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Mittwoch, 27. Juli 2022

Höchste Zeit, das Internet zu verstaatlichen

Weil das Internet als Verkehrsmedium, auf das sich weiteste Teile unserer Lebensvollzüge verlagert haten, über eine Machtakkumulation verfügt, die Trusts oder Monopolen vergleichbar ist, muß es insofern verstaaticht werden, als einzig staatliche Regeln und Gesetze des Gemeinwohls zur Benützung dieses Mediums gelten dürfen. Mehr noch, muß der Staat auch darauf achten, daß seine  Hierarchien und Möglichkeiten dem Gemeinwohl förderlich sind, weil es nämlich gemäß einer eigenen Ordnungsvorstellung in die Gesellschaft eingreift.

Niemals darf ein Staat zulassen, daß private bzw. einzelne Interessen zuungunsten der Lebensführung seiner Bürger Platz greifen, diese ausnützen und sogar ausspionieren und durch sich selbst, "als Medium", manipulieren. Das gilt auch dann, wenn das nur eine "reale Möglichkeit" ist. Und daß diese Mögihckeit real ist, darüber streitet wohl niemand.

Der einzige Grund warum das nicht (wie beim Telephon) längst der Fall ist war, weil vor dreißig, vierzig Jahren niemand begriffen hat, was mit dem Internet alles verbunden ist, und wie es im sozialen Gefüge wirken wird. 

Dienstag, 5. April 2022

Aus dem Olymp herunter gelacht (2)

Warum Putin ein Narr ist, und warum Roberts sich angesichts der nächsten Vorstellung - nach Öl, Klima, Corona (etc.) heißt dieselbe Show nun Ukraine - mit Recht in den homerischen Olymp zurückziehtUnd so ist Putin, so Roberts, in einer kaum lösbaren Situation gefangen. Einerseits wollen die Russen globalistisch sein, die russischen Menschen kreuz und quer durch die Welt reisen und ihre Geshcäfte machen, und ihre Urlaube buchen, und ihr Heinecken süffeln, natürlich nur eisgekühlt, kurz: Leben wie im Westen. Und sie tun es ja längst. Anderseits versucht Putin (und die drei großen Mächte dahinter, das darf man doch nicht vergessen: Das Militär, die Nomenklatura, und die Orthodoxe Kirche, die auch so irgendwie ihre Stunde gekommen sieht) die Souveränität des Landes zu stärken, die Integrität zu schärfen, und Rußland ALS Rußland wieder stark zu machen. Mit einer EIGENEN Kultur, einer EIGENEN Identität.

ABER DAS GEHT NICHT ZUSAMMEN. Wer sich für den Globalismus entscheidet, wer sich für die westliche Lebensform entscheidet, HAT SICH BEREITS ENTSCHEIDEN - gegen das, was Putin nun offenbar in der Ukraine zu stärken versucht. Gegen alle die Identitätsmarker, die es sonst zu leben und zu betonen gäbe. 

Montag, 4. April 2022

Aus dem Olymp herunter gelacht (1)

  QR Paul C. Roberts im Gespräch
Die gute Stunde eines Video-Interviews im Wochenkonzert des Corona-Ausschuß lohnt allemal, die es braucht, um den Ausführungen von Paul Craig Roberts zuzuhören, der vor Jahren eine nicht unbedeutende Rolle in der amerikanischen Administration gespielt hat. Und heute wie ein Rentner wirkt, der in aller Ruhe und Abgeklärtheit dem Treiben der Welt zusieht. 

Nur ein paar seiner Gedanken wollen wir hier aufgreifen, sie sind ein wenig verblüffend. Roberts hängt nämlich alles an den Realitäten auf, die eine eindeutige Sprache sprechen. Wenn man die ganz nüchtern betrachtet kann man verstehen, warum ihm immer wieder das Lachen in den Rippen sitzt. Denn alles hat ein wenig von einem Schelmenstück, in dem eine Seite die andere narrt.

Was sind die Fakten zu dieser Realität? Einmal die, daß der Westen von russischen Rohstoffen abhängig ist. Roberts stellt somit die Frage, warum Rußland überhaupt in die Ukraine einmarschiert ist. Das wäre nämlich gar nicht notwendig gewesen. Ein Exportstop hätte dieselbe Wirkung gehabt. Schon wären die Politiker Europas in Kiew UND IN WASHINGTON angetanzt, und hätten politisch bewirkt, was nun militärisch versucht wird.