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Sonntag, 6. November 2022

Seinsintegraton durch Adaption an den eigenen Sinn

Aufnahme Blut
Die unter dem Link auf Twitter erreibhare Aufnahme fasziniert. Sie zeigt weiße Blutkörperchen auf der Jagd nach (fremden) Bakterien, die sie dann in sich aufnehmen (fressen)


Die Welt ist ein Zueiinander von "Speise", die eins dem anderen gibt. Und insofern ein Erkennen, das aufs Universale zustrebt, das erst im Meschen seine volle Umfänglichkeit und Potenz entfaltet, Gott auch in (geistigen) Dimensionen, die der übrigen Natur nicht zur Verfügung stehen, ähnlich zu werden. 

Dienstag, 30. August 2022

Gedankensplitter (1434c)

Den Klugen der Welt eine Torheit, den Weisen der Welt ein Ärgernis. Vom dienst an Mammon - vom Sinn der Welt - Damit sind wir an einem Punkt angekommen, an dem wir über das vorgelegte Material jene Verbindugslinien legen können, die nun ein neues Gedankenbild zeichnen lassen. Dafür steigen wir noch einmal an den Anfang zurück, auf die Radiosendung mit Briggs. Darin spricht er mit Patrick Coffin auch über die Problematik der "immer niedirgeren Standards", wenn man bei Aufnahmstests für Soldaten der Frauenquote wegen die Kriterien einfacher gestaltet, damit auch Frauen sie in größerer Zahl bewältigen. 

Seltsamerweise (oder auch nicht, ich habe mit Briggs scfon diesbezüglich korrespondiert, und er hat mir zugestimmt) sagt nun Briggs Folgendes: Es sei nicht nur verheerend in der Auswirkung auf die Kampfqualität der Soldaten, sondern sogar rassistisch, "schwarze Frauen" der Quote wegen zu bevorzugen. (Seinen weiteren Ausflug in Richtung "Gleichheit" - selbst gleiche Leistungsfähigkeit bedeutet ja nicht gleiche Person,Mann und Frau bleiben deshalb trotzdem Mann un Frau - ignorieren wir, er hängt nämlich bemerkenswert in der Luft.) 

Das erfaßt das Problem nicht. So veständlich es ist (Briggs war Marinesoldat während des Vietnamkrieges) daß der New Yorker aus seiner Erfahrung an der Front die Leistungsfähigkeit als Kriterium betont, so muß man dieses Argument zurückweisen. Und zwar aus prinzipiellen (und damit für alles geltenden) Gründen. 

Montag, 29. August 2022

Gedankensplitter (1434b)

Es gibt keine Wahrheit, sondern nur Macht? Es gibt nur die Macht der Gestalt, die von Wahrheit durchformt ist. Der Rest ist Technik, die verfällt - Genau das beschreibt das Wesen dessen, wie  Yuram Harari vorgeht. Der Israeli, der seit Jahren als Guru des Transhumanismus in der bedeutenden Welt von Hand zu Hand gereicht wird, bringt diesen marxistischen Standpunkt - notwendig, um die Menschen ihrer Grundgewißheiten zu berauben, um sie so ins geistige Chaos zu stürzen, woraufhin sie "anfällig" werden für Sicherheiten, die ihnen (durch Personen; wo gibt es mehr Personenkult als im Marxismus?) geboten werden - auf den (Foucaultschen) Siedepunkt: Es gibt keine Wahrheit. Es gibt nur Macht.

Das knüäpft an den Hegelianischen Standpunkt an, daß sich die faktiche Welt immer in einem Gesicht offenbart, das WAHRHEIT IST. Egal wie sich eine Kultur entwickelt, so ist ihr aktuelles Bild IMMER ein Ansatzpunkt, der mit dem nächsten Schritt, der Antithese, zu einer neuen Synthese gelangt, der nächsten Stufe also von Wahrheit. Wahrheit, so Hegel, ist deshalb immer in einem bestimmten Fortschrittsstadium in der Welt existent. Mehr ist nie möglich. Auch nicht für Gott, weil die Welt für Gott der Ort ist, an dem er selbst ZU SICH kommt. 

Sonntag, 28. August 2022

Gedankensplitter (1434a)

Eines der Hauptargumente, mit denen DIE WISSENSCHAFT von sich behauptet, vertrauenswürdig zu sein, ist, daß die Wissenschaft Mechanismen DER SELBSTKORREKTUR habe. Deshalb habe ihr auch niemand Schranken aufzuerlegen, vor allem aber habe sie das Recht, auf Autorität zu pochen.

Solche Argumente nenne ich gerne "Sandwürfe in die Augen". In Wahrheit aber ist das ein Irrtum,denn es sind nicht einmal das. Es sind vielmehr SELBSTWIDERLEGUNGEN des Irrtums, eher der "List der Vernunft" einzuordnen, als der Klasse der Logik.

Mittwoch, 28. April 2021

Als die Lebens(t)räume billig wurden (3)

 Teil 3) Anmerkungen zum Kommunismus als Grundhaltung des westlichen Menschen und zur Frage, und warum die Erfindung der Perspektive in der Malerei einem Impfen gegen Krankheiten analog ist.


*Es ist egal, welchen Begriff man dafür verwendet - Marxismus, Sozialismus, Kommunismus, Sozialstaat (wie den unseren) als Lebensform, die dazu führt bzw. diesen Hintergrund hat. Alles das hat jene Ideologie als Basis, die mit einem alle Bereiche umfassenden Weltbild in den 1970er Jahren durch politische Intention von sozialistischen Parteien entfesselt worden sind. Parteien, die sich spätestens ab dem vorgeblichen Zusammenbruch der Systeme in Osteuropa in den Jahren 1989/90 sozialDEMOKRATISCH nannten. Um ihr eigentliches, nie verändertes Ziel zu verbergen. 

Donnerstag, 17. Dezember 2020

Prinzipieller als geplant, weniger überzeugend als gedacht

Dieses Video des in New York arbeitenden, per Staatszugehörigkeit aber österreichischen Impfexperten, des Vaccinologen Dr. Florian Krammer, wurde dem VdZ dieser Tage von Leser P zugespielt. 

Denn es sei, so die Meinung des Absenders, doch zu 95 Prozent überzeugend! 

Die Antwort, zu der sich der VdZ kurzfristig so angeregt fand, daß er (wie schon so manches Mal) seinen Tagesplan umstieß, um sich den damit zusammenhängenden Fragen zu widmen (was er eigentlich gar nie vorgehabt hätte) ist denn doch so prinzipiell entwickelt, daß er sich auf Drängen von Leser R, an dem sich der VdZ ratsuchend wandte, dazu entschloß, sie auch dem Leser zur Verfügung zu stellen. Denn sie berührt grosso modo Fragen zu Impfung und Immunsystem in Zeiten der Corona, in denen so manche derzeit um Antworten ringen.*

"Überzeugt wovon? Weil man dann weiß, wie bestimmte und selbst innerhalb des Zellgeschehens isoliert betrachtete Abläufe funktionieren? Dazu hätte genügt, vor zwanzig Jahren "Helena" zu lesen, wo ich diese Mechanismen durch die Figur des Dr. Estlect in den abstrakten Vorgängen erklären lasse (wo der das Immunsystem in den größeren Rahmen der Seele stellt) oder vor zehn Jahren die Blogbeiträge, die ich aus der Befassung mit dem Syphilis-Erreger verfaßt habe, in denen ich mich besonders mit dem Aspekt der Steuerungsübernahme eines Eindringlings beschäftigt habe. 

Denn hier haben wir es mit dem Spezifikum des Gefährdungsgeschehens wie des Abwehrverhaltens als Moment der Persönlichkeit zu tun. (Grob auf die Spitze gebracht: Eine ganz heilige Frau wie die Gottesmutter war sicher nie krank.) Oder aber auch die Ausführungen von Sucharit Bhakdi oder des Clemens Arvay, die genau das virale Geschehen sehr gut (nur etwas anders betont, und spezifich auf Corona gemünzt) beschrieben haben. Ohne deren Randunschärfen zu übersehen, wo Medizin mit Weltanschauung und damit Anthropologie zusammenstößt. 

Aber diese alle sind eben keine bloßen Techniker. Und die eigentliche Problematik - weder der Corona-"Pandemie" noch der Impfung - wird von Technikern, zu denen dieser Krammer genau so wie dieser Nowotny (der ist, wie so viele Ärzte sind) gehört, nicht berührt. Deren Metier immer nur Ablaufoptimierung eines enthusiastisch verfolgten Technizismus und völlig analog zur Magie ist. 

Schon gar, weil er die Welt des manipulierten Geschehens künstlich setzt und isolierte Abläufe behauptet. Ginge es aber so, dann wäre nicht erklärbar, wie es unerwünschte Nebenwirkungen oder sogar richtige Opfer von Impfungen gibt. Man denke nur an die Impfung in der "Schweinegrippe-Pandemie" vor einigen Jahren, mit hunderten schwerst Geschädigten.

Spätestens jetzt sind wir damit beim auch von Dir konzedierten moralischen Problem von Impfungen angelangt. Das keine Frage von Impftechnikern sein kann, denn sonst hätte auch dieser Krammer einen anderen Beruf gewählt. Wobei er sogar innerhalb dieses Videos beträchtliche Ungenauigkeiten aufweist, die er gefließentlich so übergeht, als spielten sie keine Rolle. Man achte alleine auf seine Sprache.

Denn was heißt es, wenn Krammer bei Minute 28'18 "man weiß, daß diese [Impfungen] relativ gut funktionieren" sagt? Relativ gut? Ist das nicht exakt eines (!) der echten Probleme mit Impfungen? Und das ist nur ein Beispiel aus etlichen, die man beim Anhören seiner Ausführungen anführen könnte. Wozu ich mir das alles aber noch einmal und nur unter diesem Gesichtspunkt von Logik und rationaler Redlichkeit (=Sprache) ansehen müßte, wofür mir aber Zeit und Muße fehlt. 

Dabei bin ich gar kein "prinzipieller Impfgegner". Ich halte aber deren Anwendung für in so hohem Maß auf stets individuell zu erwägende Grenzbereiche beschränkt, daß ich den "allgemeinen Vorbehalt" der "Impfleugner" eher durchgehen lasse als generelle Impfbejahung, die meist plumper Teil einer mechanistischen, materialistischen Anthropologie ist. 

Samt der Ansicht, daß (wenn schon, dann eher) die Medizin genau als Sanierungstechnik ihre "Berechtigung" hätte, sodaß ich deren frühere Nähe zu Berufen wie dem des Baders und Barbiers für sachgemäßer halte als so manche heutige Einschätzung.

So nebenbei halte ich auch Bhakdis Befürchtung auf eine Auto-Immunreaktion durch RNA-Impfstoffe für ziemlich berechtigt. Der es genauso erklärt, wie Krammer in diesem Video. Der diesen Aspekt natürlich auch nicht - nicht einmal ansatzweise - nennt. Dabei liegt er gerade bei diesem Video auf der Hand. Wenn Zellen Partikel herstellen, die dem des Virus gleich sind, steht doch nach meinem schlichten Denken zu befürchten, daß diese Zellen vom übrigen Immunsystem als "Feind" erkannt werden. 

Schon innerhalb der Zelle entsteht doch das Problem eines "anderen", weil der Zellkern doch um Gotteswillen nicht isoliert in der Zelle sein Dasein fristet, sondern sämtliche Bestandteile der Zelle "informiert". Plötzlich aber hat er in diesem Bereich einen die Herrschaft ergreifenden Widerspruch, um das Geschehen simpel zu erklären, der auf jede Schwäche des Kerns in seinem Streben nach Information des ihm zugewiesenen Bereichs sofort mit Invasion reagiert. 

Natürlich kann das menschliche Genom nicht durch eine RNA-Implantation verändert werden. Das verhindert schon die ontologische Tatsache, die davon ausgeht, daß die Idee, also das archetypische Idealbild einer Zelle im Zellkern seine erste Verfleischlichung hat, und der sich dem Idealbild gemäß formt. (Das ist der Grund, warum - O-Ton Krammer - eine Veränderung der DNA der menschlichen Zelle "Blödsinn, also extrem unwahrscheinlich" ist. 

Ist etwas, das extrem unwahrscheinlich ist, nun tatsächlich "Blödsinn? Immerhin findet nun diese Idee, die "aus Liebe" zur Inkarnation drängt, schon an seiner Türschwelle zur Welthaftigkeit als Fleisch, als Leib, das erste Hindernis einer zu überwindenden Fremdheit. Was das für Auswirkungen hat kann beim besten Willen niemand vorhersagen. Nicht zuletzt auch nicht Krammer, der das nur für "extrem unwahrscheinlich" hält. 

Und by the way Dr. Bhakdi gar nicht widerspricht, der nichts anderes als Krammer sagt, es nur anders bewertet: Daß es dazu keine wirklich relevanten Studien gäbe. Die erst relevant sind, wenn sie weit größeren Umfang haben als die bereits "durchgeführten". Vorher sind sie bestenfalls "grob hinweisend", aber keine "Studien", auf die sich eine verantwortungsbewußte Einschätzung für einen Einsatz im Rahmen einer Impfkampagne beziehen dürfte.

Und zwar aus Seinszustand, nicht aus "Wollen". Denn ein Virus ist kein Lebewesen, das etwas aktiv anzielen kann. Reine Materia kann nur Konstellationen in Beziehungen mehr oder weniger entsprechen, die aktiv aber nur von Lebendem angestrebt werden können. Ein Virus kann damit auch nicht "versuchen" oder "anstreben", wie Krammer die Worte wählt. Womit er, nimmt man es so, sogar von der Art und Weise zu erkennen gibt, wie er die Aktiv-Passiv-Rolle in biologischem Geschehen einschätzt. 

Wobei ich ja noch weitergreife und Allergien keineswegs als "rein körperlichen Nebeneffekt" sehe, sondern aus der Leib-Seele-Ganzheit des Menschen, aus der Bedeutung des Fleisches in dieser Ganzheit, tatsächlich auch Probleme für das Erkennen des Allergikers und seiner geistig-seelischen Tätigkeit damit verbunden sehe.

Man kann, meine ich, doch ganz sicher nicht bestreiten, daß körperliche Zustände eine Wirkung auf den Erkenntnisstand eines Menschen (als Sein in der Wahrheit) haben. Sodaß eben Jesus Christus (und die Gottesmutter) auch "ganz schön" waren, also auch ganz vollkommen in der leiblichen Gestalt. 

Und das ist nicht ohne Bedeutung für einen Gott-Menschen, der von sich sagt, er sei "Weg - Wahrheit - Leben". Der ja sogar in der von außen zugefügten Beschädigung des Leibes (in Folterung und Zu-Tode-Bringung) jenen Akt sah, in dem er die Welt erlöste. Es ist eben nicht bedeutungslos, daß er dann leiblich auferstanden und sogar leiblich in den Himmel aufgefahren ist. Aber zumindest darin werden wir ja wohl kaum Meinungsdivergenzen haben.

Nachtrag: Wer sich noch näher mit der vor wenigen Tagen von der FDA - Federal Drugs Association, (Staatliche Zulassungsinstanz für Medikamente und Impfstoffe in den USA) veröffentlichten Studie über den Covid19-Impfstoff von Pfizer/BioNtech auseinandersetzen möchte, dabei auch deren Ungenauigkeiten nicht übergangen wissen möchte, dem sei wie so oft in der Corona-Angelegenheit die Seite von William M. Briggs empfohlen. Auf der der Statistiker und Theologe sich gründlich damit auseinandersetzt. 

Fazit? Kein Arzt, kein Mediziner, kein Pharmazeut kann entscheiden, ob eine Impfung für eine Bevölkerung gut oder gar notwendig ist - oder nicht.

Jeder muß FÜR SICH die Entscheidung treffen, ob er sich impfen läßt oder nicht. Und dabei um die möglichen Gefahren und Nebenwirkungen wissen, denn die gibt es in jedem Fall. Impferfolge sind nämlich IMMER STATISTISCHE ERGEBNISSE einer Abwägung MÖGLICHER NUTZEN gegen MÖGLICHE SCHÄDEN. Dort (aber nicht alleine dort) setzt dann eine ethische Bewertung an.

Dabei lassen wir (wie Briggs) die hier nicht klärbare Frage aus, ob für diesen Impfstoff tatsächlich Zellmaterial abgetriebener Föten verwendet wird. UND wir lassen aus, ob überhaupt vom Coronavirus eine generelle Gefahr ausgeht, die angeraten sein läßt, ihn als größere Gefahr zu sehen als (sagen wir) über die Straße zu gehen, oder an der jährlichen Grippe zu erkranken.


*1:21 Zur Person Florian Krammer 3:47 Coronaviren & SARS-COV2 allgemein 10:36 Infektion & Immunantwort 7:49 Arten von Impfstoffen 29:07 mRNA Impfstoffe 37:33 Prozess der Impfstoff-Entwicklung und -Zulassung 51:54 Zahlen zu den aktuellen Impfstoffkandidaten 57:29 Sicherheit & Impfschäden 1:07:37 Reaktogenität (Nebenwirkungen) 1:09:15 Produktion, Verteilung, Administration, Aufbau der Immunität 1:11:45 Schutz vor Krankheit vs. Schutz vor Infektion 1:15:15 Wie lange hält der Schutz an 1:16:33 Zusammenfassung


*141220*

Dienstag, 30. Juni 2020

Antworten am Krückstock des "Cui bono"

Die Gesamtheit dieser Corona-Pandemie ist, je länger man sich damit befaßt, in einem Ausmaß irrational, daß man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Die einzige Frage, die in solch einem geistigen Chaos noch einen Weg finden läßt, ist die nach dem "cui bono", also wem nützt das alles? Die Antworten darauf sind es dann, die jene heftigen Gegenreaktionen auslösen, in denen jeder, der diesen Weg der Vernunft sucht, nur noch als Verschwörungstheoretiker oder jemand behandelt wird, der nicht versteht, seine Vernunft zu aktivieren.

Da braucht es ein hartes Gesicht, um den Glauben an die eigene Vernunft und Vernünftigkeit nicht zu verlieren. Aber es braucht auch das Bemühen, die oft amorphen, nicht genug durchgeformten Gedankenfragmente und Gefühle zu sortieren. Das heißt in diesem Fall auch, sich mit Sachfragen zu befassen, die vielleicht nicht auf der eigenen Speisekarte des Lebens zu stehen kommen sollten. Doch wie sonst soll der Mensch sich selbst verorten, wenn er wie in diesem Fall bis ins letzte Hinterstübchen dazu gezwungen wird, sich zum Thema zu stellen. Wohin ihn die als Kollektivmoment aufgebaute und geschürte Angst getrieben hat.

Wir bringen deshalb hier ein aktuelles Interview mit Prof. Dr. Sucharit Bhakdi, in dem dieser sehr gut nachvollziehbar erklärt, wie Viren und Abwehrsysteme des Menschen überhaupt funktionieren. Wie deshalb auch der Corona-Virus funktioniert, und worin er sich von Grippeviren so fundamental unterscheidet. 

Bhakdi erklärt auch, warum die derzeitigen Bestrebungen, so rasch einen Impfstoff zu finden, daß er nun sogar in Form von Menschenversuchen (noch dazu an völlig untauglichen Probandengruppen) "getestet" werden soll, nicht nur unverantwortlich, sondern vom medizinischen Standpunkt aus sinnlos sind. Es ist noch weniger zu fassen, so der Virologe und Epidemiologe, daß allen Ernstes geplant wird, bestimmte Handlungszulassungen und Grundfreiheiten an den Nachweis einer vorgeblichen Immunität (Impfung) zu knüpfen. Wo doch Immunität gar nicht nachweisbar ist! Noch dazu wo die Gefahren, die mit dieser Art von Impfung verbunden, enorm sind.


Die Frage nach dem Cui Bono" wird immer drängender, betrachtet man die Sachlage. Was etwa von diesem Video aus den USA zu halten ist, das noch mehr Fragen aufreißt, möge der Leser selbst entscheiden. In jedem Fall wird der Schatten eines Gespenstes an der Wand sichtbar, das die Schäden, die durch die angeblichen Gegenmaßnahmen gegen Covid19 angerichtet wurden und werden, in Ausmaß und Qualität immer erschreckender erscheinen läßt.

Cui bono? Wem dient es, wenn man das menschliche Leben dermaßen zerstört, wie es nun der Fall ist? Wem dient dieser Krieg gegen den Menschen, in dem wir uns befinden, und der die Resultante aus so zahllosen Fehlentwicklungen* der letzten Jahrzehnte ist, daß man meinen könnte, wir lebten in einer unheilbar ihrem eigenen Wesen entfremdeten, irregeleiteten Welt?

*Zahllos. Und doch - wie aus einem Guß. Als Entfaltung der Utopien und Bilder, die aus der Aufklärung heraus, zur Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert, in Rousseaus Werken und Idealen so exakt vorgezeichnet wurden, daß man nur noch staunen könnte: Wir sind jenen Menschen nachgeformt worden, real und tatsächlich, der uns dort vorgestellt wurde. Rousseaus Vorstellungen haben sich zweihundert Jahre nach seinem Tod buchstabengetreu verwirklicht!


*120620*

Mittwoch, 10. Juni 2020

Gegen "Fakten" immunisieren

Ein sicherer Grund für die Panik der letzten Monate liegt in der Naivität der Bevölkerung im Umgang mit Autoritäten und deren "Zahlen", also den Statistiken. Wo es Usus geworden ist, mit "richtigen Zahlen", also "Fakten", elegant ... zu lügen. Wie kann man mit Wahrheit lügen? 
Der richtige Lügner lügt mit Wahrheiten. Einer Teilwahrheit, die besser "Richtigkeit" genannt werden sollte. Das täuscht fast perfekt.
Und es passiert, wenn man nicht fest in wirklichen, realen Hintergründen, in der Grammatik der wirklichen Wirklichkeit verankert ist, und um die Möglichkeiten von Zahlen und Tatsachen weiß. Wahrheit, und nur darum darf es dem Menschen gehen, kann sich nie einfach auf Richtigkeiten berufen, sie ist viel weiter, tiefer, und stammt aus der allgemeinen Wirklichkeitserfahrung. Gerade das Spezialistentum hat somit die Wege für die Lüge auf ungeheure Weise aufbereitet.

Man kann deshalb jedem in all der Corona-Panik nur raten, Augen und Ohren vor den "Fakten", die uns tagtäglich in Medien präsentiert werden, zu verschließen. Das klingt hart, entspricht aber Notwendigkeiten der geistigen Hygiene. Gerade sogar solche, die mit Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnungen, deren Methodiken und Einsatzmöglichkeiten und -gepflogenheiten, tun deshalb genau das.

Als kleinen Immunisierungsschub empfiehlt der VdZ zumindest Filmchen wie dieses anzusehen. Sie sind eine erste Einführung in die Problematik, und der Leser - sofern er ohnehin nicht schon damit vertraut ist - erfährt erste Vorsichten, die angesichts der verbreiteten "Fakten" in den Medien und Regierungsschriften die von diesen Täuschungsmöglichkeiten am meisten Gebrauch machen, oft leider aber nicht einmal selber um die Brüchigkeiten von Statistiken wissen, mehr als angebracht sind. 
Die Corona-Panik, die wir gerade durchlebt haben und durchleben, ist nämlich ein Beweis, wie wir mit Richtigkeiten und Fakten auf völlig falsche, wirklichkeitsferne Pfade geführt werden können. Sodaß wir meinen, Notwendiges zu tun oder still zu erleiden, ohne daß dies geboten weil der Wirklichkeit entsprechend ist.
In der Medizin hat man dabei ein ideales Opfer der Manipulation. Denn auch in dieser Videodokumentation des SWR wird bestätigt: Gerade Ärzte haben oft gravierende Bildungsmängel, wie Statistiken richtig zu lesen sind. Deshalb war diese Corona-Krise, deshalb ist ein Weltbedrohungsbild, das sich auf die Gesundheit bezieht, das perfekte Mittel der Täuschung der Menschheit. 
Es ist deshalb keineswegs eine Groteske, daß gerade in Gesundheitsfragen der Glaube der Bevölkerungen an die Allmacht der Medizin so groß ist - es ist logisch. Denn nirgendwo läßt sich solch eine Scheinsicherheit besser implementieren, als wo viele Wahrscheinlichkeitsberechnungen und abstrahierte Möglichkeiten im Spiel sind. 
Der Fanatismus wurzelt immer in der Furcht vor Möglichkeiten. Also in einer Unfähigkeit, die Wirklichkeit realistisch und als Ganzes zu ordnen. In dieser Gesamtheit der Ordnung aber liegt das Geheimnis des gerechten, also realistischen Umgangs mit der Welt. 
Wo aber die Quelle des Wirklichen nicht als persönliche Dynamik - Gott, das Sein selbst - erkannt wird, die mit dem Menschen kommuniziert, ja auf diesen ausgerichtet ist, wächst die Angst vor der Wirklichkeit. Man nimmt die Welt Gott aus der Hand, und versucht sie selbst zu konstruieren, weil man nicht begreift, daß das Ganze - jedes Ganze! - NICHT in der Hand und damit Verantwortung des Menschen liegt. Denn Verantwortung hat mit Macht zu tun. Fanatismus stammt deshalb immer aus einer maßlosen Überschätzung der menschlichen Kräfte.
Genau darauf zielt die Lüge mit Fakten ab. Die Welt NACH Corona ist deshalb einer Welt gefährlich näher gerückt, in der Möglichkeiten zur größten Bedrohung werden. Einer Welt, die sich deshalb immer energischer auf die Unterdrückung und Ausschaltung von Möglichkeiten konzentrieren wird. Worin deshalb der Verdacht eine fatale Rolle spielt.





*020520*

Dienstag, 24. März 2020

Ein illustrierender Zufall

Eigentlich wollte der VdZ aus Pietät darüber schweigen. Denn er weiß schon lange darum. Aber nun, nach einem Beitrag auf Achgut, möchte er doch darauf eingehen. Es geht um Jordan Peterson, es geht um seinen Gesundheitszustand. Denn da geht es nicht um eine Lungenentzündung oder einen heimtückischen Tumor. Es geht um ... psychische Erkrankung. Beim Propheten der geistigen Gesundheit will das natürlich schon etwas heißen. Und das tut es noch mehr, wenn wir auf die genaueren Beschreibungen eingehen.

(Die Tagespost vom 12. Februar 2020)  Wie die kanadische Tageszeitung "National Post" mitteilte, leidet Peterson an einer Abhängigkeit von Benzodiazepinen, der wichtigsten Wirkstoffgruppe unter den Tranquilizern. Diese Beruhigungsmittel nahm er vor einigen Jahren wegen einer Angststörung ein, die nach einer Autoimmunreaktion auf Lebensmittel aufgetreten sei, wie seine Tochter Mikhaila in einem an die Öffentlichkeit gerichteten Video kommunizierte. Seine Familie habe seine physische Abhängigkeit im vergangenen April festgestellt, nachdem seine Frau Tammy eine Krebsdiagnose erhalten hatte.

Denn Peterson schlitterte in diese Krankheit, weil er zur seelischen Stärkung in Angstzuständen begann, Psychopharmaka einzunehmen. Daraus entwickelte sich aber eine fatale Abhängigkeit, samt Nebenwirkungen und Folgen. Die, wie man an anderen Orten liest, zu neurologischen Schäden führte, die wiederum durch Antiepileptika* behandelt werden.  Angeblich hat sich Peterson einer Entzugsbehandlung in Moskau unterzogen und befindet sich auf dem (langen) Weg der Heilung. Er kann angeblich nicht alleine gehen. (Auch das kennt der VdZ: sind die Nerven im Bein beschädigt, fehlt es an Balancemöglichkeiten, der Gang wird unsicher, man kann nicht mehr fest stehen.) Aber viel interessanter ist zu erfahren, daß Peterson auch an Autoimmunreaktionen gelitten hatte.

Was sind Autoimmunreaktionen?

Sie sind einem Mangel in der Persönlichkeitsstruktur zuzuschreiben. Sie sind ein Mangel in der Außenkontur, in der Festigkeit der Außenhülle, wie sie nur durch die Selbstüberschreitung zustande kommt. Genau das war der Fehler in Petersons Anschauungen, die er in weltweiten Vorträgen (zu einem horrenden Honorar; Peterson wurde regelrecht wohlhabend dadurch!) zum Besten gab. Die aber immer auf Introspektion beruhten! Introspektion! Als Gegenteil eines gesunden Persönlichkeitsaufbaus, aber voll im Zeitgeist. Und DARAUF beruhte seine enorme Popularität. Er vereinte gewissermaßen vernünftiges, kritisches Gedankengut, das bestimmte Schmerzreaktionen, Reaktionen auf einige (aber nicht auf ihren einen Grund zurückgeführte) gröbere Dummheiten der Zeit. Wie eben der Liberalismus es macht: Er schreit, wenn etwas weh tut, das er aber selbst initiiert hat, das er zumindest nicht in seinen wirklichen Ursachen erkennt.

Ja, Liberalismus, den Peterson immer vertrat, ist sogar eine Weltanschauung der (Selbst-)Auflösung, eine Waffe gegen alles und jeden, der noch klare Kontur hat. Der also wirklich im Sein gegen das Nicht-Sein, gegen die Seinsauflösung, also gegen das Böse steht und immer stand. Der Kampf geht nicht unter Liberalen, er geht nicht zwischen Rechts und Links, es geht im Weltkampf um Sein und Nicht-Sein, um Sein und Anti-Sein. Auch Peterson stand und steht gegen das Sein! Auch wenn er das eine oder andere erkannt hat, was sich besonders in seiner Kritik der Postmoderne zeigt. Die alles auf einen Machtkampf zurückführt, in dem richtigen Erfassen des Seins, also der Gestalt, der Figur, ALS MÄCHTIGKEIT.

Wer meint, man müsse Liberale kaltstellen, weil sie dem Sein entgegenstünden, ist lächerlich

Auch diese Theorie vernahm der VdZ. Er hält absolut nichts davon, denn - Peterson war kein Reaktionär, er war kein Konservativer im eigentlichen Sinn, er war kein Vertreter des Seins, der der enorm großen, zahlreichen Phalanx der Seinsfeinde gegenüberstand. Peterson war ein Liberaler!

Und umso nützlicher für den Liberalismus, als er durchaus Kluges auf Schienen gestellt hat, die am fernen, für die meisten nicht sichtbaren Horizont, mit dem Hauptstrang der Schienen, der Peterson selbst nicht klar war, in den Liberalismus führten. Nur, weil er gegen den Genderismus auftrat (dabei selber immer wieder bekräftigte, daß er das nur als Verstoß gegen die Freiheit für falsch halte, nicht, weil es prinzipiell falsch sei) ihn als "Rechten" abzustempeln war immer eine Dummheit oberflächlicher Auseinandersetzung, wie sie für das Klima der heutigen Auseinandersetzungen aber so typisch sind:

Der Kampf "rechts gegen links", schon gar wo er im Grunde eine Auseinandersetzung innerhalb des Liberalismus ist, ist ein Scheintheater der Zweitwirklichkeit. Innerhalb derer zu halten, darum geht es einer Gesellschaft, die jeden Bodenkontakt verloren hat und meint, fliegen zu können, weil sie fällt. Das Mittel, die Menschen in diesem Schwebezustand zu halten, der Boden, auf den sie gelockt werden, ist aber der Liberalismus. Der Fall Jordan Peterson zeigt aber, daß es ein Fallen ist, das nur deshalb andauert, weil der Boden immer tiefer gegraben und immer wieder durch Bearbeitung mit der Harke der Zerkleinerung der Schollen der Wirklichkeit aufgeweicht wird, auf den man eines Tages aber dann doch aufschlägt.





*Auch der VdZ nimmt solche Medikamente, auch er leidet unter Schädigungen der Nerven aufgrund Unterversorgung (eine Berufskrankheit, gewissermaßen: durch zu langes Sitzen). Sie heilen nicht, sie helfen nur (und das sehr effektiv), mit den beachtlichen Nervenschmerzen umzugehen.




Sonntag, 6. Januar 2019

Das wirkliche Problem des Impfens (4)

Teil 4) Und deshalb ist es abzulehnen




Daß aber jemand (und schon gar Kinder) an der Impfung selbst erkrankt und stirbt, ist so gut wie sicher, wird zumindest riskiert. Und es ist umso sicherer, als vor allem Kinder geimpft werden (sollen). Weil eben Immunsystem und Persönlichkeit untrennbar zusammenhängen, sind Kinder, die eine Persönlichkeit erst erwerben können, ganz besonders gefährdet. Nicht zufällig sind sie deshalb für manche Krankheiten anfälliger als Erwachsene. Oder durchleben sie in schwereren Krisen. Ihnen fehlen jene Persönlichkeits"cluster", die ein Erwachsener (der immer innerhalb einer Kultur steht) gebildet hat (sonst wäre er ja nicht erwachsen.)

Somit stehen sich zwei Beurteilungskriterien gegenüber, und hier schließt sich der Bogen zum anfänglich erinnerten Beispiel mit unserem Stellwerksarbeiter: Das eine Risiko (beim Ungeimpften) steht mit dessen Leben in Zusammenhang. Es hat wie immer man es sehen will einen Sinn (ohne daß wir gleich von "Strafe Gottes" o.ä. reden wollen, auch wenn das ganz reale Sinndeutungsmöglichkeiten sind.) Und es hat eine Aussage über den Zustand einer Kultur. Es ist zudem ungewiß, ob dieser eine oder andere speziell an dieser Krankheit, gegen die er immunisiert werden soll, jemals erkrankt, oder wie diese Krankheit verläuft. Es ist ja bekannt, daß selbst bei der Pest ein Drittel der Menschen nie daran erkranken. Selbst wenn sie mit dem Erreger in Kontakt kommen. Und auch die Syphilis, aus in dem Fall so naheliegenden Gründen.***

Außerdem ist niemals sicher, ob und wie weit sich eine Krankheit (selbst als Epidemie, wie z. B. Masern zuweilen auftritt) tatsächlich ausbreitet, und welche Bevölkerungskreise sie trifft. Schon das verlangt also ein zusätzliches Urteilskriterium bei der Implementierung von Impfungen. Die dazu neigt, und das kann mit Sicherheit gesagt werden, in der Mehrzahl der Fälle bei weitem eine Gefahr zu überschätzen. (Man denke an Hysterien wie die über Vogelgrippe, den HP-Virus, Ebola, etc. etc.)

Das andere Risiko aber, das Risiko beim Geimpften, ist nicht nur gewiß, sondern es wird aus statistischen Aufrechnungen über alle verhängt. Bewußt wird die Tötung (durch Impfung) in Kauf genommen, ja initiiert. Vorgeblich, um "mehrere" zu retten. Aber das ist moralisch unzulässig! Es ist nicht zulässig, ein Risiko bewußt über andere zu verhängen, das noch dazu außerhalb derer Lebenszusammenhänge steht, von dem man weiß, daß es in so und so vielen Fällen zum Tod führt. Menschenleben dürfen niemals statistisch bewertet oder gar gegeneinander abgewogen werden. Wenn wir, wenn die Medizin glaubt, statistische "Erfolge" erzielen zu müssen, verliert sie das, was sie ist: Eine humane Wissenschaft, die dem Kranken helfen soll.

Umgekeht heißt freilich die absolute Wertschätzung für jedes einzelne menschliche Leben NICHT, daß es immer und in jedem Fall um das irdische Leben gehen muß. Dieses ist nur Angeld auf das, worum es eigentlich geht: Den Sinn, und das heißt auch: Den Tod, der Sinn hat, weil es ums ewige Leben geht. Das wissen wir nicht, das können wir bestenfalls rückschließen. Aber Gott alleine ist Herr über jedes einzelne Leben und dessen Ende, deshalb vom individuellen Schicksal nie zu trennen.

Die Impfung ist aber bewußte Tötung oder zumindest aktive Inkaufnahme von Tod "durch statistischen Zufall" als Rechtfertigung, die noch dazu mit dem Argument kommt, daß es um die Fernhaltung von Leid (durch eine bestimmte Krankheit) gehe, die aber im Rahmen des gesamten Gefüges der Welt durchaus Sinn haben kann. Auch durch Sühne, auch durch Sühne durch die Angehörigen und Pfleger, auch durch Sühne, die sich aus dem Insgesamt einer Kultur ergibt. Denn alle deren Kreise gehören zu uns höchstpersönlich, sind nicht abtrennbar, sobald sie uns nicht in den Kram passen.

Die Medizin wird somit mißbraucht, und bewirkt gezielt Böses (die Tötung von Geimpften), um das angeblich größere Gute (die niedrigere Todesrate im statistischen Schnitt über die Gesamtbevölkerung gerechnet) durch "Vorbeugung" zu erreichen. Dabei versagt sie im Einzelfall in ihrer Prognosekraft, das heißt: Sie "weiß" gar nicht, ob es diesem oder jenem wirklich "hilft". Oder ihn schädigt, oder gar tötet.

Ja es bleibt sogar ungewiß, ob nicht gerade dadurch, in absoluten Zahlen, mehr Tote bewirkt werden als durch einen "natürlichen" Verlauf eines sohin "Verhinderten" (dessen Ausmaß man gar nicht kennen kann), bei dem die von Krankheit Befallenen mit der Krankheit einfach fertigwerden hätten müssen, wobei ihm die Medizin dann zu helfen hätte. (Denn letztlich muß sich jeder Organismus selbst heilen, man kann ihn nur anregen, unterstützen, auf daß sich sein Ganzes wieder ermächtige.)  Oder diese Krankheit gar nicht bekommen, weil ihre Persönlichkeit die Herausforderung durch eine bestimmte Erkrankung längst bewältigt HAT. 

Statistik kann niemals aus sich heraus "vorhersagen". Sie kann nur abbilden. Sie kann aber aus sich heraus nichts über die Zusammenhänge von Ursache und Wirkung, also der Zwangsläufigkeit des Zusammenhangs von Erreger und Krankheit sagen. Diese Zusammenhänge muß der Mensch zuvor wissen.****

Aus diesen Gründen ist die "Durchimpfung einer Bevölkerung" gegen kulturbekannte Krankheiten tatsächlich abzulehnen.

Und aus eben diesen Gründen ist auch unbestreitbar, daß gewisse Krankheitserscheinungen, vor allem jene, die mit Autoimmunschwächen (also: Persönlichkeitsdefiziten) zu tun haben (Allergien, Neurodermitis, wohl auch ADHS und Autismus), wie sie heute immer zahlreicher auftreten, mit der Massenimpfung von Kindern zu tun haben. Wenn auch ganz sicher nicht ausschließlich von dort stammen, sondern in den meisten Fällen wohl eher Anlaß zum Ausbruch sein könnten. 

Weil diese Krankheitsbilder zu perfekt in den Gesamtzustand einer dekadenten, rezessiven Kultur passen, wie wir sie sind, also von den von dort aus defiziösen Persönlichkeitsbildern zwangsläufig erfließen MÜSSEN, mit Impfung nichts Erstursächliches zu tun haben KÖNNEN. Sie sind auch historisch belegbar immer und überall solchen Kulturzuständen immanent. Um diese Verhältnisse aber genauer zu kennen, müßten die Ansätze, unter denen untersucht wird, von anderen Prämissen als denen ausgehen, die auf einem mechanistischen Menschenbild beruhen.***** 


Sich einseitig darauf zu berufen, daß alles das VON DER IMPFUNG VERURSACHT wäre, fußt selbst aber auf einem mechanistischen, technizistischen Menschenbild. Denn des Menschen Leib-Seele-Einheit geht immer zuerst vom Geist aus.


***Und ebenso klar wird es bei der in den letzten Jahren so propagierten Impfung gegen den HP-Virus bei Mädchen. Der (angeblich) Gebärmutterhalskrebs auslösen kann (wieder: Vorsicht vor mechanistischem Menschenbild!), aber nur durch Geschlechtsverkehr verbreitet wird. 

****Wir weisen hier einmal mehr auf die diese Tatsachen erhellenden Arbeiten des amerikanischen Statistikers und Philosophen William M. Briggs hin. 

*****Ob ein Erwachsener im Einzelfall (sic!) für sich selber (sic!) eine Impfung möchte - etwa wenn er einmalig nach Ghana fliegen muß und sich gegen die dort gerade grassierende Gelbfieberepidemie absichern möchte - oder wieweit individuell (und wieder: für sich selbst) eine Impfung angebracht ist für den Fall, daß Zuwanderer kulturfremde Krankheiten eingeschleppt haben, bedarf freilich einer gesonderten Erörterung. In keinem Fall aber kann eine moralische Rechtfertigung der Impfung von Bevölkerungen oder Bevölkerungsteilen aus statistischer Abwägung erfolgen. Und auch auf sich selbst angewandt ist eine solche statistische Sichtweise sehr problematisch.









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Samstag, 5. Januar 2019

Das wirkliche Problem des Impfens (3)

Teil 3) Das finale Argument



Wie funktioniert Impfen? Es wird gezielt dem Menschen (und hier vor allem Kindern) eine kleine Dosis der Krankheit zugemutet. Und zwar nicht einfach über "normalen Kontakt", sondern durch direkte Einbringung in den Stoffwechselkreislauf. Gerade so viel, als er statistisch (sic!) in den allermeisten Fällen bewältigen kann, um Antikörper zu bilden und zukünftig gegen diese Krankheit gewappnet zu sein. Weil aber Krankheit mit Lebensumwelt zusammenhängt, und zwar immer, sorgt die statistische Herangehensweise an Krankheit** beim Impfen dafür, daß jeder, also auch diejenigen, die mit dieser Krankheit nie konfrontiert worden wären, plötzlich diese Krankheit bekommt. Die Folgen sind evident: Die Impfmedizin geht davon aus, daß ein gewisser Prozentsatz der Geimpften an dieser Krankheit erkrankt und sogar daran stirbt. 

Einschub: Was passiert dabei mit der Persönlichkeit, auf der aber das Immunsystem aufruht? Was passiert, wenn der Mensch "etwas kann", eine Geschichte aufweist, die aber mit seinem Leben gar nichts zu tun hat? Wo er sich plötzlich mit einer in bestimmten Hinsichten "gereifter Leiblichkeit" konfrontiert sieht, die gar nicht seiner Geschichte, seinen Lebenszusammenhängen und erst recht nicht der Gereiftheit seiner Vernunft entspricht? 

Verwenden wir zur Illustration eine Analogie. Vergleichen wir es mit einem jungen Mann, der noch nie gearbeitet hat, aber alles besitzt. Weil der Vater wohlhabend und großzügig ist, und sich so nebenbei mit Geld seine Erziehungsmühe (die in sehr vielen Fällen die Mühe wäre, die Ordnung im Hause herzustellen, also sagen wir es direkt: Gewisse Kämpfe auch mit seiner Frau zu fechten; denn Erziehung ist vor allem ein indirektes Ding, nur zu einem kleinen Prozentsatz und an den Rändern explizit zu leisten) vom Hals geschafft hat. Was meint der Leser, wie dieser junge Mann sich charakterlich entwickelt? 

Er entwickelt sich genau so, wie sich alle menschlichen Bereiche entwickeln, wo die Möglichkeiten die Fähigkeiten - was vielfach heißt: Die Fähigkeit, sich eine Möglichkeit zu schaffen - übersteigen. Er wird mit diesen Möglichkeiten kaum noch verantwortungsbewußt, mit Ressourcen kaum noch schonend oder gar liebevoll umgehen. Wir haben es auf analoge Weise bei der Impfproblematik mit den schlimmen Folgen eines Sozialstaates heutiger Prägung zu tun. Die zumindest bewirken, daß sich das innerste, tiefe Selbstbewußtsein eines Menschen gar nicht mehr entwickeln kann. (Was dann wie beim Impfen mit "Lobesportionen" - erfolglos - zu korrigieren versucht wird weil nur Narzißmus bewirkt.) Schon gar wird damit auch das Vertrauen in die Tragfähigkeit der Seinsordnung und jede Schmerz- und Leidtoleranz fehlen, aus der auch das so wichtige "Ertragen des Anderen" möglich ist. Fanatismus - oder völlige Apathie - ist nur jeweils eine Facette, die daraus erwächst.


Morgen Teil 4) Und deshalb ist es abzulehnen




**Hinter dieser Auffassung von Krankheit und Virus steht zudem ein mechanistisches, materialistisches Menschenbild. Das "hier Virus - dort Krankheit" wie einen unüberwindlichen Mechanismus ansieht. Krankheit wird völlig aus dem Lebenszusammenhang eines Menschen herausgerissen. Das mag manchem sogar recht gelegen kommen, denn damit würde ja Krankheit u. U. "verräterisch" eines Haltungen und auch Sünden offenbaren. Deshalb hat sich diese Ausrede so rasend schnell durchgesetzt. 




*181118*

Freitag, 4. Januar 2019

Das wirkliche Problem des Impfens (2)

Teil 2) Die Lustseuche illustriert



Über das wahre Ausmaß der Verbreitung von Syphilis zu Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa kann man nur mutmaßen, belastbare Zahlen liegen nicht vor. Aber es gibt gute Gründe davon auszugehen, daß sie einen beträchtlichen Prozentsatz der Bevölkerung betraf. Schon gar wenn man bedenkt, daß ihre Voraussetzungen, ihre Entstehungsbedingungen - Kontrollverlust - ausgerechnet jene 10 Prozent der Männer betraf, die für etwa 50 Prozent der sexuellen Erfahrungen bei Frauen zuständig sind. Entsprechend hoch war wohl die Verbreitung.

Denn der Syphilis-Erreger hat eine frappierende Eigenschaft, wie der Biologe und Naturphilosoph Armin Müller in seiner aufsehenerregenden (und unbedingt lesenswerten) Studie über "Syphilis und Metasyphilis" Mitte der 1950er Jahre herausfand und belegte. Er setzt sich überall (und nur dort) fest, wo sich die Kontrollzentren in den menschlichen Systemen befinden. Das macht mehr als plausibel, daß diese Krankheit über sexuelle Haltlosigkeit (vulgo "Unzucht") nach Europa kam, und sich hier so rasant ausbreiten konnte. Auf die medizinischen Details wollen wir hier nicht eingehen, wir haben sie erinnerlich schon vor Jahren hier eingehender behandelt.

Aber es deutet sich hier das Problem der Ganzheit des Menschen an. Das im Wesentlichen eine Frage des Selbstbesitzes ist. Also an die Tatsache anknüpft, daß der Mensch eine Geist-Seele hat. Damit steht der Mensch nur dann in Selbstbesitz, und nur so weit, als er vernünftig ist. Und hier stoßen wir natürlich auf die Wahrheitsfrage.

Der ursprüngliche Erreger kommt aus Südamerika. Dort war er ein harmloses Virus, das die angestammte Bevölkerung höchstens mit ein wenig Juckreiz plagte. In dem Moment aber, wo er von den angekommenen Europäern - über Geschlechtsverkehr, was sonst** - aufgenommen wurde, veränderte er sich blitzschnell. Dort fand er völlig neue Bedingungen vor, paßte sich sofort an, und wurde zu dem heute bekannten, so gefährlichen Virus, der die europäische Geschichte mehr beeinflußt hat, als man meinen könnte.

Das verweist uns auf einen ganz wichtigen Zusammenhang: Persönlichkeit und damit das Immunsystem sind nicht nur eine Frage der Ganzheit, des Selbstbesitzes, damit der Wahrheit (die zu rezipieren viel mit Tugend und Laster zu tun hat), sondern auch eine der eine Persönlichkeit als so und so ausgestaltete Kontur eines Menschen. Die immer ganz konkret ist. Eine nicht konkrete Persönlichkeit, eine nicht durch konkrete Umstände und Ereignisse geformte Persönlichkeit (in ihrem dichten Wechselspiel aus Anlagen, Einwirkungen und Reaktionen) gibt es nicht. Jede Lebensform korrespondiert wiederum mit anderen, und der Mensch hat dabei das Element der Freiheit. Was ihn von allen übrigen Lebensformen nicht graduell, sondern kategorial unterscheidet. Er braucht eben deshalb Vernunft, und er braucht eben deshalb Wahrheit.

Weil aber nun das Immunsystem direkt mit Persönlichkeit zu tun hat, weil jede Zelle des Körpers von einem logos, also einer "Idee" ausgeht, an dieser aufgehangen ist, ist auch die Anfälligkeit für Krankheiten eine Frage der Persönlichkeit. Somit kann man mit vollem Recht sagen, daß Krankheit immer mit dem Zustand einer Persönlichkeit (und damit der Kultur) zu tun hat. Sie entsteht mitnichten aus einem tumben Mechanismus "hier Erreger - dort Krankheit", sondern es ist wohl auch dem Leser bekannt, daß dem einen sein Tod sein kann, was den anderen nicht einmal ankratzt. Das tragische Wirken eines im Fall Südamerikas (umgekehrt zur Syphilis) eine so fürchterliche Rolle spielenden Virus - des einfachen Influenzavirus, oder des Masernerregers - mit Millionen Toten ist bekannt. Wohl auch hier mit bestimmten Gründen.

Denn Krankheit ist auch "Profil", und zwar Profil einer sittlichen Landschaft. (Wenn auch nicht immer so einfach weil direkt; keineswegs also kann man einfach von persönlicher Schuld sprechen, wenn jemand an diesem oder jenem erkrankt.) In jedem Fall hat auch der Masernerreger (um einen zu nennen) seine Landebahn bei jenen Menschen, deren Persönlichkeit auf bestimmte Weise defiziös ist. Was sich dann in "körperlicher Angreifbarkeit" ausdrückt. Ausdrückt! Nicht "nur eine Krankheit ist". Jede Krankheit hat also mit dem Menschen zu tun, der an ihr leidet, eine Binsenweisheit.

Wenn natürlich die Dinge zwar einerseits einfach, aber anderseits nicht und niemals "simpel" sind, und wir schon aus Zeit- und Platzgründen nicht alle Aspekte auflisten können, die es dazu noch zu sagen gäbe, ja die man sagen müßte, bestimmt, so sollte nun doch ein weiterer Baustein in der zu findenden Gesamtaussage angerissen sein; Krankheit hat immer mit dem ganz persönlichen Schicksal eines Menschen zu tun. Zu dem freilich auch seine weiteren Kreise gehören, also Familie, Dorf, Freunde, Landschaften etc., zu welchen (Persönlichkeits-) Kreisen (die als Orte zu denken sind) er jeweils in bestimmten Beziehungen und Verhältnissen steht.***

Machen wir an dieser Stelle einen nächsten Schnitt.

Morgen Teil 3) Das finale Argument



**Der Begriff "Lustseuche" ist oder war also gar nicht so verkehrt, wie Ludwik Fleck in seiner im wissenschaftstheoretischen Kern zwar richtigen, im konkret dafür verwendeten Fall - Syphilis - aber völlig verfehlten Analyse der Wissenschaft meint. Wenn dieser Begriff auch bei weitem nicht alle Fälle abdeckt. Denn die Syphilis ist auch bereits auf Kinder im Mutterleib übertragbar, ja, diese sind sogar besonders gefährdet, weil sie natürlich noch kaum Selbstherrschaft haben. Dazu kommt, daß die Syphilis oft lange Jahre, ja Jahrzehnte "schlummern" kann, ehe sie ausbricht.

***Wie komplex die Sache ist, auch in jedem Einzelfall, weshalb auch jeder Mensch immer ein Recht auf eine persönliche Krankheitsgeschichte hat - jawohl, ein Recht auf keine statistische Wahrscheinlichkeitsbehandlung! - kann nur angedeutet werden. Wenn wir etwa auf das römische "Mens sane in corpore sano" hinweisen, das prinzipiell stimmt, wenn man es nur aus Aussage auf diese Zusammenhänge deutet. Das aber im Einzelfall gräßlich versagen kann. So ist es z. B. gerade bei hochgeistigen Menschen, Menschen die dem Stand der Philosophen, Dichter, Könige oder Priester zuzurechnen sind (welchen Identitäten die des "Wissenschaftlers" UNTERzuordnen, aber auch BEIzuordnen ist), auch nicht zufällig, daß sie oft recht krank sind oder werden. Denn herausgenommen aus dem Theater der Welthaftigkeit, sind sie auf eine Weise auch in der welthaften Persönlichkeit besonders defiziös. Und damit krankheitsanfällig.





*181118*







Donnerstag, 3. Januar 2019

Das wirkliche Problem des Impfens (1b)

Teil 1b) Ein Zwischenschritt




*Ein wahres Kompendium dieser Prämissen, ein wahrer Almanach eines irrigen Menschenbildes (als Menschenbild weiterer Bereiche der Medizin) bietet die Aufarbeitung der Impfproblematik auf Addendum. Am Vernünftigsten sind noch die Stellungnahmen einiger Impfverweigerer, der Leser möge den Film dazu ansehen, er ist auf der Webseite von Addendum unter dem Titel "Glaubenskrieg" aufzurufen. Wo ein Arzt etwa sagt, daß die Wahrscheinlichkeit, daß ein Kind dauerhafte Schäden aus Kinderkrankheiten davonträgt, extrem niedrig ist. 

Alles zusammen kann dieser Beitrag wieder einmal mehr als peinlicher Ausrutscher dieser Plattform (die angeblich die Wahrheit sucht) gewertet werden, der die Problematik nicht annähernd durchdringt. Und natürlich zum Schluß kommt, daß der Politik aus "medizinischen Gründen" eine Impfpflicht anzuraten sei. Natürlich gehören sämtliche Impfgegner dem Reich der Esoterik und der Verschwörungstheorie an, die der Welt der Wissenschaft gegenüberstehen, aber ach so schwer zu überzeugen sind. Motto: "Impfgegner und andere Wissenschaftsfeinde". Kennen wir das nicht von anderen Bereichen? Angst, Angst ist das Mittel, die Brechstange.

Dabei verbreiten gerade die "Aufklärer" gerne mal neue Lügen. So die, daß sich "jeder" mit Masern anstecken würde, von Masern "jeder" betroffen wäre. Jeder? Der VdZ nicht. Auch seine Kinder nicht. Und viele andere auch nicht, dazu unten. Lüge ist auch, wenn der Film am Ende behauptet, Masern (und deren mögliche schweren Folgen) wären immer vermeidbar. Natürlich an einem "berührenden Fall" dargestellt. Dieses Leid wäre vermeidbar gewesen. (Und "Vermeidbarkeit" ist überhaupt ein häufig gebrauchtes Wort, in dem gesamten Film.) Genau das STIMMT NICHT. Auch die Masernimpfung hat Folgen, und sei es in Nebenwirkungen.

Aber natürlich wird mit den "Erfolgen des Impfens" im heldenhaften Kampf gegen Krankheiten geworben. Einmal mehr glänzt Addendum mit dem extrem verkürzten Wahrheitsbegriff der "Wahrheitssucher" der Redaktion. Der lediglich reduktiven Technizismus und Rationalismus meint - eine eigene Ideologie mit ganz klaren philosophischen Prämissen, die zum Inhalt hat zu behaupten, daß diese Denkweise diese nicht hätte. In Wirklichkeit kennt sie die eigenen Denkvoraussetzungen und vor allem (philosophischen) Vorentscheidungen nur nicht. Nein, will sie nicht kennen. Wie jede atheistische Religion. 

Und dann kommen natürlich "abschreckende Beispiele" kritischer Patientenreaktionen ins Bild. Aha. Es wäre aber viel interessanter, die Opfer der "ärztlichen Kunst" näher anzusehen. Es gibt seriöse Schätzungen, denen gemäß jährlich mehr Menschen an der Behandlung (Medikamente vor allem) sterben, als an den Krankheiten selbst. Und der VdZ erlebt beinahe etwas Ähnliches. Alles begann mit einer einzigen Tablette täglich ... War es Zufall, daß das mit dem Beginn einer langen Krankengeschichte zusammenfällt, die mittlerweile tatsächlich lebensbedrohlich wurde? 

Oh Ihr Ärzte!!! Als gute Ärzte hat der VdZ immer nur Ärzte erfahren, die äußerst demütig (geworden) waren. Die nicht mehr daran glaubten, alles "tun", jemanden gar "heilen" zu können. Wie viele Allgemeinmediziner, vulgo "Hausärzte". Selbst heute, von Ungarn aus, fährt der VdZ nach Wien zu "seinem Hausarzt" (die eine "-in" ist), wenn er etwas braucht, weil die genau das tut, was alle seine Hausärzte von Kindheit an taten: Nichts. Außer zu beobachten, und ihn da und dort dezent zu unterstützen, wo er es möchte. Bei Fachärzten, besonders aber Spitalärzten, stellt er hingegen nur noch seine Haare auf.

Wobei das Problem viele Facetten hat. Der VdZ hat noch die Mutter als "Wahrerin der Hausmittel" erfahren. Selbst schwere Lungenentzündungen (die der VdZ öfter hatte, die Wohnung war nur in der Küche beheizt, und der VdZ ein richtiger Lausbub) wurden daheim behandelt, nur im äußersten Fall der Arzt geholt. Der dann in seinem alten VW kam, den Bauch abtastete, tief in die Augen sah, ab und zu ein Medikament verschrieb und sonst nur zu Hausmitteln riet. 

Heute? Heute sind (meist berufstätige, also erwerbstätige) Mütter die schlimmsten Ablaufoptimierer. Jedes Husten wird durch Arztbesuch scheingeregelt. Lieber sitzt man drei Stunden im Wartezimmer, als Essigpatscherl oder Topfenwickel anzulegen. Sich so nie ein solides eigenes Urteil bilden. Die Mutter des VdZ - Gott hab sie selig - erkannte selbst schwere Krankheiten manchmal schon "aus der Ferne". Früher als Ärzte. Was für beabsichtigtes Schulschwänzen höchst unangenehme Folgen hatte ... ;-)

Natürlich, man muß schon zugeben: Viele Impfgegner wissen wirklich nicht, warum ihr (an sich richtiges) Gefühl stimmt. Also rationalisieren sie. Posthoc, auch wenn sie meinen, es "zu denken". Aber weil die geistigen Tiefenkategorien fehlen, um die Begriffe auf ihre ersten Gründe zu führen und damit zu klären - und das ist ja erst denken - rutschen viele ins Dubiose und Esoterische ab. Weil letztlich sind sogar viele "Kritiker" reine Technizisten, gehören also derselben Kategorie an, wie die Impfbefürworter, um es salopp zu formulieren. Dazu gehören auch viele Argumente, die gewissen Schwermetallen (Aluminium etc.) "schädigende Wirkung" zuschreiben und meinen, damit die Impfverweigerung begründen zu können.

Das hält der VdZ für Unsinn, und da sind sie auch so leicht von Medizin-Technizisten zu widerlegen. Aber sie empfinden meist etwas oder vieles richtig. Der VdZ hofft, durch diese Ausführungen einen kleinen Beitrag zu einem vernünftigen Aufarbeiten dieses richtigen Gefühls - die Impfung abzulehnen - leistet. 

Das ändert aber nichts daran, daß dieser Beitrag von Addendum sogar als "besonders schäbig" eingestuft werden muß. Denn hier wird mit primitiven Ängsten gearbeitet, wie so oft, wenn mehr als Wahrheit hinter eines Streben steht. Der VdZ kann sich noch gut erinnern. Masern waren zu seinen Kindheitszeiten (1960er) stinknormaler Alltag. Die meisten hatten sie, irgendwann. Nur der VdZ hatte sie nie. Er bezweifelt dennoch, daß damit große Gefahren verbunden waren. Und das gilt für den ganzen Kanon der sogenannten "Kinderkrankheiten", die damals kursierten. Und wie bei Scharlach so herrliche drei Wochen "Quarantäneferien" bedeuteten. 

Niemand aus seinem Umfeld (oder seiner großen Familie mit zwölf Kindern und deren bis heute 80 Enkeln) ist an allen diesen Krankheiten gestorben oder wurde irgendwie geschädigt. Es gab einige Fälle von Kinderlähmung, ja. Aber die waren selten. Auffälliger waren "Contergan-Geschädigte". Aber man lebte mit allen diesen, so wie man mit Behinderten einfach und unaufgeregt lebte. Auch ohne "Inklusion". Aus heutiger Sicht, aus der Erinnerung heraus, ist er dafür sogar dankbar. Denn sie haben der Welt eine ganz eigentümliche, aber enorm wichtige Note der Befremdung zugefügt. Endgültig ans Geisteskranke grenzt es, wenn wie heute Elternverbände fordern, daß Behinderte "gleichgestellt" werden. Mit wem? Wie? Ach, lassen wir das.

So nebenbei freilich noch dazugefügt: Der VdZ kennt (oder kannte) persönlich und gut, ja sehr eng Menschen, die für Pharmakonzerne arbeiteten und Ärzte "betreuten". Das kann ja auch auf einer schönen Insel im Atlantik geschehen? Ach, schweigen wir doch bitte darüber. Und lassen wir es, daran zu erinnern, daß er selbst einmal (immerhin wenigstens als Schauspieler und Regisseur) engagiert worden war, um Augenärzte für ein bestimmtes Medikament im Rahmen eines üppig organisierten, verlängerten Wochenendes auf Schloß Hellbrunn in Salzburg "positiv zu stimmen".


Vorerst genug. Nur noch der Film von Addendum.





Morgen Teil 2) Die Lustseuche illustriert




*181119*

Mittwoch, 2. Januar 2019

Das wirkliche Problem des Impfens (1a)

Auf kaum etwas ist die Medizin so stolz wie auf die "Erfolge" des Impfens. Dabei fällt auf, daß sämtliche Argumente, die für ein immer weitergreifendes "Durchimpfen" unserer Bevölkerung auf eine statistische Rechnung hinauslaufen. Sie liefern den angeblichen Nachweis für die Sinnhaftigkeit des Impfens. Aber trifft das den Nagel auf den Kopf? Kann man mit statistischer Rechnung die Sinnhaftigkeit und Richtigkeit eines Handelns begründen? 

Der Leser kennt vielleicht den Paradefall ethischer Entscheidungskomplexität. Wir wollen ihn kurz erinnern. Ein Bahnbediensteter, der in einem Weichen-Umstellwerk arbeitet, ist mit folgender Lage konfrontiert. Ein Güterzug fährt in hohem Tempo auf einen Bahnhof zu. Plötzlich wird klar, daß die Bremsen versagen. Er wird also nicht zum Stehen kommen. Auf dem für ihn vorgesehenen Gleis, auf dem er den Bahnhof passieren soll, steht ein mit 100 Personen besetzter Personenzug. Wenn nichts geschieht, wird es zum Zusammenprall der Züge und wahrscheinlich zu vielen Opfern, womöglich auch Toten kommen. Unser Mann im Stellwerk überlegt, was zu tun ist. Kurz vor dem Bahnhof befindet sich nämlich noch eine Weiche, die den Güterzug auf ein Parallelgeleise umleiten würde. Dort aber arbeiten drei Gleisarbeiter, die nicht mehr gewarnt werden könnten. Das heißt, daß sie von dem Güterzug überfahren würden. Nun stehen also hundert Opfer (und womöglich viele Tote darunter) drei sicher Toten am Nebengleis gegenüber. Wie ist zu entscheiden? Wie würde der Leser entscheiden? Den Güterzug umleiten, weil drei Tote weniger sind als vielleicht hundert am anderen Gleis?

Die Lösung ist vom moralischen Standpunkt aus klar, wenn auch für manche vielleicht schwer nachvollziehbar. Weil es viele Prämissen* der heutigen Weltauffassungen über den Haufen wirft: Was ist der Sinn des Lebens, was ist der Wert von Tod und Leben, und wie hängt das alles mit dem individuellen Leben und Schicksal vor Gott zusammen. Es ist aber nicht zulässig, den Zug aufs Nebengleis umzuleiten, wo drei Tote sicher sind. Niemals darf ein Gut durch ein Übel versucht werden zu erreichen. Es geht hier auch nicht ums "geringere Übel", denn das eine Übel (drei tote Bahnarbeiter) ist vermeidbar, ist also gar kein Übel. Der Stellwerkarbeiter muß zwar tun was er kann, um das Übel zu vermeiden, ja er kann sogar sein Leben riskieren, um dem anbrausenden Zug zu stoppen, aber er muß im Wesentlichen zusehen, wie er mit dem Personenzug im Bahnhof zusammenstößt. Man kann Menschenleben nicht aufrechnen. Jedes Menschenleben ist ein absoluter Wert, der in der Ebenbildlichkeit Gottes begründet liegt.

Lassen wir vorerst von dieser Geschichte, und bringen wir schon gar nicht den Fall des Krieges ins Spiel, diese Kompliziertheit brauchen wir in dem Fall nicht.

Machen wir deshalb einmal einen Schnitt.



Morgen Teil 1b) *Eine Fußnote - Ein Zwischenschritt





*181118*

Montag, 21. April 2014

Kein Ende der Anpassung abzusehen

Eine interessante Replik auf das bislang längstdauernde evolutionstheoretische Experiment findet sich auf genesisnet.info. Seit 25 Jahren wird anhand einer Einzellerpopulation das Mutationsverhalten von Bakterien untersucht. Mit einem überraschenden Ergebnis: Die "Fitness" der Zellen erreicht kein Ende! Es gibt keinen Optimumzustand, auf den sie zusteuerte, sondern ihre Mutationsraten bleiben gleich, und zwar gleich hoch. Die Details entnehmen Sie bitte dem verlinkten Artikel.

Eine Tatsache freilich bleibt dabei noch unberücktsichtigt, der Verfasser dieser Zeilen bezieht sich dabei auf die Genforschung, die in ihren Grundergebnissen ja seit 100 Jahren kaum Veränderungen vornehmen mußte. Denn wir täuschen uns ja gerade in den Naturwissenschaften oft beträchtlich in der Einschätzung, was denn Fortschritt der Wissenschaft sei. Vielfach, ja meist ist Fortschritt lediglich eine Verbesserung der Methoden, Technik also, und nicht "etwas Neues". Auf die Genforschung trifft das auf jeden Fall zu.

Aber darauf bezogen ist die Tatsache, daß einzellige Organismen (wie hier: Darmbakterien) in hohem Maß auch zeitlich pluripotent sind und bleiben, nichts Neues. Das heißt, daß sie nahezu beliebig "verwendbar" sind, und bleiben. Das Geheimnis der Festlegung von einzelnen Zellen in spezifischere Eigenschaften liegt ja generell in ihrer Einbindung in höhere, komplexere Organismen. Deren Teilung von Anfang an nach einem erst gröberen, und dann immer feineren Plan abzulaufen scheint, in dem sie nach und nach Stellen in einem Organismus einnehmen, an denen sie immer weniger pluripotent werden. Sehr vereinfacht: An der Stelle des späteren ausgebildeten Mundes gewachsen und transplantiert, wird auch bei Verpflanzung in einen anderen Organismus immer nur noch ... ein Mund. (Ein ausgezeichnete Einführung in die Gesamtproblematik bietet dazu Hedwig Conrad-Martius in "Selbstentwicklung der Natur"; die Forschungsergebnisse, auf die sie sich bezieht, sind grosso modo nach wie vor aktuell.) Insofern ist davon auszugehen, daß ein- oder wenigzellige Lebewesen wie Bakterien, die per se in hohem Austausch auf ihre Umgebung stehen, auch quasi beliebige Möglichkeiten haben, sich auf je wechselnde Umgebungen einzustellen. Denn, salopp formuliert: dazu sind sie da. Schon gar als Bakterien, die dem Verdauungstrakt des Menschen entstammen, diesem Mikrouniversum, in dem alle Form der Welt (aktuell wie potentiell) vorhanden ist.

Das weiß die Gentechnik sehr genau, die ja ständig mit solchen Festlegungen durch Entwicklungsfortgang zu tun hat. Geht es um "Stammzellen", geht es genau um solche Pluripotenzen, die aber immer an ihren "Zielorganismus", in den sie eingebunden sind und ohne den sie undenkbar wären, dessen Bestimmungsmacht man entsprechend ausschalten muß (man denke nur an die Immunsuppression, die bei Organtransplantationen notwendige Begleiterscheinung ist, sonst akzeptiert ein Organismus Fremdgewebe, Fremdzellen sowieso nicht) gebunden, von diesem determiniert sind. Sieht man Bakterien als sehr niedrige Lebensform und einfachste organismische Gestalt, so wäre es nicht verwunderlich, daß sie kaum Determination aufweisen - und deshalb auch so hochgradig und scheinbar unbegrenzt anpassungsfähig sind. Mit Evolution oder "Beweis für Evolutionismus" hat deshalb auch dieses Experiment - streng wisenschaftlich, von seiner Evidenzkraft aus gesehen - nichts zu tun.




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Dienstag, 26. November 2013

Sinn geht Erfahrung voraus

Das zellulare Geschehen in einem Menschen, im Gehirn, ist kein einfacher physikalisch-chemischer Prozeß, sondern diese Prozesse selbst sind das Ergebnis persönlicher, personaler Vorgänge. Was immer sich in den Zellen, in den körperlichen Vorgängen, im Immunsystem, wo auch immer abspielt, wird komponiert von persönlichen Haltungen, von seelisch-geistigen Akten die sich zu Haltungen verfestigen (oder solche auflösen). Mit diesem Tenor beginnt dieses Video, dessen Link Leser R sandte. Wir sind ein Universum, das sich im Leib darstellt.

Selbst wenn man berücksichtigt, daß wir als Menschen pausenlos mit der Umwelt interagieren, so hängt es wesentlich davon ab, wie wir Informationen klassifizieren. Das bestimmt auch den physischen Niederschlag (etwa bei Synapsen im Gehirn). Diese Haltungen den sinnlichen Wahrnehmungen und Erlebnissen gegenüber werden zuallererst ... vermittelt: "was" ein Geschehen ist wird damit in immer komplexeren Vorgängen beurteilt. Es gibt keinen physischen Wertmechanismus, der aus sich heraus Haltungen generieren könnte. Es sind die Beziehungskoordinaten, die wir in geistigen Vorgängen den Dingen zuordnen. Diese Grundstrukturen, auf denen unser ganzes weiteres Rezipieren, im Älterwerden, aufbaut werden in der frühesten Kindheit gefestigt.

Mit zahlreichen Einschränkungen, die aus der physizistisch-mechanistischen Grundhaltung zahlreicher Wortmeldungen stammen, deren Ansatzebene nur weiter hinausgeschoben wird, ohne aber wirklich zum "Geist" zu gelangen, ist das Video in seiner hinweisenden Qualität aber durchaus anregend. Wenn auch die Tendenz abzulehnen ist, aus der Erkenntnis, daß es darum geht, Vertrauen in die Wirklichkeit zu gewinnen, abzuleiten, daß es darauf ankäme, eine quasi "innere Gestimmtheit der Seligkeit" aufzubauen, und das sei auch methodisch zu erreichen. Die "harmonische" Hintergrundmusik des Filmchens selbst (1:20 Stunden) wird damit zur Abscheulichkeit. Als käme es darauf an, nur die richtigen Manipulationsmethoden, auch in der Erziehung, zu finden. Das reduziert den Menschen erst recht zur Maschine. 

Den Menschen (oder: das Kind) also in einen "Modus" des Vertrauens" durch Verhaltenstraining zu bringen, geht genau an seiner wirklichen Verfaßtheit vorbei, und macht ihn zu einer bloßen "surviving-machine", die vor allem vermeiden muß, die tiefsten Fragen seiner Existenz zu stellen. Selbst Religion wird damit nur noch zum Tranquilizer, einer Art Überlebensstrategie.

Entscheidend wäre zu sehen, daß es die Geistigkeit des Menschen ist, die eine "Prädestination" überwindet, die Freiheit erst möglich und denkbar macht. Klammert man diesen Geist aus, bleibt freilich nur noch unfreier Mechanismus. Der Mensch geht auf Sinn, nicht (wie die Tierwelt) auf simples "surviving", und auch nicht auf "wellbeing", Wohlgefühl. Der Mensch konstituiert sich aus dem Wort.

Insofern muß Freiheit vom Heranwachsenden "gelernt" werden*. Muß auch gelernt werden, den Leib zu gebrauchen. Andernfalls sind wir den unbewußten, automatisierten, mechanisierten leiblichen Vorgängen (über Gewohnheiten) ausgeliefert, sonst bleibt dieses Verhalten irrational und Quelle von Angst. Die Haltung der Welt gegenüber bleibt so in einem in sich verklammerten "Schutzmodus", mit weitreichenden Auswirkungen, etwa auf das Immunsystem, das nicht mehr mit der Welt fertig wird.  Wird das Immunsystem auf zu niedrigem Aktivitätsniveau gehalten, etwa durch "Fernhalten", wird seine Fähigkeit, der Welt überhaupt zu begegnen, nicht überwältigt zu werden, immer geringer, der mögliche Aktionsradius in der Welt verengt sich. Über falsche Gewohnheiten, die eigentlich immer auf Teilmechanismen und -effekte abzielen (das Wesen der Neurose), kann der Leib sehr wohl zum kontraproduktiven Feind des eigenen Wollens aufgebaut werden.

Heilungsprozesse sind also mit Erkenntnisprozessen vergleichbar: Der Mensch abstrahiert das Fremdelement - der Höhepunkt des Heilungsprozesses ist die möglichste, ja man könnte sagen abstrahierte Reinform des Begegnenden - um es ihm gemäß, in der Erkenntnis, zu integrieren, und das heißt, diese (ursprünglich neue) Form zu aktivieren. Weil grundsätzlich gesehen uns die Welt nicht "Feind" ist, sondern alles was es gibt sich als "Form" in uns findet. Immunsystem und Erkenntniskraft als Kraft zurückzuführen sind also zwei Seiten derselben Medaille.

Durchaus brauchbar sind also einige Aussagen über den Menschen als harmonisches Gesamtsystem, als Metapher verstanden. Fehlt diese innere Gefestigtheit, wird er partiell von begegnender Welt überwältigt. Diese Überwältigung zu bewältigen, sie auf humane Ebene (!) zu heben und zu integrieren, ist Wesen und Aufgabe der Erkenntnis.

Der entscheidende Faktor ist also Wahrheit. Von diesem nur in ihr möglichen einen Punkt aus läßt sich die enorme Fülle an Information und Welt, mit der wir zu tun haben, ordnen und bewältigen, den Stress gewissermaßen aufzulösen. Wobei Dystress dort entsteht, wo das Begegnende nicht erkannt wird (auf simples Niveau gebrochen: man vom Unbekannten geängstigt wird), Stress selbst aber lediglich das höhere Aktivitätsniveau eines Bewältigungsprozesses selbst anzeigt. Nur von diesem Punkt aus also läßt sich Freiheit überhaupt leben. Aus der Einzelerfahrung selbst heraus, aus der Vielfalt der Welt heraus läßt sich Sinn aber nicht konstruieren. Es braucht die (abstraktive) Zusammenführung des Vielen ins Eine. Erst auf dieser Ebene kann man überhaupt von "vernünftiger Lebensweise" sprechen. 

Zu meinen, der Leib wäre einfach durch "bio" oder '"spirituelle Methoden" zu harmonisieren ist gefährlicher und erst recht uns verfehlender Quatsch. Wahrheit und Lebenskraft ist kein "skill". Und da, ab Minute 28 etwa, wird der Film teilweise zum lächerlichen Dreck, wo er relevant bleibt zum "alten Hut" und banal. 

Trotz pointierter Aussagen, wie: Haupttodesursache in den USA ist die medizinische, medikamentöse Behandlung selbst. Oder gewiß richtigen Feststellungen: daß die Medizin als "Verschreibungsmedizin" viel zu kurz greift, mehr Schaden anrichtet als positiv bewirkt. Ja noch weiter: alles medikamentöse Wirken ist ein einziger Placebo-Effekt. Weil es die Nebenwirkungen der Medikamente sind, die uns "einen physisch-sinnlich merkbaren Effekt spüren" lassen, sodaß wir umso fester an seine Wirksamkeit glauben. Damit wird schlicht unser Rezeptionsvermögen verändert. Und Medikamente überwältigen einfach oft interne, umfassende, ganzheitliche Harmonisierungsbewegungen, um kontrollierte Teilbedingungen zu erzielen. Was natürlich besonders für Psychopharmaka zutrifft, die langfristig das Rezeptionsvermögen dramatisch destabilisieren können.

Oder, daß wir ein "Glaubenssystem" aufgebaut haben, in dem wir meinen, "die Medizin wüßte" die Dinge generell besser (als wir selbst). Ohne Weisheit, die von einem allgemeinen Sinnstandpunkt ausgeht, ist auch der Arztberuf eine einzige Hybris und Verfehlung. Jeder Heilungsprozeß ist primär immer ein Prozeß der Öffnung des Herzens, drückt es einer aus. Heilung hat deshalb immer mit Vertrauen in die Welt zu tun. Versteht man diverse Aussage, die "Mitgefühl" (compassion) als essentiell beschreiben, unter diesem Aspekt der "Harmonisierung mit Vernunft", die der Welt geistig zugrundeliegt, ja vorausliegt, kann man sie akzeptieren. Das heißt aber gleichzeitig, daß der Mensch nicht durch "Konzentration auf sich selbst" geheilt oder heil wird, sondern durch das Gegenteil: Durch Selbsttranszendierung AUF DIE VERNUNFT HIN. Durch Wahrheit also. 

Es ist ein Irrtum zu meinen, Gene (DNA) würden selbst aktivierende Kraft besitzen. Das haben sie nicht, denkt man sich den Leib als puren Mechanismus, darin haben einige der Ausagen im Film recht. Sie sind nur Analogien zu geistigen Verfaßtheiten, Ausdruck, nicht Mechanik. Ja. Dennoch sind sie als Fleischwerdung des "ich" (im Selbst) auch Auslöser, haben auch Wirklichkeit und damit Wirkung. Wer sich also verändern will, kann das nicht durch Umlegen eines Schalters machen. Er muß sich in seinen Gewohnheiten ändern, und über seine vom Geist untrennbare leib-(geist)seelische Verfaßtheit als Ganzes. Das eine hat keinen Sinn ohne das andere.

In der Radikalität aber wird in dem Film nicht mehr verkündet als viel strapazierte und häufig genug manichäische (leibfeindliche) Paradiesesversprechen. Wir "hätten ein Paradies, wenn" ... Und das geht nicht nur an der Realität der Welt und des Lebens ganz einfach vorbei, provoziert lediglich nächste Totalitarismen. Die Welt wird nicht schlagartig besser, wenn nun alle "richtig denken" - wie es jemand in dem Film so schauderlich ausdrückt: "We have to learn to adjust cognitial programming".  Einer meint gar, es würde tatsächlich helfen, alle Menschen der Welt zum Psychologen zu schicken. Und natürlich mit den Kernworten, die uns so gut bekannt sind, den Fundamenten allen Totalitarismus: "Man muß nur ..."

Es führt zur Auflösung der Welt als reales und nur real mögliches GESCHICHTLICHES Kulturgefüge (mit real präsenter Vergangenheit), in aller Ambivalenz, und nur in einem solchen kann der Mensch zu sich selbst werden. Kultur aber geht dem Einzelnen VORAUS. Der Mensch wird in solchen mythologischen Gedankengebäuden in eine leiblose (weil kulturlose) "neutrale" Idealität überhöht, die seiner tatsächlichen Verfaßtheit - in der Geneigtheit zum Fehler, vor allem aber in seiner Hingewiesenheit auf das Konkrete, und das ist die umgebende Kultur - gar nicht entspricht.  Den "idealen Menschen" gibt es gar nicht, er ist buchstäblich "nichts".**

Der nächste Mythos also, der die reale Verfaßtheit des Menschen durch verantwortungslose Simplifizierung leugnet, indem er Geist auf "Gefühl", auf Physik drückt: "Physical healing grows up from emotional healing".*** Eine Reaktion auf das Unbehagen und Leiden an der Zeit, ein Gefühl also, gewiß, aber eben nicht mehr als eine nächste "Aussteigebewegung". Heiligkeit bedeutet eben nicht "irdische Perfektion". Im Gegenteil. Die einzige Grundhaltung, die dem Zueinander der Welt wirklich entspricht, ihr inneres Wesen, ist eben das Opfer, die Selbstüberschreitung auf den Sinn hin, nicht die Perfektion irdischen Weltgefüges. Gefühl hat nur dort Sinn, wo es auf Wahrheit aufbaut, aus ihr fließt. Gefühle "verändern" zu wollen ist ein Verbrechen am Selbst des Menschen, das auf Sinn zielt. Auf Geist.

Der Sinn des individuellen Lebens aber erschließt sich nicht aus dem Einzelnen selbst heraus. Man empfängt Sinn als Antwort und Aufruf, man trägt ihn nicht per se in sich. Ohne Sinnfrage also, ohne Meta-Physik also, hängt jede der Aussagen in diesem Film in der Luft. Sinn umgreift die Welt als Ganzes. Und dieses Ganze wiederum bedeutet auch nicht, "global" zu denken, also den Maßstab des Vereinzelten in größeren Umfang zu bringen****, sondern dieser Gesamtsinn steht zu allem Einzelnen "vertikal", er druchdringt alles Einzelne gewissermaßen von innen heraus. Aber auch Heilige sterben an Krebs.








*Man könnte diesen Reifungsprozeß in gewisser Weise so beschreiben, daß der Mensch lernen muß, sich von den bloßen reaktiven Prozessen zu lösen, um die Dinge der Welt auf ihre strenge (erste) Logik zurückzuführen. Diese Logik ist aber kein simples "wissenschaftliches Ergebnis", sondern baut auf der Grunderfahrung des "ich" mit der Welt auf - was als "Satz der Identität" der Dinge bezeichnet wird, als Satz des "Widerspruchs" (daß ein Ding nicht ein anderes sein kann", sowie auf dem Satz vom "hinreichenden Grund". Sie baut damit auf einer realen Grunderfahrung auf, nicht auf mathematischer "ratio". Reife in der Erkenntnis heißt also, diese Grunderfahrung je neu aufstehen zu lassen.

**Jesus Christus, der menschgewordene Gott, ist deshalb ohne Historizität, ohne konkrete geschichtliche Situation, in die hinein er Mensch wurde, undenkbar und sinnlos. Das ist der Grund, warum er heute meist auf die Ebene eines "Lehrers" herabgedrückt wird. Hier fehlt es an Grundverständnis der Welt, nicht am "Glauben".

***Übrigens ist der Verfasser dieser Zeilen der klaren Auffassung, daß diese Hysterie (die es nämlich ist), zu meinen, über "spirituelle Veränderung" wäre auch direkt die Welt zu verändern, Ausfluß einer tiefsitzenden geistigen Trägheit (Acedia) ist. Meist sogar noch durch besondere Aktivität kaschiert. Die meint, sich die Mühe des realen, einem zur Aufgabe gestellten historischen Lebens ersparen zu können. Sie ist damit selbst bereits Persönlichkeitsdefekt und -schwäche.

****Das ist der fundamentale Fehler der Katastrophentheorien der Gegenwart, wie etwa des "Klimawandels". Der keinesfalls "ganzheitlich" denkt, sondern extrem "vereinzelt", aber meint, durch Vergrößerung des quantitativen Umfangs das Ganze zu erreichen. Der Verfasser dieser Zeilen dachte sich das erst jüngst, als er im Flugzeug saß und die Erde unter ihm so "überschaubar" und "klein" erschien. Die Auswirkungen dieses verführerischen Kurzschlusses sind vermutlich weit dramatischer und an den meisten Irrtümern mitbeteiligt, als man meinen könnte, denn viele Menschen haben diese sinnliche Erfahrung bereits gemacht. Goethe wußte, warum er den Blick in ein Mikroskop oder ein Teleskop immer verweigerte: man verliert den Blick für das Ganze, das eben NICHT sinnlich als "Ganzes" erfaßbar weil geistig ist. Wahrscheinlich hätte er auch nie ein Flugzeug bestiegen. Im Größten wie im Kleinsten (Quantenphysik), das sich ja in seinen Grenzlagen wieder ineinander schiebt, wird Physis (und Physik) zur Frage der Erkenntnis, zur puren Metaphysik.




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