Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
Dieses Blog durchsuchen
Sonntag, 26. Februar 2023
Vom Schreibtisch weg geplaudert
Montag, 19. September 2022
Ein Bild sagt mehr
Freitag, 27. Mai 2022
Weitere Bausteine
Dienstag, 16. November 2021
Kurz vor dem Regime der großen Konsenswolke (3)
Warum ist das so? Weil sich keine der Seiten der Faszination der Macht entziehen kann, die mit dieser Ebene des bewußten "Denkens" verbunden ist. Diese Macht lockt alle, buchstäblicht, und hängt mit dem Mißbrauch des Wortes "Demokaratie zusammen. Aller. Streit besteht nur darin, wer diese Macht als erster oder am besten für seine Zwecke nützt, der ein Streit um "Legitimität", also ein Streit um die Verwurzelung im Absoluten ist.
Montag, 15. November 2021
Kurz vor dem Regime der großen Konsenswolke (2)
Das Schaffen von (Pseufo-)Wirklichem, das das wirklich Wirkliche ersetzt, setzt eine bstimmte Rolle der Medien voraus - Die Lenkung des Disputs sogar in der Gewissensbildung - Die Besorgnis ums Klima is tn dem Maß gestiegen, wie die Menschen durch Corona-Lockdowns gezwungn waren, ihre Sprache und ihr "Wissen" au sden Massenmedien zu beziehen. Die ihrem Wesen nach, speziell in ihrer täglichen Frequenz, den Blick auf Einzelnes richten. Enzelnes hat aber ein Problem: Es braucht eine Interpretation, die jedes Einzelereignis, um überhaupt erst seine Wirklichkeit erkennen zu können, in ein großes Narrativ, in einen großen Interpretationsbogen einordnen. Erst dann wird klar, WAS etwas ist. Damit steigt die Rolle der Medienmacher, jener also, die entscheiden, wie und was in den Schlagzeilen erscheint als das, was die Debatte bestimmt, und wird umso leichter zum Instrument von Maniopulation.
Natürlich stimmt, was man im Mikrisoph sieht, aber was es ist, und welche Rolle esl spielt, wird in dem Maß erst erkennbar, wie die Sichtweise sich wieder in den menschlihen "normalen" Blick rückt, die Vergrößerung also zum Normalmaß wird. Daran können tagesaktuelle Medien vor allem sehr hindern, ja das klönnen sie fast verhindern. Weil das "wirklich Gesehene" als "Tatsache" eine sehr hohe Überzeugungskraft dahingehend hat, als es Prämissen setzen kann, die die große Interpretation bestimmen.
Sonntag, 14. November 2021
Kurz vor dem Regime der großen Konsenswolke (1)
Bis es der Politik reichte. Thatcher hat daraufhin die führenden Kernkraftingenieure und Konzernbosse an den Tisch gebeten und mit ihnen ein Konzept ausgearbeitet, wie man das Land aus dieser Abhängigkeit von menschlichen Faktoren loseisen könne. Und die Herren von der Energiewirtschaft waren um Lösungen nicht verlegen. Wenn man die gesamte Versorgung mit Strom auf Kernkraft umstellt, betrieben von Industrien, in denen die britische Regierung durch Beteiligungen, Garantien für den Betrieb und einigen milden Milliarden-Kapitalgaben entscheidend mitzureden hatte, war das Problem zu lösen.
Samstag, 24. April 2021
Gedankensplitter (1155)
Es sagt viel über das In-der-Welt-sein und dessen Umfänglichkeit aus, mit der wir dieser Welt eingeordnet sind. Wie viel wir sinnlich wahrnehmen, ohne daß es uns bewußt wird. Wie sehr uns deshalb ein Erdbeben sofort bewußt wird. Ich habe auch das Beben vom letzten Dienstag sofort wahrgenommen - Wackeln der Wände, Zittern und gespanntes Schwingen der Decke bzw. des Bodens, es hat etliche Minuten gedauert, und ist dann den ganzen Tag über immer wieder mal aufgetreten, aber nur mehr schwach.
Montag, 18. November 2019
Eine Stimme der Vernunft
Heute kann sie ruhig im Lehnstuhl sitzend darauf warten, daß wir in einigen wenigen Jahrzehnten auf Knien zu ihr gekrochen kommen, um sie um Stromproduktion anzubetteln. Denn gerade das letzte "Klimapaket" in Deutschland* ist so außer Rand und Band, daß wir sämtliche Konkurrenten des Atomstroms aus dem Weg räumen. Eine sichere Stromversorgung, von der unsere Zivilisation aber mehr denn je abhängt, wird dann nur noch Atomstrom liefern können.
Aber was wird bis dorthin mit unserer unmittelbaren Lebenswelt geschehen sein? Es gibt bis heute keinen einzigen wissenschaftlichen Nachweis, daß das CO2 ein "Weltklima schädigt". Nur eines dabei ist sicher, daß das CO2 lebensnotwendig ist. Aber der Wahn ist bereits so entgleist, daß wir dabei sind, durch den "Kampf gegen den Klimawandel" unsere unmittelbare Umwelt schwerstens, ja katastrophal für die Biosphäre zu schädigen.
Mittwoch, 8. August 2018
Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann? Niemand!
Wo eine irreale "Gefahr" aufgebaut wird, die dann durch beherzte politische Kunst gebannt wird. Wo jeder Part so durchchoreographiert ist, daß jedes Kabuki-Theater in Tokyo vor Neid erblassen könnte. Aber das ist er eben - unser politischer Alltag. Es geht nicht um Sachgemäßheit und Realität, sondern um Stimmungen, Zustimmungen und archetypische Identifikationsmuster.
Selbst die Folgen der Atombombenabwürfe in Japan 1945 beruhen auf unsauberen statistischen Hochrechnungen, sie werden empirisch nicht gedeckt. Wir haben bereits einmal darüber hier berichtet: Das wirkliche Ausmaß von Folgeschäden durch radioaktive Strahlung ist äußerst gering und seriös als "gesteigerte Krebsschäden" etc. kaum nachweisbar. Die große Anzahl von Toten damals geht auf die Sprengwirkung, auf kurzfristige deutliche Überdosen (vor allem Hautverbrennungen), auf die Explosionshitze, und auf das dadurch bewirkte Brandinferno in diesen Städten, deren Häuser meist aus Holz und Papier gebaut waren, zurück.
Dienstag, 18. April 2017
In Deutschland sollen auch keine PHYSIKALISCHEN Grundgesetze gelten
Warum? Huke formuliert es amüsant, aber treffend: Weil sich eine Regierung zum Ziel gesetzt hat, um den Preis horrender Kosten (=Steuergelder) zu beweisen, daß die thermodynamischen Gesetze in der Physik DOCH NICHT gelten.
Donnerstag, 23. März 2017
Angst als politischer Druck - Eine klare Homologie
Das läßt zumindest Ahnungen über Motive zu. Weil dies den Interessen von Konzernen und konzentrierten Kapitalien - in ihrer besonderen und engen Verbindung zur Politik - entgegengestanden wäre. Das geht ganz einfach. Die Politik setzt eine neue, zentrale Regelungsstelle ein (die mit irgend welchen angeblichen Gefahrenmomenten gerechtfertigt werden), schafft Gesetze die deren Vorgaben verbindlich machen, und damit können die Bedingungen so gesetzt werden, daß sie den Zentralisierungsinteressen problemlos in die Hände spielen. Wenn man sich sogar in der simplen Alltagswirtschaft anschaut, was Branche für Branche seit Jahrzehnten (auch durch die EU, übrigens) passiert, so ist es GENAU DASSELBE VORGEHEN. Sogar in der Kirche macht man es unter Franziskus schon ganz genau so. Der ganze Klimawandel-Wahnsinn ist das bisher größte, direkt globale Projekt dieser Zentralisierung, einer der Pathologien des Großkapitals in ihrer Ehe mit der Politik. Unterstützt von einer höchst dienstbereiten, die gewünschten nützlichen Phantasiebilder verbreitenden Medienwelt, allen voran - Hollywood, die sich zum Instrument der großen Mächte umgestaltet haben.
Als Homologie fügt sich dieses Schema damit nahtlos in die Vorgänge, die auf anderen Ebenen ("ethnic cleansing" als Bevölkerungs- und Siedlungspolitik der USA, die mittlerweile die ganze Welt bestimmt) zeitgleich abliefen. Wo in den USA die zahlreichen ethnisch-religiösen Sozietäten - Amerika war immer ein Ensemble für sich bestehender, sehr selbständig denkender, fühlender, in vielen Eigenformen lebender kultureller Kreise (je nach Einwanderer-Herkunft), die auch allfällige soziale Probleme selbst lösten - durch gezieltes Zerstören der Integrität dieser Einheiten zu einem universalistischen, nur noch zentralistisch steuerbaren Gesamtgebilde umgeformt wurden.
Die Dramatisierung der Atomkraft, der Mythos seiner schweren Handhabbarkeit, seiner Gefährlichkeit, der angeblichen Schwierigkeit der Versorgung mit Ausgangsmaterialien waren propagandistische Mittel, mit denen große Kapitalien in nützlicher Symbiose mit der Politik erfolgreich die Konkurrenz (aus zahllosen Kleinanlagen) wegräumte und diesen "Goldesel Energie" in ihren Händen konzentrierte.
Das ist keine Verschwörungstheorie, dass sind reale, nachvollziehbare und ausreichend belegte politische und wirtschaftliche Prozesse und Beschlüsse, in der sich Führung zu "social engineering" als Methode entschloß, um sich zu einer wirklichen und monopolistischen Zentralmacht zu entwickeln.
Der Energiesektor spielt in diesem politischen Ziel eine nicht unwesentliche Rolle. Er ist einer der Hydra-Köpfe dessen, was wir hier stets als "Kapitalismus" (im Gegensatz zu einer freien, menschlichen, dem Gemeinwohl - nicht Partialinteressen des je Stärkeren - dienenden Wirtschaft) bezeichnen. Dieser wesentlich fachliche Vortrag eines Mannes, der weiß wovon er spricht, ordnet sich also nahtlos in ein Gesamtbild ein, das enorme Erhellungskraft besitzt. Im zweiten Drittel spricht Winsor über die politischen Implikationen in ihrer Verbindung mit Kartellinteressen. Im letzten Drittel des Vortrags zeigt Winsor ganz konkret und verblüffend nachvollziehbar, wie falsch die landläufig kursierenden Mythen ("Wissen") über Radioaktivität sind.
Dienstag, 5. April 2016
Selbsttäuschung
Montag, 12. Oktober 2015
Laßt Radioaktivität über die Menschen kommen! (2)
Also setzte man Tiere bewußt und extrem überhöhter Strahlung aus, die "jede" Genkonsrtuktion aufbrechen konnte und mußte. Und was stellte sich nun heraus? Die Tiere, die bereits mit Radioaktivität zu tun gehabt hatten, waren weiterhin fast immun. Sie waren in ihren Abwehrmechanismen so aktiv, daß sie radioaktive Schädigungen wesentlich schneller verarbeiten konnten. Ja, Tiere, die bereits einer Strahlung ausgesetzt waren, waren sogar gegen chemische Gifte wesentlich immuner.
Wie erklären sich - wenigstens zum Teil - die Naturforscher diese überaus erstaunliche Tatsachen der "Todeszone Tschernobyl"? Gibt es etwa ganz andere Hauptakteure in der Natur, als man dachte, und spielt Radioaktivität eine wesentlich geringere Rolle, als gedacht? Wo selbst Fledermäuse, die radiaktiv so schwer "belastete" Insekten zur Nahrung haben, keinerlei Anzeichen einer Veränderung zeigen, obwohl sie doch durch ihre Nahrung meßbar angereichert mit Radioaktivität sind?
Man findet nur eine Erklärung: Der Rückzug des Menschen, das anfänglich hohe Sterben von Bäumen, hat niedrige Lebewesen angelockt und in bislang nicht gekanntem Ausmaß vermehren lassen. Die vormalige menschliche Bewirtschaftung hatte das (etwa durch Pestizide, Düngemittel etc.) unterdrückt. Nun kommen diese Formen wieder, und haben freie Entfaltungsmöglichkeiten. Damit ist die Natur um Tschernobyl viel reicher und vielfältiger geworden. Heute finden sich dort sogar ungezählte Wölfe, Luchse, Rotwild, Elche, Füchse, Hasen, Wildschweine und Bären wieder. Fleisch- wie Pflanzenfresser, in einem seltsamen, regionentypischen Gleichgewicht, selbst mitten in den eigentlichen ReaktorSperrzonen,. deren Schutzzäune die Ukraine aus Geldmangel verfallen ließ. Dort fühlen sich Tiere ob der Ruhe sogar noch wohler.
Tschernobyl ist zu einem Naturpark geworden, vergleichbar mit dem Zustand von vor hunderten von Jahren.
Für den sich komischerweise die UN-Atombehörde bis heute nicht interessiert hat. Klar, die hat ja ihre Meinungen. Man weiß ja heute alles.
Sonntag, 11. Oktober 2015
Laßt Radioaktivität über die Menschen kommen! (1)
Dienstag, 7. April 2015
Man gönnt sich ja sonst nichts (Forts.)
Wobei diese Kapazitäten nach wie vor steigen - und zwar nicht nur durch nach wie vor ungehemmtes Aufstellen von Windrädern und Solarpanelen (von 2002 bis 2012 stieg deren Kapazität von 20 GW auf 90 GW), sondern durch den Bau von Kohlekraftwerken, die notwendig sind, um die Fassade, nein, die Scharade der Energiewende aufrecht zu halten. 2014 war die Kapazität der installierten Kohlekraftwerke mit 77 GW so hoch wie noch nie. Denn die Volatilität der Erneuerbaren Energiequellen verlangt ein doppeltes Netz. Hinter jedem Windrad, hinter jedem Solarpanel muß ein Schattenkraftwerk stehen, das sofort einspringt, wenn das Vorzeigenetz nichts - oder zu viel* - produziert. Das ist mangels Dauerbetrieb nur mit Verlusten möglich. Wobei man nicht vergessen sollte, daß auch nahezu zwei Drittel der Windräder nur mit Verlusten betrieben werden können, weil die Effizienz hinter allen Prognosen zurückbleibt.
Da spielt der Sachverhalt, daß der Gesamtstromverbrauch Deutschlands mit rund 90 GW seit 13 Jahren nahezu gleichgeblieben ist, gar keine Rolle mehr. Ein Schildbürgerstreich, würdig für die Geschichtsbücher. Genau das wollten die Politiker ja erreichen: Man sollte noch in Generationen von ihrer Tatkraft sprechen. Versprochen - gehalten.
So nebenbei: Betrachtet man die preussisch-deutsche Geschichte der letzten 250 Jahre könnte man duchaus zu dem Schluß kommen, daß sich Deutschland immer unter Zeitdruck gesehen hat. Nicht zuletzt seine strategische Grundkonzeption, seine primäre Existenzfrage, ist seit Friedrich II., dem Preußen, auf dem Paradigma, "Erster im Handeln" sein zu müssen, aufgebaut. Nur, wenn man in der Lage ist, dem anderen das Gesetz des Handelns aufzudrücken, sei man in der Lage, angesichts einer permanenten Unterlegenheits- und Bedrohungssituation (Deutschland/Preußen "gegen alle") zu existieren. Mit der Energiewende hat Deutschland also lediglich diese Maxime einmal mehr befolgt.
Daß hier ganz grundsätzliche Fragen der Legitimität von Macht und Staat eine Hauptrolle spielen, liegt auf der Hand. Die früher eher nur strategisch-militärisch zu lösen gesehene, metaphysische, ontologisch aber (spätestens mit der Reichsgründung 1871) nicht zu klärende Frage hat sich in diesem Fall lediglich eines neuen, "moralisch eindeutigen" Bedrohungsbildes ("Klimakatastrophe"; "Atomkatastrophe Fukushima"**) als Maske bedient. Ein Zwang zur Moral, zum "Gutsein", dem sich Deutschland historisch nachvollziehbar in gesteigertem Maß ausgesetzt sah.
| Bildquelle: EIKE |
*So mußte in der Karwoche 2015 wieder einmal ein großer Teil der deutschen Windräder stillgelegt werden, weil die Frühjahrsstürme das Leitungsnetz mit zu erwartenden 30.000 MW Windstromeinspeisung überlastet hätten. Die Stromversorgung war (nur 10 Tage nach der Sonnenfinsternis erneut) weitgehend auf konventionelle Kraftwerke sowie mit 4200 MW auf Speicherkraftwerke in Österreich, der Schweiz und Italien gestellt. Gleichzeitig mußte intensiv in den Strommarkt eingegriffen werden, wie es dann heißt, um Preissteigerungen zu verhindern. Alleine beim Versorger Tennet, der den größten Teil der erneuerbaren Energieen in Deutschland und den Niederlande einspeist, kosten solche Netz-Regulierungsmaßnahmen schon 250 Mio Euro jährlich. Bald wird Deutschland auch die Speicherkraftwerke in Schweden anzapfen, eine Leitung wird in den nächsten Jahren gebaut. Dafür bekommt Schweden "billigen" Windstrom, der natürlich nur am Markt billig ist, dem deutschen Steuerzahler durch garantierte und weit höhere Abnahmepreise aber tief in die Tasche greift.
**Der VdZ ist und war nie ein Verfechter der Atomkraft, er hat die sehr grundsätzlichen Überlegungen hier bereits dargelegt. Aber dennoch muß einmal mehr gesagt sein, daß die sogenannte "Atomkatastrophe Fukushima" keine Atomkatastrophe war, sondern Folge der Tsunami-Ereignisse, die auch das Atomkraftwerk trafen und dort zur bekannten Explosion in Reaktoren führte. Es gibt trotz dieser Ereignisse und wider alle öffentlich-medialen Simplifizierungen nicht ein einziges der insgesamt 21.000 japanischen Todesopfer, das (samt behaupteter "Spätfolgen") direkt oder indirekt als "Strahlenopfer" bezeichnet werden könnte. Bei aller prinzipiellen Ablehnung der Atomkraft, wurde aus millitärischen wie politischen Gründen die Gefahr selbst der Atombombe bzw. der atomaren Verstrahlung stets maßlos übertrieben.
Freitag, 13. Februar 2015
Wille zur Ausweglosigkeit
Wobei das gesamte Problem in den Augen des VdZ (und nicht nur seiner) ein viel prinzipielleres Problem ist. Nur über abstrakte Betrachtung lassen sich hier jene Gewißheiten gewinnen, die jede Diskussion über Daten und technische Lösungen eigentlich schon müßig machen. Jedenfalls ist das Problem nicht auf "empirischem" Weg zu lösen. Nur dann, im Sehen der Seinsbewegungen, läßt isch auch das Insgesamt an Auswirkungen ermessen, weil es alles - auch gesellschaftliche, humane Faktoren - miteinbezieht. Die Frage kann gar nicht "technische Machbarkeit" sein, über die auch in der dem Vortrag folgenden Diskussion eingegangen wird.
Sodaß die Frage bleibt: Was tun wir, was tut die Politik mit der Energiewende überhaupt? Wo werden wir uns damit hinmanövrieren? Es wird den "Klimaskeptikern" gerne vorgehalten, sie wären eine vernunftlose Minderheit, die abstrusen und unwissenschaftlichen Thesen nachliefe. Nach dem Hören der Aussagen Sinns, die oft nur einfache Schlüsse des derzeitigen Denkens vollziehen, muß man sich aber fragen, ob nicht die Verfechter der Energiewende dieser Gruppe zuzuordnen sind.
Nur ein Gedanke, der rein mathematischen Überlegungen entspringt, herausgegriffen: Alleine, um die Windstromproduktion (mit einer durchschnittlichen realen Leistungsfähigkeit von 5 GWh) zur Kontinuität (die ein Stromnetz braucht) auszuglätten, bräuchte Deutschland mehr als 6.000 Speicherwerke jener Kapazität, von denen es derzeit 35 (!) besitzt. Versucht man Wind- und Solarstrom zur gegenseitigen Glättung einzubeziehen, mit 7 GWh Gesamt-Durchschnittsleistung pro Jahr, bezieht man auch die Wirkungsgradverluste mit ein, bei einer Gesamtausbeute von 3 Atomkraftwerken, reduziert sich zwar die Anzahl nötiger Speicher auf unter 400, aber auch das ist illusorisch, und würde 32 Atomkraftwerke kosten - das Zehnfache an Kosten also. Rechnet man anders. Wobei die "Eerneuerbaren Energien" bei realistischer, gesicherter Einbringung dennoch nur 0,6 % des gesamten Energiebedarfs Deutschlands pro Jahr liefern können.
Die Rechnung wird noch phantastischer, wenn man die Speicherkapazitäten von Elektrofahrzeugen einbezieht. Und steigert sich noch weiter, wenn man auch Methanspeicher (mit einem Wirkungsgrad von dzt. 25 %) einbezieht. Wobei der Ausbau der Methanproduktion auf eine weltweite Konkurrenz von "Tanks und Tellern" hinausläuft, weil riesige Landflächen für Energiepflanzen notwendig sind.
Je mehr Varianten Sinn (mit Mitarbeitern) hier durchrechnet - die Situation ist nicht nur technisch unvorstellbar, sondern volkswirtschaftlich absurd. Ein gleichzeitiger Ausstieg aus Kohle- und Atomkraft ist, so Sinn, pure Utopie. Für Sinn ist eine Rückkehr zur Atomkraft praktisch unausweichlich. Bleibt es aber beim Nein zur Atomenergie, wird Deutschland zum einen ein Rückwendung zu Kohlekraftwerken, vor allem aber zum Großimporteur von Atomstrom aus dem Ausland werden. Geht man so wie Sinn davon aus, daß das CO2 eine Klimaerwärmung bewirkt, die sich als Katastrophe auswirkt. Bei insgesamt 85 % Energie aus fossilen Quellen ist ein Ausstieg ohne Atomstrom, sagt Sinn, völlig undenkbar.
Der Vortrag Sinns, unter der Voraussetzung der Klimakatastrophe, wird also zu einem flammenden Plädoyer für die Atomkraft. (Gibt es nicht das Gerücht, daß die Schlagzeile der Klimakatastrophe gezielt von der britischen Atomindustrie als PR-Projekt erfunden wurde? Gewiß auch nur eine dieser Verschwörungstheorien, weil die Koinzidenzen der Interessen einfach auffallen.)
Samstag, 8. November 2014
Am Pannenstreifen überholt
Mittwoch, 8. Oktober 2014
Damit es Oma nicht zieht ums Arscherl
| Quelle: Eike |
Montag, 22. September 2014
Seltsame Zahlen
Die Berechnungen über indirekte Folgeschäden sind aber, so Eike, problematisch, weil auf alle anderen technischen Dinge angewendet, würde alleine der Strahlentod durch Flugzeuge in die tausende Opfer gehen. Die Furcht vor Langzeitschäden, über Jahrtausende verseuchte Landschaften, dürfte aber auch im technischen Sinn unbegründet sein. Und eine genaue Betrachtugn selbst solcher Katastrophen wie Hiroshima und Nagasaki ergibt ein diese Aussagen stützendes Bild. Die Angst vor der "Atombome", damit auch vor der Atomkraft, zu schüren war ganz gewiß in strategischen bzw. militärischen Absichten verwurzelt.
Ja, die manchen Betrachtungsweisen folgend, mehr Schäden verursachen, als sie zu beheben vorgeben. Hier aber sind sie zufällige Zugestoßenheiten, deren unbeeinflußbare Kausalität vielfach bloße Zweckbehauptung ist, dort mit Gewißheit verursachte Todesfälle. Es ist moralisch ein Unterschied, 100 Tote bewußt und gezielt zu verursachen, um 10.000 Tote zu verhindern (die noch dazu im Einzelfall nicht gewiß, sondern bloße Statistik mit gesetzten Annahmen sind), oder vielleicht (!) mehr Tote durch das zu verhindern getrachtete Übel zu verhindern. Krankheit ist nämlich gleichfalls kein objektives Ursache-Wirkungs-Geschehen, sondern hat immer, ja ausschließlich eine individuelle Position im Lebenslauf eines Menschen.
Freitag, 5. September 2014
Aus dem Archetypen-Kabinett
Was sagt dazu aber ein jüngst erschienener Bericht von WHO (Weltgesundheitsorganisation), UNSCEAR (United Nations Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation) und anderer Organisationen, welche sich immerhin auf die Ergebnisse von nunmehr über 100 Jahren strahlenbiologischer Forschung stützen? Sie kommen zu dem Ergebnis, dass es keine erkennbare Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Bevölkerung gibt, außer durch Angst erzeugte. Vor allem im Bezirk Gomel ist anfangs doch etwas passiert, 172 Kinder bekamen Schilddrüsenkrebs, aber 370.000 blieben gesund. Das ist über 20 Jahre her, seitdem sind die Strahlendosen auf weniger als ein Hundertstel gesunken.
Na das schlägt doch dem Faß den Boden aus. Sind die alle blind? War das gute Geld der Rettungsaktion von 1985 beim Fenster hinausgeworfen?
Da fand der VdZ noch eine andere Graphik. Die zeigt, wie hoch die Strahlenbelastung in Weißrußland - samt der des explodierten Kernreaktors - ist, und wie hoch in Deutschland oder im Iran oder in Indien, oder Brasilien. Der Lesermöge sich selbst ein Bild machen. Jedenfalls hat er so seinen Verdacht, warum unsere Medien unmittelbar nach Tschernobyl von diesen 172 Fällen von Schilddrüsenkrebs berichtete, nicht aber von im selben Zeitraum geborenen 370.000 gesunden Kindern. Und warum sich so hartnäckig Gerüchte halten, daß "nach wie vor dort nur 20 % der Kinder gesund geboren werden." Das ist bei uns sicher anders. Nur sind wir weniger als Objekte wahrer Nächstenliebe und Empathie geeignet. Wir sind so normal.
