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Montag, 12. Juni 2023

Wenn die Wunderwaffen ausgehen (2)

Langfristig wird Rußland nicht nur militärisch, sondern auch ökonomisch dem Westen überlegen sein. Und: Die tatsächlich apokalyptische Dimension - Schon in ersten Minenfeldern, Drohnenangriffen und Artilleriestürmen der Russen verrecken die westlichen Wunderwaffen.
Das amerikanische Magazin FORBES schreibt heute, daß bereits die Hälfte der jüngst erst vom Westen gelieferten Panzer und Panzerfahrzeuge (Leopard 2, Bradley , deutsche Bergepanzer, Entminungspanzer usw.)  vernichtet sind.
Und die Schwierigkeiten potenzieren sich, weil durch die russische Taktik die Logistik der Ukraeine - die aber bei jeder Offensive das größte Sorgenkind des Angreifers ist - noch weiter angespannt wird.

Speziell bei den fast unüberschaubar diversen Westwaffen - viel, und von allem wenig. Weshalb manche meinen, daß die Westwaffen viel zu "sophisticated" sind, viel zu hohen Aufwand an Wartung haben, viel zu komplizierte Logistik erfordern. 

Man denke doch nur an die kaum noch übersehbare Zahl völlig unterschiedlicher Munition, sofern die überhaupt zur Verfügung steht, man denke an die üblicherweiwse nötige monate- oder jahrelange Ausbildung, die nötig ist, um diese Waffen gut einzusetzen. (Sehen Sie dazu auch die brillante Analyse des momentanen Zustands auf den Schlachtfeldern in der Ukraeine durch Ex-Marine Brian Berletic.)

Ein erfahrener US-Oberst meinte unlängst sogar, daß die NATO selbst gar nicht in der Lage ist, die Ukrainer in zeitgemäßen Schlachtfeldstrategien zu schulen, weil sie sie selber gar nicht beherrscht. Weder die USA noch die NATO haben seit Jahrzehnten Erfahrung mit Kampfverbänden, die Bataillonsstärke übersteigen.

Aber die Welle läuft noch, da erschallen bereits die nächsten Rufe nach nächsten Wunderwaffen. Zelensky reist schon wieder, und in Kiew geben sich westliche Staatenführer die Klinke in die Hand. 

Montag, 3. April 2023

Ausdruck unserer hohen Würde

Und führe uns nicht in Versuchung - Nähern wir uns der Bitte im Vater unser von einer anderen Siete. Nehmen wir dazu einige Schriftstellen her: einmal die Aussage, daß Gott Vater jede unserer Bitten erfüllt. Jeuss schränkt dasd nicht ein! Wir können also auch 8m das Falsche bitten. Denn es heißtL: Worum immer ihr bittet, wird euch gegeben

Und dann nehmen wir dazu noch die Aussage Christi, als er im Garten Getsemaneh die Jünger aufforderte: Betet, daß ihr nicht in Versuchung fallet, (Und doch fielen sie.)

Gott gewährt uns, worum immer wir bitten. Jesus schräntk das nie ein! Das Gebet ist nämlich die Säuzle, auf der der Himmel über der Erde liegt. Es ist also die Ermüächtigung, die jenen Raum schafft, den wir Welt nennen. Und wie die Welt "aussieht", das ist uns geschenkt, das dürfen und müssen wir selbst leisten. Es ist Gegenstand unseer Freiheit, die letztlich der freiheit Gottes nachgebildet ist. 

(Somit auch nur dann wirkliche Freiheit ist, wenn wir Gott ähnlich SIND. Und au sdiesem Ähnlichsein heaus handeln. Die erste Aufgabe des Menschen ist also eine Gestasltaufgabe, keine des Handelns. Aus dem Gutsein der Dinge wird somit auch ein Gutsein der Handlungen - in der richtigen Haltung, nämlich der des Gehorsams.)

Dienstag, 24. Januar 2023

Hintergrundrauschen (2)

Von der Propädeutik zum Konkreten. Warum die Taliban in Afghanistan Zukunft haben könntenUnd dabei stößt man immer wieder auf ein Problem, das umso größer ist, als es nur schwer ins Bewußtsein zu heben ist. Sich aber  in eigentlich vollkommen falschen Lehren am freiesten vorkommen. Wie in diesen Beispielen, die lustigerweise, siehe oben, am ehesten noch in sogenannten "feministischen" Thesen zirkulieren.

Denn womit wir es in diesem hier aufgegriffenen, aber so wesentlichen Problem zu tun haben, stößt auf Undenkbarkeit, weil es auf (nur je anders gestaltete) Tabuisierung der Frauenfrage bei ALLEN Seiten stößt, egal welchen Spektrums (links, rechts, usw. man sie zuordnen möchte. Keine der derzeit kursierenden Denkweisen, wie immer sie auch aussehen, sind dabei auch nur im Ansatz geeignet, die Frage zu lösen. Ausnahmslos alle gehen fehl, und ihr Streit ist deshalb das den Kern des Problem vermeidende Umkreisen als Ausweg und Flucht.

Was wiederum mit einer in allen diesen Richtungen enthaltenen, kulturellen Erscheinung kurzgeschlossen werden kann oder muß. Die (kurz und bündig formuliert) mit Männern zu tun hat, die es nicht mehr wagen, ihre Mütter als absolute (weil eigentliche oder einzige) Autorität infrage zu stellen. 

Montag, 23. Januar 2023

Hintergrundrauschen (1)

Wie immer auch Irrtümer verpackt sind, wie immer sie daherkommen, ist am besten als Anforderung an die Wahrhaftigkeit zu sehen, in der man sich zur sittlichen höhe durchringt, den wahren Kern in JEDER These zu suchen und zu sehen. Mir zumindest ist nochkeine Theorie untergekommen, die VOLLKMMMEN aus der Luft gegtriffen ist, und nicht irgndeinen Funken Wahrheit enthält. Wenn sie den eigentlichen Aussgen der Wahrehit widersprechen dann weil irgendwo auf ihre Entstehungs- und Vergbreitugnweg ein sittlicher Irrtum geschehen ist, der Ebenen durcheinanderschemißt, oder Theorien nicht an die richtigen Präpositionen rückzubinden vermag.

Wir schicken dies voraus, weil wir hier mehrere Ansätze aufgreifen werden, die eigentlich grob defiziös sind, aber aus bestimmten Aspekten ihre augenblickliche Dominanz in einem Kern begründet haben, der an ihnen wahr ist, und der anderseits die elementarste Schwäche es Abendlandes (v. a. des US-Westens) ins Mark trifft.

Dienstag, 8. November 2022

Islam - die Apotheose des Gutmenschen

Der Bevölkerungsaustausch war immer ein Vernichtungskampf gegen die Kirche. Denn es ist natürlich auch die Kirche, die uns die Heilige Schrift gegeben hat. Und es ist die Kirche, die den Interpretationsrahmen für die Heiligen Texte liefert. Selbst der Koran zeugt davon. 

Er war die Frucht einer synkretistischen Religion (als übergeordnete, einen sollende Zusammenfassung lokaler, größtenteils arianischer Religionsbekenntnisse), die zu größten Teilen aus einer christlichen Verkündigungsschrift ("Querein") entstanden ist, der aber die Deutungsgrundlage entglitten ist, und im Laufe der Jahrhunderte auf das Problem einer ungenügend entwickelten )arabischen) Schrift traf. Sodaß sich mit der Tradition auch die stets nur durch mündliche Weitergabe lebendige Kenntnis der Inhalte, AUF DIE HIN die Schrift zu verstehen war, verloren hat. verlor. Und schließlich völlig neu interpretiert werden mußte. 

Dienstag, 1. November 2022

Das weltzugewandte, damit weltschaffende Gefäß

Die Heiilige Schrift ist Struktur und Grammatik unserer Sprache, und damit unseres Denkens. Sie schließt somit die Kluft zwischen dem amorphen Fühlen und Erfassen und dem Sprechen und Denken. Sie ist durch ihre sprachliche (und nur als Heilige Poesie begreifbare) Gestalt das weltzugewandte Gefäß des Geistes Gottes. Damit sich die gesamte Gestalt des Menschen naturgemäß bis in den Verstand hinein erheben kann. Um so das Insgesamt der Vernunftgegründetheit des Menschen zu bilden und ihn zur vollen Freiheit zu heben. In der der Anfagn das Wort war.

Deshalb ist die Bedeutung der vier Evangelisten gar nicht hoch genug einzuschätzen. ie werden in direkte Verbindung zum zweithöchsten Chor der Engel, den Cherubim, gebracht, die der Prophet Ezechiel als Ochse, Löwe, Adler und Mensch sah, was den Charakter der vier Säulen der Weisheit Gottes beschreibt.

Samstag, 2. Juli 2022

Von der Heilsnotwendigkeit Mariens

Könnten wir auch zur Gnadenfülle in Gott gelangen OHNE die Gottesmutter Maria? Die Antwort ist ebenso rasch gegeben, wie faktisch-taktisch naheliegend: NEIN. Denn es war unabdingbarer Teil der Heilsökonomie Gottes, zuerst die Gottesmutter und Jungfrau Maria in Nazareth durch den Engel zu FRAGEN, ob sie bereit wäre, am Heilswerk Gottes durch den Empfang des Sohnes Gottes mitzuwirken. Es ging also um die Mitwirkung der Menschenfrau Maria.

Sie hätte auch ablehnen können. Aber sie hat es nicht gemacht, und in dem Moment kam der Heilige Geist über sie und sie empfing aus dem Vater den Sohn. Gezeugt, nicht geschaffen, wie das Glaubensbekenntnis deshalb sagt. 

Das ist die allgemeine Art und Weise der Mittlerschaft der Gottesmutter Maria. 

Aber es gibt noch eine besondere Art. Und sie ist nicht weniger bedeutend. Nicht ontologisch, aber in der Realität und gelebten (als zu lebender) Praxis. Nur weil die Nabe bedeutender ist als die Speiche, kann das Rad nicht quasi auf das unbedeutendere verzichten.

Mittwoch, 8. Juni 2022

Im Prinzip dargestellt

Ein Prinzip - Ganz sicher kann man deshalb sagen, daß es keine Idee heidnischer, nicht-christlicher Religioen gibt, die Substanz hat, die sich nicht auch im Christentum wiederfindet, dort freilich in ihrer reinsten und vollkommensten Form. Man kann es durchaus abre auch so furmulieren: Es gibt praktisch kaum eine Idee im Christentum, die sich icht in einer mehr oder weniger abgeänderten Form auch in den Heidenreligionen findet.

Aber nicht in einem Sinne, daß der Katholizismus (kat-holon - das Allumfassende) wie ein synkretistisches, ekklektizistisches Unterfangen alles aufsammelt, wie der Staubsauger in meiner Wohnung, was da so herumliegt und -lag. Und auch nicht alles in völlig gleicher oder der direkt gleich zu verstehenden Weise enthält, wie alle diese Religionen und Weltanschauungen (die ja zu guten Teilen ebenfalls Religionen sind, so rational sie sich auch geben mögen - schon dieses Bekenntnis zur Rationalität kommt einem religiösen Bekenntnisse gleich) 

Samstag, 27. November 2021

Woran das Rotkehlchen glaubt (2)

Anmerkung* - Schöpfung Tag 5. Der Mensch und die Dreifaltigkeit als Urbild - Eine kleine Anregung am Rande: Je näher die Schöpfung dem Menschen kommt, je ähnlicher sie ihm wird, desto mehr spielt auch das Wort (Geist!) eine Rolle. Und nicht nur das: Grosso modo kann man sagen, daß je mehr diese (nicht-menschliche) Welt in der Lage ist, mit ihrer "Sprache" zu spielen, desto schöner ist sie, weil Gott GANZ schön ist, die Schönheit als Pracht und Herrlichkeit selbst ist.

Je ausschließlicher ihr Gehabe dem Spiel gleicht (man denke an balzende Auerhähne, überhaupt an manche Vögel - die, liest man die Genesis, mit den Tieren des Wassers VOR den übrigen Tieren geschaffen wurden, warum das wieder? weil sie offenbar ALLGEMEINERE, noch weniger ausdifferenzierte Prinzipien Gottes realisieren? Man könnte in diese Richtung denken), also keinen "Nutzen" hat, desto begeisternder sind sie. Und daß schöne Frauen (aber auch Männer) so oft von der Schauspielerei (unnötig wie alle Künste - Spiel!) oder der Philosophie träumen, hat nicht nur Narzißmus zum Grund.

Freitag, 26. November 2021

Woran das Rotkehlchen glaubt (1)

(Überarbeiteter und erweiterter Beitrag vom 22. August 2021) - Für den Leser vermutlich eine Kleinigkeit, den VdZ (und vielleicht manchen anderen) hat es doch nachdenklich gemacht. Im Tagesevangelium vom Dienstag der 18. Kalenderwoche (Mt. 14,22-36) zu lesen, wie einerseits Jesus über das Wasser geht (zu den Jüngern, die bei stürmischem Wetter im Boot sitzen, spät am Abend, also bereits dunkel, und dunkel hieß damals wirklich TOTAL dunkel, wie man es bestenfalls auf einsamen Almen noch erleben kann, oder in einer afrikanischen Wüste), anderseits liest man von Petrus, der ihn nicht nur als erster erkennt, sondern sofort reagiert, und dasselbe Wunder vollbringen möchte.  

Petrus war in allen solchen Fragen, in denen es um den Glauben ging, schreibt der Hl. Hilarius, stets der erste, und er war es mit seinem eigenen Verständnis und mit seinem eigenen Willen und mit seinem eigenen Charakter. Er stieß sich also sofort "ab", wollte sich auf das stützen, was er glaubte, und wollte sich sofort in die Freiheit begeben, vom Mutterschiff abstoßen, sich selbständig beweisen, sich selbst vollziehen. Wenn auch die Kraft dazu nicht immer gereicht hat, weshalb derselbe Petrus auch sprach: Sieh meinen Glauben, hilf meinem Unglauben. Ganz so, als wäre Glaube mehr als subjektives Wollen. Was der landläufigsten Auffassung von "Glauben" ziemlich widerspricht, nicht wahr, werter Leser?

Samstag, 2. Oktober 2021

Aus den Notizen am Nachmittag eines normalerweise gebrauchten Tages (2)

Schaffen ist Umordnen, Umordnen ergibt das Neue. Das Luder in der Abendmesse Aber darauf legt sie es wohl an. Die Ungarin. Und die Gnade. - Eigenartige Doppelnatur des Wortes. Wie jedes Ding in dieser gigantischen, nur staunen machenden Schöpfung. Und Staunen, so Jolles wieder, bringt Fragen. Aber dieses Fragen hat seine Antwort bereits in sich, denn es kommt aus der Antwort. Das ist nicht irrational, sondern ein Geheimnis. Das Wort setzt und wird gesetzt, das fällt in eins: Das Darstellen ist ein Schaffen, das Geschaffene ein wieder schaffendes - weil sprechendes - Darstellen (Sein von Gestalt; Darstellen als Schaffen weil Sprechen).
 
Wesen des Schauspielers, Wesen der Kunst, Wesen es Handwerks, Wesen der Welt. Wesen Gottes, in Jesus?

Selbst von dieser Seite aber wird die Ehe konkret als das den Menschen Konstituierende begreiflich - als Mann und Frau schuf er ihn (den Menschen) - das Wort ist einfach immer und überall das, was Schöpfungsprozesse auslöst weil Sinn hervortreten und Fleisch werden läßt. 
 
Deshalb ist noch jede "gescheiterte" Ehe (was ist das?) besser als keine. (Wenn es denn eine Ehe ist.) Ohne gründendes Wort - nichts, buchstäblich. Wie widerlich, schon rein ästhetisch, wie die Leute heute leben. Seltsam, daß das verschwinden konnte. Noch vor sechzig Jahren war es so selbstverständlich. Jeder, wirklich jeder hat geheiratet, das war auch die Standardfrage für jedes Kind. Die Spiele, alles waren "Ehen." Das Vater-Mutter-Kind-Spiel, das vergißt man doch nicht, das spielen doch alle Kinder.

Donnerstag, 30. September 2021

Aus den Notizen am Nachmittag eines normalerweise gebrauchten Tages (1)

13 Uhr) Die Lektüre ist mein Restprogramm für heute. Der Vormittag ist ja durch den Fehler bei den Tabletten eher nicht so gelaufen. Der Elektriker kam nicht, und diesmal war mir die Unzuverlässigkeit der Ungarn nur allzu willkommen.

Denn wenn ich die Medikamente zur Nacht vergesse, habe ich am nächsten Tag den Salat. Ich merke es normalerweise, weil ich aufwache und im Halbschlaf Alpträume, und, davon wach, so eiskalte Gedanken an Selbsttötung auftauchen, daß es mir kalt über den Rücken läuft. Dann weiß ich: Die Tradolan ... 
Die Pregabalin habe ich weniger in Verdacht. Vier Stück, je zwei und zwei, unmittelbar vor dem Schlafengehen. Wehe wenn nicht. Auch wenn die Schmerzanfälle immer seltener geworden sind, selbst wenn ich durch sofortiges Nachnehmen der vier Tabletten das Schlimmste noch abwenden kann, neige ich am Morgen danach zu Depressionen, weil ich schon im Vorhinein weiß, daß es ein gebrauchter Tag werden wird.

Aber heute war es anders.

Sonntag, 13. Juni 2021

Gedankensplitter 1165b (Einer von den ganz Wichtigen!)

Der Andere, der Fremde, der Bruder, der Kollege - Haben wir wirklich vergessen, was doch jeder selbst erlebt, der vom Dialekt oft so mühsam zur sogenannten Hochsprache erzogen werden muß? Ist uns nicht nachvollziehbar, daß "wir Deutschen" (als Glieder deutscher Völker) schon automatisch in zwei Sprachen hineingeboren werden? Die, gewiß, viel miteinander zu tun haben, ja. Die aber doch auch so unterschiedlich sind, daß sie jeweils extra erlernt werden müssen.
***
 Kommt nicht auch die heute so oft monierte Rechtschreibschwäche genau aus dieser Ecke? Daß in dem an sich nicht falschen Ansatz "nach der Rede zu schreiben", diese kleine Tatsache übersehen wird: Daß wir alle, zumindest wir alle, die noch bis zu den 1960er Jahren geboren sind, in den Schulen eben "Deutsch" gelernt haben, im fast täglichen Unterricht, und das war etwas völlig anderes als das, was wir nach der Schulglocke, die das Ende der Stunde anzeigte, sofort gesprochen haben? So anders, daß jeder aufgefallen ist.

Samstag, 12. Juni 2021

Gedankensplitter 1165a (Einer von den ganz Wichtigen!)

Es ist ERST das Allgemeine, dann das Individuelle, das die Gestalten der Welt konstituiert. Zwar ist eines ohne das andere undenkbar, und zwar wird ein Ding (=Seiendes) erst und nur durch das Einplatzen des Einzelnen in die Umgebung, an den Ort sohin, weil darin die Beziehungen bereits vordefiniert sind, denen der Einzelne beigestellt ist (was ja sein soziales Wesen ausmacht).

ber es ist das Allgemeine, auf das hin sich das Einzelne transzendieren muß, um DADURCH - DADURCH! - zu leben. Was heißt: Die Selbsttranszendenz zu vollziehen! So wie die Freiheit, gibt es nämlich auch das Leben nur im Vollzug. Was aufhört, sich zu transzendieren, stirbt. Meist, nachdem es zuvor eine Zeit lang krank geworden ist.

Das heißt, daß ZUERST das MANNSEIN oder das FRAUSEIN besteht, das aber dann nur im Individuellen existiert. Als Hans oder Friederike, als Bertram oder als s'Nießerl.

Sonntag, 21. Februar 2021

Der Streusel IST der Kuchen

Wer dem Vergißmeinnicht die blauen Blüten abspenstig machen wollte würde erleben, daß es dennoch immer wieder und wieder versuchen würde, neue Blüten zu bilden. So gut es eben vermag, wird es dieses scheinbar Äußerste seiner Existenz anstreben, die Blüte. Denn erst in ihr hat sie das Sein als Ganzes, das sich erst mit der Blüte vollzieht. 

Nicht einmal der Rest das Jahres kann jemals als Vollleben betrachtet werden, es bezieht sich immer auf das Hervorbringen der Blüten, als vorher, als nachher, aber immer als Ankerpunkt dessen, was man Existenz nennen kann. Diese Blüten also sind das Ziel des Daseins der Pflanze, und ihre Vollgestalt ist erst dann erreicht, wenn es alle seine Spezifika hervorgebracht hat. Dasselbe gilt natürlich für die Narzisse, die Tulpe, die Rose oder das Schneeglöckerl.

Es gibt kein Dasein als Blume, ohne spezifisches Dasein ALS diese oder jene Blume, in ihrer jeweiligen Vollgestalt. Die meisten würden sich sogar schwertun, die meisten der Blumen ohne ihre Blüte überhaupt "als" (diese oder jene) zu erkennen, sodaß diese in gewissem Sinn nicht einmal existierten.

Wer einen Streuselkuchen betrachtet wird sehen, daß einerseits der Streusel die Krönung des Mürbteigs ist, auf dem der Streusel von eifrigen Hausfrauenhänden platziert wird. Der es immer um die Vollgestalt des Kuchens ALS Streuselkuchen geht. Man kann nicht sagen, daß es den Streuselkuchen auch OHNE Streusel, als neutralen "Kuchen" gibt. Dasselbe gilt für die Linzer Torte, den Apfelstrudel oder die Krapotkinschnitte. Sie sind nur im Dasein ALS Spezifika, als genau dieser oder jener Kuchen, und sie brauchen wesensnotwendig ihre gesamten Bestandteile, die als "Krone" das ganze Kuchendasein erst erfüllen. Niemand käme auf die Idee, einen Streuselkuchen ohne Streusel zu machen. Die Sprache weiß, daß es dann KEIN Streuselkuchen IST und einen Kuchen, der nicht als der oder der Kuchen definiert ist, GIBT ES NICHT. 

Machen Sie, geneigter Leser, die Probe. Nehmen Sie Gegenstand um Gegenstand ihres Lebens her, Mensch um Mensch, und überlegen Sie, was ihn zu dem macht, was es ist. Und ob Ihnen nicht einleuchtet, daß etwas nur ALS KONKRETES dies und das existieret. Mit Beziehungen, Details, mit ganz bestimmten Eigenschaften weil Merkmalen. Denn sonst wäre es etwas anderes. Weil nicht dieses jenes ES. Und ob es eine Welt gibt, die NICHT aus konkreten jenen und diesen besteht, selbst wenn sie andere sind als jene, die sie jetzt vor Augen haben.

Was immer wir in dieser Welt ALS (dies oder jenes) definieren, also erkennen, dem wir als einem ALS begegnen (und IN einem ALS, nämlich einem Beziehungsfeld, das sich aus dem ALS ergibt und dort erst liegt), hat dieses ALS (dieses Sosein, ohne das es kein Dasein gibt) durch seine ÄUSZERSTE HAUT und Schichte. 
Dorthin strebt alles, ins Äußerste bzw. Äußere, und dort liegt Gesellschaft und Welt, was heißt: Dorthin strebt und entfaltet und sogar entwickelt sich alles. Wer, egal ob Mensch oder Tier oder Pflanze vernichten will, tut dies, indem er ihm seine äußere, seine äußerste Spitze und Oberfläche nimmt. 
Denn dort, in dieser äußersten Oberfläche, liegt dann sein Name! Dort, im Äußeren, liegt sein Dasein in der Welt. Dort liegt die Welt. Das man beim Menschen Kultur nennt. 

Vielleicht ahnt der Leser, worauf der VdZ mit diesen gewiß unvollständig und unbeholfen konstruierten Beispielen, die als Bild, als Ton einer Erzählung, als Ganzheit der Poesie sprechen wollen, nicht als "rationales Argument", hinaus will. Darauf, daß es kein Dasein und damit auch kein Lebendes gibt, das nicht in der Vollgestalt seines spezifischen Wesens auftreten kann. Denn dann wird oder würde es über kurz oder lang eingehen, sterben, vergehen. Ein "neutrales" Dasein, in dem das Spezifische des jeweiligen Wesens, das sich in scheinbar "unwichtigen" Einzelheiten ergeht, gibt es nicht. Man kann also sagen, daß alles, was es gibt, recht eigentlich erst IN und DURCH seine detailliertesten Spezifika ins Dasein kommt und darin ist. 

Wenn wir das auf den Menschen umlegen, kommen wir zum selben Ergebnis. Jeder Mensch wird leiden, wenn das, was sein Dasein ausmacht, nicht erreicht wird. Und dieses Ziel, das jeder hat und das man so gerne als "unwesentlich" oder "unwichtig" darstellt, ist in Wahrheit sein eigentliches Ziel, also sein Sinn. Ein Mensch, der solche ganz detaillierten Ziele verliert oder nicht mehr hat, noch mehr aber ein Mensch, der (wie es beim Vergißmeinnicht wäre, das irgendwann, wenn es dauerhaft an seiner Vollgestalt gehindert wird, eingeht, weil seine Lebenskraft zu frustriert ist, und nicht mehr ins Dasein gelockt werden kann, also das Flehen ans Sein selbst erlischt) der auf alle Ziele unfreiwillig und dauerhaft verzichtet, fällt zu einer unförmigen Masse zusammen. Einer Masse, die man als Elend, als unsittliche Unordnung oder als De-Personalisierung bezeichnen kann. Denn so äußert sie sich, und das sind auch die großen Gefahren des Menschseins. Die man auch unter Acedia (Trägheit des Daseinswillens) zusammenfassen kann. 

Damit sind wir bei dem Wort, das für eine menschliche Seele, die sich an solch einen Punkt findet, zutreffend ist: Wir nennen das, was früher Melancholie oder habituelle Schwermut genannt wurde, Depression. Die von einem zeitweiligen, aber doch noch transitorischen Zustand, der überwunden werden kann, nach - je nach Mensch mehr oder weniger kurzer Zeit - in einen Dauerzustand übergeht, also habituell wird. Als Art und Weise, wie er der Welt noch begegnet. 

Interessenlos (das heißt: ohne sein Sein und sein Ziel noch zu berücksichtigen, und damit Anknüpfungspunkte zum eigenbestimmten Handeln und Selbstentrollen zu finden, die die Welt betrachtet), gleichgültig, und meist und sehr rasch mit Beimischungen des Bösen, das auch dem anderen und den anderen, ja allen und allem (also der ganzen Welt!), dasselbe Leiden und Nichtsein wünscht, an dem man selber so leidet. Und das aus dieser Willensrichtung heraus, zu der das werden kann und auch wird, auch an der Zerstörung arbeitet.

Nun wird wohl klar, worauf diese gesamte Denkbewegung hinging. Die von der Betrachtung ausging, daß alles nicht auf ein bestimmtes "allgemeines, reduziertes" Dasein beschränkt werden kann, sondern daß sein motivierendes, sein gesamtes Leben hervorrufendes und einladendes Dasein, seine Existenz als dynamischer Vollzug des Lebendigen im Dialog mit den jeweils äußersten Schichten des anderen, der umgebenden Welt erst überhaupt IST. 

Eine Beschränkung läßt sich jeweils nur über kurze Zeit und Frist ertragen, ist immer mehr oder weniger großes (noch dazu immer in individuellem, von niemandem anderen bestimmbares Maß ertragenes) Leid. Es gibt freilich Zustände, in denen solches Leid dauerhaft verhängt wird. Es sind Zustände, wo ein Volk von einem Feind unterworfen, bedrückt, seine Lebensformen unterdrückt und verboten werden, das somit in Sklavenstatus fällt. So, wie es eben Menschen gab und gibt, die als Sklaven "leben" müssen, und damit ein Leben führen müssen, das all das, was das menschliche Leben eigentlich ausmacht, nicht leben und vollziehen dürfen. 

Sie dürfen, und damit fliegen wir zum Kern der Sache, sie dürfen nicht Priester sein. Sie dürfen die Vollgestalt des Daseins, die auf Gott ausgerichtet ist, nicht als Dankopfer und Signum der Freude des Seins im Sein, darbringen. Sie müssen ein elendiges Leben fristen. Das zu eben den erwähnten Folgen führt.*

Somit sind wir zu der Frage gekommen, was das Leben als Mensch ausmacht. Das ohne Gemeinschaft, ohne Gesellschaft nicht denkbar ist, weil jedes individuelle "Ich" erst in einem "Du" überhaupt entsteht, also welthaft wird. Und schon mit diesem Satz rückt der Casus Knacktus direkt vor die Nase. Er macht klar, was mit den nun schon fast ein Jahr dauernden Beschränkungen des sozialen Lebens tatsächlich passiert: Die Menschen fallen ins Nichts. Buchstäblich.** Somit kann und muß man sagen, daß einerseits dem Sklaven und dem Unterdrückten, dem Beherrschten, dem Entselbsteten der Tod in dem Augenblick blüht, wo seine Kultur unterdrückt oder geraubt wird.

Was aber ist Kultur? Was ist sie real, und nur dann isset sie ja, besteht sie also in jener Dynamik, die alles haben muß, das exisitert (auch das ein actu, ein aktivum)? Es ist die Schichte der Institutionalisierungen, der Riten, der Gebräuche, der Rhythmen, der Fest- und Gedenktage, der Rituale und der Liturgien! DIESE SCHICHTE ist es also, die den Menschen existieren läßt - oder ihn über kurz oder lang in den Tod wirft. Zumindest intentional, über die (immer häufiger habituelle) Depression.

Und damit sind wir endlich bei dem angelangt, was diese Corona-Bedrückung und damit im Zusammenhang stehenden Maßnahmen endlich (!) in ihren richtigen Verhältnismaßstab setzt, der eine Beurteilung möglich macht. Somit wird klar, daß das, was uns seit einem Jahr bereits auferlegt ist, nicht nur sachlich nicht gerechtfertigt ist (aber dieses Thema können und wollen wir hier gar nicht erst diskutieren), sondern daß in KEINEM FALL eine derartige Bedrückung ZULÄSSIG UND ERLAUBT IST. Es sei denn, man hat vor, uns und unsere Länder direkt und wirklich auszulöschen und zu töten. 

NIEMALS DARF es also zu weit kommen, daß uns unsere Feste, unser Kirchenjahr, das diese Feste und diese natürlichen Rhythmen in Gott hinein trägt und ihnen somit ihre wahre Dimension der Vermählung von Himmel und Erde wie eine Krone (siehe den Streusel, siehe oben: Der der Kuchen IST) aufsetzt. 
NIEMALS darf man einem Volk seine Riten, seine Treffen, seine gesellschaftlichen Ereignisse nehmen. Niemals seine Stimmungen, die ein einziges Insgesamt sind, zerstören und glattbügeln, als würde man alles auf eine primitive Ebene der Existenz beschränken wollen, weil das andere ja NEBENSÄCHLICH wäre.

Wer somit das Soziale - dauerhaft, und das heißt alles, was über einen KURZEN Moment hinausgeht - unterbindet, zerschlägt das Menschsein selbst. Wer es vergiftet ist ein Verderber in einer ungeheuerlichen Dimension. Politiker, Medienverantwortliche, Eliten - sie sind also Ungeheuer. Sie sind die, die uns wahrlich bedrücken.
Wie es DERZEIT und auf unabsehbare Frist geschieht. Wo das soziale Klima vergiftet wird, weil die Schuld und Verursachung des Leidens der Bedrückung AUF DIE JEWEILS undefinierbaren NÄCHSTEN geladen wird.

"Ich muß unter dem Lockdown leiden, weil diese und der da sich nicht an die Corona-Auflagen halten! Die nicht vernünftig sein müssen, die ich auch nicht verstehen muß, womit sie meiner Freiheit unterlägen, die aber als Schlüssel zum Ende der Bedrückung verheißen sind.
Damit wird der Aggression, die dem unbestimmbaren Leiden entstammt, als der Energie, die sich der Überwindung des Übels zuwendet, deren Richtung aber noch unbestimmbar bleibt, durch Fehlinformation, durch Gewalt und Befehl der (direkt wie medial vermittelten) Autorität, ein Ersatzziel geboten. Und dieses ist DER NÄCHSTE, DER ANDERE. 
Diese Vergiftung des Sozialen ist keine Zukunft, sie ist im Alltag bereits als allgemeine Stimmung zu bemerken. Wo Mitmenschen ohne jede Rücksicht auf Benimm, Anstand und Diskretion den jeweils anderen Mitmenschen zu Aufsehern und Sklavenhaltern werden. 
Aus einer nunmehr endlich (aber so falsch!) konkret werdenden Aggression heraus, die IMMER entsteht - als ungelenkte Energie der Entelechie, also Enfaltung des Wesens - wenn die äußerste Schichte des Existierens unterdrückt und glattgehobelt wird. 
Und das ist alles, was uns nicht mehr möglich macht, die unterschiedlichsten Rhythmen des Jahres zu leben. Dieses Leben ist ein Leben in den äußersten Schichten. Denn erst diese sind das, was wir als Kultur bezeichnen. Und Menschsein heißt Kultur. Aber Kultur ist nicht unwesentlicher Schnickschnack, auf den man schon mal verzichten kann, sondern es ist das Spiel der Formen und äußersten Schalen und Schichten unseres Existierens. 
Es sind somit die kleinsten Feste und Hochzeiten, die Geburtstage und Wiedersehensfeiern, die Feiern bei bestandener Aufnahmeprüfung oder die Trauer bei Verlusten, die religiösen Feste als Hochzeiten und Überhöhungen von Irdischem ins Ewige ebenso wie egal welche Kalendertage in ihrer jeweiligen Bedeutung, als Anniversarien egal welcher Ereignisse, als Gerüst unserer Geschichte und damit als unsere eigene Historizität. Es sind die Stimmungen, die die Zeiten, die wir durchleben ausmachen, es sind die unzähligen Details, in denen wir das leben und erleben. 
DIESE ÄUSZERSTEN SCHICHTEN, die das Material sind, in dem wir geschichtlich werden, also existieren, SIND HEILIG. Sie müssen also für jede Regierung tabu sein. TABU. Das heißt unberührbares Fluidum des Lebens eines Volkes, die kein Diktat zerschlagen darf, die niemals der Freiheit entzogen werden dürfen. NIEMALS.

WER DAS DENNOCH TUT, DER IST EIN VERBRECHER UND TYRANN. 

DENN ES SIND DIE NEBENSACHEN, sozusagen, DIE UNSER LEBEN UND DAS LEBEN EINER GESELLSCHAFT ERST AUSMACHEN. Diese Details, dieses ausgearbeitete Konkrete, diese Kultur also ist es, was alle Menschen erst lebendig macht. Wer das nimmt, wer das niederschlägt, versklavt und unterdrückt ein Volk tatsächlich und real. Wer das macht, ist somit ein Übeltäter, ein Unterdrücker, ein Bedränger, und er ist ein Übel, das zu beseitigen ein Volk Gott anruft und anfleht, daß er es davon befreien müsse. 

Der Ruf KURZ MUSZ WEG oder MERKEL MUSZ WEG hat also tatsächlich (!) eine religiöse, eine metaphysische, eine tiefe ontologische Dimension. Er ist ein Ruf zu Gott, diese Bedränger zu zernichten, ihre Regime zu zerschlagen, und sein Volk, den ihm per Taufe ganz real zugehörigen Leib, zu retten und zu erlösen. Indem er seine furchbare Hand ausstreckt, und mit der Faust die Bedränger zerstört.

Jetzt erst wird uns, werter Leser, vielleicht so richtig klar, nicht nur was passiert, sondern daß alle Klagen, daß das eine oder andere doch endlich "freizugeben" sei, während wir uns eh mit so vielem abfinden wollen und werden, viel zu wenig weit greifen. Daß noch so viel und so viel Tieferes an Leid gar nicht erfasst wird, wenn wir uns auf diesen unwürdigen teilhaften Schacher beschränken lassen. Es geht um die Freiheit ZUERST, unsere Kultur, unsere Rhythmen, unsere Feste feiern zu können. DANN können wir vielleicht über das eine oder andere - IMMER FREIWILLIG, immer INDIVIDUELL - sprechen. NICHT VORHER. SOLANGE ABER SIND KURZ; MERKEL UND WIE SIE ALLE HEISZEN BÖSE BEDRÄNGER UND FURCHTBARE BEDRÜCKER, die zu beseitigen Gott angerufen werden muß. 

Das ist die Heilige Pflicht des Christen, zu rufen, wie es das Volk Israel in der Verschleppung in Babylon tat. Eine Zeit, von der auch viele Historiker sagen, daß sie ja "gar nicht so schlimm gewesen" wäre, daß der "Wohlstand dort" sogar oft höher gewesen war als in Judäa. So, wie man es heute von den Geldern sagt, mit denen man uns überschüttet. Aber nicht nur geht es GAR NICHT darum, sondern sie sind Teil einer unsäglich tiefen Bedrückung.

Wer unter diesem Gesichtspunkt, der endlich und hell vor Augen zu stehen kommt, die Psalmen betet, betet sie plötzlich in so neuem Licht, daß es einen nur noch wundert, daß sie noch nicht verboten sind. 

Denn die Psalmen sind ein direktes Flehen zu Gott, das bestehende Regime der Bedrückung zu beseitigen. Wegzuschleudern. Zu vernichten. Damit ist auch klar, wer heute der Feind ist. Es ist NICHT Corona. Es SIND DIE REGIERUNGEN. Es sind die Eliten, die uns in dieser Bedrückung halten wollen. Ohne Kenntnis davon zu haben, was das Menschsein überhaupt ausmacht. Weil sie zu jung, damit zu ungebildet, zu unerfahren, zu unreif oder (und, denn meist schmilzt all das zu diesem einen zusammen: Das Dumme, Unreife und so weiter wird irgendwann dazu!) BÖSE sind. 


*Die Sklavenhalterei, übrigens, zu einem miserablen wirtschaftlichen Unterfangen gemacht hat. Das ist all jenen nicht klar, die von angeblichen wirtschaftlichen Vorteilen sprechen, die Sklavenarbeit für die Halter und Besitzer der Sklaven habe. Auch in der Sklavenhaltung geht es nicht um ökonomische Vorteile, sondern nur um Wege, eine bestimmte Lebensform (des Sklavenhalters) zu ermöglichen. Die aber viel Geld kostet, solange man die Sklaven wirklich Sklaven sein läßt, ihnen also nicht Lebensform und -rhythmus zugesteht, der sie im Vollsinn, also in einer lediglich Bindungen unterlegenen Form leben läßt. Und Bindung gehört zum Wesen des Menschen IN FREIHEIT. (Damit wollen wir das hier aber belassen, wir werden uns damit noch eingehend befassen, das sei versprochen, der VdZ hat bereits Ladungen hervorragender Studien und Literatur dazu auf seinen Büchertischen liegen.

**Damit haben wir die direkte Quelle der Depressionen, die beobachtbar und überall in unseren Ländern zunehmen, und die auf der Kippe zu einem Habitus sind. Der unsere Länder dermaßen schädigen wird, wie wir es uns noch gar nicht vorstellen können. "Skorpione in den Fersen," nennt es die Offenbarung, übrigens, die einmal mehr zeigt, wie konkret, wie wahr (!), wie umfassend und wie von tiefer Kenntnis von Mensch und Welt getragen die Bibel ist.


Dienstag, 9. Februar 2021

Kultur als "Maschine" der Heilsordnung (1)

"Die Leiden der gegenwärtigen Zeit bedeuten nichts im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll. Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes. Die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat; aber zugleich gab er ihr Hoffnung: auch die Schöpfung soll von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes." (Röm 8, 18-21)

Seltsamerweise ist besonders die herausgestrichene Stelle in den verschiedensten Übersetzungen (oben ist es die Einheitsübersetzung), die der VdZ herangezogen hat, ganz offensichtlich schlampig - also nicht ganz einer Sinnklärung willen an der Wahrheit ausgespannt hinlänglich gefolgert - übersetzt. Denn ihr Sinn ist kaum wo deutlich. 

Erst in der Übersetzung von Konstantin Rösch kommt der Sinn der Stelle, von der hier gehandelt werden soll, deutlicher zum Ausdruck. Denn nach Rösch ist sie so zu lesen: 

"Die Schöpfung wurde der Vergänglichkeit unterworfen, nicht nach eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterwarf. Doch bleibt der Schöpfung die Hoffnung, daß sie von der Knechtschaft der Vergänglichkeit frei und an der herrlichen Freiheit der Gotteskinder teilnehmen wird."

Denn wir deuten sie anders, und schon gar anders als etwa Karl Barth in seinem legendären Römerbrief-Kommentar. Wo eine völlig verworfene Schöpfung auf eine Weise zur Hoffnung berufen sei, wie sie zuwenigst dem VdZ nicht nachvollziehbar ist. Denn von Gott hineingelegt blinzelt bereits die Gnosis um die Ecke. Jene Sichtweise also, in der Gott das Gute wie das Böse verursacht weil geschaffen hat. Zumindest kann man diese Lesart bei Barth nicht ausschließen. Aber das Böse hat keine Substanz, es hat kein Wesen aus und in sich. Es ist böse in Beziehung, in Bezug auf den Schöpfer weil auf die Schöpfung und der Ordnung.

Das Geheimnis der Stelle entdeckt sich also auf andere Weise. Indem man nämlich zum einen bedenkt, daß alles was ist, alles was es gibt, alles was Seiendes ist, und INSOFERN auch der Satan, der Nichter, im Letzten nur isset (activum), weil und insoweit es am Sein selbst, also an Gott in Analogie, also Ähnlichkeit zu Geist und Wille Gottes TEILHAT. Die sich in allem Seienden durch Richtung, Gerichtetheit ausdrückt. 

Aber wir haben zwei Todfeinde. Und das ist es, wogegen sich eine Kultur stemmt. Die Schwäche der eigenen faktischen Natur, zum einen, aber zum anderen einen Willen, der zum Nichts führen will und so gerne das faktische Seiende lenken und bestimmen möchte. Um so zum Nichts zu bringen, was zum Sein bestimmt ist. Satan. Deshalb heißt Kultur AUCH und sogar manchmal überwiegend Kampf. Deshalb steht zwar Freude am Fenster der Kultiviertheit, aber zu ihr ist ein Weg der Pflicht und des Schweißes zurückzulegen.

Um so dieser "Gerichtetheit aus sich heraus" die Krone zu bilden. Diesen Willen, also der Geist, in dem sie "Abba" spricht, zur Haltung, zur Gerichtetheit des Faktischen zu machen. So gut es eben geht. 

Gefallen sind wir. Aufstehen müssen wir. Denn wir sind herausgerissen durch die Sünde des ersten Menschenpaares aus der engstmöglichen Vermählung mit dem Willen Gottes (Mensch = Mann UND Frau), fehlt dem Schöpfungsganzen nun diese Gerichtetheit im Geiste. Hier aber setzt der Satan an. Der jede Nicht-Gerichtetheit auf Gott als Tor erkennt, durch das er einfallen und der somit neutral bis sogar wehrlos gewordenen Schöpfung SEINEN Willen aufprägen kann. 

In dieser Hinsicht ist der "Unterwerfer" eben auch auf zweierlei Weise zu verstehen: Da ist sie als Strafe Gottes, der sie der Leere, der Nichtung, dem Tode ausgeliefert hat, die nur durch jene Haltung zu heilen ist, in der sich die Schöpfung wieder gegen Gott wendet UND (und das vor allem) durch den Gottmenschen Jesus Christus im Opfer wieder mit dem Vater, mit Gott versöhnt ist. 

Aber da ist sie auch (!) dem Satan unterworfen. Aus dessen Klauen nur eines befreit: Die Hinordnung auf den Sohn Gottes, der durch seine Doppelnatur Mensch-Gott auch das Menschsein in dieses innertrinitarische Leben (zurück-)geholt hat.

Und im Menschsein - weil der Mensch die Krone der Schöpfung ist, und zwar auf eine Weise, in der die gesamte Schöpfung auf ihren König hin orientiert und ausgerichtet ist - nimmt er somit auch die gesamte übrige Schöpfung, von der Mikrobe, dem Virus, dem Stein, der Pflanze, dem Tier, bis hin zum fernsten Stern im All, in dieses Leben im Heiligen Geist (als die Heiligkeit repräsentierende, ja seiende Hauchung zwischen Vater und Sohn) mit hinein. 

Was bedeutet das für den Menschen, was für unser Verhalten? Wenn wir denn in die Sünde gefallen sind, heißt das für uns, daß wir eines nie verlieren dürfen, und uns um eines stets wieder zu mühen haben: Diese Hinordnung auf Jesus. Erst in diesem Hoffen, in diesem Glauben, in diesem Lieben, das alles selbst bereits dynamisches Heiliges Leben ist, sind wir jenes Gefäß, in das sich die Gnade ergießen kann. Die von Gott ungeschuldet und aus freiem Willen in die Welt hereinbricht, um uns in die Heiligkeit hineinzuholen. Diese Bereitschaft dazu ist auch das einzige, das wir wirklich tun können. Und an ihr wird auch unsere Verdienstlichkeit gemessen. Denn sie hängt tatsächlich von uns ab. 

Wenn wir nun den Gedanken hereinholen, unser Wissen (als sichergestelltes, in Händen gehaltenes Spiegeln der Wahrheit selbst) darum aufrufen, daß das Menschsein an sich KULTUR ist, denn sonst ist es gar kein Menschsein, das über die Potens (die reine Möglichkeit) hinausgeht, dann wird uns vielleicht klar, was es bedeutet, IN einer Kultur zu leben. Wo diese Ausrichtung auf Gott, den Geber aller Gnade, wie eine Leitplanke in unseren alltäglichsten Begegnungen mit Dingen wie mit (ähnlich uns gutwilligen) Menschen in unseren Wegen steht. 

Bei jedem Schritt, bei jedem Blick, bei jedem Gehörten und Gefühlten und Gerochenen, das uns in der Schönheit von der Güte Gottes, der die Freude ist, erzählt. Und uns so den Schritt auf unseren Schöpfer hin so leicht macht, daß es uns nachgerade löckt. In jedem Menschen grüßt uns sein Heldentum, in jedem Brot die Vollkommenheit zu der das Sein des Getreidekorns über die Sauerbakterien geführt wurde, und uns somit im Geschmack erfreut und in der Sättigung schließlich und nicht zuletzt auferbaut. In jedem Wort, das wir hören, und das getragen vom Guten Willen, also von dieser vorbehaltlosen Bejahung des Seins durchwirkt ist.

Morgen Teil 2) Worauf wir uns freuen dürfen, weil wir hoffen.


*040221*

Dienstag, 20. Oktober 2020

Gegen den Antichrist

Aus gegebenem Anlaß eine Wiederholung eines Beitrags auf diesem Blog, der hier am 29. September 2010 gebracht worden ist.

"Ich rufe aus des Paulus zweitem Brief an die Thessalonicher den Katechon, den Aufhalter [des Antichrists, Anm.] heran - vor der eschatologischen Wiederkehr Christi die Herrschaft des Antichrists, die sich in zunehmender Bosheit vorbereitet, aber so, daß diese Zunahme von einer sie aufhaltenden Kraft gehemmt wird. 

Paulus hatte wohl das Imperium Romanum im Auge, das die Anarchie durch das Recht bändigt, und ähnlich verstanden sich die deutschen Kaiser des Mittelalters. Erst wenn der Widersacher die Autorität und Majestät des Staates beiseite getan hat, kann er frei schalten - und in dieser Obrigkeit sahen wir ja eine der mythischen Mächte, die zusammen mit anderen das Geflecht der Wirklichkeit ausmacht."

Gerhard Nebel, in "Stefan George und die entgötterte Welt"


*160920*

Montag, 21. September 2020

Gegen den Antichrist (2)

Aus gegebenem Anlaß eine Wiederholung eines Beitrags auf diesem Blog, der hier am 30. September 2010 gebracht worden ist.

"Ich verstehe den zivilisatorischen Prozeß als Aktion des Antichrists und ehre die Mächte, die in Hölderlin und George wild lustvoll, sprengend einbrechen, als Gestalten des Katechon - aber nicht nur in der strömenden Fülle, wie sie etwa der Sieger sei es des Schlachtfeldes, sei es der Arena im Augenblick des Triumphes erfährt, sondern auch in der schweigenden Gewalt der Sitte wird der Weitergang der Bosheit verhindert. Wir alle können dazu beitragen, in dem wir uns für die mythischen Gerüste opfern und indem wir aus der Öffentlichkeit, vor allem aus dem Kulturbetrieb, ausscheiden.

Ich denke an die Ordensstiftung Georges, an die Rückzüge Heideggers nach Todtnauberg, Ernst Jüngers nach Wilflingen - allein die Abseitigkeit ist heute schon ein Verdienst."

Gerhard Nebel in "Stefan George und die entgötterte Welt"


*160920*


Donnerstag, 25. Juni 2020

Das Symbol verweist auf eine historische Wirklichkeit

Die Frage ist zu wichtig, als daß man sie in einem Nebensatz (wie so oft in diesen Beiträgen, wo die Nebensätze oder Zusatzbemerkungen oft selber schon ganze Abhandlungsbereiche sind) verpacken könnte. Sie muß ins Scheinwerferlicht. 

Nämlich die Frage um das Symbol, um Symbolik, und ob sie überhaupt ohne Realität funktioniert. Denn Symbole verweisen auf eine Wirklichkeit, die wirklich wirklich ist. Sonst wären sie reine Phantasie. Deshalb hat es keinen Sinn, Symbole "zu erfinden". Sie müssen immer auf eine Wirklichkeit bezogen sein. 

Auf eine Wirklichkeit, die ab einem bestimmten Punkt Realität, historische Realität wird. Wie das Alte Testament. Das sich nur verstehen läßt, wenn seine Geschichtsbilder als reale Darstellungen gesehen werden (und das ist ja das Bemerkenswerte an der gesamten Heiligen Schrift: Sie vermeidet nicht nur nicht, sie SUCHT geradezu historische Einbindungen. Deshalb sogar die langen Aufzählungen über die Vorfahren Jesu, deshalb die ständigen Erwähnungen, wer wo König, Statthalter oder Hohepriester war. Denn das einzige, was uns die Gewähr der Zuverlässigkeit von Symbolen gibt, sind historische, also reale Ereignisse.

Dennoch wird heute oft so getan, und es ist ein "so tun", als gäbe es Symbolik, ja als wäre es deren Natur, auf KEINE Wirklichkeit hinzuweisen. Keinen Verbund mit dem Sein der Dinge, dem Wesen der Welt als Zueinander von aktivem Sein, das immer ein "Sein an einem Ort", also innerhalb von Beziehungen und Beziehungsnetzen ist. Aber das ist nichts sonst als der (zugestanden, sehr häufige) Versuch, das Gesehene zu entwerten. 

Hier kann man also von "gaslighting" sprechen: Als dem Versuch, sinnliche Daten zu entwerten, als nicht-wirklich und nur eingebildet (also der rein subjektiven Phantasie entsprungen) darzustellen, um so das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung, also die Fähigkeit zur Einordnung von sinnlichen Daten, zu zerstören. Was die perfideste Methode ist, die eigenen Spuren zu verwischen, um nicht zur Verantwortung gezogen zu werden. Dem in der Regel ein umfassendes rhetorisches Lügengebäude folgt.

Deshalb muß sich jedes Symbol, soll dieser Begriff (und damit eine dahinterstehende Wirklichkeit) nicht als Unsinn aus dem Spiel nehmen, in einer simplen historischen Realität erfüllen. 

Ganz also so, wie sich die gesamte Symbolwelt des Alten Testaments in Jesus Christus historisch erfüllt hat. Hätte es diese Realität nicht gegeben, wäre das gesamte Alte Testament nichts als eine Menschenphantasie gewesen und geblieben. Niemals aber als Sammlung des Sprechens Gottes DURCH die Menschen, durch deren Geschichte, durch deren Handlungen. 

Das aber alles auf etwas hinwies: Darauf, daß diese Symbolhaftigkeit eines Tages durch die Fleischwerdung Gottes Realität werden sollte. Wo es nicht mehr beim Symbol bleiben würde, sondern wo alle diese Symbole real werden würden. Wo das Herbeisehnen der Propheten nach Ewigem Leben, nach dem Paradies, durch die historische Präsenz Gottes in der Fleischwerdung seines Sohnes, vor allem aber dann durch die Wundermacht dieses Messias Realität werden würde. 

Deshalb ist es ein katastrophaler Irrtum so zu tun, als würden die Wunder, die die Evangelien schildern weil als Erlebtes erzählen, bloße "Symbole" für etwas Dahinterstehendes, noch zu Erfüllendes seien. Oder ist diese Mode, die es heute ist, und die die Schwierigkeit des Glaubens als (verdienstvollen) Akt* verhindern will, nicht mehr als ein sinnloses Gequatsche über die Entwertung der Wirklichkeitsdimension der Heiligen Schrift durch Bestreitung deren Historizität?

Deshalb ist die uns begegnende Gestalt stets (auch) ein Symbol, weil in allem eine Wirklichkeit enthalten ist, uns somit begegnet, die sich in den Gestalten, deren wir ansichtig beziehungsweise sinnlich habhaft werden, offenbart. 

Und deshalb ist die Weise, vom Alten Testament als Symbol zu sprechen, ohne es im Neuen Testament erfüllt zu sehen, sinnlos. Wo läge denn der Wert eines Symbols, das sich als Grammatik, als inneres Erfüllungsbild einer Realität, eines Dings (wir erinnern uns? Alles was ist, ist nur, weil soweit es tätig ist, also sich in der Geschichte vollzieht, was wiederum heißt: Begegnungen real macht, also wiederum: fleischlich macht), eines Ereignisses, das keinen Realitätswert hätte? Und damit Wert für uns?

Wo läge der Sinn unseres Hierseins dann überhaupt? Wäre dann nicht alles zufällig und sinnlos, gäbe es dann überhaupt einen Sinn des Erkennens, wenn es keine Wirklichkeit zu erfassen - und das heißt auf eine Weise: erinnern, als in uns (Fraktale) ebenfalls prinzipiell vorhandene Wirklichkeit - gäbe? Die noch dazu mit uns zu tun hat? Weil sich in der gesamten Welt (als Schöpfung) ein Zueinander eines einzigen Sinns, einer einzigen Grammatik, einer einzigen Wirklichkeit offenbart? 


*Glaube ist ja nur damit sinnvoll und verdienstvoll, weil er eine gewisse Leistung verlangt: Ins Nichts des unsichtbaren Wirklichen der umfassenden geistigen Wirklichkeit der Welt und Schöpfung hineinzusteigen, also den Glaubensinhalt als historisch wirksam und real anzunehmen.



*290520*

Freitag, 27. März 2020

Was aber steht wirklich in der Bibel?

Wir beziehen uns zur Abwechslung wieder einmal auf einen Artikel auf OnePeterFive. Der nämlich etwas von so großer Bedeutung gelassen ausspricht, daß es unbedingt aufgegriffen und den werten Lesern als glänzender Edelstein vor Augen gehalten werden soll. Es geht vorerst um eine Stelle, die so leicht zu verstehen scheint, die auch schon so oft zitiert worden ist, daß es fast nicht der Mühe wert scheint, sie noch einmal anzusehen. 
Als viel Volk zusammenkam und die Leute aus allen Städten ihm zuströmten, sagte er in einem Gleichnis: "Ein Sämann ging aus, seinen Samen zu säen. Beim Säen fiel einiges an den Weg, wurde zertreten, und die Vögel des Himmels pickten es auf. Anderes fiel auf steinigen Grund. Es ging zwar auf, verdorrte aber, weil es keine Feuchtigkeit hatte. Anderes fiel mitten unter die Dornen. Die Dornen wuchsen mit auf und erstickten es. Und anderes fiel auf gutes Erdreich, ging auf und trug hundertfältige Frucht." Bei diesen Worten rief er aus: "Wer Ohren hat zu hören, der höre!" Da fragten ihn seine Jünger, was dieses Gleichnis bedeute. Er antwortete: "Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu verstehen. Den anderen werden sie nur in Gleichnissen dargeboten, damit sie sehen und doch nicht sehen, hören und doch nicht verstehen. (Lk. 8, 4-10)
Was der VdZ meint wird vielleicht klarer, wenn man weiß, daß diese Übersetzung (aus dem Griechischen) zwar gebräuchlich, im Grunde auch nicht falsch, aber eine Interpretation ist. Die sich natürlich nach jenem Verständnishorizont richtet, den der Übersetzer hatte oder beim Publikum annahm, während er den buchstäblicheren, sich direkter aus dem Originaltext ergebenden Sinn als für das normale Ohr unverständlich ansah. So ungefähr muß das sein, und nach wie vor wird diese Stelle so übersetzt und verlesen. 

Was steht da aber nun im Original? Was der VdZ mit diesem Gewese meint wird dem, der hören will, klarer, wenn er hört, daß da nicht steht, daß der Sämann einfach "einen Samen sät", sondern dieser Samen ist etwas anders - denn im Original steht, und so müßte man es lesen, daß der Sämann SICH sät. 

Mehr wollen wir aufs erste auch gar nicht dazu sagen. Außer, daß aus dieser Stelle klar wird, warum die Liturgie, warum das Opfer vor Gott, warum die Heiligen Zeremonien im Altarraum nur von Männern durchgeführt werden können. Nicht, daß man sich noch dazu als "Begründung" darauf berufen kann oder soll, wie es (leider) so oft geschieht. Weil man die tiefere Erklärung entweder selber nicht kennt, nicht versteht, oder dem anderen nicht zumuten will. Auch das Volk (s. o.) murrte, als Jesus auf die Bitte, er solle die Heilsspeise (oder, an anderer Stelle, am Jakobsbrunnen auf Durst und Wasser bezogen) geben, antwortete, daß ER diese Speise sei. Worauf das Volk dann abwinkte, weil nicht verstand: Was für ein Unsinn, wie kann jemand sich selbst zur Speise geben?

Er kann. Ja, das Zueinander der Dinge, die Schöpfung im Insgesamt also, ist ein Zueinander der ... Gestalten. Und aus diesem Zueinander von Gestalten ernährt sich alles, so wie alles einander Speise ist. Und Same, der - siehe oben - aufgeht, oder vertrocknet, und so weiter. 

Nicht Funktionen sind es, die auch auf Gestalt verzichten könnten, die die Schöpfung, die Welt im Dasein hält. Effekte sind nur die Folge des Aufeinanderwirkens von Gestalt - Agere sequitur esse/Das Handeln folgt dem Sein - und deshalb an eine Gestalt GEBUNDEN.

Aber noch mehr! Das Bildhafte, das die eigene Gestalt in die Welt trägt, hat in Wirklichkeit keinen lediglich chimärenhaften, sondern den wahren Charakter einer "festen Speise", eines "festen Dings". Jedenfalls wäre es unserer Vorstellungswelt angemessener, es so zu imaginieren. 

Denn alles gibt einander Speise, alles ist einander Speise. Aber es ist einander nur dort und deshalb Speise, wo es Sein hat, also auch am Guten teilhat, gut "ist". Und gut ist etwas in dem Maß, als es am Gut selbst, also an Gott, teilhat - also auferbaut aus der Gestalt Gottes ist. Nur dieses Gestalthafte, dieser Same der Gestalt Gottes läßt die Welt überhaupt bestehen. Deshalb mußte Jesus, der Sohn Gottes, Mensch werden, deshalb mußte er sich uns im Abendmahl geben, deshalb muß er bei uns in den Zeichen von Brot und Wein bleiben.

Wissen Sie, geneigter Leser, was Jesus also meint? 



*120320*