Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
Zwischennachricht - Es gibt einen Grund, warum ich mich an dieser Stelle noch kaum mit Phänomenen wie UFOs oder Paranormalem auseinandergesetzt habe. Es gibt hier Nahtstellen in den Ideen, die ich noch stärker begreifen muß, um sie dann so darstellen zu können, daß ich meine zufrieden sein zu können damit, wie sie nun durch Heranziehung eher alltäglicher Bilder - also meinetwegen mit dem Hausverstand - nachvollzogen werden können.
Denn zwar ist klar, daß der Mensch nur die inneren Bilder sieht - also "die Welt erkennt" - die er in sich trägt, und die dann seine innere Grammatik zusammenhält. Es ist auch klar, daß diese Vorstellungswelten dabei aber nicht, wie der Konstruktivismus meint, die Welt bereits "sind", sondern daß es eine davon unabhängige, uns als "anders", fremd gegenüberstehende "Welt" gibt.
Es ist ferner klar, daß sich diese im Laufe unseres Lebens von Kindheit an aufbauende Vorstellungswelt in einem Verhältnis zu dem befindet, das wir "Wahrheit" nennen dürfen und müssen, vor allem so ansprechen (!) - weil sie das Eigentliche ist, das die Welt sein läßt weil zusammenhält. Eben DURCH die Beziehungen, die alles zueinander hat, und diese Beziehungen sind solche der Selbsthingabe.
Die Frage ist zuzeiten an mich herangetreten, und in der Patrick Coffin-Show habe ich sie nun gehört, wie sie an E. M. Jones gestellt wird. Seine Atwort hat mich nicht überrascht, und bestätigt, was ich hier erinnerlich vor zehn Jahren etwa schon geschrieben habe:
Die Perspektive wird sich ins Weltall verlagern.
Alle die Bedrohungen auf dieser Erde - die in der Form, in der sie in den letzten Jahrzehnten die Öffentlichkeit und die Debatte bestimmen, zur Gänze eine Form von Psychose sind, eine Massenpsychose, in der ein unbewältigtes Bedrohungsszenario (ganz anderer Natur) Phantasieen hervortreibt - weisen, wenn man an sie die Tangente anlegt, ins All. Deshalb bin ich der Ansicht, daß wir es SEHR BALD mit einem ANGRIFF AUS DEM WELTALL zu tun haben werden.
Niemand geringerer als Ronald Reagan hat dies (sagt Jones) 1987 sogar in einer Rede vor der UNO ausgesprochen. Was in anbetracht seines von mir eingeschätzten Urteilsvermögens nur als Teil der Illusionsblase gesehen werden kann. ABER der US-Präsident ist jedenfalls Taktgeber des öffentlichen Disputs, wie falsch, dumm oder klug auch immer der ist. Reagan hat nun also davon gesprochen, daß es eines "Angriffs aus dem Weltall braucht, um die Menschheit (wieder) zu einen."
Weil Gott Geist ist, weil Gott Liebe (und Geist der Liebe) ist, ist jede Idee eine Idee in Gottes Wissen, und deshalb vom Geiste Gottes bewegt. Diese Bewegung ist (im Archetyp der Dreifaltigkeit) in ihrem einen Ende eine der Weltschöpfung. Denn der Heilige Geist ist auch ein Geist der Schöpfung, und insofern er von Gott dem Vater und Gott dem Sohne ausgeht (und von diesem zu diesem, und zurück, gehaucht wird - Geist ist Wind, ist Luft) enthält er auch (wie Christus Pantokrator) der Christus, der die Weltkugel in der Hand hält.
Der Geist will Welt werden. Und somit stellt jedes Archetyp als Idee (denn Ideen Gottes sind Beziehungsorte, die ihr Wesen als Wesen der Beziehung ebenso sind wie enthalten) einen Beziehungsarchetyp dar. Denn jede Gestalt, alles was wir als Dinghaftes vor unseren Sinnen haben, ist immer Beziehungsausformung und -absicht.
In seinem alljährlich zu Neujahr ausgerufenen Contest, Vorhersagen fürs kommende Kalenderjahr zu machen und einzusenden, sagt William M. Briggs auf seinem Blog am 1. Jänner voraus, daß 2020 das Jahr sein wird, in dem offizielle Stellen, die sich auf die Wissenschaft berufen oder diese repräsentieren, die Existenz von Aliens (=außerirdischen Lebensformen) "bestätigen". Zwar wird es keinerlei stichhaltige Beweise geben, aber jede Menge angeblicher Indizien und Schein- bzw. Halbbeweise. Das das nun bevorsteht schließt Briggs alleine aus der zunehmenden Dichte von UFO-Berichten in Medien und Bekanntgaben.
Wie gesagt, keine Beweise, keine stichhaltigen Belege, aber jede Menge Indizien und halbseidener "Beweise", die in den Medien zu "Gewißheiten" hochgespielt werden. Was angesichts deren geistiger Ausdünnung vermutlich so leicht ist wie noch nie.
Schon vor etlichen Jahren hat der VdZ aus der Natur des Klimawahns rückfolgernd an dieser Stelle vorhergesagt, daß sich die Katastrophik über kurz oder lang auf das Weltall und den gesamten Kosmos ausdehnen wird. Man beachte alleine die Entwicklung der letzten drei, vier Jahrzehnte, wo es vom Konkreten oder lokal Beschränkten (Öl, Waldsterben) zu immer unfaßlicheren, abstrakteren Szenarien ging, bis sie im "Klimawandel" den gesamten Erdkreis umfassen und total unkonkret wurden.
Ohne vorhersagen zu können, wie das genau aussehen wird, zeigt sich das historisch betrachtet auch aus der Funktion politisch (=machtgenerierter) Apokalyptik als Hebel totaler Macht. Und hierin wiederum als Emanation der Herrschsucht, der "libido dominandi". Die selbst wiederum eine Unterfunktion einer Knechtschaft unter Laster bzw. Triebe darstellt.
Je weiter wir vom Boden wegkommen - man nehme es wörtlich ebenso wie sinnbildlich - desto mehr werden wir mit einer Welt konfrontiert, die wir überhaupt nicht mehr verstehen. Das ist der tragische, im Grunde aber lächerliche Irrtum, den wir "Physik" nennen, auf den wir gar zu gerne hereinfallen. Wo wir (fast möchte man sagen: primitiv, denn das ist es) auf einer gewissen sehr einfachen Phänomenebene vereinfachen und Bilder formen, die mit den wirklichen Wirklichkeiten nicht einmal mehr ansatzweise übereinstimmen. Unsere irdischen Alltagserfahrungen deshalb auf Beobachtungen im Weltall anzuwenden, ist tatsächlich primitiv. Dumm. Da hatte noch Aristoteles mehr recht als wir Heutigen, die wir meinen, wir könnten die Welt erklären. Nichts, gar nichts können wir erklären.
Also erfinden wir auch UFO-Theorien, Außerirdische. Alles Synonyme für eine Welt, die die unsere in Wahrheit trägt, und mit Physik nichts zu tun hat. Sondern mit Metaphysik. Denn das Geistige ist nur mit Geist verstehbar. Die Physik ist in ihrem inneren Kern Erkenntnisphilosophie.
Das Gespräch mit einem ehemaligen Chefpiloten der Lufthansa, Werner Utter, ist deshalb interessant. Das ist kein Flunkerer. Der erzählt sehr erklärt von Phänomenen, die ihm begegnet sind. Und die vielen, wirklich vielen Piloten begegnen. Auch Piloten zum Mond, übrigens. Daraus machen so manche Hohlköpfe "Begegnungen mit Außerirdischen". Woraus dann ganze Weltbilder konstruiert werden, die alle eine bemerkenswerte Gemeinsamkeit haben: Sie schieben den Ursprung (die Entstehung von Etwas "aus Nichts") in weitere Räume, irgendwohin also. Auf einen dunklen Grund zu, auf dessen Boden ... Irrationalität hier, simpler Atheismus, Gottlosigkeit dort wartet.
Aber wen verwundert das. Höchstens "Physiker", die das Unbegreifliche, das einem im Weltall begegnet, mit "Konstanten" zu regulieren versuchen (von denen es über 70 gibt, alles reine Annahmen, "weil es da irgendetwas geben muß", so ungefähr). Nur uns Hohlköpfen, die wir allesamt sind, nur uns Vollidioten kann da eine Theorie über "Außerirdische" einfallen. Billiger, lächerlicher Ersatz für die Ahnungslosigkeit über die geistige Wirklichkeit, die uns alle umgibt. So daß das Unbegreifliche ins "Okkulte", ins "Mysteriöse" verschoben wird.
Um UFOS zu "verstehen" muß man nicht ins Okkulte abtauchen, schon gar nicht darauf ganze Welttheorien aufbauen, die in sich lächerlich verquert sind, und die eigentlichen Fragen gar nicht stellen. Und schon gar nicht versuchen, das Geheimnisvolle der Welt - Ansatzpunkt jeder Wissenschaft! - mit den Legobausteinen von Kindern zu erklären, nur weil die gerade zur Verfügung stehen. Und wir zu großen Teilen diesem kindlichen Stadium (das zugleich Basis des Technizismus ist) nie entwachsen sind. Das ist auch das einig Logische an diesen Theorien, die in enormen Ausmaß kursieren, der VdZ ist immer wieder überrascht.
In einer glaubenslosen, wahrheitsentfremdeten, damit tief geistlosen Situation sucht sich darin das tief menschliche Ahnen (als Sehnen nach Geist) in seiner grundlegenden "geistigen Matrix" um die wirkliche Wirklichkeit (entlarvend erkennbar in Sätzen wie: "Erlösung kommt von außen", also von "Außerirdischen") phantastische Bilder. Weil es im "Normalen" des Alltäglichen, Weltimmanenten nicht geschehen kann, das ist völlig richtig geahnt. Weil, und somit belegt, an das eigentliche Erlösungsereignis nicht mehr geglaubt wird. Weil es sich aber auch (durch den Liturgie-, also Kultverfall im Katholischen, unter anderem) nicht mehr erfahrbar vollzieht.
Kein Wunder, daß der VdZ Mitte der 1970er mit Autoren wie Erich von Däniken ... im Rahmen des Religionsunterrichts bekannt wurde. Wo der (schon ziemlich alte) Kleriker diese Theorien wie "religiöse Geheimnisse" zur Grundlegung der Welt vorgestellt hat, um seine "Modernität" ("Jugendgerechtheit") zu beweisen. Neben den Thesen von Teilhard de Chardin, die als "Versöhnung von Evolutionismus und Theologie" präsentiert wurden.
Von einem überaus weitgereisten KLERIKER (was zeigt, daß Reisen keineswegs einfach "bildet", sondern vielfach, ja meistens sogar nur VERBILDET) der einfach sein privilegiertes Leben als vollgesicherter Beamter (und ... Frauenliebling) genoß. Und jetzt noch seinen Ruf als "Jugendversteher" festigen wollte. Und noch am Totenbett in der Diözese besorgt anrief, ob sein Ansuchen um den Ehrentitel des "Monsignore" vom Papst endlich angenommen sei. Das alles aber nur nebenbei. Gott hab ihn selig. Der VdZ ist dem Sohn eines Weinbauern aus der Wachau, der - immerzuhin! - nächtens mit dem Nobelpreisträger Konrad Lorenz telephonierte, "wenn ich eine Frage habe", wie er dem VdZ erzählte, für Dinge dankbar, die der Mann vielleicht gar nie gesehen hatte. Sein Bemühen, den VdZ zum Priesterberuf zu bringen, ist immerhin ehrenhaft. Es war erstaunlich, und nicht ganz verfehlt.
Eine recht bemerkenswerter "Epos" der Mächte und Gewalten, mit erstaunlichem Höhepunkt - der Priester, der Macht sogar über die transzendenten Götter (und ihre Verlagerung ins All, als Außerirdische, hat ja hohen metaphorischen Gehalt, darauf hat nicht erst C. G. Jung hingeweisen) hat.