Angst, nicht zum Ganzen zu gehören, Angst dem Markt nicht beitreten zu können - das ist also die wahre Ursche der Geldangst die zur Vergötzung des Geldes führt - Leider ist das wahre Wesen des Wuchers und der Zinsnahme nicht wirklich oder zumindst sehr mangelhaft verstanden. Nicht dieser Selbstzweck ist seine Sündhaftigkeit, sondern ein reales moralisches Faktum, wir hben bereits darüber berichtet. Und das ist mit "Schmarotzerdasein" ebenfalls ur ungenügend beschrieben.
Der Zinsnehmer ist unmenschlich und wider die Natur, weil er eine Logik anwendet (den mathematischen ZIns), wie er in der Lebensrealität des Schuldners nicht vorkommt. Im christentum kam dann dazu, daß es nur zwei Schuldenformen gibt, die gerechtferitigt (und nicht schon Kind der Sünde ist) sind, und deren erste, die Not, würde eigentlich das Geschenk erfordern, die Gabe des Geldbesitzers, um zu helfen
Die andere, die sinnvolle Investition, in eine Erweiterung des individuellen Handelns aus bestimmten sinnvollen Gründen heraus, verlangte vom Geldleiher wiederum eine Risikobeteiligung, weil das Leben immer riskant ist.
Das aber berücksichtigt der Zins nicht. Und deshalb ist er unmoralisch und schwer sündhaft, weil er somit IMMER und UNWEIGERLICH in eine Versklavung des Kreditnehmers führt, der mit der Zeit ruiniert wird. Denn die Natur ist NICHT (wesenhaft) mathematisch. Galileo et al. haben sich geirrt.