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Samstag, 31. Juli 2010

Seltsames Determinationsfeld

Alle lebendigen Organismen zugeschriebenen, sogar aber auch in der anorganischen Welt bereits keimhaft anzutreffenden Eigenschaften, wie Ganzheitsstreben, -erhaltung wie Werdung, Vervollkommnung, Entwicklung etc. etc., sind, so Richard Woltereck in seiner "Philosophie der Lebendigen Welt", eindeutig als Prozesse anzusehen, die von einem INNEN ausgehen, das zwar untrennbar von der Materie ist, das aber auf jeden Fall unräumlich ist.

Wie immer man - z. B. als eine Art Logos-Feld, wie der legendäre (sowjetische) Biologe Gurwitsch herausfand - dann diese Unräumlichkeit auch erklären mag. Sie aber ist es, die alles Lebendige ordnet, gliedert, und immer zu einem "Etwas" determiniert, das nur ganzheitlich aufgefaßt werden kann.


*310710*

Samstag, 26. Juni 2010

Prinzipielles Erbe

Jede Anlage, die sich in einem Lebewesen wirklicht, schreibt Richard Woltereck einmal, ist nicht darauf abgezielt, genau jenes Rot oder jene Länge oder jene Breite hervorzurufen.

Abgesehen davon, daß jede Entfaltung ohne Umgebung und dem Wechselspiel der Reize undenkbar ist, und Formenvielfalt in einem breiten "Wenn-dann" hervorbringt, werden immer Prinzipien vererbt - keine Details: es geht darum, daß Reaktionsweisen und Reaktionsnormen bestimmten Konstantenkomplexen zugeordnet sind, und daß diese Konstanten in wirksamer Geltung bleibe, solange und so oft diese Artsubstanzen durch Zellteilung und Keimbildung weitergegeben werden.

In seine Richtung argumentiert auch Gurwitsch: für ihn ist Vererbung ein prinzipieller Verwirklichungsvorgang, der sich Spannungsfelder schafft, die das Zellwachstum der aufgabenbedingten Organismusform eingliedert.



*260610*