Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Sibirien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sibirien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 24. März 2022

Wenn alte Nebenwirkung neues Wissen schafft (2)

Russische Phantasie von Hölle. Das nennt man dann in seiner vollen Ausgestaltung "Welt". Eine Welt, in der sich alles in Rauch und Wärme auflöst, um nach oben zu steigen. Bis es im universalen Sein des All(e)s GANZ NAHE BEI DEM EINEN GEWORDEN ist - Erstmals seit Jahrtausenden, wie es aussieht. Denn erst 2018 fand man ein vollständig erhaltenes, schocktiefgefrorenes Fohlen einer längst ausgestorbenen Wildpferdeart.(Siehe Anmerkung**) Es muß also schon einmal ziemlich warm dort gewesen sein, bis es blitzartig durchgefroren ist.

Und das könnte nun wieder passieren. Denn der Permafrostboden beginnt von einem Punkt ausgehend immer weitere Kreise ziehend aufzutauen. Dabei sinken die oberen schwereren Schichten offenbar ab. Und das hat in einem Fall einen riesigen Krater mit mittlerweile einem Kilometer Länge und hundert Metern Tiefe entstehen lassen, den Batagaika-Krater. Der sich jedes Jahr um dreißig Meter weiter in die Tundra frißt. Denn an den Rändern wird es natürlich auch wärmer, der Auftauprozeß setzt sich also fort. Das mittlerweile entstandene Loch im Boden ist so imposant, daß man es "Tor zu Unterwelt" nennt.

Die Russen hatten in solchen Dingen schon immer viel Phantasie. Denn solche Tore hat die auf reiner Wissenschaftlichkeit aufbauende Sowjetunion jede Menge geschaffen, wie man so hört.(Siehe Anmerkung***)

Mittwoch, 23. März 2022

Wenn alte Nebenwirkung neues Wissen schafft (1)

Ich habe - wie so oft, wenn ich die Statistik der Zugriffe überfliege, bleibe ich an einem Titel hängen, öffne die Datei, und bin schon mitten in der Textarbeit - auch diesen Text nun überarbeitet. Denn er gefiel mit schon, und ich habe nun einiges noch präziser formuliert, und noch mehr Inhalte herausgeschält. Sodaß ich es doppelt schade fände, wenn er wieder in der Kiste "es war einmal" verschwände. Also lasse ich ihn heraußen, und präsentiere ihn, werter Leser, als wäre er neu und noch nie präsentiert worden. 

So umfassend ist er aber nun geworden, daß ich ihn auf zwei Teile aufteile. Und sogar die Anmerkungen (auch sie sind erweitert) auf eine eigene Seite packe, damit sie dann leichter verfügbar und lesbar sind. Erstens sind die vorgetragenen Gedanken doch recht komplex, sodaß darüber ein bißchen nachgedacht müssen könnte, und zweitens ist es dann in kürzeren Abschnitten leichter und streßfreier zu lesen. Streßfreier, weil man nicht immer vor sich hat, daß man immer noch nicht weiter durch die dichtgesetzten Pflanzen des Textes vorangekommen ist. 

Ich hoffe, Sie genießen auch die erweiterte Gedankenführung, und lassen sich noch mehr zu einem luftigeren, spielerischeren, um ein ganz klein wenig erhobeneren Leben inspirieren - also "vom Geist durchströmen". Der hoffentlich nicht mein Geist, sondern ein weniger ähnlicher dem Geist des Geistes ist, sozusagen. Sie wissen, was ich sagen will. (Und erlaube mir da gleich noch einen Verweis auf einen Artikel aus dem Februar 2015, den ich ebenfalls vorhin überarbeitet und aufgefrischt habe (und an einem anderen Tag erneut präsentiere.) Er behandelt m. e. sehr präzise (aber damit natürlich auch recht komplex) das Problem des Denkens und Wissens selber. Und in DIESEM Artikel aus 2019 geht es ja auch um Wissen.

Den Artikel nannte ich an jenem 17. März 2019, an dem ich ihn erstmals verfaßt hatte, "Fragen Sie wegen Nebenwirkungen besser nicht die Wissenschaft". Den neuen titel (siehe oben) halte ich natürlich für ausgesprochen originell ... Der Beitrag aber sieht nun so aus:

Sonntag, 23. Januar 2022

Als die Gottesmutter den 3. Weltkrieg verhinderte (4)

In den Abendstunden des 13. Mai 1984 aber, dem traditionellen Fatima-Tag, zerriß eine gigantische Explosion alle diese Pläne. Binnen eineinhalb Stunden änderte sich der Kurs der Welt. Die Umstände die zu dieser Katastrophe geführt haben, von der - ich wiederhole es - keine westliche Zeitung so berichtet hat, daß ich mich daran erinnerte - sind bis heute nicht geklärt. Man weiß nicht, warum innerhalb eineinhalb Stunden das größten Atom- und Marine Waffenlager der UdSSR in Severomorsk (="Die am Nordmeer Gelegene"), einer Hafenstadt an der nördlichen Pazifikküste im Osten Sibiriens, mit über 1000 Raketen und Atomsprengköpfen, mit einem Viertel des Sprengstoffarsenals (in jeder Weise) der Sowjetunion.

Das war vor allem ein Großteil jenes Waffenlagers, das für den bereits im Herbst geplanten Angriff auf Westeuropa das strategische Rückgrat, wie es die Marine für die Landstreitkräfte bilden hätte müssen.

Eineinhalb Stunden lang flogen Augenzeugenberichten nach die Raketen wiein einem Sylvesterfeuerwerk durch die Luft, schlugen irgendwo im Binnenland ein, oder zerschellten nach kurzer Flugbahn in der Stadt, platzten in der Luft. Gewaltige Explosionen aus unterirdischen Lagern von Bomben, Minen und Torpedos erschütterten die Erde, bis ein einem Atompilz ähnliche Rauchwolke aufstieg, der endgültig Panik auslöste. Denn zahllose Atomwaffen und -träger wurden mit verbrannt, oder durch Explosionen zerstört. Riesige Felsbrocken in der Größe von Häusern wurden kilometerweit geschleudert. Die Behörden begannen schon, die Evakuation des 40 Kilometer entfernten Murmansk vorzubereiten.

Samstag, 22. Januar 2022

Als die Gottesmutter den 3. Weltkrieg verhinderte (3)

Die Änderung der Militärdoktrine um 180 Grad. Der 7. Februar 1981, das Vorspiel zum 13. Mai 1984. Gottes Eingreifen hat den 3. Weltkrieg verhindert. - 

Die aggressive Außen- und Militärpolitik von Ronald Reagan hatte eine dramatische Veränderung der Lage provoziert. Reagan hatte durch ständige Provokation der Sowjetunion durch "Manöverangriffe" bewirkt, sodaß die Rote Armee pausenlos in Alarmbereitschaft bleiben mußte und Rußland sich nie sicher fühlen konnte. Dazu kamen die Ankündigungen von Verteidigungsprogrammen, die die sowjetische Gegenwehr über Landraketen ausgeschaltet hätte, sodaß nicht einmal noch die U-Boote geblieben wären, weil auc hderen Raketen abgefangen werden konnten. Zumindest mußte man das befürchten! (Ob es je funktioniert hätte ist ein anderes Thema. Die Möglichkeit zhählte. 

Reagan, der noch von Otto von Habsburg als "Sieger des kalten Krieges" gefeiert wurde, löste in der Sowjetunion militärstrategisch ein gefährliches Umdenken aus. Nun spielte Zeit eine Rolle, und rasches Reagieren. 

Aber es kam anders, und es kam so, daß sich die Lsge zuerst einmal noch gefährlicher zuspitzte. Denn am 7. Feruar löschte ein bis heute ungeklärter Flugzeugabsturz praktisch die gesaamte Marine-Generalität der Sowjetunion auf einen Schlag aus

Sonntag, 18. April 2021

Nur die Ebenen, die man sucht (3)

 Teil 3) Und dieser Punkt ist der des Essens.


Den definitiven Hinweis verdankt der VdZ den Schriften der Heiligen Hildegard von Bingen, der ihm einige Gedankenfäden, die er seit langem verfolgt, erstmals zu verknüpfen half. Denn die Nähe des Verdauens zum Erkennen ist ihm schon lange klar. Hier geht es aber ums Essen. 

Hildegard weist darauf hin, daß das Essen der verbotenen Frucht notwendig war, weil nur so die Herrschaft über den Menschen möglich war. In der Transformierung der Galle, diesem Zentrum des Geistes im Menschen. Das vor der Sünde wie ein Diamant strahlte, sodaß sich der Mensch aus diesem Grunde nicht als "nackt" wahrnahm. Weil seine gesamte Wahrnehmungsebene das rein Materielle überstieg. Er sah nur den Glanz des Himmlischen, das durch seine Galle, die dafür stellvertretend steht, ausgestrahlt wurde. Nach der Sünde fehlte dieser Glanz. Deshalb nahm sich der Mensch mit einem Mal als "nackt" wahr. 

Das Wesen der Schöpfung ist nunmehr, daß eines vom Selbstopfer des anderen lebt. Leben also über eine Trägerschaft - stellvertretend, nicht "materiell", also nicht magisch! nicht als Funktion, sondern in Eingebettetheit in Haltungen des empfangenden Wesens (Mensch, Tier etc.) - weitergegeben wird. Damit wurde auch die Sterblichkeit über ein Irdisches, die Frucht vom verbotenen Baume, vermittelt. Dieser Akt des Essens war also entscheidend, und die Versuchung der Schlange bezog sich ausdrücklich darauf: Eßt! Dann werden Euch die Augen aufgehen.

Das heißt NICHT, daß jeder Apfel diese Wirkung hat. Das heißt nicht einmal, daß die Apfelsorte (sagen wir es der Illustration wegen so simpel) des verbotenen Baumes diese Wirkung hatte. Es war die Eingebettetheit in eine geistige Wirklichkeit, die im Verstoß gegen den Gehorsam über die Materialität des Apfels real vollzogen wurde.

Somit wird auch das himmlische Leben (noch einmal: im Materiellen stellvertretend, als Zeichen!) über die Hostie weitergegeben (und nicht ohne sie! Jesus sagt ganz klar: Wer mich ißt ... Wer nicht, der nicht! Aber auch diese irdisch-wirksame Wirklichkeit, die einer Verbindung von Himmelsgeist und Schöpfung entstammt wie gleichkommt, ist ebenfalls keine Technik. Sie ist von einem Ordnungsgefüge abhängig. 

Weshalb es lächerlich ist darüber zu diskutieren (wie es der VdZ mehrmals erfahren hat), ob auch ein Laie "gültig konsekrieren" kann. Weil es auf diese Ordnung ankommt. Und die ist durch keine Materie zu ersetzen, oder auf jene zu reduzieren. Und zwar auch nicht in umgekehrter Richtung, in "Geist ohne Trägermateria" (wie es die Gnosis behauptet, um sich von der haptischen, realen Hierarchie der Kirche, also der Realität der Ordnung zu emanzipieren).

Aber nun wird auch klar, warum im Schamanismus gegessene Früchte (meist Pilze) zur "Verbindung mit dem Jenseitigen der Geisterwelt" (oder wie immer man es nennt, wie gesagt, sämtliche Begriffe im Schamansimus bleiben nebelhaft und ungeklärt, also ohne Philosophie und Logik, aber mit viel "Narrativ") eine so große Rolle spielen. Meist wird erst über Gegessenes das "Spirituelle" in den Schamanen real, die sich über Gegessenes (Psychedelika) mit der Geisterwelt verbinden (wollen).

Hierin eine Ahnung der Bedeutung des Essens für die Himmelsmechanik in der Welt des Geschaffenen zu erkennen, ist nicht schwer. Und sie ist so alt wie die Menschheit, weil sie auf deren Erinnerung ans Paradiesische zurückgeht, also an die wahre, wirkliche Wirklichkeit, wie sie dort noch zu erkennen war (aber mehr und mehr ins Vergessen absank; je länger die Menschheit davon entfernt war, desto rascher und vollständiger wurde vergessen, desto mehr also auch verändert, verbogen und verfälscht.

Aber das Opfer, das als Akt erst ein selbstloses Schenken (bei manchen Völkern sogar im Akt des Vernichtens - man denke an manche Form des Potlatch - deutlich gemacht) an Gott war. Und schließlich, in der Hitze des Ewigen Feuers verwandelt, als Himmelsspeise zurückerhalten und im Opfermahl verzehrt wurde. Als dem wahrlich Gemeinschaft (in Gott) stiftenden Mahl, das zum Lebensquell des nun folgenden Alltags wurde (als Sonntag).

Aber es ist im Schamanismus eine Ahnung, die ins Selbstherrliche übergeleitet wird. Weil am Fuße des Schamanismus eben die Gnadenverhinderung selbst steht ... der Hochmut des Subjektivismus als Selbstvergötterung. Im Götzendienst des Mechanistischen, in dem der Welt ihre Würde genommen wird. Damit im Aberglauben.


Samstag, 17. April 2021

Nur die Ebenen, die man sucht (2)

*Teil 2) Anmerklicher Exkurs zum Schamanentum,
und zur Bedeutung des Essens


*Der Schamanismus ist übrigens auch in Sibirien, wo er sehr häufig war und ist und worauf sich auch im Film einige als legitimierende Referenz beziehen, keineswegs überall gut gelitten; vielfach werden Schamanen von den Ureinwohnern nicht nur abgelehnt, sondern sogar als Schadobjekte gesehen, die es auszutilgen gilt. Übrigens spricht noch das Theologische Lexikon von 1892, auf das der VdZ gerne zurückgreift, weil es so universal die Begriffe aufarbeitet, davon, daß der Schamanismus auch in Ungarn ein virulentes Problem ist. 

Der allen Aufklärungsversuchen widerstanden hat, und unter der Oberfläche vor allem in Mittel- und Ostungarn, also in den weiten, eher dünn besiedelten Hügel- und Pusztaregionen eine große Rolle spielt. Was sich mit der Beobachtung deckt, die sich sehr logisch entwickeln läßt, daß Völker der Steppen zum Pantheismus und Panentheismus neigen, und also zum Subjektivismus, aus dem sich das Schamanentum speist. Und tatsächlich ist der VdZ auch hier bereits Schamanen begegnet, die sich (wie immer) an ihn wie Kletten geheftet haben, um ihn zu versuchen und zu plagen. Gegen die Tatsache, daß sich heute Schamanen vor allem aus den Großstädten erheben (und dann erst aufs Land ziehen) - Großstadt und leere Ebene sind Synonyme. 

Nicht weniger als die damit einhergehende, fast unausbleibliche Selbstüberhebung: Arroganz, Hochmut (in ihrem bevorzugten Gewand, der selbst diagnostizierten Demut der Selbstauflösung) und der Schamane sich zum Priester erklärt. (Ganz im Gegensatz zum "Priester" als Mittler, der über die konkrete Welt gerufen werden muß. Selbst der Gottmensch Jesus brauchte eine irdisch faßbare Sendung, was die Bedeutung des Propheten Johannes der Täufer begreifbar macht.

Denn Subjektivismus und schöpferische Existenz liegen im Habitus direkt nebeneinander. Der Künstler ist jene Materia, jenes irdische Gefäß, das sich der Geist sucht. Geist und (letztlich materielles, dingliches, irdisches!) "Jenseitiges", auf das sich der Schamanismus bezieht (das nie, und das sagt ja alles, von der Empfindungsebene getrennt werden kann, während es - durch die Irrationalität - geistig nicht geordnet werden kann, das Einströmen als immer zufällig und damit, was denn sonst, dämonisch wird) sind aber ontologisch diametral entgegengesetzt.

Und deshalb durch eine Haut getrennt, die nicht durchlässig zu halten nicht immer leicht ist. Gerade heute, wo der öffentliche Diskurs völlig von der Stringenz der Wahrheit entfernt, ja letztere zum Todfeind erklärt hat, können viele Künstler sie nicht halten. Weil ihnen das Messer des Geistes fehlt, das in diesen Zeiten schon in den Fundamenten scharf wie eine Rasierklinge sein muß. Weshalb unter den wirklich Klugen die Meinung nicht selten ist, daß in solchen Auflösungsperioden nur noch der Schriftsteller als Prophet weil Dichter steigen kann, darf und sogar muß. Während der VdZ feststellt, daß unter den "Kollegen im Fach" das Esoterische, Magische, Irrationale zur wirklichen Pandemie wurde.

Man findet aber die Geister, die man sucht! Und sie finden sich auf jenen Ebenen, die man selber aktiviert hält. Und das ist eine Frage des Teilhabens an der personalen Wahrheit.

Wollen wir dennoch auf einen Punkt noch näher eingehen. Der sich im Schamanismus methodenhaft findet, also prinzipiell falsch ist, weil technisch aufgelöst, damit Magie wird, die das Transzendentale beherrschen will. Ein Widerspruch in sich, weil die Grundhaltung für das Einströmen des Geistes diesen prinzipiell verhindert. 

Morgen Teil 3) Und dieser Punkt ist der des Essens.


Freitag, 16. April 2021

Nur die Ebenen, die man sucht (1)

Neben der Arbeit an einem Text über den so selten zu findenden schmerbauchigen, grünen, doppelröhrigen Knollenblätterpilz - der grün nicht deshalb geheißen wird, weil er grüner Farbe ist (er ist vielmehr violett- bis blaugetönt, mit einem leichten Stich ins Rosenrote, vor allem am Stiel, wo er sich mit Signalrot die Oberfläche teilt), grün wird er geheißen, weil er scheinbar nie die Phase der Unreife verläßt, ein wahrlich seltenes Naturphänomen, auf das sich aber vermutlich die vielgerühmte Kicherwirkung in zu Schnaps gebranntem Zustand zurückführen läßt - läuft auf Servus TV ein Film über "Alpenschamanismus".

Es genügen wenige Minuten (der Leser mag es selbst überprüfen) um zu sehen, daß nur und zum tausendsten Mal ein uralter Käse neu aufgekocht wird. Wieviele Schamanen der VdZ kennt oder kannte? Viele. Viele. Für ein, für sein Leben zumindest sind es auffallend viele, die eines Tages verkündeten (und die Freundschaft damit meist auch aufkündigten), daß sie nunmehr "Schamanen" seien.

Das ungeheure Begriffswirrwarr, das auch in diesem Film "Alpenschamanismus" auftaucht, ist eigentlich schon genug Aussage über das Wesen des Schamanischen. Begriffe wie Geist, spirituell, Energie, göttliche Kräfte, Heilung, Selbstfindung usw. usf. fliegen einem nur so um die Ohren. Die alle genau das nicht sind und vollziehen, was behauptet wird, nämlich SPIRITUELL zu sein. Der Schamanismus* macht vielmehr aus Geist ein physisches Phänomen, und die eigene Geistigkeit (Spiritualität) zum technischen Prozeß, zur Mechanik.

Wie anders ist das katholische Ritual. Das zwar ebenfalls davon ausgeht, daß nur im physischen Vollzug eine heiligende und heilige Handlung vollzogen ist, das aber das Physische als Zeichen für einen dahinterliegenden, die Physis bestimmenden (also zuvor seienden) Akt sieht. Dieser geistige Akt muß auf der Grundlage des Logischen und eingebettet ins Vernünftige stehen. Das Ritual zeigt somit ein Durchdachtes, und keine (katholische, also allumfassende) Spiritualität, die nicht in sich ein metaphysisches wie physisches Gedankengebäude an. Das, weil es im letzten in Gott gründet alle Eigenschaften haben muß, die auch auf ihn zutreffen müssen, sonst kann man von einem Gott gar nicht sprechen. Worunter Widerspruchsfreiheit nicht die letzte ist. Gott entzieht sich somit nicht der Rationalität, sondern er durchgeistigt sie erst. Hebt sie somit vom rein physischen Akt des rein physischen Sprechens und Vollziehens hinein in seine lebendige Gegenwart, verbindet das Irdische somit ins Himmlische.

Das Schamanische bleibt irdisch, auch wenn es das genaue Gegenteil behauptet, das somit zur glatten Lüge wird. Schizoidität gehört deshalb zum Grundmerkmal des Schamanen, der mit seinen Gesten eine Gutheit behauptet, dem das wirklich Wirkliche seiner Handlung entweder nicht entspricht, oder dem es sogar widerspricht. (So in der Sage von den "weißen" magischen Kräften.)

Ja natürlich kann es sein, daß sich hier tatsächliche Wirkungen zeigen. Aber die sind immer Desintegrationen! Das heißt daß der "behandelte" Mensch zu einer Desintegration von Teilen und Ebenen von ihm versucht wird. Die natürlich nur zum Teil gelingen kann, aber immer Schäden fürs Insgesamt hervorruft. Die, weil geistig, eben NICHT gleich physisch zu erkennen sind, mit den Augen, den Ohren, allen Sinnen. Sondern die sich in der geistigen Tendenz eines Menschen, diesem Streben nach Endgültigkeit, oft viel später erweisen. Erst erweisen - wenn es ums Ganze geht.

QR Schamanentreffen

Ein Ganzes, das heute eben kaum noch Beobachtung findet. Weil die Menschen bei den lockenden Labestationen am Weg hängen bleiben. Deren Limonade zwar auch süß schmeckt, aber den Durst des Geistes, der nach reinstem Met verlangt, niemals löschen können. Sodaß diese Unzufriedenheit, die in Neid jenen gegenüber umschlägt, die den Met schlürfen weil den Weg nie verlassen haben, ein direkter Weg zum Bösen ist. Das den Quick-Ride der Todsünde Neid gerade heute am raschesten kapert, der wiederum eine Hauptfolge der Ortlosigkeit (und damit Identitätslosigkeit) ist.



*Morgen Teil 2) Anmerklicher Exkurs zum Schamanentum,
und zur Bedeutung des Essens


Freitag, 7. Juni 2019

Fragen Sie wegen Nebenwirkungen besser nicht die Wissenschaft

Als der VdZ 1980 in Russisch (recht locker, das darf er mit einem Augenzwinkern erzählen) maturierte, erhielt er einen Aufsatz aus einer damals noch sowjetischen Zeitung (man hat ja im Unterricht sehr klar zwischen russisch und sowjetisch unterschieden: sowjetisch war immer auch russisch, aber russisch nicht immer sowjetisch) zur Übersetzung. 

Dieser feierte - typisch sowjetisch, und wer wie der VdZ sowjetische Zeitungen regelmäßig las, oder Radio Moskau hörte, kannte den Ton - die Errungenschaft der sowjetischen Gesellschaft. Die, wovon der Artikel handelte, nun in einem nächsten Megaprojekt im Oblast Bratsk (Teilrepublik Irkutsk) in Mittelrußland (Republik Sibirien) tausende Hektar Wald abholzte. Als eine nächste "Großtat des vom wissenschaftlichen Materialismus zur mutigen Weltgestaltung befähigten Menschen."

Natürlich unter Einsatz "modernster Maschinen". Dieser Hinweis durfte neben Meldungen über den Ausstattungsgrad sowjetischer Haushalte mit Waschmaschinen oder Klosettbecken in keinem Bericht damals fehlen. Alles war also ein nächster Sieg der Planwirtschaft, und der nächste Fünf-Jahres-Plan enthielt noch ehrgeizigere Ziele. Aus welcher völligen Selbstüberschätzung heraus ja die bekannten und gigantischen Umweltschäden in Form der Zerstörung riesiger Gebiete und früher funktionierender Landschaften, die wie als Folge der gigantischen Bewässerungsprojekte in Zentralasien (siehe Kirgisistan oder Kasachstan) zwar für einige Jahre große Ernten - etwa an Baumwolle, oder Weizen - einfuhr. Was die sowjetischen Medien natürlich zum nächsten "Sieg!" und "Beweis!" ausriefen.

Aber sie mußten sich beeilen. Denn es dauerte nicht lange, bis Halbwüsten und Wüsten daraus wurden, in die diese hunderttausenden Quadratkilometer einst grüner, völlig flacher (also "unendlicher") Grassteppe sich verwandelten. Das zur Bewässerung "genutzte" Wasser verdunstete einfach, und die Bodeninhaltsstoffe wurden mit der Baumwolle oder den Weizenkörnern abtransportiert. Die Erde vertrocknete und wurde sandig, während die Grundwasserpegel erbarmungslos und rasch sanken. Als vorläufiger Höhepunkt trocknete schließlich der Aralsee, seit je her als einer der größten Seen der Erde Lebensgrundlage und Mittelpunkt einer auch wirtschaftlich blühenden Kleinkultur, bis auf winzige Reste aus. 

Bratsk beziehungsweise Irkutsk liegt nicht fern von der Teilrepublik Jakutsk. Und dessen Leitung stand natürlich den Bruderrepubliken in der Erbringung von Mehrwert für die sozialistische Gesellschaft nicht nach. Also wurde auch in Jakutsk eifrig abgeholzt. Denn für Planübererfüllung (Stichwort "Stachanow-Bewegung") gab es ja schöne und vor allem schön bunte Blechmedaillen am Gedenktag zur Oktoberrevolution. Und recht sicher brachte dann Radio Kumbritskij für seine mindestens dreitausend Zuhörer ein vierstündiges Interview mit dem gerade zum Helden der Arbeit ernannten Leiter der Ruschinowsker Arbeitsbrigade "Roter November", mit dem Dritten Forstoberingenieur Wassilij Kirilenko. Denn auch die Arbeiter mußten sich in einem großen Krieg mit dem kapitalistischen Ausbeuterfeind begreifen, und ihren Beitrag zum Endsieg des Kommunismus an der Arbeitsfront leisten.

So. 

Was aber niemand bedachte waren eben Nebenwirkungen. Der Mensch kann sich eben nur entscheiden: Entweder er versenkt alle seine Kräfte in ein Teilprojekt, in ein Spezialfach, oder er widmet ich dem Übergeordneten, dem Übergreifenden, den Systemen und Ebenen der Ordnung, in der alles steht. Wir stehen aber heute im Bann eines Wissenschaftsbegrffs, der keinen Millimeter mehr von seinem Objekt abweichen will. Weil alles Denken, das sich in den Geist erhebt - angeblich - ihres Gegenstands entbehrt, und damit gar kein zulässiges, schon gar kein wissenschaftliches Denken mehr sein soll. Seit dem Siegeszug des Ratioanlismus, wie er von Wien ausgehend über Gestalten wie Sir Karl Popper einen kaum faßbaren Einfluß auf die gesamte, vor allem westliche Welt ausübte, ist ein positives Denken nicht mehr möglich, will man Wissenschaft betreiben. Sondern nur noch ein deduktives Ableiten, dem der übergeordnete Rahmen immer fehlt, weshalb Wissenschaft überhaupt nur "widerlegen" kann - nicht postulieren. Unter Berufung auf Kant, wird somit die Mathematik zur ersten Grundlage der Wissenschaft überhaupt. Diese wäre nämlich "frei von Postulaten" zu halten, und das heißt: Die Leere der Sinnlosigkeit muß männlich durchgehalten werden. DANN kann man Wissenschaftler sein. Eine übergeordnete und absolute Wahrheit und Gewißheit und damit ein sicheres Wissen aber gibt es nicht, nur die "Wahrheit" eines völlig beherrschten, mechanischen Teilprozesses.

Damit sind natürlich auch die Ansätze des wissenschaftlichen Materialismus erfüllt weil in ihrer Grundlegung getroffen. So ist der Ring frei für alle nur möglichen Megaprojekte geworden, mit denen auf total wissenschaftlicher Basis die Überlegenheit des sowjetischen Menschen über die Materie (von der er ja nur ein Teil ist), in Wahrheit aber über den kapitalistischen Playboy wieder und wieder bewiesen wird.* 

Denn eine übergeordnete Geisteswelt - Geist ist ja nur eine Täuschugn, eine Emanation physikalisch-chemischer Prozesse im Gehirn, in der etwas nur subjektiv wie etwas Anderes aussieht, aber doch nur Materie und Mechanismus ist. Diese Welt ist endlich, das ist Gegenstand der Erfahrung, und Wesen der Materie. Und als endliche Welt ist die beherrschbar. Wenn nicht gleich, dann in der Folge.  - Oder doch nicht? Denn wie sich nun herausstellt, waren oder sind die überraschenden und nie geplanten Nebenwirkungen menschlicher Handlungen, die in diesem Geist ausgeführt wurden, vor allem deren Übergreifen auf nie vorhergesehene weitere Bereiche, beträchtlich. Fast ist es so, als wäre die Welt ein in Ebenen geschichtetes System einer Ordnung! Die sogar die Eigenschaften hben könnte, daß sie, wenn sie nicht eingehalten wird, furchtbar "zurückschlägt."

Der Batagaika-Krater in Mittelsibirien
Und so verhält es sich auch in diesem Fall, der ehrgeizigen Abholzung. Denn die Teilrepublik Jakutsk hat anders als Irkutsk große Gebiete mit Permafrostböden. Das Land liegt ja schon um Einiges nördlicher. Die Hauptstadt Jakutsk gilt überhaupt als kälteste Großstadt der Welt. (Und selbst wenn jemand weitergedacht hatte: Damals dachte man ja noch so primitiv, und meinte, wenn es in Sibirien ein wenig wärmer würde, würde das sicher nicht schaden. So viel Ackerboden, und niemand kann ihn richtig nutzen! Sagen Sie DAS einmal jemandem, der überzheugt ist, daß die Erde zerstört wird, wenn sie sich um eineinhalb Grad oder deren zwei "erwärmt" - soferne das überhaupt möglich weil wirklich zu Ende gedacht ist. Zumalen von einem wirklichen Begreifen der klimatischen und meteorologischen Großprozesse der Atmosphäre ja keine Rede sein kann. Dies ist lediglich ein ... eiderdautz! ... nützliches weil Handlungen entfesselndes Postulat.) 

Prompt ist auch in diesem Landstrich seit den 1980er Jahren etwas nie Vorhergesehenes und nie Gewünschtes - Unvorhergesehenes bei wissenschaftlichen Großtaten hat in der Regel die unangenehme Eigenschaft, nicht gewünscht zu sein - eingetreten: Der nunmehr seiner schattengebenden Wälder (und Wälder sind so faszinierende Gebilde, daß man fast meinen könnte, sie leben, und mancher Aberglaube sieht dieses Phänomen auch als "selbständigen Geist") und damit seiner zahllosen Räume mit je neuerlich fast autonomen, selbst regulierenden und damit wechselweise interagierenden Kleinklimata (alles wiederum in engster, harmonischer, fast organismischer Abstimmung mit den Böden, dem Wasser und so weiter, alle swiederum in Unterordnung unter den Lauf der Jahreszeiten, wie ihn die Sonne vorgibt) beraubte Tundraboden war fortan ungeschützt der Sonne ausgesetzt. Also hat er sich erwärmt.²

Erstmals seit Jahrtausenden, wie es aussieht. Denn erst 2018 fand man ein vollständig erhaltenes, schocktiefgefrorenes Fohlen einer längst ausgestorbenen Wildpferdeart.** Es muß also schon einmal ziemlich warm dort gewesen sein, bis es blitzartig durchgefroren ist.

Und das könnte nun wieder passieren. Denn der Permafrostboden beginnt von einem Punkt ausgehend immer weitere Kreise ziehend aufzutauen. Dabei sinken die oberen schwereren Schichten offenbar ab. Und das hat in einem Fall einen riesigen Krater mit mittlerweile einem Kilometer Länge und hundert Metern Tiefe entstehen lassen, den Batagaika-Krater. Der sich jedes Jahr um dreißig Meter weiter in die Tundra frißt. Denn an den Rändern wird es natürlich auch wärmer, der Auftauprozeß setzt sich also fort. Das mittlerweile entstandene Loch im Boden ist so imposant, daß man es "Tor zu Unterwelt" nennt.

Die Russen hatten in solchen Dingen schon immer viel Phantasie. Denn solche Tore hat die auf reiner Wissenschaftlichkeit aufbauende Sowjetunion jede Menge geschaffen, wie man so hört.***

Dieser Krater setzt aber natürlich riesige Mengen an ehedem gebundenen Gasen frei. Wissenschaftler (Achtung, es wird wichtig!) lieben es heute bekanntlich, auf das CO2 hinzuweisen, denn das ist ja so gefährlich. Freilich, Kenner der Materie wissen, daß es vor allem Methan ist, das durch auftauende Permafrostböden in die Atmosphäre steigt.

Wahrscheinlich war sogar dieses aus den Tiefen der Erde aufsteigende Methan der Grund für die Schockfrierung, die die Böden dort ziemlich rasch frieren ließ. Denn ohne solche Vorgänge wäre ein dermaßen gut erhaltenes Relikt wie ein ausgestorbenes Wildpferdfohlen nicht in so gutem Erhaltungszustand gefroren. Der Leser möge mal probieren, sich im Winter ins Freie zu stellen, sich nicht ein bißchen zu rühren, und lediglich zu beobachten, wie lange es dauert, bis er völlig steif weil eingeeist ist. Wenn er dann noch beobachten kann.

Aber so war es ja in der gesamten Erdgeschichte, wie lange immer die bereits währt. Es wird wärmer, und sofort verliert die Materie die langweilige Eigenschaft, alles in gebundener Form zu fixieren. Denn alles wird ja erst durch das Licht zur Eigentätigkeit angeregt, und beginnt sich im Eigensein zu gebärden, auszubreiten, ans nächste Molekül anzustoßen. 

Das nennt man dann in seiner vollen Ausgestaltung "Welt". In diesem Angeregtsein lösen sich dann sogar einzelne Elemente, weil sie sozusagen bindungsgeil werden, und sind offen und bereit für andere Möglichkeiten, als die Kälte (die alles erstarren läßt, unbeweglich macht, bis bei 275 Grad unter Null totale Sense ist, und die Dinge dieser Welt einen unendlich winzigen Moment vor dem Zerfallspunkt stehen) ermöglichte, die alles im Fast-Tod hält. 

Sodaß die materia dem immer weltgeilen logos (dem Willen nicht nur zu einer Ordnung, sondern in einem Streben zu einer immer umfasseneren Ordnugn, BIS ALLES EINS weil total universal IST) nicht mehr zur Verfügung steht, "tut mir leid" sagt, "ich kann grad nicht." Die Welt wird also durch diese Wärme vielfältig. Aus einem nur Möglichen, das alles enthält, wird durch Licht ein Vieles, einfach so Weil es als es selbst "tätig" wird, und danach strebt, in die nächste, höhere Ordnungsebene eingegliedert zu werden. Das nennt man dann Sein, eine Dynamik, ein actu, ein Tätigsein.

Und der erste Stoff, den man so nennen kann, und der sich überall bei Erwärmung löst weil am meisten bindungsgeil ist, ist (nebem dem Sauerstoff) der Kohlenstoff. Der sich durch den Wärmeprozeß ein Sauerstoffmolekül mit sienem Bruder teilt, und auf und davon ist. In der Hoffnung, daß ihn bald jemand auffängt und einbaut! Er also DURCH VERBRENNUNG zum Teil eines Höheren wird. Weshalb man ihn auch als die grndlegendste, potenteste Materie nennt, auf jeden Fall ALLEN LEBENS. Wer hier an eine Analogie zu jenem "Verhalten" des Lebenden sieht, wo alles STIRBT, sich aufgibt, sich opfert, DAMIT das HÖHERE LEBEN entstehen kann, der liegt nicht ganz falsch. Zwar "stirbt" der Kohlenstoff nicht, aber er entselbstet sich, und wird Teil eines Höheren. 

So, wie der Verbrennungsprozeß selbst in der AUFSTEIGENDEN WÄRME eine Analogie dieses HÖHERSTEIGENS, ja sogar GEISTWERDENS ist. So sehr, daß die Menschen von Angebinn an, wie die Überlieferung sagt, BRANDOPFER gebracht haben. Weil das Auflösen eines Dings in Rauch und Asche ein Freiwerden des logos, des Geistes, der Idee INS REICH DER REINEN IDEE, DES REINEN GEISTES - GOTT - symbolisiert.

Ach ja, das haben wir in der Begeisterung für die Ordnung der Welt fast vergessen. "Wissenschaftler warnen" nun natürlich. Die haben ja keine Ordnung, wir erwähnten es bereits. Obacht also: WISSENSCHAFTLER WARNEN. Denn das könnte zu einer wahren Klimakatastrophe führen. Man stelle sich vor - so viel CO2 in der Luft! Das wird, glaubt man den alles Wissenden, nun wirklich die Meere übergehen lassen. Also sollte man endlich - endlich, Greta Thunberg! wir sehen es ja! wir sind ja in Panik, beruhige Dich, weil wir doch nun tatsächlich beunruhigt sind! - Megaprojekte starten, damit die Welt endlich (aber diesmal wirklich) gerettet wird. Wozu haben wir die Wissenschaftler, die bekanntlich für uns denken.

Und der VdZ ist ehrlich bereit, sich die letzten Steuern aus dem Weiß der Augen herauszukratzen, damit Vladimir Putin, dieser rechte Klimaleugner, endlich Kühlschlangen in Batagaika versenken kann, um Londons City vor der ultimativen Überschwemmung durch Meeresspiegelanstieg zu bewahren. Wobei, seltsam, Stockholm hat ja das gegenteilige Problem, oder Greta? Skandinaviens Landmasse steigt aus dem Meer. Geht es Dir, liebe Greta, vielleicht darum, daß Du weiterhin bequem zum Baden ans Meer kannst?

Pardon, das war politically incorrect offensive. Denn Autisten scheuen ja das Wasser. Weil sie dort der Umgebungsaggressivität (manche nennen es Wirklichkeit) nicht ausweichen können. Die noch dazu so komplex ist, daß man die Neigung zu Dummheit sehr gut verstehen kann. Denn da wird alles so einfach.****



*Und unter anderem zur Austrocknung ganzer Riesenseen wie dem Aralsee führte, dessen Zuflüsse für die Umwandlung kasachischer Steppen - total warm, aber staubtrocken - in gigantische Baumwollplantagen umgeleitet wurden) bedachte niemand mehr als den kurzfristigen Effekt. (Sie sehen, werter Leser, es hat sich verglichen mit dem Deutschland von 2019 nichts geändert, immerhin versuchen wir ja hier die Fackel der permanenten Revolution brav weiterzutragen.) Das Konzept stammt natürlich auch von der Wissenschaft, denn die feierte ja, wie wir wissen, in der Sowjetunion ihre ultimativen Triumphe. Der "neue Mensch" vertraut deshalb der Wissenschaft, die weiß alles besser.

²Wenn sich der Leser nun so seine Gedanken machen möchte, ob nicht diese Temperaturerhöhung, die uns in jährlich ständig neu servierter Form als "Klimakatastrphe durch die CO2-Sünden der Menschheit, egal wo auf diesem Planeten" das Frühstücksei madig machen will, mit ganz anderen Umständen - und in der Regel mit menschlichem Verhalten ganz anderer Denkungsart zusammenhängt, der kann dazu nur ermuntert werden: Er könnte auf dem richtigen Pfad sein. 
Ja, in diesem Fall wird dieser Pfad ihn sogar zu einem Mysterium führen. Weil diese "Klimaerwärmung" durch das Verbrennen "nachhaltiger Rohstoffe" VERHINDERT werden soll, entsteht sowohl in Sibirien wie auch in Kanada (von dort wird ganz Gleiches berichtet) selbstverständlich eine "Erhöhung der Umgebungstemperatur" SAMT einer Erhöhung der Windgeschwindigkeiten feststellen. 
Was wiederum einer Austgrocknung des Bodens höchst förderlich ist. Somit ist die Bekämpfung der Klimaerwärmung DIE URSACHE FÜR DIE KLIMAERWÄRMUNG. Ist das nicht paradox? Gemach, gemach, es ist doch Wissenschaft.

**Übrigens: Steppenpferde sind NICHT die Vorfahren der heutigen europäischen Pferde! Wo die herstammen weiß letztlich keine Sau, aber sicher ist: nicht von den Steppenpferden, wie lange Zeit "sicheres wissenschaftliches Wissen" war; die europäischen Pferde stammen nach Genanalysen von den nordischen Minirassen ab, samt Einkreuzungen aus dem arabischen Raum, und die Shetlandponys und Isländer ... waren wahrscheinlich einfach da, naja, nicht einfach, haben sich vermutlich aus dem tieftrockenen Dunkelkalmar entwickelt, der versehentlich einmal an Land kam und sah: Hö, da ist es ja gemütlicher als in tausend Meter Meerestiefe!", sich Lungen wachsen ließ, und zum Pferd wurde, weil er dann schneller zu seiner Geliebten kam, bald darauf die Islandsagas komponiert und sich Ragnar Löfbröck nannte und zum Menschen wurde, oder so. Fragen Sie, werter Leser, aber einen Wissenschaftler wegen der Details.

***Man denke nur an die tiefste Bohrung, die je von Menschenhand durchgeführt wurde, die Bohrung in Kola (Karelien, also im Nordwesten Rußlands). Aus (angeblich) bisher ungeklärten Gründen (die aber doch recht klar in technischen Problemen liegen könnten) wurde bei knapp elf Kilometern Tiefe mit der Bohrung aufgehört. Es gibt allerdings auch erstaunliche Tonbandaufnahmen, die - wie man sagt - der wirkliche Grund gewesen sein sollen, diese Bohrung einzustellen und das Loch mit einem Pfropfen zu verschließen: Man habe nämlich "die Decke der Hölle angebohrt", wie es von manchen genannt wird. Denn die Geräusche, die man aufnahm, als man ein Mikrophon hinabließ und die Töne so lange aufzeichnete, bis das Mikrophon schmolz, erinnern tatsächlich an ein Wirrwarr aus verzweifelten Schreien Gequälter. Hören Sie sich das selbst an, werter Leser.

****MOMENT, sind nicht die GrünRotGepeckten seit langem dabei, riesige Waldflächen abzuholzen, um Platz für weltrettende Windräder und Palmölplantagen zu schaffen, die dann, weil wir sie per Gesetz verordnet in unseren Treibstoff mischen, weil das den CO2-Ausstoß verhindert? Also - soll. Weil es leider ins Gegenteil umschlägt, aber darüber spricht man nicht, ohne Diskretion ist Politik unmöglich. Gottverdamminomoi, es ist alles so kompliziert. Wie tut es da wohl sich an einen weiblichen Kanzler anzuschließen, der voller weiblichem Wohlfühlfaktor verkündet, daß wir "das schaffen". Merkel ist ja immerhin und angeblich Wissenschaftlerin. Die kennt sich außerdem mit dem Kommunismus aus. Klar, die Feinheiten des Sexlebens der Maikäfer überläßt sie Fachleuten. Da kennt sie sich, ehrlich gesagt, nicht so gut aus, aber dafür hat man ja Gremien. Werter Leser, ist ihm immer noch nicht klar? Wir sind so richtig in guten Händen!



*170319*