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Donnerstag, 10. Juni 2021

Gedankensplitter 1164c

enn ein Leben ist nicht in Teile zerlegbar, sondern immer ein ganzheitliches Geschehen, in dem eine Person an einem Ort steht, an dem es seinen Kampf zu kämpfen hat. Und was ein Mensch wie verarbeitet, auch - ja, auch das! - er an Hilfen braucht (meinetwegen Alkohol, meinetwegen eine gewisse Ungezügeltheit in Ableitungsmitteln die der Zigarette, oder wer wollte bewerten, wie viele Leben nur dadurch nicht zusammengebrochen sind, weil sie sich am Gut einer hervorragend zubereiteten, hochwertigen Speise gestützt haben.
 
Was also ist hier das Archetyp, das sich zeigt, das sich rührt, das sich in die Welt hebt und gehoben wird? Das sich über alle Ebenen, durch alle Lebens- und Weltbereiche zieht?

Mittwoch, 9. Juni 2021

Gedankensplitter 1164b

Wieviel Genie in solch einer gesellschaftlichen, kulturellen Stimmung verloren ging ist kaum ermeßbar. Und es sind NICHT die Begabtesten, die ein Land verlassen, wie es so gerne heißt. Ich glaube nicht an einen "braindrain". Das Einzige, was ich an diesen Auswanderern bedauere, ist, daß sie tief undankbar sind, und ihr Herkunftsvolk brutal ausgenützt haben und ausnützen. Sodaß sie sogar ihre Eltern an den Schulden zahlen lassen, die ihr Leben bisher aufgeworfen hat.
 
enn jeder Mensch hat zwei Phasen, in denen er auf andere angewiesen, also in einer bilanziellen Schuld steht. Das ist die Phase des Kindes bis zum Erwachsenenalter, und das ist die Phase des Alters. Wo selbst jene, von denen man sagt, daß sie "vorgesorgt hätten", doch in Wahrheit ihr "Kapital" nur deshalb "arbeiten" lassen können, WEIL ES IHRE KINDER ERARBEITEN. Zinsen, Renditen müssen nämlich erarbeitet werden.

Dienstag, 8. Juni 2021

Gedankensplitter 1164a

uch das ist ein Archetyp - das Schöne, Begabte, Gute, Hehre verringert sich, weil das Untere, Häßliche, Unbegabte sonst in Neid ihre Nachberangtheit nicht erträgt. Es hat Mitleid, jeder Begabte kennt das, und jeder Begabte weiß darum wie es ist, in einer Gesellschaft zu leben, die Tag für Tag unter der Tatsache zu leiden hat, nicht dieselbe Höhe der Weltbewältigung zu haben.

us Mitleid, aus höchster Höflichkeit und Benehmenskraft verringert sich also das Hohe. Um dem weniger Hohen ein leichteres Existieren zu ermöglichen. Geschrieben während ich eine Diskussion über Covid19 höre, in der einer der Diskutanten etwas in seiner Klarheit fast Schneidendes spricht: Wir stehen bei Covid vor der Tatsache, daß ausgerechnet der, der gesund ist, der kräftig ist, der sein Leben in aller Weite leben möchte und kann, der auch keiner Gefährdung unterliegt.