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Donnerstag, 1. Dezember 2022

Kein zufälliger Zusammenfall

Es wird offenbar, daß der Kapitalismus auf totalitäre Herrschaft letztlich des Einen, also auf den Kommunismus hinausläuft. Jener Form, die nicht mehr den Krieg der eien Hlfte gegen die andere betreibt, sondern die Zwangsherrschaft des Einen gegen alle übrigen. 

Das hat fast 200 Jahre gedauert. Mal sehen wie lange es dauert, bis die Menschen begreifen, daß der LIberalismus nur die taktische Waffe des Kapitalisus ist. Denn es ging und geht in Wahrheit nie ums "Geld".
Weil Geld lediglich ein Mittel ist,  das den Grad des Wirkens im Rahmen des Sozialen ist, also um Macht.
Deren größte Konzentration in einer Stellung "wie Gott" - "eritis sicut Deus" - besteht. 
Nicht einmal die Reichsten der Reichen ."haben" deshalb so viel Geld, wie es dargestellt wird, und sie streben es auch gar nicht an, nicht als Selbstzweck. Sondern nur als Mittel der Machtausübung, das sich in dem Moment, in dem die Gesellschaft den Glauben daran verliert, in Nichts auflöst. Wenn es nicht durch eine andere Macht, die in der Zeit, in der alle an das Geld glauben, aufgebaut wurde, gehalten wird. Wenn also die Teilhabe am Sozialen, das die Grundlage der Existenz jedes Einzelnen ist, von den Einen bestimmbar wird.
Es gibt deshalb auch keinen Reichen, der nicht begonnen hat, sein eigentliches Strerben zu offenbaren: Als Streben nach den geistigen Gütern der Menschheit, nach Religion, nach Wissen, um DIESE, um den GEIST zu besitzen und durch Teilnahme an ihm die Welt so effektiv wie nur möglich zu bestimmen. Und DAMIT die Eigenstellung zu erhöhen.

Sonntag, 31. Mai 2020

Eine dicke fette Lüge nach der anderen (2)

Nachtrag vom 30. Mai 2020: Interessanterweise ist die englische Version auf Youtube nicht mehr abrufbar. Dafür gibt es nun eine deutsch synchronisierte Version (unten)! 

Wenn der Leser dieser Zeilen also an einem Film interessiert ist, dann sollte er sich beeilen. Wer weiß, wie lange es diese Quelle noch gibt. Wo ein Linker die von manchem sehr aufwendig verschleierte Geldgier getriebene Ökologie-Energie-Lügen der Linken so auseinandernimmt - mit dem Phantasma der "Grünen Energie, vulgo Erneuerbaren" allem voran - daß diese mit den Zähnen knirschen, aufschreien und alle Hebel in Bewegung setzen, diesen Michael Moore, der eine ihrer Ikonen war (und sich selber noch so versteht!), nun zu verleumden und als unzuverlässig zu entkräften. 

Dabei ist Moore links und wird immer links bleiben. Daß wir hier auf seinen Film hinweisen heißt also keineswegs, daß wir seine Positionen generell gutheißen. Im Film kommt auch Haarsträubendes zum Vorschein, wie die Haltung zur Weltbevölkerung. Aber Moore treibt eine Sorge, die wir ihm im Rahmen der linken Vorstellungen der Ökologie abnehmen. 

Denn er hat bei seinen Recherchen entdeckt, daß gerade die ökologischen Schäden der sogenannten "nachhaltigen Energieformen" so groß sind, daß sie jeden Nutzen weit übersteigen und als glattes Lügen in den eigenen Sack bezeichnet werden müssen. (Wir erlauben uns hier noch einmal auf die umfassende Studie des Grazers Diplom-Ingenieurs Jürgen Weigl hinzuweisen, die jede Aufmerksamkeit verdient!) Noch dazu aber, und das treibt die Linken ja so auf die Palme, zeigt Moore, daß die Erneuerbaren Energien immer den ... Kapitalisten (und Faschisten ...) dient. 

Auf EIKE ist jene Quintessenz des Films von Michael Moore "Planet der Menschen" (2019/20; Dauer 1  3/4 Stunden), auf die es uns ankommt, so dargestellt: 
Erneuerbare Energien sind teuer, wirken sich auf die Umwelt verheerend aus, reduzieren nicht den Verbrauch fossiler Treibstoffe, reduzieren nicht irgendwelche CO2-Emissionen; sie töten Vögel und Fledermäuse, ruinieren Landschaften, plündern die Natur, bereichern einige Wenige auf Kosten der durchschnittlichen Energieverbraucher usw.
Aber was den Film zu so einer tödlichen und effektiven Waffe gegen die Grün-Bewegung macht, ist, daß er nicht von einem der erklärten Feinde der Bewegung stammt, sondern von einem ursprünglichen Verbündeten.


Teil 2) Die Umweltbewegung wurde 
von den Kapitalisten übernommen. 
War sie nicht überhaupt deren Kind, von Anfang an? 


Bestenfalls kann man noch einer ungeheuren Naivität zuschreiben, die "gut gemeint" nicht vom Gegenteil, dem "gut gemacht" unterscheiden kann. Hinter jeder Solaranlage, hinter jeder Windanlage steht eine fossile Anlage, so ist das ganz einfach. Ohne fossile Rohstoffe, die jeden "Ökoeffekt" locker in die Tasche stecken, wortwörtlich, geht rein gar nix. Die Grünenergie-Fake-Hysterie ist sogar direkt dafür verantwortlich, daß mehr (und zusätzliche) fossile Verbrennung stattfindet denn je.
Von Grüner Energie auch nur zu sprechen, ist schlicht und ergreifend absurd. Schein, Fake, Lüge, Dummheit - mehr kann man dazu nicht sagen. Spricht man die Befürworter von Green Energy auf die Widersprüche an, auf das Kontraproduktive hinter der ganzen Idee, auf die Widersprüche in ihren eigenen Aussagen, wissen die oft nicht einmal mehr etwas zu sagen.
Und Moore läßt sie reden. Sagt wenig dazu. Der Zuseher sieht es selber. Sieht, wie sich die in ihren eigenen Fallen fangen. Und sie reden unbefangen, lassen die sonst so übliche Vorsicht fallen. Denn Moore nehmen sie ja das Grüne ab. Das wirkt manchmal fast heimtückisch. Ohne es zu sein. Es ist einfach, wie es ist! Und der Zuschauer soll es selbst entdecken.

Und so entdeckt man auch staunend den riesigen psychodynamischen Wirkfaktor hinter der heutigen Ökobewegung. Die allen Ernstes glaubt, daß es in "ihrer" Zukunft eine Welt, wie die heutige geben wird, die nur sauberer, ökologischer und so weiter ist. Alleine das ist eine einzige Illusion.
Die heute getroffenen, oft so weitreichenden Entscheidungen, die das bringen sollen, sind vor diesem Hintergrund nur noch als tragisch zu bezeichnen. Sie wollen das Gute, das sie meinen zu kennen, und werden das Gegenteil bewirken. Weil sie in der derzeitigen Gestalt das trojanische Pferd für einen ungeheuer verlogenen, dabei äußerst cleveren Kapitalismus sind. Der Gesichter hat, der Namen kennt. Namen und Gesichter wie die der Brüder Koch. Wie die von Bloomberg. Wie das von Elon Musk.  
Und nicht zuletzt, ja an den Anfang, gehören Namen von David  Blood und Al Gore. Die Umweltbewegung wurde von den Kapitalisten übernommen! Und die Klimarettung, die Al Gore mit seinem Film (der eine regelrechte Kompilation von direkt falschen oder halbwahren, also dadurch falschen Behauptungen ist) so entscheidend anstieß - sie schaut aus diesem Blickwinkel wie eine riesige PR-Aktion aus, mit der Al Gore und seine Kumpane riesige Investitionen in die Gewinnzone schoben. Um sie dann auf den Cayman Islands "zu versteuern".
Moore zeigt Zusammenhänge auf, die verblüffen können. Zeigt simple Lügen auf, mit der Grünbewegte in ihre Phantasien gehoben und ausgenützt werden! "Die Welt will belogen werden." 
Und will sich selbst belügen. Die Ökobewegung, die sich auf dogmatisierte Schlagworte wie "Grüne Energie" eingeschworen hat, richtet deshalb heute einen riesigen Schaden nach dem anderen an der Umwelt an, und schließt hilflos und ratlos die Augen, während sie weiter an jener Katastrophe arbeitet, die abzuwenden sie ausgezogen ist. Das steigert sich wie in Spiralen hoch, weil die Schäden manchmal natürlich bemerkt werden. Aber alles was geschieht, um sie zu beheben, vergrößert die Katastrophe nur noch mehr.
Diese Tragödie ist die These, unter der Moore auch in "Planet of the Humans" die Ökobewegung untersucht. Und er zeigt vor dem Hintergrund der ersten Hälfte, in der zweiten des Films das Ausmaß der Tragödie. Die erschreckend monströs vor Augen kommt, und sich über die erste Hälfte stülpt. Das macht den Film wirklich interessant, gut gemacht, und auf jeden Fall originell.
Denn Moore sagt keineswegs, daß die Ideale der Ökologisten alle falsch und dumm sind. Er glaubt selber auch an eine Neue Welt, die ohne Kapitalismus besser und ökologisch ist. Er beklagt nur, daß diese seine Utopie SO nicht zu erreichen sein wird. Der immer kontroverse, bislang um keinen Streit verlegene Filmemacher rüttelt deshalb in den letzten Jahren so emphatisch an den Grundfesten der heutigen Ökobewegung, die sich in die Green Energy verbissen hat, weil er traurig geworden ist. Weil er meint, daß man dringend die Vorgehensweisen und Sichtweisen ändern muß, will man nach vierzig Jahren Wüste schließlich doch noch ins Gelobte Land einziehen.
Widerlich, was? Na gut, was kann von so einem ungustiösen Fettsack, der schon alleine durch seine Ausdünstungen wahrscheinlich mehr giftige Abgase ausstößt wie halb South Bend in Indiana, schon Smartes (also der Weltrettung Hilfreiches, Cleveres) kommen. Obwohl er ohne Bart (und mit ein paar Kilo weniger?) schon etwas manierlicher aussieht als noch vor etlichen Jahren.

Ehe wir aber schon wieder vom Thema abkommen, bringen wir endlich den Film. Der sollte ohnehin für sich sprechen. Und wünschen gute Unterhaltung. 






*250420*

Samstag, 30. Mai 2020

Brandopfer für den Gott des Irrsinn (2)

Zu welch allem wir nur in der Lage sind, weil wir von einem Wohlstand zehren, den wir nie mehr selbst erarbeiten könnten, sondern den wir diesen Energiedichten verdanken, die wir heute in einem wahren Massenrausch mit lächerlich niedrigen Energiedichten und primitiven (soll heißen: barbarischeren) Energieformen vertauschen. Die unsere Umwelt als Lebensraum erst recht erledigen.

Das Groteske ist, daß wir Europäer uns dabei einer Schwäche der Amerikaner bedienen. Einer charakterlichen Schwäche, die mit den Dispositionen der vor allem aus Europa Zuwandernden zusammenhängt. Und die diese nie bemerken mußten und müssen, weil ihr neues Jerusalem, die USA (in diesem Fall muß man Kanada dazuzählen), nach wie vor sehr dünn besiedelt ist, aber extrem reiche Land- und Umweltreserven hat. Sodaß es lange (und sogar Jahrhunderte lange) nicht auffällt, wenn Raubbau betrieben wird. 
Amerika wurde zum allergrößten Teil nie kultiviert. Wie es der Auftrag des Menschen wäre, der mit Liebe und Sorgfalt die vorgefundenen Ressourcen nutzen und hegen soll. Amerika wurde zum allergrößten Teil einfach benutzt und dann weggeworfen wie ein Dreckfetzen. Auch der Druck zur Kultur, wie er durch hohe Bevölkerungs- und Familiendichte entsteht (welch letztere bedeutet, daß sich innere Qualität in einer Kultur entwickelt), hat dort nie bestanden. Auch weil er - wo er bestand - brutal aus dem Weg geräumt wurde.
Jährlich fallen deshalb riesige Waldflächen Nordamerikas der Hackschnitzelproduktion anheim, die Brennstoffe für die europäische Energieversorgung liefert. Die Absurdität wird noch erkennbarer, wenn man nun bedenkt, daß Brennstoffe mit äußerst niedriger Energiedichte und Verarbeitungsniveau, die also riesige Lagerflächen brauchen, über fünftausend Kilometer per Schiff transportiert werden. Um dann in Europa in "ökologischen Präferenzprojekten wie Hackschnitzelöfen" verbrannt zu werden. 

Oder ist dem Leser noch nicht aufgefallen, daß heute jeder Supermarkt handliche, komprimierte Hackschnitzel konsumentennah anbietet? Dieses Angebot ist in den letzten Jahren enorm gewachsen, so hat es zumindest der VdZ beobachtet. Vielleicht sollte der Leser einmal nachsehen, woher diese oft erstaunlich billigen, immer aber sehr bedienerfreundlich abgepackten und portionierten Brennstoffe kommen. 

Vielleicht sollte er dann noch dazu bedenken, daß die Verbrennung dieser Holzprodukte die Luft nicht nur durch Abgase, sondern durch sehr hohe Feinstäube belastet. So sehr, daß es Ökologen gibt, die der Meinung sind, daß die in den letzten Jahren beobachtbare Zunahme dieser Feinstäube (auch am Land!) zur Gänze auf Kosten dieser Hackschnitzel- und Holzverbrennung zurückzuführen ist. Und damit NICHT auf Autos etc.

Was die Umwelt weiter extrem belastet, denn der Schiffsverkehr allein ist für ein Drittel der Abgase der Welt verantwortlich, die in die Luft geblasen werden, und nur rentabel, wenn das auch so bleibt. Und daß das so bleibt, dafür sorgt die - richtig! - Globalisierung. Die auf Schiffsverkehr beruht.
Die Lüge der Ökologisten und Klimapaniker als Weltretter, die sich so sehr auf "grüne Energie" konzentrieren (und frechen Mundes auch noch behaupten, ihr Irrsinn würde "Arbeitsplätze schaffen und die Wirtschaft ankurbeln" wozu man das Wiederaufstehen der Wirtschaft nach dem künstlich herbeigeführten Zusammenbruch mißbrauchen will), ist so offensichtlich, so niederträchtig, daß einem fast der Atem stockt. 
Und geht bis in letzte Details. Wußte der Leser etwa, daß für "grüne" Holzkraftwerke, um die nötige Temperatur zu erreichen, aller möglicher Industrieabfall (wie alte Autoreifen etc.) eingesetzt werden? Wir erwähnen es nur, es wurde bereits andernorts ausgeführt.
Der Film (30 min.) fügt sich in die Reihe ein, die hier zuletzt angeboten wurde und sich der Tatsache widmet, daß unter dem Etikett der "Weltrettung" genau dieser, angeblich zu rettenden Umwelt, Schäden zufügen, die ein Ausmaß erreicht, das historisch einmalig ist. Ja, genau mit diesen Weltrettungsmaßnahmen wird die Umwelt in einem beispiellosen Maß zerstört.
Die Weltretter, die Klimaretter, die Guten - sie alle sind die Bösen. Sie sind die, die das bewirken, das zu bekämpfen sie angeblich auszogen, und das zu erreichen sie kein Mittel scheuen, um die bestehende Kultur zu zerstören. Deshalb muß und kann man nur eines sagen, es ist ein Urteil, das sich aufzwingt: Hinter der Weltrettungsbewegung auf allen Ebenen steht ein Welt-, Lebens- und Menschenhaß, wie er noch nie gesehen ward. 
Die Weltrettung, die ein Schema heutigen politischen und gesellschaftspolitischen Agierens ist - "vom Klima zur Gesundheit" - ist in Wahrheit die effizienteste, bösartigste Bewegung der Weltzerstörung. Betrieben von Menschen voller Haß und dem Haß entstammenden, aber diabolisch-luzid "cleveren" Dummheit.
Der Film "Burned" ist bei VIMEO kostenlos abrufbar, kann aber technisch hier nicht eingebettet werden. Wir haben deshalb nur einen Ausschnitt zu bieten, den wir auch brav einfügen.





*Es ist ohnehin so, daß eine Veränderung hin zu geringerer Effizienz auf der Tatsache aufbaut, daß der wahre Umfang dessen, was man als Gut besitzt, nicht erkannt wird. MAN WEISZ NICHT, WAS MAN MIT DEM HAT, WAS WIR HEUTE HABEN. WIR TÄUSCHEN UNS HEUTE VÖLLIG IN DER BEWERTUNG DESSEN, WAS UNS DIE VÄTER ÜBERGEBEN HABEN. 

Die Ablehnung der Väter (und damit die respektvolle Übernahme und Weiterführung der Tradition) beruht also vor allem auf einer (buchstäblichen) Nichtkenntnis und Ignoranz dessen, was wir von ihnen geerbt haben. Damit verspielen wir das, was wir haben, zugunsten dessen, was wir "gerne einmal hätten". Am Ende werden diese heutigen Generationen deshalb mit leeren Händen dastehen, das kann mit absoluter Sicherheit gesagt werden.



*080520*

Freitag, 29. Mai 2020

Brandopfer für den Gott des Irrsinn (1)

Auf noch einen Film wollen wir hinweisen, der sich mit dem Aberwitz des sogenannten Klimaschutzes befaßt, der sich vor allem in der "Green Energy" so deutlich zeigt. Wo der Klimawahn nicht nur den größten Schaden anrichtet, sondern auch das meiste Geld (phantastische Summen!) kostet. In "Burned - Is wood the new Coal?" gehen Umweltbewegte mit bemerkenswertem Willen zur Wahrheit der Tatsache nach, daß auf offizielle Empfehlung hin das Verbrennen von Holz als "grüne Energie" betrachtet wird, und zwar weltweit, und deshalb immer weiter verbreitete Anwendung findet.

Schon heute werden deshalb in den USA mehr Wälder abgeholzt, als nachwachsen können. Hier läßt sich also nicht nur ein Ende vorhersagen, sondern auch, daß wir auf verwüstete Landschaften zusteuern. Das Ausmaß der Waldvernichtung vor allem in Süd- und Mittel-USA, das Satellitenbilder vor Augen stellen, ist erschreckend.

Es sind jedoch Bäume, nein, Wälder (der natürliche Ort des Baumes, auf den er zustrebt, auf den alles in seinem Verhalten abgestellt ist) die Klima, das immer Klein- und Lokalklima ist, stabilisieren und in allen Schwankungen und Anforderungen konstant halten können. Im Namen der Ökologie werden heute aber schon schlimmste und rasant zunehmende Umweltschäden angerichtet. Und das alles wird von den Klimabewegten nicht nur mit Emphase gutgeheißen, sondern mit viel Steuergeld regelrecht zugeschüttet.
Die Klimaökologie, mit der wir es heute zu tun haben, ist eine gigantische Lüge. Mehr ist dazu fast nicht mehr zu sagen.
Die Sachlage ist einerseits sehr einfach und für jeden mit Hausverstand auch sofort erkennbar. Sie ist in der Praxis freilich komplex, verschachtelt, weil alles verborgen werden muß, sodaß alles in Verlogenheit und Absurdität endet. Wie eigentlich alles, was die Klimaretter auf die Waagschale bringen. 
Wie überall, erreichen Sie auch hier das Gegenteil von dem, was sie vorgeben erreichen zu wollen. Und wie immer wollen sie es nicht sehen, und andere hindern, es zu sehen.
Der Film geht der Tatsache nach, daß im Bestreben, "fossile Brennstoffe" aus dem industriellen wie privaten Verbrauch zu eliminieren, vor allem Öl (als DER und universale Gottseibeiuns der Gegenwart) durch "sustainable", also "nachhaltige" Brennstoffe ersetzt werden sollen. Das hat dazu geführt, daß in Europa Kohlekraftwerke zu Dutzenden entweder stillgelegt oder auf andere, auf "nachhaltige" Brennstoffe umgerüstet werden. 

Zu denen auch ... Holz gehört. Was wirklich absurd ist. Riesige Waldflächen mit einem Baumbestand, der über Jahrhunderte gewachsen ist, werden gerodet, und wo wenigstens aufgeholzt durch "Fichtenplantagen" ersetzt. Nicht zuletzt der Artenreichtum wird dadurch dramatisch reduziert. Gerade auf diesen Punkt stützen sich so viele Ökologieapostel - um ihn SELBST zu erzeugen. Aber auch die Auswirkungen auf menschliche, bereits einmal kultivierte Lebensräume, auf Dörfer und Kleinstädte, auf lokale Siedlungen und landwirtschaftliche Tätigkeiten, sind enorm. Man kann heute aber ohnehin nur noch den Kopf schütteln über den Wahnsinn dieser Zeit.
Diese groteske Sachlage nennen die Ökologieidioten aber tatsächlich "nachhaltiges Wirtschaften". Und rechnen sich dabei ihre in Wahrheit haarsträubenden Umweltbilanzen froh.
Diese (in der Wertdichte so niedrig stehende) Verwendung von Holz ist für das, was sich heute in Europa (und weltweit) an Verblödung abspielt, nicht nur insofern typisch, als es zivilisatorischen Rückschritt (samt Wohlstandsvernichtung) bedeutet, weil hohe Energiedichte gegen niedrige Energiedichte getauscht wird. Sondern es ist noch dazu politisch und (angeblich) gesellschaftlich GEWOLLTER Rückschritt. Zumal die Verbrennung von Holz so ziemlich zum dreckigsten Verbrennungsprozeß gehört, der uns möglich ist. 
Hohe Kultur ist immer mit hoher Energiedichte verbunden. In jeder Form, und (sinngemäß) in allen Gebieten menschlichen Lebens.
Auch hier hat also die Verwendung von Kohle, und in einem nächsten Qualitätssprung von Öl und Gas (in gewisser Hinsicht muß man auch Atomkraft dazuzählen), enorme und kaum ausreichend quantifizierbare Verbesserungen gebracht. Die wir nach und nach verspielen. 
Biomasse ist der rücksichtsloseste, verächtlichste Umgang mit natürlichen Ressourcen, der denkbar ist. Er degradiert die Natur zu einem bloßen Energielieferanten. Alle übrigen Aspekte eines Lebensraumes werden ignoriert, oft genug mit "wissenschaftlichen Gewißheiten" garniert, und mit Füßen getreten. Das Leben selbst wird dabei mit Füßen getreten.

Morgen Teil 2)



 *080520*

Montag, 18. Mai 2020

Eine dicke fette Lüge nach der anderen (1)

Michael Moore ist auch hier bereits vorgestellt worden. Der an sich extreme Linke stößt nämlich im Zuge seiner Recherchen für seine (gut gemachten) Filme immer wieder auf Widersprüche, die so manches Dogma der Gegenwart in seinen Grundfesten erschüttert. Und schonungslos Lügen aufdeckt, egal wo sie sich finden. Oder er sie zu finden meint. So auch in seinem neuesten Film, der auf Youtube abzurufen ist. 

Aber Vorsicht, das Streaming verursacht weltweit den Ausstoß von dreihundert Millionen Tonnen CO2. Also bitte, wenn Sie sich das ansehen, dann mit dem Vorsatz, das endgültig zum letzten Mal, "einmal noch, aber dann", zu tun. Halt, eins noch, dann erst. Schauen Sie sich auch an, wie es mit der Turboerwärmung über der Arktis aussieht, auch das ist ja enorm relevant für Ihren Alltag. Denn nun sind es doch die Chemieabgase, die Spraydosen, und weiß der Deibel was noch so täglich durch ihre Hände gleitet, die diese Erwärmung verursachen. Weil sie es sind, die das Ozon zerstören. 

Moment, wenn es diese Abgase sind, die mit dem Ozon dort oben im Norden chemisch so katastrophal reagieren, was bleibt dann aber noch für das CO2? Richtig. Nichts. Wenn das also wirklich so sein sollte, dann bleibt nur ein Schluß: Die sogenannte Klimasensitivität, also die für alle Prognosen und Maßnahmenhysterien unerläßliche Frage um die Erwärmung der Erdatmosphäre bei Verdoppelung des CO2-Ausstoßes, kann sich brausen gehen. Die ist dann auch verfleucht. Und nix wird es mit Klimakatastrophen, die das CO2 verursacht. 

Daß da was nicht stimmen kann, haben wir uns aber, seien wir ehrlich, ohnehin schon gedacht. Denn wir erinnern uns in diesen Tagen an die Prognose eines gewissen James Hanson, der, wie mancher vielleicht gehört hat, mit seiner legendären Vorführung im Kongress (bei der er mitten im Hochsommer heimlich die Klimaanlage ausschalten ließ) unter anderem prognostizierte, daß unausweichlich sei, daß New York in den nächsten Jahren im Wasser versinke.

Das war vor zweiunddreißig Jahren. Wie geht es New York? Pfah, Hansen hat ganz offensichtlich von Küsten, von Tektonik, von Meeresspiegelveränderung, mit einem Wort: Von der Komplexität der Materie nicht die geringste Ahnung. Was aber einen geeichten Weltretter nicht weiter stört. Denn gut, geschenkt, schieben sie halt die Katastrophen um ein paar nächste Jahrzehnte in die Zukunft, dort haben die gut liegen.
Aber es ist auch egal. Denn wen kümmern sachliche Widersprüche, wenn eine zusammenfassende, alles erklärende Tatsache ohnehin feststeht: Wir Menschen sind schuld! Wir Menschen? Nein. Wir Menschen des Westens! Nein. Nicht Menschen. Wir Weißen des Westens. Das reicht endlich, Ihr arroganten, fiesen, ekeligen Wohlstandssäcke. Wohlstandssäcke? Nein. Ihr autoritären, faschistischen Väter.
So, nun aber endgültig zurück zum Hauptthema, das wir fast aus den Augen verloren haben durch unsere emphatischen Plaudereien. Zurück zu Michael Moore und seinem neuesten Film "Planet of the Humans." Moore bezeichnet sich selbst ja als "einen Umweltschützer - "Environmentalist" - der ersten Stunde." Da darf man sich schon ins Thema verbeißen.

Der immer und nun schon wieder für Aufregung sorgt. In den letzten Jahren umso mehr, als er sich nicht auf Kapitalismuskritik beschränkt, sondern sich sogar bei der Grünbewegung in den Ansatz verstiegen hat, daß diese so supere Grünbewegung in Wahrheit dem schlimmsten Kapitalismus dient.
Ja, diese ganze und weltweite Grünbewegung ist eine einzige Lüge: Sie ist ein riesiges, billionenschweres Geschäft, das sich das "Weltrettungslabel" lediglich als Verkaufstrick umgehängt hat, sonst nix!
"Green energy does not safe us." Alle diesbezüglichen Versprechungen sind eine einzige Lüge in den eigenen Sack. Auch in diesem neuesten Film kommt Moore zu einem schockierenden Fazit. Etwa als er die Anlage der ersten Solaranlage Amerikas besucht. Was er vorfindet bestätigt voll, was in diesem Blog vor Monaten dargelegt wurde, und der Grazer Energiefachmann Jürgen Weigl herausgefunden und in eine fulminante, lesenswerte Studie gepackt hat: Wo einmal Solarpanele aufgebaut sind, folgt eine Austrocknung und Versandung des Bodens, die sich gewaschen hat.

Weigl meint ja, daß die Solarpanele wie Heizkörper wirken und die Atmosphäre in ungeahnter Weise aufheizen, den Boden aber austrocknen und ihm das Wichtigste entziehen, was er hat: Sonnenlicht. Der Moderator Gibbs im Moore-Film ist über genau das von Weigl Festgestellte schockiert: Wo einmal alles grün war, die Solarpanele eine noch grünere Zukunft versprachen, ist heute Sand und Kleinwüste.

Er läßt eine ganze Reihe von unbestrittenen Fachleuten und Wissenschaftlern antanzen, die seine Fakten bestätigen. Und sagt schließlich, daß er jedes Mal, wenn er auf "grüne Energie" näher hingeblickt hat draufgekommen ist, daß das alles andere, aber keine "grüne Energie" war. Und zwar JEDES MAL. Da wird gelogen, daß sich alle Balken biegen. Und die Grünpropheten haben oft einfach keine Ahnung von ihrer Sache.


Morgen Teil 2) Die Umweltbewegung wurde 
von den Kapitalisten übernommen. 
War sie nicht überhaupt deren Kind, von Anfang an? 


*250420*

Freitag, 27. September 2019

Weiche, Satanas!

Einen interessanten Aspekt zeigt EIKE in einem jüngst veröffentlichten Artikel auf. Wo es um den Zustand des deutschen Waldes geht. Denn natürlich sind Klimaphantasten verrottet und dumm genug, um irgendwo auch eine nächste Waldkatastrophe herbeizureden. Deren Sprechweise in der Regel ja nur heißt, auch irgendwelchen Details in unsäglicher Dummheit (und, so nebenbei, Unwissenschaftlichkeit) Apokalypsen herbeizureden. Der deutsche Wald aber stirbt nicht. Und er starb auch vor 30 Jahren nicht. 

Nicht nur waren die damaligen Schreckensmeldungen (ach, und wie oft durch Bilder "bewiesen") ein Lapsus, der einer unverstandenen Statistik zuzuschreiben war (man nahm erstmals unter bestimmten Aspekten Daten auf), sondern gerade heute zeigt sich, wie verblödet alle diese Prognosen waren. Der Wald in Deutschland hat in den letzten vierzig Jahren um gut und gerne zehn Prozent zugenommen! 

Was hat aber das Generationensterben in den 1980ern bewirkt, das wie ein "Waldsterben" aussah? Nach 1945 hatten England und Frankreich Reparationsleistungen für Kriegsschäden auch in Form von Holz verlangt. Also wurden riesige Waldflächen gerodet und nach diesen Ländern abgeführt. Die deutsche Forstverwaltung sah keine andere Chance, als diese Flächen durch schnellwüchsige Arten aufzuforsten. Fichtensetzlinge sind leicht und simpel handhabbar. 

Das heißt: Vor allem durch Fichten. Das konnten auch Frauen. Also wurden in den riesigen Lichtungen, die durch Raub entstanden, Fichtenwälder gepflanzt. Die dann - Fichten leben nicht länger, sind außerdem extreme "Wasserzieher", noch dazu Flachwurzler, das heißt: Halten keine Dürren aus - befehlsgemäß in den 1980ern ihr Zeitliches segneten. 

Das "Waldsterben" durch Eigenschuld (sic!) war perfekt. Die "Maßnahmen", die daraufhin verordnet wurden, sind auch aus diesem Blickwinkel heraus nur noch als hirnrissig zu bewerten. 

Abschöpfen des Schwefelgehalts? Wer's glaubt, wird selig. Der VdZ hat lange genug mit "Wissenschaftlern" eines Papierkonzerns täglich im noblen Ambiente eines einst herrschaftlichen Jagdhauses gespeist. Die haben über Erfolgsmeldungen in Zeitungen nur gelacht. Denn sie haben an "Ökologischen Schäden" nur verborgen, was zu deutlich sichtbar war, ansonsten umgeleitet, was ging, und den Rest belassen. Ab und zu platzte die Bombe. War aber die gebirgsabflüssige Ybbs doch von einem Tag auf den anderen der Fluß, in den die Abwässer eingeleitet wurden, schaumgekrönt, nahm es die Öffentlichkeit kaum noch wahr. Es war ja die Öko-Situation nach Medienberichten gerettet. Da konnte man mit einem einmaligen Ausrutscher leben. Lächerlich. Alles war absehbar und fast geplant. Wie hätte man die Dreck-Becken sonst leer bekommen?

Nicht anders war es in anderen Bereichen. Die Schäden, die etwa ein Katalysator den Verbrennungsprozessen in Automotoren zugefügt beziehungsweise beigefügt hat, sind kaum zählbar. Die Feinstoffdiskussion (NO-Abgase) lebt regelrecht davon.

Was für Narren, überall, allenthalten. Was für Idioten. Schert Euch doch endlich zum Deibel. Und laßt die Menschen leben. In ihrer Konfrontation mit Gott (die ja weggenommen wird, scheinbar, aber höchst effektiv), und das heißt in der Begegnung mit der sie immer direkt umgebenden Wirklichkeit. Darauf sollen sie sich konzentrieren dürfen, daraus wächst dann Lebenskraft, dort erfüllt sich der Sinn.

Gott möge die Menschheit von der Plage der "Wissenschaftler" befreien! Von diesen Satanisten, und in ihrer harmlosesten Form: Trottel. Weiche, Satanas! 

Gott möge die Vernunft aber zum Sieg führen.





Dienstag, 22. Januar 2019

Fanatischer Wüstenmensch vs. Schöpferischer Waldmensch

"Die trockene Trunkenheit des Orients kommt von der Wüste, wo heißer Wind und heißer Sand den Menschen berauschen, wo die Welt einfach und problemlos ist. Der Wald ist voller Fragen. Nur die Wüste fragt nichts, gibt nichts und verspricht nichts. Aber das Feuer der Seele kommt vom Wald. 

Der Wüstenmensch - ich sehe ihn -, er hat nur ein Gefühl und kennt nur eine Wahrheit. Der Waldmensch hat viele Gesichter. Der Fanatiker kommt von der Wüste, das Schöpferische vom Walde her."

Kurban Said (geboren als Lew Abrahamowitsch Nussimbaum in Tiflis, Georgien, +1942),
in seinem Roman "Ali und Nino"


Navid Kermani schreibt dazu in "Entlang den Gräben":

"Natürlich liegen zwischen Marokko, Jemen, Indien unterschiedliche Klimazonen, es gibt fruchtbare Ebenen, tiefgrüne Flußdeltas wie am Nil. Steppen, Meeresküsten und Seen, Gebirge mit Wiesen, blumenübersäten Hängen oder ewigem Schnee, im Norden Irans sogar Urwälder. 

Aber die Wüste ist doch, wenn mein innerer Atlas nicht ein weiteres Mal irrt, nirgends weiter als zwei, drei Tagesmärsche entfernt, und eben das macht den Orient aus, seine Teppiche wie Gärten, seine Kunst als Abbild einer tatsächlich gegenstandslosen Welt, seine Ornamentik als Formel für den unendlichen Horizont, seine Gastfreundschaft eine Notwendigkeit, Lebensversicherung für den Gastgeber selbst. 

Womöglich lassen sich sogar manche der Schwierigkeiten, die die Demokratie im Orient hat, mit der Wüste erklären, da sie den Kontrast zwischen Stadt und Land verschärft - keine größere Oase, die je vor Räubern, Eroberern, Vandalen sicher war. Die Entstehung einer bürgerlichen Gesellschaft beschränkte sich schon aufgrund der Topographie auf wenige Zentren, deren Gefüge zudem permanent durch die Landflucht durcheinandergeriet.

So ist die Wüstengesellschaft bis in die Städte hinein nach Clans und Stämmen segregiert. Heute setzt sich der mythische Gegensatz zwischen Nomaden und Siedlern in den Elendskordons um die Metropolen fort. Alle Städte und selbst die Gärten - nein, gerade sie - sind als Zuflucht und paradiesische Gegenwelt vom Nichts ringsherum geprägt, das man als Möglichkeit in Europa allenfalls in unzugängigen Gletscherregionen kennt. 

Es wird schon kein Zufall sein, daß die Propheten biblischen Zuschnitts, diese Warner, Sonderlinge, Dichter, Visionäre, die ihren Zeitgenossen als Fanatiker galten, wenn nicht aus der Wüste selbst, dann doch aus ihrer Nähe kamen, in die Wüste auszogen, die Wüste überlebten, aus der Wüste heraus predigten, paradigmatisch die Wendung von Jesaja 40, "Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste ...", die auch in der Bibel selbst oft zitiert wird. 

Wohl nirgends sieht sich der Mensch so unmittelbar einer höheren Gewalt ausgesetzt, die er in Not, Bitte oder Klage anruft, als wo seine Bedürftigkeit mit jeder Tagesetappe, jedem Wetterumschwung, jeder Fata Morgana wächst. Und nirgends empfindet er das Leben stärker als Schöpfung, damit als Geschenk, als wo er vom Nichts umgeben ist. "Die Wüste ist wie die Pforte zu einer geheimnisvollen und unfaßbaren Welt."




*301118*

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Naturschützender Effekt durch Kultivierung

Eine von der University of Arizona and Penn State begonnene historische Untersuchung (u. a. an Baumringen) in Kalifornien über die letzten 415 Jahre brachte deutliche Hinweise, daß die Art, Größe und Zerstörungskraft der Busch- und Waldbrände mit der Art zusammenhängen, wie die Landschaft bewirtschaftet wird, und nicht mit klimatischen Einflüssen. Wird eine Landschaft intensiv genützt, wird damit auch einem potentiellen Feuer Nahrung entzogen. Ausbrechende Waldbrände bleiben dadurch begrenzt und weit weniger schwer, sie können sich auch nicht über Wiesen, die von altem, langem, trockenem Gras oder Unterholz bestanden sind, ausbreiten. Einen ähnlichen Effekt hatte auch die traditionelle Brandrodung der Indianer.

Historisch läßt sich zeigen, daß in Phasen, wo diese Bewirtschaftung zurückging oder gar aufgegeben wurde, auch die Brände in der Schwere zunahmen. Während sich zwischen Klimaverhältnissen - Trockenheit, Feuchte, etc. - und Bränden keine Zusammenhänge finden, Brände sind davon unabhängig. Dafür zeigt sich, daß etwa der Rückgang der indianischen Bevölkerung nach der Zuwanderung der Spanier im 18. Jhd. mit dem Rückgang der Bewirtschaftung auch einen Anstieg der Zahl der schweren Waldbränden nach sich zog. Dasselbe läßt sich umgekehrt über Gebiete sagen, die temporär intensiv genutzt wurden, wie beim Goldrausch im 19. Jhd.. Der dadurch erhöhte Bedarf an landwirtschaftflicher Nutzung und Holz aus den Wäldern ließ die großen Brände zurückgehen. Und als 1904 die amerikanische Regierung gezielte Brandbekämpfungsprogramme auf öffentlichem Land startete, gingen die Feuer ebenfalls deutlich zurück.

Seit 1980 steigen die schweren Brände in Kalifornien wieder. Warum das so sein könnte, erwähnt der Artikel über die Studie nicht, es könnte viele Gründe dafür geben, eigentlich alle hänge mit menschlicher Tätigkeit zusammen. Aus anderen Studien (die auch auf diesen Seiten besprochen wurden, soweit erinnerlich) im Yosemite Nationalpark im selben Kalifornien könnte man aber ergänzen, daß damals eine "Umweltschutzupolitik" einsetzte, die die Wälder schützen wollte und "in Naturzustand" beließ. In der Meinung, damit etwas Gutes zu tun, bekämpfte man jeden noch so kleinen Brand sofort. Der gegenteilige Effekt trat ein. Die Zahl der Kleinbrände fiel, aber die der verheerenden Großbrände stieg, und man wußte lange nicht, wie das zusammenhing. Bis man vor einigen Jahren die Strategie änderte und kleinere und häufigere Brände wieder zuließ, nicht sofort bekämpft. Das hatte im Yosemite-Nationalpark tatsächlich den Effekt der Reduktion von katastrophalen Großereignissen. 

Man weiß heute, daß es zwar durch die intensive Brandbekämpfung über 50 Jahre bis 1980 kaum zu Großbränden gekommen war, daß genau damit aber zusammenhängt, daß die Situation wieder eskalierte. Denn vor dieser menschlichen Unterdrückung aller Brände ist der Yosemite-Wald von sich aus (Blitzschlag etc.) alle 25 Jahre vollständig niedergebrannt, um sich jedesmal wieder zu regenerieren. Nicht in einem Stück, aber insgesamt betrachtet. Heute versucht man, diesen autochthonen Zustand der Selbsterhaltung des Waldes annähernd wieder herzustellen.

Denn nicht nur die Feuer, auch ihre Art ist dann unterschiedlich. Die häufiger ausbrechenden lokalen Brände sind eher bodennah weil Ereignisse, die sich durch eine Art "Schachbrettmuster" aus abgebrannten und voll bewachsenen Flächen selbst begrenzen. Während katastrophische Großbrände die Zerstörung der Walddächer (also der Baumkronen) bewirken, sodaß eine Regeneration anders verläuft und schwieriger ist. Außerdem hommogenisieren sich dann die Flächen, und bereiten so den Boden für nächste Superbrände. Aus Kanadas und Sibiriens Tundrenwäldern weiß man ja  mittlerweile sogar, daß die Samen manche Fichtenarten diese Feuer brauchen, um auszutreiben zu können.(Auch darüber wurde hier berichtet.)

Es liegt also nahe anzunehmen, daß auch die Zunahme der schweren Waldbrände in Kalifornien seit 1980 einer allzu strikten Katastrophenverhinderungspolitik (und keiner Klimaveränderung o. ä.) zuzuschreiben sind. In jedem Fall ist zu erkennen, daß die Veränderung der Intensität der Waldbrände mit menschlicher Tätigkeit zusammenhängt, von klimatischen Veränderungen aber unbeeinflußt ist. Denn in jedem Fall ist klar, daß der in Kultur oder Zivilisation ausgeübte menschliche Einfluß auf die Landschaft mit ihrem Wetter korrespondiert, und zwar in jeder Richtung. Wie diese Zusammenhänge aber genau aussehen weiß man nicht wirklich.





*161116*

Montag, 19. Dezember 2016

Bruder Baum

Die Rolle des Baumes (als Teil eines Waldes, seiner eigentichen Existenzform als Baum) für die Lebenswelt der Erde ist wohl kaum zu überschätzen. Der VdZ hat sogar mehr und merh den Verdacht, daß sie überhaupt der Maßstab der (auch menschlichen) lebenswelt sind, nicht nur in ihren biologischen Wirkweisen, sondern auch in ihren Dimensionen. Wo der Baum endet, endet die menschliche Lebenswelt, alles was darüber hinausgeht ist entweder dem reinen Geist gewidmet, oder Größenwahn. Am schönsten läßt sich diese menschliche Erkenntnis in den Kirchen ablesen, die ja steingewordene "Haine" sind. Wir können es hier nur andeuten. Aber der Mensch kann eigentlich nur dort gedeihlich leben, wo auch Bäume sind. Fehlen sie, ist der menschliche Aufwand der Lebensführung schon fast darein erschöpft, sie zu ersetzen. Keine Steppe hat jemals blühende Kultur erbracht.** Ja, fehlt der Baum, gehen die Kulturen in seinem Ersatzversuch seltsamste Wege.***

Schon vor geraumer Zeit wurde an dieser Stelle eine Studie vorgestellt, die darauf hinweist, wie sehr Wolkenbildung mit den mikroskopisch kleinen, nanometergroßen natürlichen Emissionen der Bäume zu tun haben. Bisher aber war auch mit Staunen festgestellt, daß diese von den Bäumen aufsteigenden Naonpartikel, die sich zu größeren Verbinden und so zu Kondensationspartikeln für Wasserdampf werden, genau in jenen Schichten kaum bis wenig vorkommen, in denen sich eigentlich Regenwolken bilden. In einer langjährigen Studie (brasilianischer und amerikanischer Forscher) wurden nun  mit deutscher Hilfe erstmals Messungen von Partikelkonzentrationen in großen Höhen (bis 15.000 m) möglich. Und siehe da: Die Konzentreation dieser (organischen) Nanopartikel dort oben ist so hoch, wie man es nicht für möglich gehalten hatte. Weit höher nämlich, als in unteren Luftschichten, wo sich in geringen Höhen kaum solche Partikel feststellen lassen. Immerhin hat es dort oben 55 Grad unter Null und weniger, herrschen gewaltige Stürme und Turbulenzen. 

Aber hier scheint ein noch lange nicht durchschauter Mechanismus am Werk, der etwas wie eine Eigendynamik des (Regen-)Waldes zu sein scheint. Denn die organishcen Baumpartikel steien durch thermische Vertikalströmungen in diese Höhen auf. Dort verbinden sie sich, und transportieren an ihnen gebundenes Wasser in die tieferen Luftschichten zurück. Wo sie zu Regen kondensieren, und abfallen. Nicht nur das, diese Luftströmungen sorgen auch dafür, daß diese wolkenschwangeren Lüfte sich über weite Strecken des amerikanischen Kontinents ausbreiten, vor allem nach Süden. 

Luftverschmutzung spielt dabei - wie schon die ersterwähnte Studie bestätigte - eine weit weit kleinere Rolle, als lange Zeit angenommen. Sie endet in etwa 2.500 Metern Höhe. 

Oh ja, Bruder Baum, wir sind vielleicht wirklich so verbunden, wie es die Menschheit seit je ja wußte. Nur wir Unwissende der Gegenwart müssen es neu entdecken. 




**Der Kulturraum Mittelmeer brach in dem Moment zusammen, wo das menschliche, in Kultur institutionalisierte und vereinfachte Mühen, die jeweilige Kultur den vormaligen hohen Aufwand, den die Völker getrieben hatten, um die Wälder  zurückzudrängen, um sie mit Ackerbau zu kultivieren, erlahmt war. Durch den Arianismus, und dem darauf aufbauenden Islam. 

***Der Zentralismus mit seiner Folge, der Vergöttlichung der Herrschaft, hat sich an Großprojekten entwickelt, die man als Folge der Baumlosigkeit bezeichnen könnte - Bewässerungsprojekte, etc. etc. Das ist die grundlegende Erkenntnis, die man der Untersuchung der orientalischen Despotie von Wittfogel entnehmen kann.





*061116*

Dienstag, 20. September 2016

Ein monströses Desaster

Windturbinen sind aber nicht nur technisch und wirtschaftlich ein Desaster mit enormen Folgewirkungen, sie sind es nicht nur durch ihre Entstaltung der Landschaften, sie sind auch ökologisch der helle Wahnsinn. Windräder sind ein ganz massives Umweltproblem!

In den USA hat sich längst eine breite Front von Naturschützern gebildet, die handfest nachweist, daß Windturbinen als gezielt aufgestellte "Ent-Vogelungs-Anlagen" bewertet werden müssen. Ausgehend von belastbaren Studien in Spanien, rotten in den USA die mittlerweile dort stehenden 40.000 Windräder jährlich (!) 13-39 Millionen Vögel und Fledermäuse aus. 

Zieht die US-Regierung mit ihren Endausbauplänen für Windkraft zur Rettung der Welt wirklich durch, muß man von sogar von 30 Millionen Vögeln und 50 Millionen Fledermäusen ausgehen, die die Windräder jährlich töten und vom Himmel holen. Damit läßt sich auch weiterrechnen. Denn hier muß man von einerm Schaden für die Landwirtschaft ausgehen, der sich zwischen 3,7 und 53 Milliarden Dollar pro Jahr bewegt. So müssen für die nunmehr nicht mehr von Kleinvögeln vertilgten Insekten unzählige Tonnen weiterer Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt werden. 

Besonders für Großvögel (mit viel geringerer Individuenzahl, als Kleinvögel meist haben), vor allem für Greifvögel also sind Windräder aber absolut tödliche Fallen. Sogar samt Lockeffekt. Denn Windräder stehen natürlich in Gebieten mit mehr Wind. Wind, den die Vögel suchen, weil sie ja Gleiter sind, so ihre Beute ausspähen, um dann zuzustoßen. Die Bewegung der Rotoren können sie überhaupt nicht einordnen, im Gegenteil: Tiere sehen nur in Gestalten, denen sie Dynamiken ihrer Lebenswelt zuordnen. 

Was darin nicht vorkommt, registrieren ihre Sinnesorgane (schmecken, hören, riechen ...) nicht einmal, denn deren Spektrum der Ansprechbarkeit entspricht ihrer Lebenswelt. Deshalb registrieren sie es auch oft zwar physisch (wie beim Infraschall; während man neben einer Schlange, die jedes feinste Rascheln im Gras registriert, eine Kanone abschießen könnte), aber ohne es richtig zuordnen zu können. Solche physikalischen Effekte wirken also zwar, aber ohne daß Tiere darauf reagieren könnten, weil ihnen der Ursache-Wirkungs-Zusammenhang fehlt. Und diese Lebenswelt ist defacto unveränderlich. Windanlagen wirken nun für Greifvögel deshalb so anziehend, weil sie scheinbar hervorragende Ansitze sind, von denen sich die Umgebung ausspähen läßt. Oder sogar Nestbauplätze. Ein tödlicher Irrtum.

Daneben mehren sich die Berichte, daß der Infraschall der Räder die übrige Tierwelt nachhaltig zu schädigen vermag. Durch Fehlgeburten, Mißbildungen und Entwicklungsstörungen sind sogar professionelle Tierzuchtfarmen in der Nähe von solchen Anlagen mit Phänomenen konfrontiert, die sich nicht anders erklären lassen.

Dazu kommt die Unruhe, die für Tiere am Boden nicht einordenbare Bewegung am Himmel samt Schattenwurf ihren Lebensraum schwer beeinträchtigen. Viele Tierarten sind zum Beispiel ständig beunruhigt und in Angst- und Fluchtreflex.

Dazu kommt als weiterer Ökologie-Faktor, daß Windkraftanlagen breite Zufahrtsstraßen, viele tausend Kilometer extra angelegte Stromtrassen und gewaltige Baumaßnahmen erfordern. Häufig sind dafür Rodungen notwendig, sodaß ehedem zusammenhängende, ganze ökologische Räume unwiederbringlich zerstört sind. Man beachte alleine das veränderte Verhalten eines Baumes, der aus der Mitte eines Waldes plötzlich in eine Randsituation (durch eine geschlägerte Lichtung) kommt. Auch er reagiert übrigens "panisch". Und mit ihm verändert sich die gesamte Mikro- wie Makrowelt, an die er anschließt bzw. in der er sich befindet. Denn Lebewesen orientieren sich in ihrer Weltwerdung auch, ja eigentlich sogar hauptsächlich am Charakter des Gesamtraumes, in dem sie leben, wie ein Schweizer Forschungsprojekt recht deutlich zeigte. Pflanzen brauchen ein (=ihr) Biozön, ihre Lebensgemeinschaft innerhalb eines Zusammenspiels von Arten. Das macht sie sogar enorm stabil auch bei veränderten Wetterbedingungen. Sie reagieren sonst völlig anders, ja sind kaum überlebensfähig. Es ist deshalb kaum einmal "Klima", das Arten sogar aussterben läßt, sondern es sind menschliche Eingriffe, die solche Lebensräume auseinanderreißen. Dazu kommt, daß Lebensräume wie Matrjoschkas je in größeren Lebensräumen stecken, die sich allesamt existentiell aufeinander einstellen bzw. interagieren. Eine 70 Meter breite Zufahrtsschneise in einen Wald zu schlagen (samt der Störfaktoren durch die Windräder selber) kann einen ganzen Wald, ja eine Landschaft aushebeln. Landkultur heißt ja, das Natürliche zu überhöhen, um es so sogar noch ertragreicher zu machen.* Es ist deshalb besonders die Fragmentierung von Landschaften, die Lebensräume zerbricht und enorm auf die Vielfalt der Arten bzw. deren Überlebensräume wirkt.

Was die Windräder also "rein optisch" signalisieren (als Landschaftszerstörung und -neubestimmung: zum technischen Gestell; der "Lerneffekt" ist verheerend! Berge zeigen, wie sehr sich die menschliche Seele auf Gestalt bezieht, als Definierung von Ort, als Schaffung von Raum als Landschaft. Windräder vermitteln ein völlig anderes In-der-Welt-sein!), stimmt in der inneren Qualität auf jeden Fall: Windräder sind der massivste und brutalste Eingriff in unsere gesamte menschliche wie tierisch-pflanzliche Lebenswelt vielleicht überhaupt seit Beginn der Zivilisation. Sie sind eine regelrechte Weltzerstörung zugunsten einzelner technischer Aspekte, die zu Lasten eines Ganzen gehen.  Das ist mit physikalischen Methoden gar nicht meßbar. R. v. Woltereck zeigt in seinen großartigen Untersuchungen, wie sehr in einzelnen Lebensräumen (Biozösen) alles aufeinander abgestimmt ist und dem Gesamtraum dienlich sein will.

Und das alles noch dazu völlig sinnlos und ohne jedweden (!) zivilisatorischen Nutzen. Außer den, der moralischen Selbsterhöhung und dem totalitären, dabei ganz ausgefuchst schmarotzerhaften Streben einer machtbesoffenen, oft ganz bewußt vernunftlosen Minderheit zu nützen. Die noch schnell, bevor sie in ihrer Impotenz und Lüge entlarvt wird, alles in den Abgrund reißen möchte. Am besten bis zum Mars.

Windräder gehören eben zu jenen Monster- und Monumentalbauten, zu jenen gigantomanischen Türmen von Babel, die bisher noch jede Kultur in ihrem unmittelbaren Zerfallsprozeß erkennen ließ.




*Natürlich gilt dieser Vorwurf der gesamten Landwirtschaft, die heute völlig rücksichtslos natürliche Gegebenheiten übersieht, um bestimmte Ertrags-Willkür walten zu lassen. Es gibt auch dazu eine jüngere Studie die belegt, in welchem Ausmaß eine gegen natürliche Zyklen verlaufende Anbaupraxis (Stichwort "Wasserzieher") den gesamten Wasserhaushalt einer Region und damit deren Feuchte- und Kleinklima zerstören kann. Dazu gehört auch mancher saisonunabhängige Landbau, der es ermöglicht, auch im Winter ausreichend und wahllos Gemüse oder Obst zu ernten.




*010816*

Samstag, 16. Juli 2016

Von Megacities, Wäldern, Temperaturen und Wolken

Am CERN  hat man einen interessanten Effekt entdeckt, der bisherige Gedanken auf den Kopf stellt, dessen Konsequenzen sich aber auch mit Svensmark'schen Forschungen decken. Der ja auch sagt, daß kosmische Strahlung über Ionisationaeffekte der entscheidende Faktor in der Wolkenbildung ist. Aber WAS da ionisiert wird, darüber hat nun CERN Interessantes entdeckt. Es sind nämlich NICHT die Verbrennungsprodukte (Schwefeloxyde etc.), ohne die es nicht zur Bildung jener Molekülklümpchen kommt, wie man bisher (und in allen Klimamodellen) annahm, die dann Basis der Wolken sind, sondern es sind die von Pflanzen und v. a. Bäumen freigesetzten winzigen (Samen)Partikel, Duftstoffe eigentlich, die aufsteigen und sich verklumpen.  Diese bilden helle und sehr stabile Wolkenformationen.

Damit fällt den Klimamodelleuren das Argument weg, daß die kühlende Wirkung der Wolken aus Luftvschmutzung (aus Verbrennung) die Erwärmungseffekte aus dem CO2 milderten. Es gibt diese Effekte einfach nicht, bzw. es gab sie vor der Industrialisierung sogar noch stärker als heute.

Denn nun muß davon ausgegangen werden, daß es in der vorindustriellen Zeit (was immer das heißt) zu deutlich mehr Wolkenbildung gekommen ist, als man bisher annahm. Ja man muß nun davon ausgehen, daß es über dicht bebautem, nicht bewaldetem Gebiet zu deutlich weniger Wolkenbildung kommt, als man meinte. Die Klimabildungsprozesse, so eine der Stimmen am Video, in vorindustrieller Zeit und heute unterscheiden sich nicht. Damit muß auch davon ausgegangen, daß sämtliche Hochrechnungen, wie sehr sich da globale Klima in Zukunft erwärmen würde, deutlich zu hoch angesetzt sind.

Dieser jüngst nicht nur im Labor, sondern auch am Jungfernloch in großer Höhe empirisch bestätigt gefundene Wirkungszusammenhan müßte also seine Auswirkungen auf sämtliche Klimamodelle haben. Denn dort setzt man überall den Wasserdampf als Wolkenbildungsessenz an, den menschliche Luftverschmutzung zu Regen mache. Dem ist nicht so. Eher zum Gegenteil. Es sind die Pflanzen selbst, die - zusammen mit der kosmischen Einstrahlung - dafür sorgen.

Es liegt also nahe, daß es zu lokalen Erwärmungseffekten im exakten Gleichschritt mit der Zunahme nicht  nur dicht verbauter, sondern vor allem GROSZER dicht verbauter Siedlungsräume kommt.

Mit anderen Worten, meint der VdZ: Die Zunahme der Megacities ist in der jüngeren Wettergeschichte von hoher Relevanz. (Auch für die Temperaturmessung selbst, weil sich Stadt- und Landflächen damit schon prinzipiell unterscheiden, weil sie andere klimatische Rückwirkungen haben). Nicht nur deren Größe, sondern auch deren Lage, weil diese für die Windbildung verantwortlich sind, die baumgeschängerte Flächenluft mit der städtischer pflanzenfreier(er) Bezirke vermischt. Weil nur dort entsprechend große "pflanzenfreie" Areale entstehen, die für wolkenfreien Himmel verantwortlich sind. Auch die Rolle von verbetonierten Verkehrsflächen - deren Architektur vor allem sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert hat (die Autobahnen zur Zeit der Jugend des VdZ in Österreich waren wie Straßenbänder durch Parklandschaften, während sie heute wie klinisch saubere Separaträume wirken) müßte man eigentlich neu denken.*

Von ganz großer Bedeutung sieht der VdZ aber auch die Veränderung der verwendeten Baumaterialien im Hochbau. Hier war seit den 1970er Jahren ein Siegeszug des Beton (und Stahl) zu beobachten, der ein völlig anderes Wärmeverhalten hat wie Ziegel oder Holz und schon deshalb das städtische Kleinklima verändert. Vor allem die Charakteristik der Temperaturverläufe verändert sich damit. Das ist für jeden und immer schon zu beobachten.

Wo sich weniger Wolken bilden, kommt es durch erhöhte Sonneinstrahlung (und damit aktivierter Eigenerwärmung der Materie) zu Erwärmungseffekten während des Tages, wie jeder selbst beobachten kann. Aber es kühlt sich auch in der Nacht deutlich mehr ab, die Tag-Nacht-Unterschiede erhöhen sich also, durch die Wolken wie durch die Bauweisen. Das führt zu höherem Energieverbrauch.

Die Abdämmung von Fassaden, um "Energie zu sparen", bewirkt grosso modo das exakte Gegenteil. Das ist das Zeittypischeste daran. Denn Gottferne (eine Haltung, ein Habitus, keine rationale Operation) bewirkt keine gottlosere Welt, die ansonsten die gleiche bliebe, sondern eine Welt, die nicht mehr fähig ist, logos-orientiert - also: sinnbezogen - zu denken und zu handeln.

Das Fazit bleibt unverändert: Es ist völlig unsinnig, von "globalem Klima" zu sprechen. Sondern wir selbst verändern unsere unmittelbare, lokale Welt, und damit (ohne es freilich beherrschen zu können) auch das lokale Wetter. Wenn es uns zu warm wird, sollten wir uns über die Architektur (als Ordnung der Lebenswelt) in unserer unmittelbaren Umgebung den Kopf zerbrechen, nicht über "Weltklima". Lokale Kleinlagen aufzuaddieren und dann zu behaupten, es würde sich das Ganze damit ändern ist und bleibt schlicht und höflich formuliert "nicht sehr intelligent". Man müßte es sonst ja "primitiv" nennen, würde man damit nicht die Ganzheitsfähigkeit "primitiver Weltbilder" diffamieren.








*Hier mischen sich Tatsachen über die Pflanzeneinheit "Wald" mit ein, der ja einem lebendigen Organismus zu vergleichen ist. Denn kein Baum ist als "Baum" zu sehen, sondern als "Teil eines Waldes". Findet ein einzelner Baum ("begrünte Stadtflächen") keinen Wald (oder steht er am Rand eines Waldes, als nur zum Teil in einem Wald), versucht er verzweifelt, Wald zu bilden. Indem er um ein Vielfaches mehr Samen absondert, auch durch Duftstoffe (die ja material sind) "expansiver" ist, als Bäume in dichten Wäldern. In Zusammenführung mit den CERN-Ergebnissen könnte man vielleicht sagen: Es kommt nicht so sehr auf "begrünte" Stadtflächen an, sondern auf Stadtflächen "mit Bäumen". Diese haben erst den erwünschten Abkühleffekt, weil sie sich auf die Wolkenbildung in den unteren Luftschichten auswirken.




*300516*

Dienstag, 14. Juni 2016

Doch kein "Seht Ihr, da habt Ihr's"?

Natürlich haben sich die Klimophanten sofort draufgesetzt um es als Beleg für ihre apokalyptischen Szenarien zu verwenden. Aber sie mißbrauchen in den mittlerweile riesigen, Anfang Mai ausgebrochenen und zum Zeitpunkt dieser Niederschrift schon eine Woche immer stärker wütenden Waldbränden in McMurray in der kanadischen Provinz Alberta eine Naturerscheinung, die für die Natur selbst von allergrößter Bedeutung ist. Denn in nicht dicht genug bewirtschafteten Wäldern ist das Feuer eine entscheidende Quelle für die Erneuerung des Waldes.

EIKE bringt dazu interessante Meldungen aus Kanada und Australien, das ähnliche Probleme mit seinen Wäldern hat, und deren oft riesige Waldbrände mit derselben Neigung zusammenhängen, möglichst sofort jeden noch so kleinen Waldbrand zu bekämpfen. Ja manche Samenarten der Nadelwälder der borealen Wälder (wie sie sich in Nordkanada und über den gesamte tundrisch-sibirischen Waldstreifen darstellen) brauchen für ihre samentragenden Zapfen sogar das Feuer, um durch diese Katharsis erst fruchtbereit zu werden. Mit zu vielen großen Bäumen ändert sich ja die gesamte Ökologik eines Waldes.

„Die borealen Wälder sind ein Ökosystem, das vom Feuer abhängig ist! Die Fichten und Tannen – sie brauchen das Feuer“, sagte Bernie Schmitte, Forstmanager in Fort McMurray. „Sie müssen brennen, um sich selbst regenerieren zu können, und diese Spezies haben sich an solche Brände angepasst. Ihre Zapfen können sich sich erst nach einem solchen Feuer öffnen [und haben dann keine Wachstums-Konkurrenten. Anm. d. Übers.], und die Bäume haben sich angepasst dergestalt, dass wenn sie alt sind und ersetzt werden müssen, sie sich sozusagen dem Feuer zur Verfügung stellen“.

Wie hier schon vor einiger Zeit auseinandergesetzt, ist die einseitige Betrachtung von Waldfeuern in naturbelassenen Zonen als sofort zu bekämpfendes Übel - weil halt jedes Feuer ein Übel sei - so bewirkt die Unterdrückung schon kleinster Waldbrände ein immer weiteres Altern der Bäume, die schließlich zu einer Gefahr nicht nur für das Aufkommen des Nachwuches bilden, sondern auch die Gefahr von Waldbränden mit schließlich riesigen Ausmaßen (weil diese Wälder nun zu kritischen Systemen geworden sind) steigt. 

Viel zu diesen eigentlich der Kinetik zuzurechnenden Erkenntnissen hat die Entwicklung der Erdbebenvorhersage beigetragen. Wo man festgestellt hat, daß die tektonischen Spannungsaufbaue und -lösungen alles andere als linear verlaufen, und deshalb nur eine pinzipielle Vorhersagen, aber keine über Zeit und Größe eines Ausbruchs möglich machen. Denn im Gegenteil, kann in solchen komplexen Systemen ein an sich sehr kleiner Einzelanlaß den Totalkollaps des Systems auslösen. Anlaß und Gesamtwirkung stehen hier in keiner größenmäßigen Zuordnung. Bei Wäldern ist es ganz ähnlich, weshalb man etwa im Yellowstone-Nationalpark die Taktik der Waldbrandbekämpfung bereits verändert, indem man kleinere Waldbrände zuläßt. Oder, wie in Australien bereits häufig, große Wälder durch künstlich angelegte Schneisen in kleinere Abschnitte teilt.

Mit Klimawandel hat solche Katastrophik also nichts zu tun. Eher mit der menschlichen Neigung zu neurotischer, klinischer Sauberkeit, die man Waschzwang nennt und nicht die geringste Störung eines vorgestellten Perfekten zulassen will, dem man aber jede Dynamik des Selbstseins (das ja im Widerstand, in der Begegnung erst zu jener Aktivität angeregt wird, die es dann eben sein läßt - und zu sein ist eine Aktivität) nimmt.





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Mittwoch, 14. Oktober 2015

Ohne Mensch wird Natur zum Tod

"Wo der Mensch nicht ordnend eingreift, herrscht Verfall, Moder und Tod." Um das zu zeigen, ehe es nicht mehr sichtbar werden würde, überließ vor 150 Jahren Baron Rothschild im niederösterreichischen Dürrenstein-Gebiet einen rd. 450 ha großen Waldbereich sich selbst. So entstand der letzte Urwald Mitteleuropas. Er sah also nicht, wie es heute so üblich ist, den Menschen als Gegner oder gar Feind der Natur. Und so sah ihn stets auch der Glaube der Menschen der Kirche. Die Schöpfung ist nicht ein vom Menschen losgelöst zu denkendes Gebilde, sondern sie ist auf den Menschen hingeordnet. Sie braucht, will und sucht ihn. Wir haben das leider schon weitgehend vergessen, und das ist das eigentlich Furchtbare am Verhältnis des heutigen Menschen zur Natur.

Es ist also kein Ideal, kein Sollenszustand der Erde, der hier gezeigt wird. Aber solche Gebiete müssen tatsächlich bewahrt bleiben. Denn in ihnen kann man immer wieder "nachsehen", wohin die Natur strebt. Damit der Mensch sich seiner selbst wieder bewußter wird, und sich am Willen Gottes, der in die Schöpfung eingeschrieben ist, auch von dieser Seite neu orientieren kann.

Man sieht es auch bei diesem an sich gut gemachten Film (50min), auch wenn der Kommentar oder manche filmerische Interpretation ohne die üblichen zeitgeistigen Verklärungen und gerade der falschen Interpretation dessen, was "Natur" ist, will und sein soll, nicht auszukommen meint. Schade auch, daß der sonst so um geistige Hochwertigkeit bemühte Sender Servus TV (der zum RedBull-Konzern gehört) die Sprachzerstörung des Gendering mitmacht. Es gehört in dieselbe Sinn-Familie wie die (prinzipielle) Sichtweise des Menschen als Feind der Natur.

Zum Feind der Natur wird er erst dann, wenn er sich auch gegen die eigene Natur wendet, so wie im Gendering. Das macht auch diesen Film ein gutes Stück weit zur Absurdität. Vermutlich ist also das bekundete Streben von Servus TV um Qualität nicht mehr als Pose der Selbstdarstellung, Teil des Marketing, das den Spagat zwischen zeitgeistiger Verblödung und Poesie (zu der auch die Konzentration auf Spiel und Sport gehört), zur Natur also, nicht immer schafft.








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Montag, 12. Oktober 2015

Mysterium Wald

Was Peter Wohlleben da erzählt, gilt eigentlich für alle großen wie kleinen Lebensräume, die in sich geschlossene Einheiten bilden, in denen alles mit allem zusammenhängt und aufeinander genauso reagiert, wie als Einheit auf das Angrenzende, nicht Dazugehörige. Das Problem ist nicht der Mensch. Das Problem beginnt, wo der Mensch seine heilige Scheu vor der Welt abzulegen beginnt, weil er sie nicht mehr als Ordnungen und Einheiten begreift, sondern nur noch (und dazu noch immer selektiv) auf Träger technischer Funktionalitäten reduziert, und dieses unendliche, jede physikalische Analyse unendlich übertreffende Mosaik von Zusammengehörigkeiten und Einheiten* als "Gestell" zu behandeln beginnt, als bloße Zuhandenheit (Heidegger) von einzelnen, zweckgebundenen Eigenschaften, deren er sich nach Belieben bedienen zu dürfen meint. So, wie es aber auch die zeitgemäße "Ökologie" tut. Denn es ist nicht nur die Industrialisierung der Waldwirtschaft, die den Wald zerstört, es sind auch die Bioenergieapostel.






*Die Kybernetik bezeichnet es als komplexe oder hochkomplexe Systeme, von denen wir nahtlos umgeben sind, und denen auch wir Menschen angehören. Die nie in steuerbaren Zweck-Systemen aufgehen, sondern sich unvorhersehbar verhalten. Weil das Sein der Dinge sich an ihrem "Ort" aus ihren Beziehungen definiert, die mit diesem Ort untrennbar verbunden sind und von dem ihr Wesen bestimmt ist, die Welt aber immer aus Orten auf unterschiedlichsten Ebenen besteht, hängt nicht nur alles mit allem zusammen, sondern hält sich auch in einem gewissen Gleichgewicht, das von den Wesensbestimmungen dieses jeweils umfassenden Ortes getragen ist. Dieser Ort ist aber nicht zufällig oder beliebig, sondern er ist der Standort innerhalb der Gesamtheit der Ordnung der Welt, ja des Kosmos. Er ist deshalb auch nicht willkürlich umbestimmbar, sondern die Faktizität der Dinge wird aus ihrem Verhältnis zu diesem ordo, dieser Ordnung bestimmt. Reißt man sie völlig aus dieser Ordnung - diesem Kosmos - heraus, verlieren sie ihre Fähigkeit zu sein. 

Oder, mit den Worten von Häberlin: Die funktionelle Ordnung der Dinge muß ihren existentiellen Ordnungen entsprechen, sonst vergehen die Dinge, ohne aber je aus den übergreifenden Ordnungen, und letztlich von der Ordnung des Seins überhaupt (das vom Seienden repräsentiert, mehr noch: stellvertretend zur Welt wird), je umfaßt. Denn es ist Seiendem unmöglich, aus der Gesamtordnung des Seienden herauszufallen. Aus keinem anderen Grund aber hat die Natur diese phantastische Fähigkeit, sich auch wieder zu regenerieren, in historische Vorzustände quasi zurückzuversetzen. Wovon man manchmal eine Ahnung bekommt, wenn Meldungen erzählen, daß an einem Ort längst verschwunden geglaubte Lebensformen (Tiere, Pflanzen), plötzlich wieder auftauchen.

Reißt man aus diesem unendlich komplexen "Netz" des Seienden ein Ding heraus, um es zu "zernichten", so wird diese "Fehlstelle" (es sei vor allzu großer Veranschaulichung in der Phantasie eindrücklich gewarnt! es kann nur Metapher sein, in der man hier spricht!) vom Angrenzenden, Umgebenden als "Lücke" vermerkt, die die Spannung einer ungesättigten Verbindung vieler "auf - zu", hinterläßt, die nicht auflösbar ist, sondern die Eigenschaften des Umgebenden, "ins Leere Greifenden", nun "Schmerz Leidenden", verändert.

Ungemäßes Denken gibt es also überall dort, wo menschliche Vernunft zerrissen wird, und sich an Einzelneigungen (Neid, Gier, etc. etc.) orientiert. Dann passiert Ungeordnetheit. Illustrieren wir es an der Walswirtschaft: Was dann passiert ist aber keine dauerhafte "Umwidmung" eines Lebensraumes, sondern - im konkreten Fall: die Umwandlung von Mischwäldern in Fichtenplantagen - das Denken wird "verschoben", die Gesamtrechnung aber bleibt dieselbe. Kurzfristig mag der Ertrag an Holz in m3 gerechnet pro Jahrzehnt steigen. Langfristig aber wird dieser Mehrertrag durch Mehraufwendungen zunichte gemacht, ja schließlich immer deutlicher übertroffen, weil das System Wald nicht mehr funktioniert.

Bis dann irgendwelche ausgewichsten Klugscheißer daherkommen und - siehe nur am Beispiel im Video: funktionierender Wald reguliert seine Temperatur im Sommer um bis zu drei Grad - von Klimaerwärmung schwafeln, weil wo früher Mischwald war, nun eine Fichtenplantage steht, in der das Thermometer seit je plaziert ist. Dazu noch drei Windräder, die mit ihrem Freiplatzbedarf einen früher funktionierenden Wald auseinanderreißen, und damit NICHT MEHR funktionieren lassen, und das Dilemma ist perfekt. Denn man stelle isch das nun an hundert weiteren Standplätzen vor, und mit einem Schlag haben wir eine "Erhöhung der Durchschnittstemperatur" in Deutschland - ohne daß es diese konkret gäbe. Denn genauso wenig, wie es den Durchschnittsmenschen real gibt, gibt es eine Durchschnittstemperatur. Eine solche sagt nur das an, was sie ansagen kann oder soll. In dem Fall: Daß an 100 Plätzen je regional das Kleinklima verändert wurde. Mehr nicht.

Die Wissenschaft geht sich selbst auf den Leim, wenn sie ihre abstrakten Aussagen zu konkreten Bildern ummünzt und vergegenständlicht.





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Montag, 4. November 2013

Unter die Teppiche gekehrt

Reduktion - Emotionalisierung - Hysterie. Auf diese drei Stufen bringt die FAZ in einem gedanklich recht klaren Artikel die Geschichte des Waldsterbens, die in jedem Fall eines war: Ein Sündenfall für die Wissenschaft, der ihre Glaubwürdigkeit nachhaltig untergrub. Denn wenn sich eines mit Sicherheit sagen läßt - und damals auch sagen ließ, hätte jemand besonnen agiert - ist, daß niemand weiß, warum Wälder in solche (schlechten) Zustände kommen, wie sie es damals taten, und bis heute immer wieder tun. Auch NACH der Reduktion der Schwefelwasserstoffe in der Luft, dem was wir als "sauren Regen" zum Verursacher erklärt haben.*

Aufgebaut war diese Bereitschaft, die Alarmmeldungen so bereitwillig aufzunehmen, an einem Unbehagen an der Art, wie wir leben. Das sich in Stufen seit dem Club of Rome-Bericht (dessen Prognosen gleichfalls nicht eingetroffen sind) ihren Ausdruck gesucht hatte.

Die FAZ stellt nun die Frage, ob es nicht aber doch den Fall gibt, daß eine falsche Meldung richtige Reaktionen auslöst. Immerhin wurden seither die Abgase entschwefelt, Industrieausstoß verringert, Katalysatoren in den Autos eingeführt, und so weiter. Also hat die falsche Meldung doch etwas Positives bewirkt?

Diese Ansicht aber ist genauso falsch (weil "nicht richtig"), wie es die Alarmmeldungen der 1980er Jahre zum Waldsterben waren. Denn was wir verändert haben sind BESTIMMTE Ausstöße, gewiß. Und nicht zufällig die "sichtbaren". Damit waren und sind wir ja zufrieden - es gibt etwa heute keine roten Schneedecken mehr in Kapfenberg.  Dabei wird in den dortigen Stahlwerken nicht weniger produziert, sondern mehr. Man hat also nur die Wirkungen ... ins derzeit noch Ungesehene und Unbekannte verlagert, sprichwörtlich-wörtlich "unter den Teppich gekehrt", in eine "black box"** verschoben. Denn sowohl die Ausgangsstoffe wie die Zielstoffe sind gleichgeblieben. 

Wir haben also nur die Transformation der Elemente verändert, die Ausstöße transformiert, in andere Kanäle umgeleitet. Wie sich diese auswirken weiß überhaupt keiner. So lange nicht, bis sich deutliche Zusammenhänge erkennen lassen, oder konstruiert werden, und dazu braucht es ein "Krankheitsbild".*** Daß sie sich auswirken aber sagt einem der gesunde Menschenverstand. Ob sich ein solches Wirkzusammenhangsbild aber jemals auf "naturwissenschaftlicher Basis" findet, ist stets die große Frage. Die Welt - und ihre Teilsysteme,**** wie es der Wald ist, als hochkomplexes, organismusähnliches Wirkfeld - ist ein unendlich komplexes System von Wirkungen und Gegenwirkungen, ein in kybernetischen Termini "hochkritisches" System. 

Viel deutlicher sind da "Gegenmaßnahmen gegen den Klimawandel" einzustufen. Denn hier GIBT es bereits die sichtbare Tatsache, daß die Gegenmaßnahmen weit höhere Schäden auslösen, als allfällige "Besserungen" verhindern. Wir bekämpfen einige spezifische Parameter, aber von allem Anfang an haben wir dafür andere, die überhaupt zur Kenntnis zu nehmen wir uns beharrlich weigern, Schäden ausgelöst. Die nur dort und deshalb nicht als solche zur Kenntnis genommen werden, wo sich der Horizont auf ein begrenztes Ursache-Wirkungsspiel einläßt. Und die Komplexität der Welt und damit sie selbst übergeht. 

Dieser Einengung der Sicht wird - und das ist bereits mit Gewißheit vorherzusehen - zu einer Einengung unserer Lebensweise führen, zu einer Beschränkung, die der versuchten Schaffung eines geschlossenen Systems gleicht. Das Besorgniserregende ist, daß dabei jene Werte, um deretwillen wir überhaupt von Welt und Weltrettung reden, völlig unter die Räder kommen: der freie, schöpferische Mensch. Der durch einen "gutgemachten Menschen" ersetzt wird. Nur gibt es keinen guten Menschen, der nicht zuerst frei ist. Wir werden also nur einen Menschen schaffen, der in gewissen Hinsichten funktionieren soll.



*Etwa bei der Katalysatortechnik in Autos gibt es längst Hinweise, daß die nunmehr ausgestoßenen Verbrennungsgase der Motoren wesentlich giftigere Inhaltsstoffe freisetzen, als des der Schwefelwassserstoff war. Nur sind die Zusammenhänge nicht klar, man weiß noch nicht, was dadurch an Schädigung ausgelöst sein könnte. Aber die Diskussion um die Feinstäube in den Städten könnte die Richtung anzeigen, in die es losgehen wird. Denn man "findet" nur, was man ZUVOR weiß bzw. annimmt, was man zuerst in einen Begriff faßt. Die doktrinäre Art, in der über solche Dinge aber heute gesprochen wird, läßt wenig Hoffnung, daß die wirklichkeitsgemäßeren Anstöße aus dem Hauptfeld der derzeitigen Forschung stammen.

**Mit "black box" bezeichnet Michael Behe, der amerikanische Biologe, ungeklärte Fragensysteme, die aber zur Stützung der Beweiskraft von Thesen (Behe zeigt es anhand der Evolutionstheorien) notwendig sind. Sodaß Thesen als "bewiesen" gelten, die das in Wahrheit nur unter mehr oder weniger zahlreichen "Wenn dem und dem so ist! Aber das wissen wir nicht" funktionieren.

***Deshalb kann man mit Fug und Recht von der "Erfindung des Waldsterbens" (und des "Klimawandels") und von seinem Erfinder sprechen. Denn erfunden werden solche Begriffe mit den dazugehörigen Symptomen und Eigenschaften auf jeden Fall. Das Wesen der Sprache vergessen wir nur allzu oft. Denn wir erfinden Begriffe, um etwas Begegnendes in seinem Bezug zu uns zu definieren, der Vernunft einzugliedern. Ist diesem Begriff aber gar kein "Wesen der Wirklichkeit" zugeordnet, weil ein solches gar nicht der Erfahrung faßbar (und das heißt: abgrenzbar durch ein "ist nicht") ist, wird Sprache zur Dämonie, verwirren Begriffe die Vernunft. Ein "Klima" gibt es also nicht, wie hier bereits einmal ausgeführt wurde, es bleibt ein geistiges Ding eine Idee des Menschen. Uns begegnet real nur "Wetter". Interessant ist in dem Zusammenhang, daß die Sprecherin des IPCC, die den jüngsten Klimsbericht vorstellte - noch alarmierender, noch drängender in seiner Konklusio; es ist ja auffällig, daß die Dringlichkeit einer verbalen Aussage in dem Maß steigt, in dem die inhaltliche, wesenhfte Wirkkraft eines Dings schwächer wird, der aktuelle Bericht relativiert in seinem wissenschaftlichen Kern inhaltlich enorm - eine bemerkenswerte Umkehr ihrer Argumentation vornahm, die kaum jemandem aufgefallen sein dürfte. Zumindest hat der Verfasser dieser Zeilen nirgendwo einen Kommentar dazu gefunden. 
Sie sagte nämlich bei der offiziellen Pressekonferenz, in der der Bericht vorgestellt wurde (mit besagtem Dringlichkeitsappell), daß wir nur unsere Augen aufmachen sollten, um zu sehen, daß dramatische Veränderungen in Gange seien - Wirbelstürme in Amerika etc. etc. Daß wir also auf das Wetter blicken sollen. Noch vor wenigen Jahren hieß es genau umgekehrt: Daß der Klimawandel NICHT aus dem Wetter ablesbar sei, sondern wissenschaftlich mathematisch exakt in globalem Maßstab über alle Wetterkapriolen hinaus abstrahiert sei. Nun ist genau das aber gar nicht möglich, wie der wissenschaftliche Nukleus dieses Berichts aussagt. Genau damit ist der "Klimawandel" aber aufgegeben, weil tatsächlich ausgehebelt. Denn wo immer wir die Augen aufmachen, sehen wir keinen Klimawandel, sondern bestenfalls Wetter, und hier werden uns ganz andere Zusammenhänge klar, als beim "globalen Klimawande".  Der nur in abstracto funktioniert weil vorhanden ist. Oder ist er durch das 2013 tatsächlich festzustellende enorme WACHSTUM des arktischen Sommereises bereits beendet? Wenn aber nicht - warum nicht? Der "Klimawandel" hat in dem Augenblick verspielt, wo eben die Menschen anfangen, die Augen zu öffnen. Und überall dort, übrigens, hatte er nie seine Befürworter. Der Klimawandel" ist eine Erscheinung der Virtualität der Gegenwart. Wie es das "Waldsterben" war. Ohne Medienkonstruktionen hätte es sie nie gegeben.
Diese Aussage der Dame des IPCC zeigt also am sichersten, daß der IPCC (noch einmal: der eine politische, KEINE wissenschaftliche Organisation ist) eine letzte verzweifelte Schlacht führt, in der endlich die Bastionen der Macht auf seine Seite gebracht werden MÜSSEN. Sonst ist es auch um den "Klimawandel" als katastrophisches Szenario - und damit um viele viel Reputation und um noch mehr Geld - geschehen. Denn reagiert die Politik endlich global durch "Gegenmaßnahmen", darf ruhig wieder Tatsachenruhe einkehren. GENAU SO WIE BEIM WALDSTERBEN. Dessen Ausbleiben in der öffentlichen Meinung (irrtümlich) den Gegenmaßnahmen zugeschrieben wird.

****Alles, was etwas ist, alles Seiende, ist ein solches Teilsystem, das von seinem idealen Bild ausgehend in die Wirklichung drängt, zum einen, und zum anderen "eigene" Rückwirkungen an seine Umgebung vollzieht. Die Dinge sind nie eine Summierung von Einzelfunktionen, sondern jede Einzelfunktion ist auf das Insgesamt des "Dings" abgestimmt,m nur von dort her überhaupt begreifbar, aber niemals desintegrierbar ohne daß es genau diese Eigenschaften verlöre, die es IM System, als sein Teil, noch hat. Hier steckt die landläufige, allgemeine Meinung noch in den Denksystemen des 19. Jhds., die mittlerweile zur Breitenwirkung herabgesunken sind, während die exakten Wissenschaften wie die Physik schon seit hundert Jahren wissen, daß es überhaupt keine Eigenschaften "an sich" bei Teilen gibt, aus denen sich ein System zusammensetzt. Weil diese Eigenschaften, ja überhaupt physische Eigenschaften nur im Rahmen jener Ebene erkennbar und verstehbar sind, dem es (als Begriffsbild) zubehört. Und das heißt letztlich - dem Kosmos als Ganzem, der damit in der Sinnfrage dieses Ganzen erst erkennbar wird.




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Samstag, 19. Januar 2013

Dann sollen sie selbst!

Zeitgerecht zum nächsten "Weltklimagipfel" in Doha sind die Medien voll mit PR-Artikeln aus den Schreibstuben der studienverblödeten Klimawahnbefallenen - man verzeihe die Drastik der Ausdrucksweise, aber sie reicht nicht einmal aus, um die Wirklichkeit zu beschreiben - was geistentleerte Redakteure gerne aufgreifen, um ihre Speischüsseln zu füllen, die sie den Menschen als journalistische Information anzubieten. Um es schön greifbar zu machen, lautete jüngst eine der Überschriften: Die Fichtenwälder stürben. UNSERE Fichtenwälder? Um Gottes willen ...

Der Forstmann Carl Gayer hat 1880 den Spruch geprägt: "Sehen aus wie Wälder, sind es aber nicht". Und er meinte genau sie, die Fichtenwälder, die seit damals, und vor allem in den letzten Jahrzehnten den natürlichen Waldbestand Mitteleuropas verdrängt haben. Wo Wald war, sind nun Fichtenplantagen. Denn die Fichte ist einfachster, quantitativ "ergiebigster" Holzlieferant. Ideal für die Spanplatten- und Wegwerfmentalität der dinglosen Wüste, in die wir unsere Welt verwandeln, wo wir uns damit zufrieden geben, daß alles nur noch so aussieht wie das, was es sein soll. 

Sie wächst schnell, und ist im Generationenwechsel von oft schon deutlich unter 30 Jahren leicht auch  maschinell anzubauen. Sie hat nur einige Nachteile, wie alles, was auf Kosten der Zeit geht, das heißt, sie abkürzt, "Effizienz" heißt: Sie zieht enorm viel Wasser, ist Flachwurzler, das heißt hat wenig Widerstandskraft gegen Wetterschwankungen (Sturm genauso wie Trockenheit), und ist enorm anfällig für Schädlinge. Wie alles, was Allmählichkeit - Zeit als wichtigster Faktor adäquater Anpassung - durch Geschwindigkeit ersetzt. 

Wald ist aber nicht nur eine Ansammlung von Bäumen, es ist ein Organismus, der in sich stabil bleibt, auch äußeren Einflüssen gegenüber. In Temperatur, in Wasserhaushalt, in Verjüngung, im Bestand also.

Damit aber haben wir ein Paradoxon geschaffen. Denn indem wir unsere Wälder der natürlichen Stabilität berauben, während die EU nach wie vor "Effizienz" vorschreibt, die Kleinstrukturen nach wie vor auslöscht, wird von Klimawandel geschwafelt, daß es nur so rauscht. In völliger Verdrehung der Zusammenhänge.

Wandel ja, Wandel aber in Kleinräumen. Indem wir zum Beispiel die Wälder durch großmaschinentaugliche Fichtenplantagen ersetzt haben, die vielfältigen Folgekosten - bis hin zum Wasserhaushalt ganzer Regionen - wieder einmal auf die Allgemeinheit umgewälzt werden. Daß sich so in zahlreichen Kleinräumen die Temperaturen ändern, höher werden, ist logische Folge der Vernichtung der Wälder als Organismen. Denn wirkliche Wälder regeln, gleichen aus, bleiben erstaunlich konstant. Das fehlt nun. Fichtenwälder trocknen rasant aus, fallen extrem leicht bei Wind, sind äußerst anfällig für Schädlinge, und bilden keine geschlossene Außenhaut des Organismus Wald mehr, nicht von oben, nicht von der Seite. 

Bild aus: Die Welt
Fichtenplantagen haben kein Wesen als Wald mehr, sie sind eben nur noch eine Ansammlung von hohen, geraden Stämmen, nicht selten kunstgedüngt und -bewässert hochgetrieben (Ähnlichkeiten mit dem Verhalten verwöhnter Lebewesen sind keineswegs zufällig), und sind aufgrund der Zellstruktur gerne bereit, sofort wieder an die Luft abzudunsten, unter Zurücklassung der organischen Nahrungsbestände, die sie zum Wachstum benötigt haben. Solche Plantagenstämme müssen aber sogar künstlich - in einer Verarbeitung, die sie sowieso nur noch als Lieferant von Kleinstücken sieht, wie Leimholz, Platten etc. - getrocknet werden, weil ihre geringe spezifische Dichte, Ihre Kernlosigkeit (die spezifische Dichte von Kern zu Splint ist kaum unterschiedlich, sodaß sich das Trockenverhalten der Zellen in höheren Spannungen in allen Holzbereichen auswirkt) zu viele Risse hervorruft, die sie als Blockholz für qualitativ hochwertigere Verwendungsbereiche gar nicht tauglich macht. 

Also hat sich die Holzindustrie, die nur "Holz, Holz" schreit, auf Verarbeitungen wie Leimholz oder Platten verlegt, bei gleichzeitig steigender Nachfrage durch die Bauart mit Beton - Beton braucht minderwertiges Holz in Massen. Neben enormen Mengen Wasser. Ein Glied der Kette nach dem anderen, in einem Spirallauf der Schwachsinnigkeiten. 

Und mit diesem Beton bauen wir Hochgeschwindigkeitsbahnen und -straßen, die die Betonwüsten der Städte, IN denen es deutlich wärmer ist als in weniger dicht besiedelten Gebieten, zu ganz eigenen Kleinklimata und Wechselwirkungen kommt, noch weiter ausweiten und enträumlichen, zu Funktionsweichen machen. Nicht zufällig sind es genau diese Großstädter, die jene "Intellektuellenschichte" bilden, die laut "Klimawandel" schreit und "Politik" macht. Wie in dem Artikel der Welt. Da ist es dann "der Klimawandel", statt die Hirnrissigkeit verantwortungsloser Narren, die einfach auf alles pfeifen und Holzplantagen anbauen, wo Wald war. Die vielleicht noch die Allgemeinheit entschädigt - na für den Klimawandel, bitte, da ist doch ganz was anderes verantwortlich, nicht wahr? Weiß doch jeder! - wenn ihre Wälder dem Borkenkäfer anheimfallen. Den sie erst eingeladen haben. Und es so nebenbei (da, das Thermometer beweist es) im angrenzenden Dorf um zwei Grad höhere Sommertemperaturen mißt, als noch vor fünfzig Jahren, womit man dann die Statistik füttert, die "den Klimawandel" beweist.

So, wie alle Kleinräume und lebendigen Organismen unserer Welt aufgelöst wurden und werden, in allen Lebensbereichen, sodaß sie hineindiffundieren in abstrakte Allgemeinbegriffe von Funktionen und Effizienzberechnungen nach bestimmten Kriterien, und damit Welt überhaupt auflösen. Zur Cloud machen. Zur heißen Luft. Hier sehr wörtlich zu verstehen.

Daraus eine Art "Weltklima" abzuleiten bleibt zutiefst grotesk und lächerlich. Schon gar, ihm eine Art "Wesenheit" zuzuschreiben, die "etwas könnte". Die Selbstregulierungsmechanismen der Erde als Ganze hat noch niemand je durchschaut, und, das wagt der Verfasser dieser Zeilen zu prognostizieren, wird auch nie jemand durchschauen, weil das zum Wesen hochkomplexer Regelsysteme gehört: sie sind niemals prognostizierbar. Bestenfalls nachträglich (!) können partielle (!) Ursache-Wirk-Verhältnisse abgeleitet werden. Bei einem offenen System - Erde & Weltall* - ist das noch erheblich grotesker. Von Regulierungsfähigkeit in allen Fällen aber ist nicht die geringste Spur. Das Gerede von Klimaveränderung und Veränderungsfähigkeit durch den Menschen ist also in dieser Form Ausdruck der leeren Hybris unserer Zeit, nicht mehr: stumpfsinniges Geschwafel, das von den Wirklichkeiten, in denen wir leben und die wir nur noch mehr ignorieren indem wir "haltet den Dieb" rufen, ablenkt.

Wenn wir "Klima verändern" wollen, wenn es uns am Stephansplatz oder in der Knoblochgasse zu Feistritz zu heiß ist, dann durch eine allumfassende Rückkehr zur Subsidiarität, zur Wirklichkeitsliebe im Kleinsten, Alltäglichsten, so einfach ist das Rezept. Indem man vor den Wintergarten Pappeln oder eine Ulme in den Garten setzt, nicht Japan-Thujen.  Und wenn es den Rappelsbergern in ihrem Dorf zu warm wird, sollen sie ihre Asphaltwüsten in Wiesen zurückverwandeln, fünf Dutzend Bäume am Platz setzen, anstatt der Touristenkübel, und den Dorfbach zu einem Dorfteich stauen, dann werden alle staunen, wie kühl es wieder wird. Und der Huberbauer, der meint, seinen Wald zur Fichtenplantage umwandeln zu müssen, weil der Gierschlund nie genug kriegt und er es auf der Forstingenieursschule so gelernt hat, dann kriegt er nicht nur beim Dorffest kein Bier und muß im letzten Bankerl in der Kirche sitzen, sondern wenn ihm der Borkenkäfer kommt, soll er bleiben, wo der Pfeffer wächst, und abhauen. Und zur Strafe für die Folgeschäden wird ihm der Stadel auch noch abgefackelt. (Daß das Griebner Annerl ihn auf Facebook endlich mutig genug einen Schuft nennt, hat aber andere Gründe, glaube man das dem Autor dieser Zeilen, wenn es auch in derselben Vorliebe begründet liegt: der des Huberbauern für schlanken Wuchs bei Dreißigjährigen.) Wenn er dann an die EU schreibt, um Ausgleichszahlungen zu fordern, von wegen dem Klimawandel und so, dann braucht er sich auch nicht wundern, daß der Mann in der Postannahmestelle so seltsam dreinblickt, als er den Brief annimmt, und doppelt und dreifach versichert, er werde ganz ganz sicher seine Bestimmung erreichen, auch wenn der Einschreibeetikettierer grad dummerweise spinnt.


Fort aber mit all diesen unsinnigen Megalösungen. Denn das Temperaturverhalten von Duisburg oder Kleinwustershausen an der Dörfling hat mit seinen kleinräumlichen Strukturen zu tun, in die es eingebettet ist, zweifellos. In seinen Beziehungen mit dem unmittelbar anschließenden Lebensraum, mit dem direkten alltäglichen Verhalten. Mit der krankhaften Heizwut, die 90% unseres Lebensraums auf Temperatur bringt, obwohl wir uns dort nicht aufhalten, mit den Transporthighways, die die Welt versinken lassen, die wir nur noch als Vorhalteraum für Verschleißartikel mißbrauchen. Nicht mit abstrakten CO2-Zahlen, die wir angeblich in die Atmosphäre schießen. Wenn es den Düsseldorfern oder den Recklinghausenern zu warm wird, sollen sie endlich wieder Wälder Wälder sein lassen, und Flüsse Flüsse, und Bäche über die klein Fritzi drüberspringen kann, und dem Leben in allen Belangen nicht seine Wirklichkeit nehmen.** Aber aufhören, CO2-Statistiken zu studieren, weil das viel bequemer ist. Und zu Geld sowieso niemand mehr eine Beziehung hat, außer als - in demselben Vorgang - leere mathematische Formel realitätsfern herangezogener Beamtenmentalität.







*Die in den letzten Jahren vermehrt auftauchenden Theorien, die die Wolkenbildung (in unteren Luftschichten noch mehr als in oberen!) - unzweifelhaft wesentlicher Klimafaktor - mit dem Einfall kosmischer Strahlung in direkte Verbindung bringen, haben zumindest viel an Plausibilität. Siehe dazu u. a. H. Svensmark, "The chilling stars"

**Erst in diesen Tagen, bei einer Fahrt übers Land, stieß der Verfasser dieser Zeilen auf ein kleines Dorf. An dessen Rand waren einige neue Einfamilienhäuser errichtet worden. Inmitten eines zur Autobahn ausgebauten asphaltierten Straßennetzes, daß man meinen könnte, die Transversale Moskau-Peking würde hier durchführen. Gibt es noch mehr Wahnsinn? Genügt es diesen fünf Familien nicht, auf einer schmalen Naturstraße, auf der sonst ihre Kinder den Fröschen nachstellen, zu ihren Garagen zu kommen? Und dieselben Gemeindepolitiker, die hier EU-Gelder verbraten, schreien dann in hochwichtiger Pose nach Maßnahmen gegen den Klimawandel?
 





*190113*