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Donnerstag, 17. Januar 2019

Plötzlich gab es Schnee im Winter - extrem!

Die Berichte sind ja mittlerweile Legende, und man ist die Sache doch längst über. Aber sie sei nun doch einmal erwähnt. Weil alle sonstigen Lügen (und die Klimaalarmistik ist ihrem Wesen nach Lüge) nicht griffen, hat die Klimaalarmistik (Vehikel psychisch Verwirrter mit perversen Intentionen) von der "Erwärmung auf Wandel" nun auf "Extremwetter" umgeschwenkt. Alles seit je Normale wird nun zum Extrem umgedeutet.

Wer kann sich nämlich schon so genau erinnern, wer kann schon aus eigener Erfahrung vergleichen, welches Wetter vor zwei, fünf, zehn, zwanzig, dreißig und mehr Jahren war? Niemand, eben. Zumindest kann sich da keiner sicher sein. 

Der VdZ ist es aber, und sei es aus seinen tausenden Seiten Tagebüchern (in denen er sogar täglich das Wetter festhält), die bis in die späten 1970er Jahre reichen. Und er ist es nicht alleine. Alles Wettergeschehen heute ist, wie er es seit je erlebt hat. Und das war immer "extrem". Mal so, mal so. Wandel, Extremes war der Normalzustand.

Erst vor einigen Wochen, rund um Neujahr, hatte er in einem Telephonat mit jemandem aus Niederbayern die seltsame Frage gehört, daß es doch bei ihm - er hielt sich gerade in Oberbayern auf - extreme Schneefälle geben müsse. Er blickte aus dem Fenster. Nichts. Nichts! Es war sogar aper geworden, nach einigen Tagen Schneefall. Ja, da und dort gab es in den Tagen danach dann Schneefall, und vor allem eine überforderte deutsche Straßenmeisterei, gewiß. Die natürlich jeden Bericht über "abnormen Klimawandel" gerne aufgriff, um ihr Versagen (und für die Politik ihre Unfähigkeit, Gelder richtig zu lenken) zu kaschieren. Aber Extremschnee? Niemals. Nichts, das ihm nicht seit je bekannt gewesen wäre. Und er hat ja auch bald sechs Lebensjahrzehnte auf dem Buckel.

Dasselbe liest man in zahllosen Berichten. Wie dem auf Achgut, von einem Bayern, von einem Tiroler, der dasselbe berichtet. Es gibt heuer wieder mal viel Schnee, gut, aber sonst? Nix Ungewöhnliches. (Im größeren Maßstab: Nicht einmal Hurricanes nehmen zu, wie enttäuschend.) 

Und man hat es doch wirklich schon satt, ja man wird richtig wütend über diese Klimalobby, diese Klimafaschisten, die die Wahrnehmung der Menschen verbiegen wollen, um ihre eigenen Taschen zu füllen, um andere unter ihr Joch zu beugen. In dem Wetter die Rolle spielt, die ihm gebührt - es ist einfach so! So, daß man darüber nicht nachdenkt. Und genau das ist es, was anfällig macht. Das Nächste, das Normalste ist nicht bewußt. Das sieht man nicht. Man sieht nur das Kranke. Also machen sie alles krank. Und jeder vergißt, was gesund, was normal war und ist. Das völlig Unbeständige nämlich.

Ein ähnlicher Bericht findet sich auf EIKE. Wo ein Tiroler (wieder!) auf die Berichte von Schneeraupenfahrern und Pistenbearbeitern hinweist. Nichts, wirklich nichts ist anders, nichts ist "extrem". 

Aber eines, eines sollte der Leser wissen. Wo Medien in diese Extremhysterie verfallen, ist das (meist) kein Zufall, also Epigonentum. Sondern das ist gezielte Volksverwirrung. Diese Medien (Jawohl, Kronen Zeitung, mit Euren "seit Menschengedenken" oder "seit je" oder "seit hundert Jahren" etc. etc., ihr habt ausgespielt, das vernichtende Urteil ist bereits gesprochen, aber ihr seid nur ein Beispiel unter vielen) sollte man mit rotem Marker versehen und als "die Bösen" ins Regal stellen. Denn es ist das Böse, das verwirren will.





*160119*

Auswanderung von Kulturräumen

Sowohl die Geschichte der USA wie die Geschichte der Deutschen in Rußland zeigen grundsätzliche Parallelen. Bei beiden Fällen von Einwanderung wird etwas Wesentliches deutlich: Nirgendwo ging es um die Integration in einen anderen Kulturraum, sondern immer um die Möglichkeit, in fremdem Land innerhalb der eigenen Kultur besser, freier zu leben. Ja das war für die allermeisten sogar Bedingung. Wurden diese nicht erfüllt, kam es zu Spannungen, und oft genug zu Rückwanderungen. 

Als Katharina die Große 1763 begann, unter den Notwendigkeiten, die großen Räume, die Rußland durch siegreiche Kriege (etwa gegen die Türkei) dazugewonnen hatte, kulturell zu heben, wirtschaftlich fruchtbarer zu machen und als Bollwerke gegen fremde Kulturen zu etablieren, um die Ansiedelung von Deutschen in Rußland zu werben, lief die Werbeaktion erst ab dem Moment gut, und es wanderten wirklich zehntausende aus Mitteldeutschland an den Ural, an die Wolga, nach Kasachstan, in der Gegend von St. Petersburg und in begrenztem Maß in die Ukraine, als sie zusicherte, daß diese Menschen geschlossene Siedlungsräume bekommen würden, wo sie innerhalb der eigenen Kultur und die eigene Sprache leben konnten. Aus manchen Gebieten in Hessen siedelte jeder Zehnte nach Rußland über, sodaß mancher Landesfürst die Auswanderung zu beschränken versuchte. (Übrigens wanderten viele aus, weil sie im eigenen Lande hoch verschuldet waren, ein eigenes Kapitel.)

Räume, die sie dann auch weitgehend selbst verwalten konnten, wo sie eigene Schulen, Theater und Zeitungen betreiben, aber vor allem ihre Religion (protestantisch und katholisch) ausüben konnten. Viele haben nie in ihrem Leben die russische Sprache gelernt, auch nicht in den späteren Generationen. So entstanden große geschlossene Siedlungsräume, die sich auch als "deutsch" bezeichneten, und sich in den ersten Jahren unter Stalin sogar zu einer eigenen Sowjetrepublik an der Wolga formierten konnten. Bis der Zweite Weltkrieg ausbrach und "deutsch" zum Feindbild wurde. Stalin traute dem kulturellen Zusammenhang nicht mehr, nun waren sie, die immer der Regierung als einzige wirkliche Vorbedingung bei der Einwanderung den Treueeid zu schwören hatten, potentielle Staatsverräter.

Aber längst hatten diese Deutschen auch wirtschaftlich gehöriges Gewicht. Sie waren tüchtig, gut gebildet und gute Handwerker, und vor allem durch einen unbeugsamen Willen, auch durch größte Schwierigkeiten hindurch ihr Überleben zu ermöglichen, bekannt. So hatten sie überall aus kahlen Steppen und Urwäldern prosperierende, kleinstrukturierte Siedlungsräume geschaffen.

Es kam erst ab dem Moment zu Verwerfungen, als in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Russifizierung beginnen sollte. Die etwa zwei Millionen Zuwanderer sollten nicht mehr "Deutsche" (auch dieser Begriff kam ja erst jetzt wirklich auf), sondern "integrierte" Russen sein. Ab dem Moment setzte eine beträchtliche Auswanderungswelle nach Südamerika und in die USA ein. Die Probleme dort blieben freilich dieselben, weil auch die Voraussetzungen dieselben geblieben waren: Man wollte innerhalb der eigenen Kultur bleiben. Aber auch in Brasilien und Argentinien hatte längst der Versuch eingesetzt, eine enger gefaßte Nationalität durchzusetzen. 

Sieht man vom kurzen Aufleuchten unter Stalin ab, dem eine gewaltsame Zerstreuung durch Aussiedelung nach Sibirien etc. folgen sollte, sieht man von den neuen Möglichkeiten in den 1980ern ab, wo schon unter Breschnew eine Art Renaissance solcher Siedlungsräume möglich werden hätte sollen, wanderten die allermeisten dieser Deutschen, die sich über Jahrhunderte als Deutsche verstanden hatten,  und wo sich dieses Mitteldeutsche (sehr viel Hessisch und Sächsisch) fast zu einer eigenen Sprache entwickelt hatte (ähnlich dem Hoanzischen in ungarisch-deutschen Siedlungsräumen), in großem Stil wieder nach Deutschland zurück. Heute leben noch etwa 500.000 (ehemalige) Deutsche in Rußland, aber nicht mehr in geschlossenen Räumen, zerstreut waren sie weitgehend zu assimilieren. Diese ab den 1990er Jahren rund 1,5 Millionen Rückwandernden wollten Deutsch bleiben, und ihre (mitteldeutsche) Kultur weiterhin leben. Das schien ihnen nun wieder in Deutschland am besten möglich, zumal ja in Rußland in jenen Jahren alles auseinanderfiel. 

Aber nach wie vor gibt es an der Wolga und in Kasachstan kleine Gebiete und Ortschaften, in denen diese alte hessische und sächsische Kultur gelebt wird. Die Katholiken darunter haben sogar einen eigenen Bischof.

In anderer Form sind gleichwertige Vorgänge auch in den USA zu beobachten. Die großen Auswanderungswellen in die USA sind aus ähnlichen Motiven wie im Falle Rußlands in die Gänge gekommen: Man wollte das Eigene besser leben können. Völlig selbstverständlich suchte sich der überwiegende Teil der Neuankömmlinge Siedlungsräume (und seien es Stadtviertel), in denen bereits Landsleute lebten. Dort konnten sie Fuß fassen, und dort konnten sie - basierend auf kulturell unterlegten menschlichen Verbindungen - eine neue Heimat aufbauen. Und darauf baute dann die Prosperität des Staates USA auf.

Und auch hier war der Zweite Weltkrieg der große Bruch. Er wurde nach 1945 als Vorwand für einen Kulturkampf genommen, der vor allem ein Kampf der Protestanten und Juden gegen die Katholiken war, die durch ihre hohen Geburtenraten dabei waren, die Mehrheit im Lande zu werden. Man tat es, indem durch gezielte Umvolkungspolitik alle diese Partikularräume, die durch ihre Herkunftsethnie und vor allem Religion (katholisch) charakterisiert waren, auflöste. Werkzeug dazu waren vor allem die Schwarzen aus dem Süden der USA. Sie verdrängten die Polen, Italiener und Deutschen aus den Stadtzentren in die Peripherie, wo sie nunmehr zu "Weißen" wurden. Zu einer amorphen Masse von Konsumenten und "Amerikanern", die ohne sozialen Zusammenhang, partikularisiert, atomisiert nur noch eine Gemeinsamkeit hatten: Den Anschluß an den Zentralstaat.

Welche Verwerfungen wir daraus zu erwarten haben, wird sich noch zeigen, kündigt sich aber bereits an. Wenn es sich auch andere Bruchlinien sucht, an denen sich neue Identitäten zu gestalten versuchen. Denn ein stabiles Leben ist nur in einer geschlossenen, Herkunftskultur möglich. Erst sie vermag Identität zu stiften die mehr ist als positivistisches, also willkürlich gefaßtes Vertragskonstrukt.

Die den Einzelnen zum leicht beherrschbaren Objekt universalistischer Ideologen ("Eliten") macht. Die sich "ihr" Volk, das sie beherrschen, zu schaffen versucht. Auch ohne daß sie sich in der Verbindlichkeit zwischenmenschlich-kultureller Strukturen beweisen müssen. Und sie tut es über eine Religion, als deren Priester sie auftreten, die die heiligen Arkana verwalten, die nur sie kennen und deren Dogmen und Moralgebote nur sie festlegen können. Solche Universalräume (für jeden) aber kann es nur geben, wenn alle Partikularräume ausgeräumt, also ausgelöscht werden.





*281118*

Mittwoch, 16. Januar 2019

Benedict XVI. IST zurückgetreten. Warum Ann Barnhardt irrt. (3)

Teil 3) Vielleicht hat Benedict XVI. aber woanders geirrt?


Was immer aber NACH diesem rechtsgültigen und -verbindlichen Akt geschah und geschieht ist DAS, was tatsächlich irrelevant ist. Denn es geht um diesen einen Akt der Entscheidung, es geht um die Rücktrittserklärung selbst. Denn ein Rücktritt (das erwähnt Barnhardt ja auch richtig) eines Papstes ist eben möglich. Und auch nicht einmalig in der Kirchengeschichte. Was man Josef Ratzinger em. Papst Benedict XVI. also vorwerfen muß (und nicht nur ihm) ist Fehlverhalten. DARIN ist er einmalig.

Aber auch wenn man daraus ableitet - wie aus manchen Stellungnahmen des em. Papstes selbst - daß Benedict im Irrtum darüber gewesen wäre, was sein Rücktritt bedeute, und worin er überhaupt zurücktreten habe wollen, ist der nächste Irrtum. Wenn Sie, geneigter Leser, ein Auto kaufen, von dem Sie vermeinen, es habe 150 PS, es vermeiden, die Betriebsanleitung zu studieren, und dann draufkommen, es hat nur 100 PS, dann ist es zwar auch ein Irrtum gewesen, aber es macht den Rechtsakt des Kaufes nicht ungültig. (Was bei arglistiger Täuschung durch den Verkäufer anders wäre.)

Warum aber überhaupt em. Papst Benedict XVI. sich über das Ausmaß des Rücktritts geirrt haben könnte, ist nicht nachvollziehbar. Nicht aus seiner Rücktrittserklärung, und auch nicht aus seinen späteren Äußerungen läßt sich in den Augen des VdZ nichts "beweisen", aus dem sich ableiten ließe, er wäre gar nicht (ontologisch gesehen) zurückgetreten. Den einen Aussagen stehen auch ganz andere - "Klarstellungen" - gegenüber, wo er keinen Zweifel läßt, WER nun Papst ist. Franziskus.

Übrigens ist dieses Prinzip der "Klarstellungen" aus mißverständlichen und schwammigen Erstformulierungen spätestens seit den späteren Jahren +P. Johannes Paul II. fast tägliche Praxis geworden. Was wird eben gerade im Medienzeitalter so alles dahergeredet, meine Güte ... Das ist nicht schön, das ist nicht gut, aber Realität. Und was Ratzinger/Benedict über das "immerwährende" seiner Nachfolge sagt, muß man nicht als Beleg für einen Irrtum deuten. Als Allegorie kann es auch ein sehr frommes Zeugnis sein.

Es ist umgekehrt keine "deutsche Spitzfindigkeit", aus den Worten den Inhalt abzulesen, wie Barnhardt an einer Stelle meint. Es ist Wesen des Rechts, und es ist Wesen der Ontologie, die beim Wort beginnt, der versucht, einen ontologischen Sachverhalt zu präzisieren und damit überhaupt erst rational beurteilbar zu machen.

Der Mensch ist dabei immer nur halbwegs und mehr oder weniger in der Lage, die ontologischen Sachverhalte "vor dem Wort" zu erfassen und ins Wort überzuführen. In diesem Sinn gibt es nie hundertprozentige "absolute" Sicherheit im Gesetz. Nie. Nirgendwo. Aber es gibt das "Wollen, was das Gesetz will".  So wie es ein "Wollen, wie es die Kirche will" gibt. Anders wären wahrscheinlich 99,99 Prozent aller sakramentalen Handlungen durch Kleriker, ja überhaupt Menschen unmöglich weil immer ungültig.

Und es entspricht nicht der "Abbildhaftigkeit zu Gott", anders als beim Wort ein Ding beginnen zu lassen. Er sagt Rücktritt vom Amt - er meint Rücktritt vom Amt. Das ist nicht einfach eine Hilfsposition als letzte Verteidigungslinie anderer Evidenzen, sondern das ist die einzige Position, von der wir ausgehen müssen. Pacta servanda sunt. Verträge müssen eingehalten werden. Auch wenn ich mir über manches nicht klar war, auch wenn ich manches nachher anders interpretiere.

Auch also Barnhardts vermeintliche Beweisführung landet ... in der Interpretation. Im Glauben. Und um die furchtbaren Zustände in der Gegenwart - gesellschaftlich, kirchlich, politisch - zu verstehen, braucht man keine Erklärung, die da lautet, daß der Rücktritt des vorigen Papstes nie gültig gewesen wäre. Da lassen sich viele andere Erklärungen und Sinnmomente finden, die viel plausibler sind, und keinen Rest übriglassen, der erst erhellt würde, wenn man von einem ungültigen Rücktritt ausgeht.

Auch Benedict XVI. war kein "Supermann", zu dem man ihn manchmal machen will. Er stand vielmehr in der Tradition, die sich seit vielen Jahrzehnten abzeichnete, im Zweiten Vatikanum manifestierte. Er paßt genau auf diese Linie, die seine Vorgänger in einem ständigen Niedergang vorgezeichnet haben, und die Bergoglio nur noch weitere Kurvengrade nach unten gedrückt hat.

Nichts an dem Argentinier ist überraschend, alles was er sagt und tut sind längst vorhandene, ja jahrzehnte-, nein jahrhundertelang vorbereitete und von keinem der Vorgängerpäpste wirklich und energisch abgewehrten, sondern im Gegenteil lange schon etablierten Fehlentwicklungen. Und gerade sein schwächliches Verhalten nach dem Rücktritt Josef Ratzingers erklärt sich aus dessen Charakter, den zu studieren man zuvor schon lange Zeit hatte. Auch sein Verhalten, eine Äußerung später wieder und wieder zu relativieren, jede Kontur verschwimmen zu lassen, in alle möglichen spitzfindigen Erklärungen zu verhüllen, ist alles andere als neu.

Der VdZ kommt deshalb zu dem Schluß, daß sich Ann Barnhardt aus (verständlicher) Verzweiflung über dieses Pontifikat (zu dessen pointiertesten Kritikern sie gehört) und seine verheerenden Folgen an einen Strohhalm klammert. Wo sie mit viel sophistischem, intellektuellem Geschick versucht, posthoc eine Tatsache zu sehen, die ihr hilft, den Glauben an die Kirche nicht zu verlieren. Und sie findet nicht wenige Nachläufer, die ihr in diesen Argumenten folgen, die alle dasselbe Problem haben.

Wenn man aber die eigentliche Rücktrittserklärung ansieht, kann der Schluß nicht eindeutiger sein. Und Barnhardt erwähnt sie seltsamerweise in ihrer Argumentation nicht in einem Moment. Damit bricht die so eloquente, scheinbar simpel-logische Argumentation Bernhardts aber in nichts zusammen. So schwer es uns auch zu begreifen schient - Jorge Bergoglio bzw. Papst Franziskus IST der gültige Papst. Gottes Ratschluß ist eben unergründlich. Und der VdZ hält DAS für die entscheidende Lehre, die uns damit gegeben werden soll, glaubt, daß DARIN das Wirken des Hl. Geistes zu erkennen ist und vor allem sein wird. Es ist somit eine - schwere - Glaubensprüfung. Der die Vater-Unser-Bitte zugemessen sein muß: Führe uns nicht in Versuchung. Also: Kürze die Zeit ab! Denn sonst werden alle fallen.

Hier nun also der Vortrag von Ann Barnhardt. Der Leser möge sich selbst ein Bild machen. Ihr Englisch ist an sich leicht verständlich, aber man kann die Untertitelfunktion mit einer Übersetzungsfunktion verbinden, das macht es vielleicht jenem Leser leichter, der nicht so daran gewöhnt ist, englischen Reden zuzuhören.









*291118*

Der Fluch der bösen Tat

Es ist das Merkmal einer Dämonie, daß sie sich in einer selbst-induzierten Endlosschleife verwirklicht, weil die Wirklichkeit nicht mehr gesehen, sondern durch ein fiktives Bild ersetzt wird. So verhält es sich mit den "Extremwetterlagen", vor allem den Überschwemmungen, die angeblich zugenommen haben. Teilweise haben sie das wirklich. Warum? WEGEN der Klimaschutzmaßnahmen, die in Wirklichkeit Ausgeburten menschlicher Gier und Verblödung sind.

Sehe der Leser dazu dieses kurze Video, das der deutsche SWR-Sender ausstrahlte. Es ist etwa der Energiemais, der den Boden unfähig macht, Wasser aufzunehmen. Dadurch läuft nicht nur der Niederschlag ab, sondern er nimmt auch den Humus dabei mit. Die Folge? Man braucht noch mehr Kunstdünger und muß den Boden pflügen, weil die gesunde Oberfläche, wie sie der Nahrungsmittelanbau brachte, nun fehlt. Ganze Landschaften wurden bereits umgestaltet, weil sich damit gutes (Subventions-)Geld machen läßt. Wer heute durch Bayern fährt, sieht nur noch Maisfelder.

Dazu kommt der immens gestiegene Flächenbedarf für "versiegelte" Oberflächen, durch Bebauung, Häuser, Straßen. Flächen, die kein Wasser mehr aufnehmen. Dazu kommt ein jahrzehntelang begangener Regulierungsaberwitz für Flüsse und Bäche, der "nach unten" verschob, ins Ungekannte. Sollen doch die anderen ... wir wollen Ruhe. Lebensmittel? Brauchen wir nicht, wir verbrennen unsere landwirtschaftlichen Produkte.

Erst vor kurzem meinte die Gemüsehändlerin (angesichts unkochbarer Kartoffeln, verkauft als die seit je üblichen "Roten") um die Ecke, daß in Ungarn gar keine Kartoffeln mehr angebaut werden. Die Händler bekämen auf den Großmärkten nur noch Importware, die für die langen Transportwege (Südamerika) "haltbar" gemacht wurden.

Nichts von den "Extremwettern" war oder ist "das Klima". Alles ist Folge menschlicher Niedrigkeit vom Feinsten. Solche und ähnliche Beispiele wie im Film ließen sich endlos anführen. Wir haben es uns mit Gott verscherzt. Also läßt er uns an unserer Dummheit sterben, in der wir uns in einen Wahn gesteigert haben, der uns tatsächlich zu zerstören beginnt.

Wenn man sich fragt, was die lächerliche Idee einer Klimakatastrophe so antreibt, dann hat man die Antwort auf der Hand: Es ist die perfekte Ausrede für menschliche Gier und Dummheit. Wie bei Krankheiten, wo alles "Viren" und "außenliegende Ursachen" geworden sind, als ein rein technisches Geschehen gedacht, haben wir nun auch das Wetter nutzbar gemacht. Niemand muß mehr nachdenken, überlegen, planen, lieben. Jeder kann sich bedienen, wie es ihm gefällt, und bekommt dafür sogar noch das Etikett "Weltretter" umgehängt. 

Unterstützt, ja angetrieben von einer Akademiker-Kaste, die ach wie gerne das Wesentliche des Denkens einspart - Sittlichkeit, als Untergrund der Wahrheit, also persönliche Leistung - und das Denken zum mechanischen Prozeß einer Ablaufoptimierung abwirtschaften darf, ja nun sogar soll. Plötzlich wird der Gedankenmüll vergoldet. 

Wer greift da nicht gerne zu?




Dazu ein weiterer Film aus Bayern. "Uns bricht der Boden weg."




Und so läuft das dann in der Praxis ab. "Da sieht man, wie sich Politik auswirkt. Niemand hätte vor ein paar Jahren noch gedacht, daß der Maisanbau derartig zunimmt." Wo früher Wiesen und Getreidefelder waren, sind heute zu 90 Prozent Maisplantagen. Dazu kommt, übrigens, daß der Mais eine Zwischensaat von Herbst zum Frühjahr unmöglich macht, weil seine Vegetationsperiode für unsere Klimabedingungen zu lange dauert. "Die Menschen erkennen ihre Landschaften nicht mehr." Dazu stelle sich der Leser noch die Frage des "Insektenrückgangs" vor Augen. Na klar, alles "das Klima". Wie gesagt: Langsam verwirklicht sich, daß die Dämonie "Klimakatastrophe" unsere Kleinklimata tatsächlich zu verändern beginnt. Und eine Katastrophe näherrücken läßt.

Die aber ganz anderer Art ist. Und diesmal wirklich menschgemacht. Selbst die Preise für landwirtschaftliche Flächen haben sich mittlerweile verdoppelt, ja verdreifacht. Warum? Wegen der staatlichen Subventions-Gelder (= Steuern, = von Werten ungedeckte Geldmengenvermehrung, also Schulden). So nebenbei: Maisflächen geben innerhalb eines Jahres das Zwanzigfache des CO2 ab, das eine Wiese etwa innerhalb von 20 Jahren abgibt. Abgesehen vom Unsinn rund ums CO2: Zeigt das nicht einmal mehr, welch eine Geistes(ver)störung rund um die Klimarettung besteht, ja welche Geistesstörung sie ist?

Weltweit gesehen können heute nicht einmal mehr genug Lebens- und Futtermittel produziert werden, weil der "Bio-Strom" (mit Garantiepreisen auf Jahrzehnte) immer mehr Flächen frißt. Bereits heute werden 50 Prozent des Zuckerrohrs in Brasilien, 20 Prozent des amerikanischen Mais' verstromt. Es gibt schon Zuckerknappheit. Die Lebensmittelpreise steigen. Die der "Energiegewinnung" gewidmeten Flächen in unseren Ländern betragen bald ein Viertel aller Ackerflächen.

Wo immer der Mensch versucht, Gott zu spielen, Gott zu sein, verdient er nur eines: das Gelächter des Spotts.








*251118*

Dienstag, 15. Januar 2019

Benedict XVI. IST zurückgetreten. Warum Ann Barnhardt irrt. (2)


Teil 2) Warum deshalb der Rücktritt von Benedict XVI. rechtsgültig ist. 
Oder liegt ein Irrtum im Vollzug?




Der Kern des Rücktritts - der also den "Rechtstatbestand des Rücktritts" erfüllt - ist im mittleren Abschnitt hervorgehoben. Er wird auch nicht relativiert oder ähnliches. In den Augen des VdZ IST das ein rechtlich gültiger Akt, der alle Elemente enthält und nichts ausschließt oder einschließt, das eine Ungültigkeit bewirken würde: Er verzichtet auf die Ausübung des Bischofs von Rom (der traditionell der Erste unter allen Bischöfen, also der Papst ist), und er nennt den Tag ab dem er zurücktritt. Er macht sogar deutlich, daß ein neuer Papst gewählt werden muß. Auch das ist der klare Hinweis darauf, daß Benedict XVI. Ratzinger genau wußte was er tat, und sein Rücktritt deshalb rechtlich gültig ist, sonst hätte er selber nicht die Notwendigkeit einer Wahl eines neuen Papstes (ohne Einschränkung) erwähnt.

Was immer später dann noch nachgeschoben wurde, und was tatsächlich die Sachlage vernebeln könnte (und Ann Barnhardt scheint darauf auch hereinzufallen) ist dann das, was Barnhardt richtig als irrelevant abtut. Dazu gehören die vielen später gemachten Äußerungen, dazu gehört auch das seltsame Verhalten des ehemaligen Papstes, der tatsächlich so tut, als wäre er ein Nebenpapst. Aber das Fehlverhalten liegt dort, nicht im Rücktritt selbst! Alle Erklärungen (etwa über die Ungebrochenheit seines Dienstes an Christus etc.) sind als Allegorien keineswegs rechtliche Akte, sie sind eben fromme Umdeutungen. Oder auch - Irrtümer, glatte Irrtümer.

Ein Rechtsakt wird auch nicht ungültig dadurch, daß sein Vollzug unvollständig oder nur allmählich geschieht. Auch als das könnte man ja manches am Verhalten em. Papst Benedict XVI. sehen: Vollzugsvernebelung. Sein volles Potential lag in der Erklärung (siehe oben), und alles andere ist ein (einklagbares, einzuforderndes) Säumnis, aber keine Ungültigmachung. Wenn Sie, geneigter Leser, ein Auto verkaufen, aber die Sitze nicht herausgeben, weil die so gut in Ihr Wohnzimmer passen, macht das den Autoverkauf nicht ungültig. Es wäre also an Franziskus, den vollständigen Vollzug des Rücktritts seines Vorgängers einzufordern. Warum der jetzige Papst das nicht macht, liegt aus ganz anderen Gründen auf der Hand.

In solche Verschlampungen und Verwischungen läßt ja sogar ein philosophischer Irrtum erkennen, wie er sich sowohl in der Theologie des vormaligen bzw. frühen Josef Ratzinger findet. Wie überhaupt in kirchlichen Dokumenten und Handlungen, die seit dem Zweiten Vatikanum (aber auch schon vorher, als Strömungen) in Massen die Gläubigen verwirrt haben. Es ist die Frage nach der Ontologie, nach dem das Sein Begründenden des Seienden. Das in der "nouvelle theology" in ein graduelles Sein verschoben wurde. Wo die Dinge nicht mehr in einem punkthaften (wobei dieser Punkt als dinghafter, welthafter, fleischlicher, materialer Punkt noch nicht vorhanden ist, er ist ein Akt des Wortes), aber entscheidenden, einmaligen Akt "geboren" sind, sondern in ihrer Existenz "graduell" sind. 

Seit dem Zweiten Vatikanum ist die Kirche (um das soeben Gesagte zu illustrieren) nicht mehr die Kirche, sondern ein allegorischer Begriff, der den "anonymen Christen" ebenso kennt, wie alle Getauften, selbst wenn sie sich (wie im Protestantismus) von der Kirche abgewandt haben. (Aufgehängt am "subsistit in", wie es irrtümlich formuliert wurde.) Damit hängt eng zusammen eine theologische Entwicklung, die den "Stellvertretungsbegriff", also die Universalia (die auch die begriffliche Klärung der Erlösung durch Jesus Christus ist), neu definiert, wir haben darüber schon hier gehandelt, und werden es wohl noch weiter versuchen.

Kurz gesagt: Man trennt dabei Eigenschaftlichkeit und ontologischen Bestand, stellt deren Verhältnis auf den Kopf. Ein Ding kann also dann auch ein Ding sein, wenn es zwar nicht das Ding IST, aber seine oder manche seiner Eigenschaften aufweist. (Im Fall der Kirche hat das mit einem Mißverständnis in der Anthropologie zu tun, die die Freiheit des Menschen nicht mit-konstitutiv sieht.)

Aber Dinge werden eben nicht durch Eigenschaften gegründet, sondern die Eigenschaften kommen aus der Gründung, und sind in ihr enthalten. Agere sequitur esse - Das Handeln folgt dem Sein. Nicht umgekehrt. Viele der heutigen Irrtümer hängen an diesem einen Irrtum.

Richtig liegt Bernhardt deshalb in manchen Punkten schon, betrachtet man sie isoliert. Denn man kann tatsächlich nicht - posthoc in diesem Fall! - eine ontologische Sachlage einfach verändern. Auf den Punkt gebracht sieht das so aus, daß em. P. Benedict XVI. aus bestimmten Gründen den Schock, den sein Rücktritt bei manchen Kreisen ausgelöst haben mag, abzuschwächen versucht hat, die mit dem neuen Papst alles andere als einverstanden waren. 

Alle diese Äußerungen von em. P. Benedict XVI. (und anderen) wirken wie der (praktisch-taktische) Versuch, einem Auseinanderbrechen der Kirche vorzubeugen. Auch den "Konservativen" soll damit Futter gegeben werden. Die mit Benedict XVI. in seinem theologischen Verständnis von Kirche und Glaube einverstanden waren, ihn also für orthodox hielten. Eine Einschätzung, die sich mittlerweile bei so manchen aber schon etwas relativiert hat.  

Wenn man so will: Man könnte sie auch als Akt der Täuschung begreifen, mit dem ein desaströses Pontifikat Akzeptanz "erschleichen" will. Und würde insofern perfekt in das Charakterbild von Jorge Bergoglio passen, wie es auf diesen Seiten schon vor Jahren portraitiert wurde (und sich vollauf bewahrheitet hat.)

Alles andere, wie die Mutmaßung, daß Benedict XVI. unter Zwang abgedankt hätte, sind reine Spekulationen. Em. P. Benedict XVI. hat sie immer zurückgewiesen und nichts deutet darauf hin, daß er das - vielleicht in einer heimlichen Bemerkung, was auch immer - nie so gemeint hätte, sondern aus weiterer Furcht heraus diesen Zwang oder Erpressungstatbestand etc. (der seinen Rücktritt tatsächlich ungültig machen würde, so wie auch jeden weltlichen Rechtsakt) so täte, als wäre dies nie der Fall gewesen. Also lügen würde, und sei es aus Angst.


Morgen Teil 3) Aber was ist, wenn sich Benedict XVI. woanders geirrt hat?





 *291118*

Vom Tod eines Volkes

Diesen Film von Addendum übernehmen wir frank und frei. Viele Gedanken gehen einem im Kopf um, wenn man das Sterben von vielen kleinen Gemeinden vor Augen hat. Besonders eine Aussage macht traurig, aber auch wütend: Vor allem die jungen und "gut ausgebildeten" Menschen ziehen aus ihren Heimatdörfern weg. 

Folge eines universalistischen Bildungssystems, wo jede Schule sich selbst das Wasser abgräbt und auf einen neuen, universalen Menschen abzielt, der gar keine Heimat mehr verträgt. Wobei das alles mit Bildung nichts zu tun hat. Es ist die Zurüstung auf ein funktionales System, das es nur noch im virtuellen Raum gibt. Die Schule formt auf ein Leben zu, das es gar nicht mehr gibt, das es nur in den Städten und Großstädten gibt. Weltweit. Mittlerweile leben schon mehr als 50 Prozent der Weltbevölkerung in Städten.

In den solcherart von der Jugend verlassenen Dörfern erstirbt jedes Leben. Geschäfte können sich nicht mehr halten, Wirtshäuser müssen mangels Publikum schließen, das kulturelle Leben verdunstet, die Infrastruktur ist nicht mehr bezahlbar. Eine Negativspirale kommt in Gang. Ganze Landstriche, sie alle voller (nicht mehr weitergegebener) Traditionen und lokaler Kultur, sterben aus, werden zugunsten eines anonymen Lebens in Kultur- und Bindungslosigkeit in den Städten aufgegeben.

Aber das Leben hat nur kulturbildende Kraft, wenn es aus den Dörfern kommt. Es hat nur Kraft, wenn es aus dem Völkischen geboren wird. Die Städte, noch dazu in der Unruhe ständigen starken Wachstums, produzieren keine Völker mehr. Sie produzieren nur atomisierte Funktionsträger.

Dort ertrinken sie dann in einem Meer von Worten, die keine Sprache mehr sind und sein wollen. Die die Quelle der Sprache, den Eid, verloren haben.





Film von Addendum





*251118*

Montag, 14. Januar 2019

Benedict XVI. IST zurückgetreten. Warum Ann Barnhardt irrt. (1)

Das Argument, mit dem die Amerikanerin Ann Barnhardt darlegt, warum der Rücktritt von Papst Benedict XVI. ungültig gewesen sei, woraus sich dann die Folgerung ergibt, daß Jorge Bergoglio niemals gültig zum Papst gewählt werden konnte, widerlegt sich aus ihrer eigenen Argumentation. 

Denn sie sagt richtig, daß es nicht menschlicher Hand unterliegt, ontologische Gesetze zu ändern. Das kann kein Mensch. Josef Ratzinger nun habe in einigen Erklärungen dargelegt, daß er nur quasi das exekutive Amt abgebe, aber im Papsttum eingeschlossen bleibe, und sich gewissermaßen als dessen spiritueller Teil auffasse. Nun, bliebe es bei diesen Worten, müßte man der Amerikanerin glatt zustimmen. Man kann nicht einen Teil zurücklegen, und doch den Rest behalten. Dafür spricht ja, daß sich Benedict XVI. weiterhin weiß kleidet (mit dem absurden Argument übrigens, daß es keinen schwarzen Talar gegeben habe), seinen päpstlichen Ring trägt, und sich mit "Eure Heiligkeit" bzw. "Papst Emeritus" ansprechen läßt. 

Es ist richtig, daß man nicht einfach das Amt neu definieren kann. So daß man es zukünftig (und diese Spekulationen nähren auch einige der ungeschickten Äußerungen von Erzbischof Gänswein, der nun als Sekretär gewissermaßen "zwei Päpsten" dient) mit einem geteilten Amt zu tun hätte. Der eine regiert, der andere betet, sozusagen.  Das würde vor allem dem Kirchenrecht widersprechen.

Aber was Ann Bernhardt seltsamerweise übersieht, ist, daß es für einen gültigen Rechtsakt nur einen Augenblick braucht: Den der eigentlichen Entscheidung. Was dann später an Abschwächungen oder Herumredereien hinzugefügt wird, ist rechtlich irrelevant. Dazu muß man also zurückgehen und schauen, was hat der damalige Papst Benedict XVI. wirklich in seiner Rücktrittserklärung gesagt. Und das lautet so:

„Liebe Mitbrüder! Ich habe euch zu diesem Konsistorium nicht nur wegen drei Heiligsprechungen zusammengerufen, sondern auch um Euch eine Entscheidung von großer Wichtigkeit für das Leben der Kirche mitzuteilen. Nachdem ich wiederholt mein Gewissen vor Gott geprüft habe, bin ich zur Gewissheit gelangt, dass meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben.

Ich bin mir sehr bewusst, dass dieser Dienst wegen seines geistlichen Wesens nicht nur durch Taten und Worte ausgeübt werden darf, sondern nicht weniger durch Leiden und durch Gebet. Aber die Welt, die sich so schnell verändert, wird heute durch Fragen, die für das Leben des Glaubens von großer Bedeutung sind, hin- und hergeworfen. Um trotzdem das Schifflein Petri zu steuern und das Evangelium zu verkünden, ist sowohl die Kraft des Köpers als auch die Kraft des Geistes notwendig, eine Kraft, die in den vergangenen Monaten in mir derart abgenommen hat, dass ich mein Unvermögen erkennen muß, den mir anvertrauten Dienst weiter gut auszuführen.

Im Bewusstsein des Ernstes dieses Aktes erkläre ich daher mit voller Freiheit, auf das Amt des Bischofs von Rom, des Nachfolgers Petri, das mir durch die Hand der Kardinäle am 19. April 2005 anvertraut wurde, zu verzichten, so dass ab dem 28. Februar 2013, um 20.00 Uhr, der Bischofssitz von Rom, der Stuhl des heiligen Petrus, vakant sein wird und von denen, in deren Zuständigkeit es fällt, das Konklave zur Wahl des neuen Papstes zusammengerufen werden muss.

Liebe Mitbrüder, ich danke euch von ganzem Herzen für alle Liebe und Arbeit, womit Ihr mit mir die Last meines Amtes getragen habt, und ich bitte Euch um Verzeihung für alle meine Fehler. Nun wollen wir die Heilige Kirche der Sorge des höchsten Hirten, unseres Herrn Jesus Christus, anempfehlen. Und bitten wir seine heilige Mutter Maria, damit sie den Kardinälen bei der Wahl des neuen Papstes mit ihrer mütterlichen Güte beistehe. Was mich selbst betrifft, so möchte ich auch in Zukunft der Heiligen Kirche Gottes mit ganzem Herzen durch ein Leben im Gebet dienen.“


Morgen Teil 2) Warum deshalb der Rücktritt von Benedict XVI. rechtsgültig ist. 
Der Irrtum liegt im Vollzug. 






*291118*

Nur der Uneitle wird Schauspieler

Wie bei allen großen Schauspielern wird die Bescheidenheit und Uneitelkeit als Grund und Boden des Handwerks bei Heinz Rühmann bemerkbar. Hier noch einmal in seinem letzten Fernsehauftritt in einer Show mit Thomas Gottschalk, in dem seine wirkliche Größe, die in dieser persönlichen Formung an den Tag tritt, zum Greifen wird. Rühmann wirkt fast peinlich berührt, daß er überhaupt noch "Mensch" sein muß.

Jemand außerhalb seiner Rollen - wie macht man das? Er bleibt der Albatros aus Rimbauds berühmtem Gedicht. Den die Seeleute mit ihren Pfeifen necken und quälen und verspotten, weil er an den Boden gebunden schlechter watschelt wie die Ente. Der nur großartig, ja unübertrefflich ist, wenn er in den hohen Lüften schwebt. Dort erst wird er dann zum Dichter.

Wenn auch er als "Privatmann" nicht weiß, wie er sich retten soll - und als "eitel" gesehen wird. Er ist es nicht. "Mut zur Blamage" ist das vermutlich wichtigste Gesetz des Mimen. Etwas, jemanden zu spielen, das keine Konsequenzen für sein "privates" Leben hat. Für ihn! Hier spätestens beginnt so mancher, sein Publikum zu hassen. Wenn es ihm auf der Straße begegnet, das je besser er auf der Bühne (oder im Film) war auch privat mit dieser Rolle "identifiziert". Dabei hat er doch ein Recht, "nichts" zu sein. Weil er wie jeder Künstler (nein, wie jeder Mensch!) nur im Werk existiert und aus dem Material in die Wahrheit hineinlebt.








*241118*

Sonntag, 13. Januar 2019

Weiber-Splitter

Alles das ist innerhalb einiger Tage rund um Sylvester 2018/19 passiert und durch die Medien gestürmt:

Eine 21jährige Schweizerin feiert in Wien Sylvester. Da nützt ein junger Afghane in aufrechter weibischer Abstaubermentalität die vermeintlich mögliche Anonymität des Gedränges, und begrapscht mehrere Frauen, darunter auch diese Schweizerin, unsittlich von hinten. Die Frau dreht sich freilich reflexartig um, und knallt dem Mann mit dem Ellenbogen eine, daß dem unbegleitet minderjährigen 20jährigen Schutzbedürftigen das Nasenbein bricht. Dann ruft sie die Polizei. Beide stehen nun vor einer Gerichtsverhandlung. Der eine wegen Unsittlichkeit, die andere wegen Körperverletzung. 

Eine 26jährige Brasilianerin wird in Rio de Janairo von einem Räuber bedroht, der sie ausrauben will. Was der Räuber nicht weiß ist, daß die Frau eine Meisterin in "martial arts"-Kampfkunst ist. Und ihn glatt dermaßen verdrischt, daß der Mann wohl sein Leben lang daran denken wird. Sein Gesicht sieht laut Photos aus, als wäre er aus dem 4. Stock gefallen. Sein Gesichtsausdruck wirkt einerseits verblüfft, anderseits so, als würde er Mitleid verlangen. (Wobei der VdZ nicht ganz sicher ist, ob nicht das alles unter das Fach "fake" fällt, und dem Verkaufserfolg des findigen Anbieters von Trainingskursen in dieser Kampfkunst dienen soll. Der natürlich mit den Ängsten der Frauen spielt.)

In Bremen überfallen drei vermummte Männer im Dunkel des Abends den dortigen Landtagsabgeordneten und Fraktionsvorsitzenden der AfD Frank Magnitz. Sie dreschen mit einem Kantholz - laut Videoaufzeichnungen von hinten kommend - auf den 66jährigen ein, und treten sogar noch nach dem von einer klaffenden Wunde entstellten Kopf des bereits am Boden liegenden Schwerverletzten. Bauarbeiter, die in der Nähe sind, werden aufmerksam und eilen herbei, die drei Männer fliehen. Ein politischer Hintergrund liegt nahe, denn weder Geldbörse noch Wertgegenstände sonstiger Art haben die Täter interessiert.

Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels freilich kursiert auch eine Erklärung der Bremer Polizei, die Videoaufzeichnungen zeigen, daß die Männer in dem Moment, wo der Politiker nach dem Stoß von hinten auf den Boden aufgeschlagen sei und sich dabei die klaffende Wunde an der Stirne zugezogen hat und offenbar bewußtlos wurde, davongelaufen seien. Wahrscheinlich konnten die mit Kapuzen verhüllten Lackel kein Blut sehen, oder haben sich in der dunklen Seitengasse selbst gefürchtet. Denn da treibt sich ja gerne allerhand Gesindel herum, und das Messer ist bei diesem immer dabei. Ein Kantholz sei aber auf den Videos nicht zu sehen. Das widerspricht den Schilderungen des AfD-Politikers.

Offenbar haben heute ohnehin nur noch Weiber Mut (und können Blut sehen), während Männer verweiben. Die Geschlechtsumwandlung eines Cem Özdemir ist dem Vernehmen nach ja auch nur noch Formalität. Vollzogen ist die Verweiberung des Noch-Zumpferlträgers längst, man sieht es an seiner Reaktion.

Die einen verweiben, weil sie emanzipiert und verroht sind und ihre Agenden selbst in die Hand nehmen, die anderen weil sie nicht Manns genug sind, sich Gleichem zu stellen, und Mehrheitssituationen ebenso wie Anonymität brauchen. Es ist somit überhaupt kein Wunder, daß die Linken für freie Geschlechterwahl eintreten. Beide Geschlechter der Grünen und Roten verlangen dasselbe. Wo kämen linke Männer auch sonst noch unter als in Stillvereinen und Strickkursen? In männlichen Vereinen sicher nicht. Aber ob sich die Frauen das wirklich gefallen lassen werden? Jetzt, wo sie gerade Männer geworden sind? Da zeichnen sich schwere Konflikte innerhalb der Fraktionen der geistesverwirrten Schwachböslinger ab, die jeden für einen Gutmenschen halten, der sein Gehirn ausreichend lange in Ginsterlauge eingeweicht hat.

In jedem Fall gilt, daß das eigene Geschlecht zu verlassen einer Verrohung gleichkommt. Es bleiben überall nur noch niedere Instinkte und Kulturlosigkeit. In jedem Fall gilt auch, daß sich Weiber nicht nach Gesetzen halten. Das taten sie ja noch nie. Matriarchat war immer eine Zeit der Anarchie. Die einen, weil sie nicht mehr von Gesetzen geschützt werden, die anderen, weil ein "guter Mensch" heute ohnehin nicht meint, daß er einer Ordnung folgen sollte.

Eine Vermutung freilich hat der VdZ: Daß die zahlreichen zustimmenden Reaktionen in Medien zur Gegenwehr der beiden Frauen s. o. weit mehrheitlich ... von Männern kamen. Männer? Ha ... No more comment. Die Gewalt liegt heute bei den Weibern. Heute? Vielleicht war es ohnehin immer so. Die Gewalt der Männer, von der so viel geredet wird, ist und war oft nicht mehr als Erfüllung weiblicher Wünsche.

Es fällt freilich heute durch die Medienomnipräsenz mehr auf, daß vor allem Frauen Gewaltphantasien entwickeln. Aber der VdZ meint, daß das stets mit der Weibischheit der Männer korreliert und diese zu durchsetzungsorientiertem, ordnendem Verhalten anstacheln soll. Es belegt den zutiefst männlichen Wesenskern der Welt. Frauen handeln eben immer indirekt, und sei es, daß sie ihre Söhne und Töchter instrumentalisieren. Sie sind aber auf Schutz und Schild der Männer (die die Grammatik der Welt SIND) angewiesen.

Wenn sie aber, von der (männlichen) Welt im Stich gelassen, dann doch in die Welt direkt eingreifen, kommt - s.o. - Gewalt heraus, der aber das Maß fehlt. (Über die Art der weiblichen Gewalt gibt es recht belastbare Untersuchungen; das sei für die gesagt, die nicht dem Hausverstand, der eigenen Erfahrung, der Vernunft, sondern dem Scientismus folgen.)

Wie Weibischheit eben kein Maß hat. (Der VdZ glaubt, daß Frauen sogar weit häufiger morden; sie tun es nur auf andere Weise als Männer. Verleumdung etwa, bewußte Verkennung, Ignoranz ist Mord.) Damit sind wir sogar bei der Tatsache angelangt, daß eine Welt in der Gott - als Sein und Ordner auch Mann - bestenfalls netter Gebotsonkel ist, aber (angeblich, also nach gängigem Narrativ = Denken) keine Wirklichkeitsrelevanz mehr hat. Eine von Gott verlassene Welt ist somit auch eine Welt, die wie im Stich gelassene Weiber reagieren und sich nun eine Behelfsordnung selber zimmern.




Übrigens, und so ganz nebenbei-unschuldig assoziiert: Die SA (ein Zoo von Homosexuellen, also weibischen Männern, die fehlende Ordnung in Eigeninitiative ersetzten; auch das nur nebenbei) entstand tatsächlich, weil die öffentlichen Veranstaltungen der Nationalsozialisten immer öfter von kommunistischen Schlägertrupps heimgesucht wurden und man sich zuerst nur schützen wollte. Der VdZ stellt sich nicht zum ersten Mal die Frage, ob die Nicht-Linke tatsächlich meint, durch Martyrium und eigenes Blut die Staatsmisere beheben zu können. Oder ob sogenannte "Rechte" so naiv sind - "keine Gewalt!" - wie sie tun. Dann sollte man sie tatsächlich nicht wählen, sondern auf Personen warten, die realistisch genug sind. Sieht man heute denn nicht, daß die Linke intellektuell auf dem Stand von vor 100 Jahren stehen geblieben ist? Deshalb sucht sie seit 100 Jahren immer dieselben Geschichtsklone und Konstellations-Simulationen. Und braucht einen solcherart festgemachten Feind, um sich selbst legitimieren zu können. Also tut sie alles, daß er genauso aussieht, und sei es, daß sie ihn schafft. Linkssein heißt per se Unfähigkeit zu schöpferischem Denken. 

Den Nicht-Linken aber wirft der VdZ glatt vor, daß sie keinen Funken Ahnung von Verantwortung und Möglichkeit haben, sondern Politik betreiben, als wären sie in einem Freizeit-Pfadfinder-Jungfrauen-Haschmich-Verband. Es gibt keine Kompromißmöglichkeit, wenn die moralischen Grammatiken abweichen. Und das heißt, daß weil die Kirche, der sich alle verbunden fühlen, als einzig mögliche Einheitskraft für Recht und Gesetz nicht mehr existent ist, Kompromiß und Versöhnung zwischen unterschiedlichen politischen Richtungen gar nicht möglich ist. Wer es immer noch nicht begriffen hat - Gewalt ist in dieser Situation der logische und unausweichliche Ausgang der seit langem eingeleiteten Entwicklung, die nach wie vor die Linken bestimmen. 

Die Ablehnung der "Rechten" als politische Kraft ist doch eine eindeutige Verabschiedung der Staatsregelungskraft der Demokratie durch die Linke (und die abscheulich verunstaltete angebliche Mitte, für die man nur noch Verachtung empfinden kann) selbst! Wie kann die Rechte noch daran "glauben" oder meinen, daß man ihre Glaubensschwüre ernst nimmt - obwohl sie doch wissen müßte, daß Demokratie auf Dauer nicht (in der heutigen Form; als Mitsprache und Selbstgestaltung des eigenen Bereichs hat sie hingegen historisch belegbar eine ganz andere, unverzichtbare Aufgabe) funktionieren kann. 

Die Linke hat es doch längst begriffen. Sehe der Leser nur die Reaktionen angeblicher "Christlicher Demokraten" in diesem Sellner-Video auf den Fall "Magnitz". Wie? Eben. Vieles ist nur abgebogener Ernst, und damit nur noch Moralprobe. Nicht Ernstfall. Der Fall Magnitz fällt darunter. Stattdessen hebelt die Rechte (wie in Österreich) den Föderalismus (als Garant der Regionalität, der Individualität, der Freiheit gar) sogar permanent noch weiter aus. Weiß da überhaupt noch irgend jemand in der gesamten politischen Landschaft unserer Länder, was er tut? Man kann nur sagen: Nein.


Nachtrag: Dieses Video wurde von der Bremer Polizei der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Es zeigt den eigentlichen Angriff auf den Bremer Politiker der AfD. Der Leser möge sich selbst ein Urteil bilden. Der VdZ muß wohl nichts von seinen Aussagen zurücknehmen. Ob da ein Kantholz dabei war oder nicht ist unwesentlich.








*090119*

Da stockt auch dem VdZ der Atem

Was soll man denn zu diesen vorgetragenen Tatsachen (oh ja, geschätzter Abt von Seitenstetten, es gibt "Tatsachen", Augen in gewohnter glupschäugiger Art, in der der VdZ so niedergemacht wurde, auch wirklich einmal auf?) noch sagen?

Was Ernst Wolff hier vorträgt, läßt einen über manches neu nachdenken. Über Gefährliches nachdenken. Kann es sein, daß die Hierarchie, in der wir systemisch stehen, von der Gottgewolltheit abweicht, und zum Bedrückungssystem durch Bösartige wurde, gegen das aufzubegehren sogar Pflicht wird? Kann das sein?

Klar, in Richtung Ernst Wolff gesagt, wie dumm, wie ungebildet, wie unintelligent muß man sein, den Demokratismus als utopischen Mythos von Weltrettung und Paradies anzusehen?










*241118*

Samstag, 12. Januar 2019

Der Samstag-Nachmittag-Film

Als wahre Entdeckung sieht der VdZ diesen Film aus 1931. "Der brave Sünder" unter der Regie von Fritz Kortner. Dabei ist Heinz Rühmann, der hier offenbar (und unter uns Schauspielerkollegen, die wir nicht unbedingt Volksstars seines Maßes sind: Sehr aufschlußreich) am Anfang seiner Karriere stand, gar nicht der Grund für diese Aussage. Wenn auch hier ein Rühmann sichtbar wird, der noch nicht "seine Masche" gefunden hatte und ungemein frisch wirkt.

Hier offenbart sich aber insgesamt und rund um Max Pallenberg und Max Grünbaum ein Furioso von Spielfreude und Kleinkomik, das in einem der ersten deutschen Tonfilme in großer Länge locker und überaus unterhaltsam von Minute zu Minute führt. Man merkt, wie alle Beteiligten die neuen Möglichkeiten des Mediums entdecken und erwandern. Dabei manches probieren, weil sie die Wirkung des neu ausgebauten Tonfilms nicht so genau kennen.

Man merkt in jedem Fall, daß alle von der Bühne kommen. (Heute sind das ja regelrecht unterschiedliche Branchen!) Und man muß sich die Frage stellen, ob der Film - genauso also, wie es Charly Chaplin seinerzeit meinte - überhaupt etwas gewonnen hat, als er aufhörte, abgefilmtes Theater zu sein. Vielmehr wirkt er doch als eingeschlafener Fuß. An den wir uns aus irgendwelchen Gründen nur gewöhnt haben. Und was hier den Schauspielern noch an Möglichkeiten, an Freiheiten, an Gestaltungsforderungen gegeben weil abverlangt wurden!

Dem Leser ist gewiß nicht klar, wie oft man als Schauspieler im heutigen Film nur noch Illustration eines oft nicht einmal stringent gezeichneten, überaus mangelhaften Drehbuchs ist. Auf dem die Schwäche aller übrigen abgeladen wird, und der die meilenweiten Lücken überspannen soll. Gar nicht mehr spielt, sondern fehlenden Sinn, vor allem durch fehlende Gestalt und Figurentiefe (die man "selbst spielen" muß, statt daß sie "von den anderen", von der Handlung etc. "gespielt" wird) erkennbar, ersetzen soll, weil sonst "er" als "schlecht" erkennbar wird.







*241118*

Wären wir doch Amerikaner (2)

Und wie erst wollten die Italiener Amerikaner sein! Hunderttausende wanderten dorthin aus. Und die 1960er waren eine Art Höhepunkt des Italo-Amerikanismus. Mit einer berückenden Sophia Loren an der vordersten Front. Der italienische Film ging sogar so weit, den Western neu zu erfinden. Amerikanischer, als die Amerikaner es je geschafft hatten. 

Ok, wir wissen, daß es nicht New York ist, sondern Neapel. Aber wir können auch Baseball spielen, Whisky mit Soda trinken, und Rock'n Roll tanzen und selbst Frauen konnten Zigaretten rauchen. Sie wollen Amerikaner werden, obwohl sie in Italien geboren sind? Dann nehmen Sie deren Lebensweise an. Dann kann jede Landpomeranze einen amerikanischen Superhelden und Millionär (denn alle Amerikaner waren Millionäre) angeln. Selbst die Russen waren so beeindruckt, daß sie Autos und Hochhäuser bauten wie die Welt sie von Detroit und New York kannte, denn man wollte sich als das noch amerikanischere Amerika präsentieren.

Wir alle waren damals Amerika. An der Wiener Ringstraße, mitten im ältesten Teil Wiens, wo Römerfragmente aus der Erde ragen und die älteste katholische Kirche Wiens (die Rochus-Kirche) steht (eine Gründung von Karl dem Großen), entstand das erste Hochhaus nach amerikanischem Vorbild, als politisches Manifest gegen die Sowjets.

Die an sich tief katholischen Gesellschaften von Spanien und Italien waren das bevorzugte Ziel des CIA. Man mußte die Kirche drehen, ihre auf Naturrecht basierende Moral und Lehre umdeuten. Man mußte die Kirche instrumentalisieren. Dann hatte man die Welt in der Tasche. John D. Rockefeller fuhr höchstpersönlich zu Paul VI., um ihn zu überreden, die Empfängnisverhütung, die Trennung von Liebe und Empfängnis, zur Doktrine als Türöffner zur sexuellen Befreiung, diesem Schlüssel zur Entselbstung der Gesellschaften und damit deren amerikanistisches Beherrschbarkeitskriterium, zu erklären, aufgescheucht durch "Dignitatis Humanae" (1965), in dem sich das Konzil noch einmal an die Katholizität erinnerte.

Aber dann - erinnert uns das an etwas? - in seinen Fußnoten dem Amerikanismus die "theologische Konformität" indirekt bestätigt hat. Das Naturrecht wurde mit einem Schlag zum Instrument des Amerikanismus gemacht. Plötzlich wurde die "amerikanische Proposition" - die Religionsfreiheit, das Privatime, nicht den Staat Tragende des Religiösen - zum katholischen Prinzip erklärt. Das katholische Prinzip der Untrennbarkeit von Staat, Gesellschaft und Religion wurde damit verheerend untergraben.

Heute glauben die meisten Katholiken (und auch die meisten Bischöfe) der reinen Medien-Propaganda. Sie glauben, daß die Trennung von Kirche und Staat "katholisch" wäre, führen das sogar ins Treffen "gegen" den Islam. Das war es aber nie, das kann es gar nicht sein!

Dem CIA war es freilich trotz massiver Interventionen vorerst nicht gelungen, das Dokument in seinem Haupttext "zu drehen". In dessen Folge sich Papst Paul VI. 1968 mit "Humanae Vitae" sogar noch einmal aufraffte und die vielleicht letzte tief katholische Enzyklika veröffentlichte. Ehe ihn seine Kräfte weil aller Mut verließen, so daß er der Liturgierevolution nicht einmal mehr ansatzweise wehrte, obwohl er sie persönlich zutiefst ablehnte, wie man liest.

Aber der PR-Coup war über die Beherrschung der Medien ("Time Life" als das meinungsbildende Magazin weltweit war vom CIA gegründet wie finanziert; den Rest der Medien beherrschte das jüdisch-protestantische Establishment und tut es bis heute) gelungen. Über den "Geist des Vatikanums", der mit all seiner Undefinierbarkeit - man kann ihn nur fühlen, oder auch nicht, wer ihn aber nicht fühlt gehört nicht zur Elite - den literalen, an die Tradition gebundenen Sinn überlagerte. Aus der einstigen Opposition des liberalistischen Amerikanismus wurde deren Missionar. Die Folgen waren unmittelbar zu spüren, der VdZ hat sie ab den 1970er Jahren direkt als den Aufbau einer neuen zu erfüllenden persönlichen Norm erlebt.

Der nächste Papst kam schon plangemäß aus dem Osten, und sein Ziel war der Sturz des Kommunismus, der Sturz eines politischen Systems. Augenblicklich brach folgerichtig die katholische Mission zusammen, weltweit. Nun war man Botschafter des Amerikanismus, und korrumpiert bis ins Mark.

Man war nicht mehr Opposition und Kontrolle einer Gesellschaft, wie sie die Kirche immer war, welcher Aufgabe sie ihre Reputation verdankte, und die sie hätte weiterhin sein müssen, nein. Nun ging es um Regimewechsel, um bessere Gesellschaften, um Utopien, ab 1980 direkt um das Programm Reagans. Der den Kommunismus endgültig stürzen wollte. Und das effektivste Mittel war - Amerikanisierung. Medjugorje entstand zeitgleich mit dem Besuch des Papstes in Danzig und dem Einbruch der "charismatischen Erneuerung", diesem Gipfelpunkt des Subjektivismus, der fortan das objektive Denken zugunsten des "Lebensgefühls" verdrängte.

Die Kirche war gefügiges politisches Subversionsinstrument geworden. Danzig und seiner Solidarnosc 1980 folgte sofort das nächste politisch effektive Mittel einer Marienerscheinung am Balkan. Wer konnte da noch widersprechen, wenn selbst der Himmel eingriff? Eingesetzt. Ja geschickt erfunden, unter Ausnützung persönlicher Schwächen, wie immer eben, um die Feinde im Kalten Krieg zu stürzen und Dollars für den Widerstand ins Land zu schleusen.

Einige Sequenzen aus diesem Zusammenschnitt von Filmszenen mit Sophia Loren - wer verköperte diese italienische USA-Sehnsucht mehr? - entstammen übrigens dem Film "Die Gräfin von Hongkong" (mit Marlon Brando), dem letzten Film von Charles Chaplin (der in einer kurzen Szene sogar selbst - als Putzpersonal - mitspielt.) Worin er noch einmal versucht hat, mit den neuen technischen Möglichkeiten des Films (Ton, dann sogar noch Farbe) Freundschaft zu schließen. Und seinen Pinzipien gemäß ein schauspielerisches Gustostückerl als Kammerspiel inszenierte. Das prompt ein finanzieller Mißerfolg wurde. Chaplin selber aber war auch so unzufrieden, daß er es danach gehen ließ, und nie mehr einen Film machte.









*201118*

Freitag, 11. Januar 2019

Normalzustand Belogenheit

Audio


Audio und Video




Nachtrag: Dieser Beitrag ist ein oder zwei Tage BEVOR der VdZ von den Geschichten rund um den Spiegel und Claas Relotius erfuhr entstanden. An dem der VdZ wenig Aufregendes sah. Es war doch nur ein Blick in ohnehin Gewußtes. Hat den Mainstreammedien denn tatsächlich irgend jemand auch nur irgendetwas noch direkt geglaubt? Mit welcher Haltung konsumiert man solche Medien? Wie man das Evangelium hört?




*141218*

Es gibt doch noch kluge Linke

Da kann man nicht viel bemäkeln an dem, was da der österreichische Historiker Hannes Hofbauer zum Thema Migration zu sagen hat. Der Mann hat offenbar Ahnung von Geschichte und Zusammenhängen. Und verbindet die Migrationswelle, die Europa trifft, mit Kapitalismuskritik. Darin wirkt er recht kompetent und außerdem - informiert. Denn schon daran mangelt es so vielen. 

Hofbauer versteht nicht, wo der Sinn - im Sinne der Linken - liegen soll, Migration nach Europa zu begrüßen. Die sozialen Folgen für die Herkunftsländer sind katastrophal. Hofbauer nennt das beim Namen: Die syrischen jungen Männer, die Europa überschwemmt haben, waren doch im Grunde Deserteure. Die davor davongelaufen sind, in Syrien die IS zu bekämpfen. Was soll es aber für einen Sinn haben, wenn Männer aus ihren sozialen Zusammenhängen der Heimatländer herausgerissen werden, um hier untergeordnete Positionen zu bekommen (wenn sie sie überhaupt bekommen). So werden auch hiesige Arbeitnehmer gehörig unter Druck gesetzt. Das kann - bitte schön - doch keine linke Agenda sein?

Und es kann auch nicht linke Agenda sein, die Hauptakteure "pro Migration" - die Großunternehmen! - unter der Decke der "Flüchtlingshilfe" zu verbergen. Merkel, so Hofbauer, ist doch nicht zufällig Vorsitzende einer (Groß-) Unternehmerpartei. Die sind an einer Lohnsenkung interessiert, der mit der Zuwanderung verbunden ist. In diesen Migranten, die noch dazu unter falschem Vorwand ins Land kommen (bzw. kamen), als Migranten "Asylstatus" beanspruchten, hat man noch dazu ein äußerst willfähriges Arbeitskräftepotential. Denn man kann hier leicht mit Ausweisung und Existenzentzug drohen. Der IWF (Internationaler Währungsfonds) hat sogar an Berlin die Empfehlung gegeben, die Mindestlohnregel für Migranten außer Kraft zu setzen. Wem soll das dienen? Den Migranten, deren Hoffnungen doch so gut wie nie aufgehen, weil sie hier die Unterschicht bilden?

Aufs Inland wirkt diese Zuwanderung außerdem deregulierend, und zwar sowohl für den Arbeits- als auch den Wohnungsmarkt. Und insgesamt wird das soziale Gefüge zerstört. Das beabsichtigt der Wirtschaftsliberalismus, der die staatliche Einheit und Souveränität aushebeln will, um schalten und walten zu können, wie es den Interessen des Großkapitals genehm ist. Dem isolierte, auf sich geworfene Menschen viel nützlicher sind. Sie sind leicht beherrschbar.

Alle diese jungen Männer, die hier in Massen zuwandern, fehlen aber doch den Herkunftsländern! Bulgarien etwa hat in den letzten 15 Jahren 20 Prozent Bevölkerungsverlust gehabt. Noch dazu bei der produktivsten Bevölkerung. Wie soll das Land je auf die Beine kommen? Auch die Ost-Bundesländer Deutschlands hatten 16 Prozent Bevölkerungsverlust, dasselbe Problem also.

Warum war und ist die Linke dennoch so für Zuwanderung? Weil sie, so der österreichische Historiker, das individuelle Schicksal der Menschen mit den wirklichen Zusammenhängen verwechselt hat. So zählte die "Caritas" mehr als das objektive Geschehen. Noch dazu hat man gar nicht berücksichtigt, daß die vielzitierten "Ursachen für Migration" hauptsächlich in kapitalistisch-liberalistisch ausgerichteten, unfairen Handelsverträgen mit den sogenannten Herkunftsländern bestehen, die die dortigen Sozial- und Arbeitsbedingungen zerstört haben. Denn die Voraussetzungen für wechselseitige Marktöffnung sind ja unverhältnismäßig unterschiedlich. 

Beispiel Ghana. Wo europäische Exporte die ansässige Landwirtschaft nahezu ausgelöscht hat, weil die vielen Kleinbetriebe dort mit den europäischen Preisen nicht konkurrieren konnten. (So nebenbei: Sämtliche Argumente, die die Segnungen dieser Marktöffnung - im speziellen Fall - feiern, sind ... statistischer Natur.) Wo sollen also die jungen Ghanaer noch Arbeit finden? In Europa ... so hoffen sie zumindest. Man schuf also die Fluchtursache, die man jetzt bekämpfen will, selbst!

Zum UN-Migrationspakt sagt Hofbauer, daß das zum einen ein recht theoretisches Gefasel ist. Denn solange die sozialen Unterschiede auf der Welt so groß sind, kann so ein Abkommen gar nicht funktionieren. Zum anderen aber ist ein "Recht auf Migration" nur Unterfütterung des liberalen Großkapitalismus, dem alleine es dient. Es gab ja schon mit der Migration nach Amerika ab dem 18. Jahrhundert, die mit Menschen in Abhängigkeit (und auch Schleppern) arbeitete, aber auch mit der ersten Gastarbeiterwelle seit den 1950er Jahren ein Vorbild für die Gegenwart.*

Im Grunde arbeitete Hofbauer bestätigend heraus, was auf diesen Seiten seit je zu lesen ist: Die Verlagerung der Linken auf "Identitätsfragen" (freie Sexualität, LBGT, Gender etc. etc.) ist eine elegant gesteuerte Umlenkung der politischen Energie auf Subjektives, Höchstpersönliches, öffentlich aber Wirkungsloses. Weil das Objektive, die großen Vorgänge, die erst das Leben wirklich zwingen, völlig ins Hintertreffen gelangen, ja vergessen wird. Hauptsache, das Leben bleibt süffig. Hauptsache man fühlt sich subjektiv wohl. Hauptsache, der Drogenpegel durch "Soma" (A. Huxley) stimmt. Der Kapitalismus sichert dieses Wohlgefühl, dafür überlassen die Menschen das eigentliche Leben, das objektive Leben und dessen objektiven Sinn, anderen.

Tja, da könnte man sich fast wieder als Linker fühlen. Es lohnt sich, diesem Gespräch zu folgen.






*Man könnte es doch auf einen einfachen Nenner bringen: Die europäische Industrie sieht sich mit Niedriglohn-Konkurrenz in Asien etc. konfrontiert. Also versucht sie, auch die Löhne in Europa auf dieses Niveau zu drücken. Deshalb ergibt die Migration - gar noch beschränkt durch Nützlichkeitskriterien, Stichwort "Facharbeiter" - vielleicht für jene Unternehmen Sinn, denen es nützt. Aber nicht für die Länder, aus denen die Migranten kommen, und jene, in die sie einwandern.





*211118*

Donnerstag, 10. Januar 2019

Ein verschwiegenes Massaker aus jüngster Zeit

Geneigter Leser, hat er je vom "Odessa-Massaker" gehört? Im Jahre 2013, als es in Kiew die Majdan-Vorgänge gab (deren wahre Hergänge bis heute im Dunkeln liegen, als "Systemverbrechen" sind sie offensichtlich aber nicht zu werten, vielmehr als gezielt gesetzten Anlaß zur Destabilisierung der Ukraine, die dann in einem Putsch endeten), kam es in Odessa zu einer Demonstration zugunsten der (russlandfreundlichen, demokratisch ukraineweit einwandfrei gewählten) Janukowitsch-Regierung. 

Daraufhin bildete sich ein wilder Gegenmob aus (nationalistischen) Ukrainern. 300 Demonstranten - darunter Frauen und Kinder - flüchteten sich in ein Gewerkschaftsgebäude. Das aber dann durch Molotowcocktails und vermutlich sogar Phosphorgranaten von teils vermummten "Gegendemonstranten" (womöglich sogar von der offiziellen national-ukrainischen Armee, zumindest mit Duldung der offiziellen Exekutive, wie die wenigen westlichen Beobachter melden, die die Vorgänge beobachtet haben) in Brand gesteckt wurde. Vielen gelang der Ausbruch aus dem Gebäude, manche wurden dort sogar totgeschlagen, mit der offiziellen Bilanz, die von 48 Toten spricht. Augenzeugen berichten, daß die Zahl weit untertrieben sei, es müsse viel mehr Tote gegeben haben.

Ach, nur nebenbei: Die Region Odessa wurde ab 2015 "als Belohnung für treue USA-Dienste" vom in Georgien gescheiterten, anti-russischen Politiker Saakaschwili als Gouverneur regiert. Der hatte von Kiew aus politisches Asyl erhalten, nachdem er in Georgien durch die Provokation eines Krieges mit Rußland fulminant gescheitert war. Wo er versucht hatte, Georgien in die NATO zu bringen, und US-Stützpunkte einzurichten trachtete. Wegen unausgesetzter Korruption aber wurde er 2018 sogar von Kiew abgesetzt. Sehr aufschlußreich (über Wikipedia) ist übrigens die im Netz abrufbare Biographie dieses Mannes. No more comment.

Die ukrainischen Medien bezeichneten damals natürlich die Demonstranten als "aggressiv pro-russisch". Das reichte recht sicher für die hiesigen Pruntzmedien, um dieses Massaker moralisch gerechtfertigt zu ignorieren. Zumal vermutlich noch nie auch nur einer von deren Journalisten jemals einen Fuß in die Region gesetzt hat. Das würde Apperzeption benötigen. Und Apperzeption? Für hiesige Medien? Der Gottseibeiuns?! Wozu gibt es denn Internet und IPhones, wozu hat man Informationsnetzwerke, wozu Gewährsleute in Washington, Singapur und London (ist das nicht dasselbe)?

So nebenbei: Dem Leser ist schon klar, daß die Ukraine ein ungeheures Völkergemisch ist? Frage er mal einen Polen.







*221118*

Wären wir doch Amerikaner (1)

Der VdZ kann sich noch gut erinnern, es war Stimmungs-Untergrund seiner Kindheit in den 1960ern in Österreich - die eine einzige Faszination des Amerikanischen war. Mit innerer Erregung studierte er die Zeitungen, die - wie er heute weiß - sämtlich von amerikanischer Zensur und Umerziehungsabsicht geformt waren. Am Schoß seiner Mutter sitzend, die täglich bei einer Tasse echten Bohnenkaffees (von deutschen Verwandten - die waren immer so "weit voraus", in allem - regelmäßig zugesandter Luxus) eine Stunde lang Zeitung las.

Nach vier, nach der auf Raten (was für ein Wagnis damals - Schulden! - und nur möglich durch die Empathie eines kleinen - es gab nur kleine - Elektrohändlers) erworbenen Waschmaschine auf drei Stunden reduzierten Früharbeit. Wäsche, Frühstück für zehn, neun, acht, sieben, sechs Kinder ... Möglich dann erst, nachdem die älteren Geschwister nach und nach "aus dem Haus", also in ihre Berufe gegangen waren oder schließlich eigene Familien gegründet hatten. Eines der hervorragendsten Restaurant-Hotels der niederösterreichischen Kleinstadt Amstetten, in der der VdZ aufwuchs, hatte pro Hochzeit aus der Familie ein Prozent mehr Rabatt für die Verzehrrechnung zugesichert. Der VdZ genoß 1984 bereits 10 Prozent Nachlaß, der Hotelbesitzer hatte genau Buch geführt. Das Restaurant gibt es nicht mehr, wie der VdZ jüngst feststellen mußte. Das Hotel gehört einer internationalen Kette. Der schlimmste Feind des Amerikanismus war seit je der Katholizismus. Aber das begriff man damals noch nicht.  Es war alles zu verführerisch geschmückt. Und so viel Denken war verboten. Das begriff man schon gar nicht.

Mit Selbstverständlichkeit, ja mit Lust abonnierte er deshalb sogar als Jugendlicher, bezahlt aus den Entgelten für Nachhilfe, den "Readers Digest", der zwar im Wartezimmer jeder Arztpraxis auflag, aber an desssen eigentümlichem Optimismus er irgendwie intimer teilhaben wollte. Ach, wäre er diese Utopie nur früher losgeworden.

Denn ach, könnten wir doch alle amerikanisch werden ... ach, durchströmte es die Brust von Milliarden Menschen, wären wir doch alle Amerikaner.

Hier die erste und ursprüngliche Version des später so vielfach interpretierten Liedes (bis zur wunderbar sinnerfüllten Interpretation in "The Talented Mr. Ripley") aus den 1950er Jahren. Anders als die Deutschen, haben die Italiener trotz allem immer eine gewisse "Italianitá" eingebracht. Ihre Leidenschaft für Amerika war naiver, kindlicher. Für sie war und ist immer alles weit mehr Spiel. Die Deutschen mußten weit mehr gehirngedroschen werden, um den einstigen kulturellen Feind als neues Paradigma anzuerkennen.








*201118*

Mittwoch, 9. Januar 2019

Von logischen Strukturen eines Irrationalen. Von den UFOs.

Je weiter wir vom Boden wegkommen - man nehme es wörtlich ebenso wie sinnbildlich - desto mehr werden wir mit einer Welt konfrontiert, die wir überhaupt nicht mehr verstehen. Das ist der tragische, im Grunde aber lächerliche Irrtum, den wir "Physik" nennen, auf den wir gar zu gerne hereinfallen. Wo wir (fast möchte man sagen: primitiv, denn das ist es) auf einer gewissen sehr einfachen Phänomenebene vereinfachen und Bilder formen, die mit den wirklichen Wirklichkeiten nicht einmal mehr ansatzweise übereinstimmen. Unsere irdischen Alltagserfahrungen deshalb auf Beobachtungen im Weltall anzuwenden, ist tatsächlich primitiv. Dumm. Da hatte noch Aristoteles mehr recht als wir Heutigen, die wir meinen, wir könnten die Welt erklären. Nichts, gar nichts können wir erklären.

Also erfinden wir auch UFO-Theorien, Außerirdische. Alles Synonyme für eine Welt, die die unsere in Wahrheit trägt, und mit Physik nichts zu tun hat. Sondern mit Metaphysik. Denn das Geistige ist nur mit Geist verstehbar. Die Physik ist in ihrem inneren Kern Erkenntnisphilosophie.

Das Gespräch mit einem ehemaligen Chefpiloten der Lufthansa, Werner Utter, ist deshalb interessant. Das ist kein Flunkerer. Der erzählt sehr erklärt von Phänomenen, die ihm begegnet sind. Und die vielen, wirklich vielen Piloten begegnen. Auch Piloten zum Mond, übrigens. Daraus machen so manche Hohlköpfe "Begegnungen mit Außerirdischen". Woraus dann ganze Weltbilder konstruiert werden, die alle eine bemerkenswerte Gemeinsamkeit haben: Sie schieben den Ursprung (die Entstehung von Etwas "aus Nichts") in weitere Räume, irgendwohin also. Auf einen dunklen Grund zu, auf dessen Boden ... Irrationalität hier, simpler Atheismus, Gottlosigkeit dort wartet.

Aber wen verwundert das. Höchstens "Physiker", die das Unbegreifliche, das einem im Weltall begegnet, mit "Konstanten" zu regulieren versuchen (von denen es über 70 gibt, alles reine Annahmen, "weil es da irgendetwas geben muß", so ungefähr). Nur uns Hohlköpfen, die wir allesamt sind, nur uns Vollidioten kann da eine Theorie über "Außerirdische" einfallen. Billiger, lächerlicher Ersatz für die Ahnungslosigkeit über die geistige Wirklichkeit, die uns alle umgibt. So daß das Unbegreifliche ins "Okkulte", ins "Mysteriöse" verschoben wird.

Um UFOS zu "verstehen" muß man nicht ins Okkulte abtauchen, schon gar nicht darauf ganze Welttheorien aufbauen, die in sich lächerlich verquert sind, und die eigentlichen Fragen gar nicht stellen. Und schon gar nicht versuchen, das Geheimnisvolle der Welt - Ansatzpunkt jeder Wissenschaft! - mit den Legobausteinen von Kindern zu erklären, nur weil die gerade zur Verfügung stehen. Und wir zu großen Teilen diesem kindlichen Stadium (das zugleich Basis des Technizismus ist) nie entwachsen sind. Das ist auch das einig Logische an diesen Theorien, die in enormen Ausmaß kursieren, der VdZ ist immer wieder überrascht.

In einer glaubenslosen, wahrheitsentfremdeten, damit tief geistlosen Situation sucht sich darin das tief menschliche Ahnen (als Sehnen nach Geist) in seiner grundlegenden "geistigen Matrix" um die wirkliche Wirklichkeit (entlarvend erkennbar in Sätzen wie: "Erlösung kommt von außen", also von "Außerirdischen") phantastische Bilder. Weil es im "Normalen" des Alltäglichen, Weltimmanenten nicht geschehen kann, das ist völlig richtig geahnt. Weil, und somit belegt, an das eigentliche Erlösungsereignis nicht mehr geglaubt wird. Weil es sich aber auch (durch den Liturgie-, also Kultverfall im Katholischen, unter anderem) nicht mehr erfahrbar vollzieht.

Kein Wunder, daß der VdZ Mitte der 1970er mit Autoren wie Erich von Däniken ... im Rahmen des Religionsunterrichts bekannt wurde. Wo der (schon ziemlich alte) Kleriker diese Theorien wie "religiöse Geheimnisse" zur Grundlegung der Welt vorgestellt hat, um seine "Modernität" ("Jugendgerechtheit") zu beweisen. Neben den Thesen von Teilhard de Chardin, die als "Versöhnung von Evolutionismus und Theologie" präsentiert wurden.

Von einem überaus weitgereisten KLERIKER (was zeigt, daß Reisen keineswegs einfach "bildet", sondern vielfach, ja meistens sogar nur VERBILDET) der einfach sein privilegiertes Leben als vollgesicherter Beamter (und ... Frauenliebling) genoß. Und jetzt noch seinen Ruf als "Jugendversteher" festigen wollte. Und noch am Totenbett in der Diözese besorgt anrief, ob sein Ansuchen um den Ehrentitel des "Monsignore" vom Papst endlich angenommen sei. Das alles aber nur nebenbei. Gott hab ihn selig. Der VdZ ist dem Sohn eines Weinbauern aus der Wachau, der - immerzuhin! - nächtens mit dem Nobelpreisträger Konrad Lorenz telephonierte, "wenn ich eine Frage habe", wie er dem VdZ erzählte, für Dinge dankbar, die der Mann vielleicht gar nie gesehen hatte. Sein Bemühen, den VdZ zum Priesterberuf zu bringen, ist immerhin ehrenhaft. Es war erstaunlich, und nicht ganz verfehlt.









*241118*

Die Rettung des Internet naht

Das (kostenlose) Internet offenbart sich heute als das, als was es immer gedacht war: Als Instrument der Kontrolle der Welt. Und in den zwei Jahrzehnten, seitdem dieses Instrument besteht, haben die Hauptakteure alles unternommen, um über ein "Gratis-Internet" Programme und Instrumente zu schaffen, die über Versprechungen vorgingen, um Ihnen die Kontrolle über die eigene Identität zu nehmen. Sie zu manipulieren, zu kontrollieren, zu steuern. Die Giganten des Internet (die einen Zentralisierungseffekt erkennen lassen, der für den Kapitalismus so überaus typisch ist) sind aber auch die Feinde der Zukunft jedes Volkes, damit der gesamten (nicht nur westlichen) Welt, die wie jede Zukunft auf Freiheit und Wahrheit und damit erst möglichem schöpferischem Tun beruht.

Weil es mittlerweile dagegen seriösen Widerstand gibt. Es gibt Alternativkonzepte für das Internet, die auf eine wirkliche Dezentralisierung und damit Unsteuerbarkeit hinauslaufen. Und denen widmet sich dieser Artikel, den der VdZ frech aus William M. Briggs Blog übernimmt. Denn was würde passieren, wenn Sie, werter Leser und Internet-Benutzer, ihre Identität völlig verschleiern könnten? Was in dem Moment geschieht, in dem die Computertechnologie sich von der Internettechnologie abkoppeln kann, nicht mehr jedes Programm auf einen zentralen Quellpunkt zuarbeitet.

Haben wir dafür aber überhaupt eine Möglichkeit? Ja, werter Leser, die gibt es, und es wird sie bald noch mehr geben. Dann wird das Internet wirklich revolutioniert werden. Und die Großen werden fallen, das kann man sagen, wenn sich das durchsetzt. Und es wird sich durchsetzen. 

Es ist eine Technologie, die auf dem technischen Prinzip des "Bitcoin" aufbaut. Wo zum Beispiel kein Posting mehr gelöscht werden könnte, weil der Aufwand dafür gewaltig würde. Denn schon heute brauchen Bitcoins und ähnliche Dezentralisierungslösungen elektrischen Strom, der ein Vielfaches der jährlichen Elektrizitätsaufwendungen von ganz Dänemark beträgt. Was würden erst Lösungen brauchen, die das unterbinden wollten?

Aber die für manche Augen so seltsam wirkende Destruierung unserer Stromversorgung enthält eine bemerkenswerte Konnotation: Weniger Strom heißt weniger Selbstkontrolle im Internet.

Noch wird das alles etwas Zeit brauchen, und das Imperium wird zurückschlagen, seine Anteile und Absichten zu wahren versuchen, dessen können wir gewiß sein. Aber wir dürfen hoffen, daß die seinsgerechte Haltung auch ein seinsgerechteres Denken hervorbringt, das als Licht dem Dunkel des Bösen zu wehren vermag. "Urbit" soll, so die Entwickler, die volle Kontrolle des Browsers wie auch des Internetganges durch den Benutzer erlauben. Dabei soll es mit sämtlichen bisherigen Softwarelösungen umgehen können.

Ziel ist, daß nichts geschieht als das, was beabsichtigt ist. Die persönliche Identität, der eigene PC ist in keinem Fall mehr zurück verfolgbar oder direkt erreichbar (wenn es der VdZ richtig verstanden hat). Sie ist wie vom Internet abgehängt, denn "Urbit" baut eine Kulisse davor auf. Das wird das gesamte Internet, das nichts als ein riesiges Geschäft ist, auf den Kopf stellen.

Wir werden berichten, sobald das neue System betriebsbereit ist.



Recently, Tim Berners-Lee, the creator of the world-wide web, announced a new company called Inrupt, which will promote the use of a computer language named Solid. Solid allows software developers to create a "Solid Pod," which will contain user identities that will be completely under the user's control.
Another project, called Blockstack, already exists as a decentralized web browser. When you use the Blockstack browser, your personal identity and information, as well as other features, are fully under your control. A blockchain is being used as a depository. There are a number of working applications. A large website called OpenBazaar is a decentralized online marketplace that uses the Blockstack identity system. OpenBazaar is not owned by anyone. You download the software and either set up a store or shop in an existing store. Escrow systems are available to guarantee deliveries and payments. And all payments are made in cryptocurrencies.
Blockstack has its own domain name registry. To go to a Blockstack website means to use a name that you cannot find on the regular Internet. And the BNS (the Blockstack Name System), unlike the Internet's domain registry, is a decentralized system.
However, the startup called Urbit is undoubtedly the most ambitious attempt to create a new Internet. For the moment, Urbit is keeping a low profile. Although Urbit provides detailed information about itself, this information tends toward the technical. And since Urbit is being constructed using a radically new kind of software, even that technical information tends to confuse those with conventional software expertise. Urbit is a different kind of animal.
The key difference between Blockstack and Urbit is that the Blockstack browser replaces the top layer of the current Internet protocol in its control of your identity. But Urbit is creating a complete replacement for the Internet, although it will continue to run "on top" of the basic protocol. More radically, Urbit plans to completely erase the difference between the software that runs its Internet and the software that will run your personal computer. The Urbit computer operating system and the Urbit Internet form a single software program. Every other Internet protocol (for example, the email protocol) as well as every software program is to be merged in this single system. It is the user of the personal computer who will control this system.
To say that this is ambitious would be to understate the matter. Using today's software, it is would be an impossible task. Today, our computer operating systems alone consist of millions of lines of code. The interoperability of a computer operating system with other software and with Internet protocols would create an unending maze of code that would be impossible to complete or implement.
However, Urbit's core is a completely new system of code. It is also a vast simplification of code. And merging today's separate software systems into a single program is also a radical simplification. Nor is Urbit merely a theoretical idea. Urbit exists and is in prolonged testing. Amazingly, Urbit is only thirty thousand lines of code.
According to Galen Wolfe-Pauly, the CEO of Tlon, Urbit's parent company:
Urbit is a complete, clean-slate system software stack: a non-lambda interpreter (Nock), a functional language (Hoon), and an event-driven OS (Arvo), with its own encrypted protocol (Ames), typed revision control (Clay), reactive web server (Eyre) and functional build system (Ford). The full system, including basic apps, is only 30,000 lines of Hoon.
Urbit is a network. And the network is divided into three basic levels. The first two control the underlying code. At this level, the users are divided into Galaxies and Stars. The third level, called Planets, is everyone else. At its fullest implementation, Urbit can accommodate 256 Galaxies, 65,536 stars (or 256 stars per galaxy), and a little over four billion Planets (or 65,536 planets per star).
Thus the single point of centralization in the Urbit system lies in the necessity to be able to repair and to update the underlying kernel. And this is the job of Galaxies and Stars. However, adopting code changes is a matter of choice. If a Planet, for example, does not like the governance of its Star, it can change Stars. And Stars can change Galaxies. Urbit is a floating, digital republic.
Urbit is a fascinating project, but at this point a very private project. It is not known when it will be officially opened to the public.
Jefferson White has a website at jeffersonwhite.com. He is most recently the author of Destroying Progressivism: A Strategy, an overview of the radical decentralization being created by the current technological revolution.


Ins Deutsche übersetzt:




Vor kurzem kündigte Tim Berners-Lee, der Schöpfer des World Wide Web, eine neue Firma namens Inrupt an, die die Verwendung einer Computersprache namens Solid fördern wird. Mit Solid können Softwareentwickler einen "Solid Pod" erstellen, der Benutzeridentitäten enthält, die vollständig unter der Kontrolle des Benutzers stehen.

Ein anderes Projekt namens Blockstack existiert bereits als dezentraler Webbrowser. Wenn Sie den Blockstack-Browser verwenden, haben Sie Ihre persönliche Identität und Informationen sowie andere Funktionen vollständig unter Ihrer Kontrolle. Eine Blockchain wird als Depot verwendet. Es gibt eine Reihe von Arbeitsanwendungen. Eine große Website namens OpenBazaar ist ein dezentraler Online-Marktplatz, der das Blockstack-Identitätssystem verwendet. OpenBazaar gehört niemandem. Sie laden die Software herunter und richten entweder ein Geschäft oder ein Geschäft in einem vorhandenen Geschäft ein. Escrow-Systeme stehen zur Verfügung, um Lieferung und Zahlung zu garantieren. Und alle Zahlungen erfolgen in Kryptowährungen.

Blockstack hat eine eigene Domainnamen-Registry. Um zu einer Blockstack-Website zu gelangen, müssen Sie einen Namen verwenden, den Sie im normalen Internet nicht finden können. Und das BNS (Blockstack Name System) ist im Gegensatz zu der Domain-Registrierung des Internets ein dezentrales System.

Das Startup namens Urbit ist jedoch zweifellos der ehrgeizigste Versuch, ein neues Internet zu schaffen. Im Moment bleibt Urbit zurückhaltend. Obwohl Urbit detaillierte Informationen über sich selbst liefert, tendieren diese Informationen eher zu technischen Zwecken. Und da Urbit mit einer völlig neuen Art von Software erstellt wird, können selbst diese technischen Informationen diese mit herkömmlicher Software-Expertise verwechseln. Urbit ist eine andere Art von Tier.

Der Hauptunterschied zwischen Blockstack und Urbit besteht darin, dass der Blockstack-Browser die oberste Schicht des aktuellen Internetprotokolls bei der Kontrolle Ihrer Identität ersetzt. Aber Urbit schafft einen vollständigen Ersatz für das Internet, obwohl es weiterhin "über" das Basisprotokoll laufen wird. Noch radikaler plant Urbit, den Unterschied zwischen der Software, die das Internet betreibt, und der Software, die auf Ihrem PC ausgeführt wird, vollständig zu beseitigen. Das Urbit-Computerbetriebssystem und das Urbit-Internet bilden ein einziges Softwareprogramm. Jedes andere Internet-Protokoll (z. B. das E-Mail-Protokoll) sowie jedes Softwareprogramm ist in dieses System einzubinden. Es ist der Benutzer des Personal Computers, der dieses System steuert.

Zu sagen, dass dies ehrgeizig wäre, würde die Angelegenheit unterschätzen. Mit der heutigen Software wäre dies eine unmögliche Aufgabe. Heute bestehen unsere eigenen Computerbetriebssysteme aus Millionen Codezeilen. Die Interoperabilität eines Computerbetriebssystems mit anderer Software und Internet-Protokollen würde zu einem endlosen Code-Labyrinth führen, der nicht vollständig ausgeführt oder implementiert werden könnte.

Der Kern von Urbit ist jedoch ein völlig neues Codesystem. Es ist auch eine große Vereinfachung des Codes. Die Vereinigung heutiger separater Softwaresysteme in einem einzigen Programm ist ebenfalls eine radikale Vereinfachung. Weder Urbit ist nur die theoretische Idee. Urbit existiert und befindet sich in einem längeren Test. Erstaunlicherweise besteht Urbit aus nur 30.000 Codezeilen.

Laut Galen Wolfe-Pauly, CEO von Tlon, der Muttergesellschaft von Urbit:

Urbit ist ein vollständiger Clean-Slate-System-Software-Stack: ein Nicht-Lambda-Interpreter (Nock), eine Funktionssprache (Hoon) und ein ereignisgesteuertes Betriebssystem (Value) mit einem eigenen, verschlüsselten Protokoll (Ames), typisierter Revisionskontrolle (Clay), reaktiver Webserver (Eyre) und Functional Build System (Ford). Das vollständige System, einschließlich Basis-Apps, umfasst nur 30.000 Zeilen von Hoon.

Urbit ist ein Netzwerk. Das Netzwerk ist in drei Grundebenen unterteilt. Die ersten beiden steuern den zugrunde liegenden Code. Auf dieser Ebene werden die Benutzer in Galaxien und Sterne unterteilt. Die dritte Ebene, genannt Planets, ist alle anderen. Urbit bietet Platz für 256 Galaxien, 65.536 Sterne (oder 256 Sterne pro Galaxie) und etwas mehr als vier Milliarden Planeten (oder 65.536 Planeten pro Stern).

Der zentrale Punkt der Zentralisierung im Urbit-System besteht daher in der Notwendigkeit, den zugrunde liegenden Kernel reparieren und aktualisieren zu können. Und das ist die Aufgabe von Galaxies und Stars. Die Übernahme von Codeänderungen ist jedoch eine Frage der Wahl. Wenn ein Planet beispielsweise die Steuerung seines Sterns nicht mag, kann er Sterne ändern. Und Sterne können Galaxien verändern. Urbit ist eine schwebende, digitale Republik.

Urbit ist ein faszinierendes Projekt, aber an diesem Punkt ein sehr privates Projekt. Es ist nicht bekannt, wann es offiziell der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Jefferson White hat eine Website unter jeffersonwhite.com. Zuletzt ist er der Autor von Destroying Progressivism: Eine Strategie, ein Überblick über die radikale Dezentralisierung, die durch die gegenwärtige technologische Revolution geschaffen wird.







*201118*