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Freitag, 5. Juli 2019

Auf alles scheißen. Das neue Tourismusvergnügen.

Wir reden hier doch nicht mehr von Tourismus, von Kreuzfahrt und ihrem Sinn. Wir reden nicht einmal davon, daß ein Wetter umschlagen kann, und aus heiterstem Himmel auf See binnen Minuten schrecklichstes Wetter werden kann, mit unglaublichen Wellenhöhen. Wir reden davon, daß wir uns daran erfreuen, daß wir auf alles scheißen, was die Natur uns sagen will, weil wir technisch ein so gutes Schiff bauen, das uns ein höllisches Vergnügen erlaubt, auch wenn die Natur uns sagen würde: Bleib zu Hause! Fahr in einen Hafen. Laß die Seefahrt sein! 

Dafür verklagen wir dann den Reiseveranstalter. Der ohne jede Rücksicht die Reise durchzieht. Da hängen Termine dran, Kosten, Umsätze. Das muß kalkulierbar sein. Und sieh da - so eine Reise ist ab und an nicht sehr vergnüglich. Außer für Perverse. Uns eben.

Gibt es eine schönere Metapher für die Verrottung unserer Kultur, als diese "unsinkbaren Schiffe", die die Kreuzfahrt zu einer geldversottenen Industrie machen - dank der Technik, die alle übrige Dimension als Dimension des Menschlichen überrennt und bestimmt?









Freitag, 8. Juni 2018

Wie verhält man sich in der Natur? (5)

Diesmal mit dem Thema: Was tun, wenn die Kuh nun angreift? Wenn sich die Almidylle als unkultiviertes Chaos zurückstuft, hat der Mensch mit Gefahren zu tun, die sein Kulturraum eigentlich bereits bewältigt hat. Was, wenn nun sein kulturgewöhntes Verhalten auf dieses Chaos trifft? Das ja erst zur Ordnung wird, wenn es auf den Menschen und seine Lebensart ausgerichtet ist? 

Das Thema dieses Kurzfilmchens mit Tobias Moretti ist, was der Bauer tun kann, um die Touristen aus ihrer nun geforderten Ordnungsaufgabe etwas zu entlasten?

So nebenbei: Der VdZ hat viel Jahre selber Tiere auf Almen gehalten. Sie dort im Herbst dann geschlachtet. Etc. etc. Er spricht also durchaus aus seinem Erfahrungsraum heraus. 








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Donnerstag, 7. Juni 2018

Wie verhält man sich in der Natur? (4)

Heute: Thema Mutterkühe. Die "natürlichere Haltung" von Kühen hat bewirkt, daß man die Kälber oft - wie es "in archaischen Zeiten" war - bei den Mutterkühen läßt. Damit aber wacht ein Mutterschutzverhalten auf, mit dem niemand mehr gerechnet hat. Denn immerhin sind diese Rinder doch seit Jahrhunderten "gezähmt", ihrem "natürlichen Verhalten" entfremdet? Mitnichten und -neffen. 

Denn die "unberührte Natur" ist nicht nur dem Menschen durchaus gefährlich, sondern sie ist auch nicht auslöschbar. Ungefährlich wird sie erst, wenn er sie zähmt, also in die Ordnung menschlichen Seins - und das heißt: Kultur - überführt. Dazu hat er den Verstand. Ob es also überhaupt mehr ist als ein schlechter Scherz, Kühe wie die Nomadenstämme wieder quasi wild zu halten, bezweifelt der VdZ ziemlich. 

Vielmehr dürfte es sich um einen der dummen Scherze der überzeugungsfanatischen Bio-Idioten halten, deren Folgen ... in Wahrheit die Bauern auszutragen haben. Die wieder einmal brav genickt haben. Denn diese Art der Tierhaltung ist heute doch gar nicht mehr zu bezahlen, und in der Arbeitsleistung - Bauernhöfe sind heute nicht mehr von einer Menge von Personen bevölkert, bei denen es nicht auf Stundenlöhne etc. ankam, die einfach "mitlebten" - nicht zu leisten ist. Tatsächlich: Nicht zu leisten! Arm sind die Bauern, die diesen Schmähfuh tatsächlich glauben, und daran elendiglich scheitern. 

Die paar Touristen, die dabei umkommen, sind dagegen der Rede kaum wert.










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Mittwoch, 6. Juni 2018

Wie verhält man sich in der Natur? (3)

Heute: Drohgebärden.
Tip: Nehmen Sie auf ihre Wanderung einen Stecken (Wanderstock etc.) mit.
Nicht vergessen: Hohe Absätze ;-)










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Dienstag, 5. Juni 2018

Wie verhält man sich in der Natur? (2)

Heute: Lebensraum Alm. Allgemeine Verhaltenstips für Bergwanderer.










*170518*

Montag, 4. Juni 2018

Wie verhält man sich in der Natur? (1)

Herrlich, der vom VdZ als Schauspieler überaus geschätzte Tobias Moretti in einer Serie von Kurzfilmchen, die unseren deutschen Freunden vielleicht hilfreich sein können, wenn sie ihren Sommer in Österreichs freier, wunderschöner Natur verbringen wollen. Die es da wirklich noch gibt. Und die Filmchen sind gut gemacht. Moretti lebt ja, wenn er nicht gerade spielt, auf einem eigenen Bauernhof in Tirol, den er auch wirklich bewirtschaftet.

Der Anlaß der Filmchen ist, daß es jährlich erstaunlich viele Unfälle und sogar tote Touristen in Österreichs Almgebieten gibt. Die deshalb umkommen, weil sie sich in Situationen finden, die sie überfordern. Sie unterschätzen die Fremdheit, in der sie selbst bereits leben. Was sich gerade dort zeigt, wo es Bauern gibt, die auf Tierhaltungsformen umgestiegen sind, die in den eigentlich sanftesten, "doofsten" Tieren Verhaltensweisen wachrufen, mit denen niemand rechnet, weil sie völlig verschwunden schienen. Und mit denen der heutige weltfremde Mensch nicht mehr umgehen kann.

Also, heute und in den nächsten Tagen: Wie verhält man sich ...

... mit Hunden auf der Alm?








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