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Freitag, 17. Mai 2019

Man muß das Problem langsam ernst nehmen.

Der VdZ liebt Nils Axel Mörner, den Wissenschaftler, der zuerst für den IPCC die Meeresspiegel kontrollierte, und zu Ergebnissen kam, die politisch nicht opportun waren. Denn was fand er heraus? (Hier konnten Sie es vor Jahren schon nachlesen.) Von einem "globalen Meeresspiegel" zu sprechen ist absurd. Die Unterschiede sind regional extrem unterschieden, und selbst statistische Durchschnittsrechnungen gehen von minimalen, keineswegs aber überproportionalen Steigerungen des Meeresspiegels aus.

Aber das Wesentliche scheint etwas ganz anders zu sein: Die Sonnenaktivität. Die auch die Erdrotation verändert. Dreht sich die Erde schneller, wie während Zeiten solarer Minima, staut sich durch die Erdrotation das Wasser am Äquator. Steigt die Solaraktivität, und das tut sie im 60-Jahr-Rhythmus, dann verteilt sich das Meereswasser auch mehr an der Peripherie. Dafür gibt es ganz handfeste, jahrhundertelang verfolgbarer Meßdaten, also: Evidenz.

Die CO2-Panik, die in nichts begründet ist, bis heute nicht belegt ist, geht seiner Ansicht nach auf Olaf Palme zurück. Der die Abhängigkeit vom Öl aufheben wollte, und auf Kernkraft setzte. Also mußte die Verbrennung dämonisiert werden. Daneben war Palmes bekanntes Ziel einer (sozialistischen) "Weltregierung" dadurch leichter erreichbar.

Zum angeblichen 97%-Konsens meint Möhler, daß man fast das Gegenteil sagen müßte: 97% der wissenschaftlichen Fakten sprechen GEGEN die katastrophische Erzählung vom CO2-Kollaps der Welt. HIER liegen die Fakten. Die Klimapaniker haben nur unwissenschaftliche Schreibtisch-Modelle. Sie sind völliger Unsinn.

Wir sollten endlich beginnen, intelligente Dinge zu tun, und nicht diesen dummen Glaubenssystemen nachlaufen. Die nur die Menschen täuschen und verdummen. Oder wollen wir im Ernst die irrationale Panik indoktrinierter Kinder, die von nichts eine Ahnung haben und besser Fußball oder sonstwas spielen sollten, ernst nehmen? Es ist ein Angriff auf die Vernunft und auf die Wissenschaft, Kindern zuzuhören, die noch weit davon entfernt sich, sich überhaupt ein Urteil über wissenschaftliche Fakten bilden zu können? Aber, so Mörner, das ist typisch für die Klimapanik, lauter Leute zu mobilisieren (bis hin zu Schauspielern, wie Leonardo Di Caprio; Anm.), die von der Sache keine Ahnung haben und sich in ihrer Naivität benutzen lassen, um auf die Emotionsdrüse zu drücken und so politischen Druck aufzubauen.

Das einzig Erschreckende ist, daß es heute möglich ist, mit der Realität so leicht Geige zu spielen. Das hat etwas mit dem Bösen zu tun. Sagt Mörner. Es wird nicht mehr lange dauern, bis die Tatsachen so evident werden, daß man sie nicht länger leugnen kann. Daten? Lächerlich. Die Daten werden laufend manipuliert, und das wird der Öffentlichkeit ständig verschwiegen. 

Die Erde geht auf eine Abkühlung zu, ausgelöst von der Sonnenaktivität, alles deutet darauf hin. Vermutlich schon 2030, 2040, 2050. Die Solaraktivität steuert auf ein neues Minimum zu. Das wird die Erdrotation erneut beschleunigen. Was wird passieren? Der Golfstrom wird sich weiter südlich verlagern, der Norden abkühlen und vereisen. Was wird bei den heutigen Erderwärmungs- und CO2-Panikern als Reaktion passieren? Nichts. Die Ratten werden das sinkende Schiff verlassen, und sie werden noch dreister lügen, um ihre Pfründe zu retten.

Zum Ende des Gesprächs geht Mörner noch auf die Küstenverläufe Schwedens ein. Das Land hebt sich jährlich um einen halben, im Norden gar um einen ganzen Meter. Jährlich! Die 3000 Meter hohen Gletscher zur Eiszeit sind weg, das Land hebt sich. Mörner steht auf einem Felsen, der 1704 noch 12 Meter unter Meeresspiegel lag. Natürlich hebt sich dabei der Meeresspiegel, denn das Meeresbecken wird kleiner! Und er hebt sich um jährlich 1,9 Millimeter, über die gesamte Baltik und die Nordsee gerechnet bzw. gemessen. Dasselbe gilt für den Osten der USA. In der Äquatorgegend freilich zeigt sich etwas völlig anderes. Aber mit CO2 und einer angeblich menschgemachten Erderwärmung hat das alles nichts zu tun.




Patrick Moore wird noch leidenschaftlicher, wenn er den wahnsinnigen Versuch beurteilt, den derzeit die NGOs im Verbund mit demokratischen Abgeordneten im Washingtoner Kongress bespricht: Sämtliche CO2-Emittenten zu beseitigen. Wenn DAS durchgeht, dann bedeutet es den Tod der menschlichen Zivilisation. Dann bedeutet es den Tod von Milliarden Menschen. Und das, Herrschaften, ist auch die wahre Natur der Klimapanik: Der Mensch ist Feind der Erde. Eine glatte Blasphemie! Es wird höchste Zeit, Klimapaniker so zu nennen, wie sie benannt werden müssen: MÖRDER. Feinde der Menschheit. Man muß die Klimapanik allmählich ernst nehmen. Sie ist ein Vernichtungsfeldzug der Bösen. Sie ist dämonisch. Sie ist satanisch.








*270219*

Samstag, 5. Mai 2018

Auch hier wurde nur Chaos angerichtet

Es ist vermutlich auch das nur eine Hysterie und ein Gerücht. Ob die für die Landwirtschaft mittlerweile verbotenen Insektenbekämpfungsmittel aus der chemischen Familie der Neonicotinoide wirklich für Bienen schädlich sind, ist höchst unwahrscheinlich, wie man allenthalben nachzulesen vermag. Das als Hauptgrund vorgegebene Bienensterben (wobei nicht einmal sicher gesagt werden kann, ob es überhaupt ein solches gibt; der Rückgang der Bienenvölker beziehungsweise das große Schwanken im Bestand könnte auch ganz andere Gründe haben, die eher beim Imker liegen) hat recht sicher ganz andere Gründe als Pflanzenchemie. 

Dafür melden sich nun die Rübenbauern Österreichs. Bereits im April waren ein Viertel der Rübenäcker vom Rüsselkäfer befallen, und man muß davon ausgehen, daß er die gesamte heurige Ernte befällt. Denn es gibt kein Gegenmittel mehr gegen diesen Schädling. Damit steht die ganze Zuckerrübenernte 2018 in Gefahr, auszufallen. Das fällt mit dem Ende der sogenannten Zuckerquote zusammen, die vor Jahren die Zuckerproduktion in der EU regulieren sollte, und nun wieder zurückgenommen wurde.

Nachdem es den Zuckermarkt in Europa durch Zentralsteuerung von Brüssel aus völlig ruiniert hat. Es gibt heute in Österreich nur noch eine einzige Zuckerfabrik, in Ungarn keine einzige mehr, das Land (und die Ungarn verbrauchen viel Zucker!) muß alles importieren. Der Preis schoß nach Einführen der EU-Quote und Wegfall der Konkurrenz (es gab vorher alleine in Österreich fünf Zuckerfabriken) auf fast das Doppelte nach oben. Und man staunt, wie viele Produkte von Zuckerpreisen tangiert werden. Es gab also einen kräftigen Teuerungsschub gerade für die alltäglichsten Lebensmittel, und von Preissenkungen (die angeblich bald wieder folgen würden) ist bis heute nichts zu sehen, auch wenn seither der Preis für Tafelzucker im Supermarkt bei Aktionen wieder etwas gesunken ist. 

Ein nächster Preisschub dräut aber nun. Denn eine durch die Schädlinge verursachte geringere Zuckerrübenernte würde bedeuten, daß auch das Angebot von Zucker zurückgeht. Soll heißen: Die Preise steigen. Das droht auch aus anderen Gründen. Denn viele Bauern erwägen, aus dem Rübenanbau ohne diese Schädlingsbekämpfungsmittel auszusteigen. Nach derzeitigen Marktpreisen ist ohne Neonicotinoide kein wirtschaftlich sinnvoller Anbau mehr möglich.

Will man andere Wege der Schädlingsbekämpfung einschlagen, wie die NGOs - die Presse nennt Greenpeace und Global 2000 - gefordert haben, denen dieses Verbot von Neonics zu verdanken ist, fehlt es zuerst einmal am Geld. Denn die Preise für Rüben sind dafür um vierhundert Euro pro Hektar zu niedrig. Und das trotz des im Vergleich zu vor zehn Jahren deutlich höheren Marktpreises für fertigen Zucker. Aber grundsätzlich können, so meinen viele Bauern, ohne Neonics gar keine Zuckerrüben bei uns (im notwendigen Umfang) angebaut werden. Die NGOs haben diesbezüglich einfach gelogen*.

Wünschen würde man sich freilich, der Bauernverband in Österreich würde Greenpeace und Konsorten wirklich wie angekündigt verklagen und diesem verantwortungslosen Gesocks das Fell über die Ohren ziehen. Samt den Politikern, die solchen Leuten auch noch Gehör schenken.

Denn wie reagieren die Umweltschützer? "Es ist nicht richtig, was die Bauern sagen. Denn es wird zwar weniger Zucker geben, aber dafür wird es ihn nicht mehr so billig geben." Nun, das hat schon die EU-Umstrukturierung gebracht, Herrschaften, denn nun gibt es seither weniger Anbieter - und die teilen sich schön den Markt auf. Ohne lästige Konkurrenz kleiner Zuckerfabriken, die vor der Generalregelung in der EU zwar auch den österreichischen Markt "aufgeteilt" hatten, aber so, daß alle grosso modo zufrieden waren. Auch die Bauern. Auch die Ungarn, die so verdammt gern zuckern. Was aber ein gerechter Marktpreis ist, bestimmen bekanntlich ja irgendwelche Beamte an Schreibtischen am besten. Und NGOs.

Ach so, die haben uns ja längst erklärt, daß Zucker sowieso ungesund ist. Und wenn wir freiwillig nicht weniger davon essen, werden sie schon dafür sorgen.

NACHBEMERKUNG:  Natürlich könnte es hier einen ganz anderen Zusammenhang geben. Direkt den Bauern den Zuckerrübenanbau zu verbieten wagt ja sicher kein Politiker. Also bedient man sich auch hier des "nudging", also des (un-)heimlichen Drucks, erledigt so die Sache über die Hintertür, um die Konsequenzen des eigenen Tuns zu kaschieren, und setzt dafür die (dankbaren) NGOs ein, denen man nebenbei noch ein paar Kröten zur Deckung des Spesenkontos für Kongressreisen nach Australien oder Island via offizieller Subvention zuspricht.**

Denn nimmt man das Handelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay), das 2017 geschlossen wurde, so sieht es vor, daß wir zukünftig durch fehlende Einfuhrregulierungen landwirtschaftliche Produkte (Brasilien produziert fast die Hälfte des Weltrohrzuckers) von dort beziehen. Die bekanntlich in Südamerika immer nur von braven Bio-Landwirten angebaut werden, die Millionen Hektar per Hand umgraben und jeden Morgen ihre Pflänzchen mit Streicheleinheiten wachkitzeln. Konzerne, die dann genau das auf die Felder spritzen, was wir in Europa verbieten, gibt es ja nur auf Youtube. Während die EU ihre Autos (die sie allerdings auch bald nicht mehr produziert) und Pharmaprodukte und Maschinen dorthin liefert, auch zollfrei. Was brauchen wir dann noch eine eigene Zuckerproduktion?




*Das gesagt, obwohl der VdZ bei Aussagen von Bauern in dieser Richtung zu größter Vorsicht rät. Auch die lügen oft wie griechische Alkoholiker, wenn es ums Geld und ihre Gier danach geht, und nützen jeden, wirklich jeden Vorwand, um eigenes Versagen, Folgen oft zu beobachtender Gleichgültigkeit oder gar natürliche Risiken wie Wetter auf die Allgemeinheit abzuwälzen.

**Diesen Verdacht muß man sowieso schon lange haben. Daß sich die NGOs mit ihren absurden Vorhaben (Klima, Öko, weiß der Deibel was noch) nur deshalb so spielend durchsetzen, weil es von der Politik ausdrücklich gewünscht ist. Die über die politisch nicht legitimierte Zwischenebene - zwischen Volk und Regierung - ganz andere Ziele durchsetzt. Steuererhöhungen aus "Umweltgründen", "Gesundheitsbedenken" etc. etc., die sämtlich über schlechtes Gewissen" funktionieren, womit sich keiner aufzuregen wagt. Sodaß da eine Hand die andere wäscht. 

So, wie man 70 Prozent Tabaksteuer durch "Gesundheitshinweise" rechtfertigt (die Zigarettenpreise seit 1980 haben sich verVIERfacht!), rechtfertigt man zukünftig 70 Prozent Benzinsteuern und die sicher bald kommende geschmalzene CO2-Abgabe durch die Rettung des Weltklimas. Durch Politikprogramme, die aus den Büros von Marketingberatern stammen könnten, die ständig neue Vorschläge bringen, wie sie wo noch Umsatzpotentiale sehen, und mit welchen komplexen Strategien man diese Einnahmenpotentiale umsetzt. Der Hebel "Angst" und "Gewissen" funktioniert dabei phantastisch und fast unbeschränkt, eine alte Weisheit.

Was man vor Jahrzehnten aber noch vorsichtig einsetzte, weil man um die Zusammenhänge wußte (und jeder Propagandist noch wußte, daß ihm nie passieren darf, daß er an seine Lügen selber glaubt), hat die heutige Politikergeneration aber bereits internalisiert - die glaubt das tatsächlich gerne und leicht, weil es das Leben noch dazu gehörig erleichtert.


*300418*
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Mittwoch, 17. Januar 2018

Der einzige Konsens besteht in der Unterdrückung

Hier ein sehr sympathisches Interview mit dem holländisch-deutschen Dokumentarfilmer Marijn Poels nach der Vorführung seines Films "The unsettled science - Der Bauer und sein Klima" im EU-Parlament in Brüssel. Poels wurde seit er mit diesem Film an die Öffentlichkeit trat von den Reaktionen recht überrascht. Plötzlich gilt er als "Rechter" oder sogar "Nazi". Nur, weil er Fragen stellt, die hier niemand mehr zu stellen wagt, ja die verboten und unterdrückt sind. 

Den Film kann der VdZ nur empfehlen, er ist der vielleicht beste Dokumentarfilm, den er bislang gesehen hat. Besonders auffallend war für ihn, daß in Deutschland (anders als in Holland) eine öffentliche, freie Diskussion auch durch die tatkräftige Hilfe der Medien unmöglich ist. Poels wurde sogar (etwa von Greenpeace-Aktivisten) bedroht.

Mittlerweile wird ja, wie man hört, schon ganz offen von Klimaaktivisten von "notwendiger Gehirnwäsche" gesprochen, um die "Dringlichkeit des Kampfes gegen die Erderwärmung" bis in die letzten grauen Zellen voranzutreiben. Und der Vatikan läßt sich dazu einspannen ...










*081217*

Samstag, 18. März 2017

Schuld, die ihre Fakten nicht mehr kennen will

Einen bemerkenswerten Ausgang nahm ein Prozeß, den das kanadische Holzunternehmen Resolute gegen Greenpeace geführt hatte. Darin ging es um Behauptungen, die Greenpeace aufgestellt hatte, die sich als haltlos und unbeweisbar zeigten. Die Verteidigung von Greenpeace ist dabei das Interessanteste: Es wäre nie um wirkliche Fakten gegangen, man habe darin übertrieben, gewiß, und man dürfe die Anschuldigungen gegen Resolute nicht buchstäblich nehmen. Aber man habe nur das Prinzipielle, die Wichtigkeit des Waldschutzes aufzeigen wollen, es gehe um die prinzipielle Richtigkeit der Meinung.

Ein ähnliches Vorgehen zeigten die Umwelt-Paradekämpfer schon in den letzten beiden Jahren in der Kampagne gegen den Ölkonzern Exxon. Wo in einer groß angelegten PR-Kampagne, die von der Rockefeller-Stiftung getragen oder mitgetragen wurde, die Behauptung aufgestellt wurde, daß Exxon schon lange sehr genau wüßte, und zwar aus eigenen Forschungen wüßte, daß sich das Klima ändere und die Erde erwärme. Um aber die Aktien hoch zu halten, habe Exxon dies verschwiegen und damit bewußt die Anleger getäuscht. Mittlerweile ist klar, daß das nie so gewesen ist. Exxon hat nachweislich immer die Einschätzung vertreten, daß es diese angebliche Gefahr einer Klimaerwärmung nicht erkennen kann. Mittlerweile ist klar, daß Greenpeace ein ganz anders Ziel verfolgte, und das ist der Organisation sogar weitgehend geglückt: Man wollte Exxon unglaubwürdig machen und als Mitgestalter der öffentlichen Meinung aus dem Spiel nehmen. Dazu habe man eben diese Behauptung in die Welt gesetzt, gegen die sich Exxon nach langem Kampf vor Gericht erfolgreich gewehrt hat.

Diese Strategie ist in der Bewegung der Klimaerwärmer bereits seit langem zu bemerken, und viele geben das auch ganz offen zu - es geht schon längst nicht mehr um Fakten. Es geht um die behauptete Tatsache, daß der Mensch durch fossile Verbrennung die Erde erwärmt und damit in eine Katastrophe treibt. Diese Tatsache der dräuenden Klimakatastrophe sei das Faktum, das jede noch so unethische, unmoralische Vorgehensweise rechtfertigt. Neuerdings sogar mit dem Argument, daß selbst eine geringe Wahrscheinlichkeit einer solchen Katastrophe rechtfertigt, sie zur globalen politischen Agenda ersten Ranges zu machen. Denn WENN sie dann DOCH eintreffe, sei alles zu spät. Und immerhin: GANZ ausschließen kann man ja so eine Katastrophe nicht. 

Die Diskussion ist also schon lange zu einer Diskussion über ethische Maßstäbe und Überlegungen geworden. Zur Frage um Verantwortung und den Kriterien, die ein Handeln gebieten. Es wäre alles also schon eine rein philosophische Frage. Weil das aber für die Klimaerwärmer schlecht ausgehen würde, hat man es zu einer theologisch-dogmatischen Frage gemacht, in der Logik und Vernunft mit dem Recht des "moralisch Besseren" ausgeschaltet werden dürfen. Die Forderung an die Welt ist somit zur Forderung geworden, einem in sich geschlossenen Argumentationskreis beizutreten. In dem es aber nicht mehr um "Fakten" geht. Diese werden von einem Hauptfaktum ausgebremst - dem, daß es eine Klimakatastrophe GIBT und GEBEN WIRD. Weil der Mensch gegen die Natur handelt.

Und das bleibt auch tatsächlich das interessanteste Argument. Denn das kann nicht bestritten werden. Nur ist die Verdinglichung in Klimakatastrophik eine Leistung des Unterbewußten, das ein existentiell tief wahres Daseinsgefühl auf eine andere Ebene schiebt um sich und anderen durch Herbeizitierung eines Archetyps, eines Topos (also eines abstrakten dynamischen Schemas der Wirklichkeit, einer Orts-Dynamik also, um in den Begriffen dieses Blog zu bleiben) vorzugaukeln, daß die Konkretion in diese Klimakatastrophik münde. Um der Wahrheit auszuweichen, daß die Verfehlung der Natur auf einer ganz anderen Ebene geschieht (Familienbild, Sexualität, Gesellschaftsbild, Moralbild etc. etc.)

Es ist deshalb überzufällig, daß Klimaretter so gut wie immer einer ganz bestimmten "Wertelandschaft der Moderne" zugehören. Eines bedingt eben das andere. Die ist es aber, die tatsächlich katastrophisch und universal (verdinglicht als "global") verfehlt ist, und innerhalb desselben dynamischen, psychischen Spiels auf der anderen Seite diese Ersatzhandlung bewirkt. Dazu braucht ein Klimaretter keine Fakten, keine Wissenschaft, keine Logik, keine Vernunft und keine Sittlichkeit mehr. Denn dazu braucht er nur die Zutaten einer seelischen Gestimmtheit. Weil das Ziel eine subjektive Befindlichkeit ist, als Versuch einer Strategie der Schuldbewältigung. In einer Welt, in der Sein und Ordnung auseinandergerissen sein müssen.





*090317*

Samstag, 12. März 2016

Schlußwort zur Debatte

Parick Moore, der Mitbegründer von Greenpeace, in einem weltweit viel gesehenen Video, in dem er eine Art Fazit zur Klimawandeldebatte zieht. "The only constant in climate is its change."´Recht viel mehr könne man gar nicht dazu sagen.

Womit Moore übrigens NICHT recht hat. Denn vom philosophischen, und schon gar vom metaphysischen Standpuntk läßt und ließ sich sehr wohl viel Klares sagen. Damit soll auch gleich der erwartbaren "Rückflut" vorgebeugt werden, die garantiert und bald einsetzen wird, wo sich alle möglichen Hysteriker und Charakterfragwürdigkeiten zurückmelden werden um zu sagen: Ja, gut, wir haben uns geirrt, aber die Wissenschaft hat es eben so gesagt, wo läge unsere Schuld? Irrtum hat aber immer eine fundamentale Schuldkomponente. In dieser Frage sowieso.








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Freitag, 17. Juli 2015

Der dankbare Tod der Bienen

Man nehme ehrgeizige Jungpolitiker, gerissene Bauern, und sensationsgierige NGOs, mixe sie, würze anschließend mit einem deutlichen Schuß dankbarer und antikapitalistischer Schuldmythen, ignoriere ausreichend widersprechende Fakten und Tatsachen, verschweige dazu einige Auswirkungen des Ökologismuswahns, und schon hat man ... eine falsche These samt medialer weil gut verwertbarer Hysterie über das Bienensterben samt einem europaweiten Verbot von Neonicotinen, einem Beizmittel für Saatgut, die das eigene Versagen elegant ausblendet. Das so gut wie nichts beheben, aber alle zufrieden nicken lassen wird - ohne etwas zu ändern.

Auf diesen einfachen Nenner läßt sich die Geschichte bringen, die in den letzten Jahren den um die lieben Bienchen besorgten Europäer ins Bild setzte: Schuld sind wieder einmal die raffgierigen Chemiekonzerne! Freilich nicht in den USA, denn denen waren die Beweise für die in Europa so fest behaupteten Zusammenhänge einfach um eine Potenz zu dünn. Seither hat es der amerikanische Honig am hiesigen Markt noch leichter. 

Der ohnehin immer weniger Honig produziert. Aber nicht, weil die Bienen an Neonicotinen krepieren, sondern an der Varroa-Milbe, an den großartigen Bekämpfungsmitteln dieser Bienenvampire. Die dann natürlich auch die Resistenz gegen andere Faktoren deutlich senken.

Oder an schlichter Gemeinheit. 20 % der an Giften verstorbenen Bienen sind schlichtweg Anschlägen neiderfüllter Genossen, oder ganz simplen anderen Fehlern - etwa Imprägnierungsmitteln für das Holz der Bienenstöcke -  zu verdanken.

Und dann sollte man, bewertet man den Rückgang der deutschen Bienenvölker (von dereinst 1.100.000 auf mittlwerweile knapp 700.000), daß seit dem Fall der DDR (die die Imker großzügig unterstützte) die Bienenhaltung, die ja hierzulande kaum rentabel ist, drastisch zurückgegangen ist. Von einem "Hobby der Pensionisten" spricht man in Deutschland sogar. Wo die klimatischen Verhältnisse mit ihren kurzen Blüh- und Vegetationszeiten noch nie mit den üppigen, weit bienenfreundlicheren Bedingungen Amerikas mithalten konnten.

Dennoch wird steif und fest behauptet, schreibt EU.L.E in einem lesenswerten Artikel, daß es die Neonicotinoide* seien, die den nützlichen Tierlein den Garaus machen. Aber die Beweislage ist nicht nur denkbar dünn und alles andere als wissenschaftlich seriös, sondern es ist sogar zu befürchten, daß durch das Ausweichen auf andere, ältere Pflanzenschutzmittel (auch solche der "Bio"-Schiene, denn auch das sind natürlich Gifte) der Schaden weiter ansteigen wird. Zu dem Umstand dazu, daß viel naheliegendere, recht deftige und hausgemachte Gründe für den Bienentod nach wie vor ignoriert werden. Warum das behauptet werden kann, und vor allem: wie es zu dieser Hysterie kam, liest sich in diesem Artikel schlüssig, spannend wie ein Krimi, und glaubwürdig.



*Neonicotinoide sind eine Weiterentwicklung eines alten Hausmittels: Dem Einlegen von ein paar Zigaretten in ein Wasserbehältnis. Die so entstehende Brühe wurde dann aufgesprüht, und war gegen Pflanzenschädlinge höchst effektiv. Aber sie war auch für den Menschen gefährlich, denn Nikotin ist - konzentriert aufgenommen, etwas wenn ein Kind eine Zigarette lutscht - ein starkes Gift. Also ging man auf das Beizen über, bei dem der Same mit nikotinhaltigen Mitteln imprägniert wird. So nimmt die Pflanze das Gift in seine Säfte auf, trägt es nicht mehr außen, was Schädlingen,die sich von ihren Säften ja ernähren, so gar nicht behagt. Ist sie ausgewachsen, hat sich dieses Gift dann so verdünnt, daß es für niemanden - auch nicht für Bienen - noch schädlich ist. 

Es gab in Deutschland nur einen wirklich großen Unfall mit Neonicotinoiden, der auch für die dortigen Bienen katastrophal war. Und der passierte im Rheinland, wohin traditionell viele Bienen aus ganz Deutschland aufgrund des milden Klimas zu Zwecken der Vermehrung und Aufzucht temporär hinverfrachtet werden. Aber der passierte, weil das Beizmittel falsch angewendet und in großem Stil am Boden ausgesprüht worden war. So verbreitete es sich durch Bodenstaub und direkte Giftwolken, und trat nun in viel zu hoher Konzentration auch in Blüten und Feuchtigsquellen der Bienen auf. Es gibt ansonsten keine einzige wissenschaftlich seriöse Studie, behauptet die Verfasserin des o. a. Artikels, die einen Zusammenhang zwischen dem Bienensterben in Europa und Neonicotinoiden belegen könnte.  Abgesehen davon, daß bei der Saatausbringung (im Herbst) die Bienen sich in ihre Bienenstöcke bereits für den Winter zurückziehen.

Übrigens ist einer der Gründe für dessen verstärkten Einsatz in den Monokulturen der sogenannten "Bio-Ersatzstoffe" für Treibstoffe und "nachhaltige Energiegewinnung" zu suchen.


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Auch dieser Fernsehbericht des SWR bleibt ausgewogen. So einfach ist es  nicht. Das Bienensterben hat wohl vielfältigere Ursachen als Neonicotinoide.









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Freitag, 21. August 2009

Der Stoff, aus dem unsere Informationen sind

In einem (im Titel verlinkten) Interview gesteht der Chef von Greenpeace, Gerd Leipold, daß man in der Information über das Schmelzen des Polareises nicht ganz "faktengetreu" war. "Nein," sagt er nun. "Die Polkappen werden 2030 nicht geschmolzen sein." Die Fakten, das gebe man zu, hätten nicht ganz der Wahrheit entsprochen. Aber - jetzt kommt's - man habe eine Emotionalisierung des Themas für richtig gefunden, und deshalb sei die Verwendung von falschen Informationen auch okay.

Was war passiert? Greenpeace hatte jüngst medienwirksam gewarnt, daß wenn nichts geschähe, die Polkappen bis 2030 abgeschmolzen. Nun mußte man korrigieren ... Das sei nicht ganz richtig gewesen, nein, keine Rede davon, man habe nur die politischen Entscheidungsprozesse etwas beschleunigen wollen, und dazu die öffentliche Meinung "emotionalisiert."

Genau das ist es, was seit Jahrzehnten sich abzeichnet, exakt so sind mehr und mehr unsere Informationen aufgebaut, aus denen wir, die einfachen Maxis von der Straße, unsere Sicht der (vor allem aktuellen) Weltprobleme aufbauen, und dabei vor allem auf Medien angewiesen sind, weil sich der Horizont dieser Probleme meist weit (!) außerhalb unseres wirklichen Erfahrungs-, Bildungs- und Entscheidungshorizonts befindet.

Der im Gegenzug kaum noch Beachtung findet, weil wir immer ausschließlicher und ständig mit "Mega-Problemen" konfrontiert sind, gegen die subjektive Einschätzungen ohne Wert bleiben: wir sind nur noch auf sich (medial) als kompetent etablierende Dritte angewiesen. Angeblich. Aus denen sich aber Handlungsmaxime ergeben, die unsere Leben (angeblich) massiv beeinflussen und fordern. Moral baut sich eben auf "Ressentiment" auf, Max Scheler zeigt das schön. Weshalb der Kampf um Autorität ein Kampf um Glaubwürdigkeit ist, und da gilt das Faustrecht!

Dann lesen wir Informationen, Aufrufe ... die immer ausschließlicher von Interessens- und Ideologiegruppen lanciert sind, von Wissenschaftlern die unter Sensationsdruck stehen, von Konzernen die "moral funding" betreiben, um langfristige PR-Strategien umzusetzen. Die ihre Informationspolitik zunehmend unter das Motto des "geringeren Übels" stellen, weil alles dominiert wird von panikartig gewichteten Dringlichkeiten, auf die sich Ideologien im Kampf um Weltveränderung zwangsläufig (und meist sehr kurzfristig) reduzieren.

Dann zählt nicht mehr Wahrheit und Wahrhaftigkeit, die zumindest besagt, daß nichts Gutes aus Falschem entstehen kann! Dann gilt nicht mehr, daß verbreitete Information (früher nannte man das: Verleumdung) auch stimmen muß.

Dann geht es nur mehr um "globale", grobe Deutungsschemata, um die gekämpft wird, im Namen der Institution, die zur Durchsetzung Autorität braucht. Dann geht es nur mehr um Einflußmöglichkeiten, um Wirkungen zu erzielen - denn das Recht verschiebt sich längst auf den Stand, auch wenn man das nicht wahrhaben will: und um die Positionierung, um den Stand eben, geht es.

Nicht, daß dies prinzipiell "falsch" wäre. Es geht nämlich immer nur darum: es geht um die Autorität der Deutungshorizonte. Aber angesichts einer Moralisierung auf der Basis eines "Rationalismus", der eine mögliche Weltdeutung fern von Deutungshorizonten behauptet, um damit die bestehenden Autoritäten der Weltdeutung auszuhebeln.

Wenn es um die Wirklichkeit geht, dann geht es halt um die Wirklichkeit - nicht mehr um Ideologien und Philosophien, die in der Wirklichkeit versagen. Keine ideologische Gruppe (und wenn sie noch so viel Unsinn verzapft) möchte in Wirklichkeit versagen. Weltanschauung hin oder her: es bleibt dann doch die eine Wirklichkeit, der Realismus.

Dann spricht man wie Greenpeace von "Emotionalisierung", wo die Fakten zwar falsch, aber das Ziel - Greenpeace, Rettung der Welt - doch von niemandem abgelehnt werden kann? Wer solches will, der hat alles Recht aufs Papsttum. Darin hat Greenpeace viel Erfahrung, betreibt es als regelrechtes Business, als "Skill" - Thilo Bode, der vormalige Greenpeace-Chef, baut auf dieser Basis seit Jahren die nächste Moralinstanz auf: Foodwatch.




*210809*