Es ist eigentlich grotesk - während sich die Mensche gerade heute so ohnmächtig wie nie erleben, ausgeliefert allem und jedem wie einem Virus, der alles flachlegt und tötet, einem "Wirtshcaftsgeschehen", das alles wie eine göttliche Hand bestimmt, und so weiter, glauben sie an die Manipulierbarkeit nach Plan beim allergrößten, alles umfassenden System - des Weltklimas.
Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Dienstag, 27. September 2022
Die Vorstellung hat begonnen (2)
Montag, 26. September 2022
Die Vorstellung hat begonnen (1)
Dienstag, 20. September 2022
Paradoxa der menschlichen Freiheit
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| Kevin McDonald |
Montag, 31. Mai 2021
UFOs gibt es stets zu bestimmten Zeiten
Montag, 29. März 2021
Wenn das Gleiche zum völlig Verschiedenen wird
Zum Wochenbeginn präsentiert der VdZ gleich mal dieses Video, als Framing für diese Zeit. Das heißt: Als Interpretationshoriziont, der das Einzelne, das Erfahrene, Erlebte beleuchtet. In dem über die Schäden der Corona-Maßnahmen (Masken, Lockdowns; Verhaltensneurosen) bei Kindern gehandelt wird. Die auch tatsächlich sehr gut ermeßbar werden.
Auch wenn viele Erklärungen natürlich falsch sind. Im Wesentlichen, weil das Menschenbild heute falsch ist, sodaß viele Schäden wie auch Folgen nicht richtig analysiert werden können. Das Ursache-Wirkungs-Gefüge bleibt also vielfach im Dunkeln, auch wenn viele Phänomene richtig beschrieben werden. Woran man erkennt, wie sehr bereits der Liberalismus zur geistigen (ungeistigen) Grundlage unserer Gesellschaften wurde.
Weshalb sich viele Argumente im Film zu so einem undifferenzierten Gequatsche über "Bedürfnisse" verlaufen. Das sich zum Höhepunkt in "Kuscheln" und "Kuscheln mit der Oma" als entscheidende "Kinderbedürfnisse" versteigt.
Mit anderen Worten: Je länger der Film dauert, je länger man also versucht, über die Phänomene hinauszugehen um sie zu begreifen, desto mehr wird nur noch Unsinn geredet. Als Indiz dafür, daß wir diese Zeit nicht mehr denken können. Wir haben das an dieser Stelle schon oft als die eigentliche Katastrophe dargelegt, in der wir nun stehen.
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| QR zum Video |
Man nimmt es als Folge ein und derselben Mißstände (Corona-Maßnahmen) mit hin, weil an der Hand des berechtigten Aufbegehrens gegen den politisch verhängten Corona-Wahnsinn die Tore bei der Bevölkerung weit offen sind, sodaß dieses Aufbegehren zum Trojanischen Pferd wird, das alles mit in die Nacht schleppt, aus der heraus in Wahrheit die Stadt angezündet wird. Die man eigentlich ja schützen wollte! Höre man zu, wie gleich auch das "Hierarchische" an den Pranger gestellt wird, als sei es die eigentliche Quelle des Corona-Wahns. Sie wird mißbraucht, ja, aber sie zu beseitigen schüttet man das Kind mit dem Bade aus.
Es darf einem also schon übel dabei werden zu erkennen, wieviel Müll man auch bei diesem Video mitschluckt und quasi "absegnet". Weil man es als in die Gesamtbotschaft - Leiden an Corona-Lockdowns usw. - integriert akzeptiert. Und viele dieser im Film genannten Anliegen ziehen in eine andere Richtung! Man fährt in einen anderen Janker, sozusagen, weil Ärmel. Das ist das Entscheidende, das aber nur geistig und bei entsprechender Bildung (das muß man so bezeichnen) erkennbar ist. Sonst könnte leicht der Fall eintreten, daß man im richtigen Impuls gegen den Corona-Wahnsinn lediglich die Pest gegen die Cholera eintauscht.
Zu jammern, daß die Freiheit für eine 17jährige eingeschränkt ist, die zu dieser Zeit ein Jahr in den USA verbringen wollte und jetzt total depressiv ist, weil sie das nicht kann, ist ein Wahnsinn für sich. Das hat mit Freiheit genau NICHTS zu tun, im Gegenteil, da wäre eine andere Unfreiheit implementiert worden. Mit Lust als Lebensprinzip. Dies und Amerikanismus sind zwei Seiten derselben Medaille weil liberales Weltprinzip, das nur dort "limitiert" wird, wo die Lustbeschränkung eines anderen laut genug beklagt und, das ist entscheidend, im Diskurs durchgesetzt wird.
Fazit: Die Phänomene der teils verheerenden und langfristigen Auswirkungen der Corona-Maßnahmen auf Kinder werden größtenteils gut dargestellt. Man darf sich darüber aber nicht hinreißen lassen zu übersehen, daß die Erklärungen ein kunterbunter, in sich völlig widersprüchlicher Strauß von Blumen und getrockneten Disteln sind, die zeigen, wie sehr im öffentlichen Diskurs auch dieser Corona-Wahnsinn noch der geistigen Durchdringung bedarf. Was vermutlich der Grund dafür ist, daß der Widerstand als an die Politik gesendetes Signal des Überschreitens jeder Grenze zum Erträglichen so ineffektiv ist.
Dienstag, 23. März 2021
Jetzt geht der Spaß erst richtig los (1)
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| QR New York Times |
Gucken wir etwa ... an den Hudson River. Und was wir dort sehen, kann man kaum glauben. Denn jüngst hat doch tatsächlich die linksversiefte New York Times
- und links ist längst gleichzusetzen mit Corona-Panik, Corona-Angst, Corona-Maßnahmen ohne Ende und ohne Grenze, ja man kann sogar sagen:
Je mehr FÜR CORONA (sozusagen), desto LINKER (das sagt auch mehr über die Zustände in CDU und ÖVP aus als jede sonstige Analyse) -
Und wie wirken sie sich aus?
Verkleiden wir es, um einen Schock zu vermeiden, in ein nettes Preisrätsel, mit einer obligaten Preisfrage: Wir nehmen ein Jahr Corona, ein Jahr Maßnahmen (oder nicht), und ein Jahr Lockdowns (oder nicht.) Gibt es aus den Daten und Zahlen und Krankheitsverläufen und Totenstatistiken einen erkennbaren Zusammenhang? Gibt es aus diesen Daten also eine erkennbare Pandemie?
Der werte Leser möge als begleitende Übung dazu aus dem von der New York Times übernommenen Graphik der Verläufe der Totenzahlen ableiten, WELCHER BUNDESSTAAT der USA KEINE Maßnahmen GEGEN Covid19 hat oder damit längst aufgehört hat, und welcher Bundesstaat STRENGE (und allerstrengste) Maßnahmen verhängt hat und weiter aufrecht hält.
Wir nehmen die Spannung gleich selber raus. Indem wir die New York Times zitieren. Die es frei heraus sagt: ES GIBT KEINEN UNTERSCHIED. Es gibt in den Totenzahlen und in den Verläufen der Sterbefälle KEINEN UNTERSCHIED zwischen den US-Bundesstaaten.
Aber mehr noch: Aus den Zahlen läßt sich nicht einmal KEINE PANDEMIE ABLESEN. Es gibt nirgendwo auch wirklich signifikante Übersterblichkeiten! Selbst in Staaten wie New York, wo sie auffällig(er) sind und Übersterblichkeiten behauptet wurden, gibt es (leider sehr) plausible alternative Erklärungen dafür. Die mit einem schrecklich tödlichen Corona-Virus aber rein gar nichts zu tun haben.
Halt, einen Unterschied gibt es doch. Und der besteht in der psychischen Verfassung der jeweiligen Bürger, und in der Situation der jeweiligen lokalen Wirtschaft. Auch gibt es massive Unterschiede in der seelischen Verfaßtheit von Menschen. Je nachdem, ob sie durch Lockdowns und permanente Drangsalierung mehr oder weniger ihres alltäglichen Lebens beraubt wurden. Mehr wie in New York oder California, oder weniger, oder wenigstens seit einiger Zeit wieder weniger, sodaß sie unbehelligt und normal leben können. Wie schon seit längerem in Florida, oder seit kurzem auch wieder in Texas. Wie diese Unterschiede der Verfaßtheit aussehen? Das darf sich der Leser gerne selbst ausmalen.
Und noch einen Unterschied gibt es, eine statistische Auffälligkeit sozusagen: Je progressiver, je "linker", je "demokratischer" ein Bundesstaat ist, desto panischer ist die Bevölkerung, desto größer ist die Furcht, mit der sich die Bevölkerung an Hygiene-, Distanz- und Lebens-Beschränkungsmaßnahmen klammert.
Umfassende Zahlen und Daten sowie Interpretationen dazu findet er wie gewohnt auf den Seiten von William M. Briggs, des Statistikers unseres Vertrauens.
Dort sind auch Ausführungen zu Zuständen in weiteren Staaten (Norwegen, England) zu finden. Die eine Absurdität, eine von keinen Daten und keiner Logik mehr zu motivierender Verrücktheit erkennen lassen, die beim Namen zu nennen jedes Blog in größte Schwierigkeiten bringen würde. Weil die Fäkalausdrücke, die die Qualität der Politik, die das verbricht zutreffend beschreiben, jede Etikette sprengen würden.
Morgen Teil 2) Aber das war's bei weitem noch nicht
Samstag, 20. März 2021
Gedankensplitter (1034)
***
Ein kleines Video, das wir prompt vom RPP Institut übernehmen. Denn es zeigt anhand der üblichen Argumentation sehr gut, wie irrational und grotesk, ja tatsächlich verrückt so manches ist, mit dem wir täglich zu tun haben, und das über uns verhängt wurde.
(Urheberrechte ausdrücklich NICHT beim VdZ. Sollte sich jemand in seinen Rechten verletzt fühlen, sollte diesem also die Verbreitung des Filmchens nicht recht sein, so wird das Video sofort gelöscht - kurze Nachricht genügt!)
Dienstag, 13. Oktober 2020
Die Neurose "Neuzeit" abzuwerfen als Rückkehr (6)
Im Sinne der Natur, ja zu deren Rettung, ist es laut Agenda 21 der UNO angeblich notwendig, daß alle Grenzen aufgehoben werden. Dafür sollen die Menschen das Land, das sich selbst überlassen bleiben soll, verlassen und in Megastädte verfrachtet werden. Dort sind sie auch perfekt kontrollier- und beherrschbar. Staaten im heutigen Sinn soll es also nicht mehr geben.
Die Pläne dafür sind vorhanden und offen zugängig. Und die UNO arbeitet in dieser Agenda 21 ganz konkret darauf hin. Und zwar seit bald zwanzig Jahren.
Eine nachhaltige Welt, wie die UNO sie sich vorstellt, ist eine Welt der Gleichheit, in der alle Menschen gleiche Lebensbedingungen haben. Also muß man auch alles entfernen, mehr noch: In der Entstehung bereits unterdrücken, was sie ungleich machen könnte. Dazu müssen die entwickelten Länder niedergedrückt, die weniger entwickelten Länder hochgezogen werden.
Dazu braucht es eine Menschheit in Städten. Landbevölkerung ist nicht kontrollierbar. Die hat auch zwei Toiletten. Dabei ist doch nur eine notwendig. So sind Menschen beliebig steuerbar, Löhne "anpaßbar", Arbeitskräfte je nach "Bedarf" zu transferieren.
Die Datensammlung und totale Überwachung wurde angesichts der angeblichen Bedrohung durch Terror, wie er bei 9/11 geschah, bereits eingeführt. Derzeit geht es um die individuelle Mobilität im Namen der Klimarettung, die der Kontrolle noch entgegensteht, der man heute noch entfliehen könnte.
Aus denselben Gründen muß den entwickelten Ländern auch die Lebensmittelproduktion entzogen werden. Auch das können wir überall beobachten. Und der Klimawandel ist ein perfektes Instrument, um das zu erreichen.
Dieser Totalitarismus ist keineswegs mehr ein Traum, er wird bereits ganz konkret umgesetzt, und wir alle können es beobachten, denn es betrifft uns alle.
So entwickelt Marijn Poels in der zweiten Hälfte von "Return to Eden" eine Schreckensvision einer totalitären Welt, die im Namen der Rettung des Klimas vollzogen wird. Alle Lösungen, um eine lebenswertere, schönere Welt zu gestalten, sind lokal und ganz besonderen Bedingungen unterworfen, die keine globale Lösung verlangen. Sondern Menschen, die mit offenen Augen durch ihre Welt gehen, die sie lieben, und mit Klugheit und Vernunft behandeln.
Es braucht, mit einem Wort, Menschen, die die Welt als Heimat begreifen. Nur in dieser Verwurzelung mit der Welt, die einen von Geburt an umgibt, kann eine Welt entstehen, die lebenswert und vielfältig und die ... wahrlich nachhaltig ist.
Dabei fällt auf, daß die Lösungen, die tatsächlich funktionieren, praktisch nie dem entsprechen, was "Stand der Wissenschaft" ist. Die Realität zeigt auch (und Poels bringt einige Beispiele) daß es vieles gibt das "funktioniert", das es nach wissenschaftlichem Stand gar nicht geben dürfte.
Der Weg liegt also nicht in der Wissenschaft, wie sie derzeit geschieht. Das System der "peer reviewed" wissenschaftlichen Veröffentlichungen blockiert jeden Fortschritt. Weil Innovationen niemals anerkannt werden, weil sie dem gängigen Stand des Wissens nie entsprechen. Damit wird Wissenschaft in der heutigen Form den Anforderungen der Welt, die so vielfältig ist, nicht mehr gerecht!
Wenn man die Geschichte betrachtet wird man entdecken, daß Durchbrüche in der Wissenschaft, Fortschritte, Neuerungen deshalb immer von den Rändern, von den Ausgegrenzten gekommen sind, nie aus dem Zentrum der Wissenschaften selbst. Wir bringen uns heute regelrecht durch unsere eigene Dummheit um, die wir in unseren warmen Nestern ausbrüten.
Man muß die Menschen auf der ganzen Welt deshalb ermutigen, ihr Leben und die Gestaltung ihrer Umwelt selbst in die Hand zu nehmen. Das ist der Aufruf, mit dem Marijn Poels neue Dokumentation, als dritter Teil seiner bemerkenswerten Film-Trilogie. Die mit der Untersuchung der angeblichen Klimakatastrophe begann und von dort aus die Praxis der Denkverbote entdeckte, also auf die Ansätze eines totalitären Systems stieß, mit dem er nie gerechnet hätte.
Diesem System ist er im dritten Teil, den Poels ebenso unerwartet und absichtslos begonnen hat wie vor allem den ersten Teil, auf die Spur gekommen. Es ist im Namen der Weltrettung vor unseren Augen entstanden und hat bereits gefährliche Ausmaße erreicht.
Wenn wir wirklich eine Welt wollen, die ein Paradies ist, müssen wir aber zurück zu den kleinen, lokalen, persönlichen Lösungen gehen. Nicht in den großen Konzepten liegt das Heil, sondern ins Paradies müssen wir buchstäblich zurückkehren - dann können wir nahezu Wunder vollbringen. "Return to Eden" nennt sich deshalb dieser dritte Teil seiner Filmdokumentation.
Dabei zeigt er wunderbare, ja bewegende Zusammenhänge innerhalb der Natur, in einem großartigen Zusammenspiel von Wetter, Pflanzen und Tieren. Wollen wir eine bessere, schönere Welt, müssen wir dieses gigantische System studieren, das diese Welt in Wahrheit ist. Und zwar müssen wir das lokal machen, weil die Welt überall anders ist, und überall ganz spezifische Zusammenhänge bestehen.
UND DAMIT KANN UND WIRD SICH AUCH DAS WELTKLIMA VERÄNDERN. Mit lauter kleinen, lokalen Änderungen, mit Individuen, die nicht nach großen Klimathesen rufen, sondern sich mit Liebe ihrer Heimat widmen. Wie? Das wissen wir nicht. Und das weiß heute sowieso niemand.
Das Schreien nach der großen globalen Rettung, das Beklagen von Katastrophen ist damit lediglich ein Jammern, weil die Welt nicht so ist, wie wir sie gerne hätten. Wie sie sich aber vor allem Gelehrte in Studierstuben vorstellen, die auf ihren Ausflügen in die Welt lediglich empathielose oder gar sentimentale Besucher sind.
Die großen Gedanken, die großen Konzepte versagen aber. Allesamt. Sie produzieren sogar mehr Schaden als Nutzen.* Aber die Welt droht dabei im Namen der Weltrettung zu einem Gefängnis des Totalitarismus zu geraten. Und das geschieht erst wirklich global.
Hier also der Film "Return to Eden" von Marijn Poels. Auch wenn sich die Dokumentation formal doch als Zweiakter entpuppt, und somit die summative Gestalt eines durch die erste Hälfte vorbereiteten Thesenfilms und nicht die eines Dramas hat. Dessen ausgezeichnet photographierte Szenen ihren Zusammenhalt also durch eine Aussage erhalten.
Poels macht auch diesmal seine persönliche Herangehensweise zum Formalprinzip. Er wandert ohne Absicht durch die Landschaften, über die er berichten will. Deshalb haben seine Erkenntnisse, die er zu posthoc-Thesen verdichtet, auch so hohe Glaubwürdigkeit. Denn er entdeckt sie genau so, wie der Betrachter seiner Werke.
Somit hat auch die Aussage von "Return to Eden", daß die überall so breitgetretene Klimapanik nur der Schleier ist, der einen ganz anderen Vorgang verhüllen soll, in Poels Film hohe Plausibilität. Und sein Erschrecken wirkt authentisch: Als er entdeckt, daß die Klimapanik (nach der Terrorangst) nur der zweite Schritt ist, mit dem die Welt einem historisch einmaligen, globalen Totalitarismus unterworfen werden soll. Das muß man nicht postulieren, sondern diese Aussage drängt sich auf, betrachtet man neutral, WAS IST.
Daß Marijn Poels trotz aller Versuche, "neutral" zu sein, ein Apriori mitbringt, das wissen wir. Und das weiß hoffentlich auch der holländische Filmemacher, der in Deutschland lebt. Der Künstler schafft deshalb nur, und zwar wirklich: Nur, um zu sehen, was IN IHM an Thesen vorhanden war, die er erst durch sein Tun kennenlernt. Kunst ist deshalb nichts als der Weg des Hervorbringers, sein Inneres zu ordnen, indem er es sich selbst vor Augen stellt, und so in seinem Medium benennen kann.
Seine innere Gerichtetheit, die im Film als Aussage ans Licht kam, können wir aber auf jeden Fall teilen: Wenn wir eine lebenswerte Welt wollen, die auch nachhaltig ist, die wir mit Liebe kultivieren, wie es unserem Auftrag als Menschen entspricht, dann ist die Rückkehr nach Eden eine Rückkehr zum Gesunden Menschenverstand. Und dazu würde auch G. K. Chesterton zufrieden brummend nicken.
Montag, 12. Oktober 2020
Die Neurose "Neuzeit" abzuwerfen als Rückkehr (5)
Wirklich interessant, wirklich sachlich fesselnd, und wirklich zu einer Formulierung einer relevanten These wird Marijn Poels Film "Return to Eden" erst ab etwa Minute 47.
Da beginnt ein junger, leidenschaftlicher Geophysiker seine Gedanken zu äußern, wie eine einzige Umkehrung eines Wüstenpunktes - die Sinai - das gesamte meteorologische (klimatische) System der Erde auf den Kopf stellen würde.
Wie? Was? Ein einziger lokaler Punkt kann das Klimasystem der Erde, das aus unzähligen Wetterräumen besteht, umkippen? Liegt also gar alles ... AN KLEINEN PUNKTEN, an den Gegebenheiten in Klein- und Kleinsträumen? (Und haben wir an dieser Stelle genau das nicht immer behauptet?)
Der junge Mann in den Bildern erklärt nun seine These auf der Grundlage der Tatsache, daß Wind und Landbeschaffenheit (also Begrünung oder Desertifizierung) sich auf die Wolkenbildung auswirkt. Und damit auf die größeren geothermischen Strömungen der gesamten Erde.
In diesem Fall wird im Rahmen großer meteorologischer Zusammenhänge die Feuchtigkeit der Sinai in die Thermik des indischen Ozeans abgedrückt, wo sie sogar für die Wetterverhältnisse in Nordchina mitverantwortlich ist. Wird die Sinai aber begrünt, wird das Weltgeothermiesystem überhaupt nur an einer Stelle wieder begrünt, dann dreht sich das gesamte Weltklima! So die elektrisierende These.
Das macht aber etwas völlig anderes klar. Es macht klar, wie sehr das gesamte Weltklima - und wir haben uns diesbezüglich hier schon die Finger wund geschrieben! - von kleinsten Gegebenheiten abhängt.
Von Gegebenheiten, die im Verantwortungs- und Handlungsraum jedes einzelnen Menschen liegen. In diesem Fall aber könnte die Sinai ein regelrechter "Klimahotspot der Welt" sein: Was hier geschieht, ist in höchstem Maße ausschlaggebend für das gesamte Wettergeschehen auf der Welt.
Und damit beginnt der Bruch in Minute 49. Als der VdZ eigentlich die Besprechung schon abschließen wollte. Da wirkten die Bilder nach, die während der Abfassung dieser obigen Zeilen im Kopf ihr Spiel trieben. Aber mit einem Mal wurde ihm etwas klar, und zwar scheinbar zeitgleich mit Poels.
Alles bisher war nur Vorbereitung. In einem langen 1. Akt, wie am Theater. Und Film ist ja photographiertes oder gar gemaltes Theater. Und der erste Akt hier ist lang, wie in manchen Artikeln des VdZ ebenfalls, der Leser kennt das.
Aber die Exposition ist eben entscheidend. Und in einer dramaturgischen Auflösung entpuppt sich der Bruch im scheinbar einfacherem Aufbau eines Dreiakters somit als Beginn des 2. Aktes. Denn ab hier rennt ein Fazit, ein Gedanke auf und davon.
Denn was passiert jetzt? Das sieht der Seher von "Return to Eden" bei Minute 49, wo ein ein neuer Gedanke auftaucht, der sich wie ein Festkörper aus der Lösung der Probleme am Boden abgesetzt hat: Denn in einem Punkt waren sich alle einig: Klimarettung erfordert Weltkontrolle. Ja:
Weltkontrolle und Klimakontrolle sind lediglich Synonyme!
Ist diese Büchse der Pandora aber einmal geöffnet, tauchen mit einem Mal sogar Tatsachen auf, mit denen hier niemand rechnet. Weil sie unter dem Begriff Chemtrails als "unbegründete, irrationale Verschwörungstheorie" immer noch in der Schmuddelecke stehen.
Die Manipulation des Wetters ist aber seit langem gängige Praxis. (Auch darüber haben wir hier bereits eingehend gehandelt.) Geo-Engineering, um das Wetter zu ändern, wird also gar nicht mehr diskutiert. Es ist längst üblich. Weltweit machen sich die Staaten mehr oder weniger bereits das Wetter (oder überlegen, ebenfalls eine weather modification vorzunehmen), wie sie es gerne hätten. Denn die natürlichen Prozesse, denen gemäß sich meteorologisch-klimatisch alles im Laufe der Zeit von selber reguliert, gehen den Menschen, vor allem aber der Politik und dem Großkapital zu langsam.
Die Unzufriedenheit mit dem normalen Wetter wird überall geschürt, und entsprechend nimmt sie zu. Deshalb ist sie heute auf so beachtlichem Niveau.
Man könnte aber vielleicht sogar sagen, daß es gar nicht um eine "Gefährdung der Erde durch das Klima" geht! Sondern daß uns das Klima - weil das Wetter - einfach nicht (mehr) in den Kram paßt!?
Ist die Klimawandeldebatte vielleicht gar nur unter dem Titel "Herstellung des Paradieses" abzuhandeln? Alles weist darauf hin.
Wir sehen uns nicht mehr unter dem Motto "Leben inmitten einer Erde voller Leben". Die Herausforderung des Klimawandels wird von unserer technizistischen Welt viel mehr als Herausforderung verstanden, jeden Klimawandel zu beherrschen. Vertreter der Großindustrie, des Großkapitals sprechen deshalb von einer technisch-industriellen Revolution, in der wir stehen und die angeblich sogar notwendig ist, weil sie das Klima als Objekt menschlichen Machbereichs sieht. Was zu einer weiteren Entsprechung führt:
Der Kampf gegen den Klimawandel, die Klimarettung, ist somit ein Synonym für eine High-Tech-Welt. Als nächster Stufe im Fortschritt unserer Zivilisation.
Die Diskussion wird also völlig falsch geführt. Während wir uns den Kopf zerbrechen, weil angeblich das Weltklima eine existentielle Bedrohung wird, könnte also dieses Bedrohungsszenario nur der Schlüssel zum Eintritt in ein neues Technologiezeitalter sein.
Die technischen und finanziellen Voraussetzungen sind gegeben, wir KÖNNEN - so die Überzeugung - die Welt und das Klima retten. Wir müssen dazu "nur" alles in dieses System der Weltrettung integrieren. Also beherrschen. Alles. In globalem Ausmaß.
Es kann keine Rede davon sein, daß es "eine einige Wissenschaft" gäbe, der NICHT-Wissenschaft gegenübersteht, die das ist, sobald jemand aus dieser diktatorischen Einigkeit ausschert. Weil diese geeinigte Riege der Wissenschaftler alles durchschaut, und zu einer unumstößlichen Wahrheit gekommen ist: Zu der Behauptung, daß das Weltklima nicht nur den Bach runter geht, sondern daß daran das menschengemachte CO2 schuld sei.
Aber es geht den Akteuren dieser Panik, die die Welt befallen hat, überhaupt nicht darum. Die sogenannten wissenschaftlichen Argumente, die sich auf die Bedeutung von Wahrscheinlichkeiten berufen, haben nämlich eine ganz andere Funktion. Sie sind Türöffner. Und Legitimation eines gigantischen Geldstaubsaugers, der die technische Herrschaft mit frischem Geld versorgt.
Wenn es uns wirklich ums Klima und die Welt geht, muß man vielmehr bei der Liebe zur Schöpfung anfangen. Und das heißt: Im Kleinen, im Alltäglichen, im individuellen Lebensvollzug. Mit kleinen Lösungen, mit Neuanfängen in der Art den Boden zu bewirtschaften und zu konsumieren.
Unser Auftrag ist, die Welt zu kultivieren, und der Mensch hat immer seine Aufgabe in der Welt so verstanden. Auch die sogenannten Wilden, die Ureinwohner, die Indianer, haben ihre Welt kultiviert, nur eben mit ihren Mitteln. Aber auch sie wollten die Welt produktiver, vielfältiger, lebensfreundlicher machen.
Sie haben es mit offenen Augen und Ohren getan, mit Liebe zur Schöpfung, die sie vorgefunden haben, und in ihrem Interesse erhalten und weiter entwickeln wollten. Das ist Heimat. Die Welt wieder mit Liebe zu sehen und zu behandeln ist also eine Heimkehr!
All die Katastrophen, über die uns die Medien tagtäglich die Ohren vollschreien, sind bis auf wenige Ausnahmen durch eine Art mit der Welt umzugehen entstanden, die nicht von Liebe, sondern von brutalem, kurzfristigem Nutzendenken bestimmt war. Aber von einem globalen Klima-Zusammenhang, der angeblich gefährlich ist, kann keine Rede sein.
Dennoch wird so argumentiert! Warum aber? Hier entdeckt sich eine seltsame Kluft: In der nämlich Menschen gegen Regierungen, in der die Bürger gegen eine globale Agenda stehen, die sogar offengelegt und nachzulesen ist: Die UNO nennt sie Agenda 21. Und die wird bereits seit zwanzig Jahren in allen Ländern der Erde durchgesetzt.
Sie wirkt sich überall auf die gleiche verheerende Weise aus: Sie vertreibt Menschen aus ihrer Heimat. Mit dem Argument, daß die Gegenwart die Zukunft zerstört. Deshalb muß den gegenwärtigen Menschen jede Herrschaft über ihr Leben entzogen, müssen die Menschen unter globales Kuratel gestellt werden.
Weil angeblich diese Welt von uns zerstört wurde, muß sie nun wieder "der Natur zurückgegeben" werden. Deshalb sieht man alle Rechte, die gegenwärtigen Menschen ihrer Heimat- und Bürgerrechte und ihrer Existenzgrundlage zu berauben.
Morgen Teil 6) Totalitarismus als Rettung?
Rettung wovor? Vor uns?
Sonntag, 11. Oktober 2020
Die Neurose "Neuzeit" abzuwerfen als Rückkehr (4)
Und Marijn Poels zeigt in "Return to Eden" beeindruckende Beispiele, wie eine andere Form des Wirtschaftens auch Lösungen schafft, sogar aus der ägyptischen Wüste wieder fruchtbares Land zu gewinnen, das in der Lage ist, ein wahres Paradies an Lebensmitteln zu schaffen. Wozu man sagen muß, daß diese Wirtschaftsformen in gewisser Weise nachholen, was über so lange Perioden versäumt wurde, in denen nur Raubbau und kurzsichtige Gewinnabsicht - in Wahrheit oft genug pure Faulheit! - herrschte.
In einem beeindruckenden Beispiel zeigt Poels, wie sogar aus der Bewässerung mit Meerwasser, trotz des hohen Salzgehalts, blühende Gärten entstehen können. Der Bauer, der das vorzeigt, meint mit der gelassenen Weisheit des Orientalen, daß die Vorstellung, wir könnten die Erdbevölkerung nicht ernähren, aus der Tatsache entsteht, daß wir zu viel konsumieren einerseits, und nur das ausgezehrte Land als Erbe der Vergangenheit anderseits sehen.
Früher war Ägypten der Brotkorb des Mittelmeeres, und sogar für das römische Imperium. Die Geschichte lehrt sogar, daß die römischen Imperatoren wesentlich von Ägypten abhängig waren: Wer Ägypten hatte, wegen des Ertrags des Landes, aber auch wegen der Erwerbstüchtigkeit der Bewohner, der konnte aufgrund der hohen Steuererträge ganz Rom beherrschen. Heute muß Ägypten Getreide importieren, weil es sich nicht mehr selbst ernähen kann. Es ist grotesk, daß sich die Ägypter mit australischen oder amerikanischen Lebensmitteln ernähren. Denn das Land könnte nach wie vor genug liefern! Es müßte nur die Art des Produzierens, die nach wie vor auf kurzsichtigen Raubbau abzielt, ändern.
Dazu gehört auch in Ägypten der Direktvertrieb, also die direkte Vertriebslinie Produzent - Konsument. So kann sich der Bauer auch wieder als Lieferant von LEBENSmitteln erfahren, mit Würde und Bedeutung. Denn ein Volk müßte für jeden Landwirt dankbar sein.
Wir sterben nicht wegen Hunger, meint Poels an dieser Stelle. Wir sterben wegen Missmanagement bei Lebensmittelversorgung und ertragfähigem Land.
Natürlich ist aber nicht nur der Mensch, sondern auch das Klima wesentlich mitverantwortlich für die Tatsache, daß fruchtbares Land verwüstet. Aber es ist die Sonne, die das verursacht. CO2 wird völlig falsch eingeordnet. Der Einfluß der Sonne wiederum hängt maßgeblich von der Wolkenbildung ab. Wenn wir also die Wolkenbildung beeinflussen (ändern), dann verändern wir auch die Kraft der Sonneneinstrahlung. Eine Veränderung der Wolkenbildung um nur ein Prozent entspricht dem Energieäquivalent sämtlicher CO2-Berechnungen, die der Industrialisierung beizumessen wären.
Hohe CO2-Gehalte der Atmosphäre sind klimatisch überhaupt nicht einzuordnen, das sagen alle (paläo-)geologischen Befunde. Auch in Eiszeiten war hoher CO2-Gehalt zu bemerken. CO2 und Klima haben also wenig miteinander zu tun. Wieviel überhaupt weiß sowieso nach wie vor niemand.
Die Fokussierung auf CO2 hat aber einen desaströsen Effekt, meint ein befrager Klimaforscher im Film. Wir sehen nicht die wirklichen Herausforderungen, die angesichts klimatischer Veränderungen vor uns liegen. Wir tun vielmehr so, als wären alle Umweltprobleme gelöst, wenn wir das Problem des menschlichen CO2-Ausstoßes lösen. Wir sollten uns aber viel mehr auf handfeste Probleme (Lebensmittelproduktion, Einsatz von Pestiziden, usw. usf.) konzentrieren, die wir wirklich lösen können und lösen müßten. CO2 können wir nicht "lösen".
Und dazu müssen wir das Rad nicht ein zweites Mal erfinden! Die Lösungen hat uns unsere Geschichte vorgezeigt, und sie liegen auf der Hand: Aktivierung des Bodens (auch des Wüstenbodens, der nicht tot ist, sondern dem nur Wasser fehlt). Mimesis, also Nachahmung der Lösungen, die die Natur uns vorzeigt, ist vielfach die Lösung. Eine fruchtbare Erde wäre ein statthaftes Erbe für die zukünftigen Generationen, nicht Geld. Reiche Erde macht auch reiche Menschen!
Die Vision, ganz Nordafrika wieder grün werden zu lassen, ist nicht einfach ein leerer Traum. Es ist vorstellbar, und es ist mit nahezu Sicherheit machbar! Man muß nur an einem Punkt beginnen, wie am Sinai. Dann könnte die ganze Welt von Nordafrika ernährt werden. Die Auswirkungen aufs Klima liegen auf der Hand.
Und die Wüste Nordafrikas war bereits einmal grünes Land. Man muß nur vieles wieder reaktivieren! Schon damals, vor siebentausend Jahren, als alles grün war, war es menschliche Aktivität, die diesen Landstrich (der noch zur Zeit der Römer hoch fruchtbar war) verwüsten ließ. (So, übrigens, wie die gesamte Mittelmeer-Küste, die einst eine fruchtbare Gartenlandschaft war, wir haben darüber bereits gehandelt.)
Warum Sinai? Die heutige Wüste Sinai war einmal eine blühende Landschaft, das zeigen Satellitenbilder mit der Topographie der Halbinsel. Mit einem großen See in der Mitte, und (sieben!) Flüssen, die diesem See zustrebten. Diesen wieder zu aktivieren ist ein lohnendes Ziel, sodaß an ihn bereits gedacht wird. Vermutlich ist die Landschaft deshalb verwüstet, weil schon in früheren Zeiten nach denselben (Raubbau-)Prinzipien Landwirtschaft betrieben wurde wie heute.
Mit großen Monokulturen, mit Wasserverschwendung (übrigens - für bequemlichkeitsdienliche Luxuspflanzen, auch das wie heute; Anm.) wegen kurzsichtiger Gewinnabsichten, man nahm mehr vom Land, als es geben konnte, wie bei uns. So konnte das Land sogar den Regen nicht mehr fassen, er verging, ohne genutzt zu haben. Von den Bergen wurde die fruchtbare Schichte in Form von Schlammabrutschungen nach unten befördert, wo sie austrocknete und dem Wind ausgeliefert war.
Erosion, also Erdabtragung war die Folge. Die Berge wurden vegetationslos und nackt, das Klima änderte sich. Zumal mit der Zeit wusch auch das Wasser - der Boden konnte es nicht mehr halten - die fruchtbare Erdoberschicht ins Meer bzw. ins Nildelta trug. Im Norden entstanden jene Ablagerungen, die die Lagunen von vierzig Meter Tiefe auf 1,5 Meter Wassertiefe gefüllt haben. Wie das geschehen sein kann, kann man heute an vielen Orten der Erde beobachten. Denn Schlammlawinen sind weltweit keine Seltenheit, mit denen die Berge ihre Erdschichte verlieren und verkarsten.
So seltsam das also nun an dieser Stelle, mit aller oben angeführten Kritik, klingen mag, so ist "Return to Eden" der wissenschaftlich interessanteste Film dieser Trilogie von Marijn Poels. Er liefert eine enorme Fülle von Fakten und Tatsachen, über die man eigentlich kaum etwas wußte, die aber von großer Relevanz sind, will man Klimawandel und Nahrungsmittelprobleme der Menschheit einschätzen.
Nicht vergessen, sie waren der Ausgangspunkt aller dieser Überlegungen, die in den Schriften von Thomas Robert Malthus und seinen Thesen, verfaßt zu Anfang des 19. Jahrhunderts!, daß die Vermehrung der Weltbevölkerung zu stoppen, ja diese zu dezimieren sei, weil sie schon bei damals einer Milliarde Menschen nicht mehr ernähren werde können; darauf aber, werter Leser, bauen alle die größenwahnsinnigen Machtphantasien der "Eliten" wie der "Rhodes-Association" der Erde auf!
Samstag, 10. Oktober 2020
Die Neurose "Neuzeit" abzuwerfen als Rückkehr (3)
Das ist der Grund, warum praktisch sämtliche Visionen, die der holländische Filmemacher Marijn Poels in "Return to Eden" vorstellt, Vorstellungen einer Welt ohne Menschen sind - Kulturlosigkeit ist also die Utopie, die hier verfolgt wird. Und das ist nicht nur schade, das ist einfach grober Unfug. Und es ist letztlich genau das, was die Welt tatsächlich zerstört. Denn sie ist auf den Menschen ausgerichtet, die gesamte Schöpfung "ächzt und stöhnt", und "wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes."
Wir können deshalb nicht "im Paradies bleiben", indem wir uns quasi "der Natur" unterordnen. Natur sein heißt nämlich, auf den Menschen, also auf die Vernunft, ausgerichtet zu sein. Es ist grober Unfug zu sagen "humans safe nature by not using it." DAS GEGENTEIL ist der Fall! Nur muß der Mensch die Natur vernünftig, also dem logos gemäß, nutzen. Und das MUSZ er.
Er kann sie nicht "lassen wie sie ist", um sie zu retten, oder auch nur besser sein zu lassen. Sie wird ohne Menschen nicht besser. Sie wird ohne Menschen darwinistisch-brutal, in dem ohne Rücksicht auf das Ganze der Welt eine Herrschaft der Oligarchie, also der rücksichtslos Stärkeren, aufgebaut wird. Jedes Stück "Natur", das sich selbst überlassen ist, bezeugt das. Es bewirkt Artenreduktion, bewirkt die Schreckensherrschaft einiger weniger über den Rest.
Deshalb ist es gar nicht so leicht, über dem faktischen Zustand der "Natur", wie sie sich heute bietet, vor allem an manchen Orten bietet, das herauszufiltern, was wirklich "Paradieseszustand", also "ursprünglicher Zustand" ist. Denn das wäre dann der Verweis auf das, was "gemeint" ist, und das gewirklicht werden soll, um den Willen Gottes - und damit "Paradies" - zu ermöglichen.
Worin der Film aber eindeutig "gut" ist, ist, wenn er (woher immer dann diese Impulse stammen, und sie sind quasi der Intuition, nicht der Stringenz der Argumente geschuldet) auf die Möglichkeit hinführen will, die direkten Zusammenhänge durch Lokalität, durch Regionalität nicht zu zerreißen. Als bessere Alternative, ja als Notwendigkeit, um Weltzerstörung zu vermeiden, was sich aber wiederum gegen Auswüchse und Fehlentwicklungen der Kultur wendet. Damit aber in mangelnder Differenzierung GEGEN KULTUR GENERELL ausufert.
Ja, das ist sie, die bessere und sogar die einzige Alternative. Denn es geht um das Schaffen von Verbindlichkeit zwischen lebenden Wesen. Das ist überhaupt erst Kultur. Und hier scheiden sich auch alle sozialistischen Ideen und Experimente! Die genau das nicht tun, die genau das vermeiden wollen, was zu solcher Verbindlichkeit IN FREIHEIT führt. Denn ohne Freiheit ist Verbindlichkeit Terror und Zwang, nicht Verbindlichkeit weil Humanität!
Zwischen diesen bislang versucht auszuführenden Marken bewegt sich der gesamte Film von Marijn Poels, bewegt sich "Return to Eden." Der die eindreiviertel Stunden wohl wert ist, von denen man aber nur profitiert, wenn man diese Marken auch einhält und immer wieder scheidet. Gut gemeint ist nicht gut, und Emotion kann Sachlichkeit niemals ersetzen, ja ist gefährlich. Die Bösen (wenn man so will) entscheiden letztlich ja genau so!
Dann sieht man aber auch, daß Poels "Sachlichkeit" meint, anhand gewisser "wissenschaftlicher Kriterien" das Gute zu finden und als Gesolltes zu orten. Ist einem das bewußt, schmeckt man dieses bittere Korn mit jeder Einstellung und jeder Szene mehr und deutlicher. Naturwissenschaft hat aber gar nicht die Instrumente weil Kriterien, wonach sich das, was Poels in Wahrheit sucht, detektieren ließe.
Denn Poels sucht wie jeder, der das Paradies sucht, nicht eine technische Perfektion. Vielmehr verwechselt er das eine mit dem anderen! Er handelt damit genau so, als litte auch er an jener Grundkrankheit unserer Kultur, die sie zum Tode führte. Die meinte, Geistiges verdinglichen zu können.
Aber Poels Leiden ist echt. Und deshalb findet er immer wieder "Echtes", Wirkliches, so wenig er es letztlich einzuordnen, zu gewichten vermag. Was den Grundton der Verzweiflung, dessen sich der Film gegen die Behauptung des Titels "Return to Eden" nicht zu entledigen vermag, verständlich macht. Denn die Vernunft kann nicht explizieren, in eine Ordnung und damit in Sinn einbetten, was das menschliche Empfinden oft genug richtig an Information liefert.
Deshalb ist der Film wahr, wo er einfach aufnimmt, der Linie des ersten Teils der Trilogie treu bleibt. Was immer man damit dann anfangen möchte. Er erzählt von den Tatsachen, die warum auch immer so sind wie sie heute sind. Ohne den Totprügel "Klimawandel durch CO2-Erderwärmung" auszupacken, schildert er die Trockenheit von 2019, die viele Bauern der deutschen Ebenen wirklich schwer getroffen hat.
Die von "noch nie dagewesenen" (also, in ihrer Erinnerung) Zuständen sprechen, was natürlich höchst verführerisch ist, allen diesen Arten von Klimakatastrophiken beizutreten. In denen es aber nie um Zustände geht, sondern um Ursachenbestimmungen und Handlungskonsequenzen. Darin irren sie nämlich dann alle. Darin sind sie sogar gefährlich, und offenbaren sich als gewalttätig und kulturfeindlich, weil hinter diesen Klimakatastrophiken etwas ganz anderes steht: Ein Grundimpuls gegen diese Kultur, und ein Versuch, die Herrschaft an sich zu reißen.
Niemandem in der gesamten Klimakatastrophik geht es um Natur. Die Gegenmaßnahmen generell, die Energiewende im Exemplarischen ist der offensichtlichste Beleg dafür. In der die Natur so zerstört wird wie noch nie. Diese Zerstörung wird aber unter anderes Etikett gestellt.
Die Klimakatastrophik BENÜTZT also die realen Natur- und Wetterphänomene, ja benützt sogar einen allfälligen Klimawandel, soferne der wirklich stattfindet (und als beobachtbare Tatsache immer eine Veränderung regionalen Klimas mit zumindest sehr komplexen und vielschichtigen Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen ist).
Was festzustellen diese ganze Hysterie noch gar nicht möglich macht. Denn dazu müßte man einmal wirklich "beobachten" und "sehen" können, in Ruhe, in Freiheit des Blickes, in Wahrheit der Daten. Aber weder "erklärt" die Klimahysterie etwas, noch analysiert sie sie richtig. Sie will etwas ganz anders als "Bewahrung der Schöpfung", das täuscht sie nur vor, und dazu ist ihr keine Lüge zu gering, um sich nicht dafür zu bücken.
In diesem nach wie vor neutralen Blick von Poels kommen deshalb auch so wichtige Zusammenhänge ans Tageslicht. Wie die Rolle der Banken, des Geldes, die (mit ihren Krediten) die unter viel zu niedrigen Produktpreisen leidenden Bauern extrem unter Druck setzen.
Freitag, 9. Oktober 2020
Die Neurose "Neuzeit" abzuwerfen als Rückkehr (2)
Aber seine Utopie ist die Rückkehr zum logos.
Das aber überschattet und schwächt den ganzen, so gut gemeinten Film "Return to Eden", den der Filmemacher Marijn Poels am 17. September 2020 der Weltöffentlichkeit vorstellte, und der (vielleicht auch "wegen" Corona) bereits von Anbeginn an auf Youtube zur kostenfreien Verfügung steht.
Denn es ist ein Kampf gegen das Böse, die Sünde, um den es Poels und um den es ja in Wahrheit bei allen diesen Fragen geht. Mit der Moral als praktisch-reale Ethik ist immer und natürlich auch heute DAS treibende Element hinter und in jeder Form des Wirtschaftens als Form des Lebens- und Überlebens.
Aber diese Welt des Gefallenen, dieses "vallis lacrimosa", ist nicht auf einem Weg überwindbar, in dem durch technische Einsicht, durch praktisches Verhalten, das noch dazu in irdischen Kategorien "beweisbar" ist und somit als Überzeugungselement die Kraft hat, die Welt "zu verändern", auf daß es nur noch darum gehe, mit den Menschen "zu reden" (also ... um Medien-, um Pressefreiheit), ist es nicht genau und nur das?
Willkür, Subjektivität, menschlicher Wille als DAS weltschaffende, weltrettende Element, sodaß also alles nichts ist als der nächste Anlauf der ... Aufklärungsideologie des 18. Jahrhunderts?!? Rousseau! Rousseau! Als der Prototyp des heutigen Menschen! Herrschaften, das ist es, darum geht es doch? Auch bei Poels. Leider.
Und doch, und doch geht es bei diesem Impuls des "returning home", des "Heimkommens", um einen grundchristlichen Impuls. Denn es geht in der Hinwendung zu Jesus Christus um ein Zurückkommen zum Neuen Adam, zum Anbeginn selbst, zum neuen Paradies. Dieses Zurückkommen ist sogar das, was E. Michael Jones als "Logos rising" ahnt, weil es generell als Rückwendung zum logos selbst zu sehen ist. Als neuerliche Hinwendung zur gottgegebenen wie damit gottgewollten Grammatik der Schöpfung selbst.
Worin sich das Wesen aller Dinge in der Ideenhaftigkeit in Gott begründet wie daraus lebt und existiert. Und zwar NUR daraus. Wenn es davon abweicht, geht es zugrunde. So schaut es aus! Deshalb ist jedes Weiterschreiten ein Zurückwenden an den Beginn, den Ursprung, die Quelle - ein "Return to Eden". Denn das Unnatürliche als das von Gott Abgewandte ist das, was einer toten und dem Tode zuweisenden Kultur wie der unsrigen (+S. PP Johannes Paul II. sprach deshalb von einer "Kultur des Todes") als NORMAL empfunden und gesehen wird, ist nicht mehr als es ist: Eine wahre und wahrhaftig empfundene Aussage.
Das ist aber auch das Verführerische an Rousseau, das ist aber zugleich das große Mißverständnis, das sich damit verbindet, weil diese Sichtweise Rousseaus ("Zurück zur Natur", zurück zu einem IDEALEN URZUSTAND) das Wesen des Menschen ALS KULTURWESEN mangels Kenntnis des Wesens Gottes völlig (und zwar wirklich: VÖLLIG) verkennt. (Wir haben darüber bereits gehandelt.)
Ein Idealzustand ist nur dann ablesbar und erkennbar, wenn das Wesen des Menschen und der Schöpfung erkannt wurde! Nur dann können wir erkennen, wovon alles ausging, und wohin es strebt und worum es kämpft. Worum also der Lebenskampf des Geschöpflichen bzw. des Lebens überhaupt geht. Und WARUM das Lebende kämpft, das sich im Kampf gegen die Nichtung in Form des Todes wehrt, indem es aus aller Aussichtslosigkeit immer noch nach Wegen sucht, um zu überleben.
Und das ist nur einer der Punkte, worin wir die Schöpfung allzu leicht unterschätzen, und uns so leicht - aus Unkenntnis des wirklich Wirklichen, des Wesens aller Dinge! - in Katastrophenpanik treiben lassen, die nicht in der Wirklichkeit gründet.
Daraus, aus Unkenntnis der tiefsten Zusammenhänge aber - so viel davon auch geschwätzt wird - stammt der immer wieder auftauchende Impuls (und vielleicht ist es sogar das Grundmotiv für Poels, diesen Film zu machen), zu "mobilisieren", die "Menschen zu bewegen", "etwas zu tun", sich "zu erheben," sich "zu wehren." Was konkret heißt, sich gegen diese Kultur zu wenden.
Und gar nicht, gar nicht! gegen die ZIVILISATION, weil letztlich alles Vorgestellte wieder in demselben Denken gründet, das die vermeinte Zerstörung bewirkt hat: Dem Technizismus. Oder, in dessen pseudo-geistiger, oft gut verhüllter Gestalt, der Gestalt der Magie. Nur, eben WEIL diese Zivilisation GEGEN DIE KULTUR abgebogen ist, haben wir, was wir schmerzhaft sehen, haben wir dieses Ausmaß an Zerstörung DES LEBENDIGEN. Nur KULTUR kann uns "retten", und zwar ins Ewige hinein, darum geht es nämlich.
Und Kultur gründet im Kult, und damit in der Verehrung Gottes als Urgrund in Ursprung wie Erhalt von allem. Schon wer von Evolution daherschwafelt ist deshalb mehr als nur ein "Andersdenkender", er ist ein Priester des Todes. Denn alles wird aus dem Geist bewegt, aus dem Wort. Auch das Böse, auch der Irrtum, auch die Weltzerstörung.
Die direkte Folge einer Vorstellung von Welt ist, die NICHT aus dem Geist, und die nicht innerhalb des logos entstanden ist und besteht (besteht!), sondern die (da mögen sich diese Leute winden und wenden, wohin sie mögen, es ist so) immanent materialistisch und mechanistisch ist. Die sich also nicht Gott, dem Sein selbst, VERDANKT. Der jedes Haar am Kopf, jedes Blatt, das zu Boden fällt, gezählt hat.
Donnerstag, 8. Oktober 2020
Die Neurose "Neuzeit" abzuwerfen als Rückkehr (1)
Und wieder einmal muß man hier die Katholische Kirche in die unerfüllte Pflicht nehmen, denn sie HÄTTE EINZIG die Alternative, und wir werden sie in einiger kurzer Zeit auch in einer Fülle ALS ALTERNATIVKONZEPT DES WIRTSCHAFTENS UND LEBENS vorstellen, die vermutlich manchen Leser aus den Latschen kippen lassen wird. Aber dazu wie gesagt demnächst in diesem Theater. Vorerst zurück zu Poels' Film.
Wenn Poels (der deutsche Wurzeln hat, und mit einer Sächsin verheiratet ist) sympathisch wirkt, hat das aber darin seinen Grund: Er versucht die Wahrheit zu finden, und investiert darein viel Herzblut. Was immer heißt: Mit gewisser Naivität. Umso überraschter war er, als er nach Erscheinen seines Filmes "The Uncertainty has settled" im Jahre 2017 (wir haben darüber hier ausführlich gehandelt) in einem Maß angefeindet und angehaßt wurde, das ihn völlig überrascht hat. Denn er hat doch nichts anderes versucht als die Sache so darzustellen, wie sie sich eben darstellte!
Aber das Böse hat eben einen wirklichen Feind, und der ist die Vernunft. Und davor hat es sogar Angst, wirkliche Angst. Denn es geht um die Existenz des Irrtums, der als Existenzstütze inmitten des Nichts des Nicht-Seins nichts so sehr braucht als die Herrschaft über die Sprache.
Mit einem Mal hat Marijn Poels feststellen müssen, daß große Teile derjenigen Teile der Völker, die "die Öffentlichkeit" dominieren, also "darstellen", an Richtigkeit und Faktentreue gar nicht interessiert waren. Ja, daß diese die Fakten und Tatsachen sogar als Bedrohung wahrnahmen, sodaß es in den Reaktionen oft nur noch darum ging, Gegenstimmen, also nicht Zustimmendes, einfach Kritisches, einfach Faktentreues zu unterdrücken. So entstand die Idee zu einer Trilogie, der mit "Paradogma" (der Titel erzählt eigentlich schon den Inhalt) der zweite Teil folgte.
Der aber leider insofern die Erwartungen des VDZ erfüllte (deshalb hat er ihn hier nicht wirklich besprochen, zu sympathisch war dem VdZ der Filmemacher, er gibt es zu, er ist somit bestechlich, jawohl, er ist also schwach, möge Gott ihn nie wirklich prüfen), als er die philosophischen Mängel aufdeckte, die dem Niederländer nicht bewußt waren, und in denen sich Poels somit eindeutig zu weit vorgewagt hat. "Paradogma" war also schwach.
Dennoch führte die Arbeit Poels zu einer nächsten und richtigen Fragestellung, nämlich zu der nach dem Paradies. Der Filmemacher beweist damit einmal mehr, daß sich die Wahrheit an der Hand der Dinge erwandert.
Es ist somit das Material - ja, weiten wir das aus, die materia, die mater, die ... (der Leser möge selbst ergänzen) ... die Frau (Gottverdamminomoi) - das abzuschreiten ist, dem treu zu bleiben ist. Und an dem sich aus dem Tun nach und nach auch die Wahrheit entwickelt. Kein Gott Vater ohne Inkarnation, im Geist, kein Mann ohne die Melodie der Frau, keine Wahrheit ohne Grammatik der Grundlage der Welt, die er aus dieser Grammatik heraus zur Gestalt führen muß.
Der Künstler (als Prototyp, als Archetyp des Menschlichen überhaupt) ist somit der an das Materiale Gebundene, der Treue, der in dieser Treue erst zur Wahrheit kommt, die ihn so bestimmt, daß er aus der irdischen Weltgesellschaft nahezu ausscheidet (mehr wollen wir zu dem Thema hier nicht weiter ausführen, es ist genug gesagt, und muß doch immer wieder angerissen werden).
Wenn Poels also an seinem Material wächst und sich entwickelt, so zeigt er sich als Künstler. Das sollte dem Leser (und Schauer) doch klar bleiben. Denn es zeigt sich an diesem dritten Teil dieser Filmtrilogie wieder eindeutiger als im zweiten Teil. Dem Gnade zugemessen wird, der Macher war einfach zu deutlich von den Wirkungen des ersten Teiles - also von der Welthaftigkeit selbst - irritiert.
In "Return to Eden" (der Film ist zu großen Teilen in deutscher Sprache, ansonsten gibt es bei Youtube nützliche Untertitel- und Übersetzungsfunktionen) beginnt Poels mit einer realisierten Utopie des landwirtschaftlichen Behabens, der Permakultur. Die als Weg aufscheint, wie ohne technisch-ausbeuterische Absicht (also der Todsünde der Gier unterliegende, an sich protestantische, weil gegen das Wesen der Schöpfung, gegen deren Grammatik protestierende Haltung, die der Welt "einen Würfel schlagen" will, wie es der VdZ stets ausdrückte.
Wo also Eigenwillen in einem Mißverständnis von Freiheit - als Willkür - über den Willen des Seins gestellt wird. Aber es scheint auch anders zu gehen. So nämlich, daß der Natur die Grundlage des Lebens, Nahrung in jeder Form, so entrungen werden kann, daß sie wie ein paradiesisches, leichtes, anstrengungsloses "Herunterfallen des Notwendigen" ("Seht die Lilien des Feldes, sie säen nicht, sie ernten nicht ..." vgl. Neues Testament) wirken könnte.
Bedeutet also "nach dem Willen Gottes - des Seins - zu leben" auch automatisch, im "Paradies" zu leben? Ja und nein. Ohne Zweifel bedeutet das Leben "im Reich Gottes" (also nicht nur seinem Willen gemäß, sondern als Getaufter, in der Fülle der Sakramentalität, das darf hier nicht vergessen werden, auch wenn Poels das nicht zu wissen scheint) ein "so leben als".
Womit diese gefallene Welt, diese Welt der Ausbeutung, der technizistisch-mathematischen, rationalistischen Auspressung der Schöpfung im Namen verdinglichter, aus Angst (die mit Fürsorge allzu leicht verwechselt wird) angewandter Weltvergewaltigung, zu einem Kreuz wird. Womit das Leben des Getauften (und wie erst des Ungetauften!) zu einem "vallis lacrimosa" wird, und zwar immer, und zwar ausnahmslos - weil es um das Aushalten geht, um das Durchstehen, um das Erdulden und um das Leiden.
Als einzigem Weg, diese gefallene Welt auf jene Welt hin zu überwinden, die als "neue Schöpfung" verheißen ist. Und auf mehr läßt sich auch die Hoffnung auf eine "bessere Welt" nicht aufbauen: Sie ist ein Kommendes, und nicht ein gegenwärtig Herstellbares!
Aber das ist dem, der nicht glaubt, der um den Glauben vor allem nicht weiß, nicht begreifbar. Und es ist auch Poels nicht begreifbar, leider. Somit weckt Poels zwar manche Sehnsucht, und darin tut er Gutes, womit er anderseits erfüllt, was Kunst überhaupt nur kann - die Rampe hin zur Übernatur bilden, nicht diese selbst aber sein, dazu bräuchte und braucht es die Sakramentalität, in der Form des einzigen Kunstwerkes, das diese Utopie wirklich werden läßt - DIE SAKRAMENTE, die LITURGIE der Kirche.
Sonntag, 2. August 2020
Aus einem Internet-Chat
A] Warum nur habe ich das Gefühl, daß jeder von uns irgendeine Form von ADHS hat, mit seinen Nerven am Ende ist, Angst und Depressionen hat, ..
B] Mich wundert daß du dich wunderst. Die Leute verlieren ihre Arbeit oder müssen Angst haben daß sie sie verlieren, so wie es rundum ja passiert.
Nirgendwo mehr gibt es unbeschwerte Fröhlichkeit, alle müssen Angst haben, daß sie sich ihr Leben, ihre Wohnungen nicht mehr leisten können.
Niemand weiß, wie die Zukunft aussehen wird. Jeden Tag muß man fürchten, daß ein nächster Lockdown kommt, irgendwo Straßenschlachten ausbrechen, und die Grenzen dicht gemacht werden.
Ständig heißt es vor allem, daß alles so schrecklich wird, wenn es so weitergeht. Es ist, als würde man nicht nur alles falsch gemacht haben, sondern auch nichts mehr richtig machen können.
Man hat sogar das Gefühl, als hätte das eigene Leben keinen Sinn mehr, und wäre nur noch eine ununterbrochene Bedrohung für die Mitmenschen und für die Erde, solange man nicht wie ein stummer Sklave nickt und irgendwo hinterhertrottet.
Man hat sogar das Gefühl, als würde man das Leben und seinen Sinn nicht mehr selbst denken können. Von überall her kommen Ratschläge, was man falsch macht und falsch denkt. Und wenn man sich dann Diskussionssendungen etwa im Fernsehen ansieht hat, wo es um Probleme der Welt geht, hat einer den Eindruck, als würden die von einer anderen Welt reden. Wie es ausschaut ist es am besten, wenn man überhaupt zuhause bleibt und sich ins Bett legt, um zu sterben.
Man hat nämlich das schreckliche Gefühl, daß unter unsereinem eine stille Übereinkunft herrscht, daß keiner mehr etwas zu sagen oder zu denken oder zu tun wagen sollte. Schon gar nicht einfach so. Weil er fürchten muß, wenn er sich nicht ständig kontrolliert als sexistisch, rechtsradikal, rassistisch, nationalistisch, homophob, xenophob, genderverkehrt, coronagefährlich, antisemitisch und weiß Gott was noch verdammt, wenn nicht straffällig zu werden.
Denn ich habe sogar oft schon Angst, von jemandem verraten und beim nächsten Polizisten angezeigt zu werden und für irgendwas Strafe zu zahlen. Einfach alles, was man macht und vor allem alles, was man bisher so gemacht hat, könnte eine mittlere Weltkatastrophe auslösen. Es ist zumindest die Schuld am Eisbärensterben, an den toten Kindern in Liberia, für die Kriege in Arabien, an der Ausbeutung der Frauen in Bangladesch, und an den Überschwemmungen in Südbayern, an den Waldbränden in Kalifornien und am Hurricane in Florida.
An nichts darf man sich noch unschuldig freuen - wirklich allem ist die Unschuld genommen. Sogar jetzt im Sommer. Ist das Wetter schön und heiß, so richtig zum Baden, liest man sofort Ankündigungen von Trockenheit und Dürre in den Zeitungen und daß man besser sowieso nicht in die Sonne geht. Regnet es, berichten am nächsten Tag die Nachrichten über Unwetter und möglicherweise vernichtete Ernten zum Frühstück.
Ißt einer was Süßes, zerstört er seine Gesundheit. Ißt er salzig schon überhaupt. Ißt man Fleisch, vernichtet man das Weltklima. Lädt einen die Oma zum Essen ein, würgt man das Essen mit Magendrücken runter, weil die mit ihrer Kocherei den Planeten zerstört, den Regenwald vernichtet, das Plastik in den Weltmeeren vermehrt, und mit ihrem Kohlenofen sowieso verantwortlich für die Erderwärmung und fürs Walesterben ist.
Und da wunderst du dich? Bessere Bedingungen für ein Desaster im Gehirn kann es doch gar nicht geben!
Sonntag, 26. April 2020
Christen, verteidigt Euren Boden (2)
Teil 2) Das war damals, so ist es heute
Eine Kirche, die den Kakao, durch den sie gezogen wird, auch noch genüßlich und mit süßem Gesicht ausschlürft ... naa, das hat den Menschen wirklich gerade noch gefehlt!



