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Donnerstag, 13. Oktober 2022

NIcht Schwarze, nicht Weiße sind wir (2)

Wem der Vater die Tochter gibt. Wer seinem Volk angehört. Und die Anmerkungen. - In der Überlegung, wem er also die Tochter zur Frau geben solle, sollte der katholische Vater wissen, wen er zu wählen hat. Sonst wäre ja - selbst wenn er in der Klugheit von "Die Gnade folgt der Natur", ja setzt die Natur voraus (und zerstört sie nie) handeln, also die Kraft der rein leiblichen Geprägtheit als kulturellen Faktor in der Prägung des Fleisches richtig einschätzen sollte - auch er Heide. (Und dieses kulturelle Erbe spielt in Mischehen eine immense Rolle, die ebenfalls fast immer völlig unterschätzt wird.³) Der nach dem Blut urteilt, nicht nach dem Geist der Einheit und damit der Ewigkeit.
So, wie es die Heiden machen, die sich am Traum eines Zustands festklammern, den uns Adam und Eva verloren haben, wo das Fleisch noch den Geist vollkommen trägt und führt und von ihm in ganzem Gehorsam gelenkt wird. Sie sind es, die das ewige Glück vom Fleisch erhoffen, und deshalb dne Ordnung für ihr Leben ganz davon bestimmen lassen. 

Samstag, 8. Oktober 2022

Der Bogen von einst zum heute

Vielleicht werde ich es einmal übersetzen, irlgendwann einmal. Vorerst aber belasse ich es bei der geschlossenen Fülle, die im Gedicht "Prayer for my Daughter" von William B. Yeats vor mir liegt. 

Ich bewundere Anthony Esolen, der mir dieses Gedicht geschickt hat, und offenbar Tag für Tag zu einem ätherischen Atem fähig ist, der in meinen Mauern wie ein gehüteter, aber fest verschlossener Raum auf jene Momente wartet, in denen sich mein Herz zur gleichen Ruhe entschließen kann, weil es die wilde Jagd der Dämonen nicht mehr fürchtet, die ums Haus toben. Um sich in sicheren Burgen nur in diesem einen Augenblick zu verlieren, der so alles enthält. Für Tage, für Wochen, oder meinetwegen nur für eben so eine Stunde, wie Yeats sie beschreibt. Als er nachts hinausging vor sein Haus.

Freitag, 7. Januar 2022

Kleinere Beobachtungen

Es ist nicht uninteressant, die Situation der ältesten Tochter zu studieren. Deren Leben nicht selten vom Bemühen bestimmt ist, die "bessere Version der Mutter" zu werden. Auch als "die bessere Frau" für den Vater, weshalb ihr Versuch, die Mutter zu übertrumpfen, die Wertelandschaften und Eigenschaften des Vaters wiedergeben. Das heißt also, nicht ohne den Vater gesehen werden kann, dessen "leeren Platz an seiner Seite" sie zu füllen, den sie zu überzeugen versucht. Und dabei nicht selten Schadenfreude (der Mutter gegenüber) ihre Rolle spielt.

Die nächsten Töchter haben es da ein wenig leichter. Sie stehen nicht mehr so unter diesem Druck einer mit den nächsten Kindern schwindenden Aufmerksamkeit der ältesten Tochter, haben deshalb also auch weniger den Vater im Zentrum ihrer Rechtfertigung. 

Mit einem gewissen Sonderfall, der Tochter,

Samstag, 22. Mai 2021

Man kann's auch übertreiben (2)

Teil 2) Wenn ein Sündenbock zum Sündenbock wird  (Teil 1 am 14. Mai 2021) 


Wir stellen uns ferner die Frage, ob nicht die angebliche Ableitung sexueller Energie in Pornographie und Virtualität vor allem gewisse Verbrechen erfindet, fördert und nährt, und schließlich gebiert und evoziert. Speziell die Kinderpornographie ist nämlich zum einen nicht nur nicht Ableitung realen Wollens und Strebens, sondern so eindeutiges KIND der Pornographie, daß es sie außerhalb der Virtualität gar nicht gibt.

Speziell die Kinderpornographie ist (zumindest solange sie noch kein Habitus ist, sodaß sich also ein bereits geformter, "auftrainierter" Leib in die Entscheidungsprozesse einmischt) Verweis auf eine ganz andere Problemlage. An die aber - und das ist das eigentliche Problem - wagt sich niemand mehr heran. So sehr fürchtet man sie sogar, daß man alles auf dem weiten Umweg, den man beschreitet, um die Schlacht mit den Hooligans der gegnerischen Rabauken zu vermeiden, ratzeputz niederholzt.

Freitag, 14. Mai 2021

Man kann's auch übertreiben (1)

Es ist ein wenig seltsam, daß über weite Strecken dieselben Kräfte, die für sexuelle Befreiung eintreten, die Pornographie ablehnen. Und nicht nur das, diese Ablehnung trägt teilweise bereits aggressive Züge. Ganz so, als würden alle Schranken, hier den Archetyp eines Sündenbocks zu konstituieren, zunehmend fallen. Sodaß sich (ähnlich wie in der #metoo-Bewegung) ganz andere, elementarere und vor allem komplexere Dinge zu einer Ersatzabführung bündeln. In die hinein dann der Wille (zusätzlich aus dem Verstand genährt) Energie lenkt. 

So wird die Ablehnung der Pornographie sogar zu einer Art Gleitmittel, zu einem nächsten Trojanischen Pferd, um im Kampf gegen dieses "na wohl auch von Ihnen abgelehnte Zeug!" auch die Zustimmung zu Totalitarismen einzuholen. Denn wenn schon nicht beim Klima, wenn schon nicht bei Corona, dann ist doch wenigstens bei der Pornographie gerechtfertigt, das Verhalten der Menschen bis zum Gang auf die Toilette zu regeln. NICHT WAHR?

Eben. Nicht wahr.* 

Donnerstag, 6. August 2020

Von Wirtschaft, Drohungen und Wahrwerdungen (2)

Teil 2) Von Nichten, Töchtern und weiteren Wahrwerdungen


Was schreibt dazu der liberale Thinktank Agenda Austria? Wir bringen es, wegen eines Umstands, den wir am Schluß ausführen.
Seit 2007 kamen für jeden Euro an Wirtschaftsleistung 1,56 Euro an Staatschulden hinzu. „Wir haben den Krisenmodus in Europa eigentlich nie verlassen. Die einfache Antwort, die Probleme mit der Notenpresse wegzudrucken, geht offenbar nicht auf. Trotzdem versuchen wir es immer intensiver. Europa braucht aber nicht noch mehr Schuldenprogramme, Europa braucht eine Strategie, wie wir aus diesem Teufelskreis entkommen“, sagt Agenda Austria-Ökonomin Heike Lehner. 
Diese Heike Lehner ist ... eine Nichte des VdZ. Tja, wird man älter und schließlich alt. So wächst bei einer großen Familie die Wahrscheinlichkeit, daß sich die öffentlichen Kriege samt der Brisanzen der Öffentlichkeit (weil der Abstand wächst: bei großen Familien sind wie hier Onkel-Nichten-Verhältnisse kaum noch "familienintim", sondern man kennt einander kaum mehr) nicht nur familienintern wiederspiegeln, sondern daß sich bei einer so großen Herkunftsfamilie - wie der des VdZ - Öffentlichkeit und Familie decken.

Hier im speziellen wird - wie so oft heute! - die Problematik der Stellung der Frau in ihrem Kampf um den Vaterstuhl ausgetragen, und in den Kindern der Kinder definitiv "gewonnen". Vermeintlich! Nur vermeintlich. Es ist ein Pyrrhussieg, wir werden noch darüber berichten. Denn diese Kinder der Kinder werden eines Tages ... nicht so ungeduldig, werter Leser, es wird schon noch gesagt werden!

Historisch ist das ohnehin alles andere als einmalig, es gäbe also genug Beispiele, wenn man sie sehen will. Und schon gar nicht verwunderlich, weil in gewisser Hinsicht ein Kreislauf, den die Sünde (der Rebellion, des Hochmuts) ausgelöst hat.

Denn Familie ist nur als Haus verständlich. Und Haus ist die Gemeinschaft (als Einigkeit) unter dem Vater, also Wort, Geist. Die biologische Tatsache einer Abstammung ist zwar da, spielt auch eine Rolle, aber eher als "zu überwindendes Faktum". So sehr die biologischen Abstämmlinge auch dann (aus Gründen der Legitimität!) versuchen, die Familie - das Haus - zu stehlen. Das Haus geht mit dem Vater, und dessen Vater, und dessen Vater, und dessen Vater ... bis zum Neuen Adam. Was aber passiert, wenn man diesen Neuen Adam verweigert? Eben. Man steht gegen die eigene Natur.
Was soll daran also verwunderlich sein, wenn unter den Jungen heute die Meinung weitest verbreitet ist, daß die Menschheit "gegen die Natur" stünde? Und daß die überkommene Kultur (ja, ihre nämlich!) nichts taugt, außer - wie bei "konservativen" Liberalen - wo sie gerade noch nützlich ist? Bildung wird unter diesen Generationen deshalb nur noch zum Werkzeug, um den selbst zu definierenden Anspruch (man nennt das dann "ehrgeizig", und "strebsam") auf sozialen Ort/Stellung (die das Haus des Vaters des Vaters des Vaters ... vorgäbe!) zu erfüllen.


*270720*

Donnerstag, 2. Juli 2020

Warum Gott als Mann gesehen werden muß (2)

Teil 2)



Das heißt nichts anderes, als daß sich im männlichen Tun die geistige Spitze des Menschseins (somit auch alles an Zugehörigkeit! als Stellvertretung! als Teil eines Ganzen, also als Universalium!) zeigt. Das ohne die frauliche Seite freilich nicht da wäre. So, wie das Haupt, Christus, seinen Leib - die Kirche! - sucht weil zu seinem Ganzsein braucht. Nicht im ontologischen Sinn, Jesus hat ein Sein ohne Schöpfung und ohne Mensch, na selbstverständlich!, aber im existentiellen Sein. 

Das ist das Geheimnis der Liebe Gottes zu den Menschen. Nicht den Menschen ontologisch aus dem Geschöpflichen ins Göttliche zu holen, sondern am Göttlichen durch Anähnlichung (eine "Leistung" des Menschen, die er zu erbringen hat, will er Glück erleben) teilhaben zu lassen - in der geistigen Sohnschaft. Denn Teilhabe ist nur dem Söhnlichen (sozusagen) möglich. Weshalb auch die Frau das Sohn-sein zu erreichen hat, will sie teilhaben an der Erlösung durch Christus, am Opfer vor Gott, am Weltsein als Lobpreis Gottes.

Wollte man das anders sehen, wäre auch die Priesterschaft selbst unrettbar angegriffen. Und genau das ist der Fall: Mit dem Zerfallen des konkreten Menschenbildes als dem innertrinitarischen Geschehen nachgebildeten Existierens - nicht zufällig als Vater und Sohn bezeichnet, die im Heiligen Geist, einer eigenen Person, zu einem Ganzen, zu "Gott" werden, einem ewigen Actu, einem handelnden Sein, einem im Handeln seienden Sein gewissermaßen - als Identität ist der Priester zerfallen. 
Und MIT DEM PRIESTER zerfiel AUCH DER MENSCH. Nicht umgekehrt, nicht anders, sondern genau so.
So, wie die Begriffe mit dem männlichen Geschlecht nicht NICHT Männlich sind, ist im Mannsein alles einem Begriff Zuzuordnende enthalten. Und in gleicher Weise ist im männlichen Gott Vater und Sohn IM Heiligen Geist das Wesen des Männlichen als Wegweisung weil Wesensdefinition des Menschen - als Mann! - enthalten. 

Alle diese windelweichen Versuche, die Frau dadurch zu "retten", indem man sie unter Auflösung aller Begriffe und damit des Denkens auf eine Ebene mit dem Mann hebt, weil das auf abgeleitete, indirekte Weise so ist (sic!), es aber für die Schöpfung keinen Weg gibt, der sich auf direkt anstrebbare, abgeleitete Weise begehen ließe (weil das abgeleitete Allgemeine immer nur im Konkreten enthalten ist - oder sonst gar nicht) sind lächerliche Windelpruntzereien. Und deshalb niemals gottähnlich. Sondern des Teufels. Dieses Meisters des Windelprunzens weil Meisters der Begriffsauflösung.

Und da gibt es keine Entschuldigung des Mannes, weil er sich denn doch nicht über das Weib erheben wolle, und so weiter, und so fort. Nein. Sondern vor allem muß ihm diese Aufgabe als Last begreiflich werden. Denn erst dann wird auch aufhören, daß der hierarchisch Untere den Oberen zu beneiden beginnt, weil dieser angeblich Vorteile habe. 

Er hat sie nicht. Nicht in der Ewigkeit. Denn mit der Höhe der Stufe, in der ein konkreter Mensch steht, wächst auch die Schärfe der Prüfung, unter der er steht. Und daran scheitert jeder, der meint, er sei an einem unteren Platz, der ihm so gar nicht gemäß sei, weil er doch weiter nach oben gehörte. Und - UND! - umgekehrt. 

Der VdZ schreibt dies ganz bewußt unter Weglassung aller Hin- und Rücksichten und Querverweise. Er tut dies, weil sich die gesamte Diskussion in den letzten Jahrzehnten nur noch in diese peripheren Bereiche verlagert hat, die aber ihren Rang verloren haben, weil die Hauptsache - daß Gott männlichen Geschlechts ist - sich in allen Disputen mittlerweile völlig verloren hat. Aber wozu soll dann überhaupt noch gesprochen werden? Wo doch nun der Mensch am Boden klebt, von dem er sich nicht einen Zentimeter erheben kann, weil ihm die Grundbegrifflichkeit des Mensch- und Weltseins versagt bleibt.



*260620*

Mittwoch, 1. Juli 2020

Warum Gott als Mann gesehen werden muß (1)

Lange Zeit bereits sieht sich der Katholik mit der Aussage konfrontiert, daß Gott nicht geschlechtsspezifisch gesehen werden dürfe. Dabei ist seit je auffällig, wie viele rhetorische Kniffe verwendet werden müssen, wieviele Begriffsrelativierungen und damit -auflösungen erfolgen müssen, um diese Definition Gott aufrecht zu halten oder zu "begründen". 

Gleichzeitig - so könnte man sagen, so müßte man es sehen - begann, mit einem kleinen Nachhinken, die geschlechtliche Identität des Menschen zu wanken, bis sie sich ganz auflöste. Damit haben wir es heute zu tun. 

Vage Gegenbewegungen waren zu beobachten, um zu retten, was zu retten ist, und doch dabei völlig neue Begriffe zu schaffen. Gegenströmungen entstanden, die Mann und Frau je eine eigene Identität zusprachen. Und mit viel Krampf und Kampf versuchten zu definieren, was das nun sei, Mann, Frau, Vater, Mutter, wie man das nun verstehen solle und könne. Meist endeten diese gut gemeinten (und gut gemeint ist das Gegenteil von gut!) Neubegriffenheiten im geistigen Niemandsland eines nicht wirklich zu fassenden Geschlechts, in dem sich letztlich vor allem das Geschlechtsspezifische nahezu auflöste. 

Der Mann und Vater wurde weichliche Zerrfigur, die Frau zum irgendwie abgemilderten, aber dennoch gleichberechtigten - emanzipierten - letztlich aber gleichwertigen Geschlecht. Und was es an Verquertheiten noch mehr gab und gibt. Die nur eine diffuse "Liebe" und "Hingabe" noch einte. Der genau das fehlte, was Liebe und Hingabe aber ist: Das selbstüberschreitende Erfüllen eines Parts, der unveränderlich ist. Zumindest insofern unveränderlich, als sein Ideal, seine Idee also, fest und unveränderlich stehen muß. Denn ist das verhandelbar, ist es bereits aufgelöst. 

Wie kann das auch anders sein? Wie kann der Mensch meinen, den Menschen anders definieren zu können denn als Ableitung des "Nach seinem Abbild schuf er ihn"? Wenn also Gott verschwimmt, verschwimmt auch der Mensch, wenn die geschlechtliche Identität Gottes unwichtig wird, wird sie das auch beim Menschen.

Dabei haben wir nicht den geringsten Hinweis aus der Fleischwerdung Gottes selbst, daß dem so wäre! Nicht nur war Jesus Mann, sondern auch den Vater bezeichnete er immer als Vater. Nicht als "na sagen wir halt, aber es könnte auch Mutter" und so weiter, und so fort. Nein. Vater. Sohn. Brüder.

Bei dieser Gelegenheit muß ein heftiger und längst fälliger Einspruch gegen die gezielten Greuel getan werden, in denen den Lesungen in der Liturgie meist ein "Brüder UND SCHWESTERN" vorgestellt wird, wo es expressis verbis aber "Brüder" heißt. Söhne, und nicht "Söhne und Töchter".

In dem idiotischen Bemühen, gewissermaßen, die Würde der Frau zu retten, indem man ihr eine dem Manne gleichgestellte Identität zusprach, und sie somit auf dessen Ebene hob, wurde das Entscheidende mit Füßen getreten und in Grund und Boden gestampft. Das, was in der Genesis bereits vorgezeichnet war und als einzige Begriffsdefinition des Geschlechts zulässig sein KANN, und zwar weil in Bezug zur Ebenbildlichkeit mit Gott gesehen: Daß Gott DEN MENSCHEN schuf, indem er ihn ALS MANN (Adam) schuf, und erst in zweiter Linie als Mann UND FRAU schuf. Wobei er die Frau der Seite Adams entnommen hat.

Und dort muß deshalb jede Geschlechtsdefinition ansetzen - beim Mann. So, wie in Jesus DER MENSCH allgemein vor Augen stand, ist im Mann auch die Frau enthalten. Damit sind wir auch bei der wahrlich geistesgestörten (sic!) Diskussion um die Geschlechtsspefizität von Begriffen, die sich nicht zufällig dem generischen Geschlecht des Mannes in eins zu fallen scheinen. 

Warum? Weil im Mann alles enthalten ist. Auch die Frau. Sie ist es nur insofern nicht, als die Frau eine Auslagerung aus dem Menschsein (des Mannes, das heißt: Menschsein immer als Mann, der wie alles ein Archetyp ist, also ein Modell der Ordnung der Schöpfung) ist, und insofern der Mann nach diesem Teil sucht, weil er ihn existentiell braucht.
So, wie beide, Mann wie Frau, in der Selbstüberschreitung, durch diese Mann-Männin-Konstellation jeden dieser Aspekte des Menschseins=eigentlich Mannseins erst zur Wirklichkeit und damit zur Welt bringen. Ohne diese "Frau aus dem Mann genommen" hätte dem Menschsein seine wirkliche Wirklichkeit gefehlt, die immer erst als Moment der Selbstüberschreitung WIRD, also ist. 
Als Ergänzendes, als "Fleisch von meinem Fleisch, Bein von meinem Bein." Als Boden, als Materia, ohne die er nicht Mensch weil Welt sein könnte. 

Morgen Teil 2)



*260620*

Sonntag, 3. November 2019

Bravo, einfach nur Bravo!

Wir haben doch darüber berichtet, daß Gillette mit seinem Schwenk auf den supersoften, politisch korrekten, windelweichen moralischen Mann, den Mann, der nur Liebe, Grießschmarrn, Völkerverständigung und Kuschelwuschel will und seine Söhne zu Windeldauerträgern macht, einen kapitalen Bock geschossen hat. Die Verkaufs- und Gewinnzahlen des Unternehmens (das zu Procter & Gamble gehört) brachen zusammen, Gillette mußte 2018 schon acht (mittlerweile hört man, es seien sogar zwölf) Milliarden Dollar abschreiben.

Wenn es aber etwas Gutes, etwas Phantastisches an der (freien) Wirtschaft gibt, dann, daß sie nicht Moralpropheten spielen kann, sondern genug Gewinne machen muß, um zu überleben, alle Mitarbeiter zu zahlen, und nicht ohne Strom und Mittagskantine dazusitzen. Unternehmen - RICHTIGE Unternehmen - sind an die Wirklichkeit angepreßt. Und nur die Stände, nur die Menschengruppen, nur die Völker sind überhaupt fähig, Gott zu erkennen, die an die Wirklichkeit angepreßt sind. Echte Arbeiter. Echte Unternehmer. Echte Bauern. Das Satanische zielt deshalb ja genau danach: Die Wirklichkeitsanbindung zu kappen. Durch Subventionswirtschaft (Etatismus), durch Sozialstaat, und so weiter.

Aber alle diese "echten" Gruppen, alle diese echten Männer (und damit - damit! - Frauen, und umgekehrt) sind auch die einzige sinnvolle Zielgruppe für das Katholische, das die einzige Wirklichkeitsrezeption ist, die in alle Ebenen trägt und überall durchhält. Garantiert ideologiefrei. All die Sesselbreitfurzer, all die Sozialabsahner mit ihren mürbgesessenen Arschbacken, all die doppelt und dreifach Gesicherten, all die Mitschwimmer - scheißt auf die. Die sind für den Abtritt. Die tragen keine Wirtschaft, die sind nur für Sonderanstalten geeignet. Was die Kirche braucht, was die Welt braucht, was das Paradies will, was wirkliches Terrain fürs wirklich Wirkliche ist, ist der realistische Mensch, ist der Wirklichkeitsgestählte, der Seemann im Mast, ist der Held auf dem Pferd mit dem Schwert in der Hand.

All die Mieselsüchtigen der Weltrettung kann man buchstäblich vergessen, und sie werden auch vergessen werden, drum sind sie ja so laut. Und penetrant wie Fliegen am Abtritt. Die Frauen gehören den Kämpfern gegen die Feinde, den Feuerwehrmännern, die sich täglich den Arsch versengen. Und dazu, jawohl, dazu erst braucht es ein Kinn das so glatt ist, wie es nur ein Gillette Fünffachschälkopf mit Highdrive-Nachputzer zu glätten vermag. Auch noch nach fünf Uhr Nachmittag, weil in der Nacht des Todeskampfes mit dem Inferno. Und das, das gibt es nicht für zweineunundneunzig. Jeder Mann weiß das. Und seine Frau, die das Zeug im Supermarkt kauft, sowieso. Auch sie will einen Helden, dem es Kränze zu flechten gilt.

Das hat auch endlich Gillette (hier Gillette Australien) wiedererkannt, weil erkennen müssen. Erkannt, daß sie schleunigst umschwenken müssen, wenn sie nicht ab übermorgen Sozialmarken kleben wollen. Denn wenn Gillette plötzlich nicht mehr für Männlichkeit steht, wofür steht es dann? Dann kann jeder auch zu einem viel billigeren Ersatzprodukt greifen. Seien wir Männer uns doch ehrlich, ob man mit Gillette Superpower, Set mit fünf rasch verschlissenen Ersatz-Hightech-Klingen um 35,90 Euro, rasiert oder mit Bic-Billigklinge, zehn Stück um 2,99 Euro, ist (fast, nicht ganz) egal. Mein Gott, den kleinen Unterschied ertragen wir mannhaft. Glatt rasiert ist irgendwie immer glatt rasiert.

Aber jetzt gibt es wieder Männlichkeit. Und der VdZ hat regelrecht aufgejauchzt, als er die neuesten Werbespots sah. Ja! Und mit ihm heben sich die Auditoriumsgäste zum begeisterten Applaus, ja, genau so ist es! Der Mann als der Held, der Kämpfer, der Kraftlackel, den die Tochter bewundert und anhimmelt. Und Gott (und wir alle) wissen, wie bedeutend das für die geistige Gesundheit auch dieses Mädchen sein wird. Köstlich, herrlich, wie diese Szene in Bild gesetzt ist! Wer mit Kindern gedreht hat (wie der VdZ häufig) weiß ja, wie schwierig das ist. Denn natürlich kann ein Kind nicht "produzieren", nicht "spielen", es muß in seinem Spiel einfach im richtigen Moment erwischt, abgefilmt werden. Dazu sind oft ganz schöne Tricks erforderlich ;-)

Bravo, einfach bravo! Schon lange nicht mehr so entspannt und amüsiert eine Werbung gesehen. Die ohne Ideologie auskommt, sondern einfach die Wahrheit und Wirklichkeit erwischt, selbst wenn das nur intuitiv geschehen sein mag. Denn Philosophie- und Metaphysikseminare werden die Herren von den Werbeagenturen ja nicht gerade besucht haben. Das hätte früher bestenfalls Pitralon hinbekommen, das eine ganze Generation von Männern gelehrt hat, daß der Mann sich sogar ranziges Getriebeöl ins Gesicht schmieren kann, und trotzdem Frauen anzieht wie Motten das Licht.

Genießen Sie, werter Leser, genießen Sie! Gillette. Der Rasierer für Helden, für Väter, für Töchter. Man muß so froh sein, wenn heute wenigstens irgendwas irgendwo noch normal ist. Hätte der VdZ nicht einen Bart, als Wahrzeichen gewissermaßen, er würde sich sofort wieder nur mit Gillette rasieren. Aber, werte Damen, wie wäre es mit einem Damenbart, der ohne schlechtes Gewissen zu entfernen ist, auf daß wenigstens ein Gillette ihre Backen streichelt, während der Held weg ist, weil er gerade wieder irgendwo ein Leben retten muß?








Sonntag, 28. April 2019

Der Mensch ist dem Wesen nach ehelich

Einkleidung von Novizinnen im Kloster Institut Du Christ Roi Souverain Prêtre (Sieci, Italien)



Die Väter geben ihre Töchter aus ihrer Obhut in die führende Hand des Bräutigams. Hier: Jesus Christus. Keine Frau darf ohne Mann (und deshalb ohne Ehe, in dieser oder jener Form) bleiben, der ihr erst jene Identität (als Weltgeburt) gibt, in der sich Mensch zur Persönlichkeit festigen kann. So, wie kein Mann ohne Frau bleiben darf - mater/materia/matrimonium (=Ehe) - um ganz Mensch zu sein. Die Form der Körperlichkeit (in der Ergänzung) ist einzig bestimmt durch die sachliche Thematik innerhalb dieser Identität, also ohne sie nicht möglich zu definieren*, und ohne Initiation als "Ruffolge" und Welt-Schöpfungsakt naturwidrig.






*Die Formlosigkeit (man denke an das amorphe Wort "Beziehung", oder "Partnerschaft") ist an sich und in jeder Form naturwidrig und zerstörerisch. Sie verwirrt den Geist, enthält ihm die Basis zur Weltwerdung vor, und ist deshalb immer Sünde. Speziell Frauen streben deshalb deutlich intensiver als Männer zur Initiation in eine konkrete Form/Identität, also auch: zur Ehe. Auch wenn sie das (heute) oft nicht mehr wissen und mit dem allgemeinen Sprachgebrauch (=Denken) nicht mehr auflösbar ist. Nur vor diesem Hintergrund aber sind Frauen überhaupt zu verstehen. Das sollte man speziell den jungen Männern endlich deutlich genug hinter die Ohren schreiben. Das Geplappere der Feministen ist völlig irrelevant. 

Der Mann muß also immer wissen, was zu tun ist. Auch wenn er nicht vergessen darf, daß er in dieser notwendigen Festigkeit als notwendiger (kreuz-charakteristischer) Bestimmungsfestigkeit für die Frau auf eine Weise wieder selber ... Braut ist. Als Kirche, weil er Mensch ist. Als Vis-a-vis der Form selbst, Gott, dem inkarnierten (aber in die geistige Form per Himmelfahrt und Geistessendung aufgestiegenen) Jesus Christus gegenüber.





*100219*

Sonntag, 19. Mai 2013

Vater ist Geist

Vaterschaft ist nicht einfach das physische Präsentsein des leiblichen Erzeugers. Schon aus der Natur des menschlichen Werdens wird seine geringe physische "Nachweisbarkeit" deutlich. Pater semper incertae heißt ein alter Rechtsgrundsatz. Und er verweist das Wesentliche des Vaterseins: als Position des Geistes.*

Wenn der Vater diese Aufgabe nicht erfüllt, ist er seinem Kind - selbst bei physischer Präsenz - nicht mehr Vater. Ist wie heute so häufig ein Zusammenleben mit der Frau (die heute zur Untreue per se neigt, ja von den Gesetzen dieser Länder definitiv dorthin getrieben wird) nicht möglich, unterbindet die Frau diese Stellung des Vaters, so ist es sogar besser, der Vater geht (physisch), um das "Vatersein an sich" wenigstens als erhaltenes Bild zu belassen - im von den zurückgelassenen Kindern gefühlten Mangel.**

Sohnschaft (als Wesensbegriff für physische Söhne wie Töchter angewandt) ist umgekehrt keine physische Eigenschaft, die einem ohnehin anhaftet. Sie ist im Nennen "Du bist mein Sohn!" eine Anforderung, im Gehorsam den Geist zu atmen, um aus ihm sein Leben zur Würde zu führen.*** Sie braucht aber den Gegenschritt, der Annahme des Vaters. Nur so wird Geist im Menschen überhaupt lebendig. "Irgendeines" Vaters? Nein. Denn die physische Aktualität des Vaters ist die Bedingung der Trägerschaft von Geist, ist der Geist, auf den hin Kinder verwiesen sind, deren Dasein in der Welt nicht abstrakt denkbar ist, sondern immer ein "Hinein", ein Hinein in eine konkrete Situation bedeutet. Der physische Teil spielt nur dahingehend eine Rolle, als diesem zugewiesenen Vatersgeist auch gewisse Talente und Anlagen leichter entsprechen können, und damit zur Vollgestalt kommen. (Weshalb es tatsächlich für Töchter selber leichter ist als für Söhne, adoptiert zu werden.)

Die Frau, die den Mann bzw. Vater bekämpft, weil sie ihm die Gefolgschaft verweigert, die Bereitschaft diesen Geist als Haupt anzunehmen, die also ein anderes Haupt gewählt hat und wählt, wird deshalb immer dessen Geist bekämpfen, in der Verleumdung als ihrer wirksamsten Waffe.

Übrigens, so nebenher gesagt: Darin liegt die nachweisbare (und unverstandenerweise "beklagte") Tatsache begründet, daß getrennte Väter sich mit dem Zerbrechen der Ehe und Familie nicht mehr um ihre Kinder kümmern. Mit der Ehescheidung aber ist ihre Stellung zerbrochen, und damit das Wesen des Vaterseins. Die "Spiel- und Sorgeväter", die sich wie weibische Schwämme auch später über ihre Kinder ergießen, richten nicht nur enormen Schaden an, sondern sie zerstören das eigentliche Vatersein FÜR DAS KIND.****

Schon aus dem Grund ist die "geteilte Obsorge", die die Gesetzgeber als so fortschrittliche und gute Lösung einführen, alles andere als "im Kindeswohl", denn sie ist eine Aporie, die das Kind aber in manifest Schizoidität festnagelt: Es darf sein Fühlen noch weniger zu Bewußtsein bringen, findet überhaupt keine Gründe mehr, die es legitim vertreten könnte. Die Praxis zeigt das auch, denn diese "geteilte Obsorge" funktioniert genau dort nicht, wo es um Vaterschaft geht. Sie funktioniert nur dort, wo sich beide Elternteile das Wesentliche der Erziehung ohnehin ersparen, auf Kosten des Kindes. Es gibt keine a-hierarchisch geteilte Obsorge, es gibt kein Vatersein ohne Gesamtverantwortung. Und es gibt keine Verantwortung ohne die Macht das Verantwortete zu gestalten.

Daß das nicht mehr zu Wort kommt hat einzig den Grund in bösartigen Absichten, die die Lüge um jeden Preis aufrechthalten wollen. Um JEDEN Preis.



*Der "neue Vater" ist also eine verabscheuenswürdige Verirrung, weil er das Wesen des Vaterseins verrät, den Kindern den Vater auf perfide, schizoide Weise (denn die physische Präsenz täuscht damit, sie lügt, entmachtet aber den gefühlten Widerspruch und Mangel im Außen) vorenthält. Weil sich der Mann damit einfach der Bürde enthebt die Vaterschaft bedeutet, sich seinen egoistischen Glücksgefühlen hingibt.

**Natürlich nicht die vollkommene, aber die bessere Lösung. Denn die Gestaltwerdung der Kinder muß der realen Gestalt entbehren, der "Bewegung", aus der die Ergreifung der eigenen Gestalt, aus dem Geist heraus, erschwert wird.

***Das Wesen der Adoption ist kein Firlefanz des Ehrgeizes oder Mitleids, sondern trägt darin seine Wurzel. Die Adoption ist die eigentliche Kindesschaffung durch die Benennung "Du bist mein Sohn, meine Tochter!" Sie ist vielmehr die für jeden Sohn (Tochter) notwendig zu setzende Schritt. Ohne diese Initiation sind Kinder nicht Kinder ihres Vaters. Es hat deshalb zu allen Zeiten und in allen Kulturen den entscheidenden und expliziten Schritt benötigt: daß der Vater ein Kind als seines annahm.

****Man beachte in diesem Zusammenhang einfach, welche Bedeutung der "Name" für das Kind (und, praktisch, für die Frau) hat. Kinder, die meinen sich von ihrem Vater lossagen zu können, Frauen, die den Vater ablehnen, sollten wenigstens die Ehrlichkeit aufbringen, dessen Namen abzulegen, den sie mit fremden Inhalten füllen und deformieren. Ohngeachtet der Folgen sei dies gesagt, die den Namensableger eben treffen, der sich seiner eigenen Wurzeln entledigt. Daß sie dies in der Praxis aber so gut wie nie tun zeigt aber ohnehin etwas anderes an: daß der Geist desjenigen sehr wohl gewollt wird, und sei es um des reinen Besitzes willen. 

Daß Mönche bei Eintritt in ein Kloster einen neuen Namen annehmen, hat genau darin seinen Sinn und Inhalt: Sie trennen sich von ihren Wurzeln, um sich neu gebären zu lassen, aus anderem Geist, geboren aus der Anarchie des wirklich Neuen, der neuen Sohnschaft, des Vaters aller Väter. (Weshalb das Gesagte auch im weitesten Sinn für Künstler, für alle "Herausgenommenen" gilt.) Und NUR so - wenn - könnte man dem Irrsinn entgehen, der der Vaterlosigkeit (als Ablehnung des Vaters - die Frau betreffend beachte man dabei die strukturelle Wahrheit des Medea-Mythos) zwangsläufig auf dem Fuß folgt.





*190513*

Sonntag, 3. März 2013

Vier Worte

Was der besondere Ausdruck der vier Ämter in der Familie ist? Eugen Rosenstock-Huessy konzentriert seine Ausführungen in seiner "Soziologie - Die Übermacht der Räume" über die Geschlechtlichkeit des Menschen als Grundzug seiner Weltwirklichung in vier Worte:

Die Mütter sagen danke; die Töchter sagen bitte; die Söhne sagen ja; die Väter sagen nein.

Daß die Mutter für alles gestaltete Leben und seine überlieferte form dankbar ist, erst das macht sie zur Muter. Daß der Sohn tausend neue Ideen bejaht, ist seine Freiheit. Die ehe dessen, der jedem Weib nachlaufen muß, ist nie zustande gekommen. Und die Tochter lädt ein. Denn jede Braut wartet auf den Freiersmann.

Alle diese Gegensätze sind in einem Hause mit dem "und" verbunden. Die Familie sagt ja und nein, bitte und danke.

Wer diese vier Worte sprechen kann, dem dehnen sich die fernsten Zeiten und äußersten Räume des Menschengeschlechtes. Er ist des ganzen Menschen innegeworden. Aber damit ist er schon nicht mehr äußere Natur. Wo die Mutter dankt und die Braut harrt, da ist die Natur des Geschlechts bereits vom Geist ins Leben gerufen.

Denn der Geist spricht von Geschlechts wegen, und er spricht von Geschlecht zu Geschlecht.




*** 

Freitag, 28. Januar 2011

Der perfekte Schwiegersohn

In dieses Filmchen könnte man sich verlieben. Köstlich, wieviele Ebenen der Zwischenmenschlichkeit er mit wenigen Mitteln bespielt. Charmant!


***

Freitag, 29. Oktober 2010

Eine wunderschöne Geschichte

Die Kindheit bleibt lebendig, bleibt gegenwärtig. Vater und Tochter, in ihrem Zueinander.



*291010*