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Sonntag, 17. März 2024

Die Erfinder des ersten Slphabets zo0gen aus Ägypten aus

Kurzkritik an zwei (empfehlenswerten) Filmen 
PATTERNS OF EVIDENCE - 2teliger, amerikanisch-freikirchlich-protestantischer Film. Im ersten Teil geht es um die Historizität des Exodus, der anhasn neueer, aber auch bereits älterer, nmur anders zu interpretierender archäologischer Belege äußerst plausibel nachgewiesen wird. Er fand aber anders als bisher behauptet nicht zur zeit Ramses II., sondern 250 Jahre etwa VORHER statt. Wenn man das nun annimmt, und dafür gibt es eine Menge Belege, das zu tun, wird plötzlich die Geschichtsschreibung und die Bibel komplett synchron

nun habe ich mir den 2. Teil bestelt, heute bekommen, und gleich angesehen. In "Die Moses Kontroverse" geht es um die Frage, ob die Hl. Schrift ("Thora") von Moses geschrieben wurde, wie in der Bibel slbst ja mehrmals behauptet wird. Biusher sagt man: Nicht mglich. Das Hebräische ist erst um 900 entstanden, und die ältestte Schrift, das Phönizisch (Alphabet), stammt etwa aus 1.000. Nun gibt es bemerkenswerte Steinschriften aus dem 15. vorchristlichen Jhd., die man bisher kaum zuordnen konnte. In dem Film zeigt sich, daß man diese Schrift als ganz frühes, aus dem Ägyptischen (Josef!) entstandenes Hebräisch lesen kann. Und plötzlich wird sogar das plausibel: Daß Moses eine Schriftsprache hatte, in der er die fünf Bücher niederschrieb.

Sonntag, 15. Januar 2023

Wintergeschichte

Auch diese Geschichte müßte dringend einmal richtig geschrieben werden. Was wir über die Ernährung der Vergangenheit zu wissen glauben ist zu allermeisten Teilen nützlich geschobener Unsinn, der irgendetwas an der Ggenwart rechtfertigen udn vor allem besserreden soll. Wissen täte man es längst. ABer einmal richtig sortieren, und auf den Kern eindampfen, das täte not.

Wußten Sie, daß man im MIttelalter in Europa fast ausschließlich Fleisch gegessen hat? Es kam täglich auf den Tisch, nicht nur beim Adel. Der lebte kaum anders als der durchschnittliche Bürger. Was er "mehr" hatte ging in zusätzliche und teure Ausstattung, die der NOrmalbürger sowieso nicht brauchte, und bald immer mehr in Luxus, der aus fernen Ländern kam. 

Aber da war der Handel, diese Domäne der überzähligen und ungebrauchten Männer, schon sehr mächtig geworden. Und hatte eine Erscheinung nötig gemacht (und gelich auch sehr von den Fürsten geliebt), die man "Münzen", später "Geld" nannte (das zuvor weit mehr war als Münzen.) Die zuerst nur Symbol für das Ferment des Sozialen waren - Anspruch auf und Gebeverpflichtung für einen Anteil an der Frucht des göttlichen Kultopfers - und mit der Zeit diesen Anspruch zum Ding an sich machte.

Gemüse war selten, weil sehr saisongebunden. Für Getreide fehlten die Großanbaugebiete, und es war aufwendig und teuer, daraus Brot zu backen. Kuchen oder darauf basierende Süßspeisen sowieso, die kamen alle mit der Neuzeit. Als der Kapitalismus bereits groß und mächtig geworden war.  Ab da wurden die Frauen zum Kochen verdammt. Dabei konnten die das noch nie so gut wie die Männer. 

Na gut, für den Alltag ... In der Spitzenküche sind sie sogar heute noch die Ausnahme. Den das kann man mit Quotenregelungen nicht hinkriegen, der Gaumen ist nicht zu betrügen.

Mittwoch, 9. November 2022

Filmempfehlung (1)

In "How Green Was My Valley" hat der Regisseur John Ford eines jener - man möchte fast sagen: ultimativen - Meisterwerke geschaffen, für die jeder Künstler lebt und an welchem Punkt er seinen Pinsel aus der Hand legt, um auf den Tod zu warten. Denn mehr kann er nicht mehr sagen, er hat alles für ihn zu Sagende in ein Werk komprimiert. 

Wer darin einen Widerspruch zu den übrigen Werken Fords erkennen möchte, hat Unrecht. Denn auch der Western, das "eigentliche Genre" durch das Fords berühmt wurde, ist verkannt, wenn man ihn nicht als Epos der Kulturwerdung eines Landes begreift. Wo der Westernheld aus einem chaotischen Gärkessel allmählich eine Gemeinschaft der Werte und des Rechts bilden will, in dem das Recht eben nur aus dem subjektiven Lebensgehalt stammen kann. 

Recht und Ordnung, die in "How Green Was My Valley" aber schon in Jahrhunderte oder gar Jahrtausende alten Lebensgemeinschaften Fleisch geworden ist, das nachkommendes Fleisch - junge Generationen - wie von selbst prägt und in dieselben Werte und Haltungen hineinerzieht. Nur darin utnerscheidet sich also der Western von diesem Film Fords - im Stadium des Rechts. 
Eine gute Welt aber kann nur durch Opfer und Selbsthingabe erreicht werden. Und die Welt Ford's ist auch eine Welt, in der Gott selbst dieses Opfer verlangt, auf daß Leben, Schönheit und Größe wie Gerechtigkeit, Liebe und Barmherzigkeit sie durchwese. Was wäre sonst lebenswert, was anders als eine Hölle?

Mittwoch, 14. September 2022

Noch ein Wort zur Synode

In einer nächsten Abstimmung hat die deutsche Kirchensynode eine Resoluktion (?) angenommen, der der Öffnung des Priesteramts für Frauen die Tür öffnen soll. Das ist eine Neiddebatte, und sie ist nicht weniger langweilig als die (abgelehnte) Resolution, die einer Änderung der Doktrine zur Sexualmoral der Kirche das Wort reden wollte. Sie ist aber auch eine der fraglichen Früchte des so flott heiliggesprochenen Papstes +Johannes Paul II. und hängt mit der im Ungehorsam erschlichenen, dann vom Papst so schwächlich bestätigten Zulassung der Frau zum Ministranten- bzw. Altardienst zusammen.

Dadurch ist eine Verwirrung gestiftet worden (wie gesagt: Erst von den Priestern selbst, bis dann vom Papst mit einer spitzen Pinzette herausgezogen wurde, was "nicht direkt schlecht dabei" ist, um der eigentlichen, längst zu führenden Auseinandersetzung ums Thema wieder einmal auszuweichen. 

Aber natürlich war das von den Revolutionären nur als erster Schritt gedacht. Sie hörten nicht auf zu rumoren, bis der Papst doch noch ein eigenes, ausdrücklich verbindlich genanntes Dokument nachschießen mußte, in dem er "endgültig" (wie er dachte) die Priesterweihe für Frauen ausschloß. Ähnliches hat er gegen Ende seiner Amtszeit immer öfter tun müssen. Indem er schwammig, unklar formulierten oder gar falschen Aussagen ganz gezielte und spezifische Dokumente nachschießen mußte, um die vielen ins Krauf schießenden Interpretationen wieder auf die Schienen der Wahrheit zurückzudrücken.. Aber die Milch war da meist schon vergossen, und der Dschinn-Geist nicht mehr in die Flasche zurückzubringen. Siehe - die deutsche Kirchen-Synode.

Donnerstag, 26. Mai 2022

Es läuft nicht nur auf Euthanasie hinaus (3)

Die Schöpfung ist auf den Menschen hin geschaffen, das heißt: Auf eine dem Leben gegenüber unendlich offene Menschheit - Aber alles das ist eine Welt des Menschen. Es ist nicht nur eine Welt des Menschen, sondern es ist eine Welt FÜR den Menschen! In der alles auf ihn zuläuft, und auf ihn ausgerichtet ist. In der NICHT für sich stehende Prozesse ablaufen, die auch auf uns verzcihten können, wie es eine mittlerweile geisteskrank gewordene "Gaia-"Religion verkünden will. In der wir Menschen nur ein Störfaktor sind, ohne den "die Erde" besser dran wäre. Sondern in der der Sinn des kleinsten STeinchens, der stacheligsten Muschel und des stuppigsten Wildesels nur auf eines ausgerichtet ist - und das ist der Mensche. Den sie selber wollen weil brauchen, und der alles in sich enthält, was auch in ihnen da ist, aber alles in weit umfassenderem Sinn, weil er es auch in den Geist und damit in die Ordnung Gottes, dre reiner Geist ist, überführen kann. 

Jede Schwalbe würde aufjubeln vor Glück, wenn sie bewußt wählen und dann in einer Umgebung leben könnte, die sich ganz in die göttliche Ordnung einfügt. Sodaß ihr Eigensein - und etwas anders kann sie nicht, das ist ja der Sinn und die Bestimmung aller nicht-freien Dinge und Lebewesen - nun auch seinen Sinn erfüllt: Sie können nur sie selbst sein, sie können kein Sinngefüge ablehnen oder anstreben, das muß ihnen übergestüolpt werden, gewissermaßen, und bruchen deshalb ein Geistwesen, daß sie in die große Ordung, die auch sie enthält, einfügt. Und das betrifft nicht nur die kleinen Dinge vor unseren Füßen, sondern auch die großen über unseren Häuptern: Die Sterne, die Planeten, das All. 

Mittwoch, 25. Mai 2022

Es läuft nicht nur auf Euthanasie hinaus (2)

Die verlängerte Sinnlosigkeit. Die Alten wissen davon: Es gibt einen Gegenentwurf. Werden sie getötet, wird er aber vergessen - Daß das heute kaum noch so erlebt und gesehen wird, hat zum überwiegenden Teil mit der Protestantisierung des Wirtschaftslebens zu tun, wie sie schon (der Protestant) Max Weber vor 150 Jahren als Eigenschaft des Kapitalismus festgestellt hat. Die - analog zum Wesen des Protestantischen - in die Dinge dieser Welt kein Vertrauen mehr zuläßt, sondern deren Gutheit von ihnen trennt, und zu einem positivistischen, also "zu setzenden" Ding macht. Das mit dem materialen Grund (dem Wohlstandserwerb etwa) nichts zu tun hat. 

Die Wirtschaft läuft dann nach eigenen Gesetzen, denen zu folgen ist, sonst "funktioniert" sie nicht. Das Seelenheil zu erwerben ist dann ein ganz anderer Bereich, den man nur durch gewisse Frömmigkeitsattitüde erwerben kann (soweit er überhaupt erwerbbar ist.) 

Das hat aber auch die eigentliche Volkstradition zerrissen - welche Rolle die Alten wirklich spielen, und wie ich sie zu guten Teilen noch in meiner Kindheit in den 1960ern gesehen und erlebt habe. Der alte Bauer widmet sich dann eben den Bienen, oder der Kaninchenzucht, mit der er seinen Beitrag zum Gemeinwohl leistet, sitzt abends dann eben vorm Haus und dengelt die Sensen, mit denen die Söhne und Töchter beim Morgentau die Wiesen mähen, und die Oma bäckt die Strudel nach altem Familienrezept, und schaukelt daneben die Babywiege. 

Dienstag, 24. Mai 2022

Es läuft nicht nur auf Euthanasie hinaus (1)

Es ist das einzige, das wirklich zählt: Die Beschränkung und Reduktion der Weltbevölkerung. Dieser Gedanke, der seit der Geburt des Übermenschen, seit der Konjunktur des Genies zu Anfang des 19. Jahrhunderts (und als Aftergeburt der Renaissance-Idee, die den viel zu wenig reflektierten Gednnken zum Programm machte, daß das Heil der Menschheit in der Neuaktivierung der - heidnischen! - Antike läge) die Köpfe und Agenden jener bewegt, die sich als Führer der Menschheit berufen fühlen, ist auch von Bill und Melinda Gates wieder und wieder betont.

Da sollte es doch stutzig machen, wenn sie sich wie so viele andere mit dem Bewußtsein, zu den Auserwählten der Moderne zu zählen, seit fünfzig Jahren in "Anthropophilie" engagieren, und offenbar Wege fördern, die die Gesundheit und damit die Lebenserwartung wie (dieser Anspruch wird schon lange kombiniert) Wohlstand und Lebensqualität (die auf die Gesundheit zugespitzt wird) erhöhen.
 
Wo ist hier der Pferdefuß versteckt?

Dienstag, 19. April 2022

Gedankensplitter (1612b)

Wenn nun also mal hier, wenn dann noch dort also von Geld geredet wird so hängt sich darin tatsächlich ein Novum auf, wo sich das sogenannte "dititale Bankengeld" (ob die Menschen wirlich wissen, was sie damit meien? Ich bezweifle auch das) sich vom Papierschein kaum noch unterscheidet. Warum? Weil DAS GELD diese quasi-sakramentale Bedeutung des Weltschöpfenden übernommen hat.

Und an das Geld glauben wir, glauben die Menschen, nach wie vor und ungebrochen! Der ganze Aufruhr um Papier- oder Buchgeld ist deshalb ein Scheingefecht. Es geht immer um GELD, und wir fordern ja doch nur, daß das Geld in seiner weltschöpferischen Potenz nicht geschmälert, wir also nach wie vor AN DAS GELD GLAUBEN DÜRFEN.
Ganz genau so sind diese albernen Diskussionen um "Deckung von Geld durch Wert" zu sehen: Als kindische Versuche, diesem Medium eine WIRKLICHKEIT IM ABSOLUTEN zu verschaffen. Durch "Gold", durch "Ware", durch "Arbeit", durch "Werte". 

Montag, 18. April 2022

Gedankensplitter (1612a)

Zu wenig zu denken, zu wenig zu lesen, zuwenig zu sprechen (wie in diesen letzten beiden Jahren diesem Volk auferlegt wurde; mit Absicht? mit heimlicher Intention?) ist letztlich lebensgefährlich. Das Ich des Menschen, ein geistig Ding letztlich (wenn auch ins Fleisch hineinverästelt wie -verwurzelt; Sein-Sinn-SinnE ...), verliert sich ins Nichtgeistige, das ihm das Nichts ist. Selbstmord wird immer naheliegender (und die Selbstmordrate hat sich ja mehr als verdoppelt, wie ich las.) 

Umso verzweifelter, umso panischer greift der Mensch nach Sinn/Sein/Sinnlichem, und versucht sich Gefühle zuzuführen, die ihn seiner selbst gewiß machen, also Geist sein lassen. Umso panischer auch sucht er Kontrast. Umso mehr greift er natürlich auch zu dem, was er bereits kennt und erkannt hat, denn nur das kann er auch sinnlich wahrnehmen - er gerät in diese bekannte Echokammer, deren Außenmaß sich zunehmend verengt. 

Mittwoch, 23. März 2022

Die Geschichte ist voll davon (3)

Da zeigte sich die Vollgestalt eines Schemas des Schreckens. Oh mein Gott - so also nehmen die Dinge ihren Lauf!? Dinge, die uns so wohl bekannt sind, und vor 150, 120 Jahren einen Sub-Kontinent in Chaos und Verwirrung stürzten. Hat das aber gar etwas mit uns zu tun? Jetzt meine ich, jetzt gerade? Trösten wir uns mit Schönem aus der Schatzkiste eines meiner größten Vorbilder - Also: Das kolumbianische Parlament hatte den dummen Einfall, diesen Vertrag mit den USA, den man nun doch als die staatliche Souveränität regelrecht zertrümmernd einschätzte, sodaß man nicht mehr Herr im eigenen Haus sein durfte, doch nicht zu ratifizieren. 

Man wollte diesen Kanal nun doch nicht, besann sich, daß er fürs eigene Land gar nicht viel bringen würde, ja es könnten sich in der Zukunft sogar Nachteile zeigen, die man jetzt noch gar nicht sehen konnte. Um dabei aber Risiken einzugehen, dazu traute man den Amis viel zu wenig über den Weg. Die sich mit so einem einbindenden Vertrag doch recht kräftig in heimische Angelegenheiten einmischen könnten. Sodaß es im schlhimmsten Fall  überhaupt keine innerstaatlichen Angelegenheiten mehr geben könnte, die die USA nicht zu ihren machten, WEIL diese nun praktisch immer US-INTERESSEN berühren könnten. NO, sagte also das kolumbianische Parlament, NADA.

Dienstag, 22. März 2022

Die Geschichte ist voll davon (2)

Wie sie die Beschränkung auf ihr Haus verstanden. Was sie wollten, was sie bewirkten, was dann wirklich passierte, und wie sich das mit heute gleicht. Bis auf den Verlierer. Was? Na mit der U.....e?! Zum Trost gibt es dafür das Finale mit dem Grußwort eines Vorbilds - Naja, und bald zeigte sich ja überall, wie die Amerikaner ihre "Monroe-Doktrin" wirklich verstanden wissen wollten. Überall verfielen die (neuen) Staaten in Beziehungen zu den USA, die einer völligen Entmündigung gleichkamen. Überall hatten die Amerikaner - und ihre "Vertreter", die Unternehmen, die großen Konzernvertreter, denn alles wurde ja nun dem strengen Gesetz der "offenen Grenzen", der "liberalen Gesellschaften" unterworfen, in dem angeblich alleine alle von ganz alleine glücklich werden mußten. Siehe - die USA!

Plötzlich war auch überall Korruption, plötzlich kamen überall Politiker ans Steuerruder, die so offensichtlich amerikanisches Geld und amerikanische Politik vertraten und hinter sich stehen hatten. Na und eines was sowieso überall selbstverständlich, eines stand überall ganz oben auf der Liste der Umbauten, die die Staaten nun vorzunehmen hatten, und zu welchen ihnen die supertollen Kerle aus dem Norden die Gebrauchsanweisung in Stapeln mitbrachten: Die Trennung von Kirche und Staat. Na klar, die Kirche war schon wichtig, keine Frage. Aber was der Staat für Gesetze beschloß, das hatte bitte die Kirche nicht sanzugehen, damit wir uns gleich verstehen, gelle!? Das ist doch selbstverständlich! Bitte schön, bitte gleich, gern geschehen.

Montag, 21. März 2022

Die Geschichte ist voll davon (1)

So vielfältig auch aussehen mag, was täglich auf uns einströmt, so unendlich die Möglichkeiten wirken, die unser Handeln zu haben scheint - reduziert auf ihre wirklichen Motive und Bewegungen sind es kaum mehr als eine Handvoll. 

Deshalb ist es wichtig jemanden zu haben, der aus all dem Tageslärm auszusteigen vermag. Der Muße und Ruhe hat zu unterscheiden, ob sich etwas als "Anliegen" tarnt, aber sich nur in den Vordergrund drängen will ), und ob nicht das, was als soeimalig zu geschehen scheint, daß wir eien völig neue Lösung erfinden müssen, um es in friedvolle Bahnen zu lenken, in Wahrheit nur der 86. Aufgjiß eines wieder und wieder vorkommenden Ereignisses ist.

Manche Geschehnisse freilich sind dermaßen gleich, obwohl Jahre, Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte dazwischen liegen, daß wir uns nicht nur wundern könnten, sondern die Frage erlaubt sein muß, ob sich in der Geschichte der Menschheit überhaupt je etwas geändert hat - oder ob nicht alles das ständige Drehen eines an einer Achse befestigten Rades, auf dem wir Platz nehmen, sodaß dann an uns die angebliche Geschichte als ein sich ständig wiederholendes Panoptikum vorbeizieht. Und irgendjemand sagte, was dann alle nachsagten: Das ist sie, die Zeit, schon gesehen? Da war das gestern! Da ist das heute!

Montag, 11. Oktober 2021

Gedankensplitter (1364)

Der Sittenlose hat keine Herrschaft über sich. Über sein Auftreten, seine "Gestalt" (also was er dafür hält) kann er nur insoweit Herr bleiben, wenn er von außen her Formatierungen setzt.

Dieser Mangel an Herrschaft (des Sündhaftigen) ist anderseits aber Grund, warum er überhaupt leben, existieren kann. Der Leib lebt quasi "ohne sein Selbst", das wie ein Luftballon über seiner Fleischlichkeit schwebt, oder das - es ist häufiger - der Leib hinterher schleift.

Ich habe nicht wirklich darüber nachgedacht, aber auf den ersten Eindruck könnte darin der Gesundheits- und Ernährungswahn gründen.

Somit aber haben wir es heute mit der Tatsache zu tun, daß der Leib mit allem ihm zu Gebote Stehenden gegen das Selbst kämpft, um die Anschläge des Selbst zu überleben. Viele Krankheiten müßten deshalb unter diesem Aspekt neu betrachtet werden: Als Gegenwehr des Leibes gegen ein Diktat des Selbst seines Besitzers, das ihn umbringen würde bzw. möchte.

***
Auch der Protestantismus, der sehr rasch in Extreme der "willkürlichen Herrschaft von außen" abbog, muß so verstanden werden. Als Versuch Sittenloser, sich doch noch - von außen her - ins Himmelreich zu mogeln.

Freitag, 8. Oktober 2021

Ein nächstes Pferd vor Troja (5)

Dafür haben wir noch einen ganz besonderen Blick auf das Ruanda der Gegenwart. Denn Ruanda 1994 = Deutschland 1945. - Aber noch einen Blick wollen wir tun. Den in die Gegenwart von Ruanda, den seiner Geschichte NACH den furchtbaren Ereignissen von 1994. Nicht nur durch fremde Truppen, sondern durch internationalen Druck, den eine gewaltsam von Tutsi aufgerichtete "Befriedungsdiktatur" realisiert hat.
 

Donnerstag, 7. Oktober 2021

Ein nächstes Pferd vor Troja (4)

Der Pogrom an den Tutsi war zwar nicht rechtfertigbar. Aber er ist verstehbar. Und das ist die Voraussetzung für ein Verzeihen. - Ja, es gab schon Spannungen, ja, es gab schon einmal gefährliche Verfolgungen durch Hutu, und die Älteren hatten das auch nicht vergessen, ja es gab Spannungen, aber NICHT bei ihr, nicht bei den Eltern, die unterschiedslos auch Hutus halfen (beide waren Lehrer, offenbar gut bestallt und bezahlt und in leitenden Stellungen, mit scheinbar nicht unerheblichem Grundbesitz, einem großen Haus, und vier Kindern, drei Söhnen und dieser einen Tochter.

Die Massaker überlebte nur ein Bruder, der (sic!) in Westafrika, fünftausend Kilometer entfernt, studierte. Wo erwähnen wir gar nicht, weil alle solche Realia in den Schilderungen der Tutsi kaum Erwähnung finden und unbedeutend sind. Alles schwebt eineinhalb Meter über dem Erdboden, und einer ihrer geschilderten festen Träume ist ja sogar, in einem fliegenden Teppich durch die Welt zu fliegen. Das erzählt doch alles? Wie überhaupt das, was man aus diesem Buch gewinnen kann, wenn man konzentriert sucht, in den Leerräumen zu finden ist, nicht in den Zeilen. 
 

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Ein nächstes Pferd vor Troja (3)

Der Haß auf die Schöneren ist uns bekannt. Dafür kann ein Hutu schon morden. Denn die Tutsi sind bei den Europäern beliebt, weil sie wie sie sind: Wurzellos, leistungs- und geldorientiert. Und schöner als die Breitnasenaffen, die sowieso ihr Recht - auf alles - im Blut der Opfer ertränkt haben. - Die Tutsi, dieses kainitische Volk der Jagd und der Stadt, konnten mit den europäischen Normen und Vorgaben einfach besser umgehen. So wie jedes entwurzelte Volk, jeder entwurzelte (universalistische) Mensch das eben "kann". Als Arrangement mit dem Zerfall, so muß man es bezeichnen, das jedem verwurzelten Menschen, der sich auch in seinem Volk verwurzelt sieht, in seiner Sprache, seiner Geschichte, seine Art und seinem Aussehen.
 
Ihnen stehen die Hutu gegenüber. Und die Tutsi und die Hutu unterscheiden sich deutlich im Aussehen, Immaculée schildert es immer wieder: Die Hutu erkannten die Tutsi deshalb sofort, und letztere konnten sich nicht "in der Masse" verbergen. Sie waren durch ihre Größe, ihre athletische Gestalt, ihre nach europäischem Begriff schöneren Gesichter weil nicht breiten Nasen von Hutu zu unterscheiden. Und sie waren (aus alle den schon genannten Gründen) im Durchschnitt gebildeter. Sie hatten damit im Verhältnis zu ihrem Bevölkerungsanteil in Ruanda einen weit überproportionalen Anteil an Bildungsberufen und generell an Autoritätsstellungen. Ich gebe hier nur wieder, was Immaculée schreibt. 

Dienstag, 5. Oktober 2021

Ein nächstes Pferd vor Troja (2)

Die Frage nach dem WARUMDie Tutsi sind bei den Europäern beliebt, weil sie wie sie sind: Wurzellos, leistungs- und geldorientiert. Protestantisch, nicht christlich. Protestantisch wie das Katholische an Immaculée. - Aber ich finde das nicht, was ich finden soll, und was auch angeblich Immaculée "weitergibt". Denn es geht nicht um das, was ein Katholik mit "Glaubensinhalten" bezeichnen könnte. Es geht lediglich um eine Art von "Gotteserfahrung", in der sich Gott in seiner unendlichen Vorsehung als zuständig für das Erlernen der Fremdsprache, für das Auftauchen von Kosmetik und Ohrringen (tatsächlich! aber gut, warum nicht?), für Liebesbeziehungen, Partnerwahl, Ehestiftungen, Karriere und Wohlstand in den USA zuständig zeigt. 

Er tut das auf Rezept, gewissermaßen, und Immaculée teilt das auch mit dem Leser. Man muß sich nur das Erbetene, schreibt sie (und ich bin mir nicht nur diesmal nicht sicher, eine Schrift von Prentice Mulford et al. in Händen zu halten) VISUALISIEREN. Und findet in ihrem Buch umso mehr Platz für Stimmen, die einer universalistischen, ja esoterischen "Gotteserfahrung" das Wort sprechen, als sie expliziten Katholizismusbezug verschweigt. An einer einzigen Stelle (als sie es als Kriterium für die Gattenwahl nennt) kommt das Wort katholisch überhaupt vor. 

So universalistisch wie überhaupt die Wertewelt der Ruandi ist. Die Karriereträume hat, die ihr Gott BEI DER UNO erfüllt,

Montag, 4. Oktober 2021

Ein nächstes Pferd vor Troja (1)

Mit einiger Irritation habe ich das Buch "Aschenblüte" von Immaculée Ilibagiza zugeklappt, und seit Wochen, die schon zu Monaten wurden, überlege ich, was ich dem Dominikanerpater sage, der es mir lieh weil dringlich zu lesen empfahl. Zwar hoffe ich immer noch, daß er es selber nie gelesen, sondern einfach von irgendwem erhalten und (weil ich ihm als einziger Deutscher unter der im Kern immer gleichbleibenden Meßgemeinde eine halbe Stunde vor Mittag eingefallen bin) ohne weiteren Hintergedanken weitergab. Aber das Bedeutungsschwangere, die leuchtenden Augen, die seine Geste begleitete, in der er es mir in die Hand drückte, spricht dagegen: "Sie sollten das lesen," meinte er. Also habe ich es gelesen.

Und es danach in einer Mischung aus echter Sorge und nicht geringem Ärger zugeklappt. Denn was die mittlerweile wohl bald vierzigjährige Immaculée Ilibagiza geschrieben hat macht einen Konflikt sichtbar: Den zwischen einem GESOLLTEN Empfinden, und dem TATSÄCHLICH Gesehenen. Und die Fragen, die aufstehen, sind ganz anderes als die, die im Buch angeblich beantwortet werden. Schon gar die Frage nach Gott.

Die Handlung ist rasch geschildert: Immaculée (das Buch ist autobiographisch), geboren 1972, wird 1994 aus allen Lebensplänen gerissen, in denen sie von Karriere und Wohlstand in Ruanda träumt. Quasi über Nacht fallen die Hutu im ganzen Land über die Volksgruppe der Tutsi her und ermorden, wen immer sie zu fassen kriegen. Das "Ungeziefer" soll ausgelöscht werden. 

Montag, 2. August 2021

Scharfkorn nach der Montagsvesper

Der Gehorsam schließt den Bogen, und: Die Anmerkungen. - Wie generell die Dinge der Welt ihrem Wesen nach ein Hereinsenken der (geistigen) Form in die vorausgehende, aufnahmebereite und disponierte Mater-ia sind. Nicht zufällig ist deshalb die Gottesmutter Maria Urbild der Kirche! Welche wiederum das Urbild der gesamten Schöpfung ist, das seit dem Sündenfall von einer faktischen Welt überlagert wurde, aber darin wie Gold in Tonnen von Erz steckt.

Was ihr mit der Unbefleckten Empfängnis geschah ist das Urbild aller Schöpfungsvorgänge, die eine Analogie (!) zu diesem Zeugungsprozeß Gottes in der disponierten Materia (der allzeit reinen Jungfrau) sind. Die aus der Seite des Mannes genommen ist, und deren Wesen der Gehorsam ist, um Form annehmen zu können! Weshalb Gottes Dritte Person in Jesus von allem Anbeginn an, und aller Schöpfung vorausgehend weil, wie gesagt, deren Urbild, Mann sein mußte.

Dienstag, 29. Juni 2021

Sklaverei, Afrika, Geld und Steuern (4)

Der erste, der einen schwarzen Sklaven als materiellen Besitz rechtlich verankerte, war ... ein schwarzer Sklavenhalter. Der etwa 1805 bei Gericht (und gegen den heftigen Widerspruch der europäischen örtlichen Bevölkerung!) durchsetzte, daß ihm das Eigentum an einem Mann zustand, der von europäischen Farmern aus den unerträglichen Lebensverhältnissen befreit wurde, die er zu erleiden hatte, und auf die Einhaltung eines Zeitvertrages pochte, der irgendwo einmal existiert hatte, aber nicht mehr aufzufinden war. Tatsache ist also, daß ein Schwarzer der erste Amerikaner war, der Sklaven und unbeschränktes Eigentum per Gesetz verankern ließ. (Damals mit der gerichtlichen Auflage, fortan für den Mann, das Streitobjekt also, besser zu sorgen.)

Denn die starke Gebundenheit an soziale Verhaltenscodes hat auch Schattenseiten. Dabei funktioniert Soziales nur, wenn es auf der Bereitschaft steht, sich zu verschulden oder jemanden bei sich verschulden zu lassen! Das führte aber bei Verschuldung zu oft schrecklichen Lebensschicksalen. Sich selbst bei Überschuldung zu verkaufen etwa war in Afrika gängige Praxis, und den nunmehrigen Sklaven erwartete kein schönes Leben, soviel kann man sagen; in Amerika wurden sie meist besser behandelt, und vor allem hatten sie dort sicher zu essen.

Aus einschlägiger Literatur sind einige Zahlen vorzutragen. Sie überraschen. Etwa um 1830 gab es im amerikanischen Süden rund 2,5 Millionen Sklaven, die meisten schwarz. Der Anteil von ihnen, der unter weißen Herren verglichen mit dem unter schwarzen Herren, beträgt knapp die Hälfte.