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Sonntag, 6. November 2022

Seinsintegraton durch Adaption an den eigenen Sinn

Aufnahme Blut
Die unter dem Link auf Twitter erreibhare Aufnahme fasziniert. Sie zeigt weiße Blutkörperchen auf der Jagd nach (fremden) Bakterien, die sie dann in sich aufnehmen (fressen)


Die Welt ist ein Zueiinander von "Speise", die eins dem anderen gibt. Und insofern ein Erkennen, das aufs Universale zustrebt, das erst im Meschen seine volle Umfänglichkeit und Potenz entfaltet, Gott auch in (geistigen) Dimensionen, die der übrigen Natur nicht zur Verfügung stehen, ähnlich zu werden. 

Mittwoch, 28. September 2022

Transhumanismus - Gesundheit als Pflicht

Wem es noch nicht klar war - nun muß es ihm klar werden. Er findet hier nämlich einen Ausschnitt aus einem offiziellen Text der kanadischen Regierung. Darin geht es um nicht weniger als um die "wissenschaftlich NEUE Definition von Leben." Die Folgen für die Art, mit dem Menschen umzugehen, leiten sich aus der Art ab, wie man ihn sieht. 

Dieser Definition nach (die ich leider tatsächlich bei den jungen Menschen - vor allem bei jenen, die mehr "gebildet" sind  - bereits als allgemein finde) ist der Mensch auch an keine absolute Wertvorstellungen gebunden, sondern nach Belieben manipulierbar. Damit gibt es auch keine Moral mehr, so sehr das natürlich bestritten wird. Das verstehe man nur nicht. "It's science."

Freitag, 2. September 2022

Am Anfang steht die Werterfahrung

Der Sinn der Arbeit liegt in ihr selbst. In der Selbstüberschreitung, wird durch den Arbeiteden ein Stück Welt ("seine" Welt) aus dem Fluch der Erbsünde heraugeholt, und ins Licht des Schöpferischen gehoben. Damit ist ein ontologisch begürndetes, also im ganz tiefen, "prae-psychischen" Bereich des Menschen liegendes Erfahren von Wert verbunden, das im eigentlichen Sinn keine Bezeichnung hat. Obwohl es "Geld" bedeutet.

Darin gründet dann das Ding "Geld", die Münze, im Symbol für diese Wertschöpfung, und gründet damit im Opfer, durch den Priester quasi "vor Gott vernichtet".
Arbeit ist die Verwandlung von Natur in Wert. (Jean Baudreillard)

Freitag, 22. Juli 2022

Ist die ungelöste Verwirrung lösbar? (2)

Tatsächlich ist dies eine biologistische Sichtweise, also eine Sichtweise, die dem faktischen Seienden Seinsbildende Kraft zuspricht. Wo also das Sein tatsächlich dem Handlen folgt - und nicht umgekehrt. Wo die Geschichte er Welt somit nicht in der göttlichen (geistigen) Vorstehung gründet, sondern sich zufällig so entwickelt, "wie sie eben wurde." 

Tatsächlich ist das nicht der Fall. Geschichte is tin jedem Fall eine Auseinadnersetzung zwischen dem götltichen urbild, und dem menschlichen Abweichen davon. Nie aber kann sie sich von den echten, den ontologischen Konflikten und Bedingungen lösen. 

Damti auch nicht beim Menschen nchträglich oder historisch "entstehen" ob er Mann oder Frau ist. Er ist es APRIORI, und jedes Denken, das NCIHT davon ausgeht (sich allerhöchstens müht, aufgrund der biologisch nicht ganz einfach zu entschlüsselnden Faktzuität eines sagen wir Babys)  irrti schwer in sich. Weil es seine iegenen Denkgrundlagen angreift und zersetzt. 

Donnerstag, 21. Juli 2022

Ist die ungelöste Verwirrung lösbar? (1)

Das Fundamentalste ist das am schwersten Differenhzierbare, und deshalb am schwersten dem Bewußtsein vorstellbar. Dazu gehört nicht nur die Beziehung des Menchen z Gott, sei "vor Gott stehen" als "vor dem Sein selbst" stehen, von dem man einerseits stammt, und anderseits immer abhängt (weil Sein für alles Geschaffene nur ein Teilhaben am Sein ist, das heißt, verloren weil "abgelöst" werden kann) sondern auch fundamentale menschliche Tatschen. Dazu gehört z. B. das, as wir mit "wissen" bezeichnen. 

Wenn wir "wissen", wissen wir einfach, ohne weiter zu "wissen", warum wir etwas "wissen". Dazu gehört auch das Geglaubt, das für wahr Gehaltene, das dem Menschen gar nicht in vollem Umfang vor Augen kommen kann, wiel das Schauen selbst bereits auf diesem Geglaubten, für wahr Gehaltenen, aufsitzt. Dazu gehört sogar die Identität, auf die nur rückgeschlossen werden kann, weil das Ich indem es sich selbst betrachtet (in der Reflexion) nur auf der Grundlage dieses Ich (also mmitsamt allen "Festheiten", allen 2Gewißheiten" auf sich selbst schauen kann.

Montag, 18. Juli 2022

Dabei waren es nur Stichlinge

   Das Wissen um die Stichlinge
Im Detail ihrer Kritik liegen die Liberalen oft richtig, ja meist sogar, wir haben schon erklärt, warum da der Subjektivismus eine gewisse Wahrhaftigkeit bewirkt. Was weh tut, tut eben weh und sag auch meist sehr genau, wo. So wenig das auch für ein Gesamturteil oder gar eine Verbeserung ausreicht ... usw. usf. 

Warum ich diesen Beitrag auf apolut aber verlinke hat einen spezifischen Grund. Die Sache hat nämlich mit mir zu tun.

Genauer, mit dem von mir ab Mitte der 1980er Jahre gelieferten Beweis eines braven, gutbürgerlichen, also (!) "gottgefälligen" Lebens (holarödiduliöh, kann etwas mehr schiefgehen, das auf solcher Annahme basiert? Ich weiß es mittlerweile ...) Da ward dann also der Baum gesetzt (gleich vielfach, damit nichgts schiefgehen kann), Sohn gezeugt (gleich mehrmals, damit das Statemt auch hält) und natürlich: Auch das Haus gebaut. Samt einer Baufirma, die ich auch gleich gegründet hatte. Also wuchs auch die quasi private Baulichkeit, und schließlich kam ein entzückender Teich - samt Brücke darüber - in die Realität meines und meiner damaligen Familie geführten Lebens.

Dienstag, 22. März 2022

Der Schrecken der Äquivokation

Es hat mich zunehmend erschreckt festzustellen, daß so vieles, was aus Mündern kommt, die ich doch glatt als mir völlig entgegengesetzer Absichten und Hoffnungen stammender Geistesherkunft beurteile, mit eigenen Analysen übereinstimmt. Bis ich mir darüber klar wurde. Sie erlauben sich nämlich etwas, das durch die Gehirnwäsche und Des-Information, der unsere (ja, alle westlichen oder westizistischen, also "nach Westen" strebenden) Länder unterworfen waren und sind, Bereichen zufällt, die immanent als Tabu und Verbotszone eingerichtet sind. Und das ist eine weitgehende Zulassung (Zulassung!) von Realitäten. 

Ohne diese aber keine Venrunft, ohne die unbedingte Bereitschaft zuzulassen, was immer da "außen" als und in der Welt sein möge isset gibt es keinen Zugang zum Wirklichen, und nichts von dem, was man als Nachdenken bezeichnet. Das die Oberflächenwirren zur Ruhe kommen läßt, um die unsichtbaren, die hitner allen Dingen stehende Wirklichkeit erkennen könnte. Ohne diese Reinigung, ohne diese Selbstlosigkeit somit, ist keine Wahrheit und kein wirkliches "Denken" möglich.

Donnerstag, 14. Oktober 2021

Vom Einen in allem (2)

QR Video Arvay
Das zu lösende Eintrittsticket eines Corona-Kritikers, der zur Meinung kommt, es sei alles Propaganda. Das Eine in Allem? Der schwache Seinsgehalt in der Lebenslösung. - Clemens Arvay ist da nicht anders. Er hat sich seine Meriten erworben, und er hat seine Anerkennung verdient, wie er da gegen den Betrug kämpft, der mit den angeblichen Heilmitteln gegen die Corona-Seuche angepriesen wird. Und allesamt Propaganda ist.

Kann man das abschneiden, kann man das für sich stellen, in die Vitrine sozusagen, und den Rest vergessen? Vergessen, daß Herr Arvay Evolutionsbiologe ist? Er betont das in seinem jüngst veröffentlichten Video. Warum das mißtrauisch macht, auch was seine übrigen Forschungen anbelangt, werden wir gleich erklären. Denn er verwendet dieses Bekenntnis wie die standardmäßige Floskel eines Historikers in einer nicht ganz alltäglichen Aussage über den Hitlerismus. Der "das alles natürlich ablehnt, ABER ..." erkannt hat. Die Corona-Kritiker machen es nicht anders. "Ich leugne nicht, daß das ein schreckliches Virus ist, ABER ..."

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Vom Einen in allem (1)

Wer die Lebensverläufe der Menschen studiert kommt zu einer interessanten Koinzidenz. Je älter und zugleich (!) je reifer ein Mensch wird - was man aus bestimmten Gründen heute fast nur noch bei seltenen Lebenskünstlern (=Künstlern) findet - desto mehr scheint sich ihr Sprechen, dieses Schiff, das lange Lebensjahre alleine fährt, ehe man es - hat man seine Aufgaben bewältigt, sich ihnen also gestellt, nach und nach besteigt, um dem Horizont zuzusegeln - in einer gewissen Monothematik einzupendeln.

Sie kennen ja den netten Witz. Klein Franzel, Schüler der Klosterschule der Schwestern der vollen Frömmigkeit, in der Naturkundestunde einem Vortrag der lobfrommen Äbtissin und Lehrerin zuhört. Die augenzwinkernd ankündigt, die Schüler nun mit einer schwierigen Frage zu konfrontieren: Was das denn sei, das da mit buschigem Schwanz und spitzen Ohren im Wald lebe, und von Ast zu Ast hüpfe. Die Hand unseres Franzels ist als erste hochgeschossen, und die Schwester ruft ihn erfreut an. Der Bub ist ja sonst sooo maulfaul.
- Na, Franzel, was meinst Du, was ist das?
- Naja, sagt das Bürschchen vom Huberbauernhof, und wird ein wenig rot und verlegen. Normalerweise, setzt er dann so leise fort, daß die Schwester Äbtissin es kaum hören kann, normalerweise würde ich sagen, das ist ein Eichhörnchen. Aber so wie ich den Laden hier kenne, ist das sicher wieder das Jesuskindelein.

Samstag, 18. September 2021

Man wird weiß, gelb, schwarz oder rot (2)

Was wir vererben, was wir erwerben, was wir verderben. Die feuchten Träume vom Schokoladenpudding - Was hinsichtlich der oben angerissenen "Rassenfrage" auffällt ist, daß weltweit die Kinder annähernd gleich geboren werden. Die Stufen der Entwicklung sind gleich und auch die Zeiten, zu denen sie auftreten. Und zwar unabhängig davon, wie groß die "Rasse" später ist, unabhängig von vielen weiteren Merkmalen, die sich dann als "Rassenmerkmale" erkennen lassen. Sodaß ein Wind in jene Richtung weht, die in der gesamten weiteren Entwicklung der Individuen "innerhalb einer Rasse" das Insgesamt, die Umwelt, die Geographie, das Spezifische des Sozialen und so weiter und so weiter die entscheidende Rolle in der Herausformung solcher "unterschiedlicher" Gestalten spielt.

Freitag, 17. September 2021

Man wird weiß, gelb, schwarz oder rot (1)

Ja aber ist es nicht so, daß die Menschheit sich in verschiedenste Typen unterscheidet, die man als "Rassen" bezeichnen kann? Wo sich umfassendere Typologien zeigen, innerhalb derer es wiederum eine kaum faßbare Vielzahl an weiteren Typologien und Typen gibt, und so weiter?

Nehmen wir als Anregung, wohin die Reise gehen wird, der VdZ ist sicher, einigen Notizen von Adolf Portmann entgegen, die er in einem Vortrag vor bald achtzig Jahren äußerte. Er meint zu dieser Frage, daß er sich nicht in der Lage sähe, sie zu lösen. Alles was sich bisher dazu angeboten hat, alles was bereits als Lösung der "Rassenfrage" angeboten hat, hat sich immer als unhaltbar herausgestellt. Keine physischen Merkmale lassen sich so verallgemeinern, daß man sie nur einer bestimmten, als "Rasse" bezeichneten Typologie im "zoologischen Sinn" zuschreiben könnte.

Dafür zeigt sich viel, wenn man es umgekehrt anstellt. Wenn man nach dem Allgemeinen sucht, nach Charakteristiken, die alle Menschen gemeinsam haben, oder mehr oder weniger gemeinsam haben. Typologien wie die in der Unterscheidung von Mann und Frau, wo sich die Zweigeschlechtlichkeit bis ins unterste Reich des Lebenden zeigt, wo sie aber zu verschwinden beginnt, wo also das als Vereinzeltes feststellbare Wesen, das Individuum, in die Zweigeschlechtlichkeit übergeht. Aber selbst dort - mit der Ergänzung der beiden Geschlechter. Einen geschlechtslosen Kern aber, an den sich dann Männliches oder Weibliches "anlagert", gibt es nicht.

Freitag, 11. Juni 2021

Corona - Das Ende aller Diskussionen

DAS IST ES. Neidlos muß der VdZ anerkennen, daß Naomi Seibt es versteht, das worüber der VdZ schon so lange nachdenkt, perfekt und herrlich nachvollziehbar darzustellen. Das er von allem Anfang an, also vor über einem Jahr, als er begann, das Corona-Geschehen, das in seinen Augen nämlich derartig grotesk und offensichtlich in seiner Fehlerhaftigkeit war, daß er sich nicht hatte vorstellen können, daß es zu einer relevanten Erscheinung wird. 

Er hat sich getäuscht. Und hat deshalb mit etwas Verspätung begonnen, über Corona zu berichten. Dabei aber hat er das, was bei der ganzen "Corona-Virus"-Angelegenheit geschehen ist, nie so richtig zur Anschauung bringen können. Das auch zum Ausdruck bringt, WAS Corona überhaupt ist, nämlich:

Das Corona-Virus ist ein hypothetisches Konstrukt, in dem die "Wissenschaft" selbst zum Opfer ihrer Methoden wird. 

Freitag, 5. März 2021

Der Elephant im Raum

Man kann es kaum glauben, aber es ist tatsächlich so, daß die große Alternative zum de- und entpersönlichten Sozialismus der Kapitalismus sein soll. Er soll es sein, der auf der Freiheit des Einzelnen aufbaut, und deshalb am menschengerechtesten ist. Und seine Lösungen wie von Zauberhand aus einem irgendwie sich einfindenden Gleichgewicht aus Bedarf und Bedarfsdeckung finden soll. Das wäre es dann, das gesellschaftliche Glück, soweit es maximal erreichbar sei. 

Etwas, das historisch zwar noch nie eingetreten ist, aber was bedeutet das schon. Es ist nur ein weiteres an Bemerkenswertem, das sich mit dieser Weltanschauung verbindet. Die im übrigen (bei uns) als Grundstrom noch erst wenige hundert Jahre alt ist. Auch wenn sie immer wieder in der Menschheitsgeschichte aufgetreten ist. Und zwar - eiderdautz! - immer dann, wenn eine Kultur zugrunde ging. Warum werden wir gleich zeigen.

Mehr an Fakten brauchen wir nämlich nicht, deren gäbe es noch jede Menge, um den Widersinn zu zeigen, der sich mit dem Begriff Kapitalismus als angebliches Garantielos zur Freiheit verbindet. Der mit "freiem Markt" oder Freiheit überhaupt nichts zu tun hat! Denn im Gegenteil, geht er von einem Menschenbild aus, das Freiheit gar nicht kennt.

Das ist sogar schon seine erste Voraussetzung weil anthropologischer Natur. Sie setzt beim Bedürfen an, bei einer Welt, die sich durch das Bedürfen, also durch die Not, am Leben hält. Der Kapitalismus geht also von jener Sichtweise aus, die in Zeiten, die noch bei Verstand waren, als tugendloser Egoismus bezeichnet worden waren. 

Aber so ist er eben, der Evolutionismus, für den Geist keine Tatsache, sondern eine bloße Täuschung der Gehirnströme ist, also ein Epiphänomen. Wie der Evolutionismus geht somit auch der Kapitalismus vom Egoismus als DEM treibenden Moment der Geschichte aus. Der aber nicht verwerfenswert ist. Weil der Mensch als bloß bedarfsgesteuerte, ja vom Bedarf bestimmte und auf Bedarf hin geordnete Zellmaschine eben keine Freiheit kennt. Und wo keine Freiheit, da keine Moral. Nicht Unmoral, nein, sondern KEINE Moral. 

Auch der Kapitalismus kennt keine Moral. Erlaubt ist, was das eigene Bedürfnis befriedigt, darum geht es. Denn darum geht es angeblich der ganzen Welt. Um Bedarf und Bedarfsdeckung. 

Somit stehen sich als Grundsituation unter Menschen immer solche, die Nöte haben, und solche, die keine haben, gegenüber. In jedem Fall Menschen, wo auf einer Seite die Not größer ist als auf der anderen. Oder die Schwäche. Oder die Niedertracht. Oder die Skrupellosigkeit. Oder die Fähigkeit und Unfähigkeit. 

Einer wird gewinnen!

Einer wird den anderen überragen, schlagen, übertrumpfen. Und das ist in der Regel der Verkäufer dem Käufer. Denn der Käufer braucht. Sonst würde er - so sagt der Kapitalismus selbst - nicht kaufen. Er ist also schwächer. Der Leser möge sich doch einfach einmal ausmalen wie es ist, wenn sich zwei Menschen gegenüberstehen, bei denen der eine dringender als der andere etwas braucht. 

Selbst dann ist das so, wenn man sich's schönredet, indem man das herrliche Märchen erzählt, daß doch auch der Verkäufer den Kunden braucht. Weil beide ja einander brauchen, oder nicht? Tja, das ist schön abstrahiert, aber in der Praxis ohne Wert. Denn da zählt der Moment. Da zählt die vereinzelte Begegnung auf Angebot und Nachfrage. Letztere, wie gesagt, als die notleidendere. Denn anders als der Anbieter gibt es beim Bedürftigen KEINE Situation, wo er auch ohne Bedarf kaufen würde. 

Oder kauft der Leser auch ein drittes Auto, selbst wenn das nur in der Garage stehen und sein Monatsbudget auffressen wird? Das wird er nicht tun. Der Produzent freilich stellt auch dann Autos her, wenn sie gerade nicht benötigt werden. Aus Gründen der Kostenrechnung. Aus vielerlei Gründen. Nicht zuletzt aus solchen politischer Art, man denke nur an ein Bündnis um vor Wahlen erfolgreiche Beschäftigungspolitik aufzuzeigen. Die Korrumpierung durch die Politik als "Nachfrage" zu bezeichnen wäre wohl an Zynismus kaum noch zu überbieten. Denn der Staat hat nicht nur Macht, sondern er steht dem Bürger nicht als dessen Nachfragebeantworter gegenüber, sondern in einem Macht- hier, Zwangssituation dort. Der Bürger wird (zumindest über Steuern) GEZWUNGEN, Nachfrage ZU SPIELEN. Auch wenn keine Nachfrage besteht. 

In jedem Fall stehen sich bei Angebot und Nachfrage zwei Seiten gegenüber, von denen IMMER die eine schwächer ist als die andere. Wo immer die eine mehr oder weniger Macht über die andere ausüben kann. Und das auch tut! Preise sinken oder steigen sofort, und daran erkennt man es, sobald sich die Machtverhältnisse der beiden Seiten verändern. Man spricht sogar in Kreisen großer Theoretiker von "Preise erzielen". Was ist wohl damit gemeint? Und wer sich die Preispolitik bei amazon ansieht, die immer ausschließlicher auf solche Zwangssituationen abzielt, um sie ausnützen zu können, sieht eine Zukunft der Brutalität (und nicht der Freiheit!) aufgemalt, die einem das Frühstück noch am späten Nachmittag hochdrückt.

Wir sehen also, wie sehr dieses gesamte Gerede um Freiheit und Kapitalismus gelogen ist. Und genau auf dem Gegenteil aufbaut, nämlich auf das wechselseitige Belauern der Menschen, ob der eine dem anderen gegenüber in vorteilhaftere Lage kommt. Bis einer der beiden so dringend braucht, daß er dem anderen und seinem Anerbieten zustimmen MUSZ, also in eine Zwangslage kommt, die dringender als die des anderen ist. 

Sagen Sie selber, werter Leser, ist das die Situation, die er mit Freiheit meint?

Der Kapitalismus ist also genauso wie der Sozialismus - und beide Weltanschauungen bauen auf derselben Anthropologie auf: Der des Mechanismus, des Materialismus und eines Freiheitsbegriffs des Menschen, der lediglich die Freiheit des Kampfes von Egoismen ist - eine Weltanschauung und Ideologie, die jeweils von jenen vertreten wird, die sich jeweils Vorteile davon versprechen, daß ihre Ideologie zur Rechtfertigungsideologie einer Gesellschaft erhoben wird. Um dann ihrem Egoismus größtmögliche Entfaltung zu ermöglichen. Und zwar auf Kosten des und der anderen.

Das Abendland ist deshalb weder wegen des Kapitalismus noch wegen des Sozialismus zu so einer weltbeherrschenden Kultur geworden. Wobei beide Seiten jeweils jammern, daß ihr Ideal noch nie verwirklicht wurde, aber endlich verwirklicht werden sollte. Weshalb beiden Seiten der Staat im Wege steht, nur auf je andere Weise. 

Das Abendland ist so groß und schön geworden, weil es einen ANDEREN, einen völlig anderen Weg des Lebens und des darin enthaltenen (also zweitrangigen) Wirtschaftens gegangen ist. Den eines Wirtschaftens, das der Hauptforderung der Nächsten- und Gottesliebe untergeordnet, diesem Gebot größtmöglich förderlich ist. Denn Freiheit ist nicht nur je ein Akt, sondern sie ist nur dann und dort Freiheit, wenn sie der Liebe genügen will. Freiheit ist erst in der Liebe Freiheit. Dem selbstlosen Geben und Selbstverschenken. DAS ist der Weg des Menschen, zu Größe und schöpferischer Kraft zu gelangen. Weil es an das Schöpferische Gottes anbindet. Und außer diesem gibt es nichts Schöpferisches. Außer diesem gibt es nur kleinen, egoistischen Nutzen. In einer Welt, die die Hölle ist, beherrscht wie diese von Teufeln und Dämonen.


*030321*

Montag, 19. Oktober 2020

Wären da nicht die Tatsachen

Es ist für Aufgeweckte eigentlich ein alter Hut, und es ist ermüdend festzustellen, daß die Evolutionsgläubigen sich seit Jahrzehnten am Stand drehen, nicht einen Millimeter vorankommen, und deshalb zwanghaft ins Reich der Phantasien ausweichen, in denen sie jenes Märchenland entwickeln, das das gesollte Ergebnis - die Welt des Lebendigen ist von sich selbst aus, also aus rein physischen, materialistischen, mechanistischen, physikalischen (bzw. so verstandenen) "logischen" und zwangsläufigen Abläufen so geworden, wie sie heute ist - produziert. 

Nicht einmal von "re-"produziert kann man noch sprechen, denn die Evolutionstheorien haben sich auf verblüffende Weise von jeder Evidenz, also von allem, was beobachtbar ist, entfernt. Und müssen einen immer größeren Teil des Beobachtbaren ausblenden, als "NOCH NICHT erklärbar" wegschließen, und mit "black boxes" füllen, also mit "DAS MUSZ SO UND SO IRGENDWIE ENTSTANDEN SEIN". 

Michael J. Behe, über den wir hier schon mehrmals gehandelt haben, ist genau aber darüber gestolpert. Er hat Dinge beobachtet, von denen er lange annahm, sie wären von irgendjemandem erklärt und verstanden, die aber (wie er zunehmend herausfand) von niemandem erklärt werden können. Weil sie den herkömmlichen evolutionistischen Thesen deutlichst widersprechen. Und die unerklärlichste, jeder Entwicklungstheorie widersprechende Tatsache ist, daß sich in unglaublich kleinem Maßstab auf zellulärer, genauer: auf mikrozellulärer Ebene (die Darwin gar nicht wissen konnte, weil sie erst durch die technische Entwicklung des letzten Jahrhunderts überhaupt beobachtbar und damit erforschbar waren) Mechanismen finden. 

Die nicht nur extrem klein und damit dem bloßen menschlichen Blick entzogen, die nicht nur unfaßbar komplex sind, sondern die niemals auf eine Weise "entstanden" sein können (vereinfacht gesagt: Durch jeweilige simple Fehlschaltungen und Fehlkopien auf genetischer Ebene) wie sie die Entwicklungstheorien voraussetzen. Sie befinden sich schon auf der kleinsten Ebene des Lebendigen, auf der Ebene der Bakterien, in einem Zustand der "irreduziblen Komplexität". Das heißt, daß nicht ein Teil wegzudenken wäre, alles muß gleichzeitig entstanden sein. 

Kein Teil der Dinge in lebendigen Dingen liegt einfach herum, um dann nach Belieben umgeformt zu werden. Alles hat jeweils feste Charakteristik, und ist niemals ohne Sinn (der von einem Größeren heraus das Einzelne benötigt) das, was es ist. Diese Sinngebung reicht bis in atomare Vorgänge hinein, denn kein Teilchen (Quantum) ist ohne vorausgehenden Sinn überhaupt bestimmbar, "ist" also ein Teil. Kein Quantum (quantenphysikalisch verstanden) hat eine an sich feststellbare "Eigenschaft", es sei denn, sie ist von einem Sinn vorgegeben, der es in ein System, ein Ganzes, ein Insgesamt "einbaut".

Sinn (logos) geht allem Materie-Sein voraus!

Wäre jeweils einer dieser winzigen Teile dieser "Biomaschinen" zeitlich nicht abgestimmt (also "zuerst" etc.) bzw. zugleich mit allen übrigen Teilen dieser Maschine entstanden, hätte er nicht nur keinen Entwicklungsvor-, sondern eher einen -nachteil bedeutet, sondern das "später" entstandene wäre "früher" notwendig gewesen, um dann anderseits das Insgesamt solch eines für Zelle unabdingbaren Apparates zu bilden. Und das im Maßstab von Millionstel von Millimetern. Auch läßt sich nicht ein Protein für andere Verwendungen "adaptieren". Für die beobachtbaren Tatsachen wären so viele koordinierte biologische Anpassungs- bzw. Mutationsgeschehen notwendig, daß diese durch kein (dem Evolutionismus aber zugrunde liegenden) Wahrscheinlichkeitsmodell auch nur annähernd begründbar wären.*

Die Anforderung einer Selektion auf der Grundlage von Zufall, Prämisse des Darwinismus, ist ungeeignet, um die wesentlichsten Prozesse in der Natur zu erklären. Ja, sie widerspricht sogar diesem Postulat, und verstellt den Blick auf die komplexen Vorgänge und beobachtbaren Tatsachen der Natur.

Das Dilemma der Sichtweisen von Behe, der im Film als "römisch katholisch" bezeichnet wird (und dennoch keine Einwände gegen die Evolution aus religiöser Sicht gehabt habe, was denn doch recht seltsam ist) keine andere Erklärung findet als das, was man als "intelligent design" bezeichnet, das heißt, daß es einen vorangegangenen Plan geben muß, nach dem sich alles "entwickelt" hat (was dann eher im Sinne einer Entelechie, wie Aristoteles es sieht, zu verstehen ist), ist das Dilemma der Naturwissenschaften generell. 

Sie sind durch Postulate so deformiert, mittlerweile regelrecht verstümmelt, daß sie sich von Wissenschaft weit weg und zu bloßer Mythologie entwickelt haben. Denn naturwissenschaftlich ist da nichts mehr zu machen, es braucht eine andere Ebene der Erklärung. 

Hans-Peter Dürr, der ehemalige Sekretär von Werner Heisenberg, hat es einmal so beschrieben, daß die Naturwissenschaften zu einer Weltanschauungskonstruktion geworden sind. Denn die Wissenschaftler stoßen in mittlerweile ungeheurem Ausmaß auf Tatsachen, die durch herkömmliche Dogmen der Weltanschauung einfach nicht mehr erklärbar, noch weniger aber begreifbar sind.

Aber so etwas zu sagen, Tatsachen zu nennen, Beobachtbares als Relevanzsystem für die Naturwissenschaft einzufordern, ist existenzgefährdend. Vernunft selbst ist mittlerweile existenzgefährdend. Das ist das sicherste Kriterium für die Feststellung, daß wir in einer Anti-Kultur leben, die immer das Ende des Menschseins im Raum dieses "Kultur"-Einflusses bedeutet. Aus einer Anti-Kultur läßt sich somit nur noch fliehen.  



Hinweis: Youtube bietet zu diesem Film "Revolutionary/Revolutionär", den es auch als DVD käuflich zu erwerben gibt, nicht nur Untertitel, sondern in diesem Fall sogar recht gute Untertitel in deutscher Sprache.




*Man sollte an diesem Punkt auf die engen interdisziplinären, aber von einer weltanschaulichen Klammer (eines Gesollten, ja Gemußten) umfaßten Zusammenhänge von Kosmologie (Astrophysik) und Evolutionismus hinweisen. Mehr als man meinen könnte, bedingt ein Fachgebiet das andere, und liefert ein Fachgebiet dem anderen "Begründungszusammenhänge", die allesamt aber in dünner Luft hängen. 

Ohne die gigantischen Zeiträume der Astrophysik (siehe "Entstehungszeitpunkt des Universums" = "Urknall" vor 13,8 Mrd. Jahren) wäre Evolution und Darwinismus als These undenkbar. Umgekehrt nimmt aber die Astrophysik solche Zeiträume als notwendig und gegeben an, WEIL die Biologie sie "belegt" bzw. voraussetzt. Eines begründet sich also aus dem anderen, eine Behauptung bezieht sich auf eine andere. 

Und alle sind unbeweisbare Postulate einer mechanistischen, materialistischen Welterklärung, die vor allem eines sein muß: Sie muß gottfern, gottabhold sein. Gott darf bestenfalls Kontingenzbewältigung sein, fern, außerhalb des mechanischen Geschehens, nicht historisch real.

Es ist grotesk. Der VdZ ist in den späten 1960er, frühen 1970er Jahren im Gymnasium noch mit einem Naturkunde-Unterricht aufgewachsen, in dem das Alter der Welt mit rund 10.000 Jahren, das Alter der Menschheit mit rund 7.000 Jahren angegeben wurde. Von einer höchst bewundernswerten, geistvollen Professorin vorgetragen, die selbst als "Hobby" die Werkzeuge des Steinzeitmenschen nachgebaut hat. Zur Erinnerung: Das waren die Jahre, in denen die USA zum Mond geflogen ist. 

Die Söhne und Töchter des VdZ sind 20 Jahre später bereits mit der "Gewißheit" aufgewachsen, daß die Welt Milliarden von Jahren "alt" ist. Und der VdZ hat höchste Besorgnis um deren geistige Gesundheit, denn sie wirken wie blindgeschlagene, gehirngewaschene Zombies. Würde er nicht einen gewissen Sinn für "Wahrheit" feststellen, der ihm Hoffnung macht. Aber dazu müssen diese heutigen Menschen dermaßen viele Barrieren überwinden, daß es eine fast übermenschliche Leistung erfordert, die Grundlagen fürs Menschsein herzustellen. Und die beginnen beim Begreifen als Geschöpf.

  

*250920*

Samstag, 4. Januar 2020

Von wegen grüne Lunge

Auch das ein Märchen, zeigt Udo Pollmer in diesem jüngeren Beitrag. Es wird uns gerne erzählt, daß der Amazonas-Regenwald die "grüne Lunge" der Welt und damit verantwortlich für Sauerstoff sei. Nix davon ist wahr. Keine Pflanze gibt mehr Sauerstoff ab, als sie im Rahmen ihres natürlichen Kreislaufes auch verbraucht! Denn Sauerstoff entsteht nicht, weil er von den Pflanzen in die Atmosphäre freigesetzt wird, sondern entsteht durch die Aufspaltung des aufgestiegenen Wassers in großen Höhen durch das einfallende Sonnenlicht, das die H2O-Moleküle aufspaltet. In den leichter (ins Weltall flüchtigen) Wasserstoff, und eben Sauerstoff, der, weil schwerer, zur Erde zurücksinkt.








Samstag, 28. Dezember 2019

Ein hoffnungsvolles Wort zum Zustand der Böden (2)

Teil 2) Neulich in Bayern


Kalb - Mutterkuhhaltung in Utting am Ammersee
In Bayern, namentlich in der Gegend um den Ammersee, wo er sich häufiger aufhält, fand der VdZ übrigens Bewirtschaftungsmodelle, wie er sie nur aus "vorbildlichen" Projekten kennt, die in US-Videos als solche vorgestellt werden, und dort offenbar noch selten sind. Auf den Photos hier sieht man einen offenbar recht erfolgreich auch in der Ab-Hof-Vermarktung tätigen Landwirt, der Kühe und Hühner in Wechselbewirtschaftung auf ein und demselben Feld hält.

Die Eier schmecken vorzüglich und sind über einen Selbstbedienungsautomat, der in einer kleinen Verkaufshütte an der Straße steht, leicht zu erwerben. Nachdem der Stand häufig ausverkauft ist, scheint das Publikum dieses Angebot gut anzunehmen. Angeblich ist nun ein weiterer Apparat mit einer Milchabfüllung geplant. Fleisch wird vom selben Bauern über Flugblattaktionen angeboten, sobald geschlachtet wird. Einziger Nachteil: Ohne vorausgesetzte allgemeine Auto-Mobilität würde dieses Konzept nicht funktionieren. Dafür hatte man eben die Märkte, dafür hat man eben die kleinen Läden direkt im Ort. Diese Stufe und damit ein ganzer Lebensraum, wird bei solch einem Wirtschaften aber übersprungen und ausgetrocknet.

Letztlich ist es somit ein fast zynisches Spiel mit einer Verwurzelungssimulation, die gar nicht mehr wirklich Verwurzelung ist. Die dort anfängt, wo man zu Fuß hingehen kann. Diesen Schritt kann man nie (sic!) überspringen, um mit dem nächsten zu beginnen.

Noch schlimmer wird es freilich in Fällen wie jenem, dem VdZ bekannten, wo der Mann mit dem Range Rover alle zwei Wochen fünfzehn Kilometer zum Betreiber einer abgelegenen Straußenfarm (sic!) fährt, weil das Straußenfleisch angeblich so gesund (und wohlschmeckend) sei. "Ich habe schon drei Kilo abgenommen," meinte er stolz. Der sich natürlich für bodenständig hält, weil der Farmbesitzer sogar den Schinken selber selcht.

Oder wie der Globetrotter, auch der dem VdZ bekannt, der sich in einem Dorf die mittlerweile aufgegebene Gaststätte kaufte und dort nun internationale Spezialitäten - natürlich alles selbst hergestellt - samt italienischen und französischen Feinschmeckerweinen (diese Woche im Angebot! Ein Achterl Chateau de Beufcacque, Loiregebiet, Jahrgang 2013, um zweisiebzig!) anbietet. Und seine Kunden von weither kommen, um im ästhetisiert-weltoffenen Ambiente Linksintellektueller, mit abstrakter Kunst an den Wänden und einer Jazzbühne im Stadel, die "Urigkeit" (=Verwurzeltheit) eines selbstgemachten Ingwertees zu genießen. Ob die Bewohner des Bauerndorfes auch zum illustren Gästekreis zählen hat der VdZ gar nicht mehr nachgefragt.

Professionell und vernünftig -
Kloster Sankt Ottilien i. Bayern
Daß aber Formen vernünftiger Bewirtschaftung und Verwurzelung keine Unmöglichkeit sind, beweist der nicht weit von dieser Weide befindliche, sehr große und vielseitige Landwirtschaftsbetrieb der Benediktiner Abtei Sankt Ottilien, unweit von Schondorf am Ammersee.

Das damit wie immer noch viele Benediktinerklöster in der eigentlichen Tradition des Ordens steht, wie sie von Anfang an in diesem Prinzip des "ora et labora" die europäische Kultur aufrichteten. Nicht "halfen" oder "beitrugen", sondern aufrichteten. Denn sie haben die Menschen sowohl die Arbeit als auch das Wissen und sinnvolle technische Methoden gelehrt. Erstmals wurde Arbeitsteiligkeit als Element eines organischen Lebensumfelds begriffen. Und so das Leben zur Kultur gesteigert, nicht als bloße Bedürfnisbefriedigung im Kot der kurzfristigen Notwendigkeiten liegen gelassen. Aus einer Lästigkeit, die man bei den germanischen Völkern ebenso wie in der gesamten Antike besser anderen überließ, wurde so ein Lobpreis. Dieser war es erst, der Europa zu dem machte, was es einmal gewesen, und an das wir uns heute bestenfalls noch erinnern können.

Das enorm breitgefächerte, saisonal abgestimmte Angebot des benediktinischen Betriebes, das teilweise sogar (selbst) finalverarbeitete Ware (Würste, Säfte, etc.) enthält, wird über einen eigenen Hofladen auch direkt an Endverbraucher verkauft. Und das in einer Qualität, die die wenigen Kilometer Anfahrt (einziger Wermutstropfen) für die Bewohner der umgebenden Ortschaften lohnend machen. Das Etikett "biologisch" oder "bio" fehlt hier meist sogar, es ist gar nicht notwendig. Und ist häufig ohnehin nur Marktzwängen zu verdanken, trägt zur Information selbst wenig bei, sondern verheißt lediglich schmackhaftere Produkte.

Denn auch die Qualität der Böden dürfte weitgehend in diesen Regionen noch besser sein. Dunkle Tschernosen-Böden, deren empfindliche Narbe auch im Winter durch zurückgebliebenes Stroh oder Zwischensaaten geschützt und vital blieb, sind häufig. Der Anteil an ausgelaugten Podsol-Böden, wie er für gerade gerodete Wälder ebenfalls oft typisch ist (die Vitalschichte fertiler Erde muß vom Menschen gepflegt, wenn nicht sogar geschaffen werden), scheint zumindest in den topographisch kleinstrukturierten Alpen- und Voralpenregionen wieder zurückzugehen.

Auch wenn man es den Bauern immer schwerer macht, ja es wirklich so aussieht, als legte man es darauf an, auch die Lebensmittelproduktion aus Europa zur Gänze zu verbannen und auf Zulieferungen aus allen Teilen der Welt zu bauen.





Freitag, 27. Dezember 2019

Ein hoffnungsvolles Wort zum Zustand der Böden (1)

Kuh- und Hühnerweide in Utting/Ammersee
Der VdZ will nicht verhehlen, daß er aus dem Studium zahlreicher Schriften und Videos den Eindruck gewonnen hat, daß die Degradierung der Böden in hohem Maß ein Problem der "übrigen Welt" ist, weniger das der Landwirtschaft in unseren Ländern. Wenn er übers Land fährt staunt er immer wieder, wie häufig Techniken wie Dauerbedeckung durch Zwischensaaten bereits angewendet werden. 

Dies betrifft allerdings nur die Region südlich des Weißwurstäquators (Main). Die Ebenen des nördlichen Teiles unserer Länder sind mit Sicherheit (auch das kennt der VdZ aus eigener Anschauung) weit größerem Raubbau ausgesetzt, weil sie sich als Ebene für rücksichtslose Produktionsmethoden besser eignen.

In Österreich dürfte auch die Ausbildung auf den Landwirtschaftsschulen längst in diese Richtung weisen. Die Zeit der bloßen Mengenproduktion auf Teufel komm raus ist hier offenbar schon längst vorbei. Was sicher auch mit der im EU-Durchschnitt geringen Größe der Betriebe zu tun hat.

Hühner mit Stallwagen, der regelmäßig
den Platz mit den Kühen tauscht.
Zwar haben zum Beispiel  in Nieder-Österreich seit dem EU-Beitritt logischerweise gut ein Drittel der bäuerlichen Kleinbetriebe bereits das Handtuch geworfen (siehe dazu einen Artikel, den der VdZ 1995 für ein Monatsmagazin schrieb, das es heute nicht mehr gibt). Und das war als "Umstrukturierung" auch so gewollt und von Schreibtischfurzern über andere, hier über die Landwirte, verhängt.

Dennoch fällt der bemerkenswert hohe Anteil von kleineren Betrieben auf, die auf den Märkten der kleinen Ortschaften ihre Produkte anbieten, oder immer kundenfreundlicher ab Hof verkaufen. Der Beobachtung nach bekommt man heute in Österreichs Dörfern und (vor allem kleineren) Städten Lebensmittel in einer Qualität angeboten, die oft regelrecht überwältigt. Und das Gottseidank auch ohne Sonderlingsstatus, sondern als Ergebnis rundum vernünftigen, ökonomisch wie ökologisch sinnvollen Wirtschaftens. Den Sonderlingstypus, der oft mehr Ideologie verkauft statt sinnvolle Produkte, findet man zwar auch, aber eher in den Großstädten, dem Publikum entsprechend ...

Aber es macht wütend und resigniert, wenn man wie unlängst in Weitra, im nordwestlichen Waldviertel in Niederösterreich, einem kleinen Städtchen mit kaum 2.500 Einwohnern, sieht, daß es dort bis vor einigen Jahren noch fünf Fleischereien (Metzgereien) nur am oder rund um den Rathausplatz gab. Davon ist noch eine einzige übrig geblieben. Und auch die kämpft, wie die Inhaberin im Gespräch mit dem VdZ klagte. Denn die Supermärkte, die am Ortsrand entstanden sind, nehmen ihnen mit ihren Fleischtheken und Billigangeboten das Grundgeschäft weg. Es bleibt kaum noch eine Überlebenschance, denn nur mit Spezialitäten kann man nicht überleben, zumal immer weniger in den Haushalten selbst und raffiniert wie früher gekocht wird.

Nicht, daß es in den Großmärkten keine Qualität gebe. Fast muß man sagen: Leider, auch die gibt es dort mittlerweile, man hat enorm dazugelernt. Aber was die Supermärkte nicht erfüllen ist die eigentliche Basis der Wirtschaft - der symbiotische Raum, der Kunden wie Erzeuger und Händler zu einem Ganzen zusammenschließt, wo eine Hand die andere wäscht.

Gewiß, ohne Frage gibt es auch in Großmärkten eine Beziehungsebene. In den allermeisten Fällen erfüllen die Mitarbeiter diese Funktion. Aber es sind in Wahrheit große Lügen, die Kunden wie Mitarbeiter inszenieren, weil sie um den letzten Rest von Würde und Lebensfreude kämpfen. Das Menschliche wird hier zum technischen Nutzen ausgebeutet, und das ist in Wahrheit schändlich. So soll eine verbindliche Beziehungsdynamik vorgetäuscht werden, die in Wahrheit nicht existiert. Kein Kunde wird Einfluß nehmen können, ob die Menschen im Markt vor der Stadt angestellt oder entlassen werden, und den Gesamtnutzen zieht eine anonyme Investorengruppe, keine Unternehmerpersönlichkeit, die selbst in verbindlicher Beziehung zum Kunden steht, so daß beide Teile in einem Risiko stehen, das das einzige Ferment echter Verwurzelung ist.

Wem hat damit aber auch hier die EU-Totalregulierung - angeblich im "Konsumenteninteresse" ... - gedient? Richtig, den Großen, den Managerbetrieben, den reinen Gewinnschleudern. Aber weder den Tieren, noch den arbeitenden und vor allem lebenden Menschen. Dafür kann man heute ohne Auto kaum noch für den Alltagsbedarf einkaufen. Die in sich fast organisch funktionierenden Lebensräume aber sind überall verschwunden. Und diese sind es aber, denen alles Wirtschaften dient, wo dessen Platz ist, der soziale Verbindlichkeit braucht, nicht abstrakte Funktion einer rationalistisch-reduktiven Kaufentscheidung, die jedem ein Denken abverlangt, das die eigentliche Lebensdimension ausschließen muß, sonst funktioniert es nicht. Zynisch nennt man das "unternehmerisches Denken". Aber das ist eine Lüge. Es ist ein auf einige rationale Eckdaten reduzierter Begriff, der der Wirklichkeit der Wirtschaft als Lebensvollzug und vieldimensionales Arbeitsfeld gar nicht mehr entspricht.


Morgen Teil 2) Neulich in Bayern





Samstag, 23. November 2019

Das Umfassende geht dem Einzelnen voraus

Zu den Objekten der Natur, um die sich besonders leicht Katastrophenphantasien konstruieren lassen, gehören Korallen. Sie sind fest ortsgebunden, und sie haben aus sich heraus nur eine sehr geringe Fähigkeit, sich an verändernde Umweltbedingungen anzupassen, schon gar nicht rasch. Es besteht aber dennoch kein Grund zur Panik, und ihre Fähigkeit zur Regeneration selbst bei größeren Änderungen, die vorerst ihre biologische Tätigkeit beeinträchtigen, ist überall zu beobachten. 

Denn wie jüngere Studien zeigen, sind es nicht die Korallen selbst, die sich anpassen können, zumindest nicht rasch, sondern es sind die Symbiosen, die sie mit Bakterien eingehen. Diese sind es dann, die im Zusammenspiel mit den Korallen Veränderungen bewirken. Sodaß sie auch bei starken (menschlichen) Eingriffen in ihre Biosysteme (wie im Roten Meer) sich recht rasch adaptieren können. Zumindest trifft das Beobachtungen zufolge auf die meisten Korallenarten zu.

Aber vielleicht sollte unsereiner davon gar nicht überrascht sein. Denn wir wissen ja, daß jedes Lebewesen immer in einem umfassenderen biologischen Raum gesehen werden muß, nie nur für sich betrachtet werden kann. Es sind immer Biozönosen, Lebensräume, die ein Lebewesen definieren und in seinen Eigenschaften prägen. Es ist der Ort, und die Fülle aller Wesen rund um das, was sich als mehr oder weniger geschlossenes System präsentiert, in dem etwas Lebendes steht, das es zu sich kommen läßt. Kein Wesen ist deshalb nur für sich denkbar. Es ist immer und notwendig auf seine Umgebung bezogen, und diese auf es.

Ja, man kann und muß sogar sagen, daß es das Ganze eines stets in vielfältigen Schichtungen und Hierarchien definierten Raumes ist, das das Individuum hervorbringt. Wo man zwar nicht naiv von "Harmonie" sprechen kann, aber von Aufeinandergestimmtheit jedes lebenden Wesens sprechen muß. Wo das andere nicht verzichtbar und für sich stehend halt einen Raum ausfüllt, sondern immer aus dem Raum erst begreifbar und in einem unendlich komplexen Zusammenspiel dem Individuellen zum Leben hilft. Das betrifft den Menschen nicht weniger als die Korallen. Auch der Mensch braucht ja Bakterien, andere, fremde Wesen, um überleben zu können, man denke nur an die Verdauung. Der sterile, nur für sich stehende Mensch wäre nicht überlebensfähig. Denn er könnte mit der Welt nicht kommunizieren.

Das Konstituens (Ding) ist nicht ohne das Konstituierte (Raum und Zeit) - Ein Körper kann sich nicht konstituieren, ohne daß er mitseiende Körper hat, die ihm Maß geben.

Hans-Eduard Hengstenberg geht (mit anderen) deshalb so weit, daß er sagt, daß es ohne "Menschheit" keinen "Menschen" gäbe, ohne daß beides je existentiell trennbar wäre. Es braucht die Einheit vor der Individualität! Letztere geht aus der Ersteren hervor, und strebt permanent zu ihr zurück, weil es sonst nicht leben kann. Ja, dieses Streben ist das, was man Leben nennt. Ohne Wahrheit könnte kein Mensch bestehen. Auch wenn die Rückbindung an sie einen geistigen Akt braucht, denn das geht aus der menschlichen Natur (als hierarchisch gegliederte Geist-Seele-Leib-Einheit) hervor.

Denn das Allgemeine, das Universale, das Umfassende geht dem Individuellen ontologisch voraus. Letzteres ist dann lediglich die spezifische Ausprägung des Allgemeinen, die beim Menschen erst und nur über die Individualisierung stattfindet. Die selbst aber wiederum ohne allgemeinen Raum, ohne "Menschheit", gar nicht möglich ist, weil sich konstitutiv darauf bezieht.

Der Autonomismus, in dem der Mensch heute gerne gedacht wird, hat also gravierende, prinzipielle Fehler. Denn es gibt ihn in der vorgestellten (und propagierten) Form gar nicht. Und wo der Mensch entwurzelt, auf sich zurückgeworfen ist, geht er zugrunde. Wie jedes Lebewesen, auch die Koralle. Zum Bestehen als Individuum gehört notwendig das, was das umgebende Lebensfeld (als historischer Raum) zum Einzelnen selbst beitragen kann, soll und muß. Um wiederum es selbst zu sein. Die Welt ist also ein gigantisches Zueinander, das nur "als Welt" besteht, und nur "als Welt" dem Einzelnen Leben ermöglicht.

Doch mache man nicht den Fehler, das nicht nur zu abstrahieren, um es zu sehen, sondern dieses Abstraktum zum eigentlichen Handlungsobjekt des Einzelnen zu machen. Das wäre grundfalsch, weil eine Verdinglichung von etwas Geistigem und damit ein Kategorienfehler. Denn das Allgemeine "ist" nur durch das konkrete Einzelne, es ist also nicht Masse oder Vergemeinung. Es besteht nur real, durch seinen Ort und die Verwurzelung darin, in der sich Indivdualisierung erst möglich macht.

Aber wenn man einmal an diesem Gedanken Blut geleckt hat - die heutige Moral kapriziert sich nur noch auf Zusätzliches, also auf eine Erhöhung der Quanten, in allen Bereichen (man höre alleine eine gendergerechte Ansprache, lese einen gendergerechten Text, der schon durch die ständigen "-innen"-Zufügungen immer länger und alleine dadurch langweiliger wird - sieht ihn recht rasch hinter jedem Basch, äh, Busch.




Dienstag, 12. November 2019

Sonne, Luft, Boden und Biosphäre (3)

Teil 3) Nicht irgendein abstrakter, über allem schwebender Klimawandel 
ruiniert unsere Lebenswelt.
Es sind die konkreten Maßnahmen, die wir "dagegen" unternehmen.


Ein ähnlicher Wahnsinn spielt sich mit der angeblich klimaschützenden Bauweise ab, im besonderen mit dem Wahnsinn der nachträglichen Außendämmungen der Hauswände. Auch hier wird Sonnenenergie beziehungsweise Wärme von Speichermedien auf kürzestfristige Lufterhitzungs- und -austrocknungsmechanismen umgeleitet. Speziell Hochhäuser wirken dadurch wie Heizkörperradiatoren, die gewaltige Luftwalzen auslösen, die sogar die Staubbelastung erhöhen. Trockene, also wasserarme Luft wiederum läßt außerdem den Sonnenschein leichter durch.

Zu dem allen stelle man sich dann noch Windräder vor, die der Luft kinetische Energie entziehen (um sie an anderem Ort über Arbeit in Wärme umzuwandeln), Winde (damit deren Kühlwirkungen auch für Ortschaften und Städte) verlangsamen, und damit die Böden im Sommer weiter austrocknen und erhitzen, weil der Biosphäre weniger Verdunstungswärme entzogen wird. Alle diese Wirkungen sind über Weigl hinaus längst belegt und nachgewiesen! Natürlichste Vorgänge bei Pflanzen und Tieren werden damit irritiert.

Schon damit ist die meßbare Erwärmung der Städte erklärbar, die vom bautechnischen Unfug, der sogar per Gesetz vorgeschrieben und durch gigantische Geldumleitung (wieder: Umverteilung von Wohlstand zu Verbrauch, der einer Wohlstandsvernichtung gleichkommt) gefördert und finanziert. Von den sozialen Wirkungen (Umverteilung von unten nach oben) wollen wir gar nicht erst anfangen, denn die Kosten für diesen Wahnsinn trägt natürlich die einfache Bevölkerung. Im derzeit geplanten Ausbau ist hier die Rede von sechshundert (600!) Milliarden Euro, nur in den nächsten Jahren. Und der Witz dabei: Diese Geldumverteilung muß laufend aufrechterhalten bleiben. Denn alle diese Prozesse sind noch dazu extrem ineffizient, ja man muß es beim Namen nennen: Unfaßliche Verschwendung.

Diese Umverteilung ist deshalb nur eine weitere Emanation desselben Wahnsinns, der Methode und Prinzip unserer Politik und der öffentlichen Meinungen geworden ist. Sie lenkt die Fähigkeit zu produktiver Arbeit auf Prozesse um, die niemand je von sich aus gewählt hätte, die verordnet und erzwungen werden, und die die Wirtschaft auf Bereiche umsteuern, die von jeder Wirklichkeit, von jeder Interaktion mit Markt und Nachfrage autistisch abschließt und nur noch politischen Anordnungen folgt. Das ist der sicherste Weg, um wirkliche, entscheidende Innovationen zu erwürgen.

Während gleichzeitig politisch opportune Produkte hergestellt werden, die ohne Politik niemand nachfragen würde. Und die enormen Nebenwirkungen auch auf biosphärische Vorgänge und Tatsachen haben, an die offenbar noch nie jemand gedacht hat. Stattdessen haben wir uns von zahlreichen Schlagworten benebelt in einen Wahn begeben, der allen Ernstes Sätze wie "Die Sonne schickt keine Rechnung" oder "Wind weht immer irgendwo" oder "Erneuerbare Energie" für bare Münze nimmt. In Wahrheit treten wir in Konkurrenz mit aktuellen, immer gegenwärtigen Biosphärenvorgängen. Während die Verwendung fossiler Brennstoffe nur untätige, "alte", vergangene Energiespeicher verzehrt. Die noch dazu über Verbrennung wieder Wasser freisetzen, also die Luft befeuchten, und CO2 lösen, das wiederum den Pflanzen zugute kommt.

Erneuerbare Energie? Man muß es eher "Energiediebstahl" nennen, denn wir entziehen diese Energie den Lebensvorgängen auf der Erde, indem wir sie umlenken und riesige Mengen noch dazu vergeuden. Rechnet man alle diese Energiemengen zusammen, kommt man auf derartig gigantische Mengen, daß es gar nicht anders sein kann, als daß wir damit auch tiefgreifende Veränderungen auslösen - und diesmal ist es tatsächlich ein "Klimawandel" in dem Sinn, wie er als Schlagwort verwendet wird.

Dipl.-Ingenieur Jürgen A. Weigl zeigt mit seiner Studie über "Nebenwirkungen der Energiewende" ungemein detailreich und durch Berechnungen, Beispiele und Bilder belegt, daß es einen völlig anderen Zugang zum Thema braucht, das ist das wichtigste Resultat aus seiner Arbeit. Es braucht nicht die großen Gesetze und Verordnungen und Regelungen, sondern das genaue Hinsehen. Die Einzeleffekte mögen uns klein erscheinen, aber in Summe und im Zusammenwirken aller Effekte sind sie verheerend.

Und zwar bei uns, in unseren Klein- und Kleinsträumen, in unseren Ländern! Denn eine Klimakatastrophe in globalem Ausmaß, wie sie behauptet wurde und wird, hat es nie gegeben und wird es in dieser behaupteten Form nie geben. Allen Vorhersagen und Analysen liegt der Fehler zugrunde, daß sie über statistische (dabei noch dazu irrelevante) Analysen AUF DER GRUNDLAGE REGIONALER DATEN (die es in weiten Teilen der Erde nicht einmal gibt, die also west-lastig ist, wo es also diese Energiewenden bereits gibt) ohne die wahren Energieverhältnisse zu berücksichtigen, oder auch nur zu kennen. 

Ja, der Mensch hat Einfluß auf seine umgebende Luft, auf sein umgebendes Kleinklima, das weiter wirkt, irgendwann auch ins Große hinein, weil Kleinklimaräume mit den nächst größeren reagieren, und so weiter, gewiß. Aber dennoch muß dieser Einfluß eher wie ein Dialog mit dem Wetter gesehen werden muß.

Die von DI Jürgen Weigl aufgezeigte Katastrophe, auf die wir zusteuern, wird deshalb vorwiegend UNSERE Lebensumwelt (und unseren Wohlstand) zerstören. Auswirkungen auf die Welt hat es bestenfalls über Kettenwirkungen, über Reaktionen auf das bei uns (sic!) veränderte Kleinklima. Und hat es über weitere Globalisierung, die jeweils (sic!) lokale Veränderungen bewirken. Aber wie weit hier Wechselwirkungen bestehen, daß man von "Globalklima" sprechen könnte, ist auch der besten Wissenschaft weitgehend unbekannt. Die wirkliche Macht und Stärke und Größe von Vorgängen, die weit gewaltiger sind, als wir es uns vorstellen können, kennen wir nicht.

Alles, was unter dem Stichwort "Energiewende" summiert wird, ist aber im Wesentlichen nicht nur sinnlos, sondern absolut kontraproduktiv. Es wird das, wogegen es wirken soll, erst selbst auslösen und bewirken, und hat es bereits bewirkt. Und zwar bei uns, in unserem unmittelbaren Lebensumfeld. Wir müssen nur die Augen aufmachen. Auch der Zeitverlauf belegt, daß viele der beobachtbaren Veränderungen mit dem Beginn der Ökogesetze, mit dem Beginn der Energiewende korrelieren. Die Energiewende hat also seit je schwerste Schädigungen ausgelöst, nicht bekämpft. Und sie wird das in dem Maß weiter tun, in dem sie weiter durchgesetzt wird.

Wer den heutigen Wahnsinn kennt, wird zu der entmutigenden Einsicht kommen, daß das die Folge haben wird, daß der hysterische, irrationale, unüberlegte und unvernünftige Schrei nach Kampf gegen den Klimawandel weiter verstärkt werden wird, sodaß diese Maßnahmen weiter intensiviert werden, und DAMIT die Klimaschädigungen verstärken, die angeblich bekämpft werden. In Wirklichkeit müssen, wollen wir eine wirkliche Katastrophe vermeiden, auch viele Anlagen zurückgebaut werden. Bleibt der Plan der Energiewende aufrecht, verwüsten wir buchstäblich unsere, ja sämtliche, Lebensgrundlagen in unseren Ländern. Und zwar auf allen Ebenen.

Wir werden am Weltklima DIREKT nichts ändern, das können wir gar nicht. Auch, weil es ein solches "Weltklima" gar nicht gibt, das adressierbar wäre. Adressierbar ist aber das, was im Ganzen betrachtet Weltklima überhaupt ist - Klein- und Kleinsträume, die ganz reale Lebenspraxis unserer unmittelbaren Umgebung. Dort wird gesündigt, und zwar im buchstäblichen Sinn des Wortes. Dort wird an der Welt verbrochen. Nicht "auch", sondern ausschließlich. Deshalb sind "Klimaschutzmaßnahmen" sinnlos, wenn sie nicht sittlich-moralische, religiöse Umkehr der Menschen bedeutet, die sich den anliegendsten, engsten Dingen aufmerksam widmen. Sodaß wir der Welt um uns (sic!) mit Ehrfurcht und Dankbarkeit begegnen, sodaß wir sie zum Lobpreis Gottes führen und gestalten, und somit unser Handeln von der Gier des "möglichst viel mit möglichst wenig Mühe" auf das Prinzip der ehrfürchtigen Sparsamkeit und Liebe zur uns unmittelbar umgebenden Welt umstellen.

All die nationalen und internationalen Gesetze, all die globalen Aufrufe sind vollkommen verfehlt. Sie sind sogar gefährlich, weil sie einer Selbsttäuschung gleichkommen, die wir schon deshalb nicht erkennen wollen und können, weil sie Ursachen und Wirkungen weiter auseinanderreißen. Nur in der Rückbesinnung auf das einzelne Gewissen, in einer neuen Zuwendung zu unserer Mitwelt als dem eigentlichen Ort, an dem unser Handeln und vor allem unsere Vernunft gebraucht wird, kann das "Klima", in dem wir leben, dem Sinn der Schöpfung entsprechen. Und dann wird es auch stabil sein, denn die Erde ist in unglaublich fein abgestimmten Prozessen geschaffen, gegen deren Prinzipien wir auf Dauer nicht verstoßen können, ohne daß wir die verheerenden Folgen davon spüren. Wir brauchen deshalb keinen "Klimakampf". Wir brauchen einen Kampf um Liebe, Schönheit und Wahrheit. Dann, auf der Grundlage dieser Sittlichkeit, werden wir auch sachgerecht leben.





Montag, 11. November 2019

Sonne, Luft, Boden und Biosphäre (2)

Teil 2) Wir können keine Energie "erzeugen".
Wir können nur bestehende Energieflüsse speichern - und neu verteilen.


 
Weil Energie lediglich das Potential für Arbeit ist, und Arbeit immer in Wärme übergeht, wirkt sich unser Tun über Temperaturen aus. Weil zugleich und damit das Hauptkühlmittel der Erde, Wasser in flüssiger oder gasiger Form, in großem Stil so umgelenkt wird, daß die Temperaturvorgänge von ihren natürlichen Wechselwirkungen mit Wasser getrennt werden, haben wir es gleichzeitig mit einem Austrocknungsprozeß zu tun, der die gesamte Lebenssphäre schädigt, ja das Potential hat, sie auszulöschen. Was sich durch zahlreiche Phänomene von jedermann erkennen läßt.

Wir gehen einer von uns selbst über die "Energiewende" bewirkten Verwüstung unserer Landschaften entgegen, trocknen unsere Luft aus beziehungsweise entziehen ihr das Wasser, das die Biosphäre braucht, verlagern dieses Wasser stattdessen in ferne Gebiete oder tiefere Erdräume, und erhöhen direkt unsere Umgebungstemperaturen. Gleichzeitig wird durch dieselben Vorgänge die Temperatur der Luft verändert, und zwar gar nicht in ihrem statistischen Mittel, sondern in ihrer konkreten Verteilung. Sommer werden kürzer und heißer, Winter länger und kälter, Tage trockener und heißer, Nächte kühler und trockener.

Weigl hat sich seinem Tätigkeits- und Erfahrungsbereich gemäß mit den meisten Formen der "nachhaltigen Energiegewinnung" auseinandergesetzt, im besonderen mit der Wirkung von Solaranlagen, Wärmepumpen (Austauschverfahren), Bauweisen und Wirkungen der Bebauung. Bei ihnen allen weist er nach, daß sie direkt und für jeden nachvollzieh- und beobachtbar klimatische Kleinräume umkippen lassen, und im Zusammenspiel über das Ausgleichsverhalten angrenzender Klimaräume insgesamt und aufsteigend das Potential für große Klimakatastrophen haben. Sie erhitzen die Luft, wie Solaranlagen, die wie riesige Konvektionsheizkörper wirken und mit der Biosphäre um die Sonneneinstrahlung konkurrieren, die der einzige Energielieferant für die Erde überhaupt ist (sieht man vom Erdinneren ab). 

Der schwerste Fehler ist die Verlagerung dessen, was überhaupt Wohlstand bedeutet: Wohlstand, so definiert ihn Weigl äußerst geschickt, ist nämlich die Fähigkeit, Energie zu speichern. Das heißt, daß Wohlstand zu allen Zeiten und in allen Bereichen von dem Vermögen (man achte auf das Wort selbst) gekennzeichnet ist, zeitversetzt Arbeit (und damit Wärme) abzurufen. Wir machen aber das genaue Gegenteil, weshalb die Energiewende ganz klar als Wohlstandsvernichtung erkennbar wird: Wir verlagern Energie von mittel- und langzeitigen Speichern auf kurz- und kürzestfristige (aktuelle) Umverteilungsmechanismen. Das wirkt sich direkt auf unser Verhalten aus, das von einem überlegten, distanzierten Überlegen auf ein mechanisiertes, angepaßtes Nachlaufen wechselt, das außerdem für die gesamte Biosphäre (Pflanzen, Tiere, Mensch) vor allem Streßerhöhung bedeutet.

Alles, was in der Lage ist und war, Energie zu speichern oder gespeicherte Energie der Vergangenheit abzurufen, wird heute eliminiert und sogar zum Feind erklärt. Unter anderem, weil angeblich die Verbrennungsprozesse (die wiederum lediglich Umwandlungsprozesse sind) über das CO2 unser Klima schädigen. Verglichen mit den direkten Folgen, die dieses Handeln hat, ist die Wirkung von CO2 aber regelrecht lächerlich unbedeutend. 

Das alles läßt sich belegen, es läßt sich berechnen. Wirken im Einzelnen und für den Einzelnen die Effekte noch klein und unbedeutend, so sind sie es zum einen selbst in kleinstem Umfang nicht, das ist eine Täuschung, sondern kumulieren sich im großen Ganzen zu gigantischen Energiemengen. Die zu großen Teilen direkt zur Beheizung der Luft (Atmosphäre) umgelenkt werden.

Allein die Energieumverteilung, die durch unsere Straßennetze erfolgt - und eine Umstellung auf E-Mobilität würde daran nicht das geringste ändern, von den Folgewirkungen der E-Mobilität soll hier noch gar nicht geredet werden - ist (nachrechenbar!) bei weitem größer als alles, was wir an allfälliger Erwärmung der CO2-Moleküle durch Verbrennung bewirken. Einfallende Sonnenstrahlung (die, so nebenbei, durch Luftentfeuchtung noch deutlich gesteigert wird) wird in hohem Maß reflektiert, nicht im Boden gespeichert (sodaß das Ausgleichsverhalten zur Nacht fehlt), sondern während des Tages temperaturerhöhend wirkt. 

Alleine die Abkühlung der Luft, die durch Wärmetauschsysteme (Wärmepumpen, Klimaanlagen) eine Dimension erreicht hat, die (statisch betrachtet, also ohne Luftströmungen) eine Luftschichte mit einer Höhe von acht Metern über unsere Länder legt, die um fünf Grad kühler ist als die Umgebungsluft. Und wasserärmer! Das auf diese Weise der Luft entzogene Wasser entspricht derselben Menge, die wir als Trinkwasser verwenden. Denkt man nun noch andere Faktoren dazu - Wasserentzug durch Umlenkung des Tauwassers - so kommt man heute schon auf jene Wassermenge, die dem Wasserbedarf der gesamten Biosphäre (also mit Klein- und Kleinstlebewesen in und auf dem Boden, Insekten und Vögel) entspricht. Dieses Wasser fehlt der Luft, wird stattdessen über Kanäle, Bäche und Flüsse in die Meere geleitet, und verdunstet damit an ganz anderer Stelle.

Morgen Teil 3) Nicht irgendein abstrakter, über allem schwebender Klimawandel 
ruiniert unsere Lebenswelt.
Es sind die konkreten Maßnahmen, die wir "dagegen" unternehmen.