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Dienstag, 10. September 2024

Morgenbetrachtungen (a)

Seltsam, aber immerhin ... Der ORF bringt im Hörfunk ("Dimensionen") einen Beitrag über John Ioannidis. Er war für mich schon sehr bald ein Gewährsmann, daß mein eigenes "Wissen", daß das Coronageschehen ein (unwissenschaftlicher) Irsinn war, und zwar von Anfang an, richtig ist. Gemeinsam mit William Briggs, dem Statistiker einer Uni in New York, waren die Fragestellungen so einfach, und doch hat genau die niemand aufgegriffen. Die RKI-Protokolle zeigen dasselbe. 

Ioannidis hat sofort gesagt, daß es keine Daten gibt, die auf eine brandgefährliche Epidemie hinweisen, und keine Belege für all die Maßnahmen, vor allem die Lockdowns. Der Beitrag auf ORF vermeidet freilich, zu nahe an die Kernfragen der ganzen "Pandemie" heranzugehen, aber immerhin, muß man sagen, kommt der Mann zu Wort. (Weil er Innsbruck liebt, und wieder einmal dort war.) Aber ich habe natürlich keinerlei Hoffnung, daß der Punkt kommt, wo man einbekennt: Ja, es war alles eine (im Grunde seltsame, fast geheimnisvolle) Hysterie. 

Das ganze Geschehen ist deshalb eine interessante Studie über den Menschen, über seelisches Geschehen, und nur insofern über Medizin. Weil die Medizin IMMER von Begriffen gelebt hat und lebt, und NICHT von wissenschaftlichen Daten, die "von unten nach oben" einen Begriff "ergeben". Er muß erst das Licht sein, dann sieht man etwas. Ein Erkennen von unten heraus gibt es also gar nicht. 

Sonntag, 1. September 2024

Von bösen Ländern, und perfekten Gesellschaften

(Aus einer Korrespondenz) - Oh ja, Rußland ist das Land der Bösen, der dunklen Hintermächte und der Korruption der Beamten, in der Hand der Oligarchen. 

Hmmm, ich möchte ja keinen Vergleich anstellen, welches Land - USA oder Rußland - MEHR korrupt ist. Denn ich habe da ein seltsames Gefühl, wie der ausgehen könnte. 

Wiewohl auch ich in einem Kulturkreis aufgewachsen bin, in dem es Teil des geopolitischen Rennens um Hegemonie des Anführers war, Rußland durch pausenlose Propaganda (die meiste davon immanent, also mehr oder weniger subtil verborgen) zum Land des Bösen zu machen. Das war im Kalten Krieg so, das ist heute so, das war 1990 so, um Rußland zu deligitimieren, aufzuspalten, und so seine Rohstoffe ausbeuten zu können. 
Ah so, in Amerika wird die Korruption aber aufgedeckt.
Wirklich? Oder heißt das nur Korruptionsfreiheit, SOWEIT sie aufgedeckt wird? Gibt es nicht handfeste Indizien, die darauf schl9ießen lassen, daß der nicht aufgedeckte Umfang der Korruption in den USA weit größer, ja enorm groß ist? 

Was heißt es denn, wenn laufend, wirklich laufend neue Fälle auftauchen, die - man lese die grandiosen Recherchebücher von Whitney Webb, die anhand des Falls Epstein die gesamten amerikanischen Eliten durchleuchtet hat, denn Epstein war in alle und alles verwickelt. Wobei sie draufkam, daß diese Eliten ein immens dichter Filz sind. 
Sodaß sie heute sagt, daß KEINER, der Teil der Eliten Amerikas ist, NICHT kriminell wäre. Samt der Vermutung, daß der Anteil an NICHT aufgedeckter Korruption ein dunkles, riesiges Loch ist, weil das ganze Land von Korruption regelrecht durchsäuert ist. Ausgehend von einer Schichte von Oligarchen.
Genau also das ist eine unwiderlegliche Tatsache (die nur nicht immer konkret gemacht werden, teils durch den Schutz der Gesetze selbst), was man Rußland vorwirft, und das praktisch der gesamte Westen glaubt und voraussetzt. 

Wieviel wird alleine auch aufgedeckt, und versandet letztlich - denk an Hunter Biden, wie man den elegant aus dem eigentlichen Verbrechen herauslaviert hat. Illegaler Waffenbesitz war sein Vergehen. Wirklich? 

Während die Blogger und Stimmen, die ich beobachte, zeigen, daß die Korruption in Rußland sehr wohl und sehr hart kritisiert wird. Auch da wird vorausgesetzt, daß das Sichtbare an Verwerfungen nur die Spitze eines das Land wie ein Myzel durchwebendes Geflecht von Korruption. 

Nur kann das nicht die wirkliche Wirklichkeit eines Landes ausmachen. Nicht in den USA, und nicht in Rußland. Die prinzipielle - metaphysische - Legitimation von Macht freilich vorausgesetzt. Und DA begänne eine substantielle Diskussion, die einen für den Leser vermutlich überraschendem Ausgang haben würde. Aber um DIESE Fragen muß es gehen. Nicht um die faktischen Schwächen der Repräsentanten in der Geschichte. Und Geschichte wiederum ist weit mehr als eine Ansammlung faktischer "Ereignisse".

Samstag, 3. Dezember 2022

Die Auswahl im Sehen

Paß auf, kleines Auge, was du siehst, paß auf kleines Auge was du siehst,
den der Veter im Himmel schut herab auf dich, paß auf kleines Auge was du siehst.

Paß auf kleines OHr, was du hörst, paß auf kleines Ohr was du hörst, ...
Corbett "eye bouncing"
Sie erinnern sich, werter Leser? Dieses Liedchen haben wir als Kinder schon im von Klosterschwestern geführten Kindergarten gesungen. Es hat uns bereits in frühesten Kinderjahren darauf hingewiesen, daß wir uns zu allem, was über die Sinne in uns eindringt - und im letzten sind Sinne alle passiv, "leidend" (wie es der Hl. Thomas v. Aquin nennt), nur das Auge hat dabei überhupt die Möglichkeit, sich durch die Lider von Eindrücken willkürlich zu schützen. 

Wohl deshal nennt James Corbett das, was er meint, gerde entdeckt zu haben, "eye bouncing". Er meint, daß wir so lückenlos von Versuchen umgeben sind, uns über sinnliche Eindrücke zu manipulieren, daß eine der Weisen, wie wir "Widerstand" leisten können ist, uns bewußt zu werden, was wir an Bildern an uns heranlassen wollen und was nicht. 

Sonntag, 18. September 2022

Gedankensplitter (1437)

Es gibt einen bemerkenswert hohen Anteil von Menschen, die sogar also "besodners religiös" dargestellt werden (und sich selber so darstellen), deren Religiosität nichts anders als das Auspressen des RELIGIONSLOSEN Zustands und der Ferne zu Gott ist. Die durch diese sentimentalische (also selbst-generierte) Gefühligkeit die Trauer über diese Ferne zum Dauerzsutand ausrufen - und von außen auch noch darin bestärkt werden. 

Die sich also jener (in allen Bereichen mittlerweile) so enorm beliebten Methode bedienen, aus der Ferne zum Sein - also aus dem Leiden - auch noch jenes Gefühl konsumabel zu machen, das jede Umwendung vermeidetn will, weil das dann Mühe nach sich zieht, die eine Umkehrung der Richtung des Herzens bedeuten würde. 

Freitag, 19. August 2022

Soziales gibt es nur als Ritus

Filmchen Veränderungen
Das Filmchen soll hier doch seinen Platz haben, worauf William Briggs in einem Post verweist. Und Briggs kann sich über alle diese Indizien, die die totale Verweichlichung vor allem der jungen Menschen hinweist, so herrlich und mit bissigem Humor aufregen. An dieser Stelle freilich wird wie üblich die Analytikmashcinerie angeworfen.

Was sich hier zeigt ist die in den letzten fünf, sechs Jahrzehnten allgemein gewordene Haltung, sich bei Begegnungen mit dem Außen (wozu auch eine Ignoranzfähigkeit gehört, weil ein Gutteil des menschlichen Handelns auch bei anderen geringe sachliche Bedeutung hat, oder falsch eingeordnet, oder unklar und mißverständlich ist) der eigenen Empfindung zuzuwenden. Das führt aber - und das ist das stets Übersehene dabei - zu einer ständigen Reduktion jener Grenze, in der das Handeln selbst im Fokus steht.

Sonntag, 24. April 2022

Bei der Lektüre von Johannes de la Crux (5)

Sie haben es uns gelehrt, sie haben uns die Arbeitsteiliung beigebracht, und darin eingeschlossen das, was sich dann (bis hin) zu Handwerkstechniken, zu Pflanzenkulturen, zu Viehzuchtwissen, zur Verarbeitungskunde (Wein!) und damit Wissenschaft vom Leben selbst ausgebildet hat. In unseren Landschaften noch ganz direkt vor Augen und nachzuvollziehen, waren es also die Klöster, die ZUERST die wilden Landschaften unserer Länder urbar gemacht weil zu Kulturlandschaften umzugestalten begonnen haben. In deren Gefolge dann die einfachen Bauern standen, die sich den Plänen der Mönche nach und allmählich zu jenem Blumenstrauß des Bürgerlichen ausgefächert haben, wie wir Ältere ihn in der Erinnerung noch erlebt haben.

(Denn nach uns folgte bereits jenes Ineinanderfließen von allem zu jedem. Sodaß diese sintemalene Vielfalt - groteskerweise gerade in einer Zeit, wo VIELFALT an die Fahnen geheftet wird! - zu einer amorphen, ununterscheidbaren Masse wird, der es als Zerfallsprodukt in immer einfachere Ebenen des Geschöpflichen - wie ein Rückstieg vom Samstag aud den Freitag auf den Donnerstag auf den ... usw. - an spezifischen Eigenschaften natürlich bereits fehlt:

Kein Atom ist ein etwas "aus sich", sondern nur DURCH ÜBER-, es selbst EINBEGREIFENDES ANDERES, also durch den Ort, an dem es steht. Was erst wir dann RAUM nennen können. Der es dann ist, der es in Beziehung gestellt sieht. Und die ist es dann, die ihm die Distinktheit eines "etwas sein" gibt. 

Mittwoch, 20. April 2022

Bei der Lektüre von Johannes de la Crux (4)

Noch einmal aber müssen wir hinter uns greifen, noch einmal die Basis jedes Weiterschreitens auf dem Wege der Beschaulichkeit (wir betonen hier das Wort, weil es das Kriterium selbst ist; wer es genau bedächte, hätte eine weitere Durchdringung gar nicht mehr nötig, er hätte den Gegenstand bereits durchdrungen) klären weil befestigend vor Augen stellen. 

Denn so viel Mißverstehen ist aus einem kulturellen Grundhabitus erwachsen, der alles technisch machbar sieht, was doch nur mit Zeit und Grundsatzentscheiungen ganz anderer Art erreichbar wäre. Im Speziellen soll hier das aufgegriffen werde, was wir als "esoterischen Griff" bezeichnen wollen. Den die Esoterik ist immer aus der Tatsache entstanden, daß der eigentliche Blick "hinter den Vorhang" eine so hohe Frucht ist, daß sie letztlich mit dem Gang zur Heiligkeit unlösbar vernüpft ist - diese Heiligkeit aber so hohe Opfer erfordert, die der Esoteriker nicht zu gehen bereit ist. 

Also versucht der den Weg "abzukürzen".

Freitag, 8. April 2022

Bei der Lektüre von Johannes de la Crux (3)

Also war da dieses Rumpeln - Doch ehe wir uns noch darauf einlassen, ist es an uns, für etwas um Verzeihung zu bitten. Denn wenn ich ehrlich bin so lag es schon auf der Hand, bereits am dritten Tag dieses Vorhaben als eitel und unerfüllbar abzubrechen. In die Kniee zu gehen vor der simplen Frage, ob denn da alles das, von dem ich gemeint hatte, es wäre weil es Schmerz gewesen auch das Absterben der Sinne, wie es Juan de la Crux als erste und grundlegendste Eigenschaft anführt, von wo weg der Weg erst ein Weiterschreiten auf den Berge Karmel, also zu einer betrachtlichen Lebensführung überhaupt wäre, so glatt mit einem NEE zubeantworten wäre, daß alles weitere nur noch eitles Gegackere sein könne.
 
Denn genau das war jadieses Rumpeln, von dem ich berichtet. Dieses Erkennen, daß es noch so viel geben dürfte, an dem ich mehr hänge, als an der reinen Liebe zu Gott, daß sich doch alles weitere erübrigte. Und wie ich so das denke und denke, da ist es mir auch schon, als wollte alle Kraft versiegen. Ich ging also nieder, noch einmal, und lag beinah ausgestreckt am Boden. 

Mittwoch, 6. April 2022

Bei der Lektüre von Johannes de la Crux (2)

Im Punkte 2 steigen wir freilich zuersten noch einmal zurück - Verharren wir also noch ein wenig im ersten Punkte, den wir bereits begonnen. Und bedenken wir eine Bemerkung von Johannes höchstselbigst, wo er da schreibt, daß es an allen möglichen Ratgebern und Seelenführern vielleicht nicht so sehr mangelt, das war im 116. Jahrhundert nicht anders als es heute, ja gerade heute ist. Es gibt ganze Buchhandlungen, die nur Bücher zu dem Thema führen. 

Aber wie viele davon richten mehr Schaden an, als Nutzen Wie viele hindern mehr, als sie fördern. Wie viele werfen einem Prügel vor die Füß, anstatt einem über Steine zu helfen. Und wie viele drücken einen an einen Stein, den man doch nie küssen sollte, weil er längst hinter einem liegt - und wie viele machen eine Selbsteinschätzung möglich, in der man manchen Steinen um Weltenalter voraus ist, während man doch noch nicht einmal ihren Sockel kennen gelernt hat. Und wie viele Menschen haben Gnadengaben, die eine so ganz andere Behandlung verlangten, als anderen zuteil werden hätte sollen, die sie aber vielleicht nie erkant haben, udn auch nie jemanden kennen lernten, der sie hätte erkennen KÖNNEN.

Dienstag, 5. April 2022

Bei der Lektüre von Johannes de la Crux (1)

Punkt 1 - Der Weg der Vollkommenheit ist keine moralische Leistung eines Gutmenschen. Er bginnt bei wie ist die Erkenntnis, daß die eigene Vervollkommnung identisch ist nmit der Anähnlichung mit dem Eidos, dem Bilde Gottes in einem selbst, der man da als alter Adam, als Sohn Adams, auch das Abbild des Urbildes ist. Als Bruder des Sohnes Gottes - analog dem Göttlichen Sohne, niemals diesem gleich, Geschöpf, nicht Gezeugter, denn mein Erzeuger liegt denn da am Friedhofe, ich weiß es gewiß, ich war an seinem Grabe - diesem also ähnlich. Nicht Gott, und dieses auch nicht im Bereiche des auch nur Möglichen, aber in Christus WIE Gott, wenn man das nicht zu wörtlich nimmt.

(Aber ich meine das mit dem Abbild-Sohn-haften sehr wörtlich, im Sinne der Vater- und Sohnesschaft, wie ich sie hier v. a. im Zusammenhange mit dem Begriffe "Volk Gottes" dargelegt habe; der Leser muß dies nachlese, so er es noch nicht gelesen, verstanden und bejaht hat, sonst ist jede weitere Zeile Lektüre wertlos für ihn, und bringt mir nur üble Nachred, die den Schriften, wo sie denn zu Sinn berufen sind, recht hinderlich sein kann, nicht meinem also dann aber, sondern Gottes Ruhm im Wege) 

Mittwoch, 30. März 2022

Warum DIE MENSCHHEIT, nicht nur einzelne Menschen gefallen sind (2)

Versuch, mit Legobausteinen den Stephansdom zu beschreiben. Person heißt Individualität, aber Individualität wird erst mit der Zeugung, als erster Schritt zum Weltsein. Oh glücklicher Orgasmus du  - Einer Seele, einer Personsform also (und Person heißt schon an sich, daß es sich um Individuen handelt, und nur Individuen können auch Gott ebenbildlich sein, weil Gott die Individualität SELBST ist) die in dem Moment zur Welt gerufen wird, wo ein Mann und eine Frau sich im Akt der hingebenden Liebe begegnen. 

Wobei dieser Beseelungsmoment als KURZ VOR dessen leiblicher Erfüllung stehend gesehen werden muß. Wo sich also Adam einen unendlich kleinen Augenblick vor dem Samenerguß befindet. Der ja von der Hingabe abhängt. (Wir verweisen hier nur andeutend auf die Probleme, die fehlende Hingabe für die Erektionsfähigkeit des Mannes haben.) 

Einer Hingabe, die sich der Leib gewissermaßen durch die immense Bindekraft des leiblichen Aktes holt, weil der sich den GANZEN MANN, die GANZE FRAU - auf dem Weg zum Höhepunkt, dem Orgasmus, in seiner sich progressiv steigernden Ganzhingabe, dem berühmten "kleinen Tod", weil die Welt verschwindet, alles sich immer ausschließlicher auf die leibliche Begegnung fokussiert - fast herbeizwingt, und Eva sich in hingebender Aufnahmebereitschaft befindet. (Wo Untersuchungen der letzten Jahre gezeigt haben, daß die Gebärmutter keineswegs ein passives Ogan ist, wie man immer dachte, sondern sich in der weiblichen Hingabe dem eingedrungenen Penis entgegenreckt.) 

Dienstag, 29. März 2022

Warum DIE MENSCHHEIT, nicht nur einzelne Menschen gefallen sind (1)

Es ist eine sehr hilfreiche Passage, die Thomas von Aquin in seiner "Summa contra gentiles" zur Frage des Verständnises der Erbsünde bringt. Und in der sich Thomas dieser Frage, die für viele ein so großes Problem ist, von einer weiteren Seite nähert. Wie einem Schüler der Grundlagen allen Erkennens - darf ich hier sagen, daß es meiner Ansicht nach jedem Menschen zur Ehre gereicht an den Punkt zu gelangen (oder die Gnade zu haben, gleich dort zu verharren), sich sein Leben lang in der Rolle eines Grund- und Volksschülers zu erkennen? - bringt der Philosoph diese alles entscheidende Problem so einfach wie nur möglich nahe. 

Schon daran ersieht man, daß Thomas kurz nach dem Höhepunkt des Mittelalters stand. Daß er schmerzlich erkannte, daß es fortan nur noch bergab gehen kann, und sich die Ebene der Kultur bereits beträchlich zu neigen begonnen hat. (Siehe Anmerkung*)

Das sind in der Geschichte eben stets jene Kulturphasen, in der die Philosophoie aufblüht. Die immer dasselbe ist: Ein Versuch eines Verzweifelten, das Entschwindende und bereits Entschwundene (denn ins Bewußtsein steigt das Bild dessen, das fortging) zu rekonstruieren, festzuhalten, wieder aufzubauen.

Samstag, 5. Februar 2022

Der Kampf mit unserer Natur (2)

Jede Gestalt ist Gewohnheit. Jede Gewohnheit ist Liturgie des Lebens. - Alles das ist die konkrete Gestalt unseres Lebens, und alles das ist somit die von uns mit geschaffene Natur, in der wir einst vor Gott treten werden, und nach der wir in seinen Plan eingefügt werden. Und sei es ... in der Hölle. Diese Fragen aber entschiedne sich in den inneren Qualitäten dieser Dinge, nicht an den reinen Vollzügen bzw. daran, DASZ wir alles in Gewohnheit (also zu Haltugnen gereift) vollziehen. Die Gewißheit, daß diese Qualitäten in diesen Vollzügen enthalten sind, die verdanken wir der Überlieferung, der Tradition, die verdanken wir dem Vertrauen, das wir in unsere eigenne Eltern hatten und haben.

Aber mehr noch. Dieses Vertrauen kann auch noch wachsen. Es kann sich zu einem Staunen und Bewundern heranbilden, in dem wir das Leben unserer Vorfahren - ganz so, wie jeden Text in der Heiligen Liturgie, wie alle diese Gesten und Riten, in alles was uns hier zu treuen Händen übergeben wird, damit wir es bewahren, weil wior nie (!) fähig sind, es definitiv und in allen Aspekten zu beurteilen - betrachten und indem wir der Vergangenheit und allen uns vorausgegangenen Riten und Liturgien mit Ehrfurcht begegnen. Und einem nie ermüden sollenden Bemühen, es mehr und mehr zu erfassen. 

Freitag, 4. Februar 2022

Der Kampf mit unserer Natur (1)

Consuetudine statuit altera natura - Die Gewohnheit formt sich eine zweite Natur. Die wahre Bedeutung dieses alten römischen Sprichworts ist kaum hoch genug zu veranschlagen. Letztlich geht es hier sogar um das Geheimnis und Wesen unseres irdischen Daseins, das ein Dasein in carne, im Fleisch ist. Es kann nicht von Geist, es kann nicht von der Seele getrennt werden, ohne daß es zerfällt, aber es hat auch die Realität und Kraft, das Schicksal der Seele zu bestimmen.

Wir werden von der Liturgie des Alltäglichen geprägt, darum geht es auch jetzt in diesem Coronawahnsinn. Nur höchst unweise, ja tölpelhaft-dumme Führer konnten auf die Idee kommen, eine Krankheit durch völlige Isolation der Menschen bekämpfen zu wollen. Es ist,als würde man mit einer zweijährigen Folter (und ich gehe daovn aus, daß dieser Kampf letztlich von dreijähriger Dauer gewesen sein wird) das Wohlergehen des Gefolterten bewirken wollen. Und Isolation gehört zu den schärfsten Formen der Folter, und ist deshalb aus dem Strafvollzug wieder verschwunden, WEIL es Folter war. 

Mittwoch, 17. November 2021

Veredelt ist, was ihre Hand trägt

"Dico, che questa mia donna venne in tanta grazia, che non solamente ella era onorota e laudata, ma per lei erane onorate e laudate molte. -  Die Herrin mein kam allgemach so hoch in Gunst, daß sie nicht nur gelobet und gepriesen ward, sondern um ihretwillen viele zu Ansehen und zu Ehren kamen."

Aus Dante Alighieri, "Vita nova - Das neue Leben" (Gesang 27)

Die Art und Höhe der Liebe, die entscheidend für ihre Kraft als das Sittlichende der Welt ist, ist von ihrem Objekt abhängig. Welch Segen für eine Welt, so klein oder so groß sie auch sein möge, wenn sie sittliche Frauen hervorbringt. 

Was eine hohe, ruhig fließende Kultur braucht, die aus sich selbst ihren Höhenanstieg hervorruft. Aber sie ist dadurch glücklich, weil sie die Frau hervorbringt, deren Sittlichkeit die Höhe ihrer Umgebung - der Welt - bestimmt.  

Indem sie die Männer bewegt, ihr zuliebe Männer zu sein, die ihre Möglichkeiten erfüllen, deren Inhalt aber aus ihrer Hand stammt. Erlangt, weil sie streben so zu sein, daß sie ihr gefallen. 

Montag, 11. Oktober 2021

Gedankensplitter (1364)

Der Sittenlose hat keine Herrschaft über sich. Über sein Auftreten, seine "Gestalt" (also was er dafür hält) kann er nur insoweit Herr bleiben, wenn er von außen her Formatierungen setzt.

Dieser Mangel an Herrschaft (des Sündhaftigen) ist anderseits aber Grund, warum er überhaupt leben, existieren kann. Der Leib lebt quasi "ohne sein Selbst", das wie ein Luftballon über seiner Fleischlichkeit schwebt, oder das - es ist häufiger - der Leib hinterher schleift.

Ich habe nicht wirklich darüber nachgedacht, aber auf den ersten Eindruck könnte darin der Gesundheits- und Ernährungswahn gründen.

Somit aber haben wir es heute mit der Tatsache zu tun, daß der Leib mit allem ihm zu Gebote Stehenden gegen das Selbst kämpft, um die Anschläge des Selbst zu überleben. Viele Krankheiten müßten deshalb unter diesem Aspekt neu betrachtet werden: Als Gegenwehr des Leibes gegen ein Diktat des Selbst seines Besitzers, das ihn umbringen würde bzw. möchte.

***
Auch der Protestantismus, der sehr rasch in Extreme der "willkürlichen Herrschaft von außen" abbog, muß so verstanden werden. Als Versuch Sittenloser, sich doch noch - von außen her - ins Himmelreich zu mogeln.

Montag, 13. September 2021

Zeit, Tacheles zu reden (3)

Jetzt haben wir den Schuldigen. Und wir haben den einzigen, der alle Fäden zusammenfassen und zu einer Ordnung führen kann: Und das ist NICHT Bill Gates, und das ist nicht einmal Satan, die alle gerne "wären wie Gott". Aber es gibt nur einen Gott, das sagen sogar die Muslime. Und das ist jener GOTT, der in seiner Kirche da ist. - Herrschaften und deren Damen, lassen wir doch endlich dieses Herumgemache um den Schuldigen, der mal hier, mal dort sitzt, mal dieser, mal jener sein soll, mal dies oder jenes ist. Und in dem wir so seltsam auf keinen grünen Zweig kommen.
 
Warum? Weil er sich gar nie - als Mensch, oder als menschengemacht; das nur indirekt, im Sinne von (wieder: indirekt) "benützt dazu" - offenbaren kann, und wenn er das täte (sagen wir etwa wie wenn Bill Gates aufstehen und sagen würde YES, I AM AND I CAN) könnten wir lachen. Wie immer, wenn sich ein Mensch als DER GROSZE URHEBER bezeichnen würde, können wir sofort die Sache abhaken und ihn auf ein Kracherl zum MacDonalds einladen. Denn er lügt zum Herzerweichen. 

Sonntag, 12. September 2021

Zeit, Tacheles zu reden (2)

Worum es aber geht. Worum es nicht geht. Und was wir um Gottes Willen nicht ständig und deshalb bald total vergessen sollten! Ich meine - wir sind doch keine Heiden. Wie die Rechte. Oder? - Niemals. Wer die höchsten Sphären kennengelernt hat weiß, wie dilettantisch es sogar dort zugeht, mißt man sie an ihrer reduktiv-menschlichen Größe. Sodaß man nur hoffen kann, daß das Schicksal der von ihnen Beherrschten NICHT vom Persönlichen abhängt. Überall und immer. Man muß nämlich erkennen, wie zufällig die höchsten Personen und Gremien entscheiden, wie lächerlich falsch Urteile über Weltlagen, wie verbogen die Charaktere sind, die überall als Eliten maskiert haben, aber nie mehr sind als vorübergehende Revolutionsgarden. 

Warum ist das so? Weil der Mensch so ist, ganz einfach, und je mehr er sein Schicksal meint in "seine eigenen Hände" nehmen zu müssen, desto dramatischer ist er seiner eigenen Lächerlichkeit ausgeliefert. Lächerlichkeit, weil der Mensch so ist. Und überall sind Menschen die Träger, aber in postrevolutionären Bedingungen sind sie die, "auf die es ankommt." (In einer Monarchie sind die Eliten eher nebensächlich, einerseits, anderseits Merkmale von Gestalt und Volksnatur. Daß wir das vor 1918 kaum noch so erlebt haben hat historische Ursachen, die Zerstörung war bereits weitgehend vollzogen, der Zusammenbruch also nicht zufällig. Zur Illustration und Vertiefung dieses Themas kann "Die Merowinger" von H. v. Doderer wärmstens empfohlen werden.)

Deshalb würde es auch nicht anders, wenn Sie oder Sie, werter Leser, endlich "nach oben" kämen. Die Grünen liefern seit vielen Jahren das allerbeste Beispiel dafür ab, wie es - mit Verlaub, aber es muß gesagt sein - jenen ergeht, die da unten stehen und meinen, besser als die (natürlich immer: derzeit, nur derzeit, nicht immer, klar) da oben wissen, wie es geht. Plötzlich vor die Realitäten gestellt, knicken sie vor diesen auch jedesmal, wirklich jedesmal ein, und werden binnen weniger Atemzüge zu den schlimmsten Systemdienern und Sesselklebern, die überhaupt vorstellbar sind.

Samstag, 11. September 2021

Zeit, Tacheles zu reden (1)

So gut wie alle "Kritiker" sind der Meinung, und in diesem Punkt (aber auch nur in diesem) könnte man ihnen auch kaum widersprechen, daß sich hinter der Corona-Panikmie ein zentraler Kopf steht. Zu koordiniert, zu zielorientiert erscheint alles, und aus dem "cui bono?" lassen sich alle möglichen Menschen oder Gruppen als diese Köpfe identifizieren. 

Bei Bill Gates angefangen, geht das heitere Rätselraten (denn mehr ist es nicht) über George Soros, die Freimaurer (die ihre Bocksfüße scheinbar überall drin haben), die Rothschilds und vor allem die von Caroll Quigley so schlüssig und plausibel entschlüsselte, auf Cecil Rhodes, Rothschilds und Milner zurückgehende Gruppierung der "Kreis im Kreis im Kreis im Kreis ..."-Verschwörung. Denn als solche bezeichnen sich diese Leute ja sogar selber. Ihr Ziel ist es, unter der Flagge der Überlegenheit der englischen (als der blond-, rotschopfigen oder auch nicht, in jedem Fall aber der) anglo-amerikanisch-protestantischen "Rasse" und Zivilisation die Weltherrschaft an sich zu reißen. Aus Pflicht, aus Sorge um das Wohl der Menschen. Angeblich. 

Aber damit ist noch niemand zufrieden.

Donnerstag, 15. Juli 2021

Je jungfräulicher, desto mehr Kinder (2)

Weil es scheinbar auch ohne Tugend geht, und sich die Säue weiter in der Kloake suhlen können. - Sondern die noch viel viel weniger Prozent an Vätern (und Müttern, meinetwegen, obwohl die geschätzt zu weiteren 50 Prozent nur verlängerter Arm der Vampire und Marder sind, zu denen die Mehrheit wurde; beide Viecherlein laben sich bekanntlich am Blute der noch lebenden Opfer, bis die ausgesaugt und tot sind) die sechs, sieben, acht oder fünfzehn Kinder bejaht (und geschenkt bekommen) haben. Nur die sehen, wie ihnen am lebenden Leib die Organe herausgerissen, die Kinder enteignet und sie zu Bittstellern des Staates wurden, der jenen Teil am Einkommen "ergänzt", den er zuvor durch Steuern geraubt hat. Die er aber nur unter Auflagen gewährt, die eine strikte ideologische Ausrichtung an der staatlichen Doktrine zur Bedingung machen.

Sieht man von dem Umstande ab, daß wir uns doch bitte endlich mit dem Gedanken anfreunden sollten - und gerade die sogenannten "Konservativen" (und wieviele rühmen sich dessen, es ist täglich neu zum Wundern, aber vor allem zum Kotzen) scheinen hier die Mittel durch den Zweck geheiligt zu wissen - daß das Wohl und Wehe jedes Volkes, und damit auch sein Nachwuchs, ja vor allem seine Demographie!, in der Hand Gottes liegt.