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Samstag, 27. November 2021

Woran das Rotkehlchen glaubt (2)

Anmerkung* - Schöpfung Tag 5. Der Mensch und die Dreifaltigkeit als Urbild - Eine kleine Anregung am Rande: Je näher die Schöpfung dem Menschen kommt, je ähnlicher sie ihm wird, desto mehr spielt auch das Wort (Geist!) eine Rolle. Und nicht nur das: Grosso modo kann man sagen, daß je mehr diese (nicht-menschliche) Welt in der Lage ist, mit ihrer "Sprache" zu spielen, desto schöner ist sie, weil Gott GANZ schön ist, die Schönheit als Pracht und Herrlichkeit selbst ist.

Je ausschließlicher ihr Gehabe dem Spiel gleicht (man denke an balzende Auerhähne, überhaupt an manche Vögel - die, liest man die Genesis, mit den Tieren des Wassers VOR den übrigen Tieren geschaffen wurden, warum das wieder? weil sie offenbar ALLGEMEINERE, noch weniger ausdifferenzierte Prinzipien Gottes realisieren? Man könnte in diese Richtung denken), also keinen "Nutzen" hat, desto begeisternder sind sie. Und daß schöne Frauen (aber auch Männer) so oft von der Schauspielerei (unnötig wie alle Künste - Spiel!) oder der Philosophie träumen, hat nicht nur Narzißmus zum Grund.

Dienstag, 26. Januar 2010

Der Fisch

Warum der Fisch als Symbol für Christus verwendet wurde?

Nein, nicht aufgrund des "ICHTHYS" - Fisch - der Griechen. Wer hätte das verstanden, meint Josef Seifert?

Verstanden aber hat jeder ... den Fisch als Symbol für Reinheit: denn der Fisch galt im gesamten Altertum als eingeschlechtlich, und deshalb aus der Urzeugung stammend. Damit war er: jungfräulich.

[Ein ähnliches Motiv, wie man bei der Tatsache als Grundlage annehmen kann, daß Pflanzen immer eher weiblich gesehen wurden und werden (fehlende Penetration bzw. Eingeschlechtlichkeit), Tiere (wie vor allem im Totemismus - Dinge beziehungsweise Lebewesen als Träger bestimmter (göttlicher Hypostasen, über Empathie im Kult ablösbarer im Sinne von: teilhabbarer) Eigenschaften - der Jägergesellschaften ablesbar) eher männlich.]

Das war allgemein verständlich. Noch dazu, wo (nachgewiesen von Isidor Scheftelowitz) schon bei den Juden der Fisch Symbol für den erwarteten Messias war!

Fischamulette sind, aus der alten Mythologie her, bis zum heutigen Tag Erlösungszeichen in China und Japan. Und er war es (neben vielen anderen Mythologien) in Indien (Vishnu) und vor allem in Südamerika, wo er badende Jungfrauen schwängern konnte ... und sei es, daß er zu diesem Zweck gegessen wurde. Wiewohl es in vielen Kulturen (Briten!) einem Sakrileg, zumindest einer lebensfeindlichen Banalisierung gleichkam, Fisch (oder bestimmte Fische) zu essen.

Das gab es nur woanders, und zu anderen Zeiten? Weit gefehlt - die Indizien reichen bis zum heutigen Tag: Wer kennte nicht den "Backfisch" - als Bezeichnung für jungfräuliche (junge) Mädchen? Wer nicht den "Frosch" (ein Begriff, der zum Beispiel im Tschechischen dafür verwendet wird)?

Die Reduktion zum Fruchtbarkeitssymbol ist, so Seifert, längst eine (historische) Degeneration.




*260110*