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Sonntag, 13. November 2016

Vom Entschluß zum Totalitarismus (4)

Teil 4) Zu weiteren Aussagekreisen ausufernde Anmerkungen




*Die versuchte Gegenwehr insbesonders in Deutschland durch eine "Rechte" ist aussichtslos. Denn sie kann fast nur auf einen ideologisierten Begriff "Deutschland" zurückgreifen, der ín seinen Voraussetzungen bereits enthält, daß Organizität ausgeschlossen ist bzw. greift darauf zurück. Dieser Begriff ist aber haltlos. Es gäbe nur ein Zurückgreifen auf regionale "Völker", aus denen "Deutschland" in Wahrheit besteht und woran der bereits entleerte Begriff "Föderalismus" nur noch schwach erinnert. Eine "deutche Identität" aber als menschlich eigentlich tragende, lebensreale Ganzheit existiert nicht konkret, ist ein undingliches Abstraktum, das dem einer "USA" sogar in seiner Genese auffallend ähnelt.

²Es gehört zum Wesen der katholischen Religion, den Ort, an den der Mensch hingestellt ist, als jenen Knotenpunkt seiner Lebensaufgaben zu begreifen, der ihm (als logos, auf den er sich in der Transzendenz auszuspannen hat) auch der einzige Weg zum Heil ist. Damit ist der Katholizismus politisch jene Kraft, die regionale Identität, Verwurzeltheit sogar fordert und als unerläßlich ansieht. Er lehnt das Konzept eines "abstrakten Weltmenschen" vollständig ab. So wurde er überall und zu allen Zeiten zum Hauptfeind des Zentralismus, so oft ihm auch die Politik zu instrumentalisieren und zur Ideologie umbauen wollte. Nur in diesem Sinn kann man deshalb selbst bei der "Bewegung des 20. Juli (1944)" von einem "Heiligen Deutschland" sprechen, was abzulehnen wäre, wäre damit ein bloßes Ideologem gemeint. Die Ideologen jener Zeit haben deshalb sehr genau gewußt, daß ihr Hauptfeind das "preußische Junkertum" ist, weil in seinem Restanklang an feudale Struktur eine Verwurzeltheit fortbestand, die gegen Ideologisierung und Totalitarismus immun war. 

Wie man überhaupt sagen kann, ja sagen muß, daß unter dem Vorwand von "Identitätsbewahrung", die sich als "Kampf gegen die Islamisierung" anbiedern möchte, in Wirklichkeit ein Kampf gegen die Religionen überhaupt stattfindet, der kaum noch jemandem als DAS eigentliche Element auffällt. Der "Kampf gegen den Islam" ist in Wahrheit ein Schleier, der "gut konnotiert" verhindern soll, daß in seinem Schlepptau ein Kampf gegen Religion (und vor allem den Katholizismus) stattfindet. 

Die Ablehnung des Islam muß eine politische, staatliche und generell kirchlich-hierarchische Agenda sein! Sie ist vom Einzelnen nicht zu leisten, ja darf in gewisser Weise vom Einzelnen gar nicht als zu leisten versucht werden, denn DORT erst verstößt es rasch gegen die christliche Nächstenliebe, weil es fast generell die Verantwortungskreise des Einzelnen übersteigt. Und DIE NÄCHSTENLIEBE ist es (mit der Liebe zu Gott), auf der die Kultur des Abendlandes aufgebaut ist. Das Problem "Islam" als vom Einzelnen zu lösen darzustellen ist hier ein ganz perfider Trick der Politik, mit der sie Verantwortungslosigkeit vertuschen möchte, und dort Ausdruck der Hilflosigkeit angesichts politischen Versagens. 

So aber wird im pauschalisierten und ideologisierten "antiislamischen Affekt" (der, wie gesagt, prinzipiell berechtigt ist - aber als politisch zu lösendes Kulturproblem) eine Ablehnung von Dingen eingeschleust, die unsere eigene Kultur eigentlich ja kaputtmachen. Werden unhaltbare Dinge - Sexualisierung des Lebens, Zerstörung der Geschlechterpolarität und der familiären Ordnungsstrukturen, Depotenzierung des Mannes, Vaterlandsliebe, oder natürlich (!) der speziell in der Türkei sehr richtige und an sich notwendige Anti-Establishment- und Anti-Moderne-Affekt, Demokratievergötzung, etc. etc. - plöltzlich sogar verteidigt, als wären sie tatsäclich europäisch-christliche Werte. 

Und auch hier macht die Kirche den immer gleichen katastrophalen Fehler, indem sie sich politisch exponiert und mit dem Establishment identifiziert. Dabei aber wie in den USA die eigene Verdrängung betreibt. Wer gegen das Establishment ist ist mittlerweile fast immer auch schon gegen die Kirchel, und das sogar zurecht - daran kann man es beobachten.

**Es betrifft das gesamte Establishment als gewissermaßen das öffentliche Leben bestimmten Gesellschaftsschichte, weil deren Existenz direkt von der politischen Ideologie abhängt. Der Totalitarismus kann sich also auf eine relativ breite gesellschaftliche Menschenschichte stützen, der das "Volk", das nicht nur alles nährt, sondern auch alles auszutragen hat, gegenübersteht. Ein Establishment, das sich noch dazu auf die europäische Zentralmacht, die ihre wahre totalitäre Gestalt ohne Zweifel erst zeigen wird - daß es so ist, ist von der Politik schon aus Mechanismen wie der Schuldenpolitik unumkehrbar weil unumkehrbar GEMACHT -, berufen kann.

***Noch scheut man vor offenen Bekenntnissen zurück, wobei - man formuliert sie nur ein wenig anders. Und wagt nicht so offensiv wie China vorzugehen, das erst jüngst feststellte, daß jedes Hindernis - und das ist vor allem die Religoin, der Katholizismus - auszuräumen, daß es „notwendig“ sei, daß die Religionen „ihre Lehren mit der chinesischen Kultur vermischen, den chinesischen Gesetzen gehorchen und sich ganz der Reform Chinas und der sozialistischen Modernisierung verschreiben, um zur Verwirklichung des chinesischen Traumes beizutragen“. Wen kümmert es aber. Denn dieser Traum unterscheidet sich vom Traum des Establishments Europas nur durch die Verwendung anderer Schriftzeichen und mehr Freiheit der Lüge. Und wenn China mit den Zähnen knirscht, weil sich die eigentliche katholische Kirche nicht in die "Nationalkatholische Kirche" eingliedern will, dann ist Europa da schon weiter. 

Hier ist die Kirche bereits Teil des Regimes, vom Staat wohlversorgt, kuschelweich und demonstrativ fähig, sich der neuen Zeit und der Politik anzupassen - wer will sich denn streiten, wenn es so friedlich auch geht? Warum also, scheint man im Vatikan des Franziskeischen Neudeliriums zu denken, soll das für China nicht auch möglich sein? Wegen einiger konservativ-engstirniger Fanatiker? Wäre das nicht ein schönes, wäre das nichit ein hoffnungsschwangeres Bild, wenn der Papst am Platz des Himmlischen Friedens ein Rockkonzert gäbe, nach dessen Ende er vor der Volkskammer spricht, zu der er mit einem Cinquecento anreist, der in Huan-Tschao von fleißigen Chinesenhänden in Extraschichten produziert wurde, und den chinesischen Kampf gegen die Armut lobt, im Anschluß ein Dokument kameratauglich unterschreibt, in dem alles für ausgeräumt erklärt wird worüber man seit Mao blutig kämpfte, mit der sanften Mahnung - in jovial-humorigem Gestus, der in ein besorgt ernstes Gesicht übergeht - daß freilich noch der Klimawandel und die Mülltrennung von Peking ein wenig mehr beachtet werden müßten, um schließlich am Flugfeld zum Abschied herzlich die chinesische Prominenz umarmt und bei der Presekonferenz in der Boeing nach Rom weise raunt: "Wer bin ich, daß ich urteile?" 

****Die kleinste politische Einheit, die aber bereits entscheidend ist, die auch die kleinste Ebene ist, auf der Demokratie funktioniert und von der sich dann alle übersteigenden Ebenen ableiten müssen, ist DAS DORF. AUCH HEUTE! In der Stadt - das Viertel, das "Grätzel" (Wien). NUR dort und nur von dort aus kann Demokratie aufsteigen, und nur bis zu einer gewissen Umfassungs- und Universalisierungsgröße. Das findet sich in der katholischen Sozhiallehre wieder, die ganz klar vom "Subsidiaritätsprinzip" (was sich im Föderalismus wiederfindet) ausgeht. Im Dorf gibt es auch keine Parteien, die haben dort nichts zu suchen. Es gibt nur Personen und persönliche Parteiung, was jede Entscheidung völlig anders unterlegt und ideologische Spaltungen (Spaltungen sind das Wesen von Ideologien, die immer Simplifizierungen sind, NICHT aber im "Einfachen", wie im Sinne des Dorfes) gar nicht erst aufkommen läßt.

*****Das ist das eigentliche Problem Deutschlands, das nur funktioniert, weil die Regional-Identitäten (als die eigentlichen, einzig möglichen natürlichen Identitäten) fast vollständig unterdrückt werden.





*270916*

Samstag, 12. November 2016

Vom Entschluß zum Totalitarismus (3)

Teil 3) Darüber müssen wir hinweggetäuscht werden





Denn dieser Kontinent, so gut wie alle seine Länder - ausgenommen die Mittel- und Osteuropas! - SIND bereits in einer Lage, in der von einem WEITERbestand gar nicht mehr geredet werden kann. Das kann sich bestenfalls auf einige technische Merkmale beziehen. Wenn Angela Merkel deshalb sagt: "Deutschland wird Deutschland bleiben", so kann sie nur meinen, daß das offizielle Regime entschlossen ist, zu bleiben, und für sich den Namen Deutschland beansprucht. Aber in Wahrheit IST Deutschland bereits NICHT MEHR Deutschland, SIND seine Regionalräume nur noch vereinzelt wenigstens halbwegs intakte Heimaträume. In Wahrheit IST Deutschland bereits zerfallen. Nur ... weiß es noch kaum jemand. Obwohl es die Bevölkerung bereits ahnt weil sieht, nur oft noch nicht in einen Gesamtrahmen einordnen kann. 

Sodaß die politische Zukunft West- und Südeuropas so aussehen wird, wie die UNO bereits vor vielen Jahren sogar zum Programm gemacht hat. Daß - und das ist vermutlich der Grund für die vielen Lügen hierzulande; wobei: Leute wie Timmermans haben es immer offen angestrebt, insofern hat er nicht gelogen - unsere Länder (außer die Mittel- und Osteuropas) in zahllose Kleinräume zerfallen werden oder schon zerfallen sind. Es hat sich nur noch nicht zur Vollgestalt entwickelt. In Schweden, das diesen Totalitarismus mit besonderem Verve seit vielen Jahren verfochten hat und nun erfolglos zurückzurudern versucht, spricht die Polizei bereits von 55 (!) Kleinräumen ("no go areas"), die nicht mehr der staatlichen Ordnungspotenz unterliegen und buchstäblich "zurückerobert" werden müßten. Damit stehen wir in Europa vor der konkreten Aufgabe zu überlegen, wie wir den Staatsbegriff zukünftig definieren wollen. Der sich nur noch in einer Art "Reichsidee" erhalten wird können.*

Weil diesen vielen Kleinräumen, die zu "Staaten" werden weil sie dessen eigentliche Charakteristik tragen - Einheit der Menschen als kultureller Lebensraum, immanenter Wille zum Zusammenhalt, zur Einheit. Und weil den heutigen Staaten weitgehend bereits das fehlt, was erst Menschen überhaupt zu Menschen macht: Sie sind keine Heimat mehr. Diese Entwicklungen sind nicht mehr zu stoppen. Die Zukunft Europas als abendländischer Kulturraum ist bereits entschieden. Aber sie wird über eine Phase des Totalitarismus führen. Zum einen, weil der Politik nicht (mehr) zuzutrauen ist, zu erkennen, daß ihre angeblichen "Konzepte" bloße Phantasien sind, die am Wesen des Menschen vorbeigehen, und zum anderen, weil sich die Verantowrlichen, ja das gesamte Establishment nicht anders vor dem Zorn der Bevölkerung retten kann. Damit ist ein Bürgerkrieg vorprogrammiert, der aller Voraussicht nach derartig blutig sein wird, weil er auf die Grundlagen des Menschsein selbst referiert, daß wir uns davon keum eine Vorstellung machen wollen.

Denn es ist nicht davon auszugehen, daß die Politik und das Establishment** bereit sein wird, der Bevölkerung derartig reinen Wein einzuschenken. Zumal sie es auch gar nicht zu begreifen scheint. Das Gerede von der "Integration" als Lösung beweist, daß sie den Weg des Totalitarismus gehen. Und dieser sieht einen "neuen Menschen" vor, überhaupt keine Frage. Einen modernen Menchen, der nach abstraktem Bild geformt ist und wo "Tradition" zum musealen Stück wird, das man bei Gelegenheit mal aus der Vitrine holt um zu zeigen, wie sehr alles doch beim alten ist.***

Deshalb bleibt dem Establishment kein anderer Weg als Totalitarismus

Ein anderer Weg als der der Ideologie ist den Gesellschaften West- und Südeuropas bereits jetzt verschlossen. Wenn von einem europäischen Staat gesprochen wird müßte man sofort aufmerken. Denn einen europäischen Staat kann es gar nicht geben. Staat ist die höhere Persönlichkeit eines Volkes, und braucht deshalb auch eine geschlossene kulturelle und religiöse Gruppe, die sich im (immanenten wie expliziten) Staatswillen eine Gesamtgestalt gibt. Zusammen mit einer möglichen politischen Organisiertheit gesehen, hat deshalb ein Staat eine gewisse "natürliche Begrenzung" in der Bevöklerungsmenge.

Darüber hinaus ist - wie in den USA - nur noch ein totalitäres, zentralistisches Ideologiekonstrukt "möglich". Totalitär deshalb, weil es eine naturrechtliche Einheit "Volk" und "Volkskultur" mit entsprechender Religion, die ihr zugrundeliegt, nicht mehr geben kann, das verhindert diesen "Staat", weil ihm keine eigentliche Identitätskraft eignet. Das, was dem Einzelnen nämlich nun als seine vorgebliche größte Einheit gegenübersteht - Staat - wird viel zu groß und übermächtig, er wird zum selbstohnmächtigen Kalkül und jede "Mitbestimmung" zur Farce. Es braucht eine adäquate Gestuftheit, beginnend mit der niedrigsten Ebene (Familie, Gemeinde, Landkreis etc.) beginnt und jeweils mit dem Subsidiaritätsprinzip in die höhere Ebene eingebunden, die im Staat ihre für ein Volk höchste Ebene annimmt.****

Darüber hinaus kann, ja soll es zwar weitere Ebenen geben, in denen sich jeweils Staaten zusammenfinden, aber diese Ebenen müssen jeweils die Chance besitzen, "gleiche" Interessen (auf dieser Ebene) unter "gleichen" Kräften zusammenzufassen, weil sonst Partialinteresssen eines Staates ohne jede Frage dominieren. Damit wird klar, was hier immer wieder als Notwendigkeit dargestellt wurde, daß es weitere Ebenen (erste Versuche wie den Visegrad-Prozeß existieren bereits) geben muß, in denen sich Europa zusammenfaßt, EHE sie in ein Gesamteuropa münden können. Europa muß deshalb seine Staatenlandschaft mutig neu ordnen. Der Satz, daß man zwar eine EU wolle und sogar brauche, aber NICHT DIESE, hat also seine tiefe Stimmigkeit.

Nur dann könnte sich das Wesentliche eines Staates - Einheit des Willens und der Interessen, zusammengefaßt in einer "Über-Person" (s. u. a. E. Stein) - entwickeln und als in einer Religion fundierten Volkskultur bewahren. Ist die Diversität eines Staatsvolkes (vor allem durch die Religion) zu groß, kann ein geeintes Staatsinteresse Einzelinteressen, die die Staatsebene bräuchten, nicht mehr ausreichend abdecken bzw. in sich vereinen. Kein Gesetzeswerk der Welt (nimmt man die zehn Gebote aus, die ja zeigen, was gemeint ist: nur in dieser Prinzipialität ist das möglich) kann das jemals erfassen, es sei denn, es findet einen "abstrahierten, entwurzelten" Menschen. Seine notwendige Verallgemeinerungsebene ist für die realen Lebenswelten - das heißt dort, wo Identität überhapt nur möglich ist! - einfach zu grob. Sie verträgt sich nur noch, wenn Regionalindividualität ausgelöscht (bzw. als Täuschung musealisiert), eine pseudologische, ideologische Ebene (Parteien!) geschaffen und das Subsidiaritätsprinzip (als tragendes Prinzip katholischer Soziallehre) ausgelöscht, ja umgekehrt wird.***** Genau das haben wir heute, man findet es bis ins Detail.

Wer nun meint, das seien Phantasien, dem kann nur erwidert werden, er solle doch die Augen aufmachen. Denn GENAU DAS spielt sich in Europa längst ab, nur kann es auf institutionalisierter Ebene z. B. mit "Separatistenbewegungen" nicht umgehen weil ihm ein naturrechtlich haltbares Konzept fehlt, sodaß ihm nur Totalitarismus bleibt. Bei dem sich die Frage erhebt, ob er nicht ohnehin das Ziel des gegenwärtigen Establishments (samt dem globalen Großkapital) ist, weil es diese Entwurzelung und Funktionsfragmentierung des Menschen lebensnotwendig braucht. Und deshalb alles daran setzt, sie unumkehrbar und "alternativlos" zu machen - als globale "Integrationsaufgabe". Denn eine wirkliche, natürliche, immanente Macht fehlt ihm. Es bleibt damit nur das Explizite.

In diesem Knotenpunkt läuft heute die gesamte Politik weltweit zusammen, UN-Beschlüsse zeigen es überdeutlich. Und das ist es auch, was die Menschen zurecht als Bedrohung spüren. Das ist sogar der Grund für so manche "Verschwörungsphantasie". Das ist auf jeden Fall der Grund, daß weltweit (!) eine grassroots-Bewegung festzustellen ist, in der sich das Volk dem Establishment frontartig gegenübersieht. In gewisser Weise steht ihm nämlich eine Verschwörung gegenüber: Als Entschluß zum Totalitarisums als ultimo Ratio.

Das einzig gegenwärtig noch hoffnungsgeladene Element einer abendländischen Kultur, die wie jede Kultur nur in kulturell geschlossenen, einheitlichen und volksgenuinen Räumen existieren kann (die mit ethnischen Kriterien zwar auch, aber nur sekundär zu tun haben, weil aus oben Gesagtem auch hervorgeht, daß Lebens- und Kulturraum nur aus persönlichen Bindungen entstehen kann, die natrülich immanent "ethnischen" und damit paternalen Charakter haben, der auf den Besitz der Frau ausgerichtet ist, dem materialen Boden für ein Volk; niemand weiß das besser als die um Halt, also Boden ringenden Zuwanderer), wird noch die Entwicklung Mittel-Osteuropas werden. Nehmen wir es als zu gewisser Hoffnung berechtigenden Ausblick. Denn Europa endet nicht in Berlin. Es reicht als abendländischer Kulturkreis bis zum Ural.



Teil 4) Zu weiteren Aussagekreisen ausufernde Anmerkungen





*260916*

Freitag, 11. November 2016

Vom Entschluß zum Totalitarismus (2)

Teil 2) An Amerika ist unsere Zukunft zu erkennen





Der sich nolens volens nie zu einer "Heimat" im eigentlichen Sinn entwickeln konnte. Nicht nämlich als "Land". Amerika ist in seinen Grundzügen eine Ideologie, ine Behauptung, die Entwurzelte aufgestellt haben. Und nur auf dieser Grundlage besteht so etwas wie die "Vereinigten Staaten von Amerika", das sich in seiner ganzen Gestalt im Sezessionskrieg gezeigt hat. Denn der Süden war zuerst und vor allem "Regionalität" mit äußerst starkem Religionsbezug. Der ein Kunstprodukt gegenßüberstand, das der Norden repräsentierte, der das Konzept des "allgemeinen Menschen" vertrat.

Auch Amerika konnte ab ovo natürlich nur regional Heimat bieten bzw. werden, wie sie jeder Mensche braucht und sucht: Weil sich nämlich die Zuwanderer aus aller Welt zuerst und bis heute ungebrochen NUR in ihren Herkunftsidentitäten wiederfinden konnten, um so ihr Leben zu entfalten. Das ging umso leichter vonstatten, als speziell die USA ein extrem dünn besiedeltes und kaum kultiviertes Land waren, dessen "einheimische Bevökerung" entweder zu schwach und schon zahlenmäßig unterlegen war, oder glatt verdrängt und gar ausgerottet wurde.

Das Phänomen der Segregation in kulturelle Kleinräume und Bevölkerungen zeigte sich bis vor dem zweiten Weltkrieg eindeutig. Iren waren Iren, Itgaliener Italiener, Polen Polen, Deutsche Deutsche, und sie alle hatten spezielle Siedlungsräume und Stadtteile. Sie begegeneten sich deshalb inrelativer Ruhe und Friedfertigkeit, weil sie sich gegenseitig nur in bestimmten kulturellen Bereichen berührten. Aber ein polnischstämmiger Kleinhändler in sagen wir Chicago (das damals 2-300.000 polnisch-katholische Zuwanderer aufwies) konnte problemlos nur aus dem spezifisch polnisch(-katholischen) Raum existieren. Ähnliche Beispiele gibt es zuhauf.

Der Hauptfeind der "Integration" in ein Ideologem ist der Katholizismus

Deshalb wurde es von der Regierung zunehmend als "Hindernis" begriffen, und dieses Hindernis htte vor allem übrigens eine Eigenschaft: Es war "katholisch". Damit war auch der Hauptfeind des Staates identifiziert. (Was frappierend an Hitler-Deutschland erinnert.²) Und zwar von einem Staat, der sich im Kriegszustand wiederfand und deshalb eine vereinte Anstrengung, eine Gesamtkonzentration auf "ein Ziel" brauchte. Und dieses Ziel hieß: USA. Die Regierung brauchte eine "Identität", die sich zuerst, ja zur Gänze auf den Staat USA bezog, um jene Kräfte zu entfesseln, die es benötigte. Wenn aber weiterhin Deutsche oder Italiener in den USA lebten - ALS Deutsche und Italiener - so war naheliegend, daß diese wenige Bereitschaft zeigen würden, auf andere Deutsche und Italiener zu schießen. Also begann vor allem nach dem Krieg, auf der Grundlage eines starken Gemeinschaftserlebnisses in den Schützengräben (solche Gemeinschaftserlebnisse sind in sich bereits Auslöschungen von Partialidentitäten zuzuschreiben) und an den Fließbändern, ein ganz gezielte De-Segregation der zahllosen kulturellen Kleinräume, die die USA zuvor waren. Und dies geschah mit totalitären Mitteln. Dies geschah auf der Grundlage des "social engineering". Wir werden speziell darüber noch berichten, denn mit diesem "ethnic cleansing" war das gezielte Aufbrechen ethnisch und religiös homogener Gebiete anvisiert. Vor allem durch Ansiedlung von Schwarzen wurden diese stabilen Kleingesellschaften aufgebrochen und seine Bewohner entwurzelt. Genau das also, was mit dem Ansiedeln von Migranten in unsreen Ländern passiert, wo man bewußt mitten in bislang homogene Gebiete Zuwanderer einsiedelt. Dadurch bricht die lokale Kultur zusammen.

Wer sich heute über Chicago wundert muß nur fünfzig Jahre zurückblicken, wo diese Stadt durch starke ethnische Gruppen gekennzeichnet war. Es gab Deutsche- oder Italienerviertel, und vor allem hunderttausende Polen. Sie alle lebten eben wie (katholische) Polen, Deutsche und Italiener - denn: wie auch sonst? Es gab ein reiches, hochstehendes Kulturleben und prachtvolle Straßenzüge und öffentliche Bauten. Bis man das Zentrum durch Neuansiedlungen von Schwarzen - unter dem Vorwand einer antirassistischen Maßnahme - aufbrach, sodaß es in immer stärkerer Dynamik immer mehr nur noch von Schwarzen bewohnt wurde´. Die den früher homogenen, kleinteiligen Grundcharakter der Stadtviertel binnen weniger Jahre veränderten. Sodaß die Weißen an die Stadtränder in jene gesichtslosen Vorstadtsiedlungen zogen, in denen schon architektonisch ein geschlossener sozialer und kultureller Raum nicht mehr entstehen kann. Und wenn doch, wird auch dort eingegriffen.

Ein Ameirkaner beschreibt es so: Wenn in einer Straße ein oder zwei Häuser an Neger verkauft werden, dauert es kein Jahr, ehe die Weißen ihre Häuser zu verkaufen beginnen und wegziehen. Denn das gesamte Lebens- und Wohnklima verändert sich, wird fremd, zumindest verliert sich die Heimat. Das bekommt eine Eigensynamik. Der erste verkauft, die nächsten folgen immer schneller. Ein schweres Verlustgeschäft, denn die Hauspreise sind mittlerweile immer stärker gefallen, während die Preise in jenen Gegenden, wo die Weißen noch homogene Räume erhoffen, auftgrund der Nachfrage ansteigen. Oft wird diese Methode sogar von Immobiliengesellschaften gezielt eingesetzt.

Als die Krise der Autoindustrie einsetzte, gab es in Chicago nichts mehr, das die Stadt aus eigener Kraft stabilsiert hätte. Heute ist Chicago eine für Europäer kaum faßliche Ruinenstadt und ein Menetekel für Europa.

Diese politischen Maßnahmen tragen genau jene Merkmale, die man als Totalitarismus bezeichnen muß. Sie bedeuteten, daß eine Zentralmacht, die Regierung, die Lebensräume der Menschen, die ihnen Heimat waren, Träger ihrer Identität, ganz gezielt und bewußt zerstören mußte und wollte, um so seine Bewohner zu entwurzeln. Es sollte und durfte keine eigentlichen natürlichen Heimaten und Identitäten mehr geben. Die USA brauchte eine Gesamtidentität. Und weil die auf natürlichem Wege nicht entstehen konnte, konnte das nur eine positivistische, ideologische Identität sein.

Amerika ist aus diesem Grund, vielleicht sogar NUR aus diesem Grund heute ein schöpferisch ausgelaugtes, impotentes Land geworden. Nur Technik (auch Geldtechnik) ist ihm noch geblieben, als Anwendungsverbesserung bereits bestehender Ideen. Umso mehr muß es sich daran klammern. 

An diesem Beispiel der USA aber läßt sich zeigen, was auch in Europa und im speziellen in den deutschen Ländern passieren wird und bereits passiert ist. An diesem Beispiel illustriert sich, das hier von Plessner ausgehend dargelegt wird. Was uns heute als "Integration" dargestellt wird, die wir zu leisten hätten oder die an uns geleistet würde, geht von einer Sichtweise des Menschen aus, die ihn eigentlich auslöschtt und damit zutiefst unmensclihc ist. Nicht nur in Hinsicht auf die angestammte Bevölkerung, sondern auch auf die der Zuwanderer. 

Die aber noch weit mehr als die hiesige, europäische Bevölkerung ahnt oder gar weiß, daß es eine Integration, wie sie angeblich verlangt oder nunmerh "auferlegt" wird, gar nicht geben kann. Sämtliche Zuwanderergruppen werden sich über recht kurze Frist in Separatgesellschaften wiederfinden, und anders ist ein Menschsein gar nicht möglich. Wie an dieser Stelle deshalb schon vor längerer Zeit geschrieben wurde, ist das Zeuaberwort der Gegenwart, das alle Probleme angeblich beseitigt, das Wort von der INTEGRATION, eine glatte Lüge. Sie zu verlangen, sie gar zu verordenen ist deshalb klarer Totalitarismus, der regelrecht entseelte Menschen zum Zeil hat, um so seine Scheinexistenz als "Staat mit Volk" zu behaupten. Damit weicht man einer Diskussion darüber aus, wie es mit unseren LÄndern und mit Europa überhaupt weitergehen kann.



Morgen Teil 3) Darüber müssen wir hinweggetäuscht werden 






*260916*

Donnerstag, 10. November 2016

Vom Entschluß zum Totalitarismus (1)

Es gehört zu den größten Lügengebäuden, was den Menschen unserer Länder zur Beschwichtigung als Generalkonzept vorgeworfen wird - die Rede ist von der "Integration" als Allheilmittel gegen alle Probleme, die aus der gewaltigen Zuwanderung aus fremden Kulturkreisen der letzten Jahre und Jahrzehnte entstehen.

Eine Zuwanderung, die in EU-Kreisen mit entsprechenden Kommissionen, bei denen jener Mann, Timmermans,federführend mitwirkt, der schon vor Jahren verkündet hat, daß die "Durchmischung der Europäer mit Zuwanderern aus anderen Kontinenten, die Auflösung regionaler Identität" erklärtes Ziel ist, ganz offen als "Neubesiedelung" tituliert wird.  Eine angeblich aus Menschlichkeits- und Moralgründen geforderte (von Pseudoreligiosität unterlegte) und von den Europäern zu leistende Integration, die gegen alle Beteuerung und moralische Rechtfertigung nur zu einem sehr kleinen Teil als jene "Hilfe in Not" gesehen werden kann, als die sie verkauft wird. Es ist deshalb auch keine Beruhigung, sondern eine Drohung, die nur zu selten als solche erkannt wird, wenn die Regierungen zum Beweis ihrer "Entschlossenheit, die Nöte der Bevölkerung ernstzunehmen" ankündigen, daß Verweigerung der Integrationswilligkeit durch Zuwanderer zu Konsequenzen etwa in der Partizipation am Sozialstaat  führe. 

Abgesehen davon, daß auch dies sehr schwache und dünne Argumente sind. Denn was ließe sich einsparen, wenn die Überlebensfähigkeit bedroht wäre? umgekehrt weisen solche 'Aussagen sogar darauf hin, daß die Geld- und Sachleistungen, die aleine 2016 und nur für Österreich 2 Milliarden Euro betragen werden, derzeit deutlich höher liegen als einer puren Nothilfe entspräche, vielmehr nämlich den Lebensstandard der Zuwanderer sofort auf das Niveau der ansässigen, angestammten Bevölkerung angehoben wird, ohne daß sie dafür auch nur einen Finge rmehr krumm machen müssen,als zum Ausfüllen der entsprechenden Formulare nötig ist. Was aus mehreren Hinsichten, unter denen die pädagogischen nicht die unbedeutendsten sind, glatt abzulehnen ist.

Wovon aber nach wie vor nicht gesprochen wird - dann das muß tabuisiert werden, will man die verlogene (oder oft auch nur der Ahnungslosigkeit entstammende) Beschwichtigungskette aufrechthalten, ohne die die ohnehin bereits vorhandene Unruhe in der Bevölkerung wohl endgültig eskalieren würde - ist eine Tatsache, die bei etwas Restvernunft sofort klar wird wenn man sich die Frage stellt: WOHINEIN, in was soll integriert werden?, und dann noch den Blick darauf richtet, was mit den vielen Millionen, die seit Jahrzehnten hierher zuwandern, bislang passiert ist. Weltweit.

Der Philosoph Helmuth Plessner, der hervorragende und unverändert gültige Arbeiten zur Anthropologie verfaßt hat, beschreibt es in einer seiner Analysen der Lage in Deutschland "Grenzen der Gemeinschaft" schon vor 90 Jahren. Und er versteht es als Warnung. Denn er stellt die Frage, was denn einen sozialen Lebensraum überhaupt ausmacht. Und kommt u. a. auf Sprache, Familie, historisch gewachsene soziale Verbindungen und Verbidlichkeiten, die alle eine Eigenschaft haben: Sie sind "immanent", das heißt: nicht explizit. Sobald diese Elemente explizit werden zeigt sich an, daß sie bereits einen Schaden erlitten haben, daß sie gefährdet oder gar zerstört sind. Diese Elemente aber sind die wesentliche Voraussetzung, daß sich ein Gemeinwesen überhaupt entwickeln kann und nicht zurückschreitet. Zurück auf Epochen, wo man noch eine Ganzheit dieser Lebenswelten vermutet.

Das Wort von der "Integration" bezieht sich auf  einen ideologisierten "allgemeinen" Menschenbegriff, der einen ideologisierten, damit veränderten Begriff von "Staat" bedingt

Spätestens hier wird zur Ideologie, was zuvor von allen in solchen Lebensräumen so selbstverständliche tägliche Atemluft war, daß niemand je sie in Gedanken faßte. Sie waren die Struktur, auf der alle lebten, dachten, liebten, erbten und vererbten und Politik verstanden. Sie waren der so natürliche geistige Zusammenhalt, daß jeder Mensch was immer er tat und tut ohne danach weiter zu fragen ihn als jenen Interpretationshintergrund und -horizont voraussetzt, auf dem überhaupt erst Kommunikation - und damit Gemeinschaft -  möglich ist. Jeder Mensch lebt deshalb in einer Art "geschlossenem Raum", und mehr noch: der Mensch kann, will er ganz Mensch sein, ohne solche Räume gar nicht existieren. 

Sie bieten gleichzeitig jenen Raum, in dem jemand ohne grundlegendes Mißtrauen jenen ruhigen Mut zur Lebensentfaltung aufbringt, den einem Lebensraum entstammt, in dem er sich nicht grundsätzlich und damit pausenlos in Frage gestellt sieht. Seine ganze Haltung wird von dem bestimmt, was man durchaus mit Heimat und Identität bezeichnen kann - es IST Heimat und Identität, die dem innersten Personskern jene Ruhe und Geborgenheit geben, aus dem er sich wirklichen Kulturfragen und politischen Agenden ohne Angst und Getriebenheit zuwenden kann, weil sie nicht von ihm verlangen, sich davon grundsätzlich zu legitimieren. Er IST legitimiert, er IST Teil einer Gemeinschaft, und muß sich dieser gegenüber nicht prinzipiell erst behaupten. Und zwar ständig und in allem. 

Ist diese Selbstverständlichkeit, die in ihrem Wesen ungewußt, selbstverständlich sein MUSZ, gar nie oder nur in jenen Randbereichen vor Augen kommt, die aus der immer erfolgenden und notwendigen Erneuerung (wie sie v. a. durch die Jugend gechieht) jeder lebendigen Gemeinschaft eigen sind (nur sterbenden, bereits apathisch gewordenen Gemeinschaften fehlt sie), ist diese Immanenz also bedroht, ist sie es nicht erst in dem Moment, wo ihre Elemente bewußt werden, sondern schon lange zuvor - nur wurde diese Bedrohung nicht allgemein (weil nur von Einzelnen, die jede funktionierende Gemeinschaft hat, die immer auch Randexistenzen hat, denen "Prophetenstatus" zukommt, wie Künstler, Priester, Philosophen) bemerkt. Eimal aber an der Bewußtheitsoberfläche angekommen, wird sie rasch zur Ideologie, und zwar fast mit Notwendigkeit, wenn die Bedrohung nicht abzuwenden ist. Plötzlich werden alle diese Elemente zu Dingen, werden aus der Immanenz  herausgehoben und als dingliche Ziele für sich gestellt. 

Noch einmal: das ist keineswegs Anzeichen einer Pathologie, sondern unausweichlicher Prozeß, der sich aus der Natur des Menschen ergibt. Spätestens also ab diesem Zeitpunkt entscheidet sich, ob die Ideologie zum politischen Programm wird. Wenn nämlich diese Bedrohungen nicht real wieder schwinden. Bleiben sie aufrecht ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Bevölkerungsmehrheit, die Vereinfachungen braucht, weil ein Volk gar nicht existieren könnte, würde seine Mehrheit in jenem Verständnis "außerhalb" stehen, wie es besagten Randgruppen eigen ist. Damit sind wir wieder bei Plessner und seiner Vorahnung, wohin Deutschland sich über kurz oder lang entwickeln wird, in der Dämmerung zum Nationalsozialismus, dem Totalitarismus.

Die Fahne des Totalitarismus heißt "Integration"

Damit sind wir aber auch definitiv beim Thema der Zuwanderung angelangt. Denn jeder, der einem solchen gewissermaßen "geschlossenen" Raum hinzutritt, ist selbst unter größten Anstrengungen nicht in der Lage, diese unbewußten, stummen, aber lebensnotwendigen Voraussetzungen für ein gedeihliches menschliches Entfalten zu ersetzen. Er fehlt ihm. Mehr noch - er selbst stammt ja auch so einem Lebensraum mit seinen unzähligen immanenten Verbindungslinien, denen nun aber ihre anderen Enden fehlen. Ein Integration in die neuen Beziehungsgeflechte aber ist ihm grundsätzlich gar nicht möglich. Das hat seine stärksten Auswirkungen auf die Selbstbefindlichkeit, die er in dem nunmehr neuen Lebensraum, in den er eintritt, annehmen wird weil muß. 

Und das ist ebenfalls real zu beobachten: Zuwanderer verhalten sich anders, dabei oft sogar tatsächlich anpassungswilliger bis zur Selbstaufgabe (die verheerende Auswirkungen auf ihn und seine innere Freiheit hat, das nur nebenbei), um sich wenn schon nicht zu integrieren (denn das würde Generationen, wenn nicht Jahrhunderte brauchen) so wenigstens so zu verhalten, als WÄRE er integriert.

Dieser Art von Zuwanderern stehen jene gegenüber, die zu diesem Selbstverlust nicht bereit sind. Was nicht zuletzt mit den 'Bedingungen zu tun hat, unter denen sie zugewandert sind. Etwa "Eingeladene" werden sich anders verhalten, auch in ihrem Selbstsein, als unfreiwillig Expatriierte.

Die Gemeinschaft derjenigen, ZU DENEN diese Zuwanderung stattfindet, steht nun also in dem Dilemma. Denn sie haben es entweder mit expliziten Fremdkörpern zu tun, mit der klaren äußeren Gestalt der Fremden, die auch als solche zu bleiben gedenken, oder mit Fremden, die sich zwar bemühen, ihr Fremdsein hinter sich zu lassen, das aber gar nicht leisten können, was zu einer Integration befähigte, zugleich aber bedeutet, daß ihre eigentlichen menschlichen Ressourcen zumindest über lange Zeit verkümmern müssen.

Wie auch immer, ist die angestammte Bevölkerung nicht in der Lage das zu bieten und das zu sein, was eine "Integration" überhaupt ermöglichte. Und nicht einmal dann, wenn sie selbst es wäre, die sich aufgibt, sich also den Fremden anpaßt. Dann haben wir den eigentümlichen Fall einer generell entwurzelten Ansammlung von Menschen, in der niemand mehr Halt hat und alle sich irgendwie zueinander verhalten, je nach Situation und je nach momentaner dringender Erfordernis. Das sind die besten Voraussetzungen für eine Gesellschaft, in der jede jeden als Feind betrachtet, und zwar auch das: notwendig!, weil ihm niemand Freund ist. Freund im Sinne einer oben andefinierten Heimat. Selbst wenn sich alle noch so bemühen - die Brücke ist nicht zu schließen. Und wer nach Amerika blickt wird feststellen, daß dies das auffälligste Merkmal dieses Kontinents ist.

Morgen Teil 2) An Amerika ist unsere Zukunft zu erkennen






*260916*

Dienstag, 30. August 2016

Das Verbrechen der Gestalt

Was man heute nicht einmal mehr kennt - denn die Wissenschaft vom Menschen ist mit Gewißheit noc nie so tief gestanden wie heute, wo alle meine, wir "wüßten" so viel - ist das, was Helmuth Plessner so großartig als "Einheit der Sinne" analysiert: Optisches übersetzt sich in Bewegungsbilder, in Bewegungserlebnisse. Deshalb ist der physizistische Ansatz, die Wirkungen von Windanlagen "messen" zu wollen, schon per se bei weitem, um Dimensionen nämlich, zu kurz gegriffen. 

Was man sieht, übersetzt sich in Bewegungsbilder. Anders als Schall, der sogar erst im Nacheinander der Töne (zur sinnbildenden Melodie) überhaupt Bewegung (und damit erfahrbare Wirkung) ausdrücken kann. Bei Windrädern genügt schon ihr Anblick, um ihre Bewegung zu erfahren und von diesem Bewegungsbild treibend (weil im Geist reproduziert) bewegt zu werden.  Denn im Gesichtssinn, im Sehen, wird der Geist direkt angesprochen, das Sehen vermittelt Geist. Alle anderen Sinne greifen auf unteren Stufen, auch das Gehörte, Gefühlte braucht den Geist.*

Jedes akustische "Messen" ist deshalb schon verfehlt, weil es beim Menschen immer zu kurz greifen wird. Die Wirkung des Gesehenen ist für heutige Generalverdoofung nicht mit den besten technischen Hilfsmitteln überhaupt erkennbar. Man fühlt also den Ton erst, wenn man das Bild gesehen oder imaginiert (also: hervorgerufen) hat. Das Übel, das Verbrechen der Windräder liegt an ihrem Dasein, an ihrer Gestalt! Umgekeht, bezieht sich gefühlter Schall (und Schall wird immer erst gefühlt) auf Gestaltbilder, setzt sich also in Bewegungsmotive um. Das ist bei Tieren noch einmal anders als beim Menschen, der eben Geistbegabung hat. Dessen Dasein also im Geist gründet wie dort mündet, darin drängt.

Die Betroffenen im Video sagen: Sie fühlten sich als Opfer der Gier einiger. Ja, natürlich, genau so ist es. Nicht EIN Windradbetreiber oder Weltretter, der das auf eigenes Risiko und gar eigene Kosten machen würde. Die Energiewende, die Windenergie ist vielmehr staatlich-politisch eingerichtetes Schmarotzertum und ohnendliche Gier, die sogar noch zur überlegenen Moral verklärt wird. Punkt.








*Man kann sich die Sinneswelt des Menschen als übereinandergestapelte Matroschka vorstellen, in der aber nicht jede Stufe für sich steht, sondern alles in Höchste - den Geist - reicht bzw. zu diesem hinführt oder ihn braucht. Der Mensch KANN also gar nicht UNGEISTIG sein, er kann aber den Geist nicht entwickeln (also: ihn atmen, in ihm leben) können oder wollen. Dann aber lebt er defiziös, und dieser unerfüllte Anspruch wird ihn nie zur Ruhe kommen lassen. Hier greift dann das, was man gemeiniglich als "Ersatzleistungen" bezeichnet: Der Geist produziert Ersatzleistungen für nicht ineinander übergreifende Sinnlichkeit.





*250716*

Montag, 14. März 2016

Die Seele formt den Leib (2)

 Teil 2) Menschen die einander lieben können auch leichter Organe austauschen




Die Organe verlieren nicht ihr Eigensein ALS Organ, aber sie sind es in einer individuellen Ausprägung. Und in dieser wirken sie auch auf die Persönlichkeit zurück, die beide Ebenen - irdische und geistige bis (im Taufsakramentalen) himmlische - eben zu einem Ganzen eint: Ganz Mensch sein heißt dann, zwar alle Potenz des untermenschlichen Lebens und Seins (Tier, Pflanze, anorganische Materia) in sich zu tragen, diese aber in den Geist hinein zu einem neuen Insgesamt zu heben.

Medizinerberichte, die es gibt, wonach transplantierte Organe, die zwischen Menschen, die einander nahestehen oder wo Liebe im Spiel ist, häufig deutlich weniger Abstoßungsreaktionen hervorrufen, das Immunsystem des Empfängers also weniger unterdrückt werden muß, klingen in diesem Licht nicht nur glaubwürdig, sondern sogar logisch. Denn Liebe hat mit der Teilhabe an derselben Form zu tun, der idea, der Beziehungsform, unter sie sich Menschen die lieben wollen stellen.

In diesem Licht, und wenn wir nun schon so weit gekommen sind, wird nun verstehbar, daß auch die Beziehungen der Organe zum Ganzen in einer idea wurzeln, wie in deren Manifestation gipfeln. Damit wird das Eigenwesen der Organe sichtbarer, und damit der Umstand, daß jedes Organ auch eine bestimmte Eigenschaft des Ganzen darstellt. Man sagt nicht zufällig, daß einem "etwas an die Nieren geht", und die Temperamente waren nicht zufällig in der Leber gesehen, "über die eine Laus laufen" könne. Während die Liebe (das Maß des Stehens in der Welt, denn die Liebe ist der Wille, daß die Welt bzw. etwas sei, sie ist also existentiell-zentral) mit "Herz" identifiziert wird, der Verstand und der Wille (als bewußtgemachte Hinorientierung auf etwas) mit "Kopf". Während sich manches "auf den Magen schlägt" oder "in den Eingeweiden rumort". Die Menschen wissen also davon. Die Aufgabe der Organe ist allgemein und überall prinzipiell gleich, doch die individuelle Ausprägung anders. Eine transplantierte Niere tut deshalb auch im Empfängerkörper einen gewissen gleichen Dienst, aber sie tut es zu allererst auf eine individuelle Weise. Ist das Immunsystem ausgeschaltet - denn dieses ist selbst höchst individuell, und trifft nun auf eine andere Individualität - ist auch fraglich, ob der Empfänger diese Niere jemals durch seine Individualität "übernehmen" kann. Aber individuell sein muß alles immer, denn Individualität ist das erste Seins-Prinzip alles Seienden.

Deshalb zerfällt ein Körper, aus dem das Leben gewichen ist (die Seele ist das Prinzip des Lebens), in ebensolcher Stufigkeit, bis hin zu rein materiellen Grundbestandteilen - dem sprichwörtlichen Staub. Wo jedes Organ, jede Zelle sich nach und nach aus dem Übergreifenden entlassen und damit, im gewissermaßen dem Gesamttod folgenden Teiltod, ihres "Selbstseins als Organ" entledigt sieht, in seiner Charakteristik aber die Gestalt aus der entwichenen Seele trägt und auf sie verweist. Wer einen Klumpen geschmolzenes Metall in eine Höhlung gießt, wird, wenn er dieses entfernt um es in eine andere Höhlung zu stecken, aus der ein solches Stück herausgefallen ist, die Spannung aus zwei verschiedenen Formen - desselben Metalls - feststellen. Vielleicht kann der geneigte Leser es sich so besser vorstellen.

Mit esoterischer Verbrämung, Gnosis und "Reinkarnation", mit welchen Dingen es auf der ganz oben verlinkten Seite zusammengebracht wird, hat dies alles rein gar nicht zu tun. Genauso wenig mit Spuk- oder Geisterphänomenen. Daß aber ein transplantiertes Herz - das Herz ist die Mitte einer Person, es ist gewissermaßen die Konzentration der Persönlichkeitsdynamik - dem Empfänger größte Probleme macht, noch dazu, wo das Selbstbewahrungsvermögen des übrigen Körpers durch Immunsuppression fast ausgeschaltet ist, verwundert überhaupt nicht. Denn fortan hat es seine Seele direkt in ihrer zentralen, ersten, umfassendsten und höchstgereihten Schaltstelle (die nicht das Gehirn ist!*) mit einer fremdgeprägten materialen Unterlage als zweiter Seite des zentralen Menschseins zu tun.



Literaturempfehlung dazu:
 Helmuth Plessner, "Der Stufenbau des Organischen und der Mensch"



*Die sogenannte "Gehirntoddefinition", die heute weitgehend als medizinischer Standard bei der Feststellung des Todes eines Menschen angesehen wird, also aus den recht oberflächlichen Gehirnströmen aussagt, ob ein Mensch noch lebt, also noch Mensch ist, oder nur noch "Organhaufen", ist ein schwerer Irrtum! Und folgenreich. Sie folgt damit dem Irrtum der Philosophie, die seit der Renaissance das Menschsein nur noch mit dem Bewußtsein identifiziert. 

Aber während der Organismus bei "totem Gehirn" offensichtlich noch lebt - sonst könnte man ihm gar keine lebenswichtigen Organe entnehmen! diese müssen "lebend" entnommen und augenblicklich tiefgekühlt und binnen kürzester Zeit reimplantiert werden, sonst, tot, als bloße Zellmasse also, sind sie unbrauchbar - wird der "organspendende" Mensch durch die Organentnahme selbst erst getötet. Darüber gibt es umfangreiche Literatur, und erschreckende Berichte von Augenzeugen solcher Vorgänge, die die Reaktion (Angst, Schmerz etc.) des nunmehr schutzlos Ausgeweideten und dann Getöteten schildern. Wie sich die Mediziner vor solchen Erfahrungen schützen? Sie narkotisieren heute standardmäßig den angeblich toten, nicht mehr Mensch seienden "Organspender". Schmerz ist übrigens eine eindeutige Reaktion der Persönlichkeit (was an der Möglichkeit zum Umgang damit - von der "Wehleidigkeit" bis hin zum Ignorieren von Schmerzimpulsen - ablesbar ist), keine bloß organisch-mechanistische Reaktion.

Das Sterben des Menschen ist ein Prozeß, der individuellen Zeitverlauf und individuelle Prägung hat. Erst im ersten (weil höchsten) und letzten Organ hängt sein Leben definitiv - und das ist das Herz. Aber selbst der Einbezug des Herzens in den Gesamtprozeß des Sterbens hat individuellen Verlauf, und passiert nicht einfach "von jetzt auf jetzt". Das (tote) Herz eines toten Menschen kann aber nicht mehr transplantiert werden.

Der Zustimmung der Evangelischen Kirche sowie der Deutschen Katholischen Bischofskonferenz zur Gehirntoddefinition (wie vor einigen Jahren passiert) kann der VdZ nicht beitreten. Der Mensch ist mehr als sein Bewußtsein, selbst wenn er es nicht mehr erlangen sollte. Menschsein ist prinzipiell unabhängig von der Fähigkeit zur Aktualisierung. Auch im Unterbewußten laufen noch gesamtmenschliche Prozesse und Erkenntnisvorgänge ab.





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Sonntag, 13. März 2016

Die Seele formt den Leib (1)

Das ist wirklich interessant, und der VdZ hat schon lange in diese Richtung überlegt. Denn wie sollte es auch anders sein: Patienten, denen ersatzweise Organe fremder Spender eingesetzt werden, haben mit psychischen Phänomenen zu tun, die sie nicht gerade heiter stimmen. Denn in den Organen "leben" offenbar seelische Eigenschaften ihrer Spender fort. Das kann (vermutlich je nach Bedeutung eines Organs in der Hierarchie des Körpers, meint der VdZ) bis hin zu "Fremdheitsgefühlen im eigenen Körper" führen. Bei Herztransplantationen soll letzteres besonders ausgeprägt sein.

Eine Patientin etwa, die vor der Transplantation der Leber nie Alkohol getrunken hatte, fühlte nunmehr starken Drang nach Bier. Ein anderer will seinen Namen nicht mehr genannt hören, er habe das Gefühl, als habe er seine Seele an einen fremden Körper übergeben. Eine will plötzlich Rap-Musik hören, obwohl sie zuvor passionierte Klassikhörerin war, und kennt sich mit sich selbst nicht mehr aus.

Umgekehrt wird dafür oft berichtet, daß der nunmehr um ein fremdes Organ Bereicherte in den Augen seiner Umgebung ein anderer Mensch sei, völlig andere, neue Charaktereigenschaften habe. Manchmal sei es überhaupt, als wäre er jemand anderer. In den Augen des VdZ könnten hier klare Zusammenhänge mit der Immunsuppression bestehen, die jeder Organempfänger hinfort erleiden muß. Denn um Abstoßungsreaktionen zu unterdrücken, wird das Immunsystem eines Organempfängers medikamentös ausgeschaltet. Er wird also zu einer Art "künstlichem Aids-Patienten". Das Immunsystem aber ist das analoge Erkenntnissystem, hat also sehr direkt mit der Persönlichkeit eines Menschen zu tun. Organempfänger haben also zum einen mit einer Auflösung ihrer Persönlichkeit zu tun (die den Leib ja braucht, um sich im Bestand zu halten - diese Seiten des Menschen sind nicht zu trennen, es sind zwei Seiten derselben Medaille), der auf der anderen Seite die seelische Dynamik eines Organspenders gegenübersteht. Ähnlich wie in dem, was man Allergien nennt, und dabei eine Zellhysterie fehlender Einordnung der betroffenen Zellen ist, die im Allergen (meist Eiweiße, die Formträger par excellence) einer Formkraft gegenüberstehen, der sie nicht gewachsen sind, von der sie überwältigt werden. (Man sehe dazu auch den Krebs als Desintegration von Zellen aus den höheren Ordnungsebenen.)

In einigen Fällen wurde das zurückverfolgt, und es scheint tatsächlich so zu sein, daß im neuen Nutzer eines Organs Eigenschaften seines Spenders "weiterleben". Und so wird endgültig ein Schuh draus: Denn eine Leber ist nicht eine "abstrakte Leber", sondern ist immer ein auf und um eine Personsmitte geordnetes, in ein Ganzes eines Selbst eingegliederter Teil. Persönlichkeitsfaktoren, Grundfaktoren der persönlichen Dynamik finden sich deshalb in allen Zellen, in allen Organen eines Menschen.

Anima forma corporis - Die Seele formt sich ihren Leib. Das ist die thomistisch-aristotelische Definition der Zusammenhänge von Leib und Seele. Zwar sind die Teile dieses Ganzen, das jeder Mensch kraft Personseins (als die Weise des Menschseins als Selbststand) ist, in gewissen allgemeinen Eigenschaften überall gleich, sodaß die Leber in jedem Menschen dieselbe prinzipielle Funktion ausfüllt, aber im Stufenbau der Seele bestimmt jeweils die höhere Ebene die untere in ihrer Ordnung auf die Spitze hin, das zum Selbst gewordene, gewissermaßen gestaltwollenden Seelenfünkleins des Ich, dem Ausgangspunkt des menschlichen Daseins. So wird jede Zelle, jedes Organ individuell und an der höchsten Potenz des Menschen - seiner Geistigkeit - ausgerichtet.

Aber es hat eben auch ein Eigensein. Und in diesem Eigensein, in diesem Etwas-sein, wirkt es auch auf die höchste Ebene der Seele zurück, ohne aber den eigentlichen freien Willen brechen, sehr wohl aber die unteren Seelenebenen mit einer Neigung zu versehen, der gegenüber der freie Wille zu schwach wird. Dem anima forma corporis müßte man also entgegenstellen, daß es auch umgekehrt gilt, wenn auch nicht in letzter Konsequenz zwingend. Das Aufeinanderwirken von Leib und Seele ist nicht gleicher Art, weil auch beide nicht derselben Natur in ihrem Eigen-sein "als" sind.


 Morgen Teil 2) Menschen die einander lieben können auch leichter Organe austauschen




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Donnerstag, 2. Juli 2015

Wenn die Ehe nicht mehr selbstverständlich ist (2)

Teil 2) Im Grunde ist damit alles erklärt - 
Und: Warum die Ehe die Ehe macht




Das wahre zivilisatorisch-kulturelle Problem entsteht also in dem Moment, wo die Ehe nicht mehr selbstverständlicher Lebenspunkt aller Menschen eines Kulturkreises ist. So, wie es in Österreich noch in der Kindheit des VdZ, den 1960ern war, wo niemand auf den Gedanken kam, NICHT eines Tages zu heiraten. (Es sei denn, er wollte in den Kleriker- oder Ordensstand eintreten, oder bewußt in irgendeiner anderen Form - man denke an den Stand der geheiligten Jungfrauen, auch das damals durchaus häufig; oder er war "für die Ehe unfähig", ein schwerer seelischer Mangel) Jedes Lebensnarrativ hatte prinzipiell die Ehe im Blick. So, wie es auch bei vielen außereuropäischen Kulturkreisen nach wie vor der Fall ist. Und immer ist es ein heiliger Akt - außerhalb der Religion läßt sich Ehe nur noch als pragmatische Abführung begreifen, ihr Wesen liegt aber in der Form, nicht in ihrem "Nutzen" begründet. (Ein Fehler, den im übrigen auch gerne "Verteidiger" der Ehe machen, die glauben, sie durch Pragmatismus - oder in spiritualisierender, das natürliche Gefüge, der eigentliche Ort der Wirklichung der Menschwerdung, als belanglos vergessende Weise - retten zu können.)**

Wenn die Menschen eines Kulturkreises aber nicht mehr heiraten, wenn die Ehe nicht mehr als selbstverständlich angesehen wird, weisen sämtliche (!) Menschen dieses Kulturkreises einen schweren, ja fundamentalen Mangel in ihrer Menschwerdung auf. Der nicht durch Ersatzhandlungen (die zur technischen Funktionalität werden) wettzumachen ist. Jeder tätige Vollzug weist demgemäß dieselbe Mangelcharakteristik auf. Eine solche Gesellschaft (egal in welcher Form) wird mit der Zeit immer substanzschwächer werden. Sie wird ihr schöpferisches Element verlieren, und damit ihre Lebenskraft. (Das demographische Problem ist da nur noch Folge; es kann auch direkt niemals gelöst werden, etwa durch "Gebäranreize", "Kitas", oder "Vereinbarkeit von Beruf und Familie"; es sei denn auf Kosten des eigentlich Humanen - die berühmte "Mutterkreuz-Diskussion: Soldaten für den Führer".) Denn es kommt unweigerlich zum Austrocknen der Liebe - Liebe ist aber das einzige Element, aus dem heraus Erkenntnis einerseits, gute Handlung anderseits erwachsen kann. Sie ist das höchste Ziel der Politik überhaupt, schreibt Rosmini sogar.

Handeln, auch in der Politik, wird nur noch reaktiv - und in der Zielvorgabe der Reaktion: rückwärtsgewandt - sein. (Denn nur aus diesem oben beschriebenen Je-einander kann schöpferisches entstehen.) Auch im Handeln der Bürger (und damit auch der Wirtschaft) wird nur noch Ablaufoptimierung (auch sie: rückwärtsgewandt) und Schein-Innovation herrschen. Gefühl wird durch Gefühls-Simulation verdrängt, denn die wahren Gefühle (die aus den Tiefen stammen, denn die stellen ontologische Zustände dar) werden zur Gefahr. 

Dafür wird eine heftige Bewegung zur Unterdrückung dieser Gefühle - etwa in Rausch- und Fluchtmitteln und -zuständen - stattfinden. Moralismen, als Simulation "guten Handelns" anhand technizistischer Weltsicht, werden dominierend und schließlich totalitär. Heranwachsende, denen bereits die Erfahrung der ontologischen Grundverhältnisse der Welt fehlt - die sich in Vater und Mutter darbieten - werden zu hilflos an der Welt herumoperierenden, versuchenden, aber haltlosen Ausgewachsenen, die aber ihre Kindheit nie substantiell überwinden können, und deshalb auch die Stufen des Menschen im Lebensalter erfüllen können. Ihre Erkenntnis, die nur am Leid genug "Interesse" an Modifikation (am Sein, also: in Richtung Wahrheit) findet, also wächst, wird immer der körperlichen Faktizität nachhinken. Und dies ist nur eine sehr schwache, unvollständige Beschreibung der Folgen.

Sodaß sich zusammenfassend sagen läßt: Verliert die Ehe im Lebensvollzug eines Menschen ihre Selbstverständlichkeit, mangelt es im Grundvollzug des In-der-Welt-seins an fundamentalen, jede einzelne Handlung kategorial defizient machenden Parametern. Die nur als ganzer Mensch möglich zu erkennen wie zu vollziehen sind, weil nur der sie "hat", weil sie als nur dem realen, "ernsten" Lebensvollzug immanent seiend nicht methodisch erwerbbar sind. (Weshalb jeder Mensch als Erwachsener einen "Stand" erworben wie ergriffen haben müßte, der begrifflich zu einem solchen "wurde" und einen Ort in einem Staat hat - sodaß er in jedem Fall auch in einer "Schmalspurehe" "heiraten" kann.) 

Das wirkt sich besonders deshalb aus, weil der Mensch als Sozialwesen auf Gemeinschaft hin orientiert ist, sich diese Gemeinschaft aber nicht mehr "natürlich" - nur noch mit totalitärem Zug - vollziehen läßt. Damit löst sich erst langsamer, dann aber in immer rascherem Tempo jede gesellschaftliche Form - Staat, Gemeinschaften, Genossenschaften jeder Art - auf, der Einzelne ist immer mehr nur noch auf sich geworfen, ohne so aber leben zu können.

Wie sehr diese Konstellation als Konstitutivum jedes Menschen (in der Zweigeschlechtlichkeit) ihn auch mit jedem Menschen neu bestimmt, zeigen die jährlichen Werteumfragen, die Jahr für Jahr dasselbe Ergebnis zeigen (woraufhin sich Genderbefleißigte noch mehr "Arbeit" vornehmen): daß junge Menschen zu über 90 % - eine Ehe (oder eine Vorform der Ehe, und eigentlich damit: Ehe) wollen. Das ist nie das Problem. Das Problem beginnt, wenn die begriffliche Welt so neurotisiert und zerstört ist, eben die Selbstverständlichkeit (und was aber läge näher?), daß sie den Weg nicht mehr finden. Ihrer eigenen Freiheit also, als Folge gedanklicher Kastration wie einer habituellen Prägung, die der vollen Wirklichkeit des Erlebten nicht entspricht (und hier ist von Sexualität die Rede), im Wege stehen.***

Aus alledem folgt, daß sich sagen ließe, daß die Grundmängel, die heute allesamt längst feststellbar und allgemein bekannt sind, ihre Deutung schon nur aus der Stellung der Ehe - und der Geschlechter innerhalb der Ehe, weil das für den Ehevollzug selbst wesentlich und nicht beiläufig ist, weil sich ein Ding erst in der Form vollzieht - zulassen.

Wenn also eines der Geschwister der Seherkinder von Fatima, Lucia, dem Kardinal Carlo Caffara aus Bologna im Jahre 2008 in einem (wie es heißt) langen Brief schrieb, daß sich der entscheidende Kampf um die Welt in der Frage der Ehe und Familie austrage, so kann das aus diesem auf andere Weise notwendig zu denkenden, ontologischen Gesamtzusammenhang nur bestätigt werden. Denn mit der Ehe, in oben beschriebenem Sinn konkretisiert - steht und fällt buchstäblich alles. Nur tut es das auf andere Art, als viele glauben.

Denn der Mensch ist seinem Wesen nach - ehelich. Diese Ehelichkeit aber ist ein Problem der Form, nicht einer bloßen "Moral".






**Es gibt zahlreiche Beispiele der Vergangenheit, die zeigt, daß gute kulturelle (und wirtschaftliche) Entwicklung von verantwortlichen, wissenden Politikern mit der politischen Maßnahme "Möglichkeit zur Verehelichung" (direkt-konkret im geschlechtlichen wie im o. a. übertragenen Sinn) eingeleitet wurde.

***Wie sehr dies bereits eingetreten ist bestätigen Aussagen von Kirchenrichtern aus ihren Erfahrungen mit Annullierungsverfahren, oder aus der Pastoral. Die seit Jahren behaupten, daß ein enormer Prozentsatz der jungen Menschen nicht mehr ehefähig sind. Nicht, weil sie nicht "wissen", was Ehe bedeutet. Das muß nicht im Bewußtsein auftauchen. Sondern weil ihr Habitus, ihre Prägung, die Unfähigkeit zum Empfang des Ich aus dem Du sozusagen, ihre Unfähigkeit vor allem, sich auf ein "Formfeld" hin (und das ist ja eigentlich Ehe) zu transzendieren, ein Ehe nicht mehr führbar (und damit auch eine faktische Eheschließung ungültig) macht. Wir haben es bereits heute offenbar mit einem enorm hohen Prozentsatz an jungen Menschen zu tun, die "von Menschen zur Ehe unfähig gemacht" wurden. Den Bestand einer faktisch "geschlossenen" Ehe als Moral- oder Glaubensgebot einzulasten hat deshalb oft regelrecht etwas Zynisches. Wenn auch nie vergessen werden darf - und aus hiesigen Ausführungen müßte das als conclusio auch hervorgehen - daß bei gültigem Einsetzungsvorgang DAS AMT DEN MINISTER - die Ehe also die Ehe - MACHT.





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Mittwoch, 1. Juli 2015

Wenn die Ehe nicht mehr selbstverständlich ist (1)

Der Mensch ist seinem Wesen nach ehelich. Aber nicht nur das: Die Ehe als schicksalshafte, unauflösliche Zuschreibung von Mann und Frau - im übertragenen Sinn: von Wort zu Fleisch, von forma zu materia - ist das Grundkonstitutivum der Welt überhaupt. Erst in dieser "Einheit in Zweien" wird der jeweilige Teil zu sich selbst - und damit wirklich. 

Das zeigt schon das Denken, das Begreifen. Als Begrifflichkeit, ohne die es diese unsere, die humane Welt - und ein andere gibt es nicht, jede Spekulation darüber ist müßig und in sich unmöglich, weil wir aus der Anthropomorphie nie aussteigen können - ja gar nicht gäbe. Aber in jedem Begriff steckt nicht nur das Positive, das "was ein Ding an sich ist", sondern auch das, was es nicht ist. Es wird automatisch mitgedacht, auch wenn es unausgesprochen bleibt. Es ist sogar so selbstverständlich, daß es sich unserem Erkennen nur ganz schwer darbietet, also ganz schwer verstehbar wird. (Denn es ist das Selbstverständlichste, das am schwersten begreifbar wird. Das Auge sieht sich nicht selbst, nennt es Viktor Frankl einmal, es sei denn, es ist krank.)

Aber mehr als das: Ohne ein Gesamtweltbild ist ein Ding nicht verstehbar, nicht erkennbar. Es wird alles also immer in einem Gesamtzusammenhang gesehen - der Mensch geht in seinen Sinnen zwar vom Einzelnen aus, und kehrt auch dorthin wieder zurück, aber er holt es in ein Insgesamt, und erst aus diesem erschließt es sich im Sinn. Umgekehrt geht er auf das Erkennen des Einzelnen ebenfalls nur aus dem Insgesamt heraus. Kein Begriff also, der "für sich, isoliert" bestehen könnte. Jeder Begriff, und damit das allen Begriffen Anschauliche, das Angeschaute also, steht in einem untrennbaren Zusammenhang mit einem Ganzen.

Nicht anders ist es bei Mann und Frau. Sie sind nie (nur) für sich begreifbar, sie sind es erst, wenn sie in ihrem Insgesamt - als Mensch - gesehen werden. Dieses Menschsein aber ("als Mann und Frau schuf er den Menschen") ist eben nur in dieser Zweiteilung einerseits gegeben, anderseits aber nur in der Zueinanderfügung von Mann und Frau zu vollenden.

Helmuth Plessner zeigt in seiner Untersuchung "Der Stufenbau des Organischen" nunmehr, daß das Wesen eines lebendigen Dings in einer pulsierenden Bewegung beschreibbar wird. In dieser (es ist hier natürlich sehr vereinfacht, was Plessner in einem umfassenden Argumentationsgang darlegt) Polarität holt sich einerseits ein Lebendiges (das in einem inneren, raumlosen Kern steht, der zugleich in der Exzentrik - also: im Außenwerden - zwischen Innen und Außen rhythmisch pendelt) eine "feste Idee", um sie anderseits im Zurückpendeln in den Lebensgrund selbst hinein zu transzendieren, sie damit im Zurückpendeln wieder neu zu verlebendigen, zu wirklichen. Dieses Sinn- und Wesensbild aber ist immer ein Bezugsfeld, das jedes lebende Ding (bzw. überhaupt jedes Ding, nur Unbelebtes kann nicht aus sich sein) überhaupt erst zu einem "Ding" macht.

Etwas unsachgemäß, aber in der Hoffnung zu illustrieren, heißt das: Nur aus dieser Hineinordnung in Beziehungen sind lebendige Dinge überhaupt. Sie haben ihr Sein daraus, im Hineinsterben ihrer lebendigen Substanz einerseits, im Heraussteigen in die Gestaltenwelt anderseits. Daraus entwickeln sie sich immer in spiraliger Form nach oben, einer Vervollkommnung zu, die freilich nie abgeschlossen sein kann, weil sich die Bezugsgrößen ja gleichfalls mitändern, die gegenüberstehende Welt also immer nur dann lebendig ist, wenn sie je neu ist. Und doch - als ein Bezugsfeld in einer riesigen, unendlichen Ordnung geordnet ist, ohne die es nicht bestehen könnte, weil gar nicht wirklich wäre. Diese Bezugsfelder sind also der eigentliche Ort des gewirklichten Lebens, des Lebens überhaupt.

(Noch einmal: Der VdZ versucht der Illustration willen zu vereinfachen; den philosophisch hoch präzisen Gedankengang muß der Leser dieser Zeilen in Plessners Buch nachlesen - er ist überaus erhellend, und für jede nähere Auseinandersetzung auch notwendig! hier soll nur ein Bild nachgemalt werden, um einen Eindruck zu geben, aber nicht derselbe Fehler gemacht werden, wie er so häufig ist: Daß "fromme" oder "gefällige", phantasiereiche Konkretisierungen und Materialisierungen rein geistiger Vorgänge und Sachverhalte stattfinden. Wozu der Mensch ja sehr neigt.)

Darauf Bezug genommen, ist auch über dem Menschsein ein solches "Feld" zu denken. Das Mann und Frau je für sich erst dann zu sich selbst macht, wenn sie sich in dieses Feld hineintranszendieren. Der Philosoph Jörg Splett hat es unlängst so ausgedrückt: Das Selbstsein, die eigene Identität für Mann und Frau sind etwas, das sie jeweils durch den anderen bzw. vom anderen erhalten. Es ist nicht aus sich selber heraus mach- oder konstruierbar. Ihr eigenes Sein zu wirklichen, erhalten die Geschlechter jeweils also durch das Hin-sein auf das andere Geschlecht.

Oder, mit Martin Buber formuliert: Das Ich erwächst aus dem Du.

Aber dieses Selbstsein ist ontisch nicht ein relatives Ergebnis, das beliebig ausfallen könnte. Sondern es braucht eben ein "fixes" Zueinander als Wesensbild. (Und noch einmal: Vorsicht vor der Erstarrung in Bildern!) Das heißt, daß der Mann (der zum Mann erst werden muß) und die Frau (die zur Frau erst werden muß, als Prozeß, der bei beiden nie aufhört, erst im Tod) jeweils ein "festes" Zueinander haben. Das sich in der Leiblichkeit ausdrückt, als Hinweis, sozusagen. Und das heißt, daß Mann und Frau zueinander in einer Heiligen Ordnung (das heißt ja: Hierarchie) stehen. Die nicht stupid mit "Unterwerfungsordnung" verstehbar wird, sondern einfach einen nur von der jeweiligen Seite zu erbringenden ontischen Bezug darstellt. Und darin ist das Wort - des Mannes, die Form, der Materie zu- und ontisch VORgeordnet. (Gott schuf ERST den Mann.) 

Das Zueinander von Mann und Frau ist also nicht von jedem Paar separat und im Ergebnis beliebig auszuschnapsen - es ist jene Wesensvorgabe, aus der heraus und in den hinein erst der jeweilige Teil des Ganzen (Mann UND Frau sind erst Mensch) überhaupt lebt. Wie das konkret aussieht, hat immer eine historische Form, kann also nicht simpel "an Vorbildern aus der Vergangenheit" übernommen werden, auch wenn es sich dort in seinen Wesenseigenschaften mehr oder weniger gut zeigt. 

Daß sich das auch in der Neuschöpfung durch die Erlösung (in die Kirche, die societas perfecta hinein) nicht anders darstellt, belegt das Beispiel der Gottesmutter Maria, in ihrem Verhältnis zum Sohn, dem Mann Jesus Christus. Die Erlösung hat also NICHT die Auflösung der Wesensbilder gebracht, sondern im Gegenteil: Deren Erfüllung, als in der Gnade überhöhte Vervollkommnung der in jedem Geschlecht angelegten Eigentümlichkeit des Wesens. Hier das Empfangende - dort das zur Welthaftigkeit hin Spendende. Form - Materia. Mann - Frau.

Daraus ergibt sich, daß sich Mann und Frau in einer beide umspannenden, hierarchisch geordneten Formeinheit zusammenfinden müssen, um jeweils sie selbst zu werden. Und das ist ... die Ehe. Die Ehe ist damit das Konstitutivum des Menschseins! 

Sie ist also nicht, wie so oft getan wird, eine Art "Zusatzleistung", ohne die es aber auch ginge.*  Sie ist auch nicht etwas, das dem normalen Zusammenleben auf gut Glück halt auch einmal hinzugefügt wird. Ohne die Ehe in allen ihren Wesenseigentümlichkeiten (Unauflöslichkeit; Zuschreibung auf den Partner in der Hingabe, die eine Selbst-Weggabe des Mediums "Leib" ist; damit Offenheit für den Einbruch des Schöpferischen im Nachwuchs; etc. etc.) ist ein Menschwerden (der Teile) eines Paares, das sich sonst alle Eigentümlichkeiten des Ehelebens (Sexualität, gemeinsamer Lebensaufbau, Kinder, etc.) gar nicht möglich. 

WEIL dies eben eine anthropologische Kategorie ist, ist als Ehe natürlich auch die Naturehe mögliche Form, ihr fehlt freilich die Dimension der Übernatur, die nur in Taufe wieder an das Irdische eingeschlossen wird. Eine Naturehe wird also auch die entsprechend erkennbaren Mängel haben, die diese fehlende reale, ja fleischliche Dimension eben hat. Das drückt sich auch ganz konkret psychologisch (weil ontologisch) bzw. in der Art der Weltwirklichung aus. Aber das soll nur ergänzend (weil belegend) hinweisen.



Morgen Teil 2) Im Grunde ist damit alles erklärt -
Und: Warum die Ehe die Ehe macht




*Selbst der Zölibat (oder, wenn auch anders in der Poligkeit: die Ordensfrau) ist nur darin und daraus verstehbar, wenn man ihn als Verehelichung mit der Kirche (als weiblicher Leib einer Gemeinschaft der Gläubigen) betrachtet. Der zölibatäre Priester ist also nicht nur nicht "nicht verheiratet", sondern er ist es auch nicht "nicht mit einer Frau" - er ist es sehr wohl mit einem Weib, nur ist dieses Weib die Kirche.





*010715*

Samstag, 27. Juni 2015

Einheit nur über das Medium

Es wäre eine Selbstverständlichkeit, die aber in einer Zeit der Wirrnisse neu erfaßt werden muß - der Umstand, daß es zwischen Menschen untereinander wie auch dem Verhältnis zur Um- und Mitwelt keine direkte Verbindung gibt. Sondern dßa diese immer und ausschließlich über ein Drittes, ein Medium verläuft. Das gilt für die Sprache nicht weniger, als für jedes Werkzeug. Es ist nicht der Hammer, der verbindet, sondern das diesem vorausliegende sachliche Feld, das es zu lösen gilt. Es ist nicht die Sprache, die verbindet, sondern das einer Sprache zugrundeliegende Wirklichkeitsfeld, das vermitteln kann. In dieses hinein sich - in Sachlichkeit - zu transzendieren ist es, was Gemeinschaft schafft. Transzendieren heißt, persönliche Antriebe und Motive abzuwehren, die die Sachlichkeit beeinträchtigen, sich also von der Sachlichkeit prägen zu lassen, als geatmeter Geist der Offenheit, der nimmt - und zurückhaucht.

Und das ist sie dann, die berühmte Kultur, als jenes Feld, das vom Menschsein nicht wegzudenken ist, weil es ihm wesentlich zubehört. Denn es liegt in der Haltung eines Menschen selbst, sich diesen Sachfeldern zu erschließen. So kann er mit anderen Gemeinschaft aufbauen.

Das wiederum setzt Wahrheit voraus. Denn im Irrtum, oder der Manipulation und sei es die Selbstmanipulation verschließt sich dem Vernunft- und Freiheitswesen Mensch der Zugang zur Sachlichkeit. Deshalb gibt es auch keine "Verschmelzungstechnik", und auch keine formlosigkeit als direkteren Zugang zum anderen, die wenn man sie näher betrachtet immer nur den Schein herstellen, daß über die Auslöschung der eigenen Personalität (als Selbsttrage), ja des Wesentlichen am Menschsein, Einheit und Gemeinschaft möglich wäre.

Diese Einheit ist Wesensziel des Menschseins überhaupt. Nicht in Auflösung des Einzelnen, sondern im genauen Gegenteil: im starken Selbstsein, denn nur dort gibt es Einheit. Das aber nicht direkt machbar ist, sondern wiederum über die Einfügung in diese Sachlichkeitsfelder entsteht. Persönlichkeit oder Rang eines Menschen ergibt sich sohin über die Ordnung dieser Sachlichkeitsfelder, die im gesamten Kosmos hierarchisch aufeinander eingestimmt sind. Das gilt nicht weniger über die Religiosität, das Verhältnis zu Gott zu sagen, das es als direkte Unmittelbarkeit nicht gibt, sondern gleichfalls vermittelt sein muß bzw. dieses ist. Denn der Mensch ist nicht einfach aus sich selbst heraus Mensch, dies bliebe er ohne Kultur und ohne deren institutionalisierte, werkzeughafte Vermittlungsinstrumente nur der Möglichkeit nach, nicht aber aktuiert. Zugleich sind es diese Instrumente, die den Zugang zur Sachlichkeit bestimmen, denn in ihnen hat er sich verwirklicht.

Dies findet sich belegt im Erkennen des Menschen als Sozialwesen. Das Soziale ist jenes Ordnungsfeld, in dem sich die menschliche Welt sogar überhaupt erst aktuiert. Während jeder Einzelne seine Aktuierung dem Sozialen sogar verdankt, sodaß die Welt des Menschen zu einem sich selbst erhaltenden System wird, wo eines das andere gibt - und empfängt. Nichts, was der Mensch tut oder will, ist ohne die Mitwelt denkbar, alles ist auf dieses Zueinander über ein Drittes ausgerichtet.

Deshalb kann es auch keinen dauerhaften Frieden, oder eine Ökumene geben, wenn er nicht über einen einenden Geist erfolgt, in dem jeder Einzelne, jeder Mensch auf ein alle umfassendes, ordnendes Sachfeld ausgerichtet ist. Sodaß das Zueinander der Menschen über die Ordnung dieser Sachfelder erfolgt, aus denen heraus sich dann der Einzelne verwirklicht, das heißt: ins Historische hinein als Historischer aktuiert. In eine Welt, in die er nicht einfach hineingestellt ist, wie man eine Figur in ein an sich abgeschlossenes Aquarium stellt, sondern deren dialogischer, geprägter wie prägender Teil er zugleich ist: als Identität, in der er sich zu einem Kontinuum zusammenfaßt, denn anders wäre er zu diesem Selbstsein nicht in der Lage, ihm fehlte Positionalität.

Es ist also der Mensch selber, der sich zum Menschen macht, indem er sich auf dieses "Sachfeld Mensch im Kosmos" hin überschreitet. Seine Individualität ergibt sich dann aus der Räumlichkeit, in Zeit, Ort, Geschichte, in die hinein jeder Mensch gestellt wird, sodaß kein Augenblick und damit kein Selbstseinsmoment dem vorhergehenden gleich ist. Immer ist er in den Auftrag gestellt, das Menschsein selbst und ständig neu zu aktuieren, das seine "Festigkeit" eben erst in dieser Positionalität als Identitätskontinuum erhält.* Womit gleichzeitig klar wird, daß dieses Sachfeld nicht wie ein okkultes Phänomen über den Dingen "hängt", sondern - ganz realistisch - in den konkreten Dingen verankert weil ausgedrückt ist, und aus diesen erst erkennbar wird. Das Entscheidende ist zu erkennen, "was ist".

Es ist also die Indirektheit, die erst ... Direktheit vermittelt.

Menschsein gibt es damit nicht anders denn - als Individuum. Das macht auch das klar, was als "Sittlichkeit" zu bezeichnen ist, denn es ist subjektive Leistung, sich in die Wahrheit hinein zu stellen, um aus ihr heraus Welt zu wirklichen.**





*Darin gründet die Aussage, daß sowohl der Mensch ein "an sich" (als Eigen-Wesentlichkeit) ist weil sein muß, wie es jedes Ding der Welt ist weil sein muß, weil sonst gar nicht sein könnte. Das heißt damit zwar, daß sich die Dinge (als an-sich) direkt begegnen, daß aber ihr Zueinander erst aus dem vermittelnden "Feld" möglich (weil im Sinn) bestimmbar wird. Alles, was ist, pulsiert also zwischen den Polen dieses umfassenderen Feldes (das selbst wieder umfaßt wird usw., ad infinitum), und dem An-sich-sein.

**Und das ist dann im übrigen die Kirche, in der - und nur in der - sich die Gemeinschaft des Menschen mit Gott ganz real (weil sakramental) wirklicht. Denn einen Ordo alles umfassender Sachfelder ohne Gott gibt es nicht, der Gottesbegriff selbst bezieht sich darauf. Weil somit menschliche Ordnung nur über den ordo möglich ist, ist sie nur mit und in und aus Gott möglich. Ein Ordo, deren Kategorien selbst wiederum aus der Personalität Gottes stammen. Vernunft IST also Wesensbild göttlicher Personalität. Genau dort liegt auch die Möglichkeit wie Grenze egal welcher Ökumene: in der Wahrheit. Sie ist das zum Ordnungsfeld - letztlich: des Ganzen - hin Vermittelnde. Eine volle Friedens- und Vernunftordnung (Vernunft IST selbst diese Ordnung, die auch jede bloße Rationalität noch einmal um das persönliche Element überschreitet) inner- mit außerhalb der Kirche ist deshalb nicht möglich. Daraus ergibt sich auch die personale Struktur der Wahrheit selbst.




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Samstag, 20. Juni 2015

Kerneigenschaften des Lebendigen

"Ganzheit läßt sich nicht abstrakt verwirklichen. Verwirklichung heißt Konkretisierung. Konkretisierung der Ganzheit aber [...] ist nicht direkt, sondern nur in den Wesenseigentümlichkeiten der organischen Natur möglich. Damit der in Fall II [...] angegebene Sachverhalt* mit den Bedingungen raumzeitlicher Dinglichkeit übereinkommt oder wirklich werden kann, muß das raumzeitliche Körperding die Eigenschaften des Lebens annehmen. 

Eine derartige Deduktion der Kategorien oder Modale des Organischen - wohlgemerkt nicht aus dem Sachverhalt der Grenzrealisierung,** denn den gibt es ja für sich nicht, sondern unter dem Gesichtspunkt seiner Realisierung - bildet den Zentralteil der Philosophie des Lebens. [...] Von Panlogismus und Rationalisierung der Kategorien darf also nicht gesprochen werden, wenn es gelingen sollte, das Leben in seinen wesentlichen Erscheinungen als die Reihe der Bedingungen nachzuweisen, unter welchen allein eine Gestalt Ganzheit ist."


Helmuth Plessner, in "Die Stufen des Organischen und der Mensch"


*Plessner meint damit das Ergebnis seiner Analyse, aus der heraus er nachweist, daß das eigentliche Merkmal des Lebendigen nicht, wie oft angegeben, die Selbstregeneration einer Ganzheit oder die teleologische Entelechie (auch in der Selbstreparatur) ist - das alles ist kein zwingendes Merkmal des Lebendigen, es läßt sich auch im Anorganischen nachweisen (man denke nur an die Kristalle, oder die Benetzung eines von Quecksilber umschlossenen Gegenstands, der zerbrochen wird, woraufhin sich um jedes Bruchstück die Quecksilberdecke wieder schließt, oder an elektromagnetische Eigenschaften, etc. etc.) - das führt zu falschen Rückschlüssen! 

Es ist vielmehr der Umstand, daß eine lebendige Gestalt seine Grenzen VON EINEM INNEREN GANZHEITSPRINZIP HER selbst setzt, aufrecht hält, sodaß also seine Grenze von ihm selbst definiert wird, weil seine Grenze zu seinem Wesen gehört. Wo ein Lebendiges seine Grenzen (etwa durch grenzenloses Wachstum) überschreitet, also seine Grenze von innen her nicht setzen kann, stirbt es (man denke an Krebs; Anm.), ist es entartet und nicht lebensfähig. Genauso wie dort, wo es bestimmte Grenzen (bzw. Größen, auch im Sinne von Gestaltreife) nicht erreicht (man denke an einen Keimling, oder an einen Embryo; Anm.)

Das Lebendige hat also nicht nur dort Grenze, wo es durch ein begrenzendes Außen, ein "Gegen-ständliches" in einer Gestalt gehalten wird. Was lebt, hat immer diese Tendenz. Das Anorganische - vereinfacht gesagt - erhält also seine Grenze vom Lebendigen, wenn sie aufeinandertreffen. Das Lebendige aber hat seine Grenze aus seiner Innerlichkeit heraus.

Das betrifft natürlich auch die Bewegung: man denke etwa an den einfachen Akt des Hebens eines Arms, um etwas zu ergreifen. Es ist eine konkrete, eingegrenzte Gesamtbewegung sämtlicher physiologisch beteiligter Teile (wenn nicht sogar des ganzen Körpers), nicht eine fortgesetzte Bewegung von einem räumlich entfernten Zentrum her, das sich mechanistisch-linear über Schulter und Ellenbogen auf Hand und Finger fortsetzt. Das sich aber durchaus anorganischer Verhältnisse bedient (das Blut etwa muß einen Weg zurücklegen, sonst wäre die Hand nicht integrierbar; der Mensch oder das Tier oder die Pflanze muß sich Nahrung zuführen, die sogar ins Anorganische im Verdauen zerlegt werden muß, sonst kann sich nichts bewegen), ja die Innerlichkeit setzt diese sogar bereits voraus. Wenn es auch innerhalb des Organischen klare Stufen gibt, deren höchste die Geistbegabung beim Menschen ist. Nicht einmal die Phantasie, denn auch ein Tier ist täuschbar oder träumt sogar, hat also eine gewisse Vorstellungsbegabung, aus der heraus es sich bewegt, wenn diese auch immer bedingt, nicht frei ist.

Eine lebendige Bewegung trägt also den Charakter einer Erfüllung eines vorausgehenden Zieles. Die Form des Lebendigen geht also der faktischen Form (Gestalt) voraus, hebt sich ab - auf ein Erfüllungsziel hin. Sie hätte auch anders sein können. Die anorganische Bewegung hingegen IST immer auch ihre Form bzw. Bahn. Lebendiges behauptet Raum, es füllt ihn nicht nur aus.

Das Lebendige ist also das, das sich zu seiner Grenze aus seiner Innerlichkeit als Ganzes verhält. Es ist dem Angrenzenden gegenüber, und besitzt den Übergang selbst. Ja, am Verhältnis zu seiner Grenze läßt sich Lebendiges vom Nicht-Lebendigen unterscheiden. Es ist prinzipiell nur erschaubar, nicht "meßbar". Es ist gleichermaßen über sich hinaus - und darin, als Gestalt, im ständigen Werden (als "Bleiben"), in sich hinein. Sein Sein hört nicht an der faktischen Körperlichkeit auf (wie beim Anorganischen), sondern das Lebendige ist immer "angehoben", über sein Faktisches hinausgehoben.

**Das bezieht sich auf den Umstand, daß zwar alles Dingliche eine Grenze hat, daß es diese Grenze aber "nicht dinglich gibt". Sie ist, sie ist sogar wesentlich, hat aber kein direkt feststellbares, dingliches Sein, sondern ist "im Ding", ja sogar in dessen Innerlichkeit "als Ganzes". Denn ein Ganzes als Dingliches gibt es nur in einer Grenze. Beim Lebendigen kommt noch etwas hinzu: Denn auch bei Deformation, bei Unregelmäßigkeit, ja gerade dann, bleibt es ein Ganzes - es zeigt eine gewisse Rhythmik, in aller Variierbarkeit (man denke an den Herzschlag)! Es wächst sogar der Eindruck der Lebendigkeit, je unregelmäßiger etwas ist, und sich dennoch von einer Form "umhüllt" als Gestalt zeigt. Dann gelangt diese Selbstbegrenzung quasi "in die Wahrnehmung".




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Sonntag, 7. Juni 2015

Ums Wesentliche herumgedrückt (2)

Teil 2) Deshalb kann es gar keine gleiche Rechtssituation geben





Aber warum nennt man die Dinge nicht beim Namen? Warum packt man sie nicht am Schopf, wo doch dort ihr Kriterium liegt? Weil sie genau das sind, wogegen sich der Feminismus und die Genderbeflissenen - eine winzige Minderheit, darauf hinzuweisen, immer wieder hinzuweisen hat Gerl-Falkovitz völlig Recht - wehren? Oder sollen sich Mann und Frau "in ihrer Differenz" irgendwie finden, und dann auch ihre Rollen definieren, wie es halt dann in einer konkreten Situation wurde? Ist der Anfangspunkt nicht genau hier - außen?! Muß hier nicht die vorgegebene Ordnung der inneren Ordnung vorausgehen, weil sie davon gar nicht zu trennen ist?

Denn diese Zueinanderstellung von Mann und Frau ist es, die eine Ehe erst institutionell konstituiert, und zu jenem Feld macht, in dem das Paar zu sich findet - als vorausgehendes Bild, als Auftrag der Menschwerdung. Dem jeder unterliegt. Denn auch das Zölibat (bei weiblichen Orden ist es ohnehin noch viel greifbarer - als Braut Christi) ist in seinem Wesen ehelich, und nur so zu leben, will es nicht voluntaristische Selbstleistung, Taschenspielerei, ja Simulation sein.

Diese Hierarchie, die auch Aufgabenteilungen nach sich zieht (und nicht: umgekehrt! aus dem Faktischen quasi ein Urbild macht, das dann recht individuell aussehen kann; daß G-F es aber so meinen könnte, diesen Verdacht wird man nicht ganz los), ist jener transzendente Rahmen und jene Aufgabenforderung, auf die hin sich Mann und Frau in je ihrer Stellung selbst übersteigen müssen. Erst dann sind sie auch "füreinander" - im Hineinsterben in diese ontologische Situation. So wird dann das Miteinander, diese Einheit, die nicht mehr trennbar ist und die beide, wenn es zur Trennung kommen sollte, warum auch immer, in eine existentiell äußerst schwierige Lage bringt, weil es gar nicht anders geht. Und damit erst kann auch die Familie ihre gesellschaftliche Aufgabe erfüllen - als unter dem äußeren Dach des Mannes. Natürlich hat das immer ein gewisses historisches Gesicht. Aber immer als Gestalt dieser Grundordnung, die sich nicht einmal nur auf die reale, faktische Ehe selbst bezieht, sondern in jedem Bereich des Lebens auf die Stellung der Frau dem Mann gegenüber.

Und natürlich, auf eine, vor allem auf eine abstrakte Weise, stehen beide unter dem Dach, das da der Bezug auf Gott, das Gott selbst ist. Aber Gott ist Mensch geworden, Fleisch. Das Kriterium des Weges zu Gott ist das konkrete Menschsein im Fleisch. Das heißt, daß der konkrete Mann hier, mit seinen Macken und Eigenarten, Schwächen und Fehlern, jener ist, der der Frau, die auch ihre Fehler und Schwächen und Stärken hat, welche Qualitäten ja auch schon erst in Bezug auf diese hierarchische Stellung definierbar sind. Damit ist es immer genau diese konkrete Frau, dieser konkrete Mann, die diese ontologische Ordnung herstellen weil abbilden müssen.* Aber sie werden erst konkret und wirklich, wenn sie sich auf dieses Gesamtbild beziehen.

Der Mensch ist, schreibt Ortega Y Gasset einmal, seinem Wesen nach "utopisches Wesen". Erst aus seiner Hingerichtetheit auf eine ihm immer vorweggehenden Namen, Begriff, gewinnt er Gegenwart und Sein. Das ist das Geheimnis des Kreuzes. Das ist der Ort der Hoffnung! Weil sich aus dem Kreuz heraus - und nur aus diesem heraus - die Kraft des Seins, der Gnade Gottes in die Welt ergießt.

Aus dieser ontologischen Konstellation ergeben sich ganz klare praktische Konsequenzen. Denn selbstverständlich kann das etwa nicht heißen, daß Mann und Frau in allen Bezügen auf eine gleiche Rechtssituation stoßen KÖNNEN. Das ist es ja, und zwar ganz konkret, worüber die Ehe ausgehebelt wird! Da braucht man noch gar nicht über Gendertheorien reden. Genau diese rechtliche Gleichstellung aber hat Gerl-Falkovitz (an anderer Stelle) aber für gut geheißen! Daß dies nur das Wirken in der Öffentlichkeit, Geschäftsfähigkeiten, Erziehungs- und Haushaltsvorstands- bzw. generell Leitungsrechte auch in der Familie anbelangt ist selbstverständlich. In gewissen abstrakten Rechtsbereichen (Recht auf Leben etc.) kann es auch nur ganz nominelle Gleichbehandlung geben.



Morgen Teil 3) Wenn man dann aber gehorchen muß, wird es happig - 
Plus: Das Video



*Dieser Vorwurf einer zu geringen Bewertung der Ontologie wird übrigens auch in der Diskussion gemacht. Gerl-Falkovitz erwidert ihn aber mit Bezug auf "das Werden", das angeglich erst im Christentum in die Philosophie gekommen sei. Was in den Augen des VdZ nicht stimmt, denn er liest etwa die Vorsokratiker, Heraklit, aber auch Aristoteles anders.