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Donnerstag, 30. April 2020

Die Gegner sind klar erkennbar

Also, werter Leser, wer es noch nicht geschnallt hat - es war erwartbar, es war (auch hier) vorhergesagt, es war vorhersehbar: Wer immer der Meinung ist, daß die hoch angesagte Corona-Krise als Paradigma des Jahres 2020 (da kriegt das Jahr doch gleich mal Struktur, nicht wahr?) eine zweitwirkliche, absurde Hysterie war und ist, der ist ab sofort ... 

- Impfgegner 
- Verschwörungstheoretiker 
- Rechtsradikaler. 

Alle dasselbe Gesocks. Es ist mittlerweile sogar schon eine Szene - das wird ja immer schöner! Wo kommen wir da hin, wenn eine Szene dieses Land täglich neu in Angst und Terrorfurcht versetzt!? Samt der BILD-Zeitung. Aber gut, die waren ja immer schon Verschwörungstheoretiker.

Und jetzt sowieso, wo ein neuer Eigentümer, ein Brutalokapitalist (und Trump-Spender), die typische Haltung der Liberalen impostiert: Immer der Herde nach, aber dann auf Totalkonfrontation, wenn etwas weh tut. Da werden Liberale plötzlich zu Kritikern, wir haben hier schon oft davon geschrieben.
Die zwar nie etwas vorher wissen und schon gar nicht verantworten wollen, aber nachher klüger als alle sind. Also kippt BILD von einem Tag auf den anderen. Verschwörung pur, da hüpft das Herz jedes Impfgegners und Rechtsradikalen vier Meter hoch, und mit vollem Becher Popcorn läßt sich die Logik der Geschichte aus der Rasierloge (erste Reihe beinfrei) beobachten: Die Gesundheitskrise wird gehen, aber die Wirtschaftskrise bleibt. 
Aber die Warnungen vor denen, mit denen kein Kind spielen sollte, sind voll berechtigt. Da war doch erst gestern so ein Macheten-Irrer. Das kann jederzeit wieder passieren, bitte. Immer ist die Polizei vielleicht nicht so auf Zack wie gestern. Der Mann war noch gar nicht aus dem Auto ausgestiegen, war schon die Polizei zur Stelle und nahm ihn in Haft. Einem von ihnen war wahrscheinlich sein seltsames Verhalten an der letzten Kreuzung aufgefallen. Das kann nur ein Macheten-Attentäter sein, hatte er sich gedacht.

Und irgendwo deponiert ein Corona-Maßnahmengegner sicher auch noch eine Atombombe, oder so. Kann ja sein. Oder eine andere Bombe, wie heute. Die die totale Evakuierung des Regierungsviertels am Ballhausplatz rechtfertigt, samt Großeinsatz der speziellsten Spezialeinheiten der verschiedensten (denn es gibt deren mehrere in Österreich) Terror-Polizeien.

Leser, gebe er sich das Live! Ein Kabarett, ein unglaubliches, höchst unterhaltsames Kabarett, was sich da in Österreich derzeit abspielt. Wir waren exklusiv für Sie diese zwei dramatischen Stunden dabei.

Beim Fernsehen in einem Land, wo mit Wutbürgern jederzeit und überall zu rechnen ist. Wo die Drohungen, die Wien, ausgerechnet Wien, diese schönste Stadt der Welt, wie eine Umfrage in Gornsworth (England) und Hietzing ergeben hat, im Stundentakt erschüttern, sogar schon per Email eingehen, und Geldforderungen enthalten. Woraufhin die Hofburg evakuiert wird.

Kleine Frage: Der Herr Bundespräsident kriegt aber trotzdem sein Gehalt, auch wenn er am Morgen gleich wieder umgedreht hat, wo ihm der Polizeichef mit einem Bombenhund an der Leine begegnet ist, um ihn wieder in seine Corona-Quarantäne bei Mutti-Emanzipusch heimzuschicken? Ach so, das zahlt eh der Corona-Soforthilfe-Fonds. Herr Bundespräsident, keine Sorge, das Geld kommt mit dem Urlaubsgeld im Juni.
Regie, bitte noch mal, und geht es nicht live!? Die Polizei arbeitet mit Schaum! Wie spannend. Denise Aichelburg, Sie haben doch Sichtkontakt zur Präsidentschaftskanzlei, wo sich gerade die Sondereinheit der WEGA befindet - ist immer noch nix los? Ja, sagt Denise, da sind Hunde hergeführt, dann weggeführt, und dann brauchen sie auch eine Pause, und werden in den Park ausgeführt, um sich im Park die Riechorgane entspannen zu können. (Komisch, mein Hund ist da ganz anders, der schnüffelt im Park umso mehr!) 
Denn die sind super, die können sogar Wunder vollbringen! und kommen immer wieder rein, oder kommen wieder raus, die Polizei ist einfach vor Ort, immer wieder. Und jetzt kommt auch noch ein Sturm, das ist ja wie ein Horrorfilm, die Klimakatastrophe kommt jetzt auch noch dazu! Da trifft sich alles, heute da in Wien. Kamera, bitte noch mal zur Präsidentschaftskanzlei zoomen, geht das? 
He, da, schon wieder ein Spürhund, das sind ja schon drei bis vier Hunde, mitten im Leopoldinischen Trakt, ja finden die nix? Na gut, die Bombendrohung per Email war vielleicht auch ein wenig diffus formuliert.  
Aber da war eine Geldforderung, das muß man ernstnehmen.
Und Wien ist die Hochburg der deutschen Sprache, da kann so ein schlecht geschriebenes Bomben-Email, wo noch dazu Geld gefordert wird, weshalb man es dringend ernst nehmen muß, schon mal Verwirrung auslösen. Wenn von der Sondereinheit WEGA circa zwölf Beamte mit rund vier Hunden ausrücken. Denise läuft heute zur Hochform auf.
Das ist alles extrem dramatisch. Wie das zur Tagescharakteristik, ja zur Zeit paßt, dieser laut Merkel "historischen Epoche", mit ihrer Dramatik reinsten Wassers. Mit Millionen Toten und Milliarden und Abermillionen geretteten Leben. Die Mutter des VdZ nannte so etwas "Horst-Wessel-Tote - marschieren im Geiste mit." Wie ist diese Zeit doch zu lieben. Wo alle ständig irgendwas und irgendwen retten.
Wie ein Programm läuft das ab. Mittags der Meister des bösen Schreckens, der Bundeskanzler, der Kurz Basti, mit seinen alle nunmehr erleichternden weil neuerlichen Ankündigungen, daß man alles tun werde, um eine glänzende Zukunft für das ganze Land und seine Omis zu sichern. 
Dann die Verhandlungen um achthundert Millionen Corona-Stützung mit der Lufthansa (die man in Wiener Zeitungen natürlich AUA nennt,  geflissentlich verschweigt, daß es die Austrian Airlines gar nicht mehr gibt, weil die der Lufthansa geschenkt worden ist; das stimmt die Bevölkerung aber gleich mal günstiger; seit der Hypo Alpen Adria, die der Bayerischen Landeshypo gehört hat, wo aber auch die Österreicher deren zwanzig Milliarden Schulden generös übernommen haben, hat man darin ja Erfahrung), sonst entläßt sie achthundert oder mehr Piloten.
Denn was macht man mit achthundert Piloten beim Arbeitsamt. Nach sechs Wochen Bewerbungstraining auf Staplerfahrer umschulen? 
Na, dafür hat man die AUA aber nicht verschenkt. Das erkennt der Republikshabicht sofort. Was für eine Verhandlungsstrategie bei Kurzi, man kriegt den Kurvenrausch: Nur gegen Beteiligung, sagt er heldischen Tons! Also: Erst verschenken wir die AUA, und dann zahlen wir, daß wir sie wiederkriegen. Man kennt sich nicht mehr aus. 
Bis dann die Bombendrohungen kommen. 
Die erste, die die Technische Universität betrifft, geht aber unter. Vielleicht ist dort ja auch nur ein Student mit den Profs unzufrieden. Das Alternativprogramm ist schon viel spannender. 
Bei der Hofburg-Bombendrohung geht es nämlich gegen das Herz der Republik, wie der Reporter keuchend ausstößt, mit der der Bombendroher Geld fordert. Und das ist ein Kriterium, das muß man ernstnehmen, das klingt auf jeden Fall seriöser. Und was zählen ein paar Gammelstudenten gegen einen Gammelpräsidenten?!
Lösegeld? Auch so viel wie die Lufthansa verlangt, wo freilich die Opferzahlen auf jeden Fall höher sind? Diese Antwort bleibt die Reportage schuldig, bis heute. Mit Grund? Denn eventuell könnte man für diesen Bombendroher heimlich Sympathie empfinden, weil sein Irrsinn gewissen, ja furios klugen Sinn haben könnte, und deshalb eine riesige, wunderbare Schelmerei wäre. Aber diese Verbindung vermag kein Journalist zu ziehen. Auch nicht Denise, dazu später. 
Jetzt aber, was für eine Krise, was für eine Dramatik! Stehen da zwanzig, fünfundzwanzig Polizeiautos, eine Armada!, man kommt nicht mal mehr zum Würstelstand durch. Und der Bundespräsident im ersten Stock rechts, der schon gar nicht. Geh, holt ihm nicht endlich wer seine Eitrige mit Buckel? Ah so, er wurde schon in Sicherheit gebracht. Denise improvisiert.
Und jetzt! Jetzt werden auch noch die Kanzlerbüros evakuiert! Mein Gott, welche Dramatik. Die Polizei sucht mit Hofdruck in der Hochburg und ist total verschwiegen.
Endlich die Meldung, auf die alle gewartet haben: Der Bundespräsident ist in Sicherheit. Er ist aber für ein Interview nicht zu sprechen, er ist in Dauerkontakt mit den Sicherheitsbehörden, die heute extrem professionell agieren. Gott sei Dank, was für ein Mann, denkt nur an seine Pflicht. Denn es sind - also das ist mittlerweile gewiß - mehr als drei Spürhunde im Einsatz. Die hochkonzentriert sind. Gottseidank ist der Hund des Präsidenten heute nicht im Amt. Wenn man sich vorstellt - der und die Spürhunde der Sondereinheit?! Für Tierfreunde: Dem "First Dog" geht es gut.
Wer steckt dahinter? Ist es gar ein van-der-Bellen-Hasser? Oder will der in Wahrheit die Bundesregierung treffen? Ist es gar Rache dafür, daß die ganze Wirtschaft ruiniert wird? Bitte, meine Herrschaften, das ist doch sicher nicht der richtige Weg - die Regierung zu erpressen. 
Und endlich, endlich der Polizei-Pressesprecher. Der kann endlich bestätigen, daß ein Polizeieinsatz bei der Hofburg stattfindet. Und daß man die Hofburg durchsucht. Was bei DEM großen Gebäude natürlich nicht so leicht ist. Da hat ja mal ein Kaiser für ein Großreich residiert. 
Ah, wieder sofort live zu Denise. Da ist sie nun, mit dem Mikrophon am Schauplatz. Was? Der Polizeieinsatz ist zu Ende? Der Redakteur dreht vor Dramatik halb durch. Ja, sagt Denise, das Ende kam genauso überraschend wie der Beginn. Und die Polizeihunde? Die gehen jetzt Gassi. Und kriegen die Eitrige mit Buckel, die der Bundespräsident nicht mehr will. Sie ist kalt, aber den Hunden ist das wurscht. Denise, kriegen wir noch mal den Pressesprecher der Polizei ans Mikrophon? Kann man den fragen, ob der Einsatz zu Ende ist? 
Was für stürmische Zeiten, was für ein stürmischer Tag. Erst Corona, jetzt der Sturm. Was für eine Krisenzeit, jetzt kommt auch noch der Klimawandel ins Spiel. Auch schon wurscht. Angst mal Angst ergibt nur halt irgendwann Sarkasmus. Soweit sind die Österreicher aber noch nicht. Höchstens Cap und Westenthaler, aber das ist eine andere Geschichte.
Für Kurz hat vorerst dennoch alles wie am Schnürchen geklappt. Was für eine Regierung, schnappt der Medienjünger. Entschlossen, handlungsfähig, knorrig, flumsig, zackzackig. Mindestens sechs, sieben Hunde waren blitzschnell da. Und sind dann wieder blitzschnell weg. Da, weg, da, weg. 
Mehr als unglaubliche! hundertzwanzig Polizisten mit mehr als fünfunddreißig Polizeiwägen füllen den dank der Ausgangssperren sonst menschenleeren Platz. Während der Bundespräsident über einen unterirdischen Gang in Sicherheit gebracht wurde, damit die Spürhunde reingehen konnten. Die Hofburg war aber auch innen menschenleer. Und eine Bombe wurde auch nicht gefunden. 
Denise, gibt es das? Erzähle dem Publikum, Du bist ja fünf Minuten nach der Polizei eingetroffen: Wie ist es Dir bei diesem dramatischen Drama gegangen?
Leute, der VdZ schreibt hier einen Fernseh-Kommentar mit. Was für ein Land! Der VdZ bereut jeden Gedanken an Auswanderung. Da lohnt sich so etwas schon. Denn da tut sich was. Wenn etwa ein Gesundheitsminister gerade eben hoch seriös und glaubwürdig alle Kritik widerlegt hat, daß er gegen elementare Gesetze verstoßen habe. Ein Grüner? Mit solchen Umfragewerten? Niemals. 

Oder der Herr Kanzler Kurz, der liebe Wuschelpudding, der doch alles immer nur gut gemeint hat. Auch die Angsthysterie, die er Tag für Tag (wirklich!) verbreitet und angeheizt hat. Macht doch alles Sinn, wo die streng wissenschaftliche Medizin täglich neue Seiten dieses omnipotenten Corona-Virus entdeckt.
Wir haben alle Corona. Wir alle SIND Corona! Die Krise in den eigenen vier Wänden ist sicher. Haltet durch!
Ah ja, man nimmt das ernst, tatsächlich, Ernst ist das Gebot der Stunde. Warum? Weil ... aber da schau her: Der Unmut so groß sei, sagt doch glatt die Moderatorin. Das muß ihr herausgerutscht sein.
Denn: Welcher Unmut? Bei dieser Kanzlerzustimmung? Bei dieser tollen Einfügung des braven Bürgers in die Verhaltensnotwendigkeiten der totalen Unfreiheit, damit wir gesund bleiben? 
Angeblich ist dennoch, trotz der Notwendigkeiten, seit Wochen der Verfassungsschutz alarmiert. Alarmiert! Wie? Seit Wochen? Da verstehe noch einer die Welt. Ah, darum hat man das Email mit der Bombendrohung, das bei der Polizei (nicht beim Herrn Bundespräsidenten, bei dem weiß man bekanntlich nicht, ob der seine Emails überhaupt liest) eingelangt ist, und in dem von immer noch Unbekannten Geld gefordert wurde, so ernst genommen.
Und die Belege in den Zeitungen sind überwältigend. Etwa durch die "Aufdeckung" dieser nächsten "Internet-Verschwörungstheorie". Eine Radfahrerin, eine Marine-Soldatin, habe bei friedlichen Wettkämpfen den Corona-Virus nach Wuhan eingeschleppt.

Kein Tag ohne Theorien-Aufdeckung. Ein Lob dem seriösen Journalismus. Mein Gott, wie schwer arbeiten die Journalisten in diesen Tagen, die Stirnen sind schweißgetränkt vor lauter Recherchearbeit. 

Denn klar, werter Leser, Sie und der VdZ, wir denken ja auch so. Und wir glauben an alles. Wir haben keine Vernunftgründe, aus denen heraus sogar vorhersagbar war, was sich heute - exakt, Punkt für Punkt - abspielt. Das beweist die Wissenschaft, jeden Tag neu. Kein Tag, wo nicht eine neue Bedrohung durch das Corona-Virus wissenschaftlich bewiesen wird. Dieses Virus gibt ein Rätsel nach dem anderen auf.

Während der herkömmliche Journalismus Tag für Tag seine Überraschungen erlebt. Wie die, daß TROTZ der Corona-Krise die Zahl der Asylanträge in Österreich um vierzehn Prozent gestiegen sei. Bitte, wie kann es denn das geben? Glauben die Migranten aus Buschdinungi oder Samaashwili nicht an die Tödlichkeit der Corona-Infektion? Naja, haben halt weniger Bildung. Nein, nein, das sind ja minderjährige unbegleitete Facharbeiter und Akademiker mit einer überdurchschnittlichen Intelligenz (Originalzitat von wem? Richtig. Kanzler Kurz, als er noch, 23jährig oder so, Staatssekretär war) Also ... egal ... 

Noch Fragen? Also. Wer will schon Corona-Gegner (heißt es nicht auch Klima-Gegner?) sein und diesen Gruppen angehören?! Denn irre, irre sind wir wirklich nicht.



*290420*

Es war ein historischer Fehler, nicht sofort in Opposition zu gehen (1)

Der VdZ wurde gefragt, ob er wirklich meine, die Opposition (in Österreich)* hätte sich von allem Anfang an gegen die Corona-Maßnahmen stellen sollen. Ob sie nun, angesichts der überwältigen Zustimmung für die bestehende Regierung (Kurz und seine ÖVP stehen allen Umfragen nach schon über der absoluten Mehrheit, würden jetzt Wahlen stattfinden), nicht völlig lächerlich dastehen würden. Ob sie nun nicht einfach nur mit ungeheuren Einbrüchen, sondern mit noch mehr Einbrüchen, ja Marginalisierung zu tun hätten. 
Die Opposition in unseren Ländern hat von allem Anfang der Corona-Krise an der Versuchung nicht widerstehen können, zu beweisen, DASZ AUCH SIE HÄTTE KÖNNEN WAS DIE REGIERUNG GEKONNT HAT, und was diese in Österreich zumindest in einen wahren Höhenrausch der Zustimmung geweht hat. 
Damit hat sie die Möglichkeit einer Opposition verschwinden lassen, und damit eine völlig unterschätzte Wählergruppe düpiert. Denn es gab Kritik in der Bevölkerung, von allem Anfang an. Aber die hat in ihrem Alltag ein wahres Haberfeldtreiben durch die von der gesamten Politik gestützten Befürworter der Corona-Hysterie erlebt. **
Wir werden im Folgenden die Gedanken entwickeln, und wir kommen, das sei schon versprochen, auf einen für manche überraschenden Schluß.
Die FPÖ steht bekanntlich in den Umfragen bereits bei unter zehn Prozent, das entspricht einer Drittelung innerhalb eines Jahres, die Strache-Krise hin oder her; auch die übrigen Oppositionsparteien wird derzeit förmlich zertrümmert. 



Ja! Das meint der VdZ. Und deshalb speichert er gewissermaßen den Punkt vom 24. April. Er sagt: Das ist nun unmittelbar vor oder schon der Höhepunkt, damit die Vergleichsbasis für seine unten ausgeführt Prognose. Die so völlig anders aussieht, als manche meinen.
In Wirklichkeit bestätigt heute die Opposition nämlich alles, was Kanzler Kurz und seine Ministranten gemacht haben, indem sie nämlich dasselbe gemacht haben wie die Regierung: Abgewartet, wie sich "das Coronavirus" entwickelt. Was will man nun angreifen? Details? Ob hier oder dort eine Woche zu früh oder zu spät geöffnet, ob hier oder da eine Milliarde falsch eingesetzt wurde? Das kümmert doch keinen Österreicher! 
Es war aber alles von Anfang an erkennbar, hätte man ein feineres Gehör für die verdrehten Wissenschaftsausflüge hinter der Panik gesehen, wie sie schon bei der Berichterstattung über China zu erkennen war.
Denn erstens glaubt er nicht, daß die FPÖ und jede andere Opposition noch weiter verloren hätten. Vielleicht sogar gerade für die Freiheitlichen, aber auch für die NEOs, die Neoliberalen, würde er das sehen, denn jede kritische Stimme hat derzeit überhaupt keine Heimat mehr, steht völlig alleine, ohne politische Repräsentanz. 
Jene Menschen, Wähler, die aber um ihre Freiheit, die zurecht um ihre Grundrechte fürchteten, die jeden angeblichen Widerspruch zwischen dem Notwendigen und dem Richtigen sahen, und Recht hatten.
Kein Gut kann erreicht werden, indem ein schlechtes Mittel verwendet wird; kein Zweck heiligt die Mittel! Das ist eine der Grundfesten der katholischen Morallehre, die aus der Metaphysik kommt, nicht aus irgendeinem Gefühl oder Moralisieren!***
Dieses Prinzip alleine hätte handlungsleitend gewesen sein müssen (und können), denn es hält in jedem Fall als Kriterium. Selbst wenn man zu wenig "Details" kennt, meint, sich noch kein Bild machen zu können, mit einer Einschätzung warten zu müssen meint, ist auf keinen Fall Ausweg, Abkürzer oder Alternative, etwas in sich Schlechtes, Falsches zu tun. Und das ist passiert. Nachweislich
Diese ontologische Gewißheit, diese Grammatik des Wirklichen, die unumgehbar ist, hatte von Anfang an keine Fürstreiter auf den politischen Schauplätzen, in die sie sich "Dank Demokratie" ständig begeben müssen. Sie sind nach wie vor alleine. Und die heutige Opposition kann sich NICHT aufs Hemd schreiben, daß sie diese unglaublichen Gesetzesverstöße sofort aufgezeigt und kritisiert hätten. 
Wenn wir hier also von einem elementaren Fehler der Opposition beziehungsweise Nicht-Opposition sprechen, dann schon alleine aus dem Grund, weil das zu späte, auf jeden Fall nicht frühzeitige und damit nur zeitgerechte Kritisieren von einer elementaren, ontologischen Tatsache ausgeht - der des Guten im Streit mit dem Schlechten, ja Bösen.
Und darin hat man die Menschen auf schreckliche Weise im Stich gelassen, und sie den Wölfen ausgeliefert. Schon alleine deshalb ertönt die Posaune: Schande und Verderben über die Hirten, die ihre Herde verlassen haben!

Morgen Teil 2) Warum sollte noch irgendwann irgendjemand diese Opposition wählen? Das sind die historischen Zeiten, in denen neue Parteigründungen geschehen. 



*Zur Opposition in Österreich zählen einerseits die Parteien wie FPÖ, NEOs, SPÖ, sowie einige Bürgerlisten, die aber nicht im Parlament vertreten sind, sowie - nicht zu vergessen! - die Kirche. Auch über sie wird nun abgestimmt, ja jetzt, nach sechs Wochen "Virtualität", mehr denn je, wir werden es erleben. 

Wir werden aber auch erleben, daß die muslimischen Gemeinden einen Zustrom verzeichnen werden wie noch nie. Denn lustigerweise waren sie durch ihr sperriges, widerspenstiges Verhalten, das schon vorauseilend vermutet wird und auch diesmal wurde, frühzeitig weil immer RICHTIGE Opposition.

**Auch das, im Ganzen gesehen, ein weiterer Mißbrauch, und zwar im strengsten Sinn: Man hat über den Druck der Massendynamik die Menschen dazu gebracht, dem Schlechten, das sie anfangs auch noch distanziert, kritisch betrachtet haben, im Nachdenken auf jeden Fall kritisch gesehen hätten, zuzustimmen. Ihrem eigenen Schaden zuzustimmen! Das wird noch seine eigene Dynamik bewirken, wir werden auch das erleben: Hier fanatische Posthoc-Zustimmung, dort Selbstbezichtigung und öffentliches Verstummen wegen vermeintlich selbst verschuldeten Elends. 

In jedem Fall eine weit verbreitete amorphe Wut! Diese amorphe (also noch ungefaßte, ungeformte) Wut wird noch entscheidend, wir werden es im Fortgang dieser Gedankenausrollung sehen.

***In dem Augenblick, in dem man die Möglichkeit eines IN SICH SCHLECHTEN abstreitet, was auf ein elementares Unverständnis der metaphysischen Grundlagen im Begriff von Gott, dem Sein, dem Guten, des logos zurückzuführen ist, begibt man sich auch jeder wesentlichen Kritikfähigkeit, jeder Möglichkeit einer "frühzeitigen" Opposition. Und das hat sich im Falle der Corona-Krise wieder einmal ganz klar und eindeutig bewiesen.



*260420*

Wir brauchen mehr, nicht weniger Menschen! (3)

Teil 3) Ohne Wohlstand keine Ökologie
So wird meist argumentiert. Aber stimmt das?


Das heißt: Ökologie ist eine Funktion des Wohlstands. Ja, sie kann sogar als Funktion des Einsatzes von Maschinen gesehen werden. Und darin muß die Ökologie als Funktion des Einsatzes von Rohstoffen mit gespeicherter konzentrierter (=unterirdischer) Energie=Arbeit gesehen werden. Während die kulturelle=zivilisatorische Höherentwicklung eine Funktion des Menschen selbst ist, der wie alle Dinge zu einem größtmöglichen Ausbau seiner Möglichkeiten strebt. Und die sind beim Menschen ... Geist.

So seltsam es also nun für manche klingen mag: Eine Beseitigung von Umweltproblemen ist insofern gar nicht möglich, wenn nicht erst jene Entwicklungen durchschritten worden sind, die ab einem gewissen Punkt als ästhetisch-geistige Bedürfnisse auftreten, aber bis dorthin jene Erscheinungen bewirkt haben, die dieser letztere Schritt als Problem sieht, in das er Arbeit = Geld = Energie zu stecken bereit ist, die in jedem Fall von seinem Wohlstand getragen werden müssen.

Erst Wohlstand macht also Ökologie in dem Sinn, wie diese heute meist verstanden wird, möglich. Wohlstand selbst aber hängt von den Menschen ab. Ohne Menschen gibt es ihn gar nicht, und die Arbeitsteiligkeit, damit der Wohlstand, ist sogar in dem Maß wohlstandsfördernd und energieeffizient, als möglichst viele Menschen auf möglichst engem Raum leben und arbeiten.

Brechen wir vorerst an dieser Stelle ab, und ziehen wir ein einfaches

Zwischenfazit

Weder ist deshalb der Mensch prinzipiell der große Ausbeuter durch seine zivilisatorischen Errungenschaften oder den Abbau von Rohstoffen, noch (prinzipiell) der große Störenfried, ohne den sich alles so wunderbar entwickeln würde. Andersherum wird ein Schuh draus: Erst der Mensch ist - oder wäre - Garant und Schöpfer von Nachhaltigkeit, dieser Leitanforderung jeder Ökologiebewegung.

Wer immer da sagt, daß die Welt "an Überbevölkerung leide", kann dies als Justament-Standpunkt bzw. aus subjektivem Willen tun, in dem er bestimmten Phantasien anhängt. Aber es kann es nicht unter Berufung auf Wissenschaft und Wahrheit sagen. Schon gar nicht also unter Berufung auf eine christliche, von der Wahrheit inspirierte Moral. 

Wir werden diese Aussage Punkt für Punkt belegen. Was gar nicht so leicht ist. Denn das Natürlichste, das Wahrste ist unserem Verstand am schwierigsten ergreifbar. Das Auge sieht sich erst, wenn es krank ist. Und, muß man hinzufügen: Es sieht sich nur dort, wo es krank ist. Wenn, dann weiß man über das Wahrste mehr als über alles, was wir jemals bewußt vor Augen stellen könnten. 

Nur in der Poesie ist deshalb die Natur der Schöpfung wirklich erfaßbar und darstellbar. Wenn man also sagt, daß die Philosophie in ihrer größten Höhe (oder Tiefe, je nachdem) mit der Poesie zusammenfließt, so muß das noch mehr von der Wissenschaft über die Welt gesagt werden. Wo das Wissen am sichersten wird, verstummt allmählich das Sprechen darüber. Schönheit, dieser Glanz der Wahrheit, dieses Licht des Guten, ist eine Kategorie der Erfahrung, nicht des Verstandes.

Stimmt das aber? Ist Ökologie wirklich einfach eine Funktion von Ästhetik, und diese wiederum eine Funktion von Wohlstand? 

Wir greifen vorweg, in dem wir den kommenden Gedankenverlauf anreißen: Nein! Kultur ist eine andere Kategorie, und ohne sie gibt es kein Menschsein. In dem Augenblick, in dem das Zueinander von Befruchtung und Befruchtendem auseinanderfällt, bricht die Welt in ihrer Wurzel. Denn das Schöpferische gelingt nur, und anders "isset" nichts, 

denn Gott, das Sein-Sein, ist nicht nur schöpferisch im Sinne von "ex nihilo", sondern auch erhaltend, als Dauerwille des Seins, des ordo Gottes somit - des innertrinitarischen Selbstvollzugs als Existenz an sich, 

wenn es in seinem Vollzug auf die Gesamtordnung, also auf das Gesamtsein ausgerichtet ist (sich also alles Seiende nur ins Sein holt, als Teilhabe, als Empfangendes des Seins, das sich in der Liebe hinausstreckt) das aber wiederum überhaupt nur ist ("isset", actu) wenn es auf dieses Gesamtsein in Gott ausgerichtet ist. 

Das Ganze liegt also immer in Gott, somit auch alles Gelingen des Existenz-Selbstvollzugs (ein actu, in Gegenliebe, sonst ein nihil), der sich in der Begegnung Schöpferisches/Gebendes zu Austragendes/Empfangendes vollzieht, der nur als "zu allem hin offen" an seinem Ort geschieht, somit überhaupt Existenzakt ist.

Das heißt nichts anderes - und Gottes Zorn wurde immer erregt, wie die Berichte zeigen - als daß die Zahl der Menschen auf der Erde völlig in Gottes Hand liegt, einerseits, und andererseits das Gelingen der Welt vom Menschen abhängt. Somit die Vielzahl im Wollen Gottes liegt, ja liegen muß, weil erst so die Welt in die Kirche (Reich Gottes) hereingeholt wird, sonst ins Nichts fällt (Entropiegesetz der Physik!).

Und der Mensch existiert nur im Voll-Vollzug, also im immer offenen Empfangens- und Spendungsakt.
Wird fortgesetzt



*010420*

Mittwoch, 29. April 2020

Wir brauchen mehr, nicht weniger Menschen! (2)

Teil 2) Ohne Energie keine Arbeit, ohne Arbeit kein Wohlstand


Schon über diese ersten Überlegungen muß man also zu dem Schluß kommen, daß die prinzipielle Aussage, daß Verbrennung ein "in sich schlechter Akt" sei, der auf alle Fälle zu unterlassen sei, daß jede Form von Freisetzung von Kohlendioxyd deshalb schlecht sei, nicht stimmen kann. Vielmehr haben wir es hier mit einem so grundsätzlichen Vorgang zu tun, daß man sich eher die Frage stellen muß, ob wir nicht genau durch das vorgeblich Rettende, das Vermeiden von Kohlendioxyd, der Welt ("Natur") schweren Schaden zufügen. Patrick Moore, einer der Gründer von Greenpeace, ist etwa zu dieser Ansicht gelangt.  Immerhin gibt es ohne Verbrennung, die chemisch gesehen eine Oxydation ist, überhaupt keinen Lebensvorgang, und das sagt uns die Evidenz! Warum das so ist, wissen wir schon nicht mehr. Es ist einfach so, und noch nie konnte das Gegenteil gezeigt werden. Es könnte also auch eine Pflicht zur Verwendung von Rohstoffen geben, die zu unseren Füßen liegen.

Und da weisen die obgenannten Kanadier gleich auf einen Umstand hin, der bislang völlig vergessen scheint: Das Nutzen von Stoffen unter unseren Füßen, die noch dazu - was das wohl für eine Aussage ist? - die Stoffe mit um Dimensionen größerer Energiedichte sind, so daß also wesentlich weniger Raum für eine bestimmte Arbeitsleistung auf (und erst recht über) dem Erdboden nötig ist, ermöglicht, daß wir wesentlich weniger Fläche brauchen, um zu leben und zu überleben! Die Folgen eines geradezu auf den Kopf gestellten "Öko-Bewußtseins" kann man sich wohl ohne viel Phantasie vorstellen.

Nicht zufällig ist der Wohlstand der Völker immer vom Vorhandensein von Rohstoffen und deren "artgemäßer", also nicht abweichend vom einzelnen Ding vorgegebener Grundwesensart, damit wider-sinnig eingesetzter - man denke an das Betreiben einer Wassermühle mit flüssigem Öl - Verwendung für Arbeit bestimmt worden. Rohstoffe wie Öl oder Kohle (wir wollen im Beispiel bleiben) sind für so eine Abwägung in erster Linie eben als Wärmespeicher zu sehen, und darin als potentielle Arbeit! Daß Wohlstand mit Arbeit zu tun hat (auch im Tauschvermögen, man denke an Vorkommen von dem überall geschätzten Gold, oder ergiebige Fundstätten von Edelsteinen) leuchtet wohl jedem ein, der einmal ersthaft versucht hat, sein Leben und das einer ihm zugehörigen Familie zu fristen.

Wie es sich mit Nebeneffekten (wie der Luftbelastung durch Ölverbrennung) verhält, werden wir später behandeln. Vorerst soll nur darauf hingewiesen werden, daß deren Vermeidung oder Unschädlichmachung - gar nicht so selten ein Problem der Schönheit und Ästhetik, gar nicht der Gesundheit - mit jenem Wohlstand zu tun hat, den ihre Haupt- oder Erstverwendung erst schaffen muß. Es gibt hinlängliche Daten (siehe u. a. die Ausführungen von B. Lomborg), daß diese Frage erst ab einem Bruttosozialprodukt von (in Kaufkraft derzeit) rund 5.000 Dollar pro Jahr lösbar, ja im Verhältnis zu einem weiteren Steigen des BIP sogar ein Bedürfnis wird. Umweltschutz, also das Berücksichtigen von Aspekten, die einen Hauptzweck übersteigen, hängt also auch, wenn nicht sogar wesentlich mit der Kultur- und Zivilisationshöhe zusammen.

Von diesem Punkt aus ist es nur ein kleiner Schritt zur Feststellung, daß Wohlstand mit anderen Menschen und den Wegen zwischen ihnen zu tun hat. Nicht nur, weil Entfernung Energie und Arbeit braucht, um überwunden zu werden, und zwar entweder direkt oder indirekt (als Investition in Fahrzeuge, die somit Energie schon in ihrer Konstruktion binden), sondern weil räumliche Nähe eine andere Form von Beziehung schafft: Erzwingt ebenso wie ermöglicht. Damit kann das einsetzen, was ausschlaggebend für individuellen Wohlstand ist - die Arbeitsteilung! Es ist unbestreitbar, daß Menschen, die auf engen Räumen leben und arbeiten, auch eine hohe Form von Arbeitsteilung entwickeln.

Das hat wiederum mit einem anderen Prinzip zu tun, das in der gesamten "Natur" zu beobachten ist, nennen wir es ruhig das Prinzip der Ökonomie: Das Prinzip des geringsten Aufwands zum höchstmöglichen Effekt. Selbst in der unbelebten Natur kann man dieses Prinzip beobachten. Natürlich gehört es somit zum Wesen des Menschen. Auf nahem Raum wird dieses Prinzip wie selbstverständlich auch zum Denkgesetz der Gerechtigkeit, und damit der Liebe (die der Gerechtigkeit zugrunde liegt). So daß jeder es selbstverständlich findet, mit bestimmtem Schwerpunkt an Fähigkeiten (und Neigungen als Willen, die Fähigkeiten auch zu betätigen, wobei auch "Moral" - sagen wir: Pflichtgefühle, Ehre usw. usf. - als Moment von Haltung, Liebe und Wille zu sehen ist) auch einen "Ruf" zu sehen, und somit einen bestimmten Beruf auszuüben.

In dem er von anderen wiederum um Leistung gebeten wird, für den dieser gerne etwas als Gegengeschenk etwas hergibt: Man denke an Lohn oder Preis, aber auch an Gegenleistung dem eigenen Arbeitsvermögen entsprechend. Wir haben damit - flugs - einen sogenannten Markt. Aber nicht nur einen Markt, wo Gleiches mit Gleichem vergolten wird, sondern auch einen Markt, auf dem die Leistung jedes Einzelnen im Gesamten gesehen die Effizienz sämtlicher Marktteilnehmer anhebt.

Der gute Schuster macht bessere, haltbarere, auch kostengünstigere und rohstoffsparendere Schuhe, der Müller, der solche braucht, mahlt besseres, feineres, vielseitiger verwendbareres Mehl und nützt da Getreide effizienter, usw. usf. Damit wächst durch die größere Menschendichte der Wohlstand aller. Die Wirtschaftsgeschichte Europas zeigt eindeutig, daß mit den Städten als den Zentren der Arbeitsteilung, die den arbeitsteiligen Klöstern (als erste Wohngemeinschaften) folgten, die sogar die "Schule der Arbeit und des Denkens" für Europas Entwicklung maßgeblich waren.

Wir sprechen hier vom Prinzip. Wir sprechen nicht von Fehlentwicklungen aus bestimmten Gründen, wie der Entwicklung von Megastädten, um vorzugreifen.

Damit wird auch erkennbar, welche Rolle die Technik zu spielen beginnt, denn Fähigkeiten, ein Produkt herzustellen - und damit Wohlstand und Arbeitsteiligkeit - hängen auch mit der Herstellung von Maschinen zusammen, die bestimmte Leistungen erbringen können. Und damit auch des Kapitals, dieser gebundenen Arbeitsleistung, um solche Maschinen zu bauen oder anzuschaffen. Sie zementieren die Arbeitsteiligkeit, machen sie selbst zu einer Maschine. Machen damit aber auch das Eigentümliche jeder Maschine (als "toter" Technik) klar, nämlich das des Reibungsverlusts. Soll heißen, daß bei einer Maschine niemals die erbrachte Arbeitsleistung exakt der Arbeit entspricht, die in der Maschine gebunden ist.

Eine Maschine braucht immer auch Energie für sich selbst, so daß der Ausstoß einer Maschine, der immer der "erbrachten Arbeit", also Energie, in egal welcher Form, nie ganz (soll heißen: nie restlos, wie beim nur gedanklich möglichen perpetuum mobile) dem Einsatz entspricht. In einem mehr oder weniger entsteht durch den Einsatz von Maschinen auch "ungenützte" verlorene Energie, und zwar als Wärme = Arbeit, als welche auch Verschleiß zu sehen ist.

Wenn wir nun einmal die bisherigen Aussagen auf simple Art kurzschließen, könnten wir somit zu der Aussage kommen, daß Umweltschutz als Kategorie des Lebens erst ab dem Moment möglich ist, als nicht sämtliche Kräfte des Menschen zum bloßen Lebensunterhalt gebunden sind. Dies wiederum tritt erst ab dem Moment ein, zu dem Arbeitsteiligkeit eintritt. Diese wiederum ist eine Funktion des Zusammenlebens von Menschen auf engerem Raum. Erst damit tritt das ein, was man als Wohlstand bezeichnen könnte. Erst ab diesem Moment ist auch das leistbar, ja wird zum Bedürfnis, wenn Arbeit abgezweigt (oder darauf verzichtet) werden kann, um sie in nicht direkt nutzenorientierte Tätigkeit fließen zu lassen. 

Morgen Teil 3) Ohne Wohlstand keine Ökologie? - So wird meist argumentiert.
Aber stimmt das?



*010420*

Woran man Dämonie erkennt

Man erkennt Dämonie. Die auch hinter einem Irrtum steht beziehungsweise zumindest stehen KANN; denn jeder Irrtum gründet in einem sittlichen Defekt, und jeder sittliche Defekt ist zumindest ein Türöffner zur Dämonie, die aber für Dämonen oft den Aufwand nicht lohnt, weil ohnehin durch menschliches Fehlverhalten eintritt, was sie wollen. 

Man erkennt Dämonie spätestens daran, daß das Ergebnis eines Handelns das Gegenteil dessen ist, was als Willensentscheid, als deklariertes Ziel des Handelns, dem Handeln vorausging. 

Man erkennt deshalb auch Dämonie im Alltäglichen. Meist übergeht man sie, meist geht ein Erkenntnisprozeß - wie so oft, wie meist sogar immer - dem Geschehen hinterdrein, früher, später, oder gar nicht. Es braucht Muße, es braucht das Zurücktreten in eine spielartige Situation.

Man erkennt deshalb Dämonie, wenn ein Kanzler Kurz noch vor wenigen Monaten in Silicon Valley zu Besuch war, dort entsprechend hofiert wurde, und dann mit roten Ohren (was da schon etwas heißt, dieser Ausflug ins Bösartige sei hier gestattet) und glasigen Augen verkündete, daß er hier einen Blick in die Zukunft getan habe. Die in einer totalen Globalisierung, einer totalen Universalisierung des Lebens besteht. So müsse auch Österreich über kurz oder lang aussehen, wenn es "überleben" wolle. So und ähnlich, zumindest gleichlautend, liefen die Verkündigungen durchs Land. Das eilfertig nickte.

Um dann, nur wenige Monate nach diesem Blick in die Zukunft, vor der Situation zu stehen, daß ... genau das Gegenteil notwendig ist, um - jetzt kommt's - ZU ÜBERLEBEN. Nur wenige Monate nach einer wunderbaren Prophetie der Totalöffnung und Totalglobalisierung steht das Land Österreich und der gesamte Westen, ja die gesamte Welt, vor der Situation zu meinen, daß - übrigens aus Gründen, die direkt mit Silicon Valley, mit der Totalkommunikation etc. etc. zusammenhängen, ja dort wurzeln! - ein Total-Shutdown für alle Länder, Staaten und Völker notwendig ist. 

Der sämtliche Verbindungen absperrt. Der über soziale Distanzierung alle Einigungsbestrebungen unterbricht und unmöglich macht. Und der nur noch dürftige, dünne Leitungen zuläßt, durch die die Eine-Welt-eine-Menschheit-Theorie ziehen und sich fruchtbar auswirken kann.

Der also eine Gesellschaft vor Augen und als Ziel hat - um zu überleben! - die das genaue Gegenteil der in Silicon Valley aufgemalten Zukunft bedeutet. Die die Menschen in Bunker treibt, aus denen herauszubewegen sich niemand wagt, weil es mit einer Todesgefahr einher geht.

Was soll man also dazu sagen? Es ist glibberig wie ein Frosch, es quakt wie ein Frosch, es stinkt wie ein Frosch, es hüpft wie ein Frosch ... mein Gott, es IST ein Frosch!

Was soll man von einem "Führer" halten, der schon wenige Monate, nachdem er seine Vision der Zukunft mit völliger Überzeugung vor Augen zu haben meinte, durch die Realität (sic!) gezwungen wird, eine völlig andere, der eigenen Vision völlig entgegengesetzte Realität umzusetzen? Welche Qualitäten sollen dessen Entscheidungen haben, woran sollen sich diese nun orientieren?

Oder besteht hier nicht die Gefahr, daß ein Anführer eines Landes zur Auffassung kommen muß, daß es nur an der Widerspenstigkeit der Realität liegen kann, daß die wirkliche, erstrebenswerte, gute Zukunft, die "schöne neue Welt", nicht erreichbar ist? Weiß der Leser, was die Geschichte als Ergebnis in solchen Situationen vor Augen stellt? Das sind die Zeiten eines sektiererischen Totalitarismus, der mit einer sich selbst steigernden Dynamik die Menschen bis in die kleinsten Winkel gängelt und verfolgt, um sie diesem Wunschbild anzugleichen. Um endlich den Neuen Menschen zu schaffen, der der besseren Zukunft würdig ist.

Oder hat Kurz ohnehin gemeint, daß die Welt von Silicon Valley jenes dünne Leitungssystem ist, über das sich eine Illusion einer Gesellschaft, eine virtuelle Gesellschaft, ausbilden kann und wird, während über den Bunkern die Welt in Schutt und Asche sinkt? War Silicon Valley somit nur dazu gut, ein Notsystem zu installieren, weil die wirkliche Zukunft in einem Totalbombardement der realen Grundlagen des Lebens besteht?

Eine Nachricht am Rande: Zumindest Beschwerden gegen offensichtlich gesetzwidrige Einschränkungen unserer Regierungen haben Erfolg. Der deutsche Verfassungsgerichtshof hat Anordnungen der Saarländischen Regierung aufgehoben, die private Treffen verbieten sollten, aber gegen das deutsche Grundrecht verstießen. Unter bestimmten Auflagen sind diese also möglich und immer möglich gewesen. Dierse wiedergewonnene Rechtssicherheit ist einem saarländischer Bürger zu verdanken, der am Rechtsweg Beschwerde eingelegt hatte.

Denselben Weg möchte laut Ankündigung die österreichische FPÖ beschreiten, die ein Verfahren beim Verfassungsgerichtshof einleiten möchte, mit dem der Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) seines Amtes enthoben werden sollte. Immerin hat schon die Ankündigung bewirkt, daß dieser hurtig in offiellen Stellungnahmen "mißverständliche Interpretationen richtiggestellt" hatte. Private Treffen waren und sind immer möglich.
Aber auch hier hatte Anschober gelogen. Es war kein nebensächliches Mißverständnis, sondern es war Realität. Das beweist, daß binnen Stuinden die Webseite des Ministeriums, die die Gesetzesinterpretation festlegte,  geändert, die "mißverständliche Interpretation" entfernt wurde.
Schon einmal war Anschober diesbezüglich ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Als er einen "Oster-Erlaß" herausgab, der zu offensichtlich rechtswidrig war. Weshalb er ihn wenige Stunden danach zurückzog. Zurück blieb freilich die nächste Verwirrung in der Bevölkerung, "was man darf und was nicht." Was heißt: Im Zweifelsfall "darf man nichts." Dieser Meinung ist bekanntlich ja auch die Polizei. Und Kanzler Kurz.

Noch etwas, aber nur so nebenbei: Der Leser möge vor allem die Wortwahl beachten, mit der die brutale Schließung der Klöster in der kommunistischen Tschechei vor 70 Jahren begründet wurde. Und was für "Maßnahmen" mit welchen Zielen verordnet wurden.

Nachsatz: Eine der Vorsorgen in einer Diktatur, trotz der Manipulation des Regimes nicht verrückt zu werden, ist das Archiv, die Referenz. Hier deshalb ein Video von Raffael Bonelli, der sich nicht nur auf dieselben Dokumente bezieht, sondern (mehr und mehr) auch zu denselben Schlüssen kommt wie der VdZ.





*230420*

Dienstag, 28. April 2020

Ein Daseinsgefühl und eine Eilmeldung!

Aus eigenem Erleben kann der VdZ berichten, wie sich sein Daseinsgefühl in den letzten Monaten durch die Anbindungen ins Umfeld verändert hat. Das bis vor der Corona-Krise als ein Dasein in einem ontologischen - und DESHALB - Rechtsraum empfunden worden war. Das ist ihm erst jetzt bewußt geworden. Denn, das ist es nicht mehr. Er fühlt sich nun nicht mehr in einem absoluten Rechtsraum, der (trotz aller Rechtssprechungspannen etc.) in jedem Fall maßgeblich ist und selbst der Exekutive vorausgeht. Weil er letztlich von keiner Person abhängt. Nun aber fühlt er sich in einem Rechtsraum, der von der Willkür von Menschen abhängt. Und das verursacht schlimmstes Unbehagen.

Das wurde ihm bewußt, als er eine Schlagzeile in der Zeitung las: "Trotz Ausgangsbeschränkungen Minister stellt klar: Private Treffen sind DOCH erlaubt." Es war seit 15. März legal (!), private Treffen abzuhalten, und jeder war unter Einhaltung von gewissen Vorkehrungen (Sicherheitsabstand) berechtigt, sich OHNE ANGABE VON GRÜNDEN im Freien aufzuhalten. 

Wissen Sie, geneigter Leser, warum das der Herr Minister gesagt hat? Weil ihm nun offenbar das große Muffensausen gekommen ist, weil er (und die Regierung) auf absurde, auf gotteslästerliche Weise gegen Recht und Verfassung des Staates verstoßen hat. Das ist normalerweise ein Grund, ins Gefängnis geschickt zu werden. 

ABER SO ETWAS IST NICHT NUR MÖGLICH, SONDERN ES IST OFFENBAR GANZ LEICHT MÖGLICH. Wir haben bisher also gar nicht in einem Rechtsstaat gelebt, sondern in einem Zustand, wo so etwas Ähnliches wie ein Rechtsstaat geduldet worden war, BIS ES JEMANDEM NICHT MEHR SO GEFIEL.

Wissen Sie, werter Leser, was da passiert ist? Da hat der Regierung irgendjemand geflüstert, daß bei den Maßnahmen, Erlässen und Verkündigungen (als Maßgabe der Gesetze, mancher nannte das "Twitter-Legislative" oder "Pressekonferenzen-Gesetze"), grobe Rechtsverstöße und Grundrechtsverletzungen vorlagen. Nun zieht die Regierung ÖVP-Grüne die Reißleine, weil das böse Konsequenzen haben könnte.  

Die alles entscheidende Frage in unseren Ländern (hier: Österreich) wird nun sein, ob es einen Rechtsmechanismus gibt, der diese Rechtsbrecher auch vor Gericht stellt und gegebenenfalls verurteilt. Oder ob wir - ganz real - in einer Diktatur leben.




*270420*

Wir brauchen mehr, nicht weniger Menschen! (1)

Teil 1) Grundsätzliches


Es kann deshalb nicht genug Menschen geben. Zumindest liegt es nicht im Verstandes- und Verantwortungsbereich des Menschen, in einer Begrenzung oder Festlegung der Zahl eine Aufgabe zu sehen, die seiner Macht und damit Verantwortung obläge. Als David sein Volk zählen wollte, wurde das vor Gott als so schwere Sünde gewertet, daß er eine große Strafe sandte, die (weil der Sünder der König war) das ganze Volk treffen mußte.

Schon in diesem Punkt kann ein erster, aber wichtiger Zusammenhang mit einem sogenannten Weltklima gesehen werden, es handelt sich ums selbe Prinzip: Das große Ganze, in das der Mensch eingebettet ist, übersteigt ihn von der Kategorie her. Es ist seinem Entscheiden deshalb zu komplex, nur eine dem Menschen übergeordnete Intelligenz wäre in der Lage, es zu bestimmen.

Genauso verhält es sich bei allen Kategorien und Universalia, die den Einzelnen übersteigen. Denen er also zwar angehört, die er jedoch nicht bestimmen, als Ganzes "schaffen" kann.
Das Ganze geht dem Einzelnen nicht nur zuvor, sondern es ist auch keine Summe von Einzelnem, sondern übersteigt dieses um eine Dimension. 
Von Verantwortung kann auch immer nur dort gesprochen werden, wo die Macht besteht, eine Sache zu bestimmen. Also ist der Mensch auch nicht "für das Weltklima" oder "für die Zahl der Menschen" verantwortlich! Sein Handlungs- als Verantwortungsspektrum im Einzelnen kann sich somit nur auf Dinge beziehen, die ihm gleich oder untergeordnet sind. Wo immer er glaubt, er könnte diese Beschränkung übersteigen, stößt er mit überlegenen Mächten zusammen:

Niemandem würde es einfallen zu glauben, er könne den Mars oder Centaurus 100 in grundlegenden Eigenschaften bestimmen. Wenn jemand das behauptet, lachen wir ihn zurecht aus. Und noch vor wenigen Jahrzehnten wäre dasselbe passiert, wenn man das vom Weltklima, vor wenigen Jahrhunderten, wenn man das von der Weltbevölkerung gesagt hätte.

Wenn wir heute behaupten, wir wären aber für diese Dinge verantwortlich, haben wir damit nicht den Erweis für "größere Macht" (etwas weil größeres Wissen) geliefert, sondern für einen absurden Glauben an gesteigerte Magie oder gar Machtsphantasie. In der Psychologie wertet man so ein Verhalten mit Recht als Pathologie.

In der Verantwortung des Menschen liegt vielmehr, was "unter" ihm, also zu seinen Füßen liegt. Das, was vor seinen physischen Augen steht. Das, was wie er selbst Ding oder einzelnes Lebewesen ist. Darin liegt auch jene Wahrheit, in der wir uns - in eins gestimmt mit den Grundzügen und Grundwahrheiten der übergeordneten Kategorien, also mit den religiösen Wahrheiten, den Weisheiten der Weisheiten, sozusagen - an und in (beides ist in einem Zugleich) der Welt zu betätigen haben. Als Pflicht wie als Lust wie als schöpferische Möglichkeit der Freiheit. Aus Gebot, Dankbarkeit und Pflicht, aber auch aus Ernte, Ertrag und Lohn.

Wie wir mit diesen uns zugewiesenen Dingen verfahren sollen und können ist eine Frage der Wahrheit und Erkenntnis. Die Moral im Umgang damit liegt also in erster Linie in einem wesensgemäßen Umgang, der sogar als Gebot zu sehen ist. Es gibt nicht nur die Pflicht zur Sparsamkeit, es gibt auch eine Pflicht zur vollen Ausnützung dieser Dinge! Eine Pflicht sogar, die Dinge, die uns zugewiesen sind, an und über die Grenzen ihres Eigenseins zu führen, und damit alle Kategorien der Schöpfung letztlich ineinander übergehen zu lassen.

Man denke da etwa an die Dressur von Zirkustieren, oder das Verfertigen von Schmuckstücken aus einem reinen, nicht willentlich geformten, von uns weich geschmolzenen Klumpen Gold. Oder man denke an das Verbrennen von Kohle und Öl, das nicht nur Wärme und damit indirekt Bewegungsenergie bringt, sondern über das freigesetzte ("niedrigere") Kohlendioxyd einen für die Pflanzenwelt, die unterste Stufe alles Lebendigen, also auch die erste (aber sicher nicht die einzige!) Nahrung von allem Lebendigen, zur Teilhabe am Sein (also dem "da-sein") unbedingt notwendigen Stoffes.


Morgen Teil 2) Ohne Energie keine Arbeit, ohne Arbeit kein Wohlstand



*010420*

Wenn Kirche und Politik ihre Aufgaben tauschen

Es ist ein unglaublicher Schwachsinn, zu sehen, daß Politik heute Kirche macht, und Kirche Politik. Das ist nur eine der Aussagen von Peter Hahne, die dieses Gespräch mit Roland Tichy interessant machen. Früher, so der Protestant Hahne, wußte er, daß wenn die Katholische Kirche in Ausschüssen sich so oder so verhielt, daß er ruhig mitstimmen konnte, denn da wußte er, daß das immer vernünftig war. Das kann man heute schon längst nicht mehr sagen. Dabei ist es schon aus marketingtechnischen Gründen verrückt, was die katholische Kirche macht: Sie glaubt, indem sie ihre Glaubensinhalte über Bord wirft, attraktiver zu werden. Sieht aber nicht, daß die Protestanten, die das alles ja haben, was die Katholiken angeblich wollen. 

Noch vor zwanzig Jahren stand die Kirche für einen runden Tisch, an dem sich alle einfanden, egal welcher Geistesrichtung er entstammte. Heute ist das anders! Heute dürfen nur noch vorausgewählte Parteien dort Platz nehmen. Sie hat heute dieselbe Angst vor der Debatte wie die Politik!

Es gibt einen Grundsatz: Wer eine Institution verändern will, der muß gehen, der muß also aus der Kirche austreten. Heute ist es umgekehrt. Hahne ist deshalb für die Abschaffung der Kirchensteuer, weil Dinge dadurch finanziert werden, die gegen den Glauben stehen.

Eine der größten Schwachsinnigkeiten ist dabei, daß die Kirche bei der Sprachverhunzung mitmacht, die die Inklusivsprache und der Genderismus bedeuten. Den als Wissenschaft zu bezeichnen völlig absurd ist. 

Wer immer aber heute gegen den Wahnsinn auftritt, egal auf welchem Gebiet, wird zum Nazi erklärt. Das führt zu interessanten Koalitionen. Denn sogar das Kabarett (wobei Hahne "Comedy" sagt!) steht auf derselben Seite dieser neuen "Nazis".






*090420*

Montag, 27. April 2020

Also machen wir erst mal Diktatur?

Die Lächerlichkeiten überschlagen sich in dieser denkwürdigen Epoche unserer Geschichte. Das morgendliche Zeitungsstudium wird immer mehr zu einem Kramen im Fundus des Grotesken.

Aber dem Faß den Boden schlägt der österreichische Bundespräsident aus, wo Alexander van der Bellen in seiner seit Wochen extrem seltenen Äußerungen für die Öffentlichkeit meint, die dramatischen Beschränkungen der Grundrechte seien wegen der Gesundheitsgefahr gerechtfertigt

Das sagt ein Präsident, dessen Hauptaufgabe darin besteht, jedes vom Parlament verfaßte Gesetz auf seine Gesetzes- und Verfassungstreue, also auch auf Einhaltung der Grundrechte, zu prüfen. und gegebenenfalls ans Parlament zurückzugeben. ohne seine Unterschrift wird KEIN Gesetz gültig.

Aha? Macht nun jede Regierung gegebenenfalls halt eine Momentsentscheidung, je nachdem, welche Gefahr sie gerade festzustellen meint? Darf zukünftig jede Regierung machen, was ihr gerade einfällt, und irgendwann später wird dann geprüft, ob das noch rechtens war? Ist diesem Mann, der sein Amt auch und vor allem deshalb hat, damit er das Volk vor der Regierung schützt, überhaupt klar, was er da sagt? Soll das die gerade von ihm so vielbeschworene Demokratie sein? 

Machen wir also zukünftig erst mal Diktatur, Willkür "weil Gefahr droht" - welche? warum? - weil das auch geht, während der Herr Bundespräsident erst einmal in seiner Hofburg sitzt und eine Zigarette um die andere raucht. Und stellen nachträglich, irgendwann weil vielleicht einmal, fest, ob das denn überhaupt gehen hat dürfen?

War nicht genau das - genau das! - das Problem damals, im Jahre 1933folgende, und zwar genau in unseren Ländern? Wo auch die Regierung feststellt, ob und wann die "Notwendigkeiten der Situation" das Befolgen der Verfassung notwendig macht oder dem Glück des Volkes im Wege steht.

Wo auch 80 Prozent der Bevölkerung mit der Arbeit der Regierung zufrieden waren. Verfassungstreue ist ja eine Spitzfindigkeit und lästig, wie wir mittlerweile wissen. Denn endlich, endlich gehört Österreich zur Spitze der smarten Länder. Das ist doch eine Stimme für den Helden der Szenerie, das ist doch auch ein vorbildliches Leben wert, oder?

Und nicht vergessen, um diesen Spitzenplatz im Wettlauf der Sauberkeiten nicht zu verlieren, müssen wir noch einige Wöchelchen oder Monatelchen die Arschbacken zusammenkneifen, und die Augen schärfen damit nur ja keiner unserer Mitbürger ausschert. Sogar das Militär hilft da mit. Wie seltsam sich das anfühlt zu hören, welche (extrem kostenintensiven!) Maßnahmen das Bundesheer setzt, um alle Österreicher aus egal welchem Land der Erde zurückzuholen.
Ist der VdZ wirklich allein mit dem Gefühl, in der Äußerung der Frau Landesminister für Verteidigung eine ganz gefährliche Drohung zu sehen? Sich mit einem Mal seltsam mulmig zu fühlen, wenn er in dieser Situation hört, daß der Einsatz des Bundesheeres "im Dienste der Corona-Krise" und "zum Schutz der Bevölkerung" doch der Zeit geschuldet sei, weil die Aufgabenfelder der Jagdkommandos und Milizen und der "Reserven der Republik" immer einem Wandel unterliegen. Was ist selbstverständlicher und natürlicher. Wir müssen doch einsehen, daß die Tätigkeitsfelder des Militärs einem ständigen Wandel unterliegen. War das je anders?
Richtig. Die Geschichte hat es uns gezeigt.

Na Hauptsache, wir sind gesund.



*230420*

Wir brauchen mehr, nicht weniger Menschen! (0)

Über die gesamte Neuzeit zieht sich ein immer wiederkehrender Gedanke, der zwar erstaunlicherweise stets von angeblichen gebildeten, wissenschaftlich denkenden Gruppen und Individuen auf den Tisch gelegt wird, der aber mit genau derselben Regelmäßigkeit widerlegt wird. Die Tatsache, daß sich nichts daran ändert, daß er so regelmäßig wiederkehrt und Führerschaft beansprucht läßt darauf schließen, daß er anders als behauptet nicht dem Denken, sondern einem Wollen entspringt, das ganz sicher nicht aus dem entscheidenden Moment bewegt wird: Nämlich der Wahrheit. 

Die Rede hier ist über den Mythos Überbevölkerung. Mit absoluter Regelmäßigkeit kommen Gedanken in die Öffentlichkeit, denen gemäß der Mensch der Verursacher so vielen Übels sei, daß es vor allem darum gehe, seine Zahl zu beschränken oder gar zu reduzieren. Nichts an dieser These läßt sich aber aufrecht halten, geht man der Sache auf den Grund, studiert man wirklich Zusammenhänge zwischen Wohlstand, Gemeinwohl, Zustand der Umwelt und was da immer als Argument vorgebracht wird. 

Alle Tatsachen, alle Fakten, alle Glücksansprüche sprechen nur für eine Tatsache: Es kann eigentlich nicht genug Menschen auf der Welt geben. Zumindest würde es der Welt nicht besser gehen, wären da weniger als die heutigen 7,5 Milliarden Menschen. Auch wenn man nach den Ansprüchen der härtesten Vertreter dieser Behauptung mißt: Zustand der Umwelt, individuelles Glück, Wohlstand, Ressourcengerechtigkeit, Energieversorgung, Kultur und Weltklima.

Insbesonders Zusammenhängen mit letzterem, dem Klimawandel, wird dabei Augenmerk geschenkt. In mehreren und in nächster Zeit folgenden Beiträgen werden wir, vor allem inspiriert - und gewissermaßen an der Hand genommen* - durch das Buch "Population Bombed! - Exploding the Link Between Overpopulation and Climate Change" der Wissenschaftler Pierre Desrochers (Geographie, Ökonomie, Energie- und Lebensmittelpolitik) und Joanna Szurmak (Elektroingenieurswesen und Informatik), beide aus Toronto/Kanada, aufzeigen, daß alle die irren, die behaupten, daß die heute als so drängend vorgestellten Probleme der Welt durch die - verglichen mit alten oder älteren Zahlen - hohe Zahl der Menschen verursacht übel wurden oder übler werden, sondern daß das genaue Gegenteil der Fall ist. Vor allem kann eine Behauptung, in der Umweltzerstörung und katastrophischer Klimawandel mit Überbevölkerung zusammenhängen, nicht als "evidenzbasiert" bezeichnet werden. Wer sich auf Evidenz beruft erhält das genaue Gegenteil belegt.

Eine auf Evidenz basierte Analyse der Zusammenhänge von Bevölkerungszahl und positivem Zustand der Welt (auf welchen Begriff wir gleich einmal den Begriff "Erde" heben, die Teil der Welt ist, nicht umgekehrt) kommt sogar zu dem Punkt, daß Evidenz eine wissenschaftliche Aussage mit der katholischen, metaphysischen Sinndeutung der Welt in eins fließen läßt: Der Mensch ist Krone, Ziel und Herr, er ist in gewisser Weise sogar das Glück der Schöpfung.


Morgen Teil 1) Grundsätzliches


*Wir werden freilich eines tun: Wir werden zum Beispiel die Autoren des oben angegebenen Buches "Population Bombed!" nicht ausschlachten und für alle ihnen entnommenen oder an sie angelehnten Aussagen deren Belege zitieren. Alleine der bibliographische Teil der genannten Publikation ist 34 Seiten lang. Das mag an dieser Stelle als Beleg dafür genügen, daß alle Bezüge dieser Autoren keiner wissenschaftlicher Belege entbehren. Wer sich mit dem Thema unter den hier wesentlichen Aspekten auf eine Weise auseinandersetzen will, in der er Belege oder vertiefende Literatur braucht, der möge deshalb etwa dieses Buch kaufen, oder in einer Bibliothek leihen.


*010420*

Wenn Verdummung zur Allgemeinerscheinung wird

Die großen Erfolge des Teufels im Staats- und Völkerleben werden für eine Zeitlang errungen durch den wesenhaften Mangel eines Volkes, durch eine unbegreifliche "Überdummung", welche über die natürliche humane weit hinausgeht. Hier geschieht das äffische Gegenspiel in der Nachahmung des echt göttlichen Wunders, welches die Erfüllung des Menschen mit göttlicher Weisheit ist, der Tat des höchsten Intellekts und der göttlichen Liebe. 
Es gibt nicht nur eine Weisheit, die über menschliches Verstehen hinausgeht, es gibt auch eine Torheit, die übermenschlich und luziferisch ist und von den natürlichen Kräften des Menschen nur im Glauben verstanden wird. Sie kommt nicht aus der Natur des Menschen, sondern diese verfällt ihr aus Verführung und wird von ihr als Werkzeug besessen. Sie fällt in diesen Abgrund der Stupidität durch Sünde und Schwäche.

Theodor Haecker




*100420*