Je ausschließlicher ihr Gehabe dem Spiel gleicht (man denke an balzende Auerhähne, überhaupt an manche Vögel - die, liest man die Genesis, mit den Tieren des Wassers VOR den übrigen Tieren geschaffen wurden, warum das wieder? weil sie offenbar ALLGEMEINERE, noch weniger ausdifferenzierte Prinzipien Gottes realisieren? Man könnte in diese Richtung denken), also keinen "Nutzen" hat, desto begeisternder sind sie. Und daß schöne Frauen (aber auch Männer) so oft von der Schauspielerei (unnötig wie alle Künste - Spiel!) oder der Philosophie träumen, hat nicht nur Narzißmus zum Grund.
Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Samstag, 27. November 2021
Woran das Rotkehlchen glaubt (2)
Freitag, 26. November 2021
Woran das Rotkehlchen glaubt (1)
(Überarbeiteter und erweiterter Beitrag vom 22. August 2021) - Für den Leser vermutlich eine Kleinigkeit, den VdZ (und vielleicht manchen anderen) hat es doch nachdenklich gemacht. Im Tagesevangelium vom Dienstag der 18. Kalenderwoche (Mt. 14,22-36) zu lesen, wie einerseits Jesus über das Wasser geht (zu den Jüngern, die bei stürmischem Wetter im Boot sitzen, spät am Abend, also bereits dunkel, und dunkel hieß damals wirklich TOTAL dunkel, wie man es bestenfalls auf einsamen Almen noch erleben kann, oder in einer afrikanischen Wüste), anderseits liest man von Petrus, der ihn nicht nur als erster erkennt, sondern sofort reagiert, und dasselbe Wunder vollbringen möchte.
Petrus war in allen solchen Fragen, in denen es um den Glauben ging, schreibt der Hl. Hilarius, stets der erste, und er war es mit seinem eigenen Verständnis und mit seinem eigenen Willen und mit seinem eigenen Charakter. Er stieß sich also sofort "ab", wollte sich auf das stützen, was er glaubte, und wollte sich sofort in die Freiheit begeben, vom Mutterschiff abstoßen, sich selbständig beweisen, sich selbst vollziehen. Wenn auch die Kraft dazu nicht immer gereicht hat, weshalb derselbe Petrus auch sprach: Sieh meinen Glauben, hilf meinem Unglauben. Ganz so, als wäre Glaube mehr als subjektives Wollen. Was der landläufigsten Auffassung von "Glauben" ziemlich widerspricht, nicht wahr, werter Leser?
Samstag, 28. März 2020
Zwang zur Gottgleichheit
»„Beim Umgang mit der Krise stehen sowohl das Ansehen als auch die Legitimität der Partei auf dem Spiel“, heißt es im akademischen Fach-Newsletter „China Neican“: „Letzten Endes werden die Chinesen die Partei – trotz all der Kontrolle der öffentlichen Meinung – sehr kritisch beurteilen.“«
Der Wert des Nimbus übertrifft somit ihre Aufgabe, er wird absolut gesetzt. Eine Folge der Verdinglichung des Geistigen.
Freitag, 9. Januar 2015
Die Welt ist zuerst Spiel, nicht Zweck
Samstag, 8. März 2014
Das Nichts des Zweifelnden
Identität ist damit das Zweifachspiel des Gegebenen - und des Ergriffenen, und dann selbst als Basis der Beziehung zur Welt Bewahrte. Denn alles Seiende (alles, was "etwas ist") muß sich (als Idee**) selbst ergreifen, um im Dasein zu bleiben.
Deshalb kann man davon sprechen (siehe: Augustinus), daß der "sich Täuschende" (Enttäuschte etc., der Schmerz Erleidende in obigem Sinne) sich im selben Zuge erst "als ICH" (bewußt) erfährt, wenn er sich bindet (und darin Verlust erleidet). Es ist die Geburtsstunde des reflexiv erfaßten Ich. (Ab hier könnten noch weite Brücken - bis zu Hegels Verstandesfundierung als Weltgeist - geschlagen werden, denn so bildet sich im Verstand das Ideenbild der Welt ab, bei Hegel sogar aus dem Grundprinzip der Verneinung/Antithese heraus.) Mit der Gefahr, dieses "zweite Ich" für die Substanz selbst zu halten - der Ausgangspunkt des seins-getrennten Rationalismus, der seinen Verstand überhaupt mit "Welt" identifiziert und sich (und Welt) aus sich selbst positiv konstruiert glaubt.
Belassen wir es mit dem Hinweis auf Sokrates, der da sagt: "Wenn Du etwas lernen kannst, lerne das Nicht-Wissen." Denn der Rationalismus baut auf dem GLAUBEN (einer Vorentscheidung also) auf, daß das (im Verstand) Gewußte oder zu Wissende (und nur das) - die Welt sei. Damit fällt sein Ich auch zur Gänze ins Historisch-Relative (Descartes!), hat keine überzeitliche Substanz, die ihm voraus geht. Wenn man das noch mit der Tatsache der Bezogenheit des Selbst als soziales, historisch-relatives Konstrukt verknüpft (siehe etwa J. Lacans), bleibt überhaupt nichts mehr, fällt eine Kultur (weil die Personen, die in ihr leben) regelrecht in sich zusammen, löst sich ins Nichts auf. Wer die Geschichte des 20. Jhds. verstehen will, kann nur dort ansetzen: bei den vergeblichen Versuchen, mit diesem positiven Willen diese Substanz zu schaffen, die das 18. Jhd. definitiv auflöste, das 19. suchte (Kant, Hegel, Schopenhauer, Nietzsche ...) und konstruktivistisch vermeintlich fand, und das 20. zu realisieren müssen meinte. Und das wiederum wäre gar nicht möglich, wenn es sich nicht auf die tatsächliche Struktur alles Seienden beziehen könnte, das die Trinität aus Wort/Idee - Fleisch/Wissen - Liebe/Wille analog (ähnlich) dem Ursprung, Gott dem Sein also, in seiner inneren Geschehensweise DARSTELLT (für den Rationalisten: ist).
*Das Selbstgefühl, "alles zu können", ist deshalb das typische Gefühl des Jugendlichen, des noch nicht Erwachsenen, dem einerseits die Kräfte zur Welt hin erwachen, anderseits die Formung fehlt, die diese "Anlagen" überhaupt erst zu Fähigkeiten macht, und damit spezifiziert, weil sie nur so Fähigkeiten werden. Der Nicht-Erwachsene "kann alles", ohne irgendetwas zu kennen (und damit zu lieben), und kann damit nichts. Der Erwachsene hingegen "hätte manches andere auch können", weiß aber, daß er sich entscheiden (als: positiv binden) mußte, um überhaupt etwas zu können.
**Mit der üblichen Warnung, Idee auf "statisches Bild" eingeengt zu sehen. Sie ist vielmehr als "Bewegungsbündel" zu verstehen, als Bündel von Antrieben zu einer Gestalt. Wird sie zum "statischen Bild", haben wir genau das, was den lebendigen Kulturvollzug als Selbsvollzug erstickt.