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Sonntag, 12. Juni 2022

Der Weg zur Einheit wird mit dem Opfer gebaut

Es sind rund 80 Prozent der Menschen, aber das ist eine Schätzung, die für Hypnose zugängig sind, meint Mattias Desmet, der belgisch-niederländische Psychiater in einem Online-Gespräch. Dabei gibt es große Utnerschiede in der Tiefe, die individuell unterschiedlich ist. 

Aber vom Prinzip her ist der Prozeß, daß sie alle übrigen Wahrnehmungen völlig ausblenden, und sich nur auf die vom Hypnotiseur festgelegten Rahmenbedingungen reagieren, sich nur an diese Sprach-Welt hängen, völlig identisch mit dem, was Desmet als "Massenphäomene" bezeichnet (so wörtlich, ich glaube daß "Vermassungsphänomene" besser paßt.) 

Wenn auch seine Thesen und Beobachtungen sehr zutreffend sind, so müßte man sie in wesentlichen Punkten ergänzen. Denn was Desmet völlig fehlt ist eine explizite Ausdeutung (implizit hat er sie, gewiß, aber die zu erkennen steht noch an) der von ihm beschriebenen Phänomene vom Wesen des Menschen, ja vom Wesen der Schöpfung her. Würde er das tun, würde seine Theorie nicht so in der Luft hängen, sondern sogar noch deutlich heller werden können. Und diese Deutung ist eine Deutung vom Sinn der Schöpfung her. 

Donnerstag, 9. Juni 2022

Mechanismen des Totalitären

   Mattias Desmet - Totalitarianismus
Es sind nicht uninteressante Gedanken, die der belgische Psychiater Mattias Desmet entwickelt hat, obwohl ich ihm in etlichen Punkten keineswegs zustimme, und seine Thesen vielfach ergänzungsbedürftig sind. Wir zeigen ihn hier in einem ersten Videogespräch und werden uns noch mehrmals in nächster Zeit mit ihm befassen, weil er etwas aufgreift, das noch viel Anregungspotential hat. 

Aber schon sein erster Ansatz ist bemerkenswert. Denn zuerst hat er sich in seiner weiteren Eigenschaft als Statistiker mit der Coronakrise befaßt, und ist von dort ausgehend auf das Phänomen des Totalitarismus gestoßen. Denn die Realität, wie sie in den vorhandenen Daten erkennbar war, hat in der Haltung der Bevölkerungen WELTWEIT keine Rolle gespielt. Als Grund dafür identifiziert er einen globalen Zustand des Totalitärismus als Zustand der Menschen.

Was wir als solchen erleben und erlebt haben ist keineswegs ein einzigartiges Geschehen, sondern historisch immer wieder beobachtbar gewesen. Und es ist vor allem zu bestimmten Zeiten typisch, und findet seit drei-, vierhundert Jahren immer bessere Bedingungen vor.