Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Ethik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ethik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 13. März 2022

Von Verbrechen, die wir begehen (2)

Warum Krieg das Leben der Völker nicht änderte. Und wann. Und wann er erst zum Verbrechen wird. Und warum wir schon zwanghaft mit Kanonen auf Spatzen schießen, und lieber in Ruinen leben als in blühenden Landschaften - Wir wollen hier sogar noch die Frage aufwerfen, womit - im Leid - und unter welchen Umständen die Invasion eines Landes durch eine feindliche Armee zu vergleichen ist, bricht man es auf den normalen Lebensvollzug herunter. Werden schlagartig die Unternehmen stillgelegt? Können die Menschen nicht mehr ihr früheres Leben fortführen, mit Taufen, Hochzeiten und Begräbnisfeiern, mit Ahnenkult und religiösen Großfesten, mit Arbeit, Einkommen, Brot und Wurst, mit dem Spiel des geliebten Fußballvereins und der Theateraufführung "mit der Netrebko" im ausverkauften Stadttheater. Ob die U-Bahnen fahren, die Busse und Taxis. 

Ich erinnere mich an dieser Stelle an Erzählungen meines Vaters, die in Form von Photographien dokumentiert sind. Der (nach Polen) im Elsaß und in Paris (vor Rußland) stationiert war, und der mit so vielen seiner Kameraden ein Paris erlebte, das ihn begeisterte. Und was hat ihn begeistert? DIE FRANZOSEN, deren Leben, deren Elan, deren savoir vivre also. Ich will hier nur andeuten, was damit in die Diskussion als Zusatzstoff in den Suppentopf "eingemischt" werden soll.

Samstag, 12. März 2022

Von Verbrechen, die wir begrüßen (1)

Kreuz und quer läßt sich das Argument feiern, daß man Rußland mit Sanktionen belegen müsse - wir reden von Rußland, vom Land Rußland, also von der als Rußland formierten Völkergemeinschaft - UM PUTIN ZU ZWINGEN. Zu zwingen, den Krieg zu beenden, die Krim zurückzugeben, den Donbas zu räumen, Zelensky huckepack zu nehmen und mit einem Lederriemen im Mund als dessen Pferd einmal um den Roten Platz zu laufen, oder was auch immer. 

Die Begründung für diese Maßnahmen wird von allen dabei für gutgeheißen. Trifft man Rußland, trifft man dessen Wirtschaftskraft udn damit die Lebensvollhzüge der Bevölkerung, trifft man auch Putin. Warum? Das ist nicht so klar. Denn es ist bekannt, daß der Effekt völlig ins Gegenteil schlagen kann, zu einer Solidarisierung des Volkes mit der Regierung führt, sodaß die Sanktionen mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar ins Gegenteil umschlagen könnten.  

Ist Rußland und Putin aber überhaupt ein und dasselbe?

Freitag, 4. März 2022

Zwischen hier und anderswo (1)

Es berührt höchst merkwürdig, dem derzeit unsere Länder überschwemmenden Purifikationswahn zuzuschauen, wie er den ganzen Westen erfaßt zu haben scheint. Was immer mit Rußland zu tun hat wird eliminiert, wenn es sich NICHT in einen totalen Rußlandhaß einfindet. Mittlerweile heizt sogar, wer mit russischem Gas heizt, "mit dem Tod", geht man von manchen Zeitugen aus. (Vorschlag, wie wäre es, mit diesen zu heizen? Steht nicht noch ein Kanonenofen im Gartenhaus?) 

Gottseidank haben wir ja amerikanisches Frackinggas. Tiefgefroren und zu Würferl komprimiert, wird es uns aus diesem unlösbaren moralischen Dilemma befreien. Denn auf die warmen Winter der Klimakatastrophe warten wir ja immer noch vergeblich. Dabei könnten wir sie gut gebrauchen.

Die Meldungen, die auf uns einstürmen, kaum öffnen wir morgends die Augen, sind so zahlreich und überschlagen sich in so wechselseitig vorantreibender Dynamik, daß ich nur willkürlich einiges herausgreifen kann. Aber es "lohnt", die Angel auszuwerfen und einzurollen, weil die Fänge viel erzählen. Ein wenig habe ich den Eindruck, daß sich nun ein Wahn entfesselt, der sich von Corona her noch einmal gesteigert hat, und härter, brutaler geworden ist. 

Mittwoch, 29. September 2021

Warum der starke Kain den schwachen Abel schlug (2)

Technik, Geld und Liebe. Kain der Eisenschmied, Kain der Hephaistos, Kain der Prometheus. - Damit sind wir bereits bei der Bedeutung von Technik. Denn Geld ist eine Technik, kein "Ding", wie es schließlich auch heute bereits (in dem Gequatsche um dessen "Erhaltung", "Mehrung oder Minderung in der Krise", "Absicherung" etc.) weil im Zeitalter der pathologisch gewordenen Verdinglichung geistiger, rationaler Gedankendinge, Begriffe, Ideen, im Allgemeingebrauch verstanden wird. 

Dabei ist Geld der Begriff für eine Dynamik der menschlichen Beziehung, die sich aus der Weltdarstellung (Darstellung, noch vor Nutzung oder Bewältigung) dem Wesen sozialer Beziehungen gemäß - die Verbindlichkeiten sind: "Schulden", "Ansprüche" - konstituiert. (Also nicht "erfunden wurde, um ...". Darin bestand höchstens in der einen oder anderen konkreten Ausgestaltung Spielraum.)

Wer solcherart aus jeder Ordnung herausgefallen ist, wer wurzellos wurde, der hat nur noch einen Ort, den er betreten kann, und das ist - die Stadt. In ihr ist es möglich, die menschlichen Beziehungen aus der Ordnung des göttlichen Ideenmosaiks, ja des ganzen in der Welt-seins in bloße Nützlichkeiten, Willkürlichkeiten, Wünsche und Funktionen aufzulösen. In der Stadt "funktioniert" alles, der Raum weicht dem Symbol. 

Dienstag, 28. September 2021

Warum der starke Kain den schwachen Abel schlug (1)

Die Problematik des Kain gehört trotz (oder wegen?) kaum verstanden. Dabei ist sie so populär! Wie gut kennen wir die Konstellation, den Neid, der das Böse evoziert, die Flucht, sogar der Kommissar paßt zu einer schönen, dicken Kriminalgeschichte, in der der Täter dann gebrandmarkt und in die böse, chaotische Welt verbannt wird. Raus aus dem väterlichen Landgut, raus aus der familiären Tradition, und gezwungen, ein neues Leben "im Hafen" - wurzellos, und unter ebensolchen Gesellen - zu führen.
Hat das nicht alles seine hinlängliche Logik? Was soll es dabei also noch weiter zu verstehen geben? Naja ... da ist zuerst einmal von Interesse, was weiter mit Kain geschieht. Er wird davongejagt und gründet eine Stadt. Warum eine Stadt? Oder ist sie nicht der Ausdruck der Unruhe des Kain?
Heinz Flügel schreibt, daß "die von Abels Blut getränkte Erde" die Erinnyen, die mit Schlangenhaar bekrönten Rachegöttinnen, die nun beginnen, den Täter in unlösbare Unruhe zu versetzen. Das ganze Leben eines Mörders wird zu einem Zustand der Gehetztheit und Flucht.

Mittwoch, 18. August 2021

Angst vor der göttlichen Rache

Die Pflicht, Corona-Impfungen und -Gentherapien über sich ergehen zu lassen, die zwar von der obersten Politik heftigst geleugnet wird - die Drecksarbeit, konzertiert "Diskussionen" loszutreten, wird Funktionären unterer Ebenen überlassen* - die aber praktisch bereits zu diesem Zeitpunkt besteht, stößt genau durch die klammheimliche, mit voller Absicht und also Heimtücke hinterrücks eingeführte Impfpflicht an eine ethische Problemgrenze, die im Einzelfall nicht wirklich besteht. 

Im Einzelfall obliegt es dem Individuum, die Risiken abzuwägen. Angesichts einer durch Information abgeschätzten Möglichkeit, einer Krankheit mit gewissen Auswirkungen und Verlaufsproblemen anheim zu fallen, damit einer gewissen Gefahr ausgesetzt zu sein, wird abgewogen, ob allfällige Nebenwirkungen einer Impfung (die bei sehr ernsten Verläufen somit zur Hauptwirkung werden) schwerer wiegen. Ob es also notwendig und anzuraten ist, sich persönlich vor einer Gefahr zu schützen. Natürlich wird von Eltern diese Entscheidung auch für ihre Kinder getroffen, ja MUSZ von den Eltern (und NUR von diesen!) übernommen.* 

Dienstag, 3. November 2020

Erste Entwürfe eines Gesamtbildes (2)

 Teil 2) Aus dem Tagebuch - Erste Entwürfe zu Grundlinien 
einer christlichen Kultur und Wirtschaft


[...] Das heißt (wenn man so will) dann auch den Einschluß von "Sozialleistungen" für jene, die noch nicht oder nicht mehr am mehr oder weniger reziproken Wertaustausch egal aus welchen Gründen teilnehmen können. Das kann man dann meinetwegen "Sozialstaat" nennen. So war er jedenfalls gemeint, auch wenn man Röpke oder Erhard liest, obwohl letzterer deutlich liberalistisch war, Röpke hingegen noch viel substantieller abendländisch dachte. 
Ich bin auf ihn sogar über Architekturkritik, die er in Istanbul verfaßt hat, gestoßen. Die ich vor etlichen Jahren (erinnerlich um viel Geld, noch dazu ist sie ein relativ dünnes Heft) bei einem Antiquar - ich weiß nicht wo - auftreiben konnte. Er hat schon vor hundert Jahren das Ende dieser Kultur wie deren Charakteristik aus der Architektur abgelesen. Dazu braucht man schon sehr tiefe geistige Fundamente. [...] 
[...] Wenn das oben Gesagte nicht gegeben ist, wenn eine Gesellschaft (und ein darauf bezogenes Gefüge wie es der Staat ist) nicht auf diesen durch Dankbarkeit und Dankbarkeitspflicht zwischenmenschlich verankerten Grundzügen aufbaut, kann man von einem intakten Sozialgefüge gar nicht mehr sprechen. 

Es ist auch nicht konstruierbar oder rekonstruierbar. Denn kein Zusammenleben läßt sich auf Gesetzen und Vorschriften aufbauen. Jedes soziale Gefüge, das sich nur oder auch nur vorrangig darauf berufen kann, bricht mit der Zeit zusammen, denn es wandelt sich von Solidar- zu Kampfverhältnissen. [...]

In einer christlichen Kultur aber will jeder die Gestalten vervollkommnen, die alle Seiten umschließen, also Dinge weil Orte (!) vollkommen machen. Und die Welt ist ein Mosaik von Orten, AUF DIE HIN jeder geschaffen wird. Das rechtfertigt dann das Vertrauen in Gottes Vorsehung, in dem sich jeder Mensch "sicher" fühlen kann, sodaß er seiner Hingabe kein Maß anlegen muß. 

Er wird nicht verletzt, um es salopp zu sagen, wenn er sich auf seinen Ort hin transzendiert, selbst übersteigt, also nicht seinem niedrigen "Wollen" folgt, sondern dem Wollen des Heiligen Geistes gehorsam ist. Dort liegt ja dann seine maximale Freiheit, in der Anähnlichung an Gott, seinen Schöpfer. 

Und wenn doch verstoßen wird (was immer heißt: Dem Eigenwillen folgen, der Welt, die einen umgibt, nicht Gerechtigkeit und Angemessenheit zutrauen), so ist das nicht Maß aller Dinge, sondern ein von allen anerkannter und zugestandener Bruch mit dem Ganzen, der sogar (wie im Verbrechen) von der Obrigkeit, vom Rechtssystem (das die inneren Gesetze der Kultur enthält, aber vor allem deren Grenzen aufzeigt) bestraft wird.

Auch gerechtes Wirtschaften entsteht somit, aus der Eigeninitiative der Einzelnen, auf das Gemeinwohl bezogen. In dem das Wohl und Heil möglichst aller gefördert - aber vor allem: nicht behindert - wird. Das jeder im letzten natürlich selbst und in Freiheit anstreben muß, ist somit nur eine Folge. Indem jeder allen Anrufen die wesensgemäßen (ortsgemäßen) Antworten gegenüberstellt. Das heißt, daß der "Kaufpreis" nichts anderes ist als eine dem Wert des erhaltenen Geschenks ("Verkaufsakt") entsprechende Wertleistung.

Wir hatten das bereits in unserer Kultur erreicht. Denn das ist die eigentliche Leistung des Abendlandes, die sich bis zur höchsten Kulturhöhe im Mittelalter, bis zum 12. Jahrhundert, steigerte. Als geschlossene, nicht von interkulturellen Wirtschafts- und sonstigen Beziehungen aufgebrochener Kulturraum. Als geschlossene Gesellschaft, in der sämtliche Obrigkeiten ihre Aufgabe darin sahen, diesen Raum nicht nur aufzubauen, sondern auch zu schützen.

Denn jedes soziale System - und man muß sogar so weit gehen, die gesamte Schöpfung, die gesamte Welt als solches zu sehen! - besteht NUR dann (weil alles ins Weltlose und Nichts abfällt, wenn es das Systemische, das Ganze aufgibt oder verläßt) wenn es auf seinem innersten Gesetz aufruht: 
GABE und GEGENGABE, getragen und getrieben von der moralischen Verpflichtung zur (über-)adäquaten Gegengabe, in die hinein der Mensch sich opfert, auf die hin er sich transzendiert. 
Das ist zugleich der einzige Sinn alles dessen, was wir als Wirtschaften bezeichnen, die Ausfluß des Lebensvollzugs ist, der ein Oszillieren einer Zweipoligkeit ist, die innerhalb eines Dritten, der Liebe, des Geistes (Freiheit, Liebe, Wahrheit, etc. etc.) west. 
Die Welt wird somit von der aus Freiheit angenommenen Verbindlichkeit getragen - und das ist letztlich die Liebe. Deshalb braucht jedes System die Kirche als der perfekten Gesamtgestalt im Geiste, die die Welt hervortreibt: Die Kirche als einzige (!) Quelle der Menschen, und das heißt der Kultur, denn der Mensch ist Welt ALS Kultur.

Das Abendland kann somit nur durch und mit einer (starken, unangetasteten) Kirche ent- und bestehen. Wo immer diese als oberste Lehrerin und oberste moralische Instanz angezweifelt und verdrängt wird, bricht die Kultur auf das, was sich in Ersatzlehren, in neuen Weltgrammatiken ausdrückt - wie dem Evolutionismus, wie dem Liberalismus, dem Kapitalismus, dem Marxismus-Kommunismus, dem (fatalistischen) Hegelianismus (als falschem Bild vom Wesen der Geschichte), etc. 

Nur im Maß auch, in dem die Welt christianisiert wird, kann eine Öffnung in die Internationalität geschehen. Eine Öffnung auf andere Kontinente zu. Wie 1492 nicht zufällig aus einem tief katholischen Spanien heraus tatsächlich geschehen ist.  

Aber dies geschah bereits zu einem Zeitpunkt, wo die entscheidenden Brüche im (europäischen) Abendland bereits geschehen sind. Die sämtlich im "langen 13. Jahrhundert" abliefen. Jener Zeit, wo das Abendland aus einem "maximal dem Paradies, dem Traum ähnlichen Zustand" in einen (allgemeinen) Kriegsmodus fiel. Der fünf Jahrhunderte später den Kontinent buchstäblich in Ruinen legte. [...]




Montag, 2. November 2020

Erste Entwürfe eines Gesamtbildes (1)

Aus dem Tagebuch - Erste Entwürfe zu Grundlinien 
einer christlichen Kultur und Wirtschaft 


[...] Wo zuletzt sogar das ein stilles Anliegen wurde, den eigentlichen Denkprozeß nur zu provozieren, aber im Leser selbst ablaufen zu lassen, als dessen eigene Leistung. [...]

Und wie es das Gesetz des Theaters ist. Weil es das Gesetz der Erkenntnis in der Welt ist. Man findet in sich die Bausteine, und setzt sie schließlich selbst zusammen. Damit ist Erkenntnis wirklich jener schöpferische Prozeß, der sie sein muß. Wo die Tangenten verlängert werden, die Richtungen aufgenommen, in die alles weist - die Linien aber dann selbst verflochten werden müssen. Oder, wie im Theater, wie in der Kunst, die Bilder selbst entstehen weil selbst gebildet werden. Aus den Wirklichkeiten, die unsichtbar hinter allen dargestellten Dingen stehen.

Diese werden angedeutet, werden freigeschaufelt, werden durch Katharsis (die ein Verbrennen der niedrigen, falschen, sündigen Beimengungen zu allen faktischen, historischen Dingen ist) freigelegt. Und dann zu einer neuen Lösung verbunden. Die wiederum deshalb artikulierbar, darstellbar, in eigenen Bildern herstellbar ist, weil sie mit bereits vorliegenden höheren, himmlischen Wirklichkeiten (die man durch das in-der-Welt-sein in sich trägt, als Anrufe der Wahrheit, des Wissens Gottes) zu jener himmlischen Wirklichkeit werden, die letztlich der Heilige Geist IN UNS herstellt und bewirkt.

Somit ist es denn der Heilige Geist, der aus uns spricht. Tatsächlich, real. Nicht "wir". Und das geschieht im Sterben, im Wegnehmen von allem, was von uns als Eigenwille in die Welt strebt. So werden wir zum Fenster und Tor des Heiligen (Geistes). [...]

Und in diesem Punkt deckt sich alles, auch das Wirtschaften. Denn im Weggeben dessen, was uns behört, öffnen wir eben dieses Tor. Damit ist alles Herstellen und "Verkaufen" ein "Verschenken", dem aber - in der moralischen Entsprechung - ein Wiederschenken begegnet. 

Das ist es, was die Verbindlichkeit menschlicher Gesellschaft(en) ausmacht. Das ist es, was eine christliche Kultur so einzigartig macht, und so bedeutend. In der die Obrigkeiten dafür zu sorgen haben, daß sie frei bleibt von fremden Einflüssen, die diese Gegebenheiten ausnützen wollen oder könnten. Weil sie auf Werten beruhen, die dieser christlichen Ethik nicht entsprechen.

[...] Nur auf dieser Grundlage, der Verbindlichkeit von Geschenk und Gegengeschenk, entsteht überhaupt (!) ein soziales, ein wirklich soziales Gefüge. Das seine Moral aus einer allgemeinen und allgemein wechselseitigen Verbindlichkeit aus persönlichen Verpflichtungs- wie Vertrauensverhältnissen bezieht. [...] 

[...] SOZIALE GEFÜGE, DIE IN SOLIDARITÄT UND VERBINDLICHKEIT mit offener Zukunft BESTEHEN WOLLEN, KÖNNEN NUR AUF DANKBARKEITSVERHÄLTNISSEN AUFGEBAUT WERDEN. 
Die Implikationen dieser Feststellung reichen dermaßen weit, daß sie auszuführen hieße, eine komplette Anthropologie, ja eine Metaphysik der Schöpfung selbst auszuführen. Denn alles ist als Dank auf Gott hin ausgerichtet. 
Weil ein Werk Eigenschaften seines Hervorbringers hat, stoßen wir damit direkt ins Herz einer Analogie zur Dreifaltigkeit. In der Gott im Heiligen Geist sich selbst ein Dank- und Sühnopfer darbringt. [...] 

 

Morgen Teil 2)


*091020*

Donnerstag, 24. Januar 2019

Ein Deutschland vom Feinsten

Es gab mal eine Zeit, in der der VdZ das, was Wolfgang Grupp (Trigema) als seine Unternehmensphilosophie vorstellt, als für Deutschland "typisch" sah. Das ist lange her. Zu dem, was Grupp hier sagt, ließen sich Seiten um Seiten über Wirtschaftsphilosophie niederschreiben. Hören wir ihm aber einfach zu, der Mann hat Substantielles zu sagen, direkt und indirekt. Eine völlig andere Kategorie als das, was heute als "Wirtschaft" gesehen wird, die Kollateralschäden produziert, die uns umbringen, weil dem Sinn von Wirtschaft und Unternehmen schon widersprechen und zum Selbstzweck geworden sind.

Das geht bis hin zum Regionalitätsprinzip, das Grupp so großartig realisiert. Unternehmer sein heißt eben Vater sein. Unternehmen sind nur eine andere Ebene der Familie. Das ist ohne persönliche Verantwortung nicht möglich. Weil sonst die Wirtschaft einen Charakter annimmt, der nur ins volkswirtschaftliche und politische Desaster führen kann.









*081218*

Sonntag, 6. Januar 2019

Das wirkliche Problem des Impfens (4)

Teil 4) Und deshalb ist es abzulehnen




Daß aber jemand (und schon gar Kinder) an der Impfung selbst erkrankt und stirbt, ist so gut wie sicher, wird zumindest riskiert. Und es ist umso sicherer, als vor allem Kinder geimpft werden (sollen). Weil eben Immunsystem und Persönlichkeit untrennbar zusammenhängen, sind Kinder, die eine Persönlichkeit erst erwerben können, ganz besonders gefährdet. Nicht zufällig sind sie deshalb für manche Krankheiten anfälliger als Erwachsene. Oder durchleben sie in schwereren Krisen. Ihnen fehlen jene Persönlichkeits"cluster", die ein Erwachsener (der immer innerhalb einer Kultur steht) gebildet hat (sonst wäre er ja nicht erwachsen.)

Somit stehen sich zwei Beurteilungskriterien gegenüber, und hier schließt sich der Bogen zum anfänglich erinnerten Beispiel mit unserem Stellwerksarbeiter: Das eine Risiko (beim Ungeimpften) steht mit dessen Leben in Zusammenhang. Es hat wie immer man es sehen will einen Sinn (ohne daß wir gleich von "Strafe Gottes" o.ä. reden wollen, auch wenn das ganz reale Sinndeutungsmöglichkeiten sind.) Und es hat eine Aussage über den Zustand einer Kultur. Es ist zudem ungewiß, ob dieser eine oder andere speziell an dieser Krankheit, gegen die er immunisiert werden soll, jemals erkrankt, oder wie diese Krankheit verläuft. Es ist ja bekannt, daß selbst bei der Pest ein Drittel der Menschen nie daran erkranken. Selbst wenn sie mit dem Erreger in Kontakt kommen. Und auch die Syphilis, aus in dem Fall so naheliegenden Gründen.***

Außerdem ist niemals sicher, ob und wie weit sich eine Krankheit (selbst als Epidemie, wie z. B. Masern zuweilen auftritt) tatsächlich ausbreitet, und welche Bevölkerungskreise sie trifft. Schon das verlangt also ein zusätzliches Urteilskriterium bei der Implementierung von Impfungen. Die dazu neigt, und das kann mit Sicherheit gesagt werden, in der Mehrzahl der Fälle bei weitem eine Gefahr zu überschätzen. (Man denke an Hysterien wie die über Vogelgrippe, den HP-Virus, Ebola, etc. etc.)

Das andere Risiko aber, das Risiko beim Geimpften, ist nicht nur gewiß, sondern es wird aus statistischen Aufrechnungen über alle verhängt. Bewußt wird die Tötung (durch Impfung) in Kauf genommen, ja initiiert. Vorgeblich, um "mehrere" zu retten. Aber das ist moralisch unzulässig! Es ist nicht zulässig, ein Risiko bewußt über andere zu verhängen, das noch dazu außerhalb derer Lebenszusammenhänge steht, von dem man weiß, daß es in so und so vielen Fällen zum Tod führt. Menschenleben dürfen niemals statistisch bewertet oder gar gegeneinander abgewogen werden. Wenn wir, wenn die Medizin glaubt, statistische "Erfolge" erzielen zu müssen, verliert sie das, was sie ist: Eine humane Wissenschaft, die dem Kranken helfen soll.

Umgekeht heißt freilich die absolute Wertschätzung für jedes einzelne menschliche Leben NICHT, daß es immer und in jedem Fall um das irdische Leben gehen muß. Dieses ist nur Angeld auf das, worum es eigentlich geht: Den Sinn, und das heißt auch: Den Tod, der Sinn hat, weil es ums ewige Leben geht. Das wissen wir nicht, das können wir bestenfalls rückschließen. Aber Gott alleine ist Herr über jedes einzelne Leben und dessen Ende, deshalb vom individuellen Schicksal nie zu trennen.

Die Impfung ist aber bewußte Tötung oder zumindest aktive Inkaufnahme von Tod "durch statistischen Zufall" als Rechtfertigung, die noch dazu mit dem Argument kommt, daß es um die Fernhaltung von Leid (durch eine bestimmte Krankheit) gehe, die aber im Rahmen des gesamten Gefüges der Welt durchaus Sinn haben kann. Auch durch Sühne, auch durch Sühne durch die Angehörigen und Pfleger, auch durch Sühne, die sich aus dem Insgesamt einer Kultur ergibt. Denn alle deren Kreise gehören zu uns höchstpersönlich, sind nicht abtrennbar, sobald sie uns nicht in den Kram passen.

Die Medizin wird somit mißbraucht, und bewirkt gezielt Böses (die Tötung von Geimpften), um das angeblich größere Gute (die niedrigere Todesrate im statistischen Schnitt über die Gesamtbevölkerung gerechnet) durch "Vorbeugung" zu erreichen. Dabei versagt sie im Einzelfall in ihrer Prognosekraft, das heißt: Sie "weiß" gar nicht, ob es diesem oder jenem wirklich "hilft". Oder ihn schädigt, oder gar tötet.

Ja es bleibt sogar ungewiß, ob nicht gerade dadurch, in absoluten Zahlen, mehr Tote bewirkt werden als durch einen "natürlichen" Verlauf eines sohin "Verhinderten" (dessen Ausmaß man gar nicht kennen kann), bei dem die von Krankheit Befallenen mit der Krankheit einfach fertigwerden hätten müssen, wobei ihm die Medizin dann zu helfen hätte. (Denn letztlich muß sich jeder Organismus selbst heilen, man kann ihn nur anregen, unterstützen, auf daß sich sein Ganzes wieder ermächtige.)  Oder diese Krankheit gar nicht bekommen, weil ihre Persönlichkeit die Herausforderung durch eine bestimmte Erkrankung längst bewältigt HAT. 

Statistik kann niemals aus sich heraus "vorhersagen". Sie kann nur abbilden. Sie kann aber aus sich heraus nichts über die Zusammenhänge von Ursache und Wirkung, also der Zwangsläufigkeit des Zusammenhangs von Erreger und Krankheit sagen. Diese Zusammenhänge muß der Mensch zuvor wissen.****

Aus diesen Gründen ist die "Durchimpfung einer Bevölkerung" gegen kulturbekannte Krankheiten tatsächlich abzulehnen.

Und aus eben diesen Gründen ist auch unbestreitbar, daß gewisse Krankheitserscheinungen, vor allem jene, die mit Autoimmunschwächen (also: Persönlichkeitsdefiziten) zu tun haben (Allergien, Neurodermitis, wohl auch ADHS und Autismus), wie sie heute immer zahlreicher auftreten, mit der Massenimpfung von Kindern zu tun haben. Wenn auch ganz sicher nicht ausschließlich von dort stammen, sondern in den meisten Fällen wohl eher Anlaß zum Ausbruch sein könnten. 

Weil diese Krankheitsbilder zu perfekt in den Gesamtzustand einer dekadenten, rezessiven Kultur passen, wie wir sie sind, also von den von dort aus defiziösen Persönlichkeitsbildern zwangsläufig erfließen MÜSSEN, mit Impfung nichts Erstursächliches zu tun haben KÖNNEN. Sie sind auch historisch belegbar immer und überall solchen Kulturzuständen immanent. Um diese Verhältnisse aber genauer zu kennen, müßten die Ansätze, unter denen untersucht wird, von anderen Prämissen als denen ausgehen, die auf einem mechanistischen Menschenbild beruhen.***** 


Sich einseitig darauf zu berufen, daß alles das VON DER IMPFUNG VERURSACHT wäre, fußt selbst aber auf einem mechanistischen, technizistischen Menschenbild. Denn des Menschen Leib-Seele-Einheit geht immer zuerst vom Geist aus.


***Und ebenso klar wird es bei der in den letzten Jahren so propagierten Impfung gegen den HP-Virus bei Mädchen. Der (angeblich) Gebärmutterhalskrebs auslösen kann (wieder: Vorsicht vor mechanistischem Menschenbild!), aber nur durch Geschlechtsverkehr verbreitet wird. 

****Wir weisen hier einmal mehr auf die diese Tatsachen erhellenden Arbeiten des amerikanischen Statistikers und Philosophen William M. Briggs hin. 

*****Ob ein Erwachsener im Einzelfall (sic!) für sich selber (sic!) eine Impfung möchte - etwa wenn er einmalig nach Ghana fliegen muß und sich gegen die dort gerade grassierende Gelbfieberepidemie absichern möchte - oder wieweit individuell (und wieder: für sich selbst) eine Impfung angebracht ist für den Fall, daß Zuwanderer kulturfremde Krankheiten eingeschleppt haben, bedarf freilich einer gesonderten Erörterung. In keinem Fall aber kann eine moralische Rechtfertigung der Impfung von Bevölkerungen oder Bevölkerungsteilen aus statistischer Abwägung erfolgen. Und auch auf sich selbst angewandt ist eine solche statistische Sichtweise sehr problematisch.









*181118*

Samstag, 5. Januar 2019

Das wirkliche Problem des Impfens (3)

Teil 3) Das finale Argument



Wie funktioniert Impfen? Es wird gezielt dem Menschen (und hier vor allem Kindern) eine kleine Dosis der Krankheit zugemutet. Und zwar nicht einfach über "normalen Kontakt", sondern durch direkte Einbringung in den Stoffwechselkreislauf. Gerade so viel, als er statistisch (sic!) in den allermeisten Fällen bewältigen kann, um Antikörper zu bilden und zukünftig gegen diese Krankheit gewappnet zu sein. Weil aber Krankheit mit Lebensumwelt zusammenhängt, und zwar immer, sorgt die statistische Herangehensweise an Krankheit** beim Impfen dafür, daß jeder, also auch diejenigen, die mit dieser Krankheit nie konfrontiert worden wären, plötzlich diese Krankheit bekommt. Die Folgen sind evident: Die Impfmedizin geht davon aus, daß ein gewisser Prozentsatz der Geimpften an dieser Krankheit erkrankt und sogar daran stirbt. 

Einschub: Was passiert dabei mit der Persönlichkeit, auf der aber das Immunsystem aufruht? Was passiert, wenn der Mensch "etwas kann", eine Geschichte aufweist, die aber mit seinem Leben gar nichts zu tun hat? Wo er sich plötzlich mit einer in bestimmten Hinsichten "gereifter Leiblichkeit" konfrontiert sieht, die gar nicht seiner Geschichte, seinen Lebenszusammenhängen und erst recht nicht der Gereiftheit seiner Vernunft entspricht? 

Verwenden wir zur Illustration eine Analogie. Vergleichen wir es mit einem jungen Mann, der noch nie gearbeitet hat, aber alles besitzt. Weil der Vater wohlhabend und großzügig ist, und sich so nebenbei mit Geld seine Erziehungsmühe (die in sehr vielen Fällen die Mühe wäre, die Ordnung im Hause herzustellen, also sagen wir es direkt: Gewisse Kämpfe auch mit seiner Frau zu fechten; denn Erziehung ist vor allem ein indirektes Ding, nur zu einem kleinen Prozentsatz und an den Rändern explizit zu leisten) vom Hals geschafft hat. Was meint der Leser, wie dieser junge Mann sich charakterlich entwickelt? 

Er entwickelt sich genau so, wie sich alle menschlichen Bereiche entwickeln, wo die Möglichkeiten die Fähigkeiten - was vielfach heißt: Die Fähigkeit, sich eine Möglichkeit zu schaffen - übersteigen. Er wird mit diesen Möglichkeiten kaum noch verantwortungsbewußt, mit Ressourcen kaum noch schonend oder gar liebevoll umgehen. Wir haben es auf analoge Weise bei der Impfproblematik mit den schlimmen Folgen eines Sozialstaates heutiger Prägung zu tun. Die zumindest bewirken, daß sich das innerste, tiefe Selbstbewußtsein eines Menschen gar nicht mehr entwickeln kann. (Was dann wie beim Impfen mit "Lobesportionen" - erfolglos - zu korrigieren versucht wird weil nur Narzißmus bewirkt.) Schon gar wird damit auch das Vertrauen in die Tragfähigkeit der Seinsordnung und jede Schmerz- und Leidtoleranz fehlen, aus der auch das so wichtige "Ertragen des Anderen" möglich ist. Fanatismus - oder völlige Apathie - ist nur jeweils eine Facette, die daraus erwächst.


Morgen Teil 4) Und deshalb ist es abzulehnen




**Hinter dieser Auffassung von Krankheit und Virus steht zudem ein mechanistisches, materialistisches Menschenbild. Das "hier Virus - dort Krankheit" wie einen unüberwindlichen Mechanismus ansieht. Krankheit wird völlig aus dem Lebenszusammenhang eines Menschen herausgerissen. Das mag manchem sogar recht gelegen kommen, denn damit würde ja Krankheit u. U. "verräterisch" eines Haltungen und auch Sünden offenbaren. Deshalb hat sich diese Ausrede so rasend schnell durchgesetzt. 




*181118*

Freitag, 4. Januar 2019

Das wirkliche Problem des Impfens (2)

Teil 2) Die Lustseuche illustriert



Über das wahre Ausmaß der Verbreitung von Syphilis zu Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa kann man nur mutmaßen, belastbare Zahlen liegen nicht vor. Aber es gibt gute Gründe davon auszugehen, daß sie einen beträchtlichen Prozentsatz der Bevölkerung betraf. Schon gar wenn man bedenkt, daß ihre Voraussetzungen, ihre Entstehungsbedingungen - Kontrollverlust - ausgerechnet jene 10 Prozent der Männer betraf, die für etwa 50 Prozent der sexuellen Erfahrungen bei Frauen zuständig sind. Entsprechend hoch war wohl die Verbreitung.

Denn der Syphilis-Erreger hat eine frappierende Eigenschaft, wie der Biologe und Naturphilosoph Armin Müller in seiner aufsehenerregenden (und unbedingt lesenswerten) Studie über "Syphilis und Metasyphilis" Mitte der 1950er Jahre herausfand und belegte. Er setzt sich überall (und nur dort) fest, wo sich die Kontrollzentren in den menschlichen Systemen befinden. Das macht mehr als plausibel, daß diese Krankheit über sexuelle Haltlosigkeit (vulgo "Unzucht") nach Europa kam, und sich hier so rasant ausbreiten konnte. Auf die medizinischen Details wollen wir hier nicht eingehen, wir haben sie erinnerlich schon vor Jahren hier eingehender behandelt.

Aber es deutet sich hier das Problem der Ganzheit des Menschen an. Das im Wesentlichen eine Frage des Selbstbesitzes ist. Also an die Tatsache anknüpft, daß der Mensch eine Geist-Seele hat. Damit steht der Mensch nur dann in Selbstbesitz, und nur so weit, als er vernünftig ist. Und hier stoßen wir natürlich auf die Wahrheitsfrage.

Der ursprüngliche Erreger kommt aus Südamerika. Dort war er ein harmloses Virus, das die angestammte Bevölkerung höchstens mit ein wenig Juckreiz plagte. In dem Moment aber, wo er von den angekommenen Europäern - über Geschlechtsverkehr, was sonst** - aufgenommen wurde, veränderte er sich blitzschnell. Dort fand er völlig neue Bedingungen vor, paßte sich sofort an, und wurde zu dem heute bekannten, so gefährlichen Virus, der die europäische Geschichte mehr beeinflußt hat, als man meinen könnte.

Das verweist uns auf einen ganz wichtigen Zusammenhang: Persönlichkeit und damit das Immunsystem sind nicht nur eine Frage der Ganzheit, des Selbstbesitzes, damit der Wahrheit (die zu rezipieren viel mit Tugend und Laster zu tun hat), sondern auch eine der eine Persönlichkeit als so und so ausgestaltete Kontur eines Menschen. Die immer ganz konkret ist. Eine nicht konkrete Persönlichkeit, eine nicht durch konkrete Umstände und Ereignisse geformte Persönlichkeit (in ihrem dichten Wechselspiel aus Anlagen, Einwirkungen und Reaktionen) gibt es nicht. Jede Lebensform korrespondiert wiederum mit anderen, und der Mensch hat dabei das Element der Freiheit. Was ihn von allen übrigen Lebensformen nicht graduell, sondern kategorial unterscheidet. Er braucht eben deshalb Vernunft, und er braucht eben deshalb Wahrheit.

Weil aber nun das Immunsystem direkt mit Persönlichkeit zu tun hat, weil jede Zelle des Körpers von einem logos, also einer "Idee" ausgeht, an dieser aufgehangen ist, ist auch die Anfälligkeit für Krankheiten eine Frage der Persönlichkeit. Somit kann man mit vollem Recht sagen, daß Krankheit immer mit dem Zustand einer Persönlichkeit (und damit der Kultur) zu tun hat. Sie entsteht mitnichten aus einem tumben Mechanismus "hier Erreger - dort Krankheit", sondern es ist wohl auch dem Leser bekannt, daß dem einen sein Tod sein kann, was den anderen nicht einmal ankratzt. Das tragische Wirken eines im Fall Südamerikas (umgekehrt zur Syphilis) eine so fürchterliche Rolle spielenden Virus - des einfachen Influenzavirus, oder des Masernerregers - mit Millionen Toten ist bekannt. Wohl auch hier mit bestimmten Gründen.

Denn Krankheit ist auch "Profil", und zwar Profil einer sittlichen Landschaft. (Wenn auch nicht immer so einfach weil direkt; keineswegs also kann man einfach von persönlicher Schuld sprechen, wenn jemand an diesem oder jenem erkrankt.) In jedem Fall hat auch der Masernerreger (um einen zu nennen) seine Landebahn bei jenen Menschen, deren Persönlichkeit auf bestimmte Weise defiziös ist. Was sich dann in "körperlicher Angreifbarkeit" ausdrückt. Ausdrückt! Nicht "nur eine Krankheit ist". Jede Krankheit hat also mit dem Menschen zu tun, der an ihr leidet, eine Binsenweisheit.

Wenn natürlich die Dinge zwar einerseits einfach, aber anderseits nicht und niemals "simpel" sind, und wir schon aus Zeit- und Platzgründen nicht alle Aspekte auflisten können, die es dazu noch zu sagen gäbe, ja die man sagen müßte, bestimmt, so sollte nun doch ein weiterer Baustein in der zu findenden Gesamtaussage angerissen sein; Krankheit hat immer mit dem ganz persönlichen Schicksal eines Menschen zu tun. Zu dem freilich auch seine weiteren Kreise gehören, also Familie, Dorf, Freunde, Landschaften etc., zu welchen (Persönlichkeits-) Kreisen (die als Orte zu denken sind) er jeweils in bestimmten Beziehungen und Verhältnissen steht.***

Machen wir an dieser Stelle einen nächsten Schnitt.

Morgen Teil 3) Das finale Argument



**Der Begriff "Lustseuche" ist oder war also gar nicht so verkehrt, wie Ludwik Fleck in seiner im wissenschaftstheoretischen Kern zwar richtigen, im konkret dafür verwendeten Fall - Syphilis - aber völlig verfehlten Analyse der Wissenschaft meint. Wenn dieser Begriff auch bei weitem nicht alle Fälle abdeckt. Denn die Syphilis ist auch bereits auf Kinder im Mutterleib übertragbar, ja, diese sind sogar besonders gefährdet, weil sie natürlich noch kaum Selbstherrschaft haben. Dazu kommt, daß die Syphilis oft lange Jahre, ja Jahrzehnte "schlummern" kann, ehe sie ausbricht.

***Wie komplex die Sache ist, auch in jedem Einzelfall, weshalb auch jeder Mensch immer ein Recht auf eine persönliche Krankheitsgeschichte hat - jawohl, ein Recht auf keine statistische Wahrscheinlichkeitsbehandlung! - kann nur angedeutet werden. Wenn wir etwa auf das römische "Mens sane in corpore sano" hinweisen, das prinzipiell stimmt, wenn man es nur aus Aussage auf diese Zusammenhänge deutet. Das aber im Einzelfall gräßlich versagen kann. So ist es z. B. gerade bei hochgeistigen Menschen, Menschen die dem Stand der Philosophen, Dichter, Könige oder Priester zuzurechnen sind (welchen Identitäten die des "Wissenschaftlers" UNTERzuordnen, aber auch BEIzuordnen ist), auch nicht zufällig, daß sie oft recht krank sind oder werden. Denn herausgenommen aus dem Theater der Welthaftigkeit, sind sie auf eine Weise auch in der welthaften Persönlichkeit besonders defiziös. Und damit krankheitsanfällig.





*181118*







Donnerstag, 3. Januar 2019

Das wirkliche Problem des Impfens (1b)

Teil 1b) Ein Zwischenschritt




*Ein wahres Kompendium dieser Prämissen, ein wahrer Almanach eines irrigen Menschenbildes (als Menschenbild weiterer Bereiche der Medizin) bietet die Aufarbeitung der Impfproblematik auf Addendum. Am Vernünftigsten sind noch die Stellungnahmen einiger Impfverweigerer, der Leser möge den Film dazu ansehen, er ist auf der Webseite von Addendum unter dem Titel "Glaubenskrieg" aufzurufen. Wo ein Arzt etwa sagt, daß die Wahrscheinlichkeit, daß ein Kind dauerhafte Schäden aus Kinderkrankheiten davonträgt, extrem niedrig ist. 

Alles zusammen kann dieser Beitrag wieder einmal mehr als peinlicher Ausrutscher dieser Plattform (die angeblich die Wahrheit sucht) gewertet werden, der die Problematik nicht annähernd durchdringt. Und natürlich zum Schluß kommt, daß der Politik aus "medizinischen Gründen" eine Impfpflicht anzuraten sei. Natürlich gehören sämtliche Impfgegner dem Reich der Esoterik und der Verschwörungstheorie an, die der Welt der Wissenschaft gegenüberstehen, aber ach so schwer zu überzeugen sind. Motto: "Impfgegner und andere Wissenschaftsfeinde". Kennen wir das nicht von anderen Bereichen? Angst, Angst ist das Mittel, die Brechstange.

Dabei verbreiten gerade die "Aufklärer" gerne mal neue Lügen. So die, daß sich "jeder" mit Masern anstecken würde, von Masern "jeder" betroffen wäre. Jeder? Der VdZ nicht. Auch seine Kinder nicht. Und viele andere auch nicht, dazu unten. Lüge ist auch, wenn der Film am Ende behauptet, Masern (und deren mögliche schweren Folgen) wären immer vermeidbar. Natürlich an einem "berührenden Fall" dargestellt. Dieses Leid wäre vermeidbar gewesen. (Und "Vermeidbarkeit" ist überhaupt ein häufig gebrauchtes Wort, in dem gesamten Film.) Genau das STIMMT NICHT. Auch die Masernimpfung hat Folgen, und sei es in Nebenwirkungen.

Aber natürlich wird mit den "Erfolgen des Impfens" im heldenhaften Kampf gegen Krankheiten geworben. Einmal mehr glänzt Addendum mit dem extrem verkürzten Wahrheitsbegriff der "Wahrheitssucher" der Redaktion. Der lediglich reduktiven Technizismus und Rationalismus meint - eine eigene Ideologie mit ganz klaren philosophischen Prämissen, die zum Inhalt hat zu behaupten, daß diese Denkweise diese nicht hätte. In Wirklichkeit kennt sie die eigenen Denkvoraussetzungen und vor allem (philosophischen) Vorentscheidungen nur nicht. Nein, will sie nicht kennen. Wie jede atheistische Religion. 

Und dann kommen natürlich "abschreckende Beispiele" kritischer Patientenreaktionen ins Bild. Aha. Es wäre aber viel interessanter, die Opfer der "ärztlichen Kunst" näher anzusehen. Es gibt seriöse Schätzungen, denen gemäß jährlich mehr Menschen an der Behandlung (Medikamente vor allem) sterben, als an den Krankheiten selbst. Und der VdZ erlebt beinahe etwas Ähnliches. Alles begann mit einer einzigen Tablette täglich ... War es Zufall, daß das mit dem Beginn einer langen Krankengeschichte zusammenfällt, die mittlerweile tatsächlich lebensbedrohlich wurde? 

Oh Ihr Ärzte!!! Als gute Ärzte hat der VdZ immer nur Ärzte erfahren, die äußerst demütig (geworden) waren. Die nicht mehr daran glaubten, alles "tun", jemanden gar "heilen" zu können. Wie viele Allgemeinmediziner, vulgo "Hausärzte". Selbst heute, von Ungarn aus, fährt der VdZ nach Wien zu "seinem Hausarzt" (die eine "-in" ist), wenn er etwas braucht, weil die genau das tut, was alle seine Hausärzte von Kindheit an taten: Nichts. Außer zu beobachten, und ihn da und dort dezent zu unterstützen, wo er es möchte. Bei Fachärzten, besonders aber Spitalärzten, stellt er hingegen nur noch seine Haare auf.

Wobei das Problem viele Facetten hat. Der VdZ hat noch die Mutter als "Wahrerin der Hausmittel" erfahren. Selbst schwere Lungenentzündungen (die der VdZ öfter hatte, die Wohnung war nur in der Küche beheizt, und der VdZ ein richtiger Lausbub) wurden daheim behandelt, nur im äußersten Fall der Arzt geholt. Der dann in seinem alten VW kam, den Bauch abtastete, tief in die Augen sah, ab und zu ein Medikament verschrieb und sonst nur zu Hausmitteln riet. 

Heute? Heute sind (meist berufstätige, also erwerbstätige) Mütter die schlimmsten Ablaufoptimierer. Jedes Husten wird durch Arztbesuch scheingeregelt. Lieber sitzt man drei Stunden im Wartezimmer, als Essigpatscherl oder Topfenwickel anzulegen. Sich so nie ein solides eigenes Urteil bilden. Die Mutter des VdZ - Gott hab sie selig - erkannte selbst schwere Krankheiten manchmal schon "aus der Ferne". Früher als Ärzte. Was für beabsichtigtes Schulschwänzen höchst unangenehme Folgen hatte ... ;-)

Natürlich, man muß schon zugeben: Viele Impfgegner wissen wirklich nicht, warum ihr (an sich richtiges) Gefühl stimmt. Also rationalisieren sie. Posthoc, auch wenn sie meinen, es "zu denken". Aber weil die geistigen Tiefenkategorien fehlen, um die Begriffe auf ihre ersten Gründe zu führen und damit zu klären - und das ist ja erst denken - rutschen viele ins Dubiose und Esoterische ab. Weil letztlich sind sogar viele "Kritiker" reine Technizisten, gehören also derselben Kategorie an, wie die Impfbefürworter, um es salopp zu formulieren. Dazu gehören auch viele Argumente, die gewissen Schwermetallen (Aluminium etc.) "schädigende Wirkung" zuschreiben und meinen, damit die Impfverweigerung begründen zu können.

Das hält der VdZ für Unsinn, und da sind sie auch so leicht von Medizin-Technizisten zu widerlegen. Aber sie empfinden meist etwas oder vieles richtig. Der VdZ hofft, durch diese Ausführungen einen kleinen Beitrag zu einem vernünftigen Aufarbeiten dieses richtigen Gefühls - die Impfung abzulehnen - leistet. 

Das ändert aber nichts daran, daß dieser Beitrag von Addendum sogar als "besonders schäbig" eingestuft werden muß. Denn hier wird mit primitiven Ängsten gearbeitet, wie so oft, wenn mehr als Wahrheit hinter eines Streben steht. Der VdZ kann sich noch gut erinnern. Masern waren zu seinen Kindheitszeiten (1960er) stinknormaler Alltag. Die meisten hatten sie, irgendwann. Nur der VdZ hatte sie nie. Er bezweifelt dennoch, daß damit große Gefahren verbunden waren. Und das gilt für den ganzen Kanon der sogenannten "Kinderkrankheiten", die damals kursierten. Und wie bei Scharlach so herrliche drei Wochen "Quarantäneferien" bedeuteten. 

Niemand aus seinem Umfeld (oder seiner großen Familie mit zwölf Kindern und deren bis heute 80 Enkeln) ist an allen diesen Krankheiten gestorben oder wurde irgendwie geschädigt. Es gab einige Fälle von Kinderlähmung, ja. Aber die waren selten. Auffälliger waren "Contergan-Geschädigte". Aber man lebte mit allen diesen, so wie man mit Behinderten einfach und unaufgeregt lebte. Auch ohne "Inklusion". Aus heutiger Sicht, aus der Erinnerung heraus, ist er dafür sogar dankbar. Denn sie haben der Welt eine ganz eigentümliche, aber enorm wichtige Note der Befremdung zugefügt. Endgültig ans Geisteskranke grenzt es, wenn wie heute Elternverbände fordern, daß Behinderte "gleichgestellt" werden. Mit wem? Wie? Ach, lassen wir das.

So nebenbei freilich noch dazugefügt: Der VdZ kennt (oder kannte) persönlich und gut, ja sehr eng Menschen, die für Pharmakonzerne arbeiteten und Ärzte "betreuten". Das kann ja auch auf einer schönen Insel im Atlantik geschehen? Ach, schweigen wir doch bitte darüber. Und lassen wir es, daran zu erinnern, daß er selbst einmal (immerhin wenigstens als Schauspieler und Regisseur) engagiert worden war, um Augenärzte für ein bestimmtes Medikament im Rahmen eines üppig organisierten, verlängerten Wochenendes auf Schloß Hellbrunn in Salzburg "positiv zu stimmen".


Vorerst genug. Nur noch der Film von Addendum.





Morgen Teil 2) Die Lustseuche illustriert




*181119*

Mittwoch, 2. Januar 2019

Das wirkliche Problem des Impfens (1a)

Auf kaum etwas ist die Medizin so stolz wie auf die "Erfolge" des Impfens. Dabei fällt auf, daß sämtliche Argumente, die für ein immer weitergreifendes "Durchimpfen" unserer Bevölkerung auf eine statistische Rechnung hinauslaufen. Sie liefern den angeblichen Nachweis für die Sinnhaftigkeit des Impfens. Aber trifft das den Nagel auf den Kopf? Kann man mit statistischer Rechnung die Sinnhaftigkeit und Richtigkeit eines Handelns begründen? 

Der Leser kennt vielleicht den Paradefall ethischer Entscheidungskomplexität. Wir wollen ihn kurz erinnern. Ein Bahnbediensteter, der in einem Weichen-Umstellwerk arbeitet, ist mit folgender Lage konfrontiert. Ein Güterzug fährt in hohem Tempo auf einen Bahnhof zu. Plötzlich wird klar, daß die Bremsen versagen. Er wird also nicht zum Stehen kommen. Auf dem für ihn vorgesehenen Gleis, auf dem er den Bahnhof passieren soll, steht ein mit 100 Personen besetzter Personenzug. Wenn nichts geschieht, wird es zum Zusammenprall der Züge und wahrscheinlich zu vielen Opfern, womöglich auch Toten kommen. Unser Mann im Stellwerk überlegt, was zu tun ist. Kurz vor dem Bahnhof befindet sich nämlich noch eine Weiche, die den Güterzug auf ein Parallelgeleise umleiten würde. Dort aber arbeiten drei Gleisarbeiter, die nicht mehr gewarnt werden könnten. Das heißt, daß sie von dem Güterzug überfahren würden. Nun stehen also hundert Opfer (und womöglich viele Tote darunter) drei sicher Toten am Nebengleis gegenüber. Wie ist zu entscheiden? Wie würde der Leser entscheiden? Den Güterzug umleiten, weil drei Tote weniger sind als vielleicht hundert am anderen Gleis?

Die Lösung ist vom moralischen Standpunkt aus klar, wenn auch für manche vielleicht schwer nachvollziehbar. Weil es viele Prämissen* der heutigen Weltauffassungen über den Haufen wirft: Was ist der Sinn des Lebens, was ist der Wert von Tod und Leben, und wie hängt das alles mit dem individuellen Leben und Schicksal vor Gott zusammen. Es ist aber nicht zulässig, den Zug aufs Nebengleis umzuleiten, wo drei Tote sicher sind. Niemals darf ein Gut durch ein Übel versucht werden zu erreichen. Es geht hier auch nicht ums "geringere Übel", denn das eine Übel (drei tote Bahnarbeiter) ist vermeidbar, ist also gar kein Übel. Der Stellwerkarbeiter muß zwar tun was er kann, um das Übel zu vermeiden, ja er kann sogar sein Leben riskieren, um dem anbrausenden Zug zu stoppen, aber er muß im Wesentlichen zusehen, wie er mit dem Personenzug im Bahnhof zusammenstößt. Man kann Menschenleben nicht aufrechnen. Jedes Menschenleben ist ein absoluter Wert, der in der Ebenbildlichkeit Gottes begründet liegt.

Lassen wir vorerst von dieser Geschichte, und bringen wir schon gar nicht den Fall des Krieges ins Spiel, diese Kompliziertheit brauchen wir in dem Fall nicht.

Machen wir deshalb einmal einen Schnitt.



Morgen Teil 1b) *Eine Fußnote - Ein Zwischenschritt





*181118*

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Nur ist das nicht das Problem, um das es geht

Die Schwierigkeit, die sich mit einem Konzern wie Bayer, der unlängst den Agrarriesen Monsanto kaufte, ergibt, liegt nicht darin, daß den Führungskräften dieser gigantischen Kapital- und damit Bewegungs- und damit Machtkonzentration ethische Mängel nachgesagt werden können. Was im Einzelfall sicher zutrifft, bewegt sich im großen Ganzen auch bei diesen Wirtschaftskapitänen und Geldanlegern im selben Bereich fallweiser menschlicher Schwäche wie bei jedem anderen Menschen. Auch glaubt der VdZ nicht an die Gefährlichkeit von "Glyphosat", nicht generell, und glaubt eher den Stimmen, die bei verantwortetem Einsatz dieses Allround-Pflanzenschutzmittels seine immensen Vorteile (und seine theoretische Unbedenklichkeit für Mensch und Tier) von dessen Unbedenklichkeit sprechen. Bis heute soll es ja tatsächlich keinen einzigen Erweis geben, daß dieses Herbizid und Fungizid auf Menschen schädliche Auswirkungen hat.

Nein, der VdZ glaubt nicht an das generelle Böse, das hinter allen diesen Menschen steht. Generell wollen auch diese Menschen Gutes, Richtiges tun, der VdZ ist sich dessen sicher. Und das Interview, das Tichys Einblick ins Netz stellte, zeigt das auch. Der Mann scheint doch sympathisch, vernünftig, ja seriös? Und spricht er nicht eine gewaltige Herausforderung an, der sich "die Welt" gegenübersieht, wenn er zeigt, daß sich bei dem erwarteten Wachstum der Weltbevölkerung auf 10 Milliarden im Jahre 2050 (also in 30 Jahren) die Ertragsmenge der Landwirtschaft um 50 Prozent (das ist die Hälfte der heutigen Produktivität!) steigern muß. 

Das alles ergibt sich rein rechnerisch. Es ergibt sich, wenn man die statistischen Daten der Welt zusammenfaßt und gegeneinander stellt. Dann erkennt man ein abstraktes Problem, und diesem Problem stellen sich diese globalen Konzerne. Und überzeugen damit nicht wenige, gerade in den Führungsebenen der Politik. 

Also alles in Butter? Denn wo läge eine andere Lösung für diese auf uns zukommende Aufgabe, so viele Menschen zu ernähren? Ist nicht ebenfalls statistisch die Lebenserwartung weltweit beträchtlich gestiegen? Ist nicht der Hunger so weitgehend bekämpft, wie noch nie in der Menschheitsgeschichte? Ist nicht der Gesundheitszustand besser denn je? Ist nicht der Bildungs- weil Schulungsgrad der Menschheit so hoch, wie er es noch nie war?

Tja, Herrschaften, da beginnt das wahre Problem. Das sich auf den ersten Blick kaum erschließt. Warum? Weil hier ein ethisches Problem in seiner Abstraktion auftaucht, die scheinbar nur mit abstrakten, soll heißen: universalen, globalen Maßnahmen zu lösen ist. Aber das ist die Crux.

Denn die Antwort auf die Frage, was an solchen Konzernen unethisch sein soll, läßt sich nicht lösen, wenn man glaubt, daß sich dieses abstrakte ethische Ansinnen - die Weltbevölkerung muß ernährt werden - an sich als ethische Frage stellt. Genau das nämlich tut es nicht! Ja, werter Leser, er hat richtig gehört: Wir sind nicht dazu da, ein abstraktes ethisches Anliegen auf eben dieser Ebene der Abstraktion (=Universalität) zu lösen! Das widerspricht dem Prinzip der Moral, das widerspricht dem Prinzip der Sittlichkeit. 

Vielmehr sind zwar statistische Erhebungen möglich, die eine Frage zeigen, die sich an zahllosen Regionalpunkten aufwirft, aber ebenso muß es diesen Regionalpunkten überlassen werden, sie zu lösen. Indem man sie im Stich läßt? Nein! Sondern weil jedes Problem in ein Gesamtfeld von Problemen eingebunden ist, und immer nur konkret zu lösen ist. Das ist die Aufgabe, die sich uns stellt. 

Was damit gemeint ist, soll nur angerissen werden: Während es bis vor wenigen Jahrzehnten in Deutschland alleine 80 Betriebe gab, die sich der Entwicklung von ertragreichen, widerstandsfähigen, regionalen Bodengegebenheiten und Wetterbedingungen angepaßtes Saatgut widmeten (und davon lebten), sind es heute nur noch eine Handvoll, und sie alle kämpfen mit dem Rotz. Denn sie sind alle gegen diese Großkonzerne chancenlos. 

Die nicht nur aus der Dynamik der Kapitalkonzentration heraus ganz andere Möglichkeiten (auch der Preisgestaltung) haben, sondern die universale Lösungen anbieten. Die zwar viele Kollateralschäden bringen, aber den will jeder angesichts der Lösung einer abstrakten ethischen Frage vernachlässigbar erscheinen. Und letztlich über diese Kollateralschäden weit mehr schaden als nützen, so schwer das im ersten Moment zu sehen ist.

Es geht also um eine völlig anders geartete, völlig anders zu stellende Frage, wenn man das Problem des "Welthungers und seiner Sättigung" ansieht. Das zur reinen Abstraktion geworden gar nicht - GAR NICHT - gelöst werden kann. Stattdessen täuschen wir uns, indem wir eine Abstraktion zum Konkreten machen, und diese Abstraktion direkt lösen wollen. Aber so ist keine Abstraktion lösbar. Auch Hunger stellt sich immer konkret, und hat eine ganz reale Einbindung in Umfeld und Lokalität.

Es geht nämlich bei allem um die grundlegende Frage, was der Mensch und wie und wo zu tun hat. Verfehlt er diese Kategorie, ist alles andere sinnlos und damit schon prinzipiell falsch. Der Sinn aber ist nicht etwas, dem ich mich widme, nachdem ich Konkretes gelöst habe, sondern das, was dem konkreten Lösen VORANgehen muß. Muß. Sinn als das eigentlich Welttragende (sic!) aber ist gleichermaßen kein Abstraktum, das als es selbst direkt ansteuerbar und damit erfüllbar wird.

Zurück auf Bayer gebogen heißt daß, daß man nicht sagen kann, daß Bayer oder Monsanto oder Glyphosat "böse" oder "falsch" sind. Aber ganz sicher kann man sagen, daß mit der Adressierung dieses einen Problems - Hunger - das als abstrakte Frage "Welthunger? - Natürlich nicht!" eine Reihe von Kollateralschäden ausgelöst werden wird, die das frühere, besiegte Problem vor der Wirklichkeit wie ein Rotzbömmerl im Taschentuch aussehen läßt. Um das eine zu lösen, wird ein weit Umgreifenderes zerstört, wir werden darüber noch berichten. Denn auch das Problem des Kapitalismus ist weit komplexer als "gut und böse"-Kategorien aufwerfen könnten. Die sind nur Hilfsgriffe, mit denen wir etwas unbestimmt Gefühltes handfest machen und "aburteilen". Und dabei aber meist kräftig irren.

Dem VdZ ist klar, daß das für viele Leser sehr schwer zu verstehen sein könnte. Schon gar weil wir nicht mehr gewöhnt sind, damit nicht mehr umgehen können, daß sich ethische Fragen nicht in Abstrakta ergießen, wollen sie gelöst werden, sondern daß sie sich als abstrakte ethische Probleme ("Welthunger") durch konkretes Ansteuern gar nicht auflösen lassen. Er verspricht deshalb, das Thema wieder aufzugreifen und weiterzuführen.









*220918*

Dienstag, 10. Oktober 2017

Beobachtungen über Handeln und Moral

Was nicht übersehen werden darf ist der Charakter des Klimaalarmismus als revolutionäre Erscheinung. Was kennzeichnet eine solche? Sie wendet sich gegen das Sein, das immer vorgefunden wird. Und setzt die Wahrheit des Seins außer Kraft, indem sie ihr eine neue Moral überstülpt und vorzieht. Sämtliche revolutionäre Bewegungen haben deshalb auch eine neue Moral auf ihre Fahnen geheftet, die der alten, vorherrschenden Moral "überlegen" sein will.

Wer genau hinsieht wird dabei immer etwas entdecken: Daß die vorgeblichen neuen Thesen immer und seltsamerweise eine Handlung oder Haltung (als Handlungsdisposition) dessen rechtfertigen, der sie vertritt. Das kann durchaus banal sein! 

Rousseau etwa "mußte" eine Pädagogik verkünden, in der sich jeder Mensch "aus sich selbst" - kraft einer immer indefekten, perfekten Natur, in der jeder Mensch geboren wird, der Mensch ist also immer beginnhaft "gut", "perfekt" - zu einem glücklichen Menschen entwickeln kann. Wenn man ihn nur läßt. Diese These verkündete ein Mann, der sämtliche seiner Kinder in Erziehungsanstalten abgab, weil er sich nicht um sie sorgen wollte (natürlich, in seiner Diktion: "konnte"), und er mußte dies zum völlig richtigen, ja guten Handeln erklären. 

Dies soll nur als Beispiel für das Gesagte dienen, daß Revolutionäre IMMER ihre neue Moral in einem persönlichen Schuldproblem gegründet haben. Denn diese Zusammenhänge sind nicht immer leicht zu entdecken. Sie können sich in ganz anderen Feldern offenbaren, gewissermaßen kompensieren. So vertritt also etwa jemand Thesen, die die ganze Welt per Diktat umkrempeln sollen, um ein Defizit in den hierarchischen Strukturen in einer Ehe zu kompensieren. 

Dieses Beispiel ist nicht zufällig gewählt, weil es heute extrem häufig ist. Totalitäre, gewaltsame Ansichten (so verschleiert sie auch sein mögen) sind äußerst häufig, wenn nicht immer, im Erleben von Machtlosigkeit fundiert. Im speziellen übrigens bei hoher Mutteridentifikation durch Männer, die so den  mangelnden Mut zum Mannsein kompensieren und deren Erlebensbasis (aus der kindlichen Identifikation heraus) von der erlebten, fehlenden Macht der Mutter (sie "fühlen" also die Gefühle der Mutter, und diese lähmen ihr eigentliches Fühlen) genährt wird, der sich zu stellen - was ein Kampf gegen den Vater, also andere Männer wäre - sie aber nicht wagen. Deshalb die Tendenz haben, die Welt "zu vermütterlichen", zu verweiblichen, um dann besser bestehen zu können.*

Immer wieder überrascht denn aber doch die Offensichtlichkeit, mit der moralische Dispositionen - und es sind immer Handlungen, Charakterhaltungen, die ihre Thesen hervortreiben - ihre Zusammenhänge mit revolutionären Bestrebungen offenbaren. So hat der VdZ erst jüngst eine Stellungnahme der Ehefrau eines als "shooting star der Klimawissenschaft" (der nun sogar für Geo-Engineering eintritt, um "die Erdtemperatur zu stabilisieren") gehypten Mitarbeiters einer NGO (mit abgeschlossenem Wirtschaftsstudium) gelesen, in der diese offen darstellt, daß sie Abtreibungen vornehme, und warum. Denn natürlich tut sie es nur im Namen einer übergeordneten Moral, nämlich um Frauen "zu helfen". Selbstverständlich sei dies nur eine Notmaßnahme, so die Ärztin, der sie dadurch beizukommen suche, daß sie Verhütungsmethoden (darunter nennt sie sogar die Spirale, die eine direkte Form der Abtreibung und keine Verhütungsmethode ist) propagiere. 

Hier zeigt sich sogar ein Teilschema, auch dieses häufig und typisch: Personen, die solche gravierenden, schwerwiegenden Verstöße gegen das Naturrecht begehen (was ihrem tiefsten Gewissen natürlich nie verborgen bleiben kann, und das ist ja der eigentliche Treibsatz ihrer öffentlichen Behauptung, übermoralisch zu sein) tun dies praktisch immer mit einem Grundton des Bedauerns, in dem sie sich (sic!) zum Opfer der eigentlichen Moral erklären, die aber im Einzelfall nicht ausreiche, sondern korrigiert werden "muß". 

Sie erklären nämlich jene, die dieser Moral treu sind, zu eigentlichen Tätern, erklären also, daß es Geglücktheit (manchmal) nur geben könne, wenn man gegen die Natur handele.** Natürlich vergessen sie nicht zu erklären, daß sie diese Verstöße nur notgedrungen begehen, setzen sich also in die Position eines eigentlichen Märtyrers. Ja, eigentlich sind sie die Leidenden, die in menschlicher Größe auch etwas Unmoralisches tun, weil aus moralischen Erwägungen heraus "müssen"!






*Der geneigte Leser möge einfach einmal beobachten, wie sich bestimmte Haltungen, ja Weltanschauungen mit bestimmten Lebenserscheinungen decken. Ein weites Feld, in dem es viel zu entdecken gibt. So verwundert es nicht, wenn auffallend viele (männliche) "Klima-Apokalyptiker" nicht verheiratet sind, oder eine Partnerin mit Doppelnamen (sie hatten also nicht die Kraft, an sich zu binden, zu bestimmen) oder auffallend wenige oder gar keine Kinder haben (die sie dafür vergötzen), weil ihnen die Frau mehr Kinder verweigert. Eine Konstellation, die heute enorm häufig ist! Die Zunahme von fanatischen Weltsichten heute (vom Klimaapokalyptiker bis zum Veganer, hinter deren Veganismus oft sogar ein Verschwindenswunsch, ein "Verdünnisierungswunsch" steht, weil sie nicht die Stärke haben, einer Situation handelnd zu entkommen) steht - der VdZ ist sicher - in direktem Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der natürlichen Zueinanderordnung der Geschlechter.

**Um auch diesen Kreis zu schließen: Das ist genau der Knackpunkt, der Amoris Laetitia zu einem häretischen und darüber hinaus gefährlichen Dokument macht. Wer das, was aus diesem Dokument herausgelesen werden kann und wird (und daß das der Fall ist, beweisen weltweite Stellungnahmen von Bischöfen, was soll also die Behauptung, daß das NICHT herausgelesen werden könne? WENN ES DOCH SO IST! - es bedeutet genau diese These: es gibt ein Gut, das durch eine schlechte Handlung zu erreichen ist) übernimmt, revolutioniert ein gesamtes Feld der Moraltheologie. Ja, er zerstört die Grundmauern der gesamten Ethik. Nicht nur der Katholischen Kirche. Denn hier geht es um Überlegungen zum Naturrecht, das alle Menschen betrifft. 

Das Argument gegen diese Situationsethik ist philosophischer, nicht einfach theologischer Natur. Die praktische Wirkung aber ist katastrophal, und zwar insgesamt, nicht nur auf die in AL spezifisch behandelte Ehe- und Sexualmoral: Denn diese Form der subjektivistischen Situationsethik zerstört die Basis JEDER Handlung, weil er sie aus dem eigentlichen Gewissen reißt. Das Beispiel der oben genannten Ärztin belegt es.




*041017*

Samstag, 30. September 2017

Ein Fundamentalproblem der Ethik

Prof. Josef Seifert, dessen Denken der VdZ so manches verdankt (besonders sei auf sein Buch "Das Leib-Seele-Problem in der gegenwärtigen Diskussion" hingewiesen, es schließt ein weites Feld der Gegenwartskritik auf), in seiner Kritik an Amoris Laetitia, die für ihn nicht folgenlos blieb, und die zugleich eine Fundamentalkritik an gegenwärtigen, weitest verbreiteten Irrtümern über moralisches Handeln bedeutet:


„Wenn nur ein Fall einer intrinsisch unsittlichen Handlung von Gott erlaubt und sogar gewollt werden kann, muß dies nicht für alle Handlungen, die vom Lehramt der Kirche bisher als “intrinsisch schlecht“ bezeichnet wurden, gelten? Wenn es stimmt, daß Gott wollen kann, daß ein ehebrecherisches Paar weiterhin im Ehebruch leben soll, sollte dann nicht auch das Gebot „Du sollst nicht ehebrechen!“ neu formuliert werden: „Wenn Ehebruch in Deiner konkreten Situation nicht das kleinere Übel ist, begehe keinen Ehebruch! Wenn Ehebruch in Deiner Lage das kleinere Übel ist, lebe ihn weiter!“?

Müssen dann nicht auch die anderen neun Gebote, Humanae Vitae, Evangelium Vitae, und alle vergangenen, gegenwärtigen und künftigen kirchlichen Dokumente, Dogmen oder Konzilsbeschlüsse, die die Existenz von in sich schlechten Handlungen lehren, fallen? Muß dann nicht die neue, von Papst Franziskus zur Überprüfung von Humanae Vitae einberufene Kommission schlußfolgern, daß die Verwendung von Verhütungsmitteln in manchen Situationen gut oder sogar obligatorisch und von Gott gewollt sein kann? Stimmt es dann nicht mehr, wenn die Kirche unter Berufung auf das Naturrecht verboten hat, Verhütungsmittel zu verwenden, und war dann nicht die Lehre von Humanae Vitae ein gewaltiger Fehler, eine Lehre, die unzweideutig besagt hat, daß (absichtliche) Empfängnisverhütung in keiner Situation moralisch gerechtfertigt ist, geschweige denn von Gott befohlen werden kann?

Können dann nicht auch Abtreibungen, wie Mons. Fisichella, der damalige Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, behauptete, in einigen Fällen gerechtfertigt und jene Antwort sein, „die Gott selbst inmitten der konkreten Vielschichtigkeit der Begrenzungen fordert, auch wenn sie noch nicht völlig dem objektiven Ideal entspricht“? (AL 303)

Müssen dann nicht nach den Gesetzen reiner Logik Euthanasie, Selbstmord und Beihilfe zum Selbstmord, Lügen, Diebstähle, Meineide, Verleugnungen Christi, wie die des hl. Petrus oder auch Mord, unter manchen Umständen und nach richtigen „Unterscheidungen“, aufgrund der Komplexität einer konkreten Situation gut und lobenswert genannt werden? Kann dann nicht Gott auch verlangen, daß ein Sizilianer, der sich verpflichtet fühlt, die unschuldigen Glieder einer Familie auszulöschen, deren Oberhaupt ein Mitglied seiner Familie ermordet hat, mit seinem Mord getrost vorwärtszugehen? Wenigstens dann, wenn sein Handeln verhindert, daß sein radikalerer Bruder gleich vier Familien auslöscht? Kann dann auch sein Mord jene Antwort sein, „die Gott selbst inmitten der konkreten Vielschichtigkeit der Begrenzungen fordert, auch wenn sie noch nicht völlig dem objektiven Ideal entspricht“ (AL 303)?

Verlangt die reine Logik also nicht, daß wir diese Konsequenz aus der zitierten Aussage von AL ziehen?







*260917*

Mittwoch, 30. August 2017

Das Wesen der Nachhaltigkeit

Sie werden immer weniger, aber es gibt sie noch - Unternehmen, die Zeugnis von jenem Wirtschaftsethos geben, der das Abendland als Kultur so großgemacht hat, weil es seine Lebensbasis, und über den Ethos die charakterliche Prägung der Menschen schuf. Einige davon gibt es in der Heimat des VdZ, dem Ybbstal in niederösterreichischen Mostviertel. Und eines der herausragendsten Beispiel ist die Firma Riess, bekannt durch die Emaille-Töpfe. Riess-Töpfe gibt es seit fast 500 Jahren, und das Unternehmen ist mittlerweile schon in der neunten Generation in Besitz ein und derselben Familie. 

Den meisten Verführungen der Moderne hat man widerstanden, widersteht bis heute, mit Klugheit, Umsicht, aber auch Prinzipienstärke. Und das ist das einzige Rezept der Nachhaltigkeit, auf das jedes Wirtschaften ausgerichtet sein müßte, als Basis jedes Volkes, jeder Kultur, jedes Landes. Dieses zu schützen wäre eine Aufgabe der Politik der letzten Jahrzehnte gewesen. Das regionale, lokale Potential zu sehen und zu bewahren helfen war ihre Pflicht. Stattdessen hat man sich in Vorstellungen von Wirtschaft und Geld verstiegen, die in unmenschlicher Kälte sogar wagt, von "Wettbewerb" und "Bereinigungsprozessen" zu sprechen, als wären nicht Menschen die einzigen Faktoren, die überhaupt Werte schaffen. Hier wird also von den Obrigkeiten schändlich weiterhin versagt, und so unser aller Alltagsleben entwurzelt und entleert und auf Funktionen entmenscht. Riess-Emaille hat sich nicht wegen, sondern GEGEN die Politik Österreichs bewahrt.

Aber hier ist das in Personen präsente und von Menschen mit väterlicher Verantwortung und Liebe zur Heimat geführte Unternehmen in der Region als Lebensraum eingebunden, in guten wie schlechten Zeiten verflochten mit dem Schicksal vieler vieler Menschen, die seit Jahrhunderten dort unter auskömmlichen Löhnen arbeiten und unter der mittlerweile neunten Vatergeneration eine Lebensgrundlage haben. Wenn man heute so gerne von "Nachhaltigkeit" spricht - hier ist sie vorexerziert, hier zeigt sich, was sie ausmacht.

Die Presse bringt einen Bericht, der ein wenig Einblick in eine wahrlich österreichische Unternehmenskultur gibt. Erst hier kann man von so einer sprechen: Kultur wird auch gegen moderne Einflüsterer durchgetragen, denn Kultur ist nur, was von im Prinzip "ewigem Logos" durchformt ist! Die Lektüre lohnt, wenigstens als Geschmacksorientierung. Auch wenn der Redakteur sichtlich nicht ganz wußte, worauf er da besonders zu achten habe. Man ist so etwas nicht mehr gewohnt, ja man kennt es gar nicht. Sein nächster Bericht wird wahrscheinlich enthusiastisch von den Erfolgen eines Start-ups in einem Gründerzentrum berichten, wo ein 15jähriger binnen weniger Monate "aus dem Nichts" hundert Millionen "Börsenwert" (und noch mehr Schulden) kumulierte ...






*140817*

Dienstag, 18. Juli 2017

Kriterien für wahre Menschlichkeit (2)

Teil 2) Erst die Moral macht daß wir zu fressen haben, Herr Brecht!




Zurück zu diesem kanadischen Windpark bedeutet das, daß der nunmehrige neue Besitzer von der Landesregierung Maßnahmen erwartet, die seine Anlage deshalb rentabel machen sollen, weil die öffentliche Hand das private Unternehmerrisiko übernimmt. Das eben nicht kalkulierbar, deshalb für private Unternehmen nicht verantwortbar ist. Das Beispiel zeigt uns nun, daß die angeblich aus ökologischen Gründen notwendige Umstellung auf Windkraft (die Lage bei Solarkraft ist um nichts anders) eine Gesamtbewegung VON DER KULTUR WEG verstärkt, ja sogar überhaupt erst bewirkt hat. 

Sie macht das menschliche Wirtschaften noch unmenschlicher, weil es die Gesellschaften den Zwängen einer Maschine aussetzt, die das Leben bis in kleinste Dinge hinein reguliert. Also den Takt für die individuelle Lebensgestaltung vorgibt, dem man sich auch unterwerfen muß, weil es keine alternativen Lebensweisen mehr gibt, ja diese sogar verboten werden müssen, weil jede Maschine kalkulierbare Elemente notwendig braucht. Das war schon der prinzipielle Fehler bei der Einführung des elektrischen Stroms generell, als man dazu überging, auf Stromnetze zu setzen. 

Es war, im übrigen, eine zur Gänze unterschätzte Folge einer Wirtschaft, die zunehmend auf "Netze" setzte, sei es zur Wasserversorgung, die Eisenbahnen und Verkehrsmittel generell, die Straßennetze, oder dem Internet, und es war das Problem mit der Einführung der mechanischen Uhr, die die ganze Welt mit einem unsichtbaren geometrischen Netz umspannte und ein völlig neues Lebensgefühl und -befinden auslöste. Sie alle haben Teil für Teil unserer individuelles Selbstüberschreiten ins Transzendentale hin abgelöst, indem sie vereinfacht gesagt den ganz realen Taktgeber Gott durch einen technischen Notwendigkeiten folgenden Taktgeber ersetzte. Und zwar nicht partiell, nicht über kurze Zeiträume, sondern in der Herstellung eines alle umfassenden technisch-mathematischen Raumes.

Die Folge war und ist, daß sich das Leben der Menschen mehr und mehr entleert, und zwar im wahrsten Sinn. Es besteht kaum noch Freiraum, und er wird sogar ständig noch kleiner, sich ins Transzendente (auf Gott hin) zu überschreiten, um so das wahre, wirkliche Leben in dieses irdische Existieren hereinzuholen, es damit mit Leben erst aufzufüllen. Stattdessen wurde das Leben selbst zu einer den großen technischen Apparaturen unterstellten weltimmanenten Teilapparatur bloßen technisch-mechanischen Funktionierens und beschränkter Nützlichkeitserwägungen im Dienste reiner Ablaufbewahrung. Entsprechend wird jeder menschliche Lebensvorgang auf technische Vorgänge heruntergebrochen, bis zum Gesundheitswesen hin, um die Gesamtmaschine Volk, Staat, Zivilisation kalkulierbar zu machen, die sonst nicht mehr funktionieren könnte..

Damit wird aber eine Kultur im wahrsten Sinne ausgelöscht, und durch einen technischen Vorgang ersetzt. Damit wird aber der Mensch tatsächlich entmenscht. Und das ist kein Detail, das man halt achselzuckend hinnehmen muß, sondern es wird und muß sich auf sein Leben auswirken. Denn in Wahrheit KANN der Mensch nicht darauf verzichten, es gehört zum Menschsein unabdingbar dazu. Weil kein Mensch ohne Kultur überleben kann. Weil die Reihenfolge auch andersherum läuft, als wir bereits unter der Prägung der Maschinen, die uns seit langem pausenlos und immer mehr zwingen, mittlerweile glauben. Wo wir glauben, daß wie bei der Maschine zuerst die mechanischen, materiellen Vorgänge zu laufen hätten, ehe man an "höhere Bedürfnisse" denken könne. 

Der Brecht'sche Ausspruch "Erst das Fressen, dann die Moral" ist nicht nur brutal, er ist auch sachlich falsch. Ohne Moral wird auch die rein irdisch-materielle Fähigkeit des Menschen, ohne Moral wird auch eine Wirtschaft und die Geldproduktion (die in Wahrheit eine Produktion von Werten DURCH den Menschen ist) unweigerlich zusammenbrechen. Der Mensch bezieht seine Kraft nicht aus Kalorien und Vitaminen, wie eine Maschine. Sondern er bezieht seine Kraft aus dem Transzendenten, aus Gott. Er beginnt - nicht: endet! - also mit dem Kult, mit dem Spiel, mit der Lebenskraft die aus dem Ewigen Leben kommt, zu dem er sich in dem Moment öffnet, wo er sein Leben in die Hand Gottes legt. Und das tut er in dem Moment, wo er nicht mehr "kalkuliert", sondern einer Sache folgt, die er tut, auch wenn sie ihn das Leben kosten könnte. So legt er sein Leben in die Hand Gottes, und aus diesem Akt wiederum kann ihm Leben überhaupt zufließen, und zwar aus dem absoluten Leben heraus. 

Nichts aber gibt es, das sich nicht aus diesem Absoluten, aus Gott, aus dem Sein selbst, nährt und seinen Bestand holt. Was die philosophische Logik hier als Tatsachenfeststellung konstatiert, weil eben die Welt selbst auf logos, also auf Vernunft beruht, ist von einer einzigen Realistik getragen, ist alleine zutiefst realistisch. Keine Technik, keine Maschine kommt an Realität dieser Realitätsbezogenheit nahe oder kann sie gar ersetzen. 

Deshalb braucht es auch ein Leben - und dieses "braucht" heißt, daß man es als Urteilskriterium sehen muß, aus dem Entscheidungen getroffen werden - das mit der Technik und der Maschine in einem Sinne spielt, der sie punktuell als Hilfe betrachten läßt. Daß es aber niemals zu unserem Glück führen wird, wenn wir unsere Lebensvorgänge großen Maschinen und Ideenmaschinen übermitteln, um uns mit dem gerade noch abfallenden Rest zufrieden zu geben. Es braucht ein Leben, das ZUERST nach den jenseitigen Gütern sucht, weil sich aus diesen auch erst im Bestand weiß, und von dort aus die Kraft bezieht (und zwar real, nicht als Methodik, nicht als Magie, nicht als Technik) um Welt aufbauen zu können. Das heißt vor allem eine Welt, die wir Stück um Stück gestalten, in der wir nicht der blinden, zufälligen Gewalt der sogenannten "Natur" ausgeliefert sind, sodaß sie uns jederzeit gefährden könnte. Es heißt aber damit auch die Grenzen menschlichen Tuns zu erkennen, die in erster Linie die Grenzen unserer individuellen Mächtigkeit sind. Erst an diesen Grenzen wartet dann Gott, wartet das Jenseitige, das Absolute. Die Religion selbst, als Kult, als Gestalt, ist ja nur das Tor zu diesem Absoluten, in der Wahrheit diesem als Analogie gleichförmig, in der Gestalt des Kultes (woraus dann Kultur erwächst) diesem wie ein Trichter offen gemacht, ohne doch je darüber verfügen zu können.**

Der Weg in unsere eigene Zukunft ist aber damit einerseits eben nicht ein völliges Entsagen von Technik, das Abstellen jeder Industrie als hochspezialisierte Maschine der Arbeitsteiligkeit, ein Rückstieg auf eine primitive Lebensform, in der wir jede Technik ablehnen müssen. Keineswegs! Aber er ist ein Weg, der uns nicht in immer noch mehr Zwänge einspannt, weil wir dann angeblich, ab irgendeinem Stadium zumindest, auf das wir nur zu hoffen brauchen,  irgendwann auch Menschen werden können, wir müssen es nur geduldig abwarten. DAS wird nie eintreten. 

Es bedeutet aber, daß wir uns aus der Dominanz dieser großen Maschinen und Netze herauslösen müssen (statt sie, wie derzeit so mächtig gescheiht, die Verflechtungen noch weiter, das heißt: immer umfassender im Konkreten, zu verstärken), um sie zwar vielleicht ab und an zu benützen, aber anderseits auf keinen Fall zu Elementen einer gewaltigen Maschinerie zu werden. Es bedeutet, daß wir auch alles vermeiden müssen, das Entscheidungsprozesse, die für unsere menschliche Sittlichkeit, für dieses Hinübersteigen auf das Ewige hin, auf das absolute Leben zu, uns aus den Händen nimmt, und damit unser Leben tatsächlich einschränkt und schließlich erdrosselt.





*Das ist der Fluch aus der Ursünde im Paradies, das ist gemeint, wenn Gott den Mann zur Arbeit im Schweiße seines Angesichts "verfluchte", ihn in eine Art Kampfsituation mit der Umwelt stellte, der er das Notwendigste fortan zu entringen hatte.

**Diese Nicht-Verfügbarkeit, die eine enorme Verwundbarkeit bedeutet, weil das Sein der Welt eben NICHT in unserer Hand liegt, zumindest nicht im Letzten bzw. Ersten, ist das entscheidende Kriterium für die Gnade, für das Einfließen des Göttlichen in diese Welt, für die Verbindung von Gott und Welt. Sie ist jener Geist der bittenden Haltung und Liebe, die Voraussetzung weil einzige mögliche, adäquate Haltung dem Absoluten gegenüber ist. 






*170717*




Montag, 17. Juli 2017

Kriterien für wahre Menschlichkeit (1)

Mit der kapital- und vor allem kreditbasierten Wirtschaft setzt sich eine fatale Logik in Gang. Denn fortan muß eine Maschine (oder eine Fabrik) nicht am Bedarf orientiert gemessen werden, sondern ihr erstes Parameter des Wirtschaftens ist die Kapazität. Sie ist der Maßstab, ob eine Fabrik und eine Maschine "sich rechnet", und sie muß sich rechnen, weil sie sich der Zinsautomatik unterwirft. Damit wird Wirtschaften immer mehr zum Zwang, und sämtliche ihrer Faktoren müssen sich dem unterordnen. Das ist natürlich vor allem der Mensch, desssen Flexibilität als Fähigkeit, sich auf etwas einzustellen, also nicht auf seine Bedürfnisse zu achten, sondern diese zurückzsutellen um sich auf eine Sachleistung hin zu überschreiten, hier zum Bumerang wird. 

So hat sich unsere Kultur mehr und mehr den Zwängen der Wirtschaft unterworfen. Hauptfaktor dabei war und ist der Staat, der sich nach langen abendländischen Jahrhunderten seit dem späten  Mittelalter als Maschine zu begreifen begann, dem das Volk zu dienen hatte. Eine Maschine, die fast ausschließlich dem Geld unterworfen war und heute noch mehr ist, und damit eben dieser Zwangs-Logik. Er KANN nicht tolerieren, wenn ein Volk sich entschließt, sagen wir, zwei Monate keine Steuern zu produzieren, weil die Bürger in einer Versamlung zu dem Entschluß kamen, etwas anderes zu tun zu haben, und sich sagen wir zwei Monate in ein Kloster zurückziehen um sich neu zu besinnen. 

Sie schmunzeln? Das war schon mehrmals ein echtes Problem. So im Spanien des 17. Jhds., aber auch im Kaiserreich des späten  Mittelalters, wo die grassierenden Armutsbewegungen, bis z. B. in der Lombardei schon 20 % der Bevölkerung erfaßten, zu einer reichspolitischen Gefahr wurden, weil zu wenige Steuern eingetrieben werden konnten.

Es war deshalb eine hohe Kulturleistung,  und zwar immer und überall, wenn sich eine menschliche Gesellschaft so organisierte, daß es mit Hilfe von Wissen, Sachverstand und Technik in die Lage kam, sich von solchen Zwängen immer mehr freizumachen. Man denke nur an die Revolution, die Haltbarkeitstechnik auslöste. Oder das Anlegen von Bewässerungsanlagen, das von den Zufälligkeiten der Natur weitgehend unabhängig, somit das Leben dem individuellen Gestaltungswillen verfügbarer machte. Was im Extremfall sogar so weit geht, daß sich der Mensch von den Jahreszeiten abkoppeln kann, wie durch Glashäuser, Lagertechniken, oder auch überregionalen Handel.

Dabei hatte die Menschheit immer große Scheu, sich zu weitgehend von den großen Kreisläuften der Welt abzuhängen. Denn gerade der Kulturmensch war und ist nur ein solcher, wenn er sich dem Ewigen, dem Transzendenten so weit zuwenden kann, daß es sein eigentlicher Lebensträger ist. Nur iin der Hingabe an die höchsten, göttlichen Werte wußte er sich als Mensch. Deshalb zählte für den Kulturmenschen immer beispielsweise die Ehre mehr als wirtschaftliches Wohlergehen. Nur im Geistigen, Immateriellen wußte sich der Mensch als Mensch.

Dieses Transzendente aber steck nicht nur hinter allem, auf die eine oder andere Weise, sondern entscheidend ist, was für ein Transzendentes es ist. Und das ist bei der Maschine eben - der menschliche Gedanke, der menschliche Geist, der sich hier speziell nur einem bestimmten Nutzen unterwirft. Niemals kann aber die eigentliche Lebenserfüllung als Nutzenrechnung gesehen werden, im Gegenteil, ihr Wesen ist ja geradezu die Offenheit für einen transzendenten Willen, und der ist nicht einfach nach menschlichem Nutzen zu berechnen, er muß ja genau für göttlichen Willen offen bleiben. 

Also hat man sich der Maschine (ob nun materieller, handfest-haptischer Art, also dem Mühlenapparat etwa, oder ob in organisatorischer Art, wie in einer großen, arbeitsteiligen Organisation) immer nur mit größter Vorsicht bedient. Schon gar alles zu verhindern gesucht, wo man in Gefahr geriet, sich einer (menschlich ersonnenen) Maschine zu weit zu unterwerfen. Darauf, genau darauf beruht die Kraft des Abendlandes, die als Kraft des Individuums weltweit Maßstäbe setzte, die sie allen übrigen Kulturen so überlegen machte. Sie war im wahrsten Sinn human, stellte die menschliche Lebensleistung (als Leistung zum Leben hin, und das heißt: Zum Heiligen hin) als Ausweis der Würde über alle bloß materiellen Ziele, die lediglich soweit von Belang waren, als sie eben notwendig (und gerade nur soweit) zu ertragende Zwänge blieben.

An einem Bericht über eine kanadische Windfarm fiel nun dem VdZ etwas auf, das man ebenfalls als enthüllendes Merkmal betrachten müßte, das die Verfehltheit (wegen einer falschen Grundrichtung) mancher heutiger Bestrebungen ganz anderer Art zeigt. Darin ist an sich von einer Anlage von Windrädern die Rede, die in Kanada vor 23 Jahren als eine der ersten dieser Art für die Produktion von Elektrizität errichtet wurde. Nachdem nun die Betreiberfirma von einem anderen Energiekonzern übernommen wurde, fiel nun dort die Entscheidung, diesen Windpark stillzulegen. Das Argument ist einfach: Er rechnet sich nicht. Er rechnet sich schon deshalb nicht - jetzt kommt's! -  weil in dem Moment, wo er seine Kapazität ausnützt, der Marktpreis für den Strom ... fällt. Denn nun liefern ja auch alle anderen Anlagen. Weil der Wind ja nicht nur an einem Ort bläst. 

Diese Rechnung ist ja nie aufgegangen. Denn die Vorstellung, daß der Wind mal hier bläst, dort nicht, und umgekehrt, hat sich als Irrtum herausgestellt. Zumindest in nationalem Maßstab stell man nun fest, daß der Wind (vereinfacht gesagt) wenn er bläst fast überall bläst, und wenn nicht, dann überall nicht. Also drängt wenn der Wind bläst jede Menge Strom an die Börsen, der Preis fällt ins Bodenlose (in Deutschland werden sogar "Negativpreise" erzielt, das heißt: Deutschland bezahlt zu Spitzenzeiten Abnehmer, in der Regel andere Länder, damit diese den Strom abnehmen.) 

Zusammen mit der Volatilität des Windstromes, der Unberechenbarkeit seiner Produktivität, ergibt sich eine Anlage, die nicht wirtschaftlich zu betreiben ist. Ihr Erfolg ist dem Zufall überlassen. Nur eine Einrichtung hat sie bisher "wirtschaftlich" sein lassen, und das waren spezielle Verträge mit dem Staat, der mit Steuergeldern diese Unberechenbarkeiten glättete und diese Maschine kalkulierbar machte. Dabei - nicht nur die Maschine, sondern überhaupt die Stromversorgung. Denn das Gesamtnetz muß stabil bleiben, sonst bricht es in ganzen Regionen oder gar einem ganzen Land (oder wie neuestens möglich: einem ganzen Kontinent, wie Europa) zusammen. Und dann steht alles. Also muß er dafür sorgen, durch Lückenfüller-Kraftwerke, die ständig in Warteposition verharren (Kohle-, Wasser- und vor allem Kernkraftwerke) diese unverzichtbare Glättung der Produktion zu erzielen. Die Stromnetze der Gegenwart sind also riesige Maschinen, die sich jeden Teilfaktor unterworfen haben. Damit sind ganze Länder und sogar Kontinente einem alles integrierenden Zwangssytem unterworfen.

Das oft gehörte Märchen von regioalen Netzen ist eben ein pures Märchen. Autharke Energieregionen, Kleinnetze, lokale Netze gibt ees nicht nur nicht mehr, sondern das Argument, ein umweltfreundlicheres Energienetz zu betreiben hat dazu geführt, daß Strom und Energie so zentralistisch verwaltet werden müssen wie noch nie. Es hat dazu geführt (und wird das zukünftig noch mehr, denn im "Entausbau" sind solche Netze bis zur Einzelabnahmestelle - das ist der wahre Grund, warum üerall "smart meter" eingebaut wurden - zentral gesteuert und koordiniert) daß sich aus der Maschine Energienetz ein gigantisches Zwangssystem über unsere Gesellschaften gebreitet hat. Das über kurz oder lang mit Zwang das Verhalten jedes Einzelnen den Gesamterfordernissen unterordnen wird. Systeme, die von einem Punkt aus gesteuert werden, können das nur, wenn sie auch die Möglichkeit haben, das Einzelne, die Teile zu beherrschen.



Teil 2) Erst die Moral macht daß wir zu fressen haben, Herr Brecht!






*170717*