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Freitag, 23. September 2022

Über den Gewaltsinn der Rhetorik (2)

Die höchste Kunst. Die Inkarnation der Wahrheit selbst. Die Antwort der Freiheit. - In einer rhetorisch guten Rede wird also wenn dann nur beiläufig "überzeugt", aber schon gar nciht "überredet." Sondern es wird die Gestalt der Wahrheit sichtbar gemacht. Durch den Rhetor, der in dieser Wahrheitssuche erfahrne und weit vorangeschritten ist - also: Gebildet . weil dem Sein nach geformt.) Seine Rede endet in einem Bild des Seins, das nun für alle sichtbar ist. 

Was nicht heißt, daß es alle Hörenden ergreifen müssen, das bleibt ein Akt der jeweiligen urteilenden Person überlassen, die zur Freiheit berufen ist, auch wenn sie sie mißbraucht. Aber dem Willigen, dem "guten Wilens" (siehe den Chor der Engel bei de rGeburt des Sohne sgotes. "Friede den Menschen guten Willens ...")  

Eben so wenig, wie Gott zwingt, zuwingt also auch die Wahrheit. Sie FORDERT, ja sie hat in sich auffordernden Charakter (wie jeder weiß, wie sehr die Logik "zwingt", man muß sich förmlich überwinden, gegen sie zu handeln, ABER man kann es, weil man frei ist) Sie ist nichtimmerleicht zu erkennen, weil jeder Mensch in einem unendlich komplexen Gemisch von Interessen, Schwächen, Verletzheiten, Vorlieben, Tugenden oder Lastern steckt, aus dem heraus es nicht immer leicht ist, so frei zu sein, das Wirken des Seins an sich (im Erkennen, das s. o. ein Nachformen - Mimesis! - ist) zuzulassen, zu bejahen ("Guter Wille") und dann auch als Kleid überzusteifen, also in Treue zu vertreten. 

Donnerstag, 22. September 2022

Über den Gewaltsinn der Rhetorik (1)

Eine Sache, die mir schon lange unter den Nägeln brennt, ist die sachgerechte Darstellung dessen, was Rhetorik überhaupt ist. Denn auch diesen Begriff umschwebt ein Nebel, unter dem der wahre Gehalt dessen, was Rhetorik ist und was erst verstehen läßt, warum in der Antike die Rheotik überhaupt als umfassender Raum der Bildung verstanden wurde, fast verschwunden ist. Dadurch konnten sich Mißbraäcueh, wie sie sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt haben, wie Wesensmerkmals selbst an diesem Begriff festsetzen, die aber den Blick soigar auf das verhindert, was wirkliche Bildung überhaupt ist.

Wo immer heute von Rhetorik gesprochen wird, tun sich die Redner schwer, ihn von Propaganda, Überredung (die sie von "Überzeugung" ununterscheidbar machen) und illegitimen Machtaspekten zu scheiden. Das hat seinen Grund in zwei Bereichen. Deren einer ist die allmähliche Degradation unserer Kultur seit dem Hochmittelalte,r die man ohne jeden Abstrich als sittlichen VErfall sehen kann. Der dann durch religiöse Begriffe genau als solcher, nur aufeine andree Ebene transponiert, verstanden werden kann. 

Sonntag, 18. September 2022

Gedankensplitter (1437)

Es gibt einen bemerkenswert hohen Anteil von Menschen, die sogar also "besodners religiös" dargestellt werden (und sich selber so darstellen), deren Religiosität nichts anders als das Auspressen des RELIGIONSLOSEN Zustands und der Ferne zu Gott ist. Die durch diese sentimentalische (also selbst-generierte) Gefühligkeit die Trauer über diese Ferne zum Dauerzsutand ausrufen - und von außen auch noch darin bestärkt werden. 

Die sich also jener (in allen Bereichen mittlerweile) so enorm beliebten Methode bedienen, aus der Ferne zum Sein - also aus dem Leiden - auch noch jenes Gefühl konsumabel zu machen, das jede Umwendung vermeidetn will, weil das dann Mühe nach sich zieht, die eine Umkehrung der Richtung des Herzens bedeuten würde. 

Freitag, 27. Mai 2022

Weitere Bausteine

Wenn wir uns zu einer bestimmten Tat entscheiden, zu Handlungen, in denen wir uns einem zu Tuenden hingeben (und diese Hingabe ist das Entscheidende, weil erst dann eine Handlung überhaupt gegenwärtig sein kann, und also aktiv zum Persönlichkeitswerden beitragen, was von der überhaupt dann entscheidenden Bedeutung ist, geht es um die Sinnfrage von Mensch und Schöpfung), handeln wir zwar im Kleinen, Detailhaften (und wo es daran mangelt, hat die Handlung ihren fundamentalsten Mangel, womit wir die eigentliche Bedeutung der Wissenschaft für das Menschsein ansprechen) Aber das WIRKLICHE HANDELN, das unserem Detailtun anhaftet, diesem eingeschrieben ist, liegt auf einer ganz anderen Ebene. Wir treten nämlich ZUVOR einer personalen Identifikationsform bei - einem Ort.
 
Agere sequitur esse - Das Sein ist zuerst, dem erst entsteigt dann das Handeln, ja das Sein gibt dem Handeln sogar seine Grenzen, sein Maß vor. Nun gibt es aber keinen Ort, der nicht - als Welt, als Erde, als Schöpfung, in aller Verschränkung bis hinein ins Himmlische - genuin ein menschlicher Ort ist. Nicht zu einem solchen "gemacht" sogar, sondern Welt und Schöpfung ist ZU ALLER ERST ein Manifestieren eines Persönlichen. 

Montag, 28. März 2022

Man denkt sich, weil man gedacht wurde (Aktualisierte Fassung)

Sie finden hier die Überarbeitung und Erweiterung eines Beitrags aus 2015. Dessen Gedanken ich für recht aktuell und von hoher Wichtigkeit einschätze, sodaß ich mir erlaube, ihn in neuer Form noch einmal vorzusetzen.

Wenn es Leute gibt, schreibt Franz von Baader einmal, die behaupten, sie wüßten vom Absoluten nichts, so ist die Frage, ob man ihnen trauen und glauben darf, sei es daß sie bewußt die Unwahrheit reden, sei es daß sie ihre eigenen Gedanken nicht verstehen, sei es daß sie bis zum Zustande der Verwilderung entartet sind. Denn die Grade der Klarheit des Beuwßtseins sind unendlich und es kann in einem Ich ein so geringer Grad vorhanden sein, daß der Gedanke des Unendlichen nur noch als dumpfe Ahnung vorhanden ist.

In irgendeiner Form aber ist der Gedanke des Unendlichen im Ich immer vorhanden, und verschwände der letzte Rest  der Ahnung desselben, so müßte das Bewußtsein selbst verschwinden.

Denn das Ich kann sich seiner selbst nur bewußt werden, wenn es sich als begrenzt erfährt. Es kann sich aber nur als begrenzt erfahren, wenn es (in logischer Folge, in der die Weltdinge wie eine Rampe vorzustellen sind) zuvor das Unbegrenzte erfährt. So, wie es aber auch das Unbegrenzte nur weiß, weil es das Begrenzte weiß. Zeitlich gleichzeitig, logisch aber in Hierarchie, weil ein sich selbst erfassendes Ich nur in der Struktur eines überhaupt sich damit absoluten selbsterfassenden Ich möglich ist.

Montag, 7. März 2022

Wie den Griechen, so auch den Ukrainern - über Nationen, und deren Wiege

QR Junge Freiheit
In der Jungen Freiheit habe ich es nun definitiv beobachtet, es trifft nahezu die gesamte Rechte, und jede Menge weiterer sich als "Kritische Stimmen" Gebärdende. Die sich in Corona-Zeiten als harsche Gegner gezeigt haben, denen ich aber - wie hie rnachzulesen - immer vorgeworfen habe, daß sie etwas befördern, was ich nur noch als letzte Stufe einer zerfallenen (Vergangenheitsform, nicht mehr Gegenwart) Staatsordnung bezeichnen kann. 

Denn wo immer die zusammen- und umfassenden Ebenen aufgelöst sind, fällt eine Ordnung auf die nächste untere Stufe der Organisation zurück. Also vom Staat auf die Länder, dann die Bezirke, dann Gemeinden, dann Siedlungsgemeinschaften oder "Straßen", dann Familien, dann Ehen, als letzte, alle übrigen grundlegenden, aber ohne diese nicht denkbare und existente Formen des menschlichen Lebens. Das immer ein Leben in Gemeinschaft ist, und deshalb immer nach Gemeinschaften strebt.

Aber untersuchen wollen wir, daß mit einem mal Mainstream, Rechte, Linke (und wer weiß noch) auf einer Meinungsebene zu stehen scheinen. Und eines bejubeln: Den Aufstand eines Volkes, das heißt seiner Menschen, um sich "gegen einen Aggressor zu stellen." Bejubeln, daß der Mann von der Straße ein Gewehr von seiner Regierung bekommt, um zu schießen, die Frau von nebenan einen Molotowcocktail anrührt, um ihn auf die Bösen zu werfen. Was ist da passiert? 

Dienstag, 1. Februar 2022

Von der Vernünftigkeit der Verschwörungen

Aus rein marketingtechnischer Perspektive - Marketing hier als ausschließlich kapitalistisch (Siehe Anmerkung*) verstandenes Konzept verwendet - sind die allermeisten der sogenannten "Verschwörungstheorien" völlig logische Ergebnisse ökonomischer Überlegungen. Denn der feuchte Traum jedes Unternehmensgründers, der sein Utnernehmen sehr bald den faktischen Marktgesetzen folgend zum Kriegsinstrument umbaut. 

Denn er erkennt sehr bald, daß die Überlebensstrategie alles andere zu dominieren beginnt. Daß Unternehmerschaft immer ausschließlicher zur Kriegsherrenschaft wird, also die puren Überlebensgesetze alle übrigen Ziele und Eigenschaften eines Unternehmens verdrängen, weil alles erfordern und alles gestatten müssen. Und es zeigt sich im Konkurrenzkampf, der nicht das Gemeinwohl im Auge behalten kann, sondern das Überleben.

Der Traum jedes Unternehmensmarketings ist also immer ausschließlicher und aus mehr als verständlichen Gründen, den Raum, in dem er sich bewegt, zu beherrschen. 

Sonntag, 30. Januar 2022

Wo Rauch, da Feuer

Immer wieder kommt man an einen Punkt an dem man sich sagt: Das muß jemand gewesen sein. Das muß sich jemand ausgedacht haben. Denn es paßt mit einem Plan zusammen, und wie. Und wäre es keiner, er müßte erfunden werden, so perfekt paßt das reale Geschehen. Also fügt die Phantasie Bilder des Antinomischen zusammen, Bilder von Zuständen und Zukünften, die das Negative auf die Spitze treiben.

Aber damit schießt sie übers Ziel hinaus. Denn der Weg dorthin ist einfach zu komplex. Niemals wird so ein Plan gelinge, wie ihn George Orwell oder Aldous Huxley vorgeworfen haben. In der Phantasie - ja, da läßt sich das alles ausdenken. Aber die menschliche Realität ist zu verwickelt und verworren, zu sehr eine Mischung aus Gutem udn Schlechtem, auch beim Schlechten ist das Gute, auch beim Guten ist das Schlechte. Und Satan hat in Wahrheit keinen Gegenentwurf. Deshalb muß er letztlich doch dem Guten dienen.

Damit ist auch der Verursacher falsch gefunden. Wir brauchen auch kein Volk, das von einer Idee lebt, die aus einem "Dagegen", einem "Zuwider" existiert. Und fällt das Sein ins Nichts, fällt auch diese Anti-Idee ins Nichts.

Mittwoch, 26. Januar 2022

Das immer gleiche Theater der Geschichte

Aber die Welt ist immer dieselbe. Sie ist ein grandioses Theater des Opfers und Lobprieses Gottes DURCH SICH SELBST, denn nur ein Gott kann Gottes Ebene erfüllen, nur ein Gott kann deshalb Gott zufriedenstellen.

Diese Wahrheit ist sogar von den Pharaonen bekannt, und kennzeichnet die Geschichte sämtlicher Herrschergeschlechter der Erde durch das, was wir "Ebenbürtigkeit" nennen. Und sei es, daß sie sich in der Tendenz ausdrückt, innerhalb der Familie zu heiraten, bei den Pharaonen (und bei einigen römischen Kaisern, den großen Imitatoren des Pharaonentums) sogar als Geschwisterehe bekannt.

Dienstag, 19. Oktober 2021

Beim Lesen von Adolf Portmann (2)

Zwischen Tod und Blüte. - Noch eine für jeden Evolutionisten (der immer ein Materialist ist) unlösbare bzw. prinzipiell und notwendig falsch gelöste Vorstellung der menschlichen Gegebenheiten ist zu erwähnen, und es ist beileibe nicht die letzte oder einzige. Es geht um die Unterscheidng zwischen "Vererbung" und "Vorgegebenheit" kraft Schöpfung. 

Der Mensch hat bzw. ist im Moment seines Geschaffenwerdens eine Grammatik der Ontologie, die sich aus Beziehungsarchetypen etc. etc. zusammensetzt, die auch "Archetypen" genannt werden (können), wie etwa C. G. Jung es machte (und Portmann, natürlich, auch er hält den Begriff zumindest für vorübergehend tauglich.)

Dienstag, 17. August 2021

Die Kirche im Dorf lassen ... (3)

Kein Mensch ist überwindbar, wenn er nicht zustimmt. Punkt. - Da sitzt unsereiner nun aber da, und schaut gelassen dem Affentheater zu. Denn diese Ängste - und dazu gehört auch ein guter Teil der Ängste vor den gentechnischen Impfstoffen "gegen Corona" - sind reine Phantomängste. Sie entstehen nur, weil man nicht weiß, daß die Seele des Menschen eine Geistseele ist. Daß es also nicht nur Materie gibt, sondern daß es GEIST gibt. Der beim Menschen (nicht beim Tier! da stimmt viel von den mechanistischen Ansätzen, wenn auch nicht in der Ontologie, da verhält es sich ähnlich), also dort (und damit überall), wo Materie auf das Sein und das diesem inhärierte SeinsBILD als Gestaltdynamik aufbaut: 

Man kann beim Sumpfdackel Hansi das gesamte Genset austauschen, dennoch wird der Sumpfdackel Hansi zwar furchtbar entstellt sein, aber komischerweise immer noch ein Sumpfdackel sein, und im letzten das Verhalten, die Grundeigenschaften eines Sumpfdackels aufweisen, den Mund dort haben wo ihn jeder Sumpfdackel hat, der dort halt so ausschaut wie ein Schnabel, aber die Funktion eines Mundes erfüllen soll, usw. usf.

So ist es in noch klarerer Weise beim Menschen.

Montag, 30. November 2020

Eine unbekannte Motivlage

Praktisch jeder Konsument stimmt den Theorien der hochwohlgeborenen Weisen der Wirtschaftstheorien und Käuferpsychologien, die in Werbeagenturen, Psychologie-Trusts und Ökonomistenstuben, von Showmoderatoren und Kaffeetischphilosophen gedroschen werden, was der Tag lang ist, hellauf zu, schreibt Mary Douglas in "The World of Goods." Die ihn sämtlich als giergesteuertes Arschloch darstellen, der seine Kaufentscheidungen so gut wie immer falsch und unmoralisch trifft. 

Warum lassen sich aber diese Menschen, die mit meist sehr abfälligem Ton "Konsumenten" genannt werden, so gerne beschimpfen? Warum lassen sie sich so gerne in diese hanebüchenen Theorien hineinziehen, in denen die Kaufentscheidung selbst schon deshalb und eigentlich ausnahmslos sündebeladen ist, weil mit dem Kauf immer mehr Weltkatastrophen beschworen werden? Speziell heute ist es doch so, daß kaum noch ein Produkt kaufbar ist, ohne daß damit die Zukunft der gesamten Erde und menschlichen Welt mit entschieden wird. Und wenn nicht heute, so morgen oder in fünfzig Jahren. Immer mehr Produkte setzen auf diese bewußte Entscheidung in moralischen Kategorien, die die Menschheit in Böse und Gute teilen.

Mary Douglas' Antworten darauf knüpfen freilich an eine ganz andere Sichtweise des Menschen an. Die herkömmlichen Erklärungen speziell der Ökonomen, die die Kaufentscheidung auf angebliche sachliche Kategorien wie "Bedarf", "Eitelkeit", "Gier", Preisabwägung und die Vorhandenheit von Gütern (Stichwort "Knappheit") lassen zu viel unerklärt. Ja, sie erklären im Grunde gar nichts. Sodaß es auch kein Zufall ist, daß die Realitäten den Prognosen der Ökonomen regelmäßig davonlaufen.

Sämtliches Denken in der Ökonomie kreist um die Frage nach Angebot und Nachfrage, und was Nachfrage ist und bewirkt. Aber von nichts hat die Ökonomie weniger Ahnung. 

Die Wahrheit ist doch, daß in Erfolg wie Mißerfolg niemand die Gründe weiß, jede Erklärung ist nur eine posthoc-Rationalisierung. Und trifft einmal eine Prognose zu, dann ist es Zufall, hat einmal eine Beratung Erfolg, dann ist es nicht, weil die Theorien es zwingend vorhergesagt oder gar durch Maßnahmen erreicht haben - Ökonomie ist eben alles, nur keine Wissenschaft - sondern weil irgendwelche Gründe vorlagen, die zufällig zu den Theorien gepaßt haben.

Die eigene Erfahrung ebenso wie Befragungen von Käufern erzählen tatsächlich von ganz anderen Faktoren, die Nachfrage und Bedarf nach bestimmten Produkten ausgemacht haben. Die die Gründe dafür waren, daß der "Konsument" dieses oder jenes Produkt gekauft hat.* Aber es sind sämtlich Gründe, die in ganz anderen Bereichen liegen, als der Bürger in seinem Gedankenreservoir vorfindet. Sie liegen auf ontologischer Ebene, sind also unsichtbar und auf keinen Fall direkt "erfahrbar", sondern abstrakt. Und doch im Konkreten vorhanden.

Es sind, so Douglas, Kräfte, sogar so starke Kräfte, daß jedes Fragen nach moralischen Gründen nicht weniger als impertinent ist. Es sind Kräfte, die aber im bewußten Gedanken- und Entscheidungsportefeuille des Menschen begrifflich nicht vorkommen. Das soll heißen: So gut wie alle Kaufentscheidungen trifft der "Konsument" ohne überhaupt eine Kaufentscheidung an sich zu treffen. 

Sondern er entscheidet sich für eine ganz andere Komplettheit. In die dieses Ding, dieses Produkt da, dessen Wert und welche Schuldigkeit er über Geld ausgleicht (ohne daß Geld tatsächlich Schuld - das ist ein ganz wichtiger Punkt! - begleichen könnte; kein Mensch glaubt daran, sondern es handelt sich nur um ein Gesolltes, eine Konvention, die akzeptiert wird), nun eben hineingehört und damit hineinpaßt. 

Denn alle Dinge, die der Mensch um sich hat und als "Eigen-tum" (in welchem Begriff schon dessen Wesen, die "Eigen-tümlichkeit" vorbereitet ist) hat, sind Teil einer gesamtheitlichen Kommunikation mit der Welt und jenen Gesamtheiten (und das heißt sozialen Gebilden, Formen, Gesellschaftsformen, Beziehungsgestalten).

Aber das paßt nicht in eine Zeit der Aufklärung, die unter Bezug auf Descartes damit auf den Putz klopfte, daß der Mensch ein bewußtes, vertraglich-sprachliches Wesen sei, und nicht mehr. Seit mehr als zweihundert und mehr Jahren ist es somit Teil eines Gutmenschen-Ideals, eines Gesollten Menschseins, daß alle Entscheidungen bewußt und nach vordergründig rationalen Konstellationen getroffen werden. 

Da will doch keiner zurückstehen! Und wenn es denn doch so sein sollte, daß diese Entscheidung zu offensichtlich mit dem rationalen, eigenen "Denken" nicht übereinstimmt, so müssen es also Zwangsgründe, fremde und frech, böse einbrechende Mächte sein (man sehe sich doch Michel Foucault an, der sich zeitlebens nur mit dieser Erklärung herumgeschlagen hat) die eine Lebenssituation gebracht haben, die man nun nicht so gerne hat. Weil man gerne anders wäre. Warum auch immer.

Warum auch immer. 

Sodaß der Mensch, der gute, sich sogar lieber noch als Opfer perfider Werbung oder verführender Triggersignale der Marketingspezialisten deklariert als zuzugeben, daß er von ihm bewußt gar nicht zugängigen - einfach nur zu übernehmenden, zur Kenntnis zu nehmenden! - Kräften und Bewegungen des Beziehungsknotens, der er ist, erkennen zu müssen. Denn das widerspricht seinem Stolz, zu dem er seit der Aufklärung ja regelrecht verpflichtet ist. 

Denn geht es nicht überall und immer nur noch darum, durch stolz behauptete "Kritikfähigkeit", durch (angebliche) "eigene Meinungen" (die natürlich alle Dimensionen des Meinenden umfassen, das ist ja klar) seine "Mündigkeit" zu beweisen. Und das heißt seine Autonomie, seine (angebliche) Freiheit. 
Das ist doch die Majestätsbeleidigung der Gegenwart, die Beleidigung des Einzelnen, dieses Individuums, weil er nicht totaler Herrscher seiner (oder gar "der") Welt und Gegenwart ist. Gesteuert von diesem kleinen Hirnareal, das, wie es heißt, Sitz der Psycho-Konstellation ist, die man "Ich" nennt.

Wehe allen, die das in Frage stellen. Wehe jenen, die das Einstimmen des Menschen in eine ontologische Vorgegebenheit (man kann sie zu einem guten Teil sogar "Tradition" nennen, aber wie gesagt, nur zum Teil) auch noch als Ideal und Moment der Freiheit definieren. Wehe jenen, die der eigenen Willkür eine Absage erteilen. Wehe! 
Lieber haben wir erfrorene Hände, die dem Vater sagen, daß er den falschen Mantel gekauft hat, als daß wir sie am Feuer wärmen. Und lieber werten wir (angeleitet von den weisen Ökonomen und Plüschologen) unsere Bedürfnisse zu "luxuriös und unnötig", zu "eingeredet und falsch", und sogar als "unmoralisch" ab. 
Und anerkennen jede, wirklich bald jede Form der zugewiesenen Buße als auferlegte Steuer für unser ... Selbstsein.

Denn was wir kaufen und begehren, es ist doch eine einzige Geschichte der Todsünde Neid, des Kampfes alle gegen alle um die bessere Position, um im Evolutionsstrome weiter nach vorne zu gelangen. 

Wir müssen deshalb Herr unserer selbst bleiben, das darf niemals in Frage gestellt sein. Und sei es, daß wir uns in immer tieferen moralischen Versagensvorwürfen ein- und damit abfinden. Lieber lassen wir uns als unmoralische Konsumenten, die aus herzerfrischend doofen Gründen zu Weihnachten (angeblich) dem "Kaufrausch" verfallen, beschimpfen, als an die Wurzel des Zahnes zu fassen, der da zum Gotterbarmen zieht, welchen Schmerz wir aber tapfer wegdrücken. 

Weil falsche Vorwürfe gar nicht wehtun, weil wir damit den Schmerz (und damit eine angebliche Zutreffendheit) wunderbar vorspielen können. 

Man könnte es sogar so ausdrücken: Um moralisch zu sein - und das heißt mehr, als dem Leser klar sein mag, als moralisch zu gelten - verschenken wir lieber die Welt, überlassen sie anderen.

Das, werter Leser, das ist somit der wahre Grund, warum die Menschen diese Kräfte, von denen oben gesprochen wurde und die nur verstehbar, begreifbar sind, wenn man die Welt des Geistigen, des Wirklichen sohin, als objektive Welt von geistigen Kräften begreift, innerhalb deren Vektoren auch das Menschsein seinen Platz hat, so ungern zugeben oder zugeben würden. 

Selbst dann, würden sie davon wissen. Sie spüren, daß es so ist, aber sie wollen nicht Teil eines Größeren sein, das sie so bestimmt, daß von direkter (sic! es geht ums Direkte! im Einzelfall also um bewußtes Handeln innerhalb eines begrenzten Weltfalls, Kauf und Kaufentscheidung hier und jetzt und für dieses Produkt) Entscheidung gar nicht die Rede sein kann.**

Was wir kaufen ist die Antwort aus einem Seins- und Darstellungswillen, um von uns mitteilen zu können. 

Denn der Mensch ist von viel größeren Konstellationen geprägt und bestimmt. Denen er ebenso zustimmt, das ist zweifellos so, und die im Rang aber weit über solchen schnöden Einzelentscheidungen liegen wie den Kauf eines Brotlaibes, eines Autos oder eines Liegestuhles. Alle diese Dinge wurden auf ihre spezielle Weise eine Notwendigkeit. Sie sollen nämlich eine ontologische Leere, also eine Leere im Sein des Menschen füllen, die wie jedes Vakuum förmlich nach Besetzung schreien und einladen. Nichts bleibt ohne Beherrschung.

So wird - und wir wollen diese Sätze als erstes Nippen an einem übervollen Glase verstanden wissen - der "Kaufrausch der (westlichen) Konsumenten" in unserer Zeit in einem ganz anderen Zusammenhang begreifbar. Und zwar nicht als moralische Schuld der ohnehin schon so gepiesackten Bürger und Menschlein, sondern als völlig richtiges Reagieren und Agieren angesichts einer Daseinsleere, die aus der Verfaßtheit der Kulturgemeinschaft, also der Gesellschaften, des Staates, der Ordnungen unserer menschlichen Verbindungen und Standorte, zu einem ganz anderen Ding. 

Das NICHT mit den Kategorien und Dimensionen der Aufklärung verstehbar ist. Die greifen da um so viel zu kurz, daß man sie getrost als irrelevant entsorgen kann. Sondern die nach ganz anderen Ursachen und ganz anderen Ursachenkämpfen verlangen, als unsere Dispute ihnen zugestehen wollen. 

Ursachen und Wirkkomplexe, die freilich auch nach völlig anderen Reaktionen verlangen. Darum geht es. Und damit werden wir uns hier noch so manches Mal weiter befassen, um die Sache zu vertiefen. 

Einstweilen aber soll der Leser schon mit einer kleinen Portion naschen dürfen. Die vielleicht ausreicht, um von der zu dieser Jahreszeit, im Advent, wo in Vorbereitung des Weihnachtsfestes - dieses großen Festes des Gebens, des Schenkens ebenso wie des Empfangens, des Nehmens, und damit ... des wechselseitigen Verschuldens als dem eigentlichen Tragegrund des Sozialen - so gerne von allen Seiten übergestülpten Schulddecke angeblichen moralischen Fehlverhaltens wenigstens anfanghaft befreit zu werden. 


*Eine ökonomische Theorie muß von Prämissen und Rationalitäten ausgehen, die aber sämtlich hinterfragbar sind. Sie setzt aber etwa voraus, daß es eine Reaktion des Konsumenten auf Preis und Preisveränderungen gibt, daß sein Geschmack, seine Vorlieben fest angenommen werden dürfen, daß seine Wahl konsistent ist und das auch über Zeiträume bzw. -intervalle bleibt, daß er bei Nachlässen mit Bereitschaft zum Mehrkauf reagiert (und umgekehrt), und daß er auf Einkommensverluste mit Veränderungen seiner Kaufentscheidungen reagiert. 

**Konsum wird in den Augen der Ökonomie überhaupt und generell als Mittel zu einem definierten Zweck (definierbare Bedürfnisbefriedigung, in der der Mensch seine Arbeitskraft aufrechthält, im Letzten also "lebt um zu arbeiten") gesehen. Aber die Frage ist viel spannender und vermutlich entscheidender, daß die Erhaltung, durch das gekaufte Produkt, also dieser angegebene Zweck, nur immanenter, also fast zufälliger Effekt ist. Auf die Spitze gebracht: 

Man kauft nicht Brot, um satt zu sein. Man wird vielmehr beim Essen des Brotes AUCH satt. 

Versteht der Leser nun, worauf es hinaus soll (und was der Kern des Bibelwortes "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein" ist? Es ist vielmehr eine Verkürzung des Denkens seit der Aufklärung geschehen, die das Kaufen des Brotes als Akt der Erwerbung eines Mittels sieht, mit dem der Blutkreislauf etc. aufrechterhalten werden soll. 

Wenn das aber nun so ist - was sind dann die Gründe, daß jemand (sagen wir) Brot oder einen Swimmingpool oder eine Ledertasche kauft? Diese Fragen sind keineswegs nebensächlich, sondern sie sind das Herz jeder Wirtschaftstheorie.


*281120*

Sonntag, 28. August 2016

Ohne Erinnerung enden die Zeiten

Wenn auch richtig ist, daß alle Dinge Dynamiken sind und als Prozesse verstanden werden müssen, so wäre es fatal zu übersehen, daß diese Prozesse nur in der Transzendierung AUF RAUM HIN aktualisiert, ausgelöst und sinnvoll werden. Die Wirklichkeit löst sich damit nicht in einer Weise auf, daß nur Eigenschaften bleiben, die auch für sich stehen können, sodaß sich daraus eine je relative historische Gestalt ergäbe, sondern sie müssen zum einen zur Gestalt werden, also "fest" werden, um sich von dort aus auf ihre ontische Idee hin. Die im Wissen Gottes steht, also eine Art "fertiges Mosaik des Zueinander als Welt" ist. 

Wer die Welt nur noch auf Eigenschaften reduziert, verliert damit genau diese Eigenschaften. Sie werden verdinglicht, verobjektiviert, und damit zur Seins-Simulation, weil sie nur in ihren Effekten greifbar weil objektiviert und damit erlebbar und damit dinhaft-"herstellbar" werden.

Das ist tatsächlich hegelianisch, wie Giovanni Scalese es voriges Jahr in seiner Analyse der philosophischen Ansätze des Bergoglio-Papstes formulierte, soweit sie greifbar sind (und das werden sie nach und nach sehr gut), und führt direkt in den Pantheismus, führt zu einer ontologischen Verdiesseitigung Gottes, der völlig mit dem faktischen Sein - dem Seienden - zusammenfällt, das rein diesseitig wird, weil es selbst Sein herstellt. 

Tatsache ist aber, daß das Seiende nur in der Teilhabe am Sein, das außerhalb der Welthaftigkeit steht, überhaupt seiend wird. Und der Akt, in dem es an diesem Sein teilhat, ist die Selbsttranszendierung auf die Idee hin, die als Idee erst Dynamik ist. Dynamik, die aber doch in ihrer Form das Faktische aussiebt - zum Wirklichen, und zum Zufälligen, das in sich aber kein Sein hat sondern Schein bleibt.

Damit löst sich der Wesensbegriff auf. Denn Wesen wird zum zufälligen Produkt historisch-dialektischer Prozesse, die nicht mehr Wesensvollzüge werden, sondern Wesen ontologisch konstituieren. Eine Widersprüchlichkeit, die auch Hegel (Kant darin folgend) nicht auflösen konnte, der den Weg zum transzendenten, überweltlichen, ja Welt konstituierenden Sein selbst genau nicht fand.*

Sie übersieht, daß das Sein in der Welt (im dem absoluten Sein analogen Sein des Seienden, das dieses absolute Sein aber gnadenhaft erhält, also nicht "machen" kann) über die These (also gewissermaßen die Tradition) nur insoweit Sein hat, also "ist" (als Akt), als es im überweltlichen Sein verankert ist und daran teilhat. Es kann also auch von diesem Sein abfallen. Sämtliche dynamischen Prozesse aber spielen sich nur innerhalb dieses gewissermaßen "harten Seinskerns" ab, "schaffen" aber kein Sein. Die utopische, die Vorwärtsdynamik der Realitätsprozesse ist also gewissermaßen eine "Rückwärtswendung", um aus dem Vergangenen (Erinnerung!) das Sein als Transzendierungspunkt zu suchen. Denn nur das Vergangene "ist" als Bild vorhanden.

Dieses Bild muß nun immer wieder neu von Zufälligem gereinigt und neu gesucht werden, um so immer wieder neu historisch zu werden. Die Selbsttranszendenz holt also wie eine Hebamme immer wieder den ewigen logos in die Welt. Dieses "semper reformanda" des Gegenwärtigen als Akt zwischen Gestern und Morgen ist diese Flüchtigkeit der Gegenwart - ein reiner Akt. Nur darin liegt dann auch jene schöpferische - weil göttliche - Vorsehung und Potenz, die Welt überhaupt aufrecht hält.

Deshalb kann man sich in diesem Blick aufs Sein nicht an Effekten festhalten, also an scheinbar in der Vergangenheit erfahrbaren "Wirkungen". Effekte, Wirkungen sind immer nur historische Zufälligkeiten. Wer deshalb eine Zukunft auf Effekten aufbauen will, auf Früchten also, wird unausweichlich in einer (toten) Vergangenheitsgebundenheit landen. Nicht sie sind die Wirklichkeit, sondern jene ontologischen Kräfte, die hinter den Gestalten - als Form (aus der Form aller Formen, Gott, dem Sein selbst) - stehen.

Erst dann vollzieht sich diese Selbsttranszendenz, wenn sich der Vollziehende (das Lebende, der Mensch) an der Form festbindet, sie "heiratet", und ihr ganz real und realistisch treu bleibt. Denn es wäre ein nächster fataler Fehler, die Idee gewissermaßen als "schwebender Geist" vorzustellen, als "Geist" zu vergegenständlichen. Das ist ja das Wesen des Geistes - daß er NICHT dinglich und damit bildlich vorstellbar ist. Er ist auch nicht Gegenstand direkter sinnlicher Erfahrung, wie es die protestantischen Kirchen und Freikirchen und die darauf stammenden Erneuerungsbewegungen etc. versuchen, aus dem simplen Grund: Weil sie (wie Hegel, der logischerweise Protestant war) Gott gar nicht mehr "in die Welt hereinbringen", weil sie Gestalt auflösen, der Form ihr "Absolutes im Dynamischen" nehmen. Sondern diese Hochzeit des Geistes ist immer in einer Person vollzogen, im Getauften, im getauften Menschen, in der Person Jesus Christus, die real weil sakramental gegenwärtig ist.

Der Weg zu Jesus als Weg zum Vater, dem reinen absoluten Geist, geht also - über das Fleisch! Über die Welt! Über die wesensgemäße Aufgabe. Über den Beruf. Über die Familie. Über den Stand. Etc. Etc. Im Sakrament der Taufe und Firmung: über den Heiligen Geist IM Getauften, Gefirmten etc. Und damit über die Hingabe an die Welt, die er immer wahrer zu erkennen hat INDEM er dem Sein gemäß geformt (das in den Dingen als Erzählung ist, weil sonst Dinge nicht SIND, wenn sie nicht am Sein teilhaben) "wahr wird", also Gott in Jesus als anderer Teil des wechselseitigen "interspirare in spiritu sancto" (einander zuatmen im Heiligen Geist) ähnlich wird.

Selbsttranszendenz, das "Sterben", vollzieht sich also genau nicht, indem der Vollziehende, der lebende und geistbegabte Mensch sich oder Dinge zugunsten von "guten Eigenschaften" "auflöst" und auf seine bzw. die übernommene Form bzw. Gestalt "verzichtet", wie heute immer mehr geglaubt und vollzogen wird! Sondern im Gegenteil: indem er in diesem logos-Bezug mit aller seiner Kraft gebunden bleibt (Levinas). Erst von dort aus wird Wesen zur Welt, erst von dort aus liegt die Welt auch wirklich in Gottes Hand und Wissen und Willen und damit Vorsehung. 

Heute passiert immer häufiger das genaue Gegenteil, ja genau das Gegenteil - die Weltauflösung - wird sogar als eigentlicher christlicher Punkt gesehen. Und Liebe wird zu jener Schmerzvermeidung stilisiert, in der dem anderen der Schmerz des Seinsbegegnung IN MIR zu vermeiden geboten wird. Was für ein folgenschwerer Irrtum. Es ist genau der anti-christliche Punkt! Es ist genau NICHT Liebe. Und das ist keine girlandenartige Fleißübung der Diskussion, sondern das ist der entscheidende, ja weltentscheidende Punkt. Und: Es ist das Ende der Geschichte, weil solches Aufgehen in Faktizität gar keine Geschichte mehr hervorbringt, sondern alles in ein totes Dauern übergehen läßt weil seine ontische Relevanz angeblich ohnehin außerhalb seiner liegt.

Dieses absolute Sein ist damit nicht direkt adressierbar (Levinas), sondern nur indirekt - über die Welthaftigkeit des Seienden, als Zusammenspiel der "Teil-"Formen, der Dinge also. Nur in der Präzision der Abgrenzung dieser Dinge sind diese überhaupt Dinge, ist also überhaupt Welt, weil erst so das eigentliche Weltsein real wird: In der Realität des Wesens der Dinge. (Und Wesen heißt: Ort. Ohne Ort - kein realisiertes Wesen.)

Reform kann also niemals heißen, auf die vergangene Form zu pfeifen, und es Gott zu überlassen, neue Formen zu schaffen. Das wäre eine Beleidigung Gottes, weil es eine Beleidigung des Seins selbst ist, das im Sinn, im logos(-Gefüge) Welt konstituiert. Reform kann nur heißen, im Kreuz der Transzendenz auf die Gestalt hin dieses dem logos zu öffnen, weil Transzendenz (Kreuz) erst jener schöpferische Akt ist, in den hinein und aus dem heraus die jeweils wie welke Schalen entstehenden rein zeitbedingten Gestaltteile abzulegen und ALS FORMTEIL bzw. Wesensteil zu erneuern. Die Zwiebel verliert ihre äußeren Hüllen, die Zeitkomponente gewissermaßen, aber sie bildet WIEDER Hüllen unten nach. (Keine Wurzeln oder Äste oder Baumknollen, nein: Wesensgemäße, verortete Hüllen. Die reformierte Zwiebel ist keine andere Zwiebel, sondern dieselbe, mit denselben Teilen, die nun aber wieder durchblutet sind. Bis auch sie sterben und ersetzt werden.)

Damit steht auch Zeit nicht "über" dem Raum, also der Konkretisierung, als könnte sie ohne Raum sinnvoll bestehen. Denn Raum ist die Realität des Zueinander der Dinge, des (jeweils graduell, unvollkommen bis vollkommen) real gewordenen logos. Das ist lediglich ein ontologischer Vorrang, aber kein Differenzierungsmerkmal, das trennbar wäre. Denn Raum IST die Welthaftigkeit (das Nach-Schöpfungselement, gewissermaßen) der apeirischen Zeit in Gott, die in der Welt zur Weltzeit wird SOFERN sie einem Einbruch des Apeirischen entspringt. Es gibt das Ding nicht außerhalb seines konkreten Dingseins, und will man es in seiner Idee (und damit seiner wirklichen Wirklichkeit) adressieren, muß man seine konkrete Dinghaftigkeit (Raum) ansprechen.

Weil die Welt eine Korrespondenz - KEINE Dialektik, die automatisch aus sich heraus etwas Seiendes hervorbringt bzw. voranbringt, also weiter vervollkommnet! Denn die Idee ist gewissermaßen "fest", wäre sie das nicht, könnte gar nichts werden, bliebe alles ein Fluidum, ein ewig Fließendes! käme es nie zu einer Welt, denn Welt gibt es nur als Zueinander von "festen" Seienden - zwischen den Polen Zeit und Raum, als Idee und Konkretion ist.

Wir haben es hier schon auszuführen versucht - genau das kristallisiert sich aber als Grundzug des Bergoglio-Papstes heraus, so schwer es zu finden ist, weil es eben kaum faßbar wird. Was sich in der nie ganz faßbaren Ambivalenz des Papstes deutlich macht, der mal so, mal so sagt, ohne sich festzulegen. Es fehlt eben dieses Feste, ja eigentlich müßte man sogar sagen: Es fehlt das Sein, es fehlt Gott, der komplett in die Welt "zurückfällt". Damit löst sich alles auf, buchstäblich! Und wird alles Faktische einer Zeit gleichwertig, auch das: buchstäblich. Aussagbarkeiten über die Welt gibt es nicht mehr. Auch das ist zu beobachten. Geistig ist diese Kluft zwischen Sein und Zufälligem nicht mehr in eine Einheit zu bringen - WEIL es nicht gleichwertig dem Sein selbst entstammt. Die Synthese Hegels ist NICHT automatisch weltgewordener Seins-Geist sondern nur, soweit sie am Sein teilhat.

Darin wird auch erkennbar, daß diese Sichtweise in einer charakterlichen, einer sittlichen Disposition gründet. Die heute extrem häufig ist, weil sie sich als Zeitstimmung nach und nach seit dem 19. Jhd. vor allem entwickelt hat. (Auch Hegel war Kind oder sogar ein Gipfelpunkt** seiner Zeit.) Und diese sittliche Position ist die einer Kreuzverweigerung, einer Kreuzflucht, weil es die Selbsttranszendenz auf das Sein hin - rückwärtsgewandt, weil nur so vorwärtsgerichtet - verweigert. Dafür hat auch hier eine Kreuz-Simulation eingesetzt, die Kreuz also in bestimmten Phänomenen festzumachen versucht, um es erfahrbar bzw. erkennbar zu machen. Aber auch das Kreuz ist kein direktes "Ziel", sondern Bedingungen des indirekten Weges der Welt überhaupt. Und erst so Anbindung an die wirkliche Wirklichkeit.

Begreift man es in diesen Zusammenhängen, so erhält das Wort vom "Ende der Zeiten" ein völlig neues Verstehen. Denn es sind dann nicht - nicht primär - die großen umwälzenden Ereignise, Kriege, Katastrophen,  mit denen das Ende der Zeit so naiv oft gleichgesetzt wird. Es ist das wirkliche Ende der Zeit als Ende der Geschichte.*** Und das kommt aus einer geistigen Verirrung, in der es dem Menschen nicht mehr gelingt, Weltzeit auf die Erde zu holen. In der sich die Welt in Relativität und Gestaltenlosigkeit auflöst. Denn Zeit ist ein Ergebnis des Kreuzes.




*In dieser Konzeption des Relativismus setzt auch das an, was hier auf versucht leichter "konsumierbare", also im Versuch eine einfacher in der Erlebenswelt der Lesesr vorzufindende Art zu finden, als "Zweite Weisheit" behandelt wurde.

**Jede geschichtlich-faktische, zufällige Zeit findet "Gipfelpunkte", in denen sie sich in Gestalt faßt weil "zu sich kommt". Diese Gestalten werden dann oft zu besonderen Proponenten, zu Führern, zu Repräsentanten des Selbstgefühls einer Zeit. Die mit oft beträchtlicher Verzögerung wirksam, soll heißen: einer Zeit immanent werden. Der Prozeß beginnt mit oft kaum im Zeitgeräusch erkennbaren Bewußtmachungsschritten, meist Verbalisierungen. In dieser Hinsicht kann man tatsächlich davon sprechen, daß sich in gewissen Personen eine Zeit rein darstellt und Zukunft vorauswirft. Wer die Gegenwart - und damit auch Bergoglio - verstehen will, muß sich z. B. nur Rousseau genau ansehen, den Spaemann völlig richtig als "Prototyp des Menschen der Gegenwart" bezeichnet.

***Es gehört mit zu dieser Verwirrung, Zeit mit "Uhr" gleichzusetzen. Aber die Weltzeit ist kein konstant und gleichmäßig fließendes Kontinuum. Sie wird je neu geschaffen. Erlischt das Schöpferische auf der Welt, erlischt die Zeit. Man sollte Einsteins Erkenntnis, in der Zeit mit dem Wesensvollzug der Dinge ALS BEZIEHUNGSVOLLZUG einhergeht, endlich einmal unter diesem Aspekt betrachten. Kein Wesensvollzug aber ohne Selbsttranszendenz auf den logos hin.





*240816*

Mittwoch, 20. Januar 2016

Das Gute ist; es wird nicht rezipiert

Diese Aussage ist natürlich sehr interessant, vermutlich mehr, als Peugeot lieb sein könnte. Denn das Auto ist so sehr Gegenstand des Alltags, daß man es nicht mehr - bewußt! - wahrnimmt. Nur: Was nimmt man bewußt wahr? Das, was zum Sein in Differenzlage gerät. Während also VW etwas genau auf das Gegenteil setzt - das Auto als selbstverständlichen Teil des Lebens und seiner Vollzüge - macht Peugeot das genaue Gegenteil. Und riskiert dabei viel. Denn nun ist ein Anspruch erhoben, den das Töfftöff erst einmal einlösen muß. Ob da nicht abstrakten Werbegehirnen die Gäule durchgegangen, und noch abstraktere Marketingmanager Opfer einer theoretischen Wirklichkeit des Scheintheaters geworden sind, die sich nur am Gedankengeräusch selbst erfreute, aber die Wirklichkeit vergaß? Also eine Idee fürs nächste Seminar an der Sourbonne produzierte, koste es was es wolle, man hat ja nur eine Karriere, und der nächste Hopper steht längst an?

Wie heißt es doch so schön? Gott ist dem Menschen deshalb so schwer erkennbar, weil er ihm am nächsten, am natürlichsten ist. Nur das Auge sieht sich, das krank ist.








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Sonntag, 15. Februar 2015

Man denkt sich, weil man gedacht wurde

Wenn es Leute gibt, schreibt Franz von Baader einmal, die behaupten, sie wüßten vom Absoluten nichts, so ist die Frage, ob man ihnen trauen und glauben darf, sei es daß sie bewußt die Unwahrheit reden, sei es daß sie ihre eigenen Gedanken nicht verstehen, sei es daß sie bis zum Zustande der Verwilderung entartet sind. Denn die Grade der Klarheit des Beuwßtseins sind unendlich und es kann in einem Ich ein so geringer Grad vorhanden sein, daß der Gedanke des Unendlichen nur noch als dumpfe Ahnung vorhanden ist. 

In irgendeiner Form aber ist der Gedanke des Unendlichen im Ich immer vorhanden, und verschwände der letzte Rest  der Ahnung desselben, so müßte das Bewußtsein selbst verschwinden.

Denn das Ich kann sich seiner selbst nur bewußt werden, wenn es sich als begrenzt erfährt. Es kann sich aber nur als begrenzt erfahren, wenn es (in logischer Folge, in der die Weltdinge wie eine Rampe vorzustellen sind) zuvor das Unbegrenzte erfährt. So, wie es aber auch das Unbegrenzte nur weiß, weil es das Begrenzte weiß. Zeitlich gleichzeitig, logisch aber in Hierarchie, weil ein sich selbst erfassendes Ich nur in der Struktur eines überhaupt sich damit absoluten selbsterfassenden Ich möglich ist.

Deckungsgleich ist dieser Gedanke mit jenem, daß jemand, der Gott leugnet, erst recht sein Wissen um ihn zugibt. Denn es läßt sich nicht leugnen, was zuvor gewußt wird.  (Dem Agnostiker fehlt also "lediglich" der Wille, sein Denken in strenger Logik fortzuführen.)

Das Schwinden der Identitäten, das heute zweifellos zu beobachten ist (begleitet von einer Gegenbewegung: dem  willentlichen Konstruieren einer Identität), verläuft (auf einer anderen, bereits konkreteren, ausgefleischlichteren Ebene) in Korelation zum Ausdämmern des Bewußtseins des Unendlichen. 

Wo das Bewußtsein des Unendlichen aber wirklich schwinden sollte, löste sich auch das eigene Bewußtsein, das Selbst auf. Der Mensch fiele in den Irrsinn, er könnte sich nicht mehr festigen und würde zerfließen. 

Und er vermöchte es auch dort nicht mehr, wo er sich nicht im Glauben - dessen Wortdeckung mit "Ge-loben", sich also anverloben, sich zueignen, auf die Wurzel des Glaubens im Willen, also als Akt, hinweist - an das Unendliche, Gott, zu verankern vermag. Dieser Akt selbst allerdings ist nicht eigene Setzung! ("Gott gibt das Wollen und das Vollbringen") sondern ist nur dann möglich, wenn das Ich sich als gewollt begreift, der Willensakt also seiner Natur folgt. In der er das Einfügen in einen vorausliegenden Willensakt ist. So, wie ja das Befolgen eines Gesetzes (und darauf beruht jedes Erkennen der Welt) nur das Einfügen in ein vorausliegendes Sein (und Wesen) ist. Wo das Denken nicht gehorsam und welt-/dingkonform sein wollte, bliebe die Welt vollkommen unverständlich, und der Mensch könnte rein gar nichts mehr tun. 

Im selben Sinne ist auch das Sich-selbst-Denken, das Bewußtsein seiner, nur möglich, weil diesem Akt ein bereits Gedacht-werden (im Unendlichen) vorausliegt. Ohne den Gehorsam diesem göttlichen Denken gegenüber, wäre dieser Akt des Sich-selbst-Denken gar nicht möglich.

Im "cogito ergo sum" des Descartes weiß also zwar der Mensch von sich und seiner Existenz, aber er weiß von sich nur, weil er (in logischer, nicht zeitlicher Folge) bereits vom Unendlichen weiß. Und er weiß dies nur wenn er davon ausgeht, daß er geschaffen wurde, also ihm selbst vorausliegenden, zu erfüllenden Sinn hat. Und das ist nur möglich, wo es einem absoluten, unendlichen Sinn (=Vernunft) gleicht - also gott-ebenbildlich sein will. Damit wird es Analogie zu Gott, freilich aber nicht zu Gott selbst. Und er weiß auch um diese Differenz, sonst wüßte er nicht von sich. 

Wüßte somit der Mensch nicht um seine prinzipielle Vernünftigkeit (als Sinnhaftigkeit, das heißt als Ausgerichtetheit auf ein zu Erfüllendes, das FÜR IHN in der Welt ist, soll heißen: der Welt hinzuzufügen ist), könnte er auch die Welt nicht in Sinnverhältnissen stehend wissen, also denkend zur Vernunft ordnen, also erkennen. Sein Denken würde sich auflösen. (Wessen Ich sich also in obigem Sinn auflöst, kann auch nicht vernünftig denken - etwas, das bei Geisteskranken ja zu beobachten ist.)

Deshalb ist der allergewisseste Gedanke der Gedanke von Gott. In dem Sinn muß er gar nicht gefaßt werden, weil er der Denkbewegung ohnehin bereits vorausliegt. 

Von dem zwar (vom Menschen aus betrachtet) kein direkter Beweis zu führen ist. Denn wenn ein Gott ist (und wie gesagt, davon geht jeder Mensch und also DIE MENSCHHEIT, das Wesen des Menschseins immanent aus), dann übersteigt er selbst alles, was das nur geschöpflich denkbare Menschsein ist, unendlich. Weil aber alles nur auf eine Art gedacht werden kann, die seinem Wesen entspricht, müßte sohin der Mensch tatsächlich selbst Gott sein. Nur Gott kann sich selbst denken. Wohl aber kann er das "unter ihm" denken, also den Menschen. Wo dieser Gott direkt zu denken wähnt, steht er im Widersinn, und damit in einer Aporie. Schon der Begriff Gott ist ja das Denken von etwas, das des Menschen denken übersteigt. Sich für Gott zu halten ist deshalb nie mehr als ein Wahn, der auf einem Nicht-gewahr-Sein seiner selbst beruht.

Aber sehr wohl ist ein indirekte Beweisführung möglich, als ein "notwendiges Schließen auf". Oder, wie Viktor Frankl es einmal sagt: Durst ist der Beweis dafür, daß es Wasser gibt.  Selbst wenn es nicht da bzw. sichtbar da ist müßten wir deshalb davon ausgehen, daß es Wasser GIBT.

Auf diesem jedem Menschen gewissesten aller Gedanken ruht jede weitere Gewißheit, nur so kann er überhaupt leben, und sein Leben entfalten.* Dies alles nun betrachtend können wir nun verstehen wenn davon gesprochen wird, daß Gott selbst das Licht der Welt(erkenntnis) ist. So wie die Wahrheit dieses Licht in seiner Weltrealität ist, ohne das bzw. ohne die alles zerfallen würde. Alles was ist ist in sie eingebettet. Und im selben Maß ist das Licht das, in dem alles ist, und aus dem alles ist.²

Im selben Sinn ENTSPRINGT die Erkenntnis bzw. Gewißheit Gottes nicht aus der in sich verbleibenden Natur- oder Weltbetrachtung, also quasi "von unten heraus", sondern diese kann eine in jedem Menschen bereits vorhandene Gewißheit nur ERWECKEN, zum Gedanken anstoßen, und so zur Welt führen, ja in gewisser Weise "gebären" - in (weil aus) der Gestalt der Wahrheit.** Genau so, wie umgekehrt eine Lüge, ein Irrtum (der somit - fast - immer aus einer Unsittlichkeit stammt³), diese Gewißheit verdecken, verdrängen, und schließlich sogar final erwürgen. Und damit entweder zum Irrsinn führen, oder zur entselbsteten Scheme, zum Handschuh gewissermaßen, den ein anderer, fremder Wille ausfüllt und bewegt als wäre es ein für sich stehender, integerer Mensch.***



*Wird im weiteren, konkreteren Denken deshalb die Gewißheit von Gott aufgelöst, so muß nicht nur ein logischer Fehler vorliegen, sondern es lösen sich auch, je spezifischer die Gedanken werden progressiv mehr, alle weiteren Gewißheiten auf. Etwas, das sich im Relativismus bestens beobachten läßt.

²Man beachte dabei die Analogie, die die Quantenphysik kennt: alles ist im letzten ... Licht, heißt es da. Ein Gleichnis (bereits in Gestalthaftigkeit, wobei: aus Wirkungen erschlossen) für die geistige Wirklichkeit, die sich im Denken erschließen kann, weil das Denken selbst ja aus dieser Wirklichkeit stammt, wenn es denn Nach-Denken ist. "Denn im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort WAR Gott." (Beginn des Johannesevangeliums)

**Grundwirklichkeiten, denen der Rationalist durch (die Welterfahrung ausgrenzen sollende) Konstruktion eines Ich - und der Welt als Folge - zu entgehen sucht. Er ist also auf der Flucht zum einen vor sich selbst, zum anderen vor dem Unendlichen, um das er weiß, weshalb er ja darauf reagiert, und zugleich vor der Welt ALS Wirklichkeit, in der er zweifellos das ihm selbst Bewußte vorfände.

³Wir verweisen damit auf die Diskussion, ob es eine "in sich schlechte Tat" gibt, die auszuführen also immer Sünde ist. Von jenen, die dies bestreiten, wird meist angeführt, daß es den Irrtum gäbe, und daß somit der irrende Mensch gar nicht zu sündigen vermöge. Aber das übersieht diesen Zusammenhang, wie Josef Seifert in seiner Untersuchunt über "Die Wahrheit" auseinanderlegt: Weil der Irrtum eben immer (bis auf einige wenige Fälle eines "gewaltsam implementierten Irrtums", der aber im speziellen für die Leibessünden, um die es hier meist geht, nicht gelten kann, denn der Leib bleibt dem Menschen quasi immer) auf einer Unsittlichkeit, also auf einer vorauliegenden moralisch qualifizierten Entscheidung beruht. Wer "irrt" (sagen wir in Bezug auf Sexualität, auf den Ehebruch) hat sich bereits zuvor FÜR DIE ABWEICHUNG VOM WISSEN GOTTES (wie wir es hier auseinandergelegt haben) entschieden. 

***Hier ist die Rede von jener Erfülltheit mit dem Geist des Bösen, die in der Erfahrung zeigt, daß der "wirklich Böse" eiskalt, nüchtern und scheinbar emotions- und bewegungslos das Gute zerstört.



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Leicht überarbeitet *140322*