soll. Um eine Welt zu zeugen, die eine Utopie ist, ein Paradies, ein Phantasialand.
Also haben wir es mit einer Welt des "Gewußten" zu tun, einer Wissenschaft, die sich dazu gewandelt hat, einer "Bildung" die diesen Charakter angenommen hat - daß das "Gewußte" zu einem verzweifelten, also der Hoffnung entbehrenden Diktat wird, wie die Welt ZU SEIN HAT. Weil ohne Glaube die Welt zu einem Unerkennbaren zerrinnt, zu einer Welt der Schatten, ja nicht einmal dieser. Zu einem Tappen in einem dunkelen Raum. 
So erleben wir es, so erleben wir diese Welt, wie sie in den Medien herantritt, diesem bevorzugten Instrument der Manipulation, also der Gewalt am Weltwissen der Menschen - so erleben wir, daß das "Gewußte" zu einem Diktat wird, dem jeder zu folgen hat. Um wenigstens irgendwie - in sich aber zutiefst irrational - die Welt noch handhabbar weil "erkannt" zu halten.
In dieser solcher Welt darf nichts andere mehr "gewußt" - das heißt: als Wirklichkeit gesagt und gedacht - werden, als der Wille der Verzweifelten festlegt. Der somit zu einem bösen Willen wird, ja zu einem Wollen des Bösen. 
Der ebenso verhindert, daß jede Vorausschau, jedes Bild der Zukunft ernsthaft und real vorgestellt wird. Der somit verhindern muß, daß die Menschen die Tangenten an die Gegenwart anlegen, um durch deren fürderen Verlauf zu sehen, wo wir bei gleichbleibender Richtung unseres Wollens landen. 
Der damit das gegenwärtige Handeln aber aus jedem wahren Sinnhorizont herausreißen muß, um durch Vorgabediktat eines Sinnes das Sehen verhindern und bestimmen möchte. Damit wird die Vorgabe des Sinns auf jene Art zum Dogma, in der alles verhindert und bei Strafe verhindert wird, das nicht diesem Sinn entspricht.  
Denken wir dabei einfach, wenn wir den Aufweis der Richtigkeit dieser Aussagen suchen. Denken wir an die letzten Krisen, die uns bestimmen, die (angebliche) Klimakrise, die (angebliche) Corona-Krise. Wo wir erlebt haben, daß der Sinn unhinterfragt bleiben muß. Daß es sich hier wie da unausweichlich um eine existentielle, ja apokalyptische Bedrohung handelt. Wo alles, was an Daten im Täglichen auftaucht, nur noch in dieser Hinsicht gedeutet und damit zu "Fakten" gemacht wird. 
Während wir gar nicht mehr bemerken, wie anders die Welt vielleicht ist! So anders, daß bei gleichbleibenden Daten ein völlig anderer Sinn belegt wird. Der niemals von einer Gefahr sprechen könnte, die dieser dogmatisierten Sinndeutung auch nur annähernd gleichkommt.
So erkennen wir vielleicht, wie gefährlich diese Haltung der Hoffnungslosigkeit für uns werden kann. Weil sie unser Entscheiden und damit Handeln sinnlos machen kann, weil sie Hoffnung durch Zwang zur Utopie ersetzt. 
Nichts und niemandem fehlt aber die Hoffnung so sichtbar, wie der Utopie und dem Utopisten. Und nichts und niemandem fehlt dieser unserer gegenwärtigen Welt, die wie ein Schwamm vollgesogen von Utopie ist, so sehr wie die Ergebenheit in den Willen und die Vorsehung Gottes. Nichts fehlt also so sehr wie der Glaube an die weltschaffende wie welterhaltende Kraft und Wollen der Wahrheit selbst, also dem logos, auf dem alles Welthafte aufruht, weil von ihm in dieser Mehrdimensionalität des Personalen - Wissen, Ergebenheit, Liebe als Seinsbejahung - durchwirkt ist.

Damit ist die Analyse klar im Ergebnis. Daß wir in einer immer verzweifelteren Welt leben, die in dem Maß auf unser geistiges Leben (weil wir Personen sind) ausgreift, als sie den allumfassenden, in jeder Weise offenen (und damit den katholisch seienden) Glauben als Weg der Enthüllung eines uns betreffenden, die Realität durchwaltenden Wirklichen und damit als einzig mögliche Basis der von Gott eingesenkten Tugend der Hoffnung verliert. 

Die begriffen hat, daß es kein Glück außerhalb des Wollens Gottes gibt, das sich von unserem kleinen, innerweltlich bedingten, psychologisch begründbaren Wollen und Wünschen grundsätzlich unterscheidet. Weil sie jedes Ergebnis des Spiels schon im Vorhinein als das Beste, Mögliche annimmt.

Eine solche Welt aber ist eine Welt des Grauens, und eine Inkarnation der Hölle, die Satan selbst nicht möglich wäre, der aber diese Welt genau in dieser Verzweiflung des Menschen erst zur Pforte zu jener Ewigen Hölle zu machen vermag, in der wir damit vorzeitig gelandet sind, wenn wir den Glauben verloren haben.

Der wie die Hoffnung ein göttliches Geschenk, somit ein Eingreifen in die reale, fleischliche Welt ist. Fehlen aber diese beiden, fehlt der Glaube, fehlt die eingesenkte Hoffnung - was bleibt dann noch zu lieben, und aus welcher Kraft könnte dann noch geliebt werden?

Fehlt die Hoffnung, erhebt sich also Grauen und erhält ihren Namen. Es sind die Namen, die das Schicksal der Welt bestimmen. Denn auch im Anfang war das Wort. Es aber war - ein Name.




*210820*

Montag, 7. September 2020

Und steht die Hoffnung nicht, erhebt sich Grauen (1)

Vielleicht vergißt man es, vielleicht aber kann man es nur aus einer menschlich-psychologischen Warte heraus verstehen - daß die Hoffnung wie der Glaube und wie die Liebe göttliche Tugenden sind. Tugenden, die nicht "zu machen" sind, sondern die uns kraft der Sakramente eingesenkt werden. Einmal durch die Taufe (mit Ehe, Firmung und Kommunion als Vollendung) als Grundlage (das heißt wiederum: durch die Kirche generell), und dann durch jene übrigen Sakramente, die im Rahmen eines entfalteten Gnaden- und Glaubensleben gesehen werden können. Und das heißt als Tugendleben. Denn das Laster verdunkelt deren Wirkung, ja trocknet sie aus und macht sie sogar zur Anklage im Gericht.

Wenn wir uns aber hier nur der Hoffnung zuwenden, so auch in ihrem Zusammenhang mit den übrigen zwei göttlichen Tugenden, dem Glauben und der Liebe, denn sie spielen zusammen, und wirken aufeinander. Darauf wiederum greifen wir vor allem den Glauben heraus, denn er bietet jene sachliche, vernunftbetontere Grundlage, auf der im speziellen die Hoffnung aufruht. 

Und die Hoffnung wird vielleicht am wenigsten von diesen drei Tugenden verstanden. Sie hat nämlich nichts mit Optimismus zu tun, der nicht einmal ihre kleine Schwester ist oder als solche bezeichnet werden könnte. Denn jener ist eine weltlich-psychische (und psychologische) Dimension, die von aller Übernatur abgeschlossen bleibt. Die Hoffnung ist also nicht etwas, das auf Optimismus (als deren natürliche Grundlage, treu dem Wissen um die Tatsache, daß die Gnade der Natur folgt, ja diese voraussetzt.

Die Hoffnung ist aber vielleicht jene Tugend, deren Fehlen am meisten zu beobachten ist. Denn sie hat eine sehr weltliche Auswirkung und betrifft die Weise des In-der-Welt-Stehens. Sie ist darin die Haltung der Offenheit dem Begegnenden gegenüber. Eine Offenheit, die nur aus der Glaubensergebenheit zu verstehen ist, und die Zukunft in der Hand Gottes weiß. Damit bleibt sie - im Gegensatz zum Optimismus - ergebnisoffen, und ihre Freude bezieht sich gerade darauf. Während der Optimismus gerade diese Gottergebenheit ausschließt, weil ein nützliches, erwünschtes Ergebnis herbeisehnt oder gar aus der Sicherheit der weltlichen Vorbereitung heraus erwartet. In Gott aber gibt es diese Art der Sicherheit nicht, ja sie schließt sich sogar aus.

Denn für Gott ist die Welt ein Spiel, und zwar ein Tanz der Freude, des Lobes, der Selbstentfaltung, und völlig unabhängig von jedem Ergebnis, wie wir Menschen es sehen würden. Zu hoffen bedeutet nicht, irgendein "gutes Ausgehen" des Lebens - als "Gelingen" irdischer Vorstellungen, als "Heile Welt" (in den Augen der Menschen) sozusagen - zu erwarten, oder darauf zu bauen. Im Gegenteil, ist die Hoffnung davon abhängig, wie sehr im Glauben, der hier ein Glauben an die Göttliche Vorsehung ist, an Gottes Willen festgehalten wird. 

Doch an letzterem mangelt es in der Gegenwart, das läßt sich mit Sicherheit sagen. Denn am sichersten läßt sich dies aus einer politischen, medialen, sprachlich-geistigen, gesellschaftlichen Situation erkennen, in der jeder Verantwortungsträger durch sein Verhalten auf den Glauben an ein "gutes Ausgehen" einer Sache abzielt. 

Und dieses Verhalten hat sich in allen Lebensbereichen in unserer Kultur, die damit zeigt, daß ihr bereits die Grundlagen fehlen (also gar nicht mehr substituiert werden können), durchgesetzt. Es ist in der Dichte und Qualität der Propaganda erkennbar, in der "Stimmung" und "gesollter Optimismus" die Hoffnung ersetzen soll. Ja es läßt sich beobachten, daß ein enorm hoher Anteil des praktischen Lebens in irgendeiner Form die fehlende Hoffnung ersetzen soll. 

Diese Maßnahmen sind daran erkennbar, daß sie auf die menschliche Seele und deren Selbsterfahren ausgreifen wollen. Sie wollen jenen Realismus verhindern, der ergebnisoffen dem Begegnenden gegenübersteht, und bis über die Schwellen des Aberglaubens hinaus einen geistigen Raum schaffen, in dem durch zu wenig Erwartung auf ein erwünschtes Ergebnis zumindest nicht verhindert wird, daß dieses gewünschte Ergebnis auch eintritt. 

Durch erlahmendes Engagement etwa, durch zu wenig Sorgfalt, noch mehr aber durch ein Engagement, das über die realistische Haltung der Erwartungslosigkeit hinausgeht und voluntaristisch, also durch überschießendes "Wollen", über den sachlich-natürlichen Rahmen hinaus am Gelingen einer Unternehmung mitwirkt.

Im Gegenstück zum "bene-dicere", also dem "gut-sprechen" (=dem Segen), soll nun ein "male-dicere", ein "schlecht-sprechen", verhindert werden. Wenn wir es mit Redeverboten und Internetzensur sehr zahlreicher Art zu tun haben, in denen etwa eine "Leugnung der Corona-Gefahr", ein "Kleinreden der Klimabedrohung" (und der Leser wird noch eine Reihe weiterer Beispiele ähnlicher Gesinnungsweise kennen, und zwar gerade aus dem Alltäglichen) verhindert werden soll, in dem die Meinung der Menschen bestimmt und gesteuert werden soll, dann erfolgt dies aus dem Ausschließen des Willen Gottes heraus.

Das heißt, daß in allen Lebensbereichen mittlerweile jenes Vertrauen fehlt, das eine Zuwendung zur Sachlichkeit, eine Hingabe ans sachlich orientierte Tun erlaubt, sondern in jedem Moment dessen Ausgang - mit Zittern und Bangen - gewiß stellen möchte. So bricht in die einzig schöpferische Gegenwart, der Hinwendung und Öffnung der Übernatur gegenüber, die jede Zukunft zwingen wollende Hand der Angst herein. Die jedes Verhalten insofern fürchtet, als es aus der Verbindung mit der Sache selbst zu einem Ausgang führen könnte, der dem eigenen Planen und Wollen entgegensteht. Die Wirklichkeit wird zum Feind!

Fehlt also die Hoffnung, fehlt nicht nur mit Sicherheit auch der Glaube, also die volle Wirklichkeit des Wissens, sondern das Wirkliche als Wirkendes (also das aktive Element des Seins, Gottes Liebe somit) wird zur Bedrohung. Ja, jeder Augenblick selbst wird gefürchtet, weil er das Leben, die Welt aus den besorgt begleiteten Dahingleiten auf den Schienen des Guten (und das ergibt sich aus der Sachlichkeit, dem Sein im Seienden).

Paranoia ist die logische und unausbleibliche Folge, die die Hand zur Faust ballt, um alles und jeden zu zwingen und zu beherrschen. Die vor allem das zwingen möchte, das das Bewegen in principio, also vom Ursprung her, auslöst und trägt: Der Geist, das Wort, das Denken, und in dieser Linie: Das Meinen, die Sichtweise, die individuelle Überzeugung, worauf immer man es in dieser Linie noch herunterbrechen möchte.

Morgen Teil 2)



*210820*

Sonntag, 2. August 2020

Einschub zu Entsühnung als Geschichte simulierendes Drama (5)

Teil 5) Einschub: Kult ist Volk vor Gott. 


Die Heilstat Christi umfaßt somit nur, was konkret, fleischlich präsent ist. Das macht auch seine Heilstat selbst so "abhängig" davon, daß er alle Seinsdimensionen, alle Dimensionen der zu erlösenden Menschheit umfassen mußte. Bis hin zur Anwesenheit der Römer. Bis zur Notwendigkeit, Jude zu sein, weil es kein Menschsein gibt ohne Zugehörigkeit zu einem Volk (sodaß das Judentum, wäre es nicht aus Tradition Gottes Volk gewesen, ZUFÄLLIG, Gottes Spielende Hand also war, in der er der Menschheit gegenübersteht). Bis zur Notwendigkeit des Todes. 
Was wir also nicht im Kult vor Gott stellen, wird nicht in die Erlösung hineingezogen. Das Volk umfaßt alle Teile, konkret, in allen Ebenen und Hierarchien. Deshalb ist Kult seinem Wesen nach ortsbezogen. Deshalb hat jede Kultur am Kultplatz begonnen, und ist dort ge- wie begründet.
Den Kult quasi zu privatisieren, aus der Öffentlichkeit herauszunehmen, bedeutet die Reduktion des Lebens (das wesentlich Kultur ist) auf "das nackte Überleben", wie Giorgio Agamben es einmal beschreibt, bedeutet es auf die Ebene einer Existenz in einem KZ zu stellen. 
Man zerbricht den Menschen im eigentlichen Sinn über den Entzug der Würde, nicht durch zu wenig Brot oder Klopapier. Und Entzug der Kultur ist Entzug der Würde. Die beim Kult beginnt! Denn der Mensch lebt immer zuerst aus der himmlischen Sendung.
Und deshalb muß ein Kult öffentlich sein. Selbst in schlimmsten Pestzeiten ist der Heilige Philipp Neri an die Straßenkreuzungen gegangen, und hat dort den Opferkult abgehalten. 

Oder er umfaßt eben nur mehr oder weniger kleine Teile des Volkes. Die Höhe unserer Kultur konnte sich erst entfalten, durchwirkt von der Wahrheit, als der Kult aus den Katakomben herauskam und öffentlich wurde. Wer den Staat, die Obrigkeit aus dem Kult herausnimmt, wo der Staat also die Öffentlichkeit des Kultes verbietet, muß der Staat etc. ins Verderben fallen.

Denn die Kirche ist Repräsentanz (hier im Symbol, dort in der Sakramentalität, also in der Einbiegung in den Himmel bzw. umgekehrt, der Rückbiegung des Himmels in die Erde) der Schöpfung, mit allen Tieren, Pflanzen und Menschen. In aller Ordnung! Was zeigt, was für ein Sakrileg schon die Gleichmacherei der Aufklärung, die sich in der seit Jahrzehnten geübten Praxis der Einebnung der Unterschiede in der Bestuhlung und in der Kirchenraumgestaltung bedeutet. 

Ein Beispiel: Niemals darf ein Sebastian Kurz ALS Sebastian Kurz an einem Kult - dem Opfer des Sohnes Gottes vor Gott, dem Vater! - und damit als Privatmann teilnehmen. Er MUSZ in vollem Ornat und ALS Regierender Kanzler, der obersten Macht im Staat (neben dem König, dem Bundespräsidenten) vor Gott auftreten. Tut er das nicht, begeht er eine schwer schuldige Tat. Schneidet er gar den Kult von der Öffentlichkeit ab, oder umgekehrt, verstümmelt er ein ganzes Volk. Gott möge ihn dafür strafen, denn das Herz des Volkes schreit immer vor Gott nach Gerechtigkeit. Wir deuten hier übrigens die innerste Dimension der Schändlichkeit der Opus Dei Sekte an.
Bis zum späten Mittelalter, ja noch bis in die Kindheit des VdZ in den 1960ern, war die Ordnung in der Kirche, BEIM KULT, eine Analogie zur gesellschaftlichen Ordnung. Erst die satanische Gleichmachung der marxistischen 68er Bewegung hat das aufgelöst, und das Volk vor Gott zum Sakrileg gemacht: WAS SOLLTE GOTT NUN ERLÖSEN? Es war ja nichts da! Denn Menschheit und Menschsein ist im Wesen Ordnung und Hierarchie und Gestaltung, also Ungleichheit. Ohne Ungleichheit - keine Welt!  Und ohne die gesellschaftlichen Ebenen im Kult vor Gott ... nur Dunkelheit und Verdammnis.


Ohne Kult - keine Kultur. Und diese umfaßt nur, was im Kult vor Gott steht. Ohne Kultur aber keine Menschheit, ohne Menschheit keine Welt, sondern nur Chaos.


*240720*

Samstag, 1. August 2020

Entsühnung als Geschichte simulierendes Drama (4)

Teil 4) Noch ein Apropos. 
Und die Anmerkungen, die es in sich haben.

Nachbemerkung: Natürlich gibt es auch eine ganz andere Gruppe der Masken- und Corona-Panikverweigerer, oft Teilmenge einer vorgeblichen "Truther-"Szene und Hinter-alle-Vorhänge-Blicker. Darunter sind etwa jene, die jede persönliche Schuld von sich weisen, und (oder) die Verantwortung auf andere schieben. Und sei es auf die Beeinträchtigungen durch "Chemtrails", so wenig die Manipulation von Wetter durch "Geo-Engineering" bestritten werden kann. 

Oder die andere Glaubensgemeinschaften aufsuchen, um der Hauptverantwortung zu entfliehen. Auch sie leiden unter der Unfähigkeit, mit ihrer Schuld fertigzuwerden, was nur durch Vergebung durch das Absolute möglich wäre. Aber wir wollen an dieser Stelle dieses Faß (und manches andere) nicht auch noch öffnen. So sehr einige danach drängten. 

Aber nun noch ein Apropos zur Corona-Krise

Sarah Wiener, diese österreichische Vorzeigeköchin, die eigentlich Protagonistin für Lebensweisen war und ist (und ist Kochen nicht eigentlich das?), ist pleite. Fellner berichtet sogar, daß sie am Telephon geweint habe. Und das berührt denn doch. Zumal sich auch eine spezielle Tragik der Corona-Virtualität zeigt. Eine Zukunftsdimension, mit der alle diese Luftkasperl, die sich Tag für Tag in Pressekonferenzen als Corona-Führer aufspielen, wohl nicht einmal im Traum rechnen können. Denn JETZT durchzuhalten ist eine Frage des MORGEN.
(Kronen Zeitung) "Wir konnten auch nicht ewig frisches Geld reinpumpen und darauf hoffen, dass es schon irgendwer zahlen wird. Deshalb habe ich mitentschieden, dass wir Insolvenz anmelden, weil wir nicht mehr daran geglaubt haben, dass wir alles kompensieren können, was wir dieses Jahr verloren haben. Wesentlich war aber meine Einschätzung der Zukunft: Glaube ich, daß Corona überstanden ist und wir demnächst zu normalen Verhältnissen zurückkehren werden? Die Antwort war: Nein."
Durch die Corona-Shutdowns ist ihre ohnehin schon immer dünne finanzielle Decke, die durch ihre vor zwanzig Jahren gegründeten Restaurants in eine ständige Zerreißprobe gespannt wurde, endgültig zerrissen.

Mit gewisser Bewunderung hat sie der VdZ vor Wochen noch mit Schilderungen gehört, daß sie auch in Krisenzeiten ihre Mitarbeiter nicht entläßt, sondern sich in einer wechselseitigen familiären Beziehung sieht, wo einer für den andern einsteht, auch wenn es schlimm wird. Auch diese bewundernswerte, echt unternehmerische Haltung als ständige Leidensbereitschaft und familiale Schicksalsgemeinschaft, in der sie ihr Unternehmen sah, ist aber nun ausgelitten. 

Und wir leiden mit ihr, auch wenn sie noch weitere Standbeine hat (und leider auch den Wahnbildern erlegen ist, die dazu führen, für die österreichischen Grünen in die Politik zu gehen.) Denn man muß sie nicht mögen, aber sie hat sich tapfer geschlagen, gerade in diesem Bemühen um Wahrhaftigkeit und Substanz, über aller kapitalistischen Logik Leben und Menschlichkeit zu wahren. In der sich der VdZ an ein folgenschweres Kapitel seiner eigenen Geschichte erinnert fühlt.

***

Schön langsam zeigt sich also die brutale Wirklichkeit des von uns allen erlittenen (und noch lange nicht durchgelittenen) Shutdown, der wie der Hammer des Thor alles niedergeschlagen hat, was da noch gestanden ist. Mit einer Nachhaltigkeit, in der sich nun abzeichnet, daß Kriechen das neue Stehen wird.

Denn leider waren wir zu diesen Zeiten mit den falschen Führern geschlagen, Gott weiß warum. Er überließ uns unserer Gottferne. Dummheit, Verwirrung und Schrecken ist die Folge. Weshalb der VdZ auch hier an ein kollektives, irrationales Sehnen nach Sühne als wirkliches Motiv glaubt, denn es waren stets Menschen (und kein Virus), die auslösten, was wir nun erleiden.

Alle die Milliarden "Hilfegelder" - Schulden, in der Hauptsache sogar neu erfundenes, also tatsächlich "von der Zukunft geborgtes" Geld, das seinen Wert erst in der Zukunft erwirken muß, sonst nichts - haben natürlich auch nichts bewirkt, und werden nichts anderes bewirken als die Membran zu einer gewaltigen Explosionsladung weiter anzuspannen, das wird sich je mehr Zeit ins Land streicht umso mehr zeigen.

Gerade DIESE Reparaturversuche werden sich als der eigentliche Bumerang erweisen. Dieser Herbst und dieser Winter werden deshalb zum Durchschreiten des ersten Tores werden, als Aufbrechen eines mit jedem weiteren Schritt größeren Schreckens. Jenes Schreckens, den wir seit Jahrzehnten wegzuschließen versuchen, durch unsere Entscheidung zu einem Gesamtsystem der Schmerzvermeidung und Schuldverbergung anstelle einer Realitätsoffenheit. Das kann man schon jetzt sagen, dazu braucht es nicht viel prophetische Inspiration.


*Mancher meint, daß die Prohibition in den USA (dieses vielfach unterlaufene, in der Gesamtwirkung sogar verheerende Alkoholverbot der 1930er Jahre) exakt dieselbe Funktion hatte. Manch einer meint sogar, daß sich darin etwas Furchtbares vorbereitet: Weil die Wirksamkeit solcher Entsühnung natürlich "begrenzt" ist, wird die Bereitschaft zur Sehnsucht, an einem großen, gigantischen Weltsühnen teilzunehmen. 

Die Bereitschaft wächst somit, an einer unendlichen, weltumspannenden, alles Sein umfassenden Katastrophe - wie damals im Zweiten Weltkrieg - teilzunehmen. Der für den Verstand nur ein auslösendes, rechtfertigendes Element braucht, auf das man immer mehr mit Provokation wartet, um es zu ernsten. Damals kam dann endlich Pearl Harbour.

**Schaue der Leser doch auf die unglaublich offensichtliche Vordergründigkeit der "Infektionszahlen" als Auslöser politischer Maßnahmen! Ist ihm klar, daß diese Zahlen völlig logisches Produkt einer ausgeweiteten Testmanie sind? Als Parameter für Volksgesundheit, das vorgebliche Motiv der Politik derzeit, sind sie  - diese unfaßbare Blamage der sogenannten "Wissenschaftlichkeit" als angebliche Entscheidungsgrundlage für die Politik - absolut untauglich.

Ist dem Leser abgesehen davon klar, was für Unwägbarkeiten und Unterschiedlichkeiten in diesen Testverfahren selbst liegen? So sehr, daß sich einem die Nackenhaare sträuben, wenn man sich einmal genauer damit befaßt. Und TROTZDEM genügen sie, werden freudig umarmt und wie eine Monstranz vor der Menge getragen, die man nun sammelt und zur Prozession führt. Zeigt nicht alleine das, was sich abspielt?

***Mit Tränen quittiert der Katholik diese Aussage, denn sie macht ihm bewußt, daß diese hohepriesterliche Aufgabe durch die reale Liturgie, wie sie heute - ob in der erneuerten Version, aber sogar in der "alten" (aber notwendig toten: man kann die Wahrheit der Geschichte nicht durch Richtigkeiten herbeikonstruieren) - in der Kirche NICHT MEHR STATTFINDET. Das äußert sich in der alles andere als leidlichen Diskussion um den "Opfercharakter" des Heiligen Meßopfers. Das als Sakrament BEWIRKT WAS ES BEZEICHNET (ex opere operato). 

Nimmt man den Menschen das Opfer, suchen sie woanders nach einem, so einfach ist das. Die Bereitschaft zur Massenhysterie steigt also in dem Maß, und genau in dem Maß, als die Opferliturgie der Priester verschwindet. Das 16. und 17. Jahrhundert hat es doch so deutlich gezeigt! Die Massenbewegungen (alle mit Sühneblut auf den Fahnen!) der Neutäufer etc. etc. sind dort und in dem Maß entstanden, als das katholische Opfer durch die protestantische Psychogenetik eines Erlöstheitsgefühls (ohne liturgische, fleischliche Realität! ja das Fleisch wurde zum Feind!) ersetzt wurde.

****Mittlerweile und mitten in einem längst völligen Abflauen der Epidemie (sofern es eine solche überhaupt je gegeben hat, aber nicht einmal mehr die Scheinzahlen können noch länger aufrecht gehalten werden) sind sogar MEHR ALS 50 Prozent DER US-Amerikaner FÜR EINEN (neuerlichen und diesmal wirklich bundesweiten) TOTAL-LOCKDOWN MIT HAUSARREST FÜR ALLE.


Morgen Teil 5) Einschub aus Teil 1 - 
Warum Kult öffentlich sein muß


*240720*

Freitag, 31. Juli 2020

Entsühnung als Geschichte simulierendes Drama (3)

Teil 3) Der Kriegsherr als 
neuer Hohepriester des neuen öffentlichen Kults


Nun sollen diese gotteslästerlichen Akte sogar fortgesetzt werden. Und der VdZ ist darin nicht alleine, wenn er sagt, daß unter den gegebenen weil angekündigten Voraussetzungen sich der Besuch eines "Gottesdienstes" verbietet. Denn die Heilige Messe, das Heilige Opfer vor Gott, in dem der Sohn vor dem Vater geschlachtet wird, in der (unblutigen) Erneuerung und Gegenwärtigsetzung des Kreuzesopfers, wird durch Maskenpflicht endgültig zum Greuel. 
So, wie auch der Empfang der Heiligen Kommunion kein magisches Wundermittel ist, sondern Vollzug von etwas Realem, der beidseitigen Vereinigung des Gläubigen mit Christus. Aber dazu muß er disponiert sein! Ist er das nicht, ißt und trinkt er sich das Gericht an, weil seine Schändlichkeit verewigt und ultimativ wird, so ist auch die Heiligste Liturgie, der Kult als Vollzug des Opfers, das die Welt in Gott hineinnimmt, nicht bedingungslos oder virtuell, sondern real. Und ein Volk, das nicht disponiert ist oder indisponiert GEMACHT worden ist, sollte, nein muß diesem Kult fernbleiben. 
Was die Kirche immer wußte, und Ungläubige, Indisponierte expressis verbis vom Gottesdienst ausschloß. Noch viele Kirchen haben deshalb einen Vorraum vor dem eigentlichen Volksraum! Und der VdZ hat noch erlebt, daß zu den Hohen Feiertagen die Gläubigen ihre Beichtzettel an den Hut steckten oder sonstwie vorwiesen, weil sie sonst keine Kommunion erhalten hätten. 
Und eine Maske vor dem Gesicht ist ein solcher Zettel - nur mit umgekehrter Funktion: Er schließt in den Augen des VdZ wegen Unwürdigkeit aus! Daß diese Unwürdigkeit keineswegs nur eine subjektive Belanglosigkeit ist, versucht der VdZ hier zu zeigen. Die Maskenpflicht ist ein grober, abscheulicher Eingriff in die Kultfähigkeit eines Volkes!²
Übrigens wird in der Liturgie der Orthodoxie auch heute noch (der VdZ hat es erlebt) vor dem eigentlichen Opfer die Aufforderung verkündet, daß Indisponierte und der Glaubensgemeinschaft nicht Angehörende nun die Kirche beziehungsweise das Heilige Geschehen zu verlassen hätten. Der hier herausgearbeitete Gedanke ist also keineswegs einfach "abstrus" oder nur dem subjektivistischen Gekröse des VdZ entwachsen.
Aus der Maskentragepflicht, der der vernünftige (als in Freiheit zuzustimmender) Hintergrund nur als Maske (sic!) umgehängt wird, wird somit ein Gedanken- und Überzeugungsmerkmal, Merkmal einer Haltung. Die formal eine Ganzheitsgestalt "Volk" schafft, die nicht mehr vor Gott steht, sondern das Knie vor einem irdischen Herren statt vor Gott beugt.

Um so in einem neuen Kult und in einem neuevangelischen Fanatismus als Ermöglichung einer Vorstellung von Sühneliturgie zu einem neuen Volksganzen führt. Das per Haltung, nicht per "genetischer Abstammung" gebildet wird.

Und bei einem solchen Kult muß eben der Volkskörper als Ganzes Sühne - eine bestimmte Sühne, auf bestimmte Art - leisten. Und das geschieht. Es wird weit mehrheitlich begrüßt. Genauso gut hätte man deshalb einen Aluminiumhut vorschreiben (und "begründen") können. Die Maske ist im Grunde gleichgültig. Es geht um die Bestimmung einer Haltung!
Warum und wofür aber soll Sühne geleistet werden? Wir haben es bereits früher ausgeführt: Weil die heutige Lebensweise eine Lebensweise ist, die Schuld um Schuld dem Absoluten gegenüber anhäuft. Schuldbewußtsein, Schuldgefühl ist deshalb das Bestimmende der historischen Gegenwart, und deshalb ist alles, was sich heute zeigt, kaum noch mehr als die Resultante von Getriebenheiten. Als Versuch, diese Schuld abzustreifen. 
Ja glaubt denn der Leser deshalb allen Ernstes, daß die Überlagerung des Osterfestes im Jahre des Herrn 2020 durch die Corona-Sühne Zufall war? Hat sich nicht sogar genau darin gezeigt, wie sehr die sogenannten Katholiken samt ihren Anführern bereits selbst an der Realität der göttlichen Sühne zweifeln, wie sie sich in der Liturgie seit Jahrzehnten ausweist?
Der Corona-Sühne fehlt aber ihre Seinsdimension, während die treibende Schuld real bleibt, und auch vom Maskenkult nicht weggeht. Das spürt jeder Mensch, ob er will oder nicht. Wie aber überspannt er diese Leere, dieses Nichts? Durch Rationalisierung einerseits, durch archetypische Ersatzhandlungen als Liturgien - als neue öffentliche Liturgien! - anderseits.

Ersatzhandlungen wie dieses in noch so ausgebreitete Verordnungen gar nicht einfangbare Tragen von Masken, das als Generalpflicht und -sühne schon an technischen Bedingungen scheitert. In dem der Kanzler zum Oberpriester des Landes wird. Der selbst von der Symbolkraft der Maske spricht. Ob er aber wirklich die Dimension dieser Handlungen erfaßt?

Die Realität freilich zeigt etwas Weiteres, das nicht neu ist, weil es ein Wirklichkeitselement der Schöpfung und des Menschen sohin ist, und das von Anfang an war: Sie zeigt, daß die Menschen an die priesterlichen Opfer glauben.*** Zum einen als Gipfelpunkt des Menschseins, wie es gedacht war, zum anderen an dessen Realität seit dem Sündenfall.

In der sich in ganz Europa der Politiker mit dem Hohepriester wieder vereinigt - wie in uralten Zeiten der Beg mit dem Khan, der Kaiser mit dem Papst zusammenfällt. Und die Bevölkerungen in dem Maß mit ihren Politikern zufrieden sind, als diese opulent genug die volksentsühnende Opferliturgie vollziehen - oder nicht.

In der die Medien den Chor anstimmen, in den die Bevölkerungen dann bestimmungsgemäß einstimmen. Das meint der VdZ sehr wörtlich, weil die Liturgie immer und auch heute - und wir können der Geschichte dankbar sein, daß sie ihr innerstes Wesen so klar erkennbar ausfaltet! - weit wesentlicher ist als jede Politik.
Das ist das wahre Greuel, das ist die wahre Gotteslästerung, das ist das wahre Goldene Kalb des Volkes Israel, das von Gott abfällt und einem neuen Gott in einer neuen Religion huldigt.
Deshalb erhellt sich der Blick in die Gegenwart erst und dann, wenn man dieses eigentliche Geschehen als die Grundtektonik der Geschehnisse erfaßt. Samt dem Zynismus, den betreibende Kräfte darin beweisen. Wir haben es hier mit einem substantiellen Geschehen zu tun! 

Denn die Corona-Krise ist nur auf den ersten Blick willkürlich (weshalb sie sich nicht und nicht der individuellen Vernunft erschließt - sie hat in sich keine Vernunft; sie braucht diese stumme Folgsamkeit, zu der sie nötigt.)*** Sie ist in Wahrheit die heidnische Ableitung eines tief gegründeten Bedürfnisses nach Sühne in einen greulichen Ersatzkult.

Die Corona-Krise war und ist scheinbar notwendiges, aber zutiefst heidnisches Sühnegeschehen. Ausgelöst und getragen von Menschen, die einen Weg der Entsühnung gesucht und in diesem Anlaß, dem Angebot der WHO etc., gefunden haben. Sofort sind so viele - und allen voran die Politiker, die instinktiv ihre Chance zum Hohepriester aufzusteigen, aufgesprungen. Weil die Bevölkerungen der Welt ihre Schuld - gerade im Maß der Empathie für den Nächsten, somit als geistig-seelisch sich findendes, von den Medien akkordiertes, ja geformtes Volksganzes - immer schwerer geplagt hat.

Man kann hier deshalb nicht nur die Politiker, sondern sogar die Völker und Bevölkerungen**** unterscheiden und erkennen. Je mehr sie von Schuld geplagt wurden, desto leichter sind sie in Massenhysterie verfallen.

Morgen Teil 4) Nur noch ein Apropos. 
Und die Anmerkungen, die es in sich haben.



*240720*

Donnerstag, 30. Juli 2020

Entsühnung als Geschichte simulierendes Drama (2)

Teil 2) Der Ersatzkult - 
Die Maske als Greuel der Simulation von Sühne 


Nach wie vor erschließt sich aber die gesamte Corona-Krise nicht der Vernunft und dem individuellen Verstandesgrund. Hier liegt der Grund, warum die wahren Schäden der sogenannten Corona-Krise nicht "gesundheitlich" sind, sondern geistig-seelisch.

Nach wie vor lebt diese Corona-Krise deshalb nur von Medien und von ihnen gepflegten Sprachblasen, die sich über alle und alles breiten und gebreitet werden. Als vorgestellte, ideale, "von oben" bestimmte Blase und Wirklichkeit, die - libido dominandi! - nach Herrschaft drängt. Als Fürst der Dämonen, der sich auf den Thron der Herzen setzen will.

Welcher Forderung nicht beizutreten sogar dann bestraft wird, wenn auf gar keinen Fall andere (der angebliche Grund für die Tragepflicht) "gefährdet" sein können. Es muß einen geistigen weil in der Ontologie liegenden Grund geben, warum die Maskentrage zum Kriterium wird, das immer fanatischer durchgefochten wird. Sodaß man längst von einem Corona-Faschismus sprechen muß.

Warum? Holen wir weiter aus, und finden wir so den wahren Grund.

Als vor Wochen und als erstes Menetekel an der Wand (wobei wir vor Monaten bereits angekündigt haben, daß es so kommen wird) an den Kärntner Seen die Maskentragepflicht etwa in Gaststätten oder Bädern "ab 21 Uhr" vorgeschrieben wurde, wurden auch Personen bestraft, die völlig alleine an der Strandpromenade saßen und deshalb die Maske nicht trugen.
Aber das sind alles noch Nebensächlichkeiten. Denn es gibt eine furchtbare Besonderheit, sie steht wie beiläufig in der veröffentlichten Verlautbarung der Regierung Österreichs: 
Der Maskenpflicht FÜR KIRCHEN
Und das ist ein direkter Eingriff in den Kult. Kult ohne Freiheit weil dem Primat des Gehorsams der unendlichen Heiligkeit gegenüber, die Rhythmus und Wesen des Kultes vorgibt, somit zur Ausübung nach weltlicher Willkür überantwortet, ist nicht nur sinnlos, er ist gotteslästerlich! 
Es ist NICHT egal, WIE jemand an der Heiligsten Opferhandlung teilnimmt, sondern im Gegenteil: Das ist das Entscheidende! Zur von den österreichischen Bischöfen öffentlich gemachten ZUSTIMMUNG zur neu verschärften Maskenpflicht kann einem deshalb nur der Atem stocken. Die Worte bleiben aus. 
So wie es entscheidend ist, daß der Kult öffentlich ausgeübt werden können muß. Schon dazu haben die Bischöfe ihre schändliche Zustimmung gegeben! Den Kult zu virtualisieren, wie letztlich dann geschehen, kann einfach nur Heiden, Protestanten oder Sekten wie dem Opus Dei (zu dem Kanzler Kurz angeblich Nähe hat, es wäre nicht überraschend) einfallen. 
Was soll man zu solchen Bischöfen noch sagen. Denen die Priester im Gehorsam gebunden gegenüberstehen, sodaß sie weniger Schuld trifft - wenngleich nicht von der Widerstandspflicht entbindet! Und die besteht in diesem Fall!
Wer zum Fest nicht festlich gekleidet - sondern mit Maske, der Persona des gottlosen Unterdrückers nicht nur verhüllt, sondern über die Haltung zu einer anderen Person umgeformt - erscheint, wird vor die Türe in die Nacht geworfen. Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen. 
Wo aber der - öffentliche! - Kult eingeschränkt (wie im ersten Lockdown des Frühjahres 2020 geschehen) und "präformiert", also von anderen Quellen her (wie durch die Maskenpflicht) formiert wird, wird dem im Kult verehrten Gott ins Gesicht geschlagen. Fluch und Gericht über die, die das verordnen, die das tun. Fluch und Gericht über jene, die das durchführen.
Keine Kultur in der Geschichte hat je den Frevel eines Kultverbots gewagt. Keine hat je die Bedeutung des öffentlichen Kultes für das Volk vergessen. Keine hat den Kult zu bestimmen gewagt, womit er völlig sinnlos würde. 
Im Gegenteil: In der Not wurden der Kult und das Opfer verstärkt und noch gehorsamer ausgeführt. Ninive ging in Sack und Asche, als Jona es warnte. Wenn das nicht mehr geschieht oder geschah, war die Kultur ohnehin am Ende. Wie in Sodom und Gomorrha geschehen.
Wo der öffentliche Kult fehlt*, wird der Staat, die Gesellschaftsform eines Volkes aus der Verbindung mit dem Himmel ausgeschlossen. Denn die Kirche - als societas perfecta - steht vor Gott, was ins Heil hineingenommen werden soll. Was draußen bleibt ist auch draußen. 
Die öffentliche Dimension steht nur durch Repräsentanten und Repräsentation des Öffentlichen und dessen Ordnungsgestalt vor Gott. Somit haben wir - noch dazu gerade zu Ostern, welche Aussage, welche Symbolkraft! - unseren Staat aufgegeben. 
Kein Volk hat je gewagt, seinen Weg außerhalb der göttlichen Ordnung zu gehen. Kein Volk hat je gewagt, eine Ordnung zu "schaffen", die nicht aus Gott stammt, sich von Ihm ableitet, und vor Ihm stehen kann, als Lobpreis der Schöpfung. 
Der Blick in alte Kirchen zeigt deshalb die Gesamtheit der (idealen) gesellschaftlichen Ordnung. Zum Höhepunkt einer christ-katholischen Kultur stand das ideal durchgeformte Volk vor seinem Gott. 
Ein Glück, das zum Übermut trieb. Die Selbstvergottung des Menschen setzte mit der Renaissance ein. Als die Gestalt des Volkes vor Gott deshalb schwächer wurde und abnahm, weil der Mensch in den Mittelpunkt geriet - sogar die Architektur wurde auf das Maß des Menschen, als Veränderung seiner Stellung vor Gott, ausgerichtet, eine Bewegung, die bis heute nicht zum Stillstand kam, und sich in der "Liturgiereform" seit 1969 ihr präsumtiv letztmögliches Stadium schuf - nahm selbstverständlich auch die Kraft der Kultur ab. Die sich in sich selbst verbiß. 
Was erwarten wir also heute, die wir als Volk vor Gott stehen? Als welches Volk, in welcher Gestalt? Nicht genug, daß seit Jahrzehnten ein "Gleichheitsgreuel" an Heiliger Stätte stattfand, der uns zum Fluch wurde, auf allen Ebenen - nun wird der Kult sogar mit voller Absicht zum Götzendienst umgestaltet, indem die Gestalt des Menschen angetastet wird. Die mit dem Signum der Unterdrückung und ultimativen Gleichmacherei der verordneten Maske, der Persona, verunstaltet sind, dem sie sogar zugestimmt haben. 
Weil sie einen neuen Gott der Diesseitigkeit verehren, darum geht es. Denn es gibt keinen Vernunftgrund für eine "Corona-Krise", wir haben es eindrücklich genug ausgearbeitet.
Gottes Strafe für die unerträglichen Kultbestimmungen, -veränderungen und -beschränkungen, für die Ausschaltung der Öffentlichkeit - gerade zum Osterfest, welche Schande! - wird nicht auf sich warten lassen.³ Und sie wird die öffentliche Form unserer Gesellschaft treffen. Denn stattdessen fand sogar die Anbetung fremder Götter als öffentlicher Akt statt. Stattdessen fanden Greuel am Heiligen Ort statt. 

Morgen Teil 3) Der Kriegsherr als 
neuer Hohepriester des neuen öffentlichen Kults


*Wobei es hier irrelevant ist, ob das 2020 von den Menschen in unseren Ländern erfahrene Gottesdienstverbot vom Staat oder in dem bekannten widerlichen, feigen, verachtenswerten vorauseilenden Gehorsam von der Bischofskamarilla in unseren Ländern verhängt wurde. Was für die Aussage in diesem Artikel ohne Belang ist. Auch wenn es noch schlimmer wäre. Und immerhin erteilten die Bischöfe ja sogar "Dispens von der Sonntagspflicht", was natürlich grotesker Unsinn ist. 

Denn selbstverständlich kann kein Mensch von einem göttlichen Gebot freisprechen. Wie hier dem 3. Gebot Mose, das da vorschreibt, den "Tag des Herrn" (als siebenten Tag) zu heiligen. Wenn, dann kann nur die Teilnahme am Gottesdienst dispensiert werden, MIT DER das göttliche Gebot unterstrichen (dabei noch nicht einmal als "erfüllt" angesehen) wird (=ein menschliches Gebot). Immerhin war es ja auch die Kirche, die den Gotteskult profaniert, ja zerstört hat. Es war NICHT der Staat, NICHT "die Gesellschaft", wie der VdZ seinerzeit in der Diözese St. Pölten pausenlos zu hören bekam. Wo "die Gesellschaft" quasi an allem schuld war ...

²Der Hinweis auf einen Aufruf von Bischof A. Schneider zu einem Gebetskreuzzug zur Sühne für die zahlreichen Sakrilegien, die in Zusammenhang mit dem Sakrament der Heiligen Eucharistie derzeit - ausdrücklich auch in Zusammenhang mit "Maßnahmen wegen Covid19" - meist sogar mit bischöflicher Deckung begangen werden, soll hier genügen. Der VdZ ist mit seinen Gedanken offensichtlich nicht alleine in der Kirche.

³Über die Realität und Folgenotwendigkeit, daß Gott den Menschen auch bestraft, schreibt Thomas von Aquin schon in seiner Summa contra Gentiles. Das zu sehen ist unverrückbarer und logischer Bestandteil des katholischen Glaubensgebäudes, und wurde zu allen Zeiten auch - zu Recht! - geglaubt. Bis ... wir im 20. Jahrhundert anlangten, wo natürlich alles anders war, und wir Wissen hatten, wie es noch nie in der Menschheitsgeschichte dagewesen war.


*240720*

Mittwoch, 29. Juli 2020

Entsühnung als Geschichte simulierendes Drama (1)

In der Zustimmung zur Maskenpflicht zeigt sich auch das Grundschema des "Sündenbocks" als Reinigungsmechanismus. Der natürlich nur psychologisch wirkt, nicht in der Tiefe des Seins, also gar keine wirkliche Wirklichkeit hat, aber im "Erleben" wirkt.

Denn man will "an irgendetwas leiden", um durch diesen Archetyp die große Angst, die große "Schuld" (jede Bedrohung ist auch eine Form von Schuld) zu bewältigen. Je größer das erfahrbare Leiden, desto mehr glaubt man an seine entsühnende Kraft. Deshalb glaubt der VdZ auch, daß noch mehr solcher Sühneakte kommen werden.

Die Impfpflicht (sogar trotz, ja ... WEGEN der ungewissen Nebenwirkungen, was als Dräuendes die Sühnekraft noch deutlich erhöht) wird schon deshalb kommen, entweder direkt oder als Notwendigkeit, weil das Leben sonst viel zu eingeschränkt würde. Das Ampelsystem bereitet genau das bereits vor, in dem bezirksweise Vorsichten und individuelle Maßnahmen (bis zur Quarantäne) vorgeschrieben werden.*

Ja, es zeigt sich in diesen Pflichten, die sich vorerst "nur" als Maskenpflicht (und Abstandsregelung) äußert, sogar das Wesen der Kollektivschuld! In der irrationalen, längst absurden, auch deshalb immer aggressiveren Art, in der - übrigens und auch das nicht zufällig: vor allem bei beziehungsweise durch Frauen, die nicht einmal mehr den Anschein von Vernunft und Kultur suchen (Vernunft wird durch irrwitzigstes "Expertentum" ersetzt - da gibt es dann sogar "Experten für Laktatvirologie", weil eine Frau in Panik geriet, sie würde durch das Stillen ihr Baby mit Corona verseuchen), stattdessen jede Grenze der Höflichkeit sprengen, und sich in einer Primitivität zeigen, die auch den VdZ bereits erschreckt hat, weil ihm Furien entgegengesprungen sind - diese Pflicht zur Maske von allen, also ZUERST vom anderen (!) einzulösen verlangt wird, ist das sichere Gefühl erkennbar, daß es ums Ganze geht. Um ein Ganzes, das nicht mehr in Gottes Hand liegt, sondern von uns selbst bestimmt wird. 
Kommen wir somit zur Frage: Warum wird in diesen Tagen in Österreich (und europaweit) die Pflicht zum Tragen von Masken (euphemistisch "Mund- und Nasenschutz" genannt) wieder verschärft? Die Antwort heißt sicher nicht: Wegen der Gesundheit. Denn die Maskenpflicht ist in jedem Fall eine Ersatzhandlung, sie ist in sich und als "Gesundheitsmaßnahme" sinnlos. 
Als sinnloser Akt inmitten einer sinnlosen Gesamtsituation. Denn Sinnlosigkeit kann nur Sinnloses hervorrufen.
Alles Begründen durch öffentliche Stellen, das von so vielen übernommen wird, ist nur abstraktes, posthoc rationalisierendes Gerede. Es gibt einen apriori-Grund. Es ging von Anfang an um etwas anderes - es ging um einen Ersatzkult. Und die Bösen wissen und wußten viel besser als die Katholiken (wir gehen darauf noch ein), wo der neuralgische Punkt war, wo der Hebel anzusetzen ist: Beim Kult. 
Denn hier erst, und in diesem Horizont, spielt die Maske ihre Rolle. Es ist eine Schlüsselrolle im Menschsein, das ein Menschsein vor Gott ist. 
Und die Zustimmung dazu, noch dazu in einer Situation, wo niemand mehr von einer Epidemie sprechen kann, wenn eine war, dann ist sie vorüber, ist nicht sachlich begründet. Es ist die Zustimmung zu einer Haltung. Deshalb kann und muß man darauf eingehen: Auf die Symbolkraft und -wirkung der Maskenpflicht.
Selbst wenn der VdZ das mancherorts zu hörende Argument der "Verhinderung des Persönlichen", weil das Gesicht weggeschlossen sei, und weil der andere nunmehr zur abstrakten Bedrohungsmasse aus Viren und Tod wird, für ein Verlegenheitsargument hält. Selbst wenn Ihrem Sohn oder Ihrer Mutter oder Tante, werter Leser, das Gesicht weggeschlossen würde - werter Leser, stelle er sich die Frage, warum er alle sie (und auch neu Begegnende) dennoch ERKENNEN würde.

Warum er dennoch, trotz Maske, in ungeheurer Breite und Fülle mit den Nächsten kommunizieren könnte. Oder glaubt der Leser, daß in Kulturen oder Gesellschaften, in denen das Gesicht unter Masken (und Schleiern, wie es auch bei uns immer noch Sitte ist und war) verborgen, mit künstlichen, oft enorm aufwendigen Verzierungen verändert, verborgen, teilverborgen etc. etc. wird, weniger kommuniziert würde? Sodaß die Maske manchmal nicht nur gar nicht verhüllt, sondern manches sogar erst sichtbar macht? Weiß er, daß sogar der Begriff "Persona" im antiken Griechenland synonym mit Maske verwendet wurde, weil der Einzelne immer durch eine Maske erst er selbst wird?

So einfach ist das alles nicht. Das Wirkliche ist nicht nur unsichtbar, es ist auch über alle fleischliche Gestalt hinweg erkennbar, wird vom Fleisch nur verkündet, wie im Blick durch ein Fenster. Und die Maske lenkt und färbt und umtönt den Blick. Das zeigt sich auch in der sehr rasch einsetzenden Gestaltung als Modeaccessoire, mit der die Maske sogar "chique" und "individuell" wird. Der VdZ hat sogar schon durchaus hübsche Zusammenstimmungen mit Krawatte und Hemd gesehen. (Und er selber hat ja gleich zu Beginn sein "Modell für den Pfeifenraucher" vorgestellt.)
Deshalb ist das Einzige, das man von der Maske annehmen darf, deren Funktion als Gessler-Hut, als prinzipielle Zustimmung zur Unterdrückung - als Accessoire der Fügsamkeit. Und mehr ist auch nicht verlangt, genau darum geht es - wir werden unten sehen, warum. 
Sie hat symbolischen Wert! Und INSOFERN ist sie Ausdruck der Persönlichkeit: Als Zustimmung, als Eingeflochtenheit in ein System der Unterdrückung. Als eines Systems, das dem Volk die Gesundheit UND die Vernunft aus der Hand nimmt. Das aus Personen Marionetten des Staates macht. 
Als Persönlichkeit aber (siehe unter anderem Romano Guardini) hat sie ihre liturgische, also kultische Bedeutung. Deshalb spielt die Maske in den Kult, deshalb ist sie kultbedeutend. Weil es der Kult ist, der den Menschen formiert. 
Weil es die Architektur des Kultes ist (also alles Fleischliche, alles was dinghaft im Kult präsent ist, was ihn ja überhaupt erst zum Kult macht: Das Konkrete, das im Kult ex opere operato (neben dem ex opere operando, das ist in dieser Gedankenreihe nicht bedeutend) - das Reale ist!) die Rhythmik vorgibt, der die Anwesenden zustimmend teilhaftig werden, und aus der heraus der "mitgenommene" Himmel, die Gnade, das Geschenkhafte also, in die Welt hinein formierend wirkt.
***

Einschub "Volk vor Gott - Warum ein Kult öffentlich sein muß" am 5. Tag
 
***

Darum geht es also. So gut gemeint andere Argumente sein mögen, die dem eigentlichen, eher instinkthaften Impuls - der Ablehnung der Maskentragepflicht - beistehen und in welthafter Konkretisierung zum Durchbruch verhelfen wollen. Einander erkennen aber, mit Gesten umfänglich zu kommunizieren kann man auch mit ihr.

Nur - darum geht es bei der Maskentragepflicht gar nicht. Und dort liegt der Grund für die ungeheure Aggression, mit der die Maskentragepflicht einerseits verordnet, anderseits angenommen und verbreitet wie verteidigt wird.

Morgen Teil 2) Der Ersatzkult - 
Die Maske als Greuel der Simulation von Sühne 


*240720*

Samstag, 11. April 2020

Der milden Stille an Karsamstagen gemäß

Eingebettet in eine Stimmung der Entspannung, die im Westen nach dem Tod Stalins einsetzte und von vielen Illusionen und noch mehr Desinformation genährt wurde - so wie freilich der ganze Kalte Krieg ein einziges, riesiges Propagandamodell war - weil man die Übernahme des Westens durch die marxistische Ideologe bereits auf vollem Wege wußte, entstanden die wunderbaren Filme "Don Camillo und Peppone". Die freilich eine Qualität haben, die aus diesem ideologischen Hickhack weit herausragt, ja dieser Sphäre gar nicht wirklich zugehört. Sondern die Ideologie auf ein wahres Menschentum reduziert, als das, was den Menschen trotz allem und in allem hält und sein Leben wirklich bewegt.

Sollte der Film hier nicht abspielbar sein möchte sich der VdZ dafür entschuldigen, aber er kann nicht verhindern, daß Youtube aus Rechtsschutzgründen (oder warum auch immer) das verhindert. Dafür soll der Tip gelten, auf Youtube unter dem Stichwort eine der erstaunlicherweise immer wieder neu aufgespielten Quellen zu suchen. Es lohnt, denn die Don Camillo-Filme sind im Leben des VdZ mit der milden, melancholischen, traurigen, aber doch auch erwartungsvollen, so stillen Stimmung an Karsamstagen verbunden. 

Immerhin, es war schon etwas auch von Hoffnung in dieser Stimmung der Entspannung, und darum, darum ging es den Menschen wohl auch zuallererst. Was die Politik daraus machte, darauf an angeblicher Politikerrungenschaft aufbaute, interessierte wie immer gar nicht wirklich. Die Menschen wollen nämlich immer nur eines: Leben. Zeugen. Haus bauen. Familie gründen. Sterben. Feiern. Beten.


Sonntag, 13. Mai 2018

Ein Hilferuf der Laien

Natürlich ist es ein Hilfeschrei, den die bayrischen Politiker da ausgestoßen haben, indem sie die (neuerliche) Anbringung von Kreuzen in sämtlichen Amtsstuben und öffentlichen Einrichtungen beschlossen haben. Der so wie die Kreuze, die da bald überall wieder prangen sollen, ein wenig in der Luft hängt. Denn was die Kirche selbst davon hält haben die deutschen Bischöfe (allen voran der Münchner Kardinal Marx) auf erschreckende Weise klargemacht. Diesen Kreuzen fehlt also der Boden - die Kirche.

Nicht aber den Bürgern. Und wir wollen hier nicht von allen möglichen sonstigen Signalen (vor allem in Zusammenhang mit der Zuwanderung) sprechen, die mit dieser Geste verbunden sind. Wir wollen uns nur auf jenen Aspekt beschränken, der uns am wichtigsten scheint. Und den man, ob bewußt oder nicht ist hier gleichgültig, auf jeden Fall damit aufrührt.

Denn selbst wenn die Bayern es nicht wissen, so ahnen sie offenbar zumindest, daß ihr Leben ohne Fundament ins Chaos abdriftet. Und das wollen sie nicht. Instinktiv greifen sie deshalb die Zusammenhänge auf, die zwischen Religion und einem ruhigen, friedlichen Leben des Gemeinwohls bestehen. Zumal es nicht so ist, wie heute gerne behauptet wird, daß der Wohlstand zuerst es ist, der Ordnung braucht um sich zu erhalten, sondern umgekehrt: Es ist die Ordnung, die den Wohlstand bringt und dann trägt. 

Und diese Ordnung kann nur die Religion, ja kann eigentlich nur das Christentum geben. Denn der Katholizismus - wenn man denn von Religion bei ihm sprechen möchte - zielt auf die Natur der Dinge ab. Damit gibt er die Möglichkeit, die Welt mit der Vernunft (und dessen seiner Ebene, dem Verstand) zu verstehen und zu begreifen. Darauf konnte jene Wissenschaft, weil jener Arbeits- und Weltbegegnungs-Ethos aufbauen, die es gerade den südlichen Völkern Deutschlands ermöglichten, Dinge zu schaffen, die das Antlitz der Welt zu einem immer feiner verzierten, immer komplexeren, immer farbenfroheren Girlandentanz machen. Der beispielhaft im "Pfeiferlbarock" der Bayern immer noch so präsent ist. Auch wenn er seither zunehmend verwelkt und das heutige Bayern oft eher einer Anstalt von Leichenfledderern gleicht, die aus Särgen Türme bauen.

Die man dann gemeiniglich als Wohlstand, als Wohlleben bezeichnet. Wobei alles das in Wahrheit Relikt, noch nicht in allem tote Präsenz eines hohen Grades von Kultur ist. Und Kultur ist ein Grad der Ordnung. Ordnung aber kann nur eine Natur geben (weil vorgeben), deren Eigenschaften ihre unverzichtbare Relevanz deshalb haben, weil sie aus der Hand eines absoluten Schöpfergottes kommen. Ein Kreuz an der Wand ist also ein Hinweis, daß ein Ort, ein Raum unter die Ordnung der letztlich siegenden Vernunft gestellt wird. Und DAS macht das Kreuz so wichtig: Als liebevolles Zeichen der Hoffnung, des Vertrauens in die Vernunft, und als Zuspruch, wieder und wieder das täglich andrängende Chaos zur Welt zu ordnen.

Deshalb ist es auch immer eine Lüge gewesen, die Kreuze der (vor allem muslimischen) Zuwanderer wegen abzuhängen. Wie sollen die dann begreifen, was ein Land in einen solchen Wohlstand gehoben hat, daß es der ganzen Welt jetzt so begehrenswert vorkommt? Nein, eben nicht, weil Gott Abrakadabra die Wunschzettel erfüllt hat. Selbst wenn man berücksichtigt, daß sich letztlich alles Gelingen Gott verdankt. Sondern weil IN Jesus Christus jene Wahrheit Fleisch wurde, an der im Kult ein Volk teilhatte, das solcherart durchformt eine so großartige Welt aufbauen konnte.*

Die Wiederanbringung - denn von einer solchen muß man meist sprechen - von Kreuzen durch die Politik (sic!) ist dabei ein fast verzweifelter Versuch von Laien, wieder jene Vernunftbasis ihres Lebens zu etablieren, zu stärken, der sie alles verdanken. Und die heute (wobei: im Grunde täglich, seit je) so besonders bedroht scheint. Es ist der Versuch, eine - unsere - Religion in ihrer kulturbildenden und -erhaltenden Kraft wieder in die Welt zu heben. Die ja die Kirche selbst schon aufgegeben zu haben scheint, noch mehr aber den Menschen vorenthält, wenn nicht sogar entzieht.**  Indem sie nämlich Kult (als Maßstab wie Wirkebene des Glaubens, der Wahrheit, die welttragende Gestalt weil Person ist) hier, Vernunft dort, auseinanderreißt und damit die Freiheit zerstört. Dieselbe Freiheit, die sie einmal ins Land brachte, worauf dieses durch die Menschen aufblühen konnte.

Mehr als ein Anfang kann das, was Bayern nun vormacht, freilich nicht sein. Mehr als eine Bitte, ja eine Aufforderung an die Kirche, ihren Platz wieder einzunehmen, ihre Aufgabe wieder zu erfüllen, ist es nicht. Aber das ist es immerhin.



*Man muß es wieder und wieder betonen: Über eine Wirtschaftsentwicklung Afrikas (beziehungsweise anderer Gegenden der Welt) als angeblicher Schlüssel zum Stop der Zuwanderung nach Europa nachzudenken ohne zu begreifen, daß ZUERST eine MISSIONIERUNG notwendig, ja unverzichtbar wäre, ist ein völlig sinnloses Unterfangen, das nur nächste Milliarden und Abermilliarden verschlingen wird, ohne daß das gewünschte Ergebnis jemals eintritt. Wohlstand, Wohlleben, Gemeinwohl ist NICHT zuerst eine Frage von "Ausbildung" oder der Ausstattung mit Maschinen und Infrastruktur (die auch eine Maschine ist), sondern ZUERST eine Frage der Sittlichkeit, der seelischen Formung als Tugendhaltung, die erst ein Zugehen auf die Welt bedeutet. DANN erst werden alle anderen Dinge - im Maß des Wachstums der Sittlichkeit, gewissermaßen - sinnvoll.

Das gibt dem Anbringen der Kreuze in Bayerns Amtsstuben noch eine weitere Bedeutung: Es ist das richtige Ahnen, daß unser Wohlstand heute durch den fast schon allgemeinen Atheismus und Glaubenslosigkeit bedroht ist, denn das ist der Fall. Es ist somit auch ein Versuch, diesem drohenden Absturz zu begegnen.

**Neuerdings wurden sogar an der theologischen Fakultät in Wien die Kreuze abgenommen. Was für ein Begriff von Theologie steht aber hinter einer Theologie - einem Sprechen von Gott - die sich nicht mehr als betende Theologie begreift? Von welcher Empirie, von welchem Erfahrungsgegenstand will diese dann ausgehen? Dabei wäre das sogar das wissenschaftliche Prinzip, demgemäß nämlich die Methode dem Gegenstand entsprechen muß. Ohne Heiligen Geist läßt sich also Theologie gar nicht betreiben. Eine solche Theologie kann Gott nur in der Welthaftigkeit auflösen. Theologie ohne Frömmigkeit ist somit die seltsame Reduktion auf eine Welt, in der Gott offenbar schon ganz aufgegangen ist. Das ist ein Widerspruch in sich. Deshalb muß ein Raum, in dem Theologie vorgetragen wird, auch ein "Heiliger Raum" sein. Und das ist er nur durch konkrete, äußere Zeichen.





*030518*

Sonntag, 23. Juli 2017

Der Maßstab ist die Erwartung

Am 5. Dezember 1914 legte Ernest Shackleton und eine Mannschaft von 27 Männern mit ihrem 350 Tonnen-Schiff Endurance in Liverpool ab. Trotz der Ereignisse rund um den Ausbruch des Ersten Weltkriegs war es ihm gelungen, das Geld für eine Antarktic-Überquerung zusammenzukriegen. Aber alle auf der Endurance sollten ihre Expedition nicht erfolgreich abschließen können. 

Schon wenige Tage nach ihrer letzten geplanten Station auf der Insel Süd-Georgien im Südatlantik begegneten sie Eis, Tag für Tag, Meile um Meile wurde es mehr, und das Schiff war schließlich gefangen, als auch noch der Winter mit ungewohnter Härte und Schärfe früher als erwartet einsetzte. Dicht umschlossen von Eis, schien alles aus zu sein. Langsam trieb die Endurance, eingeschlossen vom Eis, Richtung Norden, zehn Monate war man nicht mehr in der Lage zu navigieren. Die Nahrungsmittel gingen zur Neige, und am 15. November 1915 mußte die Mannschaft schließlich sogar zusehen, wie ihr Schiff im Meer versank, endgültig zerdrückt vom Eis.

Immerhin hatte man drei Rettungsboote retten können. Darin gelang es schließlich, die winzige Elephant Island zu erreichen. Dort ließ Shackleton alle außer fünf Männer zurück, mit denen er den Versuch wagte, über die wilde, offene See Hilfe in Südafrika zu holen. Und es gelang. Nach einer wilden Reise von 800 Meilen konnte man anlanden, fand eine Siedlung, und konnte Hilfe organisieren, die den Rest der Mannschaft rettete. Shackleton verlor nicht einen einzigen Mann. 

Ein Mißerfolg, glatt und durchweg. Was aber die Reise Shackletons dennoch so bemerkenswert machte war, daß trotz dieser völlig aussichtslosen Situation, ohne Nahrungsmittel, ohne Aussicht auf Hilfe, nicht ein Mann gestorben war. Es gab auch keine Geschichten von  Kannibalismus oder Unruhen oder gar Meuterei unter den Männern, nichts. Bis zuletzt blieb die Disziplin aufrecht, bei allen. Der Engländer hatte einfach nicht nur gute Männer. Er hatte die besten gefunden, die für dieses Abenteuer am besten paßten. Und zwar - charakterlich.

Und wie hatte er diese Männer gefunden? Mit einer simplen Anzeige in der Londoner Times. Anders als typische Stellenanzeigen hatte er eine Anzeige gesetzt, die jeder Werbefachmann aufs erste abgelehnt haben würde. Weder suchte er erfahrene, besonders ausgebildete, oder talentierte oder fähige oder erfahrene Männer, nein, er lockte nicht einmal, egal womit. Er schrieb:

"Ich suche Männer für eine riskante, abenteuerliche Reise. Sie erwartet geringer Lohn, eisige Kälte, lange Monate totaler Finsternis, ständige Lebensgefahr, und eine Rückkehr ist ungewiß. Es gibt außerdem nur Ehre und Anerkennung, wenn die Expedition Erfolg hat."

Es haben sich mehr als genug und, wie sich herausstellte, genau die richtigen Männer beworben. Männer, die einfach das Unabwägbare auf sich nehmen wollten, sich keine Illusionen machten, in jedem Fall und einfach alles durchstehen und überleben wollten. Shackleton bekam nur Männer, die das glaubten, was auch er glaubte. Die Frage nach dem Warum?, die alles hätte zersetzen können, war nie aufgetaucht. Sie war beantwortet. Jeder hatte seinen Platz, und er hatte ihn akzeptiert. Und genau das hatte sie zu einer Gemeinschaft zusammengeschworen, in der man sich in echter Kameraderie half bis zum Letzten.


(Von OnePeterFive sinngemäß und gekürzt ins Deutsche transskribiert.)







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