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Montag, 12. August 2024

Vom Irrtum des Lobes, und von der Seltenheit des Genies

Korrespondenz über den Irrtum des Lobes, und über das Genie - G hat sich m. e. und bedauerlicherweise dann verstiegen, heute halte ich ihn für unerträglich. Er erzählt heute auch enorm viel Blödsinn, hat aber - wie ein Guru - eine große Fangemeinde. Aber die XY aufgedeckt zu haben ist zweifellos sein Verdienst, der am Anfang stand, aber dann durch seinen Narzißmus elendig abgesoffen ist. Lob und Erfolg zerstören rasend schnell, schon gar am Anfang eines Lebens oder eines Werkes.

Überhaupt ist Lob die gefährlichste Waffe, die es nur geben kann. Wenn man jemanden zerstören will, dann lobt man ihn über den grünen Klee. Kaum jemand verkraftet das, kaum ein Selbst, das nicht abhebt, und den Sinn für Wirklichkeit zerstört. Wenn ich mir die heutigen Jungen anschaue, schon gleich die Generation nach mir, da fängt das bereits an, dann ist das die Folge: Hochmut, totaler Zerstörung des Wirklichkeitssinns. 

Und warum? Weil man sie als Kinder und Jugendliche viel zu viel gelobt hat. Das gilt ja in der heutigen Pädagogik als die große Wunderwaffe, um das Selbst eines Menschen zu stärken. Was für ein Quatsch! Ganz selten, punktuell, kann man einen Menschen, der vielleicht am Boden liegt, an sein Gutes erinnern - loben. Ihm helfen, das Gute wieder oder überhaupt einmal zu sehen - in der Anerkennung. Aber selbst damit muß man bis zu Momenten geizen, wo es vielleicht um Alles geht, und jemandes Lebensdecke zu zerreißen droht. 

Ansonsten muß und kann jeder Mensch nur am Wirklichen satt und stark werden. und nicht selten, ja allermeist muß jeder gerade solche Phasen durchmachen, daß er den Glauben an sich verliert - und sich dann wieder auf das Wirkliche besinnen muß. So wächst sogar der Glaube, der Krisen und Niederlagen durchstehen läßt. 

Donnerstag, 1. Dezember 2022

Kein zufälliger Zusammenfall

Es wird offenbar, daß der Kapitalismus auf totalitäre Herrschaft letztlich des Einen, also auf den Kommunismus hinausläuft. Jener Form, die nicht mehr den Krieg der eien Hlfte gegen die andere betreibt, sondern die Zwangsherrschaft des Einen gegen alle übrigen. 

Das hat fast 200 Jahre gedauert. Mal sehen wie lange es dauert, bis die Menschen begreifen, daß der LIberalismus nur die taktische Waffe des Kapitalisus ist. Denn es ging und geht in Wahrheit nie ums "Geld".
Weil Geld lediglich ein Mittel ist,  das den Grad des Wirkens im Rahmen des Sozialen ist, also um Macht.
Deren größte Konzentration in einer Stellung "wie Gott" - "eritis sicut Deus" - besteht. 
Nicht einmal die Reichsten der Reichen ."haben" deshalb so viel Geld, wie es dargestellt wird, und sie streben es auch gar nicht an, nicht als Selbstzweck. Sondern nur als Mittel der Machtausübung, das sich in dem Moment, in dem die Gesellschaft den Glauben daran verliert, in Nichts auflöst. Wenn es nicht durch eine andere Macht, die in der Zeit, in der alle an das Geld glauben, aufgebaut wurde, gehalten wird. Wenn also die Teilhabe am Sozialen, das die Grundlage der Existenz jedes Einzelnen ist, von den Einen bestimmbar wird.
Es gibt deshalb auch keinen Reichen, der nicht begonnen hat, sein eigentliches Strerben zu offenbaren: Als Streben nach den geistigen Gütern der Menschheit, nach Religion, nach Wissen, um DIESE, um den GEIST zu besitzen und durch Teilnahme an ihm die Welt so effektiv wie nur möglich zu bestimmen. Und DAMIT die Eigenstellung zu erhöhen.

Freitag, 11. November 2022

Lust am Leben des Lebens

Was aber, schreibt Leser G, unterscheidet die hier ausgerufene "Lust am Leben" vom Hedonismus dieser Zeit? Die Frage ist berechtigt, guter G, wir werden deshalb weiter präszisieren, was mit diesem Aufruf, das Leben zurückzuholen, näherhin gemeint ist. 

Natürlich keineswegs als Aufruf zum Hedonismus. Der Hedonismus unterscheidet sich von dem hier Gemeinten dadurch, daß er alles Glück des Lebens, ja das Leben selbst INNERHALB und NUR VON der Schöpfung und den Dingen verlangt. Aber darin bleibt er auch unerfüllt und führt deshalb aus sich heraus zu einem Drang nach Steigerung, nach einem "immer mehr". Das zeigt, daß es der rein irdisch gedachten Lebenslust an einem entscheidenden Punkt fehlt.
Wenn ich schreibe, daß wir uns das Leben zurückholen müssen, so meine ich das im Sinne des Künstlers, der sein Material holt, in Besitz nimmt, liebt und den Besitz vor dem Besitzer von allem - Gott - verantwortet.
Dadurch erkennt (und umso mehr also liebt), und es schließlich OHNE ES ZU ZERSTÖREN, sondern durch hereinholende Überhöhung in ein dem Materialen DADURCH mögliches, aber durch das Mächtigere (=Geistige) implementierte, über es verhängte Gestalthafte formt.  
Ja, richtig, Gestalt ist immer eine Form von Gewalt, von Staat, von Ordnungsgesetz, eins in allem also. Das Heilige ist so besehen das Gewaltsamste, das denkbar ist!
Das wie jede Gestalt nur aus EINER Gestalt stammt. Jener Gestalt, in der alle Gestalten enthalten sind, somit in der Linie Mensch - Gottmensch, Schlußstein wie Fundament der Schöpfung. IHS.

Montag, 24. Oktober 2022

Das chthonische Geschehen (2)

Dann holen wir uns eine Frau aus den Entwicklungsländern. Die sind noch gefügiger. Die Babyboomerr als träge Eltern - Also konnte man von ihr auch die selben Dinge fordern, die man selber nicht tun wollte. "Teilung" der Arbeits- und Berufslast, volle Mitverantwortung für das Auftreten der Familie nach außen (das sie ja nun sogar "mitbestimmen" konnte), und scham- und rückhaltloses Ausgießen der eigenen Persönlichkeit, sodaß die Frau nun nicht mehr die Entscheidungen des Mannes zur Hilfe und Ausrichtugn bekam, sondern die unverdauten Denkflüsse selbst sortieren mußte, die der Mann herantrug und zuhause vor ihr auskotzte. Die Scheidungsrate ist explodiert. Sehr zum Gaudium der Machos, und unabwendbares Schicksal der Softies, die ja die "neue Gesellschaft" mit ihre "neuen Moral" proklamiert hatten.

Die Energie, mit der sich diese frustrierte Generation - beide Geschlechter frustriert aus ganz unterschiedlichen, ja entgegengesetzten Gründen - den Weltrettungsprogrammen zuwandten, Auch die Globalisierung der Ansprüche schuf nur vorübergehend Erleichterung. Die Frau aus dem unterentwickelten Land, dessen Gesellschaft im begehrlichen Blick auf den idealisierten Westen verharrt hatte, war nur kurze Zeit Ersatz. Kaum hier, hat auch sie diesen Köder der Emanzipation geschluckt, und vor allem aber die Hohlheit dieser westlichen neuen Werte durchschaut. 

Sonntag, 23. Oktober 2022

Das chthonische Geschehen (1)

Es hat keinen Sinn, ein Konzept, das nicht wirkt, weiter zu verfolgen. Oft steckt sogar seitens der Bekämpfer eine Angst hinter ihrem Kampf gegen immer wieder aufstehende neue und noch stärkere Heere, die wie eine Lust an genau der Misere wirkt, die herbeibeschworen werden soll, und gegen die man anzukmpfen vorgibt - um am selben, aber Pro wie Contra umgreifenden Wonnegefühl, teilhat.

Nehmen wir ein aktuelles Beispiel, das Anlaß war, diese Gedanken endlich nachzugehen, die schon längere Zeit im Meer der Zeit rumoren. Nehmen wir die Klimalegende. Sie eignet sich besonders gut, weil sie ein wudnerbares Beispiel für eine in sich völlig unlogische, inkonsistente Gemengelage von Theoriefloskeln und Thesenbausteinen ist, die verschleiern, daß die wahre Motivation hitner der gesamten (!) Agenda die Darbietung eines dramatischen Faches ist - "Klimapaniker", oder "der Schwarzseher" - das einen Charakter beschreibt, der das bestehende Gesellschaftsgefüge angreift, um es aufzubrechen, seine Leitfiguren abzumontieren, und sich dann selbst an die Spitze zu setzen. 

Dienstag, 11. Oktober 2022

Der vorenthaltene Sinn (2)

Der Tod tritt ein, sobald so gedacht wird. Nur die Lüge wächst weiter. - Es gibt Teiluntersuchungen dazu, die sich mit den Folgen der Liberalisierung der Energiemärkte in Europa (Anfang der 2000er Jahre) und mit der folgenden Einführung einer europäischen Strombörse (Leipzig) befassen, und deren fatale Wirkung auf die Energiepreise (in dem Zusammenwirken mit der Förderpolitik für Erneuerbare) herausgefunden haben. Der Leser möge sich solche Details dort erlesen, sie sind im Netz problemlos abrufbar. Wir gehen hier einfach von deren Ergebnissen aus, zumalen sie höchst plausible Erklärungen liefern.

Denn ich weiß auch aus meiner eigenen Erfahrung als Führungskraft in Unternehmen, daß das Ende eines Unternehmens sich immer dadurch abzeichnet, wenn der Betrieb nicht mehr danach handelt, was wirtschaftlich sinnvoll ist, um die zum Bestand notwenigen laufenden Gewinne zu erzielen, sondern erst immer mehr, bald ausschließlich noch danach entscheidet, WAS (kurzfristig) AM WENIGSTEN VERLUSTE EINBRINGT. Wenn das notwendige Gleichgewicht zu den Kosten irgendwann in der Zukunft durch Konstellationen erhofft wird (sost müßte man bereits jetzt zusperren), die man jetzt aber noch nicht herstellen kann oder gar kennt. 

Montag, 10. Oktober 2022

Der vorenthaltene Sinn (1)

Vielleicht solte man diesen Punkt noch eimal herausgreifen, um ihn klarer vor sich zu stellen, und all das Beiwerk, all die Mythen, die darum gerankt werden, wegzuräumen. Die Inflation, die wir derzeit erleben, ist dennoch keine einfaches Ergebnis eines abgrenzbaren Ursache-Wirkungs-Spiels, aber sie steht auf einem Fundament, das sich seit 2008 aufgebaut, udn in den letzten drei Jahren massiv ausgebaut wurde. Bis das Gebäue zu ruschen begonnen hat.

Bleiben wir bei den letzten drei Jahren, die unter dem Stichwort "Corona" firmieren. Denn seit Anfang 2020 diese "Pandemie" aufgetauht ist, hat die Politik des gesamten Westens einen einzigen Grundzug. Der da lautet, daß einerseits durch die Lockdowns und beschränkende Maßnahmen aller Art (die meisten in jeder Hinsicht sinnlos, ja kontraproduktiv) die Produktion gedrosselt, ja abgewürgt worden ist.
Es wird seit Anfang 2020 immer weniger produziert. 
Nachdem auch die zuvor weltweit bereits übervollen Lager (auch darüber wurde kaum laut gesprochen) geleert sind, die um mit Übergewinnen abgebaut werden zu knnen schon die Drohung mit einer Inflation reichte leiden die Märkte zunehmend unter Unterversorgung mit Produkten. 

Donnerstag, 23. Juni 2022

Die Katastrophe des verlorenen Generalisten

Zwei Wege, die unbedingt zurückgegangen werden müßten: Deren einer ist die Bürokratisierung, die mit der Digitalisierung schleichend, aber immens zugenomme nhat. Nichts wird mehr "einfach so" gemacht, alles braucht lange Anmeldungs- und Vorbereitungsprozesse, in denen ein striktes Ja-Nein-Schema anläuft, bis man voll integrationsfähig ist. In allen Bereichen. Ob beim Telephon, bei den Behörendegängen, in der Medizin.

Eng damit ist der zweite Weg verknüpft, der des Spezialistentums. Es ist der gefährlichere der beiden, ja, er ist richtig gefährlich. Es hätte diese ganze Coronapandemie nie gegeben, wenn es auch nur EINEN GENERALISTEN in Politik, Medien und natürlich vor allem Medizin gegeben hätte. Denn dem Generalblick, dem, der nicht nur alles überblickt, sondern der auch ein "neues", zusätzliches Ingenum beisteuert - die Intuition, die sich aus dem Zusammenfluß von Information ergibt, sobald der Mensch (EIN Mensch) sich einer Sache annimmt, der nicht an bestimmten, freiwillig aufgenommen oder von außen zugewiesenen Erkenntnisgrenzen aufhört zu sehen und zu denken - und sein Urteilsvermögen in erster Linie aus den Generallinien des Lebens, der Welt, der Wirklichkeit überhaupt bezieht, diesem Genralblick also hätte sich sofort erschlossen, daß hier in unglaublich absurdem, ja dummem Maß viel zu engeschränkt gesehen weil geschaut wurde. 

Donnerstag, 17. März 2022

Kann man es so sehen?

Der Vorteil einer neuen Beziehung ist (oder wäre), daß man vieles, das bislang an der Identität mühsam, unbequem und unangehm war, nun über Bord geworden werden kann. Sodaß das Selbst ganz neu aufgesetzt werden kann. Eine neue Beziehung bringt eine neue Identität. Wer träumte deshalb nicht von der Möglichkeit, das alte Leben hinter sich zu lassen, und völlig neu beginnen zu können? Ohne Vergangenheit, ohne Belastungen, ohne Verbindlichkeiten.

Bleibt die Frage, ob das überhaupt möglich ist. Denn was der Mensch baut, was Welt überhaupt ist, ist seinem Wesen nach Erinnerung. Wieviele neue Beziehungen - ob zu Menschen, zu Dingen, zu Institutionen, einfach egal wozu - scheitern genau an der Illusion, man könnte eine Welt "neu aufsetzen". Und enden dort (oder würden dort enden), wo das Alte geendet hat.

In kaum etwas irrt der Mensch so wie im Glauben, er könne "sich ändern." Und ich kenne niemanden, den ich über all meine Lebenszeit kenne oder kannte, dem das je gelungen wäre. Das einzige, das sich ändert, sind die Strategien, sich und anderen etwas vorzulügen. Aber selbst die Strategien folgen alten Grundmustern.



Sonntag, 4. Juli 2021

Gedankensplitter (1166)

ie Bürokratie wächst in dem Maß, als das Vertrauen verdunstet, daß der andere und ich dieselben Vorstellungen von Sachlichkeit, dieselbe Art von Zugang zu Sachverhalten (Erkenntnis ist eine Frage der Liebe; allgemeine Liebe ist somit allgemein hohe Kenntnis weil Offenheit für die Sachen der Welt) haben. Und deshalb im Rahmen der Bedingungen eines Ortes (an dem wir beide stehen; das heißt einer Aufgabe aus Beziehung, die wir beide annehmen und der wir beide treu bleiben) auch vom anderen gleichermaßen erfüllt werden.

Wenn sich der eine des anderen nicht mehr sicher sein kann, steigt die Notwendigkeit und die Bereitschaft, Abläufe und zu erzielende Eigenschaften zu beschreiben und deren Entstehung zu sichern. 

Nicht nur die Qualitätssicherungssysteme sind deshalb vor 30 Jahren aufgetaucht, sondern auch die "blitzschnellen) Kommunikationssysteme - nicht nur Mobiltelephone, sondern es begann beim Telefax, ging zu den Pagern (auch damals Ausdruck besonderer Wichtigkeit und autoritativer Stellung), ging übers Autotelephon, das Internet und schließlich die Cellphones, die Mobiltelephone, bis zu der nächsten Generation, den automatischen Kommunikatoren (als ins Gehirn eingesetzte Transistoren und Kleinstmaschinen), die zumindest über Teilbereiche "abstimmen"; das "intelligente Haus" ist im übrigen ebenfalls Teil dieses "Vertrauens-Ersatzsystems" - haben damals ihren Ausgang genommen. Der VdZ kann sich noch gut erinnern,

Sonntag, 2. Mai 2021

Und wirtschaften im Paradies (2)

 Teil 2) Es hat etwas von Paradies


So hält der VdZ es ja (und seit je) mit praktisch allen Geschäften in seinem unmittelbaren Wohnbereich. Seit je. Und er hat einmal gerechnet (aber sagen Sie das nicht weiter, werter Leser). Er ist damit immer auch pekuniär am besten gefahren. Weil das, was auch der Betrieb dann für einen tut, mit der Zeit zumindest von immer mehr Geschenkhaftem ergänzt wird.

Und dann wird etwas erfahrbar, das der VdZ als Vorgriff, Ahnung und Erinnerung an einen Idealzustand des menschlichen Zu- und Miteinander betrachtet. Wo Wirtschaften nicht zu einem Verhältnis von Produkt und Preis wird, sondern zu einem wechselseitigen Beschenken. Wo einer den anderen an seinem Gut teilhaben läßt. Wo man einen Preis bezahlt, gewiß, und eine definierte Leistung erhält, was sonst, aber wo der Umgang miteinander den Charakter eines durchaus beglückenden Spiels angenommen hat. 

Wer das noch nicht erlebt hat, ist nur zu bedauern. Wer Wirtschaften und geschäftlichen Umgang miteinander nur als todernste Rechnung kennt, der sollte sich Sorgen darum machen, ob er überhaupt noch lebt.

Samstag, 1. Mai 2021

Und wirtschaften im Paradies (1)

Es sagt etwas über den Geist der Ungarn aus, worüber die Budapester Zeitung am 9. April berichtet: Dem Staat gehe, so schreibt die Zeitung, die Geduld aus. Deshalb würden die Strafen für Fahren ohne Führerschein, die bisher bis zu 400 Euro betrugen, nicht einfach erhöht, sondern durch die Drohung von Gefängnis definitiv verschärft. Eine Geldstrafe alleine wirkt nämlich nicht, wie die Statistik zeigt. Alleine in den ersten drei Monaten des Jahres 2021 wurden über 3.000 Ungarn wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis angezeigt. 

Sonntag, 14. März 2021

Greuel der mathematischen Ethik (2)

 Teil 2) Das ist sogar mehr - es ist brandgefährlich!

 

Denn es ist EXAKT DAS DENKEN, das den größten Grausamkeiten Tür und Tor öffnet. Weil die Maßstäbe, die Kriterien, nach denen bewertet wird (das nunmehr ein Gewichten ist), nicht mehr vom absoluten Sein, sondern von der Situation der jeweiligen Kulturverfaßtheit abhängig werden wird weil nur noch darauf gründen. 

Bestes Beispiel: Glück als Gefühls-, Befindensqualität - als solche natürlich immer subjektiv - wird mit dem Leben des empfangenen Babys gegengerechnet. Das wahlweise einmal Zellhaufen, dann wieder Person ist. So wird die Abtreibung zum Ergebnis abwägbarer Güter. Und in der Euthanasie wird es ebenfalls sehr bald schlagend, sodaß uns die Ohren wackeln werden. Anstatt Leben auch im Alter, auch mit Beschwerlichkeit mit dem Sinn des Lebens abzuwägen, der erstens geistiger Natur ist, und zweitens (und hier haben wir den casus knacktus!) eine Frage der Weltanschauung (und Religiosität), wird es zur Frage der Kosten-/Nutzenabwägung.

Warum ist das so gefährlich? Weil sich mittlerweile ein Denken in der Medizin breitgemacht hat, das folgenden Grundsätzen folgt: Alles ist medizinisch behebbar, und zwar WEIL DIE GENTECHNIK IN DEN MENSCHEN SO EINGREIFEN KANN, daß alles verhinderbar ist. Krankheit ist also verhinderbar, wenn man sich den Prozeduren überläßt. Das geht aus sämtlichen Bill Gates-Interviews hervor, und nicht nur bei ihm, bei weitem nicht. Das wird durch das Einführen obligatorischer Behandlungen - IMPFUNGEN, die jährlich stattfinden, dann bleiben alle gesund: Wer krank ist, hat etwas FALSCH GEMACHT - zum volkswirtschaftlichen Faktor. Denn Gesundheit selbst wird dazu: An diesem Gängelband werden wir bald geführt. Und die Bevölkerungen werden ... mehrheitlich zustimmen.

Warum? Weil die Güterabwägung eine Frage des Geldes wird. Dieses Geld auszugeben wiederum hängt nun von der SCHULD des Einzelnen ab. Der mit Impfpaß (wie in China) zu einem sozialen Punktesystem kommt. Wer krank ist, ist also nun Volksschädling, und zwar AUS EIGENER SCHULD, weil er unsozial ist. Male man sich selber aus, was darauf folgt. BITTE, das hat alles mit Verschwörungstheorie nicht das Geringste zu tun! Das ist REALITÄT, auf die wir uns hin entwickeln.

Diese Bindung der ethischen Probleme aneinander ist keine Frage, ob man das explizit "will". Denn natürlich lautet die Antwort der Politik: "Neiiin, natürlich will das nieeemand." Aber es folgt aus der Natur der Sache! Und deshalb WIRD es so kommen.

Es wird dabei Klassen von Menschen geben. Man wird automatisch auf Impfpässe, Markierungen, Zeichen am Revers "Ich bin geimpft, Halleluja!!", Corona-Plaketten wie Autoplaketten (grün für "2022 geimpft" etc. etc.) achten. Jeder. Auch der VdZ. Das wird ganz unbewußt geschehen, und sich ganz von selbst durchsetzen. Guter Platz beim Wirt um die Ecke? Nur mit "grün". Die mit "gelb" bitte draußen bleiben. Vieles davon sind wir sogar heute schon gewöhnt, und werden von Woche zu Woche, in Salamitaktik, an die großen Lösungen gewöhnt. Daß die Rechte auf "normales Leben" sich nach dem Maß einer nach mathematischen Prinzipien bewerteten Gefügigkeit richten werden.

Mit Dynamiken, die bereits im Entstehen sind, aber in ihrer Dimension kaum noch bewußt werden. Diese Woche geschehen: Eine Bekannte des VdZ kommt zu Besuch, es gibt etwas abzusprechen. Sie ist voll maskiert, und mit entsprechendem Abstand sowie durch die Körpersprache sendet sie deutliche Signale: Sie hat Angst vor Corona-Ansteckung. Der VdZ hat natürlich nix, keine Maske, hält auch nicht bewußt Abstand, will ihr die Hand geben, die sie verweigert. Deutet nun (vermeintlich rücksichtsvoll) an, als er dieses Zurückweichen merkt, daß man sich heute nicht mehr normal begegnen kann, durch die Corona-Maßnahmen. Daß wir alle darunter also leiden. 

Da kommt sie nun rasch zum Thema und wird plötzlich aggressiv: Alles könnte bald normal sein, wenn sich endlich DIE ANDEREN AN ALLES HALTEN WÜRDEN. Aber DIE ANDEREN (die Menschen) sind sowas von verantwortungslos! Und DURCH SIE muß sie leiden, und diesen ganzen Irrsinn auf nicht absehbare Zeit einhalten.

Ein weiteres Beispiel stammt vom vergangenen Wochenende: Die Demonstrationen in Wien. Viele davon waren verboten, WEIL die Besucher sich aller Erwartung (!) nach NICHT DEN CORONA-MASZNAHMEN ENTSPRECHEND VERHALTEN WERDEN.

QR Video
Wer die Umfragen anschaut wird auch erkennen, daß die Stimmung in der Bevölkerung solches Verhalten durch die Behörden/Regierungen aber bereits mit über sechzig Prozent gutheißt. Während sie mit etwa gleicher Mehrheit der Meinung ist, daß die Lockdowns beendet gehörten. 
Bezogen auch auf andere Umfrageergebnisse wird dabei eines deutlich: Die Widersprüchlichkeit der rationalen Grundlagen, auf denen die Menschen stehen und urteilen.

 

QR Lifesite-News

*Anstatt endlich einmal den wirklichen Kern der ethischen Problematik aufzugreifen, lassen sich  manche Katholiken von der Meldung triggern, daß ein Teil der Impfstoffe aus Zellmaterial von Föten hergestellt wird. Und alle niederbuht. Darunter sogar die Pius X-Bruderschaft, die diese Meldung rasch wieder zurückgezogen hat, in der sie aber dieses ethische Urteil, das der Leser hier findet, bestätigt. 

Salopp und an einem Beispiel illustriert: Es ist legitim und moralisch unbedenklich, im Schützengraben den Leichnam eines Kameraden zu benutzen, um sich vor feindlichen Kugeln zu schützen, man sonst keine Deckung findet. 

Es ist aber natürlich NICHT legitim, den Kameraden zu erschießen, um ihn DANN als Deckung zu benutzen. 

Doch das Gut, das ein Leichnam an sich darstellt, die Pflicht zur Pietät und Ehrerbietung dem Verstorbenen gegenüber, ist niedriger zu bewerten als der Schutz des (eigenen) Lebens.


*120321*

Samstag, 13. März 2021

Greuel der mathematischen Ethik (1)

Sehen Sie unten, werter Leser, was der VdZ meint, wenn er davon spricht, daß die wirkliche ethische Problematik der Impfung praktisch nirgendwo erfaßt wird. Leider schweigt auch die Kirche dazu, die doch die Aufgabe hätte, darauf hinzuweisen!

Aber man steht als Einzelner gegen Gebirge, denn so wird überall eben gedacht. Es wird GEGENVERRECHNET, und so versteht man es, wenn man sagt, daß man die Güter abwägen muß. Aber hier werden Güter verglichen, die nicht vergleichbar SIND. Die nur dem mathematischen Sinn vergleichbar sein wollen, der aber die Welt und Wirklichkeit auf groteske Weise auf zweidimensionale Schattenbilder reduziert.

"Zufällige" Ereignisse, die mit den jeweiligen Lebensläufen zu tun haben, werden mit GEMACHTEN, durch die Impfung VERURSACHTEN Ereignissen gegengerechnet. In diesem Interview wird es ganz deutlich! Die gesamte Argumentation dreht sich nur um dieses Abwägen: Opfer ohne und Opfer mit Impfung. 

Und genauso "rechnet" die Politik, und hält sich dabei für besonders ethisch (ach, in welch tragischem Gefüge sie doch eingespannt ist ... Und die Kanzler unserer Länder, Angela Merkel und Sebastian Kurz, blicken genauso drein: Melodramatisch.

Wobei es nicht nur die Corona-Pandemie betrifft. Sämtliche Impfungen werden nach diesem Schema argumentiert, und in dem unten angefügten Video-Gespräch wird es extrem deutlich: Man habe ausgerechnet, wie viele Blutgerinnungsopfer die Impfung verursache, und wie viele NORMALERWEISE geschehen. Und das sei gleich ... aber der Nutzen der Impfung eben höher. 

Welcher? Welcher Nutzen? Keine Ahnung ... das kann niemand nämlich genau sagen. Auch der Mann im Video nicht. Der als Mitglied des österreichischen Nationalen Impfgremiums 1:1 die Sichtweise der Regierung widerspiegelt. Auch er weiß aber nur "einige" Wirkungen. Was völlig untergegangen ist, erst jetzt wieder - und so nebenher, als wäre es ohnehin immer klar gewesen (was es ja auch gewesen ist!) - an die Oberfläche kommt, ist, daß es sich bei den Impfungen um ein "riesiges Experiment" handelt. 

Sodaß die Information der Menschen, nach der sie nicht nur auch noch die einzelnen Impfstoffe beurteilen sollen, die sie sich zufügen (sollen oder wollen oder müssen), sondern in einer Perversion der "Selbstverantwortung" ALS FREIHEIT diese Impfstoffe SELBST BEURTEILEN SOLLEN. 
Sie also nicht mehr, nicht weniger als EINGELADEN WERDEN, AN DIESEM RIESIGEN EXPERIMENT TEILZUNEHMEN. Schaue sich der Leser einmal das verlinkte kurze Video von ServusTV zur Lage in Israel an. Und schwenke dann zu einem Bericht über die Impfkampagne in diesem Land. Das von der Regierung offenbar als Experiment an Pfizer "verkauft" wurde.
Wie man es da wagen kann, überhaupt von Verantwortung zu sprechen, ist nicht mehr nachvollziehbar. Und bestenfalls noch erklärbar durch diesen seit Jahrzehnten zur Wissenschaftskrankheit aufgestiegenen Aberglauben an Wahrscheinlichkeiten als neue Form von Wissen weil (somit begrifflich absurde) Gewißheit.
Stattdessen werden die Menschen gedrängt, ein im Einzelfall beträchtliches Risiko einzugehen, um sich gegen einen Virus vielleicht zu schützen, der allen Fakten nach gesamtgesellschaftlich nicht und nie mehr als ein normaler Grippe-/Corona-Viren-Familien-Infekt (gewesen) ist.

Das ist mit der katholischen Ethik UNVEREINBAR und IM WIDERSPRUCH. Und es wäre höchste Zeit Stimmen maßgeblicher Kleriker zu hören, die darauf hinweisen. Denn der Zeitgeist hat hier bereits eine ganz bedenkliche, ja gefährliche Schlagseite.*
Denn dieses Denken - das Gegenverrechnen - als Maßstab des Guten hat sich bereits überall durchgesetzt. Und wird nun durch Corona zur Selbstverständlichkeit. Mir selbst begegnet es auf Schritt und Tritt, sobald man mit den Leuten über Corona spricht.

Morgen Teil 2) Das ist sogar mehr - es ist brandgefährlich!


*120321*

Montag, 25. Januar 2021

An einem nächsten Faden gezogen

Du wolltest etwas sagen, hakte sie nach.

Warum?

Du hast angesetzt, aber das Wort war nur begonnen, dann hast Du es abgebrochen.  

Ja, ich habe wieder abgebrochen. Wort hat nur Sinn als Satz. Aus diesem Satz wurde aber nichts, das habe ich erst gesehen, als er sich abgezeichnet hat. Du weißt ja, man nimmt einen Satz, wie man einen frisch geschlüpften Spatzen aus dem Nest nimmt. Dann setzt man ihn auf den Ast, der vom Stamm weg- weil in die Umgebung, die einen immer wie den Fisch das Wasser umschließt, hinausragt. Dann schaut man, wie er sich plustert und kraftvoll genug prustet, prüft, ob er läuft, wacht darüber, daß er lebt und, ja weil er sich schüttelt, die Federn ordnet, und sich entfaltet, weil ihm nicht gleichgültig ist, wie er aus dem Nest hinaustritt. 

Manche dieser Spatzen freilich müssen daraufhin noch einmal ins Nest zurück. Sätze, Aussagen sind ja wie Dekor, das man in seine Welt, sein "Zimmer" stellt. Sie "sind" Teil der Persönlichkeit, also dessen, was vor Gott zählt: Sie sind Zeugnis eines Geist. Nach diesem werden wir einst beurteilt. 

Also muß man scharf darüber wachen, welche Spatzen man auf eines Äste hinausläßt. Denn man IST dann diese Sätze, diese Worte, in ihnen wird man geschichtlich. 

Also ist alles sprechen (so wie überhaupt alles, alles tun!) ein Positionieren von Spatzen, also von Dingen in "eines eigene" Welt, zugleich ihre Grenzen. Das Dasein ist somit ein Dasein in "Inseln". Jeder ist auf seine Art somit "Insel". Aber eine Insel, die AUF ANDERE, auf die Welt hin ausgerichtet ist, und somit mit ihr kommuniziert. 

So zwar ist auch Denken sprechen, aber nur in diesem Sinne. Es ist ästhetisches Formulieren, Gestalten - weil Teil der Gestalt der eigenen Person. Somit wird eines Zimmer nicht nur zu einer Aussage, wie man sich der Welt gegenüber sieht, sondern auch die Manifestation der Stellung ihr gegenüber. 

Dies ist also der eigentliche Akt. Er ist rein geistiger Natur, er gehört dem Geiste zu. In diesem Sinne unterscheidet er sich also in der Qualität weil in der Dimension vom Sprechen, Schreiben etc. Weil dieses bereits dem Hinaustreten in die Welt - und in das "Zimmer" siehe oben - angehört. Er ist damit Schöpfung, Weltschöpfung, und die Welt ist dieses Mosaik aus Zimmern. 

Somit ist die Selbsterkenntnis das Betrachten dieser Spatzen, dieses Baumes, dieser Insel. Denn darin wird man sich selbst zum "anderen", und damit erkennbar. Nicht nur das, in dieser Gestaltung WIRD man erst, weil dieses Werden ein Welt-Werden ist. Und das heißt immer: Ein Werden für die anderen, als anderer.

***

Und so habe ich daneben sozusagen einen nächsten Artikel geschrieben. Ich habe nur und wie immer - an einem Faden gezogen, der immer länger wurde, bis er richtig Speck dran hatte.


*220121*

Sonntag, 1. November 2020

Vom Preis und vom Schenken

Die wichtigste Funktion des Potlatch, diese bei so vielen Völkern zu beobachtende "Orgie des Herschenkens", der die Abendländer scheinbar so fremd gegenüberstehen*, könnte man fast übersehen, schreibt Marcel Mauss in "Die Gabe". Es ist die ständig wieder erinnerte, etablierte Hierarchie zwischen Häuptling und Vasallen und deren Dienern. Aber keineswegs aus "niedrigen Motiven" des bloßen Übertrumpfens, und schon gar nicht, um jemanden zu beschämen.**

Dieses Herschenken, das manchmal bis zum Selbstruin geht***, geschieht vielmehr aus höchst edlen, moralisch hochstehenden Beweggründen. Denn Geben heißt, (moralische) Überlegenheit, moralischen Hochstand durch die Fähigkeit zur Selbstüberschreitung zu beweisen, also magister zu sein. 

Annehmen ohne zu erwidern hingegen heißt, sich unterzuordnen, minister zu sein, tiefer zu sinken, Knecht und Gefolge zu werden.

Was dieser Ansatz (deshalb) an Kraft hat, die Ehe und ihre Stellung in der Gegenwart zu erhellen, werden wir noch zeigen.  


*Was so formuliert gar nicht stimmt. Denn auch bei uns war nicht nur, sondern ist ein Treffen, bei dem das Herschenken im Mittelpunkt steht, noch viel häufiger und lebendiger als man meinen könnte. Denn wenn sich die Verwandten zu bestimmten Anlässen treffen (mal mehr, mal weniger) und einander beschenken, so finden sich alle die Potlasch-Elemente genau so, wie sie bei den "Naturvölkern" üblich waren oder nach wie vor sind. 

Auch darin, daß man nicht nur schenkt, sondern dieses Schenken eine unausgesprochene (oft sogar unbewußte) wechselseitige Verpflichtung ist. Es "bedeutet etwas", wenn man jemandem nichts (oder etwas) schenkt. Und man fühlt sich verpflichtet, ein Geschenk mit einem Gegengeschenk zu erwidern.

**Deshalb schenkt man auch nicht einfach "so", sondern es gehört zur Kunst des Gebens, den Beschenkten nicht zu beschämen, sondern ihn möglichst in der Hingabe zu übertreffen, diesem eigentlichen Geschenk. Das heißt, daß der Beschenkte durch ein Gegengeschenk in der Lage sein muß, einer durch die Gabe moralisch entstandenen Verpflichtung (!) durch ein Gegengeschenk zu begegnen. Das aber wiederum nach seinem Stand (als Ort in der Hierarchie) bemessen sein muß.

Um das auf die Schnelle zu überprüfen, möge der Leser doch die Gegenprobe machen und sich ausmalen, wie man sich verhält, wenn jemand Geschenke nie entgegnet.

Auch wenn man (angeblich) nicht gerne hört, daß Geschenk mit Gegengabe zu tun hat, so sind sogar die Bedenken unangebracht, in diesem Zusammenhang das Wort vom "bezahlen" oder vom "angemessenen Preis" in die Runde zu werfen. (Was bis zum Wesen von Geld fortzudenken ist, darüber ein andermal mehr.) 

Denn darauf geht das zurück, was wir heute als ... Wirtschaft, als Angebot und Nachfrage, als Preis und Wert etc. bezeichnen. Praktisch das gesamte Wirtschaftsvokabular hat in Wahrheit eine in der "bloßen" Zwischenmenschlichkeit und deren sozialer Kommunikationstonleiter seinen Ursprung.

So nebenbei stoßen wir hier auf die Gründe für die Tatsache, daß es heute sowohl an der Fähigkeit zu schenken, Geschenke anzunehmen und dem Problem mangelnder Dankbarkeit zu mangeln scheint. Es hat damit zu tun, daß in einer Epoche, in der Identität mangels sozialer Institutionalisierung und Einordnung (was sogar Grundsatz der Pädagogik wurde) nicht mehr besteht, ist jedes Geschenk "bedrohlich" und muß zum "Recht" werden. Das betrifft auch die "Sozialleistungen".

***Sogar das ist in unseren Ländern alles andere als unbekannt. Man denke an ein Hochzeitsfest! Das keineswegs nur bei (zugewanderten) Türken eine wahre Geschenkorgie ist, die so manches Ausrichters reguläre wirtschaftliche Potenz deutlich übersteigen. Und zwar bei den Ausrichtern (Brautleuten bzw. Brauteltern) wie bei den Gästen.



*081020*

Donnerstag, 6. August 2020

Von Wirtschaft, Drohungen und Wahrwerdungen (2)

Teil 2) Von Nichten, Töchtern und weiteren Wahrwerdungen


Was schreibt dazu der liberale Thinktank Agenda Austria? Wir bringen es, wegen eines Umstands, den wir am Schluß ausführen.
Seit 2007 kamen für jeden Euro an Wirtschaftsleistung 1,56 Euro an Staatschulden hinzu. „Wir haben den Krisenmodus in Europa eigentlich nie verlassen. Die einfache Antwort, die Probleme mit der Notenpresse wegzudrucken, geht offenbar nicht auf. Trotzdem versuchen wir es immer intensiver. Europa braucht aber nicht noch mehr Schuldenprogramme, Europa braucht eine Strategie, wie wir aus diesem Teufelskreis entkommen“, sagt Agenda Austria-Ökonomin Heike Lehner. 
Diese Heike Lehner ist ... eine Nichte des VdZ. Tja, wird man älter und schließlich alt. So wächst bei einer großen Familie die Wahrscheinlichkeit, daß sich die öffentlichen Kriege samt der Brisanzen der Öffentlichkeit (weil der Abstand wächst: bei großen Familien sind wie hier Onkel-Nichten-Verhältnisse kaum noch "familienintim", sondern man kennt einander kaum mehr) nicht nur familienintern wiederspiegeln, sondern daß sich bei einer so großen Herkunftsfamilie - wie der des VdZ - Öffentlichkeit und Familie decken.

Hier im speziellen wird - wie so oft heute! - die Problematik der Stellung der Frau in ihrem Kampf um den Vaterstuhl ausgetragen, und in den Kindern der Kinder definitiv "gewonnen". Vermeintlich! Nur vermeintlich. Es ist ein Pyrrhussieg, wir werden noch darüber berichten. Denn diese Kinder der Kinder werden eines Tages ... nicht so ungeduldig, werter Leser, es wird schon noch gesagt werden!

Historisch ist das ohnehin alles andere als einmalig, es gäbe also genug Beispiele, wenn man sie sehen will. Und schon gar nicht verwunderlich, weil in gewisser Hinsicht ein Kreislauf, den die Sünde (der Rebellion, des Hochmuts) ausgelöst hat.

Denn Familie ist nur als Haus verständlich. Und Haus ist die Gemeinschaft (als Einigkeit) unter dem Vater, also Wort, Geist. Die biologische Tatsache einer Abstammung ist zwar da, spielt auch eine Rolle, aber eher als "zu überwindendes Faktum". So sehr die biologischen Abstämmlinge auch dann (aus Gründen der Legitimität!) versuchen, die Familie - das Haus - zu stehlen. Das Haus geht mit dem Vater, und dessen Vater, und dessen Vater, und dessen Vater ... bis zum Neuen Adam. Was aber passiert, wenn man diesen Neuen Adam verweigert? Eben. Man steht gegen die eigene Natur.
Was soll daran also verwunderlich sein, wenn unter den Jungen heute die Meinung weitest verbreitet ist, daß die Menschheit "gegen die Natur" stünde? Und daß die überkommene Kultur (ja, ihre nämlich!) nichts taugt, außer - wie bei "konservativen" Liberalen - wo sie gerade noch nützlich ist? Bildung wird unter diesen Generationen deshalb nur noch zum Werkzeug, um den selbst zu definierenden Anspruch (man nennt das dann "ehrgeizig", und "strebsam") auf sozialen Ort/Stellung (die das Haus des Vaters des Vaters des Vaters ... vorgäbe!) zu erfüllen.


*270720*

Mittwoch, 5. August 2020

Von Wirtschaft, Drohungen und Wahrwerdungen (1)

Auch unsere Länder haben sich durch reines "Gelddrucken" finanziert. In Österreich hat der Staat ein Viertel, in Deutschland ein Drittel der Staatsschulden buchstäblich "von sich selbst" geliehen. Als Kredite bei der EZB, die wiederum von den Staaten selbst - durch Haftungen - "finanziert" werden. 

Ein wunderbarer Zirkel, der nur von der Illusion eines reinen Wortspiels lebt, daß eine Bank (EZB) dazwischengeschaltet ist. Genau deshalb ist das eigentlich verboten, ausdrücklich! Aber Papier ist offenbar auch in Brüssel geduldig. Wenn man also fragt, warum die EU so wenig Glaubwürdigkeit besitzt muß man sich nur umschauen, was ihr Wort (siehe ihre Verträge) wert ist. Wer so mit Sprache umgeht muß sich nicht wundern, wenn man ihn nicht mehr ernst nimmt. 

Weil aber dieses Geld defacto beim Fenster hinausgeschmissen wird (weil in Projekte vergeudet, die völlig sinnlos und wirtschaftlich kontraproduktiv weil Produktivität sogar zerstören, und zwar massiv), wird es sehr rasch (und rascher als sonst zu erwarten wäre; durch Schulden "gut" investiertes Geld muß nicht zwangsläufig zu einer Inflation führen) das Geld entwerten. Was die Politik derzeit ankündigt ist also eine gefährliche Drohung, die sie auch wahr machen wird. 

Denn durch dieses (völlig unethische) "Kreditaufnehmen bei sich selbst" ist die Finanzierungsmöglichkeit noch einmal erweitert worden. Deshalb, werter Leser, braucht die Politik die Weltrettungsphantasien (Klima, Corona, Tierwohl ...), denn sie liefern die "moralische Begründung" für unmoralische Verschuldung, ohne die mittlerweile die Volkswirtschaften zusammenbrechen würden.

Was wird kurzfristig durch diesen nächsten Verschuldungsschritt passieren (der zugleich von einer Globalisierung der Kreditmechanismen gekennzeichnet sein wird, was alles die Wirklichkeiten verschleiern soll, weil vor allem für den Normalbürger - wozu im übrigen auch die meisten der Hochpolitiker unserer Länder gehören, machen wir uns nichts vor: Völlig durchschnittliche, ja unterdurchschnittliche Kleinbürger allerschlimmster Sorte! - Ursachen und Wirkungen noch schwieriger nachzuvollziehen sind)? 

Die Preise werden "steigen", und Fluchtwährungen Konjunktur haben. Wie Gold, Kryptowährungen, Fluchtinseln und -währungen. Nicht aber Immobilien. Die sind ausgereizt und stehen so kurz vor einem Niedergang, daß man es schon förmlich riechen kann. Bezieht man nun noch die sinkende Nachfrage durch Unsicherheit (Corona!) in die Überlegungen mit ein, steuern wir auf das Schreckgespinst der Ökonomen zu, die Stagflation. Also steigende Preise - allerdings nur sektoriell, nicht generell! - bei sinkender Nachfrage. 

Das wird in den offiziellen Zahlen aber nur wenig Niederschlag finden. Nicht nur, weil es politisch nützlich ist (man wird mit "niedriger Inflation" beschwichtigen), sondern weil der Warenkorb, nach dem die Inflationsrate berechnet wird, nicht mehr relevant ist. Reisen etwa, oder bestimmte Unterhaltungselektronik, die einen hohen Anteil an dieser Preissteigerungsrechnung haben, werden im Preis sinken. Während Produkte, die mit ihrem absoluten Betrag wenig Auswirkungen auf den Warenkorb haben - Lebensmittel, Dinge des alltäglichen Bedarfs - weit überproportional im Preis steigen werden. 

Auch die stagnierenden oder gar fallenden Benzinpreise haben dieselbe Eigenschaft: Sie treffen tendenziell eher die Gruppe der gutverdienenden Haushalte. Die sich das Leben im Status quo immer noch leisten können. Und die auch politisch und ideologisch hinter dieser Geldverbrennung stehen.

Da geht es einer anderen Gruppe ganz anderes. Die Ärmeren nämlich, Menschen mit niedrigerem Einkommen, werden die derzeitigen Entwicklungen am meisten spüren. Selbst wenn man berücksichtigt, daß tendenziell die Mieten stagnieren werden, so wird schon die absurde, direkt ("Infrastrukturprojekte") oder indirekt (durch "Anreize" und "Förderungen") staatliche Investitionspolitik ("erneuerbare Energien", "Öko-Politik") vor allem die Energiepreise weiter nach oben schießen lassen. 

Schon heute zahlt der Verbraucher den doppelten Strompreis wie noch vor zehn Jahren, und das wird noch erheblich mehr werden. Schon jetzt kann eine halbe Million Haushalte in unseren Ländern die Energie, die sie für ihr Wohnen und Leben benötigen, nicht mehr bezahlen. Das trifft sie deshalb so wuchtig, weil die Lebensweise, der man gar nicht ausweichen kann und sich längst in der grundsätzlichsten Infrastruktur ausdrückt. Wie beim öffentlichen Verkehr oder bei der Nahversorgung durch mittelständische und regionale Unternehmen.


Bild Agenda Austria

Teil 2) Von Nichten, Töchtern und weiteren Wahrwerdungen


*270720*

Samstag, 18. Juli 2020

Hundert Jahre Politik der Unfreiheit

Mit dem nächsten Artikel über Ayn Rand aus diesem Blog, die im August 2010 hier erschienen sind, schließt sich diese Trilogie. Als Teil einer Reminiszenz an vergangene Artikel, die zeigen sollen, daß im Grunde fast alles, was uns heute zustößt, worin wir uns heute befinden, bereits vor vielen Jahren vorhergesehen und gedacht war. Etwas, das jedem mit halbwegs ausgebildeter Vernunft möglich war, dessentwegen sich der VdZ also gar nicht sonders rühmt. Und Ayn Rand zeigt ja, daß das auch vor achtzig oder hundert Jahren bereits möglich war. 

Was heißt ... wer im Rahmen des abendländischen Denkens steht, sieht, daß schon vor tausend, ja zweitausend und mehr Jahren jenes Erfassen des Wirklichen bestand, das im Ewigen verankert jede historische Gegebenheit in Hinblick auf Bestehen oder Vergehen zu beurteilen vermochte. Ein Denken, das das Abendland selbst zunehmend und in einem Gesamtatem (der damit ein Ausröcheln war) verlassen und schließlich in der Aufklärung endgültig pervertiert hat - stehen wir heute in der Frucht der Aufklärung! Wir stehen heute in der Realität dessen, was ein Rousseau bereits vor zweihundert Jahren gedacht und eingeleitet hat! 

Und Rand stand ein gutes Stück ebenfalls in dieser Tradition, wenn sie sich auch verhalten hat wie die Mannschaft in einem Segelschiff, das im Sturm auf jene Seite läuft, die sich gerade neigt, und deshalb aus subjektiver "Erfahrung" als zu leichtfertig rezipierte "Realität" meint, im Gegenteil liege das heilende Rezept. Aber richtig zeigt Ayn Rand, daß es im 20. Jahrhundert eine weltweite Generalbewegung zum Staatsinterventionismus gab. Dieser zeigt am deutlichsten, daß es weltweit (und im Gegensatz zur landläufigen Meinung, daß sich Ost und West unvereinbar unterschieden) seit über hundert Jahren zu einer Gesamtbewegung hin zu Zentralismus und Mechanismus gab. Als welcher die Gesellschaften der Bürger aufgefaßt wurden, die somit zu einem vermeintlich beliebig gestaltbaren Objekt der Politik wurden. 

Was vielfach übersehen wird ist, daß das Begreifen der Verantwortung der Politik damit ebenfalls ausufert, wenn die Gesellschaft und der Mensch als technischer Apparat, als mechanistischer, in rein materialen Prozessen stattfindender Ablauf verstanden wird. Der wie eine Maschine zu bestimmen ist. Damit aber muß sich Politik auch in einem Maß als verantwortlich sehen, das jeden Teil der Gesellschaft zu bestimmen hat. Wenn das nicht oder nicht gleich passiert, so nur aus sentimentaler "Rücksicht" auf Befindlichkeiten, die aus nicht nachvollziehbaren Gründen Scheinworten wie "Freiheit" Bedeutung beimessen.

Wie wenig aber an die elementare Bedeutung der Freiheit des Menschen als Schlüssel zu Geschichte und Geschick der Bürger geglaubt wird, zeigt die Corona-Krise in erschreckendem Maß. Diese im Grunde auf einer Verachtung der Integrität des Menschen in seiner Schicksalslage - einem personalen Gott gegenüber - aufbauende "Verantwortung" hat eine Politik hervorgebracht, die sekundäre Qualitäten des Lebens (bestimmte Konsummittel, vor allem aber Gesundheit), also Qualitäten, die in jedem Fall erst der eigentlichen Sinndimension des Lebens NACHfolgen, dabei meist nicht mehr als Symptom, nicht Ziel für sich sind, zu ersten Zielen macht. Und damit Politiker hervorbringt, die den wirklichen Lebenssinn mit leichter Hand beiseite drängen, um sich in mechanistischen Ablaufspielen zu beweisen. 

Wobei das Wort Spiel in diesem Zusammenhang beschädigt wird. Denn eine mechanistische Auffassung des Menschen (und eine solche liegt der gesamten Corona-Krise dominant zugrunde) kann gar kein Spiel hervorbringen. Weil das Element der Freiheit nur Zuflucht bei Willkür findet. Aber nicht jenem Schöpferischen Raum läßt, das über das Tor zum Transzendenten erst Leben zeugt wie bedeutet. 

Leben heißt nämlich nicht ZUERST, bestimmte physische Abläufe und Funktionen zu erhalten (denn woher "Leben" kommt, weiß auch die beste mechanistische Welttheorie nicht, es bleibt also auch dort ein Geheimnis, das allerdings nicht mehr als Geheimnis geachtet, sondern ins Regal des Wiß- und Beherrschbaren gestellt und damit entwürdigt, degradiert wird), sondern Leben heißt dem Transzendenten Raum zu geben, ja ist selbst der Atem des Transzendenten, also des Göttlichen Geistes. 

In diesem Rückgriff auf einen Artikel in diesem Blog aus dem August 2010 wird unter Bezug auf Ayn Rands Theorien die Kritik des amerikanischen Interventionismus speziell im Jahre 2008, also der letzten "großen Weltwirtschaftskrise" (die bis heute nicht vorbei ist), vorgelegt. Mit der These, daß es die Politik in ihrem Wahn war, durch direkte Eingriffe das persönliche Lebensschicksal der Bürger zu verändern ("zu verbessern"), die das lebendige (weil von Menschen betriebene) Gefüge der Wirtschaft so durcheinander brachte, daß es in einem Kollaps enden MUSZTE. 

Gezielt wurden als "Antidiskriminierungsmaßnahme" (mit dem Nebeneffekt, bestimmte Wählergruppen an sich zu binden) Kredite zu Bedingungen vergeben, die dem normalen menschlichen Zueinander (und zwar auch, ja gerade in der Nächstenliebe) widersprachen. So, wie das geschieht, wenn die Vernunft ausgeschaltet und durch Richtlinien gelähmt wird, deren Folgen keine Wirtschaft der Welt mehr auszutragen vermag.

Damit haben wir den aktuellen Bezug mehr als uns lieb sein könnte. Wer hier so manches Motiv der BLM - Black Lives Matter erkennt, liegt nicht so falsch. Die eben nicht auf Nächstenliebe beruht, sondern auf dem Vorhaben einer auf bestimmten Gleichheits- und Gutheitsphantasien umgebrochene Maschinenreparatur fußt. Die aber einem lebendigen Gefüge nicht nur widerspricht (und zwar prinzipiell), soviel Ungerechtigkeit es tatsächlich geben mag, sondern eben, wie gesagt, das menschliche Schicksal aus jedem Wirklichkeitsdialog herausreißt und nach menschlicher Vorstellung richtigstellen möchte. 

So "gut gemeint" das alles auch sein mag (wobei der VdZ genau das bestreitet, diese "Gutheit" ist eine Lüge, vor sich selbst wie allen anderen gegenüber), so katastrophal und schädigend für ein Gesamtgefüge ist es. 
Die Welt wurde noch nie durch Weltverbesserer besser. Vielmehr wurde sie durch sie zur Hölle, aus besagten Gründen! Sie verhindert das Leben, will es bis zu jenem Moment aussetzen, bis es nach bestimmten Vorstellungen abläuft. 
Und das ist seit langem in einer Politik erkennbar, die von einem Scheitern zum nächsten eilt, aber ihre Phantasie wahre Eskapaden schlagen läßt, externe Schuldige und Sündenböcke zu suchen. Ob Kommunismus oder Nationalsozialismus oder Faschismus - das 20. Jahrhundert hat gezeigt, wohin diese Form der Weltauffassung führt. 
Aber wir haben nicht nur nichts daraus gelernt, im Gegenteil: Wir glauben mehr denn je an diese Konzepte! Ja unser Denken ist ihr Denken. Das 21. Jahrhundert scheint ihre Realisierung sogar durch technische Entwicklung zu vervollkommnen weil (scheinbar) in Totalität - jeden, alles, jeden Ort umfassend - umsetzen zu können.  
Damit wäre das letzte Hindernis, das das 20. Jahrhundert noch vor sich hatte, und das (wie wir längst glauben) rein technischer Natur war, beseitigt. Die Zustimmung, die der Corona-Wahn in der Bevölkerung findet, macht deshalb mit Recht Angst vor jedem nächsten Tag. 
Denn wir brauchen gar nicht mehr darüber nachzudenken, OB Totalitarismus kommen wird, und wie wir ihn verhindern könnten. Wir HABEN ihn bereits. Wir haben ihn nämlich genau auf jener Stufe, die seine schrecklichste ist: Getragen von den Opfern selbst. Als Hölle auf Erden. 
Und damit haben wir es mit etwas ganz anderem zu tun. Mit der Erhörung des Gebets ganzer Völker. Der von uns vor die Tür verwiesene Gott straft uns damit am schwersten: Er läßt die Welt tatsächlich in unsere Hände gleiten. Vielleicht als einzige Möglichkeit für uns, doch noch zu lernen, denn die paradoxe Intention (die dem vordergründigen, formulierten Wollen nachgibt, es also zuläßt und wirklicht) ist oft ein letztes Mittel, um den Menschen von einem Wahn zu heilen. Und Gottferne ist ein Wahn.
Hier also nun der Artikel aus dem August 2010. Nichts davon ist weniger aktuell. Das ist eben erst Denken: Das Bergen von Strukturen der Wirklichkeit, die es immer sind, die historisches Geschehen konstituieren. Was wirklich passiert, ist immer unsichtbar. Das Sichtbare, das sinnlich Erfaßbare erzählt uns lediglich davon.
 
 
In den Zeitungen fanden sich Artikel die monierten, daß Frauen gegenüber Kreditvergaben restriktiver gehandhabt würden, als dies Männern gegenüber geschah. Man riet deshalb zu Kreditinstituten, die über Internet verfügbar wären, dort würden Frauen als Kreditempfänger sogar die Mehrheit bilden. Und sie nennen es "Frauendiskriminierung".

***

In Zusammenhang mit besagtem Artikel über Ayn Rand, der russischen Apothekerstochter, die 1926 nach Amerika geflohen war, und dort eine beachtliche Karriere als Philosophin hingelegt hatte. Sie warnte eindringlichst vor staatlichen Eingriffen in das Wirtschaftsgeschehen, das nur funktionieren könne, wenn man es den freien Kräften überließ. Jeder Eingriff staatlicherseits aber wäre zutiefst geprägt von Egoismen politischer Kräfte, und KÖNNE deshalb nur verheerend wirken, weil jede Gesellschaft ein komplexes, aber auch filigranes System eines (sich immer wieder selbst regulierenden) Gleichgewichts eines Volksganzen sei.

Deshalb wehrte sie sich auch vehement gegen den in ihren Augen völlig verkehrten Interventionismus, den Roosevelt in den 1930er Jahren einführte, und der fatale Folgen für die Weltwirtschaft haben MUSZTE. Denn im selben Zuge mußten die entscheidenden Stabilitätsfaktoren, die Rückbindung der Währungen an Maß und Menschengerechtheit, aufgegeben werden. (Denkt man ihre Thesen durch, so kommt man folgerichtig zu den Ereignissen 2008f., denn die Wirtschaftskrise dieser Jahre ist exakt auf diese Ursachen zurückzuführen.)

Ayn Rands Einfluß ist also nicht nur theoretisch gar nicht zu überschätzen, sondern auch praktisch. Denn zu ihren Schülern zählte unter anderem Ronald Reagan, aber auch der langjährige Chef der amerikanischen Notenbank, Alan Greenspan. 

Und über ihn schreibt die FAZ Folgendes:

(Ursachen der Weltwirtschaftskrise von 1929 - Parallelen zu heute)

In einem Essay von 1966 kam Alan Greenspan angesichts der Finanzkrise von 1929 zu dem Ergebnis, daß die Spekulationsblase vom unmäßigen Papiergeldfluss kreiert wurde, den die Federal Reserve 1927 in die Banken pumpte. Als daraufhin die britische Regierung mit der gänzlichen Aufgabe des Goldstandards voranging, löste sie den weltweiten Bankencrash aus. Er wäre, wie Greenspan glaubt, zu vermeiden gewesen, hätten die Wohlfahrtsstaat-Advokaten aller Länder nicht ihre historische Chance gewittert. Denn solange der Goldstandard herrschte, waren sie gezwungen, den Machterhalt durch unpopuläre Steuern aufs Spiel zu setzen.

Also lösten sie sich vom Gold und erzeugten einen Rausch der Machbarkeit auf Kosten privater Sparer: „Seines akademischen Jargons entkleidet, ist der Wohlfahrtsstaat nichts weiter als ein Mechanismus, durch den Regierungen den Besitz der produktiven Mitglieder einer Gesellschaft beschlagnahmen und einer breiten Palette von Wohlfahrtszwecken zuführen.“
 
Indem Greenspan das „schäbige Geheimnis“ der damaligen Regierung benennt, legt er auch den Finger auf eine der Ursachen der heutigen Krise: „Die Aufgabe des Goldstandards erlaubte es den Wohlfahrtsstaatlern, das Bankensystem als Instrument zur unbegrenzten Kreditvergabe zu gebrauchen. Ohne Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Konfiszierung durch Inflation zu bewahren.“

Sätze wie diese machen Greenspan zur enigmatischsten Figur der Bankenkrise. Er war es, der nach dem 11. September den Leitzins auf ein Prozent herabsetzte und mit der dann zwingend folgenden Kreditschwemme den Immobilienboom auslöste: ein Konsum-Mekka auf Pump. Nicht nur hatten die Sparer nichts von ihrem Vermögen, sie waren auch die künftigen Leidtragenden der auf Taubenfüßen nahenden Inflation. Gelockerte Richtlinien sorgten dafür, dass der Eigenkapitalquotient der Banken im Verhältnis zu ihren Schulden auf 1:30 gesenkt wurde. Die finanziellen Garantien, die es den Banken möglich machten, über ihre Verhältnisse zu leihen, übernahm der Staat. Diese Großzügigkeit schlug vor zwei Jahren in Form von siebenhundert Milliarden Dollar zu Buche, mit denen die Zentralbank die faulen Immobilienkredite aufkaufte. Diese nur von einer hypothetischen Zukunft gedeckte Summe bedeutet de facto eine immense Verringerung des aktuellen Dollarwerts. Der steigende Goldpreis gibt eine Vorstellung von der historischen Entwertung der amerikanischen Währung: Heute zahlt man 1.220 Dollar für eine Unze Gold, bis ins 20. Jahrhundert waren es rund zwanzig Dollar, weniger als zwei Prozent des heutigen Kurses.

Modell für einen Systemwechsel
All dies hat nicht nur mit dem Rätsel Greenspan, sondern auch eine Menge mit den von Ayn Rand vorausgesagten Entwicklungen zu tun. Finanzielle Rücklagen stärken die von ihr propagierte Unabhängigkeit des Individuums, machen es frei von politischen Eingriffen und nach eigenen Vorstellungen handlungsfähig. In diesem Sinne müsste Ayn Rand ganz oben auf der Leseliste der autonomen Szene stehen. Denn durch die finanzpolitische Zentralisierung verschiebt sich die persönliche Verantwortung von unten nach oben. Der Zwang, der dann zur Stabilisierung der Verhältnisse nötig wird, verstärkt die Gewaltbereitschaft im Ganzen.

Ayn Rand war sich darüber im Klaren, dass ihr Modell, wenn nicht auf einen Systemwechsel, dann auf die Abschaffung des Systems als solchem hinauslief. Entspricht es doch der tief implementierten Struktur der Moderne, Verantwortung an Systeme zu delegieren, deren Entscheidungsträger die Folgen ihres Handelns nicht mitzutragen haben.

Wie also konnte Alan Greenspan, der sich noch kürzlich in einem Fernsehinterview zu seiner Lehrerin Ayn Rand bekannte, die zynische Spirale der Dollarentwertung mitbedienen und heraufbeschwören, was er selbst einen Finanz-Tsunami nannte? Fehlte ihm das Rückgrat, angesichts der eklatanten Verletzung seiner Prinzipien zurückzutreten, oder hielt er die Papiergeldflut für das geringere Übel? Bei der Anhörung im Kongress Anfang April gab er gewunden zu, dass die Leitzinssenkung 2003 ohne seine Zustimmung und auf politischen Druck hin erfolgt war.
 
Bei dem unentwirrbaren Gespinst der Vorwürfe, die seit September 2008 kursieren, geht es auch um eine Schuld, die zu schmerzhaft ist, um offen benannt zu werden. Das 1977 vom amerikanischen Kongress verabschiedete Antidiskriminierungsgesetz („Community Reinvestment Act“) verpflichtete Banken, Kredite auch in Stadtbezirke zu vergeben, die ihren bisherigen Vergabestandards nicht entsprachen. Der Dokumentarfilmer Peter Krieg wies darauf hin, dass ein weiteres Gesetz von 1991 den „Vergleich von Kreditverträgen nach Rassenzugehörigkeit ermöglichte - mit dem erwartbaren Ergebnis, dass die Banken offenbar proportional mehr Kredite an Weiße als an Schwarze vergaben.

Dies interpretierte die Politik als Ungerechtigkeit seitens der Banken, die umgehend durch öffentlichen Druck, noch mehr ,antidiskriminierende' Vorschriften und Lockerung des Standards für Kreditvergaben korrigiert werden musste. Wer sich dennoch an seriöse und bewährte Kreditstandards hielt, dem drohten Gesetzgeber und Zentralbanken hohe Geldstrafen an.“ Die regierungseigenen Banken Fannie Mae und Freddy Mac gaben das Tempo vor, mit dem sich durch Verpackung von faulen Krediten Profite erwirtschaften ließen. Wie bekannt, wurde die sich abzeichnende Pleite über Immobilienjunkbonds global verteilt, deren fahrlässig positive Bewertung die Regierung duldete.

***
Anmerkung: Der VdZ ist nicht unbedingt der Ansichten Greenspans, der wie alle Amerikaner ein sehr selektives Verhältnis zur Geschichtsforschung hat, um es gelinde auszudrücken. Amerikaner sind sicher die falschen, geht es um Geschichte. Die Aufgabe des Goldstandards durch Großbritannien in den 1920er Jahren (der dann neben den meisten übrigen Staaten, nicht aber, zum Beispiel Österreich, die USA in den 1930ern folgte) hatte mehrere Ursachen: einmal war das Pfund als Weltflucht- und -reservewährung auf eine Volkswirtschaft bezogen, die sich als zu schwach definierte, diese weltweiten Spannungen auszugleichen. 

Denn zahlreiche Staaten begannen als Gegenmaßnahme gegen ihre "Hauskrisen" die Pfundvorräte gegen Gold (zum verbrieften Kurs!) einzutauschen, und diese Last wollte Großbritannien nicht länger tragen. Nun entschied sich das Empire, die Rolle des "leading players" der Weltwirtschaft (wohl auch in Vorahnung des bald bröckelnden Weltreichs) aufzugeben. Es war also eine politische, staatsmännische Entscheidung, in der Großbritannien nach dem Ersten Weltkrieg seine Rolle als führende Macht der Welt - preisgab. Mit fatalen Folgen für Europa.

Diese Rolle übernahm nach dem Zweiten Weltkrieg die USA, und der Dollar. Und es ist zu beobachten, daß sie selbst diese Rolle allmählich auf-, und an China (oder Indien) übergeben wird. In der gegenwärtigen Weltwirtschaftskrise hat ja bereits China ein wenig diese Rolle gespielt.


*090720*

Donnerstag, 25. Juni 2020

Warum unsere Länder zugrunde gehen

Es gibt einen Beweis. Nur muß man ihn sehen können. Und natürlich wollen. Es gibt einen Beweis, daß die Verordnungen und Maßregeln, die - per Strafandrohung - über das Volk verhängt wurden, sinnlos und unvernünftig und deshalb in jedem Fall unangemessen und falsch sind. 

Diese Maßnahmen und Anordnungen sollen bekanntlich eine Ansteckung mit dem tödlichen Corona-Virus verhindern. Präventiv. Auch dort, wo kein Corona-Virus zu sehen war und ist, ja gerade dort. Denn die (wenigen) Corona-Infizierten und -kranken stehen ohnehin unter Quarantäne. Aber man muß sich präventiv vor der dunklen, verborgenen Corona-Gefahr schützen, die immer und überall lauern kann.

Nun stellt sich heraus, daß diese Maßnahmen und Verhaltensvorschriften im Alltag pausenlos durchbrochen werden. Immer und überall. Und zwar dermaßen oft, dermaßen überall, daß man sich fragen muß, was überhaupt noch davon bleibt! Zumalen man sehen muß, daß die offiziell zugestandenen, stillschweigend tolerierten, praktisch gar nicht anders handhabbaren kurzzeitigen oder permanenten Verstöße und Ausnahmen gegen Abstandsregeln und Mundschutzverordnungen (in letzterem Fall etwa durch den Umstand, daß der Mundschutz unter vielerlei Bedingungen eine höhere Krankheitsgefahr darstellt als er jemals abhalten kann) die Regel sind. Die Regel! 

Das heißt, daß wir öfter gegen diese Anordnungen verstoßen, als sie einhalten. Und zwar genau dann und dort, wo es - angeblich - drauf ankommt. Im Supermarkt, im Geschäft, bei allen möglichen Menschenansammlungen, beim Schlangestehen vor der Bank oder der Apotheke, weil nicht mehr als drei oder fünf oder zwei Personen gleichzeitig eintreten dürfen, und so weiter, und so fort.

Das einzige was uns hindert, das klar zu sehen, ist das Fehlen einer exakten Erfassung von Situationen, Zeit, Umständen, und so weiter. Denn wer sollte das machen, wer sollte sich das antun? 

Was aber sagt uns das? Was erhebt diese Tatsache in den Rang eines Beweises? Und vor allem: Was soll das beweisen?

Es beweist, werte Leser der ambrosius.konnotationen, daß diese Anordnungen niemals hätten erlassen werden dürfen. Weil sie zum einen auf der Grundlage fehlender praktischer Möglichkeiten beruhte, dann auf der Grundlage eines Nichtwissens über die Art und Weise der Verbreitung des Virus (dazu reicht es eben nicht, "theoretisch" nachzudenken, wie er verbreitet werden könnte; wozu es alleine übrigens eine Menge Theorien und Annahmen gibt, ohne daß jemand sagen könnte, DAS wäre die wirklich gültige Ansicht, wie sich ein Corona-Virus verbreitet, wie also Infektion passiert).

Und dann, weil die - noch einmal: Verpflichtend und per Strafandrohung - verhängten Maßnahmen NIE durchführbar sind und waren. Somit können sie auf keinen Fall den Zweck der Verhinderung der Ansteckung erfüllen. Sieht man davon ab, daß das Versetzen in Dauerpanik (das ist der einzige Effekt) pausenlos an Corona-Gefahren denken läßt.

Die von Ausnahmen und Verstößen extrem verhagelte Ideal-Praxis, die nie und nirgendwo voll erfüllbar ist, wo also die Nichteinhaltung (gerade in den vorgeblich kritischen Situationen) die Einhaltung sogar überwiegt, beweist, daß es gar keinen Weg gibt - gar keinen! - sich vor einer Infektion eines solchen Virus zu schützen. Keinen! Und der Verlauf dieser Corona-Epidemie zeigt genau das. Sie verläuft wie jede andere Epidemie in der Vergangenheit, mit einer rasch ansteigenden Kurve bis zu einer Spitze und Wende, ab der die Epidemie wieder rasch abfällt. 

Damit beweist sich auch, daß der Lockdown der Gesellschaften unverantwortlich und sinnlos war. Es beweist sich! Denn der sollte genau diesem Zweck dienen, und mit genau diesen Maßnahmen: Social Distancing, und Mund- und Nasenschutz. 

Auch social distancing ist nämlich nicht durchführbar, weil immer und überall Menschen auf engem Raum zusammen sind, zusammen leben, und deshalb die Idealbedingungen einer Infektion erfüllen - nicht Distanz zwischen Menschen ist der Alltag, sondern sogar eine weit größere Nähe, als ohne das Einsperren der Menschen in ihre Wohnungen und Häuser der Fall gewesen wäre. 

All das beweist, daß der Irrglaube vorherrscht, es wäre möglich, epidemieartige Krankheiten dieser Art zu verhindern, und ein Volk "gesund" zu erhalten und vor solchen Krankheiten zu schützen, indem man das soziale Leben abschaltet wie das Licht vorm Einschlafen.

Wie konnte das passieren? Wie konnte es so weit kommen? Auch das hat eine Logik, und es ist eine schreckliche Logik. Es wurde von Menschen verhängt und getragen, die nicht in der Lage sind, Daten richtig einzuordnen. Deren Interpretations- und Ordnungsvermögen bereits von einer neuzeitlichen Psychotik durchwirkt ist, der es an jenem soliden, gefestigten weltanschaulich-metaphysischen Weltverstehen fehlt, was erst eine adäquate, angemessene Einordnung von auftretenden Ereignissen möglich macht. Das hat auch mit dem Alter zu tun, das hat vor allem aber mit den (kulturellen) Prägungen von Generationen zu tun. 

Die Angehörigen der derzeitigen (österreichischen) Regierungen stammen nämlich bereits weit mehrheitlich der "Nach-Boomer-Generation" an, wenn sie nicht sogar bereits den 1980ern zugehören. Es sind Generationen, die bereits in einer Sozialstaatsumgebung aufgewachsen sind. Seit den 1970er Jahren ist das der Fall. Das sind sämtlich (!) Generationen, die keine Welt mehr erfahren haben und erfahren, in der Ursache und Wirkung noch zusammenhängen. Diesen Menschen ist vor allem die komplexere kulturelle (politische) Welt somit überhaupt nicht mehr begreifbar, weil ihnen die Fähigkeit fehlt, die Wirkungen von Handlungen abzuschätzen. 

Selbst wenn sie sie nominell aufzählen können, fehlt allen diesen Begriffen die Einlastung in den Welterfahrungsgrund. Solche Menschen werden größte, schwerwiegendste Entscheidungen mit leichter, extrem leichter Hand tätigen. Während sie für kleinste, unbedeutendste Entscheidungen nicht weniger Zeit brauchen, ja oft sogar mehr Zeit und Energie, weil diese Kleinigkeiten und Unbedeutendheiten noch als isolierte Vorgänge nachvollziehbar sind und in der kindlichen Erfahrungswelt auch vorkamen. 

Die Unterschiede der Tragweite und Bedeutendheit von Entscheidungen sind diesen Generationen nicht mehr wirklich nachvollziehbar, und die Einschätzung, was welche Bedeutung hat, schwer gestört bis nicht intakt.

In dieser Corona-Krise, unter der wir so zu leiden haben (und zwar an den Maßnahmen, NICHT an der Krankheit; der VdZ kennt nach wie vor niemanden, der an Corona erkrankt ist, oder sich infiziert hat, und schon gar nicht, der daran gestorben ist, und den allermeisten seiner Freunde und Bekannten und Verwandten geht es ebenso), ist etwas ans Tageslicht gekommen, das uns zukünftig mehr und mehr prägen wird. 

Es ist die Art der Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit einer Generation, die von Unangemessenheit, Unrealistik, Irrationalität, Narzißmus und Hysterie geprägt ist. Einer Generation, die nicht mehr in der Lage ist, die komplexe Kultur, Politik und soziale Struktur unserer Länder, wie sie sich über viele Jahrzehnte und Jahrhunderte gebildet hat, zu begreifen. Das ist umso dramatischer, als sich das Politikverständnis durch die Sozialstaatsprägung völlig gewandelt hat, und sich Politiker dazu angehalten fühlen, immer mehr in kleinste Lebensvorgänge einzugreifen. 

Während die traditionelle Politik (egal welcher Spielart; nicht einmal der Marxismus unterscheidet sich hierin! denn der wesensmäßig verschiedene, viel später entwickelte Kommunismus, als pragmatische Politik, hat sich des Marxismus lediglich als Theorie- und Rechtfertigungsgrundlage bedient) sich nur als Eingreif-Option verstand, die in mehr oder weniger eingehaltener Subsidiarität ein ansonsten in seinen Lebensvollzügen frei waltendes Volk korrigieren sollte, wenn das Gemeinwohl in Gefahr geriet, versteht die heutige Politik sich schon generell als omnipräsente Kraft, die das allgemeine Leben bis in kleinste Vollzüge aufzubauen, zu prägen und zu gestalten hat. 

Ganz typisch für die Gegenwart und diese Generationen ist die Praxis, daß je weniger etwas verstanden wird, die subjektive Motivation sich bis zu Panik und Fanatismus steigert, es durch direkte umso vehementer, totaler umgesetzter Gestaltung beherrschbar weil absehbar zu machen. 

(Wenn man also nachweist, daß der österreichische Innenminister Nehammer gelogen hat, ja notorisch lügt, und er war und ist nicht der einzige Politiker, so zeigt dieser Innenminister genau diesen Fanatismus, in aller schon physiognomisch jedem sichtbaren Verkrampftheit und Starre. Wobei es für diese Diagnose schon genügt hätte, ihm zuzuhören, und seine Sprechweise - stark gepreßte Hochatmung, woraus der schnarrende Ton folgt - wie seine Sprache - extrem und fehlerlos "gegendert" - herzunehmen.)
Und war nicht das Wirken der Politik in der Corona-Krise GENAU DAS? War es nicht bereits in vorbeugendes Beherrschen der gesamten Gesellschaft, und zwar genau durch das Totschießen aller ihrer Vorgänge? 
Zeigt nicht die Corona-Krise, zeigt nicht der Lockdown oder Shutdown oder wie immer man es nennen will die oben beschriebene und in einer Generationscharakteristik begründete Typologie politischen Handelns, eine Lage dadurch beherrschbar machen zu wollen, daß man die Faktorenfülle und Lebenskomplexität durch Verbot und Ausschließen so weit reduziert und damit vermeintlich einfach macht, daß die wenigen überbleibenden Lebensvorgänge scheinbar beherrschbar werden? 
Und zeigt nicht die Realität, die alltäglichste, simpelste Realität, daß das gar nicht geht? Daß nur eines wächst: Die Illusion, das Leben total kontrollieren zu können. Während man nicht mehr sieht, daß die hauptsächliche Richtung des Verhaltens etwas ganz anderes zeigt.
Zeigt nicht die Realität heutiger Politikergenerationen also ein Wirklichkeitsverständnis, in welchem die Wirklichkeit in jeweils isoliert stehende Elemente zerfällt, die jeweils für sich beeinflußt, beherrscht und induziert werden können? 
Und beweist nicht die Realität des Lebens der Bevölkerungen, die sich im selben Maß zunehmend bedrängt erfahren, daß diese Reduktion der Komplexität dessen, was wir Leben nennen, nicht nur nicht möglich ist, sondern dem Leben selbst hohnspricht, womit die Politik also dem Leben immer weniger gerecht wird, und willkürlich Schäden produziert, die historisch beispiellos sind?


*220520*