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Mittwoch, 9. März 2022

Höchst plausibles Korn - Das zweite Eisen (2)

Noch mehr kann man erklären. Und man sieht auch die nächste Zukunft. Aber die verheißt viel Blut - Noch ein Eindruck würde seine Erklärung finden. Der höchst (!) befremdliche Eindruck, daß medial in diesem Konflikt "zugunsten" (in Wahrheit kann nie "zugunsten" jemades gelogen werden; diese Art des Ertrags wendet sich immer gegen den "Begünstigten") der Ukraine dermaßen gelogen, getäuscht und fehlzuleiten versucht wird - man kann die Lüge förmlich riechen, und auch diese menschliche Wahrheit und Fähigkeit unterschätzen Lügner seit je - daß man sich nur wundern kann. Denn der Mensch reinen Herzens (ich übertreibe hier gar nicht, es ist wahr, wenn man es so sagt) ist so im Sein gesättigt und verankert, daß er gar nicht zu lügen braucht. Er will es nicht einmal, sollte er überheupt auf den Gedanken kommen. 

Ich sage nicht, weil ich das von Rußland aussagen will, sondern weil es einfach eine Lebenswahrheit ist. WARUM ALSO WIRD AUF SEITEN DER UKRAINE DERMASZEN VIEL, ja ausschließlich GELOGEN?! 
Eine Erklärung scheint immer näher zu kommen. Sie hat etwas damit zu tun, daß ich immer mehr zur Überzeugung komme, daß die Ukraine Spielball skrupelloser Finstermächte ist. Und wenn mich jemand fragen wollte, ob dieses Prädikat auf die USA zuträfe, dann würde ich das nicht strikt verneinen. 
Während ich die Frage eher bejahen würde, ob ich für die Meschen in der Ukraine Mitleid habe. Sie sind nämlich einmal mehr - schon viele Jahrhunderte, aber seit einhundertfünfzig Jahren ganz besonders - das Material in einem grausamen Spiel bösartiger, skrupelloser und niedriger Gier.  
Selbst von den vielen "Helfern in Not" werden sie schon seit so vielen Jahren benutzt, die es dorthin wie die Fliegen zum Klo zieht, weil man ihnen dort gerne ihren Blechheiligenschein als Reingold quittiert, weil sie die Gaben anderer verteilen.

Dienstag, 8. März 2022

Höchst plausibles Korn - Das zweite Eisen (1)

Seit Jahren beobachte ich schon Martin Sellners Netz-Videoaktivitäten. Wohl mehr aus Sentimentalität, denn ich war seinerzeit mit seinem Vater gut. wir waren Teil der Gemeinde eines Priesters der Petrusbruderschaft in Wien. Während ich die politischen Ansichten und Aktivitäten des damals erst wenige Jahre alten Sohnes als heute verblüffend atheistisch, ideologistisch und pubertär einstufe - typisch matrifokal, könnte man das nennen. Typisch aber auch (oder deswegen) für das, was sich überhaupt als "Rechte" bezeichnet. 

Die wo sie sich religiös gibt lediglich ästhetizistisch-religiös oder auf die Art einer Religionssimulation stattfindet. Wie generell bei so vielen Konservativen, die zur Welt nur noch einen ideologischen Zugang haben, weil die Prägung durch das stets jedem Verhalten nur immanente Sein gar nicht mehr da war. Wer aber da nicht Gott in Person - Jesus Christus, Deus incarnatus - anhängt, der wird immer einen anderen zeigen, an dem er da hanget, der durch ihn spricht. Was Sellner belegt, weil es bei ihm so deutlich zu erkennen ist. Und er hing an den Falschen.

Aber auch ein blindes Huhn kackt mal ein Korn. Auch ein blindes Huhn kann einmal einen Meister finden. Und wem er hier angehangen ist (er selber spricht von jemandem als Einflüsterer), hat ihm gut getan. Dabei hatte ich Sellners gestriges Rundschreiben bereits ungelesen in den Papierkorb geschoben, wollte es eigentlich abbestellen, weil ich es schon längere Zeit nur noch gelöscht hatte. Aber ich habe es fast zufällig doch noch einmal in den Posteingang geschoben. Weil ich während dringend nötiger Hausarbeit (der Installateur war dagewesen und hatte die Therme repariert) schnell irgendetwas gesucht hatte, was ich per Kopfhörer auch mit einem Wischmopp in der Hand als Betrachtungsobjekt verwenden konnte. Wirklich nachdenken oder beten tue ich ja lieber in körperlich ruhigem Zustand.

Dienstag, 18. Januar 2022

Eine Pflicht, die hoffentlich nicht real wird

Die gestern verlauteten Regierungsbeschlüsse zur Impfpflicht (nicht: -zwang! das sollte man schon auseinanderhalten) betrachtet der VdZ ruhiger, als die meisten Kommentatoren der Gegnerschaft. Und als Gegner der Impfung gegen Covid 19 bezeichnet sich ja auch der VdZ, ja je deutlicher die Nebenwirkungen zu erkennen sind, desto mehr und desto entschiedener. ABER ...

Ab 1. Februar ist es in Österreich ein Verstoß gegen Gesetze, ungeimpft zu sein, und man kann es noch so viel drehen und wenden - ab 1. Februar wird der Gesunde (sowie der, der ein gutes Immunsystem hat) offiziell illegal. 
Nicht nur das, wird er zum Eingehen eines hohen Gesundheitsrisikos gezwungen. Keine Impfung hat in der Geschichte mehr Nebenwirkungen, und noch nie in der jüngeren Geschichte wurde ein Serum verimpft, das an sich - weil im Wesentlchen unbekannt - in seinen Auswirkungen auf die Gesundheit gar nicht "evidenzbasiert" und damit RATIONAL geboten und verantwortbar ist. 
Diese Impfpflicht ist also die dem (gesunden) Kollektiv auferlegte Verpflichtung, ein Risiko auf sich zu nehmen, das in wissenschaftlicher Betrachtungsweise bemerkenswert hoch ist.  Wenn jemand den Eindruck gewinnen möchte, daß krank zu sein nunmehr der gewünschte und gesollte Normalzustand werden soll, so liegt er deshalb gar nicht so falsch.

Wer jetzt noch einem Politiker, wer jetzt noch einem Arzt vertraut, wird das (der VdZ ist überzeugt) sehr bald sehr gut begründen können müssen. 
Für uns heißt es auf jeden Fall, die Verfolgung unserer ureigensten Interessen von denen der Politik zu ENTKOPPELN. Denn es hat sich nun gezeigt, daß wir zu Ersatzobjekten von Parteien gemacht wurden. Das, worum es uns im Kern geht, wird zum Werkzeug ganz anderer Absichten. Und zwar auf beiden Seiten. Die Wahrheit dieser Warnung werden wir hier belegen.

Montag, 29. Juni 2020

Nein, die Ideologiesuppe eß ich nicht (4)

Teil 4) Nur Begriffsklarheit kann Frieden bringen.
Begriffe können nur durch Rückbeziehung (re-ligio) 
auf logos (in der Wahrheit als Sprachgestalt) geklärt werden.



Wie marginal erscheinen da, das was wir ethnologisch (!) als Volkseigenheiten festhalten können. Die aber erst in diesem Licht gereinigt und schützens- wie liebenswert und einheitsstiftend werden (was nur in der Wahrheit, also auch im Maß der Nähe und Offenheit zu ihr, möglich ist.) Tänze, Lieder, Sitten, Gebräuche, Traditionen, Geschichtsbezüge, usw.

Wo sind aber nun Volksprägungen auch streng zu scheiden von charakterlichen Mißprägungen, diesem wahren Konflikt- und Kulturkampfgrund, die schlicht und ergreifend Laster und Schwächen und deshalb die wirklichen a- und anti-kulturellen Momente sind? Da taucht auch er plötzlich auf, der Protestantismus.

Aber wie will Herr Sellner mit seinem Begriffsinventar in diesem ganzen vielfältigen Feld noch unterscheiden. Oder will er das eh gar nicht ... weil es viel einfacher ist, im Begriffssumpf zu stecken und einander mit Schlammbatzen zu bewerfen?
In Wahrheit ist also einer der subtilsten Wege der Selbstentfremdung der, sich (uns) als "Weißer" zu identifizieren. Denn auch das ist ein universalistischer, damit in die Zweitwirklichkeit (Pseudologie) schiebender, und damit jedes Volk entwurzelnder, jede wahre Identität auflösender und in eine neue voluntaristische, positivistische Scheinidentität drückender Begriff.
Aber Friede beginnt mit der Begriffsklarheit. Krieg ist ein Krieg der in den Begriffen liegt. Immer. Deshalb ist es auch keineswegs verfehlt, wenn ihm und seiner Gruppierung "Gewaltaffinität" vorgeworfen wird. Und umso typischer, daß Sellner keine Gelegenheit ausläßt zu beteuern, daß er und seine Bewegung "Gewalt ablehnen". Sie ist unerkannt weil implizit. Sie ist diesen Ideen immanent.

Die Linken haben da durchaus ein richtiges Gespür, als Fünkchen Wahrheit in ihrer Gesamtidiotie. Sellners permanente Aufrufe, "auf die Straße" zu gehen (weil sonst eines Meinung "nichts bringt"! man beachte alleine diese Utilitarisierung, diesen Technizismus der Sichtweise!) sind, was sie auch bei Linken sind: Sie sind Aufrufe zur Revolution! Und Revolution heißt IMMER Gewalt, und heißt immer Widerspruch zur Verwurzelung, also zum Volk.
Obwohl Sellner in diesem Video in manchen Halbsätzen das Gegenteilige behauptet, um sich im nächsten Satz schon wieder zu widersprechen. Was nicht weniger zeigt, als daß er sich längst in eine Widersprüchlichkeit verloren hat, die sehenswert ist.*** 
Es ist diese jene unbewußte Taktik, die wir hier schon oft kritisiert haben, als die Klitterung von Schlagworten, denen aber ein innerer, logischer (logos-bezogener) Zusammenhalt in Wirklichkeit fehlt. Insofern kann man von Lüge sprechen, denn es ist eine Intention, die hinter dieser (gar nicht bewußten) Klitterung steht.
Von der man nur hoffen kann, daß sie ihm mehr und mehr aufsteigt, also "bewußt" wird. Als Aufsteigen der Ebene des Wortes, der Sprache, aus dem Konflikt mit dem Sein. 
Wozu der private Weg, den er gegangen ist - die Heirat samt kommender Vaterschaft - sicher hilfreich sein wird, weil die Familie eines zumindest immer heißt: Sie preßt an die Wurzeln des Menschseins. Die Entwicklung seines Sprechens (man beachte das "ch", die Verbindungen von Konsonanten mit vor- oder nachgestelltem "a", das "r", usw.) erzählt leider jedoch etwas anderes.
Seine Identitätsvorstellungen bleiben trotz aller Gegenbeteuerungen aber nur noch als künstliches Konstrukt übrig. Das sich der Mensch willkürlich gibt, oder das er aus einer Ideologie, einem positivistischen Weltwillen, und damit immer aus einer konstruktivistischen Gruppenidentität bezieht.
Es geht um Kulturkampf, jawohl. Aber der ist nicht ein Kampf zwischen "Weißen" und Zuwanderern aus anderen Kulturen. Das ist er nur auf einer zweiten oder dritten Ebene. Die wahren Feinde unserer Kultur kommen aus dem Innersten des Westens, also der Abendländischen Kultur. Und dort müssen sie identifiziert, gestellt, und bekämpft werden. 
Um aber gegen die Aufklärung (und den Liberalismus als einer deren Töchter) zu kämpfen, gegen die Ideologien, die genau daraus (und nur daraus, und zwar sämtlich!) erwachsen, dazu, Herr Sellner, braucht man dann wirklich Eier. Und kein Theater des Scheinposierens, das über den juvenilen Aktionismus deshalb nicht hinauskommt - als "meta"-politische Bewegung! - weil es die Widersprüche nicht anzutasten wagt, in denen sie steckt. 
Die aber nur dem wirklich Religiösen, und letztlich überhaupt nur dem Katholiken aufzulösen sind. Weil nur der alle Elemente der Zeit (die er in sich birgt, als Quelle, als Wurzel) zusammenzufassen und in Christus zu einen vermag. 
Wie der Katholik aber bekämpft wird, Herr Sellner, davon machen Sie sich noch nicht den Funken einer Vorstellung. Den finden Sie auch nicht auf gloria.tv oder kath.net. Dieser Kampf "gegen Sie" ist ein Täuschungsmanöver, das durch Markierung des "Feindes" die Wahrheit selbst verdunkeln soll. Denn der wahre Kampf scheut das Theater, und daß Sie das nicht wissen, erzählt viel. 
Dieser Kampf findet heimlich, still und leise, aber umso effektiver statt (höre man dazu Fr. Rippergers Elogen zum Thema, wie wirklich der Feind des Menschen = der Kultur auftritt.) Nur der so Kämpfende ist der wahre Ritter im Kampf der Kulturen. Keine unserer Rittersagen kommt ohne diese Dimension aus. Seine Rüstung wird freilich erst am Jüngsten Tag im Glanz der Sonne des Hofes Artus' erstrahlen.
Wie will man aber mit einer im Narzißmus dermaßen offenen Flanke bewerkstelligen, überhaupt einmal die Rüstung anzuziehen und das Schwert zu ziehen? Eben. Ein LANGER Weg der Armkräftigung und des Knappentums, kein Weg des kurzfristigen und Stroh als Heldenkranz erntenden Aktionismus, diese heuchelnde, ach so lockende, aber gerade in ihrer Pseudologie so perfide täuschende Scheinabkürzung zur Heiligkeit des Rittertums.  
Die Welt braucht keine Aktionisten, hat sie noch nie gebraucht. Sie waren bestenfalls Clowns, die im Dunstgrau der Nicht-Geschichte verwehen wie nichts. Sie braucht Heilige, Heilige Ritter. Nur die machen Geschichte.
Deshalb ist dieses Video wichtiges weil so klares Symptom. Das vielleicht auch dem Letzten Guten Willens zeigt, womit wir es hier zu tun haben. Mit einer ideologischen, universalistischen Bewegung, die mit dem, der Verwurzelung begriffen hat, inkompatibel ist.






*Es ist wichtig darauf hinzuweisen, daß dies exakt die Ursache dessen ist, was wir heute mit "burn out" bezeichnen. Also dieses ständige Bemühen, einer Idee nachzujagen, die dem bloßen menschlichen Denken - als Organisieren, Ordnen der Worte der Welt, ohne deren inneres Drängen zu beachten, nur von eigenem Wollen und Vorstellen ausgehend - entspringt. Von der Erkenntisfülle der Welt aber, die Nahrung ist, nicht genährt wird. Der Brennstoff dazu kann nur durch Emotion (Pathos, Begeisterung, Manipulation, Medien/Presse, Propaganda, etc.) geliefert werden. Die Kraft dazu geht aber mit der Zeit aus. Und das ist, einfach erklärt, das "Burn out".

**Wer Sellner kennt weiß, daß er seine Vorbilder in der französischen Identitären-Bewegung sieht. Offenbar ist er von einer gewissen "Galliko-philie" geprägt, was unsereinem, der so viel an Frankreich liebt, ja leicht einmal passiert. Und er sieht nicht, daß der französische Nationalismus sich praktisch immer (nur einige Adels-, aber auch manche regionale Bewegungen sind hier auszunehmen) auf einen (ideologischen) Zentralismus bezieht, der selbst eine Gewaltidee (weil voluntaristisch) war und ist. Die definitiv schließlich von Richelieu im 17. Jahrhundert realisiert wurde. 

In der den zahlreichen Völkern und Regionen, die am Boden Frankreichs leben, ihre Identität genommen, und jede Eigenständigkeit (die in der patriarchalen Verfaßtheit einer Einheit von Volk und lokalem, originären Adel) in einer Zentralidentität aufgelöst hat. Mit dem König als einzige, alles durchwirkende Quelle, was sich im absolutistischen Ludwig XIV. mit seinem "L'etat c'est moi!" am vollkommensten verwirklicht hat.

Auch wenn das von Sellner sicher bestritten werden wird, auch wenn in diesen Kreisen so getan wird, als ginge es um "regionale Identitäten" (wobei die Sehnsucht danach als Sehnsucht nach "Volkseinheit" durchaus glaubwürdig und echt sein mag) - es stimmt schlicht und ergreifend nicht. Auch der ohnehin schwer "kopflastige" (was nicht heißt: gebildete, sondern was heißt: Mit einer pseudologischen Persönlichkeit ausgestattete) Sellner selbst betreibt das Handwerk einer zentralistischen, universalistischen Ideologie. Aber wie so viele: Ohne es zu wissen.

²Sodaß das Sprechen des Menschen immer nur ein näherungsweises Erfassen dieses Innersten Wortes der Schöpfung ist. Und insofern auf dem Willen beruht, natürlich: Als dem stets sich öffnenden Wollen der Wahrheit.

***Wo er zwar Amerika, Australien, Kanada etc. in deren Universalismus (als Einwanderungsländer und "Melting pot") unseren Ländern gegenüberstellt (was so auch wieder nicht stimmt, weil deren Verfaßtheit als "Ensemble von Völkern" zum einen nicht sieht, und zum anderen nur die "Indigenen", also die Indianer, als "Originale" sieht, "auf deren Rücken" dieser Universalismus stattfinde), bei diesen aber ihre universalistische Verfaßtheit zum genuinen "Volk" erklärt.



*300520*

Sonntag, 28. Juni 2020

Nein, die Ideologiesuppe eß ich nicht (3)

Teil 3) Das Handwerk der Selbstentfremdung



Daß diese Analyse zutreffend ist, belegt auch das eigentliche Wirkungskonzept Sellners in all seinen Aktionismus-Plattformen. Wo er zum
Engagement (=Hinausverlagern) des Urteilsinstrumentariums des Einzelnen IN UNIVERSALISTISCHE IDEEN, ja nachgerade zur Entwurzelung (also dem Überschreiten des Handlungs- als Sinnhorizonts, einer Neudefinition des Ortes sohin, an dem jeder steht)
aufruft und dazu mobilisieren will. Was nichts anderes heißt, als daß er zu einer Selbst-Politisierung und Selbst-Ideologisierung als Überschreiten der wirklich genuinen persönlichen Lebenskreise und -ebenen (vulgo: Die, die einen in Wirklichkeit angehen) aufruft. Und die zu finden so schwierig heute ist, aber die zu erfüllen der einzige Weg zum "Glück" ist. Sellner folgt dem Konzept des Jakobinismus, der französischen Revolution, der Aufklärung, mit allen ihren Proponenten und Vätern und Geistesgrößen.
Das zeigt sich auch in der Verworrenheit, in der Sellner immer wieder landet, sobald er von Volk, Kultur, Ethnien und Europa spricht. Ihm fehlt das Verständnis dafür, was Kultur überhaupt aufbaut und ausmacht - es ist nämlich die Religion. Die gerade für die "Neue Rechte" nur "ein Merkmal" ist, aber keineswegs die Quelle. 
In Wahrheit hat also der Universalismus, der sich heute als "Multikulti" sein Röslein gesucht hat, schon mit Luther begonnen. Und er ist nur über Religion - nicht über ethnische "Homogenität", welche Behauptung man nur mit Verwunderung registrieren kann - zu lösen. 
Ansonsten bleibt nur eine andere Form der gesellschaftlichen Organisation, und so weit sind wir längst: Eine "Reichsform", in der viele unterschiedliche religiös begründete Kulturen, weil nur auf einer religiös-einheitlichen Basis ein einheitliches Rechtsempfinden entstehen kann. Und das ist dann die Basis einer Organisation einer Gesellschaft. 
Die Ethnie spielt hier keine Rolle. Daß wir es heute und hier mit neuen Gegebenheiten ethnischer Vielfalt zu tun haben, ist im übrigen nicht mehr rückgängig zu machen, aber auch nicht das Problem. Wenn die daraus folgende Unterschiedlichkeit der Menschen endlich aus dem "Rassismus-Theorem" herausgelöst werden kann.
Das beweisen gerade die europäischen "Völker", das zeigt die Geschichte der Staaten. Der VdZ spricht dies aus seinem langjährigen Wohnsitz in Ungarn. Diesem "Musterland" dessen, was hier gemeint ist. Mit seiner Restschichte von 15 Prozent "Magyaren". 
Und dennoch ist das Land auf dem "Ungartum" aufgebaut, das sich hier noch dazu in seiner schönsten Seite, als eng mit der Landschaft (und das ist die vielleicht fundamentalste physisch-leibliche Prägungskomponente, als Selbst-Gefühl im Raum) verbunden.
Wir stoßen hier an die Bedeutung des "Hauses" als auf einen "Vater" ausgerichtetes Formen einer "Familia" und eigentlich völkerbildendes bzw. konstituierendes Element.  
Als Königreich, das als Reichsform die zahllosen Bezirke vereint und reguliert, die durch enge persönliche Verbindung mit dem Pater Patriae, dem König des Hauses, zusammengehalten wurden und immer noch werden. Ethnische, also leiblich-materiell-vererben sollende Elemente sind nicht das wirklich Verwandtschaftsbildende von Menschen! Damit fällt jedes Argumentieren weg, das an Ethnie in Form einer "genetischen Abstammung" als völker- und kulturenbildendes Element festhalten will.
Denn in dieser Hinsicht würden sich (in Adam) alle Menschen in einer Familie befinden, deren Grenzen zu ziehen überhaupt nicht mehr begründbar und historisch zu zeichnen rein willkürlich würde. 
Sellner betreibt (wie jeder, der mit unklaren Begriffen arbeitet) in Wahrheit das, wogegen er antritt - er betreibt das Handwerk der Selbstentfremdung. Unter der Fahne einer (undefinierbaren) Identität. Weil das so ist, wird auch in einem wahren Begriffsfeuerwerk (das sich in seiner Sprechweise zeigt, in der sich seine Sprache oft selbst überholt) nach Halt gegriffen, wo er sich verspricht, aber schon beim ersten Hinsehen verschwindet.

Kein Wunder, daß er deshalb auch zuzeiten mit dem Begriff "Weiße" auftritt. Denn auch das ist ein universalistischer Begriff ohne Sinn. Es gibt keine "Weißen". Es gibt Europäer dieser oder jener Volksherkunft. Wenn, dann ist "Weißheit" bestenfalls mit einer Kulturherkunft in eines zu setzen. Was in Amerika im übrigen am meisten verdrängt wurde, wo dieser Begriff im 19. Jahrhundert entstanden ist, als Hilfsbegriff in einer vom Norden aufgezwungenen kulturellen, zugespitzten Auseinandersetzung (im Süden der USA nun wie im Norden) bereits amorph gewordener Kulturenvielfalt.
Nur aus der (katholischen) Religion, dieser wahren (und einzigen) Kulturkraft des Abendlandes, erwächst auch die Liebe zum Eigenen. Als Ehrfurcht vor dem Sein und dessen Geheimnis, in der Selbsttranszendierung auf den Ort, an dem man steht und wohin man geboren ist, als einziger Weg (!) zum Heil, also zum Himmel. 
Was das Leben sonst noch liefert, mag ihm überlassen sein. In einem starren Götzendienst als Verabsolutierung eines faktischen Soseins ("weiß", "helle Haut", "blonde Haare" etc. etc.) kann deshalb in keiner Hinsicht Friede und Heil gefunden werden. Der Weg des Abendlandes liegt letztlich also auch in Gottes Wille und Hand geborgen - seiner Vorsehung. Wie immer sich die entwickeln mag.
Apart: Was hat Herrn Sellner mit seiner aus Amerika stammenden Ehefrau denn so verbunden, daß es so eine Verbindung möglich und wünschenswert gemacht hat? Nicht die gemeinsame (katholische) Religion und der darauf beruhenden Wertelandschaft (bzw. der ebenso darauf beruhenden ... Irrtümer, also Häresien, wie sie sich in Sellners Kampf um "Identität" ausgedrückt finden)? Was bleibt von seiner "amerikanischen" Freundin an "Kultur" denn noch übrig, zieht man das (bzw. das Abendland bzw. Europa) ab? Das Weißsein, was immer das ist? 
Oder wird das, was übrigbleibt, also die "Kulturhäubchen" als konkrete Gestalt in Bräuchen, Liedern, Tänzen, Märchen usw., angesichts des alles Einenden, der Religion, nicht marginal, und kann problemlos sogar neben- und miteinander (sic!) z. B. in der Kindererziehung bestehen bleiben? Oder werden die gemeinsamen Kinder nicht auch den Truthahn zu Thanksgiving kennenlernen? Es sei ihnen vergönnt, zumal Thanksgiving ein wunderbares Beispiel für oben Gesagtes ist, und völlig problemlos auch bei uns bestehen kann. Hätte Gott gegeben, daß das mit "Halloween" auch möglich gewesen wäre, diesem praktizierten Satanismus und damit Speer ins Herz unserer Kultur. Und warum ist das so? Was scheidet hier? Eben.
Die ganze Diskussion um Migration (Sellners Hauptthema) müßte deshalb auf eine völlig neue Ebene gestellt werden. Von allen Seiten. Hier wird mit Begriffen gekämpft, die niemals Lösungen bringen können, weil sie erst gereinigt werden müssen, um die Realität und die Geister zu scheiden. 
Sind die hellhäutigen Araber Weiße? Oder Juden? Oder muslimische Tschetschenen? Oder die mestizischen Hispanolas Mexikos und Südamerikas? Oder die (oft tief katholisch geprägten) Vietnamesen? Muslimische Perser? Muslimische Montenegriner? Russisch-orthodoxe Kasachen? Ist damit also überhaupt ein Kulturbegriff zu festigen, wenn man von "Multikulti" oder "Kulturkampf" spricht? Wird ein solcher nicht viel vehementer zwischen protestantischen und katholischen Völkern geführt?

Wieviele Menschen aus Nigeria bzw. mit "schwarzer Hautfarbe" soll der VdZ nennen, die in Europa als Abendländer vollkommen "integriert" leben"? Das dürfte ja dann gar nicht möglich sein. Was verteidigt etwa der aus Nigeria stammende Kardinal Sarah anderes als die abendländische Kultur - INDEM er den Katholizismus verteidigt? Oder was hat ein Kardinal Lefebvre an Bemerkenswertem in Westafrika geleistet?
Und ist es nicht eine Tatsache, daß sich der gläubige Europäer mit einem (im besten Sinn) gläubigen, also religiösen (sich in Gott zu verantworten wissenden) Muslim und dessen Rechts- und Morallandschaften bei weitem näher, "einiger" fühlt, leichter im Zusammenleben harmonisierbar, als mit jedem elitistischen, "aufgeklärten", grundverlogenen Atheisten mit doppeltem Harvard-Diplom, die man wie kaltstarrende Kulturfeinde und Monster erfährt, selbst wenn man leiblich mit ihnen "verwandt" ist? Bei weitem!

Morgen Teil 4) Nur Begriffsklarheit kann Frieden bringen.
Begriffe können nur durch Rückbeziehung (re-ligio) 
auf logos (in der Wahrheit als Sprachgestalt) geklärt werden.



*300520*

Samstag, 27. Juni 2020

Nein, die Ideologiesuppe eß ich nicht (2)

Teil 2) Das Handwerk der Selbstentfremdung 
als lügenhaftes Konzept der Identität


Und diese inneren Gesetze und Voraussetzungen solchen Denkens ist in der obigen Zwischenausführung angestrebt worden: Als Anriß einer Anthropologie, die den Menschen dazu berufen und in der Lage sieht, ein Staatskonzept zu erfinden, dem dann ein Volk per Willensentschluß einzuwohnen beginnt. Noch bis 1945 nämlich hat sich dieses "deutsche Volk" als föderales Konglomerat an sich eigenständiger, nur in Subsidiarität und auf bestimmte Bereiche bezogen - wie es eben einem Reich ansteht, vor allem in der Außenpolitik eines "Deutschen Reiches" als Gemeinschaft aller deutschen Völker; oder in der Rechtsprechung in zwischenstaatlichen (sic!) Agenden, in Streitfällen zwischen Völkern - zusammenfaßbarer und zusammengefaßter Völker.
Die "deutsch" genannt werden können, aber kein "deutsches Volk" sind. Und sich selbst nie so verstanden haben! Das zeigt die nach wie vor bestehende föderalistische Konstitution "Deutschlands". Bei welchem von "deutschem Volk" zu sprechen nur in einem übertragenen Sinn möglich ist, als "Staatsvolk". Deren wahre Befindlichkeit aber wirklich die einer "Bevölkerung" ist.
Solche idealistischen Konzepte greifen im Wesentlichen auf die (immer in einer Verzweiflung und in einem Nihilismus gegründeten) Konzept von Nietzsche und Schopenhauer zurück: Welt als Wille, als voluntaristisch in die Welt gesetzte, menschliche Idee und Vorstellung. Hier wäre ein "Deutschland" also das, was man im Bewußtseinstablett ständig vor sich her tragen müßte. Weil es im normalen Alltag der Menschen nicht "vorkommt".  

Solche letztlich zweitwirklichen (also einer Wirklichkeit der menschlichen Gedankengebäude und -logik, die der wirklichen Wirklichkeit, der logos-durchtränkten und -geprägten Welt der Dinge, der Schöpfung als führende, bestimmende Hand überlagert ist) Vorstellungen bedürfen dann auch ständige Energiezuführung. Sonst lösen sie sich schlicht und ergreifend auf. Sie brauchen die ständige Präsenz einer "Erinnerung" in Worten, Erklärungen, vor allem aber in Etiketten!*

Darauf erklärt sich die Empfindlichkeit jener, die einem solchen Konzept eines idealistischen, voluntaristisch möglichen, also nur vom menschlichen Willen machbaren, ja von diesem (als menschliche Aufgabe, diesem Entschluß zum Willen, zur künstlichen Schöpfung in der Welt) zu machenden Staates folgen. Dessen Wirkungen und Bedingungen sie aber der logos-basierten Grammatik entnehmen (weil müssen; Wirklichkeiten, Eigenschaften lassen sich nur aus geschaffenen, logosdurchwirkten Dingen erkennen, nur sie sind  im eigentlichen Sinn Objekte der Erkenntnis), also wirklich Wirkliches auf vorgestelltes Zweitwirkliches, das eine gewisse Logik hat (Pseudologie) und deshalb sehr leicht als "wirklich Wirkliches", angewendet, und damit Wirklichkeit vorgetäuscht werden kann, auch und vor allem vor sich selbst. Man nennt das dann Ideologie.
Einer Ideologie des "Deutschseins", die eine deckungsgleiche Parallele zum Amerikanismus ist. Das war dann auch der eigentliche Kampf, der sich 1914 entladen hat: Der zwischen zwei konkurrierenden Ideologien, in zwei "aufstrebenden", um Welteinfluß kämpfenden Ländern. Jenem des Amerikanismus hier, und des Deutschismus als still und heimlich und zum Falschen, nie so Gemeinten umgedeutete Idee vom Deutschen Reich. 
In BEIDEN Fällen war es eine künstliche, ideologische, idealistische "Kultur" (als kapitalistische, also dem wirtschaftlichen Nutzen untergeordnete Lebensweise), die über genuine Völker, über verwurzelte soziale Einheiten, drübergelegt werden soll. Weil das auf natürlichem Weg nicht möglich ist, kann es sohin nur mit Gewalt, Lüge und Täuschung geschehen. 
Und hier spricht man erst richtig von "Universalismus", also von einem geistigen, willkürlichen, im autonomistisch verstandenen Menschen gründenden Konstrukt, das über alles Regionale, Verwurzelte gestülpt wird, und dieses Originäre auslöscht.
Waren im Anfang hier viele einzelne deutsche Völker, waren es dort soziale Einheiten, die sich auf ihre Wurzeln in zahllosen europäischen Völkern bezogen und in Amerika Volksgruppen-Einheiten bildeten, die ihre letzthinnige Einheit aus der Religion bezogen. Beide Male kamen aber diese verwurzelten sozialen Einheiten unter die Räder, und wurden von einem ideologischen Konzept überfahren und mißbraucht.
Es steht leider zu befürchten, daß die sogenannte "Neue Rechte" (per Eigendefinition, auch in der von Martin Sellner)** auf dieser beziehungsweise einer ideologischen Grundlage steht. Und damit einer Weltkonzeption folgt, die nicht im natürlichen Fluß der Dinge steht, also nicht in jenem Telos geborgen ist, zu dem alles Sein (im seienden) von sich aus hinstrebt. Und deshalb nur über ständiges Aufwärmen des künstlich gestrickten Wortgerüstes dieser Dinge (wie Volk, Staat) "lebendig" - weil im Bewußtsein! also präsent! - gehalten werden kann. 

Aber das ist nicht das Konzept derjenigen, die in der Verwurzelung des Menschen den einzigen Weg der Erfüllung des Willens Gottes und damit ein Leben in Sinnerfülltheit (logos heißt auch Sinn, als "auf zu") sehen. Der in den Dingen, als deren natürliches Streben (natus = ist geboren).

Und hier ist es wesentlich, also dem menschlichen Wesen zugehörig, also nicht "amputierbar", sondern immer notwendig, ja ein natürliches Bedürfnis, in diesem Fall sogar Existenzbedingung: In der Zugehörigkeit zu einem Volk, das ihm sogar vorausgeht weil ihm den Platz, den Ort zuweist, an dem er steht, sodaß sein Lebenssinn, die Erfüllung seines Lebens darin liegt, sich auf diesen Ort, dieses Beziehungsgeflecht das im Ort zusammenläuft, transzendiert, also sich selbst "gering achtet", "stirbt", um nur noch in diesen Aufgaben zu leben.
Der Voluntarismus, der hinter dieser Identitätsschöpfung aus eigenem Willen steht (und damit hinter dem Staatskonzept des Positivismus des 19. Jahrhunderts, auf dem auch dieser Begriff vom Deutschen Volk der Neuen Rechten beruht), beruht auf einem Mißverstehen der Wahrheit um die menschliche Person. Die Gregor von Nyssa so umschreibt: "Wir sind auf gewisse Weise unsere eigenen Väter, weil wir uns selbst zeugen nach unserem Willen. Aus eigenem Entschluß bilden wir uns nach dem Bild unseres Wollens.‘ 
Dieser Satz ist nur verstehbar, wenn das Konzept von Wahrheit auf dem Ergreifen des logos als innere Grammatik der Schöpfung als deren "nährende Melodie" beruht, als "Sprache hinter der Sprache"², und wo die Freiheit aus der Ähnlichkeit mit Gott (in Jesus) stammt. Die man wollen muß, die also eine Frage der Sittlichkeit ist. Sie kann nicht mit Willkür gleichgesetzt werden, die ohne logos auszukommen meint, und somit eine Perversion dieser Wahrheit um den Menschen ist.

Morgen Teil 3) Das Handwerk der Selbstentfremdung



*300520*

Freitag, 26. Juni 2020

Nein, die Ideologiesuppe eß ich nicht (1)

Dieses kurze Video von Martin Sellner (das vor Widersprüchen strotzt, aber dennoch, ja genau deshalb - um die Wahrheit nämlich zu verschleiern - von einer klaren Linie getragen wird) soll hier deshalb positioniert werden, weil es ganz deutlich zeigt, wie sich die "Neue Rechte" verfranzt hat. Und in einem positivistischen, idealistischen und voluntaristischen Staats- und Volksbegriff landet, der nur auf eine Weise aufrecht zu halten ist, in der das menschliche Denken und Anschauen grundsätzlich zur Ideologie erklärt bzw. als solche gesehen wird. 

Dieser Grundsatz ist nicht neu, und er ist weit verbreitet, denn er ist Teil eines Menschenbildes, also einer Anthropologie, die bei Descartes begann - Cogito ergo sum - Ich denke, also bin ich - in der Aufklärung seine Blüte fand, und heute Teil des allgemeinen Narrativs geworden ist. Der Mensch sei nur, was er bewußt denke. 

Somit gibt es keine Substanz, die das Menschsein ausmacht, in der das Denken, das Bewußtsein (von dem überhaupt zu sagen, was es sei, einmal jemandem wirklich gelingen möge!) und die permanente Aktualisierung gewisser Gedankenstränge und -inhalte das Menschsein ausmacht. Etwas, das darüber hinaus geht oder dem Menschsein so vorausgeht, daß es unabhängig von seinen Gedanken und Sprachaktualisierungen Mensch sei, einfach durch sein Da- und Sosein, gibt es da nicht mehr. 

Diese Haltung führt direkt in die Eugenik, mit ihren Hörnern der Euthanasie und Abtreibung. Denn ab hier gibt es ein Menschsein, das von seiner Leistung abhängt. Vom Maß der Bewußtseins-Aktualisierung. 

Die aus anderer, umfassenderer Sicht eine Neurotisierung ist. Letztlich ist die Forderung dieser Gruppen also der Ruf nach einer Neurotisierung der Menschen. Nach einem Leben in einer Zweitwirklichkeit, die ständig am Tablett zu tragen, ständig auf Zunge und im Gehirn zu wälzen Notwendigkeit zu vollem Menschsein ist. Wo das nicht der Fall ist, jemand "nicht diese Gedanken denkt", ist er auch nicht mehr Mensch. 

Natürlich ist das diesen Leuten nicht bewußt, was hier in einem Sinn gemeint ist, daß sie diesen Gedanken nicht denken, nicht gedacht haben, oder gar nicht denken können. Denn Denken ist eine Emanation eines menschlichen Daseins, das von vielerlei Umständen abhängt, in keinem Fall aber das ausmacht, was Menschsein überhaupt ist.

Es hat vielmehr mit den Bedingungen seiner Existenz zu tun (wo also Marx durchaus und in gewissem Rahmen Recht hat, wenn er sagt, daß das Bewußtsein das Sein schafft), und ist wie ein Instrument vorstellbar, das je nach Aufgabe in einer Beziehung, in der der Mensch steht (denn menschliches So- und Dasein ist immer ein Stehen an einem Ort, der wiederum in zahllosen Beziehungen auf unterschiedlichsten Ebenen steht) aktiviert und präsent ("bewußt") wird oder nicht. 

Die wahre Denkaufgabe leistet, wenn man es besser begreifen will, der Mensch als Ganzes. In seiner Leiblichkeit, und in seinem Kontakt zum logos der Welt selbst. Also jener grammatikalischen Struktur, die alles Weltsein trägt und durchgeprägt hat, von der es mehr aber noch: stammt. Denn diese Struktur fußt in den Ideen des absoluten Geistes, und das heißt in Gott. Somit kann man sich den Menschen, der über seine Sinne mit diesem fleischlichen Logos (in allen Dingen, in allem Seienden) in permanenter Verbindung steht, der ihm gewissermaßen ständig logos "zuflüstert".

Mosebach umschreibt diesen Aspekt des Menschseins in seinem herrlichen Theaterstück "Rotkäppchen und der Wolf" mit einem Gleichnis: Wie ein Fisch, der im Wasser ist, den dieses Wasser lückenlos und permanent umschließt, und ohne das er nicht leben kann. Das heißt, daß der Mensch in seinem ganzheitlichen Sosein, Mensch als untrennbare, nicht auseinander denkbare Leib-Geist-Verbindung, mit der Welt auf all ihren Ebenen in Verbindung steht. 

Die auf eine Weise aufeinander wirkt, daß das Sein aller Dinge, das auf je unterschiedlichen Ebenen spricht, und zwar permanent spricht, sich dem je anderen mitteilt. Dieser nimmt es auf, und auf eine Weise auf (das ist das Wesen des Erkenntnisvorgangs), daß er von ihm durchformt wird. Was sich in der Konsumation Gottes in der Heiligsten Eucharistie, im durch ein Wunder in seiner Substanz umgewandelten Brotes, am großartigsten und vollkommensten ausdrückt. 

Die sinnliche Teilhabe an der Welt ist es also, die über Prägungsvorgänge jenen Boden, jenes Reservoir des Sprechens bildet, dessen sich im Wort, in der Sprache frei zu bedienen der Mensch als einziges Lebewesen fähig ist. Aus diesem Reservoir, das als fleischliche Formung Welt und präsent ist, schöpft der Mensch den Geist, der auf eine Weise in, immer aber hinter oder unter allen Dingen steht oder liegt. Somit ist das fleischliche Existieren dem geistigen Existieren auf eine Weise voraus. Es ist vom Menschsein nicht zu trennen. Auch wer nie gesprochen hätte, dem also nie etwas bewußt geworden wäre (wie in gewisser Weise bei manchen geistig Behinderten der Fall), der wäre und ist dennoch ganzer Mensch.

Zurück aber zu Sellner und seiner Klage, es wäre ein Skandal, wenn nun von einem "deutschen Volk" nur unter Anführungszeichen gesprochen würde. Diesem Herrn ist offenbar nicht klar, woher dieser Begriff überhaupt kommt. Er ist eine künstliche Schöpfung, die von Personen angestiftet (sozusagen) wurde, die selbst gar kein Volk mehr hatten. Deren Volksein also nur noch eine Idee gewesen war - und das sind die Preußen. Diese waren es auch, die sämtliche - und jetzt kommt's - DEUTSCHEN VÖLKER unter die Ägide EINES STAATES gestellt haben.

Weil diese Gründung in einer Idee aber nur denselben Personentypen zugängig (weil nützlich) war, den Entwurzelten, Volklosen, also den modernen Kapitalisten, um es simpel zu machen, weil es aber den eigentlichen deutschen Völkern (und deren gibt es viele, viele; von "deutsch" kann man sohin nur sprechen, weil diese Völker gewisse Gemeinsamkeiten aufweisen, unter anderem den Kern der Sprache, die man als "germanisch" bezeichnen könnte) gar nicht verständlich war, was diese idealistischen Preußen (als jene, die diesen Gedanken einer alle Völker einbegreifenden Ordnungsidee hatten) da wollten, mußte auch dieses Deutschland, wie wir es grosso modo heute sehen, als REICH organisiert werden. 

Warum? Weil nicht die Staats-, sondern nur die Reichsidee in der Lage ist, die Organizität Volk-Staat zu integrieren. So, wie es im Jahre 800 durch Karl den Großen geschah, der wiederum das Römische Reich (das auf demselben Gedanken beruhte) wiederbelebte. Als alle Völker einende und befrieden sollende Idee. 
Was ein "deutsches Volk" also sein soll, das müßte Herr Sellner einmal erklären. Es einfach auf einen "Staat Deutschland" zu beziehen ist nicht nur zu einfach gemacht, sondern bräuchte die Aufklärung über den Hintergrund, der einer solchen Ideen-Grundlage innewohnt.

Morgen Teil 2) Das Handwerk der Selbstentfremdung 
als lügenhaftes Konzept der Identität



*300520*

Freitag, 21. Juni 2019

Flammenschrift auf der Wand

Was dieser journalistisch interessante Reisebericht von Martin Sellner zeigt, ist die Folge des Nicht-Handelns der Politik. Die den Mut nicht hatte und hat, die Dinge sachgerecht zu behandeln. Deshalb ist auch das Konzept "Multikulti" oder "Integration" keineswegs ein konstruktiver Plan, das war es nie, sondern das was übrigbleibt, wenn man die Probleme ignoriert und nichts löst. Paris ist heute drauf und dran, zumindest in etlichen der Stadtviertel, vor allem aber an den zentralen Plätzen, für indigene Franzosen unbewohnbar zu werden. Die Franzosen selbst ziehen sich zurück, weichen in bestimmte Viertel aus, oder verlassen die Stadt.

Was hätte zu geschehen? Was hätte geschehen müssen? Was müssen wir für uns ableiten? Es gibt für diese Migrationspolitik nur die Lösung der Segregation. Nur so lassen sich die Reibungspunkte mit unserer gewachsenen Kultur, wenn schon nicht vermeiden, so doch einhegen und im Griff behalten. Dabei geht es nicht einmal mehr darum, OB dies alles so wird. Es wird nicht nur so, sondern es ist bereits so: In einer Operation am lebenden Herz fällt unsere Welt auseinander, Stück für Stück wird ihr entrissen und zu einer neuen Welt umgeprägt, in der wir tatsächlich Fremde im eigenen Land sind.

Aber wir müssen zusehen, wie es uns überrollt. Mit "Widerstand von unten" ist da nichts getan, weil wir zu oft auf Widersprüche in uns stoßen, um in der 'contradiction in adjection' des einen grundlegenden Zieles willen andere, geistig, moralisch höherwertige Ziele aufzugeben hätten. Weil es geschichtlich der Tatsache folgt, daß wir von Haltungen und Wertewelten geprägt sind, die das soziale Leben auf einer völlig anderen Ebene regeln und gestalten, als uns nun begegnet. Und hier sind wir unterlegen, weil wir gewissermaßen auf eine frühere Kulturstufe "zurücksteigen" müßten, was aber sogar unsere Gesetzeswerke verhindern. Man denke nur an das Gewaltmonopol, das der Staat an sich gerissen hat - um nun doch der ganz anders gearteten Gewalt anderer Kulturkreise hilflos gegenüberzustehen.

Unsere Formen der Höflichkeit, um es zu präzisieren, verlangen eine Charakteristik der Vernunft, die dem Weltverständnis vieler anderer Kulturen zwar einerseits überlegen, aber im konkreten Alltag unterlegen ist. Das hat nichts mit Bildung oder Ausbildung zu tun, schon gar nicht mit Wohlstand, sondern mit dem Werdegang unserer Kulturen. Weshalb es keine anderen Instantlösungen gibt als die Trennung dieser unvereinbaren kulturellen Sphären. Das Gerede von "Rückführung" war von Anfang an unrealistisch. Die Milch der Massenzuwanderung ist bereits verschüttet, weil nie jemand ernsthaft nachgedacht hat, sondern alles treiben ließ. Die nun von einem auf unsere Wertelandschaft ausgerichteten, aus diesem herausgewachsenen Rechtsgefüge profitiert, indem es es brutal ausnützt und den Bürger hilflos und ohnmächtig zurückläßt.

Die Stimmung ist dementsprechend resigniert. Denn man weiß ein Joch über sich, das der französische Präsident Macron jüngst wie eine Erfolgsmeldung nach einem Königsmord verkündete: Es gibt keine französische Kultur mehr, es gibt nur noch Kultur in Frankreich. Und die ist divers. Übrigens: Auch darin irrt er. Denn es gibt gar keine "diverse" Kultur. Ja, Kultur ist nachgerade das Gegenteil von "divers", es ist die Herausarbeitung eines klar abgegrenzten Profils von Lebensart und Identität. Eine "diverse Identität" ist absurd und ein Widerspruch in sich, also gar nicht möglich.

Paris ist auch aus historischen Gründen (v. a. aus der Kolonialtradition und der damit einhergehenden Verantwortung heraus) leuchtendes - "brennendes" - Menetekel an der Wand jener Weltarchitektur, die sich gebildet hat, und die wir noch vor dreißig Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Aber die Welt verändert sich progressiv oder sprung-progressiv, also in immer rascherem Tempo. Nach oben langsam, nach unten, in die Barbarei, in einem sich immer mehr beschleunigenden Strudel.








*300419*

Sonntag, 24. März 2019

Zur Abwechslung würde denken nicht schaden (3)

Teil 3) Vielleicht geht es hier um ein ganz anderes Problem?



Und hier wird es weiter offenbar. Das Mädchen aus Wiener Neustadt, das von einem - fälschlich als "unbegleiteten Minderjährigen" eingestuften, bereits mehrfach straffällig gewordenen - Migranten ermordet wurde, ist NICHT einfach Opfer der ideologischen Verwirrung um "refugees welcome". Es ist mit Gewißheit Opfer der sexuellen Befreiung, die die intime Zweisamkeit von der Realität abgetrennt hat.

Der VdZ war bzw. ist oft in Wr. Neustadt. Es liegt nur eine halbe Bahnstunde von Sopron/Ödenburg entfernt, und wenn er etwas von Österreich braucht, erhält er es dort. Er war seit je verblüfft von der Freizügigkeit, der "Offenherzigkeit", der verführerischen Geste, dem "erotischen Gehabe" (ausgedrückt natürlich vor allem in der Kleidung) der dortigen jungen Frauen.  DAS, werter Herr Sellner, macht die Zuwanderer für hiesige Mädchen so attraktiv. Die gehirngewaschen von der sexuellen Revolution nur noch nach Nutzbarkeitskriterien Menschen begegnen. Und dem die Zuwanderer mit ihrem Sixpack-Bauch, die auf solche Mädchen wie Erosbomben wirken, dem Umbrechen von Liebe auf Sex perfekt entsprechen. Der Mordfall an der 16jährigen hat den VdZ nicht im geringsten überrascht, es gab in Wr. Neustadt schon mehrere ähnliche Fälle von ausgeuferter Sexualität in den Jahren, seit der VdZ es beobachtet.

Und wie war es mit den zuletzt tatsächlich gehäuften Morden an jungen Mädchen durch Migranten? Einfach wirklich nur eine Delle im Raum durch die Flüchtlingslüge, die eine verdeckte Migration ist?

Gehe man einmal zu den Stoßzeiten (mittags, am späten Nachmittag) über den Bahnhofsplatz, wo - ironischerweise eine "Gedenkveranstaltung für ein weiteres Opfer der verfehlten Migrationspolitik" geplant war. Früher begegnete man solchen gestaltgewordenen Offerten bestenfalls am berüchtigten Ringstrich in Wien. Dazwischen stehen schlampig gekleidete, offenbar heimische, männliche Jugendliche, die wirken, als hätten sie mit der Welt überhaupt nichts mehr zu tun, als wäre ihre Welt der iPhones und Videospiele alles, was man anstreben könne. Die Mädchen blicken auch auf ihre iPhones, aber sie wirken, als würden sie flirten, Beziehungsangelegenheiten aufputschen, mit Freundinnen darüber disputieren. Die Burschen, als würden sie über Warcraft 6 diskutieren, worin es besser wäre als Minecraft 4. Und so nebenbei, auf Youporn tut sich auch allerhand. (Das bestätigen auch alle Statistiken über den Internet-Verkehr.)

Tut mir leid. Was, bitte, bringt ein junges, "unschuldiges" Mädchen (O-Ton Sellner) von 16 Jahren dazu, die Nähe eines Zuwanderers weil jungen Mannes zu suchen? Der 19jährige (?) Syrer (?) war ihr "Ex-Freund". War sie da 15? Oder 14? Um sechs Uhr morgens, an einem Sonntag, war sie gemeinsam mit dem späteren Mörder aus einem Lokal gekommen. Sie stiegen dann in ein Taxi. Merke, mittellose, zu begleitende Flüchtlinge und 16jährige Mädchen fahren nach einer durchgebrachten Nacht Taxi. Wie es sich für diese Lebensart eben gehört. Da war sie zuletzt lebend gesehen worden. Die Leiche lag dann in einem Park. Gibt es da nicht ganz andere Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge, zumindest "möglicherweise"?

Der Pathos von Martin Sellner wie in diesem Video wirkt lächerlich. Geistlos und blamabel für einen Philosophiestudenten, der gerne Heidegger bemüht. Trotz seines Alters, in dem sich Kind in Erwachsenen umbricht, also für Männer um die 30, fehlt dem Burschen Seniorität. Sein Engagement wirkt, als würde der junge Mann - und das ist heute nicht selten - die Erwachsenheit definitiv verweigern. Es fehlt der Unterbau, um Heidegger einordnen zu können. So kann Heidegger zur intellektuellen Inferiorität weil zur bloßen Nutzanwendung - damit Esoterik - mißdeutet werden. Dann wird er zum Feigenblatt für Ideologie. Das ist nicht abendländisch. Das ist blanker Zeitgeist.

Von den Gerichten etc. bekämpft zu werden zeichnet nicht zuerst einmal aus. Nein, auch nicht heute. Es ist Anzeichen, daß man im Mainstream angekommen ist. Wer wirklich verfolgt wird, wird ganz anders bekämpft. Still. Effizient. Solche Morde geschehen still, und die Opfer verschwinden einfach. Was sagte Malachi Martin über das Böse, das wirklich Böse? Es ist ganz ruhig, ganz selbstverständlich, man merkt es kaum. Aber es ist extrem effizient, jede Vernunftbasis löst sich auf, es ist damit wirkliche Hölle. Der VdZ weiß, wovon da die Rede ist. Das ist kein martialisches Videospiel, wo es nur darauf ankommt, das richtige Pseudo zu besitzen.

Hier geht es um Fragen um den Zustand unserer Alltagskultur. Noch weit mehr als um Fragen verfehlter Zuwanderungspolitik. Da wird Zunder mit Schießpulver vermischt und alle schreien, weil es kracht. Denn daß Schießpulver auf Explosion aus ist, das darf es nicht geben. Zivilisiertheit heißt ja angeblich, die Lunte kalt zu halten. Obwohl man ständig an ihr zündelt. Bricht da nicht vielmehr als alles sonst ein inferiorer Zustand des Frauseins auf, in den unsere Jugend hinein verdorben wird, den wir lieber nicht sehen wollen? Ist ein Gutteil der Empörung über die (natürlich: desaströse) Migrationspolitik nicht das Aufstöhnen einer Spaßgesellschaft, die einem Misthaufen mehr gleicht als einer Zivilisation und lediglich in ihrem Taumeln nicht gestört, nicht an ihren wahren Zustand erinnert werden möchte?

Die Welt da draußen ist immer rauh, wild und gefährlich. Der Fehler war und ist Mädchen einzureden, daß das nicht der Fall wäre. Der Fehler ist den Mädchen zu erklären, daß die Welt da draußen NICHT männlich ist. Nicht als Mangel, sondern als ihr Wesen. Der Fehler ist, sie als "selbständige" Frauen mit einem völlig falschen, unrealistischen Weltbild aufzuladen, aus dem Erwartungen entstehen, die einer völligen Verblendung gleichen, in dem Mädchen in eine Welt taumeln, die völlig, und zwar wirklich völlig anders ist, als sie glauben und als ihnen vorgemacht wurde.

Der Fehler war und ist weiters, die Burschen und Männer zu kastrieren und zu sedieren, damit sie dieser Illusion einer ungefährlichen Welt entsprechen, die "auch für Frauen" wäre oder zu sein hätte. Das ist es dann, was uns unsere Kultur kostet, weil ihr das Schöpferische ausgedroschen wird. Wir sollten nicht so tun, als wäre das ein Idealzustand, den wir erreicht haben. Als wäre es Bestandteil des Frauseins, das Leben "selbst in die Hand zu nehmen". Was nur möglich ist, wenn die Welt in den Schlaf des Todes fällt.

Nein, wir wollen und wollten diese Massenzuwanderung aus fremden Kulturen nicht, das ist richtig. Aber in die Thematik mischt sich auch etwas ganz anderes. Ein gutes Stück weit ist diese Ablehnung auch die panische Weigerung, den Zustand unserer Todgeweihtheit zu sehen. Dann werden sogar Linke zu Migrationsgegnern.

Über manches sollte man dann einfach schweigen. No more comment.








*180119*

Samstag, 23. März 2019

Zur Abwechslung würde denken nicht schaden (2)

Teil 2) Eine Empörung über die Geste der Empörung



Diesen Druck sollte man den Menschen endlich nehmen. NEHMEN. Nicht ihn laufend erhöhen, als wäre jeder ein Versager an der Freiheit oder was immer, wenn er nicht ständig seine Inkompetenz zu einem gewissen Thema bestätigt. Und weil er das weiß, nur irgendwelche sympathischen "Meinungen" nachbetet und so tut, als hätte er selber die Tiefen der Tiefen entdeckt.

Bleibt höchstens der Hinweis, daß Humor und Schalkhaftigkeit fast immer ein gutes Zeichen, ein Zeichen für Erdung in der Wahrheit ist. Der Hofnarr war weit wichtiger, als uns heute bewußt ist. Denn Humor, wirklicher Humor (nicht Sarkasmus, oder gar Zynismus) erfordert eine (meist unbewußte) Distanz zur bloßen Irdischkeit, offenbart also eine gewisse reale Transzendenz. Wahrheit ist aber transzendent, also niemals bloß welthaft-materialistisch, sondern eine Begegnung im Transzendenten, Nicht-Sichtbaren, und doch einzig Realen. Das spricht immerhin für dieses Ulk-Duo, und für das Format. Zum Verblödeln von allem und jedem ist der VdZ auch jederzeit bereit. Ja, genau diese Bereitschaft hat ihm viel Mißverstandenheit eingetragen. Er hofft nur, nicht so viel unreflektierten Unsinn darin erzählt zu haben, wie er hier aufscheint.

No more comment.





Nachsatz: Auch dieser junge Mann, Martin Sellner, den der VdZ kennt, da reichte sein Scheitel nicht einmal bis zur Tischplatte, entwickelt sich unter dem "unwiderstehlichen" Druck der Resonanz zum irrelevanten, unreflektierten Dauerquatscher. Wenn es einen Erweis für die Dummheit der Linken gibt, dann den, ihn gerichtlich und anders zu verfolgen. Das Sein hat Wirkung, immer, es liegt in ihrem Wesen. Seinslosigkeit bewirkt nie etwas, auch wenn sie sich noch so aufplustert.

Aber mittlerweile befinden sich offenbar wirklich alle - alle! - in einem falschen Film. Spielen Hamlet, und befinden sich in King Lear.  

Schön langsam wird alles nur noch lächerlich.

No more comment.





Morgen Teil 3) Vielleicht geht es hier um ein ganz anderes Problem?





*180119*

Freitag, 22. März 2019

Zur Abwechslung würde denken nicht schaden (1)

Das ist natürlich ein goldener Punkt, den die beiden Kasperl da aufgreifen. Seit wann gibt es einen Status, der da heißt "vom Verfassungsschutz geprüft"? Ist das nicht das, was der sowieso zu tun hat, und sich erst dann meldet, wenn er etwas gefunden hat? Oder gibt es eine Liste derjenigen, die gerade "geprüft" werden? 

Oder geht es da nicht um mehr. Erst wurde ein nicht stromlinienförmiger Chef auf höchsten Druck hin ins Nirvana geschickt, weil der glatt wagte zu sagen, daß es in Chemnitz - gegen die Äußerung des Bundeskanzlers Merkel - KEINE Menschenhatz gegeben hat. So war es nämlich. Aber das war zuviel. Also wurde er ersetzt. Und der neue Chef, sein ehemaliger Vize, froh endlich ans Ruder zu kommen, hat nun sofort seine Schuldigkeiten abgearbeitet. Und wie es einem strammen CDU-Mitglied ziemt, angekündigt, die AfD zu prüfen. Sie zu prüfen.

Folge? Nichts. Kein Beweis, kein Nachweis, daß es so wäre, um DANN und so weiter. Nachdem festgestellt wurde, daß also die AfD verfassungswidrig und böse und weiß der Deibel was wäre. Aber dafür - Schatten über der unliebsamen Politkonkurrenz. Heuer laufen ja eine Reihe von Wahlen. Wie in der Demokratie sowieso ständig, sodaß ihre Politik IMMER unter wahltaktischen Notwendigkeiten steht, ein Faktor, den manche als ziemlich verhängnisvoll bezeichnen. 

Nein, mehr noch, es ist damit gezielter Rufmord. Es ist offensichtliche Instrumentalisierung eines für den Bestand des Staates unbedingt notwendigen, deshalb unbedingt neutral zu bleibenden Wächteramtes. Das, werte Christdemokraten, fällt unter das 5. Gebot. Und zieht eine ipso facto Exkommunikation nach sich. Das ist für eine "christlich-demokratische" Partei tödlich, weil es ihr jede Legitimation entzieht. Schon Kaiser sind daran gescheitert. Also - Prost Mahlzeit, werte Christen! Hoffentlich kommen Eure Stimmlieferanten nicht zur Vernunft, sie könnten reagieren.

Aber wo wäre da ein Bischof, der aufträte und mit gotisch ornamentiertem Brustkreuz das Interdikt über den Regierungsbezirk von Berlin ausspräche? Ach ja, der Zuständige liegt noch im Bett und schläft den Rausch aus, den er sich am Buffet "Brot für die Welt" und "Flüchtlinge über alles" angesoffen hat. Strunzdummes, korrumpiertes Pack, alle miteinander. Kein Wunder, daß ein Münchner Kardinal Marx davon spricht, daß es sich moralisch nicht geziemt, von einem "christlichen Abendland" zu sprechen. Er weiß schon warum. Denn christlich ist da nix mehr. Er hat recht.

(Eine Übersicht über die Rechtslage findet sich auf Tichys Einblick. Demnach gab es bereits eine Vorprüfung, die aber keine hinreichenden Beweise erbrachte, daß die AfD verfassungsfeindlich sei. Nun wird diese Vorprüfung wieder aufgenommen, etwas, das aber wesensgemäß so stattfinden sollte, daß die Öffentlichkeit NICHT davon erfährt, weil das auf jeden Fall vorverurteilende Stigmatisierung bedeutet. Das verstößt gegen die notwendige Ergebnisoffenheit solch einer Untersuchung. Also stehen ganz klar politische Motive dahinter.)

Ansonsten? Nur Gequatsche im Video. Wirklich, nur Gequatsche. Oder wie soll man den Unsinn interpretieren, daß jeder "eine Meinung" haben solle? Bitte, wen interessieren denn alle möglichen Meinungen egal wozu? Im Gegenteil, hört doch endlich auf, werte Herren und Damen, die sich da berufen fühlen, die Zustände zu kritisieren (und da gäbe es viel, wirklich viel zu kritisieren), den Leuten den Druck aufzuerlegen, sie müßten zu allem eine Meinung haben! Auch der VdZ hat nicht zu allem eine Meinung, warum auch? Geht ihn alles etwas an? Muß ihn alles interessieren? Ist er für alles verantwortlich?

Oder heißt Meinungsfreiheit, unter der alles das firmiert, zu allem eine Meinung haben und vor allem laut und öffentlich äußern zu müssen? Na klar soll jeder sagen, was er denkt, meinetwegen. Aber er muß damit rechnen, daß man ihn dafür nicht immer sehr schätzt. Und manchmal geräuschvoll schnäuzt, weil man den Unsinn nicht hören will, den man erfahrungsgemäß erwartet.

Wen interessiert denn, was ein Ex-Handballer Kretzschmar zur Politik (oder weiß der Deibel wozu) zu sagen hat? Ist das seine Aufgabe? Der soll sich lieber um den mißglückten Rebound zwei Minuten vor Schluß kümmern, der der Nationalmannschaft bei der WM eine Niederlage einbrachte. Und die Taktik erklären, die das ändern könnte, damit man vom Zuschauen auch etwas hat. Das erwarten, nein, das erhoffen wir von einem Handballer-Sprecher. Was er zu "refugees welcome" sagt, interessiert nicht einmal den Hund vom Nachbarn. Schön, wenn ein Handballer auch privat dies und das sieht. Aber als öffentliche Äußerung IN SEINEM AMT ist es unangebracht. Dafür haben wir ja diese Politik-Clowns, die unsere Steuergelder verfressen und versaufen.

Die Kritikszene - sie "rechts" zu nennen ist nicht angebracht - hat es vermutlich schon übersehen. Sie ist längst irrelevant geworden und rein zufällige, leicht zu triggernde Zurufreaktion, oft nicht weniger verwirrt als die, die sie als verwirrt anprangern. Denken hätte bei vielen nicht schlecht am Revers gewirkt. Das also, was diese "alternative Medienszene" behauptet zu tun. Von der Linken hebt sie sich jedenfalls in diesem Mangel NICHT ab. Auch hier geht nichts über subjektive Momentsluscherei hinaus, inhaltliche Relevanz ist Zufallsprodukt. Ein bissel mehr Spaß ist zu wenig, tut leid.

Meinung ist nur dann von Relevanz, wenn sie ein Element davon ist, daß man seinen Ort ausfüllt, und damit die Aufgabe erfüllt, in die man damit gestellt ist.* Dafür gibt es Strukturen, dafür gibt es Kultur, dafür gibt es einen Staat, dafür gibt es Institutionen. Auch, ja gerade in der Demokratie, die ohne definitive Strukturen ein leerer Sandhaufen wäre.

Was ein Nicht-Handballer, der bestenfalls am Samstag bei Chips und Bier dem Sportkanal folgt, zum Handball zu sagen hat, würde auch einen Herrn Kretzschmar nicht interessieren. Und es ist eine der fatalen, wirklich fatalen Trugschlüsse (wenn nicht sogar mehr, nämlich ein Beweis, daß sie als umfassende Staatsform - im kleinen lokalen, begrenzten Rahmen ist das ganz anders zu sehen - komplett für die Fische ist, wie man so sagt, bestenfalls kurzfristige Notlösung, ansonsten aber ein Instrument der Auslieferung eines Volkes an "die Stärksten=Skrupellosesten"), daß eine "Demokratie" damit zu tun hätte, daß jeder permanent sein Maul egal wozu aufreißt.


Morgen Teil 2) Eine Empörung über die Geste der Empörung



*Übrigens, und nebenbei: Es fällt zu sehr unter den Tisch, daß die bei weitem überwiegende Mehrheit der Klimaalarmisten KEINE Klimawissenschaftler, oft überhaupt keine Wissenschaftler sind. Das sollte der Leser mitbedenken, unbedingt, wenn er wieder einmal einem panikverbreitenden Vortrag eines sagen wir "Wirtschaftswissenschaftlers" (ist Wirtschaft überhaupt eine Wissenschaft? Ist sie nicht einfach ein Teilgebiet der Moraltheologie?) oder "Kernphysikers" folgt. Wirkliche Wissenschaftler haben meist und naturgemäß großes Verantwortungsgefühl für ihr Forschungsgebiet, und berechtigte Angst, ihre eigene Wissenschaft durch falsche, irrelevante, unwissenschaftliche und voreilige Aussagen zu beschädigen. Was den VdZ wundert, ist deshalb oft, daß sich die wenigen wirklichen Klimawissenschaftler nicht lautstärker wehren, daß mit ihrem Fach derartiges Schindluder - von fachfremden Leuten! - getrieben wird.




*180119*

Sonntag, 31. Dezember 2017

Auch die Rechte hat keine Männer

Hier haben wir den Beweis. Im Interview von Martin Sellner mit der berückenden Vorstehenden der baden-württembergischen Frauenorganisation als Teil der Identitären Bewegung. Denn Sellner (und diese gesamte Bewegung) vermögen nicht, sich über die Ebene einer gefühlten Widernatürlichkeit zu erheben. Sie sind einfach zu Heideggerianisch, denn auch Heidegger kommt über den Pragmatismus (der zeitgleich mit ihm in den USA sämtliche Führungshände besetzte) zu erheben. Heidegger ist Pragmatismus, das heißt: ein reines Umgehen mit faktischen Zeitgegebenheiten. Wonach sich diese aber in ihrer Letztausrichtung richten sollen, ist bei Heidegger einfach nicht klar.

Sie sind damit aber, und das ist das eigentliche Problem, Teil der entscheidenden Geisteserkrankung der Gegenwart, dieser fatalen (in der Renaissance grundgelegten) "subjektivistischen Wende".

Und auch nicht bei Sellner ist es klar, dabei - sehr wohl klar. Obwohl ihm eine Frau gegenübersitzt, die genau auf diesen genuin männlichen Impuls wartet, das sieht man offensichtlich. Sellner aber vermeidet das Entscheidende anzusprechen. Weil er es nicht sieht. Daß nämlich die Frage nach der Absurdität des Feminismus weit über unangenehme Gefühle der Frauen selbst hinausgeht! Darauf sind sie nicht zu begründen! Sie sind auch nicht darauf zu begründen, daß es eine empirische Tatsache ist, daß sich heute die meisten Frauen Mitte dreißig zu fragen beginnen, was da falsch lief, weil sie eigentlich ihre wahres Lebensziel und -glück - das ihnen erst in diesem Alter bewußt wird, weil es eben verfehlt wurde - nicht erreicht haben.

Herr Sellner, das genau ist Ihr fundamentales Problem. Sie hätten mehr auf Ihren Vater hören, ihn nicht auf das verniedlichende, in Wahrheit verächtliche "Er ist halt Thomist!" reduzieren sollen, dem eine absolut (sic!) liebenswerte Mutter gegenüberstand. Weil sie aus dieser erfahrenen Personal-Dynamik heraus als Heideggerianer zu wissen meinen, wie es richtig läuft.

Also verweigern Sie sogar in Punkten Widerspruch, die nicht einen Moment Zurückweichen für einen Rechten oder einen Konservativen bedeuten dürfen. Dürfen! Wie dem der Abtreibung. Was für ein jämmerliches Bild, Herr Sellner, in diesem Moment des Interviews!

In dem Sie bekunden, klar bekunden, daß es nämlich kein absolutes Wesen der Dinge und der Schöpfung gibt. (Ja diese Frage ist den meisten Rechten sogar relativ gleichgültig; dabei kann nur diese Klärung überhaupt erst begründen, WARUM man recht denkt und recht ist!) Daß dieses Wesen nicht in Gott - dem Sein - begründet, sondern in sich selbst (hegelianisch also) begründet und damit relativ ist. Daß die von Heidegger kritisierte Seinsverweigerung ein Versuch ist, die Gott-/Seinsabhängigkeit des Seienden zu verschleiern, weil zu verbergen.

Deshalb haben Sie Angst, man merkt es in diesem Interview in jedem Moment. Und schleichen wie ein fußwunder Nasenbär um die - wartende, ja bittende! - Beute herum, die Sie nie als Beute anzusprechen wagen. Weil es am entscheidenden Schritt, am Mut zum Mann, und das heißt: am Mut zum Absoluten, einfach fehlt. Und deshalb glaubt der VdZ nicht an die Identitäre Bewegung als maßgebliche Kraft. Wenn sie mehr in den Medien auftauchen wird, zukünftig, dann ist das nur Erweis, daß sie die Zeit eben NICHT an ihren Eiern zu fassen kriegt. Sondern ihr hinterher kriecht, dieses nur besser verschleiert als die Linke.

Hegels "Ich möchte in einer Situation trotz aller Widersprüche geliebt werden, also relativiere ich die Widersprüche, lasse sie in jedem Fall gut ausgehen!" reicht nicht für die Welt, das sei klar gesagt. Vielmehr beginnt das Mannsein dort, wo man sagt: Nun werde ich nicht mehr geliebt. Weil Mannsein heißt, ja erst dort beginnt, wo man das weiß: sich der absoluten Wahrheit verpflichtet zu wissen.









*151117*

Freitag, 29. Dezember 2017

Zum Jahresausklang eine Abrechnung

Und weil wir den jungen Mann mögen, keine Frage, sei auch als Teilrückblick auf 2017 sein Video übernommen, in dem Martin Sellner mit der linksradikalen Antifa abrechnet. Denn selbstverständlich hat er hier Recht: Die Antifa, ja die gesamte linke (und leider ist es praktisch die gesamte) junge Generation ist zutiefst lächerlich. Sie ist eine genuin antiquierte, tief bourgeoise Veranstaltung greinender Kleinkinder, die nach der Flasche schreien. Ihre Posen des Aufbegehrens sind bloßes Selbst-Entertainment. Auch der VdZ kennt keinen einzigen Linken (mehr), dessen Gedankenwelt auch nur irgendwie ernst zunehmen wäre.

Diese Linke ist einfach blöd, und jagt mangels Sinnerfassung (logos) einem erstarrten, toten Bild nach, das sie - selbst geistig tot - in alles gewaltsam hineinprojiziert, damit sie in ihren Windeln liegen bleiben kann ohne sich bewegen zu müssen. Denn dann würde es mal am Arsche kalt ziehen. (Der VdZ nennt das: "embryonal", sie wollen also in Wahrheit im Mutterbauch verharren, wo alles wohlig-warm ist, und einfach so zufließt.) Sie hängen am Tropf des Establishments, das sie alimentiert, weil sie ihnen nützlich sind. Mit Revolution, mit Rebellion hat das nicht das geringste zu tun. Der Witz ist nur, daß dies alles von der Politik des Establishments mit gewaltigen Summen finanziert wird, die natürlich aus Steuergeldern stammen. Die in der Regel nicht aus den Reihen dieser Antifa stammen, weshalb sie "Rechte" behaupten müssen, die sie mit Weltrettung (oder/und "nie mehr Böses!") begründen. Jawohl, sie sind ganz einfach tief dekadent.

Was sich nämlich an gesellschaftlichen Strömungen WIRKLICH abspielt, davon haben diese Menschen, davon hat die gesamte Antifa, davon hat auch das Establishment das ihre nützlichen Idioten finanziert, keinen blassen Schimmer. Und es stimmt ohne jeden Zweifel: Selbst (oder gerade ein) Lenin würde sich angewidert abwenden. Den vermutlich kaum jemand aus diesen Kreisen noch je gelesen hat.

Wir belassen es bei herzlichem Lachen. 

Nur ein Wort noch: Auch dem VdZ fällt auf, daß sich eine erstaunlich zahlreiche Riege als "Kabarettisten" bezeichnet und auf Youtube entsprechend präsentiert. Der VdZ hat (oft genug schmerzhaft) erlebt, wie schwer es ist, von diesem Gewerbe zu leben. Schon gar, wenn man tut, was ein Kabarettist tut: GEGEN das Establishment zu sein. Die Korrumpiertheit des Alltäglichen frech aufzudecken. Frech Unfreiheiten bloßzustellen. Damit kommt man in einem sich genuin als links selbst verstehenden Veranstaltergewerbe kaum noch durch, ja man wird - der VdZ hat es explizit gehört, sogar schriftlich vorliegen - völlig totgeschwiegen und kann kaum relevante Auftritte organisieren. 

Der VdZ warf deshalb auch 2008 das Handtuch. Nicht, weil er nichts zu sagen gehabt hätte, sondern weil er dieser Knochenmühle gegenüber kapitulierte. Die kleine Schar an Stammpublikum, die er immerhin hatte aufbauen können, war zu wenig, um davon leben und Produktionen finanzieren zu können. Sie begriffen auch nur selten, zu selten, worum es ging. Und Förderungen erhält das Kabarett ohnehin grundsätzlich nicht. Sagen die offiziellen Stellen in Österreich zumindest. Wovon aber lebt, schreibt, probiert, produziert man dann, wenn man keine Bühnen hat und nur Idioten solche betreiben, die selbst wiederum nur durch Förderungen leben können - oder durch mafiaähnliche (das sind unter anderem Aussagen von Betroffenen und Förderwesen-Insidern) Zustände? Man muß eben gerade als Kabarettist auch und vor allem Realist sein, wenn man noch genug Würde und Stolz hat, nicht von der Hand in den Mund leben zu wollen.

Und mittlerweile hat er auch keine Lust mehr zum Kabarett. Ihm ist das Lachen vergangen. Und er hat es satt, sich mit Niedrigkeiten dieses heutigen Ausmaßes zu befassen. Er will das Schöne. Er will Kunst. Somit ist der VdZ auch nicht daran interessiert, die ideologische Selbstbestätigung der Rechten zu bedienen. Wer Kunst will, muß immer dazu bereit sein, JEDE Hand zu beißen, die ihn füttert.

Denn man muß es endlich und einmal sagen: Das größte Problem der Rechten ist nicht, daß sie "radikal" oder "nationalsozialistisch" sind. Das ist blanker Unsinn einer völlig verblödeten Linken. Das Problem ist, daß sie das Faktische der Gegenwart als eigentlich relevanten Gegenspieler betrachten. Und NICHT das Ewige, das unveränderlich ist. Hier setzt also das Problem mit Heidegger (als Post-Hegelianer) an. Damit aber werden sie von der Wahrheit weg ins Unberechenbare, ja Irrationale verschoben weil mitgezogen. Bis sie selbst das wirklich Relevante nicht mehr erkennen, sondern Politik als rein faktische Dialektik mißverstehen. Deshalb kann auch die Rechte keine Kunst-Szene "erhalten", sondern bringt ebenfalls nur Stichwortbringer. Wenn man der heutigen Rechten, vor allem der Neuen Rechten, eine gewisse Offenheit zusprechen muß, die der Linken restlos abhandengekommen ist. Das macht Erstere tatsächlich und in allen Belangen der Linken überlegen, die einfach nur noch blöd ist. Es gibt also in der Rechten noch Hoffnung auf Vernunft, manchmal auch noch wirkliche Vernunft. In der Linken (die sich deshalb auf die endgültig verachtenswerte Antifa eingedickt hat, wo nicht, wie bei Sahra Wagenknecht, stößt sie diese Reste an Vernunft aus) nicht mehr.










*151117*

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Wer aber ist da faktenscheu?

Man mag sich dazu irgendwie verhalten, es bleibt jedem vorbehalten. Aber auch in diesem Video kann man Martin Sellners Zorn mehr als verstehen. Wo er auf eine ARTE- sowie auf eine WDR-Dokumentation reagiert, die wie üblich verleumderisch und einfach dumm sind. Es geht um den "Bevölkerungsaustausch".

Was ist daran "faktenscheu", wenn man angesichts einer Bevölkerungsentwicklung, in der bereits HEUTE der Anteil von Zuwanderern an der Gruppe der 0 bis 4-jährigen in sämtlichen deutschen Großstädten über 50 Prozent, ja (wie in Wien) deutlich über 50 Prozent beträgt, davon spricht, daß diese momentane Politik angesichts einer natürlichen Sterberate (die momentan durch den Babyboom der geburtenstarken Jahrgänge 1960 bis 1965 geschönt wird; heute werden nicht einmal mehr die Hälfte der Geburten verzeichnet, bereits EINSCHLIESZLICH der Migranten) auf einen in zwanzig, dreißig oder vierzig Jahren vollständig erfolgten Bevölkerungsaustausch hinausläuft?

Bei aller Sympathie aber muß doch ein gewisses Befremden angemeldet werden: Denn Sellner scheint sich über manche Konsequenzen selbst nicht bewußt zu sein. Denn natürlich ist ein richtiger Umgang mit der Zuwanderung ohne den Gedanken von Apartheit nicht denkbar. Ob also hier nicht auch Angst vor den Konsequenzen des eigenen Denkens mitschwingt? Das nämlich nicht "schlecht" ist. Das nur als schlecht zu positionieren der eigentliche Propagandaerfolg der Linken ist. Hier bräuchte die Rechte mehr Mut zur Wahrheit.

Sie versucht noch zu oft, sich als "doch nicht so schlecht", doch nicht so im Widerspruch zu heutigen "Werten" zu sehen. Manchmal liegt der Instinkt der Linken gar nicht falsch, manchmal spiegeln die an sich Verachtenswerten tatsächlich, was den Rechten nur noch nicht bewußt ist oder das sie im Vollbild scheuen. Es ist vielleicht etwas, das die Rechte manchmal nicht genug bedenkt. Daß sie selbst auch Teil jener Generation ist, die sie - mit Recht - kritisiert. Die Tücken des Heideggerismus, die Gründe diesem Post-Hegelianismus beizutreten sind vielen zu wenig bewußt. Der Widerspruch zur Gegenwart ist radikal! Er ist noch radikaler, als es die Rechten sehen wollen. Denn dann würde der Kampf erst wirklich schwer. Da wird nicht mehr - und zwar nicht einmal negativ - darüber berichtet. Wo es um die Substanz geht, setzen ganz andere Mechanismen ein. Kühle, klare, verschwiegene Mechanismen und Vorgangsweisen.

Der Identitären Bewegung (bzw. der gesamten Neu-Rechten) haftet diese Seltsamkeit an. Warum wird sie so vielfach kritisiert, ja warum beherrscht sie so die Berichterstattung?

Erst wenn DAS nämlich nicht mehr passiert wissen wir, daß etwas Substantielles passiert. Dann beginnt erst wirklich der Kampf. Ein Kampf, von dem, wie der VdZ meint, die Rechten und auch die Identitäre Bewegung noch gar keine Ahnung haben. Oder, wie es Malachi Martin sehr sehr realistisch darstellt: Die wirklich Bösen sind unglaublich kühl und zurückhaltend. Ja,  man nimmt sie nicht einmal wahr. Aber sie erst handeln wirklich existentiell.

Tut dem VdZ deshalb leid ... ja, auch Sie, Herr Klonovsky sind damit angesprochen ... wer so wahrgenommen wird, wer sich damit so befriedigt fühlt, müßte sich einmal fragen, ob er nicht genau das Establishment bedient, das er angeblich so radikal kritisiert. Der wirkliche Kampf des Bösen (und um nichts anderes geht es!) findet viel perfekter, subtiler, und vor allem: verschwiegener statt.

Wenn das nicht stattfindet, wenn - gerade heute! - soviel darüber berichtet wird und sei es negativ, ja gerade dann, dann müßte man sich doch, Herr Sellner, fragen, was man falsch macht?! Glauben Sie nicht, daß sich der Kampf eventuell GANZ WOANDERS abspielen könnte? Daß Sie selbst nur Figur in einem riesigen Gladiatorenschauspiel sind und nicht einmal davon wissen (wollen)?

Herr Sellner, der VdZ glaubt tatsächlich, daß Sie noch nie wirklich mit dem Bösen, mit dem wirklichen Bösen, zu tun hatten. Daß Sie gerade mit Ihrem "Kampf" dem wirklichen Kampf einfach ausweichen, ihn rationalisieren, ihn sublimieren. Denn dann würde es wirklich hart.

Wenn wir auch, zum Abschluß, einen Satz von Ihnen, als Kunstkritik aufgefaßt, gerne aufgreifen: Die Leute, die kein Talent haben, haben immer noch genug Talent, sich für politische Propaganda herzugeben. 

 Das Schauspiel heute ist tatsächlich meist nur noch peinlich.














*151117*

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Berechtiger Zorn und erstaunliche Früchte

Zwar sieht der VdZ eine grundlegende Problematik im Aktionismus der Identitären Bewegung, ja in der Ideologisierung und auch manchen Inhalten. Kurz: Identität kann nicht "bewußt", sie kann auch nicht gemacht" werden. Und sie kann sich auch nicht auf etwas beziehen, das in sich bereits fraglich ist, ob dem Bezugsbegriff überhaupt ein natürliches Volksganzes gegenübersteht. Wie es im Fall einer "deutschen Identität" eintritt. Diese Verlagerung der politischen Diskussion auf Zweitwirklichkeiten, also im Grunde auf die Ebene derer sich die Propaganda bedient, der auch die Art des politischen Denkens oft auf den Leim geht, ist an sich das viel größere Übel. Nicht graduell, sondern prinzipiell.*

Aber der VdZ hat für Bewegungen wie die der Identitären zumindest Sympathie. Es ist die Sympathie, die er als Vater jungen Menschen gegenüber hat, für deren Aktionen er Verständnis hat, weil sie immer etwas aufzeigen, wenn auch letztlich nicht genügen. Wie er immer sagte: Ins Bewußtsein steigt was fehlt, ja, aber es steigt als Bild, als Idee. Ideen können aber nicht verdinglicht werden.

In keinem Fall sieht er sie aber als "rechtsradikal" oder gar "nationalsozialistisch". Auch kennt er manche daraus, und er kennt sie als sympathische, hoch anständige Menschen. Oft hat er sich gewünscht, auch seine Söhne wären zu ihnen gestoßen. Immerhin war auch der VdZ in seinen jungen Jahren durchaus von politischer Begeisterung, deren Grundmotive er bis heute als richtig, deren Art der Äußerung aber als jugendlichen Überschwang sieht.

Er kann deshalb auch Martin Sellner verstehen, der sich - zurück von der Sea Star-Aktion im Mittelmeer und einer anschließenden Vortragsreise, die ihn durch halb Europa führte - höchst emotional zeigt, liest er die Lügengeschichten, die über die Mission mittlerweile verbreitet werden. Deshalb sei dieses Video hier gebracht. Es ist eine zornige Abrechnung mit einer menschenverachtenden Hetze, der nichts hinzuzufügen ist. Und die gezielt versucht hat, Existenzen zu vernichten, ja deren Aktionen nicht nur zynisch zu kommentieren, sondern so zu torpedieren, daß die Akteure an der Grenze zur physischen Vernichtung standen und weiterhin stehen.

Wie immer man also nun zu solchem jugendlichen Aktionismus steht - immerhin ist er tatsächlich ein Vorrecht (mit Betonung auf Recht, ja sogar Pflicht) der Jugend - hat die Sea Star-Mission, in der junge Menschen aus halb Europa aufzeigen wollten, was auf der Mittelmeerroute von Libyen nach Italien wirklich passiert, denn DAFÜR schienen sich die Medien kaum zu interessieren, bemerkenswerte Erfolge erbracht. Und die Gegenüberstellung der Aktion und den kurz darauf folgenden politischen Veränderungen in Europa verlangt zumindest Respekt. Die Politik ist zumindest teilweise aufgewacht und durch die (selbst durch die negative) Berichterstattung in ganz Europa maßgeblich zum längst fälligen Handeln getrieben worden. Während die libysche Küstenwache genauso wie die Exekutive Italiens froh war, nun endlich tun zu dürfen, was sie immer tun wollten (und dazu gehört nicht zuletzt die Wiederherstellung von Rechtszuständen, denn die Aktionen der NGOs waren immer rechtswidrig), aber an dem man sie per politischer Weisung gehindert hatte.

Mit substantiellen Erfolgen* auf anderer und nun wirklich vieler beschämender Seiten, denn es beweist so viel "humanes" Gerede als wirklichkeitsfremd und schon deshalb falsch oder gar heuchlerisch (zum Beispiel weil andere Absichten damit gedeckt, verborgen werden sollen, wozu sicher auch der Haß auf das Eigene gehört): Seit die Mittelmeerroute - die im großen Ganzen eine milliardenschwere Geschäftssache war und nicht, wie überall kolportiert, humane Gründe hatte - geschlossen ist, was nicht zuletzt auch der  dSea Star-Mission der Identitären Bewegung zu verdanken ist, ist die Zahl der auf See ertrunkenen Migranten, die zuvor der Anlaß für "NGOs" gewesen sein sollen, zehntausende Flüchtlinge auf See aufzunehmen und nach Europa zu schleusen, auf NULL zurückgegangen. 

Aber darüber berichten unsere Medien auch nicht.









*So seltsam das aber nun klingen mag: Erfolg rechtfertigt nicht. Kein Zweck heiligt die Mittel. Denn es geht nicht um "gemachten Erfolg". Der Sinn der Welt, der Schöpfung liegt woanders. Jede Transponierung von geistigen Dingen auf Ideologie macht diese zu einem Gestell, zu einem Mechanismus. Und selbst wenn alles in Ursache-Wirkungs-Verhältnissen steht, so ist doch nichts tatsächlich Mechanismus. Darüber täuschen sich auch fast sämtliche rechte Bewegungen und Strömungen, ja das eint sie - leider - mit den Zerstörungen, die der Nihilismus anrichtet. Mit einem kleinen, sehr kleinen Notgriff: Dem der kurzfristigen Notwehr. Ob das in diesem Fall vorliegt, darüber kann man also freilich nachdenken.






*151117*

Montag, 30. Oktober 2017

Wir erleben die Phase des Erwachsenwerdens

Martin Sellner stellt in einem Video ("Vlog" nennt er es; die Affinität zur Moderne kann er einfach nicht bestreiten, ein eigenes Thema: er ist erschreckend deutlich Hegelianer, und er hat Hegel mit Heidegger mitgeschluckt, wie so viele; aber wer ist heute nicht Hegelianer ...) die Karriere von Sebastian Kurz vor. Den designierten Kanzler von Österreich, gerade einmal 31 Jahre alt. 

Und er zeigt dokumentarisch, wie Kurz, der angebliche Hardliner, seine Ansichten innerhalb weniger Jahre völlig verändert hat. Kurz wandelte sich in der öffentlichen Wahrnehmung vom Multikulti-Repräsentanten zum Schützer von Identität und europäischer kultureller Integrität. Was stimmt also  nun? Immerhin siegte ja Kurz mit dieser neuen, harten Linie. Die ihm erst in den letzten 18 Monaten eingefallen ist, denn zuvor gab es von ihm sehr sehr andere Töne zu hören.

Der VdZ spricht als Vater, als Beobachter von nicht wenigen Kindern, Jugendlichen, und Heranwachsenden. Was Sellner hier zeigt ist interessant. Und Sellner redet über Kurz gar nicht ohne Sympathie, das macht das Video noch interessanter. Aus Erfahrung sagt nun der VdZ, daß es für Jugendliche - und Kurz ist das bis heute, wo er mit seinem Alter an der Schwelle zum Erwachsenen steht - einen ersten (nein, eigentlich ist es der zweite) kritischen Punkt gibt. Und er taucht bei Männern um 30-33 Jahre Alter auf. Hier erfolgen Festlegungen, die die nächsten 3 Jahrzehnte bestimmen. Dann, rund um die 60, folgt die Retrospektive, und entweder eine Korrektur, die aber den wenigsten noch gelingt, weil sie viel viel Kraft kostet, oder der Rest des Lebens verläuft in simplen Rechtfertigungskonstrukten.

Wenn Kurz also wirklich eine Festlegung - vielleicht bestärkt durch den Erfolg, den er damit hatte - erfahren hat und vollzieht, dann kann man von ihm manches erwarten. Wenn nicht, wenn es nur gut eingepackte Strategie der vorigen Haltung war, mit der er immerhin im Bauch der Mutter gut geborgen war, dann war es nur die nächste Täuschung. Und für die Wähler die nächste Fehlentscheidung. Denn wenn eines am Ausgang der Wahl vom 15. Oktober 2017 in Österreich stimmt, dann ist es ein Aufruf zur Vernunft. Und selbst, wenn die Sozialisten gerade noch mit einem blauen Auge davonkamen, ihre Stimmenanteile halten konnten, dann zeigt sich im Schmälerwerden des linken Spektrums in der Wählerschaft genau das: Die Menschen haben die Utopien und sozialistischen Totalitarismen satt.

Kurz soll diese Chance gegeben werden. Daß das in einer politischen Entscheidung eigentlich keinen Platz hat - der VdZ Kurz für unwählbar hielt, weil ihm diese entscheidende Schwelle noch fehlt - war der Grund, warum der VdZ es für unverantwortlich hielt, ihn ins Kanzleramt zu schicken (würde er selbst zu Wahlen gehen). Es war ein Lotteriespiel, und daß die ÖVP sich für diesen Weg entschied spricht ihr ein vernichtendes Urteil. Wir können also nun nur noch hoffen, daß er diese Schwelle im rechten Sinn überwindet. Diese Chance wollen wir ihm geben. Auch wenn Kanzlerwahlen keine pädagogischen Entscheidungen sein dürfen.









*161017*

Donnerstag, 13. Juli 2017

Sogar Lenin würde Euch verachten

Tja, und das stimm schon so einiges an dem, was Martin Sellner, Frontman der Identitären, da sagt.  Hambrug ist auch und tatsächlikch eine Konkurserklärung der Linken, die die tragende Kraft der Gesellschaft ausmacht. Und der nun die Argumente ausgehen. Es ist symptomatisch für alles, was sich heut abspielt. Auch die Kirche ist damit ihrer systemkriechenden Kleider beraubt und für djen Katholiken unerträglich demaskiert. 

Sellner hat gut lachen. Er kann sich nut vollem Recht auf das ontologische und anthropologische Gerüst jedes Staates, das aus seiner Natur heraus "rechts" ist, berufen. Die intellektuele Verlorenheit der Linken zum eigentliche Grund ihres Protests zeigt ihre Ende an. Das Ende des Staates ist deshalb mit angezeigt, weil sich seit langem der Staat als Protegeé der Linken betätigt, und in der sogenannten "Antifa" als Freund der Selbstzerstörung. Weil darin ein Element des Systemerhalts.

Was sich also in Hamburg gezeigt hat war der Widerspruch in der politischen Elite, die - komplett links - zum einen genau das direkt förderte, was sie nun angesichts der nicht mehr länger wegzuleugnenden Offenbarung doch wieder bekämpfen muß. Austragen mußten diese Ziellosigkeit - die Polizisten. Direkt. Wie immer. Das Volk muß den widersprüchlichen Irrsinn der Poliitik bzw. der Klasse des Establishments austragen.

Heutige Linke, sagt er, Ihr seid ein Witz, und sogar ein Lenin würde Euch verachten.










*100717*



Freitag, 10. Februar 2017

Unsere tägliche Verleumdung

Die politische Aktionsgruppe der "Identitären" als "rechtsradikal" zu bezeichnen ist zwar in der Massenpresse üblich, aber deshalb um nichts weniger lächerlich und verleumderisch. Diese verleumdrische Absicht hat sich einmal mehr am Fall des Martin Sellner, Chef der Identitären Österreich, in Wien erwiesen. Am Abend des 3. Februar wurde er von insgesamt acht vermummten "politischen Gegnern" grundlos angegriffen. Sellner wehrt  sich, indem er mit einer Pfefferspray-Pistole zwei Schüsse auf die Angreifer abgab, die sich daraufhin zurückzogen. Was in den österreichischen Medien am nächsten Morgen mit Schlagzeilen und Artikeln kommentiert wurde, denen gemäß ein "Rechtsradikaler" in der U-Bahn wild um sich geschossen habe.

Auch wenn der VdZ bislang noch nie über die "Identitären" berichtet hat, deren Suche nach einem Ort er unter "Vorrecht der Jugend" einordnet, wobei ihr Grundmotiv alles andere als falsch ist, so bringt er hier das von Martin Sellner ins Netz gestellte Video, in dem dieser den Sachverhalt darstellt. Interessant, trotz der bekannten, furchtbar überhasteten Sprechweise des jungen Mannes. Von dem immerhin auch zu bemerken ist, daß er in seinen publizistischen Äußerungen auffällig einen "katholischen Weg" sucht. Freilich noch ohne ihn gefunden zu haben. Der hohe Mitteilungsdruck, den seine Sprechweise verrät, fällt also recht sicher unter die Kategorie gewisser Unausgegorenheiten.  Aber die finden sich in der gesamen "kritischen Szene" der Gegenwart, die ein wildes Sammelsurium oft unvereinbarster Grundrichtungen ist, und der gerade katholisch fundierte Leitfiguren, Väter, die alleine weil alleine ideologiefrei zu ordnen in der Lage wären, leider vollständig fehlen.

Mit Erschrecken, wenn auch nicht mit Übrraschung, hat der VdZ gerade in letzter Zeit festgestellt, welch katastrophale Folgen die Absage an die Vernunft durch die Kirche hatte und noch haben wird. Sie hat sich regelrecht selbst mattgesetzt, und das Volk vermutlich unwiederbringlich verloren. Auffallend oft hat er zuletzt gehört, daß Katholiken ein Abrücken von der Kirche als notwendig erachten, ja als drängendes Bedürfnis erleben. Denn wer Vernunft und Ordnung sucht, sucht sie nicht mehr in der Kirche, und wer wenigstens das Gefühl, den Sensus dafür noch hat, findet sie dort nicht mehr.

Weiterer Kommentar zur aktuellen, im Video dargestllten Sache erübrigt sich. Auf jeden Fall ist auffällig, daß die Kronen Zeitung (die hier als Haupttäter der Verleumdungskampagne, der natürlich alle übrigen Zeitungen wenn auch etwas vorsichtiger folgten, bezeichnet werden muß) seit Monaten, und zwar auffälligerweise seit der Rückkehr ihrer Herausgeber von einem einjährigen Aufenthalt in New York, deutlich geändert hat. Dort muß also "etwas passiert" sein, worüber zu spekulieren dem Leser anheim gestellt sein mag. Denn war diese nach wie vor europaweit national reichweitenstärkste Zeitung, die seit dem Tod des altern Herausgebers seine Linie änderte und seitdem konstant unter Auflageneinbußen zu leiden hatte, während dieses Jahres unter anderer Redaktionsleitung wieder deutlich realitätsoffener geworden als zuvor (fast wie in früheren Jahren, denn die Kronen Zeitung war unter dem alten Herren Dichand keineswegs das übliche Boulevardblatt gewesen, als das es gerne eingeordnet wurde; Dichand hatte mehr Geist als sich viele träumen lassen), scheint sie nun in einem Schulterschluß mit bestimmten politisch-manipulativen Kräften zu einer verschärften, dabei subtileren, aggressiveren Linie des Meinungsengineerings zurückgekehrt zu sein,. zu dem sich das "moralisch überlegene Establishment" schon so lange bemüßigt wie berechtigt fühlt. Mit diesmal wirklicher Radikalität. Haben die "jungen Dichands", die aus ihrer politischen Nähe ohnehin nie ein Hehl machten, vielleicht in New York, bei Cocktailparties und Grillwochenenden bei großzügigen Gastgebern auf Long Island erfahren, was sie "sein" könnten, wenn sie sich in die Ostküstenetablishments einordnen?









*060217*