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Donnerstag, 30. Juni 2022

Gedankensplitter (1238c)

Mir will da scheinen, als baute sich aber noch ein weiterer Horizont der Entlarvung auf, der die gesamte Ökologiebewegung der letzten Jahrzehnte nicht einfach nur zu einem widersinnigen Verlangen. sondern sogar zu einem lebensfeindlichen Wahnsinn macht. Denn die Zunahme des CO2 in der Luft ist zweifellos ein Ergebnis der Zuname der Lebensfreundlichkeit der Erde. Das zeigt auch, daß Wärme die Freigabe von CO2 steigert, und Wärme ist lebensfördernd. Sodaß unsere Gegenwart praktisch ausschließlich (in klimatishen Hinsichten) als Auftauchen aus jenen Eiszeiten zu sehen ist, die vom 15. zum 19. Jhd. noch einmal eine Abendvorstellung gab. 

Wenn wir nun aber dem Kreislauf des Lebens auf der Erde unterbrechen, wo eins dem anderen dient, beginennd von "der Erde", dem Kot, der im Mineral kristallisiert und verfestigt, dann geht es uns wirklich an die Substanz. Denn dann sind wir es in diesem Wahn der Weltrettung tatsächlich, die unsere eigenen Lebensführugn in Elend und Not verwandeln.

Mittwoch, 29. Juni 2022

Gedankensplitter (1238b)

"Ich bin Grüne," meinte unlängst eine Dame zu mir, und meinte dies im Zusammenhang mit dem CO2-Ausstoß bei Kohlekraftwerken, der angesichts des Ukraine-Konflikts samt dem Rattenschweanz an Lügen und Desinformation, der damit zusammenhängt, plötzlich keine Rolle mehr spielt. Weil man um Rußland zu bestrafen die eigene Energieversorgung annulliert, und nun zwangsläufig auf Kohle-Verstromung (und Atomenergie, auch bei uns nur noch eine Frage von Monaten, allerhöchstens) zurücksteigt.

Wie in Österreich, wo man das seinerzeit größte Kohlekraftwerk in Malnitz, das seinerzeit 80 Prozent der Fernwärme von Graz (samt Weichbild rund 500.000 Einwohner), das erst vor zuwei Jahren stillgelegt worden ist, nun wieder aktiviert. Was ein halbes Jahr und hunderte Millionen an Umrüstungskosten nach sich zieht, alles um Vladimir Putin zu bestrafen. 

Dienstag, 28. Juni 2022

Gedankensplitter (1238a)

Lisa Eckhart (über die ich demnächst wohl eimal handeln werde, denn die Kabarettistin schafft es immerhin, durch eine nächste Stufe der Substanzvermeidung - Stichwort "reden ums Überleben") sagte jüngst einmal den Satz, daß Globalisierung geheißen habe, überall auf der Welt das erwerben zu können, wo es am billigsten ist. Deshalb stehe unsere Wohlstandsexistenz auf jenen Wackelbeinen, die nun einzustürzen drohen. 

Mir kommt es am meisten auf das Wort "billig" an, denn es hat so unversalen Inhalt. Etymologisch stammt es aus dem Bedeutungsbereich "mäßig", oder auch "angemessen", und wurde noch vor hundert Jahren eher als "positiv zustimmend", "geziemend" (wie der Weigand erwähnt) verwendet. In Zusammenhang mit Personennamen findet man es sogar mit "Billi-". Im Altgermanischen fand es als "bilewit" sogar noch positiver, als "einfach, unschuldig" Verwendung, udn findet sic in der Bezeichnung eines "guten Geistes", eines "Kobolds" wieder, dem bilewiz oder bilwiz.  Und die heutige Gesetzesprache kennt es nach wie vor nur positiv, als Billigkeit, im Sinne von Angemessenheit. 

Dienstag, 30. November 2021

Äpfel, Birnen und Rüpelzwetschken (2)

Vom Begriff der Gestalt, der unter den Tisch fällt, auf dem aber viele Blackboxes herumstehen. Und wie alles durch Gestalt aneinander und durch einander zu sich selbst wird. Und was es deshalb mit dem Placeboeffekt auf sich hat. - Ein bißchen versöhnt bin ich wieder mit dem Wiener Psychiater Raphael Bonelli. Nicht, weil er plötzlich doch zum kompetenten Seelenklempner wurde. 

QR Bonelli sinnbefreit
Wer sich etwa seinen "Beitrag zum Egoismus" ansieht, kann nur noch den Kopf schütteln, daß sich so ein sinnbefreites Gestammel als Seelenkunde auszugeben wagt. Ein Freudianer (und Bonelli erklärt sich sogar explizit als solcher) kommt eben nicht über den Status eines Clowns und Küchenpsychologen hinaus, der das Preiskomitee für seinen Statuslorbeer gleich selbst in der Tasche mitführen muß, sonst landet er in der Mülltonne, wo er auch hinhgehört. 
 
Wo er aber ab und an interessant ist, ist dort, wo er sich wie zuletzt ab und an auf Beobachtungen und Erfahrungsschilderungen bescheidet. Verstehen tut er freilich nicht, was er da sieht, aber immerhin kann man ihm beim Apperzipieren beobachten. Das ist heutzutage ja auch schon eine Leistung.

Dienstag, 16. November 2021

Kurz vor dem Regime der großen Konsenswolke (3)

Im Traumland vorgestellter Katastrophen wird auch von deren Lösungen geträumt. Der wirkliche Stellenwert von Corona ist hier geringer, dort aber weit höher anzusetzen, wollen wir seine Wirklichkeit erkennen - Das, was wir als das große Geschehen an Corona sehen (wollen und sollen), ist aber nicht das, was uns da wirklich widerfahren ist und widerfährt. Es läßt sich aber nur bei phänomenologischer Betrachtung erkennen, nciht auf der Ebene von "geschehen", von "Handlungen", sondern als das, was diesen Konturen des Handelns innewohnt, immanent ist. Dort ist die nächste große Übereinkunft, vor der wir stehen.

Warum ist das so? Weil sich keine der Seiten der Faszination der Macht entziehen kann, die mit dieser Ebene des bewußten "Denkens" verbunden ist. Diese Macht lockt alle, buchstäblicht, und hängt mit dem Mißbrauch des Wortes "Demokaratie zusammen. Aller. Streit besteht nur darin, wer diese Macht als erster oder am besten für seine Zwecke nützt, der ein Streit um "Legitimität", also ein Streit um die Verwurzelung im Absoluten ist. 

Montag, 15. November 2021

Kurz vor dem Regime der großen Konsenswolke (2)

Das Schaffen von (Pseufo-)Wirklichem, das das wirklich Wirkliche ersetzt, setzt eine bstimmte Rolle der Medien voraus - Die Lenkung des Disputs sogar in der Gewissensbildung - Die Besorgnis ums Klima is tn dem Maß gestiegen, wie die Menschen durch Corona-Lockdowns gezwungn waren, ihre Sprache und ihr "Wissen" au sden Massenmedien zu beziehen. Die ihrem Wesen nach, speziell in ihrer täglichen Frequenz, den Blick auf Einzelnes richten. Enzelnes hat aber ein Problem: Es braucht eine Interpretation, die jedes Einzelereignis, um überhaupt erst seine Wirklichkeit erkennen zu können, in ein großes Narrativ, in einen großen Interpretationsbogen einordnen. Erst dann wird klar, WAS etwas ist. Damit steigt die Rolle der Medienmacher, jener also, die entscheiden, wie und was in den Schlagzeilen erscheint als das, was die Debatte bestimmt, und wird umso leichter zum Instrument von Maniopulation. 

Natürlich stimmt, was man im Mikrisoph sieht, aber was es ist, und welche Rolle esl spielt, wird in dem Maß erst erkennbar, wie die Sichtweise sich wieder in den menschlihen "normalen" Blick rückt, die Vergrößerung also zum Normalmaß wird. Daran können tagesaktuelle Medien vor allem sehr hindern, ja das klönnen sie fast verhindern. Weil das "wirklich Gesehene" als "Tatsache" eine sehr hohe Überzeugungskraft dahingehend hat, als es Prämissen setzen kann, die die große Interpretation bestimmen. 

Sonntag, 14. November 2021

Kurz vor dem Regime der großen Konsenswolke (1)

Eine gute Generation hat es gedauert, bis es so weit war. Anfang der 1980er Jahre hat Margaret Thatcher die Britische Wirtschaft dadurch "gerettet", indem sie die ständigen Blockaden durch die Kohleindustrie respektive die Streiks der Kohlearbeiter, die kraft ihrer Tradition und durch ihre hunderttausenden Beschäftigten (sakrosankt gemacht durch die unbedingt notwendigen Kohlekraftwerke als dem Rückgrat der britischen Elektrizitätsherstellung) damals einen so mächtigen Faktor bildeten, daß das ganze Land dadurch erpreßbar wurde. Und die Kohlegewerkschaft hat es auch tatsächlich übertrieben und mit dieser Macht gespielt.

Bis es der Politik reichte. Thatcher hat daraufhin die führenden Kernkraftingenieure und Konzernbosse an den Tisch gebeten und mit ihnen ein Konzept ausgearbeitet, wie man das Land aus dieser Abhängigkeit von menschlichen Faktoren loseisen könne. Und die Herren von der Energiewirtschaft waren um Lösungen nicht verlegen. Wenn man die gesamte Versorgung mit Strom auf Kernkraft umstellt, betrieben von Industrien, in denen die britische Regierung durch Beteiligungen, Garantien für den Betrieb und einigen milden Milliarden-Kapitalgaben entscheidend mitzureden hatte, war das Problem zu lösen. 

Freitag, 24. September 2021

Der Verlust der Welt (2)

Aus dem Sehen wurde das Messen. Aus der Welt wurde ein technisches Gestell, und das Weltall begann wegzufliegen. - Diese Wahl - weg vom Naturforscher, hin zum Scientisten - wurde in ihren Grundweichenstellungen schon im 13. Jahrhundert beginnend, und endgültig in der Renaissance des 16. Jahrhunderts getroffen. Das innere Vorstellungsleben, wie es seit Descartes zum eigentlich Menschlichen erklärt wird, hat überhand genommen, während die Welt und ihre Gestalten verloren gegangen sind. Aus dem Wirklichen der Dinge, die in ihrem in-der-Welt-sein gesehen werden, das bestimmt ist von ihrer Beziehung zur Welt und zu einem selbst, wurde eine "gemessene" Größe und Einschätzung!

Aus dem unbedingten Wahrsein eines "Du bist mir nahe!" wurde ein Abstand von 82 Zentimetern, als wäre das eine Aussage von Wert. Und aus dem "Du bist mir nahe, auch wenn Du weg bist" wurden 700 Kilometer, von denen der eine dann sagt, sie seien viel, der andere also gar nicht nahe sondern fern, weil er 8 Stunden Fahrzeit rechnet (und die Welt der Orte als Beziehungsknoten in Fahrzeiten gegliedert hat), und der andere, der New York zum Wohnsitz hat, findet den Weg von Wien nach Stuttgart einen Katzensprung, zumal er mit dem Flugzeug fliegt, in dem überhaupt die Qualität von Raum und damit die Beziehung zum Zielobjekt zu einem ganz großen Teil buchstäblich verschwindet.

Ich saß in der Kirche und plötzlich wurde mein Blick in die Runde gezogen, zu den Bildnissen, Statuen, zur Muttergottes über dem Altar, der - im Bilde deutlich - aus ihrem Schoß stammt.

Donnerstag, 23. September 2021

Der Verlust der Welt (1)

Er sagt es so sanft, wie es einem wirklichen Wissenschaftler ansteht, voller Ehrfurcht vor der Wahrheit, voller Zurückhaltung, weil man so wenig wirklich fest sagen kann, und voller Dezenz und Feingefühl, weil man niemanden ungerecht angreifen oder verletzen möchte, und am beeindruckendsten: Mit unendlich viel Respekt und Ehrfurcht vor der Natur, die so voller Geheimnisse und extrem komplexer Strukturen steckt, an deren Wahrheitsoberfläche die Wissenschaft nur ganz ganz wenig zu kratzen vermag.

Aber umso überzeugender ist das Lamento, das Adolf Portmann, dieser große Naturwissenschaftler, 1957 in seinem großartigen Buch "Biologie und Geist" wahrscheinlich ohne es zu wollen komponiert. Und in dem er den Schrecken formuliert, der ihn befällt, wenn er die Entwicklung der Naturwissenschaften als Ganzes betrachtet. Das gesamte Bild, der Rang, die Stellung des Naturwissenschaftlers hat sich nämlich seit dem 19. Jahrhundert völlig auf den Kopf gestellt. 

Bis dahin waren Leute wie Humboldt, Linné und wie sie alle hießen auch bloß "NaturFORSCHER".

Sonntag, 7. Juni 2020

Eine witzige, aber bedeutende Feststellung

Der em. Univ. Prof. und Statistik-Wissenschaftler William M. Briggs schreibt in einem Tweet: 

"Die Wissenschaft ist das Schlangenöl*" des 21. Jahrhunderts. Jedem, der uns verkaufen will, daß 'die Wissenschaft sagt', sollte das Schicksal der Geteert-und-Gefederten** zuteil werden."


*"Schlangenöl" war ein bis vor hundert Jahren sehr beliebtes Wundermittel, für und gegen alles, wie es auf Jahrmärkten und Volksfesten von allen möglichen Quacksalbern verkauft wurde. Es war aber ein irgendwie zusammengebrautes Öl, und nach dem Entdecken von Öl sehr häufig überhaupt nur Rohöl. Dem schon im alten Persien "Wunderkräfte" nachgesagt wurden. 

Und mit dem - man staune! - der Vater des ersten Rockefeller (!) eine Existenz bestritten hatte. Der es in Fläschchen abfüllte. Noch John D. Rockefeller I., ja, DER Rockefeller, hatte dieses Produkt in seinem Firmenimperium hergestellt. 

Mehr aber noch: Das Rockefeller'sche "Schlangenöl" zu vertreiben war die direkte Veranlassung, um durch einen umfassenden PR-Feldzug, gestützt auf die bereits durch die Ölförderung in Arabien, vor allem aber durch die Macht über dessen Transport und Raffinierung vorhandene Kapitalmacht (als Einfluß auf die Medien, noch mehr aber im Einfluß auf die Universitäten und deren Studiengänge für angehende Mediziner), einen Paradigmenwechsel in der Heilkunde zu bewirken: 

Weg von (praktisch kostenlosen, überall und jedem verfügbaren) Naturheilmitteln und -methoden, hin zu einem chemisch-mechanistisch, als Maschine chemischer, für sich stehender, materialer Verhältnisse aufgebauten Menschen- und Gesundheitsverständnis. In dem AUS ÖL hergestellte Pharmazeutika die entscheidende Rolle in der "Heilung" spielten. Die Stunde der heutigen Pharmakonzerne sowie der heutigen Medizin hatte geschlagen.

**Das "Teeren und Federn" gehört zu jenen zahllosen (im Grunde harmlosen, aber in der Auswirkung auf die Stellung und damit den Ruf innerhalb einer Gesellschaft sehr wirksamen) Mitteln des Volksrechts, mit denen bei Verstößen gegen die sittliche Ordnung von Lebensgemeinschaften kurzer Prozeß gemacht wurde. Zum Studium der Rolle solcher Rechtsmittel in unserer eigenen Geschichte kann die Sammlung "Deutsche Rechtsaltertümer" von Jakob Grimm wärmstens empfohlen werden. 



*150520*

Donnerstag, 13. Februar 2020

Abiogenes, unerschöpfliches Erdöl

Viele Erdölfelder im Osten Rußlands galten seit etlichen Jahren als ausgebeutet. Und wenn es so ist, wie seit hundert Jahren behauptet (sic!) wird, ist es damit verbraucht. Denn fossile Ablagerungen werden, so die gängigste Theorie, durch Druck und Hitze in Erdöl umgewandelt. 

Aber diese Theorie ist bis heute nicht bewiesen. Noch nie wurde im Experiment aus organischem Material Erdöl hergestellt. Sehr wohl aber ... aus anorganischem Material. Und genau das dürfte sich auch im Erdmantel abspielen. Deshalb ist zu Beginn des Erdölbooms im 20. Jahrhundert vielfach zu beobachten (nicht nur in Rußland, auch in Arabien), daß sich einmal ausgebeutete Felder unter bestimmten Bedingungen wieder nachfüllen.

Rußland hat heute bereits die führende Technik im Freilegen alter, durch Verunreinigungen und Ablagerungen unbrauchbar gewordener Bohrlöcher und Ölfördereinrichtungen. Und hat die Fördermenge den nunmehr vermuteten Entstehungsbedingungen angepaßt: nicht mehr so viel wie möglich soll gefördert werden, sondern die Menge des hochgepumpten Öls muß im Einklang mit der a-biogenen Entstehung durch Vorgänge in der Erdkruste an diesem Ort stehen.

Man führt als Beweis für die biologische Entstehung von Öl an, daß sich im Öl biologische Ablagerungen finden. Dies läßt sich aber auch ganz anders erklären. Denn wie sich zeigen läßt, dient Erdöl Bakterien und vielen Kleinstlebewesen als Nahrung. Sie sind auch dafür verantwortlich, daß die "Ölkatastrophen" der jüngeren Vergangenheit erstaunlicherweise keine waren, sondern verschmutzte Landschaften oder Meeresteile waren binnen weniger Jahre wieder "sauber". Und von diesen Mikroben und Bakterien stammen auch die vorzufindenden Ablagerungen im gefundenen Erdöl.

Wäre es aber biologischen Ursprungs, wäre auch die Existenz von Methan, der Vorstufe von Öl(funden), auf Himmelskörpern (Saturnmond Titan; Methaneis auf Pluto) nicht verstehbar. Es stammt aus dem Erdmantel, wo es in physio-chemikalischen Prozessen entsteht, und bevorzugt in tektonischen Bruchzonen von selbst nach oben steigt. Unterliegt das Methan dort hohem Druck, wie in den Tiefen der Ozeane, wird es zu Eis. Das auch weite Bereiche unseres Meeresbodens bedeckt. Aber auch durch andere Bedingungen ("Joule-Thompson-Effekt") kann es vereisen, tritt es aus der Erdkruste aus. So ist vermutlich auch der Permafrostboden in Sibirien entstanden, und so sind plötzliche Vereisungseffekte (Mammutfunde!) erklärbar.

Aus Methan entsteht unter bestimmten physikalischen Bedingungen Kohlenstoff (das sich mit dem Sauerstoff verbindet) und Wasser. Methan ist die größte uns bekannte Quelle von CO2 in der Atmosphäre. Während das uns bekannte Erdöl aus eben diesem Methan ausfällt.







Samstag, 4. Januar 2020

Von wegen grüne Lunge

Auch das ein Märchen, zeigt Udo Pollmer in diesem jüngeren Beitrag. Es wird uns gerne erzählt, daß der Amazonas-Regenwald die "grüne Lunge" der Welt und damit verantwortlich für Sauerstoff sei. Nix davon ist wahr. Keine Pflanze gibt mehr Sauerstoff ab, als sie im Rahmen ihres natürlichen Kreislaufes auch verbraucht! Denn Sauerstoff entsteht nicht, weil er von den Pflanzen in die Atmosphäre freigesetzt wird, sondern entsteht durch die Aufspaltung des aufgestiegenen Wassers in großen Höhen durch das einfallende Sonnenlicht, das die H2O-Moleküle aufspaltet. In den leichter (ins Weltall flüchtigen) Wasserstoff, und eben Sauerstoff, der, weil schwerer, zur Erde zurücksinkt.








Dienstag, 14. Mai 2019

Über Rückkoppelungen ein erstaunlich stabiles System (2)

Teil 2) Treibhauseffekt - Überraschungen aus der Chemie der Atmosphäre




Mit einem erstmals im Versuch simulierten Treibhauseffekt befaßt sich der Leipziger Chemie-Professor Michael Schnell in einem weiteren Vortrag. Mit sehr interessanten Aussagen weil Forschungsergebnissen. Wie dem, daß die Temperatur bei einer CO2-Konzentration bis zu einer Höhe von rund 150 ppm (derzeit haben wir rund 410 ppm) zwar tatsächlich sprunghaft ansteigt, aber aufgrund der Sättigung mit jeder weiteren Konzentration nur noch sehr sehr wenig.

Der Treibhauseffekt, so Schnell, beruht Versuchen nach auf einer Veränderung der Gegenstrahlung, abhängig von der Zusammensetzung der Atmosphäre. Wichtig dabei: Einen ABSOLUTEN Treibhauseffekt gibt es nicht. Sondern nur einen RELATIVEN. Denn er beruht auf wechselwirkender Strahlung der jeweiligen Elemente und verändert sich diesen gemäß. Dennoch ist er weit geringer, als bisher angenommen. Zumal er auch von den jeweiligen Temperaturen abhängt. Was dazu führt, daß bei kühlenden Wolken der Treibhauseffekt ... faktisch verschwindet. Also nicht absolut ist, sondern sich je nachdem so und so verhält! Es hängt immer davon ab, in welcher Umgebung und damit Beziehung Elemente sind, ob sie kühlende Absorber oder wärmende Strahler sind.  

Die realen Bedingungen der atmosphärischen Temperaturverläufe sind damit äußerst komplex und mit simplen Teilgesetzen aus Laborexperimenten gewonnen, die Teilabläufe zur Grundlage für Rückschlüsse auf das Ganze machen wollen, nicht zu erfassen.

Und diese Nachricht läßt einen doch hellauf auflachen. Sie entspricht so vielem bereits Gedachtem. Die Welt ist eben kein Apparat, wie es sich die Klimapaniker in ihrer kindischen, primitiven Phantasie vorstellen. Sie ist auch keine "Gaia"-Figur, wie es sich Esoteriker und Päpste vorstellen. Sie ist ein in sich "Ort", also Beziehungsgeflecht seiender Welt-Ort, der nur insofern und so lange er selbst ist, als er in diesen Beziehungen aktiv ist. Darin aber enthüllt er sich als ziemlich konstant: Als Ort des Menschen.

Die Detail- und Erkenntnisfülle, die Schnell hier zeigt, ist toll, ist auf jeden Fall wert, sie anzuhören, und soll hier gar nicht durch reduktive Zusammenfassung weiter geschmälert werden. Denn um den Inhalten gerecht zu werden, dürfte sie nicht kürzer ausfallen als der exzellente Vortrag eines im übrigen durch seine bescheidene Art überwältigenden Forschers. Und wenn es eines gibt, was Größe und Wissenschaft anzeigt, dann ist es ... Bescheidenheit. Denn nur durch Demut ist Erkenntnis gewinnbar.






*250219*

Dienstag, 26. März 2019

Durch natürliche Vorgänge erklärbar

Die Forschungsarbeit des norwegischen Forschers Henrik Svensmark gehören zu den interessantesten im weiten Bereich der Klimaforschung. Denn Svensmark befaßt sich mit den physikalischen Vorgängen, die einen Einfluß der Sonne auf das Klima der Erde belegen könnten. Mittlerweile ist er von der Sonne auf das weitere Weltall gekommen, und stellt mit hoher Plausibilität fest, daß die Erde keineswegs als geschlossenes System betrachtet werden kann, das sich sein Klima selbst auskocht. Vielmehr muß man sie im Rahmen des Sonnensystems, und von diesem in der Milchstraße sehen.

Das Ausmaß der kosmischen Strahlung, das pausenlos auf die Erde trifft, wird zum einen nämlich von der Sonne und ihren Magnetfeldern beeinflußt, die es teilweise abschirmt oder nur verändert, zum anderen von der Position des Sonnensystems innerhalb der weiteren kosmischen Ordnung. Wo also unser Sonnensystem gerade positioniert ist, denn das wechselt ja. Die Milchstraße ist in fortwährender (spiraliger) Bewegung, und damit verändern sich auch die Einflüsse und Positionen der übrigen Planeten.

Aber noch eine Funktion hat das Sonnenlicht, auf die kommt es hier an. Es ionisiert diese nur wenige Nanometer großen Partikel, die auf der Erde eintreffen weil aus dem Kosmos kommen. Etwa, weil eine Supernova diese winzigen Eisenpartikel ins Weltall schickt. Das versetzt sie in jene Grundeigenschaften, daß sich an ihnen Wasser kondensiert. Das dann zu Regentropfen und Schneeflocken wird, damit also direkt für die Wolkenbildung (mit-) verantwortlich ist. Die Hinweise sind sehr dicht, daß ein direkter Einfluß aus der Menge der eintreffenden kosmischen Strahlung (und damit auf den Einfluß der Sonne und ihrer Tätigkeit, die u. a., aber nicht nur in den "Sonnenflecken" erkennbar ist) auf die Sonnentätigkeit festzustellen ist.

Svensmark geht in seiner Arbeit nun davon aus, daß physikalische Vorgänge auch in der Art der Wolkenbildung durch Experimente untersucht und allfällige Eigenschaften und Gesetze (auch wenn man sie noch nicht näher kennt) experimentell nachweisbar sein müssen, um nicht in reiner Spekulation hängen zu bleiben. Bisher hat dabei noch ein wichtiges Glied gefehlt. Das nämlich erklärt, warum sich aus den ionisierten, aber noch winzig kleinen Partikeln größere bilden sollen, die ja erst ab einer bestimmten Größe zu den Kondensationskeimen für Wasser werden können.

Der Time-Lack, in dem sich also Wolkenbildung und kosmische Strahlung befinden, bis sich aus kleinsten größere, kondensationsfähige Partikel gebildet haben, beträgt in etwa eine Woche. Und das stimmt auffällig mit den Beobachtungen überein. Wolkendecken, die Abkühlung bringen, bilden sich im Abstand von rund einer Woche nach einer Sonnenkonstellation, die hohe kosmische Einstrahlung auf die Erde zuläßt. Untersucht man die Wolkenbildung von 1985 bis 2005, zeigt sich eine auffällige Korrelation mit kosmischer Einstrahlung, was auf jeden Fall für diese These spricht.

Im Experiment hat er nachgewiesen, daß es der Ionisierungseffekt selbst ist, der diese Zusammenballung zu immer größeren ionisierten Partikeln bewirkt oder beschleunigt. Damit war ein wichtiges Glied in der Beweiskette geschlossen. Aber noch etwas zeigt Svensmark: Daß aus diesen ionisierten Partikeln, die im wesentlichen aus Schwefelsäure-Aerosolen entstehen, Caesium 14, Aluminium und Beryllium ausgefällt werden. Dies läßt sich in Fossilien und Eisbohrkernen nachweisen.

Für den VdZ weist das auf weitere Zusammenhänge, die vielleicht manche weitere Spekulation (man denke an die Ängste im Zusammenhang) auflösen und das Denken in etwas geordnetere, ruhigere Bahnen lenken. Führt man diese Ansätze nämlich weiter, dann muß man sagen, daß vor dem Hintergrund viel komplexerer Geschehen in den höheren Atmosphärenschichten manche Erscheinungen auftreten könnten, die isoliert betrachtet zu falschen Schlüssen verführen könnten. Noch dazu, wo diese Einflüsse keineswegs stabil oder linear verlaufen.

In den letzten Jahren ist die Sonnentätigkeit beobachtbar zurückgegangen. Die Sonnentätigkeit verläuft eben in Zyklen, so weit ist man längst, um das zu wissen. In dieser Phase nachlassender Sonnentätigkeit (ob sich der bereits recht handfest festgestellte 11-Jahres-Zyklus in weitere, langfristigere Zyklen eingebettet ist, ist noch zu klären, es spricht vieles dafür, sodaß sich dann einzelne kurz- mit langfristigeren Zyklen mischen, interferieren, sich verstärken oder abschwächen), die aus dem Gesamtbild (die letzte Aktivitätsphase war relativ schwach) ein bevorstehendes nächstes Maunderminimum für möglich erscheinen läßt - und das letzte war wohl für die sogenannte "kleine Eiszeit" verantwortlich, die Europa vom 15. bis zum 19. Jahrhundert gepackt hielt - daß also vor diesem Hintergrund manche Himmelserscheinung verstehbarer wird. Von der so mancher Leser ja berichtet und überzeugt ist, daß man es dabei mit Wirkungen von "Chemtrails" zu tun hat. 

Aber das wäre vielleicht gar nicht notwendig. Denn dann würde nachweislich bzw. mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine schwächere Sonnenaktivität auch eine stärkere (und andere) Wolkenbildung bewirken. Vielleicht erklärt das die Beobachtung, die manche von Chemtrails überzeugt sein läßt, daß sich am Himmel nämlich (angeblich) anders als vor etlichen Jahren häufig recht ausgedehnte, schlierige Wolkendecken zeigen. Das wäre dann eine völlig natürliche Erscheinung, die mit der Sonne, nicht mit menschlicher Tätigkeit zu tun hat. Schon gar, wenn man sie mit dem Umstand zusammenführt, daß der Luftverkehr (aber auch der Schiffsverkehr) immens zugenommen haben.

Nicht nur das. Dann hieße das auch, daß die kosmische Strahlung für die Ausfällung von Aluminium (etc.) verantwortlich ist. Dann hieße das weiter, daß die von menschlichen Fortbewegungsmitteln (vor allem Schiffe und Flugzeuge) schon durch ihre Abgase (Abwärme) mehr Einfluß auf die Wolkenbildung und die Wolkenbilder hat, als man bisher dachte. Und daß man dafür erste Erklärungsansätze hat. Daß dieser Einfluß der aus Abwärme und Abgasen entstandenen Kondensation (die zu Wolken führt) schon auch dafür verantwortlich ist, daß mehr Aluminium etc. in der Luft ist, daß der weit überwiegende Großteil dieser Metalle aber einfach aus der kosmischen Strahlung kommen und schon deshalb zugenommen hat. Weil eben die Sonne schwächer ist. Was alles dann natürlich abregnet, weil es ja Kondensationspunkt für Wasser ist. Das würde jede Chemtrail-Spekulation unnötig machen.

Behalten wir auf jeden Fall im Auge, daß rein natürliche Vorgänge, auf die der Mensch keinerlei Einfluß hat, wesentlich mehr, aber vor allem wesentlich überraschendere Einflüsse auf die Atmosphäre der Erde hat, als wir manchmal glauben wollen. Die Möglichkeit sollten wir auf jeden Fall einräumen. Auch die, daß die Erde und das All so groß und gewaltig sind, daß wir nur einen Bruchteil der potentiellen Phänomene überhaupt kennen, also immer wieder überrascht werden. Um nicht in Sichtweisen zu verfallen, die uns in Panik versetzen, zu der gar kein Anlaß besteht.

Svensmark sagt nicht, daß er alles weiß. Er zeigt nur, daß es starke Hinweise gibt, daß es sich so und nicht anders verhält. Vieles davon weiß man noch gar nicht. Wohltuend und Ausweis wissenschaftlicher Redlichkeit ist, daß er zugibt, daß er sich bis vor einigen Jahren noch getäuscht hat. Er dachte sich die Zusammenhänge viel einfacher. Sie sind es nicht. Es ist alles viel komplexer. Aber manches ist schon recht plausibel erklärbar. Und das reicht, um zu sagen, daß sich die Klimamodelle, auf denen man Klimavorhersagen macht, auf jeden Fall irren.









*220119*

Freitag, 15. März 2019

Aufklärung eines Unsinns

Immer wieder eine Wohltat sind die fundierten Darstellungen von Udo Pollmer. Der mit Sachverstand und spitzer Zunge unermüdlich die zahllosen Irrtümer aufmischt, die die Bürger nicht viel weniger als die Fachwelt zu einem Narrenkabinett voller Widersprüche machen. So schießt eine Falschmeldung nach der anderen durch die Medien, und nicht nur durch sie, und verwirrt die Menschen. Die permanent von Hysterien geplagt werden, die induziert werden, von wem auch immer.

Diesmal geht es um die Hysterie rund um die "Fettleber". Jeder der Übergewicht hat (auch der VdZ gehört diesen an), weiß ein Lied davon zu singen. Sie ist eine Art Freibrief für manche Ärzte und Diätassistentinnen, daß sie den Dicken regelrecht quälen dürfen. Oft wirken die Ratschläge und Ermahnungen, denen man dann ausgesetzt ist, sogar wie blanker Zynismus. 

Dabei ist häufig die dagegen verordnete Therapie nicht nur blanker Unsinn, sondern sogar kontraproduktiv, sagt Pollmer. Und begründet es. Vielfach sind sogar gerade die Heilmittel die Ursache einer Leberschädigung. Nicht die Fettleber. Die, wie es meist heißt, auf Dauer zu Entzündungen und damit zu Leberkrebs führt und deshalb bekämpft werden muß. Aber das stimmt nicht. Es stimmt auch nicht, daß der Leberkrebs bei uns epidemieartige Dimensionen angenommen hat, er rangiert bei den Tumoren mit zwei bis drei Prozent am unteren Ende der Skala. 

Was Leberschädigungen hervorruft, sind in erster Linie Schimmelpilze und Viren, wie bei der Hepatitis C. Das ist auch der Grund, warum Afrika eine deutlich höhere Erkrankungsrate bei Leberkrebs hat als unsere Länder. Und es sind Wirkstoffe aus manchen Kräutern, die in unsere Nahrung, ja bis in manche angeblich besonders gesunden Tees gelangen.

Auf jeden Fall gilt, daß es nicht in erster Linie eine zu fette Ernährung oder Alkohol an sich sind, die eine Fettleber verursachen. Sondern es ist das, was auch Übergewicht (oder, bei anderer Veranlagung, Anorexie) verursacht: Dystress, hohe seelische Belastung, mit einem einfachen Wort: Kummer und Sorgen.* Die müssen einem nicht einmal bewußt sein, sollte man da ergänzen, denkt man an die kulturell bedingten Selbstentfremdungen und Wesenswidrigkeiten, denen der Mensch heute so oft ausgesetzt ist.** Aber sie sind es, die den Bauchspeck sowie eine Fettleber befeuern. Damit zeigt auch der Alkohol eher etwas an, als er solche Schäden bewirkt. In jedem Fall sind es Probleme, denen mit Hungerdiäten auf keinen Fall beizukommen ist, weil die zum Gegenteil den Stress sogar noch erhöhen.

Wer ständig so viel Unsinn in die Welt setzt, fragt Pollmer, wenn es um die Ernährung geht? Wenn wir das nur wüßten ...







*Damit kommen wir auch der Tatsache auf die Spur, warum Denker/Philosophen oft so mächtige Körper haben, um nicht zu sagen: dick sind. (Für Thomas v. Aquin mußte sogar die Tischplatte ausgeschnitten werden, damit er besser essen konnte.) Denn ihr Denken ist eine Reaktion auf Mangel, den sie rundum erleben, sodaß sie das Insgesamt, das gute Ganze rekonstruieren. Das ist im Wesentlichen dann auch die Philosophie, die historisch belegbar immer dann mit großen Systemen auftritt, wenn eine Kultur sich auflöst.

**E. Michael Jones weist z. B. darauf hin, daß die bekannte Fettleibigkeit bei Lesben, aber überhaupt die Fettleibigkeit bei vielen mit der zerrütteten, selbstfremden Identität etwa im Genderismus oder in der sexuellen Haltlosigkeit ("Befreiung") zusammenhängt.





*150119*

Samstag, 9. Februar 2019

Wie wahrscheinlich ist ein nicht gekannter Vorgang

Es ist ein ganz wichtiger Gedanke, den William M. Briggs in seinem Blog darstellt. Wo er der Frage nachgeht, ob Abiogenesis wahrscheinlich sein kann. Um es gleich vorwegzunehmen: Nein. Man kann keine Wahrscheinlichkeitsberechnung im Zuge der Evolutionstheorien auf der Grundlage einer Abiogenese anstellen.

Warum? Weil Abiogenese ein Ding ist. Ein Ding, und kein Vorgang. Wenn, dann kann es nur für Vorgänge Wahrscheinlichkeiten geben. Und nur dann, wenn man genau weiß, wie Ursache und Wirkung zusammenhängen, wo also eine Wirkung durch welche Ursache hervorgerufen wird.  

Erst dann kann man sagen, wie wahrscheinlich es ist, daß ein Vorgang genau so und so ausgeht, wenn man den Prozeß kennt, der dazu führt, daß sich aus Anorganischem Organisches bildet. Gewiß, man hat Annahmen, wie es geschehen KÖNNTE. Dazu lassen sich tatsächlich auch Wahrscheinlichkeiten ausrechnen, gewiß. Aber das sagt noch lange nichts, ob diese Annahmen auch RICHTIG sind.

Und das weiß man im Falle der Abiogenese nicht. Es ist noch nie gelungen, das zu beweisen bzw. Lebendiges aus Unlebendigem herzustellen. Man rechnet nur hoch, und zwar wie folgt:

Die einfachste Peptidkette besteht aus 32 Aminosäuren. Daß sich diese Aminosäuren aus anorganischem Material bilden, durch Zufall, Selektion etc., hat eine Wahrscheinlichkeit von ungefähr 1:10hoch40 (das ist eine Zehn mit 40 Nullen). Der Ozean hat nun ein Volumen von 10hoch24 Liter Wasser, das voll mit Aminosäuren ist. Die pausenlos interagieren etc. Rechnet man das durch, dann ergibt sich, daß es tatsächlich unter einer Million Jahre dauern könnte, bis sich Aminosäuren gebildet haben könnten, die als "lebendiger Organismus" bezeichnet werden. (Weil die einfachsten Lebensformen, die wir kennen, eine Konstellation von 32 Aminosäuren haben.) Also: Wir haben eine Chance von 10hoch40, daß sich Aminosäuren finden, die miteinander interagieren, um in einem Prozeß, den beide nicht kennen, in einem Organismus zu enden - der lebt. Das wäre doch etwas?

Nehmen wir nun einmal zum Vergleich Bingo: Natürlich kann man ausrechnen, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Zahl 85 kommt. Aber nur dann (!), wenn man schon weiß, was überhaupt Bingo ausmacht. Denn wie würde die Antwort aussehen, wenn man NICHT WÜSZTE, wie überhaupt so eine Auswahl zustande kommt (die dann einen Gewinn bedeutet)? Wie hoch wäre dann eine "Wahrscheinlichkeit"? Die Antwort ist eindeutig und nachvollziehbar: Wir wissen es gar nicht. Denn wir kennen die Bedingungen nicht, unter denen die Auswahl der Zahlen und damit das Erscheinen von 85 geschehen kann. Eine Wahrscheinlichkeit hochzurechnen, ohne die Voraussetzungen zu kennen, unter denen ein Ereignis (in dem die Zahl 85 kommt) stattfindet, ist also unmöglich und völlig sinnlos.

Das Problem mit der Abiogenese als sogenannte Theorie fällt in exakt diese Kategorie. Denn sie ist damit keine Frage der Wahrscheinlichkeit. Stattdessen haben wir es mit der Tatsache zu tun, daß die Abiogenese überhaupt keine Theorie IST.

Zu sagen, daß Dinge sich irgendwie herumprobieren und daraus dann irgendwie Leben entsteht ist, nicht die Beschreibung eines Prozesses! Denn Prozeß heißt, daß man sagt, dies und das passiert so und so, und daraus entsteht dann dies und das. Aber das alles kennt man nicht. Zu sagen, daß das irgendwie passiert, heißt deshalb, daß man auch keine Wahrscheinlichkeit dafür ermitteln kann, daß ein Ding zur Existenz kommt.

Es hat deshalb auch keinen Sinn, wenn Evolutionisten und Kreationisten darüber streiten, wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer Abiogenese sei, und ob sie als theoretische Entstehungsgrundlage für Leben ausreiche, oder eben nicht. Weil beide Seiten gar nicht wissen, wie so ein Vorgang abgelaufen sein könnte. Aber über die Wahrscheinlichkeit eines Dings nachzudenken, ohne seine Entstehungsprozesse zu kennen, ist vollkommen sinnlos.

Es ist deshalb auch völlig müßig darüber zu diskutieren - aus wissenschaftlichen Gründen! - ob es eine Entstehung von Lebendigem aus Anorganischem gegeben hat, und wie wahrscheinlich das ist. Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft KANN es das NICHT gegeben haben.  Wer etwas anderes behauptet argumentiert NICHT WISSENSCHAFTLICH. Sondern will einfach etwas glauben.

Sagen Sie, werter Leser, das aber einmal einem Evolutionisten.


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Man weiß nicht, wie Abiogenese, also die mechanistische Entstehung von Organischem aus Anorganischem, zustande gekommen sein könnte. Sie wurde noch nie beobachtet, sie wurde noch nie als Prozeß untersucht, so daß man Ursache und Wirkung wüßte.

Der Evolutionist muß sie aber natürlich annehmen, weil sonst jede Evolutionstheorie, jeder Versuch, eine Entstehung der Welt ohne einen Schöpfergott, in sich zusammenbrechen würde. Es hat aber überhaupt keinen logischen Sinn, von der Wahrscheinlichkeit einer Abiogenese zu sprechen, und das noch dazu als Beweis für die Evolutionstheorie heranzuziehen. Wir kennen die Voraussetzungen einer solchen Entstehung eben nicht. Die sogenannte "Abiogenese-Theorie" ist also nicht nur keine Theorie, sondern sie ist einfach eine psychologisch erklärbare Phantasie.

Aus der Tatsache, daß es Lebendiges gibt, rückzufolgern, daß es Abiogenese gegeben haben muß bzw. gibt, heißt nichts anderes, als das zu Beweisende als Prämisse vorauszusetzen. Es heißt also in jedem Fall, von einem materialistischen-mechanistischen Weltbild auszugehen. Und WEIL DAS DANN STIMMEN MUSZ, muß es auch Abiogenese geben. Voilá, hier haben wir den ... Beweis.






*181218*

Freitag, 2. November 2018

Phlogiston. Massenneurosen in der Wissenschaft

"Derselbe Geist, welcher zu Ende des vorigen Jahrhunderts in einem hochcivilisierten Volk das wahnsinnige Bestreben erweckte, die Denkmale seines Ruhms und seiner Geschichte zu vernichten, der Göttin der Vernunft Altäre zu erbauen und einen neuen Kalender einzuführen, gab Veranlassung zu dem seltsamen Feste, in welchem Madame Lavoisier im Gewande einer Priesterin das phlogistische System auf einem Altar den Flammen übergab, während eine feierliche Musik ein Requiem spielte. Damals vereinigten sich die französischen Chemiker zu einer Aenderung aller bis dahin gebräuchlichen Namen und Bezeichnungsweisen von chemischen Vorgängen und chemischen Verbindungen, es wurde eine neue Nomenclatur eingeführt, welche im Gefolge eines sich vollendeten neuen Systems sich in allen Ländern die Aufnahme erzwang. Daher denn die scheinbare Kluft zwischen der gegenwärtigen und früheren Chemie."

Das schrieb der deutsche Paradechemiker Justus Liebig, eine der wissenschaftlichen Größen des 19. Jahrhunderts zur mittlerweile überwundenen Diskussion um den angeblich die Verbrennung bewirken sollenden "Stoff" Phlogiston. Den es, wie wir heute wissen, nicht gibt.

Der aber als Phantom zu gewisser Zeit die Fachwelt - die im Konsens war - beherrschte.

Und das ist nur ein Beispiel aus so vielen, so daß man die Wissenschaft als eine einzige Aneinanderreihung von Irrtümern weit mehr als von "Wissen" bezeichnen muß.* Es handelt sich damit in der Diskussion um Phlogiston um eines der wirklich zahlreichen Beispiele von Massenpsychosen in der Wissenschaft, die sich nachträglich gut studieren lassen. In denen sich "die Wissenschaft" völlig täuschte, und einen Unsinn als "Konsens der Wissenschaft" zelebrierte, dem kaum noch jemand entrinnen konnte und wollte. Schließlich "bewies" man es ja laufend.

Der erste, der die Unhaltbarkeit dieser Annahme aufdeckte, die die Wissenschaft in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts für Jahrzehnte in Bann und Fluch gehalten hatte, war der französische Chemiker Antoine Laurent de Lavoisier. Die Thesen über ein angebliches Phlogiston als bei der Verbrennung entstehender neuer Stoff, die alle als gewiß ansetzten, deckten sich seinen Beobachtungen nach nicht mit der Wirklichkeit, mit den Tatsachen. Sie machten auch nichts begreifbarer, erklärten nichts, obwohl sie alles zu erklären vorgaben. Obwohl sie sich in immer verschlungenen, komplizierteren Argumentationswegen zu "beweisen" versuchten.

Lavoisier hätte es besser nicht getan. Denn in dem Moment, wo er die Verbrennung als Oxidationsvorgang beschrieb, daß es so einen Stoff wie "Phlogiston" gar nicht gebe, wurde er von der Fachwelt fertiggemacht und boykottiert, wo immer es ging. Man haßte ihn, man wollte ihn vernichten. Und seine größten Feinde fanden sich ausgerechnet bei den ach so Aufgeklärten, die so wissend waren, daß sie auch die französische Revolution mittrugen, in welchem Wissen, das man nun endlich hatte, überhaupt gleich die Ordnung der Welt neu begründet werden sollte. Wie Jean Paul Marat. Leute, die sich durch Lavoisier in ihrer Ehre als Wissende und Eingeweihte verletzt fühlten. Kein Wissenschaftler hat Lavoisier in seiner Verteidigung unterstützt. Alle waren zu feige, sich der herrschenden Meinung zu widersetzen, daß Wahrheit auch ohne Vernunft möglich wäre. Oder zu dumm.

Das ging so weit, daß er 1794 verhaftet, enteignet, und als Feind der Republik hingerichtet wurde. Denn rational war seiner Überlegenheit in der Sache nicht beizukommen. 

Also machte man ihn zum "bösen, dem Volk schädlichen Menschen". 

Der Richter, der ihm den Zutritt aufs Schafott - das Lavoisier Berichten zufolge in absolut aufrechter Haltung betreten haben soll - ebnete, soll gesagt haben: „Die Republik braucht weder Wissenschaftler noch Chemiker. Der Lauf der Justiz darf nicht aufgehalten werden.“  Die Hinrichtung verlief unüblich rasch. Kaum 35 Minuten brauchte der Scharfrichter, um die insgesamt fünf Verurteilten (darunter der Schwiegervater des Chemikers und Präsidenten der französischen Akademie der Wissenschaften) einen Kopf kürzer zu machen. Normalerweise waren solche Hinrichtungen zur Liturgie ausgewalzte Volksereignisse voller Schmähungen und Demütigungen für die Opfer.

Aufs Schafott gebracht hatte Lavoisier, daß er ein strenger Verfechter von Logik und Gedankenstringenz war. Er richtete sich darin gegen eine Chemie, die aus Vermutungen und Spekulationen lebte, in vielem sogar aus politisch Gesolltem ihre Prämissen bezog. 

Dabei erkannte er zuerst und vor allem die Rolle einer falschen (weil verfälschten, umgedeuteten wie neu geschaffenen, aber unvernünftigen, propagandistischen, manipulativen) Begrifflichkeit, in der bereits Prämissen einzementiert sind, denen man im weiteren Diskurs kaum noch entkommen kann. Weil die Begriffe auch das Denken formieren. So daß man also erst einmal die Begriffe klären muß, ehe man "denken" kann. Somit war eines seiner ersten Werke eine Enzyklopädie der Chemie, in der er sich einer rationalen Begriffsdefinition widmete. Die sich in der Beobachtung und durch das wiederholbare Experiment bestätigen mußte. Nur dann konnte von einer Chemie als Wissenschaft gesprochen werden.

„Alles was man über die Anzahl und Natur der Elemente sagen kann, ist meiner Meinung nach rein metaphysisch: Dies sind unlösbare Probleme, für die es unendlich viele Lösungen gibt, von denen sehr wahrscheinlich keine mit der Natur übereinstimmt. Ich begnüge mich deshalb damit zu sagen, dass wenn wir mit dem Namen Elemente die einfachen und unteilbaren Moleküle meinen, die die Körper bilden, wir sie wahrscheinlich nicht kennen. Wenn wir dagegen mit dem Namen Element oder den Prinzipien der Körper die Idee des letzten Punktes verbinden, bis zu dem wir Stoffe analysieren können, so sind alle Substanzen, die wir nicht weiter mit welchen Mitteln auch immer zerlegen können, die Elemente. Wir können zwar nicht garantieren, dass diese Körper, die wir als einfach betrachten, nicht selbst aus zwei oder einer viel größeren Anzahl von Prinzipien zusammengesetzt sind, aber da sie bisher nicht getrennt wurden oder für die wir bisher kein Mittel haben, sie zu trennen, müssen wir sie aus unserer Sicht wie einfache Körper behandeln und erst als zusammengesetzt, wenn Erfahrung und Beobachtung uns einen Beweis liefern.“ 

Lavoisier entdeckte nicht nur die Bedeutung des Sauerstoffs in allen natürlichen Prozessen, in der Verbrennung ebenso wie in der Atmung (ALS Verbrennungsprozeß), sondern sogar das Massenerhaltungsgesetz bei chemischen Prozessen.

„Nichts wird bei den Operationen künstlicher oder natürlicher Art geschaffen, und es kann als Prinzip angesehen werden, dass bei jeder Operation eine gleiche Quantität Materie vor und nach der Operation existiert.“

Ähnlichkeiten mit Vorgängen in der Gegenwart sind selbstredend völlig auszuschließen. Wer dennoch Parallelen sieht, muß selbst ein Schädling für die Gesellschaft sein.






*Heute ist auch das natürlich völlig anders. Was die sogenannte Wissenschaft heute sagt, in einem Zeitalter, in dem wir endlich alles wissen, frei sind von Vorurteilen etc. etc., ist nun endlich auch alles und für immer wahr und richtig. Heute schafft es die Erde - wissenschaftlich bewiesen! - sogar, sich aus sich selbst zu erwärmen. Der erste Stoff, das erste Ding, das das kann. Wie das Phlogiston, das den Dingen auf wunderbare Weise etwas hinzufügte.







*101018*

Dienstag, 4. September 2018

Nächste Mythenzertrümmerung

Manchmal könnte man meinen, man kommt mit dem Ausräumen von irrigen Ansichten in der öffentlichen Meinung gar nicht mehr nach. Udo Pollmer versucht es trotzdem. Hier geht es um den Irrtum, menschengemachte Chemie wäre eine große Gefahrenquelle. Dabei liefert er manch überraschende Erkenntnis. Wußten Sie, geneigter Leser, daß Raps, der angebaut wird, um die Atmosphäre zu schützen, das angeblich so schwer atmosphärenschädigende FCKW produziert und in die Atmosphäre abgibt? 

Keineswegs sind "natürliche Substanzen" stets besser für den Menschen.









*070818*

Sonntag, 12. August 2018

Keine Panik auf der Titanic

Wie hysterisch alles schon geworden ist, zeigt das Beispiel der Bienen. 2017 überboten sich die Meldungen, daß es den Bienen nun an den Kragen gehe. Über den Winter 2016/17 starben 23 Prozent der Bienenvölker, und wenn es so weitergehe, würde eine ökologische Katastrophe drohen. Niemand hat freilich gesagt, daß es im Winter davor, also 2015/16 nur Ausfälle von 8 Prozent gab. Vermutlich hat man daraus sogar eine "Steigerung" abgeleitet und mit dem drohenden Zusatz "wenn das so weitergeht" gleich interpretiert. Das ist das Klima, sagten die einen. Das ist das Glyphosat, die anderen. In jedem Fall gibt es Böse "da draußen". Hauptsache vor allem, daß es Panik gibt.

Nun stellt sich heraus, daß es im letzten Winter, also 2017/18, trotz der großen Kälte wieder nur 12 Prozent Ausfälle in Österreich gab. Das schwankt also, ganz offensichtlich, und niemand weiß so recht, warum. Aber man erhebt das ja auch noch nicht lang, bislang war alles also sowieso nur "subjektive Einschätzung". Also wird man überhaupt erst in etlichen Jahren irgendetwas dazu aussagen können. Vielleicht.

Irgendwann, geneigter Leser, werden wir aufwachen. Wir werden uns den vielen Sand aus den Augen reiben und uns fühlen, als hätten wir ein Jahrhundert lang geschlafen. Irgendwann. Dann werden wir in den Betten sitzen und uns gegenseitig anschauen. Und uns verwundert fragen, was da los war mit uns. Denn es hat sich ja überhaupt nichts geändert mit der Welt! Nichts! 

Doch, einiges schon. Leider. Aber das was sich geändert hat, und nichts davon zum Guten, haben wir selbst geändert. Weil wir wie im Wahn dachten, alles da draußen habe sich verändert. Die Frage bleibt nur noch, wen wir dann für diese Wahrnehmungstrübung verantwortlich machen. Vorschläge werden schon jetzt entgegengenommen.





*250618*

Samstag, 26. März 2016

Ein saures Meer ist gar nicht möglich

Eine Versauerung der Ozeane, wie sie so oft an die Wand gemalt wird, ist defacto gar nicht möglich. Zu diesem Schluß kommt die Darstellung der chemischen Vorgänge rund um dieses Thema von Fred F. Mueller. Wenn das dennoch so medienwirksam und die Laien - Mehrzahl  der Menschen - verstören sollend behauptet wird so handelt es sich bei den "Beweisen" um Taschenspielertricks mit Wasser einer Reinheit, wie es im Meer und überhaupt in der Natur gar nicht vorkommt. 

H2O reagiert nicht nur mit dem eindringenden CO2, sondern mit einer nahezu unübersehbaren Fülle von gelösten Stoffen. Vor allem aber die Reaktion mit dem Carbon, das im Meer hundertmal mehr vorkommt als CO2, stellt sicher, daß das Meer zwar immer innerhalb gewisser pH-Werte schwankt, aber niemals in den sauren Bereich wechseln KANN. Es handelt sich dabei um einen ähnlichen Vorgang, wie er im menschlichen Blut vorkommt. Auf diese Schwankungen kann sich die Meeresbiologie jederzeit problemlos einstellen.

Eine Erhöhung des CO2-Gehalts, die eventuell als gefährlich eingestuft werden könnte, müßte zudem das 15-20fache des derzeitigen CO2-Gehalts der Atmosphäre ausmachen. Spricht man derzeit von 400 ppm CO2 in der Luft, so wird es für den Menschen ab 5.000 ppm gefährlich (Ersticken), wobei man annimmt, daß es in der fernen Erdvergangenheit sogar Gehalte von 7-8000 ppm gab.

Von einer anderen Seite wurde schon lange argumentiert, daß ein Zusammenhang zwischen Erwärmung der Wassertemperaturen und höherem CO2-Eintrag den gegenteiligen Effekt auslösen würde, wie ihn das IPCC behauptet. Denn die Aufnahmefähigkeit von Wasser gegenüber dem CO2 STEIGT, je wärmer das Wasser wird. Auch hier also keinerlei katastrophischer Zusammenhang. Die tatsächlich beobachtbare "Versauerung" der Ozeane, wie sie das IPCC heranzieht, bewegt sich im übrigen in einem derart kleinen Bereich (0,04 %), daß es ohnehin unerfindlich ist, warum von Versauerung der Ozeane überhaupt gesprochen wird.




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