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Dienstag, 12. Mai 2020

Eine mal locker gestrickte Indizienkette

Als es nach dem Corona-Alarm der WHO - der für alle WHO-Mitglieder hohen Verbindlichkeits- weil Rang in der Verantwortungskette der Politik hat - in Italien im Februar/März 2020 zum Ausrufen einer Corona-Epidemie kam, trat die Vorschrift auf den Plan, Opfer einer Seuchenepidemie (in die Corona somit fiel) zu verbrennen, nicht wie sonst am Friedhof zu begraben. 

Was in Italien, immer noch ein tief katholisch geprägtes Land, natürlich nach wie vor häufigste Bestattungsmethode ist. Deshalb gibt es in Norditalien zu geringe krematorische Kapazitäten, um so viele Tote in so kurzer Zeit zu verbrennen. Also haben die lokalen Behörden die Toten immer wieder gesammelt, und dann mit Hilfe des Militärs durch dessen Lastwagen nach dem Süden transportiert, damit sie dort verbrannt werden. 

So entstanden die berühmten Bilder, die riesige Sargmengen zeigten, die abtransportiert wurden, die von den Willigen als Alarmbilder verkündet wurden, die bewiesen, daß Corona eine hoch tödliche Epidemie ist, vor der nicht genug gewarnt werden kann. Und auf die sich auch unsere Politiker - offenbar auf dem Informationsniveau simpler Tagesmedienkonsumenten - immer wieder beriefen. 

Warum ist es aber - und das ist in der Tat der Fall gewesen - in diesem Frühjahr im Norden Italiens zu einer tatsächlich schlimmer ausgefallenen Grippesaison gekommen? 

Das hat zum einen mit dem Abbau der Spitalskapazitäten in Italien zu tun, was wiederum mit den maroden Staatsfinanzen zusammenhängt. Die Spitalskapazität in Italien beträgt heute nicht einmal mehr die Hälfte derjenigen in unseren Ländern (Österreich, Deutschland, Schweiz). Damit konnte diese Spitze nicht ausreichend beantwortet werden, die Spitäler waren überfüllt, und Behandlungen mußten nach Dringlichkeit sortiert, also auch einmal bei entsprechend von den Ärzten als geringer eingeschätzten Notwendigkeit abgelehnt beziehungsweise verschoben werden. Das alleine hätte aber noch nicht genügt.

Denn es kam zu höheren Spitalseinweisungsraten, WEIL Corona als gefährliche Seuche eingestuft die lokalen Ärzte, die Hausärzte dazu animiert hatte. Diese wußten nun selbst nicht so recht, wie sie die Symptome (auch das war unter anderem der Empfehlungsliste der WHO sowie der medial immer aufgeheizteren Berichterstattung geschuldet, die sich immer mehr der Ankündigung eines Armageddon näherte) einstufen sollten, und überwiesen zahlreiche Patienten häufiger als sonst in spitalsärztliche Pflege. 

Darunter viele Ältere und Alte, die aufgrund ihrer zahlreichen Vorerkrankungen (fast 99 Prozent der "Corona-Toten" in Italien sind älter als 80 Jahre) bereits in sehr moribundem Zustand waren. Einmal dort eingeliefert, stand jedes Spital unter dem Zwang, entsprechende Notmaßnahmen einzuleiten. Also auch an Patienten, die auf jeden Fall bald verstorben wären, medizinische Methoden anzuwenden, die nun nicht mehr als ein Hinauszögern des ohnehin bald eintretenden Todes waren. 

Warum aber gab es in diesem Frühjahr (vielleicht wirklich) höhere Moribundenraten unter den Kranken innerhalb einer jährlich zu dieser Jahreszeit auftretenden Grippeepidemie? Wir haben es hier sehr wahrscheinlich und zum anderen mit den Folgen der Grippeimpfung zu tun. Vor allem alarmiert durch die 2017/18 (oder war es 2018/19? es spielt hier keine Rolle, die anderen Eckdaten stimmen auf jeden Fall) schwerer als sonst ausgefallene Grippeepidemie im Übergang Winter zu Frühjahr (immer schon eine der Spitzen in den Statistiken der Todesfälle) hatte man massive Impfkampagnen gestartet. 

Die in manchen Provinzen durch die lokalen Regierungen angeordnet und mit viel Geld unterstützt der Bevölkerung anempfohlen oder sogar angeordnet wurden. So kam man in manchen Provinzen auf an die 80 Prozent Durchimpfungsrate, vor allem bei älteren Menschen. Denn diese waren ja laut Sterbestatistik die häufigsten Opfer. Nun stellt sich heraus, daß ausgerechnet in jenen Provinzen die "Covid19-Opferzahlen" besonders hoch sind, in denen diese Impfkampagnen am intensivsten ausgeführt wurden. Es ist aber bekannt, daß einmal Geimpfte bei einem neuerlichen Befall von Viren (gegen die sie angeblich ja geimpft worden waren) Krankheitsverläufe zeigen, die besonders starke Symptome aufweisen. 

Es mag also sein, daß die Grippeimpfung einen gewissen geringeren Prozentsatz an Neuerkrankten bewirkt, aber es ist sicher, daß trotzdem nicht alle geschützt sind, und es scheint noch mehr zu sein, daß neuerlich vom Virus (der sich ja ständig ändert) aus dieser Virengruppe Befallene einen besonders starken Krankheitsverlauf haben. Was das für eine Zielgruppe heißt, die durch Vorerkrankungen ohnehin besonders gefährdet ist, kann sich jeder ausmalen.

Woher aber stammen diese hohen Prozentzahlen von Vorerkrankungen im Bereich Herz-/Lunge? Sie kommen aus der hohen Luftbelastung in Norditalien! Es hat sich gezeigt, daß diese hohen Belastungen besonders in Städten und Landschaften auftraten, die durch eine besonders hohe Luftbelastung gekennzeichnet sind. Die Lombardei und Venetien, die Industriezentren Italiens, gehören weltweit zu den am meisten belasteten Regionen! Also war die Vorbelastungsrate an Symptomen, die dann durch einen Grippevirus neuerlich geschwächt wurden und diesem nicht mehr viel entgegenzusetzen hatten, in diesen Regionen besonders hoch ...

Dasselbe gilt möglicherweise für New York. Hier vertritt E. Michael Jones die These, daß es als Antwort auf die Frage, warum es in New York heuer so viele Tote gegeben hat ...
Wobei: Hat es die wirklich? Oder sind das nicht alles nur statistische Zahlen? Wir müssen auf jeden Fall noch einige Monate abwarten, vorher ist keine Aussage zu machen, um dann sagen zu können, ob es insgesamt tatsächlich eine höhere Sterbeziffer als zu erwarten gegeben hat.
... nur ein Wort kennt: 9/11. Warum? Die nächste Verschwörungstheorie? Nein. Jones begründet es mit der simplen Tatsache, daß das schwerste Behördenversagen damals im September 2001 war, daß gegen alle Proteststimmen von Ärzten schon zwei Tage nach dem Zusammensturz der Twin Towers von der Stadtregierung der Alarm und jede Ausgangsbeschränkung aufgehoben wurde. Weil, wie es hieß, keine Gefahr für die Bevölkerung herrsche. Das stimmte aber mit Sicherheit nicht, warum?

Weil die Twin Towers der Art der Zeit entsprechend mit Stahlträgern gebaut worden waren, die mit Asbest ummantelt worden waren, um die Feuerfestigkeit zu erreichen, die man für nötig hielt. Als die Gebäude zusammenstürzten, wurde dieses Asbest in gigantischen Mengen an die Umluft freigesetzt. Und dort blieb es auch, durch die Wahnsinnsmengen an Staub, die sich über die Stadt gesenkt hatten. 

Noch Monate nach dem 11. September hatten Messungen als schwer toxisch eingestufte Mengen von Asbest in der Luft festgestellt, und angeblich mißt man das noch heute. Diese Messungen, diese Berichte aber wurden - tatsächlich! - unterdrückt und unter Verschluß gehalten. Sie sind erst in diesen Monaten zusammen mit anderen hochbrisanten Tatsachen rund um diesen Terroranschlag (wer immer ihn initiiert hatte) an die Öffentlichkeit gelangt.  

Aber der Leser sei beruhigt. Es handelt sich auch hier nur um eine der üblichen rechten Verschwörungstheorien. 



*110520*

Sonntag, 29. Dezember 2019

Wie gesagt: Schlechte Bischöfe.

Der Staat New York hat nun definitiv ein Gesetz erlassen, das die Abtreibung bis zum Zeitpunkt der Geburt gestattet. Viele Staaten werden folgen oder sind bereits gefolgt, basiert dieses Gesetz doch auf einem höchstrichterlichen Entscheid vom Vorjahr, der in diese Richtung weist. Hinkünftig werden im Kreißsaal Arzt und Mutter diskutieren, ob das Kind (lebend) geboren werden soll oder nicht. So lange muß der Arzt das Kind medizinisch bestens versorgen. Fällt die Entscheidung "nein", wird es getötet.

In diesem TV-Interview mit dem Kardinal von New York, Erzbischof Timothy Dolan, offenbart sich die ganze Inferiorität der Kirche in diesen Vorgängen. Wo Dolan, ein Kardinal, auf die Frage, ob der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, nun nicht exkommuniziert werden sollte, allen Ernstes sinngemäß mit der Feststellung antwortet, daß er nichts davon halte. Denn eine Exkommunikation sei kirchenrechtlich eine interne Disziplinierungsmaßnahme, habe aber keine öffentliche Wirkung. Man müßte mit dem Gouverneur reden, und das habe sicher schon jemand gemacht. Dolan sieht sich also nicht einmal als oberste Instanz, die dafür zuständig sei, dies in der Öffentlichkeit klarzustellen! Cuomo habe sich ohnehin seit längerem einen Spaß daraus gemacht, der Kirche öffentlich zu widersprechen, und stolz Gesetze etabliert, die der Lehre der Kirche widersprechen. Das habe ihm schon viel Applaus in den Medien gebracht, und vor allem Stimmen bei den Wahlen.

Dabei kennt Dolan das Kirchengesetz scheinbar gar nicht. Denn jede (!) Abtreibung (oder die Beteiligung daran, auch die Gutheißung etc. fällt also darunter) bedeutet (nicht: führt zu", sondern: "bedeutet in dem Moment") eine dermaßen gravierende Abwendung von Gott, daß sie "ipso facto" eine Exkommunikation darstellt. Der New Yorker Gouverneur, der sich als Katholik bezeichnet, ist also ohnehin bereits exkommuniziert, das heißt nicht mehr aktiver Teil der Kirche und vom Heil ausgeschlossen. Dies in einem Akt festzustellen ist also primär gar keine Setzung, sondern die Feststellung eines bereits bestehenden Zustands.

Und zwar nicht erst jetzt, wo die Sache für den Geschmack vieler "allzu sichtbar" wird. Ein Kind, voll überlebensfähig, wird getötet, weil es den Eltern nun doch nicht paßt. Alleine, was das für perverse Situationen heraufbeschwört, denn per Gesetz ist ein Kind ab dem Moment, wo es den Mutterbauch verlassen hat, Person mit allen Rechten und vom Gesetz voll geschützt.  Was, wenn das Kind noch lebt, nachdem versucht wurde, es zu töten? Man weiß von bisherigen Abtreibungen, daß es oft genug der Fall ist. Es liegen viele Berichte vor, die davon berichten, daß aus dem Leib geholte Kinder abgelegt und "sterben gelassen" werden. Wird es nun wiederbelebt?

Dennoch läge es in der dringenden Pflicht der Kirche, dies öffentlich zu verkünden, zumal die Dimension dieser Todsünde als Gesetzgeber öffentlich ist. Und zwar nicht einfach aus Gründen der Öffentlichkeitsarbeit, sondern als definitiven Akt, der allen Katholiken klar macht, daß dieser Mann nicht mehr lebender Teil der Kirche ist und Ächtung und Ausstoßung als öffentliche Haltung auf sich gezogen hat. Hier noch von "Dialog" oder "Pastoraler Klugheit" zu reden ist dermaßen absurd, daß es einem den Atem raubt. Der Instinkt der Menschen, die dies als notwendigen Schritt der Kirche sehen (selbst wenn sie vorgeben, davon wenig zu halten) hat also einmal mehr völlig Recht. Und es wäre pastoral gehandelt, dies dem Gouverneur klar zu machen, und hätte ihm wohl schon früher mehrmals klargemacht werden sollen. Denn Straflosigkeit bringt Keckheit, Keckheit aber Ausschweifung.

Stattdessen liefert Dolan diesen ganzen Sermon an aufgeweichtem Gehirnnebel, wie wir ihn vom deutschen "Beratungsschein" und den österreichischen offiziellen kirchlichen Lebensschützern der Aktion Leben* kennen (und wie sie von der Lehre eindeutig abgelehnt wird). Natürlich muß man sich um die Mütter und Kinder kümmern, keine Frage, aber das ist nicht ausreichend, die Sache geht viel weiter und tiefer. Niemals kann die Kirche eine Abtreibung schulterzuckend zur Kenntnis nehmen, sich die Hände in Unschuld waschen und sagen: Gut, gehen wir zum nächsten Fall, um des Friedens willen müssen wir diese Kompromisse eben ertragen. Da verrutschen so manche Stufen der Hierarchie von Gütern! Stattdessen gibt Dolan zu bedenken, daß eine späte Abtreibung für Frauen immer gefährlicher wird. Na wenn das mal kein Argument ist ...**

Der Demokrat Cuomo*** hat einfach ständig weiter provoziert. Seit Jahren. Es bringt ihm auch diesmal viele Stimmen bei liberalen Linken. Aber immer noch nicht ist der Krug zersprungen, mit dem er Wasser holt. Die Kirche war so "pastoral". Nun hat er also noch einen draufgelegt. Das gibt es ja nicht, irgendwann muß doch die Klatsche zuschlagen?

Ein energisches Einschreiten in einem öffentlichen Akt hätte vermutlich schon längst ihm, auf jeden Fall aber vielen Katholiken klargemacht, daß die Kirche eine ernste Sache ist. Klargemacht, daß die Lehre der Kirche unverändert ist, daß Abtreibung unter keinen Umständen zulässig und klug ist, und zur Selbstausschließung aus der Kirche führt. Die Kirche ist eben keine reine Privatsache.






*In Österreich vertritt (anders als in Deutschland) nur die (inoffizielle) "Pro Life"-Bewegung die kirchliche Position zur Abtreibung, nicht die von der Bischofskonferenz (sic!) geförderte "Aktion Leben".

**Es zeigt nur einmal mehr, gewissermaßen als "Bonus", wie gelogen und geheuchelt die Behauptung ist, daß die Legalisierung der Abtreibung der Gesundheit der Frau diene. Wobei man unabhängig von den Folgen fürs Seelenheil die schweren psychischen, also gesundheitlichen, und sozialen Folgen für Frauen ohnehin schon längst verschweigt, oder gar als "Haßrede" abkanzelt.

***Zur Erinnerung: Das ist jener Weltretter, der nun New York zur Klimarettungshauptstadt der Welt umwandeln will, um das Leben auf diesem Planeten zu retten. Jaja, da muß man schon manche schwere Entscheidung treffen. Wie sagte SS-Himmler, der auch die Welt retten wollte, in einer legendären Ansprache in Posen 1943? "Wir wissen, was es heißt, wenn hundert Leichen daliegen. Wenn fünfhundert daliegen, und wenn tausend daliegen. Aber das durchgehalten zu haben, und dabei anständig geblieben zu sein ... ist ein Ruhmesblatt." Das schwere Kapitel zu bewältigen kann eben nur der Mensch der neuen Ordnung.






Freitag, 1. November 2019

Das Schutzsystem der Räuber

Natürlich ist es hipp, Chinas System als menschenunwürdig zu beschimpfen. Und es hat über sein "soziales Bewertungssystem diesen Vorwurf auch verdient. Ohne der Frage vorerst weiter nachzugehen, ob nicht bei uns ganz ähnliche Vorgänge - man denke an Klimawahn, Kohlendioxydhysterie, Flüchtlingsidiotie, Genderwahnsinn, AfD-Wähler, ... (dem Leser fallen bei etwas Nachdenken gewiß noch viele weitere Bereiche ein) - längst gang und gebe sind. Wo also nach sozialen Punkten auf ein "Moralsystem" gelegt und daraus bewertet wird, was ein Mensch überhaupt noch tun und lassen darf. China bietet also genug Angriffsflächen, gewiß. Doch kaum mehr als wir selbst. Was nicht China rechtfertigen, sondern uns in Frage stellen soll!

Aber lassen wir das vorerst. Um zu fragen, ob dieser Mann, ein vormals in China geborener und dort reich gewordener "Milliardär" - wirklich geeignet ist, um an ihm die Kriminalität des chinesischen Kommunismus zu demonstrieren. Wissen Sie, werter Leser, wodurch Hu Kexin so reich geworden ist, daß er sich heute ein Appartement am Central Park um 82 Millionen Dollar Kaufpreis mit monatlichen Kosten von 66.000 Dollar leisten kann? Er hat nahezu wertlosen Grund in der Nähe von Peking gekauft. Um fünfzehn Euro pro Quadratmeter. Nicht ohne Grund. Denn etliche Jahre später wurde China der Zuschlag für die Olympischen Spiele gegeben. Und wo sollten diese abgeführt werden? Genau. Die beste, ja fast einzige Option waren diese Grundstücke. Über Nacht war deren Preis um das Tausendfache gestiegen! Mit einem Schlag war Hu Kexin reich.

Hat er das seiner Arbeit zu verdanken? Hat er das seiner Tüchtigkeit zu verdanken? Das ist die Frage. Denn Kexin hat nichts anderes gemacht als das öffentliche Interesse - auf der Grundlage des offenbar schon recht belastbaren Rechtssystems, das typisch kapitalistisch Eigentum verabsolutiert - auf Kosten des Gemeinwohls ausgenützt zu haben. Kexin ist also auf Kosten der Allgemeinheit reich geworden. Er verdankt seine Millionen und Milliarden dem Umstand, daß er ein Rechtssystem über dessen inneren Sinngehalt hinaus belastet, schlicht und ergreifend wörtlich genommen hat.

Aber jetzt heißt es hier, in dieser Arte-Dokumentation, daß Chinas Millionäre auf rätselhafte Weise verschwinden. Kein qualifiziertes Wort, daß diese vielleicht abhauen, weil sie die Gemeinschaft der Chinesen einfach beschissen und bestohlen haben. Nein. Denn im Liberalismus gilt ja gar nicht Wert und Arbeit, gilt ja gar nicht Leistung! Es gilt nur noch Cleverness. Und niemand hat mehr Cleverness als der Kriminelle. Der nicht mit der Gesellschaft lebt, sondern nur nach Schwachstellen sucht, an denen er sie übervorteilen kann. Und umso mehr auf eine Absolutheit von Eigentum pocht, die weder naturrechtlich noch moralisch ist. Genau der aber tritt mit moralischem Anspruch auf. Tibet. Ach, was für ein geeignetes Ersatz- und Tauschobjekt!*

Kexin mußte also in den Westen fliehen. Denn nur dort gilt jener Liberalismus, der jeden Räuber vor alle Opfer stellt, indem es auch erraubtes Gut schützt. Daß sich ein Staat (in dem Fall China) davon zu schützen versucht, ist nur zu verständlich. Und daß er dabei sein eigenes Rechtssystem nicht immer einhalten kann, will er effizient sein, begreifbar. Auch, wenn der Staat China heißt und nach offizieller Lesart böse und menschenverachtend ist.** Kexin ist das nicht weniger. Halt, er ist sogar mehr. Er ist auch abstoßend zynisch. Man sollte ihm eine Menschenrechts-Kolumne in den New York Times einräumen. Denn Kexin hat, wie man sieht, genau den missionarischen Eifer der wirklich Schuldbeladenen. Das paßt exakt zur jüdisch dominierten New York Times.

Gerade am Beispiel China läßt sich das hervorragend demonstrieren. Wie Kapitalismus nur gedeiht, wenn der Staat ihn auf Kosten des Gemeinwohls stützt.  Dort gibt es Milliardäre, die nur durch ihre politischen Verbindungen "reich" wurden. Dann preisen sie auch gerne die Verdienste der sozialistischen Planwirtschaft - ein Ausbeutungssystem par excellence! - im Fernsehen. Klappen diese Verbindungen nicht mehr, mit deren Hilfe sie "reich" wurden, fliehen sie in den Westen und klagen den Heimatstaat der Menschenrechtsverletzungen an ... Dann ist es auch der Neid gewesen, in den das Ahnen von naturrechtsverletzenden, ungerechten, gierigen Unternehmungen gerne mal umgetäuschelt wird. Während sie selber zu selbstlosen Wohltätern der Menschheit werden. Und der Westen gliedert sie dankbar in seine Schutzwamme ein.

Herrschaften, ein Volk braucht verantwortungsbewußte, väterliche, freie Unternehmer. Es braucht einen in dieser Hinsicht freien Markt, jawohl. Es braucht das Moment des Risikos. Aber es braucht keine cleveren Geschäftemacher, die die Freiheit des Marktes ausnützen und hintergehen, die die Freiheit zur Pflicht für andere umdeuten und andere mit dem sprachlichen Duktus der Freiheit zwingen wollen, dumm zu sein.

Und so als Nebenprodukt eine Kulturrevolution wünschen und mit ihrer Macht fördern, weil es ihren a-sozialen Interessen dient.*** Denen sie freilich einen möglichst "absolut guten" (Klimapanik, Vielfaltsduktus, etc. etc.) Mantel umhängen, solange er ihnen dient. Denn den Liberalsten wird es eben auch zu viel, wenn diese Freiheit ihnen auf ihre Zehen steigt. Dann fordern sie "Keine Toleranz den Intoleranten", und so weiter. Solche aber sind in der Schar der wahren Feinde eines Volkes, das es nur gibt, weil und soweit es Kultur ist.****







*Ist dem Leser klar, daß (über aller Dalai-Lama-Hysterie und Gehirnverblödung hinaus) Tibet von vielen (westlichen) Reisenden stets als "Hölle auf Erden" beschrieben wurde, die durch das religiöse System den Menschen auferlegt wurde? Nicht NACH, sondern VOR der chinesischen Invasion. Und etwas anderes ist bei all den "Naturreligionen" nie herausgekommen. Den "edlen Wilden" sag es nie und zu keinen Zeiten, der Mensch war immer gleich. Und gleich anfällig für Sünde und Schwäche. Sie sind immer und jederzeit - nachweislich! - zu Höllensystemen in der Hand der zufällig Machthabenden - mit der tragenden Säule der Priester, diesen Vertretern des göttlichen, des absoluten Willens - entwickelt.

**Wir haben schon mehrfach an dieser Stelle darüber geschrieben: Der Liberalismus, der aus seinem Wesen heraus unfähig ist, ein tragendes System aufzustellen, der deshalb aber immer gerne "gegen" etwas ist, deshalb heute wie seit je als Ankläger von (tatsächlichen) Mißständen auftritt, hat immer seine Grenze, die er nur geschickt zu verbergen vermag. Er fließt immer über in ein System der gut verborgenen Illegalität, um die Ordnung noch zu halten, weil diese schließlich (aus dem Schmerz des Übels) als notwendig erkannten Maßnahmen gegen seine Prinzipien auch des Rechtsstaates verstoßen. Wie soll das in China anders sein?

***Ach, es gibt angeblich Lichtgestalten wie Bill Gates (Microsoft), die nun über Stiftungen das Heil über die Menschheit ausstreuen? Herrschaften, wie blöd sind wir denn schon? Erst radiert dieser Mann eine ganze und vielfältige Landschaft von (lokalen) Programmierern und Ideen aus, drückt die Welt unter das Microsoft-Joch, und dann kommt er, und finanziert mit den geraubten Milliarden "Wohlfahrtsprojekte" (nach seinen Vorstellungen von Wohlfahrt) in der ganzen Welt? Geht es noch irrer?

****Auch der VdZ traut den Chinesen nicht, und sieht Projekte wie das "Seidenstraßenprojekt" mit größter Skepsis, das China Einfluß in Europa bringt, der den Kontinent eines Tages erwürgen könnte. Aber er meint auch zu sehen, daß die Chinesen nicht so dumm sind wie etwa die Europäer, die der VdZ zumindest westlich des Inn, (wenn nicht der Leitha also auch Cisleithanien) als fast vollständig vertrottelt, ja geistesgestört beurteilt.




Dienstag, 7. Mai 2019

Warum Ökonomie keine Wissenschaft ist (2)

Teil 2)



Einer benennt auch die Mitverantwortung der Regierung. Die immer nur Wachstum verlangt, und in dem Moment, wo das nicht eintrifft, sofort mit Maßnahmen reagiert. So hat man die Zinsen immer wieder gesenkt und gesenkt, und damit Geld immer leichter verfügbar gemacht. Noch dazu hat man die Subprimes (Hypothekaranleihen für Schuldner, die eigentlich die Darlehen niemals oder sehr wahrscheinlich nicht zurückzahlen können) insofern gefördert, als man eine Rückbelehnung beim Staat für die Banken ermöglicht hat. Die Banken haben da gerne zugegriffen, denn mit so schlechten Hypotheken läßt sich aufgrund der schlechten Bonität viel Geld verdienen: Sie werden niedriggestuft, aber durch die Rückbelehnung zur vollen Höhe besichert. Gleichzeitig lassen sich daraus hervorragende Risiko-Wertpapiere schaffen, die aufgrund der hohen Gewinnchancen bei gleichzeitig niedrigen Zinsen reißende Nachfrage fanden.

Mancher Quant hat auch ein schlechtes Gewissen. Er selbst hat in den Zeiten, wo ihre Berechnungen hoch im Kurs standen, viel Geld verdient. Und nichts verloren, als alle die Anleger verloren haben. Sie fühlen sich ein wenig mit schuldig, denn das Vertrauen in die Finanzprodukte wurde mit ihren Berechnungen geschaffen. Anderseits hat man auf sie nicht gehört, weil man gar nicht hören wollte, wie riskant die wirklichen Geschäfte waren.

Hat sich etwas geändert? Ja, einen Monat lang war man vorsichtiger. Aber dann ging man zu jener Praxis über, wie sie bis 2008 herrschte, änderte höchstens den einen oder anderen Produktnamen. Und der Einfluß der Mathematik ist um nichts geringer, er ist sogar gestiegen. Die Studentenzahlen steigen, alle versprechen sich den Wunderschlüssel für ihre Karriere. Denn nun kommen Formen wie "algorithmisches Marketing" etc. auf, wo man überall Mathematik braucht. Und die Rolle von High Frequency Trading steigt und steigt. Wo binnen Tausendstel-Sekunden gigantische Beträge verschoben werden. Das geht nur auf der Grundlage von Modellen, die sagen, wie sich was entwickeln wird. 

Heute versuchen Hedgefonds sogar, ihre Computer rein räumlich so nahe wie möglich an die Rechner der Börse zu stellen, weil das Signal zwischen ihren Computern und denen der Börse Zeit (!) braucht, die entscheidend sein kann. Und wir reden hier fast von Lichtgeschwindigkeit! Wo die Büros sind ist mittlerweile egal, in der Wallstreet selbst gibt es kaum noch Finanzbüros. Der Crash 1987 hat noch einen Tag gebraucht, ehe er da war. Der nächste Crash könnte innerhalb von wenigen Minuten ablaufen. Und niemand kann mehr etwas machen, weil ein Mensch nicht mehr in der Lage ist zu verstehen, was sich da überhaupt abspielt. Er kann sich nur auf die mathematischen Modelle verlassen. 

Das größte Problem beim High Frequency-Trading ist, daß sich das Urteilsgewicht immer mehr auf den Preis, nicht aber auf den Wert verschiebt. Ob also ein Papier diesen oder jenen Wert überhaupt "hat", den der Preis ausweist. Es geht nur noch darum, teurer zu verkaufen als man gekauft hat. Und auch für die Unternehmen ist oft nur noch wichtig (und zwar real), was die Aktienkurse machen, egal warum. Die New Yorker Börse selbst wird von manchen nur noch als "Museum" bezeichnet, wo man sich anschauen kann, wie es einmal war. Der wirkliche Börsenhandel heute vollzieht sich im Untergrund, und nur noch zwischen Computern. Und wer sich die besten Programmierer und Mathematiker leisten kann, hat den entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Das Bankgeschäft hat sich allgemein zu einem reinen Glücksspiel entwickelt, in dem es nur darum geht, egal wie möglichst viel zu verdienen. Daß hinter allen Zahlen aber Menschen stehen, spielt keine Rolle mehr. Und das ist nicht nur tragisch, das ist gefährlich. Denn auch wenn sich das Finanzgeschehen völlig von der Realwirtschaft abgekoppelt hat, wirkt es sich auf sie aus. Umgekehrt aber immer weniger. Der Fall der United Airlines ist legendär geworden. Wo innerhalb eines Tages eine grundgesunde Fluglinie vor dem Bankrott stand. Weil Börsenhandels-Computer sich verselbständigt und durchgedreht haben.








*150219*

Montag, 6. Mai 2019

Warum Ökonomie keine Wissenschaft ist (1)

In diesem Video werden einige der sogenannten "Quants" vorgestellt. Sie sind alle ausgestiegen, spätestens nach dem Crash 2008. Es sind Mathematiker, die für die Finanzindustrie gearbeitet haben. Und sie sagen alle das gleiche: Nicht nur, daß man mit Mathematik täuschen kann (und das auch tat), sich quasi frohrechnen kann. Ihre Formeln wurden mißbraucht.  

Denn anders als Ökonomen glauben, hat man es bei der Ökonomie nicht mit einer Wissenschaft zu tun. Eine Wissenschaft bedeutet, daß man Gesetze kennt, und Gesetze sucht, nach denen etwas so und so abläuft. Das gibt es in der Wirtschaft aber nicht. Überall sind Menschen, und Menschen sind unvorhersagbar. Wie etwas funktioniert ist letztlich nicht wißbar. Es hat nur die Gestalt von Annahmen, von Einschätzungen, aber nicht von Gesetzen. 

Daran ist auch nichts Schlechtes, aber man darf es nicht vergessen. Man muß sich deshalb fragen, ob die Ökonomie überhaupt die richtigen Methoden hat, um als Wissenschaft zu gelten. Es gibt ja einen Grund, warum man sie immer als Teilbereich der Moraltheologie oder -philosophie gesehen hat. Aber sicher nie als Bereich der Mathematik, wie sie heute oft behandelt wird. Mathematik kann manchen Dienst leisten, aber sie kann Wirtschaft nicht gesetzmäßig beschreiben. Deren Vorgänge mit Mathematik nichts zu tun haben, sondern mit menschlichem Verhalten.

Man kann mit mathematischen Formeln deshalb nur eine Scheinsicherheit schaffen. Mit der Gefahr, daß jemand, der die Formeln nicht genau kennt, nicht weiß und gar nicht wissen kann, wieviele Annahmen, subjektive Abschätzungen, wie sich etwas entwickelt, darin eingebaut sind. Annahmen, die auch Mathematiker von Leuten aus der Wirtschaft übernehmen müssen. Aber darin können die Praktiker sich auch täuschen, und das hat sich ja 2008 gezeigt. Man vergißt generell heute, wie gefährlich es ist, die Wirtschaft zu sehr an der Mathematik festzumachen. Die Mathematik schafft aber keine Realität! Und was ist die Realität der Wirtschaft? Oft Angst, Irrationalität, Gier, Neid ...

Man muß in allen noch so guten Formeln viel linearisieren, viel festlegen, was aber im strengen wissenschaftlichen Sinn gar nicht festlegbar, sondern rein subjektiv ist. Wie Menschen in bestimmten Situationen wirklich reagieren und wie sie interagieren, wie also die Wirtschaft als Ganzes reagiert, ist aber niemals nach strengen Gesetzen vorhersagbar. Die Faktoren sind also für Vorhersagen viel zu unsicher. Trotzdem hat man solche auf den Finanzmärkten gemacht, um den Preis für ein Produkt am Markt festzulegen.

Soweit ist die Anwendung von solchen Formeln noch vertretbar. Aber man hat mit der Zeit überall vergessen, wie unsicher alle diese Annahmen sind und so getan, als seien die Rechenergebnisse sichere Aussagen, weil sie ja der Mathematik entstammen. Die reale Welt kann man nie völlig beherrschen wie die virtuelle. Und da läßt sich manches Motiv ablesen.

In Wahrheit ist man an der Wallstreet bis 2008 einfach aus Gewohnheit hergegangen und hat sich vorgesagt, der Immobilienmarkt würde immer steigen, weil er das ja seit Jahrzehnten getan hat. Daß es zu einem plötzlichen Einbruch kommen könnte, hat niemand angenommen. Man hatte schlicht und ergreifend nicht mit der Realität gerechnet, sondern sich bequem auf die Formeln gesetzt. Denn die bestätigten das, was man gerne so wollte: Daß alles immer und endlos so weitergehen würde. Und dann war da die Gier, der Wille so vieler, die an der Wallstreet arbeiten: Daß sie eines Tages so viel verdient haben, daß sie nicht mehr arbeiten müssen. Daß sie nächstes Jahr noch mehr verdienen als in diesem.

Ein Grund dafür liegt im Bonussystem. Nicht daß gegen einen Bonus etwas einzuwenden wäre - wenn er auf ein persönliches Risiko hin, das man getragen hat, das aber nicht schlagend wurde, ausgezahlt wird. Bei Maklern (oder bei Hedgefonds) hat man es nie mit eigenem Geld zu tun, sondern mit dem Geld der Anleger. Kein Makler verliert etwas, wenn die Kurse einbrechen, wenn ein Papier wertlos wird. Nur der Kunde. Deshalb sollte man Boni nur jenen zahlen, die auch persönliches Risiko eingegangen sind. Aber niemals solchen, die mit fremdem Geld Risiken eingehen.

 Morgen Teil 2)






*150219*