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Dienstag, 10. September 2024

Morgenbetrachtungen (b)

Man merkt bei John Ioannidis die Nachwirkungen der Prügel, die er kassiert hat. VOR Corona galt er als DIE weltweite Koriphäe über Epidemien - deshalb wurde er massivst angegriffen und im Ruf geschädigt, abgetan und ignoriert, als er seine Stimme erhob. Plötzlich mußte irrelevant werden, was er zu Epidemien zu sagen hatte. Plötzlich wurde sogar im ORF Fauci zitiert, als Leitstimme dargestellt, der auch Österreich zu folgen habe. 

Fauci - siehe das Buch von JFKennedy jr. - ist nachweislich ein Betrüger und korrupter Gauner. Und nicht das erste mal, das ist bei ihm wie ein Lebenskonzept. Genau so hat er sich auch bei Corona verhalten, eine Schande der Vernunft das alles. Aber wen interessiert das schon.  

https://sound.orf.at/podcast/oe1/dimensionen/john-ioannidis-das-gewissen-der-wissenschaft

Wie gesagt, der Sprung ist zu groß, den ganze Länder und Völker da tun müßten. Die Hürde zu hoch, einzubekennen, daß man sich derart massiv getäuscht hat (bzw. so bereitwillig! täuschen hat lassen.) 
Wie gesagt, deshalb ist Corona ein interessantes Fallbeispiel über menschliche Fallibilität. 
Vor allem ein Beispiel, wie sich Gottferne ganz real auswirkt. Und typisch Dämonie: Sie greift dort an, wo Schwächen vorliegen. Und Corona hat die Menschen und Völker bei ganz subtilen, ganz klandestinen seelischen Schwächen gepackt.

Sonntag, 6. März 2022

Die neue ÖVP-Methode - Verhinderung des Überblicks (2)

Die Strategie der Lüge als Legitimationsgrund, der Ausnahmezustand als Normalzustand der Politik einer Partei. Und was Marx dazu gesagt hätte - Die ÖVP ist sozusagen mein familiärer und traditioneller Herkunftsstall, ich wüßte nicht warum ich mich dessen schämen sollte. So, wie sie der Herkunftsstall all der aufgeklärten Bürgerlichen ist, die sich in Liberale (nicht zu verwechseln mit "Freiheitlichen") und Grüne weiter aufgesplittert haben. Was nur eine Spaltung mehr war, denn alles Volk stammt letztlich aus dem Bauernstand.

Die ÖVP mit ihrem Bezug auf die christliche Soziallehre ist aber sogar mehr. Sie ist sogar als "Ursuppe" des Volkes und seiner "politischen Präferenzen" zu verstehen. Anders ist diese Weltanschauung nicht zu begründen, als durch ihren Anspruch auf das naturrechtlich definierte "Volk". Als Ursuppe.

Samstag, 5. März 2022

Die neue ÖVP-Methode - Verhinderung des Überblicks (1)

In der Berichterstattung der Massen- und Mainstrammedien (öffentlich-rechtliche Medien sind in diese Kategorie eingeschlossen) fällt aber neben der oft interessanten Sprachwahl noch etwas auf. Nämlich der "Verzicht" auf Überblicke und Gesamteinschätzungen, die bisherigen Kriterien folgen. Was damit gemeint ist? 

Man nehme die Ukraine. Nirgendwo ist ein Überblick zu erhalten, nirgendwo sieht man - wie früher, da konnten es nicht genug sein! - Gesamtkarten mit exakten Markierungen, wo wer steht, wie die russischen Kräfte voranschreiten, wie die Ukrainer im Ganzen kämpfen. Denn nur das ist ja interessant - das Reale. Nur daraus läßt sich ja eigenes Urteil - das immer vorausgeht, es geht also immer und in allem Denken und Urteilen um die alles Detailhafte (das sonst ein Amorphes "nichts" bliebe weil ist) erst ordnende (zu sich selbst machende) und erhellende Gestalt eines Insgesamt - schärfen und entwickeln. Und genau das scheint nun unerwünscht? 

QR Fake News zur Ukraine
Denn stattdessen werden wir mit Details Details Details überflutet. Die erschüttern und vor eine Stimmung erzeugen sollen. (Und wie viele davon sind mit kaum glaublicher Dreistheit erlogen; bitte, schon das macht doch zutiefst mißtrauisch.) 

Dienstag, 14. August 2018

Noch etwas zu Armin Wolf und dem ORF

Loriot, Victor von Bülow, sagt in diesem Interview alles, was es zu öffentlich-rechtlichen Anstalten und dem ORF heute überhaupt zu sagen gibt. Genauso ist es. Schluß. Das Problem hört nämlich nicht dort auf, wo irgendjemand "glaubt", seine Sicht wäre "objektiv". Das Problem ist, daß heute geglaubt wird, es hätte Wert, wenn egal wer seine Meinung als "objektiv" verkauft, weil er nicht begreift, daß er in Wirklichkeit ideologisch verblendet ist. Und daß die Verantwortlichen glauben, es ginge sowieso nicht anders.

Wenn jemand glaubt, das ginge nicht - Objektivität -, wenn jemand gar glaubt, die gäbe es gar nicht, dann sollte er den Mut haben, einen anderen Beruf zu wählen. Oder Parteipropagandist zu werden.







*260618*

Montag, 25. Juni 2018

Repräsentanten von Österreich?

Der VdZ hält jeden Kommentar zum Zustand des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Österreich (ORF) zurück. Es ist hart, so vordrängende Pferde zurückzuzurren, aber es soll gelingen. Dieses ist das Video des Interviews des sogenannten "Anchor-Man", also der angeblich besonders vertrauenswürdigen, erfahrenen Vorbildfunktion in der Funktion des Journalismus in einem TV-Sender. Er sagt auch nichts zu Vladimir Putin, denn er ist völlig klaren Bewußtseins darüber, daß dieser Mann die Interessen Rußlands vertritt, und wie! Nicht die Österreichs, nicht die der EU. DAS ist es, was Respekt verlangt. 

Was von so grotesken Figuren wie Armin Wolf zu halten ist, möge der Leser selber entscheiden. Putin zieht diesen geistlosen ORF-Proponenten aber bis auf die Unterhosen aus. Typisch, daß Pappfiguren das nicht bemerken. Der VdZ sagt der Welt offen: Solche Leute SIND NICHT ÖSTERREICH. Warum das von Relevanz ist? Dazu kommen wir gleich.


Sonntag, 20. März 2016

Es wird sich weisen

Was man in Ungarn noch als Orban'schen nationalistisch-rechtsradikalen Amoklauf bezeichnet hat, ist in Österreich still und heimlich über die Bühne gegangen: Dem reichweitenstärkste Radiokanal des ORF "Ö3" wurde von der (gewiß nicht rechtsradikalen) Politik eine Quote für österreichische Popmusik verordnet.

Ab 1. Juli 2015 mußte der Sender 15 % seiner Musik aus österreichischen Popmusik-Quellen schöpfen. Für die, die es nicht wissen: Der ORF wird seit je nach politischem Proporz geführt und steht sogar direkt unter politischer Verwaltung. Traditionell als SPÖ-Domäne, denn die ÖVP hatte sich seinerzeit das Radio gesichert, an die Zukunft des Fernsehkastels hatten deren Politiker damals gar nicht geglaubt. Längst aber ist alles unter Bundes-Zentral-Proporz gestellt, und sieht man von den Landesstudios ab entsprechend regierungsdominiert. (Spätestens wenn sich die Regierungszusammensetzung dramatisch ändern sollte ist gewiß mit einer neuen Initiative zur Entpolitisierung des Staatsfunks zu rechnen.)

Man hat es dabei klug angestellt (und Orban, dein Name ist ja wirklich nicht gerade Klugheit; die anderen warten doch auch immer, bis sie Windschatten vorfinden!): Damit sich niemand in der EU aufregen muß, hat man öffentlich gegen Ungarn agitiert, und inoffiziell dasselbe gemacht. Noch gefinkelter die Künstler, die ja in einer wahren Zwickmühle gesteckt haben. Denn genau das hätten sie sich doch auch gewünscht - mehr in Österreich gespielt zu werden, so gar, eines Tages, von ihrem Tun wirklich leben zu können, weil an sie brauchte! Nun mußten sie aber nach Budapest fahren und Protestnoten gegen diese Auswüchse des faschistoid Nationalistischen zeichnen ... schwierig. Einem Sender vorschreiben, was er zu senden habe, na wenn da die Freiheit der Kunst nciht in Gefahr ist? Manchem sind gar Tränen in den Augen gestanden, Zeugen berichten davon. Aber die können nun getrocknet werden, denn sie haben es nun ja auch erreicht.

Das Publikum hat es dem Sender ebenfalls sofort gedankt. Seine Reichweite in der werberelevanten Altersgruppe ist "erdrutschartig" gesunken, wie die Zeitung schreibt. Zeiten, wo ein Wiener wie Falco mit seinen Rock-Pop-Hits sogar die US-Charts stürmte und natürlich auch in Österreich tagein tagaus gehört werden wollte, sind ja eher selten.

Von Ungarn ist solche Schwankungsfreudigkeit im Publikumsgeschmack freilich nicht bekannt. Dort durfte die Bevölkerung sogar durchaus mehr Musik, die in ihrem Land gemacht bzw. in diesem angeeignet wird, gewünscht haben. Das entspräche auch den Beobachtungen des VdZ, der bei den vielen öffentlichen Festen am Hauptplatz in Sopron immer wieder festgestellt hat, daß selbst internationale Pop-Musik gerne irgendwie magyarisiert (also: anverwandelt) wird. Madonna auf Pusztageige mit Zymbalbegleitung, sozusagen, eine Art Hubert von Goisern im Allgemeinformat.

Na gut, jenseits des Neusiedlersees sind sowieso alle rechtsradikal. Nicht nur die Politiker. Noch. Denn in der Puszta steigt leider auch schon der Verwendungsgrad von iPods, und viele Westungarn studieren schon in Wien, weil es näher ist. Die politisch richtige Bildung wird sich also unweigerlich auch in Ungarn ausbreiten.

Freilich, in Österreich rechnet man mit einer mittelfristigen Erholung der Quoten, so die Senderverantwortlichen. Das könnte staunen machen. Darf man aber vermuten, daß dieser Optimismus mit der ausrechenbar starken Zunahme des FPÖ-Anteils an den Wählern bei den nächsten Wahlen zu tun hat? Oder baut man nur der Präsentation der nächsten Bilanzkatastrophe vor, weil mit dem seit Jahren sinkenden Publikumsanteil die weiter sinkenden Werbeinnahmen nun ja eindeutig der Politik zuzuschreiben sind, sie sich somit auch um allfällige Bilanzlöcher zu kümmern hat?

Es wäre enttäuschend. Denn geht man von ersterem aus, wäre der Effekt senderbilanztechnisch gesehen nachhaltiger. Dann bestünde nämlich Hoffnung, daß die Nachfrage nach dem neuesten digigalgetakteten und garantiert enthirnenden Monotongehacke "Mafucktheripper-aha" von Hullahoop99 aus Los Angeles in der doch etwas musikaffineren Bearbeitung von Antal es Ildiko Farkas und unter dem neuem Titel "Balatonösszegetre", leicht variiert mit Zymbal, schwerem Roßhaargeigenbogen zur ciganos hegedü (Zigeunergeige) und Pustza-Zupfbass (virtuos darauf übrigens: György Nemet), auch im Cisleithanischen steigt. Und damit wieder die Werbeeinnahmen des ORF.

Es wird sich weisen. Radio Eriwan bleibt dran. Und liefert einen ersten Frühlingsschluck aus der Pulle, die noch ungeöffnet vor dem Leser steht.








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Samstag, 13. Februar 2016

Völkerrechtlich keine Flüchtlinge

Höre man die erhellende Stellungnahme eines Völkerrechtsexperten im ORF zur Lage der inhaltlichen Verbindlichkeiten in der Frage von Flüchtlingen (etwa in der Unterscheidung zu Vertriebenen; wenn, dann handelt es sich beim überwiegenden Teil der Zuwanderer der letzten Jahre nämlich um solche), zu denen sich unterschiedliche Staaten überstaatlich verpflichtet haben, also dem Völkerrecht.







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Montag, 26. November 2012

Fehlurteil

David Alaba
Die Aufregung um den unten eingefügten Sketch ist nicht nachvollziehbar. Denn er ZEIGT das, was gemeiniglich als Rassismus zu bezeichnen wäre - wenn man denn will - aber er IST nicht rassistisch. Das sind nicht nur zwei Paar Schuh, sondern der Bezug zu der seltsamen Diskussion findet sich hier, weil er das Wesen von Kunst so nachvollziehbar illustriert. Wobei über den Rang als Kunstwerk hier nicht diskutiert werden soll. 

Man kann auch geteilter Meinung sein, ob er lustig ist. Ja man kann diskutieren, ob die Persiflage von Frank Stronach diesen wirklich pointiert beschreibt, wenn sie auch gewisses Typisches von ihm überzeichnet, sonst würde man ihn nicht so gut wiedererkennen.  

Samt Bezügen zu Hintergründen, die auch nicht einer gewissen pikanten Komik entbehren, und vielen Österreichern - dem Publikum also - bekannt sind (denn Satire hat immer und notwendig ihren historischen wie regionalen Bezug, was sie als Kunstform ja sehr vergänglich macht, abhängig von dem was aufgegriffen wird, den Abstrakta also). Als der Tiroler Landeshauptmann die österreichische Nationalmannschaft auf ihrem Trainingslager in Seefeld besuchte, sprach er den in Wien aufgewachsenen, allen Respekt verdienenden Fußballer, den selbst bei Bayern München breitestes Wienerisch sprechenden David Alaba mit "How do You do?" an.

Was auch immer. 

Aber es wird etwas Abstraktes, eine Wirklichkeit für sich gezeigt, sehr rein, daran besteht kein Zweifel. Und diese wird deutlich erkennbar nicht nur nicht "angewandt", sondern sogar noch hinterfragt. Rassistisch als Zweck zu sein, wie eine angedrohte Klage des Fußballers behauptet, ist nicht der Sinn des Filmchens, und so funktioniert es auch nicht, was der ORF im Rahmen einer sich noch dazu überdeutlich kabarettistisch verstehenden Sendung ausgestrahlt hat. Gerade die Political Correctness schießt sich ein Eigentor, wenn sie auch die Darstellung ihrer Moralsätze als unmoralisch selbst ansieht.







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Samstag, 12. Februar 2011

Beachtlich

Der ORF übertrug am gestrigen Tag wie wohl jeder namhafte Sender der Fernsehwelt des Planeten die Rede von Hosni Mubarak, in der er den von den friedlich demonstrierenden Massen erzwungenen Rücktritt verkündete.

Die Rede war ja lange schon angekündigt, endlich fand sie statt. Da stellt sich heraus, daß der Dometscher des österreichischen Rundfunks das gesprochene Arabisch nicht verstand. Und um das Maß noch übervoll zu machen, wurde die Rede, die den laut späterer Moderatorendiktion "historischen Rücktritt" - klar, wann erlebt man schon einen "historischen Rücktritt"? - verkündete, plötzlich von einem dreiminütigen Werbeblock unterbrochen. Der noch länger geworden wäre, wenn nicht beherzte Mannen im ORF durchgesetzt hatten, daß dieser wieder weggeschaltet, Mubarak's Rede (die aber ohnehin keiner verstand, angeblich, weil Mubarak "so schnell" gesprochen habe) weiter übertragen wurde.

Kann passieren. Das war eben üblicherweise die Werbezeit. Bei den Sendeanstalten Deutschlands war die Rede ohnehin in guter Simultan-Übersetzung und ohne Werbeunterbrechung zu verfolgen.





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Montag, 9. Februar 2009

Prüllereien - man gönnt sich ja sonst nix

Das "stehle" ich dem KURIER (der sich mit der Titelverlinkung zufrieden geben muß), das ist köstlich: Aussprüche von Heinz Prüller, TV-Kommentator von Formel 1-Rennen seit ich denken kann, nunmehr ausgebootet. Es sind im übrigen interessante Sprachspielereien, die auf den Konflikt zwischen der immer ärmeren Logik und der Mimesis der Poesie hinweisen.

"Besonders hier in Estoril sind die Seitenwinde besonders gefährlich, weil sie nämlich auch von vorne und von hinten kommen."

"Ich darf ihnen leider noch nicht verraten, dass die Slicks nächstes Jahr wiederkommen, da es noch geheim ist."

"Mansell führt mit sechs Sekunden Rückstand."

"Noch 68 von 42 Runden zu fahren."

"Die Kurve ist sehr eckig."

"Ralf Schumacher fährt schneller als sein Auto fahren kann."

"Die ganze Williams-Box jubelt. Frank Williams kann leider nicht aufstehen, er ist ja an den Rollstuhl gefesselt."




*090209*

Montag, 10. November 2008

Internet ohne gesellschaftliche Relevanz

Das berichtet die Presse über die Grazer Diskussionsveranstaltung zum Thema "Jugend und Medien" (Titelverlinkung: der ganze Artikel):

... Lorenz (Programmdirektor ORF, Anm.) gesteht eine gewisse Ratlosigkeit im Umgang mit der Jugend ein. Jugendsendungen seien keine adäquate Lösung. Im Gegenteil: „Die sind das Schlimmste, was wir der Jugend anbieten können“, sagt der Programmchef, fordert aber auch mehr Initiative und Rebellionsgeist des 12- bis 29-jährigen Zielpublikums selbst. „Es fehlt eine aufgekratze Jugend, die ihre Chance einfordert und Lust hat, die Gesellschaft in die Luft zu sprengen“, bedauert Lorenz. Die Leute wollen nur noch unterhalten werden, seien aber nicht mehr an ernsthaften gesellschaftspolitischen Fragen interessiert. Auch der ORF sei zwar „nicht die Erziehungsanstalt der Nation“ (Lorenz), würde aber entsprechende Plattformen anbieten. Im Fernsehen! Denn: „Das Internet hat keine gesellschaftliche Relevanz“, poltert der Direktor.

... Nicht so drastisch im Ton, aber inhaltlich nicht weit von Lorenz entfernt, warnt selbst ORF-Online-Chef Karl Pachner vor zu großen Erwartungen an das Internet: „Die großen Events finden nicht ohne Fernsehen statt“, behauptet er. Auch Kampagnen würden – siehe jüngste Beispiele bei der „Kronen Zeitung“ – noch über ein „altmodisches Medium“ wie die Zeitung funktionieren. Parallel sei online aber ein „verstärkter Bedarf nach Stellungnahme“ festzustellen.





*101108*

Sonntag, 9. November 2008

Linkes wollen - Rechtes wählen?

Der KURIER (Titelverlinkung: Originalnachricht) bringt einen interessanten Bericht von einer wie es scheint recht offen geführten Podiumsdiskussion in Graz, den er übertitelt:

Im ORF sitzen altgewordene Revolutionäre - Festival Elevate: "Gegenkultur ist heute Mainstream" - Podiumsdiskussion in Graz zu sinkenden ORF-Quoten bei Jugendlichen.

Einzelne Aussagen lassen einesteils aufhorchen. Der Wirtschaftsdruck zwingt offenbar als einziges Mittel, Realitäten wenigstens einmal zur Kenntnis zu nehmen. In den Begründungen freilich kann man auch ganz anderer Auffassungen sein:

"Die österreichische Gesellschaft ist zu einer Wellness-Gesellschaft geworden, in der Bildung zweitrangig ist und nicht einmal mehr die Jungen gegen die herrschenden Strukturen protestieren, sondern sich im anonymen Internet verkriechen", fasste ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz das Problem bei den unter 30-Jährigen aus seiner Sicht zusammen.

... Die altgewordenen Revolutionäre der 68er-Bewegung säßen heute im ORF und machten Programm. "Menschen wie ich haben den Jungen die Bilder zum Revoltieren genommen. Gegenkultur ist heute Mainstream", zog Pachner ein Resümee.

... "Ihr (die Jugendlichen, Anm.) wählt rechts und erwartet von uns ein linkes Programm. Klagt nicht den ORF an, das er Euch nicht vor Euch gewarnt hat."





*091108*