Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Samstag, 20. August 2022
Gedankensplitter (1431)
Sonntag, 14. August 2022
Sein wie Gott
Sonntag, 31. Juli 2022
Gedankensplitter (1426b)
Zum Abschluß noch ein Punkt in der Reihe der vergangenen Hüftschüssse, und das ist der der Ungelöstheit des Problems der Kultur überhaupt. Gatto et al. setzen still voraus (und wir dürfen zurecht vermuten, wo die Gründe dafür liegen - sie sind in Richtung Neid, Unzufriedenheit, Verletztheit, Invertiertheit usw. zu suchen) daß diese Kulturformen in sich unsinnig, zufällig, also unbedeutend und lediglich illegitim interessengesteuerte Unterdrückungsmechanismen sind.
Woher das Menschenbild kommen soll, das den Menschen SO sieht, kann gleichermaßen vermutet werden. Der Realität entspricht es nur dort, wo das Menschsein bereits in seinem Scheiterern ist. Sodaß es eine "Möglichheit zum Bösen" bleibt, ohnd deshalb das Prinzip der Welt ZU SEIN! Denn das Gute an der Welt ist, daßsie Schöpfung ist, und damit in ihrer eigentlichen Natur, die es aber erst in Gestalt zu bringen gilt, und das ist Erziehung, zur Wirklichung kommt.
Samstag, 30. Juli 2022
Gedankensplitter (1426a)
Sonntag, 24. April 2022
Der Lohn des Priesters auf unserem Tisch (2)
Samstag, 23. April 2022
Der Lohn des Priesters auf unserem Tisch (1)
Montag, 26. Juli 2021
Eine seltsam gewordene Welt
Es war ein maßgeblicher Funktionär des öffentlichen Lebens (das nur noch Funktionäre kennt, denn schöpferische Gestalten gibt es nicht mehr), der sich in einer der zahllosen Fernsehdiskussionen wahrhaftig in Rage redete. In der er deutlich spürbar nur noch Zentimeter vor körperlicher Gewalt stand, der, wer immer noch im Studio war zum Opfer fallen hätte können. Worum ging es?
Es ging um die angebliche Verantwortungslosigkeit (und wörtlich) Unmoral jener Mitbürger, die sich NICHT einer der an allen Ecken und Enden aufgedrängten Corona-Impfungen anheimstellen wollten. Es ging um die sogenannten Impfgegner und Corona-Leugner, dieser Menschengruppe, die als Verbrecher zu kategorisieren längst zu etablieren versucht wird. Dazu meinte dieser Funktionär Folgendes:
Dienstag, 13. August 2019
Frog boiling - Umprogrammierung zur Diktatur (2)
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Montag, 12. August 2019
Frog boiling - Umprogrammierung zur Diktatur (1)
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Montag, 25. September 2017
Zur Knechtschaft befreit (2)
Sonntag, 24. September 2017
Zur Knechtschaft befreit (1)
Sonntag, 7. Mai 2017
Folgen für die Zwischenmenschlichkeit
Und das macht auch deutlich, daß das Establishment (unbewußt wie aber auch bewußt) als Kampfbrigade gegen den logos auftritt und eindeutig eine gegen den inkarnierten Gott selbst gerichtete Bewegung ist, was immer sie auch behaupten mag. Denn Vernunft läßt sich nur als ganz real und gegenwärtig in Gott installiert überhaupt als Vernunft begreifen.
Donnerstag, 12. November 2015
Und wie sind diese Schulden entstanden?
Wenn der Kontakt zur Wirklichkeit nicht mehr gelingt - und das hat immer sehr persönliche Gründe - und dadurch nicht wunschgemäß reagiert, wird das Weltbild zu einem simplen Kräftediagramm, in dem zweifellos "andere" die Schuld tragen, wenn die Wirklichkeit ihr Recht fordert. Man muß derzeit von einer regelrechten Renaissance des Marxismus sprechen, dessen immanente Präsenz in der täglichen Kritik, wie sie schon zum Brot des Mannes von der Straße geworden ist, den wenigsten klar ist. So in der Feststellung des Einflusses der Internationalen Finanzmächte.
Denn dieser wäre gar nicht, oder nicht in diesem Maß entstanden, wenn sich die Politik in den Staaten nicht von marxistischen (und eigentlich: rousseau'schen) Ideen eines Staates als "Versicherung gegen das Leben" hätte durchwirken lassen. In dieser seltsam wirken mögenden, aber natürlichen Allianz, die historisch der Absolutismus mit dem mechanistisch-materialistischen Weltbild einging. Und genau dort stehen wir heute: Mitten im Rousseauismus des 18. Jhds., dem wirkmächtigsten trojanischen Pferd der Neuzeit, das das Abendland auf den Kopf stellte*. Wagenhofer hat in seinem Film "Alphabet" unfreiwillig den Beweis dafür geliefert. Hier wie anderswo wird deshalb genau das gefordert, das die Leiden die man spürt, weil sich die Wirklichkeit zurückmeldet, bewirkt.
Freitag, 16. Oktober 2015
Erst konkrete Identität schafft Talent
Samstag, 1. August 2015
Wie ganz Europa einer Fata Morgana folgte (2)
Wer sich mit fremden Federn schmücken will, verleumdet einmal die Vergangenheit.
Die wird erst zum Verursacher, wenn man versagt
Finnische Lehrer wurden früher streng gesiebt, nur die Besten durften unterrichten, und sie galten im ganzen Land als unnahbar und autoritär. Gehorsam spielte eine enorme Rolle, und das war ganz gesellschaftskonform, weil Gehorsam in Finnland traditionell eine sehr große Rolle spielte. Zumindest länger, als im Rest von Europa. Schon 1991, wie sich nun ergab, damals, als die autoritäre Schule erstmals zu reformieren begonnen wurde, war die Leistung finnischer Schüler europaweit unschlagbar. Durch genau jene Schule also, der hierzulande als antiquierte Seelenvernichterin und Menschentod jedes nur verfügbare Beil in den Rücken geworfen wird.
Offenbar hat Finnland aber an den Mythos, den andere über das Land verbreitet haben, geglaubt, als es vor fünfundzwanzig Jahren auf die Reformpädagogik umgestellt. Der Erfolg hielt ja an! Offiziell zumindest. Denn lange wirkten ja noch die früheren Leistungsfundamente nach. Und auch die alten Lehrer, denen das asiatische System überaus vertraut war, blieben ja noch lange am Werk, wurden ja nicht sämtlich auf einen Schlag pensioniert.
Daß zu Anfang die Testleistungen noch so hoch lagen, waren also nichts als die Nachwirkungen des alten Schulsystems. Selbst wenn nun das System umgestellt wurde - und dieses Neue sahen die Politiker, die da von überallher anreisten - so blieb diese Stellung der Schule und des Lernens noch lange in der finnischen Gesellschaft wirksam.
Obwohl allen klar war, daß ein so tiefgreifender Reformschritt zehn bis fünfzehn Jahre brauchte, um überhaupt sichtbar zu werden, taten aber alle Verantwortlichen so, als hätte es nie ein anderes System als dieses der Reformpädagogik gegeben. Dessen Erfolge ja für sich sprachen, die den Reformern mehr als gelegen kamen, weil sie ihnen völlig freie Hand gaben.
Bis die sichtbaren Erfolge nachließen, die schulischen Leistungen immer schwächer wurden. Schwächer, weil es mittlerweile gelungen war, diesen Geist aus der finnischen Gesellschaft auszutreiben, und vor allem weil die alten Lehrer nach und nach in Pension gegangen waren.
Freitag, 31. Juli 2015
Wie ganz Europa einer Fata Morgana folgte (1)
Ganz Europa sehnte sich alsbald nach finnischen Lehreren, nach finnischen Schulverhältnissen, wo Schüler an autonomen Schulen sich ihr Lernen völlig frei und selbständig im Kollektiv organisierten, die Lehrer zu bloßen Verstehern und Anleitern mutiert waren, und alles in brüderlichster, liebevollster, individualistischester Atmosphäre - samt den großartigsten Leistungsergebnissen, die Gott für den Menschen ausgedacht hat. Schüler lernten von anderen Schülern, und das alles fast ohne Hausarbeiten, in einer Gesamtschule bis zur 9. Schulstufe.
Auch hierzulande berief man sich natürlich auf Finnland, und verhöhnte alle Kritiker: Die Gesamtschule sei in Finnland erprobt, sie einzuführen ist also nichts als einem bewährten Weg zu folgen.
Nein, damit ist nicht der Zusammenbruch von Nokia gemeint, das noch vor zehn Jahren den weltweiten Handymarkt beherrschte, und plötzlich mangels Innovationen weg von der Bildfläche war. Dann stieg Microsoft ein, auch nicht gerade Führer in Innovationen, und erstickt mittlerweile fast an dem Bissen. Man munkelt bereits von Aufgabe der Hardwaresektion überhaupt. Oder hängt das alles irgendwie mit dem finnischen Schulsystem zusammen? Klammern sich in beiden Fällen nicht Ertrinkende an Ertrinkende, um gerettet zu werden?
Denn mit einem Schlag fällt Finnland in den letzten Jahren in den PISA-Reihungen zurück, und zwar dramatisch. Plötzlich brechen die Schulleistungen ein. Und Umfragen ergeben, daß nirgendwo in der Welt Kinder so ungern in die Schule gehen, wie in Finnland. Zwischen 2003 und 2012 sank die PISA-Leistung des Landes um ganze 25 Punkte. Das ist der Lernerfolg eines ganzen Schuljahres. Also doch die Einwanderer, wie andere bereits wußten?
Diese Frage - Was ist da in Finnland passiert! Woher kommt dieser Leistungseinbruch im Schulsystem? - stellten sich schließlich auch Bildungsforscher wie der Schwede Gabriel Heller Sahlgren, Research Director am Centre for the Study of Market Reform of Education (CMRE), und Affiliated research fellow beim Research Institute of Industrial Economics in Stockholm.
Wer sich mit fremden Federn schmücken will, verleumdet einmal die Vergangenheit.
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Donnerstag, 2. April 2015
So sicher nicht
In einer Zeit, in der zur regelmäßigen Erfahrung im Beichtstuhl wird, daß es doch eigentlich gar keine Sünde gebe, paßt das natürlich. Gott sei ja so barmherzig, hört man dann (nur nicht: zu bestimmten Übeltätern)! Sodaß man ein schlechtes Gewissen darüber hat, überhaupt noch ein schlechtes Gewissen wegen seiner Untaten zu haben. Buße, Sühne hat doch ausgedient!*
Das fehlt aber heute nicht weniger, und morgen schon gar nicht. 'Sodaß man deshalb ja alles auf Methoden schieben möchte, um sich von der schweren Last der persönlichen Verantwortung zu befreien. So, wie sich von allem zu befreien, was Sein hat, was Gestalt hat, was Kontur hat. Denn das ist es, was heutiger Waschlappensinn als Mühe und Zwang und Nötigung empfindet - ein Gewissen, das er nicht und nicht zur Ruhe bringen kann, solange er in der Welt lebt. Die vollgestellt ist mit Dingen, die Anteil am Sein haben, sonst wären sie nicht. Die Mut braucht, Dinge zu schaffen, was Gewalt heißt, auch wenn man irren, fehlen kann, ja sogar davon ausgehen muß, daß man es tun wird, weil der Mensch eben nicht von Anfang an gut ist, nur böse gemacht, (fehl)erzogen wird.
Erziehung gibt es nur persönlich. Nur als Einzelfall. Und sie ist immer von der Person abhängig, immer. Und deshalb eine Frage der Heiligkeit. Ohne Heiligkeit - keine "perfekte" Erziehung. (Wobei diese Perfektion ganz sicher völlig anders aussieht, als sie universitätsverblödete Rousseau-Schwätzer träumen.) Es ist also eine immer schwere, immer neu anzugehende Aufgabe, die nie ohne Fehler auskommt. Erwachsenwerden heißt eben: Fehler ausgleichen zu lernen. Trotzdem an der Gestalt festhalten, am Idealbild, an der Rolle. Heißt sogar und gerade, sich von den eigenen Fehlern nicht korrumpieren zu lassen.
Wenn Kremsmünster diesen Weg gehen will, kann man das Stift tatsächlich zusperren.
*Und das verkünden Priester im Beichtstuhl mit vollem Ernst, ja unter der Behauptung der Liebe - in der sie den Pönitenten, der sich ob seiner Fehler nicht gut fühlt und weiß, zum skrupulösen Idioten, zum Psychopathen erklären, der sein Gewissen aushebeln sollte, statt nach Buße oder Sühne zu begehren.
**Einer der Treppenwitze der gegenwärtigen (europäischen) Mainstream-Psychologie und Pädagogik ist ja, daß sie meinen, NEUES zu propagieren, und dabei unreflektiert (und vor allem: unwissend) philosophischen Moden aus dem 18. Jhd. nachspringen. Gerade bei Rousseau läßt sich das hervorragend zeigen: Denn der Franzose ist auf stupende Weise der Prototyp des heutigen aufgeklärten, alles besser wissenden Menschen, der aber nur nachbetet, was damals gesagt wurde. Der heutige Mainstream (sowohl in These wie Antithese, also "Kritik") ist - wörtlich! - Rousseau 1:1.
Samstag, 23. November 2013
Das Amt macht den Minister
Sonntag, 15. September 2013
Ein bisserl mehr Rousseau, wenn gestatten?
Somit ist die derzeitige Diskussion um unser Bildungssystem sinnloses, ahnungs- und vor allem geistloses Geschwafel. Nicht mehr.
Donnerstag, 21. April 2011
Knackpunkt
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| Lehrer in Gablitz/NÖ: F. Ebner (1882-1931) |
