Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
Eine Zeit, in der das Schöne des Wahren zum Traurigen wird. Weil man zugleich fühlt, daß es abgelehnt wird, und keine Chance hat, verstanden zu werden.
Abends, zurück, steigt dieses seltsames Fazit auf: Als hätte ich an diesem Tag wie zum Exempel nur Ausländer gesehen, die wie Zecken an den Österreichern hängen, und sie belügen, betrügen, bestehlen und verachten, wenn nicht hassen.
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Wien Meidling. Die ausländische (arabische?) Empfangskraft beim Arzt spricht halbwegs gutes (Anführungszeichen!) Deutsch. Dennoch weiß ich, daß exakte Kommunikation nicht mehr möglich ist. Das Wesentliche des Sprechens ist also auch hier nicht mehr möglich. Aber das wird ohnehin nicht relevant, ehe man mich untersucht, muß ich einen nächsten Termin vereinbaren.
Aber die Frau ist offenbar dem Klientel angepaßt, das die Warteräume bevölkert. Sie genießt es sichtlich, mich, den einzigen Inländer im Wartesaal, gleich, nein, schlechter als die anderen zu behandeln, udn von mir Dinge zu verlangen, die unter Österreichern selbstverständlich sind. "Kommen sie pünktlich zum Termin." Sie schreibt mienen Namen wie einen islamischen Namen, kennt diesen so typisch deutschen Namen naatürlich nicht, hat ihn vermutlich noch nie gehört. Ich überlege was ich sagen würde, wenn sie etwas sagen würde, daß das ein seltsamer Name sei, oder ähnlniches. "Ein sehr deutsche Name"? Wäre ich dann als Rassist verleumdet, und noch schlechter dran?
"Aber nur, weil ein andere Termin ausgefallen ist! Sonst erst in zwei Woche."
Was immer man den Staaten und deren Finanzpolitik vorwerfen mag - die Reduktion des Zinses aus NULL (oder sogar Minus) ist KEIN Ausweis der wirtschaftlichen Impotenz oder politischen Verbrecherei. Es ist die natürliche Gegenreaktion gegen die jedem Gemeinwohl zuwiderhandelnden Prinzip des Zinses ÜBERHAUPT. DAZU hat die Entwicklung der letzten Jahre, die versuchte Rettung der Währung, gezwungen. Und - sie hat nicht zufällig gezwungen. Der VdZ kommt also zu ziemlich anderen Schlüssen als Albrecht Glaser, so sehr er dessen Faktentreue schätzt, die im unten anstehenden Vortrag deutlich wird.
Was immer man Merkel und der deutschen Politik vorwerfen mag - aber die Zinsen NIEDRIG zu halten ist ganz sicher nicht darunter. Und die Gewinne für die Staatskassen daraus als "Schein" schlechtzureden schlichtweg Unsinn.
Das Problem liegt eben ganz woanders. Das deutsche Volk ist nicht um hunderte Milliarden Zinsgewinn GEPRELLT worden oder wird es derzeit. So zu argumentieren ist verstörend dumm und kapitalistisch-populistisch. Als läge plötzlich im Zinsgeschäft die gerechtfertigte Anspruchslandschaft des Menschen. Als wäre das Ziel aller Tätigkeit Wucher! Mitnichten und -Neffen. Vielmehr hat die Krise des letzten Jahrzehnts vermutlich unbewußt zu einer seltsam kohärenten Nihilierung des Wuchersystems überhaupt geführt. Anzuklagen ist also höchstens eine Politik, die den Deutschen einreden wollte, daß über eingelegtes Geld und Zinsen tatsächlich Geld und Wert zu retten und zu sichern wäre! Das ist es nicht! Und das zeigt sich jetzt. Und darin liegt nicht das geringste Unrecht! Hier schüttelt ein Kontinent vielmehr eine Last ab, die sowieso niemals und zu keiner Epoche der Weltgeschichte zu tragen war.
Den Menschen aber einzureden, daß Zinsgewinn ein "Recht" sei, ist simple und bösartig-dumme Sozialistenrhetorik der 1970er, in der der Gedanke aufkam, Einkommen stünde in keinem Verhältnis zur Seinssituation. Was impliziert, daß Zinsen ein Anrecht seien, was impliziert, daß Zinsen eine berechtigte, erworbene Funktion der Arbeit seien. Nichts stimmt weniger. Die Umverteilung der Sozialisten, die Anfang der 1970er so richtig Fahrt aufnahm, in ganz Europa, war vielmehr von Anfang an eine ganz schwere Lüge. NIEMALS kann ein Mensch seine Existenz, sein Einkommen auf Zinsen aufbauen. Das zu tun ist immer schweres Unrecht, ja eine Todsünde.
Den Leuten also einzureden, sie könnten über Geldanlage ihre Zukunft sichern, ihre Existenz garantieren, DAS IST DIE LÜGE. Nur Menschen und Arbeit können Werte schaffen und erhalten, Geld ist immer steril. Aber das paßt alles wunderbar in die Rhetorik, die den Wahnsinn der Lebensverweigerung - die sexuelle Befreiung als "Lebensweg", die Verhütung, die Abtreibung als reale Alternativen - sanktioniert.
Und das ist erschütternd, dies in einer angeblichen "Oppositionsbewegung" wie der AfD ganz genau so wiederzufinden wie in dem höllischen irrigen Müll, den die übrigen Parteien immer schon abgesondert hat. Die deutsche politische Landschaft ist eben eine einzige Kloake. Und das hat ... mit ihrem Geburtsfehler zu tun, der etwas Irreales real zu regeln, als Reales zu behandeln versucht, wir haben darüber längst gehandelt.
Wenn die europäische Politik, die die deutsche offenbar bereits institutionalisiert-garantierte Unfähigkeit genau deshalb erfaßt: ein Machtvakuum ausfüllt, nun aber plötzlich (weil notgedrungen) auf NULL Zinsen zurückkommt, so ist es viel mehr ein Rückschritt zum Richtigen, weg vom Wahn der Wucherei als wertschaffenden Wirtschaftsfaktor. Man könnte es fast hegelianisch mit "List der Vernunft" bezeichne, die letztlich nie überwunden werden kann.
Damit ist die Sache zwar lange noch nicht in allen Aspekten abgehandelt, aber das ist der Ärmel, über den die Jacke einmal beschlafen werden muß. Der Niedrigzins, der die Konsequenz aus dem Euro-Raum auch für die schwächeren Staaten war, war somit auch ein Kampf gegen das Welt-Wuchertum.
Nein, auch hier müssen viele Dinge endlich neu gedacht werden. Sie stimmen hinten und vorne nicht, es mischt sich auch hier Dummheit und Ahnungslosigkeit mit erstaunlich richtiger Konsequenz, die aus der ultimo ratio der Rettungsversuche des Falschen erfolgte. Wie sagte Goethe im Faust? "Ich bin der Geist der stets verneint, der Böses will, und Gutes schafft."
Noch etwas wird aber klar: Über die Euro-EZM-Haftungsunion (Merkel vorzuwerfen, sie haben gelogen übersteigt die Realität gewaltig: Diese Frau hat das nicht einmal gewußt, jede Wette: die ist so dumm wie es aussieht!) hat sich Deutschland durch eine verbrecherisch-narzißtisch betroppte Kanzlerin in eine militärische Zukunftsoption manövriert, die einen schaudern macht. Denn sie belädt zukünftige deutsche Politik mit einer Kriegspotenz, die als unausbleibliche Rechnung für eine derartig verantwortungslose Politik betrachtet werden wird müssen. Die deutschen Länder werden also in jedem Fall über Jahrzehnte, wenn nicht länger, den Dreck aufräumen müssen. Wer mit Verstand Deutschland betrachtet kann nur Verachtung für ein System empfinden, das solche Menschen an ihre Spitze bringt - und dann noch gutheißt.
Man könnte also die derzeitige Negativ-Zins-Politik als das betrachten, was sie ist: Der Staat holt sich zurück, was in den 1970ern ungerechtfertigt verteilt wurde. Geld, das der Staat sowieso nie hatte! Aber diese Wahrheit, diese völlig logische Gegenbewegung - denn dieses Geld, das da verteilt wurde, war nie da! es wurde nur gedruckt! - traut sich niemand zu formulieren. Wobei der derzeitige Korrektureffekt natürlich oft die Falschen trifft, weil nur von der echten Substanz getragen werden kann, aber das ist ein anderes Problem. Eines, das noch mehr deprimiert, aber lassen wir das.
Zu den am Anfang dieses Vortrags berichteten Zahlen und Fakten aus der Verbrechensstatistik - die wie jede Statistik sehr aussagekräftig ist, wenn sie denn die richtigen Fragen stellt, nach denen sie dann das "empirische Material" sondiert - ist nicht viel zu sagen. Außer, daß man ganz offen sagen muß: Die Zuwanderer der letzten Jahre kommen ganz bewußt mit der Absicht, unsere Länder zu bestehlen, zu berauben, und auszuplündern. Fast möchte man hinzufügen: und zu vergewaltigen. Mehr gibt es dazu gar nicht zu sagen.
Wer etwas anderes sagt muß unter den Verdacht der Verbrechensbegünstigung gestellt und der Mittäterschaft bezichtigt werden. Der Verbrechensanteil unter diesen Zuwanderern ist realistisch betrachtet dermaßen hoch, daß einem der Atem stockt und man sich fragt, was muß eine Politik, was muß Gutmenschen dazu bewegen, das sogar herauszufordern.
Was dazu herausfordert? Es ist ein Proxy-War, ein Stellvertreterkrieg. Hier führen vom Sein, aus der Vorsehung, aus Gott Ausgestoßene - die Gutmenschen, sie sind solche - hier führen die mit Schuld Beladenen, die keinen Weg zur Schuldbewältigung finden, einen Krieg gegen ihre ontologische Eingebettetheit. Hier führen Gutmenschen einen realen Krieg gegen die anderen, die sie bestrafen, die sie knechten, die sie berauben wollen, ohne dazu persönlich den Mut zu finden. Hier toben Perverse ihre perversen Motive aus. Die Aussagen daraus über den Zustand unserer Gesellschaften sind evident. Ihre Bewertung ist eine andere Frage. Denn der VdZ neigt mehr und mehr zu einem Gedanken, der diese Gutmenschenmischpoke als in Wahrheit eigentliche Opfer des Kapitalismus sehen könnte. Deren Haß auf die Heimat und Heimatgesellschaft einen tief wahren Charakter hat.
Aber jetzt kommt's: Wo die sogenannte Opposition, die sich um die Wahrung der "eigenen Kultur" Sorgen macht, meint, diese sei eine Folgeerscheinung, ja Bedingung der Säkularität unserer Gesellschaft (bzw. Kultur), legt einen Offenbarungseid ab. Diese Menschen werden es deshalb nicht sein, die unsere Kultur verteidigen oder bewahren. Sie verteidigen oder bewahren vielmehr das, was unsere Kultur ohnehin bereits so ausgehöhlt und letztlich bereits zerstört hat. Denn diese Kultur bringt offenbar nur noch Verteidiger hervor, die ihre Selbstzerstörung rechtfertigen, ja festigen und zum Gut erklären wollen.
Wenn hier also dazu aufgerufen wird, "Europa" (als christliches Abendland) zu verteidigen, so muß ganz einfach gesagt werden: DIESE WOLLEN ES SELBST NICHT. Sie wollen etwas verteidigt wissen, das sie selbst weder kennen, noch wirklich verteidigen wollen. Auch in dieser Opposition wird nur wild und irrational um sich geschlagen.
Und während hiesige Zeitungen weiter lügen daß sich die Balken bieten, und Politiker sich nicht einmal mehr in der Öffentlichkeit zeigen sondern hinter vorgezogenen Vorhängen warten, bis alles vorüber ist, nehmen sich internationale Politiker kaum ein Blatt vor den Mund:
Offen wird darüber gesprochen, daß derzeit jede weitere Milliarde an Griechenland verlorenes Geld ist oder sein könnte, weil nach wie vor nicht klar ist, mit welchen Karten Griechenland überhaupt spielt! Auch die genannten Zahlen privatisierbares Staatsvermögen betreffend dürften kaum mehr als Täschung sein, mit der das Land so ungeschoren wie möglich davon kommen möchte:
Die so genannte "Troika" aus Vertretern von IWF, EU-Kommission und EZB,
die gerade in Athen den griechische Schulden- und Sparkurs prüft, kommt
offenbar zum Schluss, dass Griechenland nicht fähig ist, seine Kredite
in den kommenden zwölf Monaten zu bedienen. "Wir leihen nie Geld,
solange wir nicht sicher sind, dass es keine Lücke geben wird", sagte
eine IWF-Sprecherin am Donnerstag in Washington. "Damit schützen wir das
Geld unserer Mitglieder."
Die IWF-Sprecherin nannte eine Reihe von Zusicherungen, die nötig seien,
damit weitere Milliarden fließen. Es geht um die fiskalpolitischen
Pläne der Athener Regierung wie auch Maßnahmen zur Förderung des
Wirtschaftswachstums. Zudem gehe es um den Verkauf von Staatsvermögen
und darum, welche Finanzen überhaupt vorhanden sind - "inklusive unserer
Beiträge", so die Sprecherin.
Macht sie das aber nicht wieder liebenswert? SIND sie nicht so, die Griechen, und sind sie nicht immer so gewesen? Die Autoren sind nicht zu zählen die berichten, daß es dem Griechen der Antike niemals um "Wahrheit" ging, wie wir sie verstehen. Er konnte mit diesem Begriff nichts anfangen. Es ging ihm im Leben um die Ästhetik des Moments, um die schöpferische Lebensführung, wo es gleichgültig war, ob dieses oder jenes "wahr" wäre - für eine gelungene Erzählung, für eine poetische Verflechtung, für einen hohen Gedanken lohnte zu sterben. Die Wahrheit war doch nur banal.
Die Griechen, schreibt Karl Kerenyi - gewiß einer der größten Kenner der antiken griechischen Seele - haben einfach immer gelogen! Sie haben damit die Sprache auf den Platz verwiesen, auf den sie gehört: Symbol des Numinosen.
Was für eine Chuzpe - der Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF) Olivier Blanchard muß sich schon sehr sicher sein, daß sein Vorschlag im allgemeinen Geschnattere, das keiner mehr hinsichtlich Wirklichkeitsrelevanz zu sichten vermag, untergeht.
Denn wie die Presse berichtet, schlägt der Mann nun mit unschuldiger Miene vor, die Regierungen sollten doch einfach mal die Inflation höher sein lassen - dann würden sie ihre Währungsprobleme besser in den Griff bekommen.
Ja, klar, fein daß Blanchard daran erinnert, daß diese Gefahr bei aller Schuldenmacherei der letzten Zeit drohte. Deshalb hat man aber ja so versucht, die Glaubwürdigkeit dieser Schulden zu betonen, um genau das zu vermeiden! Denn der Franzose verschweigt eine klitzekleine Kleinigkeit: Er sagt kein Wort, daß das eine Form der Enteignung gerade jener Schichten ist, die die stabile Basis jedes Staates sind - der Menschen mit Mittelvermögen, mit persönlich gebundenem Grund- und Bodenbesitz, all jener Menschen, die sich die moderne Spekulationsmentalität eben nicht zu eigen gemacht haben und auf dauerhafte Werte setzen. Daß es die Sparvermögen gerade der mittleren und unteren Schichten köpft, daß es wertgesicherte Schulden (und damit Kredite) auflöst, daß es eine Form von Besteuerung ist, weil die Besteuerungsbasis gleich bleibt, weil relativ mitwächst, während die Bevölkerungen immer einen Schritt hinter den Sachwertbesitzern und Arbeitgebern hinterher hetzen, um für ihr Geld noch was zu kriegen, weil dessen Realwert im Alltag ständig sinkt. Während der größte Realwertbesitzer, der Staat, sich entschuldet, indem er mit jenem frisch gedruckten Geld zahlt, das im nächsten Moment, eben weil er damit zahlte, die Wertlosigkeit des Geldes für die Bevölkerung weiter erhöht.
Stattdessen tut Blanchard so, als wäre das eine mögliche fiskalische Maßnahme, so, wie man ein Sofa umstellt oder über Pensionsalter diskutiert.
Daß durch die gigantischen Mengen an neuem Geld, das in die Wirtschaft gepumpt wurde, ein genauso gigantisches Überangebot an Geld geschaffen wurde, das war ja klar. Aber diese Maßnahme ist, schlag nach bei Keynes, wenn schon, nur zulässig und sinnvoll, wenn sie durch den eisernen Willen gedeckt ist, dieses Geld auch durch entsprechende Leistung zumindest in absehbarer Zukunft zu decken!
Daß stattdessen historisch gesehen eine höhere Inflation (die man staatlicherseits unter anderem durch Senkung der Leitzinsen und Erhöhung der Kreditnachfrage beziehungsweise neues Geld anheizt, wodurch Geld "billiger" wird; Anm.) auf Kosten des jeweiligen Staatsvolkes das Problem "gelöst" hat, ist ein anderes Problem. Sieht man davon ab, daß solche Maßnahme auch nur kurzfristig wirkt, der Staat aber damit in Gefahr gerät, die Inflation unkontrollierbar zu machen.
Aber das als staatliche Maßnahme, vom Chefökonomen des IWF, empfohlen zu sehen ist wie die Aufforderung, die Schulden doch noch zum Betrug zu machen. Das nennt man "Krida". Und dieses Geistes sind diese Herren?