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Sonntag, 23. Juni 2019

Die nächste Prämisse angeblicher Prämissenlosigkeit (2)

Teil 2) Der Darwinismus wurde nur aus verordneter Doofheit re-etabliert



Aus diesen und ähnlichen Fragen galt der Darwinismus in den 1920er und 1930er Jahren als überholt. Und zwar wegen zahlloser Experimente, die zeigten, daß der Darwinismus rein gar nichts erklärt, sondern nur ein Regress auf eine immer zuvorliegende, seltsamerweise nie zu findende Ursache aufbaut. Man denke an die Forschungen von Spemann, an den die heutige angeblich so supermoderne Entwicklung der Gentechnik anknüpft, weil sie bis heute nicht über diese Uralt-Erkenntnisse hinausgekommen ist, und warum? Weil der Ansatz "Evolution" zu rein gar nichts führt, sondern nur Milliarden sinnlos verpulverter Forschungsgelder bewirkt hat. Sodaß man erkannte, daß es (ähnlich wie es in der Atomphysik bereits klar war) quasi jede biologische Manifestation präformierende, nicht materiale Gestalt-Felder geben muß, anders ist das nicht zu erklären.

Die Wende in der Naturwissenschaft kam nach dem Krieg. Als sich aus Amerika kommende materialistische Theorien durchsetzten (bzw. durch die Politik durchgesetzt wurden, wo sich in den hiesigen Universitäten kein Blatt mehr rührte, ohne daß es von der US-Ostküste genehmigt worden wäre), denen in Deutschland, dessen weit überlegene Wissenschaft in die Tonne getreten wurde, leider kein Widerstand mehr entgegengesetzt wurde. Nicht aus ideologischen Gründen?

Weshalb sonst? Nicht wegen der aus den USA zurückströmenden rückständigen (aber so praktischen) Materialisten, die dort die Lehrstühle besetzt hatten, so daß fortan Ideologie als "Naturwissenschaft" galt? Ist Kutschera vielleicht gar ein ganz einfacher, die Befehle der Oppressoren immanentisierter "Stockholm-Syndrom"-Nachläufer dieser verordneten Gehirnwäsche, weil gute Wissenschaft ja wie wir alle wissen zum Faschismus führt? Sie glauben das nicht, werter Leser. Aber Sie sollten sich da einfach mal genauer umsehen. Der Grund, warum die US-Universitäten und Forschungsanstalten heute als "weltweit führend" gelten liegt nicht daran, daß sie tatsächlich führen. Selbst China ist um Längen voraus, denn die sind schon aus politischem Interesse nicht gewillt, sich so zur Wirklichkeitsfremde zu verblöden.

Es liegt daran, daß sie jenen kurzsichtigen Interessen (und damit Ideologien) am besten dienen, die sie benützen und nur eines besser können: Rücksichtslos zur (materialistischen) Technik umbiegen. Die amerikanische Wissenschaft vor dem großen Wissensraub 1945 in Deutschland war auf Letztklassenniveau. Drum mußten sie ja so an ihrem Image feilen. Der ganze Kalte Krieg war ein einziger Propagandakrieg, um sich selbst als überlegen darzustellen. Nichts ist weniger wahr. Schaue man sich doch den Zustand der Universitäten in den USA heute an. Reine Ideologieinstitute, mit Gehirnwäsche als Programm. Glaubt der Leser wirklich, daß das aus heiterem Himmel entstanden ist? Die USA sind ein reiner Bluff.

Und das erklärt sich einerseits aus ihrer Entstehung, die sich nur mit Faktischem befaßte, keine geistige Rechtfertigung hat als Materialismus und damit Behaviorismus. Also - kurzfristige Nutzanwendung, Technik, Manipulation. Weil ja alles angeblich sofort und total zu ändern ist. Wie es eben der Darwinismus glaubt. Und er ist eine Glaubensveranstaltung. Die davon lebt, daß sie die Preise und Auszeichnungen für Hochleistung erfunden und damit selbst definierbar gemacht hat und damit die Maßstäbe setzt, die weltweit bestimmen sollen, was gut und was schlecht ist. Wie Hollywood und seinen Oscar. Wie der IQ-Test und seine angebliche Aussage über Geisteskraft. Wie Evolution als Paradigma der Naturwissenschaft. Wie Gutmenschentum als Maßstab von Geist.

Es ist überall dasselbe. Es sind kontradiktische Amerikaner, die noch einen Restfunken von Vernunft bewahrt haben, die genau das anprangern. Wahrheit, echte Philosophie ist immer eine dialektische Begleiterscheinung von geistigem Niedergang. (Darum kam Jesus "In der Fülle der Zeit".) Und Amerika ist geistig bankrott! Wir Europäer wissen das nur deshalb nicht, weil unsere Medien von dort aus gesteuert werden. Wie sagte der Schwager des VdZ, der (samt dessen Familie) für die US-Soldateska in Berlin tätig war, und auf dessen Urteil der VdZ mehr gibt als auf das so vieler Hochgelehrter? Die Amis sind sowas von doof ... Und sie haben mit ihrer Doofheit (lange Zeit erfolgreich, gewiß) versucht, die ganze Welt doof zu machen, damit sie noch eine Chance haben, zu überleben.

Das, was als "Brain Drain" bezeichnet wird, die Abwanderung von Akademikern vor allem in die USA, sieht der VdZ ziemlich entspannt. Abwanderung des Geistes exisiter, ja, aber dort ist sie nicht, wo Akademiker in die Universitäten von New York oder San Franzisco auswandern.  Im Gegenteil, das ist zu begrüßen. Da wandern zum Großteil impotente Schlacken ab, die meinen, im Scheinsystem der USA etwas werden zu können, denen also die abendländische Verwurzelung ein mahnender Dorn im Fers ist. Nur dort können diese Nieten etwas werden, obwohl sie im absoluten Wahrheits-Maßstab totale Versager sind. Schade ist es nur um so viele Handwerker, Maschinisten, die in den USA - weil es Leute mit Kompetenz eben gar nicht gibt! - mit Gold aufgewogen werden.

Der VdZ hatte dereinst zwei Tischler, die abenteuerlustig genug zwei Jahre in New York gelebt und gearbeitet haben. Ganz normale Tischler, nach hiesigem Ausbildungszertifikat. Die haben dort Summen verdient, die sich ein europäischer Handwerker nicht einmal vorstellen kann. Es gibt dort nicht einmal Leute, die eine simple Leiste anleimen können! Geschweige denn jene Antiquitäten restaurieren, mit denen dann Spezialhändler bei den Reichen Millionen kassieren. Geld hat sich in Amerika völlig losgelöst von Arbeit, also dem Wertschaffenden.

Es ist eine Sünde, aber der VdZ gesteht sie: Es ist den Amerikanern die europäischen "Intelligenzflüchtlinge" ziemlich vergönnt. Sie werden dort kraft ihres lächerlichen Devotismus die letzten Poren des Lebens zum Ersticken bringen. Schade ist nur, daß wir in alle diese Nieten so viel Geld investieren, sie das letzte noch vorhandene Wissen des Abendlands verraten lassen. Alles Geld ist hinausgeschmissen. Der VdZ sieht es nicht zuletzt an jeder Jahressteuererklärung, wie unfähig die Politik ist, das eigentliche Geschehen zu erkennen. Macron, Kurz, Strache, Merkel ... substanzlose Marionetten, die keine Ahnung haben, worum es geht. Und die (nur in einer Monarchie einem Volk sicherbaren) Strukturen, die das unabhängig von den Nieten, die am Ruder sind - und das waren und sind fast immer Nieten - sichern würden, haben wir ja erfolgreich beseitigt. Kultur zeigt sich auf diese Weise zuerst an der Macht der Institutionen, nicht an den faktischen Personen.

Nicht einen Cent würde der VdZ auf eine große Zukunft der USA setzen, nicht einen. Aber alles was er hat, daß diese von Anfang an verunglückte Kunstschöpfung des überheblichen Menschen vor ihrem absehbaren Ende steht. Ohne Medien, ohne Dauerillusionierung - keine USA. Ohne Geistesverblendung - keine USA. Ach ja, muß es noch erwähnt werden, daß Kutschera, der große Evolutionsbiologe, seinen akademischen Ruhm, seine Autorität in Deutschland ... seinem Engagement in den USA (Palo Alto) verdankt? Herrschaften, die einzige Frage, die sich der VdZ da immer stellt ist: Für wie blöd müssen uns die halten? Und wissen Sie was? Wer andere für blöder als sich selber hält, so daß er sie manipulieren zu können meint, ist meistens selber so richtig blöd. Nicht nur böse.

Reden wir uns aber nicht in Rage, gehen wir zurück zur irreduziblen Komplexität: Denn im Grunde trifft das sogar auf jede Zelle zu. Was sagt außerdem alleine aus, wenn eine angebliche "Tatsache" ständig durch Lügen und Propaganda gestützt werden muß? Daß sie vielleicht doch Ideologie ist? Daß sie vielleicht doch nicht so evident ist, wie seit 60 Jahren behauptet wird? Oder haben wir es nicht vielleicht sogar mit demselben Pfusch zu tun wie bei Klimaalarmisten, die da behaupten, daß es eben keine Evidenz gäbe, sondern "die Wissenschaft" etwas weiß, was sonst niemand weiß? Das ist doch primitive Priesterkastenesoterik.

Wie kommt so ein Mann in sogenannte katholische Kreise, um dort Argumentationen zu "stützen", die letztlich ja auf die Wahrheit des Glaubens hinauslaufen sollen? Weil die in ihrer Verzweiflung und Denkschwäche über jeden Strohhalm froh sind, der wenigstens ein paar ihrer Positionen stützt. Wie die des Anti-Genderismus, denn Kutschera vertritt die These, daß aus der Naturwissenschaft die ZWEIgeschlechtlichkeit sämtlicher Lebewesen "bewiesen" weil evident sei. Und weil er sich gegen die Klimahysterie wendet und meint, daß die Klimageschichte zwar eine schlimme Sache ist (aha, auch da ist Kutschera also Fachmann), der man aber ohne Hysterie mit CO2-Einsparung und Stoppen der Wälderabholzung (wir vereinfachen) begegnen kann.

Wie gesagt, kaum jemand ist so leicht zu triggern wie Vertreter des Katholizismus. Denn die sind geistig so ausgetrocknet, daß sie gar nicht mehr wissen, wie weit sich Glaube denken, wie weit sich selbst moralische Aussage aus der Natur der Dinge heraus begründen läßt. Eine wirklich originäre, stringente Argumentation fehlt leider den allermeisten Katholiken. Dazu hat man sie seit langem auf zu viele Verhaltensweisen und Handlungen und correctness verpflichtet, die angeblich (aber nicht wirklich) katholisch sind und sie in Widersprüche verstricken, aus denen sie nicht mehr herausfinden.







*Mit Jahreszahlen ist Kutschera da erstaunlich präzise, war er dabei? Oder hat er das vielleicht nur mathematisch rückgerechnet, weil eben das so gewesen sein muß, weshalb sich aus DNA-Sequenzierungen unter der Prämisse, daß sie sich in neue Arten entwickeln, bestimmte Zeiträume anzunehmen notwendig ergibt, sonst funktioniert das alles schon überhaupt nicht mehr; oder hat Kutschera plötzlich doch die voraussetzungsfreie Mathematik gefunden, die sich gegen den längst geführten mathematischen Beweis nun doch aus sich begründen kann?

**Da hat Kutschera recht - es ist ein Gedankengut der Aufklärung, das auf Descartes zurückgehend in einer langen Reihe von Irrtümern Wahrheit auf menschliche Ratio, ja auf Bewußtheit sogar beschränkt hat. Insofern ist "Schöpfung" tatsächlich ein Angriff auf die Aufklärung. Was das mit "Hexenverfolgung" zu tun haben soll, muß der sich sicher als ideologiefrei bezeichnende Kutschera erst einmal erklären. Das ist nämlich ein höchst entlarvender Griff in die unterste ideologische Propagandaschublade, wie es eben die Aufklärung gemacht hat, um sich als neues Postulat zu etablieren. Es wäre ihm dafür zu wünschen, er hätte wenigstens ein Zehntel der Geistesgröße der Väter der abendländischen, evidenzbasierten Naturwissenschaft, wie Albertus Magnus oder Thomas von Aquin, seinem Schüler.

***Auch das ist, so nebenbei, falsch, wenn Kutschera sagt, daß jeder "ismus" eine Ideologie wäre. Und was er als Dogma verächtlich ablehnt, setzt er selbst, in seinem SCIENTISMUS, den er pflegt. Und der ist tatsächlich eine Ideologie. Daß jeder "ismus" eine Ideologie werden kann ist ein anderes Thema. Aber dann ist, zum Beispiel, der Katholizismus eben auch kein Katholizismus mehr.





*050419*

Samstag, 22. Juni 2019

Die nächste Prämisse angeblicher Prämissenlosigkeit (1)

Im Grunde kann man das unten angefügte Video nach spätestens fünf Minuten abschalten. Denn dann hat es sich bereits mit der angeblichen Erklärungskraft, die die Evolutionsbiologie (natürlich, mit Lücken) hat, wie sie Prof. Dr. Ulrich Kutschera, seines Zeichens Evolutionsbiologe, der wirklich weiß worum es geht (zumindest wird er nicht müde das zu sagen, eh schon wissen: Wissenschaft! und man weiß, was Sache ist, deshalb darf man nur Wissenschaftlern glauben, nein, nur bestimmten Wissenschaftlern) präsentiert. 

Und der nicht müde wird zu betonen, daß Evolution eine Tatsache ist (freilich, mit Lücken, eh klar), keine These. Die man sich halt mit (wörtlich) unendlicher Abfolge vorstellen muß, denn immerhin stammt ja jede DNA von einer vorangehenden ab, und so weiter, also muß man sich den Anfangspunkt auch so denken. Oder doch nicht? Naja, macht der Anfangspunkt des Lebens vor "exakt berechneten 3,5 Milliarden Jahren" halt eine Ausnahme, aber bitte - nur die, nur diese eine. Damit kann man dann schon leben, wenn es zwar keine Fundamente gibt, aber das Haus, das sich aus sich selber trägt, umso höher aufragt.

Wie gesagt, die Weiche ist gleich am Anfang so gestellt, daß der Zug der dann folgt schon aus den Schienen springt. Wenn nämlich Kutschera die "Einführung eines Schöpfergottes" mit dem Argument zurückweist, daß die Naturwissenschaft ohne solche Erklärungen auskommen muß, so sei sie begründet (aha, auch das eine Neuigkeit), denn sie habe die Aufgabe (und nur das ist dann wissenschaftlich), alles in der Natur aus der Natur heraus zu erklären.

Folgerichtig ist die Argumentationsreihe Kutscheras eine einzige Aneinanderreihung von weltanschaulich unterfütterten Behauptungen. Weil es so sein muß, muß es wohl so sein, darauf könnte man die Details dann verkürzen. Da sind dem VdZ sogar plumpe Kreationisten oder heidnische Mythenerzähler noch lieber. Denn die ziehen wenigstens nicht simple Zirkelschlüsse, um sie dann zu verheimlichen, und meinen auch nicht, durch ein irgendwie verkürztes "Wie" auch das "Warum" zu erklären.

Also, zum langsamen Aufschlabbern: Wir lehnen die Prämisse eines Gottes ab, weil wir die Prämisse haben, daß sich alles aus sich selber heraus erklären können muß. Weltanschauungen lehnt diese Wissenschaft ab, denn dann ist sie keine Wissenschaft mehr. Aha. Daß diese Prämisse aber bereits eine Weltanschauung ist, das hat Kutschera wohl noch nie gehört. Denn jede Wissenschaft hat sich nicht aus sich selbst zu erklären, sondern sie hat die Wirklichkeit zu erforschen. Wenn es denn - nehmen wir nur einmal an - einen Gott gibt, dann ist er aber Teil der Wirklichkeit. Dann reduziere ich die Wissenschaft also um das, was sie sogar (wenn es Gott gibt) konstatiert. Weil noch dazu die Wirklichkeit ein unsichtbar Ding ist, sonst könnte auch kein Kutschera "am Feld forschen und neue Würmer entdecken".

Auch Evolution ist ein Postulat, sonst nix. Warum soll auch aus der Ähnlichkeit der DNA verschiedener Lebewesen hervorgehen, daß eines vom anderen abstammt? Das ist ein Postulat, sonst nix. Sogar jede Organtransplantation beweist das Gegenteil (auch wenn es propagandistisch anders dargestellt wird), weil offenbar Lebewesen der gleichen Art untereinander nicht kompatibel sind. Schon gar nicht, sobald eine Zelle ein sogar noch sehr bescheidenes Formniveau erreicht hat. Wie stellt man sich dann den Übergang von einer Art zur inkompatiblen anderen vor, wo technisch gesehen Gleiches plötzlich doch nicht das Selbe ist? Übrigens, nur so nebenbei: Der Evolutionismus galt in den 1920ern für tot und widerlegt. Das von Kutschera erwähnte "dynamische Modell", das dann "in den 1940er Jahren" einzog, war kein dynamisches Modell, sondern die Akzeptanz von "black boxes" als Erklärung, also ein wissenschaftshistorischer Irrsinn, der mit "Lücken" ein wenig sehr schönfärberisch beschrieben ist.

Ab da wurde die Naturwissenschaft zur Mythologie. Das sagen sehr anerkannte Naturwissenschaftler. Schöpfung ist also keineswegs ein "Generalangriff auf die Naturwissenschaft", wie Kutschera recht emotional behauptet, sondern nur auf den Evolutionismus als Prämisse. Oder sind die, die das anders sehen, und die gibt es nicht zu knapp (es gibt Umfragen, die belegen, daß über 50 Prozent der amerikanischen Naturwissenschaftler NICHT an die Evolution, sondern an eine Schöpfung glauben) keine Naturwissenschaftler mehr? Oder machen die sich nur nicht vor, daß es prämissefreie Naturwissenschaften gäbe?

Wissenschaft bedeutet, daß ich eine Wirklichkeit (bzw. ein Phänomen) nur mit der ihr (also seiner Wirklichkeit) gemäßen Methode erforschen kann. DAS definiert sie, nicht eine sehr klar postulierte "Voraussetzungslosigkeit", wie sie der rationalistische Positivismus** behauptet, die damit bloße intentionale Behauptung ist, also Ideologie***, oder Glaubenssystem - gibt es vor jeder Naturwissenschaft noch eine andere Wissenschaft: Die Philosophie, die sich mit der Wirklichkeit einmal auseinandersetzt, sonst ist jede Naturwissenschaft leeres Gepulvere. Erstens. Und daraus folgend die Notwendigkeit einer Theologie, sonst kann man auch nicht über Gott reden. Auch nicht darüber, ob es ihn gibt oder nicht. Aber das führt nun zu weit, mehr Explikation lohnt das alles nicht. 

Wobei der VdZ noch anführen möchte, daß er von den "Intelligent Design"-Theorien wenig hält. Sie sind nur ein Versuch, Metaphysik zu ersetzen, die nämlich der protestantische Kreis (aus dem das stammt) nicht hat.

Der einzige Gedanke, den der VdZ als Gewinn aus dem Gespräch im Video zieht, ist das richtige Verweisen von Kutschera auf die Schwäche des Arguments der "Kambrischen Explosion" als "Beweis" für eine Schöpfung. Da hat er recht. Es stimmt, daß es eben für dieses explosionsartige Auftreten von Krustentieren (etc.) im Kambrium nicht mehr braucht als zu denken, daß es eben diese eine Katastrophe oder was immer gegeben hat, die zur Versteinerung der Lebewesen geführt hat. Das kann auch kaum anders gewesen sein, denn das sehen wir mit unseren Augen, das ist zweifellos eine Eigenschaft der Natur: 99,99 Prozent (Kutschera) aller Lebewesen" werden nach ihrem Hinscheiden von anderen Lebewesen gefressen, sind also schlicht und ergreifend "nicht mehr da". 

Deshalb kann man aus dem Fehlen von Fossilien in Sedimentschichten von vor dieser Zeit nicht schließen, daß es die Zwischenglieder in der Evolution, die zur Entwicklung dieser Lebensfülle geführt hat, nicht gegeben hat. Oder daß diese Lebewesen "plötzlich" (also durch das Wirken eines Schöpfers) aufgetreten seien. Die "Kambrische Explosion" beweist also gar nix außer, daß es zu einer bestimmten Zeit Bedingungen gab, die die damals vorhandenen Lebewesen der Erde zu Stein werden haben lassen.

Was Kutschera natürlich nicht anspricht ist, daß es sich bei den "Zwischengliedern" nicht um höher oder dort  nicht vorhandene Relikte von (sagen wir, weil gerade die Kronen-Zeitung wie üblich die nächste Fake-Nachricht über ein angeblich eine solche Lücke schließende, vor Peru aufgefundenes Fossil verbreitet; nichts wird dadurch geschlossen, das ist glatte Propaganda) halb Wal - halb Landtier handelt. Sondern um UNZÄHLIGE Zwischenformen, die jede für sich perfekt, fertig und lebensfähig sein muß. Schaue sich der Leser einfach einmal an, was da für Geschichten erfunden werden, die "erklären" sollen! Dagegen sind Grimms Märchen knallharte Sachberichte. Aber nein, heute heißt solche aus den Fingern gesogene abstruse Fabuliererei "Wissenschaft", ja "Tatsache". Und aus Lügenbaronen werden flugs Evolutionsbiologen, weil sie irgendein daher geschissenes Universitätsdiplom haben, für dessen Erringung man nur eines muß: Dumm genug sein, um das eigene Denken abzuschalten, und ein Ersatzdenken dankbar anzunehmen, mit dem man es auch zu etwas bringt, weil es sonst zu nix reicht.

Was dabei mit irreduziblen Komplexitäten passiert, weiß damit ohnehin sowieso niemand zu beantworten, außer mit "na irgendwie, aber das werden wir auch noch einmal wissen", der Standardantwort der Evolutionsbiologen. Wenn etwa (wie beim Auge, und noch dazu in dutzenden unterschiedlichen Varianten) evolutionsbiologisch früher notwendige Anpassungen ohne noch Sinn und Funktion zu haben, rein technisch erst später entstanden sein können. Und selbst (aus unerfindlichen Gründen) wenn doch: Anpassungen an was? An die Idee, zu sehen, weil das dann besser überleben läßt? Woher kommt diese Idee, die am Weg dorthin gar nicht erkennbar gewesen sein kann? Vielleicht doch eher aus morphogenetischen Feldern, weil unsichtbaren, teleologisch wirkenden Wirklichkeiten, wo eine Idee sich ins Reale treibt? Denn wenn wir also von Materie sprechen, sie "sich" evolviert - wovon ist da die Rede? Welche Materie meint Kutschera? Die, die die Quantenphysik meint? Die in ihrem Grund gar keine Materie mehr, sondern Quantenfeld ist? Wovon gebildet?

Keine, nicht eine Bewegung - und damit das Movens der Evolution - auch nur irgendeiner Zelle (und auch nicht Ihres Armes, der den Scroll-Hebel Ihrer Maus jetzt gerade bewegt) erhebt sich "von unten heraus", bis sie vielleicht zufällig durch ein Lustgefühl oder weiß der Deibel was begrenzt wird. Alle haben eine immateriale Finalgestalt zum Ziel, als deren Endpunkt, und beginnen dort. Eine Wirklichkeit, die über aller biologischen, schon gar über aller materialistisch betrachtbaren Ursache-Wirkungs-Faktizität steht, und diese erst zu einem material feststellbaren Faktum macht.

Sowohl Darwinismus wie auch seine bürgerliche Form, der Liberalismus, bauen auf einem gewaltig aufgeblasenen, banalistischen Mythos auf - einer "Selbstregulierung" durch irgendwelchen Mechanismus, der von irgendwo daherschwebt. Darwinismus ist dabei ein Mythos, den vom wirklichen Mythos unterscheidet, daß er willkürlich aus Subjektivismus heraus menschenerfunden ist, um Transzendenz auszuschalten. Evident, gar wissenschaftlich ist da gar nix. Man muß viel Irrationales glauben, um an den Darwinismus zu glauben. Nur wissen darf man da nichts.


Morgen Teil 2) Der Darwinismus wurde nur aus verordneter Doofheit re-etabliert





*050419*