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Sonntag, 24. Juli 2022

Gedankensölitter (1425)

Patrick Coffin-Show
Wie verwirrt doch so viele heute sind. Wer immer sich "für ein Lager"´entscheidet, ist bereits verloren., wer immer seine Identität an "Haltungen", an "Weltanschauungen" koppelt und davon abhängig macht, steht ohne Kleider da. 

Ein beredtes Beispiel dafür sind die vor einigen Wochen in einem nächtlichen Terroranschlag gesprengten, sogenannten Georgia Guidestones, wie Patrick Coffin offenbart

Und der ist ganz gewiß ein US-Proponent der "traditionellen Katholiken", also "rechts". Und hier kann man das sagen, weil diese Art von Katholizismus zwar hier und da gute Elemente ht, aber in Wahrheit ideologisierter, instrumentalisierter Katholizismuzs ist - also ein Widerspruch in sich.

Diese Steinmommente, die vor rnd 100 Jahren über Nacht aufgestellt worden waren, waren vor allem in den letzten Jahrzehnten als Beweis für die bösartigen Absichten der ... New World Order-Linken angesehen worden. Sie enthielten nämlich jene Vorhben und Absichten und Idealvorstellungen, die den Hintermächten hinter der New World Order zugeschrieben werden. Alles schien sich perfekt zu decken, bis ...

Donnerstag, 26. Mai 2022

Es läuft nicht nur auf Euthanasie hinaus (3)

Die Schöpfung ist auf den Menschen hin geschaffen, das heißt: Auf eine dem Leben gegenüber unendlich offene Menschheit - Aber alles das ist eine Welt des Menschen. Es ist nicht nur eine Welt des Menschen, sondern es ist eine Welt FÜR den Menschen! In der alles auf ihn zuläuft, und auf ihn ausgerichtet ist. In der NICHT für sich stehende Prozesse ablaufen, die auch auf uns verzcihten können, wie es eine mittlerweile geisteskrank gewordene "Gaia-"Religion verkünden will. In der wir Menschen nur ein Störfaktor sind, ohne den "die Erde" besser dran wäre. Sondern in der der Sinn des kleinsten STeinchens, der stacheligsten Muschel und des stuppigsten Wildesels nur auf eines ausgerichtet ist - und das ist der Mensche. Den sie selber wollen weil brauchen, und der alles in sich enthält, was auch in ihnen da ist, aber alles in weit umfassenderem Sinn, weil er es auch in den Geist und damit in die Ordnung Gottes, dre reiner Geist ist, überführen kann. 

Jede Schwalbe würde aufjubeln vor Glück, wenn sie bewußt wählen und dann in einer Umgebung leben könnte, die sich ganz in die göttliche Ordnung einfügt. Sodaß ihr Eigensein - und etwas anders kann sie nicht, das ist ja der Sinn und die Bestimmung aller nicht-freien Dinge und Lebewesen - nun auch seinen Sinn erfüllt: Sie können nur sie selbst sein, sie können kein Sinngefüge ablehnen oder anstreben, das muß ihnen übergestüolpt werden, gewissermaßen, und bruchen deshalb ein Geistwesen, daß sie in die große Ordung, die auch sie enthält, einfügt. Und das betrifft nicht nur die kleinen Dinge vor unseren Füßen, sondern auch die großen über unseren Häuptern: Die Sterne, die Planeten, das All. 

Mittwoch, 25. Mai 2022

Es läuft nicht nur auf Euthanasie hinaus (2)

Die verlängerte Sinnlosigkeit. Die Alten wissen davon: Es gibt einen Gegenentwurf. Werden sie getötet, wird er aber vergessen - Daß das heute kaum noch so erlebt und gesehen wird, hat zum überwiegenden Teil mit der Protestantisierung des Wirtschaftslebens zu tun, wie sie schon (der Protestant) Max Weber vor 150 Jahren als Eigenschaft des Kapitalismus festgestellt hat. Die - analog zum Wesen des Protestantischen - in die Dinge dieser Welt kein Vertrauen mehr zuläßt, sondern deren Gutheit von ihnen trennt, und zu einem positivistischen, also "zu setzenden" Ding macht. Das mit dem materialen Grund (dem Wohlstandserwerb etwa) nichts zu tun hat. 

Die Wirtschaft läuft dann nach eigenen Gesetzen, denen zu folgen ist, sonst "funktioniert" sie nicht. Das Seelenheil zu erwerben ist dann ein ganz anderer Bereich, den man nur durch gewisse Frömmigkeitsattitüde erwerben kann (soweit er überhaupt erwerbbar ist.) 

Das hat aber auch die eigentliche Volkstradition zerrissen - welche Rolle die Alten wirklich spielen, und wie ich sie zu guten Teilen noch in meiner Kindheit in den 1960ern gesehen und erlebt habe. Der alte Bauer widmet sich dann eben den Bienen, oder der Kaninchenzucht, mit der er seinen Beitrag zum Gemeinwohl leistet, sitzt abends dann eben vorm Haus und dengelt die Sensen, mit denen die Söhne und Töchter beim Morgentau die Wiesen mähen, und die Oma bäckt die Strudel nach altem Familienrezept, und schaukelt daneben die Babywiege. 

Dienstag, 24. Mai 2022

Es läuft nicht nur auf Euthanasie hinaus (1)

Es ist das einzige, das wirklich zählt: Die Beschränkung und Reduktion der Weltbevölkerung. Dieser Gedanke, der seit der Geburt des Übermenschen, seit der Konjunktur des Genies zu Anfang des 19. Jahrhunderts (und als Aftergeburt der Renaissance-Idee, die den viel zu wenig reflektierten Gednnken zum Programm machte, daß das Heil der Menschheit in der Neuaktivierung der - heidnischen! - Antike läge) die Köpfe und Agenden jener bewegt, die sich als Führer der Menschheit berufen fühlen, ist auch von Bill und Melinda Gates wieder und wieder betont.

Da sollte es doch stutzig machen, wenn sie sich wie so viele andere mit dem Bewußtsein, zu den Auserwählten der Moderne zu zählen, seit fünfzig Jahren in "Anthropophilie" engagieren, und offenbar Wege fördern, die die Gesundheit und damit die Lebenserwartung wie (dieser Anspruch wird schon lange kombiniert) Wohlstand und Lebensqualität (die auf die Gesundheit zugespitzt wird) erhöhen.
 
Wo ist hier der Pferdefuß versteckt?

Sonntag, 14. März 2021

Greuel der mathematischen Ethik (2)

 Teil 2) Das ist sogar mehr - es ist brandgefährlich!

 

Denn es ist EXAKT DAS DENKEN, das den größten Grausamkeiten Tür und Tor öffnet. Weil die Maßstäbe, die Kriterien, nach denen bewertet wird (das nunmehr ein Gewichten ist), nicht mehr vom absoluten Sein, sondern von der Situation der jeweiligen Kulturverfaßtheit abhängig werden wird weil nur noch darauf gründen. 

Bestes Beispiel: Glück als Gefühls-, Befindensqualität - als solche natürlich immer subjektiv - wird mit dem Leben des empfangenen Babys gegengerechnet. Das wahlweise einmal Zellhaufen, dann wieder Person ist. So wird die Abtreibung zum Ergebnis abwägbarer Güter. Und in der Euthanasie wird es ebenfalls sehr bald schlagend, sodaß uns die Ohren wackeln werden. Anstatt Leben auch im Alter, auch mit Beschwerlichkeit mit dem Sinn des Lebens abzuwägen, der erstens geistiger Natur ist, und zweitens (und hier haben wir den casus knacktus!) eine Frage der Weltanschauung (und Religiosität), wird es zur Frage der Kosten-/Nutzenabwägung.

Warum ist das so gefährlich? Weil sich mittlerweile ein Denken in der Medizin breitgemacht hat, das folgenden Grundsätzen folgt: Alles ist medizinisch behebbar, und zwar WEIL DIE GENTECHNIK IN DEN MENSCHEN SO EINGREIFEN KANN, daß alles verhinderbar ist. Krankheit ist also verhinderbar, wenn man sich den Prozeduren überläßt. Das geht aus sämtlichen Bill Gates-Interviews hervor, und nicht nur bei ihm, bei weitem nicht. Das wird durch das Einführen obligatorischer Behandlungen - IMPFUNGEN, die jährlich stattfinden, dann bleiben alle gesund: Wer krank ist, hat etwas FALSCH GEMACHT - zum volkswirtschaftlichen Faktor. Denn Gesundheit selbst wird dazu: An diesem Gängelband werden wir bald geführt. Und die Bevölkerungen werden ... mehrheitlich zustimmen.

Warum? Weil die Güterabwägung eine Frage des Geldes wird. Dieses Geld auszugeben wiederum hängt nun von der SCHULD des Einzelnen ab. Der mit Impfpaß (wie in China) zu einem sozialen Punktesystem kommt. Wer krank ist, ist also nun Volksschädling, und zwar AUS EIGENER SCHULD, weil er unsozial ist. Male man sich selber aus, was darauf folgt. BITTE, das hat alles mit Verschwörungstheorie nicht das Geringste zu tun! Das ist REALITÄT, auf die wir uns hin entwickeln.

Diese Bindung der ethischen Probleme aneinander ist keine Frage, ob man das explizit "will". Denn natürlich lautet die Antwort der Politik: "Neiiin, natürlich will das nieeemand." Aber es folgt aus der Natur der Sache! Und deshalb WIRD es so kommen.

Es wird dabei Klassen von Menschen geben. Man wird automatisch auf Impfpässe, Markierungen, Zeichen am Revers "Ich bin geimpft, Halleluja!!", Corona-Plaketten wie Autoplaketten (grün für "2022 geimpft" etc. etc.) achten. Jeder. Auch der VdZ. Das wird ganz unbewußt geschehen, und sich ganz von selbst durchsetzen. Guter Platz beim Wirt um die Ecke? Nur mit "grün". Die mit "gelb" bitte draußen bleiben. Vieles davon sind wir sogar heute schon gewöhnt, und werden von Woche zu Woche, in Salamitaktik, an die großen Lösungen gewöhnt. Daß die Rechte auf "normales Leben" sich nach dem Maß einer nach mathematischen Prinzipien bewerteten Gefügigkeit richten werden.

Mit Dynamiken, die bereits im Entstehen sind, aber in ihrer Dimension kaum noch bewußt werden. Diese Woche geschehen: Eine Bekannte des VdZ kommt zu Besuch, es gibt etwas abzusprechen. Sie ist voll maskiert, und mit entsprechendem Abstand sowie durch die Körpersprache sendet sie deutliche Signale: Sie hat Angst vor Corona-Ansteckung. Der VdZ hat natürlich nix, keine Maske, hält auch nicht bewußt Abstand, will ihr die Hand geben, die sie verweigert. Deutet nun (vermeintlich rücksichtsvoll) an, als er dieses Zurückweichen merkt, daß man sich heute nicht mehr normal begegnen kann, durch die Corona-Maßnahmen. Daß wir alle darunter also leiden. 

Da kommt sie nun rasch zum Thema und wird plötzlich aggressiv: Alles könnte bald normal sein, wenn sich endlich DIE ANDEREN AN ALLES HALTEN WÜRDEN. Aber DIE ANDEREN (die Menschen) sind sowas von verantwortungslos! Und DURCH SIE muß sie leiden, und diesen ganzen Irrsinn auf nicht absehbare Zeit einhalten.

Ein weiteres Beispiel stammt vom vergangenen Wochenende: Die Demonstrationen in Wien. Viele davon waren verboten, WEIL die Besucher sich aller Erwartung (!) nach NICHT DEN CORONA-MASZNAHMEN ENTSPRECHEND VERHALTEN WERDEN.

QR Video
Wer die Umfragen anschaut wird auch erkennen, daß die Stimmung in der Bevölkerung solches Verhalten durch die Behörden/Regierungen aber bereits mit über sechzig Prozent gutheißt. Während sie mit etwa gleicher Mehrheit der Meinung ist, daß die Lockdowns beendet gehörten. 
Bezogen auch auf andere Umfrageergebnisse wird dabei eines deutlich: Die Widersprüchlichkeit der rationalen Grundlagen, auf denen die Menschen stehen und urteilen.

 

QR Lifesite-News

*Anstatt endlich einmal den wirklichen Kern der ethischen Problematik aufzugreifen, lassen sich  manche Katholiken von der Meldung triggern, daß ein Teil der Impfstoffe aus Zellmaterial von Föten hergestellt wird. Und alle niederbuht. Darunter sogar die Pius X-Bruderschaft, die diese Meldung rasch wieder zurückgezogen hat, in der sie aber dieses ethische Urteil, das der Leser hier findet, bestätigt. 

Salopp und an einem Beispiel illustriert: Es ist legitim und moralisch unbedenklich, im Schützengraben den Leichnam eines Kameraden zu benutzen, um sich vor feindlichen Kugeln zu schützen, man sonst keine Deckung findet. 

Es ist aber natürlich NICHT legitim, den Kameraden zu erschießen, um ihn DANN als Deckung zu benutzen. 

Doch das Gut, das ein Leichnam an sich darstellt, die Pflicht zur Pietät und Ehrerbietung dem Verstorbenen gegenüber, ist niedriger zu bewerten als der Schutz des (eigenen) Lebens.


*120321*

Samstag, 13. März 2021

Greuel der mathematischen Ethik (1)

Sehen Sie unten, werter Leser, was der VdZ meint, wenn er davon spricht, daß die wirkliche ethische Problematik der Impfung praktisch nirgendwo erfaßt wird. Leider schweigt auch die Kirche dazu, die doch die Aufgabe hätte, darauf hinzuweisen!

Aber man steht als Einzelner gegen Gebirge, denn so wird überall eben gedacht. Es wird GEGENVERRECHNET, und so versteht man es, wenn man sagt, daß man die Güter abwägen muß. Aber hier werden Güter verglichen, die nicht vergleichbar SIND. Die nur dem mathematischen Sinn vergleichbar sein wollen, der aber die Welt und Wirklichkeit auf groteske Weise auf zweidimensionale Schattenbilder reduziert.

"Zufällige" Ereignisse, die mit den jeweiligen Lebensläufen zu tun haben, werden mit GEMACHTEN, durch die Impfung VERURSACHTEN Ereignissen gegengerechnet. In diesem Interview wird es ganz deutlich! Die gesamte Argumentation dreht sich nur um dieses Abwägen: Opfer ohne und Opfer mit Impfung. 

Und genauso "rechnet" die Politik, und hält sich dabei für besonders ethisch (ach, in welch tragischem Gefüge sie doch eingespannt ist ... Und die Kanzler unserer Länder, Angela Merkel und Sebastian Kurz, blicken genauso drein: Melodramatisch.

Wobei es nicht nur die Corona-Pandemie betrifft. Sämtliche Impfungen werden nach diesem Schema argumentiert, und in dem unten angefügten Video-Gespräch wird es extrem deutlich: Man habe ausgerechnet, wie viele Blutgerinnungsopfer die Impfung verursache, und wie viele NORMALERWEISE geschehen. Und das sei gleich ... aber der Nutzen der Impfung eben höher. 

Welcher? Welcher Nutzen? Keine Ahnung ... das kann niemand nämlich genau sagen. Auch der Mann im Video nicht. Der als Mitglied des österreichischen Nationalen Impfgremiums 1:1 die Sichtweise der Regierung widerspiegelt. Auch er weiß aber nur "einige" Wirkungen. Was völlig untergegangen ist, erst jetzt wieder - und so nebenher, als wäre es ohnehin immer klar gewesen (was es ja auch gewesen ist!) - an die Oberfläche kommt, ist, daß es sich bei den Impfungen um ein "riesiges Experiment" handelt. 

Sodaß die Information der Menschen, nach der sie nicht nur auch noch die einzelnen Impfstoffe beurteilen sollen, die sie sich zufügen (sollen oder wollen oder müssen), sondern in einer Perversion der "Selbstverantwortung" ALS FREIHEIT diese Impfstoffe SELBST BEURTEILEN SOLLEN. 
Sie also nicht mehr, nicht weniger als EINGELADEN WERDEN, AN DIESEM RIESIGEN EXPERIMENT TEILZUNEHMEN. Schaue sich der Leser einmal das verlinkte kurze Video von ServusTV zur Lage in Israel an. Und schwenke dann zu einem Bericht über die Impfkampagne in diesem Land. Das von der Regierung offenbar als Experiment an Pfizer "verkauft" wurde.
Wie man es da wagen kann, überhaupt von Verantwortung zu sprechen, ist nicht mehr nachvollziehbar. Und bestenfalls noch erklärbar durch diesen seit Jahrzehnten zur Wissenschaftskrankheit aufgestiegenen Aberglauben an Wahrscheinlichkeiten als neue Form von Wissen weil (somit begrifflich absurde) Gewißheit.
Stattdessen werden die Menschen gedrängt, ein im Einzelfall beträchtliches Risiko einzugehen, um sich gegen einen Virus vielleicht zu schützen, der allen Fakten nach gesamtgesellschaftlich nicht und nie mehr als ein normaler Grippe-/Corona-Viren-Familien-Infekt (gewesen) ist.

Das ist mit der katholischen Ethik UNVEREINBAR und IM WIDERSPRUCH. Und es wäre höchste Zeit Stimmen maßgeblicher Kleriker zu hören, die darauf hinweisen. Denn der Zeitgeist hat hier bereits eine ganz bedenkliche, ja gefährliche Schlagseite.*
Denn dieses Denken - das Gegenverrechnen - als Maßstab des Guten hat sich bereits überall durchgesetzt. Und wird nun durch Corona zur Selbstverständlichkeit. Mir selbst begegnet es auf Schritt und Tritt, sobald man mit den Leuten über Corona spricht.

Morgen Teil 2) Das ist sogar mehr - es ist brandgefährlich!


*120321*

Sonntag, 17. Januar 2021

Von Voodoo, Vernunft und Wünschen (2)

 Teil 2) Alles ist in einem Prinzip zusammenzufassen: 

Wer ist Herr über Leben und Tod


Der von einer anderen Seite ohnehin - und das alles also innerhalb eines halben Jahres! in diesen vergangenen Monaten sind, werte Damen und Herren, im Schatten des Wellengekräusels der "Corona-Pandemie" ganz bedeutende Grundsätzlichkeiten passiert, die aber kaum zur Aufmerksamkeit kamen, denn Grundsätze sind immer geistigerer Natur als Konkretionen, und damit den Sinnen kaum noch erkennbar weil nur noch ableitbar! - bereits entgegengekommen wird, nämlich der der Sterbehilfe. 

Die bereits per Gesetz in Österreich von einem "freiwilligen" Akt zu einem von außen durchführbaren, und damit verhängbaren wurde. Mit der Tatsache, daß die Beihilfe aus der Strafbarkeit herausgenommen wurde, wird nunmehr eine Praxis installiert, die in ihren Randbereichen bereits jetzt und von Anfang an von einer von außen auferlegten Sterbe-Nach-Hilfe immer weniger unterscheidbar wird. 

Das läuft zumindest über die Frage, die auch für die Politik von so großer Bedeutung ist: Die nicht über die Sinne, sondern nur über die Abstraktion entscheidbare Frage nach dem "Willen" des SterbendenDer nunmehr von einem Außenstehenden interpretiert und definiert wird. 

Aber wovon ist das wiederum als gängige Praxis schon seit langem initiiert worden? Von der scheinbar so harmlosen, kaum in der Öffentlichkeit diskutierten sogenannten "Patientenverfügung", in der jeder einem ausgewählten Nächsten das Recht zugestanden wird, den eigenen Willen zu interpretieren. 

Man sieht an diesem Fall also sehr gut, wie ein Prinzip nächste Fakten nach sich zieht, die zuerst noch wie völlig andersgeartete, also leicht unterscheidbare Fakten gewirkt haben. Aber sie werden von Prinzipien berührt, und somit zieht ein Faktum das nächste nach sich, das von diesem Prinzip berührt wird.

Dabei übersehen wir hier einmal das nächste Prinzip. Denn man muß davon absehen, daß der Staat erstmals den sogenannten "assistierten Selbstmord" und sogar den Selbstmord überhaupt aus der Strafordnung ausgliedert! In der er sich bis dato befand: Selbstmord ist (oder war) bislang eine Straftat! Der Leser möge sich daraus die Stellung des Einzelnen zu Umgebung, Ort und Volk ableiten. 

Somit ist aber prinzipiell die Tötung eines anderen außer Strafe gestellt. Ob diese Tötung - und die ist es nach wie vor! - eine Straftat ist oder nicht wird nun nur noch von (fallweisen) "Interpretation" abhängig gemacht. 

Auch diese erst jüngst gefällte höchstrichterliche Entscheidung ist also eine Grundsatzentscheidung, die sich nicht nur selbst gar nicht an "Fällen", sondern an im Recht bereits vorhandenen Grundsätzen orientiert hat. 

Aber damit ist klar, daß sich nächste Fallentscheidungen anschließen werden. Die jeweils an die verschwimmenden Grenzen zu Grundfragen des Rechts anschließen in der eine gelebte Tatsache zum Recht werden wird (denn das tut das Leben: Es SETZT zumindest tendenziell Recht). Somit ist auch von dieser Seite das Recht auf Leben, das in jedem Volksempfinden auch eine Pflicht (also beidseitig) ist, außer Kraft gesetzt. 

Damit fällt der Mord selbst. Weil seine Definition ins Neblichte absinkt. 

Aber gehen wir weiter zurück. Und stellen die Frage: Warum und wie sind wir so weit gekommen? Ganz einfach: Weil dieses Lebensrecht bereits durch die Verhütung und der darin enthaltenen Frage nach "gewolltem und ungewolltem Leben" entschieden wurde: Der Mensch hat das Recht, einen Naturakt zu setzen und dessen Folgen aber dann nach "gewollt" oder "ungewollt" zu beurteilen. 

In dieser Grundsatzentscheidung über die Entstehung von Leben, über dessen Ent-Bindung von ihrem natürlichen Entstehungsakt (Geschlechtsverkehr) folgte unausbleiblich die Abtreibung, und so mancher hat damals davor auch gewarnt weil das gesehen. Von diesem mit der Verhütung mitgeschleppten Virus - pardon: Prinzip - war der nächste Schritt klein. Und der war die Einführung der Euthanasie. 

Das in der Verhütung enthaltene Prinzip war nämlich tendenziell (er "fiel" also in diese Richtung), über lebenswertes und lebensunwertes Leben zu befinden. Das lag in der Bewertung des Sexualaktes, den man aufteilte, sezierte gewissermaßen, und so seiner ganzheitlichen Natur beraubte, zur Funktion machte.

Verhütung - Zwangsimpfung - Eugenik. Die Linie ist klar. Sie macht explizit, was schon vor hundert Jahren in zahlreichen (!) Staaten dieser Welt gang und gäbe war. Nicht nur in Deutschland, wo es nach dem Krieg dämonisiert werden mußte, um die aus geostrategischen Gründen durchgeführte Vernichtung Deutschlands zu rechtfertigen. Sondern schon Jahre VOR Deutschland in Skandinavien, in den USA und in der Schweiz. 

Nicht nur, aber eben dort gab es die Zwangssterilisierung von "Lebensunwerten", von Erbgeschädigten, von Geistesgestörten, von Schwachsinnigen, von Unintelligenten, von ... einfach "abstoßenden" Menschen. Mit der Hauptfrage: Wollten diese Kretins nicht selbst, daß sie ihr dumpfes Leben gar nie bekommen hätten, könnten sie diese Frage überhaupt entscheiden? Das brachte im Interesse der Volksgesundheit per Gesetz hunderttausenden, wenn nicht Millionen Menschen die Zwangssterilisierung. Und es war möglich, weil die Impfung per Zwang bereits Gesetz gewesen war.

Wo aber liegt die Wahrheit in dieser Frage? Sie liegt darin, daß es in der Schöpfung insgesamt nicht um bestimmte Aktualisierungen und Erkenntnis- oder Rationalitäts-Stufen als Kriterium des Menschseins geht, wie aber schon bei Descartes erstmals zum Kriterium des Menschseins überhaupt wurde ("Cogito ergo sum" - ich bin nur, weil und soweit ich "denke"), sondern um das, was Jesus selbst in mehreren überlieferten Geschehnissen mit "Selig die Armen im Geiste" und als gewisse "Stufe des Kindseins" bezeichnet hat. Das gerade auch den geistig nicht "Erwachsenen" nicht nur einschließt, sondern sogar zum bevorzugten Menschen per se macht. 

Denn er hat etwas, das wir Rationalitätsmaschinen nicht mehr haben: Er hat die Kluft zwischen Gut und Böse nicht und damit sogar überwunden. Weil er auf der Stufe des Vor-Erbsündlichen Menschseins steht. Daß er insgesamt nicht "gut" oder "böse" werden kann weil nicht entscheidet, macht ihn erstens generell aber "gut", und zweitens gemahnt es an die Ausrichtung des Menschen auf eine Gesellschaft, auf den Nächsten. 

Und erinnert an das Wesen der Schöpfung als unfaßbares, gigantisches System der Hierarchie, der HEILIGEN ORDNUNG. In der eines dem anderen zur Nahrung wird - und somit nicht sich selbst gehört, auch nicht der MENSCH, auch nicht diesem sein Leben. 

Was durch jeweilige Verhältnisse im Rahmen einer nie vermeidbaren, von uns Erwachsenen aber in gewissem Rahmen (als sittliche Entscheidung) mitbestimmbaren weil WÄHLBAREN Autoritätsbeziehung geschieht. In der wir dann unsere Urteilskriterien VON AUSZEN erhalten. Als Norm, als Gesolltes, als Sein überhaupt. 

Es ist immer eine Offenbarung, die uns zeigt, was über uns steht, und wonach wir uns also ausrichten müssen. Wobei die menschliche Kette in Jesus Christus endet (und beginnt).

Aber egal welcher Mensch, immer ist er Abbild Gottes, und aus diesem selbst hervorgegangen: Als Geschöpf, als bejahtes Sein und somit als gewolltes Glied in diesem Spiel eines unendlichen Gottes.

Der sich in einem unfaßbar schönen Theater der Schöpfung an sich selbst erfreut, und uns Menschen - in Jesus Christus - in diese Freude mit hineinholt. Ungeschuldet, aus freiem Willen, und aus reiner Liebe.


*130121*

Freitag, 15. Januar 2021

Von Voodoo, Vernunft und Wünschen (1)


Ein erstaunliches Video, das Magdalena Stampfer da gelungen ist, wir haben es unten eingefügt. Auf flickflackleichte Weise wird sachlich über die angebliche Corona-Impfung als angebliche Immunisierung des Volkes als Endpunkt der Pandemie und der unfaßbaren Maßnahmen informiert. Besser kann man kaum illustrieren, auf welchem lächerlichen Wünschen die Politik hier "Maßnahmen" baut. In Wahrheit wird wieder einmal in einem Rundumschlag viel gemacht, aber nicht gehandelt. 


TROTZDEM wird jeder, der sich gegen diese Impfung ausspricht, jeder, der nicht der Meinung beitritt, daß nun alles gut würde, in nicht näher mehr zu bezeichnende Ecken und Schreckensorte gestellt. Wer aber hat sie nun, die Vernunft? Und muß man nicht von dieser Art von Politik längst schon sagen, daß sie sich in einem Bereich zwischen Voodoo und kindlichem Wunschverhalten bewegt, aber ganz sicher nicht auch nur im Streubereich der Vernunft? Auf welche Tatsachen und wissenschaftlichen Ergebnisse kann so eine "Hoffnung" aufbauen? Die dann nämlich gar keine Hoffnung ist, sondern eben ... frommes Wünschen und Träumen von einer heilen Welt. Mit denen man der Wirklichkeit entflieht. Sonst nichts. Wir erleben eine kollektive Flucht vor der Wirklichkeit. 

Wir haben ein Phantom aufgeblasen, das die Dimension eines gigantischen Wahnbildes bekommen hat, und stehen nun in der verzweifelten Situation, an die Wand gedrückt zu werden, weil eine Schreckensbotschaft nach der anderen den Eindruck wachsen läßt, daß wir in keinem Fall der Gefahren noch Herr werden: 
Nächste gefährliche Mutationen (einer nie so wie kolportiert tödlich-gefährlichen Virengefahr, man muß sich das auf der Zunge zergehen lassen!), noch raschere Ansteckungsgefahren, neue Krankheitsbilder, neue Gefährdungen ...  
Wir werden von Hürden in Abläufen gejagt, und nicht von der Wirklichkeit. Statt noch die Erdung in der Wirklichkeit zu suchen und daraus die Wirklichkeit einer Gefahr (den Sinn, den logos) einzuschätzen, sind die beziehungsweise irgendwelche autoritativ zum Maßstab erhobene Abläufe selbst das Ziel unseres Betrachtens geworden. Damit geht es nur noch um die Störung solcher Abläufe als Grundlage der Urteilsfindung zur Formierung unseres Handelns.

Haben wir es mit dieser Corona-Pandemie aber damit nicht längst mit Ausweglosigkeit zu tun, oder stehen wir nicht kurz vor einer Situation der Verzweiflung? Ist nicht dieses wilde, unkontrollierte, grotesk weil so erschreckend offen irrationale Um-sich-Schlagen der Politik verräterisch weil typisch? Wobei auch der Alltag schon davon durchwirkt ist, denn begegnen uns nicht auch im Alltag auf Schritt und Tritt irrational agierende Mitmenschen? Ist das alles nicht Wesensmerkmal einer Traumatisierung?


Wollen wir aber nun noch (vorerst) einen Punkt aus der Impf-Thematik selbst herausheben. Und das ist der immer wieder mitschwingende Zwang zu Impfen als Gesetz oder Verordnung, das die Bevölkerung zwingt, sich impfen zu lassen. Der in seiner Softversion recht wahrscheinlich ist, das heißt, daß zwar kein offiziell verhängter Zwang besteht, dieser Zwang aber indirekt durch die Zulassung eines sozialen Ausleseprozesses initiiert wird. Kein Zutritt zu diesem und jenem ohne Impfung. Da braucht es kein Gesetz mehr.

Greifen wir nun diesen Zwang heraus. Der ein im Namen eines höheren Gutes - "Volksgesundheit" - verordneter Zwang zur Erduldung einer staatlich verordneten und durchgeführten Körperverletzung ist

Was ist das Prinzipielle, das daran jeden Menschen mit ein wenig Verstand stören muß? Was ist es außerdem, das diesen Schritt mit der Eugenik verbindet, woran er doch jedem Deppen sichtbar werden müßte? 

Es ist die Tatsache, daß mit einem Impfzwang diese Körperverletzung in der erlebten und allgemein werdenden Werteordnung der Menschen zum Normalzustand wird. Zu einem dem Staat zugemessenen RECHT, die körperliche Integrität zu zerbrechen. Um eine Impfung zu installieren, die - wie jede Impfung, übrigens, dazu demnächst mehr - keine (jetzt wie zu irgendeinem späteren Zeitpunkt) wirklich (wissenschaftlich) nachweisbare (und nachgewiesene) positive Wirkung, aber ganz sicher nicht einschätzbare Nebenwirkungen hat. (Schon gar bei der nunmehr verhängten Corona-Impfung.)

Mit diesem dem Staat zuerkannten Recht ist aber eine Bresche geschlagen. Weil damit nächste beliebige Körperverletzungen, die durch dieses einmal akzeptierte, damit zum Rechtsempfinden der Menschen werdende Recht auch zur Rechtsnorm werden wird. In deren Rahmen weitere Zwangsmaßnahmen legitimiert werden.

Wir reden hier aber nicht von einer bloßen Möglichkeit, die verhindert werden könnte. Sie wird nicht verhindert werden können, und das ist eine absolut sicher vorhersagbare Zukunft. Denn mit der Zwangsimpfung wird das Tor zur Eugenik generell noch weiter aufgestoßen, als es ohnehin bereits ist. Der Unterschied zwischen der Durchtrennung des Samenstranges beim Mann, der Sterilisierung der Frau und dem Durchstoßen der Haut mit einer Injektionsnadel ist vom Prinzip her nicht mehr vorhanden. Und aus diesem Prinzip wird auch der konkrete Fall erwachsen, das ist schon aus dem Wesen eines Prinzips her aussagbar.

Somit, werte Damen und Herrschaften, somit kann man mit Sicherheit sagen, daß ein Impfzwang jedes Staatsvolk direkt ins Reich der "Zuchtwahl" (vulgo Eugenik) versetzt. 

Fortsetzung am kommenden Sonntag mit Teil 2) Alles ist in einem Prinzip zusammenzufassen: Wer ist Herr über Leben und Tod


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*130121*

Mittwoch, 31. Juli 2019

Ein Menetekel

Man glaubt es kaum, aber es ist andererseits viel zu logisch und Resultat des heutigen absurden, lächerlichen Menschenbildes: Eine 17jährige Niederländerin hat - nach traumatischen Erfahrungen sexuellen Mißbrauchs und Vergewaltigung seit ihrem 11. Lebensjahr - nun ihrem Leben durch aktive Sterbehilfe ein Ende gesetzt. 

Dieser Schritt war, schreibt die Zeitung, von ihr beschlossen worden, nachdem ihr ein Gutachten von Psychologen attestiert hatte, daß ihr durch diese traumatischen Erlebnisse ein Leben voller Qual und Schmerz bevorstünde. Mit diesem Gutachten hat sie die gesetzlichen Bedingungen erfüllt. Zackprack war sie "durch Konsens" tot.

Es fehlen einem die Worte. Und der Haß, der auf den Abschaum, der sich heute Psychologen nennt und massenhaft Gelder durch Betrug abgreift, muß irgendwo eine Kanalisierung finden. Es ist leider alles aber viel zu logisch. Wenn der Mensch nur noch Produkt ist, wenn er nur noch zufällige Erscheinung im Wechselspiel eines ebenso zufälligen menschlichen Zueinander ist, dann ist alles Mechanik. Damit ist auch Zukunft vorhersehbar. Und nicht mehr Ergebnis aktiver Gestaltung. 

Schuld an diesem Tod sind die, die diesem Mädchen das eingeredet haben. Die ohne je Entscheidungsreife erlangt zu haben, ihr Leben zu beenden "entschieden" hat. 

Man muß allmählich vor dem heutigen Universitätsabraum Abscheu bekommen. Wer das nicht tut, der ist schon nicht mehr normal.

Nebenbei: Wenn die Zahlen stimmen, die der VdZ las, werden heute bereits ein Drittel (!) der Tode in den Niederlanden, die die ersten "liberalen" Gesetze diesbezüglich erlassen haben, der "Sterbehilfe" zugeschrieben.




Dienstag, 18. März 2014

Vom Wesen der Gleichschaltung

Weil der Mensch in einem wahren Wahn der Machbarkeiten alles dabei ist, an sich zu reißen, belädt er sich mit einer Bürde von Verantwortung, die er gar nicht tragen kann. Sämtliche fundamentale Lebensprozesse, von Geburt über Tod, von Empfängnis über Krankheit, vom Sterben und selbstmordischem Sterben bis zu Kriterien des Lebenswerten bei der Pränataldiagnostik haben wir alles in die Hand genommen. Aber können wir das überhaupt tragen? Stehen wir nicht damit vor einer Situation, in der uns nur nicht bewußt ist, in welchem Ausmaß wir fehlgehen können? 

Deshalb muß der Mensch wieder zurück in diese Eingeborgenheit eines großen Zusammenhangs - Gott, der alles Sein ist, der alles in sich birgt und dem alles entstammt. Das ist die einzige Dimension, die dem Menschen auch entspricht. Von ihr losgerissen, wird alles was er tut, nur noch abscheulich. Und schon gar deshalb alles, was mit dem Leben selbst zu tun hat. Wir sind nicht für alles verantwortlich, und können das auch gar nicht sein. sämtliche Erfolge", die uns die Medizin, die uns die Propheten des neuen Glücks der Beherrschung aller Lebensvorgänge verkünden, sind eine simple Lüge. Man verschweigt einfach die Schattenseiten, man verheimlicht die Mißerfolge, man redet die Folgen klein, und verwischt die Spuren von Ursachen und Wirkungen. Unser Leben heute ist kein "besseres" als es das früher je war. Als Empfängnis und Geburt, Krankheit und Tod, Leid und Freude als hinzunehmende Begleiterscheinungen des Lebens aufgefaßt wurden, die einfach ... auszuhalten seien. Als eigentliche Lebensaufgabe.

Das ist im Wesentlichen der Inhalt der Rede von Sibylle Lewitscharoff in Dresden. Die derzeit den öffentlichen Meinungswald durchzieht, und die als "menschenunwürdig" zu verfluchen kaum jemand zurücksteht. Denn die Dame, die damit ein Zeichen wirklicher künstlerischer Selbstfindung setzt, weil sie nicht davon abgeht, zumindest zurückfinden zu wollen zu ihrer eigenen Stellung den Dingen gegenüber, die rund um sie passieren, hat etwas gewagt. Und eh so wenig. Denn die Rede glänzt ja viel mehr durch das, was Lewitscharoff gar nicht anzutasten wagt. Und sie ist alles andere als ein theoretisches Pamphlet. Sie ist schlicht die Meldung einer Künstlerin, die ihre Stellung zu den Dingen der Gegenwart bezieht, weil sie gar nicht anders kann, weil das ja ihre Lebensaufgabe ist.

Wobei sie längst weiß, und diese Angst ist auch in dieser "mutigen" Rede pausenlos spürbar, wie aggressiv sich heute die (Ver-)Öffentlichkeit verhält, wenn man ihr mit einer anderen Ansicht gegenübertritt. Längst genügt ein falsches Wort, eine Nicht-Zustimmung zu gängigen Meinungsdiktaten, zu gesollten Moralvorstellungen, um nicht nur an den Pranger gestellt zu werden, was ja noch anginge, sondern mit immer unverfroreneren  Forderungen konfrontiert zu werden, eliminiert, ausgeschlossen aus allem öffentlichen Leben, des Berufs enthoben zu werden.

Und das beschränkt sich in Riesenschritten nicht mehr nur darauf, daß man "nachträglich" geächtet wird. Sogar der Verlag distanziert sich von seiner Autorin, der vielfach preisgekrönten Autorin, mit deren schriftlichen Hervorbringungen er gute Geschäfte gemacht hat, denn Lewitscharoff hat sich gut verkauft. An dessen Inhalten er sich nie stieß. Wäre da nicht Dresden gewesen. Neuerdings beginnt das Theater der Vernichtung bereits früher: Indem Bekenntnisse verlangt werden, positive Bekenntnisse, zu Homosexualität oder "Geschlechtervielfalt", zu "Rassismus" und "Diskriminierung", die jedes differenziertere Wahrnehmen aussschließen soll, zum "Feminismus", ohne die der Zutritt zur Sphäre der Berufsausübung - was vor allem Berufe des öffentlichen Lebens betrifft, aber längst nicht nur, längst Lehrer in irgendwelchen Provinzschulen etwa betrifft - gar nicht mehr gewährt wird. Dafür sorgen schon die Autoritätsgremien, die Preiskomittees, die Stipendienstellen, die Förderbüros, die NGOs als Parallelregierung und Revolutionskomittees des zum öffentlichen Flatulieren verkommenen Geistesraumes.

Da wird dann die eigentlich berührende Art, in der Lewitscharoff versucht, die Würde des Menschlichen zu zeigen, und das so vorsichtig, mit so vielen Konzessionen, zum "Duktus der Menschenverachtung" völlig grotesk verkehrt. Nicht die Art, wie heute Mensch und Leben behandelt werden ist dann menschenverachtend, nein, diese Menschenverachtung auch noch widerlich zu finden, das ist menschenunwürdig. Denn wir haben ja heute auch die Menschenwürde neu definiert.

Der Raum der Sprache, der Literatur ist der geistige Raum eines Volkes, hat einmal Hugo von Hofmannsthal in einer in den 1920iger Jahren vielbeachteten Rede richtig gesagt. Heute würde derselbe Autor für dieselben Aussagen, die an Richtigkeit nichts eingebüßt haben, als rechtsradikal und nazistisch verflucht und kein Blatt von ihm würde je mehr gedruckt, außer in "rechten Verlagen" mit Spezialpublikum. Aber es gibt ihn, diesen geistigen Raum, und auch wenn Lewitscharoff noch so vorsichtig agiert, so muß ihre Äußerung von jedem, der sich für diesen geistigen Raum, an dem er selbst teilhat, interessiert (der andere unterliegt ihm ja einfach), gelesen sein. sie ist das Wort der Wahrnehmer per se, der Künstler, die irgendwann dieses Theater der Zensur nicht mehr mitmachen können, so sie denn Künstler sind. Aber wie immer in Zeiten des Niedergangs will man sie nicht hören. Noch mehr: Wir treten aus, was sich an freiem Geist noch regen will. Und von den Schulen angefangen, über die Universitäten, die Medien, ja selbst den alltäglichsten öffentlichen Raum bereits, wird diese Gleichschaltung, dieser konzertierte Versuch der Gehirnwäsche übers Land gespreitet. Um jeden Meter dieser Freiheit muß bereits - und das ist eine Aufgabe, die aus der Verpflichtung dem Geist gegenüber erwächst, der alleine uns leben machen kann - gekämpft und gerungen werden. Lewitscharoff hat hier erstmals erfahren, was unsere Stunde bereits geschlagen hat. Der Büchner-Preis war selten so richtig und im Sinne des Namensgebers verliehen worden.




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Dienstag, 13. November 2012

Patientenverfügung - die Zukunft

Der Bericht in der FAZ, der einen in der Phantasie aus gegenwärtigen Ansätzen extrahierten Vorausblick ins Jahr 2030 wirft, läßt einem die Gänsehaut auflaufen. Oder wer dachte daran, daß das Einsetzen (nicht: das Verweigern!) lebenserhaltender Maßnahmen ... als Körperverletzung gewertet werden könnte? Wer denkt daran, daß die Selektion bereits geborener. aber behinderter Kinder (wie schon 2012 in den Benelux-Ländern erlaubt) als Freibrief zur Verweigerung ärztlicher Versorgung dienen könnte, weil ein Leben unter solchen Umständen "nicht im Willen des Kindes" liegen könnte? (Schon jetzt ist in den Benelux-Ländern "Sterbehilfe" die häufigste Todesart.)

Wer sieht den schon jetzt vorhandenen psychosozialen Druck, der auf Alte, Kranke, Behinderte ausgeübt wird, denen ihre "akademisch gebildeten" Kinder und technisch perfekt ausgebildeten Ärzte mit Tabellen in den Händen erklären, wie man heute mit solchen Dingen umgeht - sehen Sie, hier, diese Lambdawerte, wenn wir jetzt ... dann wird sich ...? Wer denkt daran, daß die Krankenkassen, unter immer größerem Kostendruck (und wie der unter dem demographischen Druck, der noch gar nicht zu wirken begonnen hat, noch ansteigen wird, können wir derzeit nur rechnerisch, nicht in unserer Erfahrung vorauswerfen, nur mit Schaudern erahnen), beginnen, mit Rabatten zu winken, wenn eine Patientenverfügung erstellt wird, die im Ernstfall "medizinischer Indikation" überläßt, ob und was an lebensrettenden Maßnahmen durchgeführt wird? Träume? Schon 2012 hat die Sozialversicherung der Gewerblichen Wirtschaft in Österreich Rabatte in Aussicht gestellt, wenn man bestimmte medizinische Eckdaten "verbessern" kann - sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt ... ändern Sie Ihre Lebensweise, treiben Sie Sport, essen Sie vegetarisch, senken Sie den Blutdruck, die Cholesterinwerte.

Unterschreiben Sie Ihre Patientenverfügung, online und überall abrufbar, gespeichert auf Ihrer Medizincard.

Aber wir sehen sie, die Anverwandten, die Töchter und Söhne der Internetgesellschaft, die mit innerem Stolz des Narzißmus, über so viel Macht zu verfügen, "wichtige" Entscheidungen zu treffen, endlich jene Wichtigkeit (eingebettet in einen Kollektivwahn der Definition von "Wichtigkeit") haben, die ihnen in ihrem eigenen Leben längst fehlt, über Tod und Leben anderer zu entscheiden. Begriffe, leere Begriffe für sie, die ihren Erfahrungs- und Entscheidungsrahmen um Dimensionen übersteigen. Weil diese Begriffe grundsätzlich den Horizont des Menschen übersteigen, man kann dem Leben nur staunend und mit Ehrfurcht begegnen, wie es die Menschheit immer tat - als Kern jeder Religiosität.

Eitle, areligiöse Narzisse heissen heute aber Maßnahmen gut, von deren ontologischer Bedeutung, deren ethischer Relevanz sie nicht die geringste Ahnung haben, weil in diesem Entscheidungsprozeß nur noch meist sogar fragwürdige technische Fakten zählen, garniert mit unreflektierten Schlagworten der Massenbetäubung - "Schmerzvermeidung", "unwürdiges Leben" ... - oh ja, leiden, was wollen wir ja alle nicht, oder?

Die die üblichen Medikamente, mit denen der Patient zuvor lebte, "absetzen" lassen, woraufhin sein Organismus tatsächlich kollabiert, die künstliche Ernährung verweigern, "weil es ja sowieso bald aus sein wird", wie die Schwester verständnisvoll flüstert, und die Gegenwehr des im Todeskampf Liegenden mit schweren Drogen niederspritzen lassen, sodaß der seine letzten Lebensstunden in Rausch und völliger Apathie verbringt. Man will ihn ja nicht "unnötig" leiden lassen. Er hätte das sicher so gewollt. Das ist ja heute alles anders, viel fortschrittlicher, man sieht das heute alles anders. Mauserl, Du, den Türkeiurlaub nächste Woche hat mir das Reisebüro schon bestätigt, ich geh dann mal, sag mir, wenn sie gestorben ist, am Bestattungsinstitut ist alles arrangiert. Wird eine schöne Leich, wirst sehen. So würdig.



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Montag, 4. Juli 2011

Von den Ehezwecken

So, und nun vergegenwärtigen Sie sich, daß das Filmchen aus den Niederlanden stammt, einem Land, in dem Euthanasie nicht nur legal ist, sondern wo sie schon häufigste unmittelbare Todesursache ist, noch dazu mit einem ständig zunehmenden Teil an fremdbestimmtem Töten auf Verlangen im Wege der Aberkennung der Zurechnungsfähigkeit, der schon auf bis zu 2/3 der Fälle geschätzt wird ... Makaber? Eher, denn Selbstironie kann man das nicht mehr nennen. In einem solchen Land wirkt etwas, das überall sonst als eindeutig überzogen erkannt wird, dem Merkmal des Komischen, ganz eigentümlich.



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Donnerstag, 3. Februar 2011

Gleich bis in die Formulierung

Nicht nur raubte die Kirche dem Bauernstand deutsche Erde und erhob sich zum Fronherren über das Landvolk, sondern dezimierte die gebärfähige weibliche nordische Bevölkerung durch die Hexenverfolgung. Sie verwüstete im 30jährigen Krieg das Land, und opferte bestes Blut in den Kreuzzügen.

"Die Existenz der Kirche ist gegen das Blut gerichtet: sie ist der Ort aussterbenden Blutes, ein Ort des Untergangs. Mit dieser Blutsfeindlichkeit stimmt es zwangsläufig überein, daß die Kirche gegen alle Maßnahmen des [Staates] die der Gesundheit dienen (Verhütung des erbkranken Nachwuchses) Widerstand leistet. Die politisierende Kirche hat als Existenzvoraussetzung ein krankes und daraufhin trostbedürftiges Volk. Sie betreibt deshalb Staatsopposition, weil der Gedanke nahe liegt, daß ein gesundes Volk des politischen Trostes wenig bedürftig ist und daraufhin einer politisierenden Kirche in keiner Weise bedarf."

Woher das stammt? Wer solche zeitgemäßen Gedanken und heute praktisch allgemeinen Ansichten vertritt?

So schreibt es Alfred Rosenberg, Chefideologe der NSDAP 1933 im "Deutschen Volkshandbuch".

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Freitag, 26. Februar 2010

Parameter sinnvollen Freiheitsentzugs

Wahrscheinlich Dr. Josef Goebbels schrieb 1930 in einem von der historischen Wissenschaft kaum rezipierten, weil ob seiner Urheberschaft strittigen Artikel ("Utilitarismus und unsere Bewegung") im "Hochberliner Achtelsblatt" folgende Sätze:

"In Zeiten der Krise zählt nicht mehr die Integrität der einzelnen Teile eines Organismus. Vielmehr zeigt uns die Natur, daß nur noch jene Eigenschaften der Organe eines Ganzen zum Tragen kommen und abrufbar sein müssen, die einem einzigen Ziele - der Beseitigung der Lebensgefahr - dienen.

Entsprechend muß ein Volkskörper sich Mitleid verbieten, das er sich in Notzeiten nicht leisten kann, weil ihm Ballastexistenzen jene Lebenskraft abziehen, die er an der Front, dem Entscheidungspunkt seiner Existenz, benötigt. Es mag in Friedenszeiten, in Zeiten der Üppigkeiten, ausreichend Raum für solchen Luxus der mitmenschlichen Werte wie Barmherzigkeit und Liebe geben. 

Aber die große, alles umfassende Liebe fordert eine Situation, in der es um das Überleben aller geht, das nur im Organismus des Ganzen möglich ist, herrisch ihr Recht, und sie verlangt die Unterordnung geringerer Interessen, des Einzelnen, auch wenn es ihn das Leben kostet. 

Es muß deshalb verlangt werden können, wenn ein Staat, wie es heute der Fall ist, um seine Existenz ringt, belastende Existenzen selbst ihre Eliminierung betreiben. Wir haben keinen Platz für halbe, Viertel- oder Achtelkräfte, wie der Humanwissenschaftler Karl Binding es ausdrückt. Es braucht auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen, um diesen menschlichen Hülsen eine Erlösung von ihrem Leiden, das sie für ein Volk sind zu ermöglichen. Denn unser Volk braucht das Ganze, oder es wird im Kampf ums Überleben untergehen! Wir dürfen unsere Arbeitskraft, unsere Geduld, unser Vermögen nicht mehr länger verschwenden.

In diesem Sinne muß es der Staat als seinen Auftrag sehen, sich selbst zu reinigen. Ja, jede Familie muß es als Ruf zur Pflicht fühlen, sich vom Ballast zu befreien, um mit von alten bürgerlichen Maßstäben der Schwäche befreitem Herzen und mit ganzer vitaler Kraft dem Staate und ihrem Glücke zu dienen. Denn die Kraft eines Staates steht im Verhältnis zum Glück seiner Menschen!"

Lüdger Beer weist in seiner Schrift "De animae terrorismae" die simple Mechanik auf, die das technische Zeitalter zu einer Apparatur macht, die aber einen identifizierbaren Gesamtzweck benötigt - und den schafft eine Gesamtbedrohung, die die Unterordnung aller Partikularinteressen unter die Interessen des Gesamtüberlebens nötig macht. Kennzeichen eines entuferten Gesellschaftssystems sei es deshalb, daß sich solche Ziele häuften, die eine Bedrohung des Gesamten voraussähen, die die Beseitigung individueller Freiheiten notwendig und vertretbar machten. Während das Bedienpersonal des Technizismus sich aus Spezialanwendern zusammensetzt, zu dem vor allem jene wissenschaftlich vorgebildeten Figuren neigen, die sich in der Technik der Stoffbeherrschung verlieren können.

(Es war auffällig, mit welch biederem Enthusiasmus, zugleich mit welchem moralischen Pathos, die Techniker nationalsozialistischer Eugenik und Euthanasie ihr Handwerk betrieben; während ihre Gewissen durch die "Notwendigkeitssituation" entlastet war, die ihrem Handeln den Charakter einer  Befehlserfüllung gab, sofern dieser nicht ohnehin vorlag.)

Gradmesser der Fortgeschrittenheit solcher Gesellschaften sei, so Beer, die Tatsache, daß je näher solche Systeme dem Kollaps stünden, der Wert der Freiheit diffundiert, für den Einzelnen als Maß politischen Handelns nicht mehr vorhanden und relevant ist. Vielmehr schreite die Vermassung voran, die den Einzelnen von der Pflicht, die Freiheit nämlich in Wahrheit bedeute, enthebe. Der Einzelne fühlt immer deutlicher den Zwang, sich einer Norm anzupassen.

Zugleich werde das Denken, schon gar das der Öffentlichkeit und der Medien, zu einem reinen Mechanismus degradiert, so daß Entscheidungen immer ausschließlicher "nicht anders fallen können", zu simplen mathematischen Ergebnissen führten.

Totalitarismen haben immer also zwei Hebel: den einer zwingenden Moral, der den zweiten Hebel, des notgedrungenen Entscheidens gegen die Freiheit des anderen, nach sich zieht. Und sie sind immer der Verlust des Bewußtseins, daß sich das Leben immer auf Gott bezieht und ein Dialog ist, dessen Wert nicht innerweltlich-technisch beschränkbar ist.

Der politisch entscheidende Punkt dabei aber ist, daß längst zuvor der Humanitätsmaßstab zu einem Zweck- und Nützlichkeitsdenken reduziert wurde.




Dienstag, 26. Januar 2010

Wenn keiner mehr zu denken vermag

Professor Reimer Gronemeyer aus Stuttgart erzählte auf SWR2, daß ein Problem auf uns zukommt, das bisher viel zuwenig berücksichtigt wird: weil die Gesellschaften in Europa völlig überaltert - im Jahre 2050 werden in Europa 70 Millionen Menschen über 80 Jahre alt sein - sind, zum einen, kommen enorme Kosten auf die Sozialsysteme zu. Zum anderen aber sieht er das größte Problem ... in der riesigen Anzahl Demenzkranker, die zu versorgen sein wird. Es wäre naheliegend, daß wenn man die Ökonomie als Letztentscheidungskriterium gelten läßt, "Entsorgung" zu einer gefährlichen Versuchung wird.

Bereits heute ist jeder Vierte in Deutschland über 60 Jahre. In wenigen Jahren werden in Deutschland allein zwei Millionen Menschen über 80 sein, die an Altersdemenz leiden. Für ganz Europa spricht man derzeit schon von 24 Millionen.

"Man könnte meinen, daß die großen Herausforderungen Europas in naher Zukunft nicht ökonomischer, sondern sozialer Natur sind."

Viel, meint Gronemeyer, wird davon abhängen, wie wir mit dieser Frage umgehen - noch hat niemand ökonomisch dafür Lösungen parat.

"Die Demenz ist die Rückseite der Medaille der ungeheuren Beschleunigung, mit der wir leben. Eine Gesellschaft in diesem Tempo, in dieser Informationsgeschwindigkeit, braucht sich nicht zu wundern, daß es mehr und mehr Menschen gibt, die den Verstand gewissermaßen bei der Garderobe abgeben. Demenzkranke, in ihrer Verwirrtheit, in ihrer Unfähigkeit zu erinnern, mit dem heutigen Leben umzugehen, sind das genaue Gegenteil dessen, was heute als so wichtig verlangt wird, das kann kein Zufall sein: sie sind die Opfer, die nicht mehr mithalten können. Sie sind vielleicht sogar die Heilligen der Zukunft, auf ihren Schultern ruht das Leid unserer Zeit und der Zustände der Gesellschaft.

Es liegt nahe, daß die Furcht vor dem Umgang mit Demenz mit der Kälte unserer Alltagsbeziehung zu tun hat. Denn wenn eine Verhäuslichung der Pflege der Demenzkranken erfolgt, wird das Familienumfeld häufig überfordert - der Umgang mit Demenz braucht offene, wohlwollende soziale Umfelder. Denn es ist derzeit nicht vorstellbar, wie die so enorm zeitaufwendige und zuwendungsintensive Pflege durch öffentliche Institutionen finanziert werden soll. Wir werden zwar eine immer ältere Gesellschaft, aber die Bereitschaft dafür auch mehr Geld auszugeben wird möglicherweise nicht im selben Maß wachsen."

Ob nicht eine völlig andere Aufgabe auf die ältere Generation selbst zukommt - nicht die Reise nach den Malediven und Afrika als Ruhestand, sondern die solidarische Pflege der Demenzkranken durch Alte selbst? Sodaß die Frage nach dem Sinn des Lebens, der wir vielleicht das ganze Leben ausgewichen sind, der Hingabe an den Nächsten - uns im Alter einholt.


*260110*