Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Mittwoch, 4. Januar 2023
Aus einem anonymen Brief an eine "öffentlich rechtliche Gesellschaft zur Abgeltung von Tantiemeansprüchen aufgrund (auch im Internet) veröffentlicher Texte, nebst eigenen Anmerkungen"
Donnerstag, 24. November 2022
Wesen der Alchemie
>>Er habe ja bereits darauf hinge4wiesen, daß die große Schule der französischen Akademie die das Wissen der vorangegangenen Jahrhunderte gespeichert, geordnet und lehrbar gemacht hatte, zu einer Verwandlugn der Farbe habe gelangen wollen, gaz wörtlich.
Das Ziel sei gewesen, die Malerei in eine Reihe mit der Alchemie, der Goldmacherei, der Magie treten zu lassen, und zwr durch Umwandlung von Wertlosem in Kostbares, son Totem in Lebendes, von Leindwandfetzen und Ölpaste in alle denkbaren Substanzen."Farbe sollte aufhören, nach ihren Pigmenten analysierbar zu sein, sie sollte vielmehr zu einem Stoff eigener Art werden. Die fettschimmernden Klümpchen aus der Tube, auf die Palette gedrückt, sollten durch eine besonders komplizierte Behandlung zu einer entrückten, neuartigen Materie werden, aber das war keine Zauberei, sondern geschah durch das allmähliche Auftragen feinster, durchscheinender Schichten, Lage um Lage, und diese Schleier - wieder eine Verwandlung - wurden zu etwas Festem, schufen den Eindruck belebter Undurchdringlichkeit."
Freitag, 28. Oktober 2022
Filmempfehlung (3)
"Aber du hast doch mit Mutter auch immer darüber gesprochen?" - "Mein Kind, deine Mutter war eine verheiratete Frau!" "Gott sei Dank."
Donnerstag, 27. Oktober 2022
Filmempfehlung (2)
Das ist auch bei dem Film der Fall, der uns Anlaß für diese Auseinandersetzung mit dem Thema war:
"Ariane - Liebe am Nachmittag".
Die Art, wie dort Ehebruch und Promiskuität - auch bei Frauen! - thematisiert wurde, sprengte auch 1957, als der Film entstand, jeden echten Rahmen herrschender Moralauffassung. Und er tut es auch heute! Wenn auch ganz anders.
Der Unterschied? Die herrschende Moralauffassung!
Mittwoch, 26. Oktober 2022
Filmempfehlung (1)
Jeder konnte erreichen, was immer er sich vorstellte.
Die Vorstellung, daß man alles sein könne, was man wolle.
Freitag, 7. Oktober 2022
Abglanz und Spiegel Gottes
Wovon der Herz voll, davon kündet der in der Freude tanzende Mund. Denn wo das Herz voll des Lichtes, trunken vom absoluten Lichte ist, ist seine Tätigkeit unendliches Steigen und Fallen, wie der von den Lüften getragene Tanz der Schmetterlinge in der Frühjahrssonne.
Dienstag, 27. September 2022
Die Vorstellung hat begonnen (2)
Es ist eigentlich grotesk - während sich die Mensche gerade heute so ohnmächtig wie nie erleben, ausgeliefert allem und jedem wie einem Virus, der alles flachlegt und tötet, einem "Wirtshcaftsgeschehen", das alles wie eine göttliche Hand bestimmt, und so weiter, glauben sie an die Manipulierbarkeit nach Plan beim allergrößten, alles umfassenden System - des Weltklimas.
Montag, 26. September 2022
Die Vorstellung hat begonnen (1)
Samstag, 6. August 2022
Der Samstag Nachmittag-Film (2)
Freitag, 5. August 2022
Der (morgige) Samstag Nachmittag-Film (1)
Dienstag, 3. Mai 2022
Allen Henkelschädeln ins Ohr gefiedelt
Sonntag, 20. März 2022
Gedankensplitter (2005c)
Samstag, 19. März 2022
Gedankensplitter (2005b)
Wobei - es geht ausdrücklich nur um die VERBREITUNG russischer Inhalte, also von allem, das AUS RUSZLAND STAMMT. Auf den möglichen Streit, was als Propaganda gesehen werden könnte und was nicht, läßt sich der Staat gar nicht erst ein. VERBREITUNG, heißt es.
Freitag, 18. März 2022
Gedankensplitter (2005a)
Der sogenannte Traditionalismus verweigert der eiugenen Elterngeneration die Übernahme DERER Tradition, um dabei nicht einmal auf die vorletzte Generation zurückzugreifen, sondern auf einen Fixpunkt irgendwann in der Vergangenheit. Man nennt das eigentlich nicht Traditionalismus, sonder Archäologismus.
Mittwoch, 27. Oktober 2021
Gedankensplitter (1356c)
Es gibt aber einen Ausweg. - Es gibt ihn auf dem eigentlich so einfachen, schlichten Weg der Selbstbehauptung. In dem man jede solcher Diskussionen, ob nicht dieses oder jenes veränderte Verhalten "besser", "vernünftiger" (was immer ausschließlicher: irgendeine, und am besten die ganze Welt rettender) verweigert. Indem man darauf besteht, daß man einfach nicht bereit sei, Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen.
Um sich so der einzig wahren Aussortierung von Möglichkeiten eines GEMEINSCHAFTLICHEN (also als Gemeinschaft = nicht pluralistischer Einheit vollzogenen) Arbeitens wieder anzuschließen.
Die es nämlich gewesen ist, die unsere Kultur bis in diese (so überreich volle, nun also, als Leichnam, fast unerschöpflich auszuweidende) Gegenwart geführt hat. Und dieses Prinzip ist ebenso einfach wie radikal. Es besagt, daß sich alles in der Erstentscheidung begründet, überhaupt einer Gemeinschaft anzugehören. Die - eiderdautz - gar nicht von einem selbst getroffen wurde. Damals, als man geboren wurde, und von Gott in ein Insgesamt hineingestellt worden ist.
Dienstag, 26. Oktober 2021
Gedankensplitter (1356b)
Weiter in dieser Art. Bis sich die Themen ziemlich runden, und alles ineinander läuft. - Von einer Organisation von Mitarbeitern im Film (meist schon neudeutsch Crew genannt) habe ich dieser Tage ein Anschreiben erhalten, das manch in den letzten ein, zwei Jahren abgelaufenen etlichen ähnlichen Bestrebungen dem Faß den Boden ausschlug. Verpackt in eine "Umfrage" mit dirigierenden und manipulativen Fragen wie der, ob man "begrüßen würde, wenn es am Set zwar nur noch ein- bis zweimal in der Woche Fleisch beim Catering gebe, dafür aber nachhaltig und qualitativ hochwertig", finden sich gegen Schluß hin Paragraphen, in denen verlangt wird, daß künftig Filmförderungen etc. an diese Bedingung geknüpft werden sollen.
Ich habe ähnliche solcher "Umfragen" - mit denen beginnt es - schon erlebt, zu etlichen anderen Themen, wie "Gewalt am Set" (Set = die Situation an einem Drehort, mit allen Einrichtungen und beschäftigten Personen) oder "Variety = Vielfalt am Set" oder das natürlich unausbleibliche "Gendergerechtigkeitsthema". Sie haben alle mit süßer Stimme als Empfehlungen zu freiwilligem Berücksichtigen begonnen, um dann über "freiwillige Selbstverpflichtungen" zur "von der Branche selbst vorgenommenen Beschränkung" zu schreiten. Und in Gesetzen zu enden.
Montag, 25. Oktober 2021
Gedankensplitter (1356a)
Denn, so G, in Anbetracht der Tatsache, wie viele Menschen bereits vollkommen leere Worthülsen zum Normalgebrauch der Sprache erwählen, in Anbetracht der Tatsache, daß die Sprache nur noch als drohend aufgerichtete Keule Verwendung findet, in der mangels Vernunftzugängigkeit der Lebensweisen der Gegenwart nur noch Emotionen - an sich wirkungslos - zu weltgestaltender Wirkung verholfen werden soll, drängt sich diese Deutung von G auf.
Auch wenn ich mit solchen Attributen - die man meist bei jenen hört, die von sich behaupten, daß nur sie überhaupt dächten, sodaß wir in diesem Fall von immerhin rund 99 Prozent der Bevölkerung unserer Länder sprechen - vorsichtig bin, stimme ich Leser G ausnahmsweise zu.
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Denken ist ein sittlicher Akt. Es ist die Sittlichkeit, die die Paßgenauigkeit jener Gestalt-Bausteine zuläßt und sucht (weil dann findet, also niemals "selber schafft") die in der Sprache dann als "vernünftig", "logisch" und so weiter sichtbar werden. Und darin von jedermann erkennbar wird.
So nebenbei das sicherste Zeichen dafür, daß die gesamte Welt in ein Fluidum einer lebendigen, interagierenden, personalen (eins seienden, ansprechbaren, uns als Gegenüber identifizierbaren) Wahrheit schwebt.
Es ist ein gehorsames Ausschöpfen der Sprache hinter der Sprache, die man in die irdischen Behälter der Begriffe gießt, und möglichst so anordnet, daß sie dem Willigen (sic!) den Blick auf das Hinter-allem-Liegende des Wirklichen eröffnet. Und insofern das wirklich Wirkliche "verirdischt" und zur Welt ordnet, die der wirklichen Ordnung entspricht. Und jenem den Weg weist, der sich an der Hand der Gestalt des nunmehr Ausgesprochenen bis zur Schwelle alles Grundlegenden hinführen läßt. Ab hier kann er sich ergreifen lassen. Oder nicht.
Samstag, 9. Oktober 2021
Es ist doch ganz einfach
Und genau das ist auch das erste Kriterium, mit dem diese gesamte Flut an LGBT-Filmen, die sich derzeit über uns ergießen möchte (und vor allem über die Jungen ergießt), ganz glatt GELOGEN SIND.
In denen homosexuelle (lesbische) Beziehungen als natürlich dargestellt werden, in denen behauptet wird, daß die Liebe zu einem gleichgeschlechtlichen Partner als völlig gleich und gleichwertig der zum jeweils "anderen Geschlecht" (heterosexuell) völlig identisch ist, und die Probleme (die natürlich bekannt sind) sämtlich der restriktiven, moralistischen Haltung der traditionellen (oder von dieser geprägten) Gesellschaft und Kultur zuzuschreiben sind.
Donnerstag, 8. Juli 2021
Maschine der Läuterung
Die dramatischen Formen sind "Erkenntnis- und Reifungsmaschinen". Maschinen, um aus bestimmten Lebenssituationen die Hintergründe herauszukeltern, zu destillieren. Wie in einen Experimentierkolben füllt man eine Situation in eine Eprouvette, und hält diese dann über den Bunsenbrenner. Und schaut zu, was am Ende herauskommt, wenn das Wasser verdunstet ist, was am Boden der Eprouvette übrigbleibt. Das, was in der Flüssigkeit aufgelöst, das hat ihr diesen eigenartigen Geschmack gegeben, man erinnert sich nun.
Deshalb muß man, will man sie verstehen, bei dramatischen Formen (als überhaupt alle Formen in der Kunst) immer schauen, wie eine Zeit ist. Darin kann man dann deren Mechanismen erkennen, nach denen als Stein der Weisen gesucht wird. Denn muß man nicht auch danach suchen, ob eine Zeit dieselben Mechanismen anwendet, um den Menschen im Leben zu läutern? Ist nicht das Leben selbst diese Läuterungsmaschine, die am Ende das Reine, Pure herausbringen soll?
Sonntag, 30. Mai 2021
Erst im Darstellen isset Welt
Das 19. Jahrhundert hat vom Museum gelebt; auch wir tun dies noch, ohne dabei zu bedenken, daß es dem Besucher eine vollkommen neue Beziehung zum Kunstwerk aufgezwungen hat. Ihm ist es zum guten Teil zuzuschreiben, wenn die Kunstwerke [...] ihrer eigentlichen Funktion enthoben und dafür in Bilder verwandelt sind: selbst die Bildnisse sind diesem Verwandlungsprozeß nicht entgangen.
Sind Cäsars Büste oder Karl V. zu Pferde immer noch Cäsar und Karl V., so ist der Herzog von Olivarez nur noch Velazquez. Was kümmert es uns noch, er der Mann mit dem Goldhelm, wer der Mann mit dem Handschuh gewesen ist? Sie heißen für uns Rembrandt und Tizian. Ein Portrait ist nicht mehr in erster Linie Abbild eines bestimmten Menschen.
