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Sonntag, 20. November 2022

Die Rückkehr der alten Dämonen (2)

Das heißt es eigentlich für uns, uns die Welt zurückzuholen. Wie müssen sie wieder in UNSEREN Besitz bringen -Nicht die Erfindung des Schießpulvers durch die Chinesen, nicht der Buchdruck, nicht egal welche technische Errungenschaft haben die Welt dann in die Kultur gehoben, die ihr Vorbild im Reich Gottes hatte und di eman "Abendland" nannte, und die den gesamten Erdenball zu umgreifen begann, sondern DIESE TATSACHE der Inbesitznahme der Welt DURCH DEN MENSHCEN - IM NAMEN GOTTES, im Namen Jesu Christi war das eigentliche Geschehen. NUR so konnte dann die Vernunft die Oberhand gewinnen, die nur Vernunft ist, soweit sie auf den Geist Gottes zurückgreift, und in der Beziehung zu Gott selbst je neu ihre Übereignung und Herrschaft klar macht. 

Dieser Ort gehört nicht mehr niemandem, ist also für egal welche Inbesitznahme offen und frei, sondern dieser Ort gehört nun (wieder, muß man sagen) Gott. Denn mit dem Sündenfall von Adam und Eva ist ja genau das geschehen: Die Welt, die am Menschen hängt, ist MIT IHM von Gott losgerissen worden, und wurde SOFORT vom Satan besetzt. 

Samstag, 19. November 2022

Die Rückkehr der alten Dämonen (1)

       Gnadenbild von Guadaloupe          
Vor dem Jahre 1531, also vor der der für Mexico und ganz Südamerika so entscheidenden Marienerscheinung von Guadaloupe, war Mexico beherrscht von vier Dämonen. 

Das ist die Aussage des Exorzisten Gabriele Amorth, der bei einem Exorzismus in Mexico diesen vier Dämonen begegnete, die eine Person besetzt hatten, und die Person kraft seines Amtes dann davon befreite. Sie, so die Dämonen, hätten aber wiederkehren können, weil die Menschen es ihnen ermöglicht hätten.

Eigentlich hatte die Tatsache, daß sich aufgrund der Erscheinung von Gudalaopue die Mexikaner zu Millionen bekehrten - man kann sagen: als Volk - diese vier Dämonen vom mexikanischen Thron gestoßen. Nun aber, da sich die Menschen in Mexico immer mehr vom katholischen Glauben ab- und den Geistern der Moderne zuwenden, erhalten sie wieder Zutritt. 

Und können so den einst verlassenen Thron - von dem die Mexikaner nun die Gottesmutter bzw. Jesus Christus stoßen - wieder besetzen. Und damit kehren Menschenopfer und Blutvergießen wieder zurück. Denn das waren die Vorlieben dieser Dämonen, ehe die Spanier (und die Bekehrung) gekommen waren: Sie hatten das Land damit in Angst und Schrecken gehalten.

Dies ist eine der bemerkenswerten Aussagen, die die US-Mexikanerin Patricia Sandoval in einem Gespräch auf LifeSiteNews macht. Sie war dereinst Angestellte bei Planned Parenthood, und hatte zahllosen Abtreibungen als Assistentin ("Die Augen") des Abtreibungsarztes beigewohnt. So selbstverständlich war ihr das, daß sie auf die Propaganda heriengefallen ist, daß Abtreibungen ein unbedeutender medizinischer Eingriff seien, der keinerlei Nebenwirkungen habe. 

Die Wahrheit ist ihr nach ihrer eigenen, dann schon dritten Abtreibung klar geworden, als sie schwer unter dem Post Abortiun-Syndrom zu leiden begann. Erst die Bekehrung, die Beichte, der Heilungsprozeßo durch die Sakramente hat ihr einen Weg zurück geebnet. Denn das äußere Auge "sieht" nichts, das ihm ds innere Sehen nicht vorstellt. Erst wenn die Seele mit der Klarheit der Ideen, mit der Höhenluft der Wahrheit gefüllt ist, ist damit auch das Auge bereit zu SEHEN. 

Dienstag, 14. Dezember 2021

Das kommt raus, wenn man es satt hat. (2)

Die Quellen aus denen ich mich nähre, befinden sich in einer anderen Sphäre. Selbst wenn ich sie neuerlich und beharrlich wieder und wieder nennte, es hätte keine Auswirkung. Man sieht nur, wo es im eigenen Inneren Licht ist. - So könnte man die Berichterstattung lesen. Die von niemandem so zusammengefaßt werden kann, wie es aussieht, daß sie ausgewogen bleibt. Vielmehr stehen wir einer wildgewordenen Kamarilla von Experten gegenüber, die - Hand in Hand mit der Journaille "umsetzt, was der Sache nützt" - pausenlos manipulieren will, und das dann "erziehen" nennt.

Wissen Sie was, werte Leser und Leserünnön? Ich habe es satt, so richtig satt, daß jeder, wirklich jeder, der mir begegnet, so er nicht einer der wenigen Menschen meines Vertrauens ist, wie der Weinhändler, oder die Koksverkäuferin (diese beiden wollen, da ich auf jeden Fall so bleibe, wie ich bin; wie schön), an mir herumerziehen. Die Kellnerin im Café. Die Kassiererin im Supermarkt. Der Regalschlichter im Getränkediscounter. Der Schaffner in der Bahn. 

Montag, 13. Dezember 2021

Das kommt raus, wenn man es satt hat. (1)

Lassen wir einmal das weg, womit alles schon begänne. Denn was soll eine Behandlung sein, die etwas behandelt, was nicht da ist? Was meint man, wo das hinführen soll? Richtig. Dorthin, wo wir heute sind. Dorthin, daß das was behandelt wird, plötzlich neue und eigene Realität bekommt. Der Hypochonder stirbt an dem (an, nicht vor oder durch Angst; laßt doch endlich diesen hirnlosen Psychologismus!) was er fürchtet, nicht an dem, was er vor der Selbstdiagnose hatte.

Die Meldungen nehmen tatsächlich zu - und natürlich wissen wir, daß die Medien selbst es sind, die hier Wirklichkeiten erfinden. WIR WISSEN, daß sich der wahre Inhalt einer Meldung schon an der Art zeigt, in der er gebracht wird. Aber wir tun diesmal nicht empfindlich, sondern packen den Hirsch diesmal am Gepränge. Und nageln die Üblen, die ja nur Wahres berichten (und darauf hoffen, daß wir nicht wissen, daß man immer und am besten mit Wahrheiten lügt, die man nur leicht anders arrangiert ...) auf ihre eigenen Aussagen fest:

Dienstag, 2. November 2021

Als die Götter stumm waren (2)

Die Priester hörten keine Stimmen mehr. Ratlosigkeit brach aus. War Gott noch auf unserer Seite? Was wir heute erleben, ist es nicht auch das? - Und da könnte es sein, die Lösung des Rätsels. Auch die Lösung der Unschlüssigkeit, des Wankelmuts, die an Montezumas Verhalten so sehr verblüfft, daß man davon ausging, daß er "border line" hatte, also das war, was man "melancholisch" nennt, "himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt." Die Orakel schwiegen!

Wer heidnische Völker aber kennt, weiß, welche Rolle die Botschaften der Götter für sie spielten. Nichts haben die Römer und Griechen unternommen (und sie sind nur angeführt, weil wir von ihnen so viele Schriftzeugnisse haben, daß wir ihre gesamte Kultur so gut rekonstruieren können, daß wir darüber diskutieren, ob Caesar am Morgen seines Todestages Rühreier mit Speck an Olivenparfait oder gekochten Schinken à la Gallia brut aß, und warum, die zahlreichen Schriften widersprechen sich nämlich) ohne die Götter nach ihrem Willen zu befragen, nichts ohne von ihnen zu erfragen, was zu tun sei. 

Montag, 1. November 2021

Als die Götter stumm waren (1)

Die Eroberung Mexikos, die Fernando "Hernán" Cortés 1519 begann, hatte dieser ausdrücklich gegen den Befehl des Gouverneurs von Cuba, dem er unterstellt war, in die Wege geleitet. Im Nachhinein ist sie sogar wie eine Verzweiflungstat "weil eh schon alles wurscht war" zu begreifen, denn nun hatte er in der zivilisierten Welt nichts mehr zu verlieren. Das Abbrennen der Schiffe, wie es die Fama erzählt, mit dem er die paar Hundertschaften Soldaten, die nun bei ihm waren, von einem Davonlaufen abhielt (das in Wahrheit so ablief, daß er die Schiffe auf Sand setzte, sodaß man sie wieder flottmachen hätte können) wird so noch schlüssiger.

Die Geschichte seiner Eroberung Mexicos ist allseits bekannt, nehme ich an, sodaß ich sie nur kurz zusammenfasse: Verbündung mit dem Volk der Tlaxcala, Marsch (aber nur seiner Spanier) auf Mexico (Stadt), damals noch eine Insel. Unterwegs teilt er seine Männer, die eine Hälfte schickt er zurück, um gegen die vom Gouverneur entsandte "Korrektionsarmee" zu kämpfen. Die andere Hälfte steht in Mexico bald einer so gewaltigen und aggressionsbereiten Übermacht an Azteken-Soldaten gegenüber, daß sie sich zurückzieht und einbunkert. 

Gegen jede Erwartung versuchen sie den Genietrick, und tatsächlich: Es gelingt ihnen, den "Kaiser" der Azteken, den prächtig-mächtigen Montezuma zu bewegen, zu Verhandlungen in ihre Festung zu kommen. Wo sie ihn natürlich sofort gefangensetzen und als Geisel halten. Dennoch greifen die Azteken nicht an. Erst als Montezuma auf bis heute nicht geklärte Weise umgebracht wird (wahrscheinlich im Getümmel erstochen) bricht der Sturm los. 

Montag, 16. Dezember 2019

Zukünftige und gegenwärtige Problemzonen

Bildschirmaufnahme von einem Vortrag von D. Montgomery
Man muß nicht viel quatschen, wenn man sich diese Karte ansieht. Die zeigt, wo auf der Welt die Böden bereits so ent-vitalisiert, so wenig fruchtbar sind, daß sie entweder nichts mehr tragen, oder nur noch mit viel Chemieeinsatz zu "Fruchtbarkeit" gepreßt werden können. Auf einen Schlag wird so manches deutlich:

  • Die Wanderungsproblematik von Afrika nach Europa hat maßgeblich mit dem Auslaugen der Böden zu tun.
  • Auch China hat längst das Problem erschöpfter Böden und damit das Problem der Ernährung. Die chinesische Politik, in Afrika riesige Flächen zu pachten oder zu kaufen, um sie zu bebauen, wird mit einem Schlag verständlich. Auch Asien bietet keine Reserven mehr.
  • Bald wird auch Indien geopolitisch aktiver werden (müssen), denn auch die indischen Böden sind bereits über weite Strecken erschöpft.
  • Die desaströse Entwicklung des historischen Römischen Reiches wird noch verständlicher, wenn man auf der Karte sieht, daß weite Teile des Mittelmeeres bereits seit der Kaiserzeit und den sozial-politischen Entwicklungen keinen Ertrag mehr lieferten. Rom hat sich bis ins erste Jahrhundert noch durch Expansion über die Misere hinübergerettet, wobei die Eroberung Ägyptens lebensnotwendig war. Durch den Dienst im Militär waren weite Strecken Italiens von kleinbäuerlicher Wirtschaft auf exzessiven Latifundienbetrieb verändert, wo es zu immer mehr Grundbesitz in den Händen immer weniger Oligarchen kam. Deshalb die vielen Brotabhängigen in Rom, deshalb so viele Zentralismus-Entwicklungen (heute würden wir es als "Mehrung von Sozialstaatsabhängigen" bezeichnen).
  • Die Erklärung des Niedergangs des griechischen Imperiums wird schon durch die Karte nachgeliefert: die Böden des Hellenischen Reiches waren erschöpft! Die Römer trafen bereits auf ein erschöpftes Griechenland (zu dem weite Teile der Türkei gehörten). 
  • Auffallend auch, daß die gesamte Levante, von der Türkei angefangen über Syrien bis zum Libanon, nur noch ausgelaugte Böden aufweist. Auch das ein Zustand, der seit der Römerzeit besteht. Hier (neben dem Balkan) besonders auffallend: die Zusammenhänge zwischen Entwaldung und Bodenerosion.
  • Auffallend, aber selbsterklärend, der miserable Zustand der Böden in Kasachstan. Diese einstmalige Steppe war in der Sowjetunion mit einem größenwahnsinnigen Projekt, der Umleitung der Zuflüsse zum Aralsee bzw. der Nutzung dessen Wasser selbst, "fruchtbar" gemacht worden. Noch dazu mit extrem wasserziehenden Pflanzen wie der Baumwolle, wozu außerdem riesige Flächen für Weizenanbau kamen, hatte man diese damalige Teilrepublik zu einem florierenden Export- weil Devisenfaktor aufgebaut. Das Ergebnis ist bekannt. Heute ist der Aralsee nahezu ausgetrocknet, und Kasachstans "Felder" kämpfen mit Versandung und Versalzung.
  • Brasiliens regenwaldbedeckte Böden sind keineswegs so fruchtbar, wie die schönen Bilder grünen Urwalds suggerieren wollen. Im Gegenteil, hat Brasilien über große Flächen unfruchtbaren Boden. Dazu noch der Hinweis, daß hier - ähnlich wie im Kongobecken - der Urwald keineswegs ein Zustand besonderer Fruchtbarkeit ist, sondern das Degenerationsstadium nach einer Epoche exzessiver Bodenexploitation.
  • Erst recht gilt das über Brasilien Gesagte für Mexico! Die Erschöpfung der Böden war bereits zur Zeit der Azteken und Mayas das drängendste politische Problem, das die aggressive Expansionspolitik dieser Völker vor siebenhundert Jahren ziemlich erklärt. Ähnliches gilt es von Peru und dem gesamten Nordwesten Südamerikas zu sagen.
  • Auffallend der schlechte Zustand der Agrarböden in ganz Europa.
  • Womit sich zeigt, was für Kindergartenwischler sich in der Politik bewegen, die nun ein Abkommen über landwirtschaftliche Lieferungen ausgerechnet mit Südamerika (Mercosur-Abkommen) treffen, das bereits weitgehend erschöpfte Böden mit geringem natürlichem Ertrag hat. Was das (Chemieeinsatz etc. etc.) bedeutet, kann sich jeder ausmalen. Aber vielleicht ist das auch die einzige Erklärung dieser nächsten Globalisierungs-Druckschraube. Der Bayer-Monsanto-Deal läßt grüßen, der das exakt "falsche" Geschäftsmodell verfolgt, das ausgelaugte Böden "braucht" und voraussetzt.
  • Auch der frühere Brotkorb halb Europas, die Ukraine, mit ihrer früher legendären Tschernosen-Erde, dieser Schwarzerde mit bis zu drei Ernten pro Jahr, hat zum größten Teil bereits erschöpfte Böden.
  • Auffallend auch der schlechte Zustand der Böden in praktisch ganz Südostasien, einem der bevölkerungsreichsten Landstriche der Erde. Auch hier sind die Zusammenhänge zwischen Regenwald (Urwald) und Bodenerschöpfung deutlich.
  • Daß der Brotkorb der USA, der Mittlere Westen, erschöpft ist, wissen wir zumindest seit der Ära Roosevelt. In den 1930ern waren die mittleren Bereiche der USA, die "Greated Plains", die dereinst großen, fruchtbaren Ebenen, über weite Strecken durch exzessive, rücksichtslose Landwirtschaft (denn die meisten Zuwanderer nach den USA waren Glücksritter, die auf Teufel komm raus "reich" werden wollten, koste es was es wolle, und die Natur dort schien ohnehin unerschöpflich und riesig, was bis heute zutrifft.
  • Die großen "Reservezonen" der Welt hinsichtlich Bodenzustand scheinen Kanada und das russische Sibirien zu sein.

Ein weiteres Fazit? Man kann mit der eigentlichen Grundressource der Erde, dem Boden, nicht einfach Vabanque spielen und abschöpfen, was nur geht. Man muß MIT der Erde leben, buchstäblich. Wer die Erde und ihre Strukturen nicht liebt, wird in ihr nicht bestehen können, so einfach ist es. Denn Erkenntnis ist abhängig von der Liebe, als ganzheitlichem Wohlwollen und Haltung des Staunens. Nicht von der Cleverness irgendwelcher Technikfuzzis. Übrigens steht das schon in der Bibel, nur nebenbei. Alle Lebewesen der Erde hängen von der Pflanzenwelt, also vom Boden ab.

Nur zur Illustration: Die Menge der jährlich über Lebensmittelproduktion "aufgegessenen" Erde beträgt weltweit jährlich dreiundzwanzig Milliarden Tonnen. Soviel erodiert, Jahr für Jahr. Das sind immerhin 0,7 Prozent der gesamten auf dem Planeten vorrätigen Erde. Weil es so viele Menschen gibt? NEIN. Weil wir mit der Erde nicht richtig umgehen! Und zwar jeweils, JEWEILS durch Ignoranz und persönliche Schwäche wie Gier und Trägheit. In den vergangenen vierzig Jahren wurde weltweit ein Drittel des bekannten Agrarlandes, sprich vierhundertdreißig Millionen Hektar, wegen erschöpfter Ertragsfähigkeit aufgegeben.

***

Darf der VdZ eine wilde Vermutung aussprechen? Daß dieses gesamte Politikerdreckspack lieber mit dem eigenen Zehenkäse namens "Klimawandel" spielt, als von dem, was die Welt wirklich bewegt, auch nur einen Funken Kenntnis zu nehmen.

Hart? Herrschaften, das Beil fällt über die, die es aufgestellt haben und bei jeder Wahl neu aufstellen, um bei ihm zu schwören. Wer diese groteske Form von liberaler Demokratie will, die wir haben, wo die "Fähigkeit" mit der Person zusammenfällt (ganz anders als in einer hierarchisch-monarchischen Verfaßtheit, die nie beansprucht, Politik zu "machen", die machen die Leut schon selber, und das ist demokratisch, wie es sich die lächerlichen Putzelmännchen in Berlin oder Wien nicht einmal träumen lassen, sondern nur zu "herrschen", als Gestaltvollendung des Volksganzen als Kultur), ist auch die Person der Drecksbeutel. Wer sich wählen läßt, hat dann auch die Folgen zu tragen. Weshalb unbedingt - und unbedingt in unserer Form von Demokratie - persönliche Haftung zu verlangen ist! Wir haben es hier mit der Vorsehung Gottes zu tun. Und da geht bald endgültig der Sensenmann um. Die Demokratie heutigen Zuschnitts hat an der Guillotine begonnen, sie wird auch dort enden.




Freitag, 4. Januar 2019

Wie der UN-Migrationspakt wohl gemeint ist

Eine Mitte November auf bereits 7.000 Personen angeschwollene Karawane von Menschen hat sich im letzten Herbst aufgemacht, um von Honduras aus durch Mexiko nach Norden zu wandern, um die USA zu erreichen. Aber anders, als in den US-Medien verbreitet, sind es keineswegs arme Familien, Frauen, Kinder, Väter, die der extremen Gewalt in Honduras entfliehen wollen. Sondern eine Vor-Ort-Recherche der amerikanischen Filmemacherin Ami Horowitz hat Erstaunliches entdeckt: 90 bis 95 Prozent der Menschen in diesem Völkerwanderungszug sind Männer in jungen oder mittleren Jahren. Ihr Ziel verbergen sie nicht: Sie wollen ein besseres Leben. Jobs, Versorgung, oder einfach ein Studium abzuschließen.

Horowitz ist dabei etwas ganz anderes noch aufgefallen: Diese menschliche Karawane wird perfekt versorgt. Von Lastwagen, die täglich Versorgung herankarren, von Ärztewägen, die medizinische Versorgung sicherstellen, von Wasserlieferungen, die der Karawane ständig hinterher reisen. Alles ist bestens organisiert, sogar Trainings finden statt, wie mit der Presse umzugehen ist. Wer das alles finanziert, ist bis jetzt noch nicht bekannt. Aber es muß Personen und Geldquellen hinter den organisierenden NGOs geben, die an solcher Art von Völkerwanderung Interesse haben. Tatsache ist, daß überall offizielle Mitarbeiter der UNO tätig sind.

Neben der mexikanischen Regierung und der UN-Organisation United Nations High Commission for Refugees (Flüchtlingskommission der Vereinten Nationen), die die Karawane auf ihrem Weg gen Norden begleiten und versorgen, fällt eine Organisation mit dem Namen Pueblo Sin Fronteras (Menschen ohne Grenzen) ins Auge, die sich selbst als “Gruppe für das Recht auf Immigration” bezeichnet: “Sie scheinen am meisten an der Organisation und Mobilisierung dieser Karawane beteiligt zu sein”, sagt Horowitz. “Die Organisation möchte, wie der Name schon sagt, eine Welt ohne Grenzen schaffen. Dies scheint einer der Gründe zu sein, warum sie diese Karawane organisiert haben, um die Souveränität der USA zu mißachten.” 

Eine schnelle Internetrecherche zu der genannten Organisation Pueblo Sin Fronteras zeigt, dass diese seit über 15 Jahren besteht und Menschen hilft in die USA zu gelangen. Pueblo Sin Fronteras ist Teil von La Familia Latina Unida, einer in Chicago beheimateten Organisation für illegale Einwanderung, zu der eine weitere Pro-Immigrationsgruppe namens Centro Sin Fronteras gehört. (Zitat aus "Konjunktion.info")

Auffallend dabei ist aber auch, daß diese Migranten oft eine sehr verächtliche Meinung über ihr Zielland haben. Es wirkt auf den Betrachter, als hätte sich das Ziel dieser Wanderung (und man kann das vermutlich auch auf Europa übertragen) auf eine seltsame Weise abstrahiert. Sie wollen ein besseres Leben, aber der Staat, die Menschen in dem Land, in das auszuwandern sie sich aufgemacht haben, spielt dabei gar keine Rolle mehr. Sie haben Erwartungen - und egal wer, der soll sie erfüllen. Der Staat USA steht dabei höchstens im Wege.

Eine neue Wirklichkeit hat sich aufgebaut, in Lateinamerika / USA nicht weniger als in Afrika-Mittlerer Osten / Europa: Mittlerweile schnapsen sich Migranten und NGOs die Wirklichkeiten selber aus, und erzwingen sich ihre Lebensansprüche. Ein Heimatrecht für Völker und Menschen, eine Achtung für Staaten und deren Institutionen gibt es nicht mehr. Denn mit einem Male haben alle anderen Menschen auf alles ein Recht. Und genau so verhalten sie sich auch. Das beleuchtet den UN-Migrationspakt, der gleichermaßen und ausschließlich von solchen Rechten spricht, auf neue Weise.









*171118*

Montag, 11. September 2017

Ein vergessenes, dabei so aktuelles Motiv der USA (2)


Teil 2)




Bis dorthin, bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts hielt sich die Angst vor den Katholiken in den USA seitens der protestantischen, anglo-sächsischen Bevölkerung ja noch in Grenzen. Sie war noch stark anti-europäisch (anti-monarchisch) ausgerichtet, und eher ein Mythos. Neue und nun entscheidende Nahrung erhielt dieser Anti-Katholizismus durch zwei Umstände: Da waren nun 5 Millionen Katholiken in den neu angeschlossenen Gebieten. Und da war die ab den 1850er Jahren einsetzende Welle von Zuwanderern aus Irland und Deutschland, auch sie vorwiegend katholisch.* Bis zu Anfang des 20. Jahrhunderts machten die Deutschen sogar ein Viertel der amerikanischen Bevölkerung aus, daß vorwiegend im Mittelwesten siedelte.  

Es kam zu regelrechten Pogromen, zu Kirchenverbrennungen und Verfolgungen, bis zum Verbot katholischer Erziehung an Schulen. Dort wurden sogar protestantische Bibeln vorgeschrieben, man sah es als wichtige Aufgabe, diese Menschen zu "bekehren". Man fürchtete und wußte aber, daß die Katholiken nicht so einfach in eine universalistische amerikanische Identität einzugliedern waren. Sie waren stark in sich gefestigte Identitätsgemeinschaften, deren religiöses Fundament in der universalen Einheit und Rückgebundenheit der Kirche in ein Prinzip (auch des Gehorsams in Fragen der Sitte und Moral) - "Rom" bzw. "Papst" - gegründet lag und die in ihrer ethnischen Geschlossenheit starke, unabhängige Bastionen der Lebensweise formten.

Das Amerika, das sich herausbildete, war mehr und mehr ein Amerika der ethnisch-religiösen Identitäten. Jenes Amerika begann sich formen, das dann in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts diese sagenhafte Erfolgsgeschichte zu schreiben begann. Das aber eines nicht war: ein zentralistisch zu regierender Staat.

Ebenfalls zu Ende des 19. Jahrhunderts setzte eine starke Zuwanderung von Juden ein. Anders als zuvor, über England, waren es diesmal aber Juden aus armen europäischen Gebieten, aus dem "Städtel", aus den armen Gegenden im Westen Rußlands, im Osten Polens, aus der Ukraine. Zwischen ihnen und den (mehrheitlich wohlhabenden) sephardischen Juden der Ostküste (die meist aus England stammten) bestand aber eine tiefe Kluft. Ab dieser Zeit aber spaltete sich Amerika in drei ethnisch-religiöse Gruppen, die sich in einem Ringen um Einfluß gegenüberstanden: Den Juden, den Protestanten (vor allem jenen der Ostküste), und den Katholiken. Und eine Gruppe zeigte dabei eindeutige Tendenz, die Übermacht zu gewinnen: die Katholiken. Denn sie hatten hohe Fertilität. Während die der Juden und vor allem der Protestanten bereits deutlich zurückgegangen waren. Die Katholiken waren also dabei, kraft der "demographischen Waffe" das Land zu dominieren.

Dies sollte erstmals im Krieg 1914/18, vor allem aber im und noch mehr nach dem 2. Weltkrieg eine entscheidende Rolle spielen. Wo sich die USA Ländern als Feinde gegenübersah, die die Herkunftsländer eines großen Teiles seiner eigenen Bevölkerung waren. Deutschland, Italien, Österreich-Ungarn. Auch wenn das bei Iren und Schotten nicht auf diese Weise zutraf, so wurden sie in denselben Topf geschmissen. Auch sie waren Katholiken, auch sie hatten hohe Fertilität. Nun begannen jene zentralistisch geplanten Maßnahmen, die als "social engineering" zu einem Instrument des "ethnic cleansing" wurden. Diese starken ethnisch-religiösen Gruppen wurden nun ganz gezielt aufgebrochen, bis seit den späten 1960er Jahren endgültig ein anderer kultureller Wind wehte. Wir werden speziell darüber aber noch zu anderer Zeit weiter berichten, zum Teil ist es ja hier schon geschehen. Beginnend mit der "sexual liberation" als Aushöhlung der Kultur, über Empfängnisverhütung und Abtreibung (als ethnische Waffe, die heute vor allem gegen US-Schwarze läuft) sind es Strategien, eine zu mächtig werdende Bevölkerungsgruppe in Schach zu halten und als Identitätsgrundlage zu sprengen.
Hier soll uns einmal nur genügen darüber zu berichten, wie dieser heute so mächtige - dabei mit Schalmeientönen daherkommende, von der Kirche leider weitgehend völlig unerkannte, ja leichtsinnig ignorierte - Anti-Katholizismus die USA beherrschte und immer noch beherrscht. Die amerikanische Innenpolitik, der amerikanische Imperialismus des 20. Jahrhunderts war und ist (!) nämlich zu erheblichen Teilen ein Feldzug gegen den Katholizismus.

Die US-Innenpolitik hat deshalb seit Jahrzehnten ein Merkmal: Sie muß damit rechnen, daß die 25 Prozent Katholiken der USA das Zünglein an jeder Wahlwaage sind. Also werden ihnen im Wahlkampf immer große Versprechungen gemacht, ja es wird ihnen regelmäßig ein Theater vorgespielt, bei dem sich leider meist deklarierte Katholiken ins Schaufenster stellen lassen. Und die Wähler täuschen. Denn eingehalten? Eingehalten wurden diese Versprechen noch nie. Denn der Katholizismus wird nach wie vor, ja heute mehr denn je, als Hindernis für die amerikanische Freiheit gesehen.

Der Bericht darüber soll aber auch zeigen, wie grotesk es ist, angesichts heutiger Entwicklungen (v. a. Migration, Islamisierung) zu meinen, es wäre strategisch erwünscht, "westliche Werte" mit einem ökumenistisch verbrämten "Christentum" gleichzusetzen, in dem Katholiken und Protestanten unterschiedslos an einem Strang ziehen. Nichts tun die Protestanten nämlich weniger! Vielmehr wird diese Unterschiedslosigkeit, die verkauft wird, zum sublimen Instrument des Kampfes gegen die Katholische Kirche, die sich auf schreckliche Weise dazu mißbrauchen läßt, den degenerierten Zustand des Westens als "christliche Kultur" zu vertreten, ja diesen Zustand, der die eigentliche Ursache für die Substanzschwäche des Westens ist, sogar selber weiter zu verbreiten.









*Bismarck sah es als eines der wichtigsten Ziele seiner Politik an, diese Auswanderungswelle zu stoppen. Und es gelang bis Ende des 19. Jahrhunderts - über ein neues Deutschland-Gefühl (das dem der Amerikaner also äußerst ähnlich ist: pseudologisch; ideologisiert; universalistisch und technizistisch) - tatsächlich. So leitete er jenes Deutschland ein, das fortan (und letztlich bis heute) in einem atemberaubenden Tempo eine Wirtschaftsmacht DURCH ARBEIT und Technik aufbaute. Sodaß das "Deutsche Reich" bis zum 1. Weltkrieg hin die bald mächtigste Wirtschaftsmacht der Erde wurde, das England längst hinter sich gelassen hatte und nun mit den USA im Duell um Rang 1 stand. Folgerichtig standen beide Länder vor ähnlichen Fragen. Denn mit der Expansion der Wirtschaftsmacht stand sehr bald das Problem globaler militärischer Macht im Raum. Die Außenpolitik des absehbar absteigenden Englands war also seither ein gezieltes Hineinziehen der USA in die Konflikte am europäischen Kontinent (wozu es die Kriege 1914/18 sowie 1938/45 nur in die äußerste Eskalation treiben mußte), was sich mit den Interessen des amerikanischen Kapitalismus deckte. Der Ausgang dieser Bemühungen ist bekannt.






*160817*

Sonntag, 10. September 2017

Ein vergessenes, dabei so aktuelles Motiv der USA (1)

Es ist gewiß für die meisten Mitteleuropäer überraschend, was dieser Vortrag (englisch) von Dr. John Pinheiro bringt. Denn sie sind geschlagen von Geschichtsvergessenheit, was bedeutet, daß sie die Bedeutung der Vergangenheit für die Gegenwart nicht mehr kennen. Und damit sich selbst nicht mehr kennen. Aber es ist wichtig es zu wissen, denn es füllt eine bedeutende Lücke im Verständnis der Gegenwart, und hier vor allem im Begreifen der Amerikaner.

Aber Amerika hat eine lange und bis heute währende Geschichte des Anti-Katholizismus, der (wie andere Stimmen ausgearbeitet haben, darunter Philip Jenkins in "The New Anti-Catholicism") sogar inmitten der postmodernen Political Correctness als das einzige akzeptierte Vorurteil, ja als eine Form des Rassismus gesehen werden muß. Und er geht politisch wirksam von den USA aus, auch wenn manche es nicht glauben möchten. Aber die Geschichte der USA ist seit dem Bestehen dieses Staates eine fortwährende Geschichte des Kampfes gegen den Katholizismus, der in den Ereignissen der späten 1950er und frühen 1960er Jahre, mit dem Kulminationspunkt der Ermordung von J. F. Kennedy, einen vorläufigen Höhepunkt, aber auch eine Wende fand. Ab den mittleren 1960er Jahren ist der Einfluß der Kirche in den USA deutlich geschwunden, und das war nicht zufällig. Es war ein offener Kulturkampf, der sich zwischen Katholischer Kirche einerseits, und einer Allianz von Judentum und Protestantismus anderseits abspielte.

Letztere haben - man muß es so sagen - gewonnen, auch durch das typische Versagen der Kirche in den USA, die die Argumente der Gegner immanentisierte, sich selbst zu eigen machte.  Die Rolle der Amerikaner im 2. Vatikanum wird dabei bis heute unterschätzt, und man muß fast davon ausgehen, daß nicht der "Rhein in den Tiber" (so eine bekannte Streitschrift der späten 1980er Jahre), sondern der "Mississippi in den Tiber" floß. Daß der CIA als Speerspitze einen gewaltigen Einfluß auf die Entscheidungen in Rom hatte ist unbestreitbar und belegt. Die Frage ist nur, wie weit er wirklich ging. Aber das ist hier eine sekundäre Frage.

Vielmehr zeigt der Vortragende, daß schon mit der Gründung der USA Ende des 18. Jahrhunderts ein klarer und in Gesetzen artikulierter antikatholischer Impetus die Gründerväter der USA beherrschte. Katholizismus wurde mit "Anti-Republikanismus", Anti-Demokratismus gleichgesetzt.  Das hatte auch mit der politischen Struktur Europas zu tun, wo Katholizismus und Monarchie weitgehend noch zusammenstimmte. Bis in die 1830er Jahre, in manchen Staaten (New York) sogar bis 1920, waren Katholiken von öffentlichen Ämtern per Gesetz ausgeschlossen.

Amerikas neue Bevölkerung rang um eine Selbstdefinition, und die war eindeutig: Protestantisch und weiß-anglo-sächsisch. Diese in sich enorm zerstrittenen protestantischen Bewegungen - die damit sogar die Grundlage für den Bürgerkrieg von 1861/65 bildete, der zuerst ein religiöser Konflikt war, der schon lange schwelte - fanden sich in einem gemeinsamen Nenner, und der war die "Jesuisierung" der Neu-Amerikaner. Sie sahen sich als von Gott zur Befreiung der Welt gerufene Menschen, die in der Eroberung des Westens eine göttliche Mission verfolgten. Die sich naturgemäß mehr und mehr auf die ganze Welt erstreckte.

Dabei stießen sie auf ein Hindernis, und das war das katholische Spanien bzw. das katholische Mexiko. Mehr und mehr breitete sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den bereits bestehenden USA die Überzeugung heraus, daß Katholizismus und Republikanismus, der Geist der "Freiheit und Selbstbestimmung", Todfeinde waren. Mexiko wurde seit den 1830er Jahren zum Hort dieser Unfreiheit, und so bereitete man den Krieg 1842 bis 1846 vor, der für Mexiko desaströs ausging. Es verlor ein Drittel seines Territoriums, das an die USA fiel. Wyoming, New Mexico, Texas etc. wurden zu amerikanischen Gebieten.

In diesem Krieg (bzw. in den Jahren davor) kam es erstmals zu einer offenen Identifizierung von Anti-Amerikanismus (als Anti-Republikanismus) und Katholizismus (Mexiko) in der amerikanischen Öffentlichkeit. Die damals noch weit mehrheitlich protestantisch (angelsächsischer Prägung) war. Der Amerikaner sah sich auch so: Weiß, protestantisch und angelsächsisch. Wer das nicht war, war nicht amerikanisch, ja wurde zur Gefahr für das Selbstgefühl und sogar den Bestand der Amerikaner, die ihre Selbstbestimmung auf "Zukunft" ("futurologic") ausgerichtet sahen: Expansion, Befreiung des Kontinents (erst) und dann der ganzen Welt. Die sogenannte "amerikanische Identität" sah sich also immer schon in dieser Zukunftsspannung, in der die Gegenwart (tatsächlich anders als beim Katholiken) eine geringe, ja vernachlässigenswerte Bedeutung hat, weil alles auf ein besseres Morgen ausgerichtet ist. Amerika ist von Gründung an also eine Utopie.

Dabei spielte ein Motiv eine entscheidende Rolle, das bei sämtlichen protestantischen Revolutionen seit dem 15./16. Jahrhundert auch in Europa eine entscheidende Rolle gespielt hatte: Der Reichtum der Kirche. Weil die USA den Soldaten nur geringe Bezahlung geben konnte, versprach man auch im Konflikt mit Spanien das Recht auf Plünderung der Kirchenschätze. Wie in Europa wurden daraufhin die Kirche und Klöster der eroberten Territorien Mexikos geplündert und gebrandschatzt. Dabei machten die meisten Amerikaner über und in Mexiko die ersten Erfahrungen mit dem Katholischen. 

In einem Land, das mit einem hohen Anteil armer Landbevölkerung, die noch dazu eine völlig andere Mentalität hatten, natürlich deutlich unter dem amerikanischen Anspruch auf Wohlstand lebte. Mit noch einem Faktor: Diese Bevölkerung war weitgehend mestizisch (spanisch-mexikanisch), also "zu wenig weiß". Das stützte das Urteil, daß der Katholizismus den Ideen von Wohlstand und Freiheit entgegenstand. Katholizismus wurde als Quelle der Inferiorität und Fortschrittsfreude eines Landes definiert. Und es fand einen Identifikationsgegenstand: Mexiko.

Dazu kam eine neue Art der Animosität: Mehrere amerikanische Regimenter, die mehrheitlich deutsch-irisch besetzt waren, waren im Krieg mit Mexiko zu den Mexikanern übergelaufen, die ihnen Land versprochen hatten. Diese Nachrichten ließen zusätzlich die Zweifel wachsen, ob Katholiken generell loyal zu einem Gebilde wie den USA mit seiner "von der Vorsehung geschaffenen Sendung, die Welt zu verbessern" stehen würden. 

Insgesamt wurde Mexiko zum Beweis hochstilisiert was mit einer Kultur passiert, die katholisch geprägt ist.



Morgen Teil 2)





*160817*

Sonntag, 28. Februar 2016

Ein Beitrag zum Fastensonntag

Daß der Papst in Mexiko "die Probleme angesprochen" hätte, können nur Europäer denken, die sich sowieso für nichts mehr interessieren als für sich selbst (und das nicht einmal mehr erkennen). Amerikaner denken hier völlig anders. Nein, nicht "rechter", sondern sie wundern sich über die regelrecht dumme Naivität, mit der sie auch beim Besuch Franziskus' konfrontiert waren. Der redete von irgendetwas, nur nicht von den wirkklichen Problemen. Ähnlich, wie es wohl hiesigen Menschen mit noch etwas Verstand und vor allem Herz haben (genau das wird ja jedem, der den Unsinn, denn die Kirche oft schon vertritt, fast in exkommunizierender Geste abgesprochen, von den Saufquatschern aber für ich in Anspruch genommen wird) geht, betrachten sie die Reaktionen der offiziösen Kirche angesichts der Invasion, die sie erleben, als absurd wirklichkeitsfern. Einen guten Artikel dazu findet man auf OnePeterFive.

Von jemandem, der die Realitäten in Mexiko sehr gut kennt. Eine offene, durchlässige Grenze USA-Mexiko dient nämlich nur einem (neben naturrechtlichen Absurditäten, denn seit wann ist es kirchliche Soziallehre, den Staat - und damit Grenzen - zu ignorieren? Aber Vernunft ist seit Franziskus abgemeldet, ja diskriminiert): Dem Verbrechen. Weil den Drogenkartellen, die über den Papst in Jubelschreie ausgebrochen sein müssen (genau das meinen wohl so manche, und der VdZ meint es wörtlich, leider nicht nur ironisch, die erzählen, dieser Papst hätte so viel Sympathie in kirchenfernen Kreisen errungen! sie jubeln auf, weil die Kirche das Falsche endlich stützt!) und einen abscheulichen Handel mit Menschen.

Die Grenze Mexiko-USA weiter zu öffnen würde einer Überschwemmung mit Drogen endgültig Tür und Tor öffnen (die die illegale Migration ohnehin bereits ausgiebig nützen), und es würde den Menschenhandel (Sklaven, Frauen, Babys, Organe) eskalieren lassen. Denn Mexiko ist in einem unglaublichen Zustand. Übrigens: Auch einem unglaublichen Zustand der Verfolgung der Kirche. In den letzten 10 Jahren sind über 400 Fälle von direkten Repressionen gegen Priester bekannt, mindestens 38 Priester sind entweder getötet worden oder verschwunden. Und das ist nicht einfach nur "das Drogenkartell". Der Staat spielt da mit. Und Kirchen-/Katholikenverfolgung hat in Mexiko eine recht lebendige Geschichte.

Als auf einen (auch sehr europäischen) Punkt gebracht empfand der VdZ aber letztendlich ein Posting einer Amerikanerin. Es soll ohne weiteren Kommentar hier gebracht werden.

[Andere haben die Lage ja gut analysiert, aber ich bleibe persönlich ...] but I reiterate the feeling here of being left orphaned by Benedict's resignation and replacement with this abusive stepfather. He has a one track mind - obsessed with base and materialistic political matters and even taking the most childish SJW-style lefty take on them. It's as if the papacy is held by someone with the mind of a 14 year old girl who gets all her news from Buzzfeed.
Meanwhile, the Catholics are left without any leadership at all.





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Mittwoch, 2. Dezember 2015

So weit ist es gekommen

Seit hunderten von Jahren reduziert sich die Welt für uns immer mehr auf Teilbereiche, auf Details, und wir verlieren uns längst in Thesen und Theorien, die unsere Blicke wie in enge Kanäle einpferchen, sodaß wir das Ganze - die Größe und Schönheit der Welt, die in einer unfaßbaren Ordnung steht, wo alles in einem gigantischen Zueinander webt, steht und lebt - schon längst, schon längst nicht mehr sehen! Im besonderen sind dies Thesen wie der Darwinismus, der eine der gravierendsten Engführungen der Naturbeobachtungen bewirkt hat, im Utilitarismus, oder der Klimawandel, der uns keinen Tag mehr schenkt, in dem wir uns der Herrlichkeit der umgebenden Natur, eines schönen Herbsttages oder der wärmenden Sonne, aber auch der Schaffenskraft und -freude der Menschen, unserer Kultur erfreuen.

Schon aus diesem Wesen des bewußten Denkens  wird erfaßbar, daß das, womit wir uns beschäftigen, - bei gleichzeitigem Sehverlust, denn wirkliches Wissen kann sich nur auf das zuvor Geschaute beziehen, wir wissen also, wenn, nur das im Schauen bereits Gewußte, aber dazu muß man schauen, hören, fühlen ... - nur noch aus dem besteht, woran es scheinbar in diesem Teil der Welt, auf den wir uns begrenzen müssen (und wie erst begrenzt sich die Wissenschaft! sie kann überhaupt nur Wissen schaffen, indem sie begrenzt, den Teil lähmt, das Ganze gewissermaßen ausblendet), woran es also fehlt.

Und DARAUS basteln wir mittlerweile ganze Weltbilder, quasseln wie die ärgsten Besoffenen von Weltklima und Klimakatastrophe, oder von Naturzerstörung ... ohne das Ganze der Welt, dieses Wunder, dieses tagtäglich sich vollziehende wirkliche Wunder, in dem etwas ist, in dem etwas lebt, noch zu sehen. Und Wunder ist etwas völlig anderes als Irrationalität. Denn unser Wissen, diese Krankheit zu meinen, daß daraus eine Weltdeutung entstehen könnte, dieser Krankheit der Aufklärung - das ist in Wahrheit das Irrationale geworden. Denn die heutigen Weltbilder sind in einem Ausmaß irrational und willkürlich zusammengeschustert, daß man nur den Kopf schütteln kann. Damit aber entzieht sich uns die Welt. Dieselbe Welt, die wir beherrschen sollten, hat sich durch den Wahn einer Beherrschungsform unbeherrschbarer denn je gemacht.

Wir sind durch unser Scheinwissen über Jahrhunderte, mit gewissen medialen Entwicklungen exponentiell schneller, kollektiv verblödet. Noch nie, behaupet der VdZ, der sich doch ein wenig mit der Menschheitsgeschichte befaßt hat, gab es so eine dumme, verdummte und dabei (logischerweise) noch größenwahnsinnigere Weltbevölkerung wie heute. Nicht nur, aber auch das Internet vollzieht dabei eine neue Sprachverwirrung zu Babel, mit dem Ergebnis eines völligen Chaos, in dem sich die Menschen immer verkrampfter an ihre Teilhypothesen klammern, um sich - vermeintlich - zu retten. Sich retten. So hat jemand die Geistesbewegung unserer Welt speziell seit dem 19. Jhd. bezeichnet.

In dem spätestens sich unsere und unsere tradierte Gesamterzählung zum blanken Unsinn wandelte, wie er das 21. Jhd. ausfüllt. Es macht wütend und traurig zu sehen, wie sehr mittlerweile gerade die sogenannten Bildungswege der Menschen diese Verdummung bewirken. Wie sich gerade die jungen Menschen an eine Stelle verrückt sehen, an die sie gar nie gehören, und damit auch die Art der Betrachtung lebensgefährlich beschädigt wird, weil sie meinen Dinge zu tun zu haben, die sie nicht einmal im Traum etwas angehen und denen sie deshalb auch nie gerecht werden können. Wenn heute die Luft voll ist mit Floskeln, daß es darum gehe, die Welt zu retten, so  muß sich davor bereits der Wahn, der blanke Wahn reihen, überhaupt so viel Macht zu haben, die Welt zu zerstören, also sie völlig in der Hand zu haben. Wie in einer Klimawissenschaft, in der jeder noch halbwegs seriöse Wissenschaftler sofort zugibt, daß man im Grunde ÜBERHAUPT NICHTS weiß.

Umso mehr leben wir wir im Rausch eines angeblich - weil so tradierten, in der Haltung weitergegebenen - "Wissens", das der Realität nicht einmal annähernd entspricht. Das Meer hergenommen: Wir kennen vermutlich nicht einmal ein Drittel der im Meer alleine vorkommenden Lebewesen-Arten! Das Meer ist viel zu groß, um sich unseren wissenschaftlichen Methoden zu unterwerfen. Aber wir reden von ... Artensterben. Weil der südchinesische Hausmops seltener wurde, weil sich dieses launische Tier niemand mehr antut? Viel mehr ist es nicht, was wir da sagen. Selbst der Kastratenpool des IPCC mußte längst zugeben (übrigens: selbst die eingefleischtesten Klimakämpfer und Weltretter scheinen vom eigentlichen Bericht des IPCC - auf den sie sich angeblich beziehen! - keine Ahnung zu haben; wie überall, wie immer: Heute liest niemand mehr, und zwar: nichts mehr, gerade in der Zeit des Internete, einem reinen Lesemedium; die Leute schlucken nur noch die Korken, die an der Oberfläche schwimmen, und fordern diese sogar), daß sämtliche Vorhersagen über das "Artensterben" wissenschaftlich einfacli nicht haltbar sondern ziemlich ... übertrieben sind.

Weil die Denkmodelle, in denen wir gefangen sind, die Welt überhaupt nicht mehr fassen. Weil die Schulen, mittlerweile zum Hauptvermittler wie -bildner der Weltdeutung geworden, die Menschen regelrecht in die Zweidimensionalität und Enge niederprügeln, und zwar von Jahr zu Jahr mehr. Denn nicht einmal daran würde es kranken, daß man die Mängel nicht sieht. Was fehlt ist immer das, was als Bild ins Bewußtsein steigt. Aber das Bewußtsein selbst täuscht es als statisches Abbild vor. Es fehlt vielmehr der Geist, die Welt in ihrer Ganzheit noch zu erfassen, zu begreifen, wie die Dinge werden bzw. geschaffen werden.

Wenn es eines für den VdZ gilt, wenn es einen Sinn dieses Blog und alles seines Schreibens gibt, dann dies: diese Engführungen des Verstandes, die unsere Kultur umklammert hält wie ein bösartiger Dämon, zu durchbrechen, wenigstens (aber das notwendig zuerst) für sich selbst, um die Welt wieder als Gruß des Ewigen zu begreifen und wahrzunehmen - denn dann erst ist Geist.

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Vor der Küste Mexikos versammeln sich einmal im Jahr Mobula-Rochen in riesigen Schwärmen an dieser speziellen Stelle, um dort einen Tanz aufzuführen und zu "fliegen". Dann verschwinden sie wieder. Warum wisse man nicht, heißt es im Video. Und das ist die Kernfrage: Denn das warum wissen wir in Wahrheit von so gut wie gar nichts. Es ist nämlich nicht verdinglicht, es ist Gesamtsinn. Und der Sinn der Schöpfung ist Schönheit. Einfach: Schönheit. Was immer als Mangel an der Welt erscheint oder erlebt wird - es ist das alles erschütternde Seufzen nach Schönheit. An die dieses Filmchen nur erinnern kann. Denn das wirkliche Erleben dieses Naturschauspiels - von denen es in unserer unmittelbarsten Umgebung so viele gibt! die  manchmal mit einer Wucht hervortreten (der VdZ erinnert sich nur als Beispiel an den jeden Herbst über Sopron zu beobachtenden Zug abertausender Krähen, die von Rußland kommen, und von denen der Himmel schwarz ist, deren Vorbeizug in dieser Dichte eine gute Viertelstunde dauert) - ist eine andere Dimension.








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Donnerstag, 4. Juni 2015

Impotente Eliten wollen ein rasches Ende

Es ist ein Anfall von Müdigkeit, Entmutigung, ja, eingestanden, der die sich aufbauende Gefahr des TTIP für Österreich und Deutschland und Europa nur noch zur Kenntnis nimmt. Sie wird in einer weiteren Umgestaltung des menschlichen Wirtschaftens in eine abstrahierte, unmenschliche, nur noch an verdinglichten Abstraktionen orientierten Scheinwirtschaft  - als Geld- weil Steuerproduktion für die politischen Eliten; es war noch nie anders! - enden. Denn die Menschen sind nicht einfach nur nicht in der Lage, die Dinge zu beurteilen; sie sind bereits gekauft, können die wirklichen (ontologischen) Konsequenzen gar nicht abschätzen. Das macht die Bevölkerung zu willigen Opfern absurd offensichtlich geistesgestörter Eliten. Aber die Menschen sehen, aber sehen nicht.

Stattdessen ein Video aus dem amerikanischen Raum, das die Folgen des NAFTA, des Nord- mit Mittelamerika zur Freihandelszone kombinierten Wirtschaftsraumes, andeutet und zeígt. Der Mittelstand in diesen Ländern, ohnehin schwach, wurde nahezu ausgerottet. Die Völker teilen sich nun in reiche Kapitalisten, und bloße Handlanger, die man noch Lohnarbeiter nennt. Dieselbe Problematik, die 1994 bei der österreichischen Abstimmung zum EU-Beitritt schlagend war. Aber genau nicht von den Eliten erkannt, sondern durch hirnlose Rationsolistensprüche abgewiesen wurde. Dasselbe passiert auch heute. Damals war es Flohschokolade, heute ist es das Chlorhuhn, an dem die "Vernünftigkeit" der Vorhaben der politischen Eliten demonstriert wird. Dazu brauchen sie entwurzelte Menschen, entwurzelte Völker. Diese sind dann für diese Verdinglichung von Abstraktionen bereit, weil ihnen der Wirklichkeitseindruck - der nur verortet, verwurzelt entsteht - fehlt.

Man wird müde. Weil entmutigt. Die Dinge sind immer dieselben. Der Katholik kann den Niedergang der Welt nur verlangsamen. Er kann ihn nicht aufhalten. Er ist des Menschen Schicksal. Und von den als solche aufgebauten impotenten Eliten, die nichts sehnlicher wünschen als sich nicht beweisen zu müssen, bewußt beschleunigt, damit ihre Qual - vermeintlich - ein baldiges Ende hat. Es ist nicht der einzige Fehler einer entgeisteten, denkunfähigen Welt. Das TTIP dient nur der formalen Prolongation des status quo. Die Abrechnung ist immer in die Zukunft verschoben.










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