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Freitag, 5. November 2021

Nicht um Corona, aber auch nicht um Weltordnung (3)

Jede Seite wußte und weiß, in welchem Graben sie liegt. Um die Identität aufrecht zu halten muß sie aber von Zeit zu Zeit konkretisiert werden, und das geschieht dann mit allen diesen Themen und (noch einmal angeblichen) "Problemen der Gesellschaft". Wie ein Magnet, der in eine Lösung gelegt wird, kristallisieren sich dann die Aussagen, also die "Daten", und werden zur angeblichen Hauptsache stilisiert.

Worum also geht es? Was ist der wirkliche Konflikt, in dem alle menschlichen Gesellschaften stehen, heute nicht mehr als je? ES IST EIN IDENTITÄTSKONFLIKT. 

Und weil Identität eine Frage der Identifizierung ist, ist es ein Konflikt des Zugehörigkeitswillens zu einer HAUPTPERSON, die an der Spitze jener Welt steht, zu der wir gehören und gehören wollen. So wenig wir das auch oft noch realisiert, umgesetzt haben, so wenig sich das im Einzelnen auch oft zeigt. 

Donnerstag, 4. November 2021

Nicht um Corona, aber auch nicht um Weltordnung (2)

Gestalt, Gestalt, Gestalt. Zwei Personen stehen sich gegenüber, deren eine die eine Hand hinter dem Rücken verbirgt: Niemand soll sehen, was sie trägt. Während sie mit der anderen Corona an die Wand schreibt.  - Deshalb ist folgendes zu beobachten: Einerseits haben diese (beiden) Seiten (und wir gehen einmal davon aus, daß es zwei Hauptseiten sind, denen eine dritte, von außerhalb, alle umfassend, erst und einzig wirklich "gegenübersteht", die aber von beiden Seiten ausgeklammert wird) weitgehend dieselben Positionen. Völlig unabhängig, um welchen gesellschaftlichen Konflikt es geht, ob um die Migrationsfrage, ob um die Frage nach dem richtigen Wirtschaftssystem (Stichwort: Finanzkrise) oder ob um die Weltrettung durch das Klima, ob wie jetzt im Fall Corona-Pandemie, finden sich DIESELBEN Positionen wie in einem Cluster vereint. Mit diesen oder jenen Abweichungen, ja, aber im großen Ganzen.
Es geht auch nicht um eine "Neue Weltordnung" (NWO), auch wenn das beide Seiten behaupten. Mit dem interessanten Detail, daß BEIDE Seiten eine Neue Weltordnung wollen. Die Differenzen bestehen nur in der Vorstellung, wie diese auszusehen hätte.  Wobei es nur noch absurd wird, denkt man diese Tatsache durch. 
Denn dann müßten die "anderen" Neue-Ordnung-Vertreter

Mittwoch, 3. November 2021

Nicht um Corona, aber auch nicht um Weltordnung (1)

QR Corona - Lüge und Daten
Der vorgegebene Wunsch nach "konstruktivem Dialog", der ständig und ständig wiederholte Wunsch, endlich "normal diskutieren" zu können, daß endlich "Fakten anerkannt" werden, ist ... eine Lüge. Wie sehr entlarvt sich das doch endlich jedem, der zu sehen begonnen hat, was er sieht. Sie (alle) BEHAUPTEN zwar, sich nur an Daten und Fakten zu orientieren. Aber das ist bei jenen nicht mehr der Fall, als bei den Gegnern.

Zwar könnte stimmen (und ich bin sogar selber dieser Ansicht), daß rein auf die Daten bezogen die Corona-Leugner die besseren Karten haben, aber das ist eine ihnen zugefallene Frucht. 

Selbst William Briggs hat immer aufgezeigt, daß die Behaupter, es gebe eine Corona-Pandemie, NICHT richtig liegen (und auch ich meine das zu sehen bzw. habe es schon ganz früh gesehen). Er hat aber NIE gesagt, daß streng nach Daten und wissenschaftlichen Fakten beurteilt ER RICHTIG liegt. Er hat nur Gegeninterpretationen vorgeschlagen. Weil er wußte, daß seine Interpretation eine Spekulation ist, die zwar durch die Realität der historischen Fakten bestätigt wird, die aber im strengen Sinn nicht mehr beweisen ist als die der Corona-Hardliner. DASZ er richtig lag war eine posthoc-Feststellung einer Möglichkeit, deren Anzug man sich im Spiel anzog, weil es der dritte Akt endgültig fordert: Man muß die Dinge ins vermeintlich Endgültige, Bleibende treiben, also - sein Gesicht hart machen.

Dienstag, 7. Oktober 2014

Fehldeutung

Man redet gerne davon, daß sich die Menschen doch so unvorsichtig im Netz darstellten. So würden sie überwacht und überwachbar, weil im Netz alles sichtbar würde und bliebe. Und wundert sich zugleich über die "Unvorsichtigkeit" so vieler, gerader junger Menschen, so viel von sich preiszugeben. An welchem Verhalten auch noch so groß angelegte Aufklärung seltsamerweise nichts ändert. Man denke doch alleine an die NSA, an die Überwachungsskandale der letzten Jahre.

Herrschaften, jede Aufklärung dahingehend ist umsonst. Weil sie dem Wesen des Internet widerspricht. Es ist nicht so, daß den Menschen Offenheiten "passieren", die sie später bereuen. Selbst wenn sie es einmal tatsächlich bereuen sollten, was aber nur hohes Maß an Abstraktionsfähigkeit begreifen lassen kann, so riskieren sie das gerne. Denn die Menschen WOLLEN gesehen werden, das steckt hinter dem Internet und den social media. Sie WOLLEN beobachtet und ernstgenommen werden! Sie WOLLEN in der anonymen Maschine, als die die heutige Welt erfahren wird, endlich als sie selbst - und das heißt: als Darstellung ihrer selbst - wahrgenommen werden. Und wenn von Liebe die Rede ist: Sie wollen gewollt werden, weil sie sich im Leben nicht mehr als gewollt erfahren.* Wer sich im Netz darstellt, will, daß auf ihn reagiert wird, der will wissen, wie er ist. Und das kann ihm nur ... die Welt sagen.**

Wenn also eine Kultur sich auflöst, keine Identität mehr zu stiften vermag, läßt sie ihre Mitglieder in einem unbestimmten Zustand zurück. In dem aber niemand leben kann, denn alles menschliche Tun und Handeln ist immer ein "Handeln als jemand" und in einer bestimmten, definierbaren, historischen Situation. Die Täuschung des Funktionalismus besteht ja darin, darauf aufzubauen, daß die Welt auf bloße neutrale, "objektive" Vorgänge real umzubrechen wäre. Aber Funktion ist nie aus der geschichtlichen Situation und Ebene eines Dings der Welt ablösbar. Sie ist immer Kommunikation von Wesenheiten, die zueinander in dialogischem Verhältnis stehen. Wer das nicht sieht, nimmt die Welt als Maschine wahr, die außerhalb von ihm steht, und in die er eingebunden zu sein sich mühen muß, die ihn aber jederzeit wieder ausspucken kann.***

Das Internet/social media würde schlagartig wie ein ausgelassener Luftballon zusammenfallen,  wenn jede Äußerung, jeder Akt der Selbstdarstellung nur noch adressatengebunden und adressatenintim wäre. Selbst die Beschränkung auf spezielle Foren oder Öffentlichkeitsadressen wie Blogs könnten das Grundbedürfnis nach Beachtung, nach wahrnehmbarer Liebe, nach Selbsterkenntnis und -erfahrung, das hinter dem Netz steckt, niemals kompensieren. Denn Wahrnehmung ist eine schöpferische Leistung, die eben mit Wahrheit und damit mit Tugend zu tun hat. Sie ist nicht einfach etwas, das es der Welt wie durch einen Temperaturfühler "empirisch" abzulesen gäbe. Sie ist eine menschliche Bringschuld.

Und hier läßt sich der Selbstdarstellungssucht der Gegenwart sogar ein interessanter Aspekt abgewinnen. Denn das Handeln der Menschen ist immer irgendwie wahr. Wenn auch oft ganz anders, und auf anderen Ebenen, als sie selbst meinen. Man muß es aber zu lesen lernen.



*Was nicht heißt, daß sie nicht mehr gewollt und geliebt würden - von Gott, dem Sein, das sie immer birgt, so verquer ihr Leben auch sein mag. Sondern sie nehmen die Welt nicht mehr als getragen von der Wahrheit wahr.

**Es wäre aber eine nächste Fehldeutung, die psychische Situation wie sie hier beschrieben ist, auf Nutzer des Internet/social media beschränkt zu glauben. Es ist vielmehr nur EINE ART der Äußerung. Ja, vielfach ist sogar zu beobachten, daß Kritiker des Internets/der social media GENAU DIESELBE Ersatzhandlung, nur auf anderem Weg suchen. Gäbe es also das Internet nicht, so würde es sich anders ausdrücken bzw. drückt sich in andere Konnkretionen hinein aus. Formwille verwendet dann nur anderes Material. Aber der fulminante Siegeszug des Internet ist zu einem großen Teil auf diese seelische Situation zurückzuführen.

***Auch dahinter, übrigens, steht eine tiefe Wahrheit, wenn auch auf anderer Ebene. Aber dieses "Selbstgefühl" ist ein Analogon zur tiefsten Ontologie der Welt - die sich als so frühes Prinzip von allem Seienden natürlich in alle differenzierteren Ebenen mit hineinträgt, sich dort aber in der Sprache und Weise und Gestalt der jeweiligen Ebene äußert -, in der alles ins Nichts fällt, das nicht am Sein teilhat. In diesem Fall äußert sich also die Ferne von Gott, die auf der psychologischen bzw. allein zugänglichen Ebene "so und so" kompensiert werden soll.




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Montag, 23. Dezember 2013

MIT einander und miteinander

(Fragment) Es hat etwas Seltsames, und ist (denkt man es durch) irrational, wenn wir der Kommunikation Richtung "auf den anderen" beilegen, sie damit verzwecken wollen. Diese Verzweckung muß immer scheitern. Denn Zweck ist zwar eine ihrer Wirkungen, aber nur indirekt, ja sogar nur indirekt erreichbar. Er ist nicht Ursache der Kommunikation.

In ihr nämlich wollen wir, als Grundrichtung unseres Menschseins, selbst das Ewige in uns darstellen, das Gültige, an dem WIR teilhaben. (Selbst, wenn wir simple Tatsachen "mitteilen", etwa auf der Pirsch dem anderen zeigen, daß der Wind ungünstig steht Denn unsere Leiblichkeit IST eine Darstellung jenes Geistes, an dem wir teilhaben, der durch uns wirkt, und das ist auch unsere Wirklichkeit.

In einer Zeit, die sich dieses Geistes unsicher geworden ist, deren Theorien und Anschauungen ihn gar verleugnen, ist das Unterstellen der Kommunikation unter einen Zweck deshalb logisches Reaktion auf diese Unsicherheit der Selbstgewißheit. Aber das, was wir heute "an den anderen richten", ist in der Regel ein Versuch, seine Rezeptionsfähigkeit zu beeinflussen, zu manipulieren, warum auch immer.*

Sinn und Wesen der Kommunikation ist aber einerseits die Darstellung des wahren Geistes (als ANALOGIE, als Ähnlichkeit in Angleichung und Gehorsam - Gehorsam als erste Grundhaltung des Erkennens - zu verstehen, NICHT als "identitäre Gegenwart eines anderen Geistes"! Die sakramentale Wirklichkeit als Sonderfall lassen wir hier einmal weg²) durch mich, und im Ganzen die Präsenz dieses Geistes durch die Menschen selber. Kommunikation gelingt dann, wenn beide Seiten, die sich sagen wir in einem Gespräch begegnen, sich auf diesen selben Geist hinwenden (nicht: EINANDER zuwenden!)

Die Zuwendung "zum anderen" ist immer eine Zuwendung zu seinem (den von ihm repräsentierten, durch ihn durchleuchtenden) Geist, der sich in die Welt neigt. Und in der Liebe eine Hilfe, die Trübung dieser Darstellung zu beheben. Kommt es zu einer Übereinstimmung im Wort, in der Sympathie, so deshalb, weil beide Seiten am selben Geist teilhaben und ihn darstellen. Die Liebe sieht den anderen genau als dieses Durchscheinende, und nicht als Bezweckenden.**

Deshalb kann sich die Wahl des Kommunikationsmittels, des Mediums etwa, in dem man etwas sagt, nicht daran orientieren, ob ein (letztlich: irrationaler) Zweck erreicht wird oder nicht. Er kann sich nur daran orientieren, ob in diesem Medium, durch diese oder jene Geste oder Situation, der Geist der Wahrheit darstellbar - und DADURCH mitgeteilt wird. Mitgeteilt, weil der andere IN MIR (und in dem von mir gestalteten Mittel, das eine gewissermaßen "ausgelagerte" Weise des Selbstseins ist) und meiner Gestalt an diesem Geist teilnehmen kann. Ich bin ihm Verweis, Hinweis, Tangente in das Transzendente, das allem Dinglichen, das immer ein solcher Verweis ist, zugrundeliegt.



*Was wir heute als Zuwendung, als Liebe etc. bezeichnen, ist häufig nur noch ein Versuch, die Rezeptionsfähigkeit des anderen - man überlege etwa nur den Sinn des Satzes, der andere solle "sich geborgen fühlen", worauf wir da nämlich abzielen - zu manipulieren.

**Füge ich einem anderen körperlich Übles zu, so zerstöre ich wie bei einem Spiegel das Glas, nie das Bild. Nur kann das Bild bei zerbrochenem Glas (Tod) nicht mehr erscheinen. Wobei zwischen dem physikalisch vermeßbaren "Körper" (der Masse) und dem Leib (der ein Ausdruck ist) zu unterscheiden ist. Das größere Übel ist deshalb, den Geist des anderen zu trüben. Denn damit ergreife ich ihn ganz. Dieser Hinweis kann oder muß als klare Absage an die heutige Pädagogik verstanden werden.

²Vorsicht dabei, diesen Gedanken weiterzuführen - Leib und Geist stehen sich nur auf eine Weise gegenüber; beide sind GEEINT in der Persönlichkeit. IN ihr. Der Leib ist damit nicht "weniger" als der menschliche Geist, er ist ihm auf eine Weise gleichberechtigt. In Leib und Geist drückt sich das Wesen der Persönlichkeit als Einheitsprinzip aus. Sehr gut dargestellt findet sich diese Thematik u. a. in H.-E. Hengstenberg, "Der Leib und die letzten Dinge"



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Dienstag, 10. Dezember 2013

Wie Geist sich ausdrückt

Ausdruck ist Offenbarung. Im Endlichen besagt er immer, daß ein Höheres sein Wesen auswirkt, indem es sich eines Niederen bedient, ohne die Eigenwirkung des letzteren anzutasten. Beispiel sei uns wieder das menschliche Wort. Es gelten physikalische Gesetze in dem rein physikalischen Sein der Klänge, innerhalb des "Wortleibes"; diese physikalischen Geschehnisse haben ihre eigene strenge Gesetzlichkeit Und doch tritt in ebendiesen ungestörten physikalischen Geschehnissen die höhere Wirkung des Geistes nach außen. 

Was im Geiste geschieht, gibt letztlich den physikalischen Geschehnissen den Sinn. Ohne diese zu stören und kausal zu beeinflussen! (Und ohne daß Sinn schlichtweg "hinzugedacht" wird, weil er sonst keine Realität hätte; Sinn ist im physikalischen Geschehen vorhanden, umgreift es, stellt es in eine geistige Ordnung; Anm.) 

Denn die physikalischen Gesetze sind ebensogut erfüllt bei einer sinnlosen wie bei einer sinnvollen Klangfolge. Das geistige Geschehen läßt das physikalische Geschehen (kausal) unangetastet; und gerade in dieser Symbiose bekommt das Geistige die Weise seines Wirkens, seines "Aus-sich-Heraustretens" - seinen Ausdruck, der also mit dem "Erzeugen" der physikalischen Geschehnisse durch geistige Akte nichts zu tun hat. 

Man kann sagen: Ausdruck besteht, wo ein höheres Sein dergestalt in einem niederen lebt, daß das "Niedere" die Weise bestimmt, nach welcher das "Höhere" sein Wesen nach a8ußen auswirkt. Das Wirken des Geistes tritt mit dem Wirken des Physikalischen im Worte nach außen. Ausdruck: Aufprägung des Lebensgesetzes des Höheren auf ein unter im Seiendes, ohne daß die spezifische Eigentätigkeit des letzteren angetastet wird.


Hans-Eduard Hengstenberg in "Der Leib und die letzten Dinge"



Geist ordnet also physikalisches Geschehen, er gibt ihm das Sinngefüge, das etwa einer Bewegungsenergie auf einen Körper gewandt seine Richtung gibt. Keinerlei Eigengesetzlichkeit ist dabei verletzt - aber das Sinngefüge, in dem sie sich wirken, ist bestimmt, und somit das Niedere "in Dienst genommen." Aber noch mehr: Dadurch wird die Materie "entkörperlicht", d. h. dem rein "innerweltlich körperlichen" entrissen. Sie kommt zum Strahlen (und nun nicht nur im mikrophysikalischen Sinn!) - wie das Wort strahlt, wenn es einem Edlen, Hohen Ausdruck gibt! Im Dienen vollendet sich das Dienende zu sich selbst.*

Das ist gemeint, wenn von "Selbstbesitz" des Menschen gesprochen wird: Er meint das Eingliedern aller "materialen" Elemente und Teile in eine ich-bestimmte Ordnung. Solange der Mensch dem zufällig Begegnenden unterworfen ist, kann er sein innerstes Ich (in der Antwort auf das Begegnende) nicht im eigenen Leib zum Ausdruck bringen. Gleichzeitig ist diese Ausdruckhaftigkeit (etwa im Handeln, und insofern handelt der Mensch immer) nicht ohne Begegnung zu denken, weil es kein Atom gibt, das sich nicht "in Bezug auf" etwas anderes definiert. Aber beherrscht das Eintreffende, Begegnende den Leib, so ist der "Ausdruck" Folge fremden Sinns. Wo wir in Abhängigkeitsbeziehungen stehen, also nicht Sinn setzen, sind wir des Ausdrucks beraubt - in eben dem Maße als die Abhängigkeit uns beherrscht.** (Im Antworten auf den Sinnbezug ist menschliche Willens-Willkür ausgegrenzt.)

Der Mensch ist Ich im freien (geistbestimmten) Antworten auf das immer vorgängige Du. Es sind nicht die autonomen einzelnen Teile, die die Sinn-Richtung vorgeben, während der Sinn die physisch-physikalische Natur der einzelnen Teile zu ihrer höchsten Möglichkeit im Dienst am Sinn führt. Es ist die zentrale Antwort auf dieses Du.



*Nicht das Material ist Ausdruck des Künstlers, sondern Medium seines Sinn-Ausdrucks im gesamten Kunstwerk. Das Material kann er in seiner Eigengesetzlichkeit nur verwenden. Der Sänger schafft nicht den Ton, sondern bedient sich des hervorgebrachten, damit verwendeten Tones, der durch das Sinngefüge, in dem er steht, sinnlich strahlt.

**Das unterscheidet auch die Hörigkeit vom Gehorsam, der ein freier Akt gegenüber der Ordnung im Sinn ist. Beide "folgen", aber nur einer gehorcht. Der Hörige fügt sich (übrigens: aus fehlgeleiteter Zwecküberlegung), aber er gehorcht nicht. Anders der Wahnsinnige, der einem fehlgeleiteten Sinn gehorcht.



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