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Donnerstag, 6. Januar 2022

Von falschen Propheten vor Troja (3)

Was Wagner, Nietzsche, Hitler und Julius Apostata mit Evchen Herman gemeinsam haben ist derselbe Fehler im Verständnis von Natur. Der Rest ist Lüge. - Bringt es etwas, sich auf Herman zu berufen, wenn es um Gender geht, wenn man obigen Text liest, und daraus ihre Gesamtausrichtung ziemlich ernüchternd aufs Sonntagslätzchen gekotzt kriegt? Wie es ein Nietzsche, ein Wagner (man lese die Texte etwa im "Meistersinger") und nicht zuletzt ein Hitler (oder wie der Bürstenbartträger aus Braunau hieß) auch vertragen. Alles nicht neu, alles längst schon dagewesen, und alles eine wirklich sehr typische Erscheinung für Kultur in ihren Bewegungen.
 
Auch ein Kaiser Julius Apostata (+366) fällt darunter, der noch einmal versucht hat, das Ruder herumzureißen, und sein Volk vor der Zerstörung alles Natürlichen durch das (knapp fünfzig Jahre zuvor erst von seinen Vorgänger Konstantin zur Staatsreligion erklärte) sich so herrisch gebärdende Christentum (also die Kirche) zu retten. Das die doch jedem Menschen quasi ins Geburtsbett spendierte natürliche Gottesempfinden und -glauben verdrängt, zerstört und überhaupt damit alles Gute Wahre Schöne verhindert.  
Oder folgen wir einem falschen Schiff, weil wir uns von den bunten, lockenden Fähnchen im Wind blenden lassen? 

Mittwoch, 5. Januar 2022

Von falschen Propheten vor Troja (2)

Vom Giftmischen, vom Natürlichen, und vom Natürlichsein, dem das Übernatürliche aber fehlt. Das nur von Gott selbst vervollständigt werden kann. Nicht von falschen Propheten. - Man muß das ja verstehen, oder? Denn das Geistige ist halt nicht sichtbar, tut mir leid, Jesus. Und gehört halt wirlich nicht zu dem, das anerkannt wird, wo man täglich geliebt und gehätschelt wird, und vor allem "gesellschaftlich anerkannt relevant" ist, also auch zur gehaßten und kritisierten Minderheit gehört. Was alles sich leicht ertragen läßt, wenn man sich nicht allein weiß und wissen darf. Wenn man etwa einen ehemaligen Fernsehstar hört, der DAS JA AUCH SAGT.

Ich habe es häufig erlebt, wie bei einem Kennenlernprozeß das Gegenüber regelrecht eine Checkliste abarbeitete um zu prüfen, ob ich zum selben Stall gehöre wie er. Darunter eben Namen wie Herman. Oder Kelle. Und vor allem dieser ... na wie heißt dieser Ex-DDR-Junkie, mit seinem Blog und seinem schmierig-charmanten Glatzkopf-Schöngeistschmalz? Genau, Klokonovsky oder wie sich der schreibt. Die sagen doch alle dasselbe (wie unsereiner), und die sind sowas von, aber sowas von. Unlängst hat er zum Beispiel geschrieben ... genau, so ist es nämlich, endlich sagt es einer. 

Dienstag, 4. Januar 2022

Von falschen Propheten vor Troja (1)

Auf der Suche nach einem Buch von Madeleine Delbrel fand sich seltsamerweise als Empfehlung in einer Nebenspalte (Spiritualität und so irgendwie Rechts- und Nationalistentum, denkt wohl der große Bruder amazon in den Algorithmen, die ihm zu mir einfallen, und sucht Dazupassendes aus seinem Angebot) stieß ich auf ein Buch von Eva Herman. Die sich in den mittlerweile über 10.000 Blog-Beiträgen nicht zufällig nicht einmal als Stichwort niedergeschlagen hat; zumindest fand ich nichts.
 
      QR Buch Eva Herman      
Und wohl nicht zufällig. Denn das Nordblondchen, das nun die Mutteraufgabe neu entdeckt hat (nur ist sie dazu leider schon ein bissel alt; zur Umkehr ist es zwar nie zu spät, denn Herman war früher ein Nüttchen am NDR-Strich, bis sich ihr die Augen öffneten, und sie aus dem Sender rausflog, was zur "Partei der diesmal aber wirklich Guten weil Verfolgten" der Kritiker und Contradenker endgültig qualifiziert). Sie ist in meinen Augen immer das gewesen, was sich in diesem Buch zu entdecken scheint: Ein Trojanisches Pferd. 

Montag, 14. November 2016

An die letzten Beiträge anschließend

Der VdZ ist bekanntermaßen nicht unbedingt ein Anänger von Andreas Popp. Aber vielleicht ist er da voreilig gewesen. (Nicht freilich in seinem Verständnis von Kirche, wo er zwar im Faktischen manches richtig beobachtet, aber prinzipiell leider ein enormes Defizit hat, das der VdZ in der Philosophie begründet sieht.) Aber was Popp in diesem Vortrag an grundsätzlichen politischen Aussagen darstellt, deckt sich über weite - nicht aber alle! - Bereiche exakt mit dem, was der VdZ an dieser Stelle bereits zu Lesen gebracht hat. Eindeutig sein Erbe von jener Seite, die er heute explizit abzulehnen meint und dabei mit jedem Atemzug verrät: Katholizismus. Er scheint an dessen Faktizität zerbrochen, was ja eigentlich ein Widerspruch bei ihm ist. Denn sonst weiß er sehr gut zwischen Faktizität und logos zu unterscheiden. Popp weist nicht nur dasselbe Geburtsjahr (ein ganz eigener Jahrgang, zerrissen in Rebellion und höchst ausgeprägter Bestandsliebe ...) wie der VdZ auf, sondern ist wie er katholisch sozialisiert. Was sich an seiner Vorgangsweise - der Begriffstreue, ein tief katholisches Erbe - mehr als deutlich zeigt. Anders kann Vernunft gar nicht erst entstehen.

Hier faßt er manches gewissermaßen zusammen. Und der VdZ findet es deshalb schon hörenswert, weil es wie die Faust aufs Auge auf die zuletzt hier zu lesenden Beiträge über Politik und Totalitarismus paßt. Aber auch Widerspruch hat ja großen Wert, man sollte ihn prinzipiell nie scheuen. Weil nur er davor bewahrt, seine eigenen Ansichten hermetisch abzuschließen und vor allem: zu instrumentalisieren.









*270916*

Donnerstag, 11. September 2014

Kann man schon mal hören

Andreas Popp in einem Rundumschlag, wo er sich so einiges von der Seele redet, und da und dort auch den Nagel auf den Kopf trifft. "Die Politik macht sich das Volk, wie sie es braucht." Es macht freilich schmunzeln, das Gegenmittel mit gesunder Ernährung vorzustellen.







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