![]() |
| Kronen Zeitung |
Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
Dieses Blog durchsuchen
Samstag, 17. Dezember 2022
Das muß jetzt sein
Sonntag, 6. März 2022
Die neue ÖVP-Methode - Verhinderung des Überblicks (2)
Samstag, 5. März 2022
Die neue ÖVP-Methode - Verhinderung des Überblicks (1)
| QR Fake News zur Ukraine |
Mittwoch, 8. Dezember 2021
Aus dem ambrosianischen Vorhersagekorb
Im Nachhinein läßt sich so etwas nicht mehr korrigieren, ich weiß wovon ich spreche. Alles beginnt in einem stecknadelgroßen Kopf. Übergehe ich den, kann ich nicht mehr zurück, weil ich nun ein anderer geworden bin.
Freitag, 5. November 2021
Nicht um Corona, aber auch nicht um Weltordnung (3)
Worum also geht es? Was ist der wirkliche Konflikt, in dem alle menschlichen Gesellschaften stehen, heute nicht mehr als je? ES IST EIN IDENTITÄTSKONFLIKT.
Und weil Identität eine Frage der Identifizierung ist, ist es ein Konflikt des Zugehörigkeitswillens zu einer HAUPTPERSON, die an der Spitze jener Welt steht, zu der wir gehören und gehören wollen. So wenig wir das auch oft noch realisiert, umgesetzt haben, so wenig sich das im Einzelnen auch oft zeigt.
Donnerstag, 4. November 2021
Nicht um Corona, aber auch nicht um Weltordnung (2)
Es geht auch nicht um eine "Neue Weltordnung" (NWO), auch wenn das beide Seiten behaupten. Mit dem interessanten Detail, daß BEIDE Seiten eine Neue Weltordnung wollen. Die Differenzen bestehen nur in der Vorstellung, wie diese auszusehen hätte. Wobei es nur noch absurd wird, denkt man diese Tatsache durch.
Denn dann müßten die "anderen" Neue-Ordnung-Vertreter
Mittwoch, 3. November 2021
Nicht um Corona, aber auch nicht um Weltordnung (1)
![]() |
| QR Corona - Lüge und Daten |
Zwar könnte stimmen (und ich bin sogar selber dieser Ansicht), daß rein auf die Daten bezogen die Corona-Leugner die besseren Karten haben, aber das ist eine ihnen zugefallene Frucht.
Selbst William Briggs hat immer aufgezeigt, daß die Behaupter, es gebe eine Corona-Pandemie, NICHT richtig liegen (und auch ich meine das zu sehen bzw. habe es schon ganz früh gesehen). Er hat aber NIE gesagt, daß streng nach Daten und wissenschaftlichen Fakten beurteilt ER RICHTIG liegt. Er hat nur Gegeninterpretationen vorgeschlagen. Weil er wußte, daß seine Interpretation eine Spekulation ist, die zwar durch die Realität der historischen Fakten bestätigt wird, die aber im strengen Sinn nicht mehr beweisen ist als die der Corona-Hardliner. DASZ er richtig lag war eine posthoc-Feststellung einer Möglichkeit, deren Anzug man sich im Spiel anzog, weil es der dritte Akt endgültig fordert: Man muß die Dinge ins vermeintlich Endgültige, Bleibende treiben, also - sein Gesicht hart machen.
Freitag, 1. Mai 2020
Es war ein historischer Fehler, nicht sofort in Opposition zu gehen (2)
Der VdZ glaubt aber auch zweitens, daß es im politischen Spiel eines Landes Zeiten braucht und hat, in denen eine Haltung durchgetragen werden muß. Selbst wenn einem scheinbar alle Trümmer um die Ohren fliegen, der Gegenwind unerträglich scheint. Der Wind wird sich wieder drehen, er wird sich mit der Zeit drehen, wenn die Menschen wieder Ruhe haben und beginnen, nachzudenken. Was derzeit durch eine ungeheure Nachrichtendichte, die "Beweise" liefern soll, daß alles richtig war, was die Regierung angestellt hat, verhindert, dem auch vorgebeugt werden soll.
Eine Nachrichtenschwemme, die nun in ungeheurem Ausmaß verwirrt und die Menschen mehr denn je vor die schwere, fast nicht zu bewältigende Prüfung stellt, ihre Denkvermögen zu bewahren, oder aufzugeben. Wo sind noch die Steine im Fluß, auf denen man stehen hätte können und jetzt stehen könnte?
Und historisch ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Gute übrigbleibt, wie die Kastanie im Herbst, die sichtbar wird, nachdem die stacheligen Schalen verfault sind und abfallen.
Jetzt aber? Jetzt wird die Opposition zertrümmert, hat aber keinen Faktor, der sie eines gar nicht so fernen Tages wieder stärken könnte. Sie war von Anfang an im Grunde mit der Regierung im Boot, ist damit mitverantwortlich, und versucht nun nur mit umso schärferer Kritik die davonschwimmenden Felle zurückzuholen. Nun steht sie wie so viele vor der Situation, von der Kastanie, die sich nun zeigt, überrascht worden zu sein.
Wer soll da noch irgendwann irgendwarum irgendeine der heute vorhandenen Oppositionsparteien und -figuren wählen? Eben. Herrschaften, das sind auch im geschichtlichen Rückblick erkennbar jene Zeiten, in denen wie ein Blitz aus heiterem Himmel die Gründung neuer Parteien geschehen.
Wir werden es auch daran erkennen, daß die derzeit bestehenden Parteien, und zwar ALLE, gegen ein Phantom kämpfen werden. Gegen eine noch nicht vorhandene, aber gefürchtete NEUE OPPOSITION.Eine Opposition, die sich vom derzeitigen Parteienbild völlig unterscheidet. Deren Macht sich aber bereits deutlich abzeichnet, indem sie bereits anders als die bislang bestehende Bevölkerung behandelt wird. Man beachte etwa diesen Bericht über ein Großbegräbnis in Berlin. Das hier Vorhergesatte könnte also früher als man glaubt geschehen. Etwa durch die Bildung einer "recht streng dem Koran folgende", um parlamentarische Vertretung ritternde islamische Bewegung. Aber das wäre nur die eine Seite des Spektrums. Und sonst?
Wie die zweite Seite aussieht, die anders als die erste - nimmt man Muslime, so waren sie aufgrund ihrer von Anfang an unbestrittenen Oppositionshaltung nie davon betroffen (siehe die Gedanken im ersten Teil der Artikelreihe) - auf die amorphe Wut nach einem Mißbrauch zurückzuführen ist? Der VdZ ist noch nicht sicher, aber wir werden es ohnehin erleben.
Fazit: Es wird zu einer Wende kommen, und zwar rascher als mancher heute denken könnte. Es beginnt ja bereits, man beachte alleine diese ORF (!) Meldung, ín der bestätigt wird (weil anhand eines geleakten Dokuments offenbar geworden) daß Kurz die Panik vor Corona bewußt angeheizt und sogar initiiert hat. Solche scheinbar kleinen Meldungen aber sind die ersten Anzeichen. Es ist jener Spalt in der Tür, durch den das aufgestaute Wasser immer schneller eindringen wird. Bis die Tür mit einem Knall auffliegt.
Die Bevölkerung hat es ohnehin gespürt, aber ihre Ahnung wurde dann durch Massenpropaganda umgelenkt.
Solche Umlenkungen verzeiht aber eine Bevölkerung nicht, das wird auch Kurz bald feststellen.Zwar ist das nicht völlig sicher, und zwar aus bestimmten Gründen - aber der VdZ glaubt nicht, daß diese schlagend werden: Nämlich die gigantische Medien- und Manipulationsoffensive, die folgen wird. Sie wird diesen Dammbruch nicht aufhalten kann.
Aber an dieser Wende wird die derzeitige Opposition nicht partizipieren können. Sie hatte ihre Chance, hatte aber nicht den Mut (oder nicht die Erkenntnis der Wirklichkeiten dahinter; dann hat sie den eigenen Niedergang auf jeden Fall weil ohnehin verdient) sie wahrzunehmen. Es werden sich deshalb neue Kräfte formieren, die die zukünftige Opposition sein werden.
Donnerstag, 30. April 2020
Es war ein historischer Fehler, nicht sofort in Opposition zu gehen (1)
Die Opposition in unseren Ländern hat von allem Anfang der Corona-Krise an der Versuchung nicht widerstehen können, zu beweisen, DASZ AUCH SIE HÄTTE KÖNNEN WAS DIE REGIERUNG GEKONNT HAT, und was diese in Österreich zumindest in einen wahren Höhenrausch der Zustimmung geweht hat.
Damit hat sie die Möglichkeit einer Opposition verschwinden lassen, und damit eine völlig unterschätzte Wählergruppe düpiert. Denn es gab Kritik in der Bevölkerung, von allem Anfang an. Aber die hat in ihrem Alltag ein wahres Haberfeldtreiben durch die von der gesamten Politik gestützten Befürworter der Corona-Hysterie erlebt. **Wir werden im Folgenden die Gedanken entwickeln, und wir kommen, das sei schon versprochen, auf einen für manche überraschenden Schluß.
In Wirklichkeit bestätigt heute die Opposition nämlich alles, was Kanzler Kurz und seine Ministranten gemacht haben, indem sie nämlich dasselbe gemacht haben wie die Regierung: Abgewartet, wie sich "das Coronavirus" entwickelt. Was will man nun angreifen? Details? Ob hier oder dort eine Woche zu früh oder zu spät geöffnet, ob hier oder da eine Milliarde falsch eingesetzt wurde? Das kümmert doch keinen Österreicher!
Es war aber alles von Anfang an erkennbar, hätte man ein feineres Gehör für die verdrehten Wissenschaftsausflüge hinter der Panik gesehen, wie sie schon bei der Berichterstattung über China zu erkennen war.Denn erstens glaubt er nicht, daß die FPÖ und jede andere Opposition noch weiter verloren hätten. Vielleicht sogar gerade für die Freiheitlichen, aber auch für die NEOs, die Neoliberalen, würde er das sehen, denn jede kritische Stimme hat derzeit überhaupt keine Heimat mehr, steht völlig alleine, ohne politische Repräsentanz.
Jene Menschen, Wähler, die aber um ihre Freiheit, die zurecht um ihre Grundrechte fürchteten, die jeden angeblichen Widerspruch zwischen dem Notwendigen und dem Richtigen sahen, und Recht hatten.
Kein Gut kann erreicht werden, indem ein schlechtes Mittel verwendet wird; kein Zweck heiligt die Mittel! Das ist eine der Grundfesten der katholischen Morallehre, die aus der Metaphysik kommt, nicht aus irgendeinem Gefühl oder Moralisieren!***
Dieses Prinzip alleine hätte handlungsleitend gewesen sein müssen (und können), denn es hält in jedem Fall als Kriterium. Selbst wenn man zu wenig "Details" kennt, meint, sich noch kein Bild machen zu können, mit einer Einschätzung warten zu müssen meint, ist auf keinen Fall Ausweg, Abkürzer oder Alternative, etwas in sich Schlechtes, Falsches zu tun. Und das ist passiert. Nachweislich.
Diese ontologische Gewißheit, diese Grammatik des Wirklichen, die unumgehbar ist, hatte von Anfang an keine Fürstreiter auf den politischen Schauplätzen, in die sie sich "Dank Demokratie" ständig begeben müssen. Sie sind nach wie vor alleine. Und die heutige Opposition kann sich NICHT aufs Hemd schreiben, daß sie diese unglaublichen Gesetzesverstöße sofort aufgezeigt und kritisiert hätten.
Wenn wir hier also von einem elementaren Fehler der Opposition beziehungsweise Nicht-Opposition sprechen, dann schon alleine aus dem Grund, weil das zu späte, auf jeden Fall nicht frühzeitige und damit nur zeitgerechte Kritisieren von einer elementaren, ontologischen Tatsache ausgeht - der des Guten im Streit mit dem Schlechten, ja Bösen.
Und darin hat man die Menschen auf schreckliche Weise im Stich gelassen, und sie den Wölfen ausgeliefert. Schon alleine deshalb ertönt die Posaune: Schande und Verderben über die Hirten, die ihre Herde verlassen haben!
Wir werden aber auch erleben, daß die muslimischen Gemeinden einen Zustrom verzeichnen werden wie noch nie. Denn lustigerweise waren sie durch ihr sperriges, widerspenstiges Verhalten, das schon vorauseilend vermutet wird und auch diesmal wurde, frühzeitig weil immer RICHTIGE Opposition.
In jedem Fall eine weit verbreitete amorphe Wut! Diese amorphe (also noch ungefaßte, ungeformte) Wut wird noch entscheidend, wir werden es im Fortgang dieser Gedankenausrollung sehen.
***In dem Augenblick, in dem man die Möglichkeit eines IN SICH SCHLECHTEN abstreitet, was auf ein elementares Unverständnis der metaphysischen Grundlagen im Begriff von Gott, dem Sein, dem Guten, des logos zurückzuführen ist, begibt man sich auch jeder wesentlichen Kritikfähigkeit, jeder Möglichkeit einer "frühzeitigen" Opposition. Und das hat sich im Falle der Corona-Krise wieder einmal ganz klar und eindeutig bewiesen.
Donnerstag, 3. Oktober 2019
Warum sich die FPÖ nicht durch Ibiza zerlegt hat (3)
Die nun zu übersehen scheint, daß sich ein Gutteil gerade ihrer konservativen, "rechten" Wählerschaft auch als Gegner der Moderne sehen. Man unterschätzt immer noch und immer wieder neu, daß sich Politik und politische Intention aus einer Gesamthaltung generiert. Wenn es so aussieht, als ließe sich über Sachfragen und Einzelthemen Politik machen, so hat das verschiedene Gründe, die aber immer wieder auf eine Basis zurückfallen, die viel grundsätzlicher weil eine ontologische Frage ist. Deshalb geht es auch in der Klimafrage nicht um Klima oder Klimarettung! Es geht um den Gesamthorizont der Vernunft!
Und das ist etwas anderes, als es die Aufklärung meinte. Auch der VdZ war eine Zeit der Meinung, daß die FPÖ das kapiert habe, so wie die AfD in Deutschland. Aber auch er hat sich getäuscht. Diese Alternative gibt und gab es gar nicht, ja es gab sie gar nie! Daß man sie in der FPÖ vermutet hat, und zwar weithin und vielfach, hat lediglich den Grund, daß sich diese Partei als "Rettungsinsel" angeboten hat, als Refugium gegen die Unvernunft der übrigen Ideologien. Aber das ist ein Irrtum, der nicht zum ersten Mal begangen wurde.
Katholiken sind strunzdumm-naiv
Unterstützen Sie dieses Blog!
Mittwoch, 2. Oktober 2019
Warum sich die FPÖ nicht durch Ibiza zerlegt hat (2)
Aber das Genick hat der FPÖ der zweite Punkt gebrochen. Auch das war ein Punkt, in dem sie sich von den übrigen Parteien unterschied. Und das ist die Klimapolitik. Norbert Hofer hat sich im Wahlkampf, wohl unter dem Eindruck der Greta-Hysterie, aber wie sich herausstellte auch aus persönlicher Überzeugung, als "Kämpfer gegen den Klimawandel" positioniert. Er hat klar gesagt, daß die FPÖ mit der Politik der Alternativen Energien, der Energiewende, der Umstellung auf Öko-Wirtschaft mitmachen wird. Damit hat ER somit den entscheidenden Fehler begangen. Denn damit hat er die letzte Eckfestung einer FPÖ mit eigenem Profil im Alleingang geschleift. Was nun, haben sich die Wähler gefragt? Haben wir nun mit der FPÖ dasselbe, wie die übrigen Parteien vertreten?
Unterstützen Sie dieses Blog!
Dienstag, 1. Oktober 2019
Warum sich die FPÖ nicht durch Ibiza zerlegt hat (1)
Umso vehementer führte dieses weltweit (gemessen an der Bevölkerungszahl des Landes) reichweitenstärkste Blatt einen Feldzug gegen die Freiheitlichen. Kein Tag ohne einen "Skandal", der angeblich in den Reihen dieser Partei zu finden sei. Kein Tag ohne an der Glaubwürdigkeit deren Proponenten Zweifel zu säen. Und das hat Wirkung gezeigt. Es hat viele verunsichert, die sich nun der Wahlbeteiligung enthielten. Die Nicht-Wähler sind maßgeblich für das Debakel an den Urnen verantwortlich. Aber ist das wirklich der Grund gewesen?
Denn die FPÖ hatte sich nach dem "Ibiza-Skandal" recht rasch konsolidiert und war allen Erhebungen nach mit über 20 Prozent (und wachsend) Wähleranteil wieder auf dem Weg nach vorne, ist sie in der letzten Woche vor dem Urnengang zusammengebrochen. Warum war das so? Wirklich wegen der Strache-Spesen-Affäre, in der die Kronen-Zeitung ihren subjektiven Rachefeldzug gegen die FPÖ, den sie seit Ibiza führte, auf die Spitze zu treiben versuchte, und einmal so richtig ihre Muskeln spielen ließ (und damit Straches Äußerungen auf Ibiza posthoc sogar noch bestätigte, wo er vom politischen Einfluß der Krone sprach), worin ihr die übrigen Blätter und Medien des Landes, zum weit überwiegenden Teil in ÖVP-Hand, gerne assistierten?
Unterstützen Sie dieses Blog!
Donnerstag, 30. Mai 2019
Schön langsam wird es nagelfest
Vor allem ist nun auch klar, daß die Gefügigmachung durch Drogen tatsächlich eine große Rolle spielte. Und nachdem zwar bei Gudenus bekannt war, daß er Drogen nicht immer abgeneigt war, hat man Strache durch Beimischung in Getränke unter den Einfluß von Kokain gesetzt, das noch dazu in einer Reinheit eingesetzt wurde, die marktunüblich ist und die bekannten Wirkungen des Kokains - Größenwahn (statt gehobenem Selbstgefühl), Euphorie (statt gesteigertes Wohlbefinden), Selbstüberrumpelung (als Fallen aller Schranken) - deutlich übersteigert. Das ist kein Gerücht, keine Dolchstoßlegende, sondern eine von den Video-Machern eingestandene Tatsache.
Es ist Schmidt gegenüber, der in eigener Recherche die hauptsächlich involvierten Personen ausfindig gemacht hat, die dann erstaunlich kooperativ waren, auch eingestanden worden, daß der Lockvogel, eine Studentin aus Bosnien, die perfekt Russisch spricht und eine Tagesgage von sechs- bis siebentausend Euro erhalten hatte, während des siebenstündigen Gesprächs mindestens zwanzig Mal den Raum verlassen hatte, um sich neue Direktiven über das nun zu Fragende und den Fortgang der Dramaturgie aus Wien (!) zu holen, von wo jemand live zugeschaltet war.
Es wäre unbedingt wichtig, meint Schmidt, das GANZE Video zu sehen, nicht nur die paar verwerteten Stellen, die nur aus jedem Zusammenhang herausgerissene Einzelaussagen enthalten. Denn dann würde mit Sicherheit auch klar, wie geschickt und über stundenlange, geschickte Fragestellung (samt Drogeneinfluß) die beiden FPÖ-Politiker "weichgemacht" wurden. Schmidt meint, daß dann die herausgegriffenen Aussagen, die kolportiert wurden, recht sicher in einem ganz anderen Licht gesehen würden. Wahrscheinlich würde dann auch der im Verlauf der sieben Stunden zunehmende Drogeneinfluß erkennbar.
Klar ist damit auch, daß ALLE Parteien Österreichs (außer die FPÖ) davon wußten, daß die meisten Zeitungen davon wußten, und daß auch sonst involvierte Personen (wie einem der Eigentümer der STRABAG, dem größten Bauunternehmen der Infrastrukturbranche, also auch dem größten Auftragnehmer der Politik), die als zahlungskräftige potentielle Interessenten angesprochen wurden, seit 2017 bekannt war. Aber alle hatten damals abgelehnt, diese Aufnahmen zu übernehmen bzw. zu verwerten (und dafür zu bezahlen). 2019 waren die Produzenten auf die Idee gekommen, es noch einmal zu probieren - diesmal jedoch "über einen Rat aus Kreisen einer Wiener Partei" in Deutschland - die kompromittierende Inszenierung an den Mann zu bringen. Und prompt war der "Verein für Politische Schönheit" aufgesprungen. Ob und wie weit hier Hintermänner im Spiel waren, die eventuell die geflossenen 600.000 Euro gestellt haben, ist derzeit noch ungeklärt.
So die, daß Schmidt, der bewundernswert sachlich und dezent bleibt, darauf hinweist, daß auch die "Neos", die liberale Klein- und Saubermannpartei (die Schmidt als Partei bezeichnet, "die sich der STRABAG-Eigentümer Haselsteiner hält") von diesem Video gewußt haben.
Die Frage erhebt sich also auch, warum die ÖVP in den letzten Jahren, ja Jahrzehnten, so dahinter war, in ihren Koalitionen immer das Innenministerium zu stellen. Und die Frage steht im Raum, ob in dieser Konstellation nicht schon lange Geheimmaterial über Personen in Österreich angefertigt und zu Erpressungszwecken benutzt wurde. Kickl meint sogar, daß zu untersuchen sei, ob nicht verschiedene Rücktritte in der politischen Vergangenheit Österreichs mit solchen Machenschaften zu tun haben.
Selbst der Ex-Grüne und linke "Jetzt"-Aufdecker Peter Pilz schrieb in einer Aussendung vom letzten Samstag, daß die Spuren ins BVT so deutlich sind, daß man mögliche Verbindungen des Ibiza-Videos mit dem ÖVP-Netzwerk innerhalb dieser Geheimdienstorganisation untersuchen müsse.
Das Argument, so Kickl, daß ein FPÖ-Minister die Aufklärung von Rechtsverfehlungen durch Strache behindert hätte, ist deshalb nicht zutreffend, weil Kickl selbst (um jedem möglichen, zukünftigen Vorwurf vorzubeugen) von Anfang seiner Ressortleitung an die Verantwortung für Korruptionsbekämpfung in die Hände der ÖVP- und EU-Mandatarin Edtstadler gelegt hatte. Es mutet schon jetzt seltsam an, daß das nunmehrige Innenministerium (das wie alle Minister der Übergangsregierung von ÖVP-Vertrauensleuten geleitet wird) keine Anstalten zu treffen scheint, die Vorgänge um die (strafrechtlich relevante, illegale) Video-Produktion aufzuklären.
Samstag, 25. Mai 2019
Nur nebenbei: Es gibt keine Spenden
Während die ÖVP immer noch nicht erklären kann oder will, woher 13 Millionen Euro des insgesamt beachtlichen Budgets kommen, das sie im Parlamentswahlkampf 2017 für die "Liste Kurz" zur Verfügung hatte.
Wie es nach derzeitigem Erkenntnisstand aussieht, war die "scharfe", angeblich "russisch-lettische Oligarchennichte" eine von den Video-Produzenten angeheuerte Prostituierte. Die offenbar also wußte, wie man Männer streichfähig macht. Übrigens: Auch der VdZ ist auf solche Weiber bereits hereingefallen ... Mehrmals. Und so oft er sich auch vorgenommen hatte, darauf nicht einzugehen, war ihnen deren Vorhaben (ihn auszunehmen) doch wieder und wieder geglückt. Solche Frauen wissen halt immer mehr als das, womit man rechnet.
Und der VdZ will sogar etwas zurücknehmen. Daß die Ibiza-Affaire ein Sittenbild gewesen ist. Wenn man es raffiniert anlegt, ist jeder Mann gefährdet (und wie erst Frauen!), in eine Falle zu tappen.
Donnerstag, 23. Mai 2019
Eine elegante und folgenreiche Finte
Die einzige Frage ist derzeit noch, ob Kanzler Kurz durch einen Mißtrauensantrag ebenfalls zurücktreten muß, denn alleine hat er im Parlament keine Mehrheit mehr, die Opposition könnte ihn nunmehr stürzen. Um das zu verhindern, hat Kurz der SPÖ deshalb angeboten, die Kandidaten für die Übergangsregierung mit auszuwählen. Und das ist nicht ohne Bedeutung!
Weil so in einer phantastischen Frohrechnung erlaubt wäre, über Inlandsverschuldung beliebig weitere (und noch höhere) Kredite aufzunehmen. Der Staat druckt Geld, das er zu Null-Zinsen ausgibt. Während er dafür Anleihen anbietet, die Zinsen bringen. Die Folge ist eine rechnerische Vermehrung des Sparvermögens einer Bevölkerung (bzw. der Banken), das als buchhalterischer Abgleich für die Staatsschulden dient. Weil zudem das nunmehr steuerbare(re) Wirtschaftswachstum (getragen durch Staatsintervention und -ausgaben, vor allem in der Infrastruktur, siehe Japan) einen "Mehrwert" gegenüber den zusätzlichen Schulden ergäbe. Es muß nur eine zu hohe Sparquote über Steuern jeweils wieder abgeschöpft werden. Immerhin ist unter diesen Annahmen Nullzinspolitik und geringe Inflation - theoretisch - möglich. Diese Wege sind übrigens ohnehin bereits beschritten.
Immerhin wäre damit auch erhellt, warum das Großkapital (Stichwort "woke capital") so massiv hinter einer Politik steht, die doch eigentlich auf eine Einschränkung der Freiheit - auch des unternehmerischen Wirtschaftens - hinausläuft. Ein System des Etatismus garantiert aber nicht einfach irgendwelche Renditen, die sind fast nebensächlich. Das Großkapital, die Großfinanz braucht die Stabilität des technisch-fiskalischen Staatssystems, weil nur innerhalb dessen ihr Kapital und damit ihre Macht erhalten bleibt. Eine Fabrik, die produziert ist viel wert, ist hohes Vermögen. Aber wenn sie nichts produziert ist sie wertlos. Aber daß wir uns nicht täuschen: Den wirklich Großen geht es nicht um Einkommen oder Profit. So denken nur die armen Leute, oder die Emporkömmlinge, weil es ihnen tatsächlich darum geht. Deshalb sind die auch die "erwünschte Menschenklasse". Wer wirklich Geld hat denkt anders. Bei den Großen geht es um große Ideen, Utopien, eine in ihrem Sinn bessere Welt. So daß sie vor allem eines brauchen: Funktionierende Systeme, die dem Großkapital ihren Einfluß bewahren, um die Welt zu verändern. In der sie Gott gleich sind.
Montag, 20. Mai 2019
Der Stoff, aus dem Demokratie gemacht ist (2)
Teil 2) Diese Affaire ist damit nichts als das Raunen der Kräfte im Hintergrund
Einige gute, richtige Gedanken finden sich in dieser Stellungnahme von Martin Sellner. Der FPÖ fehlt seit je der geistige Hintergrund, die geistige Basis. Warum der Bezug zu Sellner? Weil sich um ihn und die Identitäre Bewegung eine der objektiven Merkwürdigkeiten rankt. Denn Kanzler Kurz bezog sich mit dem Spruch "Genug ist genug" auf "Einzelfälle", in denen die FPÖ angeblich "rechtsextreme Bezüge" unterhalte, von denen sie sich (und damit auch er, Kurz) zu distanzieren habe. Nur - warum die IB rechtsextrem sein soll ist nicht nachvollziehbar, und gehört zum Bereich der linken Verleumdungsbehauptungen, nach denen alles, was nicht links ist, rechtsextrem ist.
Da ist nur für jemanden keine Tatsache, der eben selbst auf linkem Boden steht. Objektiv hätte sich Kurz nie vom Rechtsextremismus abgrenzen müssen, weil in so gut wie allen "Einzelfällen" ein solcher gar nicht vorliegt. Entweder ist also Kurz (sagen wir es vornehm) etwas uninformiert, oder von Anfang an war diese Behauptung, das sei ein Dauerproblem mit der FPÖ, eine aus strategischen Gründen benutzte Falschbehauptung. Würde Herr Kurz die geistigen Grundlagen der ÖVP kennen, wirklich kennen (und dazu müßte er nur ihre früheren Proponenten studieren), würde er nämlich auch verstehen, daß in den Augen des heutigen Mainstreams die ÖVP mit ihren christlich-konservativen Kernaussagen ... unter diesen Rechtsextremismusbegriff fiele. Zumindest liegt der Verdacht nahe, daß Kurz bereits seit längerem einen Weg von der FPÖ weg vorbereitete, und dazu den Sack schlug, aber den Esel meinte. Wer weiß, ob nicht auch diese Abgrenzungen der letzten Wochen, medial geschickt eins nach dem anderen gesetzt, einen ganz anderen Hintergrund hatten. Weil Kurz vielleicht - wie Böhmermann! - schon lange von der bevorstehenden Explosion wußte.
![]() |
| Vielsagend... van der Bellen und Kurz - Photo: Kronen Zeitung |
So daß der Plan der ÖVP von Anfang an - sogar deutlich erkennbar unterbrochen durch das Gegensignal, die geschickt regionalisierte, nichts desto weniger offizielle Unterstützung für den linksliberalen Alexander van der Bellen bei den Präsidentschaftswahlen! - war, das Lager der "Unzufriedenen", das die FPÖ zu sammeln begonnen hatte, zu sich herüberzuziehen. Indem man sich vorerst vergemeinte, Identifikation möglich machte - und nun wieder zurückläßt in der Hoffnung, es haften genug blaue Wähler an ihren türkisenen Kleidern. Nein, meinte schon Nixon, in der Politik passiert nichts zufällig.
Der Spiegel-Redakteur Martin Knobbe sagt eindeutig, daß er davon weiß, daß etliche Leute in Österreich schon einige Zeit von der Existenz dieses Videos wußten. Ah ja. Und von denen hat niemand irgendjemanden informiert, etwa die ÖVP, oder die SPÖ, ganz sicher, denn die waren ja ethisch auf Vollzack, haben die Würde eines Menschen - ja, auch H. C. Strache ist einer, schon mal gehört? - durch Diskretion geschützt. Diskretion als Basis jedes Menschenrechts? ÖVP? SPÖ? Medien?
Nullo commento.
Möglicherweise hat aber eben dieser Sebastian Kurz mit der Ausrufung von Neuwahlen seinen schwersten, den entscheidenden Fehler gemacht. Denn die Festlegung, die er damit verbunden hat, die FPÖ abzulehnen (weil er, so ließ er es gar verlauten, immer schon um diese Unmöglichkeit gewußt habe, aber durch die Unbeugsamkeit der SPÖ quasi zu dieser Koalition gezwungen war ... geht es noch erbärmlicher? Gehe es noch klarer vorhersehbar (angesichts der Bubi-Physiognomie eines Hutsch-Schnürzel-Muttibabys?), läßt es nur den Weg zur SPÖ offen. Nun beginnen sich die Dinge ineinander zu verkrallen. Mal sehen, ob Kurz da noch einen Ausweg findet. Oder endgültig bei den Linksliberalen landet.
Wie auch immer, es braucht nicht viel Phantasie vorherzusagen, daß wir in den nächsten Wochen und Monaten - sechs bis sieben Stunden Filmmaterial intimster Gespräche! - noch mit "Eröffnungen" der einen oder anderen Art konfrontiert werden. Die Perfidie entwickelt sich immer in Häppchen, denn man will das Flämmchen am Leben halten, das die Wasser kocht. Getreu, wenn auch anders als manche meinen, im Sinne des Wortes interpretiert: Wer sich mit Hunden zu Bett legt, wird mit Flöhen aufwachen. Das war einer der Grundfehler der FPÖ unter Strache, an eine geläuterte ÖVP zu glauben. Wer immer geglaubt hat, daß das eine Lösung wäre, daß die Probleme graduell, nicht kategorial wären, hat eben von Politik und Gegenwartsproblematik keine Ahnung.
Wobei wir nicht bestreiten, daß H. C. Straches geistiges Profil nicht gerade das eines fundierten, stringenten Geistesmenschen ist, wozu ihm einfach die Persönlichkeit - der Stand! - fehlt. Anders als Sellner im Video behauptet ist Straches Aufstieg keineswegs der Erweis von Tüchtigkeit (=Tauglichkeit), sondern der heute so typische Irrtum über Stand, Identität und Berufung, ja: über Politik. Die keineswegs aus ihrer Sachproblematik erwächst, sondern bei der Gestalt beginnt. Also beim Ort.
Denn ontologisch ist es falsch, worauf Sellners Sichtweise offenbar beruht: Das Sein (als Existenz, als Seiendes also) schafft sich vielleicht ein Bewußtsein, wie Marx sagt, ja, aber nicht den Geist. Der ist immer ontologisch strukturiert, und nur in Bezug auf das Sein selbst begreifbar. Man kann also nicht seinen Stand wechseln aus "Leistung". Und "nach oben" zu gelangen ist eine wesentlich andere Qualität als "in einem Stand sein". Der "nach oben Gekommene" wird immer seinen Stand nur "behaupten" können. Ort, Stand muß immer initial von außen kommen. Das Handeln folgt dem Sein! Nicht umgekehrt. Damit ist auch klar, daß Bewegungen wie die IB in ihrem innersten Kern links-liberale Erscheinungen sind.
Der erste Video-Schnellschuß von Oliver Janich enthält ebenfalls einige bedenkenswerte Aspekte.
Ansonsten muß man die Sache einmal sacken lassen, um sie im Abstand besser einschätzen zu können. So werden wir dann die Wirklichkeit besser erkennen können, mit der wir es hier zu tun haben, und die erste und emotionale Eindrücke immer einmal vernebeln. Aber vielleicht mündet alles dort, wohin der VdZ immer mehr kommt: In ein Begreifen, daß hier jemandem ein kaum faßbares Unrecht getan wurde. Das in Worte schwer zu fassen ist, aber umso gewaltiger ist. Weil es die Person eines Menschen zerstören möchte. Der zwar um einige Stufen zu hoch gegriffen hat, gewiß, aber nichts desto trotz ein Anrecht auf Würde und Respekt und Wahrung seiner persönlichen Integrität hat.
Jetzt, wann denn sonst, wären die Priester und Bischöfe gefragt, die in ihrem Abgrenzungswahn, um ihre menschliche Inferiorität zu verbergen und sich einzuschleimen, solch eine Menschenhatz sogar noch begünstigt haben. Jetzt wären sie gefragt, um diesen Menschen, H. C. Strache, von dem der VdZ sich immer distanziert hat, aus oben beschriebenen Gründen und hier nachzulesen, dennoch zu schützen, und zu einem Ende der Hatz aufzurufen. Im Namen der Christlichkeit, im Namen der katholischen Pflicht, steht auch die Kirche vor einer Nagelprobe, deren letzte sie ohnehin allesamt mit Bomben und Granaten versemmelt hat.** Aber einmal muß auch damit Schluß sein. Wie sagte Kurz? Genug ist genug!
Und wieviel da sogar auf der vorgeblichen Anklägerseite geklärt, auf seinen sachlichen Corpus gereinigt werden muß, zeigt schon dieses aktuelle Interview mit einem Spiegelredakteur am nächsten Morgen (also heute). Der davon spricht, daß z. B. die Aussagen zur Parteienfinanzierung durch Großspender in jeder möglichen Form fallen, also keineswegs zeigen, daß das Video belege, DASZ solche Parteispenden bereits getätigt wurden oder werden. Dennoch wurde aber in den Massenmedien diese Anschuldigung durch selektive Auswahl der kolportierten Aussagen so formuliert. Sinngemäß gilt dasselbe für die angeblich versprochenen Staatsaufträge.
Wer den derzeit zur Verfügung stehenden Videoausschnitten genau zuhört wird sogar sehen, daß Strache keineswegs solche Aufträge als Gegenleistung verspricht, sondern der (vermeinten) Oligarchin einen Weg nennt, wie sie an den Staatsaufträgen profitiert. Dazu muß sie ein Qualitätsangebot schaffen, Strache sagt das wörtlich, denn ginge es nach ihm, würde er sofort den Reihen-Auftragnehmer STRABAG-Haselsteiner (der offen die Opposition unterstützt, mit Geld, selbstverständlich) in die Wüste schicken.
Aufträge, die Haselsteiners STRABAG (übrigens, das nebenbei: Mit dem russischen Oligarchen Deripaska als Teilhaber, den Haselsteiner sogar vor der Pleite bewahrt hat, und der dafür die Großaufträge in Rußland - Sotschi! - gesichert hat) bis 2017 ganz sicher unter der ÖVP-SPÖ-Koalition ohne jedwede politische Intervention, aus rein objektiven Gründen sozusagen, erhalten hat. IN Wahrheit muß man sich aber beim Studium der Videoaufnahmen sogar fragen, warum Strache nicht mehr eingeknickt, sogar unter Alkoholeinfluß relativ standfest geblieben ist: Nichts außerhalb der Rechtsordnung, sagt er immer wieder.
**In der Hölle wird genau das geschehen: Es ist alles offenbar, und die Bestandteile sind kaum oder gar nicht unterschieden von den Bestandteilen auf der Welt, die auch jene vorzuweisen haben, die in den Himmel gelangt sind. Was aber in der Hölle fehlt - und erst das ist der Stoff, aus dem das Gute ist, erst das ist der Stoff der Vernunft - ist die Ordnung. Was fehlt ist der liebende, wohlwollende und damit die rechte Ordnung (=Person) schaffende Geist.
Sonntag, 19. Mai 2019
Der Stoff, aus dem Demokratie gemacht ist (1)
Was ist Neues an dem, was sich aus dem "Ibiza-"Video ergibt, das angeblich skandalös und angeblich erhellend ist, das wie ein Erdbeben Österreich und die Schlagzeilen bestimmt? Und zum Rücktritt von H. C. Strache samt seinem Adlatus, John Gudenus jun., und zur Auflösung der Regierung durch den Kanzler Sebastian Kurz am 18. Mai 2019, nur etliche Stunden nach der Veröffentlichung des genannten Videos durch die deutschen Zeitungen Spiegel und Süddeutsche Zeitung führte.
Fast muß man sagen, daß diese Falle - die ganz offen als solche einbekannt wird, sogar Süddeutsche und Spiegel sprechen davon - gar nicht wirklich funktioniert hat. Was Strache da im Suff von sich gibt, ist irrelevant einerseits, und anderseits einfach das, was jede Partei in einer Demokratie unserer Spielart überlegt und anstrebt. Die sich privat finanziert, und auch die Herrschaft über die Vierte Gewalt, die Presse braucht. Jede andere Partei möge sofort vor Gottes Angesicht treten und bekennen, daß sie nicht GENAU SO denkt. Und handelt.
Was Bundespräsident Alexander van der Bellen bei seiner abschließenden Stellungnahme am Samstagabend um halb neun Uhr sagte, daß "die Österreicher nicht so sind", stimmt deshalb einfach nicht.* Wer in der Liga "Staatsführung" der Politik spielt, muß nahezu so denken und handeln, wie es sich im Video darstellt. Er muß über Medien mit Einfluß nachdenken, über Finanzierung, usw., denn es ist naiv so zu tun, als wären die Medien unabhängig von der Politik. Gerade die Kronen Zeitung lebt (auch) von Staatszuschüssen, und in ihrem Ableger heute von Anzeigen, als verdeckte Finanzierung durch die Politik - natürlich ohne Gegenleistung ... Daß in der Politik überhaupt nach etwas anderen als alltäglichen Maßstäben gedacht und gehandelt wird, zeigt alleine die Entstehung und Veröffentlichung dieses (für sich gesehen unsäglichen, gewiß) Videos. Noch etwas: Dieser Mann, der bei jeder Gelegenheit die "Freiheit der Abtreibung" verlangt hat - dem Gesetz nach immer noch Mord, bitte schön! lediglich straffrei gestellt - wagt es glatt zu sagen, daß er nicht dulde, daß den Menschen gegenüber "kein Respekt" entgegengebracht würde. Was soll man da noch sagen?
Und genau derselbe Alexander van der Bellen kündigt dann an, daß die Justiz einzuschalten sei, um alles zu prüfen und gegebenenfalls zu ahnden. Dann darf man sich somit umso mehr wundern, daß er die gesetzeswidrige und von langer Hand mit höchster Präzision - auch in seinen zeitlichen Zusammenhängen - geplante Investigation lobt, also gar nicht damit meint.
Das tut immerhin noch Sebastian Kurz in seiner Stellungnahme, in der er Neuwahlen ankündigt. Und sich dabei, übrigens, auf eine Weise festlegt, die nur auf ein Wiederaufleben einer großen Koalition aus ÖVP und SPÖ hinauslaufen kann.
Dennoch ist der Grundfehler, daß die Tatsache, daß etwas zu denken und darüber zu sprechen, zwei verschiedene Dinge sind. Es gibt gute Gründe, Tagebücher und intime Aufzeichnungen und Gespräche verborgen zu halten. Sie sind etwas völlig anderes, neutrales Vorfeld, Spielwiese zu dem, was dann geschieht. Insofern ist das Video nicht durch seine Inhalte ein "Sittenbild" Österreichs, als das es apostrophiert wird. WAS das Sittenbild ist, ergibt sich daraus, daß diese Falle aufgebaut und nun so verwertet wurde. DAS sagt aus, wie es in dieser Demokratie zugeht. Wenn van der Bellen sagt, daß das Video ein Beweis sei, daß die Vierte Gewalt "funktioniere", dann läßt einen das ziemlich sprachlos zurück.
Gehören zur Vierten Gewalt also auch Recherchen und Methoden, die außerhalb des gesetzlichen Rahmens laufen? Heiligt plötzlich doch der Zweck die Mittel, oder zumindest dann, wenn es einem in den Kram paßt? Und der Umstand, daß das Video erst zwei Jahre (und paßgenau vor den EU-Wahlen) lanciert wurde, daß also in Ruhe abgewartet wurde, bis sich die ÖVP-FPÖ-Koalition etabliert hat, so daß der Knall umso lauter wird, spricht nicht gerade für den Edelmut des vorgegebenen Motivs, Schaden von Österreich abzuwenden. (Die Kronen Zeitung IST übrigens mittlerweile zur Hälfte verkauft, das nur nebenbei.)
Hier wurde nicht recherchiert, hier wurde inszeniert. Man hat nichts "aufgedeckt", man hat nur diskreditiert.
Oder, wie es Boris Reitschuster auf Tichys Einblick formuliert:, der den Fall Strache sogar einen furchterregenden Damm- und ethisch verwerflichen Tabubruch im Journalismus nennt: [...] ich bin felsenfest überzeugt: Sehr, sehr viele Gespräche von Politikern wären, sollten sie an die Öffentlichkeit kommen und entsprechend zugespitzt geschnitten werden, geeignet, ihren Ruf massiv zu beschädigen. Ein Ruhmesblatt in der Geschichte ist dieser Journalismus sicher nicht, im Gegenteil, er ist eine massive Beschädigung unserer demokratischen Kultur.
Und wer die 4.500 "spontanen" Demonstranten vor dem Bundeskanzleramt sah, mit ihren Transparenten "Strache Nazi" oder "Neuwahlen", die seltsamerweise in die Fernsehkameras eine verblüffend gleichlautende Begrifflichkeit ablieferte, wer dazu die gezeigte Aggressivität sah, während die "spontanen" ohrenbetäubenden Musikkakophonien abliefen, dem könnte sogar ziemlich Angst und Bange werden. Diese Leute haben jedes Gefühl für Moral verloren, und fordern genau das - Moral. Welche? Ihre? Na danke, so eine Hölle kriegen wir auch um weniger Geld.
Und schon zu später Stunde brachten die Medien die Meldung des burgendländischen Landeshauptmannes Doskozil (SPÖ), der seit Jahren - sehr erfolgreich (wie er selber sagt) - mit der FPÖ in Koalition das kleine Bundesland regiert. Nun sei alles aber neu zu überlegen. Ach ja? Ist nicht diese bestens funktionierende Koalition der SPÖ mit der FPÖ seit je Plänen, die FPÖ auf den Mistplatz zu schieben, um endlich mit der ÖVP auf Bundesebene wieder ins Bett zu hüpfen, im Wege? Und könnten somit die Aussagen von Kurz, mit der FPÖ sei einfach nicht zu koalieren, seltsam konterkarieren? Betrüblich, denn inmitten dieser unsäglichen SPÖ-Gesichter stach Doskozil in seiner Vernunftbereitschaft bislang völlig heraus.
Dennoch bleibt ein nüchternes Fazit. Politik kann keine Aufgabe von Emporkömmlingen sein. Sie kann kein Karriereweg sein, auf dem jemand "etwas werden" will. Das Ergebnis ist, was man nun sieht. Schon gar in einer "Demokratie", die die Strukturen, die Institutionen in den Hintergrund gedrängt hat und alles auf die sittliche Qualität der Proponenten anlegt. Jeder Mensch ist ein Sünder, jeder hat seine Schwächen. Politik kann darauf niemals aufgebaut werden. Das hat zu dem Fehler verleitet, angebotene Macht anzunehmen. Solche Bewegungen - das macht die Bundes-AfD vielleicht besser - haben unleugbar eine Korrekturfunktion. Ob sie jedoch taugen, Regierungsverantwortung anzunehmen, darf hinterfragt werden. Parteiendemokratie führt zwangsläufig - aus der Eigendynamik, die neu ins Spiel kommt - zu einem Filz von Korruption und Kalkül. Sich zur Partei zu machen ist also mehr als eine ästhetische Frage.
Der entscheidende Schritt war, über diese Hintergründe offen und dermaßen naiv zu sprechen und zu riskieren, daß sie den intimen Raum verläßt. Denn hier geht es tatsächlich um zwei verschiedene Dinge: Verborgenes Aufdecken ist eine eigene, neue Qualität. Sogar Die Welt äußerst sich in diesem Sinne durchaus kritisch zur Affaire und schreibt, daß so ein Vorgehen stets typisch für Geheimdienstarbeit war.
Aber das Aufdecken "geheimer Gedanken" ist peinlich, gewiß, es ist kompromittierend, gewiß. Aber aus eigener Erfahrung (auch dem VdZ wurden intime Aufzeichnungen in großem Umfang entwendet und öffentlich gemacht) kann man sagen, daß die Hoffnung, nun würde sich "die volle Wahrheit" offenbaren, nicht begründet ist, wenn man meinte, das Geheimnis, das jede Person ist (und in dem er alleine vor Gott steht, immer) aufzubrechen, würde mehr "Wahrheit" bringen. Person heißt "Selbstordnung", und darauf kommt es an, dort, im Bezug auf den Ort, die Aufgabe eines Menschen, entscheidet sich Moral und Handlungsqualität. Und wie Alkohol dieses Ordnungsvermögen angreifen kann, wissen wir wohl alle. Inhalte, Material an sich darf nie ausreichend für ein Urteil sein, denn es ist omni-vok oder multi-vok.
Wer es anders interpretiert als der Besitzer oder Urheber dieses Materials es im Normalzustand tut, das heißt an seinem generellen Lebensort, hat entweder keine Ahnung vom Menschen, oder will ihm Böses tun. Denn es ist das bewußte Herbeiführen einer Situation der Schizoidität, die das Opfer in eine ausweglose Enge treibt, weil ihm aufgrund der okkupierten Finalform von Handlungsurteil - Sprache - jede Möglichkeit nimmt, sein Selbst aufrecht zu halten, wenn er nicht zu einer Selbststärke gelangt, in der er am Vor-Gewußten des Wissens festhält. Deshalb kann man mit voller Berechtigung sagen, daß das, was sich hier zeigt, klar mit Dämonie zu tun hat, denn so eine Situation ist tatsächlich Hölle*. Allerdings ... auf beiden Seiten. Auch in der Selbstauflösung und -preisgabe.
Und damit sind wir wieder bei der Anfangsthese gelandet. Denn Dämonie ist der Stoff, aus dem unsere Form der Demokratie gemacht ist, egal von welcher Seite man sie ansieht. Wer damit nicht umgehen kann, sollte die Finger davon lassen. Denn wer sich mit dem Teufel ins Bett legt, wacht in der Hölle auf. Deshalb kann Politik nie - wie es heute aber üblich ist! - über "Leistung", also Funktion, Technik bewegt werden. Denn diese Integrität hat nur das Personsganze, und das ist immer auf den Ort bezogen, also auf Stand, aus dem alleine Auftrag hervorgeht. Weil Politik eine Frage des Amts und der Strukturen ist. Wo immer Menschen antreten, zu "verändern" - wenn es sich nicht auf das Reinigen bezieht, also das Re-formieren, das Herstellen des früheren, besseren Zustands, was aber alleine schon Emporkömmlinge ausschließt - ist ihr Scheitern vorprogrammiert.
*Wenn, dann muß man in anderen Fällen sagen: SO ist Österreich nicht. So wollen es nur sehr viele machen: Zur Exzeß-Disco. Aber solch ein Event hat dieser selbe Bundespräsident natürlich immer unterstützt, der gestern doch glatt wagte, das Wort "Heimat" in den Mund zu nehmen.
Freitag, 3. August 2018
Glasperlen gegen Gold (4)
Unter der Hand nun alles eitel Wonne mit Israel?
Man hat ja schon Hemmungen und fühlt sich außerhalb der Gesetze, nur das Wort "Judentum" in den Mund zu nehmen. Aber wie will man dann verstehen, was sich auf der Welt abspielt, wenn man bei einem so immens wichtigen Faktor tut oder tun muß, als gäbe es ihn nicht? Stimmt es denn nicht wirklich, wenn E. Michael Jones sagt, daß früher derjenige ein Antisemit war, DER Juden generell haßte, daß aber heute ein Antisemit der ist, DEN Juden hassen oder der ihnen im Weg steht?
Ist das Einfordern von Verantwortung antisemitisch?
Der Höhepunkt aber kommt erst. Denn da zeigen sich ganz eigenartige Zusammenhänge. Kurz verdankt der Zuwanderungsdebatte, ausgelöst durch die wilde Migration der letzten Jahre, seinen Kanzlerposten. Das kann man eindeutig so sagen. WER aber, bitte schön, wer aber hat diese Zuwanderungswelle ausgelöst? Wer hat Libyen so destabilisiert, daß es heute als Durchzugsloch für Millionen Afrikaner gilt, während es zu Zeiten Gaddafis dicht war? Wer hat Syrien destabilisiert und damit den ganzen Vorderen Orient ins Chaos gestürzt? Nein, Herrschaften, einfach zu sagen "Die Amerikaner!" ist zu einfach. Denn die haben einen Auftrag erfüllt. Den Auftrag - Israels.
Israel ist nicht nur der wahre Nutznießer dieser reihenweise (wenn auch nicht immer perfekt gelungenen) Zerrüttung ganzer Gesellschaften und Staatssysteme und Nachbarschaften, Israel ist auch der Veranlasser dieser amerikanischen, aus amerikanischer Sicht völlig irrationalen "Politik", die der Anlaß (nicht der Grund, der Anlaß) dieser Massenmigration war. Und nun geht Herr Kurz hin und bedankt sich? Wofür? Daß man ihm in den Regierungssessel geholfen hat?
Anders, bitte schön, anders ist das nicht zu deuten. Sollen wir das nun aber einfach vergessen? Herumdoktern an "Ursachenbekämpfung", während wir so tun, als wäre die wahre Ursache gar nicht existent? Als wäre der Zynismus, mit dem Israel nun zuschaut (und ruhig weitermacht, daß die Schotten brechen), wie wir uns mit Problemen herumschlagen, die uns mit uns selbst beschäftigen, so daß wir uns um die wahren Brandstellen gar nicht kümmern zu können meinen, einfach zu vergessen, Hauptsache wir können lächelnd die Hände schütteln? Was für ein Scheintheater! Was für eine Demütigung, die hier unseren Völkern beigebracht wurde und wird!
Scheintheater "Endlich rechts statt links"
Sollen wir uns also zufrieden geben, daß endlich "mehr rechts" - die Bevölkerung in Österreich ist ohne jeden Zweifel seit je, seit je! weit weit mehrheitlich "rechts" als "links" (im heutigen Sinn, wo links heißt, Identitätspolitik, nicht Arbeiterpolitik zu machen), daran sieht man, wozu sich die Politik erfrecht hat - sollen wir also damit zufrieden sein, daß die "Stimmung gekippt ist" und wie in Österreich endlich "rechtere" Politiker an die Hebel gekommen sind? Ist aber nicht das alles nur das nächste Scheintheater?
Was machen sie wirklich - außer bisherige Politik, die nur ein wenig anders gewürzt ist? Wo ist die Substanz im jetzigen politischen Handeln? Wird nicht alles getan, um "das worum es geht" vorzutäuschen, wozu man gleich die passenden Rezepte hat, anstatt die Dinge an der Wurzel zu fassen? Ist nicht dieser ganze "Richtungswandel" Schall und Rauch einer Gesamtinszenierung?
Die Systematik? Glasperlen gegen Gold. Ein fairer Deal. Oder - gar keine Politik, sondern alles nur ein Scheintheater von Ahnungslosen?
So daß wir uns rühmen dürfen ein Zeitalter zu erleben, wo überhaupt keine essentielle Politik mehr gemacht wird. Die liegt vielleicht wirklich längst in Händen von Interessensgruppen. Die uns zuliebe ein feines Scheintheater in den Medien aufziehen, an das die junge Generation ohnehin längst glaubt. Wo uns das Fleisch vom Teller gestohlen wird, während uns ein Gaukler einen feinen Kartentrick vorführt, der uns mit offenem Mund staunen läßt. Wer braucht da noch Fleisch?
**Die vielzitierten "Jungfrauen", die Märtyrern angeblich laut Koran im Paradies winken, sind in Wirklichkeit auf einen Übersetzungsfehler zurückzuführen. Denn die "Huris" sind "Trauben", wie ein Araber dem VdZ glaubhaft versicherte.


