Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Montag, 21. März 2022
Das dürfte es sein!
Samstag, 2. Oktober 2021
Aus den Notizen am Nachmittag eines normalerweise gebrauchten Tages (2)
Donnerstag, 30. September 2021
Aus den Notizen am Nachmittag eines normalerweise gebrauchten Tages (1)
Freitag, 14. Mai 2021
Man kann's auch übertreiben (1)
Es ist ein wenig seltsam, daß über weite Strecken dieselben Kräfte, die für sexuelle Befreiung eintreten, die Pornographie ablehnen. Und nicht nur das, diese Ablehnung trägt teilweise bereits aggressive Züge. Ganz so, als würden alle Schranken, hier den Archetyp eines Sündenbocks zu konstituieren, zunehmend fallen. Sodaß sich (ähnlich wie in der #metoo-Bewegung) ganz andere, elementarere und vor allem komplexere Dinge zu einer Ersatzabführung bündeln. In die hinein dann der Wille (zusätzlich aus dem Verstand genährt) Energie lenkt.
So wird die Ablehnung der Pornographie sogar zu einer Art Gleitmittel, zu einem nächsten Trojanischen Pferd, um im Kampf gegen dieses "na wohl auch von Ihnen abgelehnte Zeug!" auch die Zustimmung zu Totalitarismen einzuholen. Denn wenn schon nicht beim Klima, wenn schon nicht bei Corona, dann ist doch wenigstens bei der Pornographie gerechtfertigt, das Verhalten der Menschen bis zum Gang auf die Toilette zu regeln. NICHT WAHR?
Eben. Nicht wahr.*
Dienstag, 13. Juli 2010
Was sonst?
Daran mußte ich denken, als ich vorhin wieder einmal Julien Greens Tagebücher hergenommen hatte, den Band mit 1976. Ich habe sie ab Anfang der 1990er Jahre gelesen, jahrelang, Band um Band, und an jenem ominösen Sonntagnachmittag 1998 auch an ihnen allen die Schutzhüllen verbrannt, wie bei allen übrigen Büchern meiner Bibliothek. Das feine Leinen der Green-Bände liegt nun so schutzlos in meinen schweißnassen Händen. Ich sehe mehrmals nach, ob ich sie auch nicht befleckt habe. Ich habe keine Halbschwester.